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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

PKW Brand in Langenhagen

PKW brennt auf der B522 vollständig aus

28. November 2025/in Region Hannover

Feuerwehr löscht brennenden PKW auf dem Seitenstreifen der Schnellstraße.

LANGENHAGEN (redu) – In der Nacht zu Samstag hat ein PKW auf dem Seitenstreifen der B522 vollständig gebrannt, wodurch die Ortsfeuerwehr Langenhagen gegen 5.35 Uhr zu einem Löscheinsatz ausrückte.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Wagen auf dem Seitenstreifen der B522 bereits vollständig in Flammen. Die Feuerwehr setzte zwei Angriffstrupps unter Atemschutz ein, um den Brand einzugrenzen und das Fahrzeug zu löschen. Dazu nutzten sie zwei Schnellangriffsschläuche, die bereits an der Fahrzeugpumpe angeschlossen sind und ein rasches Vorgehen ermöglichen.

Um verbleibende Glutnester zu erreichen, setzten die Kräfte einen hydraulischen Spreizer ein und unterbauten den PKW, um ihn kontrolliert anzuheben. Im Anschluss legten sie einen Schaumteppich über das Fahrzeug, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Die Polizei sperrte die Schnellstraße kurzfristig, damit der Einsatz ohne Gefährdung stattfinden konnte. Insgesamt waren zwölf Feuerwehrkräfte mit zwei Löschfahrzeugen sowie ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz.

Airbus-Baustelle

Feuerwehr erkundet erneut Airbus-Baustelle

27. November 2025/in Region Hannover

Stadtfeuerwehr und Bundeswehrfeuerwehr prüfen Technik und Infrastruktur.

WUNSTORF (redu) Auf dem Gelände des entstehenden Airbus-Komplexes zwischen Großenheidorn und Klein Heidorn hat die Stadtfeuerwehr in dieser Woche eine weitere Begehung durchgeführt, an der erstmals auch die Fliegerhorstfeuerwehr der Bundeswehr teilnahm.

Auf dem Gelände des zukünftigen Airbus-Komplexes hat die Stadtfeuerwehr Wunstorf eine weitere gemeinsame Begehung durchgeführt. Nach einer Großübung im April und einer ersten Begehung wurde damit die Reihe vorbereitender Termine fortgesetzt. Neben den Ortsfeuerwehren Großenheidorn, Klein Heidorn, Steinhude und Wunstorf war diesmal erstmals auch die Fliegerhorstfeuerwehr der Bundeswehr vom Lufttransportgeschwader 62 vertreten, um die zukünftige Zusammenarbeit abzustimmen.

Im Mittelpunkt des Rundgangs standen feuerwehrtechnisch relevante Bereiche der Baustelle. Gemeinsam mit Verantwortlichen von Airbus und der Köster GmbH wurden installierte Löschanlagen, Steigleitungen, Zugänge sowie technische Versorgungspunkte betrachtet. Auch die vorhandene Infrastruktur für die Versorgung mit Löschmitteln wurde überprüft.

Ein weiterer Schwerpunkt war die geplante Bereitstellung großer Mengen an Löschwasser und Schaummitteln, die für mögliche Einsatzlagen vorgesehen sind. Zudem wurde der Bereich der künftigen Werkfeuerwehr und deren Zuständigkeiten thematisiert.

Die regelmäßigen Begehungen sollen bis zur Fertigstellung des Bauprojekts fortgeführt werden. Ziel ist es, dass alle beteiligten Feuerwehrkräfte das Gelände und seine Besonderheiten kennen, um im Einsatzfall schnell und abgestimmt handeln zu können. Durch die gemeinsame Vorbereitung wird die Zusammenarbeit zwischen Airbus, der Stadtfeuerwehr Wunstorf, den Ortsfeuerwehren und der Bundeswehrfeuerwehr weiter gefestigt.

Brand Pflegeheim

Feuer in Pflegeheim: Großeinsatz in Schneeren

27. November 2025/in Region Hannover

Brand greift vom WC bis ins Dachgeschoss über – 43 Menschen evakuiert.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE / SCHNEEREN (redu) – In einem Pflegeheim im Ortskern von Schneeren ist am späten Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Alle 43 Bewohner wurden gemeinsam mit Einsatzkräften und Personal in Sicherheit gebracht.

Gegen 23:20 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Pflegeheim im Ortskern von Schneeren alarmiert. Beim Eintreffen stellte sich ein Brand in einem WC im Obergeschoss heraus, der sich bereits bis in das Dachgeschoss ausgebreitet hatte. Einsatzleiter Peer Wesemann, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Schneeren, erhöhte daraufhin das Alarmstichwort auf ein bestätigtes Feuer in einer Pflegeeinrichtung. In der Folge wurden weitere Kräfte nachalarmiert, darunter die Kernstadtfeuerwehr Neustadt mit einem Löschzug und der Drehleiter sowie spezialisierte Einheiten für Hygiene und Atemschutz.

Gemeinsam mit dem Pflegeheimpersonal evakuierten die Einsatzkräfte alle 43 Bewohner aus dem Gebäude. Ein Bewohner erlitt leichte, zunächst nicht näher definierte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Menschen wurden zunächst in der nahegelegenen Gaststätte Asche am Schützenplatz untergebracht, wo sie vor der Witterung geschützt waren. Noch in der Nacht wurden weitere Notunterkünfte organisiert.

Über 30 der evakuierten Bewohner werden vorübergehend im Krankenhaus Nienburg aufgenommen. Das Krankenhaus stellte eine freie Station bereit, auf der die Betreuung durch das Pflegepersonal des betroffenen Heims gewährleistet wird. Die restlichen Bewohner können innerhalb von Schneeren in vorbereiteten Unterkünften untergebracht werden.

Wärmebildkamera

Das Bild der Wärmebildkamera in der Einsatzleitung zeigt die Ausdehnung des Brandes. © Feuerwehr Neustadt

Zur Unterstützung der Neustädter Drehleiter wurde eine zweite Drehleiter aus dem Landkreis Nienburg angefordert, die die Brandbekämpfung von der Gebäuderückseite übernahm. Mehrere Atemschutztrupps öffneten Bereiche im Dachgeschoss, um gezielt an den Brandherd zu gelangen. Zusätzlich kam die Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 zum Einsatz, um Glutnester aus der Luft zu lokalisieren und effektiv abzulöschen.

Den Einsatzkräften wurde vor Ort vom Verpflegungszug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 warme Getränke und Essen bereitgestellt. Aufgrund der winterlichen Temperaturen begann Löschwasser auf der Straße zu gefrieren, weshalb der Bereitschaftsdienst des Bauhofs Neustadt angefordert wurde, um die Flächen abzustreuen. Der Stadtbrandmeister, seine Stellvertreter und die erste Stadträtin verschafften sich direkt vor Ort ein Bild der Lage.

Gegen 6:30 Uhr wurde der ehrenamtliche Rettungsdienst für Patiententransporte alarmiert, um die Bewohner in ihre neuen Unterkünfte zu bringen. Die Nachlöscharbeiten sowie die Betreuung der evakuierten Personen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

NACHTRAG 27. November 2025 11:45 Uhr (redu) – Die Feuerwehr ist am Donnerstagmittag erneut zum Pflegeheim Schneeren ausgerückt. Im Dachbereich waren Funkenflug und Rauch aufgetreten, sodass weitere Glutnester gelöscht werden mussten.

Am Donnerstagmittag wurde die Feuerwehr abermals zum Pflegeheim Schneeren alarmiert. Gegen 11:45 Uhr rückten die Feuerwehr Schneeren und die Drehleiter zu Nachlöscharbeiten aus, nachdem im Dachbereich erneut Funkenflug und eine leichte Rauchentwicklung festgestellt worden waren. Wärmebildaufnahmen einer Drohne zeigten Temperaturen von rund 70 Grad.

Aus dem Korb der Drehleiter löschten Einsatzkräfte erste Glutnester ab. Parallel öffnete ein Atemschutztrupp im Obergeschoss die Zwischendecke und stellte dort erhöhte Temperaturen sowie sichtbaren Flammenschein fest. In der Folge öffneten mehrere Trupps die Zwischendecke von zwei Seiten, wodurch das Feuer lokalisiert und vollständig gelöscht werden konnte.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger bereitzustellen, wurden die Feuerwehren Schneeren, Mardorf, Neustadt und Borstel sowie die Atemschutzeinheit und die Einsatzleitung Ort alarmiert. Gegen 15:00 Uhr meldeten die Kräfte schließlich „Feuer aus“ und verließen die Einsatzstelle.

Feuer in Pflegeheim: Großeinsatz in Schneeren – Pflegeheim NST neu ff

Gegen Mittag musste die Feuerwehr erneut ausrücken. © Feuerwehr Neustadt

Laubenbrand

Nächtlicher Laubenbrand beschäftigt Feuerwehr Laatzen

26. November 2025/in Region Hannover

40 Einsatzkräfte löschen stundenlang brennende Lauben in Laatzen.

LAATZEN (redu) In der Nacht zu Mittwoch hat ein Laubenbrand in einem Gartenverein nahe dem Messegelände einen stundenlangen Feuerwehreinsatz ausgelöst.

In einem Gartenverein an der Straße Am Holze ist in der Nacht zu Mittwoch eine Holzlaube vollständig in Brand geraten. Gegen 03:04 Uhr alarmierte die Leitstelle den ersten Zug der Ortsfeuerwehr Laatzen, nachdem Feuerschein und dichter Rauch gemeldet worden waren. Die kurz darauf eintreffenden Einsatzkräfte bestätigten den Vollbrand und begannen umgehend mit der Brandbekämpfung. Zwei C-Rohre wurden direkt zum Löschen eingesetzt, ein weiteres diente unter Atemschutz dem Schutz der benachbarten Laube.

Da die Wasservorräte der Fahrzeuge zur Neige gingen und sich die Versorgung vor Ort als schwierig erwies, ließ Einsatzleiter Sven Wenger um 03:44 Uhr den zweiten Zug nachalarmieren. Dieser verlegte nach seinem Eintreffen eine rund 350 Meter lange Schlauchleitung von der Gutenbergstraße bis zur Einsatzstelle. Trotz der Maßnahmen konnten die Kräfte ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Laube nicht verhindern, sie wurde ebenfalls beschädigt.

Um 05:11 Uhr meldeten die Einsatzkräfte „Feuer aus“. Wegen wieder aufflammender Glutnester zog ein vom Baubetriebshof eingesetzter Bagger die Trümmer auseinander, während Feuerwehrleute die verbliebenen Brandstellen ablöschten. Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten begann der Rückbau. Gegen 8 Uhr verließen die 40 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen die Einsatzstelle. Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt.

Einsatzübung

Einsatzübung der Feuerwehren im Kinderzentrum Holtensen

22. November 2025/in Region Hannover

Übung testet Zusammenarbeit und Wasserversorgung im Ernstfall.

HOLTENSEN (redu) – Am 21. November 2025 haben vier Ortsfeuerwehren im Paritätischen Kinderzentrum eine unangekündigte Einsatzübung durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Menschenrettung unter realistischen Bedingungen und die Zusammenarbeit in den engen Straßen rund um die Einrichtung.

Im Paritätischen Kinderzentrum in Holtensen fand am Freitagmorgen eine unangekündigte Einsatzübung der Ortsfeuerwehren Holtensen, Bredenbeck, Evestorf und Wennigsen statt. Die Alarmierung erfolgte um 08:17 Uhr mit der Meldung über eine Rauchentwicklung, zudem galten drei Personen als vermisst. Für die Übung war der reguläre Betrieb ausgesetzt, das Personal befand sich zu Fortbildungszwecken im Gebäude.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war das Gebäude bereits künstlich verraucht. Eine Nebelmaschine sorgte für realitätsnahe Bedingungen im Innenbereich. Die drei vermissten Übungspuppen mussten systematisch gesucht und ins Freie gebracht werden. Der Fokus lag auf einer strukturierten Menschenrettung und der Orientierung in den Räumen.

Für die Innenangriffe standen vier Atemschutztrupps bereit. Ein weiterer Trupp wurde über die Drehleiter der Feuerwehr Wennigsen eingesetzt. Ein Sicherungstrupp wartete vor dem Gebäude auf mögliche Notfälle. Parallel dazu bauten die Einsatzkräfte zwei voneinander unabhängige Wasserversorgungen auf: wie im Einsatzplan vorgesehen eine Leitung von der B217 sowie eine zweite aus dem Bereich Katzenhagen. Die doppelte Versorgung sollte die Arbeitsweise bei einem größeren Brandereignis abbilden.

Insgesamt waren vier Ortsfeuerwehren mit acht Fahrzeugen und 43 Einsatzkräften beteiligt. Die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten verlief geordnet und abgestimmt. Die vermissten Übungspuppen wurden zügig gefunden und ins Freie gebracht. Auch der Aufbau der Wasserversorgung und die Fahrzeugaufstellung funktionierten wie vorgesehen.

Im Anschluss an die Übung zog Ortsbrandmeister Björn Landeck ein positives Fazit. „Die gesteckten Übungsziele wurden erreicht und das Gesamtfazit fällt sehr positiv aus“, sagte Landeck. Die Ergebnisse sollen in die weitere Ausbildung einfließen.

Gewalt gegen Frauen / Orange Day

Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

20. November 2025/in Region Hannover

Regionshaus und Kulturgebäude leuchten orange – zahlreiche Aktionen in der Stadt.

HANNOVER (redu) – Am 25. November setzt die Region Hannover ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Das Regionshaus leuchtet in Orange, begleitet von Aktionen, die auf die anhaltende Problematik aufmerksam machen.

Am 25. November findet bundesweit der Orange Day statt, der auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht. In der Region Hannover stehen an diesem Tag mehrere Aktionen im Mittelpunkt. Die Fassade des Regionshauses an der Hildesheimer Straße 20 wird in Orange angestrahlt. Ein schwarz-oranges Banner mit der Botschaft „STOPP Gewalt gegen Frauen!“ ergänzt die Beleuchtung. Zudem unterstützt die Regionsverwaltung die bundesweite Aktion „Wir brechen das Schweigen“ durch Plakate in ihren Gebäuden.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Region, Petra Mundt, ruft zur Teilnahme am „Orange Lauf“ auf. Der fünf Kilometer lange Lauf beginnt um 17 Uhr am Platz der Menschenrechte in der Innenstadt. Der Teilnahmebeitrag von fünf Euro kommt dem Frauennotruf Hannover zugute. Am Abend folgt eine Podiumsdiskussion im Künstlerhaus an der Sophienstraße. Unter dem Titel „Cyberviolence – wachsam, wehrhaft, informiert“ sprechen unter anderem Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten, Anna-Lena von Hodenberg von HateAid, Katarina Krüger von der AWO Hannover und Nikolaus Franke von #return Hannover über digitale Gewalt. Die Veranstaltung wird von der Gleichstellung der Region finanziell unterstützt. Auch das Opernhaus und das Künstlerhaus werden orange beleuchtet.

Regionshaus

Orange beleuchtetes Regionshaus © Iris Terzka / Region Hannover

Die Region verweist auf die steigenden Zahlen häuslicher Gewalt. 2024 wurden bei den Beratungs- und Interventionsstellen 6.795 Fälle gemeldet. Das sind 530 Fälle mehr als im Vorjahr, eine Steigerung um acht Prozent. Seit 2020 ist ein kontinuierlicher Anstieg erkennbar. „Die Beratungsstellen in der Region Hannover sind für betroffene Frauen und Mädchen zuverlässig da und gehen zunehmend auch proaktiv auf diese zu. Wichtig ist, dass alle Betroffenen wissen, dass es Hilfe gibt und wie sie diese bekommen“, sagt Mundt.

Um die Arbeit der 17 Frauenberatungsstellen im Regionsgebiet dauerhaft abzusichern, hat die Regionsversammlung die Mittel erhöht. Die Einrichtungen erhalten 243.000 Euro zusätzlich, insgesamt stehen 1,3 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, ein verlässliches und flächendeckendes Unterstützungsangebot sicherzustellen.

Im Hintergrund verweist die Region auf bundesweite Entwicklungen. Laut Lagebild des Bundesinnenministeriums steigen in allen Bereichen die Fallzahlen geschlechtsspezifischer Gewalt. Fast täglich kommt es in Deutschland zu einem Femizid, alle drei Minuten erlebt eine Frau oder ein Mädchen häusliche Gewalt. Täglich werden mehr als 140 Frauen und Mädchen Opfer einer Sexualstraftat.

Überholunfall

Unfall nach Überholmanöver auf der B443

18. November 2025/in Region Hannover

Überholversuch endet an Lkw-Auflieger – Rettungskräfte schnell vor Ort.

LAATZEN (redu) – Auf der Bundesstraße 443 ist am Dienstagmittag eine 27-jährige Autofahrerin beim Einscheren mit dem Auflieger eines Lastwagens zusammengestoßen und hat sich dabei leicht verletzt.

Beim Versuch, mehrere an der Kreuzung nach Wülferode wartende Fahrzeuge zu überholen, geriet die 27-jährige Fahrerin einer Mercedes C-Klasse am Dienstagmittag auf der Bundesstraße 443 in Richtung Sehnde in eine kritische Situation. Nach dem Überholen wollte die Frau wieder auf ihre Fahrspur einscheren und prallte dabei gegen den Plattform-Auflieger eines stehenden Lastwagens. Sie erlitt leichte Verletzungen.

Der automatische Notrufassistent des Fahrzeugs stellte unmittelbar nach dem Zusammenstoß eine Sprachverbindung zur Rettungsleitstelle her. Diese leitete umgehend die Rettungskette ein. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte um die verletzte Fahrerin. Der Rettungsdienst sowie die um 11.20 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Laatzen, Gleidingen und Rethen erreichten kurz darauf die Unfallstelle.

Da die Frau weder eingeklemmt noch eingeschlossen war, konnte sie schnell vom Rettungsdienst gesichtet und anschließend in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehren rückten mit drei Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften an, mussten jedoch nicht aktiv eingreifen und verließen die Einsatzstelle nach kurzer Zeit wieder.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls aufgenommen. Während der Unfallaufnahme wurde der Verkehr auf der Bundesstraße 443 wechselweise an der Einsatzstelle vorbeigeleitet, was zu zeitweisen Behinderungen führte.

Weihnachtspakete JUH

Johanniter starten Weihnachtstrucker-Aktion 2025

16. November 2025/in Region Hannover

Ehrenamtliche packen in Hannover und Ronnenberg erste Hilfspäckchen.

HANNOVER/RONNENBERG (redu) Die Johanniter haben den Weihnachtstrucker 2025 mit ersten Packaktionen in Hannover-Hainholz und Ronnenberg eröffnet. Mehr als 100 Pakete wurden am Sonnabend vorbereitet, weitere Spenden kamen am Wochenende hinzu.

Die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Weihnachtstruckers begann am Sonnabend in einer Halle in Hannover-Hainholz. Mehr als 30 Johanniter packten gemeinsam die ersten Hilfspakete. Eine vorbereitete Packstraße mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und einem kleinen Kindergeschenk sorgte für einen schnellen Ablauf. Am Ende standen 108 verschlossene Pakete bereit, gestapelt auf Paletten für den Weitertransport. Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Hannover übernahm die Finanzierung des Wareneinkaufs. Die Vorstandsmitglieder Christoph Humberg und Raoul Dittmer unterstützten mit ihren Familien die Arbeiten und bezeichneten jedes Paket als Zeichen von Anteilnahme und Unterstützung.

Am Nachmittag folgte eine weitere Aktion an der Johanniter-Dienststelle in Ronnenberg. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ronnenberg, Rüdiger Wilke, halfen beim Packen. Gemeinsam mit Regionalvorstand Torsten Bierbrauer sowie drei freiwilligen Helfenden stellten sie sechs weitere Pakete zusammen. Miersch, der in den Jahren 1988 bis 1996 seinen Ersatzdienst bei den Johannitern geleistet hatte, betonte den Wert der Aktion angesichts der Lage vieler Menschen in der Ukraine.

Parallel dazu informierten Johanniter am Freitag und Sonnabend im City Center Langenhagen über das Projekt und nahmen Spenden entgegen. Insgesamt entstanden dabei 22 weitere Pakete. Organisatorin Iris Domagalla zeigte sich erfreut über die Unterstützung und hob die positive Resonanz beim gemeinsamen Packen hervor.

Im vergangenen Jahr wurden rund 5.400 Pakete aus Niedersachsen und Bremen nach Rumänien transportiert, darunter knapp 2.000 aus dem Großraum Hannover. Partnerunternehmen brachten einen großen Teil der Hilfsgüter weiter in die Ukraine. Zusätzlich entstanden über 1.400 virtuelle Päckchen durch finanzielle Spenden, die direkt vor Ort zusammengestellt wurden. Die Hilfen gingen an wirtschaftlich schwache Familien, Kinder in Bildungseinrichtungen, Menschen mit Behinderung, Armenküchen sowie Alten- und Kinderheime. Auch in diesem Jahr ist ein Konvoi geplant. Er soll am 26. Dezember starten und erneut das rumänische Verteilerzentrum anfahren.

Bis zum 12. Dezember können Privatpersonen, Unternehmen, Schulen und Vereine weitere Hilfspakete abgeben. Die Johanniter haben einen einheitlichen Paketinhalt festgelegt, der Grundbedarf abdeckt und ein Kindergeschenk umfasst.

Paketinhalt:
– 1 Geschenk für Kinder (z. B. Malblock, Malstifte)
– 1 kg Zucker
– 3 kg Mehl
– 1 kg Reis
– 1 kg Nudeln
– 2 Liter Speiseöl in Plastikflaschen
– 2 Packungen Multivitamin-Brausetabletten
– 2 Packungen Kekse
– 4 Tafeln Schokolade
– 2 feste Seifen
– 2 Zahnbürsten
– 2 Tuben Zahnpasta

Mutter mit Baby

Neue Babylotsinnen sollen Familien frühzeitig unterstützen

14. November 2025/in Region Hannover

Jugendhilfeausschuss beschließt Ausbau der Angebote rund um Geburt und frühe Hilfen.

REGION HANNOVER (redu) In der Region Hannover erleben viele Mütter und Väter nach der Geburt psychische Belastungen, die die Eltern-Kind-Bindung beeinträchtigen können. Um betroffene Familien frühzeitig zu unterstützen, baut die Region ihre Angebote aus und setzt verstärkt auf Babylotsinnen an drei Klinikstandorten.

Psychische Belastungen nach der Geburt treffen in Deutschland etwa 15 Prozent der Mütter. Für die Region Hannover bedeutet das jährlich rund 800 betroffene Frauen, hinzu kommen nicht diagnostizierte Fälle und belastete Väter. Die Folgen können die Bindung zum Kind beeinträchtigen und langfristig die Entwicklung beeinflussen. Die Region sieht hier Handlungsbedarf und will Familien frühzeitig erreichen. Regionspräsident Steffen Krach betont, dass die Angebote Mut machen sollen, Unterstützung anzunehmen.

Der Jugendhilfeausschuss hat am 13. November einstimmig beschlossen, die Beratung durch Babylotsinnen an drei Standorten des Klinikums Region Hannover auszubauen. Ab dem kommenden Jahr sollen in Gehrden, Großburgwedel und Neustadt zusätzliche Kräfte eingesetzt werden. Für die Jahre 2025 bis 2028 plant die Region dafür Fördermittel in Höhe von rund 770.000 Euro. Nach Angaben von Jugenddezernentin Andrea Hanke schaffen die Babylotsinnen eine direkte Verbindung zwischen Klinik und Hilfsangeboten und können Belastungen früh wahrnehmen.

Neben der Beratung in den Kliniken unterstützt seit 2024 ein Gruppenangebot des Trägers Notruf Mirjam psychisch belastete Mütter und Väter. Dort können Betroffene in geschütztem Rahmen Erfahrungen austauschen. Ergänzend stehen die Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region, Selbsthilfegruppen, psychiatrische Sprechstunden und das Hausbesuchsprogramm der Frühen Hilfen zur Verfügung. Über die Plattform der Frühen Hilfen annehilft.region-hannover.de lassen sich passende Angebote schnell finden. Fachkräfte werden zudem durch Weiterbildungen der Region für das Thema sensibilisiert. Am 12. Dezember treffen sich Expertinnen und Experten beim Fachtag im Regionshaus.

Ein weiteres Element der Präventionsarbeit ist der neu überarbeitete Schwangerschaftswegweiser der Region. Die Broschüre umfasst rund 130 Seiten und fasst Informationen zu medizinischen Fragen, finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten in psychischen Krisen zusammen. Der Wegweiser wird kostenlos in gynäkologischen Praxen und Beratungsstellen ausgegeben und steht online in zehn Sprachen zur Verfügung. Ergänzende Inhalte vermittelt der Podcast „Chancenreich“.

Deutschlandticket

Region Hannover passt D-Ticket-Preise an

11. November 2025/in Region Hannover

Ab 1. Januar 2026 gelten neue Preise für Job-, Sozial- und Ehrenamtstickets.

HANNOVER (redu) – Zum Jahresbeginn 2026 steigen die Preise für die subventionierten Deutschlandticket-Varianten in der Region Hannover. Grund ist die bundesweite Erhöhung des Ticketpreises von 58 auf 63 Euro. Die Region gibt die Mehrkosten an die Abonnent*innen weiter, behält ihre Zuschüsse jedoch bei.

Die Regionsversammlung hat am Dienstag beschlossen, die bestehenden Zuschüsse zum Deutschlandticket beizubehalten, zugleich aber die bundesweite Preiserhöhung an die Kund*innen weiterzugeben. Damit reagiert die Region Hannover auf den Beschluss von Bund und Ländern, den Preis des Deutschlandtickets zum 1. Januar 2026 von 58 auf 63 Euro anzuheben.

Die Anpassung betrifft vor allem die vergünstigten Varianten, die die Region Hannover seit 2023 mit eigenen Mitteln fördert. Für Job-, Sozial-, Jugend- und Ehrenamtstickets bedeutet das jeweils einen Aufschlag von fünf Euro. Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten ein Jobticket ermöglichen, zahlen weiterhin den bisherigen Beitrag.

Nach der neuen Regelung gelten ab 1. Januar 2026 folgende Preise:
– Deutschlandticket ohne Zuschuss: 63 Euro (bisher 58 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Job: 34,95 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Job Azubi: 15 Euro (bisher 13 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Jugend: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Sozial: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Ehrenamt: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)

Mit ihren Zuschüssen trägt die Region Hannover weiterhin dazu bei, dass die regionalen Ticketvarianten deutlich günstiger bleiben als das bundesweite Basisticket. Seit Einführung des Deutschlandtickets im Jahr 2023 hat die Region durch eigene Mittel besonders niedrige Preise ermöglicht. Insgesamt stellt sie dafür jährlich rund 11 Millionen Euro bereit. Die Jugendnetzkarte und das Sozialticket schlagen mit weiteren rund 15 Millionen Euro zu Buche.

Die Bundesländer und der Bund hatten sich am 18. September 2025 in München auf die Preisanhebung verständigt. Grund sind gestiegene Kosten im öffentlichen Nahverkehr. Die bisherige gemeinsame Finanzierung von jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bleibt bestehen. Ab dem Jahr 2027 soll der Preis des Deutschlandtickets jährlich indexbasiert angepasst werden.

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