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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Zwischenbilanz „Section Control“ auf der B6 – section control

Zwischenbilanz „Section Control“ auf der B6

2. Juli 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Am 14. November 2019 startete der Pilotbetrieb der Abschnittskontrolle „Section Control“ auf der Bundesstraße 6 südlich von Hannover. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bestätigt, dass für den Betrieb der Anlage eine ausreichende Rechtsgrundlage im Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (NPOG) besteht.

Inzwischen sind in dem bisher über sieben Monate laufenden Messbetrieb mehr als 1.000 Verstöße wegen zu schnellen Fahrens festgestellt worden. Insgesamt 1.065 Geschwindigkeitsverstöße hat die Polizeidirektion Hannover als Betreiber der Pilotanlage mit Stand vom 29.06.2020 zur Anzeige gebracht.

Pistorius: „Überzeugende Zwischenergebnisse dieser vielversprechenden neuen Technik für mehr Verkehrssicherheit“

Allein in 194 Fällen führten die hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen zu Bußgeldern, in 152 Fällen kamen auch noch Punkte für die verantwortlichen Fahrzeugführerinnen und -führer dazu. Noch schneller waren 17 Fahrende, die zusätzlich sogar ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt bekommen haben. So wird sich etwa ein Mann verantworten müssen, der auf der rund 2,2 Kilometer langen Strecke mit seinem Auto mit durchschnittlich 160 km/h gemessen worden ist. Damit liegt ein neuer Höchstwert seit Beginn der Messungen vor. Neben dem einmonatigen Fahrverbot erwarten den Mann ein Bußgeld über 240 Euro und der Eintrag von zwei Punkten im Fahreignungsregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt dazu: „Vor dem Eintritt in die Messstrecke steht ein gut sichtbares Schild, das auf die Geschwindigkeitsmessung hinweist. Die bisherigen Ergebnisse und Beobachtungen in Bezug sowohl auf das Fahrverhalten als auch auf das Unfallgeschehen zeigen ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit. Trotzdem gibt es Ausreißer mit bis zu 160 km/h. Dieses Beispiel belegt, dass einige immer noch meinen, dass Rasen ein Kavaliersdelikt sei. Dabei ist Rasen weiterhin die Todesursache Nummer Eins im Straßenverkehr. Auf dem Abschnitt der Messstrecke hat es zudem seit dem Aufbau der Anlage keine schwerwiegenden Unfälle mehr gegeben, was ein weiterer Hinweis für die positive Wirkung von Section Control ist.“

Sollten die Ergebnisse des Pilotbetriebs weiterhin positiv sein, wird der Niedersächsische Landtag über die Ergebnisse informiert, mit dem Ziel, die Anlage auf der B6 in den Dauerbetrieb zu überführen. Darüber hinaus beabsichtigt Niedersachsen, die Nutzung der Technik auch an anderen für die Abschnittskontrolle geeignete Orten in Deutschland zu empfehlen.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir zum Ende dieses Jahres bestätigen können, dass die Abschnittskontrolle einen wesentlichen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten wird. Einerseits werden Raser identifiziert und zur Verantwortung gezogen, außerdem wird die Geschwindigkeit und der Verkehrsfluss harmonisiert. Die positive Folge sind weniger gefährliche Situationen und weniger Unfälle. Wir werden die Entwicklung weiterhin genau beobachten. Unabhängig von dem geringeren Verkehrsaufkommen während der Corona-Lockdown-Phase haben uns die Erfahrungen der letzten Monate bereits gezeigt, dass sich Section Control positiv auf die Verkehrssicherheit auswirkt und auch reibungslos funktioniert. Ich freue mich, dass wir den Schritt zu diesem Pilotprojekt gewagt haben und Section Control jetzt rechtssicher möglich ist. Nur mit weiteren modernen und innovativen Schritten werden wir auf Deutschlands Straßen die Anzahl an Verkehrsunfällen mit schweren Folgen und Verunglückten deutlich senken können“, so Pistorius.

Um auch über die Grenzen Niedersachsens hinaus auf den Straßen eine Steigerung der Verkehrssicherheit zu erreichen, wird Minister Pistorius seine Kollegin und Kollegen bei der kommenden Innenministerkonferenz über die Ergebnisse des Pilotprojektes in Niedersachsen informieren. Die Innenminister und -senatoren hatten bei ihrer 200. Sitzung im Dezember 2014 beschlossen, dass die Abschnittskontrolle in Niedersachsen bundesweit als Pilotprojekt für alle Länder angesehen wird.

 

Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423444© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen

28. Juni 2020/in Region Hannover

HILDESHEIM / HANNOVER. Mit über 3.000 Bikern demonstrierte heute die Interessengruppe „Demo gegen Fahrverbote Hildesheim!“ gegen eine Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm vom 15. Mai 2020.

Die Biker wollen mir ihrer Fahrt von Hildesheim nach Hannover und zurück ein deutliches Zeichen setzen. Sie möchten verhindern, dass in Zukunft ein von Ländern verhängtes Sonntagsfahrverbot erlassen werden kann oder neue Lärmpegel-Grenzen gelten. Die Einschränkung des Lärmpegels soll zwar vorerst nur für Neuzulassungen gelten, aber einige Motorräder könnten schon heute bei Auslieferung diese Grenzenwerte nicht halten.

Der Pressevertreter der Interessensgruppe, oliver Schur, brachte es in einem kurzen Interview auf den Punkt: „Hier werden alle Motorradfahrer in einen Topf geschmissen. Wir werden pauschal abgestraft, ohne zum Beispiel auch einmal einen Blick auf getunte Sportwagen zu werfen. Klar gibt es einige Motorradfahrer, die ihre Maschinen unerlaubt frisieren oder verbotene Teile einbauen, um mehr Sound rauszuholen. Aber bei 4,5 Millionen zugelassenen Motorrädern ist das nur ein geringer Teil. Die meisten Biker halten sich an die gesetzlichen Auflagen. Wenn es zu einem Fahrverbot oder großen Streckensperrungen kommen sollte, entzieht man pauschal allen Motorradfahrern das Recht, in ihrer Freizeit ihrem Hobby nachzugehen.“ Was passiert dann zum Beispiel mit der Gastronomie, die durchaus die Biker am Wochenende als Kunden schätzt?

Bei dem rund 10 Kilometer langen Konvoi setzte die Polizei auch zur Unterstützung Ordner auf Motorrädern bei kurzfristigen Sperrungen ein. Zweimal mussten die Biker ihre Fahrt unterbrechen, um die aufwendigen Absicherungen neu aufzubauen. Auf der Autobahn 7 standen vielen Zuschauer auf den Brücken und unterstützten die Biker mit Winken und Plakaten in ihrem Anliegen.

Den Abschluss bildete eine Kundgebung auf dem Schützenplatz in Hildesheim. Hier konnten die Teilnehmer die eindrucksvolle Menge an Kräder noch einmal bewundern. Die Organisatoren bedankten sich ausdrücklich bei allen Teilnehmern und Ordnern für die bei der Tour geleistete Disziplin, ohne nicht zu vergessen daran zu erinnern… man käme wieder, wenn sich an der Entschließung nichts maßgeblich ändere.

Torsten Glorius vom Online-Motorradmagazin OUT4ARIDE, übergab im Anschluss auf der Bühne noch einen offenen Brief, der an die Mitglieder des Bundestages adressiert ist und noch einmal um sorgfältige Überprüfung aller Fakten und Informationen bittet.

Was sagen nun Ministerien und der ADAC zu der Entschließung? Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU): „Ich will keine weiteren Verbote und Verschärfungen für Motorradfahrer“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Auch der ADAC lehnt eine pauschale Forderung nach Verkehrsverboten an Sonn- und Feiertagen entschieden ab. ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: „Nach unseren Kenntnissen ist die überwiegende Mehrheit der Motorradfahrer ordnungsgemäß unterwegs. Aufgrund einiger weniger ‚schwarzer Schafe‘ Kollektivstrafen zu verhängen, wie sie etwa eine Streckensperrung darstellt, ist nicht angemessen.“ Zudem führe die Sperrung einer beliebten Motorradstrecke zwangsläufig dazu, dass auf andere Strecken ausgewichen werde, so Hillebrand. Rund ein Fünftel der ADAC-Mitglieder sehen den Geräuschpegel von Motorrädern schon als Belastung an.

Zum Abschluß hatten die Biker noch für den Hildesheimer Verein „Regenbogen. e.V. “ ca. 5.227,78 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder gesammelt. Biker haben auch ein besonderes Herz für Kinder.

Inzwischen hat sich auch der verkehrspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alois Rainer, zu der Entschließung des Bundesrates geäußert: „Zu laute Motorräder sind ohne Zweifel ein ernstes Problem für zahlreiche lärmgeplagte Menschen. Dieses Problem muss man entschieden angehen. Viele erfolgreiche Initiativen vor Ort zeigen, wie das geht. Und da, wo der Bund weiterhelfen kann, wird er das tun. Das umfasst aber keine generellen Verbote. Ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen, so wie es die Länder im Bundesrat gefordert haben, wird es mit uns definitiv nicht geben. Ein solches Fahrverbot wäre ein gravierender Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte der Menschen. Es ist für mich völlig unverständlich, wie der Bundesrat so etwas beschließen kann. Auch halte ich die Forderung der Länder nach einer Pflicht zum Führen eines Fahrtenbuches für völlig überzogen und lebensfern. Sämtliche Motorradfahrer würden dadurch unter Generalverdacht gestellt. Dabei verhält sich die Mehrzahl der Fahrerinnen und Fahrer rechtstreu und verantwortungsbewusst.“

  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423374
    Einige Biker trafen sich schon auf den Tankstellen am Messeschnellweg © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423380
    Schon vor Beginn der gemeinsamen Fahrt werden die Spielregeln für die Demo erklärt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423386
    Treffpunk zum Start war das Gelände rund um die Halle 39 in Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423387
    Die ankommenden Bikergruppen werden auf die umliegenden Parkplätze verteilt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423388
    Die Anzahl der Motorräder aus nah und fern ebbt nicht ab © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423391
    Die Motorradstaffel der Polizei bereitet sich auf die Absperrmaßnahmen vor © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423413
    Unterweisung der Ordner durch den Einsatzleiter der Polizei vor dem Start mit klaren Handlungsabsprachen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423420
    Bei der steigenden Anzahl der Teilnehmer muss in der Orga alles klappen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423425
    Die Ordner starten vorweg und nehmen dann die Unterstützung der Motorradstaffel der Polizei auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423427
    Die Teilnehmer können es kaum erwarten, dass es los geht © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423434
    Die Biker bekommen auf jeder Autobahnbrücke lautstark Unterstützung durch Zuschauer © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423443
    Vorbei am Maschsee geht es in Hannover zum ersten Stop © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423444
    Die Culemannstraße und das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer werden für 3.000 Biker zum einzigen Parkplatz © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423448
    Verdiente Pause in der City von Hannover © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423451
    Für Motorradfreunde gab es interessante Maschinen zu sehen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423453
    Kurz ein paar Schluck Wasser und dann geht es wieder in den Sattel © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423456
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423460
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423463
    Die Ordner nehmen mit ihren Maschinen wieder die Absicherung der Strecke auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423467
    Die Ordner nehmen mit ihren Maschinen wieder die Absicherung der Strecke auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423478
    Kurzer Stop auf der Bundesstraße 3 zur Neuordnung der Absicherung der Teilnehmer © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423485
    Endpunkt Schützenplatz Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423486
    Endpunkt Schützenplatz Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423490
    Über 30 Minuten fährt Bike für Bike auf den Schützenplatz © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423491
    Über 30 Minuten fährt Bike für Bike auf den Schützenplatz © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423494
    Schnell noch einen Schnappschuß mit dem Handy als Erinnerung © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423496
    Die Organisatoren können sich nach erfolgreicher Arbeit entspannen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423501
    Ein Dankeschön an alle Biker und Ordner für die eingehaltene Disziplin und ihre Mitwirkung.
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423507
    Entspannte Gesichter beim Orga-Team © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423511
    "Ihr wart Spitze" trifft es auf den Punkt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423523
    Entspannte Atmosphäre vor der Bühne © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423525
    Das Orga-Team von "Demo gegen Fahrverbote Hildesheim" © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423529
    Torsten Glorius hat einen offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten verfasst © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423534
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423537
    Der Verein "Regenbogen. e.V." erhielt zum Abschluss noch von den Bikern eine Spende von 4.500 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder © Bernd Günther

Der offene Brief an die Mitglieder des Bundestages von Torsten Glorius

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Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit – Corona Warnapp Heuer

Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit

26. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Unter dem Motto „Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit“ unterstützt die Stadtverwaltung Langenhagen die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App der Bundesregierung und ermuntert Mitarbeitende, aber auch Bürgerinnen und Bürger, dabei zu sein.

„Wir halten die App für sehr sicher und transparent. Und sie kann helfen, Infektionsketten auch bei Zufallsbegegnungen nachzuvollziehen“ fasst Bürgermeister Mirko Heuer die Vorteile zusammen. Er betont besonders die Freiwilligkeit des Mitmachens: „Niemand wird gezwungen, mitzumachen oder sich im Falle eines positiven Tests über die App zu melden. Aber wer mitmacht, hilft seinen Mitmenschen, auch in Langenhagen“, so Heuer weiter.

Bei der Umsetzung stand laut Bundesregierung das Thema Transparenz und Datenschutz ganz besonders im Fokus. Es werden demnach alle Daten lediglich anonymisiert gespeichert und nach 14 Tagen automatisch gelöscht.

Dies waren auch die Gründe für den Personalrat der Stadtverwaltung, die Empfehlung der App mitzutragen, erklärt Vorsitzender Peter Kleinsorge: „Unser Fokus ist der Mitarbeiterschutz und die Gesundheitsvorsorge. Die Corona-Warn-App kann ein wirksames Instrument zur Eindämmung der Pandemie sein, deshalb stehen wir klar dahinter“.

Zur Corona-Warn-App:

Der Einsatz der Corona-Warn-App ist simple: Nach dem Herunterladen auf’s Smartphone wird die App installiert. Sobald Bluetooth aktiviert ist und der Risiko-Ermittlung zugestimmt wurde, kann es losgehen. Die App speichert anonymisierte Codes von allen Kontakt-Personen, die dem Nutzer begegnen – bekannt oder unbekannt. Das heißt auch zufällige Begegnungen mit infizierten Personen können nachvollzogen werden, ein großer Vorteil in der Aufdeckung von Infektionsketten. Voraussetzung ist, dass Menschen mit dem Corona-Virus ihre Daten ins System übertragen haben, sich also auch als erkrankt gemeldet haben. Außerdem braucht es möglichst viele Nutzer, um Kontaktpunkte auch aufzeichnen zu können. Bisher sind schon mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland dabei.

Städtebauförderprogramm 2020: Langenhagen erhält über 1,5 Millionen Euro – Langenhagen Strassenbau

Städtebauförderprogramm 2020: Langenhagen erhält über 1,5 Millionen Euro

22. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen erhält mit dem Städtebauförderprogramm 2020 mehr als 1,5 Millionen Euro, um weitere Investitionen in ihre beiden Sanierungsgebiete zu tätigen. Mit der Förderkompente „Sozialer Zusammenhalt – Wiesenau“ (ehemals „Soziale Stadt“) werden Zuschüsse von Bund und Land in Höhe von 700.000 Euro bereitgestellt. Für „Lebendige Zentren – Kernstadt Nord / Walsroder Straße“ sind es weitere 880.000 Euro. Neben diesen zweidrittel Förderanteilen steuert Langenhagen jeweils ein weiteres Drittel bei – sowohl von 350.000 Euro als auch 440.000 Euro. Damit steht 2020 ein Gesamtvolumen von 2,37 Millionen Euro für die weitere Entwicklung der Sanierungsgebiete zur Verfügung.

Die Städtebauförderung ist ein wichtiges Instrument zur Unterstützung von nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Ziele einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch ausgewogenen Stadtentwicklung können mit den Städtebaufördermitteln in Langenhagen konkretisiert werden.

Die Stadt hat sich deshalb neben den seit 2015 erfolgreich laufenden Förderprogrammen für Wiesenau und Kernstadt Nord / Walsroder Straße für das ehemalige Programm „Zukunft Stadtgrün“ beworben. Diese Beantragung wurde positiv gewürdigt. Die Teilfläche des Stadtparks mit 43,9 Hektar (ha) befindet sich in unmittelbare Nähe zum Sanierungsgebiet Kernstadt Nord / Walsroder Straße mit 24,8 ha. Beide sollen nun zusammengeführt werden. Mit dieser Gebietserweiterung (Gesamtfläche 68,7 ha) können insbesondere Maßnahmen des Klimaschutzes, zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Verbesserung der grünen Infrastruktur erzielt werden.

„Mit den neuen Fördermitteln und der Zusage der Gebietserweiterung Stadtpark können wir die positiven Entwicklungen in den Langenhagener Sanierungsgebieten fortführen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Bereits vorgesehen sind: die Umsetzung des Grün- und Freiflächenkonzeptes Wiesenau, Verbesserung der Gebäudesubstanz, Einsatz des quartierseigenen Verfügungsfonds, weitere Straßensanierungen in Wiesenau sowie die Unterstützung baulicher öffentlicher und privater Maßnahmen in der Kernstadt-Nord in 2020. Das Förderprogramm umfasst auch eine breit angelegte Bürgerbeteiligung und die Behebung städtebaulicher Missstände. „Sichtbare Ergebnisse der Stadtentwicklung unter Einsatz von Städtebaufördermitteln sind bereits heute sichtbar und verschiedene standortstärkende Maßnahmen spürbar“, ergänzt Bürgermeister Mirko Heuer.

Private Investoren können aus den Programmen Zuschüsse für die Sanierung ihrer Gebäude unter bestimmten Voraussetzungen erhalten. Mehr als 70 Grundstückseigentümer haben bereits Interesse an einer Sanierungsberatung gezeigt. Zahlreiche Gebäude wurden mit Hilfe der Städtebauförderung in den Fördergebieten saniert. Zuschüsse werden nach den Städtebauförderrichtlinien des Landes Niedersachsen und der städtischen Förderrichtlinie vergeben (siehe städtische Internetseite). Interessierte können gern einen Ortstermin mit Christine Söhlke, Bereich Sanierungsplanung, Telefon: 0511/ 7307-9424 (Mail: christine.soehlke@langenhagen.de) vereinbaren.

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat in der Pressemitteilung vom 10. Juni weitere Fördermittel angekündigt. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Kommunen stark gefordert sind, ist die Städtebauförderung eine tragende Säule für die Entwicklung in den Städten und Gemeinden. In dieser schwierigen Phase ist die Bauwirtschaft ein wichtiger Konjunkturmotor. Mit der Städtebauförderung setze man ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt.

Rotlichtaktion der ganz besonderen Art

19. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Rot sollen am kommenden Montagabend Besucher, Passanten und Autofahrer an verschiedenen Orten in Langenhagen sehen. Die Veranstaltungsbranche macht mit „Night of Light“ auf ihre Corona-bedingte Notlage aufmerksam.

Unter der Überschrift „Night of Light“ werden am Montagabend, 22. Juni neben dem Kulturdreieck – Haus der Jugend und des Sports und Sitz des MIMUSE-Büros, Kunstverein und Musikschule – der Theatersaal, das daunstärs sowie der vhs-Treffpunkt in rotem Licht erstrahlen.

„Wir möchten mit unserer Teilnahme an dieser Aktion unsere Solidarität mit den Kulturschaffenden zeigen“, erläutert Eva Bender, Dezernentin für den Geschäftsbereich II. „Die Stadt Langenhagen, das Monopol, der Kunstverein, die vhs-Langenhagen und die Musikschule Langenhagen nehmen daher gerne, an der Night of Light 2020 teil und beleuchten ab 22 Uhr die Gebäude.“

Mit der symbolischen „Alarmstufe Rot“ soll auf die schwierige wirtschaftliche Lage der von Künstlern Kulturschaffenden aber auch Messebauern, Zeltverleihern, Technikausstattern und vielen Berufen mehr in der Veranstaltungsbranche, hingewiesen werden.

„Auch die MIMUSE ist natürlich massiv betroffen“, so Inga Herrmann, die am 1. Juni die Leitung der MIMUSE von Franz Gottwald übernommen hat. „Im Frühjahr mussten elf Vorstellungen abgesagt werden und wie es im Herbst weitergehen kann, ist unklar. Der Vorverkauf ist mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, die Menschen trauen sich einfach nicht, Karten für Theater zu kaufen. Hinzu kommt, dass, wenn überhaupt gespielt werden darf, sicherlich Abstands- und Hygieneregelungen die Anzahl der zugelassenen Zuschauer massiv reduzieren wird.“

Der Theatersaal hat regulär rund 550 Plätze. Nach den derzeitigen Abstandsregelungen wären nach ersten Berechnungen damit ca. 100 Zuschauer möglich. Vorstellungen im daunstärs müssten vollständig entfallen, da hier bereits das Foyer viel zu klein ist und nicht einmal 15 Personen im Zuschauerraum sitzen dürften. Normalerweise sind es rund 100 Plätze.

Für den Initiator der Aktion „Night of Light“ und Vorstand der LK-AG Essen, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen: „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.

„Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder florale Dekoration zu Events beisteuert.

Bis Dienstagnachmittag verzeichneten die Organisatoren auf ihrer Internetseite mehr als 2000 Gebäude, die beleuchtet werden sollen. Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe könnten weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden.
In der deutschen Veranstaltungswirtschaft sind nach Angaben der Organisatoren rund eine Million Menschen beschäftigt. Der Jahresumsatz der Branche liege bei 130 Milliarden Euro.

Toiletten-Anlage am Waldsee ist geöffnet – Toiletten Waldsee

Toiletten-Anlage am Waldsee ist geöffnet

18. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen öffnet die sanitäre Anlage am Waldsee ab Freitag, 19. Juni, für die kostenlose Nutzung. Sie hält dieses Angebot für Gäste des beliebten Sees in Krähenwinkel während der Badesaison aufrecht. Vorbehaltlich des Wetters wird die Anlage bis Mitte September montags bis freitags einmal täglich von städtischen Mitarbeitern gereinigt.

„An sonnigen Tagen, wenn viele Menschen Zeit am See verbringen wollen, ist es sinnvoll, dass ihnen fußläufig sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen“, sagt Kirsten Grimm-Hose, Leiterin der städtischen Gebäudeverwaltung. „Viele schätzen darum dieses Angebot und gehen sorgsam mit der Anlage um.“ Sie appelliert an alle anderen Seegäste, diesen guten Beispielen zu folgen und eine unnötige Verunreinigung der Toiletten-Anlage im Interesse der Gemeinschaft zu vermeiden.

Die Verwaltung hatte die Toiletten-Anlage am Waldsee zuletzt gründlich reinigen lassen, um sie für die öffentliche Nutzung freigeben zu können. In das Häuschen war zuletzt eingebrochen worden. Die Vandalismusschäden, die dabei unter anderem im Inneren angerichtet wurden, haben städtische Handwerkern behoben.

Im Zuge der Wiederöffnung weist die Stadt daraufhin, dass das Wasser aus den Hähnen der Handwaschbecken nicht zum Trinken geeignet ist. Die komplette Toiletten-Anlage wird mit Brunnenwasser betrieben, weshalb es mitunter zu Wassereinfärbungen kommen kann. Grund dafür ist der Eisenanteil im Brunnenwasser.

Inhalt eines Entsorgungsfahrzeuges brannte in Ahlten – BGPress 1412667© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Inhalt eines Entsorgungsfahrzeuges brannte in Ahlten

18. Juni 2020/in Region Hannover

LEHRTE / AHLTEN. Heute Vormittag (19.06.) brannte in der Raiffeisenstraße in Ahlten aus unbekannter Ursache die Ladung eines Entsorgungsfahrzeuges. 

Die Feuerwehr entnahm zum Ablöschen die Plastiksäcke aus dem Fahrzeug. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Stadtfeuerwehr Lehrte und die Freiwillige Feuerwehr Ahlten waren im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Raiffeisenstraße war während des Einsatzes für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Förderprogramme und neue Konzepte für den Kultursommer – BGPress 1412559 1© Bernd Günther

Förderprogramme und neue Konzepte für den Kultursommer

17. Juni 2020/in Kultur, Region Hannover

REGION HANNOVER. Mit neuen Konzepten und verschiedenen Förderprogrammen hat die Region auf die durch Corona veränderten Bedingungen bei ihren sommerlichen Kulturangeboten reagiert. Um Kulturschaffenden und dem Publikum auch unter dem erforderlichen Gesundheitsschutz eine Bühne und Live-Erlebnisse bieten zu können, hat sie passende Varianten ermöglicht und neue Spielorte entdeckt. Darüber hinaus wurden verschiedene Förderprogramme umgesetzt.

„Die Kultur lebt von ihren LiveVeranstaltungen, ansonsten fehlt der lebendige Austausch zwischen Künstlerinnen, Künstlern und ihrem Publikum. Darüber hinaus geht es in vielen Fällen um die Existenz der Kulturschaffenden. Das kurzfristige Hilfsprogramm der Region über 150.000 Euro bietet zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern Auftrittsmöglichkeiten und sichert Honorare“, erklärte Regionspräsident Hauke Jagau beim Pressetermin am heutigen Mittwoch.

Mit eigenen Lesungen und Konzerten beteiligt sich die Region unter anderem in Kooperation mit dem Schauspiel Hannover an einem Open Air-Programm im Theaterhof. „Der Theaterhof bietet eine großartige Atmosphäre“, so Stefani Schulz, Leiterin Team Kultur. „Und verschiedene Synergien innerhalb der Kulturszene helfen dabei, das kulturelle Leben möglichst vielseitig wiederaufzunehmen. Elementar dafür sind auch die verschiedenen Förderprogramme. Neben dem Theaterhof-Programm unterstützen wir die Kultursommer-Veranstalterinnen und -Veranstalter sowie weitere Kulturvereine finanziell.“

Im Theaterhof entführt die Hörregion am 21. Juni mit Denise M’Baye in einen „Kosmischen Klangabend“, mit Burghart Klaußner und Markus John bringt das Team Kultur am 1. und 4. Juli zwei renommierte Schauspieler auf die Bühne. Klaußner liest aus seinem Debütroman „Vor dem Anfang“, Markus John rezitiert literarische Miniaturen aus „Meine Tiere“ und „Blumen“ des hannoverschen Philosophen Theodor Lessing. Ebenso wie das Konzert der international bekannten Klarinettistin Sharon Kam in Begleitung von Pianist Mario Häring am 3. Juli, sind alle vier Veranstaltungen bereits ausverkauft, Restkarten sind möglich.

Gefördert wird auch der Kultursommer der Region. Als feste Größe bleibt die jährliche Förderung der Stiftung Kulturregion mit 43.000 Euro erhalten, viele Veranstaltungen können aber durch die geringeren Besucherzahlen aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht kostendeckend durchgeführt werden. Hier greift die Förderung der Region im Hinblick auf Honorare ergänzend. Mit der Open-Air Bühne im Amtsgarten von Schloss Landestrost wird zudem vom 4. Juli bis zum 6. September ein zentraler Spielort angeboten. Veranstalterinnen und Veranstalter haben damit eine Option zu ihren ursprünglichen Planungen in den eigenen Räumlichkeiten. Hier sind nach momentanem Stand aufgrund des Infektionsschutzes noch keine Konzerte möglich. „Der Kultursommer ist eine feste und beliebte Größe in der Region“, erklärt Anja Römisch, Geschäftsführerin der Stiftung Kulturregion. „Die Veranstaltungen soweit es geht zu erhalten und unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern eine Alternative zu bieten, lag uns sehr am Herzen.“ Das Programm im Amtsgarten umfasst 22 Konzerte mit überwiegend regionalen Musikerinnen und Musikern. Sie wurden von der Region aber auch von zahlreichen Veranstaltern wie dem bauhof hemmingen, der Gemeinde Wedemark, dem Orgelbauverein Brelingen oder dem Kulturgut Poggenhagen engagiert.

Organisatorin Sandra van de Loo greift einige Besonderheiten heraus: „In kurzer Zeit haben wir ein Top-Programm auf die Beine gestellt: Die junge hannoverscher Musikszene mit MØA, das Neue Schwarz, Noam Bar und John Winston Berta ist dabei, aber auch bekannte Größen wie Lutz Krajenski, Juliano Rossi und Desimo stehen auf der Bühne. Wir erleben überall große Vorfreude, die Musikerinnen und Musiker brennen auf die Konzerte. Weltmusik, Jazz, Singer-Songwriter ‒ das wird ein aus der Not geborener Kultursommer, der sich wirklich sehen lassen kann.“ Der Amtsgarten bietet Sitzplätze für 124 Gäste. Konzertkarten sind ab dem 18. Juni 2020 ausschließlich an den Vorverkaufsstellen oder online unter https://kultur-rh.reservix.de erhältlich. Eine Abendkasse gibt es nicht, ein gastronomisches Angebot ist ebenfalls nicht möglich. Getränke dürfen aber mitgebracht werden.

Zu den Projekten, die bereits seit Juni durch eine Förderung umgesetzt werden, gehören 26 Hinterhofkonzerte. So werden noch bis Ende August zahlreiche Hinterhöfe der Stadt durch verschiedene Bands bespielt – Applaus gibt es von den Zuschauenden auf den Balkonen drum herum. Mit der Übernahme der Honorare für Musikerinnen und Musiker trägt das Team Kultur der Region dazu bei, ein Live-Erlebnis der besonderen Art zu schaffen. Dazu gehören auch die Überraschungskonzerte mit Brazzo Brazzone in Pattensen, Wennigsen und Lehrte. In den kommenden Tagen spielt die Band dort jeweils vier kleine Konzerte für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die eine kleine Aufmunterung gebrauchen können und sich beim Team Kultur mit ihrer Geschichte beworben haben. Bereits absolviert sind außerdem 20 kleine Konzerte durch unterschiedliche Bands oder Ensembles vor Alten- und Pflegeheimen in der Region.

  • Förderprogramme und neue Konzepte für den Kultursommer – BGPress 1412559
    Vorstellung Kultur Sommer 2020 (v.l. Stefani Schulz, Hauke Jagau, Anja Römisch, Sandra van de Loo) © Bernd Günther
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    Regionspräsident Hauke Jagau © Bernd Günther
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    Stefani Schulz, Leiterin des Teams Kultur der Region Hannover © Bernd Günther
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    Anja Römisch, Geschäftsführerin der Stftung Kulturregion © Bernd Günther
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    Sandra van de Loo, Programmplanung Musik vom Team Kultur der Region Hannover © Bernd Günther

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Ab Januar 2021 kommt eine günstige Zeitkarte für Rentnerinnen und Rentner – Senioren FOTO FLORIAN ARP

Ab Januar 2021 kommt eine günstige Zeitkarte für Rentnerinnen und Rentner

16. Juni 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Das wird vor allem unsere älteren Mitbürger*innen erfreuen. Eine vergleichbare Monatskarte für alle Zonen vom Tarif 63plus kostet im Moment noch 80,50 Euro. Ab Januar 2021 wird es dann die Seniorennetzkarte für 30 Euro geben. Im Jahresabo reduziert sich der Preis sogar auf 25 Euro. 

Mit der Tarifanpassung zum 01. Januar 2021 führt der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) eine preisgünstige Zeitkarte für Rentnerinnen und Rentner sowie für Menschen im Ruhestand ab einem Alter von 60 Jahren ein.Die neue Seniorennetzkarte kostet im Monat 30 Euro (Einzelverkauf), als vorauszahlbare Jahreskarte rund 300 Euro und ist im GVH-Tarifgebiet in den Zonen A bis C gültig. Änderungen sind auch bei der Jugendnetzkarte geplant: Für unverändert 15 Euro monatlich können ab dem Jahresanfang 2021 nun auch Auszubildende (Berufsschülerinnen und Berufsschüler) Busse und Bahnen für den Weg zur Ausbildungsstätte und in der Freizeit nutzen. Bei vielen der bestehenden Fahrkartenarten ergeben sich keine Preisanpassungen, andere werden marktgerecht angehoben.

„Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen verfolgen wir das Ziel, Neukundinnen und -kunden für den Öffentlichen Personennahverkehr sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Region Hannover zu gewinnen“, erläutert Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, die neuen Fahrkartenangebote: „Mit dem Angebot der Seniorennetzkarte wird Menschen, die ihre Berufstätigkeit beendet haben, ein Anreiz gegeben, auf Fahrten mit dem eigenen Auto zu verzichten und dafür öfter Busse und Bahnen zu nutzen.“

Die Seniorennetzkarte im Einzelverkauf oder im Abonnement ersetzt die Monatskarte 63plus, die nur von wenigen Kundinnen und Kunden, die überwiegend im Erwerbsleben stehen, gekauft wird. Sie können künftig die Monatskarten im Normaltarif oder Jobtickets nutzen.

Einen Beitrag zur Verkehrswende soll auch die Erweiterung des Berechtigtenkreises der schon 2018 eingeführten Jugendnetzkarte leisten. Neben Schülerinnen und Schülern sowie Teilnehmern und Teilnehmerinnen an freiwilligen Diensten profitieren ab dem kommenden Jahr nun auch jugendliche Auszubildende von dem Tarifangebot. Für nur 15 Euro im Monat können sie ohne Einschränkungen Busse und Bahnen im gesamten GVH-Tarifgebiet nutzen.

Verkehrsdezernent Franz: „Wer schon in jungen Jahren Busse und Bahnen als Verkehrsmittel nutzt und ihre Vorteile zu schätzen gelernt hat, wird es später leichter haben – auch im Sinne des Klimaschutzes –  die richtige Mobilitätsentscheidung zu treffen.“

Drittes neues Angebot im GVH ist die 6-Tageskarte zum Preis von 29,00 Euro (A, B, C), 37,00 Euro (AB oder BC) und 45,00 Euro (A-C). „Damit wird ein attraktives Angebot besonders für Teilzeitkräfte und Berufstägige geschaffen, die nicht jeden Tag zu ihrem Arbeitsplatz pendeln müssen oder dem Trend folgend, von zu Hause aus arbeiten“ so Ulf-Birger Franz.

Zum 01. Januar 2021 werden auch die im Großraum-Verkehr Hannover schon geltenden Tarife an die Aufwandsentwicklung der Verkehrsunternehmen angepasst. „Den Verkehrsunternehmen im GVH ist es erneut gelungen, die Preiserhöhung moderat zu halten“, so der Verkehrsdezernent: Sie liegt für 2021 bei durchschnittlich ca. 0,7 Prozent.

Keine Preisänderungen gibt es bei

  • bei der Kurzstreckenkarte
  • bei den Einzel-und Tageskarten im Kindertarif
  • bei der Tageskarte S für Kinder
  • bei den Monatskarten Ausbildung im Einzelverkauf und im Abo und Jahreskarte
  • bei der Jugendnetzkarte
  • beim Semesterticket GVH
  • bei der Monatskarte U21 und der Jahreskarte U21
  • bei den Zuschlägen zu den AnrufSammelTaxis in Springe und Wedemark
  • bei den Aufpreisen zur Nutzung der 1. Wagenklasse
  • bei den Preisen zur Erweiterung des Jobtickets auf die Zonen des Regionaltarifs (D, E oder bis F)
  • bei den Fahrkarten im Regionaltarif für Einzelkunden

Die neuen Angebote werden am 23. Juni im Verkehrsausschuss und abschließend am 7. Juli 2020 im Regionsausschuss behandelt.

Zeit ohne WASSERWELT LANGENHAGEN hat ein Ende – Wasserwelt Langenhagen

Zeit ohne WASSERWELT LANGENHAGEN hat ein Ende

11. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Der Termin steht fest: Die WASSERWELT LANGENHAGEN öffnet am Mittwoch, 1. Juli, ihre Türen für ihre Besucherinnen und Besucher. Angesichts des konkreten Datums ist auch das Team im Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße erleichtert. Etwa dreieinhalb Monaten musste der Betrieb in dem Sport-, Freizeit- und Familienbad im Zuge der infektionsschützenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus ruhen.

„Nachdem das Land Mitte Mai die Wiedereröffnung der Freibäder angekündigt hatte, gab es zwar noch keinen Termin für die Hallenbäder. Doch wir konnten anhand der seinerzeit gemachten Auflagen in etwa einschätzen, was uns erwarten könnte“, berichtet Heike Ebersbach. Sie ist in der WASSERWELT LANGENHAGEN als Betriebsleiterin der GMF tätig; einer auf den Betrieb von Bädern spezialisierten Gesellschaft. Diese hatte im Mai einen Pandemie- und Hygieneplan erstellt. Er wurde Ende des gleichen Monats der Langenhagener Politik vorgelegt.

Die Abstimmung mit der Stadt ist jedoch nur eine der Vorbereitungen, die vor der Wiedereröffnung getroffen werden müssen. Schwieriger und damit zeitintensiver gestaltete sich etwa der Einbau eines weiteren Programms in das verwendete Kassensystem. Es wird benötigt, um mithilfe von Zeittickets die Zahl der Besucherinnen und Besucher im Schwimmbad gemäß der geltenden Niedersächsischen Verordnung zu regeln und einzuhalten. So müssen bis dato die Kontaktdaten der Gäste erfasst werden, was auf einfachem Wege über das Ticketing möglich ist. „Grundsätzlich werden wir für unsere Badegäste zwei Zeitfenster anbieten. Und damit auch das Vereinsschwimmen wieder stattfinden kann, wird es zeitnah ein Abstimmungsgespräch mit allen Vereinen geben“, ergänzt Ebersbach. Dabei weist sie darauf hin, dass ein Betrieb unter Corona-Bedingungen nicht mit einem „normalen“ Betrieb zu vergleichen sei.

Vorausgesetzt, dass an dem aktuellen Stufenplan vom 05.06.2020 keine Änderungen vorgenommen werden, kann auch die Saunalandschaft wieder in Betrieb gehen. Selbstverständlich auch dieses unter Einhaltung aller Vorgaben und mit zwei Zeitfenstern.

Es sind einige große und viele kleine Schritte, die angesichts der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ erforderlich sind. „Diese abzuarbeiten, braucht seine Zeit“, sagt Carsten Hettwer, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Bad. Auch wenn die WASSERWELT LANGENHAGEN dank der vorgezogenen Revisionszeit relativ gut für die Wiedereröffnung aufgestellt sei, erfordere es für den zukünftigen Betrieb mehr als eine gründliche Reinigung, nämlich einen reibungslosen Betrieb bei diesen außergewöhnlichen Umständen. „Bestimmte Aspekte konnten wir erst klären, nachdem der Wortlaut der aktuellen Verordnung bekannt war. Und dazu gehört auch, einen Langenhagener Weg für jene Punkte zu erarbeiten, für die das Land einzig Empfehlungen gegeben hat.“

Über die konkrete Ausgestaltung des Schwimmbetriebs ab dem 1. Juli informieren die WASSERWELT LANGENHAGEN und die Stadt Langenhagen zu gegebener Zeit auf ihren Internetseiten (https://www.wasserwelt-langenhagen.de/).

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