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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Vorstellung Kandidaten Dezernenten Region Hannover

Drei neue Dezernentinnen und Dezernenten gewählt

11. November 2025/in Region Hannover

Klant, Spiegel und Gifhorn übernehmen ab 2026 zentrale Aufgaben.

HANNOVER (redu) – Die Regionsversammlung hat am Dienstag drei neue Regionsrät*innen gewählt. Die Abgeordneten stimmten nach der offiziellen Vorstellung der Kandidierenden geheim über die Wahlbeamt*innen ab und folgten den Vorschlägen von Regionspräsident Steffen Krach. Isabella Gifhorn leitet ab 1. Januar 2026 das neue Dezernat VI. Zum 15. Mai 2026 übernehmen Torben Klant das Dezernat I und Anne Spiegel das Dezernat II.

Die Regionsversammlung der Region Hannover hat am Dienstag drei neue Regionsrät*innen gewählt. Die Entscheidung fiel in geheimer Abstimmung nach der offiziellen Vorstellung der Kandidierenden. Die Mitglieder des Gremiums folgten mit ihrer Zustimmung den Vorschlägen von Regionspräsident Steffen Krach.

Zum 1. Januar 2026 übernimmt Isabella Gifhorn das neu gegründete Dezernat VI für Bildung, Kultur und Baumanagement. Die zugehörigen Fachbereiche und Teams sind derzeit im Dezernat des Regionspräsidenten angesiedelt und werden zum Start des neuen Dezernats gebündelt.

Zum 15. Mai 2026 erfolgen die weiteren Wechsel an der Dezernatsspitze. Torben Klant tritt die Leitung des Dezernats I für öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz an. Er folgt damit auf Christine Karasch.

Ebenfalls zum 15. Mai 2026 übernimmt Anne Spiegel das Dezernat II. Dieses Dezernat verantwortet die Themen Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend. Spiegel folgt auf Dr. Andrea Hanke.

Gifhorn ist seit drei Jahren amtierende Erste Stadträtin und Stadtbaurätin in Langenhagen. Zuvor leitete die 49-jährige studierte Architektin den Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Hameln und war Fachdienstleiterin Bauordnung, Denkmalschutz und Archäologie bei der Stadt Göttingen.

Klant leitet seit 2017 die Zentrale Steuerung der Region Hannover. In dieser Funktion verantwortet er Strategie, Verwaltungssteuerung, Kommunalaufsicht und die Betreuung der politischen Gremien. Zuvor war er unter anderem Leiter der Rechtsabteilung der Niedersächsischen Bürgschaftsbank und Justiziar bei der Sparkasse Hannover. Aufgewachsen ist er in Wunstorf, wo er bis heute lebt.

Spiegel arbeitete zuletzt als COO bei krisenchat, einem professionellen Chat-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Situationen. Davor hatte sie mehrere politische Ämter auf Landes- und Bundesebene inne, darunter als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Rheinland-Pfalz war sie zudem Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität und stellvertretende Ministerpräsidentin.

Die Amtszeit der neuen Dezernent*innen ist auf acht Jahre festgelegt. Das regelt das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Die Kandidierenden wurden der Öffentlichkeit Anfang Oktober vorgestellt, nachdem die Regionsversammlung im Mai dieses Jahres der Neugründung eines Dezernats sowie der Ausschreibung der drei Dezernatsleitungen zugestimmt hatte.

Hinweis zur Vorlage: In den Angaben findet sich eine Unstimmigkeit. Einerseits ist von einem neu gegründeten „Dezernat VI“ die Rede, im Hintergrundteil wird die „Neugründung des Dezernats IV“ erwähnt. Die Bezeichnung des neuen Dezernats sollte vor Veröffentlichung geklärt werden.

Erinnerung an die Toten vom Ahrtal vor dem Opernhaus.

Protest gegen Spiegels geplante Ernennung

8. November 2025/in Region Hannover

Demonstrierende erinnern mit Holzkreuzen an Flutopfer im Ahrtal.

HANNOVER (redu) – Rund 50 Menschen haben am Samstag vor dem Opernhaus Hannover gegen die geplante Ernennung der früheren Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) zur Sozialdezernentin der Region Hannover protestiert. Die Aktion erinnerte mit 135 Holzkreuzen an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021.

Rund 50 Demonstrierende versammelten sich am 8. November vor dem Opernhaus Hannover, um gegen die geplante Ernennung von Anne Spiegel zur Sozialdezernentin der Region Hannover zu protestieren. Auf dem Opernplatz stellten sie 135 Holzkreuze und Grablichter auf – als Symbol für die Todesopfer der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021.

Die Aktion richtete sich gegen die Rückkehr der früheren Grünen-Politikerin in ein politisches Amt. Spiegel, die 2021 als Umweltministerin von Rheinland-Pfalz für das Katastrophenschutzressort zuständig war, stand nach der Flut im Ahrtal massiv in der Kritik. Ihr Rücktritt als Bundesfamilienministerin im April 2022 erfolgte nach öffentlichem Druck, als bekannt wurde, dass sie während der Krise mit ihrer Familie Urlaub gemacht hatte.

Regionspräsident Steffen Krach (SPD) hat Spiegel für das Dezernat „Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend“ vorgeschlagen. Die Wahl durch die Regionsversammlung ist für den 11. November geplant. Spiegel soll damit Nachfolgerin von Sozialdezernentin Petra Mundt werden, die im Frühjahr 2025 in den Ruhestand gegangen war.

Nach Angaben der Organisatoren der Kundgebung sei es „nicht hinnehmbar“, dass eine Politikerin mit einer solchen Vorgeschichte erneut in eine verantwortliche Verwaltungsposition berufen werde. Sie forderten eine umfassende Aufarbeitung der damaligen Entscheidungsprozesse und eine klare politische Verantwortung.

Hintergrund der Proteste: Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 starben mindestens 135 Menschen, mehr als 700 wurden verletzt. Fehlende Warnsysteme und Kommunikationsprobleme zwischen Behörden hatten zu schwerwiegenden Versäumnissen geführt.

Übung in U-Bahn-Station

Sehnder Feuerwehren üben in stillgelegter U-Bahn-Station

6. November 2025/in Region Hannover

ÜSTRA ermöglicht außergewöhnliche Übung in der Station D.

HANNOVER/SEHNDE (redu) – Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Sehnde haben in einer stillgelegten U-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof Hannover geübt. Insgesamt 49 Einsatzkräfte trainierten dort den Atemschutzeinsatz unter realitätsnahen Bedingungen.

Einen außergewöhnlichen Ausbildungsdienst absolvierten kürzlich die Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar, Rethmar, Klein Lobke und Mehrum. Insgesamt 49 Feuerwehrangehörige aus dem Stadtgebiet Sehnde und dem Nachbarlandkreis Peine nahmen an einer besonderen Übung teil, zu der die Verkehrsbetriebe ÜSTRA Hannover eingeladen hatten.

Schauplatz war die Station D, eine nie in Betrieb genommene U-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof Hannover. Sie bot ideale Bedingungen, um unter realitätsnahen, aber sicheren Umständen zu trainieren. In der vollständig abgedunkelten Anlage mussten die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten vorgehen und sich in einer unbekannten Umgebung orientieren.

Auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren eingebunden: Sie übernahmen die Rolle von Personen, die aus der Station gerettet werden mussten. Das Übungsszenario verlangte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern präzise Kommunikation, Teamarbeit und umsichtiges taktisches Vorgehen ab.

Ziel des Ausbildungsdienstes war es, die Orientierung und Zusammenarbeit im Atemschutzeinsatz zu verbessern – insbesondere unter schwierigen Sicht- und Raumverhältnissen. Das Training wurde von Ausbildern der beteiligten Ortsfeuerwehren begleitet und von der ÜSTRA unterstützt, die den Zugang zur Station ermöglichte und die Sicherheitsmaßnahmen überwachte.

Am Ende zeigten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden. Die Übung stärkte nicht nur die Einsatzfähigkeit unter herausfordernden Bedingungen, sondern auch den kameradschaftlichen Zusammenhalt über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg.

Flughafen Hannover

Drohnensichtung stoppt Flugbetrieb in Hannover

6. November 2025/in Region Hannover

Drei Umleitungen, zahlreiche Verspätungen und laufende Ermittlungen.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu) – Eine Drohne hat am Mittwochabend den Flugbetrieb am Flughafen Hannover zeitweise lahmgelegt. Nach einer Sichtung durch einen Piloten wurde der Airport für rund 45 Minuten gesperrt. Drei Maschinen mussten umgeleitet werden, mehrere Flüge verspäteten sich deutlich.

Am Mittwochabend hat eine Drohne den Flugbetrieb am Flughafen Hannover-Langenhagen für etwa 45 Minuten unterbrochen. Gegen 22 Uhr meldete ein Pilot während des Landeanflugs ein unbemanntes Fluggerät über einem Industriegebiet in Flughafennähe. Daraufhin sperrte die Bundespolizei vorsorglich die Start- und Landebahnen.

Drei Passagiermaschinen mussten in andere Städte ausweichen, darunter Hamburg, Amsterdam und Köln/Bonn. Zahlreiche weitere Flüge verspäteten sich, einige Abflüge wurden zurückgehalten, bis der Luftraum wieder freigegeben war. Gegen 22:45 Uhr konnte der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben der Bundespolizei flog die Drohne offenbar über ein Gewerbegebiet nördlich des Flughafens. Die Sichtung erfolgte durch die Besatzung eines ankommenden Linienflugzeugs, die das Objekt in geringer Höhe bemerkte. Eine unmittelbare Gefährdung wurde ausgeschlossen, dennoch wurde der Flugbetrieb vorsorglich unterbrochen.

In der Nacht leitete die Bundespolizei Ermittlungen ein. Eine verantwortliche Person konnte bislang nicht identifiziert werden. Auch Hinweise auf die Herkunft der Drohne liegen derzeit nicht vor. Die Beamten prüfen, ob Videoaufnahmen oder Zeugenaussagen zur Aufklärung beitragen können.

Nach Angaben der Flughafenleitung gilt im Umfeld des Flughafens Hannover ein Flugverbot für Drohnen in einem Radius von 1,5 Kilometern. Das Betreiben solcher Geräte ohne Genehmigung kann als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr strafrechtlich verfolgt werden.

Der Vorfall reiht sich in mehrere ähnliche Ereignisse ein, die in den vergangenen Monaten an deutschen Flughäfen gemeldet wurden. Erst kürzlich führten Drohnensichtungen in Berlin und Bremen zu vorübergehenden Sperrungen. Luftfahrtverbände fordern daher seit Längerem den Einsatz technischer Systeme, um unerlaubte Drohnen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Infoabende

Digitale Infoabende zu Alkohol, Nikotin und Co.

3. November 2025/in Region Hannover

Sechs Online-Vorträge informieren über legale Suchtmittel und Risiken.

HANNOVER (redu) – Mit der digitalen Veranstaltungsreihe „Wissen was läuft – Rausch und Risiko“ informieren der Jugendschutz der Landeshauptstadt und Region Hannover sowie die Städte Langenhagen und Lehrte über legale Suchtmittel und deren Gefahren. Die Teilnahme an den sechs Online-Terminen ist kostenfrei.

Online-Reihe zu legalen Suchtmitteln

Lachgas, Alkohol, Nikotin oder Energy-Drinks – mit diesen legalen Substanzen kommen Jugendliche im Alltag häufig in Berührung. Ob beim Feiern, in der Schule oder im Freundeskreis: Der Konsum gilt oft als harmlos, kann aber schnell Risiken mit sich bringen.

Um aufzuklären und Wissen zu vermitteln, haben der Jugendschutz der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover sowie die Städte Langenhagen und Lehrte eine gemeinsame Informationsinitiative gestartet. Die digitale Veranstaltungsreihe „Wissen was läuft – Rausch und Risiko“ richtet sich an Erziehende, pädagogische Fachkräfte und Interessierte.

Sechs Abende, sechs Themen

Von November 2025 bis März 2026 finden insgesamt sechs Online-Termine statt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils dienstags um 18 Uhr und dauern rund 90 Minuten. Thematisch stehen unterschiedliche legale Suchtmittel und deren Wirkung im Mittelpunkt. Expertinnen und Experten aus Suchtberatung und Prävention geben fachliche Einblicke und stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Der Auftakt am 4. November 2025 widmet sich dem Thema **„Lachgas“** mit Referentin Jenny Lehnert-Ott von der Prisma gGmbH Hannover. Am 25. November folgen **„Cannabis und synthetische Cannabinoide“**, vorgestellt von Bernd Renger (Prisma gGmbH) und Christian Krüger (Drobs Hannover).

Am 16. Dezember informiert **Dominika Lachowicz** von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen über **„Snus, Kautabak und Schnupftabak“**. Im neuen Jahr geht es am 20. Januar 2026 um **„Rauchen – Vapes, Shisha, Tabak, Verdampfer“**, präsentiert von Finja Kreißl (Prisma gGmbH Hannover).

Am 17. Februar sprechen **Dr. med. Felix Oberhoffer** (München Klinik gGmbH) und **Andrea Beltrop** (Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen) über **„Alkohol und Energy-Drinks“**. Den Abschluss bildet am 24. März 2026 die Veranstaltung **„Kommunikation und Prävention“** mit Theresa Korte (Prisma gGmbH) und Christian Krüger (Drobs Hannover).

Zielgruppe und Teilnahme

Die Reihe richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie an alle, die mit Jugendlichen arbeiten oder im Austausch über Konsumverhalten stehen. Ziel ist es, den Umgang mit legalen Suchtmitteln besser zu verstehen und Jugendliche beim bewussten Umgang mit Konsumangeboten zu unterstützen.

Teilnehmende erhalten praxisnahe Tipps für Gespräche über Sucht und Konsum im Alltag. Nach jedem Vortrag besteht Gelegenheit, direkt mit den Expertinnen und Experten zu sprechen.

Kostenfreie Teilnahme

Die Teilnahme an allen Online-Terminen ist kostenlos. Der Zugang erfolgt per Computer, Tablet oder Smartphone. Eine Anmeldung ist über die Internetseite www.team-jugendarbeit.de möglich. Dort finden sich auch weitere Informationen und technische Hinweise zu den Veranstaltungen.

Terminübersicht

  • 4. November 2025 – „Lachgas“ Referentin: Jenny Lehnert-Ott / Prisma gGmbH Hannover
  • 25. November 2025 – „Cannabis / Synthetische Cannabinoide“ Referenten: Bernd Renger / Prisma gGmbH Hannover, Christian Krüger / Drobs Hannover
  • 16. Dezember 2025 – „Snus, Kautabak und Schnupftabak“ Referentin: Dominika Lachowicz / Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
  • 20. Januar 2026 – „Rauchen – Vapes, Shisha, Tabak, Verdampfer“ Referentin: Finja Kreißl / Prisma gGmbH Hannover
  • 17. Februar 2026 – „Alkohol & Energy Drinks“ Referenten: Dr. med. Felix Oberhoffer / München Klinik gGmbH, Andrea Beltrop / Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen
  • 24. März 2026 – „Kommunikation und Prävention“ Referentinnen: Theresa Korte / Prisma gGmbH Hannover, Christian Krüger / Drobs Hannover
Verkehrsunfall Moorstraße in Neustadt

Schwerer Unfall auf der Moorstraße in Neustadt

2. November 2025/in Region Hannover

BMW prallt zweimal gegen Bäume – Einsatzkräfte retten Verletzten.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu) – Am Sonntagmorgen ist auf der Moorstraße bei Neustadt am Rübenberge ein Autofahrer schwer verletzt worden. Der Mann war mit seinem BMW von der Straße abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Am frühen Sonntagmorgen ist es auf der Moorstraße in Neustadt am Rübenberge zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Gegen kurz nach 7 Uhr wurde die Feuerwehr durch einen automatischen E-Call alarmiert.

Ein BMW der 5er-Reihe war aus Richtung Mardorf kommend rund 300 Meter vor dem ASB-Parkplatz nach links von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kollidierte zunächst seitlich mit einem Baum und prallte anschließend frontal gegen einen weiteren Baum.

Im Wagen befand sich laut Feuerwehrangaben nur der Fahrer. Er wurde bei dem Aufprall schwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Neustadt öffneten den Wagen mit hydraulischem Rettungsgerät und befreiten den Mann aus dem Wrack.

Der Verletzte wurde an den Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und klemmte die Batterien des Fahrzeugs ab, um Brandgefahr auszuschließen.

Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen unterstützten die Einsatzkräfte die Polizei bei der Unfallaufnahme. Insgesamt waren rund 20 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Neustadt im Einsatz, dazu Kräfte von Polizei und Rettungsdienst.

Einsatzstelle auf der L413 bei Sievershausen

Frontalzusammenstoß auf der L413 bei Sievershausen

1. November 2025/in Region Hannover

Zwei Personen in Fahrzeugen eingeklemmt – Feuerwehr befreit Verletzte.

LEHRTE (redu) – Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Landesstraße 413 zwischen Sievershausen und Kleingarten sind am Samstagmittag fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Die Feuerwehr befreite zwei eingeklemmte Personen mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihren Fahrzeugen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte aus Sievershausen und Hämelerwald am Samstag um 14:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die Landesstraße 413 bei Kleingarten alarmiert.

Bei der Lageerkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein VW und ein Audi in einer leichten Kurve frontal miteinander kollidiert waren. In beiden Fahrzeugen befanden sich verletzte Personen, zwei davon waren in ihren Wagen eingeschlossen.

Die Feuerwehr übernahm die Patientenbetreuung, sicherte den Brandschutz und band auslaufende Betriebsstoffe. Zur Befreiung der eingeschlossenen Fahrer kam hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz. Um 14:38 Uhr war die technische Rettung abgeschlossen, die beiden schwerverletzten Personen konnten dem Rettungsdienst übergeben werden.

Insgesamt wurden fünf Personen verletzt – zwei schwer und drei mittelschwer. Alle Betroffenen wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Im Anschluss führte die Feuerwehr das Batteriemanagement an den Unfallfahrzeugen durch und übergab die Einsatzstelle an die Polizei, die die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen hat.

Über die Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Sievershausen und Hämelerwald mit 38 Kräften und fünf Fahrzeugen, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst mit fünf Rettungswagen, einem Notarzt und einem Rettungshubschrauber sowie die Polizei.

Feuer im Schlachthof

Erneut Feuer im ehemaligen Schlachthof in Gleidingen

30. Oktober 2025/in Region Hannover

77 Einsatzkräfte löschen Dachbrand im Verwaltungsgebäude des alten Schlachthofs.

LAATZEN / GLEIDINGEN (redu) – In den frühen Morgenstunden des Donnerstags ist es erneut zu einem Brand im ehemaligen Schlachthof an der Oesselser Straße in Gleidingen gekommen. Gegen 05:00 Uhr meldeten Autofahrer Rauch aus dem Dachbereich des Verwaltungsgebäudes, kurz darauf rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus.

Autofahrer hatten am frühen Donnerstagmorgen eine Rauchentwicklung aus dem Dachbereich des Verwaltungsgebäudes des stillgelegten Schlachthofs an der Oesselser Straße bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der Notruf ging um 05:04 Uhr ein. Bereits wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte aus Gleidingen an der Brandstelle ein und bestätigten einen Gebäudebrand.

Daraufhin wurde Vollalarm für die weiteren Ortsfeuerwehren aus Laatzen, Rethen und Ingeln-Oesselse ausgelöst. Insgesamt rückten 77 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen an.

Ein Atemschutztrupp begann sofort mit der Brandbekämpfung von außen, während zwei weitere Trupps von der linken Gebäudeseite aus in den Innenangriff gingen, um eine Ausbreitung der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern. Gleichzeitig verschafften sich zwei Trupps auf der rechten Seite Zugang zu den Räumen, in denen sich früher Verwaltung und Sozialräume des Schlachtbetriebs befanden.

Die Feuerwehr konnte die Flammen im Inneren schnell unter Kontrolle bringen. Im Anschluss mussten jedoch Zwischendecken und Teile des Daches geöffnet werden, um verbleibende Glutnester zu erreichen. Diese wurden mit Netzmittel und Wasser gelöscht. Gegen 07:00 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer aus“.

Die meisten Kräfte konnten anschließend abrücken. Ein Fahrzeug der Feuerwehr Gleidingen blieb bis etwa 09:00 Uhr vor Ort, um eine Brandwache zu stellen und mögliche Nachzündungen zu verhindern.

Zur Ursache des Feuers liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Aufstallung

Region Hannover ordnet Aufstallung wegen Vogelgrippe an

30. Oktober 2025/in Region Hannover

Allgemeinverfügung gilt ab 31. Oktober 2025 für Haltungen mit mehr als 50 Tieren.

REGION HANNOVER (redu) – Wegen zunehmender Fälle von Vogelgrippe hat die Region Hannover eine Allgemeinverfügung zur Aufstallung von Geflügel erlassen. Ab dem 31. Oktober 2025 müssen alle Haltungen mit mehr als 50 Tieren das Geflügel in geschlossenen Ställen oder geschützten Vorrichtungen unterbringen.

Die Allgemeinverfügung gilt ab dem 31. Oktober 2025 und bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Betroffen sind alle Geflügelhaltungen mit mehr als 50 Tieren, darunter Hühner, Enten, Gänse, Truthühner, Wachteln und andere Arten. Diese Tiere müssen in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen mit nach oben gesicherter Abdeckung und seitlicher Begrenzung gehalten werden.

Netze oder Gitter dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Maschenweite nach oben höchstens 25 Millimeter beträgt. Dadurch soll verhindert werden, dass Wildvögel mit Hausgeflügel in Kontakt kommen und Krankheitserreger übertragen können.

Ausnahmen von der Aufstallpflicht sind nur in besonderen Fällen möglich. Wenn die Haltung in geschlossenen Ställen aus baulichen oder tierschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist, kann eine Genehmigung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend ausgeschlossen bleibt und keine Risiken für die Tierseuchenbekämpfung bestehen. Anträge können telefonisch unter 0511/616-22095 oder per E-Mail an verbraucherschutz@region-hannover.de gestellt werden.

Die Entscheidung beruht auf einer Risikobewertung nach der Geflügelpest-Verordnung. Dabei wurden laut Region Hannover Faktoren wie das Vorkommen von Wildvögeln, die Geflügeldichte und die aktuelle Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) berücksichtigt. Das FLI hatte am 20. Oktober 2025 vor einem hohen Risiko des Wiederaufflammens der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation gewarnt.

In der Region Hannover wurden bislang neun Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln bestätigt. Die Region gilt als Durchzugsgebiet für Watt- und Wasservögel und weist mehrere Feuchtgebiete und Flüsse auf, in denen sich Wildvögel sammeln. Diese Umstände erhöhen das Risiko einer Einschleppung der Geflügelpest in Nutzgeflügelbestände.

Darüber hinaus erinnert die Region Hannover alle Geflügelhalter an die Pflicht zur Registrierung ihrer Bestände – auch private Kleinhaltungen müssen gemeldet sein. Neuanmeldungen können telefonisch oder per E-Mail erfolgen.

Zur Eindämmung der Vogelgrippe weist die Region außerdem auf die Bedeutung von Hygienemaßnahmen in allen Haltungen hin. Tierhalter sollen direkten Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln vermeiden und Stallzugänge regelmäßig reinigen und desinfizieren.

Feuerwehrkräfte aus Isernhagen im Einsatz

Feuerwehr löscht Sauna-Brand im Keller eines Wohnhauses

27. Oktober 2025/in Region Hannover

Rund 65 Einsatzkräfte verhindern Ausbreitung des Feuers.

ISERNHAGEN (redu) – Ein Kellerbrand in einem Einfamilienhaus in Isernhagen N.B. hat am Montagmittag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Der Brand, der in einer Sauna ausgebrochen war, konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand.

Gegen 13:03 Uhr wurde die Feuerwehr Isernhagen zu einem Brand in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Isernhagen N.B. alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar, die den Verdacht eines Kellerbrandes bestätigte.

Nach Angaben der Bewohnerin war das Feuer in der Sauna des Hauses ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich keine Personen mehr im Gebäude.

Zwei Angriffstrupps gingen unter Atemschutz in das Haus vor und nahmen die Brandbekämpfung auf. Bereits um 13:30 Uhr konnte Einsatzleiter Henrik Steinberg „Feuer aus“ melden.

Um eine weitere Gefährdung auszuschließen, kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Kellerbereich mit Wärmebildkameras und führten Nachlöscharbeiten durch. Das Gebäude wurde anschließend belüftet, um verbliebenen Rauch zu entfernen.

Insgesamt waren etwa 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren Altwarmbüchen, Isernhagen N.B., Isernhagen H.B., Isernhagen F.B., Isernhagen K.B. sowie Neuwarmbüchen beteiligt. Zusätzlich waren zwei Rettungswagen vor Ort, mussten jedoch keine Verletzten versorgen.

Die Einsatzdauer zog sich am Nachmittag noch über mehrere Stunden hin. Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit nicht vor.

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