LANGENHAGEN (PM). Mit kleinen Kunstwerken eine Freude bereiten: Das möchten 30 Kinder eines Sprachförderprogramms für Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund der Stadt Langenhagen. Dazu haben sie sich, gemeinsam mit ihren Gruppenleiterinnen Gana Miftari und Ayse Kartal an der Aktion „Wir zaubern dir ein Lächeln ins Gesicht“ der DAK-Gesundheit Langenhagen beteiligt.
Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen: Kontakt- und Besuchsbeschränkungen und die Umsetzung der Hygienemaßnahmen führten nicht selten zu Isolation und Einsamkeit. Persönliche Besuche sind oft noch immer auf ein Minimum beschränkt. In dieser Zeit für ein Lächeln sorgen, ein bisschen Freude verbreiten – das wollten die Kids unter der Leitung von Koordinatorin Ilka Sommerfeldt und ihren Kolleginnen. Fleißig haben sie an vielen Nachmittagen gebastelt, geklebt und gemalt. So sind viele farbenfrohe kleine Objekte, Bilder oder Püppchen entstanden, die möglichst vielen älteren Mitmenschen ein Leuchten in die Augen zaubern werden.
Übergeben wurden die Bastelarbeiten an Stefanie Gödecke, Leiterin der DAK-Gesundheit Langenhagen. „Wir werden die vielen tollen Werke in den kommenden Wochen an unsere teilnehmenden Pflegeheime in der ganzen Region Hannover verteilen“, freut sich Gödecke über die Beteiligung, „und damit hoffentlich für viel Freude sorgen können.“
HANNOVER / LANGENHAGEN (PM). Um 2.20 Uhr erschienen heute Nacht die ersten beiden Urlauber im neuen Corona-Testzentrum am Hannover Airport. Ein junges Paar aus Herforth, braun gebrannt nach drei Wochen Urlaub im türkischen Izmir, durchlief Registrierung, Information und Abstrich und konnte das Testzentrum nach nur sechs Minuten wieder verlassen.
„Wir haben uns schon vor der Rückreise darüber informiert, was uns zuhause erwartet“, sagten die beiden. Auch wenn der Corona-Test derzeit noch freiwillig ist, eine 14-tägige Quarantäne statt des kurzen Zwischenstopps auf dem Weg nach Hause war für sie keine Option. Eine Quarantänepflicht gilt bei getesteten Personen allerdings auch bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses. Zwei Flüge aus dem Risikogebiet Türkei machten heute Nacht den Anfang. Insgesamt 70 Personen ließen sich zwischen 2.20 und 3.32 Uhr von den Johannitern testen, darunter auch einige Eltern mit ihren Kindern. Die Stimmung war ruhig. Alle Reisende blieben gelassen, selbst als die Wartedauer sich kurzzeitig etwas länger hinzog. Der Grund: Die Registrierung der Reiserückkehrer nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch als der dann folgende Abstrich. „Hier werden wir schnell nachbessern und eine Lösung finden“, sagte Einsatzleiter Helge Vogelsang in der Nacht. Insgesamt aber war er mit dem Auftakt zufrieden: „Der Anfang ist gemacht.“
In nur zwölf Stunden hatten die Johanniter aus dem Regionalverband Niedersachsen Mitte, in Kooperation mit dem Hannover Airport, gestern das Corona-Testzentrum vor dem Terminal C (Ankunft) aufgebaut und in Betrieb genommen. Das Gesundheitsamt der Region Hannover als Auftraggeber rechnet täglich mit bis zu 800 Passagieren aus einem Corona-Risikogebiet. Für Hannover sind das aktuell Reisende aus den Ländern Weißrussland, Serbien und Türkei. Wer aus diesen Ländern kommt und sich testen lässt, bekommt einen QR-Code, über den sich 24 Stunden später das Testergebnis über eine App anfordern lässt.
LANGENHAGEN (PM). Ab Mittwoch, 29. Juli, können sich Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Risikogebieten auch am Flughafen Hannover freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die erste Möglichkeit besteht für Rückkehrende am Mittwochabend. In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Gesundheitsministerium hat das Gesundheitsamt der Region Hannover die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit der Durchführung der Tests beauftragt.
Die Region ist damit – nach Gesprächen mit der Landesebene – vertraglich und im Vertrauen auf die bisherige Zusage der Übernahme der Kosten durch das Land auf der Basis der Regelung von Bund und Ländern eine Verpflichtung eingegangen. Eine erste Teststation wird auf einem der Parkdecks des Flughafens eingerichtet, die Vorbereitungen haben am heutigen Dienstagnachmittag (28. Juli) begonnen, der Aufbau wird Mittwoch im Laufe des Tages abgeschlossen sein. Das Angebot richtet sich an Reisende aus Risikogebieten. Die Testungen sind bis Sonntag, 2. August zunächst freiwillig. Der Bund hat angekündigt, eine verpflichtende Testung für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Montag einzuführen. Derzeit rechnet das Gesundheitsamt nach Angaben des Flughafens mit insgesamt rund 800 Reisenden täglich. „Der Test für Reisende aus Risikogebieten trägt dazu bei, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen.“ erläutert Cora-Jeanette Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit der Region Hannover. „Dem Flughafen Hannover bin ich sehr dankbar für die gute Kooperation und den zielführenden Austausch“.
Dr. Raoul Hille, Geschäftsführer Hannover Airport:
„Wir begrüßen es sehr, dass durch die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitsbehörden, das Testzentrum am Hannover Airport so schnell in Betrieb gehen kann. Durch die Möglichkeit für Passagiere aus Risikogebieten, sich direkt nach der Ankunft testen zu lassen, erhöht sich für die Flugreisenden die Sicherheit. Dies wird sich auch positiv auf die Wiederbelebung des Flugverkehrs und der gesamten Touristikbranche auswirken.“
HANNOVER (PM). enercity eröffnet Hannovers erste Ultra-Schnellladesäule – und einen ganzen Ladepark dazu: nah an der A2 und direkt an der B6 ist im Norden Hannovers ein Ladepark mit vier leistungsstarken Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen und weiteren sechs 22-kW-Ladepunkten in Betrieb gegangen.
Der Ladepark an der Finca & Bar Celona Hannover an der Garbsener Landstraße 25 in Hannover-Marienwerder gehört mit den Schnellladesäulen und dem ENERCON-Steuerungssystem E-Charger 600 mit modulierbarer Ladekapazität von bis zu 350 kW zu den leistungsfähigsten in Deutschland. Er bietet 100 Prozent Ökostrom, wie alle Ladestationen von enercity.
An insgesamt zehn neuen Ladepunkten können E-Mobilisten bei einem Restaurantbesuch ihre E-Fahrzeuge laden. Die vier Schnellladesäulen werden in Kürze auf 350 kW Ladeleistung ertüchtigt – vorläufig haben drei davon noch max.150 kW Leistung. Mit seiner Ladeinfrastruktur wird der von enercity betriebene E-Ladepark insbesondere den hohen Ansprüchen des DC-Ladens von Fernreisenden gerecht. Die Schnelllader können perfekt für eine Boxenstopp-Ladepause genutzt werden.
Kundenfreundliche Zahlungsmodalitäten an attraktivem Standort
enercity hält seine Stationen für alle Ladekartenanbieter offen. Bei diesen mit EnerCharge weiterentwickelten Schnellladesäulen lässt sich zusätzlich die einfache Bank- und Kreditkarten-Direktbezahlfunktion ohne irgendeine Vorabregistrierung nutzen. Vom 1. August bis zum 31. Oktober gewährt enercity einen Sonderpreis von 0,29 Euro pro Kilowattstunde – so günstig wie das Laden zu Hause.
Auf dem Parkplatz der Finca & Bar Celona Hannover können bis zu zehn E-Fahrzeuge gleichzeitig laden. Das Restaurant nahe der A2 gehört zur Gastrokette Celona Gastro GmbH, die vor allem in Norddeutschland vertreten ist. Die Zusammenarbeit zwischen der Celona Gastro und enercity geht über Hannover hinaus, um auf den Parkplätzen der Restaurants weitere Ladestationen zu errichten und zu betreiben. Aktuell ist ein weiterer Ladepark in Oldenburg in Bau, weitere Projekte folgen sukzessive.
Innovative Netz-Technik
Klimafreundliche E-Mobilität ist nicht ohne Ökostrom wie etwa aus Windenergie denkbar. Daher kommen im E-Charger 600 neben der innovativen Gleichstromwandler- und Schaltgerätetechnik von PowerInnovation als Kernkomponenten auch ENERCON-Wechselrichter, wie sie in Windenergieanalagen verbaut sind, zum Einsatz. Damit ist es nicht nur möglich, Fahrzeugbatterien im Idealfall für eine 400 Kilometer lange Fahrt in weniger als zehn Minuten zu laden, gleichzeitig kann das Versorgungsnetz stabilisiert und gestützt werden. Nach den bisherigen Prototypen- und Test-Installationen des E-Charger 600 befindet sich im E-Ladepark an der A2 das erste öffentlich zugängliche Projekt mit dem E-Charger-Serienmodell.
Eine eigene Netzstation mit einem speziellen Mittelspannungs-Trafo ist das Bindeglied zwischen dem Stromnetz und den E-Ladestationen. Die hier eingesetzte Ormazabal E-Mobility-Station enthält einen speziellen Trafo, der für die Belastung durch die Ladetechnik ausgelegt ist und eine dafür optimierte Kühlung aufweist. Die Beton-Kompaktstation entspricht somit den hohen Anforderungen an die Netzanbindung eines E-Ladeparks.
LANGENHAGEN (PM). Die Leibniz IGS erhält einen neuen Sportplatz. Die Umgestaltung erfolgt in zwei Bauabschnitten, da der Bereich hinter der Turnhalle übergangsweise als Standort für einen Interimsbau genutzt werden muss. Er wird bis zum Schulbeginn 2020/21 bezugsfertig sein.
Damit die Module für den Interimsbau auf den Sportplatz geliefert werden können, hat die Stadt am Mittwoch, 22. Juli, mit dem Bau der Baustellenzufahrt begonnen. Sie führt zwischen Spielplatz Rathenaustraße und Turnhalle in den hinteren Teil des Schulaußengeländes. „Die Tragschicht aus Schotter haben wir bereits hergestellt. In der nächsten Woche wird dann auch die Asphaltschicht eingebaut“, berichtet Thomas Köllermeier von der Abteilung „Stadtgrün und Friedhöfe“. Die Zufahrt soll sowohl für die Erschließung der LIGS-Baustelle als auch zu einem späteren Zeitpunkt für den Neubau der Kita Veilchenstraße genutzt werden.
Im ersten Bauabschnitt wird der Interimsbau an der Grenze zum Spielplatz Rathenaustraße errichtet. Diesen wird die Schule nutzen, solange der neue Klassentrakt auf dem Schulgelände in Bau ist. Nach den derzeitigen Plänen wird er im Sommer 2021 fertiggestellt. In einem weiteren Bauabschnitt erhält die LIGS im Bereich des Sportplatzes eine neue Multisportarena für Fußball und Basketball sowie eine neue Sport-Fitnessanlage im nordwestlichen Teil, an der Turnhalle.
„Ich finde es wichtig, dass wir schon jetzt für die Schülerinnen und Schülern der LIGS etwas Neues auf dem Sportplatz schaffen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Wir planen so viele Veränderungen an der Schule, die in Teilen bis ins Jahr 2022 hineinreichen werden. Die Zeit bis dahin wird allen Beteiligten bestimmt kürzer vorkommen, wenn sie sich zwischendurch über fertiggestellte Etappen freuen können.“
Nach dem Rückbau des Interimsbaus und nach Fertigstellung des Neubaus der Kita Veilchenstraße erhält die LIGS im zweiten Bauabschnitt zudem ein neues Rasenspielfeld mit zwei Toren, eine neue Beachvolleyball-Anlage, neue Laufbahnen und eine Weitsprung-Grube.
In die Umgestaltung und die Aufwertung des LIGS-Sportplatzes investiert die Stadt knapp 490.000 Euro.
LANGENHAGEN (PM). Rauchen auf dem Kinderspielplatz? 100 Euro. Grillen auf nicht ausgewiesenen Flächen? 50 Euro. Müll einfach auf den Boden werfen?
50 Euro. Das sind nur einige Bußgelder aus dem Katalog der Stadt Langenhagen. „Wenn uns bei Kontrollen Verstöße auffallen, werden wir die konsequent ahnden“, sagt Außendienstleiter Markus Villwock.
Und das kann, je nach Tatbestand, aus gutem Grund auch mal teuer werden: „Wir wollen die Rückfallquote gering halten.
Wenn etwas finanziell weh tut, bleibt das leichter in Erinnerung und man wirft den Müll beim nächsten Mal direkt in den Mülleimer“, fügt Boris Ehrhardt, Leiter des städtischen Ordnungsamts hinzu.
95 Punkte umfasst der Katalog. Die 26 Vergehen, die der Außendienst am häufigsten registriert, sind als Auszug in einem Flyer zusammengefasst.
Diesen verteilen zukünftig die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes bei ihren Kontrollen und er liegt auch im Rathaus aus.
Der Bußgeldkatalog ist zwar nicht neu, aber jetzt gibt es auch die rechtliche Grundlage dafür. Die nötige Änderung dafür ist auf der Ratssitzung am 11. Mai mehrheitlich beschlossen worden.
LANGENHAGEN (PM). Das Eichenwäldchen im Nordwesten des Stadtparks soll sich natürlich entwickeln können. Um dieses zu gewährleisten, betreibt die Stadt ab sofort keine intensive Baumpflege mehr in dem Areal zwischen Kindergartengelände und der Verlängerung des Heesternweges. In dem gut 4.500 Quadratmeter großen Gebiet werden künftig weder abgestorbene Bäume noch morsche Äste entfernt. Sie bleiben als Lebensraum für seltene Tierarten erhalten.
Auf den Naturwald und die dort gegebene erhöhte Astbruchgefahr weist die Stadt mit Schildern an der Waldparzelle hin.
Grund, diesen Teil des Stadtwalds als Naturwald auszuweisen, ist die Vielzahl der dort lebenden Tiere. Zu ihnen gehören etwa Totholz bewohnende Insekten, in Höhlen brütende Vogelarten und Fledermäuse. Um ihnen ausreichend Lebensraum zu bieten, werden abgestorbene Äste alter Bäume und auch vollständig abgestorbene Gehölze nicht mehr entfernt.
Am Rande des Naturwalds werden die Bäume weiterhin kontrolliert. Die Gehölze am Kindergarten, an der Wohnbebauung und an den angrenzenden Hauptwegen werden regelmäßig auf morsches und totes Astwerk überprüft und gegebenenfalls von diesem befreit.
Die Sitzbänke innerhalb des Areals wurden ersetzt durch neue seitlich des Gehölzbestandes errichtete. Von diesen aus bietet sich ein guter Blick in das Naturwäldchen, um die dort lebenden Tiere und Pflanzen beobachten zu können.
Um den Gehölzbestand weiter aufzuwerten, fördert die Stadt das Wachstum einheimischer Pflanzenarten. Standorttypische Gehölze wie Ebereschen, Vogelkirschen und auch Ahorne, welche sich dort von selbst angesiedelt haben, lässt die Stadt freischneiden, damit sie sich gut entwickeln können. Ziel ist eine natürliche Waldentwicklung mit einer hohen Artenvielfalt. Dies ist ein wichtiger Beitrag der schwindenden Artenvielfalt entgegenzuwirken und die Biodiversität zu stärken.
Bereits im März 2018 hatte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbeauftragten der Region für Langenhagen und Vorsitzenden des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz eine Naturwaldparzelle nördlich der Wohnbebauung Niederrader Allee beschildert.
BURGDORF. Gestern Abend (21.07.2020) löste ein Vollbrand einer ehemaligen Gärtnerei in der Innenstadt von Burgdorf gegen 21.30 Uhr einen Großalarm bei der Feuerwehr aus. Obwohl fast alle Feuerwehren des Bereichs Burgdorf zur Einsatzstelle beordert wurden, mussten sie zusehen, wie das Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte.
Die Feuerwehr nahm von mehreren Seiten den Löschangriff auf das in voller Ausdehnung brennende Gebäude auf. Sogar vom alten Friedhof her wurden Löschtrupps eingesetzt. Als besonders schwierig gestaltete sich die Annäherung an das brennende Gebäude. Nur durch einen Hinterhof konnten Einsatzkräfte auf den Brand vorrücken.
Über eine Drehleiter unternahm die Feuerwehr von einem Nachbargrundstück an der Rolandstraße ebenfalls Löscharbeiten. Während des Einsatzes waren der Bereich Bahnhofstraße / Rolandstraße / Marktstraße umfangreich abgesperrt worden. Viele Schaulustige beobachtet von der Absperrung die Löscharbeiten. Personen kamen bei dem Einsatz nach unserer Kenntnisstand nicht zu Schaden.
Die Brandermittler der Polizei gehen inzwischen von Brandstiftung aus. Zeugen hatten zunächst einen Brand im Bereich des Dachs des Abbruchgebäudes gemeldet.
HANNOVER (PM). Sie sind erst drei Monate alt. Sie lieben den Mix aus Leberwurst und Frischkäse. Und natürlich ihre Menschen. Die zwei Welpen heißen Bex und Blue und sind die jüngsten Neuzugänge der Rettungshundestaffel der Johanniter in Hannover. Trotz ihren jungen Alters haben die Border Collies ihre ersten Trainingseinheiten bereits hinter sich. Laufen, rangeln, schnüffeln, Kontakt aufnehmen, sich streicheln lassen…
Staffelleiter Lutz Fricke sagt: „Das alles ist wichtig. Über Futter, Spiel, Streicheleinheiten und die Liebe, und zwar nicht nur die ihrer Hundeführer, sondern aller Staffelangehörigen, machen sie positive soziale Erfahrungen. Schon in diesem frühen Alter werden wichtige Grundlagen für die erfolgreiche Rettungshundeausbildung geschaffen. Die Tiere lernen, dass sie keine Hemmungen zu haben brauchen und dass Menschen, auch fremde Menschen, etwas Tolles sind.“
Mindestens zwei Jahre dauert die Ausbildung von Mensch und Hund, bis sie als Team zur Prüfung antreten können. Erst wenn diese Prüfung erfolgreich absolviert wurde, darf das zertifizierte Gespann in den Einsatz gehen. Was machen Rettungshunde eigentlich? Sie suchen vermisst gemeldete Menschen. Demenziell erkrankte Frauen und Männer ohne Orientierung, verletzte Sportler im Wald, beim Spielen verirrte Kinder… In solchen Fällen sind, in Kooperation mit Polizei und Feuerwehr, oft auch die Rettungshunde gefragt. Sie sind Spezialisten für die Suche nach Menschen in unwegsamem Gelände oder großflächigen Waldgebieten. „Geprüftes Rettungshundeteam“ ist ein Qualitätssiegel, das nur durch ehrenamtliches Engagement und freiwillige Mitarbeit, durch Geduld beim Einüben von Fertigkeiten und durch ständiges Training erreicht werden kann.
Und wie läuft so eine Rettungshundeprüfung ab? Tier und Mensch gehen dabei durch eine Kombination von Aufgaben. Die zwei Prüfungstage beginnen mit einem theoretischen Test der Hundeführer mit Fragen zu Einsatztaktik, Erster Hilfe an Mensch und Hund, Wetterkunde, Karte und Kompass. Dann sind die Hunde gefordert, bei praktischen Aufgaben im Gelände ihren Gehorsam und ihr Können zu beweisen. Im so genannten „Verweistest“ müssen die Tiere eine scheinbar hilflose Person erkennen, dem Hundeführer zum Beispiel durch Bellen den Fund der Person anzeigen und dabei das vermeintliche Opfer weder bedrängen noch berühren. Beim „Gehorsamstest“ kommt es auf das gute Zusammenspiel des Teams an. Die Hunde müssen dicht am Hundeführer laufen, seinen Kommandos gehorchen und dürfen sich von fremden Menschen und Hunden nicht ablenken lassen. Zum Abschluss zeigen die Rettungshundeteams ihr Können im Wald bei der „Flächensuche“, bei der der Hund in unwegsamem Gelände eine versteckte Person auffinden muss.
Die Rettungshundestaffel des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm. Foto: JUH/Heusel
Die insgesamt sieben Rettungshundestaffeln im Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen sind an 365 Tagen rund um die Uhr einsatzbereit – und das rein ehrenamtlich. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes werden die Rettungshundeteams über die jeweilige Leitstelle angefordert. Die Johanniter im Ortsverband Hannover-Wasserturm verfügen zurzeit über sieben zertifizierte Teams in der Flächen- und vier zertifizierte Teams in der Trümmersuche, sie waren natürlich auch während der Corona-Pandemie rund um die Uhr einsatzbereit. Der letzte Einsatz mit einem Fund durch einen Rettungshund aus Hannover war im Juli 2019, als Rettungshündin Tonks in der Nähe von Negenborn in der Wedemark nach 60-stündiger Suche einen demenziell erkrankten 76-Jährigen aufspüren konnte.
LANGENHAGEN. Bei dem Versuch, eine 26-jährige Person nach einem Badeunfall zu retten, kam ein männlicher 40-jähriger Helfer selber dabei in Badenot und ging im Silbersee in Langenhagen unter. Er hatte mit einem weiteren Helfer versucht, dem in Badenot befindlichen zur Hilfe zu kommen.
Nach Informationen des Pressesprechers der Stadtfeuerwehr Langenhagen, Stephan Bommert, wurde sofort die DLRG und die Feuerwehr zu dem betroffenen Seeabschnitt gerufen. Sie nahmen mit insgesamt 4 Rettungsbooten umgehend die Personensuche im Wasser auf.
Da die Polizei bei dem Unfall in direkter Nähe der Unfallstelle bei einem anderen Einsatz sich aufhielt, nahmen die Polizeibeamten umgehend die Suche nach dem Untergegangenen im Wasser auf. Inzwischen war der zweite Helfer und die gerettete Person an Land
Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften begaben sich Feuerwehrfrauen und -männern als Suchkette ins Wasser, um den ufernahen Bereich abzusuchen. Fünf Taucher unterstützten bei der Suche unter Wasser.
Auch ein Polizeihubschrauber flog die Einsatzstelle an und unterstützte bei der Suche von oben.
An dieser Stelle im Silbersee ist aber durch starken Bodenbewuchs nur eine geringe Sichtweite gegeben. Einige Feuerwehrkräfte entdeckten mit ihrer Suchkette dann nach einer Stunde beim Tauchen die Person ungefähr 15 Meter vom Ufer in 3,5 Meter Tiefe am Boden des Sees. Die Person wurde aus dem Wasser geborgen und an Land sofort der Notärztin und dem Rettungsdienst übergeben. Unter Reanimationsmaßnahmen wurde der Verunglückte in einen bereitstehenden Rettungswagen gebracht. Hier konnte die Notärztin leider nur noch seinen Tod feststellen.
Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei bei dem Einsatz. Das Gelände wurde während des Rettungseinsatzes weiträumig abgesperrt.
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