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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Fachleute schneiden Eiche im Stadtpart stark zurück – BGPRESS Historische Bäume Stadtpark

Fachleute schneiden Eiche im Stadtpart stark zurück

29. Mai 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Das historische Baum-Ensemble vor der VHS im Stadtpark so lange wie möglich erhalten – für dieses Ziel lässt die Stadt Langenhagen von einer Fachfirma verschiedene Pflegemaßnahmen durchführen. Die Arbeiten sind für Dienstag, 2. Juni, geplant.

Die große Eiche sowie die dreistämmige Buche sind seit einigen Jahren von einem holzzersetzenden Pilz befallen. Ein vitaler Baum kann dieses zwar über viele Jahre hinweg ausgleichen. Es besteht aber die Gefahr, dass sich der Pilz auch im gesunden Holz ausbreitet. Die Stadt lässt deshalb die wertvollen Bäume spätestens alle drei Jahre von einem Gutachter genau untersuchen, um frühzeitig, die zum Erhalt erforderlichen Pflegemaßnahmen zu veranlassen.

Ein von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vereidigter Sachverständiger hat die Bäume am 5. Mai kontrolliert. Die Ergebnisse liegen seit dieser Woche vor.

Die Eiche ist stark geschädigt. Der Pilz hat einen großen Teil der Wurzeln und des Stammfußes zersetzt, so dass der Baum aufgrund seiner großen Krone derzeit eingeschränkt stand- und bruchsicher ist. Deshalb wird die Eiche zum Erhalt und zur Pflege nach einer gründlichen Artenschutzkontrolle stark eingekürzt.

Die dreistämmige Buche ist ausreichend stand- und bruchsicher. An ihr muss lediglich die Kronensicherung erneuert werden. Es handelt sich dabei um ein starkes Kunststoffseil, mit dem die Kronen miteinander verbunden sind, um sich gegenseitig zu stützen.

Da es sich bei Eiche und Buche um besonders wertvolle und den Stadtpark prägende Bäume handelt, betreibt die Stadt gerne einen erhöhten Aufwand, um sie so lange wie möglich verkehrssicher zu erhalten.

Richtkrone weht über Rohbau der Sporthalle Langenhagen – 200528 SPL Richtfest Hammer scaled e1590738702453

Richtkrone weht über Rohbau der Sporthalle Langenhagen

29. Mai 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. In Ermangelung eines hölzernen Dachstuhls wehte die Richtkrone am Donnerstag, 28. Mai, an einem Kran über der Sporthalle Langenhagen. In guter Tradition dankte die Stadt den Handwerkern auf der Baustelle an der Konrad-Adenauer-Straße mit einer kleinen Feier. Ein großes Richtfest mit Vertretern aus dem Sportring Langenhagen und den Vereinen, der Politik und der Verwaltung war aufgrund der aktuellen Auflagen nicht möglich.

„Ich möchte heute den Moment nutzen, um den Blick nicht auf die Corona-Widrigkeiten, sondern auf das Hoffnungsvolle hier vor Ort zu richten“, sagte Monika Gotzes-Karrasch. Die Sozialdezernentin, die nach jahrelangem Dienst bei der Stadt Langenhagen ihre Pension Ende des Monats antritt, wies unter anderem auf den erreichten Baufortschritt hin. „Die Rohbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen und insgesamt ist die Baustelle sehr gut im Zeitplan. Wir haben aktuell einen Stand erreicht, der erst in vier Wochen vorgesehen war.“

Der Innenausbau in dem Gebäude mit einer Grundfläche von etwa 2.700 Quadratmetern hat bereits begonnen. Viele der Fachwerkstahlträger, auf denen später das Flachdach über der großen Dreifeldhalle errichtet wird, sind montiert. Die Tribüne ist hergestellt und über mehrere Treppen gut erreichbar; es fehlen noch die Sitzschalen für die bis zu 600 Besucherplätze. In dem über zwei Etagen reichenden Hauptportal lässt sich erkennen, dass eine große Fensterfront für viel Licht sorgen wird und alle Ebenen von hier aus gut zu erreichen sind – auch barrierefrei. Der Schacht für den Personenaufzug ist ebenfalls hergestellt.

Etwa 14 Millionen Euro investiert die Stadt, um für Schul- und Vereinsbetrieb sowie Wettkämpfe einen attraktiven Ort zu schaffen. Der in moderner Architektur geplante Neubau ist ein wichtiger Beitrag in eine bedarfsgerechte Bildungs- und Infrastruktur für Langenhagen. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf das, was hier geschaffen wird“, berichtet Carsten Hettwer. „Mit dem Bauunternehmen MBN Bau AG als Totalunternehmer und dem Planungsbüro rpg haben wir verlässliche Partner, die auf der Baustelle schon einiges verwirklicht haben und noch vieles bewegen werden.“ Alleine gut 8.300 Kubikmeter Beton und 1.150 Tonnen Stahl werden für die neue Sporthalle Langenhagen verbaut.

Bei der Planung der inneren Aufteilung des 40 mal 60 Meter großen Neubaus mit einer Bruttogeschossfläche von 4.600 Quadratmetern wurden die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer beteiligt. Sie sind hoffentlich auch wieder mit dabei, wenn die Sporthalle Langenhagen eröffnet wird. Den Plänen zufolge steigt die große Einweihungsfeier im Frühjahr 2021.

 

Timo Heiken, Leiter der IGS Langenhagen: „Dieser Neubau hat auch Finalwirkung für eine Schule, die demnächst fast vollständig um- und neugebaut werden wird und nach vielen Monaten, ja Jahren der Planung ist nun etwas Sichtbares entstanden. Danke auch dafür, dass dieser Neubau so unaufgeregt und lautlos – zumindest hat sich das so angefühlt – entstanden ist. Das senkt nämlich auch die Sorge bei allen Beteiligten, die davon ausgehen müssen, demnächst noch einige Jahre auf einer Baustelle verbringen zu müssen.“

 

Michaela Henjes vom Sportring Langenhagen e.V.: Wir freuen uns, dass die Stadt Langenhagen wieder einmal beweist, dass sie eine sehr sportfreundliche Stadt ist. Es geht den Vereinen hier gut, das beweist diese Sporthalle und das beweist auch die Wasserwelt. Die Sportlerinnen und Sportler freuen sich darauf, dann im März 2021 oder vielleicht auch etwas früher diese Halle in Anspruch nehmen zu können.“

Jugendplatz Wiesenau ist ab 29. Mai freigegeben – BGPRESS Skateranlage Wiesenau 01

Jugendplatz Wiesenau ist ab 29. Mai freigegeben

29. Mai 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen gibt am Freitag, 29. Mai, den Jugend- und Skaterplatz Wiesenau frei. Dieser Schritt war zwar für später geplant, damit sich der neu ausgesäte Rasen ungestört ausbilden kann. Doch angesichts des großen Interesses von Jugendlichen und sportlichen Erwachsenen zieht die Stadtverwaltung die Öffnung des etwa 7.000 Quadratmeter großen Areals nahe der Hackethalstraße vor. Die neuen Bewegungsangebote wurden am Donnerstag, 28. Mai, abgenommen.

„Das große Interesse zeigt uns, dass wir bei der Sanierung des Skaterplatzes offenbar alles richtig gemacht haben“, sagt Birgitt Karrasch von der Abteilung „Stadtgrün und Friedhöfe“. Mithilfe des Sanierungsprogramms „Soziale Stadt“ wurde der in die Jahre gekommene Bereich umgekrempelt und den heutigen Ansprüchen angepasst. Kinder und Jugendliche wurden im Prozess mehrfach beteiligt; ihre Wünsche und Anregungen flossen in die Entwurfsplanung ein. „Ich verstehe es daher sehr gut, dass es die Kinder und Jugendlichen auf ihren Platz drängt; erst recht bei dem Wetter der letzten Tage und den für das Pfingstwochenende angekündigten Temperaturen.“

Für etwa 335.000 Euro wurde der Jugendplatz Wiesenau aufwendig umgestaltet. Er erhielt neue Bewegungsangebote wie eine Mini-Rampe, eine Skate- und Rollsportanlage, eine Parkour- und eine Slackline-Anlage. Die Gesamtfläche wurde neu aufgeteilt. Die Wegebeziehungen wurden verbessert, verschiedene Sitzmöglichkeiten und ein Picknickplatz geschaffen.

„Mich überzeugt der neue Jugendplatz. Wenn ich die verschiedenen Bewegungsangebote sehe, bekomme ich Lust, mal etwas Neues auszuprobieren“, berichtet Bürgermeister Mikro Heuer. Gelegenheit dazu bietet sich ihm und auch allen anderen Interessierten spätestens bei der Einweihungsfeier. Sie wird voraussichtlich Mitte Juni steigen. Die Verwaltung wird den Termin frühzeitig ankündigen.

Die Einweihungsfeier steigt zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich Mitte Juni.

Vermehrtes Covid-19-Aufkommen im Langenhagener Logistikzentrum – UPS

Vermehrtes Covid-19-Aufkommen im Langenhagener Logistikzentrum

28. Mai 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Das Gesundheitsamt der Region Hannover registriert eine vermehrte Infektionsrate beim Kurierdienst und Logistikdienstleister UPS. Mit Stand 28.5.2020 lag für 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein positiver Covid-19-Befund vor.

Der erste positive Befund lag am 14.05.2020 vor. Nach einem stetigen Anstieg der Fälle hat das Gesundheitsamt am 18.05.2020 gemeinsam mit dem Unternehmen die betroffenen Abteilungen identifiziert und im Rahmen eines Vor-Ort-Termins die getroffenen Hygienemaßnahmen überprüft, um sicherzustellen, dass die Abstände im Arbeitsablauf eingehalten werden. Bereits seit Mitte Mai besteht auf dem Firmengelände Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Am 26.05.2020 hat das Gesundheitsamt vorsorglich weitere 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet – bei 55 war das Ergebnis negativ. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen am Freitag erneut abgestrichen werden.

Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover stehen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS. Familien, die einen beruflichen Bezug zum Unternehmen haben, werden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Sollten Symptome auftreten, ist der jeweilige Hausarzt zu kontaktieren und ein Abstrich nehmen zu lassen. Bis zum Ergebnis des Tests rät das Gesundheitsamt dringend dazu, sämtliche Fremdkontakte einzustellen. Aus medizinischer Sicht besteht bei der Entgegennahme eines Pakets durch den Paketzusteller – sofern dabei der vorgeschriebene Zwei-Meter-Abstand eingehalten und Mund-Nasen-Schutz getragen wird – kein erhöhtes Infektionsrisiko. Nach jetzigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen.

Amtsarzt Dr. Mustafa Yilmaz: „Dass sich die Infektion an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, leicht ausbreiten kann, ist seit Beginn der Krise bekannt. Wir werden auch in Zukunft mit einem erhöhten Risiko in Unternehmen und Einrichtungen wie Schulen und Kitas zu tun haben. Das Gesundheitsamt ist darauf vorbereitet und verfügt über die notwendigen Strukturen. Wir verfolgen die Kontakte jedes gemeldeten Infektionsfalls nach, um die Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen. Aber am Ende hängt es auch vom Verhalten jedes einzelnen ab, wie sich die Lage weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, die Grundregeln der Hygiene einzuhalten: Regelmäßig Hände waschen, Abstand halten und die Nieshygiene beachten.“

Gymnasium Isernhagen kann am Donnerstag wieder Präsenzunterricht aufnehmen

27. Mai 2020/in Region Hannover

Hannover. Der gestern gemeldete Covid-19-Verdachtsfall bei einer Schülerin des Gymnasiums Isernhagen hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es gab dementsprechende Entwarnung.

Das Gymnasium hatte vorsichtshalber am Dienstag den Präsenzunterricht wegen des Verdachts ausgesetzt. Jetzt möchte man möglichst schnell wieder in den Lehrbetrieb gehen. Das teilte die Schule heute auf ihrer Webseite den Schülern und Eltern mit.

Corona Verdachtsfall im Gymnasium Isernhagen bei einer Schülerin – Corona Schule

Corona Verdachtsfall im Gymnasium Isernhagen bei einer Schülerin

26. Mai 2020/in Region Hannover

ISERNHAGEN. Das Gymnasium Isernhagen hat einen Corona-Verdachtsfall, so die Aussage des Gymnasiums. Die Schülerin wurde heute morgen getestet. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Zur Sicherheit setzt das Gymnasium den Präsenzunterricht nach der 4. Stunde heute bis einschließlich Donnerstag aus. Als Ersatz für den Präsenzunterricht wird dieser nun vorerst bis Donnerstag in digitaler Form als Homeschooling weitergeführt. Sobald das Gymnasium ein Ergebnis hat, folgen weitere Informationen.

Baden in Seen zu Corona-Zeiten ist seit dem 25. Mai wieder erlaubt – Silbersee

Baden in Seen zu Corona-Zeiten ist seit dem 25. Mai wieder erlaubt

26. Mai 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Niedersächsische Verordnung ermöglicht Baden und Schwimmen im Freien. Seit Montag, 25. Mai 2020 darf in Niedersachsen auch in Badeseen wieder gebadet und geplanscht werden. Möglich macht dies die jüngste Änderung der Niedersächsischen Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Danach sind der Betrieb und die Nutzung von Bädern im Freien seit Montag wieder erlaubt. Voraussetzung ist, dass der Abstand von 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die weder zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand gehört, beim Betreten, Verlassen und beim Aufenthalt eingehalten wird.

Nicht geändert haben sich die Hygiene- und Abstandsregeln: „Wir befinden uns immer noch in einer Pandemie, die es einzudämmen gilt“, sagt Boris Ehrhardt, Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Ehrhardt führt weiter aus: „Das heißt Abstand halten ist weiterhin zwingend, das gilt auch an unseren Badegewässern und im Wasser.“ So dürfen sich nur Mitglieder zweier Hausstände gleichzeitig treffen. Die aktuellen Vorschriften und Kontaktbeschränkungen beziehen sich sowohl auf Ufer- als auch auf die Wasserbereiche. Außerdem gelten für die Toiletten, Kioske und Spielplätze die gleichen Regeln wie für vergleichbare Einrichtungen an anderen Orten. Die Einhaltung der Regeln wird von Mitarbeitenden des städtischen Ordnungsamtes kontrolliert.

Bis zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung waren Schwimm- und Spaßbäder, sowie öffentliche Freibäder vollständig geschlossen und das Schwimmen in Badeseen nur erlaubt wenn es schwerpunktmäßig als sportliche Betätigung angesehen werden konnte.

Die Wasserwelt sowie deren Außenbereich bleiben vorerst geschlossen. Die dortige Situation und die Vorbereitungen für eine Wiedereröffnung sind Bestandteil der Sitzung des Betriebsausschusses Bad am Donnerstag, 28. Mai 2020.

 

Burgdorf und Uetze erhalten Fördergelder aus DigitalPakt Schule – Schule tablett

Burgdorf und Uetze erhalten Fördergelder aus DigitalPakt Schule

25. Mai 2020/in Region Hannover

HANNOVER. Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am (heutigen) Montag Bewilligungsbescheide aus dem DigitalPakt Schule in Höhe von 310.000 Euro an die Stadt Burgdorf übergeben. Die Mittel erhält der Schulträger für drei Schulen: 250.000 Euro gehen an das Gymnasium Burgdorf, die örtliche Realschule sowie die Grund- und Hauptschule Burgdorf erhalten jeweils 30.000 Euro. Das digitale Netzwerk und die Versorgung der Klassenräume und Arbeitsbereiche mit LAN/WLAN sollen an dem Gymnasium und der Realschule vorangetrieben werden. An der Grund- und Hauptschule Burgdorf steht der Ausbau des WLAN-Netzwerks im Fokus.

Niedersachsens Kultusminister Tonne: „Das Engagement der Schulträger und der Schulen ist die Basis, damit wir beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gut vorankommen. In diesem Sinne bedanke ich mich bei der Stadtverwaltung und bei den Burgdorfer Schulen. Es zeigt sich derzeit, wie wichtig es ist, die Möglichkeiten des digitalen Lernens weiter zu verbessern.“

Auch die Gemeinde Uetze erhielt heute aus den Händen des Kultusministers  Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 128.000 Euro aus dem DigitalPakt Schule: Jeweils 25.000 Euro zur Anschaffung von Klassensätzen an mobilen Endgeräten stehen damit für die Grundschule am Storchennest, die Grundschule Uetze (mit der Außenstelle Eltze), das Gymnasium unter den Eichen Uetze, die IGS Uetze sowie die Löwenzahnschule Dollbergen zur Verfügung. Zur Anschaffung eines Beamers mit Mediensteuerung an der Löwenzahnschule erhielt die Gemeinde zudem einen Bescheid über 2.900 Euro.

Kultusminister Tonne bedankte sich bei Schulträger und Schulen der Gemeinde Uetze und betonte: „Digitale Medien gehören längst zum Alltag von Schülerinnen und Schülern, und das bereits in der Grundschule. Alle, die für die Bildung der Kinder und Jugendlichen Verantwortung tragen, müssen sich daher hinter das Thema Medienbildung klemmen. Ich freue mich, dass diese Aufgabe hier so verantwortungsvoll wahrgenommen wird.“

Über den DigitalPakt Schule erhält das Land Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen bis 2024 zur Verfügung. Antragsberechtigt für die Mittel aus dem DigitalPakt Schule sind sowohl Träger von kommunalen öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen als auch finanzhilfeberechtigte Träger von privaten allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Träger von Schulen, die den Vorschriften des Pflegeberufe-Gesetzes und der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung unterliegen. Das bewilligte Fördervolumen liegt derzeit in Niedersachsen bei insgesamt rund 26 Millionen Euro.

Zusätzlich erhält Niedersachsen zeitnah 47 Millionen Euro für die Anschaffung von schulgebundenen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler, die sich kein Tablet, Notebook oder Laptop leisten können. Das Geld kommt aus einem Sofortausstattungsprogramm der Bundesregierung, das aufgrund der Corona-Pandemie aufgelegt wurde. Die genauen Modalitäten werden derzeit landesweit abgestimmt.

 

Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040855 2

Ein fast normaler Vatertag

21. Mai 2020/in Region Hannover

Hannover / Steinhude (bg). Es könnte eigentlich ein ganz normaler Vatertag sein. Trotzdem unterscheidet sich die Szene, wie zum Beispiel am beliebten Ausflugsziel Steinhude. Das Steinhuder Meer zog schon immer jedes Jahr zum Himmelfahrtstag viele Besucher aus Nah und Fern an.

Gegen 10 Uhr sind die Parkplätze noch weitgehend leer. Nur vereinzelt sieht man Paare, kleine Familien und ein Paar Motorradfahrer an der Promenade in Steinhude. Die Restaurants und Eisläden bereiten sich auf den Tag vor. Überall sieht man Hinweisschilder zum Tragen von Masken an den Verkaufsständen und Bodenmarkierungen für den passenden vorgeschriebenen Abstand. Sitzplätze auf den Bänken gibt es genug und einige Besucher wollen auch mit den Ausflugsbooten das Steinhuder Meer kennenlernen. Ein Teil der Promenade ist allerdings wegen Bauarbeiten gesperrt.

An der Brücke zur Badeinsel in Steinhude kontrolliert ein Sicherheitsdienst die Einhaltung der Auflagen der Stadt Wunstorf. Grillen, alkoholische Getränke und Glasflaschen sind an Himmelfahrt dort verboten. Die Badegäste und Besucher zeigen viel Verständnis für die Regelungen wegen der Corona-Gefahr.

Und noch etwas ist anders. Wo sind die Bollerwagen mit Bierkästen und den gut gelaunten Männergruppen? Sie sucht man an diesem Vatertag vergeblich. Wenn Bollerwagen, dann nur gefüllt mit fröhlichen Kinder und einer lockeren Familie, die diesen warmen Tag bei herrlichem Wetter genießen möchte.

Gegen 12 Uhr verändert sich dann langsam das Bild. Die Gassen werden voller und Sitzplätze auf Bänken langsam knapp. Die Parkplätze sind gut ausgebucht und vor allem viele Biker zeigen ein reges Interesse an dem Ausflugsziel. Auffallend zeigten sich dann einige Abstandsprobleme an Durchgängen bei Absperrung durch Bauzäune im Bereich der Promenade.

Am Parkplatz an der Strandpromenade sind ein paar Zelte für den Sanitätsdienst durch die Johanniter-Unfall-Hilfe aufgebaut worden. Daneben steht ein Streifenwagen und einige Krankenwagen. Der Einsatzleiter der Sanitäter: „Es ist ruhig im Moment und halt eigentlich so wie jedes Jahr.“ Auch ein Polizeibeamter sieht die anwachsende Besucherzahl gelassen: „Der normale Touristenstrom wie an jedem schönen Himmelfahrtstag“.

Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass sich die Menschen langsam an die Vorgaben gewöhnt haben. Schlange stehen und dabei Abstand halten, das stört hier nicht wirklich die Besucher. Sie wollen mit ihren Familien oder zu Zweit einen sonnigen Himmelfahrtstag genießen. Bis gegen Mittag gab es anscheinend keine Zwischenfälle oder Probleme.

Inzwischen rät die Polizei allerdings von einem Ausflug nach Steinhude ab, nachdem sich am Nachmittag der Andrang an Besuchern deutlich erhöht hat. (bg)

  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040826
    Auch Ausflugsfahrten sind mit bestimmten Vorgaben wieder möglich © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040830
    Große Schilder weisen in Steinhude auf die Einhaltung der Maskenpflicht hin © Bernd Günther
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    Ein Teil der Promenade in Steinhude ist wegen Bauarbeiten gesperrt © Bernd Günther
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    Die Bootsverleiher warten auf ihre ersten Besucher © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040850
    Ein Sicherheitsdienst kontrolliert die Einhaltung der Auflagen der Stadt Wunstorf für die Badeinsel © Bernd Günther
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    Ein paar Einschränkungen gibt es schon zum diesjährigen Himmelfahrtstag © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040855
    Am Vormittag gibt es noch reichlich Platzangebot auf der Badeinsel Steinhude © Bernd Günther
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    Gegen Mittag füllen sich die Gassen um die Strandpromenade in Steinhude © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040884
    Die Johanniter-Unfall-Hilfe bereitet sich mit dem alljährlichen Sanitätsdienst auf den Himmelfahrtstag vor © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040885
    Vorsichtshalber stehen einige Rettungswagen und die Polizei bereit © Bernd Günther
  • Ein fast normaler Vatertag – BGPress 1040878
    Schlange stehen und Abstand halten scheint kein Problem zu sein © Bernd Günther
Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409723 2

Streetdance-Training unter freiem Himmel

20. Mai 2020/in Region Hannover

CELLE (bg). Das zurzeit Tanz- und Ballettschulen unter den fehlenden Möglichkeiten des Trainings besonders leiden, hat sich allgemein herumgesprochen. So auch bei der von Nadine Campbell und John Campbell geleiteten Tanzschule Body Talk in Celle. Nun wartet man zusammen mit den vielen betroffnen Schülerinnen und Schülern sehnsüchtig auf Lockerung.

Die Mutter Heike Campbell setzte nun alle Hebel in Bewegung, um zumindest den Kindern eine Trainingsmöglichkeit im Streetdance nach den im Moment geltenden Vorgaben zu ermöglichen. Diese Woche kam es nun zu den ersten Trainingsmöglichkeiten seit Wochen. Natürlich nicht in der Tanzschule, sondern auf einem in der Nähe gelegenen Sportplatz. Natürlich mit dem vorgeschriebenen Abstand, den John Campbell für alle sichtbar mit kleinen Bällen und einem Zollstock markierte.

Ashley-Quiana Campell, die jüngste der 5 Töchter der Campbell-Familie und 2018 Weltmeisterin im Streetdance und Hip Hop, konnte heute wieder mit ihren Kids proben. Man sah ihr die Erleichterung an, denn Tanzen ist für sie das Wichtigste.

Zu den bis dahin aufgelaufenen Problemen für die Tanzschule befragten wir in einem Interview Heike Campbell, Managerin der Tanzschule Body Talk und Deutsche Meisterin im Street- u. Showdance.

Heike Campbell hierzu: „Aufgrund der über 7 Wochen anhaltendenden Corona Krise, Absagen der Meisterschaften, gebuchten Hotels und Auftritte waren wir sehr bemüht eine Lösung für uns und Schüler zu finden.

Unsere Trainer z.B. Ashley sind Menschen, die ohne tägliches Tanzen nicht auskommen, vor allem die an Meisterschaften teilnehmenden Schüler sind besonders betroffen.

Es ist mehr als bedauerlich das immer wieder die großen Sportarten wie Fußball oder Institutionen mit Köperkontakt, wie z.B. Nagelstudios, Friseure, etc. den bildenden Kunst- und Kulturstätten, wo man auf Körperkontakt durchaus verzichten kann, vorgezogen werden. Während andere Bundesländer bereits ihre Tanzschulen zumindest unter Einschränkung wieder öffnen dürfen, steht Niedersachsen noch nicht auf dem Plan.

Nachdem ich mit mehreren Politikern direkten Kontakt aufgenommen habe, konnte uns auch hier, nichts Genaueres gesagt werden. Aufgrund dessen habe ich die Initiative ergriffen und nach einer anderen Lösung für unsere Schüler gesucht. Als erstes hatte ich das Gesundheitsamt angerufen und mir wurde gesagt, das ich Kontakt mit der Hotline der Stadt Celle aufnehmen solle.

Dort fragte ich nach ob wir den Sportplatz am Burgzentrum nutzen können, dieses wurde bejahrt sofern wir die Hygieneauflagen, sprich 2 Meter Abstand, etc. einhalten würde, allerdings sollte ich mich zur abschließenden Klärung noch mal direkt mit dem Ernestinum in Verbindung setzen.

Gegen die Nutzung wäre nichts einzuwenden, aber auch hier wurde erneut dazu aufgefordert dieses in Absprache mit den Vereinen, welche den Sportplatz bereits nutzen, zu tun.

Somit haben wir am gleichen Tag noch die Eltern der Schüler informiert, um uns am darauf folgenden Tag für die Hip Hop Stunden der Trainer John und Ashley zu treffen und den Unterricht draußen auf dem Sportplatz nachzugehen, welches wir auch heute wiederholen werden.

Es ging einem das Herz auf nach so langer Zeit endlich wieder einige unserer Schüler, mit strahlenden Augen sehen zu können. Sie haben sich gefreut und waren mehr als motiviert, endlich wieder tanzen zu dürfen. Ein Lichtblick, dennoch hoffen wir, dass der reguläre Unterricht in absehbarer Zeit stattfinden kann.

Wir bedanken uns herzlich für die Möglichkeit und die Zusammenarbeit aller Institutionen, die uns das nun ermöglicht haben.“

Bleibt jetzt abzuwarten, wann das Land Niedersachsen für die Tanzschulen, wenn natürlich auch mit einigen Auflagen und Hygienevorgaben, die derzeitigen Einschränkungen gelockert werden.

Den Kindern, Trainerin und allen anderen auf dem Sportplatz sah man jedenfalls die Erleichterung zu dieser Möglichkeit deutlich an. (bg)

  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409742
    John Campell setzt die verbindlichen Markierungen für die Kids © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409713
    Lockerungsübungen mit John Campbell vor dem Training © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409723
    Die Trainerin Ashley-Quiana Campbell macht es vor © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409727
    Trainerin Ashley mit Vater John Campbell beim Outdoortraining für Streetdance © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409733
    Daumen hoch von der Schülerin für ihre Trainerin Ashley Campbell © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409738
    Die Trainerin und Weltmeisterin im Streetdance und Hip Hop 2018, Ashley-Quiana Campbell © Bernd Günther
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