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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Darf mein Kind bei Schnupfen in die Kita – Schnupfen

Darf mein Kind bei Schnupfen in die Kita

18. Juli 2020/in Gesundheit, Region Hannover

HANNOVER. Bei den vielen Verordnungen und den teilweise schwierig zu lesenden Be.stimmung im Umgang mit den Regeln zur Vermeidung der Verbreitung von Corona sind Eltern häufiger überfordert. Aus diesem Grund wurden diese Woche auf Initiative des Obmanns der Kinder- und Jugendärzte in Hannover, Herrn Dr. Buck, unter Mithilfe amtlicher Stellen eine Empfehlung für die Eltern mit Kindern im Kita-Alter herausgegeben. Das Wichtigste haben wir für Sie zusammengefasst.

Diese nun vorliegende Empfehlung soll die Eltern dabei unterstützen, sicherer im Umgang mit den aktuellen Verordnungen und der Frage des Kita-Besuchs Ihres Kindes im Falle eines Infektes zu werden. Es sind oft die scheinbar einfachen Fragen, die in der konkreten Situation zu Verunsicherung führen.

Bitte beachten Sie deshalb folgende Hinweise und Empfehlungen, wenn Sie vor der Frage stehen, ob Ihr Kind in der Kita betreut werden darf:

  1. Grundsätzlich gilt: Kinder, die Fieber (Fieber ist eine Körpertemperatur von 38,5°C und mehr) haben oder eindeutig krank sind, sich nicht wohl fühlen, gehören nicht in die Kita.
  2. Wenn Ihr Kind nur einen einfachen Schnupfen oder einen einfachen Infekt hat und sich wohl fühlt, darf es in die Kita. Dies gilt natürlich auch dann, wenn Ihr Kind z.B. an einem Heuschnupfen oder an einer Pollenallergie leidet.
  3. Weist Ihr Kind jedoch eine schwere Symptomatik mit Fieber (mindestens 38,5°C Körpertemperatur, rektal gemessen), einem starken, unerwarteten Infekt insbesondere der Atemwege mit deutlichem Unwohlfühlen oder plötzlich aufgetretenem anhaltendem Husten auf, darf Ihr Kind die Kita nicht besuchen, bzw. muss umgehend aus der Kita abgeholt werden. Wir empfehlen, dass Sie in einer solchen Situation Ihr Kind unbedingt dem Kinderarzt vorstellen.
  4. Sofern die Infektionszahlen in Ihrer Region weiterhin so niedrig sind, und Ihr Kind keinen Kontakt zu einer an Corona (Covid 19) erkrankten Person hatte, kann Ihr Kind 48 Stunden nach seiner Genesung ohne Auflagen wieder in die Kita. Die Vorlage eines Attests oder eines negativen Testergebnisses ist nicht erforderlich.
  5. Sofern Sie unsicher sind, wenn Ihr Kind, das die Kita besucht, zwar gesund ist, aber die Geschwister oder im Haushalt lebende Angehörige erkrankt sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Gesundheitsamt auf. Das Gesundheitsamt bestimmt auch die erforderlichen Maßnahmen, wenn Ihr Kind Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatte oder ein positives Testergebnis hat.

Diese Empfehlung wurde auf Initiative des Obmanns der Kinder- und Jugendärzte in Hannover, Herrn Dr. Buck, unter Mitwirkung der Kassenärztlichen Vereinigung Hannover, des Gesundheitsamtes LK Hildesheim, des Gesundheitsamtes der Region Hannover und der Fachdezernate für Jugend und Familien der Stadt und Region Hannover erarbeitet. Mit Blick auf mögliche Änderungen erlassener Verordnungen und ggf. wieder ansteigende Zahlen von mit dem Coronavirus Infizierten wird diese Empfehlung an die sich ändernde Situation angepasst.

 

Stadt und Region sichern Unterbringung für obdachlose Menschen – Obdachlos

Stadt und Region sichern Unterbringung für obdachlose Menschen

15. Juli 2020/in Region Hannover

HANNOVER. Obdachlose Menschen benötigen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiterhin einen besonderen Schutz vor Infektion. Da der Vertrag mit der Jugendherberge zur Unterbringung von Obdachlosen in Hannover nicht verlängert werden konnte, haben die Landeshauptstadt und die Region nun eine andere Lösung gefunden. An diesem Mittwoch, 15. Juli, sollen die 65 derzeit in der Jugendherberge untergebrachten Menschen auf zwei neue Standorte verteilt werden.

Mit den Vermietern ist Einigkeit erzielt worden. Die Caritas und die Diakonie werden als Partner weiterhin die Betreuung sicherstellen. Damit sind der Umzug und die anschließende Betreuung der Obdachlosen für die nächsten drei Monate möglich. Das Angebot bleibt befristet. Die bisherige Unterbringung in der Jugendherberge beruht auf einer gemeinsamen Initiative von Landeshauptstadt, Region und Land Niedersachsen. Die Beteiligten haben bisher die Kosten zu je einem Drittel getragen. Nachdem Stadt und Region die neue Lösung präsentiert haben, gehen sie davon aus, dass das Land weiterhin die Maßnahme unterstützt. Es gebe positive Signale des Landes, heißt es.

„Wir sind sehr froh, dass wir den obdachlosen Menschen eine alternative Unterbringung anbieten können. Dort können sie die positiven Erfahrungen, die sie in der Jugendherberge gemacht haben, weiterführen – Selbstvertrauen gewinnen, Beratung zur Unterstützung bei Wohnungs- und Arbeitssuche in Anspruch nehmen und vieles mehr“, unterstreicht Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Die Jugendherberge war eine sehr gute Lösung für die akute Phase der Corona-Pandemie. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an die Betreiber*innen Caritas und Diakonie für ihren Einsatz und das große Engagement“, sagte Onay.

Stadt und Region arbeiten an einem Konzept für ein Modellprojekt, das eine Kombination von Unterbringung und sozialpädagogischer Begleitung und Hilfe in einer Orientierungs- und Klärungsphase vorsieht. Dabei sollen mit den Betroffenen Perspektiven für eine Überwindung der Wohnungslosigkeit entwickelt und in die Umsetzung gebracht werden.

„Letztlich geht es darum, diese besonders schutz- und hilfsbedürftigen Menschen zu begleiten und zu unterstützen“, so Onay. „Deshalb freut es mich besonders, dass wir in dieser schweren Zeit bereits zwölf Menschen in neue Arbeitsverhältnisse vermitteln konnten.“

Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für soziale Infrastruktur der Region Hannover unterstreicht die Bedeutung der neuen Vereinbarung: „Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, wie wichtig das Angebot einer niedrigschwelligen, verlässlichen Hilfe für wohnungs- und obdachlose Menschen ist. Viele von ihnen konnten neue Perspektiven entwickeln, in diesem Rahmen ist es wichtig, ein vergleichbares Angebot zu erhalten. Durch die Anmietung der Immobilien können wir diese Unterstützung nun erfreulicherweise ohne Unterbrechung ab Mittwochabend fortsetzen und an das bisherige Projekt anknüpfen“.

Die Jugendherberge und das dazugehörende Außengelände wurden als temporäre Unterbringung mit Verpflegung für Obdachlose, die „auf der Straße“ leben und keine bekannte Covid-19-Erkrankung aufwiesen, angemietet. Es wurde für zunächst zwei Monate (Mitte April bis Mitte Juni) angemietet und dann um einen weiteren Monat verlängert. Im Durchschnitt nutzten etwa hundert obdachlose Menschen das Angebot. Die Jugendherberge wurde während dieser Zeit vom Caritasverband und dem Diakonischen Werk im ökumenischen Miteinander betrieben.

Die weitere Nutzung der Jugendherberge als Unterkunft wurde geprüft. Die Verhandlungen zwischen den Vertreter*innen der Jugendherberge, Stadt und Region Hannover zeigten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf beiden Seiten einer Fortsetzung des Vertrages entgegenstehen.

Totes Moor: Neue Wälle sollen helfen, Wasser zu speichern – Totes Moor

Totes Moor: Neue Wälle sollen helfen, Wasser zu speichern

13. Juli 2020/in Region Hannover

NEUSTADT AM RÜBENBERGE. Moore sind wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher. Das Problem: Durch zu tiefe Entwässerungsgräben gehen insbesondere in den Wintermonaten wichtige Wasserreserven verloren. An diesem Punkt setzt die Region Hannover jetzt im Toten Moor an: Bis zum Herbst sollen unter anderem 20 Torfstaue in Gräben eingebaut werden, 1.500 Meter Verwallung errichtet und bestehende Wälle auf einer Länge von 160 Metern angehoben werden.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Niedersachsen. Mehr als 1,1 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Die Arbeiten haben jetzt im Bereich Mardorfer Feld begonnen.

„Die trockenheißen Jahre 2018 und 2019, die für ein massives Baumsterben gesorgt haben, haben uns die Herausforderungen deutlich vor Augen geführt. Zumindest in Bezug auf die Moore haben wir Möglichkeiten, dem Klimawandel zu begegnen und die Voraussetzungen für die Speicherung von Wasser zu verbessern“, sagt Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover. „Lebende Hochmoore entziehen der Atmosphäre große Kohlenstoffmengen und speichern sie dauerhaft. Eine Hochmoorfläche kann etwa zehnmal so viel Kohlenstoff speichern wie eine gleich große Waldfläche“, ergänzt Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover.

Nicht nur den Mooren selbst hilft das Wasser: Das Hochmoor gibt das Wasser über die Verdunstung an die Luft ab und kühlt kleinklimatisch die Umgebung ab. Zudem sickert Wasser aus dem Toten Moor in das Steinhuder Meer und stützt so den sommerlichen Niedrigwasserstand. Ein wieder vernässtes Hochmoor gleicht auf diese Weise Niederschlags- und Temperaturextreme aus. Neben den Torfstauen und der Verwallung soll eine sogenannte Sohlgleite, den Wasserstand um etwa 50 Zentimeter anheben. Ergänzend werden in Anstaubereiche sogenannte Torfbulte, etwa 1 Meter hohe Hügel mit etwa fünf Meter Durchmesser, gebaut, die eine Wellenbildung verhindern, da Wellen bei Sturm die jungen Torfmoose zerschlagen würden.

Nach Abschluss der Erdarbeiten, bei denen überwiegend spezielle Moorbagger im Einsatz sind, werden die Torfbauten mit 10.000 Wollgräsern gegen Erosion gesichert. Nach ein bis zwei Jahren haben die Wollgräser ein dichtes Wurzelgeflecht ausgebildet haben. Dann können die Flächen bis zu 50 Zentimeter Wasser zusätzlich speichern – das entspricht bei der insgesamt etwa 100 Hektar großen Fläche einer Wassermenge von 500.000 Kubikmeter.

Nach dem Mardorfer Feld sind Arbeiten südlich der Moorstraße und nördlich der Torffabrik vorgesehen. Neben dem Geld von EU und Land will die Region Hannover eigene Mittel aus der Biodiversitätsstrategie einsetzen, um zum Beispiel Kleinstgewässern für seltene Libellenarten anzulegen und seltene Hochmoorpflanzen auf ehemaligen Torfabbauflächen anzupflanzen.

Wieder zwei Brände im Ortsteil Gleidingen – Feuer Gleidingen 1207

Wieder zwei Brände im Ortsteil Gleidingen

12. Juli 2020/in Region Hannover

LAATZEN / GLEIDINGEN. Zu zwei Bränden kam es heute Morgen in Gleidingen. Zwei Personenwagen standen in Vollbrand und eine Hecke sowie Unrat brannten in einer Anliegerstraße nahe der Masch.

Um 2.53 Uhr alarmierte die Leitstelle die Kräfte der Ortsfeuerwehr Gleidingen mit den Stichworten „PKW Brand Parkplatz Thorstraße“. Umgehend rückten die Kräfte aus. Bei Eintreffen standen ein weißer Kastenwagen einer Sanitärfirma sowie ein Opel-Zafira im vorderen Bereich in Vollbrand. Zwei Trupps löschten die Flammen mit Wasser und Schaum. Immer wieder loderten die Flammen unter den Wagen (Benzin entzündete sich). Lautes Knallen erzeugten die platzenden Reifen der Fahrzeuge.

Gegen 3.19 Uhr erschien ein Anwohner und fuhr seinen roten Kasten links neben den brennenden Fahrzeugen glücklicherweise weg. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung war gebannt. Mit einem hydraulischen Spreizer öffneten die Retter die hinteren Türen des Transporters, um auch Schaum in das Innere des Fahrzeugs zu spritzen. Da zwei Hydranten auf der Hildesheimer Straße kein bzw. nur spärlich Wasser gaben und weiteres Schaummittel erforderlich war, alarmierte Einsatzleiter Andre Oestreich gegen 3.27 Uhr die Ortsfeuerwehr Rethen nach.

Um 3.40 Uhr waren die Flammen gelöscht. Zur Löschwasserversorgung nutzten die Helfer schließlich einen mehrere Hundert Meter entfernten Hydranten in der Thorstraße.  Damit ein Gemisch aus Wasser und Benzin nicht weiter in die Kanalisation eindringen konnte, wurde ein Gully mit einer Kanalabdeckung gesichert. Der Baubetriebshof sowie die Untere Wasserbehörde der Region wurden verständigt.

Um 4.25 Uhr trafen zwei hauptamtliche Kräfte mit dem Gerätewagen-Logistik aus Laatzen ein. Verbrauchte und benutzte Atemschutzgeräte tauschten die Helfer auf den Fahrzeugen aus und füllten die Geräteräume mit frischem Schlauchmaterial und Schaummittel. Gegen 4.35 Uhr rückten die Rethener Kräfte wieder ein, die Ortsfeuerwehr Gleidingen war noch bis 5.15 Uhr mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Auf Anordnung der Polizei schleppte ein Bergungsunternehmen den weißen Transporter ab. Eine Straßenbahn der Linie 1 Richtung Sarstedt stand bis gegen 5 Uhr Richtung Süden auf Höhe der Osterstraße mit Warnblinklicht und konnte nicht weiterfahren. Etwa zehn Fahrgäste verharrten in der Bahn, bis der Busersatzverkehr einsetzte.

Noch in der Nacht nahm die Polizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Sachschaden wird auf mehrere 10.000 Euro geschätzt.

Um 6.23 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Gleidingen erneut aus. Nun brannten Unrat/Müll und Teile einer Hecke in der Straße Am Hang nahe der Leinemasch. Mit 400 Litern Wasser löschten die Gleidinger die Flammen. Die Anfahrt über die Ringstraße verzögerte sich, da parkende Autos kaum ein Durchkommen ermöglichten. Kurz nach 7 Uhr rückte die Feuerwehr wieder ein.

Stadt Langenhagen beschafft mobile Endgeräte für alle Langenhagener Schulen – Digitale Endgeräte LGH

Stadt Langenhagen beschafft mobile Endgeräte für alle Langenhagener Schulen

10. Juli 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Der Schulträger Stadt Langenhagen hat mit Blick auf das Sofortausstattungsprogramm für digitale Schulendgeräte 550 Laptops und Tablets angeschafft. Diese überreichten heute Niedersachsens Schul- und Bildungsminister Grant Hendrik Tonne und Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer an Schulleitungen aus Langenhagen. Ziel der Maßnahme ist, Schülerinnen und Schüler ohne eigenen Laptop oder Tablet Teilhabe an digitaler schulischer Bildung zu ermöglichen.

Tonne lobte: „Es ist toll, wie sich Langenhagen auf den Weg macht, um die Schülerinnen und Schüler vor Ort zu unterstützten und für alle gute Rahmenbedingungen für das digitale Lernen zu schaffen. Das Land Niedersachsen und der Bund legen mit dem Sofortausstattungsprogramm die Basis für dieses Engagement vor Ort. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Ebenen dafür zu sorgen, dass kein Kind und kein Jugendlicher abgehängt wird. Wir ziehen an einem Strang und das Beispiel Langenhagen zeigt, dass das wir so auch Schritt für Schritt weiterkommen.“

„Die Corona-Pandemie hat unsere Schulen vor besondere Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig hat sie uns aber auch die Möglichkeiten und Vorteile des Lernens mit digitalen Medien vor Augen geführt“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Wir freuen uns deshalb, dass es uns mit den Mitteln aus dem angekündigten Sofortausstattungsprogramm kurzfristig möglich war, mobile Endgeräte für das Homeschooling nach den Ferien zur Verfügung zu stellen.“

Die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Langenhagen werden bedarfsgerecht mit Laptops ausgestattet, die Kinder an den Grundschulen bekommen Tablets. In Hinblick auf die zusätzlich zu erwartenden Mittel aus dem niedersächsischen Sofortausstattungsprogramm der Bundesregierung wurden die Geräte angeschafft. Rund 330.000 Euro für mobile Endgeräte kann die Langenhagener Verwaltung als Schulträger, aus der in Kürze erscheinenden Förderrichtlinie des Sofortausstattungsprogramms erwarten. Da die Mittel für Investitionen rückwirkend ab dem 16.03.2020 bereitgestellt werden, hat die Stadt Langenhagen schnell reagiert und die Geräte noch vor den Sommerferien erworben.

Die Bundesregierung und die Länder haben beschlossen, 500 Mio. Euro für die Anschaffung mobiler digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ohne Gerät bereitzustellen. Entsprechend der Verwaltungsvereinbarung des Bundes und der Länder als Zusatz zum DigitalPakt Schule 2019-2024 vom 14.05.2020, sollen die Mittel in Anlehnung an das bereits laufende Verfahren zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur in den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Für Niedersachsen bedeutet dies einen Betrag von 47 Mio. Euro zuzüglich 4,7 Mio. Euro Eigenanteil (10 %) des Landes. Eine entsprechende „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms des Bundes und der Länder“ als Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019-2024 wird zeitnah veröffentlicht.

Konzerte für Senioren jetzt unter neuer Leitung – Bläserquartett der Musikschule

Konzerte für Senioren jetzt unter neuer Leitung

9. Juli 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Über 60 Konzerte für Senioren hat Stefan Polzer, Leiter der Musikschule Langenhagen, bereits organisiert, jetzt macht er Schluss: Die Organisation der weiteren Veranstaltungen übernimmt der Leiter des Langenhagener Blasorchesters, Harald Sandmann.

Wegen der bevorstehenden Sommerferien ist es der Musikschule nicht möglich, die Konzerte weiter zu koordinieren. Umso mehr freut sich Stefan Polzer, dass diese schöne Aktion weitergeführt wird.

Dank der Initiative von Mirco Meutzner (Trompetenlehrer an der Musikschule) fand an Ostern ein ersten Vorspielen in einem Pflegeheim statt. Nach dieser erfolgreichen Veranstaltung wuchs in der Musikschulleitung schnell der Wunsch, alle Senioreneinrichtungen Langenhagens mit Musik zu versorgen. Neben Lehrkräften der Musikschule fanden sich schnell genug bereitwillige Musiker. Es konnte sogar schon an zwei Wochenenden in allen Einrichtungen gleichzeitig musiziert werden.

Die Freude war bei Bewohnern groß, besonders in Zeiten von Kontaktbeschränkungen durch Corona. So entstand die Idee, jeden Samstag in allen Heimen Konzerte zu spielen. Dank des Engagements vieler Beteiligter konnten noch weitere Musiker für die Aktion gewonnen werden.

Mitgemacht haben neben Lehrkräften und Schülern der Musikschule auch Musiker des Akkordeonclubs Langenhagen, des Musikvereins Godshorn, des Blasorchesters Langenhagen, des Shantychors Lohnde, von Hannover Brass, und einzelne Freunde und Bekannte von Stefan Polzer. Dieser bedankt sich zu seinem Abschied noch einmal besonders bei allen Beteiligten für die komplett ehrenamtliche Leistung.

K 230: Fünf Wochen Vollsperrung am Ortsausgang von Everloh – Bauschild Everloh

K 230: Fünf Wochen Vollsperrung am Ortsausgang von Everloh

8. Juli 2020/in Region Hannover

GEHRDEN. Die K 230 in Gehrden-Everloh wird ab Montag, 13. Juli, zur Sackgasse: Die Region Hannover lässt am südlichen Ortsausgang Richtung Gehrden eine Mittelinsel als Querungshilfe für Fahrräder errichten. Um Platz zu schaffen, wird die Fahrbahn ausgeweitet. In dieser Zeit ist die K 230 voll gesperrt – auch zu Fuß oder mit dem Rad ist die Baustelle nicht passierbar. Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Wochen.

Die Umleitung führt über die K 231, die K 232 und die B 65. Am Knotenpunkt Sieben Trappen wird eine Ampel eingerichtet, um den Verkehr auf die B 65 zu regeln.

Von der Sperrung ist auch der Busverkehr betroffen. Während der Bauarbeiten entfällt die Haltestelle Everloh/Friedhof. Fahrgäste werden gebeten, stattdessen an der Haltestelle Everloh/Nenndorfer Straße zu- und auszusteigen.

Die nächste Maßnahme für Everloh ist ebenfalls in Planung: Nach Errichtung der Querungshilfe am südlichen Ortsausgang soll auch der nördliche Ortsausgang Richtung Northen eine Mittelinsel bekommen. Die Region Hannover wird vorab über den Start der Arbeiten informieren. Gute Nachrichten gibt es für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Lenthe: Dort sind die Arbeiten am Geh- und Radweg vorerst beendet. Der Verkehr kann wieder auf beiden Fahrspuren fließen.

Die Region Hannover führt seit Ende Mai 2020 diverse Umbaumaßnahmen an der K 230 durch. Insgesamt sind sieben Bauabschnitte geplant. Die Querungshilfe am südlichen Ortsausgang von Everloh ist der dritte Abschnitt. Bis Ende November sollen die Arbeiten an der K 230 im Bereich Gehrden abgeschlossen sein. Insgesamt umfassen die Maßnahmen ein Volumen von 660.000 Euro.

Die Region Hannover bittet Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen und rät, ausreichend Zeit für Wege außerhalb des Ortes einzuplanen.

Steinhuder Meer: Seefläche bleibt Landschaftsschutzgebiet – Steinhuder Meer Meerblick

Steinhuder Meer: Seefläche bleibt Landschaftsschutzgebiet

7. Juli 2020/in Region Hannover

Hannover/Neustadt a. Rbge./Wunstorf. Die Region Hannover überarbeitet aktuell die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Seefläche Steinhuder Meer“. Ab Mitte Juli liegt der Entwurf der Verordnung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung in den Verwaltungen von Neustadt a. Rbge. und Wunstorf sowie in der Regionsverwaltung öffentlich aus.

Das Verfahren ist notwendig, um die Vorgabe der EU, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern, zu erfüllen. „Die alte Landschaftsschutzgebietsverordnung aus dem Jahr 1981 genügt nicht mehr den EU-rechtlichen Anforderungen und muss daher überarbeitet werden“, erläutert Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover. Gerichtet an alle, die Sorge vor großen Veränderungen haben, stellt Karasch klar: „Es ändert sich kaum etwas. Die Nutzungen, die schon im bestehenden Landschaftsschutzgebiet und auch durch die Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung geregelt wurden, bleiben erlaubt.“

Das Steinhuder Meer dient mit seinen Randbereichen zahlreichen Vogelarten als Brut- und Rastgebiet. Es ist ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung und hat den Status eines Europäischen Vogelschutzgebietes. Zugleich hat das Gebiet eine besondere Bedeutung für die Erholung der Menschen in der Natur und den Wassersport. Diese Schutzziele spiegeln sich in der neuen Verordnung wider, für die Ende Juni die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen hat.

Wie bereits im alten Landschaftsschutzgebiet sollen die Handlungen untersagt werden, die Flora und Fauna sowie die ruhige Erholung stören könnten: Dazu gehören zum Beispiel Lärm, freilaufende Hunde und offenes Feuer. Die Nutzung der Wasserfläche für Wassersport bleibt ebenso weiter möglich wie die Nutzung der Strände, der Badeinsel, der Stege und der Aussichtspunkte. Wildes Zelten in der Natur ist nach wie vor nicht erlaubt. Das bestehende Nacht- und Winterfahrverbot der Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung bleibt wie bisher bestehen.

Tatsächlich verändert sich durch die neue Schutzgebietsverordnung für die Nutzerinnen und Nutzer kaum etwas. Neu ist lediglich die Einrichtung einer zeitlich befristeten Sperrzone westlich des Wilhelmsteins im Zeitraum von Mitte September bis März. Die Umsegelung der Insel wird indes weiter möglich sein. Außerhalb der genannten Zeiten hat die Änderung keinerlei Einschränkungen für den Segelsport. „Hier folgt die Region Hannover einer Empfehlung der Staatlichen Vogelschutzwarte, im Westuferbereich ein um sechs Wochen vorgezogenes Winterfahrverbot festzulegen, um einen Rückzugsraum für die rastenden Wasservögel zu sichern“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Umwelt, Sonja Papenfuß. Zweck der Regelungen ist, die Bestände von Vogelarten wie Haubentaucher, Gänsesäger oder Löffelente zu schützen, die auf oder am Steinhuder Meer rasten, ebenso wie die wertvollen Moorwälder und Röhrichtzonen sowie weitere Tierarten wie den Fischotter oder die Teichfledermaus.

Die neue Verordnung enthält zudem eine Reihe von Erleichterungen gegenüber der geltenden Fassung: Für die beliebte Veranstaltung „Steinhuder Meer in Flammen“ musste von der Naturschutzbehörde bislang eine „Befreiung“ erteilt werden. Für diese Traditionsveranstaltung wird zukünftig nur noch eine Erlaubnis nötig. Trotz Lärmverbotes, das in allen Landschaftsschutzgebieten verankert ist, sind Veranstaltungen mit Musik weiterhin möglich, wenn sie mit der Region Hannover abgestimmt sind. Die Badeinsel, der Wilhelmstein, der Surf- und der Badestrand sind mit ihren vorhandenen Einrichtungen zwar Teil des neuen LSG. Für diese vier Bereiche gilt aber: Sie dürfen wie bisher genutzt werden. Dies schließt auch Veranstaltungen ein.

Nach der Auslegung wird die Region Hannover alle eingebrachten Einwendungen prüfen und ggf. im Verordnungstext berücksichtigen. Bis spätestens Mitte Oktober muss das Verfahren abgeschlossen und die Ausweisung von der Regionsversammlung beschlossen sein: Das Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat allen niedersächsischen eine entsprechende Frist gesetzt.  Das LSG „Seefläche Steinhuder Meer“ ist die letzte Verordnung im Bereich des Steinhuder Meers, mit der die Vorgabe der EU, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern, erfüllt wird.

Fund von weißem Phosphor am Surferstrand am Steinhuder Meer – Steinhuder Meer Phosphor

Fund von weißem Phosphor am Surferstrand am Steinhuder Meer

6. Juli 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Die Region Hannover hat am späten Sonntagabend, 5. Juli 2020, nach einem Phosphorfund Teilbereiche des Ufers am Steinhuder Meer vorsorglich abgesperrt. Eine 28-jährige Frau hatte am späten Sonntagnachmittag am sogenannten Surferstrand am Nordufer einen vermeintlichen Bernstein aus dem Wasser aufgelesen und in die Tasche gesteckt. Der „Stein“ – es handelt sich um ein Stück weißer Phosphor – entzündete sich, die Frau erlitt Verbrennungen zweiten Grades und wurde zur Behandlung in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht.

Die Region Hannover – Eigentümerin des Surferstrandes – veranlasste zunächst die Sperrung des Surferstrandes, der Badestrandes am Nordufer und der Badeinsel in Steinhude. Am Montagmorgen wurden bis auf einen Teilbereich des Surferstrands wieder aufgehoben. Der betroffene Bereich konnte eng eingegrenzt werden auf einen Abschnitt des Surfstrands, an dem im Frühjahr Sand aufgeschwemmt worden war. „Der Sand, der dort aufgeschüttet wurde, stammt aus dem Steinhuder Meer und ist im Zuge der Entschlammung im Frühjahr angefallen“, erläutert Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. „Schon früher hat es Phosphorfunde am Steinhuder Meer gegeben. Es handelt sich dabei um Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg.“

Die Region Hannover warnt nun ausdrücklich davor, Steine oder andere aus dem Wasser des Steinhuder Meers oder am Ufer aufzusammeln und mitzunehmen. Entsprechende Schilder werden im Laufe des heutigen Montags aufgestellt. Kinder sollten am Surfstrand nicht spielen. Eine komplette Sperrung des Uferbereichs ist nicht vorgesehen. „An vielen Stellen in Deutschland gibt es nach wie vor Munitionsreste, zum Beispiel an der Ostsee“, sagt Papenfuß. „Vermeintlich harmlose Funde, die nur wie Kieselsteine aussehen, sind deshalb mit Vorsicht zu behandeln.“

Die Phosphorreste, die die Frau am Sonntag gefunden hatte, konnten nicht geborgen werden – die Finderin hatte sie zurück ins Wasser geworfen, nachdem sie sich entzündet hatten. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist am Montagvormittag vor Ort und prüft die Lage.

 

Endlich wieder Kita, so liefen die ersten Tage – JUH KItas

Endlich wieder Kita, so liefen die ersten Tage

3. Juli 2020/in Region Hannover

Hannover. Wer Kinder, Eltern oder Erzieher zu Corona befragt, kriegt eine klare Antwort: NICHT lustig! Die Covid-19-Pandemie ist seit Mitte März eine Herausforderung für alle kleinen und großen Menschen, für jede Familie und jede Einrichtung für Kinder. Seit dieser Woche herrscht in den Krippen und Kitas nun wieder „Regelbetrieb“, alle Kinder haben Anspruch auf eine Betreuung.

Dass es in den Kitas aber doch anders als in der Vor-Corona-Zeit läuft, fällt sofort auf. Überall sind Hygiene-Hinweisschilder, in den Eingängen hängen vermehrt Desinfektionsmittelspender. In vielen Einrichtungen werden die Kinder vor der Tür abgeben und wieder abgeholt, und wer eine große Außenanlage hat, konnte Spielbereiche für die einzelnen Gruppen abtrennen, damit sich die Kinder auch draußen nicht mischen. Selbstverständlich tragen alle Eltern beim Bringen und Holen Masken und wahren Abstand, Gespräche werden bewusst kürzer gehalten als sonst. Aber ansonsten läuft alles wieder normal? Nicht ganz, sagen drei Johanniter-Einrichtungsleiter aus Kitas in Laatzen, Hainholz und Wunstorf und berichten von dieser Woche und ihren Erfahrungen aus den vergangenen Monaten.

Vanessa Baum, Leiterin des Familienzentrums „Hainholzer Hafen“ in Hannover-Hainholz: „In unserer Kita werden 80 Kinder betreut, etwa 300 Menschen gehen hier täglich ein und aus. Viele unserer Familien leben im sozialen Brennpunkt. Sieben oder sogar neun Menschen in einer Drei-Zimmer-Wohnung ist hier nicht selten. Das Kindeswohl steht bei uns immer an oberster Stelle, in der Corona-Zeit, als die Kinder nicht mal auf den Spielplatz konnten, ganz besonders.“ Als Mitte März beschlossen wurde, die Kindertagesstätten zu schließen, erstellte Vanessa Baum noch am gleichen Tag für 24 Mitarbeiter aus drei Johanniter-Kitas in Hannover Arbeitspläne fürs Homeoffice. Vier Wochen lang koordinierte sie die Kollegen, versuchte ihnen so viel Ruhe, Sicherheit und Orientierung zu geben, wie nur möglich. Gleichzeitig wuchsen bei ihr und ihren die Kollegen die Sorgen. Wie geht es den Kindern? Was läuft in den Familien? Selbst unter größtem Einsatz können Telefonate einen persönlichen Kontakt und Eindruck nicht ersetzen. In Absprache mit der Stadt bot der Hainholzer Hafen deshalb ab Mitte April eine Notbetreuung an. Weniger damit Väter und Mütter ihren systemrelevanten Berufen nachgehen konnten, sondern um die über Wochen angestauten Spannungen in den Familien abzubauen. „Die Eltern waren sehr dankbar und erleichtert, als wir uns bei ihnen meldeten“, sagt Vanessa Baum. Ebenso die Kinder. Inzwischen sind fast alle Kinder wieder im Hainholzer Hafen. Wie groß der Stress zuhause war, erleben die Erzieher in diesen Tagen. Vanessa Baum: „Bei manchen arbeiten wir die Erlebnisse aus der Corona-Zeit gerade auf.“

Diana Dettke, Leiterin der Betriebs-Kindertagesstätte „KinderZeit“ in Wunstorf: „Was unsere pädagogische Arbeit betrifft, katapultieren die Corona-Vorgaben uns gerade zurück ins Mittelalter.“ In der KinderZeit werden 60 Kinder zwischen ein und sechs Jahren betreut. Zu den Grundprinzipien des Hauses gehört, dass sie vieles mitbestimmen dürfen. Zum Beispiel, womit sie sich beschäftigen und mit wem sie spielen wollen. Geht zurzeit aber nicht, die Gruppen Mini, Mixi und Maxi müssen unter sich bleiben. Feste Essenszeiten gibt es in der KinderZeit eigentlich auch nicht. Hier können die Mädchen und Jungen selbst entscheiden, wann sie zum Mittagessen gehen. Wie finden sie denn die neuen Regeln? „Die Kinder sind vor allem froh, dass sie wiederkommen dürfen und haben sich schnell umgewöhnt“, sagt Diana Dettke. Die Betreuer sehen es derweil als eine Herausforderung, trotz der behördlich gesetzten Grenzen Freiräume zu schaffen und die Selbstständigkeit der Kinder weiter zu fördern. Vom ersten Tag der Schließzeit an hatten sie Kontakt zu den Familien gehalten, täglich wurden Videos gedreht, viele persönliche Briefe gingen zwischen der Kita und den Familien hin und her. Vielleicht klappte die Wiedereingewöhnung auch deshalb bei ausnahmslos allen problemlos. Diana Dettke genießt den ins Haus zurückgekehrten Trubel, auch wenn sie die Corona-Regeln als „einen erheblichen Einschnitt in den pädagogischen Fortschritt“ empfindet. Immerhin kann sie jetzt wieder mittendrin und dabei sein, weil das (Sorgen-)Telefon in ihrem Büro nicht mehr permanent klingelt.

Andreas Ott, Leiter der Kita „Pinienweg“ in Hannover-Laatzen: „Es war Freitag, der 13. März, da wurde der Stecker gezogen.“ Einrichtungsleiter Andreas Ott erinnert sich genau. Die Kita Pinienweg mit Platz für 100 Kinder war gerade erst eröffnet und am 3. Februar an den Start gegangen. 23 Kinder in fünf Gruppen wurden Mitte März eingewöhnt, mit jedem Monat wären neue hinzugekommen. So aber stand das große, neue Haus erstmal wieder leer. Dafür klingelte auch bei Andreas Ott das Telefon fast ohne Unterlass. „Es gab von Elternseite viel Redebedarf, aber auch viel Verständnis“, sagt der Kita-Leiter im Rückblick. Sein Team erstellte Videos für die Familien, vor der Tür der Forscherkita wurde eine Ideenkiste mit Material für Experimente, Spielideen, selbst gestaltete Puzzles und Spiele aufgestellt. Das war ein Angebot, das von den Eltern dankbar angenommen wurde. Nicht nur, um Zuhause etwas zu tun zu haben, sondern auch, um ein Ziel für einen Ausflug zu haben oder ein kurzes Gespräch mit dem Kitaleiter durchs geöffnete Bürofenster führen zu können. Im Pinienweg sind 58 Kinder zurzeit in der Betreuung, im August folgt ein großer Schwung mit Neuzugängen, dann sind die Gruppen endlich voll. Eines bedauert der Kita-Leiter sehr: „In der Corona-Zeit wurden der Garten gestaltet und alle Spielgeräte aufgestellt. Nur wenige Kinder konnten die Baustelle miterleben. Eigentlich total schade.“

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