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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Aufstallung

Region Hannover ordnet Aufstallung wegen Vogelgrippe an

30. Oktober 2025/in Region Hannover

Allgemeinverfügung gilt ab 31. Oktober 2025 für Haltungen mit mehr als 50 Tieren.

REGION HANNOVER (redu) – Wegen zunehmender Fälle von Vogelgrippe hat die Region Hannover eine Allgemeinverfügung zur Aufstallung von Geflügel erlassen. Ab dem 31. Oktober 2025 müssen alle Haltungen mit mehr als 50 Tieren das Geflügel in geschlossenen Ställen oder geschützten Vorrichtungen unterbringen.

Die Allgemeinverfügung gilt ab dem 31. Oktober 2025 und bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Betroffen sind alle Geflügelhaltungen mit mehr als 50 Tieren, darunter Hühner, Enten, Gänse, Truthühner, Wachteln und andere Arten. Diese Tiere müssen in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen mit nach oben gesicherter Abdeckung und seitlicher Begrenzung gehalten werden.

Netze oder Gitter dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Maschenweite nach oben höchstens 25 Millimeter beträgt. Dadurch soll verhindert werden, dass Wildvögel mit Hausgeflügel in Kontakt kommen und Krankheitserreger übertragen können.

Ausnahmen von der Aufstallpflicht sind nur in besonderen Fällen möglich. Wenn die Haltung in geschlossenen Ställen aus baulichen oder tierschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist, kann eine Genehmigung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend ausgeschlossen bleibt und keine Risiken für die Tierseuchenbekämpfung bestehen. Anträge können telefonisch unter 0511/616-22095 oder per E-Mail an verbraucherschutz@region-hannover.de gestellt werden.

Die Entscheidung beruht auf einer Risikobewertung nach der Geflügelpest-Verordnung. Dabei wurden laut Region Hannover Faktoren wie das Vorkommen von Wildvögeln, die Geflügeldichte und die aktuelle Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) berücksichtigt. Das FLI hatte am 20. Oktober 2025 vor einem hohen Risiko des Wiederaufflammens der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation gewarnt.

In der Region Hannover wurden bislang neun Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln bestätigt. Die Region gilt als Durchzugsgebiet für Watt- und Wasservögel und weist mehrere Feuchtgebiete und Flüsse auf, in denen sich Wildvögel sammeln. Diese Umstände erhöhen das Risiko einer Einschleppung der Geflügelpest in Nutzgeflügelbestände.

Darüber hinaus erinnert die Region Hannover alle Geflügelhalter an die Pflicht zur Registrierung ihrer Bestände – auch private Kleinhaltungen müssen gemeldet sein. Neuanmeldungen können telefonisch oder per E-Mail erfolgen.

Zur Eindämmung der Vogelgrippe weist die Region außerdem auf die Bedeutung von Hygienemaßnahmen in allen Haltungen hin. Tierhalter sollen direkten Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln vermeiden und Stallzugänge regelmäßig reinigen und desinfizieren.

Feuerwehrkräfte aus Isernhagen im Einsatz

Feuerwehr löscht Sauna-Brand im Keller eines Wohnhauses

27. Oktober 2025/in Region Hannover

Rund 65 Einsatzkräfte verhindern Ausbreitung des Feuers.

ISERNHAGEN (redu) – Ein Kellerbrand in einem Einfamilienhaus in Isernhagen N.B. hat am Montagmittag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Der Brand, der in einer Sauna ausgebrochen war, konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand.

Gegen 13:03 Uhr wurde die Feuerwehr Isernhagen zu einem Brand in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Isernhagen N.B. alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar, die den Verdacht eines Kellerbrandes bestätigte.

Nach Angaben der Bewohnerin war das Feuer in der Sauna des Hauses ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich keine Personen mehr im Gebäude.

Zwei Angriffstrupps gingen unter Atemschutz in das Haus vor und nahmen die Brandbekämpfung auf. Bereits um 13:30 Uhr konnte Einsatzleiter Henrik Steinberg „Feuer aus“ melden.

Um eine weitere Gefährdung auszuschließen, kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Kellerbereich mit Wärmebildkameras und führten Nachlöscharbeiten durch. Das Gebäude wurde anschließend belüftet, um verbliebenen Rauch zu entfernen.

Insgesamt waren etwa 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren Altwarmbüchen, Isernhagen N.B., Isernhagen H.B., Isernhagen F.B., Isernhagen K.B. sowie Neuwarmbüchen beteiligt. Zusätzlich waren zwei Rettungswagen vor Ort, mussten jedoch keine Verletzten versorgen.

Die Einsatzdauer zog sich am Nachmittag noch über mehrere Stunden hin. Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit nicht vor.

Verkehrsunfall bei Sehnde

Transporter prallt bei Sehnde gegen Baum – eine Person verletzt

26. Oktober 2025/in Region Hannover

Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz nach eCall-Meldung bei Sehnde.

SEHNDE (redu) – Am Samstagnachmittag ist auf der Landstraße 410 zwischen Sehnde und Bolzum ein Transporter verunglückt. Eine Person wurde verletzt, zwei weitere Insassen blieben unverletzt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich, dass ein MAN-Transporter nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt war. Das Fahrzeug kam anschließend in einem Graben zum Stehen. Eine Person wurde außerhalb des Fahrzeugs vom Rettungsdienst versorgt. Zwei weitere Insassen blieben unverletzt.

Die Feuerwehr unterstützte die medizinische Versorgung, indem sie mithilfe einer Rettungsplattform eine provisorische Brücke über den Graben errichtete. So konnte ein sicherer Zugang zur Einsatzstelle hergestellt werden. Außerdem stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher, klemmten die Fahrzeugbatterie ab und fingen auslaufende Betriebsstoffe auf.

Da Betriebsstoffe in den Boden gelangten, wurde die untere Wasserbehörde der Region Hannover hinzugezogen. Sie übernahm die weiteren Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.

Zur Unfallursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Sehnde, Ilten und Bolzum sowie der Rettungsdienst.

Ein installiertes Notrufsystem eCall löst bei schweren Verkehrsunfällen automatisch einen Notruf an die nächstgelegene Leitstelle aus und übermittelt Standort- und Fahrzeugdaten. So kann Hilfe auch dann erfolgen, wenn Insassen nicht mehr in der Lage sind, selbst den Notruf abzusetzen.

 

Vogelgrippe bei Wildgänsen in Lehrte nachgewiesen – Wildgaense Vogelgrippe

Vogelgrippe bei Wildgänsen in Lehrte nachgewiesen

22. Oktober 2025/in Region Hannover

Region Hannover ruft Geflügelhalter zu Vorsicht auf.

REGION HANNOVER (redu) – In Lehrte ist bei Wildgänsen die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Untersuchungen bestätigten den Befund der Hochpathogenen Aviären Influenza. Auch an weiteren Fundorten in der Region werden tote Vögel untersucht.

An den Zuckerfabriksteichen in Lehrte ist bei Wildgänsen die Vogelgrippe festgestellt worden. Nach Angaben der Region Hannover ergab die Untersuchung verendeter Tiere einen Seuchenbefund. Weitere tote Vögel wurden im Bereich Lehrte, am Altwarmbüchener See und im Neustädter Raum gefunden. Diese werden derzeit noch untersucht.

Die Region Hannover steht in engem Austausch mit den betroffenen Kommunen, in denen die Tiere entdeckt wurden.

Das Virus ist für Menschen und Haustiere wie Hunde und Katzen nach Angaben der Region Hannover ungefährlich. Nur bei sehr engem Kontakt könne eine Ansteckung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet in der Regel nicht statt.

Wer ein verendetes Tier findet, soll es nicht anfassen, da die Tiere auch andere Krankheiten übertragen könnten. Tote Wildvögel, insbesondere Wasservögel und Greifvögel, sind dem Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover zu melden – telefonisch unter 0511-61622095 oder per E-Mail an fbvv@region-hannover.de.

Das Virus wird direkt von Tier zu Tier übertragen. Besonders wildlebende Wasservögel gelten als häufige Überträger und können das Virus über große Entfernungen verbreiten. Auch eine indirekte Übertragung über Menschen, Fahrzeuge, Futter oder Geräte ist möglich. Personen können das Virus über nicht gereinigte Kleidung, Schuhe oder Hände weiterverbreiten.

Um die Einschleppung des Virus in Geflügelbestände zu verhindern, ruft die Region Hannover Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter zu erhöhter Wachsamkeit und Einhaltung von Hygienemaßnahmen auf. Dazu gehören das Tragen von Schutzkleidung, das Wechseln des Schuhwerks beim Betreten und Verlassen des Stalls sowie gründliches Händewaschen.

Der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln soll vermieden werden. Geflügel darf nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. Futter, Einstreu und Gegenstände mit Tierkontakt müssen sicher aufbewahrt werden. Außerdem darf kein Oberflächenwasser verwendet werden, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Die Region Hannover lässt weiterhin tote Wildvögel untersuchen. Sollte sich die Zahl der positiven Funde erhöhen, kündigte die Behörde weitere Maßnahmen an.

Unfallübung

Realistische Unfallübung in Ahlten stärkt Zusammenarbeit

22. Oktober 2025/in Region Hannover

Feuerwehr Ahlten trainiert mit DRK und Maltesern den Ernstfall bei Verkehrsunfällen.

AHLTEN (redu) – Feuerwehr und Rettungsdienste haben am 18. Oktober 2025 in Ahlten den Ernstfall geprobt. Bei einer realistisch gestalteten Übung trainierten Einsatzkräfte und Auszubildende die gemeinsame Rettung von Unfallopfern nach einem schweren Verkehrsunfall.

Am Samstag, 18. Oktober 2025, trafen sich Mitglieder der Ortsfeuerwehr Ahlten mit Auszubildenden des Deutschen Roten Kreuzes von der Rettungswache Neustadt und mit Auszubildenden der Malteser von der Rettungswache Königslutter sowie deren Praxisanleitern zu einem gemeinsamen Übungsdienst auf dem Gelände der Feuerwehr Ahlten.

Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu trainieren. Auf dem Übungsgelände wurde dazu ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw mit vier verletzten Personen simuliert. Die Darsteller wurden zuvor von Mitgliedern der realistischen Unfalldarstellung mit täuschend echt wirkenden Verletzungen geschminkt.

Während der Übung lag der Schwerpunkt auf der Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Feuerwehr übernahm die technische Rettung und befreite die eingeschlossenen Personen mithilfe hydraulischer Geräte wie Schere und Spreizer. Die Auszubildenden des Rettungsdienstes kümmerten sich parallel um die medizinische Erstversorgung und die Überwachung der Patienten.

Anhand der Verletzungsmuster und Vitalfunktionen entschieden die Teams, ob eine schonende Rettung oder eine sogenannte Sofort-Rettung notwendig war. Diese Vorgehensweise wird in der Realität angewendet, wenn die Verletzungen so schwer sind, dass der Patient möglichst schnell befreit werden muss.

Für viele der Auszubildenden war dies die erste praktische Erfahrung in einer solchen Lage. Sie erhielten direktes Feedback ihrer Praxisanleiter und konnten die technischen Geräte der Feuerwehr kennenlernen und selbst einsetzen. Auch für die Feuerwehr war der gemeinsame Dienst lehrreich, da der Rettungsdienst diesmal nicht nur symbolisch, sondern aktiv mit klaren Anweisungen eingebunden war.

Alle Teilnehmenden zogen ein positives Fazit. Die gemeinsame Übung vermittelte wertvolle Erkenntnisse und stärkte das gegenseitige Verständnis. Künftig sollen alle Beteiligten von den gewonnenen Erfahrungen profitieren.

Beteiligt waren die Ortsfeuerwehr Ahlten mit zwölf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen, die Rettungsdienstorganisationen mit fünf Praxisanleitern, zehn Auszubildenden und vier Rettungswagen sowie die realistische Unfalldarstellung mit sechs Personen und vier „Patienten“.

Brennender LKW

Laster in Flammen: A7 bei Mellendorf stundenlang dicht

15. Oktober 2025/in Region Hannover

Brand auf Standstreifen führt zu Stau und Sperrung bis in den Nachmittag.

BURGWEDEL (redu) – Auf der A7 zwischen dem Autobahndreieck Hannover-Nord und Mellendorf ist am Mittwochmorgen ein Lastwagen in Brand geraten. Das Feuer führte zu einer stundenlangen Sperrung der Fahrbahn in Richtung Hamburg und verursachte erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Während der Sperrung mussten Autofahrende mit deutlichen Verzögerungen rechnen. Der Rückstau reichte zeitweise bis Großburgwedel und löste sich erst am Nachmittag wieder auf. Auch auf der A352 kam es im Bereich der Anschlussstelle zur A7 zu mehreren Kilometern Stau.

Nach Angaben der Polizei Hannover brannte der Lastwagen auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Hamburg. Das Feuer griff teilweise auf das angrenzende Buschwerk über. Die Feuerwehr Großburgwedel wurde gegen 9 Uhr alarmiert und konnte die Flammen rund 45 Minuten später löschen. Insgesamt waren etwa 40 Einsatzkräfte aus Großburgwedel, Kleinburgwedel, Thönse und Fuhrberg beteiligt.

Die Fahrbahn blieb zunächst gesperrt, da geprüft werden musste, ob eine nahegelegene Fußgängerbrücke durch die Hitze beschädigt wurde. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer den Lkw aufgrund eines technischen Defekts auf dem Standstreifen gestoppt. Er blieb unverletzt.

Gegen 16:00 Uhr konnten zwei Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben werden, kurz darauf war die Autobahn vollständig befahrbar. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag an.

Gefahrgutübung der Feuerwehr

Gefahrguteinheiten trainieren gemeinsamen Ernstfall

11. Oktober 2025/in Region Hannover

Einsatzkräfte aus Neustadt und Landkreis Nienburg trainieren Zusammenarbeit bei Gefahrgutunfall.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu) – Blaulichter und Feuerwehrfahrzeuge erhellten am Freitagabend den Platz rund um den Neustädter Bauhof: Die Gefahrguteinheiten der Feuerwehr Neustadt und des Landkreises Nienburg führten dort eine gemeinsame Übung durch, um ihre Zusammenarbeit im Ernstfall weiter zu stärken.

Bei der regelmäßig stattfindenden Ausbildungseinheit bereiteten Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Neustadt eine praxisnahe Übung vor. Als Szenario galt ein Unfall bei Ladearbeiten an einem Lkw, bei dem mehrere Fässer mit gefährlichen Stoffen verrutschten und teilweise Leck schlugen. Zusätzlich trat aus einem beschädigten 1.000-Liter-Behälter eine unbekannte Flüssigkeit aus. Der Fahrer, dargestellt durch einen Dummy, wurde unter einem Fass eingeklemmt.

Die zuerst eintreffenden Kräfte der Ortsfeuerwehr Neustadt verschafften sich rasch einen Überblick und leiteten nach der sogenannten GAMS-Regel die ersten Maßnahmen ein: Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung und Spezialkräfte nachfordern. Ein Atemschutztrupp übernahm die schnelle Rettung des Fahrers, während gleichzeitig ein Absperrbereich eingerichtet und die Gefahrguteinheiten des ABC-Zuges Neustadt sowie des Landkreises Nienburg alarmiert wurden.

Nach Eintreffen der Gefahrgutspezialisten begann ein standardisierter Ablauf. Dazu gehörten der Aufbau einer Sammelstelle für Trupps in Chemikalienschutzanzügen (CSA), eine Dekontaminationsstelle zum Reinigen und sicheren Ablegen der Anzüge sowie ein Materialsammelplatz. An der Absperrgrenze wurde ein dreiteiliger Löschangriff vorbereitet.

Chemieschutzanzug

Chemieschutzanzug (CSA) © Feuerwehr

Mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen übernahmen anschließend die Arbeiten im Gefahrenbereich. Sie dichteten Leckagen ab, sicherten Gullyeinläufe, bargen beschädigte Fässer und kontrollierten die Einsatzstelle auf weitere Gefahrenquellen. Der Einsatz unter CSA erfordert besondere Planung: Die Trupps können nur rund 20 Minuten im Anzug arbeiten – inklusive Hin- und Rückweg zwischen Absperrgrenze und Einsatzort. Der Mindestabstand beträgt 50 Meter, kann aber je nach Stoffart und Witterung deutlich größer ausfallen.

Nach Abschluss der Arbeiten zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. Die Zusammenarbeit der Einheiten aus Neustadt und dem Landkreis Nienburg verlief reibungslos, alle Abläufe funktionierten planmäßig. Die Übung verdeutlichte den hohen Ausbildungsstand der Beteiligten. Weitere gemeinsame Dienste sind bereits in Vorbereitung.

Rettungswagen

Region Hannover plant neue Struktur im Rettungsdienst

11. Oktober 2025/in Region Hannover

Neuer Bedarfsplan stärkt Effizienz und Qualität im Rettungsdienst ab 2026.

HANNOVER (redu) – Die Region Hannover hat ihren Bedarfsplan für den Rettungsdienst fortgeschrieben. Ziel ist eine zukunftsfähige, effiziente und wirtschaftlich tragfähige Notfallversorgung. Der Fachausschuss stimmte dem Konzept einstimmig zu, die Regionsversammlung soll im November entscheiden.

Region Hannover. Wer im Notfall den Rettungsdienst ruft, erwartet schnelle und zuverlässige Hilfe – unabhängig vom Wohnort. Damit dieser Anspruch auch künftig erfüllt werden kann, hat die Region Hannover als Trägerin des Rettungsdienstes ihren Bedarfsplan aus dem Jahr 2022 überarbeitet. Der Ausschuss für Feuerschutz, Rettungswesen und allgemeine Ordnungsangelegenheiten gab am 9. Oktober einstimmig seine Zustimmung. Die endgültige Entscheidung trifft die Regionsversammlung am 11. November. Der neue Plan soll zum 1. Januar 2026 gelten.

„Unsere Priorität ist und bleibt eine schnelle und hochwertige Hilfe für alle Menschen in medizinischen Notfällen“, erklärte Christine Karasch, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz. Der neue Bedarfsplan bilde die Grundlage, um die rettungsdienstliche Versorgung effizient, transparent und wirtschaftlich weiterzuentwickeln.

Gezielter Einsatz der Ressourcen

Ein zentrales Element ist die stärkere Nutzung des Notfallkrankentransportwagens (NKTW). Dieses Fahrzeug übernimmt nicht zeitkritische Notfalltransporte und entlastet die Rettungstransportwagen (RTW). Seit 2024 sind die NKTW im Einsatz und decken derzeit rund ein Drittel dieser Transporte ab. Künftig soll dieser Anteil deutlich steigen, damit die RTW konsequent für akute Notfälle bereitstehen.

Die Einsatzstatistik zeigt einen klaren Trend: Seit 2022 haben die zeitkritischen Einsätze um rund zwei Prozent zugenommen, die nicht zeitkritischen um 3,7 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der Einsätze in der Notfallrettung von 84.999 im Jahr 2022 auf 87.133 im Jahr 2024.

Ab 2026 soll die Wochenstunden-Vorhaltung im Rettungsdienst insgesamt um etwa 3,5 Prozent steigen. Besonders deutlich fällt der Ausbau bei den NKTW aus – von derzeit 420 auf künftig 1.002 Wochenstunden. Die RTW-Vorhaltung sinkt leicht, bleibt aber auf hohem Niveau. Die zusätzlichen Kosten werden 2026 vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen und Unfallversicherungsträgern übernommen.

Neue Leitstellenstruktur geplant

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der geplanten Einführung einer standardisierten und strukturierten Notrufabfrage (SSNA) in der Regionsleitstelle, die gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover betrieben wird. Sie soll die Zuordnung von Rettungsmitteln verbessern und eine präzisere Priorisierung von Einsätzen ermöglichen. Dadurch können zeitkritische, nicht zeitkritische und sogenannte Low-Level-Einsätze besser unterschieden werden. Das soll die Effizienz erhöhen und die Qualität der Versorgung sichern.

Zur Einführung der SSNA läuft derzeit ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Universität Maastricht, das zusammen mit der Landeshauptstadt und den Kostenträgern durchgeführt wird. Der Abschluss ist für Ende des Jahres geplant, anschließend soll die Umsetzung beginnen.

Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen

Die Fortschreibung des Bedarfsplans wurde in enger Abstimmung mit den Leistungserbringern – dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) – erarbeitet. Alle Partner verfolgen das gemeinsame Ziel, die Qualität und Wirtschaftlichkeit des Rettungsdienstes langfristig zu sichern.

Die Vertreter der Hilfsorganisationen betonten die Bedeutung gemeinsamer Strategien und moderner Strukturen. Torsten Bierbrauer (JUH) erklärte: „Mit der Fortschreibung des Bedarfsplans bauen wir die Zusammenarbeit aller Partner weiter aus. Uns ist wichtig, dass die Versorgung auch in Spitzenzeiten gesichert bleibt – dafür brauchen wir innovative Konzepte und eine enge Verzahnung mit anderen Bereichen des Gesundheitswesens.“

Anton Verschaeren (DRK) hob die Rolle der Leitstelle hervor: „Verlässliche Rettung beginnt mit einer präzisen und fundierten Entscheidung in der Rettungsleitstelle. Nur durch klare Strukturen und verantwortungsbewussten Einsatz unserer Ressourcen können wir Leben schützen, das Vertrauen der Menschen stärken und die Zukunft der Notfallversorgung sichern.“

Florian Soot (ASB) betonte den Nutzen der geplanten SSNA: „Die klare Trennung von zeitkritischen und nicht zeitkritischen Notfällen – und damit der differenzierte Einsatz von Rettungsmitteln – ist ein zentraler Schritt, um die Notfallversorgung zukunftsfähig aufzustellen. Sie gewährleistet, dass Hilfe effizient dorthin gelangt, wo sie am dringendsten benötigt wird.“

Fachkräfte und ergänzende Angebote

Ein zentrales Thema bleibt der Fachkräftemangel. Nach Angaben der Region Hannover ist die Ausbildung und Gewinnung von Notfallsanitäterinnen, Notfallsanitätern und Rettungssanitäterinnen eine große Herausforderung. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass steigende Einsatzzahlen nicht dauerhaft allein durch zusätzliche Vorhaltekapazitäten aufgefangen werden können. Auch ambulante und stationäre Versorgungsstrukturen müssten gestärkt werden, um den Rettungsdienst zu entlasten.

Zum Abschluss erinnert die Region an die richtige Wahl der Notrufnummer: Bei akuter Lebensgefahr gilt die 112, bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117. So bleiben die Kapazitäten für echte Notfälle verfügbar.

Vorstellung Kandidaten Dezernenten Region Hannover

Steffen Krach stellt Kandidierende für Dezernate vor

8. Oktober 2025/in Region Hannover

Kandidierende für die Dezernate I, II und VI der Region Hannover vorgestellt.

REGION HANNOVER (redu) – In der Regionsverwaltung stehen mehrere Führungswechsel bevor. Regionspräsident Steffen Krach hat drei Kandidierende für die Leitung der Dezernate I, II und VI vorgeschlagen und sie in einer Pressekonferenz vorgestellt.

In der Regionsverwaltung Hannover stehen personelle Veränderungen an. Regionspräsident Steffen Krach hat drei Personen für die Leitung von Dezernaten vorgeschlagen, die in den kommenden Jahren neu besetzt werden sollen. Die Vorschläge betreffen das Dezernat I für Öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz, das Dezernat II für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend sowie das neu geschaffene Dezernat VI für Bildung, Kultur und Baumanagement.

Krach betonte in der Vorstellung, dass sich die Regionsverwaltung derzeit in einer Umbruchsphase befinde. Man wolle Prozesse modernisieren und die Verwaltung digitaler gestalten. Vor diesem Hintergrund sei es entscheidend, erfahrene und führungsstarke Persönlichkeiten zu gewinnen. Mit den drei Kandidierenden – Torben Klant, Anne Spiegel und Isabella Gifhorn – wolle er genau dies sicherstellen.

Dezernat I: Öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz

Für das Dezernat I schlägt Krach den 49-jährigen Juristen Torben Klant vor. Klant leitet seit 2017 die Zentrale Steuerung der Region Hannover und ist dort unter anderem für Strategie, Verwaltungssteuerung und die Betreuung politischer Gremien verantwortlich. Zuvor arbeitete er als Leiter der Rechtsabteilung der Niedersächsischen Bürgschaftsbank und als Justiziar bei der Sparkasse Hannover.

Klant erklärte, er wolle gemeinsam mit den Mitarbeitenden eine verlässliche Verwaltung gestalten, die auch in Krisen handlungsfähig bleibt. Sollte die Regionsversammlung zustimmen, würde er im Mai 2026 die Nachfolge von Christine Karasch antreten.

Dezernat II: Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend

Als Leiterin des Dezernats II schlägt Krach die 44-jährige Anne Spiegel vor. Spiegel war unter anderem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Ministerin in Rheinland-Pfalz für Familie, Integration, Umwelt und Energie. Derzeit arbeitet sie als Chief Operating Officer beim Chat-Beratungsangebot „krisenchat“.

Spiegel betonte, das Dezernat decke Themen ab, für die sie auch in ihren früheren Ämtern Verantwortung getragen habe. Sie wolle die bestehende Arbeit im Sozialbereich fortsetzen und weiterentwickeln. Auch sie würde die Nachfolge der amtierenden Dezernentin Dr. Andrea Hanke übernehmen, deren Amtszeit im Mai 2026 endet.

Dezernat VI: Bildung, Kultur und Baumanagement

Für das neue Dezernat VI schlägt Krach Isabella Gifhorn vor. Die 49-jährige Architektin ist derzeit Erste Stadträtin und Stadtbaurätin in Langenhagen. Zuvor war sie in leitenden Funktionen bei den Städten Hameln und Göttingen tätig.

Gifhorn erklärte, sie sehe im neuen Dezernat eine Chance, moderne Bildungs- und Kulturorte zu schaffen und so den Zusammenhalt in der Region zu stärken. Das Dezernat startet am 1. Januar 2026. Bereits seit Juni arbeiten die Fachbereiche, die künftig dazugehören, direkt beim Regionspräsidenten an der Vorbereitung der neuen Strukturen.

Weitere Schritte

Über die drei Personalvorschläge wird die Regionsversammlung am 11. November entscheiden. Dort werden sich die Kandidierenden auch persönlich vorstellen. Nach Zustimmung sollen sie jeweils für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt werden.

Regionspräsident Krach zeigte sich zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Personen breite Zustimmung finden werden. Ziel sei es, gemeinsam mit der Regionsversammlung und den Fraktionen die Verwaltung zukunftsfest aufzustellen und die Region Hannover weiterzuentwickeln.

Dachstuhlbrand Altwarmbüchen

Feuer in Einfamilienhaus in Altwarmbüchen

7. Oktober 2025/in Region Hannover

Feuerwehr öffnet Dach – Feuer schnell unter Kontrolle gebracht.

ALTWARMBÜCHEN (redu) – Am Montag, 6. Oktober 2025, wurde die Feuerwehr Altwarmbüchen zu einem Brand in einem Einfamilienhaus alarmiert. Eine starke Rauchentwicklung war bereits auf der Anfahrt sichtbar. Personen befanden sich nicht im Gebäude.

Gegen 13:36 Uhr ging bei der Feuerwehr Altwarmbüchen der Alarm zu einem Brand in einem Einfamilienhaus ein. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der zunächst unklaren Lage erhöhte Einsatzleiter Stefan Karsten die Alarmstufe auf B2. Diese Einstufung bedeutet einen Brand mittlerer Gefährdungslage und sieht den Einsatz zusätzlicher Kräfte und Spezialfahrzeuge vor.

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen im Gebäude. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt, um die Sicherheit von Anwohnern und Einsatzkräften zu gewährleisten. Mit Unterstützung der Drehleiter öffneten die Feuerwehrleute Teile des Daches, um an den Brandherd zu gelangen. Auf diese Weise konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden.

Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte sowie zwei Rettungswagen im Einsatz. Vor Ort waren die Feuerwehr Altwarmbüchen, der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Isernhagen N.B., die Feuerwehr Neuwarmbüchen und die Feuerwehr Kirchhorst-Stelle. Nach Abschluss der Löscharbeiten führten die Einsatzkräfte Nachkontrollen durch, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Dank des schnellen und koordinierten Vorgehens konnte ein größerer Gebäudeschaden verhindert werden. Angaben zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit nicht vor.

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