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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Mutter mit Baby

Neue Babylotsinnen sollen Familien frühzeitig unterstützen

14. November 2025/in Region Hannover

Jugendhilfeausschuss beschließt Ausbau der Angebote rund um Geburt und frühe Hilfen.

REGION HANNOVER (redu) In der Region Hannover erleben viele Mütter und Väter nach der Geburt psychische Belastungen, die die Eltern-Kind-Bindung beeinträchtigen können. Um betroffene Familien frühzeitig zu unterstützen, baut die Region ihre Angebote aus und setzt verstärkt auf Babylotsinnen an drei Klinikstandorten.

Psychische Belastungen nach der Geburt treffen in Deutschland etwa 15 Prozent der Mütter. Für die Region Hannover bedeutet das jährlich rund 800 betroffene Frauen, hinzu kommen nicht diagnostizierte Fälle und belastete Väter. Die Folgen können die Bindung zum Kind beeinträchtigen und langfristig die Entwicklung beeinflussen. Die Region sieht hier Handlungsbedarf und will Familien frühzeitig erreichen. Regionspräsident Steffen Krach betont, dass die Angebote Mut machen sollen, Unterstützung anzunehmen.

Der Jugendhilfeausschuss hat am 13. November einstimmig beschlossen, die Beratung durch Babylotsinnen an drei Standorten des Klinikums Region Hannover auszubauen. Ab dem kommenden Jahr sollen in Gehrden, Großburgwedel und Neustadt zusätzliche Kräfte eingesetzt werden. Für die Jahre 2025 bis 2028 plant die Region dafür Fördermittel in Höhe von rund 770.000 Euro. Nach Angaben von Jugenddezernentin Andrea Hanke schaffen die Babylotsinnen eine direkte Verbindung zwischen Klinik und Hilfsangeboten und können Belastungen früh wahrnehmen.

Neben der Beratung in den Kliniken unterstützt seit 2024 ein Gruppenangebot des Trägers Notruf Mirjam psychisch belastete Mütter und Väter. Dort können Betroffene in geschütztem Rahmen Erfahrungen austauschen. Ergänzend stehen die Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region, Selbsthilfegruppen, psychiatrische Sprechstunden und das Hausbesuchsprogramm der Frühen Hilfen zur Verfügung. Über die Plattform der Frühen Hilfen annehilft.region-hannover.de lassen sich passende Angebote schnell finden. Fachkräfte werden zudem durch Weiterbildungen der Region für das Thema sensibilisiert. Am 12. Dezember treffen sich Expertinnen und Experten beim Fachtag im Regionshaus.

Ein weiteres Element der Präventionsarbeit ist der neu überarbeitete Schwangerschaftswegweiser der Region. Die Broschüre umfasst rund 130 Seiten und fasst Informationen zu medizinischen Fragen, finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten in psychischen Krisen zusammen. Der Wegweiser wird kostenlos in gynäkologischen Praxen und Beratungsstellen ausgegeben und steht online in zehn Sprachen zur Verfügung. Ergänzende Inhalte vermittelt der Podcast „Chancenreich“.

Deutschlandticket

Region Hannover passt D-Ticket-Preise an

11. November 2025/in Region Hannover

Ab 1. Januar 2026 gelten neue Preise für Job-, Sozial- und Ehrenamtstickets.

HANNOVER (redu) – Zum Jahresbeginn 2026 steigen die Preise für die subventionierten Deutschlandticket-Varianten in der Region Hannover. Grund ist die bundesweite Erhöhung des Ticketpreises von 58 auf 63 Euro. Die Region gibt die Mehrkosten an die Abonnent*innen weiter, behält ihre Zuschüsse jedoch bei.

Die Regionsversammlung hat am Dienstag beschlossen, die bestehenden Zuschüsse zum Deutschlandticket beizubehalten, zugleich aber die bundesweite Preiserhöhung an die Kund*innen weiterzugeben. Damit reagiert die Region Hannover auf den Beschluss von Bund und Ländern, den Preis des Deutschlandtickets zum 1. Januar 2026 von 58 auf 63 Euro anzuheben.

Die Anpassung betrifft vor allem die vergünstigten Varianten, die die Region Hannover seit 2023 mit eigenen Mitteln fördert. Für Job-, Sozial-, Jugend- und Ehrenamtstickets bedeutet das jeweils einen Aufschlag von fünf Euro. Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten ein Jobticket ermöglichen, zahlen weiterhin den bisherigen Beitrag.

Nach der neuen Regelung gelten ab 1. Januar 2026 folgende Preise:
– Deutschlandticket ohne Zuschuss: 63 Euro (bisher 58 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Job: 34,95 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Job Azubi: 15 Euro (bisher 13 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Jugend: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Sozial: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)
– Deutschlandticket Hannover Ehrenamt: 35,40 Euro (bisher 30,40 Euro)

Mit ihren Zuschüssen trägt die Region Hannover weiterhin dazu bei, dass die regionalen Ticketvarianten deutlich günstiger bleiben als das bundesweite Basisticket. Seit Einführung des Deutschlandtickets im Jahr 2023 hat die Region durch eigene Mittel besonders niedrige Preise ermöglicht. Insgesamt stellt sie dafür jährlich rund 11 Millionen Euro bereit. Die Jugendnetzkarte und das Sozialticket schlagen mit weiteren rund 15 Millionen Euro zu Buche.

Die Bundesländer und der Bund hatten sich am 18. September 2025 in München auf die Preisanhebung verständigt. Grund sind gestiegene Kosten im öffentlichen Nahverkehr. Die bisherige gemeinsame Finanzierung von jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bleibt bestehen. Ab dem Jahr 2027 soll der Preis des Deutschlandtickets jährlich indexbasiert angepasst werden.

Vorstellung Kandidaten Dezernenten Region Hannover

Drei neue Dezernentinnen und Dezernenten gewählt

11. November 2025/in Region Hannover

Klant, Spiegel und Gifhorn übernehmen ab 2026 zentrale Aufgaben.

HANNOVER (redu) – Die Regionsversammlung hat am Dienstag drei neue Regionsrät*innen gewählt. Die Abgeordneten stimmten nach der offiziellen Vorstellung der Kandidierenden geheim über die Wahlbeamt*innen ab und folgten den Vorschlägen von Regionspräsident Steffen Krach. Isabella Gifhorn leitet ab 1. Januar 2026 das neue Dezernat VI. Zum 15. Mai 2026 übernehmen Torben Klant das Dezernat I und Anne Spiegel das Dezernat II.

Die Regionsversammlung der Region Hannover hat am Dienstag drei neue Regionsrät*innen gewählt. Die Entscheidung fiel in geheimer Abstimmung nach der offiziellen Vorstellung der Kandidierenden. Die Mitglieder des Gremiums folgten mit ihrer Zustimmung den Vorschlägen von Regionspräsident Steffen Krach.

Zum 1. Januar 2026 übernimmt Isabella Gifhorn das neu gegründete Dezernat VI für Bildung, Kultur und Baumanagement. Die zugehörigen Fachbereiche und Teams sind derzeit im Dezernat des Regionspräsidenten angesiedelt und werden zum Start des neuen Dezernats gebündelt.

Zum 15. Mai 2026 erfolgen die weiteren Wechsel an der Dezernatsspitze. Torben Klant tritt die Leitung des Dezernats I für öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz an. Er folgt damit auf Christine Karasch.

Ebenfalls zum 15. Mai 2026 übernimmt Anne Spiegel das Dezernat II. Dieses Dezernat verantwortet die Themen Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend. Spiegel folgt auf Dr. Andrea Hanke.

Gifhorn ist seit drei Jahren amtierende Erste Stadträtin und Stadtbaurätin in Langenhagen. Zuvor leitete die 49-jährige studierte Architektin den Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Hameln und war Fachdienstleiterin Bauordnung, Denkmalschutz und Archäologie bei der Stadt Göttingen.

Klant leitet seit 2017 die Zentrale Steuerung der Region Hannover. In dieser Funktion verantwortet er Strategie, Verwaltungssteuerung, Kommunalaufsicht und die Betreuung der politischen Gremien. Zuvor war er unter anderem Leiter der Rechtsabteilung der Niedersächsischen Bürgschaftsbank und Justiziar bei der Sparkasse Hannover. Aufgewachsen ist er in Wunstorf, wo er bis heute lebt.

Spiegel arbeitete zuletzt als COO bei krisenchat, einem professionellen Chat-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Situationen. Davor hatte sie mehrere politische Ämter auf Landes- und Bundesebene inne, darunter als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Rheinland-Pfalz war sie zudem Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität und stellvertretende Ministerpräsidentin.

Die Amtszeit der neuen Dezernent*innen ist auf acht Jahre festgelegt. Das regelt das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Die Kandidierenden wurden der Öffentlichkeit Anfang Oktober vorgestellt, nachdem die Regionsversammlung im Mai dieses Jahres der Neugründung eines Dezernats sowie der Ausschreibung der drei Dezernatsleitungen zugestimmt hatte.

Hinweis zur Vorlage: In den Angaben findet sich eine Unstimmigkeit. Einerseits ist von einem neu gegründeten „Dezernat VI“ die Rede, im Hintergrundteil wird die „Neugründung des Dezernats IV“ erwähnt. Die Bezeichnung des neuen Dezernats sollte vor Veröffentlichung geklärt werden.

Erinnerung an die Toten vom Ahrtal vor dem Opernhaus.

Protest gegen Spiegels geplante Ernennung

8. November 2025/in Region Hannover

Demonstrierende erinnern mit Holzkreuzen an Flutopfer im Ahrtal.

HANNOVER (redu) – Rund 50 Menschen haben am Samstag vor dem Opernhaus Hannover gegen die geplante Ernennung der früheren Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) zur Sozialdezernentin der Region Hannover protestiert. Die Aktion erinnerte mit 135 Holzkreuzen an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021.

Rund 50 Demonstrierende versammelten sich am 8. November vor dem Opernhaus Hannover, um gegen die geplante Ernennung von Anne Spiegel zur Sozialdezernentin der Region Hannover zu protestieren. Auf dem Opernplatz stellten sie 135 Holzkreuze und Grablichter auf – als Symbol für die Todesopfer der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021.

Die Aktion richtete sich gegen die Rückkehr der früheren Grünen-Politikerin in ein politisches Amt. Spiegel, die 2021 als Umweltministerin von Rheinland-Pfalz für das Katastrophenschutzressort zuständig war, stand nach der Flut im Ahrtal massiv in der Kritik. Ihr Rücktritt als Bundesfamilienministerin im April 2022 erfolgte nach öffentlichem Druck, als bekannt wurde, dass sie während der Krise mit ihrer Familie Urlaub gemacht hatte.

Regionspräsident Steffen Krach (SPD) hat Spiegel für das Dezernat „Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend“ vorgeschlagen. Die Wahl durch die Regionsversammlung ist für den 11. November geplant. Spiegel soll damit Nachfolgerin von Sozialdezernentin Petra Mundt werden, die im Frühjahr 2025 in den Ruhestand gegangen war.

Nach Angaben der Organisatoren der Kundgebung sei es „nicht hinnehmbar“, dass eine Politikerin mit einer solchen Vorgeschichte erneut in eine verantwortliche Verwaltungsposition berufen werde. Sie forderten eine umfassende Aufarbeitung der damaligen Entscheidungsprozesse und eine klare politische Verantwortung.

Hintergrund der Proteste: Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 starben mindestens 135 Menschen, mehr als 700 wurden verletzt. Fehlende Warnsysteme und Kommunikationsprobleme zwischen Behörden hatten zu schwerwiegenden Versäumnissen geführt.

Übung in U-Bahn-Station

Sehnder Feuerwehren üben in stillgelegter U-Bahn-Station

6. November 2025/in Region Hannover

ÜSTRA ermöglicht außergewöhnliche Übung in der Station D.

HANNOVER/SEHNDE (redu) – Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Sehnde haben in einer stillgelegten U-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof Hannover geübt. Insgesamt 49 Einsatzkräfte trainierten dort den Atemschutzeinsatz unter realitätsnahen Bedingungen.

Einen außergewöhnlichen Ausbildungsdienst absolvierten kürzlich die Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar, Rethmar, Klein Lobke und Mehrum. Insgesamt 49 Feuerwehrangehörige aus dem Stadtgebiet Sehnde und dem Nachbarlandkreis Peine nahmen an einer besonderen Übung teil, zu der die Verkehrsbetriebe ÜSTRA Hannover eingeladen hatten.

Schauplatz war die Station D, eine nie in Betrieb genommene U-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof Hannover. Sie bot ideale Bedingungen, um unter realitätsnahen, aber sicheren Umständen zu trainieren. In der vollständig abgedunkelten Anlage mussten die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten vorgehen und sich in einer unbekannten Umgebung orientieren.

Auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren eingebunden: Sie übernahmen die Rolle von Personen, die aus der Station gerettet werden mussten. Das Übungsszenario verlangte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern präzise Kommunikation, Teamarbeit und umsichtiges taktisches Vorgehen ab.

Ziel des Ausbildungsdienstes war es, die Orientierung und Zusammenarbeit im Atemschutzeinsatz zu verbessern – insbesondere unter schwierigen Sicht- und Raumverhältnissen. Das Training wurde von Ausbildern der beteiligten Ortsfeuerwehren begleitet und von der ÜSTRA unterstützt, die den Zugang zur Station ermöglichte und die Sicherheitsmaßnahmen überwachte.

Am Ende zeigten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden. Die Übung stärkte nicht nur die Einsatzfähigkeit unter herausfordernden Bedingungen, sondern auch den kameradschaftlichen Zusammenhalt über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg.

Flughafen Hannover

Drohnensichtung stoppt Flugbetrieb in Hannover

6. November 2025/in Region Hannover

Drei Umleitungen, zahlreiche Verspätungen und laufende Ermittlungen.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu) – Eine Drohne hat am Mittwochabend den Flugbetrieb am Flughafen Hannover zeitweise lahmgelegt. Nach einer Sichtung durch einen Piloten wurde der Airport für rund 45 Minuten gesperrt. Drei Maschinen mussten umgeleitet werden, mehrere Flüge verspäteten sich deutlich.

Am Mittwochabend hat eine Drohne den Flugbetrieb am Flughafen Hannover-Langenhagen für etwa 45 Minuten unterbrochen. Gegen 22 Uhr meldete ein Pilot während des Landeanflugs ein unbemanntes Fluggerät über einem Industriegebiet in Flughafennähe. Daraufhin sperrte die Bundespolizei vorsorglich die Start- und Landebahnen.

Drei Passagiermaschinen mussten in andere Städte ausweichen, darunter Hamburg, Amsterdam und Köln/Bonn. Zahlreiche weitere Flüge verspäteten sich, einige Abflüge wurden zurückgehalten, bis der Luftraum wieder freigegeben war. Gegen 22:45 Uhr konnte der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben der Bundespolizei flog die Drohne offenbar über ein Gewerbegebiet nördlich des Flughafens. Die Sichtung erfolgte durch die Besatzung eines ankommenden Linienflugzeugs, die das Objekt in geringer Höhe bemerkte. Eine unmittelbare Gefährdung wurde ausgeschlossen, dennoch wurde der Flugbetrieb vorsorglich unterbrochen.

In der Nacht leitete die Bundespolizei Ermittlungen ein. Eine verantwortliche Person konnte bislang nicht identifiziert werden. Auch Hinweise auf die Herkunft der Drohne liegen derzeit nicht vor. Die Beamten prüfen, ob Videoaufnahmen oder Zeugenaussagen zur Aufklärung beitragen können.

Nach Angaben der Flughafenleitung gilt im Umfeld des Flughafens Hannover ein Flugverbot für Drohnen in einem Radius von 1,5 Kilometern. Das Betreiben solcher Geräte ohne Genehmigung kann als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr strafrechtlich verfolgt werden.

Der Vorfall reiht sich in mehrere ähnliche Ereignisse ein, die in den vergangenen Monaten an deutschen Flughäfen gemeldet wurden. Erst kürzlich führten Drohnensichtungen in Berlin und Bremen zu vorübergehenden Sperrungen. Luftfahrtverbände fordern daher seit Längerem den Einsatz technischer Systeme, um unerlaubte Drohnen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Infoabende

Digitale Infoabende zu Alkohol, Nikotin und Co.

3. November 2025/in Region Hannover

Sechs Online-Vorträge informieren über legale Suchtmittel und Risiken.

HANNOVER (redu) – Mit der digitalen Veranstaltungsreihe „Wissen was läuft – Rausch und Risiko“ informieren der Jugendschutz der Landeshauptstadt und Region Hannover sowie die Städte Langenhagen und Lehrte über legale Suchtmittel und deren Gefahren. Die Teilnahme an den sechs Online-Terminen ist kostenfrei.

Online-Reihe zu legalen Suchtmitteln

Lachgas, Alkohol, Nikotin oder Energy-Drinks – mit diesen legalen Substanzen kommen Jugendliche im Alltag häufig in Berührung. Ob beim Feiern, in der Schule oder im Freundeskreis: Der Konsum gilt oft als harmlos, kann aber schnell Risiken mit sich bringen.

Um aufzuklären und Wissen zu vermitteln, haben der Jugendschutz der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover sowie die Städte Langenhagen und Lehrte eine gemeinsame Informationsinitiative gestartet. Die digitale Veranstaltungsreihe „Wissen was läuft – Rausch und Risiko“ richtet sich an Erziehende, pädagogische Fachkräfte und Interessierte.

Sechs Abende, sechs Themen

Von November 2025 bis März 2026 finden insgesamt sechs Online-Termine statt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils dienstags um 18 Uhr und dauern rund 90 Minuten. Thematisch stehen unterschiedliche legale Suchtmittel und deren Wirkung im Mittelpunkt. Expertinnen und Experten aus Suchtberatung und Prävention geben fachliche Einblicke und stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Der Auftakt am 4. November 2025 widmet sich dem Thema **„Lachgas“** mit Referentin Jenny Lehnert-Ott von der Prisma gGmbH Hannover. Am 25. November folgen **„Cannabis und synthetische Cannabinoide“**, vorgestellt von Bernd Renger (Prisma gGmbH) und Christian Krüger (Drobs Hannover).

Am 16. Dezember informiert **Dominika Lachowicz** von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen über **„Snus, Kautabak und Schnupftabak“**. Im neuen Jahr geht es am 20. Januar 2026 um **„Rauchen – Vapes, Shisha, Tabak, Verdampfer“**, präsentiert von Finja Kreißl (Prisma gGmbH Hannover).

Am 17. Februar sprechen **Dr. med. Felix Oberhoffer** (München Klinik gGmbH) und **Andrea Beltrop** (Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen) über **„Alkohol und Energy-Drinks“**. Den Abschluss bildet am 24. März 2026 die Veranstaltung **„Kommunikation und Prävention“** mit Theresa Korte (Prisma gGmbH) und Christian Krüger (Drobs Hannover).

Zielgruppe und Teilnahme

Die Reihe richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie an alle, die mit Jugendlichen arbeiten oder im Austausch über Konsumverhalten stehen. Ziel ist es, den Umgang mit legalen Suchtmitteln besser zu verstehen und Jugendliche beim bewussten Umgang mit Konsumangeboten zu unterstützen.

Teilnehmende erhalten praxisnahe Tipps für Gespräche über Sucht und Konsum im Alltag. Nach jedem Vortrag besteht Gelegenheit, direkt mit den Expertinnen und Experten zu sprechen.

Kostenfreie Teilnahme

Die Teilnahme an allen Online-Terminen ist kostenlos. Der Zugang erfolgt per Computer, Tablet oder Smartphone. Eine Anmeldung ist über die Internetseite www.team-jugendarbeit.de möglich. Dort finden sich auch weitere Informationen und technische Hinweise zu den Veranstaltungen.

Terminübersicht

  • 4. November 2025 – „Lachgas“ Referentin: Jenny Lehnert-Ott / Prisma gGmbH Hannover
  • 25. November 2025 – „Cannabis / Synthetische Cannabinoide“ Referenten: Bernd Renger / Prisma gGmbH Hannover, Christian Krüger / Drobs Hannover
  • 16. Dezember 2025 – „Snus, Kautabak und Schnupftabak“ Referentin: Dominika Lachowicz / Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
  • 20. Januar 2026 – „Rauchen – Vapes, Shisha, Tabak, Verdampfer“ Referentin: Finja Kreißl / Prisma gGmbH Hannover
  • 17. Februar 2026 – „Alkohol & Energy Drinks“ Referenten: Dr. med. Felix Oberhoffer / München Klinik gGmbH, Andrea Beltrop / Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen
  • 24. März 2026 – „Kommunikation und Prävention“ Referentinnen: Theresa Korte / Prisma gGmbH Hannover, Christian Krüger / Drobs Hannover
Verkehrsunfall Moorstraße in Neustadt

Schwerer Unfall auf der Moorstraße in Neustadt

2. November 2025/in Region Hannover

BMW prallt zweimal gegen Bäume – Einsatzkräfte retten Verletzten.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu) – Am Sonntagmorgen ist auf der Moorstraße bei Neustadt am Rübenberge ein Autofahrer schwer verletzt worden. Der Mann war mit seinem BMW von der Straße abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Am frühen Sonntagmorgen ist es auf der Moorstraße in Neustadt am Rübenberge zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Gegen kurz nach 7 Uhr wurde die Feuerwehr durch einen automatischen E-Call alarmiert.

Ein BMW der 5er-Reihe war aus Richtung Mardorf kommend rund 300 Meter vor dem ASB-Parkplatz nach links von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kollidierte zunächst seitlich mit einem Baum und prallte anschließend frontal gegen einen weiteren Baum.

Im Wagen befand sich laut Feuerwehrangaben nur der Fahrer. Er wurde bei dem Aufprall schwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Neustadt öffneten den Wagen mit hydraulischem Rettungsgerät und befreiten den Mann aus dem Wrack.

Der Verletzte wurde an den Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und klemmte die Batterien des Fahrzeugs ab, um Brandgefahr auszuschließen.

Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen unterstützten die Einsatzkräfte die Polizei bei der Unfallaufnahme. Insgesamt waren rund 20 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Neustadt im Einsatz, dazu Kräfte von Polizei und Rettungsdienst.

Einsatzstelle auf der L413 bei Sievershausen

Frontalzusammenstoß auf der L413 bei Sievershausen

1. November 2025/in Region Hannover

Zwei Personen in Fahrzeugen eingeklemmt – Feuerwehr befreit Verletzte.

LEHRTE (redu) – Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Landesstraße 413 zwischen Sievershausen und Kleingarten sind am Samstagmittag fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Die Feuerwehr befreite zwei eingeklemmte Personen mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihren Fahrzeugen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte aus Sievershausen und Hämelerwald am Samstag um 14:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die Landesstraße 413 bei Kleingarten alarmiert.

Bei der Lageerkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein VW und ein Audi in einer leichten Kurve frontal miteinander kollidiert waren. In beiden Fahrzeugen befanden sich verletzte Personen, zwei davon waren in ihren Wagen eingeschlossen.

Die Feuerwehr übernahm die Patientenbetreuung, sicherte den Brandschutz und band auslaufende Betriebsstoffe. Zur Befreiung der eingeschlossenen Fahrer kam hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz. Um 14:38 Uhr war die technische Rettung abgeschlossen, die beiden schwerverletzten Personen konnten dem Rettungsdienst übergeben werden.

Insgesamt wurden fünf Personen verletzt – zwei schwer und drei mittelschwer. Alle Betroffenen wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Im Anschluss führte die Feuerwehr das Batteriemanagement an den Unfallfahrzeugen durch und übergab die Einsatzstelle an die Polizei, die die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen hat.

Über die Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Sievershausen und Hämelerwald mit 38 Kräften und fünf Fahrzeugen, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst mit fünf Rettungswagen, einem Notarzt und einem Rettungshubschrauber sowie die Polizei.

Feuer im Schlachthof

Erneut Feuer im ehemaligen Schlachthof in Gleidingen

30. Oktober 2025/in Region Hannover

77 Einsatzkräfte löschen Dachbrand im Verwaltungsgebäude des alten Schlachthofs.

LAATZEN / GLEIDINGEN (redu) – In den frühen Morgenstunden des Donnerstags ist es erneut zu einem Brand im ehemaligen Schlachthof an der Oesselser Straße in Gleidingen gekommen. Gegen 05:00 Uhr meldeten Autofahrer Rauch aus dem Dachbereich des Verwaltungsgebäudes, kurz darauf rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus.

Autofahrer hatten am frühen Donnerstagmorgen eine Rauchentwicklung aus dem Dachbereich des Verwaltungsgebäudes des stillgelegten Schlachthofs an der Oesselser Straße bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der Notruf ging um 05:04 Uhr ein. Bereits wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte aus Gleidingen an der Brandstelle ein und bestätigten einen Gebäudebrand.

Daraufhin wurde Vollalarm für die weiteren Ortsfeuerwehren aus Laatzen, Rethen und Ingeln-Oesselse ausgelöst. Insgesamt rückten 77 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen an.

Ein Atemschutztrupp begann sofort mit der Brandbekämpfung von außen, während zwei weitere Trupps von der linken Gebäudeseite aus in den Innenangriff gingen, um eine Ausbreitung der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern. Gleichzeitig verschafften sich zwei Trupps auf der rechten Seite Zugang zu den Räumen, in denen sich früher Verwaltung und Sozialräume des Schlachtbetriebs befanden.

Die Feuerwehr konnte die Flammen im Inneren schnell unter Kontrolle bringen. Im Anschluss mussten jedoch Zwischendecken und Teile des Daches geöffnet werden, um verbleibende Glutnester zu erreichen. Diese wurden mit Netzmittel und Wasser gelöscht. Gegen 07:00 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer aus“.

Die meisten Kräfte konnten anschließend abrücken. Ein Fahrzeug der Feuerwehr Gleidingen blieb bis etwa 09:00 Uhr vor Ort, um eine Brandwache zu stellen und mögliche Nachzündungen zu verhindern.

Zur Ursache des Feuers liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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