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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Menschenrettung Übung

Alarmübung in Sehnde simuliert Wohnhausbrand

26. Juni 2025/in Region Hannover

Feuerwehrkräfte proben Menschenrettung unter realitätsnahen Bedingungen.

SEHNDE (redu). Eine geplante Feuerwehrübung in Sehnde-Wehmingen simulierte am Mittwochabend den Brand eines Wohnhauses mit vermissten Personen. Rund 50 Einsatzkräfte trainierten unter realitätsnahen Bedingungen die Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Am 25. Juni 2025 wurde die Feuerwehr gegen 17:45 Uhr mit dem Stichwort „Feuer Gebäude“ zu einem landwirtschaftlichen Anwesen an der Von-Wemighe-Straße in Wehmingen alarmiert. Dichter Rauch und vermisste Personen wurden gemeldet, doch vor Ort stellte sich die Lage als Übung heraus.

Ziel der Übung war es, unter realistischen Bedingungen die Zusammenarbeit, Abläufe und Strukturen bei einem Wohnhausbrand zu trainieren. Das Übungsobjekt bestand aus drei Etagen. Mehrere Trupps unter Atemschutz durchsuchten das Gebäude systematisch nach vermissten Personen.

Drei „vermisste“ Personen konnten innerhalb kurzer Zeit gerettet werden. Eine Person wurde per Drehleiter aus dem Obergeschoss befreit, die anderen konnten durch das Gebäude ins Freie gebracht werden. Parallel wurde die Löschwasserversorgung über umliegende Hydranten aufgebaut.

Zur Unterstützung der Übungsleitung wurde die Einsatzleitung Ort (ELO) der Stadtfeuerwehr Sehnde hinzugezogen. Sie koordinierte den Einsatz, dokumentierte den Ablauf und hielt die Verbindung zur Regionsleitstelle. Die ELO ist bei größeren Einsätzen für die strukturierte Führung zuständig.

An der Alarmübung beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Wehmingen, Müllingen-Wirringen, Bolzum und Sehnde sowie die ELO. Die Übung endete gegen Abend, doch die Ortsfeuerwehr Sehnde wurde später nochmals alarmiert: Gegen 22:30 Uhr wurde ein kleines Feuer an einer Buschfläche gemeldet.

Das Feuer auf etwa zwei Quadratmetern konnte schnell gelöscht werden. Eine Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera ergab keine weiteren Glutnester. Die Polizei war ebenfalls vor Ort. Der zweite Einsatz stand nicht im Zusammenhang mit der Übung zuvor.

Drehleiter

Feuerwehr rettet 26 Menschen aus brennendem Wohnhaus

25. Juni 2025/in Region Hannover

Rauchentwicklung im Treppenhaus verhindert Fluchtweg – Drehleiter im Einsatz.

LANGENHAGEN (redu). In Langenhagen musste die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag zahlreiche Menschen aus einem verrauchten Mehrfamilienhaus retten. Die Ursache des Brandes ist noch unklar.

Ein Brand im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Langenhagen hat in der Nacht zum Dienstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 02:00 Uhr wurde starker Rauch im Gebäude gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte unter der Leitung von Justin Schütte drang dichter Rauch aus dem Haus. Da der Treppenraum nicht mehr als Fluchtweg nutzbar war, machten sich Bewohner an Fenstern bemerkbar.

Ein Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude vor und löschte den Brand im Treppenhaus. Anschließend begaben sich Feuerwehrleute in die angrenzenden Wohnungen, um Menschen zu retten. Insgesamt konnten 26 Personen über verschiedene Wege ins Freie gebracht werden – darunter mit einer Drehleiter, einer Steckleiter sowie über das verrauchte Treppenhaus mithilfe von Fluchthauben.

Auch zwei Katzen und ein Papagei wurden bei dem Einsatz aus dem Gebäude gerettet. Eine Ausbreitung des Feuers konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden. Nach dem Löschen führten weitere Trupps Nachlöscharbeiten durch.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Langenhagen, Godshorn, Kaltenweide und Krähenwinkel mit insgesamt 33 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen. Zur Brandursache gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Ob es Verletzte gibt, ist derzeit nicht bekannt.

Drehleiter im Einsatz

Feuerwehr rettet Menschen über Drehleiter aus verrauchten Wohnhaus © Carl-Marcus Müller

Radfahrende auf Radweg

STADTRADELN 2025: Region Hannover erzielt neuen Rekord

25. Juni 2025/in Region Hannover

Mehr Teilnehmende, mehr Kilometer – Region auf Platz zwei.

REGION HANNOVER (redu). Mit über 4,39 Millionen geradelten Kilometern übertrifft die Region Hannover beim STADTRADELN 2025 die Vorjahresbilanz. Mehr als 24.800 Menschen beteiligten sich an der Aktion für klimafreundliche Mobilität.

Die Region Hannover blickt auf ein erfolgreiches STADTRADELN 2025 zurück. Mit insgesamt 24.808 Teilnehmenden in 1216 Teams wurden rund 4.390.000 Kilometer gesammelt. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 23.442 Radelnden und 4.240.168 Kilometern. Im Durchschnitt fuhr jede Person 177 Kilometer.

Im bundesweiten Vergleich belegt die Region Hannover derzeit den zweiten Platz bei den absoluten Gesamtkilometern – direkt hinter Berlin. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Regionsversammlung konnten ihre Spitzenposition in der Kategorie der Großstädte erneut behaupten.

Die Ergebnisse im internationalen Wettbewerb des Klima-Bündnisses sowie die landesweiten Schulwertungen stehen noch aus und werden im Oktober veröffentlicht. Bis dahin werden auch weitere Städte ihre Aktionszeiträume abgeschlossen haben.

Innerhalb der Region Hannover zeigte sich erneut Wennigsen als aktivste Kommune, bezogen auf Kilometer pro Einwohner. Mit 15 Kilometern je Einwohner liegt Wennigsen deutlich vor Hemmingen (5,98 km) und Burgwedel (5,17 km). Auch das Kommunalparlament Wennigsens setzte mit einer vollständigen Teilnahme aller 31 Ratsmitglieder ein Zeichen.

In der absoluten Kilometerwertung der Kommunen führt Hannover mit 1.946.466 Kilometern, gefolgt von Wennigsen (219.358 km) und Garbsen (212.429 km). Die Auswertung der Kommunalparlamente zeigt Wennigsen mit 120,17 Parlamentarierkilometern auf Platz eins vor Wunstorf (25,55 km) und Burgwedel (22,81 km).

Die Teamwertungen werden weiterhin von Schulen dominiert. Das Gymnasium Ricarda Huch Hannover sicherte sich erneut den ersten Platz mit 102.995 Kilometern bei 623 Teilnehmenden. Auf Platz zwei folgt das Gymnasium Isernhagen (72.328 km), dicht gefolgt vom Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover (70.208 km).

Bei den Teams mit den meisten Kilometern pro Kopf führt „Ohne Akku!“ aus Hannover mit 1.843 Kilometern pro Person. Weitere Spitzenreiter sind „Optik am Deister“ aus Springe (1.631 km) und „SOWADIS“ aus Ronnenberg (1.545 km).

Die Schulen mit den höchsten Durchschnittswerten pro Person sind die BBS 3 mit 427 Kilometern pro Kopf, die BBS me – Otto Brenner Schule (309 km) und die BBS Neustadt am Rübenberge (254 km). Bei den Grundschulen liegt die GS Gartenheim mit 33.383 Kilometern vorne, gefolgt von der GS Wennigsen (33.007 km) und der GS Christian Flemes Springe (16.509 km).

Die vollständigen Ergebnisse sind online einsehbar unter www.stadtradeln.de/region-hannover. Die Siegerehrung der Region findet am 14. September 2025 im Rahmen des Entdeckertags auf dem Opernplatz Hannover statt. Zusätzlich läuft die Fahrrad-Challenge „Die Region Radelt!“ in der Bike Citizens App noch bis zum 30. September 2025.

Sprengkrater

Luftmine in Garbsen: Sprengung nach Evakuierung erfolgreich

24. Juni 2025/in Region Hannover

Kampfmittelräumdienst sprengt Bombenteil – 160 Kräfte im stundenlangen Einsatz.

GARBSEN (redu). In Garbsen wurde bei Bauarbeiten eine Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst musste den Zünder vor Ort sprengen. Für die Maßnahme wurde ein 750-Meter-Evakuierungsradius eingerichtet. Über 160 Einsatzkräfte waren beteiligt.

Am Dienstagvormittag ist bei Sondierungsarbeiten auf einer Baustelle in Garbsen eine Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte den Großteil des Blindgängers sichern. Der Zünder, also der Kopf der Mine, war jedoch nicht transportfähig und musste kontrolliert gesprengt werden.

Für die Sprengung wurde ein Sicherheitsradius von 750 Metern um die Fundstelle festgelegt. Wohnhäuser lagen in diesem Bereich nicht. Dennoch mussten ein Campingplatz am Blauen See und ein angrenzender Golfclub evakuiert werden. Die Einsatzleitung wurde gegen 11.30 Uhr alarmiert. Die Stadtfeuerwehr Garbsen koordinierte gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Polizei die notwendigen Schritte.

Gegen 13 Uhr überprüfte die Ortsfeuerwehr Garbsen das Gelände des Campingplatzes. Dort wurden noch fünf Personen angetroffen, die anschließend den Bereich verließen. Zur weiteren Kontrolle wurden zwei Drohnen der Regionsfeuerwehr eingesetzt. Die Polizei sperrte sämtliche Zufahrten zum Sperrbereich. Zeitgleich begannen die Sprengstoffexperten mit den Vorbereitungen zur kontrollierten Sprengung.Gegen 15.30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Horst und Schloß Ricklingen alarmiert. Sie standen in Bereitschaft, um mögliche Folgebrände zu löschen. Auch das Deutsche Rote Kreuz war für eine mögliche Betreuung von Personen vor Ort.

Kurz vor der Sprengung wurden die Autobahn A2 sowie die Burgstraße komplett gesperrt. Um 18 Uhr erfolgte schließlich die kontrollierte Sprengung des Minenkopfes. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle.

Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der gesamte Bereich wieder freigegeben werden. Der Einsatz wurde ohne weitere Vorkommnisse beendet. Insgesamt waren mehr als 160 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst und DRK beteiligt.

Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317970

Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet

24. Juni 2025/in Region Hannover

Einsatzkräfte retten Bewohnerin und Hund aus brennendem Wohnhaus.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Bei einem Wohnhausbrand in Niedernstöcken ist am Dienstagmittag eine Frau gerettet worden. Auch ein Hund konnte von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer mit über 100 Beteiligten.

Am Dienstagmittag ist es in Niedernstöcken zu einem Wohnhausbrand gekommen. Gegen kurz nach 12 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung aus allen Fenstern des Gebäudes sichtbar.

Die Feuerwehr begann sofort mit der Erkundung des Brandobjekts. Dabei wurde eine Bewohnerin entdeckt, die sich noch im Gebäude befand. Sie konnte durch ein Fenster gerettet werden. Auch ein Hund, der sich ebenfalls im Haus aufhielt, wurde lebend geborgen. Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, den Brand im Innenangriff zu bekämpfen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war der genaue Brandherd jedoch nicht zu lokalisieren. Zudem bestand die Gefahr einer plötzlichen Durchzündung. Aus diesem Grund wurden die Trupps aus dem Inneren des Hauses zurückgezogen.

Im weiteren Verlauf konzentrierte sich die Feuerwehr auf das Abschirmen der Nachbargebäude und die Brandbekämpfung von außen. Um der Lage gerecht zu werden, wurde die Alarmstufe auf „b3 – Großbrand“ erhöht. Dies führte zur Nachalarmierung zahlreicher weiterer Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis Nienburg und der Region Hannover. Die Einsatzleitung übernahm Stadtbrandmeister Torben Klingemann, unterstützt von seinen Stellvertretern Dennis Hausmann und Lars Hedwig sowie dem stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter Martin Höflich.

Die Einsatzleitung strukturierte den Einsatz in vier Abschnitte:

  • Abschnitt 1 übernahm die Brandbekämpfung von der Niedernstöckener Straße sowie von der Nordseite des Grundstücks.

  • Abschnitt 2 kümmerte sich um die Abriegelung und Brandbekämpfung im hinteren Grundstücksbereich.

  • Abschnitt 3 diente als Sammelstelle für Atemschutzgeräteträger, die in großer Zahl erforderlich waren.

  • Abschnitt 4 war als Bereitstellungsraum für die nachrückenden Ortsfeuerwehren vorgesehen.

Mit Hilfe einer Drehleiter wurde die Dachhaut geöffnet, um gezielt gegen Brandnester vorzugehen. Besonders problematisch gestaltete sich der Zugang zu einem Anbau im hinteren Bereich, da dort kein Zugang zum Dach möglich war. Zur Unterstützung wurde ein Bagger eingesetzt. Für eine effektivere Löschwirkung wurde großflächig Netzmittel verwendet. Dieses Mittel senkt die Oberflächenspannung des Wassers und verbessert das Eindringen in brennendes Material.

Eine Brandwache bleibt vor Ort, um mögliche Glutnester zu kontrollieren. Die Niedernstöckener Straße war während der gesamten Dauer des Einsatzes für den Verkehr voll gesperrt.

Insgesamt waren 111 Einsatzkräfte beteiligt, darunter die Ortsfeuerwehren Niedernstöcken, Esperke, Eilvese, Laderholz, Büren, Mandelsloh, Evensen, Mariensee, Metel, Scharrel, Welze, Wulfelade, Nöpke, Neustadt, Stöckendrebber und Rodewald.

Zusätzlich waren mehrere Spezialeinheiten im Einsatz: die Einsatzleitung vor Ort (ELO), der Gerätewagen-Messtechnik der Gefahrgutgruppe, Hygieneeinheiten Nord und Süd, die Feuerwehrtechnische Zentrale, die Drohnengruppe der Feuerwehr Wunstorf sowie der Verpflegungszug der Regionsfeuerwehrbereitschaft I.

Weitere unterstützende Behörden waren der Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen, die Polizei, die Stadtwerke, der Abwasserbetrieb Neustadt, die Untere Wasserbehörde der Region Hannover sowie ein Fachberater Bau des Technischen Hilfswerks Springe.

  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317967
    Wohnhausbrand in NIederstöcken © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317970
    Löscheinsatz über Drehleiteer © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317972
    Zahlreiche Glutnester mussten abgelöscht werden © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317973
    Die Einsatzleitung koordinierte 111 Einsatzkräfte aus 16 Ortsfeuerwehren © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317976
    Die Drohne der Feuerwehr Wunstorf war ebenfalls zur Unterstützung im Einsatz © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317978
    Es wurden gleich mehrere Einsatzabschnitte gebildet. © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317979
    Der Umweltschutz Messwagen der Feuerwehr Neustadt am Rübenberge befand sich ebenfalls vorsichtshalber an der Einsatzstelle. © Bernd Günther
  • Großbrand in Niedernstöcken: Hausbewohnerin gerettet – BGPress 1317987
    Der Dachstuhl brannte vollständig aus. © Bernd Günther

Regionsfeuerwehr Hannover - Alte und neue Führung

Osterwald wird neuer Regionsbrandmeister in Hannover

22. Juni 2025/in Region Hannover

Stadtbrandmeister aus Laatzen übernimmt Leitung der Regionsfeuerwehr Hannover.

REGION HANNOVER (redu). Sebastian Osterwald wird neuer Regionsbrandmeister der Feuerwehr Hannover. Die Wahl durch die Orts- und Stadtbrandmeister erfolgte ohne Gegenstimmen. Auch Nils Wellmanns wurde als stellvertretender Regionsbrandmeister gewählt.

Die Feuerwehr der Region Hannover steht vor einem Wechsel an ihrer Spitze. Am 21. Juni 2025 wählten die 225 Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeisterinnen und -meister einen neuen Regionsbrandmeister sowie dessen Stellvertreter. Von den Wahlberechtigten nahmen 165 an der Abstimmung teil.

Sebastian Osterwald, bisher Stadtbrandmeister in Laatzen, wurde ohne Gegenstimmen zum neuen Regionsbrandmeister gewählt. Nur wenige Anwesende enthielten sich. Damit tritt Osterwald die Nachfolge von Karl-Heinz Mensing an, der das Amt seit zwölf Jahren innehat und sich nicht erneut zur Wahl stellte. Mensing wird seine Funktion zum 30. November 2025 abgeben.

Als stellvertretender Regionsbrandmeister wurde Nils Wellmanns gewählt. Er ist derzeit stellvertretender Stadtbrandmeister in Garbsen. Auch seine Wahl erfolgte ohne Gegenstimmen. Osterwald und Wellmanns übernehmen offiziell zum 1. Dezember 2025 ihre neuen Ämter. Die Ernennung erfolgt vorbehaltlich der Bestätigung durch die Regionsversammlung.

Regionsfeuerwehrführung mit Stadtbrandmeister Hannover und Leiter BF

Regionsfeuerwehrführung mit Stadtbrandmeister Hannover und Leiter BF © Regionsfeuerwehr Hannover

Mit dem neuen Führungsduo übernehmen zwei erfahrene Feuerwehrleute die Verantwortung für die strategische Leitung der Regionsfeuerwehr. Zu ihren Aufgaben zählt die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft in allen Bereichen des Brandschutzes. Gemeinsam mit den Brandschutzabschnittsleitern koordinieren sie die Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Feuerwehren in der Region.

Die Regionsfeuerwehr Hannover umfasst die Feuerwehren von 20 Städten und Gemeinden. Mit der Wahl von Osterwald und Wellmanns wurde ein reibungsloser Übergang an der Spitze vorbereitet. Der Führungswechsel wurde bereits frühzeitig eingeleitet, um Kontinuität in der sicherheitsrelevanten Struktur zu gewährleisten.


Hannover sucht 2025 die fahrradfreundlichsten Betriebe – Radfahren pb

Hannover sucht 2025 die fahrradfreundlichsten Betriebe

18. Juni 2025/in Region Hannover

Region und Stadt Hannover prämieren Engagement für Fahrradnutzung durch Beschäftigte.

REGION HANNOVER (redu). Auch 2025 zeichnen Stadt und Region Hannover wieder Unternehmen aus, die das Fahrradfahren ihrer Mitarbeitenden besonders fördern. Der Wettbewerb „Fahrradfreundlichste Arbeitgeber*innen“ bietet Preisgelder, öffentliche Anerkennung und ist offen für Bewerbungen bis 31. August.

Seit 2013 rufen Landeshauptstadt und Region Hannover gemeinsam im Zweijahresrhythmus Unternehmen zur Teilnahme am Wettbewerb „Fahrradfreundlichste Arbeitgeber*innen“ auf. Ziel ist es, vorbildliches Engagement für die Nutzung des Fahrrads im Berufsalltag sichtbar zu machen und zu belohnen. Der Startschuss für die Wettbewerbsrunde 2025 fiel am 17. Juni durch Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover, sowie Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft und Verkehr der Region Hannover.

Teilnehmen können Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen aus Hannover sowie den Umlandkommunen, die durch konkrete Maßnahmen das Radfahren ihrer Mitarbeitenden unterstützen. Die Bewertung erfolgt anhand definierter Kriterien wie Infrastruktur (z. B. Fahrradabstellplätze, Umkleiden, Duschen), Serviceangebote (z. B. Reparaturstationen), Kommunikationsmaßnahmen und innerbetriebliche Anreize wie Leasingangebote oder Mobilitätszuschüsse.

Die Bewertung erfolgt in drei Größenkategorien. Die jeweils besten Betriebe erhalten neben dem Titel „Fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2025“ ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Zusätzlich werden Urkunden und Plaketten verliehen, die öffentlichkeitswirksam genutzt werden können. Alle Bewerber, die die Basisanforderungen erfüllen, erhalten die Grundauszeichnung „Fahrradfreundliche Arbeitgeberin 2025“ bzw. „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber 2025“.

Ein besonderer Anreiz gilt für Erstteilnehmerinnen: In jeder Unternehmensgröße wird ein „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet. Diese Prämierung ist mit 500 Euro dotiert und richtet sich an engagierte Bewerberinnen, die bisher noch keine Platzierung erreicht haben.

Interessierte Unternehmen können ihre Bewerbung bis zum 31. August 2025 per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@hannover-stadt.de einreichen. Ergänzende Informationen und Ansprechpartner stehen auf der Website der Wirtschaftsförderung Hannover zur Verfügung.

Begleitend zum Wettbewerb wird ein Workshop am 27. Juni 2025 von 9 bis 11 Uhr im Neuen Rathaus angeboten. Dort erhalten Teilnehmende Informationen zu Bewertungskriterien und Best-Practice-Beispielen. Die Anmeldung dazu ist bis zum 22. Juni möglich.

Die Initiatoren sehen in fahrradfreundlicher Mobilität mehr als nur einen Trend. „Fahrradfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor – sowohl für Unternehmen als auch für Kommunen“, betonte Anja Ritschel. Auch Ulf-Birger Franz verwies auf die Bedeutung der Radinfrastruktur für den Berufs- und Freizeitverkehr. Investitionen in sichere Radwege und betriebliche Mobilitätsangebote seien zentrale Bausteine einer nachhaltigen Verkehrspolitik.

Mit dem Wettbewerb wollen Region und Stadt Hannover Unternehmen motivieren, ihre Mobilitätskultur weiterzuentwickeln. Die nächste Preisverleihung ist für Ende 2025 geplant.

 

Anfahrt vieler Rettungsfahrzeuge

Einheitliche Infos für Einsatzkräfte bei Klinik-Notfällen

18. Juni 2025/in Region Hannover

Region Hannover koordiniert neue Strukturkarte für den Ernstfall in Kliniken.

REGION HANNOVER (redu). In der Region Hannover gibt es ab sofort eine einheitliche Informationskarte für externe Einsatzkräfte, um im Notfall schnell und gezielt handeln zu können. Die sogenannte „First-Contact-Karte“ wurde unter Leitung der Gesundheitsregion entwickelt.

Die Region Hannover hat mit der „First-Contact-Karte“ ein neues Instrument zur Verbesserung der Abläufe bei sicherheitsrelevanten Vorfällen in Kliniken eingeführt. Die Karte soll Polizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften im Ernstfall gezielte Informationen liefern.

Entwickelt wurde das Konzept von einer Arbeitsgruppe der Gesundheitsregion Region Hannover. Beteiligt waren Vertreter der Ärztekammer, des Hausärzteverbands, der Feuerwehr Hannover, der Polizei sowie leitende Ärzte aus Notaufnahmen der Region.

Für die Ausarbeitung der Karte wurde eine spezielle Unterarbeitsgruppe eingerichtet. Mitglieder dieser Gruppe kamen unter anderem aus den Sicherheitsabteilungen der Kliniken, dem Katastrophenschutz und der Polizei. Die „First-Contact-Karte“ enthält standardisierte Angaben, darunter Ansprechpartner in der Klinik, einen Anfahrtsplan, die aktuelle Bettenkapazität und bauliche Besonderheiten. Diese Informationen sollen es den Einsatzkräften ermöglichen, bei Bränden, Amoklagen oder MANV-Ereignissen schneller und gezielter vorzugehen.

Darüber hinaus sollen Rahmenkonzepte für interne und externe Gefahrenlagen erarbeitet werden. Diese beinhalten auch Übungen mit Bezug auf die Klinikstandorte, bei denen unter anderem der Krankenhausalarm- und Einsatzplan (KAEP) getestet wird. Die „First-Contact-Karte“ soll dabei ebenfalls zum Einsatz kommen und gegebenenfalls angepasst werden.

Laut Christine Karasch, Dezernentin der Region Hannover, ist die enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure ein zentraler Erfolgsfaktor für Verbesserungen im Gesundheitsschutz.

Gefahr vor Unwetter

DWD warnt vor schweren Gewittern am Samstagabend

14. Juni 2025/in Region Hannover

Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Böen möglich – genaue Zugbahn noch unklar.

OFFENBACH (redu). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Vorabinformation zu schweren Gewittern in der Region Hannover für Samstagabend veröffentlicht. Zwischen dem 14. Juni um 18 Uhr und dem 15. Juni um Mitternacht kann es gebietsweise zu unwetterartigen Wetterereignissen kommen.

Laut Mitteilung des DWD sind Starkregen mit Mengen bis zu 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Eng begrenzt können die Regenmengen auch deutlich darüber liegen. Darüber hinaus wird Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter erwartet. Schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h, vereinzelt auch orkanartige Böen bis 110 km/h, sind nicht ausgeschlossen.

Derzeit besteht noch Unsicherheit über die genaue Zugbahn der Gewitter. Diese können typischerweise sehr lokal auftreten und in wenigen Orten ihre volle Intensität entfalten. Konkrete Angaben zu Ort und Zeit der Ereignisse werden erst mit den amtlichen Warnungen veröffentlicht.

Die Vorabinformation dient dazu, die Bevölkerung auf die mögliche Wetterlage vorzubereiten und rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Weitere Hinweise und Handlungsempfehlungen stellt der DWD auf seiner Website bereit.

Großübung ABC-Lage

Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte

13. Juni 2025/in Region Hannover

123 Einsatzkräfte proben Ernstfall mit Chemikalien und Menschenrettung.

LEHRTE (redu). Ein realistisches Gefahrgut-Szenario stellte am Freitagabend die Einsatzkräfte im Lehrter Stadtgebiet auf die Probe. Im Rahmen einer groß angelegten Übung simulierte die Feuerwehr einen Austritt von Salzsäure in einer chemischen Produktionsstätte und eine darauffolgende Verpuffung.

Gegen 17:00 Uhr wurde die Feuerwehr Lehrte von der Leitstelle zur Erkundung eines Zwischenfalls in einem Betrieb an der Köthenwaldstraße alarmiert. In dem angenommenen Szenario hatte ein Gabelstapler innerbetriebliche Edelstahlbehälter beschädigt, die mit Salzsäure gefüllt waren. Die ätzende Flüssigkeit trat aus und floss teilweise in einen angrenzenden Bachlauf.

Kurz nach Eintreffen der ersten Kräfte wurde laut Übungslage eine Verpuffung innerhalb des Gebäudes angenommen. Vier Personen galten in der Folge als vermisst. Aufgrund der Lage erhöhte der Einsatzleiter das Alarmstichwort auf „ABC 2“. Insgesamt wurden 123 Einsatzkräfte mobilisiert. Neben der Feuerwehr Lehrte beteiligten sich auch Einheiten aus Burgdorf, Sehnde und Uetze. Der ABC-Zug der Region Hannover-Ost unterstützte mit Fachpersonal und Spezialausrüstung. Auch der Rettungsdienst war eingebunden.

Laut Übungsszenario konnte eine vermisste Person nur noch tot geborgen werden. Eine zweite wurde verletzt gerettet. Zwei weitere mussten durch speziell ausgerüstete Trupps in Chemikalienschutzanzügen (CSA) unter schwierigen Bedingungen gesucht und geborgen werden. Parallel sicherten CSA-Trupps die beschädigten Behälter und begannen mit der Eindämmung der ausgetretenen Salzsäure. Sämtliche Maßnahmen wurden dokumentiert und beobachtet, um die Abläufe später analysieren zu können.

Der Einsatz stellte die typischen Herausforderungen eines ABC-Szenarios dar. Solche Einsätze erfordern spezielle Schutzkleidung, schnelle Stoffidentifikation, sorgfältige Dekontamination und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen. Chemikalienschutzanzüge schränken Bewegungsfreiheit und Kommunikation stark ein, besonders bei hohen Außentemperaturen wie am Übungstag mit rund 27 Grad Celsius. Die körperliche Belastung ist für die Trupps entsprechend hoch.

Zudem besteht bei unklarer Gefahrenlage ein erhebliches Risiko für Einsatzkräfte und Bevölkerung. Die Gefahrstoffe können giftig, ätzend oder explosiv sein. Eine rasche und fachkundige Einschätzung ist unerlässlich, um Gesundheits- und Umweltschäden zu minimieren. Auch der Schutz der Umwelt spielt eine wichtige Rolle. Der simulierte Austritt von Salzsäure in den Lehrter Bach unterstreicht, welche Folgen solche Vorfälle für Ökosysteme haben können.

Die Übung diente dem Ziel, die Abläufe bei komplexen Gefahrguteinsätzen zu überprüfen und zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einheiten funktionierte reibungslos. Nach einer gemeinsamen Abschlussbesprechung wurde der Übungseinsatz beendet.

  • Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte – BGPress 1317938
  • Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte – BGPress 1317949
  • Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte – BGPress 1317951
  • Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte – BGPress 1317954
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  • Großübung ABC-Lage
  • Großübung: Feuerwehr trainiert Salzsäureaustritt in Lehrte – BGPress 1317943
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