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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Eingeklemmt

Eingeklemmt im Zug: Feuerwehr rettet Fahrgast am Bahnhof Lehrte

24. Mai 2025/in Region Hannover

Mann klemmt Hand in Seitenverkleidung ein – Bergung dauert 90 Minuten.

LEHRTE (redu). Am Freitagabend musste die Feuerwehr Lehrte einen Fahrgast aus einem Zug befreien, der mit der Hand in der Seitenverkleidung eingeklemmt war. Die aufwendige Rettung dauerte über eine Stunde. Gaffer erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte.

Am Freitag, den 23. Mai 2025, wurde die Ortsfeuerwehr Lehrte um 22:09 Uhr zu einem Einsatz am Bahnhof Lehrte gerufen. Ein Mann hatte sich in einer Westfalenbahn, die in Richtung Braunschweig unterwegs war, mit der Hand in der Seitenverkleidung eines Sitzes eingeklemmt.

Nach ersten Angaben war dem Fahrgast ein kabelloser Ohrhörer (AirPod) heruntergefallen. Beim Versuch, diesen aus einem Spalt hinter der Armlehne zu holen, geriet seine Hand in eine Lücke zwischen Fußbank und Seitenwand und blieb dort stecken.

Die Einsatzkräfte trafen wenig später am Gleis 2 ein. Zunächst wirkte die Lage unproblematisch. Doch da die Hand des Mannes bereits angeschwollen war, konnte er sich nicht mehr selbst befreien. Die Feuerwehr demontierte zur Rettung mehrere Bauteile im Innenraum des Zuges, darunter Sitze, eine Gepäckablage und die Armlehne.

Zusätzlich kam schweres Gerät zum Einsatz: Mit einem Kombi-Spreizer wurde die Seitenverkleidung so weit geöffnet, dass der Mann nach etwa eineinhalb Stunden befreit werden konnte. Er wurde mit leichten Verletzungen an den Rettungsdienst übergeben – gemeinsam mit seinen zuvor verlorenen AirPods.

Während des Einsatzes kam es zu unerwünschten Störungen durch Schaulustige. Mehrere Personen versuchten, Aufnahmen mit Mobiltelefonen zu machen. Um die Privatsphäre des Verletzten zu schützen, wurde der Einsatzbereich abgesperrt und eine Rettungsdecke an der Zugseite angebracht. Die Polizei wurde zur Unterstützung gerufen.

Da die Rettungsmaßnahmen längere Zeit in Anspruch nahmen, wurde der betroffene Zug geräumt. Ein Ersatzzug wurde für die Weiterfahrt der übrigen Fahrgäste bereitgestellt.

Im Einsatz befanden sich die Ortsfeuerwehr Lehrte mit zwei Fahrzeugen und elf Kräften sowie die Polizei und der Rettungsdienst.

Verkehrsunfall A2

Verkehrsunfall auf A2 behindert Einsatzkräfte massiv

24. Mai 2025/in Region Hannover

Feuerwehr Ahlten im Einsatz – Rettungsgasse erneut blockiert.

LEHRTE (redu). Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A2 zwischen Lehrte und Hannover Ost hat am Samstagmorgen zu einem größeren Feuerwehreinsatz geführt. Ein Pkw war unter einen Lkw-Auflieger geraten. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Am Samstag, den 24. Mai 2025, kam es auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Westen zwischen der Anschlussstelle Lehrte und dem Autobahnkreuz Hannover Ost zu einem Auffahrunfall mit erheblichem Einsatzaufwand.

Die Ortsfeuerwehr Ahlten wurde um 6:49 Uhr zunächst zu einem vermeintlichen Unfall auf der A7 gerufen, wurde jedoch während der Anfahrt auf die tatsächliche Einsatzstelle auf der A2 umgeleitet. Dort hatte ein Pkw aus bislang ungeklärter Ursache das Heck eines Lkw-Aufliegers touchiert und war darunter geraten. Das Fahrzeug wurde dabei ein Stück mitgeschleift, bevor es quer über zwei Fahrspuren zum Stillstand kam.

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte stellte sich heraus, dass der Fahrer des Pkw nicht eingeklemmt war. Er wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab, stellte den Brandschutz sicher und streute ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Auch ein Batteriemanagement am Unfallfahrzeug wurde durchgeführt.

Die Fahrbahn war über mehrere hundert Meter mit Trümmerteilen übersät. Die Einsatzkräfte unterstützten die Autobahnpolizei bei der Absicherung des Unfallorts. Der Einsatz konnte nach etwa einer Stunde beendet und die Einsatzstelle der Polizei übergeben werden.

Rettungsgasse zugeparkt

Immer wieder werden die Rettungsgassen zugeparkt und durch LKW behindert. © Feuerwehr Lehrte

Ein weiteres Problem stellte erneut die mangelnde Bildung der Rettungsgasse dar. Einsatzfahrzeuge mussten sich mühsam durch die entstandenen Lücken im Stau bewegen, da Lkw zum Teil alle vier Fahrspuren blockierten.

Im Einsatz befanden sich die Ortsfeuerwehr Ahlten mit 18 Kräften und drei Fahrzeugen, ein Feuerwehrpressesprecher, die Polizei sowie der Rettungsdienst. Die Ermittlungen zur Unfallursache übernimmt die zuständige Autobahnpolizei.

Technische Fusion der Sparkassen: Einschränkungen am Wochenende – Bankautomat

Technische Fusion der Sparkassen: Einschränkungen am Wochenende

23. Mai 2025/in Region Hannover

Einschränkungen beim Bezahlen, Online-Banking und Geldabheben vom 23.–25. Mai.

HANNOVER (redu). Am Wochenende vom 23. bis 25. Mai 2025 werden die Systeme der Sparkasse Hannover und der bisherigen Stadtsparkasse Wunstorf technisch zusammengeführt. Kundinnen und Kunden müssen in dieser Zeit mit erheblichen Einschränkungen bei Bankdienstleistungen rechnen.

Die Sparkasse Hannover und die frühere Stadtsparkasse Wunstorf schließen am Wochenende vom 23. bis 25. Mai 2025 auch technisch ihre Systeme zusammen. Nach der rechtlichen Fusion im Januar erfolgt nun die technische Integration. Diese führt vorübergehend zu deutlichen Einschränkungen im Bankbetrieb beider Institute.

Kundinnen und Kunden beider Sparkassen können ab Freitagabend keine Online-Banking-Dienste nutzen. Dies betrifft sowohl Internet-Filialen als auch die Sparkassen-Apps und Banking-Software wie S-Firm. Auch Überweisungen an SB-Terminals oder per Telefon-Banking sind in diesem Zeitraum nicht möglich. Der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren ist ebenfalls ausgesetzt.

Besonders betroffen sind Zahlungen mit Sparkassen-Cards (Debitkarten). Zwischen Freitagmittag und Sonntagabend kann es bundesweit, auch im Ausland oder beim Online-Shopping, zu Störungen kommen. Die Nutzung von Sparkassen-Cards an Geldautomaten anderer Institute ist weitgehend nicht möglich. Auch das Bezahlen per Smartphone-App funktioniert nur eingeschränkt.

Die Sparkassen raten ihren Kundinnen und Kunden, vor Beginn der Umstellung ausreichend Bargeld abzuheben. Für Kartenzahlungen sollte auf Kreditkarten ausgewichen werden.

Ab Montag, 26. Mai, soll der gesamte Service wieder wie gewohnt verfügbar sein.

Bei Fragen zu den Einschränkungen oder zur technischen Umstellung können sich Kundinnen und Kunden unter www.sparkasse-hannover.de/fusion informieren.

Waldbrand

Flächenbrand auf Bundeswehr-Übungsgelände bei Luttmersen

21. Mai 2025/in Region Hannover

Luftwaffe meldet Rauchentwicklung – Feuerwehr mit 104 Kräften im Einsatz.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Mittwochnachmittag ist auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr in Luttmersen ein Flächen- und Waldbrand ausgebrochen. Rund 104 Einsatzkräfte aus mehreren Ortsfeuerwehren waren vor Ort.

Eine A400M-Maschine der Luftwaffe hatte gegen 15 Uhr bei einem Überflug Rauch über dem Gelände bemerkt und die Feuerwehr informiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich eine starke Rauchentwicklung in einem Waldstück. Erste Löschversuche wurden durch starke Windböen erschwert.

Die Einsatzleitung reagierte mit einer Alarmstufenerhöhung auf „Mittelbrand außerorts“. Weitere Tanklöschfahrzeuge wurden aus dem gesamten Stadtgebiet zur Wasserzufuhr angefordert. Die Feuerwehr richtete drei Einsatzabschnitte ein: Löschangriff in Windrichtung, Gegenangriff von der Gegenseite sowie eine gesicherte Wasserversorgung.

Die Wasserversorgung erfolgte über einen Tiefenbrunnen auf dem Gelände. Eine Feuerwehrpumpe befüllte die Fahrzeuge, die im Pendelverkehr Löschwasser zur Brandstelle transportierten.Rund zwei Stunden nach Alarmierung konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte gab es nicht. Betroffen war eine Fläche von etwa 4.000 Quadratmetern Wald und Heide.

Zur Nachkontrolle setzte die Feuerwehr eine Drohne mit Wärmebildkamera ein. So konnten verbliebene Glutnester gezielt bekämpft werden. Teilweise kam Netzmittel zum Einsatz, um die Löschwirkung zu erhöhen. Weiteres Spezialgerät musste nicht verwendet werden.

Am Abend gegen 20 Uhr wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Serviceportal

Region Hannover treibt digitale Verwaltung voran

16. Mai 2025/in Region Hannover

Nutzung des Online-Portals steigt von 150.000 auf über 1,5 Millionen.

REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover verzeichnet einen starken Anstieg bei der Nutzung ihres Service-Portals. Innerhalb von zwei Jahren verzehnfachten sich die Seitenaufrufe. Nun werden zentrale Verwaltungsleistungen weiter digitalisiert.

Die Region Hannover setzt ihre Digitalisierungsstrategie konsequent fort. Zwischen 2022 und 2024 stieg die Zahl der Seitenaufrufe im Service-Portal von rund 150.000 auf über 1,5 Millionen. Damit zeigen sich deutliche Fortschritte in der Online-Nutzung von Verwaltungsleistungen.

Im Zentrum stehen die sogenannten „Top-30-Leistungen“ – Angebote, die besonders häufig genutzt werden. Dazu zählen unter anderem Kfz-Zulassungen, Führerscheinanträge sowie Anträge zu Aufenthaltstiteln oder Leistungen für Bildung und Teilhabe. Diese sollen künftig vollständig digital bearbeitet werden können, inklusive aller erforderlichen Nachweise. Noch im laufenden Jahr sollen die ersten sieben dieser Services in volldigitaler Form zur Verfügung stehen.

Insgesamt sind 364 Leistungen der Regionsverwaltung bereits digital und teilautomatisiert verfügbar. Ziel ist ein möglichst nutzerfreundliches Angebot. Dazu wird das Portal fortlaufend optimiert – unter anderem durch leichte Sprache, barrierefreies Design und Funktionen wie eine Vorlesehilfe.

Parallel dazu baut die Region auch die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung aus. Seit über einem Jahr kommt die elektronische Aktenführung zum Einsatz. Zudem testet die Verwaltung KI-gestützte Protokollsysteme und arbeitet mit IT-Dienstleistern sowie dem Land Niedersachsen an einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur gegen Cyberangriffe.

Digitalisierungsdezernentin Cordula Drautz sieht die Region Hannover auf einem guten Weg, verweist aber auch auf den langfristigen Charakter des Transformationsprozesses.

Badesaison

Badesaison startet mit guter Wasserqualität in der Region

15. Mai 2025/in Region Hannover

22 von 25 EU-Badestellen in der Region Hannover mit „ausgezeichnet“ bewertet.

REGION HANNOVER (redu). Mit einer symbolischen Wasserprobe wurde am Hufeisensee die Badesaison in Niedersachsen eröffnet. Die Wasserqualität an den Badestellen ist überwiegend gut bis sehr gut.

Zum offiziellen Start der Badesaison am 15. Mai haben Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und Regionspräsident Steffen Krach am Hufeisensee in Isernhagen eine symbolische Wasserprobe entnommen. Sie informierten über die Qualität der Badegewässer in Niedersachsen und der Region Hannover.

Landesweit gibt es in Niedersachsen 274 Badestellen. Davon wurden 237 mit „ausgezeichnet“, 25 mit „gut“ und acht mit „ausreichend“ bewertet. Lediglich ein Gewässer erhielt die Einstufung „mangelhaft“. Drei Badestellen wurden aufgrund von Bauarbeiten oder fehlender Proben noch nicht bewertet.

In der Region Hannover stehen 25 EU-Badestellen zur Verfügung. 22 davon haben eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität. Die Region überwacht die Wasserqualität während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September mindestens alle 30 Tage. Dazu werden bakteriologische Proben genommen und vor Ort Temperatur, pH-Wert und Sichttiefe gemessen. Bei auffälligen Blaualgenkonzentrationen erfolgt eine Warnung oder Sperrung der Badestelle.

Informationen zu den aktuellen Badebedingungen in Niedersachsen bietet der Badegewässer-Atlas des Landes. Für die Region Hannover stellt das Gesundheitsamt über das Bäderportal aktuelle Daten und Warnungen zur Verfügung.

Die Badestellen in der Region Hannover im Überblick:

See Standort
Altwarmbüchener See (2 Badestellen) Hannover & Isernhagen
Birkensee Laatzen
Blauer See Garbsen
Franzsee Neustadt-Mandelsloh
Hufeisensee Isernhagen
Irenensee Uetze
Kiesteich Neustadt-Bordenau
Kiesteich Neustadt-Metel
Kirchhorster See Isernhagen
Lohnder Kiesteich Seelze
Maschsee Hannover
Natelsheidesee Wedemark-Bissendorf
Parksee Lohne Isernhagen
Ricklinger Kiesteiche (Großer Teich/Ricklinger Bad, Siebenmeterteich, Dreiecksteich) Hannover
Silbersee Langenhagen
Sonnensee Hannover-Misburg
Springhorstsee Burgwedel-Großburgwedel
Steinhhuder Meer (2 Badestellen) Mardorf und Badeinsel Steinhude
Strandbad Hemmingen Hemmingen
Waldsee Hämelerwald Lehrte
Waldsee Krähenwinkel Langenhagen

 

Autonomer Bus

Autonomer Linienbus startet Pilotbetrieb in Burgdorf

13. Mai 2025/in Region Hannover

Projekt „albus“ bringt erstmals großen autonomen Bus in den realen Straßenverkehr.

BURGDORF (redu). In Burgdorf startet bald der erste große autonome Linienbus Deutschlands im öffentlichen Straßenverkehr. Das Projekt „albus“ der Region Hannover ist bundesweit einzigartig und wissenschaftlich begleitet.

Die Region Hannover bringt mit dem Projekt „albus“ („Autonomer Linien-Bus“) erstmals einen großformatigen, vollautomatisierten Linienbus im realen Straßenverkehr zum Einsatz. Das Fahrzeug vom Typ „KARSAN autonomous e-ATAK“ fährt ab dem Sommer auf einer rund sieben Kilometer langen Strecke durch Burgdorf.

Der acht Meter lange Elektrobus bedient 13 Haltestellen, durchfährt zehn Ampelkreuzungen und meistert städtische Verkehrssituationen wie Kreisverkehre oder Zebrastreifen. Er fährt mit bis zu 40 Stundenkilometern im regulären Mischverkehr und bietet 22 Sitzplätze bei einer Reichweite von rund 300 Kilometern.

Alle nötigen Genehmigungen liegen nun vor. Die Genehmigung auf Level-4-Niveau wurde vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) erteilt. Sie erlaubt dem Bus, automatisiert im öffentlichen Straßenraum zu fahren – begleitet von Fahrpersonal und technischer Aufsicht an Bord.

In den kommenden Wochen erfolgen zunächst detaillierte Messfahrten. Dabei wird die Strecke hochpräzise digital erfasst. Erst danach beginnt der Testbetrieb mit Fahrgästen. Der öffentliche Pilotbetrieb soll im dritten Quartal 2025 starten und wird auf volljährige Personen beschränkt. Eine Anmeldung ist online oder per Formular möglich.

Fahrgäste werden im Anschluss gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen. Ziel ist es, Erkenntnisse zur Akzeptanz, zum Fahrverhalten und zur Barrierefreiheit des autonomen Busses zu gewinnen. Bereits vorab steht eine Online-Umfrage auf www.uestra.de/albus zur Verfügung, um Einschätzungen aus der Bevölkerung einzuholen.

International existiert mit einem baugleichen Fahrzeug in Stavanger, Norwegen, ein vergleichbares Projekt. In Deutschland ist der Einsatz dieser Busgröße im Straßenverkehr bislang einmalig.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit rund 3,7 Millionen Euro. Nach Abschluss des Testbetriebs ist eine zweite Umfrage geplant, um Veränderungen in der Wahrnehmung des autonomen Fahrens zu analysieren.

ÜSTRA-Vorständin Denise Hain sieht in „albus“ ein wichtiges Lernprojekt. Auch wenn das Fahrpersonal weiterhin eine zentrale Rolle spiele, könne autonomes Fahren langfristig zur Entlastung im Nahverkehr beitragen.

Bewässerung

Region Hannover begrenzt Sommerbewässerung erneut

13. Mai 2025/in Region Hannover

Wasserstrategie der Region sieht Einschränkungen bei Hitze zwischen 11 und 17 Uhr vor.

REGION HANNOVER (redu). Auch in diesem Sommer gelten in der Region Hannover zeitlich begrenzte Bewässerungsverbote bei hohen Temperaturen. Landwirtschaft, private Gärten und Sportanlagen dürfen bei über 27 Grad zwischen 11 und 17 Uhr nicht beregnet werden.

Die Region Hannover führt die im Vorjahr eingeführten Bewässerungsregeln zum Schutz des Grundwassers fort. Vom 1. Juni bis zum 30. September darf an besonders heißen Tagen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr keine Beregnung land- und forstwirtschaftlicher Flächen, privater und öffentlicher Grünflächen sowie Sportanlagen erfolgen.

Voraussetzung für das Inkrafttreten ist eine Lufttemperatur von mindestens 27 Grad, gemessen an der Wetterstation am Flughafen Langenhagen.

Unabhängig von Tageszeit und Temperatur dürfen weiterhin wassersparende Bewässerungstechniken wie die Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft oder punktuelle Beet- und Baumbewässerungen eingesetzt werden. Auch die Nutzung von Regenwasser aus Zisternen bleibt uneingeschränkt möglich.

Umweltdezernent Jens Palandt betonte, dass trotz relativ wasserreicher Jahre 2023 und 2024 die Grundwassersituation kritisch sei. Die zeitlich begrenzten Einschränkungen seien ein zentraler Bestandteil der Wasserstrategie der Region. Ziel sei es, auch langfristig eine stabile Versorgung mit Wasser sicherzustellen.

Laut Palandt hätten sich die Regelungen in der Vergangenheit bewährt. Sie würden mit moderatem Aufwand eingehalten und hätten bei Sportvereinen sowie in der Landwirtschaft größtenteils auf Verständnis gestoßen. Verstöße gegen die Vorgaben können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, bisher seien allerdings keine Bußgelder nötig gewesen.

Zusätzlich unterstützt die Region Hannover Kommunen und Sportvereine bei der Umsetzung klimaanpassender Maßnahmen. Eine Million Euro stehen über die Förderrichtlinie „Klimafolgenanpassung“ bereit. Förderfähig sind unter anderem wassersparende Bewässerungssysteme, unbewässerte Sportplatzbeläge, Regenwasserspeicher, Entsiegelung und Begrünung oder Hochwasserschutzmaßnahmen.

Pro Projekt sind bis zu 50.000 Euro möglich. Antragsberechtigt sind Kommunen, kommunale Tochtergesellschaften und Sportvereine aus dem Stadt- oder Regionssportbund Hannover.

Ein Beispiel für eine geförderte Maßnahme ist die Tennisgemeinschaft Hannover. Sie wandelt zwei ihrer acht Plätze in Hardcourtfelder um, die ohne Beregnung auskommen. Eine neue elektronische Anlage versorgt die übrigen Plätze in den Nachtstunden effizient mit Wasser. Die Region beteiligt sich mit der maximalen Fördersumme von 50.000 Euro.

Drehleitereinsatz Feuewehr Altwarmbüchen

Feuer in Scheune: Großeinsatz in Isernhagen H.B.

13. Mai 2025/in Region Hannover

Anwohner bergen Gasflaschen – Feuerwehr verhindert Ausbreitung des Feuers.

ISERNHAGEN (redu). Ein Feuer hat am Dienstagmittag eine Scheune in Isernhagen H.B. stark beschädigt. Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften mehrerer Ortsfeuerwehren (HB, NB, FB, KB, Neuwarmbüchen und Altwarmbüchen) im Einsatz. Anwohner retteten noch vor deren Eintreffen mehrere Gasflaschen aus dem Gebäude. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.

In Isernhagen H.B. ist am Dienstag, den 13. Mai, gegen Mittag eine Scheune an der Ortsdurchfahrt in Brand geraten. Das Feuer brach auf einem Eckgrundstück an der Kreuzung Burgwedeler Straße und Bahnhofstraße aus.

Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um ein Nebengebäude, das als Stall genutzt wurde. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich zum Glück keine Tiere darin. Die Pferde waren bereits auf eine nahegelegene Weide gebracht worden.

Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr handelten Anwohner geistesgegenwärtig. Sie holten mehrere Gasflaschen aus dem Gebäude und trugen sie in Sicherheit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Scheune bereits in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, darunter auch die Drehleiter aus Altwarmbüchen. Derzeit sind rund 65 Einsatzkräfte vor Ort. Das DRK Isernhagen übernahm die kleine Einsatzverpflegung für die eingesetzten Kräfte. Zusätzlich kamen zwei Rettungswagen zum Einsatz.

Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, wurden Teile des Dachs entfernt. Da vermutet wird, dass im Gebäude Asbest verbaut ist, arbeiten die Einsatzkräfte unter Atemschutz und Schutzmasken. Anwohner wurden vorsichtshalber aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Burgwedeler Straße (Landesstraße 381) ist aufgrund des Einsatzes derzeit voll gesperrt. Es kam bereits zu erheblichen Verkehrsbehinderungen mit Rückstaus über mehrere Hundert Meter in beide Richtungen. Die Straße dient derzeit als Umleitungsstrecke für die gesperrte K113 in Isernhagen K.B. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Die Nachlöscharbeiten dauern wegen in Brand geratener Heuballen in der Scheune länger. Zur Brandursache liegen noch keine Informationen vor.

Feuer in Scheune: Großeinsatz in Isernhagen H.B. – BGPress 1317348

Heute kurz nach Mittag stand eine Scheune in der Burgwedeler Straße in Isernhagen HB in Vollbrand und konnte nur von Aussen gelöscht werden. © Bernd Günther

S-Bahn

Nächtliche Bauarbeiten beeinträchtigen Bahnverkehr

2. Mai 2025/in Region Hannover

Softwareupdate und Instandhaltung sorgen für Teilausfälle auf mehreren S-Bahn Linien.

HANNOVER (redu). In der Nacht vom 10. Mai ab etwa 21 Uhr bis zum Morgen des 11. Mai gegen 6 Uhr werden im Bereich des elektronischen Stellwerks (ESTW) am Hauptbahnhof Hannover Softwarearbeiten durchgeführt. Damit verbunden ist die geplante Reaktivierung von drei Abstellgleisen im Bereich Hannover Hainholz.

Parallel finden auf den Streckenabschnitten Wennigsen–Haste sowie Hannover Hbf–Hildesheim Hbf Instandhaltungsmaßnahmen statt. Aufgrund der Arbeiten kommt es auf mehreren Linien der S-Bahn Hannover zu temporären Einschränkungen.

Betroffene Linien und Änderungen im Überblick:

S1:

  • Zugausfälle zwischen Seelze und Hannover Hbf, Ersatzverkehr (SEV) eingerichtet

  • Haltausfälle in Letter, Leinhausen und Nordstadt, Verweis auf Folgeverbindungen

  • Ausfälle zwischen Hannover Hbf und Linden/Fischerhof, SEV oder Stadtbahn empfohlen

  • Ausfälle zwischen Wennigsen und Haste, SEV eingerichtet

S2:

  • Teilausfälle zwischen Wennigsen und Haste, SEV eingerichtet

  • SEV zwischen Neustadt a. Rbge. und Wunstorf wegen paralleler Baumaßnahme

S3:

  • Ausfälle zwischen Hannover Hbf und Lehrte, SEV eingerichtet

S4:

  • (Teil-)Ausfälle Hildesheim Hbf – Hannover Hbf – Bennemühlen, SEV eingerichtet

  • Haltausfälle in Vinnhorst, Ledeburg und Nordstadt, Nutzung nachfolgender Fahrten empfohlen

S5:

  • (Teil-)Ausfälle zwischen Flughafen und Hannover Hbf, SEV im Stundentakt

  • Ausfälle auf Abschnitt Hbf – Linden/Fischerhof – Weetzen, SEV oder Stadtbahn nutzbar

  • Haltausfälle in Vinnhorst, Ledeburg, Nordstadt sowie Langenhagen Mitte (Richtung Flughafen), SEV stündlich

S7:

  • Teilausfälle zwischen Hannover Hbf und Lehrte, SEV eingerichtet

Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über alternative Verbindungen und den SEV zu informieren. Entsprechende Hinweise gibt es in den bekannten Auskunftsmedien wie dem DB Navigator, FahrPlaner oder der ÜSTRA-App.

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