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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Technische Rettung

Stadtbahn kollidiert mit Pkw: Fünf Verletzte in Laatzen

25. Juli 2025/in Region Hannover

Rettung mit hydraulischem Gerät – Stadtbahnfahrer erleidet Schock.

LAATZEN (redu). Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstagmittag den Bahn- und Straßenverkehr in Laatzen-Grasdorf erheblich beeinträchtigt. Ein Pkw prallte beim Wenden gegen eine Stadtbahn der Linie 2 – fünf Personen wurden verletzt.

Gegen 11:40 Uhr ereignete sich am Donnerstag auf der Hildesheimer Straße in Laatzen-Grasdorf ein Unfall zwischen einer Stadtbahn der Linie 2 und einem Pkw. Beim Wendemanöver übersah ein 38-jähriger Mann aus dem Kreis Peine die parallel fahrende Bahn. Trotz Notbremsung wurde sein Mazda 5 rund 15 Meter weit in das Gleisbett geschoben.

Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Auch seine 37-jährige Ehefrau sowie zwei der drei mitfahrenden Kinder im Alter von acht, neun und fünfzehn Jahren wurden schwer verletzt. Ein weiteres Kind wurde leicht verletzt. Alle Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.

Die Unfallmeldung mit dem Einsatzstichwort „Pkw gegen Bahn“ ging um 11:45 Uhr bei der Ortsfeuerwehr Laatzen ein. Die ersten Einsatzkräfte fanden ein weit verstreutes Trümmerfeld vor. Während Ersthelfer die Familie zunächst betreuten, übernahm später der Rettungsdienst mit Notärzten die Versorgung.

Die Fahrgäste der Stadtbahn blieben unverletzt und wurden von Üstra-Mitarbeitenden evakuiert. Der 20-jährige Fahrer der Bahn erlitt einen leichten Schock und wurde durch Betriebsangehörige betreut.

Die Hildesheimer Straße war von 11:45 Uhr bis etwa 14:00 Uhr voll gesperrt. Die Linie 2 wurde auf den Streckenverlauf der Linie 1 umgeleitet. In dem betroffenen Abschnitt kam ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zum Einsatz.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Laatzen mit fünf Fahrzeugen auch der Rettungsdienst mit vier Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeugen, die Polizei mit zwei Streifenwagen sowie der Verkehrsunfalldienst und Mitarbeitende der Üstra.

Laubenbrand

Feuer zerstört Laube und Fahrzeug nahe Naturfreundehaus

21. Juli 2025/in Region Hannover

Lösch- und Suchaktion dauert bis in den Morgen – Polizei ermittelt.

LEHRTE (redu). In einem abgelegenen Waldstück bei Sievershausen hat am frühen Montagmorgen ein Feuer eine Gartenlaube und ein Auto vollständig zerstört. Die Feuerwehr war mit großem Aufgebot im Einsatz. Eine Personensuche blieb ohne Ergebnis.

Am Montagmorgen gegen 4:50 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Arpke, Hämelerwald und Sievershausen zu einem Brand in einem Waldgebiet nahe dem Naturfreundehaus Grafhorn alarmiert. Die Einsatzstelle war zunächst schwer zu lokalisieren. Erst der weithin sichtbare Feuerschein führte die ersten Kräfte zum Ort des Geschehens. Dort brannten eine Laube und ein abgestelltes Fahrzeug in voller Ausdehnung.

Die Einsatzleitung vor Ort übernahm Carsten Rex. Aufgrund der Lage forderte er weitere Unterstützung an: Einsatzkräfte aus Immensen sowie den Abrollbehälter Hygiene der Stadtfeuerwehr. Sofort wurde ein umfassender Löschangriff eingeleitet. Zwei Trupps unter Atemschutz setzten zwei C-Rohre zur Brandbekämpfung ein.

Die Laube war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits eingestürzt. Herabgestürzte Trümmer erschwerten das gezielte Ablöschen des Feuers erheblich. In unmittelbarer Nähe entdeckten die Einsatzkräfte eine Laterne mit einer brennenden Kerze auf einem Tisch. Diese Beobachtung führte zur Vermutung, dass sich möglicherweise noch eine Person in der Nähe aufgehalten haben könnte. Aus diesem Grund wurde das Umfeld der Brandstelle systematisch abgesucht. Dabei konnten jedoch keine Personen aufgefunden werden.

Da an der abgelegenen Einsatzstelle keine Hydranten vorhanden waren, musste die Wasserversorgung durch einen Pendelverkehr wasserführender Fahrzeuge sichergestellt werden. Diese transportierten Löschwasser fortlaufend von einer Entnahmestelle in Immensen zur Einsatzstelle im Wald.

Wegen der hohen Belastung unter Atemschutz wurden im weiteren Verlauf zusätzlich Atemschutzgeräteträger aus den Ortsfeuerwehren Aligse und Steinwedel nachalarmiert. Ebenso wurde ein Radlader des städtischen Bauhofs zur Unterstützung hinzugezogen. Dieser wurde eingesetzt, um die eingestürzte Laube zu beräumen. So konnten versteckte Glutnester lokalisiert und gezielt abgelöscht werden.

Im Verlauf der Löscharbeiten wurden insgesamt sechs Gasflaschen entdeckt. Eine davon musste zur Kühlung in ein Wasserbad gelegt werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Um 9:20 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Insgesamt wurden bei dem Einsatz 24 Atemschutzgeräte verwendet.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens aufgenommen. Konkrete Angaben dazu lagen zunächst nicht vor.

Insgesamt waren etwa 50 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen vor Ort. Neben den sechs beteiligten Ortsfeuerwehren waren der Abrollbehälter Hygiene der Stadtfeuerwehr, der Stadtbrandmeister und sein Stellvertreter, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst, die Polizei sowie der städtische Bauhof in den Einsatz eingebunden.

Vegetationsbrand Übung

Feuerwehr übt Waldbrandbekämpfung bei Maspe

18. Juli 2025/in Region Hannover

Vegetationsbrand-Szenario im Wald nahe der A352 wird als realitätsnahe Übung simuliert.

LANGENHAGEN (redu). Mit dichter Rauchentwicklung und fordernder Einsatzstruktur haben drei Ortsfeuerwehren am Mittwochabend bei Maspe ein großangelegtes Waldbrandszenario geprobt. Im Fokus der Übung standen Wasserversorgung und Kommunikation unter realitätsnahen Bedingungen.

Ein fiktiver Vegetationsbrand nördlich von Maspe war am Mittwochabend Ausgangspunkt für eine umfassende Feuerwehrübung. Beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Kaltenweide, Krähenwinkel und Langenhagen. Ziel der Maßnahme war es, das Vorgehen im Ernstfall praxisnah zu trainieren und die Zusammenarbeit im Gelände zu verbessern.

Gegen 19:45 Uhr wurde laut Übungslage eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die Wehren gemäß der örtlichen Alarm- und Ausrückeordnung mit dem Einsatzstichwort „BA2“. Die angenommene Lage war ein rund fünf Hektar großer Brandabschnitt nahe der A352.

Der Bereitstellungsraum befand sich an einem Wegedreieck bei Maspe. Von dort aus koordinierte der Einsatzleitwagen aus Kaltenweide über Digitalfunk die Einsatzabschnitte. Die Teams agierten in strukturierter Abschnittseinteilung mit klaren Aufgaben und Rückmeldungen.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Wasserlogistik. Wasser wurde aus einem stationären Tiefbrunnen mittels Tragkraftspritze entnommen und per Tanklöschfahrzeug im Pendelverkehr zu den simulierten Brandherden gebracht. Damit wurde eine typische Einsatzsituation bei Waldbränden realitätsnah nachgestellt.

Ein weiterer Fokus lag auf der Führungsstruktur und der Kommunikation. Die Einsatzleitung erfasste Lagemeldungen, erteilte strukturierte Aufträge und koordinierte das Zusammenspiel der Einheiten. Insgesamt nahmen 44 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen an der Übung teil.

Die Übung wurde von Tobias Seifert, Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Kaltenweide, entwickelt und geleitet. Er betonte die Bedeutung der praktischen Erprobung: „Kommunikation, Führung und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle.“

Die Übung endete planmäßig gegen 21:30 Uhr. Eine Auswertung findet in den nächsten Tagen in den beteiligten Ortsfeuerwehren statt. Die Stadtfeuerwehr Langenhagen sprach allen Einsatzkräften Anerkennung für die professionelle Durchführung der Ausbildungsmaßnahme aus.

Löschwasserversorgung

Löschwasserversorgung bei Vegetationsbränden muss geübt werden. © Carl-Marcus Müller

Marienburg App

Digitale Zeitreise rund um Schloss Marienburg startet

16. Juli 2025/in Region Hannover

Per App in die Geschichte von Schloss Marienburg eintauchen.

PATTENSEN (redu). Das Schloss Marienburg ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten für Besucher geschlossen. Doch eine neue digitale Tour schafft Abhilfe: Per App können Interessierte eine virtuelle Zeitreise rund um das Schloss unternehmen – mit historischen Hintergründen, Bildern und Filmen.

Schloss Marienburg zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der Region Hannover. Während der historischen Gebäudekomplex wegen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen derzeit für das Publikum nicht zugänglich ist, ermöglicht eine neue digitale Lösung dennoch spannende Einblicke: Mit der erweiterten „Pattensen Zeitreise App“ können Gäste nun eine virtuelle Tour um die Marienburg erleben.

Die App wurde um die Funktion „Zeitreise um die Marienburg“ ergänzt und verbindet einen Spaziergang im Außenbereich des Schlosses mit digitalen Inhalten auf dem Smartphone oder Tablet. Der interaktive Rundgang führt über einen 500 Meter langen Weg und umfasst 15 Stationen. Entlang der Strecke können Nutzer über QR-Codes multimediale Inhalte abrufen – darunter hochwertige 360°-Panoramabilder, erläuternde Texte sowie informative Filmsequenzen.

Zentrales Ziel des Angebots ist es, das kulturelle Erbe des Schlosses auch während der Sanierungszeit erlebbar zu machen. Die App gibt unter anderem Einblicke in die Geschichte der Welfen, die Architektur der Marienburg, den Rittersaal, das Trauzimmer und die Baugeschichte. Dabei lässt sich das historische Umfeld mit der virtuellen Präsentation verbinden – eine Kombination aus realem Ortserlebnis und digitaler Information.

Technisch basiert die Anwendung auf der bereits bekannten App der Stadt Pattensen, deren bewährtes Konzept beibehalten und nun erweitert wurde. Die Tour kann im Vorfeld heruntergeladen werden und ist somit auch ohne mobile Datenverbindung vor Ort nutzbar. Der benötigte Speicherplatz liegt bei rund 350 Megabyte, die empfohlene Dauer der Tour beträgt etwa 60 Minuten.

Entwickelt wurde das Projekt auf Initiative der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG), gemeinsam mit der Stadt Pattensen sowie in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Marienburg, dem Landesmuseum Hannover, dem Haus Hannover und der Region Hannover. Die technische Umsetzung erfolgte durch die Agentur Extended Vision mit Sitz in Freiburg.

Regionspräsident Steffen Krach betont den Stellenwert des Angebots: „Die Marienburg ist eines der touristischen Highlights unserer Region und genießt auch international große Aufmerksamkeit. Viele Besucher kommen wegen Serienproduktionen wie Maxton Hall und wollen das Schloss erleben – mit der App bieten wir trotz Sanierung ein attraktives Erlebnis.“

Die App-Tour soll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Inhalte sollen ergänzt, aktualisiert und – abhängig vom Baufortschritt – um zusätzliche Stationen erweitert werden. Interessierte finden weitere Informationen auf der Website der Region Hannover unter www.visit-hannover.com/zeitreise-marienburg.

Digitale Zeitreise rund um Schloss Marienburg startet – Zeitreise Marienburg Tablett mf

So schaut die App auf einem Tablett oder iPad aus © Matthias Falk

Drehleitereinsatz bei Wohnungsbrand

Brand in Berenbostel: Rauchmelder verhindert Schlimmeres

13. Juli 2025/in Region Hannover

Etwa 40 Einsatzkräfte im Einsatz – Strom abgeschaltet, Wohnung vorerst nicht bewohnbar.

GARBSEN (redu). Am Samstagabend musste die Ortsfeuerwehr Berenbostel gegen 20 Uhr zu einem Einsatz in die Böckeriethe ausrücken. Ein ausgelöster Rauchmelder und deutliche Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses hatten den Alarm ausgelöst. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch aus der betroffenen Wohnung.

Die Bewohner des Hauses hatten sich bereits ins Freie begeben. Die Einsatzleitung erhöhte daraufhin die Alarmstufe. Auch die Ortsfeuerwehren Heitlingen und Stelingen sowie der Einsatzleitwagen der Stadtfeuerwehr wurden hinzugezogen. Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrleute vor Ort.

Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrkräfte in die Brandwohnung vor und konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Das Feuer war offenbar im Bereich eines Aquariums entstanden. Nach dem Löschen belüftete die Feuerwehr das Gebäude und kontrollierte alle weiteren Wohnungen auf mögliche Gefahrenquellen.

Der Notdienst der Stadtwerke schaltete vorsorglich den Strom im Haus ab. Aufgrund der starken Rauchentwicklung ist die Brandwohnung derzeit unbewohnbar. Die übrigen Bewohner konnten bei Bekannten oder Verwandten unterkommen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor. Der Einsatz war gegen 21 Uhr beendet.

Bevölkerungsschutz in der Region Hannover

Region Hannover bereitet sich umfassend auf Krisen vor

12. Juli 2025/in Region Hannover

Region Hannover setzt auf moderne Infrastruktur und ehrenamtliche Kräfte im Katastrophenschutz.

REGION HANNOVER (redu). Ob Naturereignisse, Stromausfälle oder Großschadenslagen – die Region Hannover rüstet sich mit Technik, Ausbildung und Kooperation für den Bevölkerungsschutz. Zum Bevölkerungsschutztag am 12. Juli erklären sie ihre Strategien.

Die Region Hannover stellt sich zunehmend auf potenzielle Krisenszenarien ein. Zum bundesweiten Bevölkerungsschutztag unterstreicht die Verwaltung die Bedeutung eines gut aufgestellten und koordinierten Schutzsystems. Neben professionellen Strukturen setzt die Region auf das Engagement der Bevölkerung – von der Nutzung digitaler Warnsysteme bis zur freiwilligen Mitarbeit im Katastrophenschutz.

Ein zentrales Element ist der Rettungsdienst, der von der Region betrieben wird. 18 Rettungswachen und sechs Notarzteinsatzfahrzeuge decken das gesamte Gebiet ab. Mit der Digitalisierung aller Einsätze seit April 2025 lassen sich jährlich rund 120.000 Notfälle effizient dokumentieren und auswerten. Ergänzt wird das System durch das sogenannte MANV-Konzept, das bei einem Massenanfall von Verletzten greift. Es kommt zum Einsatz, wenn Ereignisse wie Unfälle mit vielen Beteiligten eintreten – etwa bei Bus- oder Flugzeugunglücken. In groß angelegten Übungen trainieren Haupt- und Ehrenamtliche regelmäßig den Ernstfall.

Auch im Bereich der Feuerwehr wird investiert. In Ronnenberg entsteht eine neue Feuerwehrtechnische Zentrale mit moderner Ausrüstung, Schulungsräumen und Übungsmöglichkeiten. Die Anlage soll ein zentraler Ort für Aus- und Fortbildung sowie Einsatzvorbereitung werden. Zusätzlich wurde 2023 ein neues Fahrzeugkonzept entwickelt. Bis 2028 fließen rund 4,6 Millionen Euro in die Beschaffung von 30 Spezialfahrzeugen, Abrollbehältern und Anhängern. Diese kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn örtliche Kapazitäten nicht ausreichen.

Zur verbesserten Koordination bei Großschadenslagen hat die Region ihre Technische Einsatzleitung (TEL) mit hochmodernen Einsatzleitfahrzeugen ausgestattet. Sie ermöglichen die Kommunikation und Einsatzführung direkt vor Ort. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Warninfrastruktur: Mit einem jährlich mit einer Million Euro ausgestatteten Sirenenförderprogramm wird die flächendeckende Warnfähigkeit ausgebaut.

Im Krisenstab der Region Hannover engagieren sich über 100 Verwaltungsmitarbeitende freiwillig. Sie übernehmen im Ernstfall administrative Aufgaben – von der Lagebewertung bis zur Ressourcenverteilung. Ihre Ausbildung erfolgt in regelmäßigen Fortbildungen und praxisnahen Katastrophenschutzübungen. Die Szenarien reichen von Naturereignissen bis zu technischen Großstörungen.

Ein weiteres Beispiel für vorausschauende Planung ist das Starkregenportal, das 2023 als erstes seiner Art in Niedersachsen veröffentlicht wurde. Es stellt für alle 21 Kommunen Karten bereit, die Überflutungsrisiken bei Starkregen visualisieren. So können Bürgerinnen und Bürger frühzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen. Das Portal ist online abrufbar und bietet auch kommunalen Behörden eine fundierte Planungsgrundlage.

Die Hochwasserlage zum Jahreswechsel 2023/2024 stellte vielerorts eine Bewährungsprobe dar. Aufgrund intensiver Regenfälle und überlasteter Böden kam es in mehreren Kommunen zu kritischen Pegelständen. Die Region Hannover koordinierte in enger Zusammenarbeit mit der TEL und den Feuerwehrtechnischen Zentralen die Verteilung von Sandsäcken, mobilen Schutzsystemen und schwerem Gerät. Damit konnten gefährdete Gebiete kurzfristig gesichert werden.

Regionspräsident Steffen Krach betont, dass Bevölkerungsschutz nur gemeinsam gelingen könne. Jede und jeder Einzelne sei gefragt – sei es durch das Verständnis von Warnsignalen, das Anlegen eines Notvorrats oder durch ehrenamtliche Unterstützung. Dezernentin Christine Karasch hebt hervor, dass die Zusammenarbeit aller Akteure das Rückgrat eines funktionierenden Schutzsystems bildet. Nur so könne die Sicherheit der Bevölkerung auch in Ausnahmesituationen gewährleistet werden.

Möglicher Badeunfall

Großeinsatz am Wietzesee nach möglichem Badeunfall

12. Juli 2025/in Region Hannover

Feuerwehr, DLRG und Polizei beenden Suche am See – bisher keine Hinweise auf Vermissten.

LANGENHAGEN (redu). Eine mögliche Wasserrettung löste am Freitagabend einen Großeinsatz bei Langenhagen aus. Trotz intensiver Suchmaßnahmen im Wietzesee blieb der Einsatz ohne konkretes Ergebnis.

Am Freitagabend gegen 18.47 Uhr wurde der Feuerwehrleitstelle eine möglicherweise untergehende Person im hinteren Bereich des Wietzesees gemeldet. Eine Passantin hatte beobachtet, wie jemand offenbar im Wasser unterging und sich nicht mehr über Wasser halten konnte. In der Nähe des mutmaßlichen Unglücksortes fanden Einsatzkräfte eine herrenlose Jacke.

Rund 80 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und DLRG waren an der Suche beteiligt. Tauchergruppen aus Lehrte, Burgdorf, Sehnde und Seelze kamen zum Einsatz. Die Feuerwehr Langenhagen unterstützte die Maßnahmen mit mehreren Booten und einer Drohne. Die Suchaktion wurde am Abend wegen einsetzender Dunkelheit abgebrochen.

Bislang gibt es keine Bestätigung, ob tatsächlich eine Person verunglückt ist. Laut Polizei lagen am Abend des Einsatzes keine Vermisstenmeldungen vor. Die Ermittlungen dauern an.

Der Wietzesee, auch Hastrasee genannt, liegt im Wietzepark nördlich von Langenhagen. Anders als der südlich gelegene Hufeisensee, an dem die DLRG am Wochenende den Badebetrieb überwacht, ist das Baden in den nördlichen Baggerseen offiziell untersagt.

Rettungsgerätschaften

Für eine etwaige Rettung liegen alle notwendigen Geräte bereit © Carl-Marcus Müller

Übergriff verhindert

LKW mit Windkraft-Transport auf A352 in Brand geraten

9. Juli 2025/in Region Hannover

Auflieger mit Windkraftanlagenteil brennt – Feuer unter Atemschutz schnell gelöscht.

WEDEMARK (redu). In der Nacht zum Mittwoch ist auf der A352 ein LKW-Auflieger mit einem Windkraftanlagenteil in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte die Flammen unter Kontrolle bringen und ein Ausbreiten verhindern.

Am Mittwoch, den 09. Juli 2025, wurden die Ortsfeuerwehren Mellendorf, Meitze, Gailhof und Wennebostel um 01:02 Uhr zu einem Brandeinsatz auf die Bundesautobahn 352 alarmiert. Gemeldet wurde ein LKW-Brand in Fahrtrichtung Kaltenweide.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die letzte Achse eines mit einem Teilstück einer Windkraftanlage beladenen Aufliegers in Flammen. Zwei Trupps unter Atemschutz nahmen die Brandbekämpfung auf und konnten das Feuer zügig eindämmen. Dank der mitgeführten Löschwasservorräte der Einsatzfahrzeuge wurde ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Vegetation verhindert.

Der Einsatz war gegen 03:00 Uhr beendet, die letzten Einheiten rückten wieder ein. Insgesamt waren 40 Feuerwehrkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Zur Brandursache sowie zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit keine Informationen vor.

Nächtlicher Großbrand in Lehrte: Kleingartenanlage in Flammen – BGPress 1328621

Nächtlicher Großbrand in Lehrte: Kleingartenanlage in Flammen

9. Juli 2025/in Region Hannover

Explosionen und Funkprobleme erschweren nächtlichen Löscheinsatz bei Gartenlaubenbrand.

LEHRTE )redu). Ein Großbrand in einer Gartenanlage bei Lehrte hat in der Nacht zum Mittwoch zu einem aufwendigen Feuerwehreinsatz geführt. Die Flammen bedrohten benachbarte Parzellen. Mehrere Wehren konnten ein Übergreifen verhindern. Die Brandursache ist unklar.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Ortsfeuerwehr Ahlten gegen 23:22 Uhr wegen eines vermuteten Feuers im Bereich Köthenwaldstraße nahe Lehrte alarmiert. Zeugen hatten von schwarzem Rauch und Flammenschein berichtet. Bereits auf der Anfahrt bestätigten die Einsatzkräfte die Lage. Aus mehreren Kilometern Entfernung waren helle Flammen in einer Kleingartenanlage am Fuhrenweg zu sehen.

Vor Ort stellte sich heraus, dass eine größere Gartenlaube samt Unterstand sowie angrenzende Vegetation in Brand standen. Die enorme Hitzeentwicklung und starker Funkenflug machten ein schnelles Eingreifen erforderlich. Zur Unterstützung wurden die Ortsfeuerwehren aus Lehrte, Aligse und Steinwedel sowie Spezialfahrzeuge, darunter der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2), nachalarmiert. Die Einsatzleitung stufte das Ereignis auf die Kategorie „b3 – Großbrand“ hoch.

Die Löschmaßnahmen wurden mit insgesamt sieben C-Rohren und einem B-Rohr durchgeführt. Wegen der starken Rauchentwicklung kam Atemschutztechnik umfassend zum Einsatz. Die Einsatzkräfte verhinderten mit gezielten Maßnahmen ein Übergreifen auf weitere Parzellen. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Zur Ablöschung tiefer liegender Glutnester wurde die Brandfläche abschließend mit einem Schaumteppich bedeckt.

Nächtlicher Großbrand in Lehrte: Kleingartenanlage in Flammen – BGPress 1328623

Ausfall des Digitalfunknetzes bereitet bei dem Einsatz Kommunikationsprobleme © Bernd Günther

Besonders problematisch war in der Anfangsphase der Ausfall des Digitalfunknetzes. Die Kommunikation zwischen den Einsatzabschnitten und zur Leitstelle war nur über Mobiltelefone möglich. Diese Einschränkung erschwerte die Koordination erheblich. Zusätzlich wurden die Einsatzkräfte durch mehrere Explosionen gefährdet. Im Brandobjekt lagerten unter anderem Spraydosen und Propangasflaschen, die während des Feuers detonierten.

Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Die Polizei sicherte die Einsatzstelle und nahm Ermittlungen zur Klärung der Brandursache auf. Angaben zur Schadenshöhe lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor. Eine Brandnachschau durch die Feuerwehr ist im Laufe des Vormittags vorgesehen, um verbliebene Glutnester auszuschließen.

Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen beteiligt. Vor Ort waren neben den Ortsfeuerwehren auch der Stadtbrandmeister, sein Stellvertreter, der Feuerwehrpressesprecher, ein Gerätewagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale Burgdorf sowie Rettungsdienst und Polizei. Die Stadtfeuerwehr Lehrte stellte zudem die Hygienekomponente.

Gefahrguteinsatz Laatzen

Gefahrguteinsatz in Laatzen wegen austretender Schwefelsäure

8. Juli 2025/in Region Hannover

1.000 Liter Schwefelsäure gelangten in Kanalisation – Einsatz dauerte über vier Stunden.

LAATZEN (redu). Ein nächtlicher Gefahrstoffeinsatz bei CG Chemikalien in Laatzen hat am Montagmorgen zahlreiche Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr gefordert. Schwefelsäure war aus einem beschädigten Tank ausgetreten und in die Kanalisation gelangt.

Auf dem Betriebsgelände der Firma CG Chemikalien in Laatzen ist in der Nacht zu Montag Schwefelsäure aus einem Tank ausgetreten. Ein Mitarbeiter entdeckte gegen 02:37 Uhr bei einem Kontrollgang das Leck. Die Ortsfeuerwehr Laatzen und der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Laatzen rückten mit etwa 55 Kräften aus.

Vor Ort stellte sich heraus, dass aus einem vier Zentimeter großen Leck Schwefelsäure austrat. Die Einsatzkräfte dichteten die beschädigte Stelle unter Chemikalienschutzanzügen zunächst mit einem Holzkeil provisorisch ab. Anschließend wurde die Flüssigkeit aufgefangen und der Tank vollständig entleert.

Etwa 1.000 Liter der insgesamt 4.000 Liter Schwefelsäure gelangten laut Angaben in die Regenwasserkanalisation. Die untere Wasserbehörde der Region Hannover und der Bereitschaftsdienst des städtischen Betriebshofes prüften daraufhin das Kanalsystem sowie ein angrenzendes Regenrückhaltebecken. Nach deren Einschätzung waren keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Da die Dauer der Entleerung zunächst nicht absehbar war, forderte die Feuerwehr zusätzliche Chemikalienschutzanzüge und Unterstützung von der Berufsfeuerwehr Hannover an. Der Einsatz konnte gegen 07:00 Uhr abgeschlossen werden.

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