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Schlagwortarchiv für: Hannover

Mannschaftswagen der Landespolizei© Bernd Günther

Ein Dutzend Versammlungen mit mehreren tausend Teilnehmenden in Hannover

8. Oktober 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 08.10.2022, hat die Polizei Hannover für einen friedlichen Verlauf von insgesamt zwölf Versammlungen in und rund um die Innenstadt von Hannover gesorgt.

Mehrere tausend Menschen demonstrierten für ihr Anliegen. Die Polizei musste bei wenigen Störungen eingreifen und leitete zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Versammlungsgesetz und vier Strafanzeigen ein.

Von 11:45 Uhr bis 12:45 Uhr fand am Schillerdenkmal in der Georgstraße eine Versammlung unter dem Thema „Stiller Aufruf für eine gemeinsame und respektvolle Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen“ statt. Neun Personen nahmen teil.

Von 12:15 Uhr bis 14:00 Uhr hielt das „Forum Iranische Demokraten“ eine Kundgebung am Steintorplatz ab. Diese stand unter dem Motto „Iran und die Proteste im Land“. Die Demonstration mit rund 150 Teilnehmenden verlief störungsfrei.

Von 13:00 Uhr bis 16:40 Uhr fand die Versammlung, die von einer Privatperson angezeigt war, in der Karmaschstraße Ecke Ständehausstraße unter dem Thema „Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags an 30.09.2022 in Afghanistan in einer Schule, bei der junge Mädchen getötet wurden“ statt. Rund 50 Personen nahmen daran teil.

Zwischen 13:20 Uhr und 14:15 Uhr fand am Kröpcke eine Versammlung der Gruppe „Omas gegen Rechts“ statt. Rund 70 Teilnehmerinnen demonstrierten zum Thema „Herz statt Hetze – mit Solidarität gegen Demokratiefeinde. Gegenveranstaltung zum Aufmarsch rechtsgerichteter und demokratiefeindlicher Gruppen auf dem Opernplatz, an dem auch die AfD beteiligt ist. Einen Tag vor der Landtagswahl in Niedersachsen rufen rechte Kräfte unter dem Motto ‚Der Norden steht auf‘ zum großen Aufmarsch in Hannover“. Wir protestieren gegen die demokratiezersetzenden Kräfte und wollen zeigen, dass ihre rechten Parolen in Hannover keinen Widerhall finden.“ Die Versammlung verlief störungsfrei.

Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr fand die sich fortbewegende Versammlung der „Direktversicherungsgeschädigten“ unter dem Thema „Wiederherstellung unseres Rechts und Abschaffung der unsolidarischen Doppelverbeitragung an die Kranken- und Pflegeversicherung. Damit sich Altersvorsorge für die junge Generation wieder lohnt. Wir sind friedliebende Bürger und wollen nur unser Recht, dass Verträge eingehalten werden.“ statt. Diese setzte sich am Trammplatz in Bewegung und endete mit einer Abschlusskundgebung in der Grupenstraße. Rund 30 Personen nahmen daran teil. Diese Versammlung verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr fand eine Versammlung der Initiative „Querdenken-511“ statt. Zunächst wurde eine Kundgebung auf dem Opernplatz abgehalten, anschließend setzte sich der Aufzug in Bewegung und zog durch die Innenstadt von Hannover. Die Abschlusskundgebung fand ebenfalls auf dem Opernplatz statt. In der Spitze demonstrierten rund 3.200 Personen unter dem Motto „Wir sind für die sofortige Aufhebung des IFSG und teilen unserem Kanzler und Ministerpräsidenten in Hannover mit, dass wir die Energiepreistreiberei und Enteignung der Bevölkerung durch die Regierung nicht akzeptieren.“ Die Versammlung verlief weitestgehend störungsfrei. Die Polizei musste jedoch eine Strafanzeige gegen eine Teilnehmerin wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie ein weiteres Strafverfahren wegen Verleumdung einleiten. Darüber hinaus wurde der Aufzug einmal polizeilich angehalten, um die erforderliche Anzahl der eingesetzten Ordner des Veranstalters anzupassen und weitere Abläufe mit der Versammlungsleitung zu besprechen.

Gegen 14:35 Uhr fand auf dem Platz der Weltausstellung eine nicht angezeigte Versammlung unter dem Thema „Iran/Irak“ statt. 15 Personen nahmen daran teil. Die Versammlung verlief friedlich und störungsfrei.

Von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr fand im Bereich an der Marktkirche eine stationäre Abschlusskundgebung der SPD im Rahmens des niedersächsischen Landtagswahlkampfes statt. Die Polizei schätzt die Teilnehmendenzahl auf rund 1.100 Personen. Die Versammlung wurde am Rande von einer kleinen Personengruppe gestört. Diese wurde von der Polizei als Versammlung deklariert und örtlich beschränkt. Im weiteren Verlauf verließ die Gruppe den Platz. Bei einer weiteren Störung wurde ein Verfahren wegen Volksverhetzung gegen eine teilnehmende Person eingeleitet.

Während der Abschlusskundgebung bildeten sich drei nicht angezeigte Proteste in der Schmiedestraße. Die eine Gruppe bestand aus acht ehemaligen Teilnehmenden der Versammlung „Iran/Irak“. Eine weitere Gruppe aus sechs Personen demonstrierte unter dem Thema „Leinemasch bleibt“. Weitere sechs Personen demonstrierten unter einer „Antifa“-Flagge.

Außerhalb des Versammlungsgeschehens wurde ein Verfahren wegen Beleidigung zwischen zwei kontrahierenden Personen eingeleitet.

Muffelwild bekommt im Tiergarten ein Zuhause – Mufflon mf© Matthias Falk

Muffelwild bekommt im Tiergarten ein Zuhause

7. Oktober 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). In das Rotwildgehege im Osten der Anlage sind fünf Mufflons (Muffelwild oder Muffel) eingezogen. Es handelt sich um zwei männliche Tiere in einem Alter von ein bis zwei Jahren sowie drei weibliche Tiere, die ein halbes bis zwei Jahre alt sind.

Die Tiere kommen aus verschiedenen Herden und Herkunftsorten aus Regensburg und Büddenstedt (Landkreis Helmstedt), um eine Inzucht zu vermeiden. Ende Oktober werden weitere drei bis fünf weibliche Lämmer, die aus dem Wildgatter der Stadt Uelzen angekauft werden, die kleine Herde ergänzen. Damit wird eine ausreichend große Herde mit einem angemessenen, artgerechten Bestand aus männlichen und weiblichen Muffeln erreicht, die auch Nachwuchs erwarten lassen. „Wir siedeln die Mufflons im Tiergarten an, weil es sich um eine interessante Wildart handelt, die auch für die Besucher*innen gut zu beobachten ist.

Vor dem Hintergrund, dass momentan ganze Bestände freilebender Muffel in Deutschland von Wölfen dezimiert werden, kann das neue Gehege darüber hinaus dazu beitragen, dass die Tiere einen geschützten Lebensbereich erhalten und ihr Bestand in Deutschland erhalten bleibt“, erläutert Tiergartenleiter Thomas Giese.

Im Rotwildgehege wurde für das Muffelwild ein ehemaliger Pferdestall als Unterstand umgebaut. Die Tiere teilen sich das Freigelände mit dem Rotwild und haben darüber hinaus noch eine eigene neue Klettermöglichkeit aus Kalksandstein, die auch der Klauenpflege dient.

Neu am Rotwild- und Muffelgehege ist auch eine Aussichtsplattform. Die Mitarbeiter*innen des Forstbetriebs haben das 1,30 Meter hohe und rund 5 mal 5 Meter große Podest aus heimischer Lärche gebaut. So kann das Rot- und das Muffelwild nun ganzjährig auch von kleineren Kindern gut beobachtet werden. Allerdings gilt hier, so wie im gesamten Tiergarten: das Füttern der Tiere ist verboten.

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG hat mit einer Spende von 10.000 Euro die Statik für die Aussichtsplattform und den geplanten Zukauf weiterer Tiere mitfinanziert. Ihren ersten großen „Auftritt“ haben die fünf neuen Bewohner des Rotwildgeheges am kommenden Sonnabend (8. Oktober) beim Tiergartenfest (https://langenhagener-news.de/tiergartenfest-am-8-oktober/).

Wissenswert zum Muffelwild in Deutschland

Beim Muffelwild (Ovis musimon, auch Mufflon genannt), weisen die Böcke (Widder) schneckenförmig eingedrehte, bis 80 Zentimeter lange Hörner auf. Die Weibchen haben, je nachdem von welcher Stammform sie kommen, keine oder nur kleine Hörner, die nach hinten gebogen sind. Auffällig ist der Sattelfleck und der helle Spiegel, wobei nur der Widder den Sattelfleck besitzt.

Die Tiere erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 90 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 55 Kilogramm (männliche Tiere). Das Mufflon gehört zu der Art der Wildschafe, nicht zu verwechseln mit dem Steinbock oder dem Gamswild. Die Tiere leben in kleinen Rudeln zusammen. Die Widder bilden dabei eigene kleine Rudel und gesellen sich zur Paarungszeit wieder zusammen.

Die Tiere, die heute in Deutschland leben, wurden erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Schlesien und in dem Thüringer Teil des Harzes ausgewildert. Muffel sind die weltweit kleinsten Wildschafe und stammen vermutlich aus Vorderasien. Um 7.000 vor Christus wurde die Wildart vom Menschen auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien eingeführt. Die wildlebenden Muffelbestände in Deutschland werden derzeit vielerorts vom Wolf beeinträchtigt.

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4 – BGP 15 20221006© Matthias Falk

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4

6. Oktober 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Vor 50 Jahren ist der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) Christoph 4 als Rettungshubschrauber am Standort Hannover vom damaligen Bundesminister des Innern, Hans-Dietrich Genscher, in Dienst gestellt worden. Der erste Einsatz erfolgte am 2. Oktober 1972.

Auf Einladung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Bundespolizei, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) kamen heute mehr als 100 Gäste zum 50. Geburtstag von Christoph 4 ins Neue Rathaus nach Hannover.

Der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Stephan Manke, sagt: „In den vergangenen 50 Jahren hat sich Christoph 4 zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. 1972 zum ersten Einsatz abgehoben, ist der orangene Rettungshubschrauber heute über 71.800-mal gestartet. Mit einem Einsatzradius von gut 50 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde ist er für das Rettungswesen in Niedersachsen unersetzlich geworden. Zahlreiche Menschen verdanken dem Einsatz von Christoph 4, dem fliegerischen Können der Piloten und dem medizinischen Sachverstand der Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, ihr Leben. Für diesen unermüdlichen und höchst professionellen Einsatz möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

Der Christoph 4 hat zum Jubiläumstag 71.803 Einsätze geflogen. Anfang der 70er-Jahre zählte Hannover mit München, Frankfurt und Köln zu den ersten vier Standorten, an denen Rettungshubschrauber den Dienstbetrieb aufgenommen hatten.

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4 – Christoph 4 bgpress

Christoph 4 – stationiert an der Medizinischen Hochschule Hannover © Bernd Günther / BG-PRESS.de

„Mit seiner Stationierung an der Medizinischen Hochschule wurde Christoph 4 ein Kernbestandteil ihres Unfall- und Rettungszentrums. Die daraus resultierende Schnittstelle zwischen Präklinik und Klinik bei der Versorgung von Notfallpatienten auf höchstem Niveau ist die perfekte Symbiose, die wir hier in Hannover vorfinden. Das kommt aber nicht von selbst. Dahinter verbirgt sich harte Arbeit verbunden mit dem Anspruch, immer weiter die Qualität des Vorhandenen zu verbessern, nie still zu stehen. Dafür danke ich Ihnen im Namen des BBK ganz herzlich“, sagt Christiane Dörnen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Vom Startpunkt Landeshauptstadt aus hat der Christoph 4 einen Einsatzradius von rund 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel, und dies 365 Tage im Jahr.

„Die Indienstnahme des Christoph 4 vor 50 Jahren war ein zukunftsweisender Schritt zur modernen und flächendeckenden Notfallversorgung, über die wir heute verfügen“, sagt Thorsten Ernst, Leiter Stabsbereich Grundsatzfragen und Organisation der JUH.

Polizeirat Jürgen Errerd, Leiter Fliegerstaffel-Standort Gifhorn der Bundespolizei, hob besonders die Teamleistung hervor, die den Christoph 4 tagtäglich abheben lasse. Zu nennen seien natürlich die Piloten, die Ärzte und die Notfallsanitäter. Aber auch die Techniker, Verwaltungskräfte und Kräfte, die die Maschine mit Treibstoff versorgen.

Zusammen mit Dr. med. Jan-Dierk Clausen aus der Unfallchirurgie der MHH blickte Volker Hubrich, 37 Jahre auf dem Christoph 4 im Einsatz und jetzt im Ruhestand, auf die lange Geschichte des Rettungshubschraubers Christoph 4 zurück: „Seit ich erstmalig in den Christoph 4 gestiegen bin, hat sich viel verändert“, sagt Hubrich. Allein in der technischen Ausstattung der Maschine habe es einen Quantensprung gegeben. Auch die medizinische Ausstattung sei revolutioniert worden – Beatmungsgeräte, kabellose EKGs – die Helikopter haben sich zu einem fliegenden Behandlungsraum entwickelt, so Clausen. Neben aller Ausstattung sei jedoch im Ernstfall die Arbeit des Teams auf höchstem Niveau besonders wichtig und entscheidend. Nur durch ein perfektes Zusammenspiel von Pilot, TC-HEMS und Notarzt könne das bestmögliche für den Patienten gerade in schwierigen Situationen erreicht werden, sagt Clausen. So habe sich der Rettungshubschrauber Christoph 4 zu einem zentralen Pfeiler der Versorgung der Bevölkerung des Landes Niedersachsens und des Versorgungsauftrages der Medizinischen Hochschule für das Bundesland entwickelt.

In diesem Rahmen hat sich ebenfalls die Ausbildung der fliegenden Retter verändert. Seit 2010 werden an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen am Christoph Life-Simulator Notärzte und Notfallsanitäter der Zivilschutzhubschrauber für die Luftrettung unter möglichst realen Bedingungen für den Ernstfall in CRM (Crew Ressource Management, ein Konzept zur Fehlervermeidung durch gute Kommunikation) ausgebildet.

Zum Hintergrund

Nachdem Anfang der 70er die Zahl der Verkehrstoten auf mehr als 20.000 gestiegen war, wurde die Luftrettung mit Hubschraubern ins Auge gefasst. Gerade vor dem Hintergrund, dass durch dieses schnelle Einsatzmittel viele Menschenleben gerettet werden könnten. Die Bundesländer sahen die flächendeckende Versorgung einer Luftrettung allerdings in der Verantwortung des Bundes. Nicht zuletzt auch deshalb, da die Bundesländer mit dem Aufbau des bodengebundenen Rettungsdienstes befasst waren. Schlussendlich stellte das Bundesministerium (BMI) auf Grundlage des Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes vom 9. Juli 1968 den Ländern ergänzende Ausrüstungen zur Verfügung. In diesem Rahmen beschaffte das BMI eine Vielzahl von Hubschraubern, die im Katastrophenfall für Lenkungs-, Führungs- und Erkundungsmaßnahmen eingesetzt werden können. Zu diesen zählt auch der Christoph 4. Die Zivilschutzhubschrauber wurden den Ländern vom Bund als ergänzende Ausrüstung zugewiesen, mit der Maßgabe, wenn diese nicht im Zivil- und Katastrophenschutz benötigt werden, diese in der Luftrettung einsetzen zu können.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung des Christoph 4 sind zahlreiche Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Not­fallsanitäter/TC-HEMS. Die Piloten werden von der Bundespolizei Fliegerstaffel Fuhlendorf, Stützpunkt Gifhorn, gestellt. Die Bundespolizei verantwortet zudem die Wartung sowie die Instandhaltung des Hubschraubers. Die Notärzte stellt die Klinik für Unfallchirurgie der MHH. Träger des Luftrettungsstützpunktes an der MHH ist das Land Niedersachsen. Der Christoph 4 gehört zur orangefarbenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5111© Bernd Günther

Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt

6. Oktober 2022/in Hannover

HANNOVER (PM/red). Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikstandortes hat die Landeshauptstadt ihre Leistungsfähigkeit im Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement für die Bewältigung von Extremsituationen unterschiedlichster Art ausgebaut. Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe und der Direktor der Feuerwehr Dieter Rohrberg gaben heute einen Einblick in den in vier Hallenbereiche aufgeteilten neuen Hallenkomplex.

Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5123

Der Direktor der Feuerwehr Dieter Rohrberg und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe stellen den neuen Logistikstandort für Bevölkerungsschutz für die Landeshauptstadt Hannover vor. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Das rund 32.000 Quadratmeter große Gewerbegrundstück, auf dem der Gebäudekomplex seit Oktober 2021 errichtet wurde, liegt im Gewerbegebiet „Am Pferdemarkt“ in Langenhagen. Die vier Hallenbereiche verfügen jeweils über kleine vollumfänglich mit Sanitäranlagen und Nebenräumen ausgestattete Bürotrakte. Insgesamt stehen 15.500 Quadratmeter Hallenfläche sowie knapp 1.000 Quadratmeter für Büros und Sozialräume zur Verfügung. Jede Halle ist von außen über mehrere Laderampen anfahrbar, zusätzlich gibt es jeweils die Möglichkeit mit einem LKW direkt in die Halle zu fahren. Alle vier Hallen sind intern miteinander über Durchgänge verbunden. Die energetischen Standards des Objektes entsprechen den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EneV).

„Für spontane und laufende Bedarfe durch Naturkatastrophen, Flüchtlingsunterbringung oder auch Pandemie werden mit der neuen professionellen Lagerlogistik an einem zentralen Standort Vorhaltung und Arbeitsabläufe optimiert, Wegezeiten minimiert und hervorragende Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen geschaffen. Bei der Lagerhalle in Langenhagen handelt es sich um einen Neubau, der allen notwendigen Parametern und Anforderungen der Nutzung durch die Landeshauptstadt gerecht wird“, hob Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe hervor.

Der Logistikstandort liegt in Langenhagen mit der Adresse Am Pferdemarkt 35 und hat eine direkte Anbindung aus dem Stadtgebiet heraus über die Vahrenwalder Straße und den Autobahnzubringer. Die Entfernung von der Feuer- und Rettungswache 1 beträgt nur knapp 9 km. Die überregionale Anbindung für den PKW- und LKW Verkehr erfolgt direkt über die BAB 2 und die BAB 352. Insbesondere für den Lieferverkehr bedeutet dies eine optimale Lage. Ebenso ist die Anbindung an den ÖPNV gewährleistet.

Einige Hintergrundfakten zu dem Logistikstandort für Bevölkerungsschutz:

  • Standort: Am Pferdemarkt 35, 30853 Langenhagen
  • Eine intensive Recherche der beteiligten Fachbereiche hat gezeigt, dass ein Objekt in der notwendigen Größe aktuell im Stadtgebiet der LHH nicht zeitnah
    verfügbar war, so dass auch außerhalb der Stadtgrenze gesucht wurde.
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit von Materialien und Gerät für den Bevölkerungsschutz verbunden mit signifikanten Preissteigerungen haben
    unterstrichen, wie wichtig eine ausreichende Vorhaltung ist. Ziel der Landeshauptstadt ist es, mit dem neuen zentralen Standort diese kontinuierliche
    Vorhaltung auszubauen.
  • Lagerung von Materialien für Einsatzlagen wie z.B.
    • Flüchtlingsunterbringung
    • Naturkatastrophen, Hochwasserschutz
    • Pandemie
    • Stromausfall und Sicherstellung der Trinkwasserversorgung.
  • Errichter des Objektes: Garbe Industrial Real Estate GmbH.
  • 32.000 Quadratmeter großes Gewerbegrundstück im Gewerbegebiet „Am Pferdemarkt“.
  • Neubaubeginn war im Oktober 2021, die Anmietung erfolgte im Juli 2022 (Zeitraum von 11 Monaten für die Errichtung). Die Bestückung mit Ausstattung und Einbringen der Lagerbestände konnte bereits zu diesem Zeitpunkt erfolgen.
  • Insgesamt stehen 15.500 Quadratmeter Hallenfläche sowie knapp 1.000 Quadratmeter für Büros, und Sozialräume zur Verfügung.
  • Der Mietvertrag wurde auf fünf Jahre abgeschlossen mit einer Option auf Verlängerung für weitere fünf Jahr.
  • Die Arbeitsplätze für alle Mitarbeiter*innen entsprechen den vorgegebenen Anforderungen der Arbeitssicherheit. Die Standards für Büroflächen der LHH
    werden in dem Objekt umgesetzt.
  • Auf dem Außengelände befinden sich Stellplätze für 65 Pkw und drei Lkw, damit sind auf dem Grundstück ausreichend Parkmöglichkeiten für PKWs und LKWs vorhanden

Nutzung des Modulares Warnsystem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5126

Vortrag zum Sachstand MoWaS von Bereichsleiter Branddirektor Dr. Christian Kielhorn © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Der Bereichsleiter für Technische Einsatzführung und Kommunikation, Branddirektor Dr. Christian Kielhorn, gab nach der Eröffnung des Logistikstandortes in einem kurzen Vortrag den Sachstand des Ausbaus von MoWaS (Modulares Warnsystem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)) wieder.  Mit ihr hat die Regionsleitstelle in Zukunft die Möglichkeit einer schnellen und sehr effektiven gezielten Warnung von Teilen der Bevölkerung bei unterschiedlichen Gefahrenlagen.

  • Mit der Installation von MoWaS baut die Landeshauptstadt ihre Leistungsfähigkeit in der Bevölkerungswarnung aus
  • Mit MoWas können zentral Warnungen an die Bevölkerung in Region und Landeshauptstadt Hannover über diverse Medien und Warnkanäle zeitnah
    ausgegeben werden
  • Vorgesehen sind zwei MoWas-Vollsysteme je Standort der Regionsleitstelle (redundant) auf den Feuer- und Rettungswachen 1 und 2
  • Neben der Leitstelle Stade und dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport ist die Regionsleitstelle Hannover der dritte Nutzer des Systems in Niedersachsen
  • Beispiele der Warnmöglichkeiten:
    • Warnung über Medien (beispielsweise öffentlich-rechtliche und private Rundfunkanstalten, dpa)
    • Warnung über Sirenen (in der LHH derzeit in der Projektierung)
    • Warnung über APPs: beispielsweise NINA, KATWarn
    • Warnung über öffentliche LED-Großleinwände
    • Warnung über Cell Broadcast (Wirkbetrieb geplant ab Mitte 2023)
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5112
    Auf dem 32.000 Quadratmeter großen Grundstück sind die Hallen gleich an mehreren Stellen über Laderampen und Hallentore anfahrbar.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5132
    Auf 15.500 Qadratmeter wurde der neue Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5134
    Auf 15.500 Qadratmeter lagern unter anderem Großzelte im Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5136
    Ein Abrollcontainer für den Hochwasserschutz in der Landeshauptstadt Hannover
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5138
    Auf 15.500 Qadratmeter wurde der neue Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5144
    Der Direktor der Feuerwehr Dieter Rohrberg und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe stellen den neuen Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vor.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5147
    Ein Abrollcontainer für den Hochwasserschutz in der Landeshauptstadt Hannover
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5149
    In den Hallen lagern auch eine Vielzahl von Hygieneartikel. Erfahrungen aus der Flüchtlingskrise der Ukraine
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5151
    Auf 15.500 Qadratmeter wurde der neue Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5154
    Auf 15.500 Qadratmeter wurde der neue Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandortes für den Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt – BGPress 5158
    Der Direktor der Feuerwehr Dieter Rohrberg und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe stellen den neuen Logistikstandort für Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt Hannover vor.

Fotos: © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Ein Streifenwagen im Einsatz

20-Jähriger bei Auseinandersetzung lebensbedrohlich verletzt

25. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in der Knochenhauerstraße ist am frühen Sonntagmorgen ein 20-Jähriger lebensbedrohlich verletzt worden. Einsatzkräfte leisteten Erste Hilfe und stellten einen 32-jährigen Tatverdächtigen an einer nahegelegenen Stadtbahnstation.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand trafen zwei Gruppen junger Männer gegen 04:45 Uhr zufällig im Bereich Knochenhauerstraße/Ballhofstraße aufeinander. Aus noch unbekannter Ursache gerieten die Gruppen in Streit. In dessen Verlauf setzte ein 20-Jähriger Pfefferspray gegen die andere Gruppe ein, worauf eine Person der anderen Gruppe ihm eine Stichverletzung im Bereich der Beine zufügte. Die Bekannten des dadurch lebensgefährlich verletzten verfolgten die nun fliehenden Angreifer, blieben jedoch stehen, als der 20-Jährige im Bereich des Ballhofplatzes zusammensank. Eine darauf aufmerksam gewordene Streife der Polizei leistete dem lebensbedrohlich Verletzten Erste Hilfe und verhinderte so Schlimmeres. Gleichzeitig wurde eine Fahndung nach dem Täter bzw. seinen Begleitern eingeleitet. An der Stadtbahnstation „Hannover-Steintor“ stellten Einsatzkräfte einen 32-Jährigen auf den die Beschreibung des Täters passte.

Der 20-Jährige wurde durch hinzugerufene Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Der 32-Jährige wurde zunächst zum Polizeikommissariat Hannover-Mitte gebracht. Da sich nach rechtlicher Würdigung keine Haftgründe ergaben, wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen, die die Auseinandersetzung mitbekommen haben oder tatrelevante Angaben machen können, werden gebeten, sich bei PK Hannover-Mitte unter der 0511 109-3715 zu melden.

Kuratorium Klimaschutzregion Hannover beruft Klimaweisen-Rat – Klima Weisenrat Region

Kuratorium Klimaschutzregion Hannover beruft Klimaweisen-Rat

23. September 2022/in Region Hannover

REGION HANNOVER (PM).  Das Kuratorium Klimaschutzregion Hannover hat erstmals in neuer Zusammensetzung getagt. Bei der konstituierenden Sitzung im Haus der Region wählten die Mitglieder Ramona Schumann, Bürgermeisterin der Stadt Pattensen, als Vorsitzende des Kuratoriums. Ihr Stellvertreter ist Mirko Heuer, Bürgermeister der Stadt Langenhagen.

Außerdem beriefen die Mitglieder den achtköpfigen Klimaweisen-Rat. Er besteht aus ausgewählten unabhängigen Personen übergeordneter wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Funktion und ist mit zwei festen Mitglieder im Kuratorium vertreten. Der für die Kommunalwahlperiode bis 2026 berufene Klimaweisen-Rat zeichnet sich durch eine breite Fachlichkeit in den wichtigen Steuerungswissenschaften im Klimaschutz aus. Er hat die Rolle eines „think tanks“ und soll durch Empfehlungen und Meinungen zur strategischen Ausrichtung Impulse für die Klimaschutzarbeit geben.

Die acht Mitglieder des Klimaweisen-Rates sind:

  • Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Hannover
  • Prof. Dr. Lars-Oliver Gusig, Institut für Konstruktionselemente, Mechatronik und Elektromobilität der Hochschule Hannover
  • Dr. Bianca Lim, Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH)
  • Prof. Dr. Jürgen Manemann, Forschungsinstitut für Philosophie Hannover
  • Florian Oppermann, Mitglied des Kirchenvorstandes der ev.-luth. Friedenskirche Hannover
  • Dilek Ruf, Vorsitzende des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Landesverband Niedersachsen
  • Prof. Dr. Gunther Seckmeyer, Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr. Christina von Haaren, Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover

Der Klimaweisen-Rat kommt in diesem Herbst zu seinem ersten Treffen zusammen.

Das im Jahr 2012 gegründete Kuratorium Klimaschutzregion Hannover unterstützt das Ziel einer klimaneutralen Region bis zum Jahr 2035. Rund 50 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus Kammern und Verbänden sind darin vertreten.

Weitere Informationen zur klimaneutralen Region 2035 und zu aktuellen Klimaschutz-Projekten von Stadt und Region Hannover sind unter www.hannover.de/klimaschutz zu finden.

IAA TRANSPORTATION 2022 in Hannover eröffnet – iaa1 mf© Matthias Falk

IAA TRANSPORTATION 2022 in Hannover eröffnet

20. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sowie Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hat VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Dienstagmorgen die IAA TRANSPORTATION in Hannover eröffnet. Unter dem Motto „People and Goods on the Move“ findet die IAA TRANSPORTATION vom 20. bis 25. September auf dem Messegelände der Deutschen Messe in Hannover statt. Das Konzept der IAA TRANSPORTATION wurde weiterentwickelt und in Teilen neu erfunden, der Fokus liegt auf der gesamten Bandbreite des Transports und der Logistik.

„Nutzfahrzeuge sind aus unserem Alltag und für eine leistungsstarke Wirtschaft nicht wegzudenken“, erklärt VDA-Präsidentin Hildegard Müller zur Eröffnung. „Die IAA TRANSPORTATION zeigt die innovativen und nachhaltigen Lösungen der Branche, die bereits jetzt einen enormen Beitrag zum Klimaschutz leistet und gibt interessante Ausblicke in die Zukunft von Transport und Logistik.“

IAA TRANSPORTATION 2022 in Hannover eröffnet – iaa2 mf

IAA TRANSPORTATION 2022 in Hannover © Matthias Falk

Weiter erklärt Müller: „Es ist für uns alle auch wichtig, dass die Branche angesichts der vielfältigen Herausforderungen endlich wieder persönlich zusammenkommen kann. Die letzte IAA mussten wir aufgrund der Pandemie schweren Herzens absagen. Die vielen aktuellen geopolitischen und konjunkturellen Entwicklungen und Herausforderungen fordern auch die internationalen Nutzfahrzeugmärkte heraus. Und all das passiert inmitten der größten Transformation, die die Branche mit Innovationen und Investitionen trotzdem weiterhin mit großer Kraft vorantreibt.“

„Mit unserem neuen Konzept für die IAA TRANSPORTATION gehen wir neue Wege und schaffen in diesem Jahr einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel und Leitmotiv ist es, als erste internationale Plattform im Verkehrsbereich den Fokus auf die technologische Transformation des gesamten Transports und der Logistik hin zur emissionsfreien Mobilität von Menschen und Gütern zu richten. Wir haben ganz bewusst eine offene Plattform für alle am Transport Beteiligten geschaffen, die jede Menge Raum für neue Player und Perspektiven bietet.

Und wir freuen uns sehr über den Zuspruch: 1.402 Aussteller aus 42 Ländern, fast zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die gesamte Bandbreite der Branche ist versammelt: Neben Herstellern und Zulieferern von Nutzfahrzeugen, Bussen aller Art, Unternehmen aus den Bereichen Anhänger und Aufbauten, werden auch Infrastrukturanbieter und Unternehmen der Tech-Branche eine wichtige Rolle einnehmen. Wie innovativ, wie digital die Branche ist, können die Besucherinnen und Besucher der IAA  erleben – und selbst ausprobieren“, so Müller.

Teil der Neukonzeptionierung der IAA TRANSPORTATION ist es, die neuesten Innovationen und Entwicklungen aus den Bereichen Transport und Logistik vor Ort erlebbar zu machen. Im Rahmen der IAA EXPERIENCES wurden unterschiedliche Formate entwickelt, die das Erleben, Ausprobieren und Interagieren auf der IAA TRANSPORTATION für die Besucherinnen und Besucher stärker in den Mittelpunkt stellen.

„Auf den IAA Test Drives lassen sich Nutzfahrzeuge mit klimafreundlichen Antrieben ausprobieren. Auf dem Plug & Play Campus wird das Aufladen der Fahrzeuge demonstriert, inklusive der Möglichkeit, Wasserstoff zu tanken. Auf der Last Mile Area lassen sich Transport-, Logistik- und Zustelllösungen der Zukunft in Aktion beobachten. Lastenräder können auf dem IAA Cargobike Parcours unter realen Bedingungen getestet werden,“ sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Europa gewinnt den 30. Internationalen Feuerwerkswettbewerb 2022 – Feuerwerk Europa mf© Matthias Falk

Europa gewinnt den 30. Internationalen Feuerwerkswettbewerb 2022

18. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). „5 Termine – 5 Teams – 5 Kontinente“ – unter diesem Motto war die Welt in diesem Jahr zu Gast beim Jubiläum des 30. Internationalen Feuerwerkswettbewerbs in den Herrenhäuser Gärten.

Zum Finale heißt es: Herzlichen Glückwunsch an Europa! Das Team SUREX aus Polen ist der Gewinner dieses besonderen Wettbewerbs. Den zweiten Platz belegt das Team Fireworks for Africa aus Afrika, der dritte Platz geht an das Team Vulcan Display Fireworks aus Asien.

Die Fachjury, bestehend aus zehn festen Mitgliedern, hat am letzten Veranstaltungsabend die Show des polnischen Teams zum besten Feuerwerk des diesjährigen Wettbewerbs gekürt. Nach dem einheitlichen Pflichtstück – in diesem Jahr ein Auszug aus Beethovens Ouvertüre Coriolan, Op. 62 – war die Musikauswahl so individuell wie die Teilnehmer. Eye of the Tiger, A Million Dreams, Vogue, No Matter Where You Are, Circle of Life oder Survivor waren nur einige der Titel, die im Großen Garten zu hören waren.

„Täuschten wir uns, oder war der Szenenapplaus und der frenetische Applaus des Publikums am Ende der Wettbewerbsbeiträge nicht lauter als in den letzten Jahren?“ Das war der erste Gedanke der Jury nach der zweijährigen Pause, erinnert sich Jurysprecher Georg Alef. „Alle Teilnehmer haben uns mit ihren Beiträgen viel über ihr eigenes Land erzählt. Die landestypische Musik, aber auch die Art wie sie Musik mit Feuerwerk sichtbar machen, hat uns als Jury begeistert. Einer der Schwerpunkte des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs liegt in der Konzentration auf die barocken Elemente der Feuerwerkerei. Besonders die Mischung aus ruhigen kunstvollen Passagen und wohl dosierten opulenten Feuerwerksbildern charakterisieren diesen Wettbewerb und stellen ein wichtiges Bewertungskriterium dar,“ fasst Alef den 30. Internationalen Feuerwerkswettbewerb zusammen.

Alle fünf Termine waren bereits weit im Vorfeld ausverkauft, viele Feuerwerk-Fans konnten damit ihre bereits vor zwei Jahren erworbenen Karten in diesem Jahr endlich einlösen. Insgesamt waren über 58.000 Gäste in den Herrenhäuser Gärten live dabei.

Hans Nolte, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH, gratuliert dem Sieger-Team: „Wir haben in diesem Jahr unser Jubiläum mit zweijähriger Verspätung gefeiert und dazu fantastische Feuerwerke gesehen. Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen in der Eventbranche freue ich mich über die große und positive Resonanz. Der Internationale Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten hat sich damit in der Kulturlandschaft Norddeutschlands endgültig etabliert.“

Europa gewinnt den 30. Internationalen Feuerwerkswettbewerb 2022 – Feuerwerk Europa2 mf

Kleinkunst beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb © Matthias Falk

Bevor die Teams den Himmel über Herrenhausen mit ihrer Show erleuchteten, gab es für das Publikum ein vielfältiges und buntes Programm im Großen Garten. Didgeridoo, Saxofon und Percussion, Swing, Afrobeats und Untertongesänge transportierten den Sound der fünf Kontinente direkt in die Herrenhäuser Gärten. Passend dazu gab es an jedem Veranstaltungsabend viele schillernde, leuchtende und tanzende Walkacts, Clowns und Künstler zu bestaunen.

Das Gewinner-Team: SUREX

SUREX, gegründet 1989, wird seit 1993 als Familienunternehmen unter dem Motto „Unsere Leidenschaft, Ihre Gefühle“ geführt. Schwerpunkt des polnischen Teams ist die technische Konzeption und Umsetzung von großen Musikfeuerwerken zu besonderen Anlässen, wie beispielsweise der Eröffnung des polnischen Olympiastützpunktes 2014 in Szczyrk, den Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum in Breslau oder den Tall Ship Races in Gdynia.

Save the date– Termine 2023:

20.05., 10.06., 19.08., 02.09., 16.09.2023

Informationen zu den Teams folgen, der Kartenvorverkauf beginnt Anfang November 2022: www.visit-hannover.com/feuerwerk

Kampfmittelbeseitigung in Hannover Brink-Hafen erfolgreich abgeschlossen – Bombe220915 1 cmm© Carl-Marcus Müller

Kampfmittelbeseitigung in Hannover Brink-Hafen erfolgreich abgeschlossen

16. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Auf einem ehemaligen Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen wurde am frühen Donnerstagnachmittag bei Bauarbeiten eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das Kampfmittel konnte am späten Abend erfolgreich entschärft werden.

Uneinsichtige Bewohner|innen, die sich weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen, verzögerten die Räumungsmaßnahme unnötig.

Insgesamt waren 356 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz. Bei Bauarbeiten auf einem ehemaligen Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen wurde am frühen Donnerstagnachmittag eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe gefunden, die noch im Laufe des Tages geräumt werden musste.

Für die Entschärfung des Kampfmittels war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 1.000 Metern um den Fundort des Kampfmittels festzulegen. Betroffen von der Evakuierungsmaßnahme waren etwa 3270 Bürgerinnen in den hannoverschen Stadtteilen Vahrenwald, Vahrenheide, Brink-Hafen und Vinnhorst sowie im Stadtteil Wiesenau der Stadt Langenhagen. Um 18:30 Uhr begannen die Einsatzkräfte damit, den Evakuierungsbereich zu räumen, wobei u.a. auch Lautsprecherwagen und eine Drohne mit Sprachausgabe zur Information der Bevölkerung zum Einsatz kamen.

Kampfmittelbeseitigung in Hannover Brink-Hafen erfolgreich abgeschlossen – Feuerwehrdrohne cmm

Auch eine Feuerwehrdrohne mit Sprachausgabe wurde eingesetzt © Carl-Marcus Müller

Leider waren einige betroffene Bewohnerinnen uneinsichtig und weigerten sich, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Räumungsmaßnahmen zogen sich dadurch unnötig in die Länge. Um 23:30 Uhr meldeten die Räumkräfte schließlich Sicherheit im Evakuierungsgebiet. Der Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten mit seiner Arbeit beginnen. Bereits nach kurzer Zeit konnte er den Zünder aus der Bombe entfernen und ihn anschließend mit einer gezielten Sprengung inaktivieren.

Die betroffenen Bewohnerinnen konnte um 00:05 Uhr wieder in ihre Wohnungen und Einrichtungen zurückkehren.

Insgesamt suchten 128 Bürger*innen die Betreuungsstellen in der Herschelschule auf. 27 Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstellen gebracht werden. Für sieben Personen aus dem Evakuierungsbereich, die sich aktuell aufgrund einer COVID19-Erkrankung in häuslicher Isolation befanden, wurde ein gesonderter Betreuungsbereich eingerichtet.

Beim Bürgertelefon gingen bis 00:30 Uhr 738 Anrufe ein. Insgesamt waren 356 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hannover und Langenhagen, der Polizei, der Hilfsorganisationen und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Einsatz.

Kampfmittelfund in Hannover-Brink-Hafen (Aktualisierung) – Evakuierung Bus mf© Matthias Falk

Kampfmittelfund in Hannover-Brink-Hafen (Aktualisierung)

15. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Auf einem Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen, wurde heute am frühen Nachmittag bei Sondierungsarbeiten eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Eine Kampfmittelbeseitigung soll nach Abstimmung mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen noch heute stattfinden.

Zurzeit werden die Vorbereitungen für die erforderliche Entschärfung getroffen. Ein Kartenausschnitt mit einem erforderlichen Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Liste der betroffenen Straßen zur Information der Bevölkerung in Hannover und Langenhagen sind dieser Pressemeldung beigefügt.

Der Bereich innerhalb des Evakuierungsradius muss evakuiert werden. Betroffen von der Evakuierung sind etwa 3.270 Einwohner*innen. Die Vahrenwalder Straße sowie der Mittellandkanal sind ebenfalls betroffen. Die Bewohner*innen werden gebeten, um 18.30 Uhr ihre Wohnungen zu verlassen. Eine Sammelstelle wird in der Herschelschule eingerichtet.

Sammelstelle Herschelschule

Adresse: Großer Kolonnenweg 37 30179 Hannover – (Geöffnet ab: 18:30 Uhr)

Für Fragen aus der Bevölkerung steht ab 17:00 Uhr ein Servicetelefon für Bürger*innen unter der Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 zur Verfügung.

Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

Für den Personentransport in die Sammelstelle werden kostenlose Busse der ÜSTRA bereitstehen. Diese fahren den betroffenen Bereich regelmäßig ab. Die Haltepunkte entsprechen den regulären Bushaltestellen:

  • Eibenweg
  • Hackethalstraße (Hannover)
  • Hackethalstraße (Langenhagen)
  • August- Bebel- Straße (Langenhagen)
  • Alter Flughafen

Von diesen wird der Transport zur Sammelstelle sichergestellt.

Die erforderliche Entschärfung kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen.

Die betroffenen Einwohner*innen können voraussichtlich erst in den Nachtstunden in ihre Wohnungen zurückkehren und werden daher gebeten, alle unbedingt für sie notwendigen Dinge, wie z.B. Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und auch ihre Nachbar*innen über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Aktuelle Informationen erhalten Sie über Rundfunkdurchsagen und die Internetportale der Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de) sowie der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de).

In den Sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt über das Twitter-Profil @Feuerwehr_H mit #hannbombe sowie auf der Facebookseite Facebook.com/lhhannover. Die betroffene Bevölkerung im Sicherheitsbereich wird in Kürze zusätzlich über die Warn-Apps KATWARN und NINA informiert.

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Anmerkung der Redaktion: Wir werden diese Informationen, sobald es neue Erkenntnisse gibt, umgehend ergänzen.

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