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Schlagwortarchiv für: Hannover

Nachwuchskräfte in der Region Hannover

Ausbildungsstart Region Hannover: 78 Nachwuchskräfte beginnen

3. August 2026/in Region Hannover

Duales Studium, Ausbildung, Praktikum und Freiwilligendienste beginnen.

REGION HANNOVER (redu) – Zum Ausbildungsstart Region Hannover beginnen im August und September 2026 insgesamt 78 junge Menschen ein duales Studium, eine Berufsausbildung, ein Fachoberschulpraktikum oder einen Freiwilligendienst. Sie starten in zwölf Berufsfeldern und lernen bei Einführungstagen ihren neuen Arbeitgeber kennen.

Die Region Hannover bildet vor allem für die Verwaltung aus, bietet aber auch technische, handwerkliche, soziale und inklusive Ausbildungswege an.

Beim Ausbildungsstart Region Hannover erwartet die Nachwuchskräfte ein mehrtägiges Einführungsprogramm. Geplant sind eine Rallye durch das Regionshaus, ein Besuch im Zoo, eine Stadionführung und das Planspiel einer Regionsversammlung.

Die neuen Kolleginnen und Kollegen sollen dabei die Region Hannover, das Ausbildungsteam und die übrigen Nachwuchskräfte kennenlernen.

Schwerpunkt liegt auf der Verwaltung

Den größten Anteil bilden 37 Personen, die ein duales Studium der Verwaltungswissenschaft beginnen. Neun weitere Nachwuchskräfte starten eine Ausbildung zur oder zum Verwaltungsfachangestellten.

Das duale Studium umfasst in den kommenden drei Jahren sechs theoretische Trimester an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Niedersachsen und drei praktische Trimester. Die angehenden Verwaltungsfachangestellten wechseln zwischen Berufsschule, Niedersächsischem Studieninstitut und praktischer Arbeit in der Verwaltung.

Weitere Berufe und inklusive Angebote

Weitere Nachwuchskräfte beginnen eine Ausbildung im Büromanagement, in der Systemintegration, im Medien- und Informationsdienst, in der Hauswirtschaft, der Mediengestaltung, im Tischlerhandwerk oder im Straßenwärterdienst.

Zu den inklusiven Ausbildungsangeboten gehören zwei Plätze für Fachpraktikerinnen und Fachpraktiker für Floristik sowie fünf Plätze für Werkerinnen und Werker im Gartenbau.

Praktika und Freiwilligendienste

Jugendliche können bei der Region Hannover außerdem ein Fachoberschulpraktikum mit dem Schwerpunkt Verwaltung absolvieren. Hinzu kommen ein Freiwilliges Soziales Jahr im Brandschutz oder im Bereich Politik sowie ein Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn im Sommer 2027 sind ab September 2026 über das Ausbildungsportal der Region Hannover möglich.

Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr eines Löschzuges

Kellerbrand in Hannover: 14 Menschen bringen sich in Sicherheit

3. August 2026/in Hannover

Feuerwehr verhindert größeren Schaden in einem Mehrfamilienhaus an der Isernhagener Straße.

HANNOVER (redu) – Bei einem Brand in der List haben sich am frühen Montagmorgen 14 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zwei Haustiere rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr löschte das Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Isernhagener Straße. Verletzt wurde niemand.

Geschlossene Wohnungstüren verhinderten nach Angaben der Feuerwehr, dass Brandrauch in die Wohnungen eindrang. Der Sachschaden wird auf rund 2.500 Euro geschätzt.

Um 05:40 Uhr meldete ein Anrufer der Regionsleitstelle eine starke Rauchentwicklung im Treppenraum des Mehrfamilienhauses. Daraufhin löste die Leitstelle unter dem Stichwort „Kellerbrand“ einen umfangreichen Einsatz aus.

Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Buchholz und Kräfte des Rettungsdienstes rückten zur Isernhagener Straße aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten alle Bewohnerinnen und Bewohner das Gebäude bereits selbstständig verlassen.

Bewohner schließen Wohnungstüren

Insgesamt befanden sich 14 Menschen und zwei Haustiere in Sicherheit. Die Bewohner hatten beim Verlassen ihre Wohnungstüren geschlossen. Dadurch drang nach Angaben der Feuerwehr kein Brandrauch in die Wohnungen ein.

Zwei Trupps gingen unter Atemschutz mit einem Löschrohr in den Keller. Dort lokalisierten sie die Brandstelle und begannen mit den Löscharbeiten. Nach etwa 20 Minuten war das Feuer unter Kontrolle.

Treppenraum wird belüftet

Anschließend setzte die Feuerwehr mehrere Druckbelüftungsgeräte ein. Damit befreiten die Einsatzkräfte den verrauchten Treppenraum und angrenzende Gebäudebereiche vom Brandrauch.

Nach bisherigen Erkenntnissen brannten im Keller ein Kinderwagen und dort gelagertes Gerümpel. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.

Nach Abschluss der Maßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Polizei Hannover. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 35 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen vor Ort.

Vorabinfo Gewitter

Unwetter-Vorabinfo für Region Hannover am Donnerstag

29. Juli 2026/in Region Hannover

Schwere Sturmböen, örtliche Orkanböen, Starkregen und Hagel sind am Donnerstagnachmittag möglich.

REGION HANNOVER (redu) – Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetter-Vorabinfo für Region Hannover herausgegeben. Am Donnerstag, 30. Juli 2026, können zwischen 14 und voraussichtlich 20 Uhr gebietsweise schwere Gewitter mit Sturmböen, Starkregen und Hagel auftreten.

Die Mitteilung weist auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial hin. Genauere Angaben zu betroffenen Orten und Zeiträumen folgen erst mit möglichen amtlichen Warnungen.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte die Unwetter-Vorabinfo für Region Hannover am Mittwoch um 18.51 Uhr. Demnach ziehen die Gewitter am Donnerstagnachmittag und -abend wahrscheinlich von Südwesten auf.

Orkanböen örtlich möglich

Der DWD rechnet mit schweren Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde. Lokal sind auch Orkanböen bis 120 Kilometer pro Stunde möglich.

Begleitend kann Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. Zudem ist Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter möglich.

Amtliche Warnungen können folgen

Die Vorabinformation soll eine rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten nach Angaben des Wetterdienstes typischerweise sehr lokal auf und treffen meist nur wenige Orte mit voller Intensität.

Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt sind erst mit amtlichen Warnungen möglich. Der DWD empfiehlt deshalb, die weiteren Wettervorhersagen aufmerksam zu verfolgen.

Haus der Region Hannover

Elf Kandidierende zur Regionspräsidentschaft wollen an die Spitze der Region Hannover

27. Juli 2026/in Region Hannover, Politik

Regionswahlausschuss lässt 831 Bewerberinnen und Bewerber für die Regionsversammlung zu.

REGION HANNOVER – Für die Regionspräsidentschaft Hannover treten bei der Kommunalwahl am 13. September elf Personen an. Der Regionswahlausschuss ließ zudem 831 Kandidierende für die 84 Mandate der Regionsversammlung zu. Eine mögliche Stichwahl ist für den 27. September vorgesehen.

Der Wahlausschuss entschied am Montag über die eingereichten Wahlvorschläge. Die Region ist für die Wahl der Regionsversammlung in 13 Wahlbereiche gegliedert.

Elf Personen bewerben sich um das Präsidentenamt

Für die Regionspräsidentschaft Hannover wurden Eva Bender für die SPD, Dr. Oliver Junk für die CDU und Sinja Münzberg für die Grünen zugelassen. Hinzu kommen Robert Reinhardt-Klein für die FDP, Nicolas Lehrke für die AfD Niedersachsen und Mizgin Çiftçi für Die Linke.

Ebenfalls antreten dürfen Thomas Ganskow für die Piratenpartei Niedersachsen, Jonas Walther für DIE HANNOVERANER, Erik Breves für Volt, Elizabeth Hartmann für Die PARTEI und Oliver Wempe für die FREIEN WÄHLER.

Erhält am 13. September niemand mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, folgt am 27. September eine Stichwahl. Daran nehmen die beiden Personen mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang teil.

179 Listenwahlvorschläge zugelassen

Für die Wahl der Regionsversammlung ließ der Wahlausschuss 179 Listenwahlvorschläge von 17 Parteien und Wählergruppen zu. Insgesamt bewerben sich 831 Personen um 84 Mandate.

In allen 13 Wahlbereichen treten SPD, CDU, Grüne, FDP, AfD Niedersachsen, Die Linke, Tierschutzpartei, Piraten, DIE HANNOVERANER, Volt, Die PARTEI, FREIE WÄHLER und BSW Niedersachsen an.

UWR Hannover kandidiert in sieben Wahlbereichen. DAVA-Niedersachsen, Die Urbane und PAKT+ treten jeweils in einem Wahlbereich an.

Die direkt gewählte Regionspräsidentin oder der direkt gewählte Regionspräsident gehört der Regionsversammlung zusätzlich als stimmberechtigtes Mitglied an.

Rund 893.500 Menschen könnten wählen

Nach dem Stand vom 31. März 2026 leben in der Region Hannover rund 893.500 potenziell Wahlberechtigte. Die endgültige Zahl steht erst am Wahltag fest, da sich unter anderem durch Umzüge noch Veränderungen ergeben können.

Wahlberechtigt sind neben deutschen Staatsangehörigen auch Einwohnerinnen und Einwohner mit der Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates. Rund 52.500 potenziell Wahlberechtigte gehören zu dieser Gruppe.

Bei Kommunalwahlen dürfen zudem bereits 16-Jährige abstimmen. Rund 53.500 Menschen zwischen 16 und 20 Jahren können 2026 voraussichtlich erstmals an einer Kommunalwahl teilnehmen. Das entspricht etwa sechs Prozent der potenziell Wahlberechtigten.

Für die Wahl des Präsidentenamtes steht eine Stimme zur Verfügung. Bei der Wahl der Regionsversammlung können die Wahlberechtigten bis zu drei Stimmen vergeben und diese auf Listen oder einzelne Kandidierende verteilen.

Vollständige Wahlvorschläge und Musterstimmzettel sollen in Kürze auf der Internetseite zu den Wahlen in der Region Hannover veröffentlicht werden.

Oktablöcke für Straßensperren

Maschseefest Sicherheitskonzept wird vorsorglich erweitert

27. Juli 2026/in Hannover

HVG setzt das erweiterte Sperrkonzept am Mittwoch von 17 bis 0 Uhr um.

HANNOVER – Das Maschseefest Sicherheitskonzept wird am Queer Wednesday vorsorglich erweitert. Die Hannover Veranstaltungs GmbH setzt dazu zusätzliche Verkehrssperrungen um. Nach Angaben der Polizeidirektion Hannover liegen derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahrenlage vor.

Die Maßnahmen gelten bislang nur an den besucherstarken Freitagen und Samstagen. Am Mittwoch werden sie nun ebenfalls umgesetzt.

Sperrungen beginnen am Nachmittag

Das Maschseefest Sicherheitskonzept sieht am Mittwoch von 17 bis 0 Uhr Sperrungen rund um das Veranstaltungsgelände vor. Betroffen sind das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ab der Riepestraße, die Willy-Brandt-Allee und die Culemannstraße. Mit dem Aufbau der Sperren beginnt die HVG um 13 Uhr.

Am Nordufer des Maschsees werden zudem im Eingangsbereich auf der Seite des Kurt-Schwitters-Platzes Oktablöcke auf einer Länge von etwa 23 Metern aufgestellt. Sie befinden sich vor dem Schwerlastboden.

Keine Einschränkungen beim Festbesuch

Die Anpassung erfolgt nach Angaben der HVG in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Landeshauptstadt Hannover und den zuständigen Sicherheitsbehörden. Die Lage werde fortlaufend bewertet. Bei Bedarf könne das Konzept erneut angepasst werden.

Für Gäste ergeben sich nach Angaben des Veranstalters keine Einschränkungen beim Besuch des Maschseefestes. Im Umfeld des Geländes kann es während der Sperrzeiten jedoch zu geänderten Verkehrsführungen und Einschränkungen für den Individualverkehr kommen.

HVG-Geschäftsführer André Lawiszus erklärte: „Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität. Mit der vorsorglichen Umsetzung des erweiterten Sperrkonzepts stärken wir unser bestehendes Sicherheitskonzept und schaffen die bestmöglichen Voraussetzungen für einen unbeschwerten Besuch des Maschseefestes.“

Thüringer-Wald-Ziegen

Thüringer-Wald-Ziegen: Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover

23. Juli 2026/in Hannover

Zwei junge Thüringer-Wald-Ziegen und ein Lamm der Rauwolligen Pommerschen Landschafe bereichern den Zoo-Bauernhof.

HANNOVER – Zwei junge Thüringer-Wald-Ziegen erkunden seit ihrer Geburt am 18. Juli den Zoo-Bauernhof „Meyers Hof“ im Erlebnis-Zoo Hannover. Auch bei den Rauwolligen Pommerschen Landschafen gibt es Nachwuchs. Mit den Jungtieren macht der Zoo auf bedrohte alte Haustierrassen aufmerksam.

Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich mit der Haltung und Zucht alter deutscher Nutztierrassen aktiv an deren Erhalt. Mehrere der vorgestellten Rassen gelten als stark gefährdet.

Kleine Seltenheiten auf Meyers Hof

Die beiden Thüringer-Wald-Ziegen zeigen bereits ihre Neugier und erkunden noch etwas unsicher ihre Umgebung. Wird es ihnen zu aufregend, suchen sie die Nähe ihrer Mutter „Ida“. Die Rasse gilt laut Roter Liste der gefährdeten Nutztierrassen als stark gefährdet.

Auch bei den Rauwolligen Pommerschen Landschafen wächst die Herde. Schaf „Heidemarie“ kümmert sich um ihr erstes, am 19. Juli geborenes Lamm. Anders als die silbergrauen erwachsenen Tiere sind die Lämmer vollständig schwarz.

Weitere Jungtiere erwartet

Der Nachwuchs auf Meyers Hof wird in den kommenden Wochen weiter wachsen. Ziege „Clara“ brachte am 22. Juli zwei weitere Jungtiere zur Welt. Außerdem erwartet der Zoo Nachwuchs von Ziege „Uschi“ sowie von etwa zehn Rauwolligen Pommerschen Landschafen.

Auch bei den stark gefährdeten Japanerkaninchen gibt es bereits Nachwuchs. Zwei Jungtiere wurden am 22. Mai und fünf weitere am 22. Juni geboren und sind im größten Stall des Zoo-Bauernhofs zu beobachten.

Der Erlebnis-Zoo Hannover hält auf Meyers Hof mehrere alte deutsche Haustierrassen, darunter Thüringer-Wald-Ziegen, Harzer Höhenvieh, Schwarzbunte Altdeutsche Niederungsrinder, Dülmener Pferde, Rauwollige Pommersche Landschafe, Leine-Gänse sowie Bunte Bentheimer Landschweine. Mit der Zucht dieser Tiere unterstützt der Zoo ihren langfristigen Erhalt.

Weißstorchenpaar

Storchenrekord in Region Hannover: Mehr als 200 Weißstorchpaare

21. Juli 2026/in Region Hannover

Vorläufige Bilanz 2026: 204 Brutpaare und voraussichtlich 357 flügge Jungstörche

REGION HANNOVER – Der Storchenrekord in Region Hannover ist perfekt: Nach der vorläufigen Saisonbilanz 2026 wurden 204 besetzte Weißstorchnester gezählt. Damit erreicht der Bestand einen neuen Höchststand. Voraussichtlich werden 357 Jungstörche flügge und setzen den positiven Bestandstrend fort.

Seit mehr als 90 Jahren wird der Weißstorchbestand in der Region Hannover erfasst. Die aktuelle Saison bestätigt den anhaltenden Aufwärtstrend der Population und zeigt zugleich die zunehmende Ausbreitung der Tiere in neue Lebensräume.

Bestand wächst erneut deutlich

Der Bestand stieg gegenüber dem Vorjahr von 187 auf 204 Brutpaare und damit um gut neun Prozent. Dr. Reinhard Löhmer, ehrenamtlicher Beauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover, registrierte 20 neue Nestgründungen. Die Weißstörche besiedeln inzwischen auch Gebiete, in denen sie historisch nicht vorkamen. Als Beispiel nennt der Experte das Stadtgebiet von Springe mit inzwischen sechs Nestern.

Seit Beginn der Erfassung im Jahr 1934 entwickelte sich der Bestand sehr unterschiedlich. Damals wurden 55 Brutpaare gezählt, den Tiefstand erreichte die Population 1988 mit lediglich neun Paaren.

Wunstorf bleibt Storchenhochburg

Die meisten Weißstörche leben weiterhin in Wunstorf. Dort wurden 60 besetzte Nester gezählt, sieben mehr als im Vorjahr. Es folgen Neustadt am Rübenberge mit 37 sowie Garbsen mit 17 Brutpaaren.

Nach Angaben von Dr. Reinhard Löhmer konzentriert sich der Bestand in Wunstorf vor allem auf die Aueniederung im Bereich Bokeloh, Mesmerode und Idensen. Trotz unveränderter Lebensräume nehme die Zahl der Brutpaare dort weiter zu.

Bruterfolg auf langjährigem Niveau

Von den 204 Brutpaaren waren 147 erfolgreich. Insgesamt 57 Paare blieben ohne Bruterfolg. Bis zum Ende der Saison werden voraussichtlich rund 357 Jungstörche flügge. Das entspricht durchschnittlich 1,75 Jungtieren je Brutpaar und liegt damit nahe am langjährigen Mittel von 1,8.

Die meisten erfolgreichen Paare zogen zwei oder drei Jungstörche auf. In zehn Nestern werden jeweils vier Jungvögel flügge. Den höchsten Bruterfolg verzeichnet ein Nest in Steinwedel mit fünf Jungstörchen.

Nach Einschätzung des Experten verhinderten die nasse und kühle Witterung während der Eisheiligen und der Schafskälte ein noch besseres Ergebnis. Gleichzeitig profitierten die Tiere von einem guten Nahrungsangebot mit zahlreichen Mäusen im Grünland.

Verändertes Zugverhalten fördert Bestandsentwicklung

Mehr als 70 Prozent der Brutvögel gehören inzwischen zu den sogenannten Westziehern. Viele überwintern im spanischen Raum oder bereits in Mitteleuropa. Dadurch verkürzen sich die Zugwege erheblich und die Tiere müssen häufig die Sahara nicht mehr überqueren.

Auch die im Großraum Madrid aufgetretene Vogelgrippe habe nach Einschätzung von Dr. Reinhard Löhmer keine gravierenden Auswirkungen auf den Brutbestand gehabt. Der starke Jahrgang 2024 habe mögliche Verluste ausgeglichen und den erneuten Bestandsanstieg unterstützt.

Erfassung wird zunehmend schwieriger

Die Bilanz ist noch vorläufig. Bis Anfang August werden mit wenigen Ausnahmen alle Jungstörche ihre Nester verlassen haben. Die Bestandserfassung wird jedoch schwieriger, weil die Tiere neue Gebiete erschließen und inzwischen mehr als ein Drittel ihrer Nester in oder auf Bäumen anlegen. Durch die Belaubung lässt sich der Bruterfolg dort häufig nur schwer erkennen. Hinweise aus der Bevölkerung auf bislang unbekannte Nester können die Erfassung unterstützen.

Für 2027 rechnet Dr. Reinhard Löhmer grundsätzlich mit einer weiteren Zunahme der Brutpaare. Voraussetzung sei, dass Seuchen oder Naturkatastrophen die Entwicklung nicht beeinträchtigen.

Aufzüge müssen instandgesetzt werden.

Wenn Starkregen Aufzüge lahmlegt: Folgen in Bothfeld dauern an

20. Juli 2026/in Hannover

Mehr als eine Woche nach dem Starkregen sind Reparaturen an beschädigten Aufzügen in mehreren Wohngebäuden noch nicht vollständig abgeschlossen.

HANNOVER (redu) – Die Starkregen Folgen sind in mehreren Wohngebäuden im Stadtteil Bothfeld noch immer spürbar. Mehr als eine Woche nach dem Unwetter vom 13. Juli sind beschädigte Aufzüge teilweise noch nicht vollständig instand gesetzt. Besonders für mobilitätseingeschränkte Bewohner bedeutet das erhebliche Einschränkungen im Alltag.

Überflutete Aufzugsschächte zeigen, dass Starkregen weit über den eigentlichen Niederschlag hinaus Folgen haben kann. Der Ausfall technischer Anlagen belastet Bewohner oft noch lange nach dem Ende des Unwetters.

Wenn Starkregen den Aufzug lahmlegt

Der Starkregen vom 13. Juli hat in Bothfeld nicht nur Straßen und Keller überflutet. Nach Angaben der Landeshauptstadt Hannover fielen innerhalb von nur 30 Minuten rund 67 Millimeter Niederschlag. Das entspricht 67 Litern Wasser pro Quadratmeter.

Die Wassermassen drangen in mehrere Wohngebäude ein und erreichten auch Aufzugsschächte sowie technische Anlagen. Betroffene Fahrstühle mussten vollständig außer Betrieb genommen werden.

Vollgelaufener Aufzugschacht

Vollgelaufener Aufzugschacht in einem der Wohnhäuser. © privat / Redaktion

Reparaturen dauern teilweise länger als eine Woche

Bevor Fachunternehmen mit der technischen Prüfung beginnen konnten, musste das eingedrungene Wasser zunächst durch eine Spezialfirma abgesaugt werden. Erst danach konnten die Anlagen kontrolliert und die notwendigen Reparaturen eingeleitet werden.

Ein einfaches Trocknen und Wiedereinschalten reicht nach einem solchen Wassereinbruch nicht aus. Bauteile, die mit Wasser in Kontakt gekommen sind, müssen sorgfältig geprüft und teilweise ersetzt werden.

Das gilt besonders für sicherheitsrelevante oder korrosionsgefährdete Komponenten. Schäden dürfen nicht erst später auftreten und den sicheren Betrieb beeinträchtigen.

Die Arbeiten an den unterschiedlichen Aufzügen dauerten deshalb mehrere Tage und teilweise länger als eine Woche. Auch dort, wo einzelne Fahrstühle inzwischen wieder genutzt werden können, ist die vollständige technische Wiederherstellung noch nicht überall abgeschlossen.

Stillstand wird im Alltag zur Barriere

Besonders belastend ist der Ausfall für ältere und gehbehinderte Bewohner sowie für Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Für sie kann ein stillstehender Aufzug bedeuten, dass sie ihre Wohnung nur mit Unterstützung oder zeitweise überhaupt nicht verlassen können.

Auch Familien mit Säuglingen oder Kleinkindern sind betroffen. Kinderwagen, Einkäufe und andere schwere Gegenstände müssen über mehrere Etagen durch das Treppenhaus getragen werden.

Was für mobile Bewohner vor allem beschwerlich ist, kann für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu einer erheblichen Barriere werden. Der Ausfall betrifft damit nicht nur den Komfort, sondern unmittelbar die Selbstständigkeit im Alltag.

Nachbarschaftshilfe fängt Folgen teilweise auf

Während die Aufzüge vollständig stillstanden, unterstützten sich Bewohner teilweise gegenseitig. Nachbarschaftshilfe spielte besonders bei Einkäufen und anderen alltäglichen Erledigungen eine wichtige Rolle.

Vor allem Menschen, die ihre Wohnung nur eingeschränkt verlassen konnten, waren auf diese Unterstützung angewiesen. Die Hilfe aus der Nachbarschaft konnte die technischen Ausfälle jedoch nur teilweise auffangen.

Schäden reichen über die Aufzüge hinaus

Neben der Gebäudetechnik wurden auch Kellerbereiche überflutet. Dort eingelagerte Gegenstände konnten durch das Wasser beschädigt oder vollständig unbrauchbar werden.

Das genaue Ausmaß solcher Schäden zeigt sich häufig erst nach und nach. Auch bei den technischen Anlagen können Prüfung, Ersatz und Wiederinbetriebnahme längere Zeit beanspruchen.

Starkregen wirkt noch länger nach

Das Ereignis zeigt, dass die Folgen von Starkregen nicht mit dem Abpumpen des Wassers beendet sind. Technische Anlagen können über Tage oder Wochen ausfallen und den Alltag der Bewohner erheblich einschränken.

Gleichzeitig werden mögliche Vorsorgemaßnahmen geprüft oder vorbereitet. Ziel ist es, bei vergleichbaren Ereignissen künftig schneller reagieren und Schäden an Gebäudetechnik und Kellerräumen möglichst begrenzen zu können.

Welche Maßnahmen technisch sinnvoll und umsetzbar sind, hängt von der Bauweise und der jeweiligen Situation vor Ort ab.

Für die betroffenen Bewohner war der Starkregen deshalb nicht nach einer halben Stunde vorbei. Seine Folgen waren noch mehr als eine Woche später spürbar und werden teilweise darüber hinaus andauern.

Nissan X-Trail überschlägt sich

Fahrerflucht Hannover: Pkw überschlägt sich nach Kollision

19. Juli 2026/in Polizei

Nach dem Zusammenstoß mit drei geparkten Autos flüchtete der Fahrer zu Fuß. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

HANNOVER – Bei einer Fahrerflucht Hannover hat sich am Samstagabend ein Nissan X-Trail auf der Vahrenwalder Straße nach der Kollision mit drei geparkten Fahrzeugen überschlagen. Der bislang unbekannte Fahrer flüchtete anschließend zu Fuß. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeuginnen und Zeugen.

Die Ermittlungen richten sich sowohl auf die Identität des flüchtigen Fahrers als auch auf die bislang ungeklärte Ursache des Unfalls. Der Verkehrsunfalldienst Hannover sucht weitere Zeugen.

Nissan überschlägt sich nach Kollision

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der unbekannte Fahrer gegen 21:50 Uhr mit einem Nissan X-Trail auf der Vahrenwalder Straße aus Richtung Hamburger Allee in Richtung Dragonerstraße unterwegs. Kurz vor der Dragonerstraße kam das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr den Bordstein und prallte gegen drei am Fahrbahnrand geparkte Pkw.

Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Nissan und blieb auf dem Dach liegen.

Fahrer flüchtet zu Fuß

Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und flüchtete anschließend zu Fuß von der Unfallstelle. Mehrere Zeugen beobachteten den Mann. Nach bisherigen Erkenntnissen verletzte er sich bei dem Unfall am linken Arm.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Die Ermittlungen zur Identität des Fahrers sowie zur Unfallursache dauern an.

Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang oder zur Identität des flüchtigen Fahrers geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

FINALS 2026

Verkehr Finals: Neue Karte erleichtert Anreise in Hannover

17. Juli 2026/in Hannover

Landeshauptstadt bündelt Sperrungen, Umleitungen und Parkverbotszonen für die Veranstaltungswoche.

HANNOVER – Die Landeshauptstadt Hannover hat eine neue Übersichtskarte für die Verkehr Finals veröffentlicht. Sie informiert über Sperrungen, Parkverbotszonen und empfohlene Umleitungen während der Veranstaltungswoche vom 20. bis 27. Juli und soll Besucherinnen und Besuchern die Anreise erleichtern.

Die Übersicht bündelt die wichtigsten Verkehrsmaßnahmen für die parallel stattfindenden Finals 2026 und das Maschseefest und unterstützt eine möglichst reibungslose An- und Abreise.

Übersicht für die Veranstaltungswoche

Die Karte berücksichtigt die umfangreichen Verkehrsmaßnahmen, die während der Überschneidung der Finals 2026 und des Maschseefestes notwendig sind. Berücksichtigt sind dabei auch Auf- und Abbauzeiten sowie Sperrzeiträume. Das Maschseefest selbst dauert bis zum 9. August an.

Die grafische Übersicht zeigt Straßensperrungen, Parkverbotszonen sowie empfohlene Umleitungen. Sie steht unter www.hannover.de/finals kostenfrei zur Verfügung und kann von allen Nutzerinnen und Nutzern verwendet werden.

Die Landeshauptstadt empfiehlt Besucherinnen und Besuchern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig wird Auto- und Radverkehr geraten, die gesperrten Bereiche weiträumig zu umfahren. Informationen zum Angebot des öffentlichen Nahverkehrs sind unter www.uestra.de verfügbar.

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Finals und Maschseefest parallel

Vom 23. bis 26. Juli finden die Finals mit 24 Sportarten und 143 Deutschen Meistertiteln in Hannover und dem Umland der Region statt. Gleichzeitig beginnt das Maschseefest, das bis zum 9. August zahlreiche Gäste an das Ufer des Maschsees zieht.

Zu den Finals werden fast 4.000 Athletinnen und Athleten sowie mehr als 1.400 Betreuerinnen, Betreuer und Trainerinnen beziehungsweise Trainer erwartet. Wettkämpfe werden an zehn Sportstätten ausgetragen, davon neun in Hannover – unter anderem am Neuen Rathaus, auf dem Opernplatz, an der Leinewelle und auf dem Maschsee.

Ergänzt wird das Programm durch die Finals-Meile in der Culemannstraße mit mehr als 50 Ausstellern aus Sport, Wirtschaft und Vereinswesen. Zudem präsentieren sich zahlreiche Hannoversche Sportvereine mit Mitmachangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

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