Neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen werden am Donnerstag beim NLBK in Celle erwartet.
CELLE (redu) – Nach ihrem Einsatz bei den Waldbränden in Spanien befinden sich neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen auf dem Heimweg. Die Einsatzkräfte kehren zurück und werden voraussichtlich am Donnerstagabend beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle eintreffen.
Die niedersächsischen Kräfte waren Teil einer deutschen Einheit mit insgesamt 56 Feuerwehrleuten. Sie unterstützten die Löscharbeiten in der Region Kastilien und León.
Unterstützung bei Waldbränden in Spanien
Spanien hatte über das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union um Unterstützung bei der Bekämpfung der aktuellen Waldbrände gebeten. Die Einsatzkräfte kehren zurück, nachdem sie gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Nordrhein-Westfalen die Löscharbeiten unterstützt hatten.
Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute schlossen sich der Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen an. Zum Einsatz kamen zwei Tanklöschfahrzeuge vom Typ CCFM 3000 und ein Mannschaftstransportwagen.
Die Einheit traf am Nachmittag des 1. August in der Region Veguellina in León ein. Ein Teil der Kräfte erhielt unmittelbar nach der Ankunft den ersten Einsatzauftrag. Auf dem Weg zum vorgesehenen Einsatzort löschten sie ein kleineres Feuer.
Vor Ort unterstützte die Einheit die spanischen Kräfte bei der Eindämmung des Feuers. Am 2. August war sie südlich von Moraeda beim Waldbrand „EI Bierzo“ im Einsatz.
Löscharbeiten in schwierigem Gelände
Über eine 800 Meter lange Schlauchleitung und einen Höhenunterschied von 180 Metern bekämpften die Feuerwehrleute Spotfeuer in einem Hanggebiet. Zudem führten sie Nachlöscharbeiten durch, unterstützten mit einem Lookout und halfen einer serbischen GFFF-V-Einheit mit einem Fahrzeug.
Die deutsche Einheit bestand aus 56 Kräften, neun davon aus Niedersachsen. Untergebracht waren sie in Vega de Espinareda im Westen Spaniens.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens dankte den Beteiligten: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften für ihren starken und engagierten Einsatz im Kampf gegen das Feuer. Sie alle haben einen hervorragenden Job gemacht.“
Behrens bezeichnete den Einsatz zudem als Beleg für die Zusammenarbeit im europäischen Katastrophenschutz. Brände dieser Größenordnung, Vielzahl und Dauer könnten nur gemeinschaftlich bekämpft werden.
Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute stammen aus den Landkreisen Celle und Heidekreis. Ihre Ankunft beim NLBK in Celle ist nach aktuellem Stand für Donnerstagnachmittag beziehungsweise Donnerstagabend, 6. August 2026, vorgesehen.
Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnten die Temperaturen zum ersten Augustwochenende örtlich über 40 Grad steigen.
HANNOVER (redu) – Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnte sich in Niedersachsen eine außergewöhnlich starke Hitzewelle entwickeln. Meteorologische Modelle berechnen für das erste Augustwochenende örtliche Spitzenwerte von 40 bis 42 Grad. Ob diese Werte tatsächlich erreicht werden, ist noch offen.
Mit den möglicherweise steigenden Temperaturen könnten auch die gesundheitlichen Belastungen sowie die Ozon- und Waldbrandgefahr zunehmen. Die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Wetterlagen und Modellberechnungen ab.
Die Extreme Hitze Niedersachsen könnte sich nach den vorliegenden Prognosen ab Dienstag, 28. Juli, aufbauen. Berechnungen gehen davon aus, dass ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit südwestlicher Strömung zunehmend heiße Luftmassen in den Norden führen könnte.
Gewitter ziehen in der Nacht nach Osten ab
Zunächst bestimmen am Sonntag noch Ausläufer eines Tiefs über der Norwegischen See das Wetter. Erwartet werden teils kräftige Gewitter, stürmische Böen um 65 Kilometer pro Stunde und Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden.
In der Nacht zum Montag soll die Front nach Osten abziehen. Zum Wochenbeginn könnten die Temperaturen vorübergehend auf 19 bis 24 Grad sinken.
Ab Donnerstag könnten die Höchstwerte verbreitet zwischen 32 und 38 Grad liegen. Für Samstag, 1. August, berechnen meteorologische Modelle örtlich 40 bis 42 Grad. Damit wäre auch der im Juni 2026 aufgestellte deutsche Höchstwert von 41,8 Grad in Reichweite.
Ob diese Spitzenwerte tatsächlich erreicht werden, lässt sich derzeit jedoch nicht sicher vorhersagen. Wettermodelle bilden mögliche Entwicklungen ab und können sich mit neuen Berechnungen noch verändern. Eine Vorbereitung ist aber vor allem für empfindliche Personen, Kranke und Pflegeheime sinnvoll.
Ozonwerte und Waldbrandgefahr könnten steigen
Die intensive Sonneneinstrahlung führt bereits zu erhöhten Ozonkonzentrationen. Genannt werden Spitzenwerte von bis zu 130 Mikrogramm pro Kubikmeter im Raum Oker und Harlingerode sowie erhöhte Werte in Göttingen und Braunschweig.
Parallel könnte sich die Waldbrandgefahr verschärfen. Für Stationen wie Celle und Faßberg wird bis Donnerstag die höchste Gefahrenstufe 5 prognostiziert. An den Küsten bleibt die Gefährdung zunächst geringer.
Auch die Landwirtschaft steht unter Druck. Während die Wintergerste nahezu vollständig eingebracht ist, führte eine Hitzeperiode Ende Juni beim Weizen teilweise zu einer Notreife. Zugleich wurden nach den vorliegenden Angaben rund 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel und Sturm schwer beschädigt.
Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt warnt vorsorglich vor möglichen Belastungen für Herz, Lunge und Nieren. Die Bevölkerung soll bei hohen Temperaturen die Mittagshitze meiden, körperliche Anstrengungen im Freien begrenzen und ausreichend trinken. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder.
Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen warnt vor mehr Bürokratie, zusätzlichen Arztbesuchen und längeren Wartezeiten in den Praxen.
HANNOVER – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) lehnt die geplante Abschaffung der Telefonischen Krankschreibung sowie die Einführung einer verpflichtenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag entschieden ab. Die Organisation sieht darin zusätzlichen bürokratischen Aufwand und eine Belastung der ambulanten Versorgung.
Die KVN warnt davor, dass die geplanten Regelungen mehr Arztbesuche verursachen und die ohnehin angespannte Terminlage in den Praxen weiter verschärfen könnten.
KVN fordert Erhalt der Telefon-AU
Die Pläne gehen auf eine Einigung des Koalitionsausschusses von CDU und SPD zurück. Demnach sollen die telefonische Krankschreibung abgeschafft und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag eingeführt werden.
KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch kritisierte, dass die Politik einerseits Bürokratieabbau fordere, andererseits mit den geplanten Regelungen zusätzlichen Verwaltungsaufwand schaffe. Dies passe aus Sicht der KVN nicht zusammen.
KVN-Vize Thorsten Schmidt sprach sich für den Erhalt der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Sie habe sich als sinnvolle Ergänzung zur ambulanten Versorgung bewährt und ermögliche es, bekannte Patientinnen und Patienten bei nicht schwerwiegenden Erkrankungen ohne unnötige Praxisbesuche zu versorgen. Dadurch würden Praxisteams entlastet und Infektionsrisiken reduziert.
Nach Einschätzung der KVN würden die geplanten Änderungen dagegen zusätzliche Arztkontakte verursachen, die medizinisch nicht zwingend erforderlich seien.
Sorge um die Patientenversorgung
Barjenbruch bezeichnete auch die geplante Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag als nicht sinnvoll. Karenztage entlasteten nach Auffassung der KVN das Gesundheitssystem, weil dadurch unnötige Arztbesuche vermieden würden.
Die Vereinigung befürchtet zudem, dass zusätzliche Termine die bereits angespannte Terminlage weiter verschärfen. Mehr Verwaltungsaufwand gehe zulasten der Behandlungszeit und führe zu längeren Wartezeiten sowie kürzeren Sprechstunden. Vor dem Hintergrund geplanter Honorarkürzungen durch weitere Gesetzesvorhaben bezeichnete Barjenbruch zusätzliche Leistungsanforderungen an die Praxen als widersprüchlich.
Die Region Hannover würdigt das langjährige Engagement des Hemmingers im Schützen-, Jagd-, Natur- und Tierschutz.
REGION HANNOVER (redu) – Das Verdienstkreuz Niedersachsen ist am Freitag an Paul-Eric Stolle aus Hemmingen verliehen worden. Mit der Auszeichnung würdigt die Region Hannover sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Schützenwesen sowie im Jagd-, Natur- und Tierschutz.
Mehr als fünf Jahrzehnte setzte sich Paul-Eric Stolle für Brauchtumspflege, Vereinsleben, Jagdwesen und den Schutz von Natur und Wild in der Region Hannover ein.
Das Verdienstkreuz Niedersachsen erhielt Paul-Eric Stolle für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken im Schützen- und Jagdwesen sowie im Natur- und Tierschutz. Die feierliche Aushändigung fand am 26. Juni im Regionshaus statt.
Jahrzehntelanger Einsatz für das Schützenwesen
Sein Engagement begann 1976 mit dem Eintritt in die Schützengesellschaft „Oststadt 01“. Als Bruchmeister des Jahrgangs 1988/89 initiierte Stolle die erste Bruchmeister-Aktion, die bis heute fester Bestandteil des hannoverschen Schützenwesens ist. Von 2002 bis 2008 leitete er als Festleiter das Hannoversche Schützenfest und trug dazu bei, Tradition und moderne Weiterentwicklung miteinander zu verbinden.
Seit 1989 engagierte sich Stolle zudem im Verband Hannoverscher Schützenvereine. Als langjähriger Präsident stärkte er die finanzielle Basis des Verbandes, förderte insbesondere die Jugendarbeit und setzte sich für die langfristige Sicherung wichtiger Sportstätten ein. Gleichzeitig machte er sich dafür stark, das Schützenwesen als kulturelles Erbe stärker in der Stadtgesellschaft zu verankern.
Engagement für Jagd und Naturschutz
Auch im Jagdwesen engagiert sich Paul-Eric Stolle seit Jahrzehnten. Nach dem Erwerb seines Jagdscheins im Jahr 1979 übernahm er zahlreiche Funktionen innerhalb der Jägerschaft Hannover Land – unter anderem als Schießobmann, stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Jägerprüfung in der Region Hannover sowie als langjähriger Prüfer im Bereich Waffenkunde vermittelte er Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Wild.
Darüber hinaus war Stolle über viele Jahre als Schweißhundeführer tätig und setzte sich für das Auffinden verletzten Wildes ein, um unnötiges Tierleid zu verhindern. Seit 2022 ist er Kreisjägermeister der Region Hannover und versteht sich als Bindeglied zwischen Verwaltung, Jägerschaft und Gesellschaft.
Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens wird dieses langjährige ehrenamtliche Engagement für Brauchtum, Naturschutz und das Gemeinwohl gewürdigt.
Mit dem 200. Standort in Deutschland bauen die Niedersächsischen Landesforsten ihre technische Brandüberwachung weiter aus.
NIEDERSACHSEN (redu) – Die Waldbrandfrüherkennung in Niedersachsen wird mit einem neuen Standort in Alt Garge ausgebaut. Der 200. Sensor des automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems in Deutschland soll Brände schneller erkennen und die Einsatzkräfte frühzeitig alarmieren.
Mit dem Ausbau reagiert Niedersachsen auf steigende Waldbrandrisiken. Das System überwacht große Waldflächen und unterstützt eine schnelle Alarmierung der Feuerwehren.
Die Waldbrandfrüherkennung erhält in Niedersachsen einen weiteren Baustein. In Alt Garge entsteht auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten der 18. Standort des automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems IQ FireWatch im Bundesland. Gleichzeitig handelt es sich um den 200. Standort des Systems in Deutschland.
Seit 2011 setzen die Niedersächsischen Landesforsten auf die Technologie. Die bislang 17 Anlagen überwachen nach Unternehmensangaben mehr als 440.000 Hektar Waldfläche. Schwerpunkte liegen in den Landkreisen Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle. Alle bestehenden Anlagen wurden 2021 modernisiert.
Technik zur Raucherkennung
Das System arbeitet mit multispektralen Sensoren, die ihre Umgebung kontinuierlich erfassen. Eine Kombination aus Algorithmen und künstlicher Intelligenz wertet die aufgenommenen Bilder in Echtzeit aus. Dadurch können Rauchentwicklungen bereits in einem frühen Stadium erkannt werden. Unter normalen Bedingungen beträgt der Überwachungsradius bis zu 20 Kilometer, unter günstigen Bedingungen deutlich mehr.
Geht ein Alarm ein, werden die Informationen an die Waldbrandzentrale im Behördenzentrum „Auf der Hude“ in Lüneburg übermittelt. Dort prüfen geschulte Mitarbeiter die Meldungen und leiten bei Bedarf die Alarmierung der Einsatzkräfte ein. Zusätzlich erhalten Feuerwehr und Leitstellen Angaben zur Position des möglichen Brandes.
Bedeutung für den Waldbrandschutz
Nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten soll die frühe Erkennung von Bränden verhindern, dass sich kleinere Feuer zu größeren Schadenslagen entwickeln. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern eine wichtige Rolle, da das System länderübergreifend genutzt werden kann.
Hintergrund sind zunehmende Trockenperioden und steigende Temperaturen. Nach Angaben des Herstellers nimmt die Waldbrandgefahr durch die Auswirkungen des Klimawandels seit Jahren zu. Mit dem neuen Standort und einer weiteren geplanten Anlage in Harburg-Rosengarten sieht sich Niedersachsen für die Waldbrandsaison 2026 gut aufgestellt.
Innenministerin Daniela Behrens warnt vor zunehmender Radikalisierung und wachsender Gewaltbereitschaft.
HANNOVER (redu) – Die politisch motivierte Kriminalität in Niedersachsen bleibt auch 2025 auf hohem Niveau. Insgesamt registrierten die Sicherheitsbehörden 8.309 Straftaten. Besonders die Bundestagswahl sowie internationale Konflikte beeinflussten die Entwicklung deutlich.
Die Statistik zeigt deutliche Veränderungen innerhalb einzelner Phänomenbereiche. Während rechte Straftaten leicht zurückgingen, nahmen linksmotivierte sowie religiös und ausländisch motivierte Delikte spürbar zu.
Die politisch motivierte Kriminalität blieb in Niedersachsen im Jahr 2025 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden 8.309 Fälle registriert. Einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtgeschehen hatte die Bundestagswahl mit 1.644 erfassten Straftaten. Damit lag die Zahl deutlich über den registrierten Delikten rund um die Europawahl 2024.
Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität „rechts“ registrierten die Behörden 3.758 Straftaten. Trotz eines leichten Rückgangs entfiel damit weiterhin nahezu jede zweite Tat auf diesen Phänomenbereich. Schwerpunkt waren Propagandadelikte wie das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen. Gleichzeitig stieg die Zahl rechtsmotivierter Gewaltdelikte auf 110 Fälle an.
Wahlkampf und Gewalt
Deutlich angestiegen sind die Straftaten im Bereich „links“. Die Zahl erhöhte sich um mehr als 30 Prozent auf 1.589 Fälle und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der standardisierten Erfassung. Ein Großteil der Delikte stand im Zusammenhang mit der Bundestagswahl und richtete sich überwiegend gegen die AfD. Häufig handelte es sich um Sachbeschädigungen an Wahlplakaten.
Die linksmotivierte Gewaltkriminalität blieb mit 97 Taten ebenfalls auf hohem Niveau. Besonders hervorgehoben wurden Brandanschläge auf eine Polizeistation und ein Fahrzeug nach einem tödlichen Polizeischuss in Oldenburg. Zudem registrierte die Polizei 158 Straftaten gegen Einsatzkräfte.
Hybride Bedrohungen
Auch im Bereich „ausländische Ideologie“ und „religiöse Ideologie“ verzeichnete Niedersachsen deutliche Anstiege. Hintergrund waren unter anderem der Nahost-Konflikt sowie islamistisch motivierte Straftaten. Besonders auffällig waren zahlreiche Bombendrohungen gegen Schulen per E-Mail.
Zudem nahm die Zahl mutmaßlicher hybrider Bedrohungen deutlich zu. Vor allem Drohnensichtungen über militärischen Standorten und kritischer Infrastruktur führten zu einem starken Anstieg im Bereich Spionage. Die Polizei Niedersachsen baut deshalb ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr und Cyberabwehr weiter aus.
Innenministerin Daniela Behrens erklärte, die Sicherheitsbehörden würden politisch motivierte Straftaten „entschlossen“ verfolgen – unabhängig vom jeweiligen politischen Spektrum. Gleichzeitig warnte sie vor einer zunehmenden Verrohung politischer Debatten und wachsender Radikalisierung.
Zentrale Informationsseite für Krisen- und Notfallsituationen
HANNOVER (PM). Der Klimawandel zeigt auch bei uns in Niedersachsen vermehrt seine Auswirkungen. Es kommt leider immer häufiger zu heftigen Regenfälle mit Überflutungen, längeren Zeiten der Trockenheit mit Waldbrandgefahr und Dürre oder auch zu starken Stürmen.
Infolge von Extremwetterereignissen, aber auch infolge von größeren Unfällen, Cyberattacken oder anderen Sabotageakten könnten auch größere Teile der Infrastruktur stark beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Auch die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser ist nicht vollständig immun gegen potenzielle Schäden. Und schließlich ist es auch nicht ausgeschlossen, dass es noch mal eine weitere Pandemie geben wird.
Bei Schadensereignissen, die viele Menschen oder große Regionen in Niedersachsen betreffen, ist es wichtig, so früh wie möglich Vorwarnungen und wichtige Verhaltenshinweise zu geben. Der Informationsbedarf der Menschen ist in solchen Notfallsituationen extrem groß. Um diesen Bedarf besser abzudecken zu können, werden in dem Notfall-Monitor Niedersachsen alle relevanten Informationen auf einer zentralen Webseite gebündelt. Statt verschiedene Quellen durchsuchen zu müssen, können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen und Medien hier schnell und gezielt auf die Informationen zugreifen, die jeweils benötigt werden.
für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen zusammengestellt.
Im Notfall-Monitor gibt es hilfreiche Tipps, wie jede und jeder persönlich für Krisen- und Notfallsituationen vorsorgen kann. Wenn eine konkrete Krise oder Notfallsituation eintreten sollte, würde schnell über die aktuelle Lage sowie über Maßnahmen und Hilfsangebote informiert.
Die drei Hauptbereiche der Webseite bieten folgende Inhalte:
Selbstvorsorge/Prävention:
Tipps und Hinweise zur Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen
Übersicht der Dienste/Warn-Apps, die zuverlässig über mögliche Gefahrenlagen in Niedersachsen informieren
Informationen über regionale Vorkehrungen in der jeweiligen Kommune
Warnung
Die Landesregierung und/oder die Kommunen warnen und informieren zentral
– über Krisen- oder Notfallsituationen im gesamten Land Niedersachsen,
– in Teilen des Landes
– sowie über regional begrenzte Krisenereignisse,
besonders zu speziellen Themen, die nicht oder nur teilweise über die gängigen Warnmedien (wie NINA etc.) gemeldet werden (zum Beispiel Waldbrandgefahr, Hitze, Trockenheit, Havarien, Bombenräumung).
Bestehende Warnmeldungen (zum Beispiel bei Extremwettervorhersagen) werden gegebenenfalls durch zusätzliche Informationen staatlicher Stellen ergänzt.
Häufige oder potenziell wahrscheinlichere Warnlagen werden mit lagespezifischen Verhaltenshinweisen und FAQ bereichert.
Information im Ernstfall:
Wichtige Informationen von staatlichen Stellen des Landes und der Kommunen werden zentral gebündelt, auch für die Phase nach einem Ereignis (zum Beispiel Bewältigung der Folgen).
Der Notfall-Monitor bietet ein flexibles Instrument für die generelle Risiko- und Krisenkommunikation des Landes. Alle Kommunen sind eingeladen, ihre Informationen im Notfall-Monitor Niedersachsen bereitzustellen. Das Projekt wird von den Kommunalen Spitzenverbänden unterstützt – das Interesse der Fachleute in den Kommunen war groß.
Wichtig:
Der Notfall-Monitor Niedersachsen ersetzt nicht die bisherigen Warnsysteme, die in Niedersachsen zuletzt beim bundesweiten Warntag erfolgreich getestet wurden. Die Webseite ist ein ergänzendes Informationsangebot. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit allen Akteuren des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes stetig weiterentwickelt.
Generell empfiehlt die Landesregierung ausdrücklich die Nutzung der Warn-App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wie diese App funktioniert, wo sie bezogen werden kann und welche zusätzlichen Apps in Niedersachsen wirklich sinnvoll sind, wird ebenfalls auf den Seiten des Notfall-Monitors erläutert.
Gespräch zwischen Innenministerin Behrens und niedersächsischen Bankenvertretern
HANNOVER (PM). Im Jahr 2023 wurden bereits 12 Geldautomatensprengungen in Niedersachsen registriert, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 68 Taten. Vor diesem Hintergrund hat sich die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, am gestrigen Montag (27.02.2023) mit niedersächsischen Vertretern der Banken- und Kreditwirtschaft ausgetauscht.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen Möglichkeiten zur Intensivierung effektiver Sicherungsmaßnahmen und gemeinsame Ansätze zur nachhaltigen Verhinderung dieser besonders rücksichtslosen und gefährlichen Delikte.
Ministerin Behrens: „Ich bin sehr froh, dass ich mich heute mit niedersächsischen Vertretern der Banken- und Kreditwirtschaft austauschen konnte. Die Vertreter haben deutlich gemacht, dass es auch ihnen um eine schnelle Verbesserung der Gesamtsituation geht. Wir müssen gemeinsam alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um die Zahl der Geldautomatensprengungen dauerhaft deutlich zu reduzieren. Das kann nur gelingen, wenn Sparkassen, Banken und Polizei eng zusammenwirken und an einem Strang ziehen. Bereits dreimal konnten in diesem Jahr die Täter noch während der Flucht vom Tatort durch die Polizei festgenommen werden, zuletzt am vergangenen Mittwoch nach einer Tat in Melle. Die Niedersächsische Polizei tut alles – auch unter Inkaufnahme eigener Gefährdung, wie wir bei dem letzten Einsatz gesehen haben – um dieser Täter habhaft zu werden. Die Einsatzmaßnahmen werden dabei immer neu ausgeschärft. Darüber hinaus arbeiten wir auch grenzüberschreitend eng mit anderen besonders betroffenen Bundesländern sowie den Niederlanden zusammen. Unverzichtbar ist aber auch ein flächendeckend hoher Schutz- und Sicherheitsstandard an allen Standorten von Geldautomaten. Sie sind der Schlüssel, damit sich solche Taten in keinem Fall mehr lohnen.
In diesem Jahr haben die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen der betroffenen Banken bereits in mehreren Fällen dazu beigetragen, dass die Täter kein Geld erbeuten konnten. Ich habe deshalb heute an die Vertreter der Banken appelliert, ihre Anstrengungen zum Schutz der Automaten weiter zu intensivieren. Die Menschen in Niedersachsen erwarten hier zu Recht schnelle und spürbare Verbesserungen. Mit jeder erfolglosen Sprengung tragen wir dazu bei, dass die Anzahl der Taten auch tatsächlich sinken wird.“
Guido Mönnecke, Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Niedersachsen, unterstreicht den geschäftspolitischen Ansatz der 39 niedersächsischen Sparkassen, die digitalen Bezahlformate, insbesondere mit der Sparkassen-Girocard, weiter voranzutreiben: „Der während der Corona-Pandemie sich schon abzeichnende Trend zum bargeldlosen Bezahlen wird sich weiter verstetigen, den Bargeldumlauf reduzieren und zu einem signifikanten Abbau der noch 2150 von Sparkassen in Niedersachsen betriebenen Geldautomaten führen. Die verbleibenden Geräte werden sehr zeitnah, respektive wurden in den vergangenen Monaten entsprechend den Vereinbarungen auf Bundesebene nachgerüstet. Diese Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit dem LKA erfolgen, reichen vom Nachtverschluss der Geschäftsstellen in den tatrelevanten Zeiten, über Einbruchmeldetechnik, Videoüberwachung bis zum Einsatz von Einfärbesystemen.“ Alle einsetzbaren Möglichkeiten der Prävention würden genutzt, betont Mönnecke abschließend und unterstreicht die enge Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Sachversicherer, der VGH.
„Unsere Genossenschaftsbanken zeigen ein großes Engagement bei der Verhinderung von Geldautomatensprengungen. Ihnen ist neben dem Erhalt der Infrastruktur zur flächendeckenden Bargeldversorgung insbesondere der Schutz von Leib und Leben der Anwohnerinnen und Anwohner sowie unbeteiligten Bürgerinnen und Bürgern wichtig“, so Axel Schwengels, Vorstandsmitglied beim Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V.
„Die kürzlich vereitelten Angriffe zeigen, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Banken in enger Zusammenarbeit mit der Polizei wirksam sind. Es ist wichtig, dass wir an dieser Stelle gemeinsam weiterarbeiten, um die Geldautomaten im Land zu schützen und eine breite Bargeldversorgung für die Menschen zu erhalten“, so Marco Schulz, Mitglied des Vorstandes, Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.
In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der Geldautomatensprengungen in Niedersachsen deutlich zugenommen. Im Jahr 2015 waren es in Niedersachsen noch 30, im Folgejahr 34 Taten. In den darauffolgenden Jahren ist die Anzahl der Taten dann von 23 (2017) auf 54 (2018) gestiegen. Anschließend verblieb die Zahl auf einem ähnlich hohen Niveau (2019: 45, 2020: 45, 2021: 55). Im vergangenen Jahr wurde dann mit 68 Taten ein neuer Höchststand erreicht. Durch die Verwendung von oft selbst hergestellten Festsprengstoffen sowie den damit verbundenen Explosionen besteht eine große Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner, Einsatzkräfte und Unbeteiligte.
Auch die Betreiber der Automaten sind nicht zuletzt aufgrund des neuen Höchststandes an Sprengungen alarmiert und haben ihrerseits Maßnahmen initiiert, um den Schutz ihrer Geräte zu verbessern.
Die niedersächsischen Vertreter der Sparkassen und Banken werden die Ministerin über die von Ihnen bereits vorgenommenen und weiter geplanten Sicherungsmaßnahmen bis Ende April informieren. Um wirksame Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit von Geldautomaten umzusetzen, werden die Sparkassen und Banken durch die Polizei Niedersachsen bestmöglich unterstützt.
HANNOVER (PM). Pistorius: „Dieter Rohrberg ist ein hervorragender Feuerwehrmann mit langjähriger praktischer Erfahrung. Er trägt als Landesbranddirektor eine große Verantwortung in herausfordernden Zeiten“
Nach der heutigen (29.11.2022) Zustimmung der Niedersächsischen Landesregierung hat der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, mit Wirkung zum 01. Dezember 2022 Dieter Rohrberg zum neuen Landesbranddirektor ernannt. Er folgt damit auf Jörg Schallhorn, der mit Ablauf des Monats November 2022 in den Ruhestand tritt. Dieter Rohrberg übernimmt mit Wirkung vom 01. Dezember 2022 die Leitung des Referats 34 (Brandschutz). Er wird zugleich ständiger Vertreter des Leiters der Abteilung 3, Ingo Marek, für die Referate 34 (Brandschutz), 35 (Militärische Angelegenheiten, Rettungswesen) und 36 (Katastrophenschutz, Kompetenzzentrum Großschadenslagen).
Minister Pistorius sagt: „Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und nicht zuletzt die durch den Klimawandel hervorgerufene Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Waldbrände beschreiben die immensen Herausforderungen vor denen wir stehen. Die Landesregierung hat sich vorgenommen, mit aller Entschlossenheit die erforderlichen Strukturen zu stärken, um unser Land und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Als Landesbranddirektor wird Herr Rohrberg das Krisenmanagement des Landes strategisch auf diese Situation vorbereiten und weiter modernisieren.“
In der neuen Funktion ist Dieter Rohrberg zuständig für die Grundsatzangelegenheiten des Brandschutzes, die Aufsicht über die Feuerwehren, das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz sowie die technischen Prüfungseinrichtungen des Landes. Zu seinem Aufgabenbereich als stellvertretender Abteilungsleiter gehört außerdem die Mitwirkung im Krisenmanagement des Landes Niedersachsen, bei Angelegenheiten des Katastrophenschutzes und des Rettungswesens und der Zivilen Verteidigung.
Dieter Rohrberg ist seit dem 15. Oktober 2022 im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport. Er verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung in Führungsaufgaben bei der Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Hannover, zuletzt als deren Leiter.
Umfangreiche Einsatz- und Projekterfahrung erwarb Dieter Rohrberg u. a. als Einsatzleiter und Leiter von Führungsstäben bei Großbränden, Hilfeleistungen, Unwettereinsätzen, Katastropheneinsätzen, der Flüchtlingsunterbringung, der Bekämpfung der Corona-Pandemie, Kampfmittelbeseitigungseinsätzen und Sonderlagen.
HANNOVER (PM). Heute fand die 75. Mitgliederversammlung – die Landesversammlung – des DRK-Landesverbandes Niedersachsen statt, zu der rund 220 Gäste kamen, darunter vor allem die Vertreter der 45 Kreisverbände in ihrer Funktion als Mitgliedsverbände des Landesverbandes.
Neben dem 75-jährigen Jubiläum ging es auch um Themen wie den Ukrainekrieg, die Flüchtlingssituation und den Ausbau des Katastrophenschutzes. Außerdem wurde in diesem Jahr das ehrenamtliche Präsidium des Landesverbandes gewählt bzw. wiedergewählt, was alle vier Jahre erfolgt.
Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, würdigte als Gastredner die Leistungen des DRK in Historie und Gegenwart: „Die Gründungsidee des DRK ist heute nach wie vor aktuell: Menschen allein nach dem Maß der Not zu helfen, ohne Beachtung von Hautfarbe, Religion, Nationalität, sozialen Status oder politischer Ausrichtung. Die aktuelle Situation in der Ukraine, aber auch der Klimawandel und viele weitere Faktoren machen uns immer wieder deutlich, wie wichtig Organisationen wie das DRK für unser Zusammenleben und unsere Sicherheit gerade im Notfall oder bei Katastrophen sind. Die neue rot-grüne Landesregierung steht dabei fest an Ihrer Seite. Wir haben uns für die kommenden fünf Jahre viel vorgenommen auch in den Bereichen Katastrophenschutz und Rettungswesen.“
Der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Abgeordneter im Europäischen Parlament David McAllister (MdEP) hob in seiner Rede hervor: „Das Deutsche Rote Kreuz in Niedersachsen setzt sich seit nunmehr 75 Jahren für Opfer von Konflikten und Katastrophen ein. Es unterstützt hilfsbedürftige Menschen dort, wo seine Hilfe am dringendsten benötigt wird und setzt damit ein Zeichen für ein Leben in Frieden, Gesundheit und Würde. Für diesen enormen Beitrag zum öffentlichen Wohl der Menschen in unserem Land gebührt dem DRK Niedersachsen besonderer Dank und Anerkennung.“
DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gratulierte ebenfalls: „Der DRK-Landesverband Niedersachsen steht für das, was uns im DRK ausmacht: Er verbindet konkrete Hilfen und moderne soziale Dienstleistungen mit dem Eintreten für Menschlichkeit und Menschenwürde. Ob im Katastrophenschutz oder in der Wohlfahrtsarbeit, in der Hilfe für Geflüchtete, im Rettungsdienst, in der Familienbildung oder Pflege, die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte des DRK in Niedersachsen sind ganz nah dran an den Menschen und leisten unmittelbar Hilfe. Ich gratuliere ihm herzlich zu seinem 75-jährigen Bestehen und wünsche ihm, dass er auch weiterhin Zeichen setzt.“
Hans Hartmann ist seit 2014 Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen und wurde heute erneut in seinem Amt bestätigt: „Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen und auf weitere vier Jahre, in denen ich mich als Präsident für die Arbeit des Roten Kreuzes im Landesverband Niedersachsen einsetzen kann. Wenn wir die Jahre 1947 und 2022 vergleichen, dann stellen wir fest, wie sich die gesellschaftlichen Aufgaben, vor die uns die jeweilige Zeit gestellt hat, doch ähneln: Krieg in Europa und in anderen Teilen dieser Welt, der Leben vernichtet und Tausende von Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen.“ Hartmann verweist auf das Jubiläums-Buch zum 75. Geburtstag des Landesverbandes mit dem Titel „Wir sind da, weil wir gebraucht werden“, das die Historikerin Dr. Andrea Brinckmann geschrieben hat: „Schauen wir auf die Fotos in den ersten und den letzten Kapiteln, sehen wir Flüchtlingsunterkünfte, vertriebene Menschen, die Schutz und eine Bleibe suchen. Und wir sehen tatkräftige Frauen und Männer des Roten Kreuzes, die Hilfe leisten: Sie kümmern sich um Unterbringungsmöglichkeiten, Verpflegung, Kleidung und medizinische Versorgung – heute wie damals. Die Bewältigung von Umweltkatastrophen, wie etwa durch Sturm, Hochwasser oder Waldbrände verursacht, sind ebenfalls wiederkehrende Ereignisse, die uns auch in jüngster Zeit wieder stark gefordert haben und es aller Voraussicht nach zukünftig sogar noch häufiger tun werden. Der Appell des DRK in Niedersachsen an die Landesregierung, mehr öffentliche Mittel in den Katastrophenschutz zu investieren, ist daher ebenso ein wiederkehrender. Wir begrüßen daher außerordentlich den Entschluss des Landes Niedersachsen in 2022, die Investitionen in den Katastrophenschutz deutlich zu erhöhen.“
Dem gewählten Präsidium gehören an:
Hans Hartmann, Präsident
Sabine Schipplick, Vizepräsidentin, Schwerpunkt Soziales
Prof. Dr. Sonning Bredemeier, Vizepräsident, Schwerpunkt Finanzen
Mareike Lotte Wulf, Vizepräsidentin, MdB
Dr. Christos Pantazis, Vizepräsident, MdB
Dr. Uwe Lühmann, Landesbeauftragter Katastrophenschutz
Holger Klünder, Landesbereitschaftsleiter
Hans-Werner Beckmann, Landesleiter des Jugendrotkreuzes
Elisabeth Gleiß, Vertreterin der Schwesternschaften
Außerdem wurden für die Ämter der Landesjustiziarin Dr. Jennifer Rasche, des Landesarztes Prof. Dr. Wolfgang Koppert und des Landeskonventionsbeauftragten Dr. Alexander Götz gewählt.
Interssante Zahlen und Fakten zum Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes in Niedersachsen:
Der DRK-Landesverband Niedersachsen versteht sich als Dienstleister: als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation für Externe und als Dachverband für die untergliederten Verbände. Er berät und unterstützt 45 Kreisverbände, die insgesamt 1.029 Ortsvereine zählen. Rund 225.000 Mitglieder unterstützen die Arbeit im Landesverband. Circa 21.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich für das Rote Kreuz in Niedersachsen, mit 6.900 in den Bereitschaften, die für den Katastrophenfall bereitstehen. Dazu zählen auch die Ehrenamtlichen der Rettungshundestaffeln, der Wasserwacht und Bergwacht. Zusätzlich engagieren sich rund 5.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendrotkreuz. Bei dieser Anzahl an aktiven Mitgliedern gehört er zu den größten der 19 Landesverbände des Roten Kreuzes in Deutschland. Im hauptamtlichen Bereich ist das Rote Kreuz in Niedersachsen Arbeitgeber für mehr als 23.500 Menschen. Außerdem leisten jährlich mindestens 480 junge Menschen einen Freiwilligendienst in Form des Freiwilligen Sozialen Jahres oder als Bundesfreiwilligendienst.
In den 158 DRK-Rettungswachen sind circa 3.300 hauptamtliche Rettungsdienstkräfte im Einsatz. Im vergangenen Jahr nahmen 83.000 Menschen an Erste-Hilfe-Kursen teil. In den 437 Kindertagesstätten kümmern sich über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um rund 29.000 Kinder. Im Bereich der Pflege betreibt das DRK im Gebiet des Landesverbandes 59 vollstationäre Altenpflegeeinrichtungen, 73 ambulante Pflegedienste und 55 Tagespflegeeinrichtungen sowie 60 Angebote für Betreutes Wohnen und 33 ambulant betreute Wohngemeinschaften.
Hilfe und Unterstützung bietet das DRK in Niedersachsen außerdem mit 79 Kleiderkammern, 59 Kleidershops, neun Essens- bzw. Lebensmittelausgaben, mit Angeboten für Menschen mit Behinderung sowie für Senioren mit Gesundheitsprogrammen, Familienzentren und Migrationsberatungsstellen. Der Landesverband betreibt außerdem als Bildungseinrichtungen eine Familienbildungsstätte in Hannover, die Häuser des Jugendrotkreuzes in Einbeck sowie die Rettungsschule Niedersachsen in Goslar und (mit einem Simulations- und Trainingszentrum) in Hannover.
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