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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

PKW unter LKW-Auflieger

Tödliche Kollision mit Lkw auf Rastplatz bei Hannover

19. Juli 2025/in Hannover

Feuerwehr rettet Verletzte aus Pkw-Wrack – Autobahn Richtung Dortmund während Rettungsmaßnahmen gesperrt.

HANNOVER (redu). Ein schwerer Verkehrsunfall auf einem Autobahn-Rastplatz bei Hannover hat am Samstagabend den Tod eines Menschen und drei Schwerverletzte zur Folge gehabt. Ein VW Golf war auf den Parkplatz Varrelheide (Nord) bei Hannover-Lahe eingefahren und dort unter einen geparkten Sattelzug geraten. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich komplex und dauerten rund eineinhalb Stunden.

Der Unfall ereignete sich am Samstag gegen 17:29 Uhr auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Dortmund. Ein mit vier Personen besetzter VW Golf fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den Rastplatz Varrelheide (Nord) und prallte dort frontal in das Heck eines abgestellten Lastwagens. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug tief unter den Sattelauflieger geschoben – bis etwa zur Mitte der Fahrgastzelle.

Zwei der vier Insassen, die sich auf den Rücksitzen befanden, konnten sich selbst oder mit Unterstützung von Ersthelfern aus dem Fahrzeug befreien. Die beiden Frontinsassen – Fahrer und Beifahrerin – wurden jedoch im Wrack eingeklemmt. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Er befand sich zum Unfallzeitpunkt im Ruhemodus in seinem Fahrzeug.

Aufgrund der ersten Meldungen, wonach sich im Pkw ein Brand entwickeln könnte und mehrere Personen eingeklemmt seien, wurde umgehend ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Neben der Berufsfeuerwehr Hannover waren auch Einheiten der Ortsfeuerwehr Misburg sowie ein Rettungshubschrauber („Christoph 4“) und mehrere Spezialfahrzeuge für die technische Rettung vor Ort.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass der Pkw zwar stark deformiert war, aber kein Feuer ausgebrochen war. Die Feuerwehr begann unmittelbar mit der technischen Rettung der beiden eingeklemmten Personen. Für die Befreiung der Beifahrerin musste der Sattelauflieger zunächst mit einem Kran angehoben werden. Anschließend wurde das Unfallfahrzeug mit einer Seilwinde unter dem Lkw-Auflieger hervorgezogen.

Nachdem das Fahrzeug frei lag, kam hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz, um das Wrack aufzuschneiden. Die Feuerwehr konnte die Beifahrerin lebend bergen und dem Rettungsdienst übergeben. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät – die Notärztin konnte nur noch seinen Tod feststellen. Die drei überlebenden Unfallopfer, darunter zwei Frauen und ein Mann, wurden mit schweren Verletzungen in umliegende Kliniken gebracht.

Während des Einsatzes wurde die A2 in Fahrtrichtung Westen voll gesperrt. Der Rettungshubschrauber landete auf der Fahrbahn. Die Sperrung führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Angaben zum Alter der Beteiligten oder zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.

Die Feuerwehr war mit insgesamt 52 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz konnte gegen 18:45 Uhr beendet werden.

Atemschutz

Rauch im Aufzugsschacht: Kellerbrand sorgt für Einsatz

16. Juli 2025/in Hannover

Einsatz mit 15 Fahrzeugen – Polizei ermittelt nach Brand in einem Mehrfamilienhaus.

HANNOVER (redu). Ein vermeintlicher Brand im Aufzugsschacht eines Mehrfamilienhauses in Hannover entpuppte sich als Kellerbrand. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Verletzt wurde niemand.

Am Mittwochmittag ging gegen 12:15 Uhr bei der Regionsleitstelle Hannover ein Notruf ein. Gemeldet wurde Rauchentwicklung im Aufzugsschacht eines Mehrfamilienhauses in der Elmstraße. Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie fest, dass sich der Rauch über den Aufzugsschacht im Treppenraum ausgebreitet hatte.

Erste Annahmen deuteten auf einen Brand im Schacht hin. Die Erkundung ergab jedoch, dass der Rauch aus dem Keller stammte. Dort hatte Gerümpel im Vorraum eines Kellerabteils Feuer gefangen. Die Feuerwehr leitete umgehend Löschmaßnahmen ein, die bereits um 12:58 Uhr zur Meldung „Feuer aus“ führten.

Der Brand hatte eine erhebliche Verrauchung im gesamten Kellerbereich und im Aufzugsschacht verursacht. Die Einsatzkräfte setzten Hochleistungslüfter ein, um die betroffenen Bereiche zu belüften. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Verletzt wurde niemand. Lediglich zwei Personen wurden kurzfristig vom Rettungsdienst medizinisch nach Einatmung von Brandrauch untersucht. Angaben zur Schadenshöhe und zur Ursache des Brandes konnte die Feuerwehr nicht machen. Die Polizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Insgesamt waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit 15 Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften im Einsatz.

Rauch im Aufzugsschacht: Kellerbrand sorgt für Einsatz – BGPress 1329111

Zu einem Kellerbrand in der Elmstraße in Hannover rückten heute gleich zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr aus. Verletzt wurde zum Glück niemand. © Bernd Günther

Schützenfest Hannover endet mit 800.000 Besucher*innen – BGPress 1328457

Schützenfest Hannover endet mit 800.000 Besucher*innen

13. Juli 2025/in Hannover

Großer Ausmarsch, gutes Miteinander und gestärktes Schutzkonzept prägen das diesjährige Fest.

HANNOVER (redu). Am Sonntagabend geht das 496. Schützenfest Hannover zu Ende. Zehn Tage lang prägten Tradition, Feststimmung und vielfältige Angebote das Bild der Landeshauptstadt. Trotz wechselhaften Wetters wurden rund 800.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Festplatz erwartet. Stadtverwaltung, Schützinnen, Schaustellerinnen sowie Einsatzkräfte zeigen sich insgesamt zufrieden mit dem Verlauf.

Das Fest wurde von zahlreichen Programmpunkten begleitet – darunter insbesondere der traditionelle Schützenausmarsch. Mit rund 180.000 Zuschauer*innen und etwa 10.000 Teilnehmenden war er auch in diesem Jahr ein zentrales Element. Susanne Blasberg-Bense, Dezernentin für Jugend, Familie und Sport der Stadt Hannover, hob die Bedeutung des Schützenfestes für das kulturelle Leben hervor. Sie verwies auf die positive Resonanz auf die Familienangebote, das Sicherheitskonzept sowie die gesteigerte Sichtbarkeit durch gezielte Werbemaßnahmen.

Schützenfest Hannover endet mit 800.000 Besucher*innen – BGPress 1328417

Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther

Veranstalter*innen sehen Fortschritt zum Vorjahr

Paul-Eric Stolle, Präsident des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine, zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung und die volle Innenstadt beim Umzug. Auch die Veranstaltungen des Verbandes seien gut besucht gewesen. Der Blick richtet sich nun auf die zukünftige Weiterentwicklung, insbesondere mit Blick auf das 500. Jubiläum des Schützenfestes im Jahr 2029.

Die Schausteller*innen äußerten sich ebenfalls zufrieden. Der Vorsitzende des Niedersächsischen Landesverbandes der Markt- und Schaustellerbetriebe, Fred Hanstein, hob vor allem die hohe Frequenz an bestimmten Tagen hervor. Besonders stark besucht seien der Familientag und der Tag des Ausmarsches gewesen.

Schutz- und Fürsorgekonzept erneut bewährt

Ein zentrales Element des Festes war erneut das Schutz- und Fürsorgekonzept mit drei Bausteinen: RückzugsRaum, Support-Team und digitalem Saferspaces-Zugang. Das von Cora Funk koordinierte Team war vor allem an den Wochenendtagen stark gefordert. Die Einsatzkräfte führten knapp 150 Informationsgespräche, leisteten rund 50 kleinere Hilfen und unterstützten in etwa 100 Betreuungssituationen. Das Konzept wurde von vielen Besucher*innen angenommen und hat zur Sicherheit und sozialen Begleitung maßgeblich beigetragen.

Schützenfest Hannover endet mit 800.000 Besucher*innen – BGPress 1328266

Ein Supportteam als Ansprechpartner auf dem Schützenplatz. © Bernd Günther

DRK meldet mehr Einsätze als im Vorjahr

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war mit Sanitätsdiensten vor Ort und meldete bis Sonntagmorgen 145 Versorgungen sowie 32 Transporte ins Krankenhaus, darunter fünf mit Notarztbeteiligung. Einsatzleiter Florian Peters betonte die gute Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Beteiligten. Besonders am Tag des Ausmarsches sei das Einsatzaufkommen gestiegen, das Team habe jedoch alle Einsätze gut bewältigt. Jeden Tag war das DRK mit 25 ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitätern auf dem Schützenplatz mit zwei Unfallhilfsstellen und Rettungswagen in unterschiedlichen Schichten im Einsatz. Am Ausmarschtag waren es sogar 75 Einsatzkräfte mit einer Vielzahl von zusätzlichen Rettungsfahrzeugen.

Rettungswagen beim Ausmarsch

Das Rotes Kreuz zogen trotz leicht erhöhter Einsatzzahlen eine positive Bilanz. © Bernd Günther

Spendenaktion der Bruchmeister*innen

Auch in diesem Jahr engagierten sich die Bruchmeister*innen für den guten Zweck. Phillip Gliesmann, Julia Schlawin, Kevin Küker und Torben Cornils sammelten Spenden zugunsten des Vereins KINDERHERZ Hannover e. V. Die endgültige Spendensumme steht noch nicht fest, es wird aber mit einem höheren Betrag als im Vorjahr gerechnet. 2024 kamen rund 10.400 Euro zusammen.

Ausblick auf kommende Jahre

Trotz punktueller Herausforderungen, etwa beim Wetter, ziehen die Beteiligten ein positives Fazit. Das Schützenfest Hannover bleibt ein bedeutender Bestandteil des städtischen Lebens und eine feste Größe im Veranstaltungskalender. Der Blick richtet sich bereits nach vorn: Mit dem 500-jährigen Jubiläum im Jahr 2029 steht ein bedeutendes Ereignis bevor, das bereits jetzt in den Planungen der Stadt und der Verbände berücksichtigt wird.

Schloss Herrenhausen mit Museum von der Gartenseite aus

Neue Perspektiven im Museum Schloss Herrenhausen

13. Juli 2025/in Hannover

Welfenkutschen, barocke Schätze und Gartenblick: Museum startet mit neuer Konzeption in die Zukunft.

HANNOVER (redu). Mit einem umfangreich erneuerten Konzept ist das Museum Schloss Herrenhausen am 2. Juli 2025 offiziell wiedereröffnet worden. Der neue Eingangsbereich im Ostflügel bietet ab sofort nicht nur einen verbesserten Zugang zum Großen Garten, sondern auch neue Perspektiven auf das kulturelle Erbe der Stadt Hannover. Im Westflügel ist nun die neue Hauptausstellung „Vier Kutschen, ein Königreich. Hannover 1814–1866“ zu sehen, die historische Prunkkutschen des Hauses Hannover in Szene setzt.

Die Eröffnung wurde im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung begangen, an der Oberbürgermeister Belit Onay, die Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender sowie Prinz Ernst August von Hannover teilnahmen. Mit dem Abschluss der Umbauarbeiten setzt die Stadt ein starkes kulturpolitisches Signal – nicht zuletzt im Jubiläumsjahr des Großen Gartens, der 2025 sein 350-jähriges Bestehen feiert.

Oberbürgermeister Onay betonte in seiner Rede die Bedeutung des neuen Museums für die Stadt und verwies auf die enge Verbindung zwischen Hannover und dem Haus Hannover: „Ich freue mich sehr, dass Schloss, Kutschen und Königshaus nun in einer besonderen Ausstellung im Westflügel des Schlosses präsentiert werden.“ Besonders hob er die Dauerleihgabe der historischen Kutschen durch Prinz Ernst August von Hannover hervor.

Neue Wegeführung und verbesserter Zugang zum Garten

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Ostflügel des Schlosses vollständig neugestaltet. Der bisherige Zugang über den historischen Blumengarten wird ergänzt durch eine neue, direkte Wegeführung. Besucherinnen und Besucher gelangen nun durch eine lichtdurchflutete Passage mit grüner Farbgebung und botanischen Illustrationen direkt in den Großen Garten. Ein Tastmodell, Pläne und Erläuterungen bereiten den Besuch auf anschauliche Weise vor.

Die Wegeführung wurde auch hinsichtlich der Barrierefreiheit überarbeitet. Alle Museumsbereiche sind jetzt über Aufzüge erreichbar. Zudem sorgt ein neu eingebauter Windfang im Westflügel für ein stabiles Raumklima zum Schutz der Exponate. Die gesamte Neugestaltung zielt darauf ab, das Besuchserlebnis zu verbessern und Schloss, Garten und Ausstellung stärker miteinander zu verzahnen.

Ausstellung zu Hannovers Königreich und seinen Symbolen

Herzstück der neuen Ausstellung sind vier aufwendig restaurierte Kutschen aus dem Besitz des Hauses Hannover. Diese Prunkfahrzeuge dienten einst zur Repräsentation der königlichen Macht und stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Vier Kutschen, ein Königreich“. Sie führt in die Epoche zwischen 1814 und 1866, als Hannover als eigenständiges Königreich bestand.

Neben den Kutschen zeigt die Ausstellung zahlreiche Gemälde, Porträts und Objekte, die einen Einblick in Politik, Gesellschaft und Kultur der damaligen Zeit geben. Thematisiert werden unter anderem die Umbrüche des 19. Jahrhunderts, die erstarkende Bürgergesellschaft und die Rolle des Monarchen.

Eine eigene Themenspur widmet sich der Geschlechtergeschichte. Hier wird beleuchtet, welche Rollen adelige Frauen einnahmen, wie sie sich selbst inszenierten und welche Handlungsspielräume ihnen zur Verfügung standen. Auch kritische Perspektiven – etwa die Verbindungen zwischen höfischer Repräsentation und kolonialer Expansion – werden aufgegriffen.

Inklusive Angebote und Vermittlung

Die Ausstellung legt großen Wert auf Teilhabe und Zugänglichkeit. Ein kostenloses Begleitheft für Kinder und Familien bietet Aufgaben und Rätsel für einen interaktiven Rundgang. Ein Tastmodell der „Goldenen Kutsche“ ermöglicht auch blinden und sehbehinderten Menschen einen haptischen Zugang zu den Objekten.

Darüber hinaus bietet eine Medienstation die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem Thema Macht und Inszenierung auseinanderzusetzen. Besucherinnen und Besucher können sich digital als „König oder Königin von Hannover“ inszenieren und eine eigene Parade gestalten. Für Schulklassen gibt es ein Glossar mit einfachen Erläuterungen historischer Begriffe und Kontexte.

Neues Highlight bei den „Barocken Schätzen“

Auch der unterirdische Ausstellungsbereich „Barocke Schätze“ wurde durch ein bedeutendes Objekt ergänzt. Das großformatige Gemälde „Revue bei Bemerode“ von J. F. Lüders, vormals Bestandteil der Dauerausstellung im Historischen Museum, ist nun in Herrenhausen zu sehen. Es zeigt eine militärische Parade aus dem Jahr 1735 vor Georg II., Kurfürst von Hannover und König von Großbritannien.

Mithilfe einer interaktiven Medienstation lassen sich auf dem über acht Meter breiten Gemälde zahlreiche Details und Figuren entdecken. Damit wird das Bild zu einem zentralen Element der Vermittlungsarbeit im neu konzipierten Museumsteil.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Der Eintritt zum Museum ist im Kombiticket für die Herrenhäuser Gärten enthalten. Erwachsene zahlen 10 Euro, ermäßigte Tickets kosten 8 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Das Museum Schloss Herrenhausen ist in der Sommersaison (April bis Oktober) von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, in der Wintersaison (November bis März) von 9 bis 16 Uhr.

Die Herrenhäuser Gärten verzeichnen jährlich über 600.000 Besucherinnen und Besucher. Mit der Neugestaltung des Schlossmuseums erhält die Anlage ein weiteres attraktives Ziel für kulturhistorisch Interessierte aus dem In- und Ausland.

Kleines Fest

50 Shows pro Abend: Kleines Fest kehrt zurück

7. Juli 2025/in Hannover

Kleines Fest 2025 bringt internationales Kulturprogramm in den Großen Garten Hannover.

HANNOVER (redu). Drei Wochen, mehr als 50 Shows pro Abend und Künstler aus 20 Ländern: Das Kleine Fest im Großen Garten Hannover serviert ab dem 8. Juli ein dichtes Kulturmenü unter freiem Himmel – abwechslungsreich, international und familienfreundlich.

Vom 8. bis 27. Juli wird der Große Garten in Hannover erneut zur Bühne für eines der bekanntesten Kulturfestivals Norddeutschlands. Unter dem diesjährigen Motto „Es ist angerichtet“ bietet das Kleine Fest im Großen Garten ein Abendprogramm mit über 50 Aufführungen – von Magie bis Musik, von Clownerie bis Zirkuskunst.

Das Veranstaltungsgelände öffnet um 17.45 Uhr. Bereits eine Dreiviertelstunde zuvor steht die Picknickwiese an der Ostallee zur Verfügung. Dort können Gäste auch an bereitgestellten Tischen und Bänken Platz nehmen. Das Programm beginnt um 18 Uhr und endet gegen 23 Uhr mit einem gemeinsamen Finale. Der Auslass ist bis Mitternacht möglich.

Kulinarische Angebote finden sich an mehreren Ständen auf dem Gelände, darunter an der Fontänenbar Sophie, die von der Schlossküche Grauwinkels betrieben wird.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Familienprogramm. Zu den Höhepunkten zählen lebendige Walkacts wie Mr. Bee und seine Bienen oder die Baronin auf einer pelzigen Riesenschnecke. Interaktive Angebote wie das Labyrinth „El Laberint“ und die mechanische Murmelbahn „Mechatropolis“ laden zum Mitmachen ein. Auch das leuchtende Schwanenballett an den Teichen soll Kinder wie Erwachsene ansprechen.

Das Programm lässt sich individuell planen. Auf der Website www.kleines-fest-herrenhausen.de finden Besucher einen Veranstaltungskalender mit Filterfunktion nach Genre, Künstler oder Spieldauer. Alternativ sind Programmheft (3 Euro) und Spielplan (kostenlos) an der Abendkasse und weiteren Ausgabestellen erhältlich.

Für Kinder und Jugendliche gibt es ein ergänzendes Ferienprogramm: In der „Kleines-Fest-Akademie“ können sie zwischen fünf Kursen wählen – darunter Jonglage, Tanz und Theater. Die Kurse finden im Zirkuszelt Salto an der Maschstraße statt. Anmeldungen sind online unter www.die-feriencard-hannover.de möglich.

Tickets sind online und über Vorverkaufsstellen der HAZ und NP erhältlich. Einige Termine sind bereits ausverkauft, für andere sind noch Restkarten verfügbar. An der Abendkasse werden täglich mindestens 300 Karten verkauft. Ab dem 1. Juli steht ein offizieller Ticket-Zweitmarkt zur Verfügung, der einen Weiterverkauf zum Originalpreis ermöglicht.

Die Eintrittspreise betragen 37 Euro regulär und 17 Euro ermäßigt. Kinder bis einschließlich elf Jahre haben freien Eintritt.

Das Festival wird unterstützt von der Sparkasse Hannover und weiteren regionalen Partnern aus Kultur und Wirtschaft.

Friedhof Seelhorst

Literarischer Spaziergang über den Friedhof Seelhorst

7. Juli 2025/in Hannover

Führung mit Literatur und Geschichte am 12. Juli auf dem größten Friedhof Hannovers.

HANNOVER (redu). Ein Friedhof als literarische Bühne: Wer den Stadtfriedhof Seelhorst einmal anders erleben will, kann am Samstag, 12. Juli 2025, um 15 Uhr am Poetry Walk mit Autor Kersten Flenter teilnehmen.

Der hannoversche Schriftsteller Kersten Flenter lädt zu einem besonderen Spaziergang über den Stadtfriedhof Seelhorst ein. Der „Poetry Walk“ am Sonnabend, 12. Juli, beginnt um 15 Uhr und verbindet Literatur, Geschichte und Friedhofskultur. Dabei greift Flenter die Themen Tod, Trauer und Abschied auf – ernsthaft, kurios oder mit einem augenzwinkernden Ton.

Die Teilnehmenden erwartet eine geführte Tour mit kurzen Lesungen und historischen Anekdoten an fünf ausgewählten Stationen. Besucht werden unter anderem die historische Abteilung am Wasserbecken sowie der Kapellenkomplex, der im Stil des Backsteinexpressionismus gestaltet ist.

Der 1920 eröffnete Stadtfriedhof Seelhorst ist mit 62 Hektar Fläche der größte Friedhof Hannovers. Er umfasst rund 30.600 Grabstätten. Eine Besonderheit ist der Seelwald, ein Bereich für Urnenbestattungen in naturnaher Umgebung.

Kersten Flenter hebt hervor, dass der Reiz dieser Führung im Zusammenspiel zwischen der klaren Struktur der Friedhofsanlage und den unerwarteten Wendungen poetischer Gedanken liege. Auch der Weg durch den Seelwald liefere immer wieder inspirierende Eindrücke.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich per E-Mail an: umweltkommunikation@hannover-stadt.de. Der Poetry Walk findet im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe „Grünes Hannover“ statt. Weitere Termine auf hannover.de/gruenes-hannover.

Schützenausmarsch 2025

Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs

6. Juli 2025/in Hannover

Schützenausmarsch lockt rund 180.000 Menschen bei sonnigem Wetter in Hannovers Zentrum.

HANNOVER (redu). Mehr als 10.000 Teilnehmer zogen am 6. Juli beim traditionellen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. Begleitet von über 150 Gruppen und rund 100 Musikzügen säumten etwa 180.000 Zuschauer die Strecke bis zum Festplatz.

Pünktlich um 10 Uhr rief Schützenpräsident Paul-Eric Stolle mit dem traditionellen Kommando „Doubliertritt, Marsch!“ den Schützenausmarsch aus. Der Umzug ist ein zentraler Bestandteil des hannoverschen Schützenfestes, das zu den größten seiner Art weltweit zählt. Startpunkt war der Platz vor dem Neuen Rathaus, von wo aus sich die rund 10.000 Schützinnen und Schützen, begleitet von Musikzügen und Festwagen, auf den rund dreieinhalb Kilometer langen Weg durch die Innenstadt machten.

Zu den Stationen des Ausmarschs gehörten unter anderem die Tribünen am Ballhof sowie die Bruchmeisterallee, wo sich zahlreiche Zuschauer versammelten. Insgesamt verfolgten etwa 180.000 Menschen den festlichen Zug bei sonnigem Wetter entlang der Strecke. Viele hatten sich frühzeitig gute Plätze gesichert, um die vorbeiziehenden Gruppen zu sehen.

In diesem Jahr hatten sich mehr als 150 unterschiedliche Vereine, Musikzüge, Hilfsorganisationen sowie Unternehmen aus Hannover und der Region am Ausmarsch beteiligt. Diese Vielfalt sorgte für einen lebendigen und abwechslungsreichen Verlauf des Umzugs.

Bereits im Vorfeld begrüßte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Teilnehmenden auf dem Platz der Menschenrechte. In seiner kurzen Rede würdigte er die Bedeutung des Ausmarschs für das kulturelle Leben der Stadt und bezeichnete ihn als „Highlight des Schützenfestes“.

Nach Angaben der Polizei Hannover und des Deutschen Roten Kreuzes verlief der Ausmarsch ruhig und ohne größere Zwischenfälle. Beide Organisationen zogen eine positive Bilanz des Tages.

  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328437
    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328438
    Dicht gedrängt säumten 10.000 von Besuchern die gesamte Strecke und begrüßten lauthals jede einzelne Gruppe. © Bernd Günther
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    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328440
    Ein bisschen Nostalgie vergangener Zeiten waren ebenfalls in Hannover zu sehen. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328452
    Die Niedersachsenmeute durfte natürlich auch dieses Jahr auf der Strecke nicht fehlen. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328457
    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
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    Eine dänische Gastband heizte den Zuschauern auf der Ausmarschstrecke ein. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328484
    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328487
    Der Erlebnis-Zoo Hannover war mit einem Festwagen vertreten. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328417
    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
  • Schützenausmarsch 2025
    Der Schützenausmarsch wurde unter anderem von Ministerpräsident Olaf Lies und Oberbürgermeister Belit Onay angeführt. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328421
    Das Rotes Kreuz und die Polizei zogen eine positive Bilanz vom Ausmarsch. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328427
    Eine große Anzahl an Schützenvereinen mit über 100 Musikkapellen und vielen Festwagen zogen beim heutigen Schützenausmarsch durch Hannovers Innenstadt. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328429
    Die Rikschafahrer des Malteser Hilfsdienstes sorgten für eine Fahrt im Festumzug.  © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328433
    Viele Traditionsvereine boten ein buntes Bild am 3,5 Kilometer langen Ausmarschweg. © Bernd Günther
  • Hannovers Innenstadt im Zeichen des Schützenausmarschs – BGPress 1328436
    Die Zuschauer an der Strecke konnten viele Gruppen mit historischen Uniformen bestaunen. © Bernd Günther
Klaus Meine

Klaus Meine begrüßt Scorpions-Fans an Hannovers Bahnhöfen

4. Juli 2025/in Hannover

Persönliche Lautsprecher-Ansage von Klaus Meine an Reisende in Hannover.

HANNOVER (redu). Kurz vor dem Scorpions-Konzert in Hannover richtet sich Sänger Klaus Meine per Lautsprecherdurchsage an Fans und Reisende. Die persönliche Botschaft wird an zwei Bahnhöfen in der Stadt ausgestrahlt.

Am Samstag, den 5. Juli, begrüßt Klaus Meine, Sänger der Scorpions, Besucher der Stadt Hannover mit einer eigens eingesprochenen Lautsprecherdurchsage. Diese wird am Hauptbahnhof Hannover und am S-Bahnhof Linden-Fischerhof ab dem Nachmittag alle fünf Minuten ausgestrahlt. Die Grußbotschaft richtet sich an alle Fans und Reisende, die zur Heinz-von-Heiden-Arena unterwegs sind.

Mit seiner Ansage möchte der Musiker für Rücksichtnahme im öffentlichen Raum werben und auf das bevorstehende Konzert einstimmen. Die Deutsche Bahn unterstützt diese Initiative der Band und weist auf die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders bei Großveranstaltungen hin.

Die Scorpions treten am Abend in ihrer Heimatstadt auf. Für das Konzert werden zahlreiche Besucher erwartet, viele davon reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Bahn empfiehlt eine frühzeitige Anreise.

Für Fans, die nicht vor Ort sein können, wird das Konzert als Liveaufnahme veröffentlicht. Unter dem Titel „Coming Home Live“ soll der Mitschnitt auf Vinyl und CD erscheinen.

Flaggentag

Flaggentag: Kommunen mahnen zur nuklearen Abrüstung

3. Juli 2025/in Hannover

Über 600 Städte setzen am 8. Juli ein Zeichen für atomare Abrüstung und friedliches Zusammenleben.

HANNOVER (redu). Am 8. Juli setzen über 600 Städte in Deutschland mit dem Hissen der Mayors for Peace-Flagge ein Zeichen gegen Atomwaffen. Anlass ist das Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren.

Vor acht Jahrzehnten wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch Atombomben schwer zerstört. Der Flaggentag der Mayors for Peace am 8. Juli erinnert an dieses historische Ereignis. Über 600 deutsche Städte zeigen in diesem Jahr erneut Flagge für atomare Abrüstung, Frieden und internationale Verständigung.

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Sie setzt sich für die Abschaffung von Atomwaffen ein und zählt heute über 8.480 Mitgliedsstädte in 166 Ländern, darunter rund 900 deutsche Städte. Der Flaggentag geht auf ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofes von 1996 zurück, das den Einsatz und die Androhung von Atomwaffen als völkerrechtswidrig einstufte.

Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI gibt es derzeit weltweit rund 12.241 nukleare Sprengköpfe. Die meisten Atommächte modernisieren ihre Arsenale. Besonders dynamisch verläuft der Ausbau in China. Der New START-Vertrag zwischen den USA und Russland läuft Anfang 2026 aus. Neue Verhandlungen zeichnen sich bisher nicht ab.

Der hannoversche Oberbürgermeister Belit Onay, zugleich Vizepräsident der Mayors for Peace, betont, dass nukleare Abschreckung nicht zu Sicherheit, sondern zu wachsender Unsicherheit führe. Hannover gehört als sogenannte Lead City zu den Vorreitern der Bewegung in Deutschland.

Mit dem Flaggentag wird nicht nur ein historisches Ereignis erinnert, sondern auch auf aktuelle Entwicklungen in der internationalen Sicherheitspolitik hingewiesen. Die beteiligten Städte fordern konkrete Schritte zur vollständigen nuklearen Abrüstung unter internationaler Kontrolle.

Herrenhäuser Gärten

Schloss Herrenhausen: Museum nach Umbau eröffnet

2. Juli 2025/in Hannover

Schloss Herrenhausen feiert Wiedereröffnung mit neuem Konzept und prachtvollen Exponaten.

HANNOVER (redu). Nach umfassender Umgestaltung wurde das Museum im Schloss Herrenhausen am 2. Juli 2025 feierlich wiedereröffnet. Im Fokus stehen eine neu gestaltete Eingangssituation, eine Ausstellung zu Hannovers königlicher Vergangenheit sowie die barocke Präsentation historischer Schätze. Die Wiedereröffnung ist Teil des 350-jährigen Jubiläums des Großen Gartens und ein Höhepunkt im Kulturjahr der Stadt. Schloss, Garten und Ausstellung verbinden sich zu einem barrierefreien und thematisch stimmigen Gesamterlebnis.

Hannover hat ein bedeutendes kulturelles Highlight zurückgewonnen: Das Museum im Schloss Herrenhausen öffnete am 2. Juli 2025 nach umfangreichen Umbauarbeiten wieder seine Türen. Die Eröffnung markiert gleichzeitig den Beginn eines besonderen Kulturhöhepunkts – der Große Garten feiert 350-jähriges Bestehen, und die Stadt versteht sich im Jubiläumsjahr als „Kulturhauptstadt der Herzen“.

Oberbürgermeister Belit Onay, Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender und Prinz Ernst August von Hannover eröffneten das Museum im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung.

Neugestaltung des Eingangsbereichs

Ein zentrales Element der Erneuerung ist der neu geschaffene Eingangsflügel im Osttrakt des Schlosses. Die grüne Farbgestaltung, projizierte Gartenbilder und historische Pflanzenillustrationen stimmen die Besucher*innen bereits beim Betreten auf die angrenzenden Herrenhäuser Gärten ein.

Der neu geschaffene Durchgang in den Großen Garten erlaubt künftig einen direkten Zugang zur barocken Gartenanlage. Rahmendaten zur Gartenarchitektur, ein maßstabsgetreues Modell sowie ein Übersichtsplan dienen der Orientierung.

Von dort gelangen Gäste entweder in die unterirdische Dauerausstellung „Barocke Schätze“ oder in den nun ebenfalls direkt von außen erreichbaren Westflügel, in dem sich die neue Ausstellung zu Hannovers königlicher Geschichte befindet.

Prunkvolle Kutschen im Zentrum der Ausstellung

Im Westflügel steht nun die Ausstellung „Vier Kutschen, ein Königreich. Hannover 1814–1866“ im Mittelpunkt. Gezeigt werden vier aufwendig restaurierte Kutschen aus dem Haus Hannover, die zuvor im Historischen Museum ausgestellt waren.

Die Dauerleihgabe stammt von Prinz Ernst August von Hannover, der betonte: „Ich freue mich, dass die Exponate trotz der Sanierung in der Altstadt für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.“ Die Kutschen sind nicht nur technische und handwerkliche Meisterwerke, sondern auch Ausdruck monarchischer Repräsentation. Ihre Präsentation wird ergänzt durch Porträts von Herrschern und ihren Ehefrauen aus dem Welfenhaus.

Historische Vertiefung und aktuelle Perspektiven

Die Ausstellung thematisiert die Zeit des Königreichs Hannover, das zwischen 1814 und 1866 bestand. Es war eine Phase tiefgreifender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Umbrüche.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Verhältnis zwischen Monarchie und Bürgertum sowie auf Fragen der Geschlechterrollen und Handlungsspielräume von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft. Auch die Verbindung zwischen höfischer Kultur und Kolonialismus wird angesprochen, wodurch die Ausstellung einen aktuellen Bezug zur Demokratiebildung herstellt.

Vermittlungsangebote für alle Altersgruppen

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein kostenloses Familienheft mit Suchaufgaben, Rätseln und Impulsen für den gemeinsamen Besuch.

Ein Tastmodell der „Goldenen Kutsche“ erlaubt es blinden und sehbehinderten Menschen, die Details der Prunkkarosse haptisch zu erfassen.

Eine interaktive Station lädt dazu ein, sich selbst als König oder Königin von Hannover in Szene zu setzen und eine virtuelle Parade durch die Stadt zu gestalten. Ein Glossar vermittelt zentrale Begriffe der Ausstellung – besonders hilfreich für Schüler*innen.

Neues Highlight bei den „Barocken Schätzen“

Neben dem Westflügel wurde auch die unterirdische Ausstellung „Barocke Schätze“ erweitert. Neu hinzugekommen ist das monumentale Gemälde „Revue bei Bemerode“ aus dem Jahr 1735.

Das über acht Meter breite Werk zeigt eine detailreiche Militärparade unter Kurfürst Georg II., der zugleich König von Großbritannien war. Besucher*innen können mithilfe einer digitalen Medienstation Details des Wimmelbildes entdecken und Hintergründe zur höfischen Selbstdarstellung des 18. Jahrhunderts erfahren.

Barrierefreiheit und technisches Konzept

Das gesamte Museum ist über Aufzüge barrierefrei zugänglich. Im Westflügel sorgt ein neu eingebauter Windfang für ein stabiles Raumklima, um die empfindlichen Exponate zu schützen.

Stimmen zur Eröffnung

OB Belit Onay würdigte die Ausstellung als wichtigen Baustein des Kulturjahrs: „Schloss, Garten und Geschichte fügen sich hier zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis zusammen.“

Eva Bender, Kulturdezernentin, ergänzte: „Die neue Wegeführung und die inhaltliche Tiefe der Ausstellung ermöglichen ein modernes Museumserlebnis.“

Dirk Altwig, Vorsitzender des Fördervereins „Freunde des Historischen Museums“, lobte die gelungene Präsentation: „Die Publikumslieblinge aus dem Museum am Hohen Ufer haben hier ein würdiges neues Zuhause gefunden.“

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Museum Schloss Herrenhausen ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten von 9 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist im Kombiticket für Museum, Großen Garten und Berggarten enthalten. Es kostet 10 Euro regulär, ermäßigt 8 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Die Herrenhäuser Gärten zählen jährlich mehr als 600.000 Besucher*innen.

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