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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Zebras

Junges Steppenzebra „Imani“ erkundet den Sambesi

12. Oktober 2025/in Hannover

Zebrafohlen im Erlebnis-Zoo entdeckt seine Umgebung – auch Impalas haben Nachwuchs.

HANNOVER (redu) – Ein Zebrafohlen mit auffällig braunen Streifen sorgt im Erlebnis-Zoo Hannover für Freude. Das am 28. September geborene Steppenzebra mit dem Namen „Imani“ erkundet nun die große Savannenanlage am Sambesi und trifft dort erstmals auf Impalas und Thompson-Gazellen.

Im Erlebnis-Zoo Hannover hat ein Zebrafohlen das Licht der Welt erblickt. Am 28. September wurde das Steppenzebra geboren, das den Namen „Imani“ trägt. Auffällig sind seine braunen und zimtfarbenen Streifen, die das junge Tier von der typischen schwarz-weißen Zeichnung der erwachsenen Zebras unterscheiden.

Zebrajungtiere wechseln während ihrer Entwicklung mehrfach die Farbe. Als Embryo sind sie zunächst schwarz, die weißen Streifen entstehen erst kurz vor der Geburt. In den ersten Lebensmonaten erscheint das Fell schwarz-weiß-bräunlich – die braunen Töne verblassen nach und nach, bis das typische Zebramuster sichtbar wird.

Ein Zebrafohlen wiegt bei der Geburt rund 30 Kilogramm. Bereits wenige Minuten nach der Geburt steht es auf den Beinen und trinkt nach etwa einer Stunde erstmals bei der Mutter. In den ersten Tagen zieht sich die Stute mit ihrem Fohlen zurück, bevor sie wieder zur Herde stößt. Nach wenigen Tagen kann der Nachwuchs der Gruppe folgen. Mit rund einem Jahr ist ein Jungtier ausgewachsen, nimmt aber bis zum dritten Lebensjahr weiter an Gewicht zu.

Auch im Erlebnis-Zoo Hannover verbrachten Stute und Fohlen die ersten Wochen abseits der Besucherbereiche. Nun darf „Imani“ die weitläufige Steppenanlage am Sambesi erkunden. Dort leben neben den Zebras auch Impalas und Thompson-Gazellen, die sich das Gehege teilen.

Auf der Steppe herrscht derzeit reger Betrieb, denn auch die Impalas haben Nachwuchs bekommen. Zwischen dem 13. Juni und dem 10. August kamen neun Jungtiere zur Welt. Besucherinnen und Besucher können somit gleich mehrere Jungtiere beobachten.

Das Steppenzebra gehört zu den am weitesten verbreiteten Arten der Wildpferde, gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN jedoch als „potenziell gefährdet“. Gründe für den Rückgang der Bestände sind unter anderem Zäune, die Wanderwege versperren und den Zugang zu Wasserstellen verhindern. Im Erlebnis-Zoo Hannover wird das Grant-Steppenzebra gehalten, eine Unterart aus Ostafrika.

Steckbrief:

Grant-Steppenzebra (Equus quagga boehmi)
Lebensraum: Savannen, Grasland und Buschland Südostafrikas
Nahrung: Gräser und Blätter
Schulterhöhe: 127 bis 140 Zentimeter
Gewicht: 175 bis 320 Kilogramm
Tragzeit: rund 365 Tage

Neuer Standort Kopi

Punktreff „Kopi“ zieht an neuen Standort

11. Oktober 2025/in Hannover

Jugend- und Subkulturprojekt „Kopi“ bleibt fester Teil der Stadt.

HANNOVER (redu) – Der Punktreff Kopernikus („Kopi“) zieht um: Nach langer Suche hat die Stadt Hannover einen neuen Standort gefunden. Die Einrichtung bleibt damit als wichtiger Treffpunkt für Jugendhilfe, Subkultur und kreative Projekte erhalten.

Am Freitag (10. Oktober) haben Oberbürgermeister Belit Onay und Vertreter*innen des Lutherkirchentreff e. V. den neuen Standort des Punktreffs Kopernikus vorgestellt. Nach Jahren der Unsicherheit und intensiver Standortsuche steht nun fest: Die „Kopi“ zieht an die Adresse Am Großen Garten 62, direkt neben das ehemalige Musiktheater Bad.

Der neue Standort ist deutlich größer als der bisherige und verfügt über ein vielseitig nutzbares Außengelände. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für Veranstaltungen, Workshops und Begegnungen. Nach Angaben der Stadt wurden über 30 Alternativen geprüft, bevor die Entscheidung fiel. Das verdeutlicht die Bedeutung des Projekts und das Engagement der Landeshauptstadt für den Erhalt des Jugendtreffs.

„Das Kopi ist ein fester Bestandteil der hannoverschen Jugend- und Subkultur. Dass wir nun gemeinsam eine Lösung gefunden haben, ist ein starkes Signal an junge Menschen in unserer Stadt: Eure Orte sind uns wichtig“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay bei der Präsentation.

Seit seiner Gründung im Jahr 1996, als Reaktion auf die sogenannten „Chaostage“, hat sich die „Kopi“ zu einer zentralen Anlaufstelle für junge Menschen entwickelt. Sie bietet Schutzraum, Unterstützung und kreative Freiräume. Der Lutherkirchentreff e. V. betreibt die Einrichtung seit 2002 als anerkannten freien Träger der Jugendhilfe. Das Angebot reicht von Musik- und Kreativworkshops über kostenlose Frühstücke bis hin zu Beratung und Hilfe bei Behördenangelegenheiten, Jobsuche oder Wohnungsnot.

Familien- und Jugenddezernentin Susanne Blasberg-Bense betonte die Chancen des neuen Standorts: „Der neue Standort wird mit seinen größeren Räumen und dem Außengelände viele neue Möglichkeiten für die ,Kopi‘ eröffnen. Gleichzeitig bleibt der Geist des Projekts als Ort der Solidarität, der Selbstorganisation und der kulturellen Vielfalt bestehen.“

Mit dem Umzug bleibt die „Kopi“ nicht nur räumlich, sondern auch ideell erhalten – als offener Treffpunkt und als wichtiger Bestandteil der hannoverschen Jugend- und Kulturszene. Der Standortwechsel wurde notwendig, weil die Deutsche Bahn das bisherige Gelände an der Kopernikusstraße zurückbauen und künftig für eigene Projekte nutzen wird.

Innenstadtmanagement

Hannover startet neues Innenstadtmanagement

11. Oktober 2025/in Hannover

Stadt richtet zentrales Innenstadtmanagement zur Stärkung der City ein.

HANNOVER (redu) – Die Landeshauptstadt Hannover hat zum 1. Oktober erstmals ein Innenstadtmanagement eingerichtet. Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben und ihre Rolle als zentraler Wirtschafts- und Begegnungsort zu stärken.

Mit dem neuen Innenstadtmanagement setzt Hannover einen Beschluss des Rates aus dem Jahr 2022 um. Es basiert auf dem Innenstadtkonzept, das die künftige Entwicklung der City regeln soll. Ziel ist es, die Innenstadt als wirtschaftliches Zentrum und als Ort der Begegnung nachhaltig zu stärken.

Das Innenstadtmanagement übernimmt eine koordinierende Rolle zwischen Verwaltung, Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümer*innen, Kulturschaffenden und Besucher*innen. Es soll als Kommunikations-, Vernetzungs- und Steuerungseinheit agieren, um neue Ideen und Projekte für eine zukunftsfähige City umzusetzen.

Organisatorisch ist das Innenstadtmanagement im Fachbereich Wirtschaft angesiedelt. Zum 1. Oktober hat Carolin Ringat die Aufgabe der Innenstadtmanagerin übernommen. Unterstützt wird sie in der Geschäftsstelle von Franka Wehmeier. In Kürze soll das Team um eine weitere Stelle erweitert werden, die sich insbesondere um soziale Maßnahmen in der Innenstadt kümmern wird.

Ein wichtiger Partner ist die City Gemeinschaft Hannover. Sie bündelt die Interessen des Handels und soll eng mit dem neuen Innenstadtmanagement zusammenarbeiten. Gemeinsam sollen Strategien entwickelt werden, um die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen und langfristig die Zufriedenheit der Nutzer*innen zu sichern.

Oberbürgermeister Belit Onay betonte bei der Vorstellung die Bedeutung des neuen Instruments: „Das Innenstadtmanagement wird wichtige Impulse für Hannovers City setzen und gleichzeitig eine zentrale Anlaufstelle für alle Nutzer*innen der Innenstadt bieten.“ Die Zusammenarbeit mit der City Gemeinschaft und weiteren Akteur*innen sei entscheidend, um eine lebendige, wirtschaftlich starke und einladende Innenstadt zu gestalten.

Die Einrichtung gilt als zentrales Element der langfristigen Stadtentwicklung Hannovers. Sie soll den Wandel der City aktiv begleiten und neue Wege eröffnen, um die Innenstadt als attraktiven Ort des Einkaufens, der Arbeit, des Wohnens und der Kultur zu sichern.

Erweiterung Anna-Siemsen-Schule

Neue Räume für die Anna-Siemsen-Schule eröffnet

11. Oktober 2025/in Hannover

Region Hannover übergibt neue Außenstelle in der Siemensstraße.

HANNOVER (redu) – Die Region Hannover hat die neuen Räume der Anna-Siemsen-Schule in der Siemensstraße offiziell übergeben. In der modernen Außenstelle lernen seit diesem Schuljahr 250 junge Menschen im Bereich Sozialpädagogik. Damit reagiert die Region auf den steigenden Raumbedarf an der BBS 7.

Die Schule, die insgesamt rund 1.250 Schüler*innen in den Bereichen Hauswirtschaft, Pflege und Sozialpädagogik unterrichtet, war am Hauptstandort „Im Moore“ in der Nordstadt an ihre räumlichen Grenzen gestoßen. Da ein Aus- oder Anbau wegen Denkmalschutz und baulicher Einschränkungen nicht möglich war, suchte die Region Hannover nach einer Alternativlösung – und fand sie in der Siemensstraße, unweit des Maschsees.

Regionspräsident Steffen Krach betonte bei der Übergabe die Bedeutung der neuen Lernräume: „Pflege und Erziehung sind wichtige Berufsfelder mit Zukunftsperspektive. Dafür brauchen wir gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs. Die neuen Räume sind eine gute Investition – in die Qualität von Ausbildung, in junge Menschen, die künftig soziale Verantwortung übernehmen, und nicht zuletzt in dringend benötigte Fachkräfte.“

Auch Schulleiterin Monika Höing-Gevers zeigte sich erfreut über die neuen Möglichkeiten: „Unsere Schüler*innen können in der Siemensstraße praxisnah und digital unterstützt lernen. Wir haben hier verschiedene Fachräume für Bewegung, Kunst oder Naturwissenschaften, die den Anforderungen einer modernen Ausbildung entsprechen. Die neuen Räume bieten unseren Schüler*innen die Chance, ihre Potenziale zu entfalten, und unseren Lehrkräften die Möglichkeit, innovative Unterrichtskonzepte umzusetzen.“

Die Region Hannover hat die Immobilie langfristig angemietet. Der Vertrag läuft über 15 Jahre und enthält eine Option auf weitere fünf Jahre. Damit ist die Planungssicherheit für die Schule gewährleistet. Vermieterin ist die AHK Grundbesitz GmbH, ein Beteiligungsunternehmen der Klosterkammer Hannover. Diese hat das Gebäude renoviert und den Außenbereich nach den Bedürfnissen der Schule umgestaltet.

AHK-Geschäftsführer Till Rathmann sagte: „Wir freuen uns, mit der Region Hannover eine langfristige Mieterin gewonnen zu haben und die berufliche Bildung auf diese Weise aktiv unterstützen zu können.“ Auch Klosterkammerdirektor Dr. Matthias Nagel begrüßte die neue Nutzung der Räume: „Als Stiftungsverwaltung fördern wir unter anderem den Bereich Bildung. Daher freuen wir uns ganz besonders, dass junge Menschen hier nun ihren Berufswunsch verwirklichen können.“

Mit der neuen Außenstelle stärkt die Region Hannover die Ausbildung in sozialen Berufen. Die zusätzlichen Unterrichtsflächen sollen den wachsenden Bedarf in den Berufsfeldern Pflege und Sozialpädagogik langfristig absichern.

DESiMO

DESiMO soll Kleines Fest künstlerisch übernehmen

8. Oktober 2025/in Hannover

Ab 2026 übernimmt DESiMO die künstlerische Leitung des Kleinen Fests.

HANNOVER (redu) – Die Stadtverwaltung hat den Moderator und Zauberkünstler Detlef Simon alias DESiMO als neuen künstlerischen Leiter für das Kleine Fest im Großen Garten vorgeschlagen. Er soll die Leitung ab der Saison 2026 übernehmen.

Die künstlerische Leitung des Kleinen Fests im Großen Garten wird ab 2026 neu besetzt. Die Stadtverwaltung hat den Moderator, Entertainer und Zauberkünstler DESiMO als Nachfolger vorgeschlagen. Er soll das traditionsreiche Kleinkunstfestival ab der Saison 2026 führen.

Oberbürgermeister Belit Onay bezeichnete das Kleine Fest als eines der renommiertesten Kleinkunstfestivals Deutschlands. „Für die Menschen in Hannover und viele Fans von außerhalb ist es eine echte Herzensangelegenheit und liebgewonnene Tradition“, sagte Onay. Mit DESiMO habe man eine Persönlichkeit gefunden, die tief in der Kulturszene der Stadt verwurzelt sei und das Festival seit vielen Jahren kenne. Er sei überzeugt, dass DESiMO das Kleine Fest erfolgreich weiterentwickeln werde.

Auch Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender betonte die besondere Eignung des Künstlers. „DESiMO ist prädestiniert, das Kleine Fest zu übernehmen und das Zauberhafte, den Eintritt in eine Wunderwelt für einen Abend, lebendig werden zu lassen“, sagte sie. Mit seiner künstlerischen Qualität, seiner Erfahrung als Veranstalter und seinem Gespür für das Festival habe er die Verantwortlichen überzeugt.

DESiMO soll seine neue Aufgabe zum 1. November 2025 antreten, vorbehaltlich der Zustimmung der Ratsgremien im Oktober. Der Vertrag ist bis Ende 2028 befristet. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über das Vertrauen, das mir die Stadt entgegenbringt“, erklärte er. Die Vorbereitung auf die Saison 2026 sei eine große, aber reizvolle Herausforderung. Er wolle gemeinsam mit seinem Team die Besonderheiten des Festivals bewahren und zugleich neue Akzente setzen. Sein Motto für das Kleine Fest lautet „Schön hier!“.

Organisationsstruktur und Zeitplan

Das Kleine Fest bleibt eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover und liegt weiterhin in der Verantwortung des Fachbereichs Herrenhäuser Gärten. Die Veranstaltung soll wie gewohnt in den ersten drei Juliwochen 2026 stattfinden. Überschneidungen mit anderen Großveranstaltungen sollen vermieden werden. Der genaue Starttermin steht noch nicht fest.

Das Kartenangebot richtet sich nach der Zahl der Spieltage. Die Ticketpreise bleiben für 2026 unverändert. Der Vorverkauf soll im November oder Dezember starten, sowohl online als auch in einer stationären Vorverkaufsstelle in Herrenhausen.

Spielorte und Bühnenplanung

Die Planungen für Bühnenzahl und Standorte laufen noch. Erstmals seit mehreren Jahren darf wieder der gesamte Große Garten bespielt werden. Laut Eva Bender werden alle denkmalschutzrechtlichen Vorgaben berücksichtigt. Für 2026 ist vorgesehen, Bühnen und Gastronomie auch im Großen Parterre zu platzieren, während der südliche Bereich der Großen Fontäne ungenutzt bleibt.

Programm und künstlerisches Konzept

DESiMO möchte dem Publikum eine Mischung aus bewährter Kleinkunst und neuen Impulsen bieten. Geplant seien direkte Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstlern, mehr Comedy, Kabarett und spontane Aktionen im Garten. „Ich wünsche mir, dass die Besucherinnen und Besucher in eine bunte Welt eintauchen, die nahbar ist und überrascht“, sagte er. Ziel sei es, das Publikum zu verzaubern und den besonderen Charakter des Festivals zu erhalten.

Eine gemeinsame Abschlussinszenierung soll wieder Bestandteil des Programms werden. „Wir möchten mit einer gemeinsamen Final-Inszenierung das Festival abrunden und uns beim Publikum bedanken“, kündigte DESiMO an. Ein Höhenfeuerwerk wird es weiterhin nicht geben.

Gastronomie und Rahmenprogramm

Die Schlossküche Herrenhausen bleibt exklusiver Gastronomiepartner. Besucherinnen und Besucher sollen bei Angebot und Preisgestaltung einbezogen werden. Auch Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Netzwerktreffen für internationale Veranstalterinnen und Booker sollen fortgesetzt werden.

Vita DESiMO

Detlef Simon, bekannt als DESiMO, betreibt seit 2002 den „spezial Club“, eine regelmäßige Veranstaltungsreihe für Comedy, Kabarett und Mix-Shows. Er organisiert jährlich rund 100 Kleinkunstabende, unter anderem im Apollo-Kino, im Pavillon und in der Swiss Life Hall. Als Zauberkünstler und Comedian wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Magier des Jahres“ und mit dem Deutschen Kabarettpreis.

Seine berufliche Laufbahn begann nach einem Volontariat bei radio ffn. Im Fernsehen moderierte er verschiedene Formate, darunter den „ARD-Varietépreis Traumtänzer“, das „SAT.1 Frühstücksfernsehen“ und die „NDR Comedy Gala“. Durch seine langjährige Tätigkeit auf Varietébühnen gilt DESiMO als einer der prägenden Moderatoren des neuen deutschen Varietés.

 

Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros

Hannover feiert Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros

7. Oktober 2025/in Hannover

Marathonläufer erhält höchste Ehrung des NLV und Eintrag in die „Wall of Fame“.

HANNOVER (redu) – Mit Standing Ovations ist Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros in Hannover empfangen worden. In der Heinz von Heiden Arena würdigten Verein, Verband und Stadt den Ausnahmeathleten für seine historische Silbermedaille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio.

Amanal Petros, die Sensation der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio, kehrte als „Weltmeister der Herzen“ nach Hannover zurück. Beim Empfang in der Heinz von Heiden Arena feierten ihn zahlreiche Gäste und Fans für seinen historischen zweiten Platz im Marathon – die erste deutsche WM-Medaille in dieser Disziplin seit Jahrzehnten.

„Ich bin extrem dankbar für diese große Aufmerksamkeit und genieße es voll und ganz“, sagte Petros sichtlich bewegt. „Das ist eine unfassbare Motivation für mich und macht mich unglaublich stolz. Hannover ist für mich inzwischen zu einer echten Familie geworden, ich habe hier wahnsinnig viele Freunde gefunden.“

96-Geschäftsführer Henning Bindzus lobte den Sportler als „herausragende Persönlichkeit, die sportliche Maßstäbe gesetzt hat“. Petros erfüllte an diesem Tag zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche und nahm die Glückwünsche seines Vereins und zahlreicher Gäste entgegen.

Vom Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV) erhielt Petros die „Goldene Ehrennadel mit Rubin“ – die höchste Auszeichnung des Verbandes. „Wir mussten dafür eigens unsere Vorgaben ändern“, erklärte NLV-Präsident Uwe Schünemann. „Aber bei einem so großartigen Erfolg und Vorbild war das selbstverständlich.“

Auch der Leiter des Olympiastützpunkts Hannover, Boris Ullrich, würdigte die Leistung des Athleten und überreichte die Aufnahmeurkunde für die „Wall of Fame“ des Landessportbundes Niedersachsen. Hannover 96 überreichte zudem ein personalisiertes Trikot und lud Petros zu einer Ehrung bei einem Heimspiel der Fußballprofis ein.

„Das alles bedeutet mir sehr, sehr viel“, sagte Petros, der 2024 den ADAC Marathon Hannover gewonnen hatte. Mit einem Augenzwinkern bestätigte er eine Anekdote seines Bundestrainers Alexander Fromm, der berichtete, Petros habe ihm vor der WM versprochen, ihm im Falle eines Sieges einen Lamborghini zu schenken. „Vielleicht ist mir genau das auf der Zielgeraden wieder eingefallen“, scherzte der Silbermedaillengewinner.

Waffenverbotszone soll künftig dauerhaft gelten – Waffenverbot Innenstadt

Waffenverbotszone soll künftig dauerhaft gelten

7. Oktober 2025/in Hannover

Verwaltung legt Entwurf zur 24-Stunden-Regelung vor.

HANNOVER (redu) – Die Stadt Hannover will das bestehende Waffenverbot in der Innenstadt auf 24 Stunden am Tag ausweiten. Ein entsprechender Entwurf für eine neue Verordnung wurde am Montag, 6. Oktober, den Ratsgremien vorgelegt.

Nach dem vorgelegten Entwurf der Stadtverwaltung soll die geltende Waffenverbotszone in Hannover künftig rund um die Uhr gelten. Bislang ist das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen in den meisten Bereichen zwischen 21 und 6 Uhr untersagt, im Hauptbahnhof jedoch schon durchgängig verboten.

Oberbürgermeister Belit Onay betonte, Ziel sei es, die Sicherheit in der Innenstadt zu erhöhen: „Waffen aller Art dürfen im öffentlichen Raum keinen Platz haben. Die zeitliche Ausweitung auf 24 Stunden ist ein guter Schritt, weil Menschen, die Messer und andere gefährliche Gegenstände mit sich führen, sie unabhängig von der Uhrzeit einsetzen können. Jeder Einsatz birgt das Risiko schwerer Verletzungen oder Todesfälle. Das müssen wir verhindern.“

Auch Hannovers Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Axel von der Ohe sprach sich für die ganztägige Regelung aus. Die bestehenden Waffenverbotszonen hätten die Stadt bereits sicherer gemacht. „Das Verbot jetzt zeitlich durchgängig zu gestalten, ist im Sinne des Schutzes von Leben und Gesundheit richtig“, erklärte von der Ohe. Zugleich verwies er auf die Bedeutung von Polizeikontrollen, die fortgeführt werden sollen.

Neben der zeitlichen Ausweitung sieht der Entwurf vor, dass künftig auch Reizstoffsprühgeräte und Tierabwehrsprays – sogenannte Pfeffersprays – nicht mehr vom Verbot ausgenommen sind. Die Stadt folgt damit Erfahrungen der Polizei, nach denen der Einsatz solcher Sprays in Menschenmengen zu zusätzlichen Gefahren führen kann. Stattdessen empfiehlt die Verwaltung die Nutzung von sogenannten Schrillalarmen, um im Ernstfall Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Begleitend zur neuen Verordnung plant die Stadt Maßnahmen zur Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Dazu zählen sichtbare Beschilderungen, Kontrollen und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Gleichstellungsausschuss vertagte am Montag die Beratung der Beschlussdrucksache. Am Mittwoch, 8. Oktober, soll sie im Ausschuss für Haushalt, Finanzen, Rechnungsprüfung, Feuerwehr und öffentliche Ordnung erneut auf der Tagesordnung stehen. Die endgültige Entscheidung trifft die Ratsversammlung.

Kampfmittelbeseitigungsdienst

Erkundung von Kampfmitteln in Misburg gestartet

4. Oktober 2025/in Hannover

Stadt und ExxonMobil prüfen Blindgänger-Verdacht auf dem ehemaligen Raffineriegelände.

HANNOVER (redu) – Die Stadt Hannover und ExxonMobil beginnen mit ersten technischen Erkundungen auf dem früheren Deurag-Nerag-Gelände in Misburg. In vier ausgewählten Testfeldern wird nach möglichen Blindgängern gesucht, um die Sicherheit für eine spätere Sanierung zu gewährleisten.

Die Landeshauptstadt Hannover und ExxonMobil haben angekündigt, auf dem ehemaligen Raffinerie-Areal Deurag-Nerag in Misburg erste technische Erkundungen durchzuführen. Ziel ist es, die Flächen auf Kampfmittel zu untersuchen und so eine Grundlage für eine mögliche spätere Sanierung zu schaffen.

Bis Ende des ersten Quartals 2026 sollen vier Testfelder untersucht werden. Diese wurden auf Basis einer aktualisierten Kriegsschaden-Recherche ausgewählt. Drei der Flächen liegen nördlich, eine südlich des Stichkanals. In allen Bereichen gibt es Verdachtspunkte auf Blindgänger.

Die städtischen Fachstellen für Kampfmittelbeseitigung sind in die Planungen eingebunden und begleiten die Maßnahmen eng. Ab Anfang 2026 werden die Flächen zunächst von Bewuchs befreit. Danach erfolgt unter fachlicher Begleitung eine schrittweise Abtragung des Bodens, wobei Proben genommen werden.

Treffen die Fachkräfte auf Kampfmittel, übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen die Bewertung. Blindgänger werden je nach Lage entschärft oder unter Sicherheitsauflagen gesprengt. Die Feuerwehr Hannover ist als zuständige Gefahrenabwehrbehörde eingebunden.

Sollten Evakuierungen notwendig sein, werden diese wie bei früheren Blindgängerfunden in Misburg bekannt gegeben und über die bekannten Kanäle koordiniert. Die Behörden betonen, dass Sicherheit oberste Priorität habe.

Die Erkundungen sind Teil eines dreijährigen Projekts der Stadt Hannover und ExxonMobil. Es untersucht die Machbarkeit einer Sanierung des rund 90 Hektar großen Geländes. In der ersten Projektphase geht es vor allem darum, ein Sanierungskonzept zu entwickeln und bestehende Wissenslücken zu schließen. Neben Kampfmitteln spielen dabei auch Schadstoffe im Untergrund eine Rolle.

Tiergarten in Hannover

Familienfest im Tiergarten Hannover am 11. Oktober

4. Oktober 2025/in Hannover

Stadt lädt zu buntem Programm mit Natur, Spiel und Musik in den Tiergarten ein.

HANNOVER (redu) – Die Landeshauptstadt Hannover lädt am Sonnabend, 11. Oktober, von 13 bis 18.30 Uhr zum beliebten Tiergartenfest ein. Das Gelände verwandelt sich in ein buntes Festareal mit Aktionen für Kinder, Familien und Naturfreunde.

Besucherinnen und Besucher können fantasievolle Walk-Acts erleben, an einer Waldrallye teilnehmen oder Vorführungen zur Forstwirtschaft verfolgen. Auf der großen Wiese stehen zahlreiche Spiel- und Sportangebote bereit – vom Ponyreiten über Riesenkugeln zum Laufen bis hin zu Kletteraktionen in den Bäumen. Bastelangebote wie Nisthöhlen, Wichtelmännchen oder Buttons richten sich an kreative Gäste.

Für Unterhaltung sorgen verschiedene Showgruppen. Der Kinderzirkus „Träumer“, das Tamalan Theater sowie das Duo „Einfach Riesig“ treten auf. Motorsägenkunst, Street-Performances und Jagdhornklänge ergänzen das Programm. Den Abschluss bildet bei Einbruch der Dunkelheit ein großer Laternenumzug mit Musik.

Das Fest markiert zugleich das Ende des Programms „700 Jahre Gartenkultur“. Am Stand des Nisthöhlenbaus werden grüne Design-Sofas verlost, deren Erlös einem guten Zweck dient. Die Gewinner erhalten zugleich ein besonderes Hannover-Souvenir.

Seit fast fünf Jahrzehnten gilt das Tiergartenfest als Dankeschön an die vielen Sammler von Eicheln und Kastanien. Die traditionelle Baumscheibe, die Kinder als Prämie für ihre Sammlerleistung erhalten, dient am Veranstaltungstag zugleich als kostenlose Eintrittskarte.

Der Eintritt ist für Kinder bis sechs Jahre frei. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder bis 14 Jahre ohne Baumscheibe zwei Euro. Karten sind gebührenfrei vorab online erhältlich und beschleunigen den Einlass.

Die Anreise erfolgt am besten mit der Stadtbahnlinie 5 bis zur Haltestelle „Tiergarten“. Eingänge befinden sich am Hotel Leonardo und an der Tiergartenstraße 149. Hunde und Fahrräder sind im Gelände nicht erlaubt. Am Festtag öffnet der Tiergarten erst um 13 Uhr.

Küchenbrand

Feuerwehr löscht Wohnungsbrand in der Südstadt

4. Oktober 2025/in Hannover

Flammen schlagen aus Fenster – 45 Einsatzkräfte im Einsatz.

HANNOVER (redu) – Am Samstagvormittag ist die Feuerwehr zu einem Küchenbrand in der Kortumstraße im Stadtteil Südstadt ausgerückt. Flammen schlugen aus dem Fenster einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Verletzt wurde niemand, doch das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.

Gegen 11:30 Uhr wurde die Feuerwehr Hannover am Samstag zu einem Küchenbrand in die Kortumstraße im Stadtteil Südstadt alarmiert. Beim Eintreffen schlugen bereits Flammen aus dem Fenster einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Die Einsatzleitung erhöhte sofort die Alarmstufe und forderte weitere Kräfte an.

Um ein Übergreifen auf das dritte Obergeschoss zu verhindern, wurde das Feuer zunächst von außen eingedämmt. Parallel dazu bereiteten Feuerwehrkräfte die Brandbekämpfung von innen über den Treppenraum vor. Zwei Trupps unter Atemschutz brachten die Flammen schließlich unter Kontrolle. Personen befanden sich nicht in der betroffenen Wohnung. Alle übrigen Bewohner hatten das Haus bereits vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Verletzt wurde niemand.

Die Zufahrt über die Kortumstraße war anfangs erschwert, da parkende Fahrzeuge den Weg blockierten. Erst nachdem eine Autofahrerin ihr Fahrzeug beiseitefuhr, konnten die Einsatzkräfte zügig zum Brandort gelangen.

Im Einsatz waren bis etwa 14:00 Uhr rund 45 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Während der Löscharbeiten wurden die Kortumstraße und die Seilstraße gesperrt. Zur Ursache des Feuers und zur Höhe des Schadens konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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