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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Goldenes Buch

Evangelischer Kirchentag in Hannover eröffnet

1. Mai 2025/in Hannover

Oberbürgermeister Onay betont Bedeutung für Demokratie und Miteinander.

HANNOVER (redu). Mit dem Auftakt des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hannover hat Oberbürgermeister Belit Onay die Bedeutung des Treffens für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorgehoben.

Zur Eröffnung des Deutschen Evangelischen Kirchentages hat Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Veranstaltung als Zeichen für Zuversicht und Zusammenhalt gewürdigt. Bei der Auftaktveranstaltung vor dem Neuen Rathaus betonte er die Rolle des Kirchentages für Demokratie, Frieden und interreligiösen Dialog.

Der Oberbürgermeister hob besonders die Bedeutung für junge Menschen hervor, die sich mit Zukunftsfragen befassen. Der Kirchentag biete ihnen ein Forum zum Austausch. Hannover verstehe sich als Stadt der Offenheit und Vielfalt und sei stolz darauf, den Kirchentag zum fünften Mal auszurichten.

Evangelischer Kirchentag in Hannover eröffnet – BGPress 1317160

Kurz vor dem Empfang freuen sich Belit Onay und Anja Siegesmund auf den inzwischen fünften Evangelischen Kirchentag in Hannover. © Bernd Günther

Bei einem Empfang mit rund 350 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kirchen unterstrich Onay die Rolle der evangelischen Kirche in gesellschaftlichen und politischen Fragen. Er begrüßte die Haltung, sich aktiv und mutig einzubringen, wie es auch das Motto des Kirchentages fordere.

Zudem würdigte er den Kirchentag als Plattform für Selbstreflexion und kritischen Dialog. Diese Form der Auseinandersetzung verlange innere Stärke und Mut.

Bereits zum fünften Mal nach 1949, 1967, 1983 und 2005 findet der Kirchentag in Hannover statt. Kurz vor dem Empfang trug sich Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund im Beisein von Onay in das Goldene Buch der Stadt ein.

Kirchentag

Der Platz vor der Bühne auf dem Platz der Menschenrechte war schon beim Auftakt überfüllt. © Bernd Günther

OktaBlock

Kirchentag 2025: Hannover sichert Innenstadt mit 280 Okta-Pollern

29. April 2025/in Hannover

Poller mit 450 kg sollen Menschenmengen vor Fahrzeugattacken beim Kirchentag schützen.

HANNOVER (redu). Zum 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag hat die Stadt Hannover umfassende Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt eingeleitet. Ein beauftragtes Unternehmen stellte insgesamt 280 mobile Poller auf, sogenannte OktaBlock-Sperren.

Die Firma Tovar aus Münster begann am Dienstagmorgen mit der Anlieferung der Sperren vor dem Neuen Rathaus. Laut Mitarbeiter Jason Reinker werden rund 100 Zufahrtssperren vor dem Rathaus und am Friedrichswall während des Kirchentages installiert. Diese werden jeweils vor und nach Veranstaltungen auf- und abgebaut.

Zusätzlich werden an mehreren Zugängen zur Fußgängerzone dauerhafte Sperren errichtet, unter anderem am Ernst-August-Platz, an der Oper und am Platz der Weltausstellung. Die Poller sind so konstruiert, dass sie für Rettungseinsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Bedarf versenkt werden können.

Die mobilen OktaBlock-Sperren wiegen jeweils 450 Kilogramm und sind etwa einen Meter hoch. Im Falle einer Kollision kippt der Poller nach vorne, wobei sich die gezahnte Grundplatte im Boden verkeilt, um das Fahrzeug zu stoppen. Laut Herstellerangaben können die Sperren Angriffe aus jeder Richtung abwehren.

Die Maßnahme soll die Sicherheit für die erwarteten zehntausenden Besucherinnen und Besucher während des Kirchentages erhöhen.

Start des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags 2025 in Hannover – BGPress 1317076

Start des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags 2025 in Hannover

29. April 2025/in Hannover

Hannover Gastgeber: Ministerpräsident Weil begleitet zahlreiche Programmpunkte.

HANNOVER (redu). In Hannover beginnt am Mittwoch der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag. Ministerpräsident Stephan Weil begrüßt die Rückkehr an den Gründungsort und ruft zu Engagement für Demokratie, Toleranz und Respekt auf.

Am Mittwoch, 30. April 2025, startet in Hannover der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag. Ministerpräsident Stephan Weil zeigt sich erfreut über die erneute Ausrichtung der Großveranstaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

In seiner Erklärung erinnerte Weil daran, dass der Kirchentag vor 76 Jahren in Hannover von Reinold von Thadden gegründet wurde. Die Bewegung entstand als Reaktion auf das Versagen der Amtskirche während der NS-Zeit. Unter dem Motto „mutig – stark – beherzt“ setzt der diesjährige Kirchentag ein Zeichen für Demokratie und Menschenwürde.

Weil betont, dass Demokratie und Frieden keine Selbstverständlichkeiten seien und aktuelle Entwicklungen dies verdeutlichten. Der Kirchentag biete Raum für Begegnungen, Diskussionen und Impulse für ein demokratisches Miteinander.

Ministerpräsident Stephan Weil

Ministerpräsident Stephan Weil © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Neben der Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst engagiert sich der Ministerpräsident auch bei weiteren Veranstaltungen. Am Freitagmorgen gestaltet er auf dem Messegelände eine Bibelarbeit im Dialog mit dem Journalisten Julius Geiler. Am Freitagnachmittag spricht Weil beim „Gespräch am Jakobsbrunnen“ der Initiative „Wir sind Kirche“ über das Thema religiöse Vielfalt in Niedersachsen.

Anschließend hält er einen Impulsvortrag bei einer Podiumsdiskussion zur Landnutzung im Zentrum „Umwelt und Wissenschaft“. Dabei geht es um Lösungen für Flächennutzungskonflikte im Sinne des Gemeinwohls.

Am Sonnabendmittag beteiligt sich Weil an der Essensausgabe im Vesper-Kirchenzelt am Hauptbahnhof, wo kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige angeboten werden. Am Abend spricht er im Rahmen des „Politischen Gebets zur Nacht“ von Brot für die Welt zum Thema internationale Solidarität.

Zum Abschluss nimmt der Ministerpräsident am Sonntagvormittag am Schlussgottesdienst vor dem Neuen Rathaus teil.

Papphocker

50 Jahre Papphocker: Ein nachhaltiges Symbol des Kirchentages

29. April 2025/in Hannover

Der Kirchentag erinnert an 50 Jahre des ikonischen, recycelbaren Sitzmöbels.

HANNOVER (redu). Heute um 14:00 Uhr begannt in Halle 4 des Messegeländes in Hannover ein ganz besonderer Moment im Rahmen des diesjährigen Kirchentages: Der symbolische Aufbau der bekannten Papphocker durch zahlreiche Helferinnen und Helfer. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum dieses ungewöhnlichen, aber längst ikonischen Sitzmöbels. Seit einem halben Jahrhundert gehört der Papphocker fest zum Bild des Kirchentages und steht wie kaum ein anderes Objekt für gelebte Nachhaltigkeit, praktische Einfachheit und gemeinschaftlichen Geist.

Der Papphocker ist weit mehr als nur eine Sitzgelegenheit – er ist ein Symbol für die Werte, die der Kirchentag verkörpert: Umweltbewusstsein, kreative Lösungen und das Engagement vieler Ehrenamtlicher. Seit seiner Einführung wurde er millionenfach genutzt, zusammengebaut, bemalt, getragen und geteilt – immer wieder einsetzbar, platzsparend und vollständig recycelbar.

Auch in diesem Jubiläumsjahr trägt der Hocker wieder das Logo eines langjährigen Partners: des Versicherers im Raum der Kirchen (VRK). Als offizieller Unterstützer bringt sich der VRK erneut sichtbar in die Gestaltung des Kirchentages ein. Vertreterinnen und Vertreter sowohl des Kirchentages als auch des VRK werden bei der heutigen Aufbauaktion anwesend sein und das Jubiläum mit den Teilnehmenden feiern.

Der Aufbau der Papphocker ist damit nicht nur ein logistischer Schritt zur Ausstattung der Veranstaltungsräume – er ist ein Zeichen für Kontinuität, Wandel und das kreative Potenzial einfacher Ideen. Ein halbes Jahrhundert Papphocker – ein halbes Jahrhundert gelebte Gemeinschaft.

Stattreisen

Stattreisen Hannover feiert 35 Jahre Stadtführungen

28. April 2025/in Hannover

Stattreisen bietet exklusive Einblicke in Hannovers verborgene Stadtgeschichte.

HANNOVER (redu). Zum 35-jährigen Bestehen hat der Verein Stattreisen Hannover seinen Gästen eine besondere Führung ermöglicht: Rund 60 Teilnehmende besuchten eine sonst unzugängliche Geisterstation an der Stadtbahnhaltestelle Steintor.

Anlässlich seines 35-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein Stattreisen Hannover am vergangenen Sonntag zum Saisonauftakt eine besondere Stadtführung. Unter dem Motto „Steintor, Stadtbahn, Stattreisen“ erhielten rund 60 Besucherinnen und Besucher in vier Gruppen Zugang zu einem normalerweise verschlossenen Bahnsteig an der Stadtbahnhaltestelle Steintor. Es handelt sich um ein Relikt aus den 1960er-Jahren, als das heutige Stadtbahnnetz Hannovers noch mit vier Tunnelstrecken geplant war. Die sogenannte D-Strecke wurde jedoch aus Kostengründen nie fertiggestellt.

Seit seiner Gründung hat sich Stattreisen zum Ziel gesetzt, Stadtgeschichte erlebbar zu machen. Die Öffnung solcher Orte passt zu dem Anspruch, historische Stätten der Öffentlichkeit näherzubringen. Nach der Führung lud der Verein zu einem Umtrunk im Hof seines Büros in der Escherstraße ein.

Unter den Gästen war auch Ulla Bagdonat. Die 76-Jährige lebt seit 40 Jahren in Hannover und nutzt das Angebot von Stattreisen intensiv. Seit 2023 habe sie 37 Stadtführungen besucht und bereits neun weitere für die zweite Jahreshälfte 2025 gebucht. Bagdonat schätzt die Kombination aus Unterhaltung und Wissensvermittlung, die der Verein anbietet.

In seiner Ansprache dankte Vorstand Wolfgang Schiemann den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Kooperationspartnern, ohne deren Unterstützung das Angebot von Stattreisen nicht möglich wäre. Dazu zählen etwa die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH (infra) und die Nord/LB. Aktuell beschäftigt der Verein fünf festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 60 ehrenamtliche Gästeführerinnen und Gästeführer.

Für die Zukunft plant Stattreisen, das Angebot an Führungen noch stärker auf Hannovers Stadtteile auszuweiten. Neben klassischen Rundgängen durch die Innenstadt werden auch thematische Führungen, szenische Touren und Fahrradrundfahrten angeboten.

Besonderes Interesse gilt weiterhin der Besichtigung der nie genutzten D-Strecke. Weitere Informationen zu den Tourenprogrammen finden Interessierte auf der Website des Vereins unter www.stattreisen-hannover.de.

Stadtfriedhof Bothfeld Haltestelle

Stadtbahnlinie 13: Ersatzverkehr und Haltestellenänderung

26. April 2025/in Hannover

Bauarbeiten unterbrechen Stadtbahnverkehr und verlegen Haltestelle Fasanenkrug.

HANNOVER (redu). Bauarbeiten führen vom 26. April 2025 an zu Unterbrechungen und einer Haltestellenverlegung bei der Linie 13 in Hannover.

Wegen Bauarbeiten wird die Stadtbahnstrecke zwischen Noltemeyerbrücke und Fasanenkrug von Samstag, 26. April 2025, etwa 5:00 Uhr, bis Montag, 28. April 2025, etwa 3:00 Uhr, unterbrochen. Auf dem betroffenen Abschnitt wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet.

Der SEV fährt zwischen den Haltestellen Noltemeyerbrücke und Stadtfriedhof Bothfeld. Die Haltestelle Fasanenkrug wird vom Ersatzverkehr nicht bedient. Fahrgäste müssen einen Fußweg von etwa 850 Metern zur Haltestelle Stadtfriedhof Bothfeld einplanen. Fahrgästen aus Isernhagen wird empfohlen, alternativ die Buslinie 600 in Richtung Langenhagen/Zentrum oder das Ruftaxi der Linie 635 in Richtung Isernhagen/Bahnhof oder Altwarmbüchen zu nutzen.

Stadtbahnlinie 13: Ersatzverkehr und Haltestellenänderung – BGPress 1317070

Ersatzverkehr mit Bus und Sperrung der Burgwedeler Straße für ein Wochenende © Bernd Günther

Während des Ersatzverkehrs verlängert sich die Reisezeit. Fahrräder dürfen in den SEV-Bussen aus Platzgründen nicht mitgenommen werden. Zudem fahren die Ersatzbusse bis zu vier Minuten früher als die regulären Bahnen. Die SEV-Fahrpläne sind nicht in der elektronischen Fahrplanauskunft hinterlegt.

Linie 13: Haltestelle Fasanenkrug wird verlegt.

Ab Montag, 28. April 2025, etwa 3:00 Uhr, wird die Haltestelle Fasanenkrug der Linie 13 dauerhaft verlegt. Die neue Ersatzhaltestelle liegt etwa 300 Meter stadteinwärts in Richtung Stadtfriedhof Bothfeld auf Höhe der Straße Dachstrift.

Für den Umstieg zwischen der Stadtbahnlinie 13 und den Buslinien 620 sowie N62 wird empfohlen, die Haltestelle Stadtfriedhof Bothfeld zu nutzen. Die Buslinie 620 wird ab diesem Zeitpunkt bis zur Haltestelle Stadtfriedhof Bothfeld verlängert.

Entschärfung Fliegerbombe

Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt

25. April 2025/in Hannover

3.350 Anwohner evakuiert – Sprengung einer Fünf-Zentner-Bombe im Rückhaltebecken.

HANNOVER (redu). In Hannover-Misburg-Süd ist eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unter Wasser kontrolliert gesprengt worden. Der Einsatz erforderte eine großräumige Evakuierung und die Beteiligung von über 300 Kräften der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen.

Am Freitag wurde im hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich kontrolliert gesprengt. Der Blindgänger lag auf dem Grund eines wassergefüllten Rückhaltebeckens an der Anderter Straße in etwa zwei Metern Tiefe.

Die Bombe wurde im Zuge von Sondierungsarbeiten entdeckt. Aufgrund ihrer speziellen Lage unter Wasser und des eingebauten Langzeitzünders war eine konventionelle Entschärfung nicht möglich. Spezialtaucher des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) bereiteten daher eine Sprengung vor.

Für die Arbeiten musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle eingerichtet werden. Ab 14:00 Uhr wurden etwa 3.350 Bewohner des betroffenen Bereichs zur Evakuierung aufgerufen. 140 Menschen suchten während der Maßnahme die eingerichtete Betreuungsstelle in der Pestalozzischule im Eisteichweg auf.

Um 16:52 Uhr gaben die Einsatzkräfte die Sicherheit des Evakuierungsgebiets bekannt. Anschließend begannen die Sprengvorbereitungen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Sprengung der britischen Bombe erfolgte um 18:30 Uhr unter Wasser.

Nach erfolgreicher Kontrolle des Sprengortes konnte die Evakuierung um 19:00 Uhr aufgehoben werden. Die Bewohner kehrten noch am Abend in ihre Wohnungen zurück.

Insgesamt waren 317 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen an dem Einsatz beteiligt. Beim Bürgertelefon der Stadt Hannover gingen bis 19:30 Uhr insgesamt 338 Anrufe ein.

Vor Ort informierten sich Hannovers Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe und der Leiter der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann über den Einsatzverlauf. Beide hoben die professionelle Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und die Kooperation der Bevölkerung hervor.

Nach Angaben der Feuerwehr stellte insbesondere die Lage der Bombe im Wasser eine besondere Herausforderung für die Einsatzleitung dar. Der Einsatz wurde ohne Zwischenfälle abgeschlossen.

  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317061
    Der Krankenwagenhalteplatz für die Rettungs- und Transportmittel für betroffene Anwohner. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317062
    Rund 320 Einsatzkräfte sorgten heute für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierung für eine Kampfmittelbeseitigung in Hannover - Misburg. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317014
    Rund 320 Einsatzkräfte sorgten heute für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierung für eine Kampfmittelbeseitigung in Hannover - Misburg. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317042
    Mit Bussen wurden die betroffenen Bewohner zur Notunterkunft gefahren. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317044
    Das DRK betrieb mit den Maltesern die Notunterkunft in der Pestalozzischule. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317047
    Die Registrierungsstelle in der Pestalozzischule für den LIegendbereich. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317051
    Der Chef der Feuerwehr Christoph Bahlmann und der Feuerwehrdezernent Axel von der Ohe informierten sich vor Ort. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317054
    Der Chef der Feuerwehr Christoph Bahlmann und der Feuerwehrdezernent Axel von der Ohe informierten sich vor Ort. © Bernd Günther
  • Fliegerbombe in Misburg-Süd unter Wasser gesprengt – BGPress 1317058
    Mit Bussen wurden die betroffenen Bewohner zur Notunterkunft gefahren. © Bernd Günther
Finals 2026

Hannover richtet „Die Finals 2026“ offiziell aus

25. April 2025/in Hannover

Region und Stadt Hannover besiegeln Ausrichtung der Finals 2026.

HANNOVER (redu). Hannover wird 2026 Austragungsort des Multisportevents „Die Finals“. Ein entsprechender Vertrag wurde nun unterzeichnet.

Nach Zustimmung durch die Regionsversammlung und den Stadtrat ist die Entscheidung offiziell: Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover werden gemeinsam Gastgeber der „Finals 2026“. Bei einem Pressetermin im Stadionbad Hannover unterzeichneten Regionspräsident Steffen Krach, Oberbürgermeister Belit Onay und Finals-Geschäftsführer Hagen Boßdorf den Ausrichtervertrag.

Der Vertrag regelt die zentralen Rechte und Pflichten zwischen der Region, der Stadt und der veranstaltenden Finals GmbH. Ziel ist es, eine koordinierte Vorbereitung und Durchführung des Multisportevents sicherzustellen.

Die politischen Gremien hatten zuvor mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Die breite Unterstützung in der Region wird als wichtige Grundlage für die Umsetzung des Projekts gesehen. Die Finals sollen nationale Spitzenwettkämpfe in mehreren olympischen Sportarten bündeln und an einem Ort austragen.

Nach Angaben der Beteiligten stehen in Hannover geeignete Sportstätten und ausreichend organisatorische Kapazitäten zur Verfügung. Die Vorbereitung auf das Event beginnt unmittelbar.

Evakuierungsinformation Einsatzleitwagen

Bombenfund in Hannover: Evakuierung in Misburg-Süd

24. April 2025/in Hannover

Kampfmittel in Gewässer: 3.350 Menschen müssen in Misburg-Süd am 25. April evakuiert werden.

HANNOVER (redu). In Hannover-Misburg-Süd ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Für die geplante Entschärfung müssen rund 3.350 Menschen am Freitag, 25. April 2025, ab 14:00 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt hat umfangreiche Maßnahmen vorbereitet.

Bei routinemäßigen Sondierungsarbeiten wurde in einem Gewässer im Bereich der Anderter Straße in Hannover-Misburg-Süd ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg lokalisiert. Um die Fundstelle genauer untersuchen und gegebenenfalls eine Entschärfung durchführen zu können, ist eine großräumige Evakuierung erforderlich.

Nach Angaben der Landeshauptstadt Hannover und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen muss rund um den Fundort ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden. Die Maßnahme betrifft rund 3.350 Bewohnerinnen und Bewohner. Sie werden aufgefordert, den Gefahrenbereich am Freitag, den 25. April 2025, spätestens ab 14:00 Uhr zu verlassen.

Bombenfund in Hannover: Evakuierung in Misburg-Süd – EvakuierungsbereichH Misburg Sued250425

Evakuierungsbereich am 25. April 2025 für den Bereich Misburg-Süd © LHH

Die Stadt richtet eine Betreuungsstelle für alle betroffenen Personen in der Sporthalle der Pestalozzischule im Eisteichweg 7 ein. Die Einrichtung steht ab 14:00 Uhr zur Verfügung und bietet eine Anlaufstelle für alle, die während der Maßnahme nicht anderweitig unterkommen können.

Für den Transport in die Betreuungsstelle setzt die Stadt Hannover kostenfreie Busse ein. Diese verkehren regelmäßig zwischen mehreren Haltestellen im betroffenen Bereich, darunter die Kreisstraße, Hartmannstraße, Max-Kuhlemann-Straße, Anderter Straße 40 sowie „Am Kindergarten“.

Gehbehinderte Personen, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnung benötigen, können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, alle notwendigen persönlichen Dinge wie Medikamente, Spezial- oder Säuglingsnahrung sowie passende Kleidung mitzunehmen. Auch sollten sie ihre Nachbarn über die anstehende Evakuierung informieren.

Die eigentlichen Arbeiten am Fundort können erst beginnen, wenn alle Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt sind. Der Zeitraum der Maßnahme erstreckt sich voraussichtlich bis in die Abendstunden des Freitags. Erst nach Abschluss der Maßnahmen ist mit einer Rückkehr in die Wohnungen zu rechnen.

Für Fragen steht ein Bürgertelefon unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 am Freitag ab 8:00 Uhr zur Verfügung. Darüber hinaus informiert die Feuerwehr Hannover über alle aktuellen Entwicklungen sowohl über ihre Website (www.feuerwehr-hannover.de) als auch über das Threads-Profil (@feuerwehr_hannover) und den WhatsApp-Kanal der Feuerwehr.

 

Süntel-Buche

Süntel-Buchen-Projekt im Berggarten gestartet

24. April 2025/in Hannover

Seltene rotlaubige Süntel-Buchen wachsen über Weg im Berggarten zusammen.

HANNOVER 8redu). Im Berggarten entsteht eine besondere botanische Anlage: Eine rotlaubige Süntel-Buche und neu gepflanzte Artgenossen sollen in den kommenden Jahrzehnten einen lebenden Laubengang formen.

Im Berggarten Hannover wurde eine neue botanische Struktur begonnen. Ziel ist es, mit rotlaubigen Süntel-Buchen einen selbsttragenden Laubengang zu schaffen. Ausgangspunkt ist eine etwa 30 Jahre alte Süntel-Buche (Fagus sylvatica var. suentelensis ‘Atropurpurea’), deren Äste in Richtung eines gegenüberliegenden Weges wachsen.

Um das Wachstum über den Weg hinweg zu ermöglichen, wurde eine speziell entwickelte Gerüstkonstruktion aus Rohren errichtet. Diese leitet die Äste über den Weg hinweg. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden weitere rotlaubige Süntel-Buchen gepflanzt, die den Wuchs aufnehmen und ihm entgegenwachsen sollen.

Sobald sich die Äste beider Seiten berühren, werden sie miteinander verbunden. In etwa 25 Jahren soll daraus ein lebendiger Laubengang entstehen, der ohne tragende Konstruktion auskommt. Die Gerüstrohre werden entsprechend dem Wachstum laufend angepasst und später schrittweise entfernt.

Vorbild für das neue Projekt ist eine historische Süntel-Buche im Berggarten, die eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern überspannt. Ihre verdrehten Äste überwuchern eine 33 Meter lange Pergola und gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Gartens.

Süntel-Buchen sind seltene Wuchsformen der heimischen Rot-Buche. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form galten sie früher als unheimlich und wurden im Ursprungsgebiet Süntel nahezu ausgerottet. Rotlaubige Varianten sind heute besonders selten und finden sich nur noch vereinzelt in Parks und Gärten.

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