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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

250 kg Fliegerbombe in Hannover erfolgreich entschärft – BGPress 1057360

250 kg Fliegerbombe in Hannover erfolgreich entschärft

28. September 2024/in Hannover

Mehr als 500 Einsatzkräfte beteiligt – Evakuierungsmaßnahme verlief reibungslos

HANNOVER (redu). In Hannovers Stadtteil Bothfeld wurde am Samstag eine 250 kg schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Rund 8.700 Bürger*innen mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen. Über 500 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um die Kampfmittelbeseitigung sicher durchzuführen.

Am Samstag, den 28. September 2024, wurde in Hannovers Stadtteil Bothfeld eine 250 kg schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Der Verdacht auf das Kampfmittel wurde während baubegleitender Sondierungen auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne entdeckt. Nach weiteren Untersuchungen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) bestätigte sich der Fund, und eine großangelegte Evakuierungsaktion begann.

Rund 8.700 Bürger*innen im Evakuierungsbereich, der einen Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle umfasste, waren aufgefordert, ihre Wohnungen bis 9:00 Uhr zu verlassen. Für Menschen, die besondere Unterstützung benötigten, wurden Krankentransporte organisiert. 43 Personen wurden in speziell eingerichtete Betreuungsstellen gebracht, während insgesamt 90 Personen die Betreuungsstelle in der IGS Bothfeld aufsuchten.

Um 12:32 Uhr war das Evakuierungsgebiet vollständig geräumt, und die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes begannen mit der Entschärfung der Fliegerbombe. Bei dem Kampfmittel handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von 250 kg. Trotz der hohen Gefahrenlage verlief die Entschärfung erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Bereits um 14:29 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, und die Bewohner*innen durften in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der Einsatz war eine koordinierte Aktion von insgesamt 508 Einsatzkräften, darunter Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Der Direktor der Feuerwehr Hannover, Christoph Bahlmann, lobte die sorgfältige Planung und das reibungslose Zusammenspiel der beteiligten Organisationen. „Trotz der Routine bei Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen in Hannover ist immer eine professionelle Vorbereitung notwendig“, erklärte Bahlmann. Er bedankte sich bei allen beteiligten Kräften für ihren Einsatz.

Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay zeigte sich nach Abschluss der Maßnahmen zufrieden. „Dank der guten Zusammenarbeit und der Disziplin der betroffenen Bürgerinnen konnte die Gefahr erfolgreich abgewendet werden. Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre“, sagte Onay.

Der Einsatz dauerte insgesamt mehr als acht Stunden. Während dieser Zeit gingen 304 Anrufe beim Bürgertelefon ein. Die Bevölkerung wurde fortlaufend über den Stand der Maßnahme informiert. Dank des schnellen und koordinierten Handelns aller Beteiligten konnte eine potenziell gefährliche Situation sicher und erfolgreich bewältigt werden.

Eicheln sammeln

Kastanien- und Eichelsammelaktion: Kinder unterstützen Winterfütterung

26. September 2024/in Hannover

Vom 30. September bis zum 11. Oktober können Baumfrüchte an drei Annahmestellen abgegeben werden

HANNOVER (redu). Die Stadt Hannover hat Kinder zur Teilnahme an einer Sammelaktion für die Winterfütterung der Tiere im Tiergarten aufgerufen. Vom 30. September bis zum 11. Oktober können Kastanien und Eicheln an drei verschiedenen Annahmestellen abgegeben werden: Das Wirtschaftsgebäude in der Tiergartenstraße 149, der Forsthof Am Pferdeturm sowie der Betriebshof Mecklenheide stehen von Montag bis Freitag zu festgelegten Zeiten zur Verfügung. An den Wochenenden und am Feiertag, dem 3. Oktober, bleiben die Annahmestellen geschlossen.

Um die Baumfrüchte vor Schimmel zu schützen, rät die Stadt, sie nicht in Plastiktüten, sondern in atmungsaktiven Behältern wie Draht- oder Spankörben aufzubewahren.

Kinder, die ihre gesammelten Früchte abgeben, erhalten eine gestaltete Baumscheibe, die als Eintrittskarte für das Tiergartenfest am 12. Oktober dient. Vor Ort können Kinder die Früchte auch gegen weitere Baumscheiben eintauschen und sich zusätzlich auf ein kostenloses Getränk und ein Stück Kuchen freuen. Besucher, die keine Baumfrüchte sammeln, können Tickets an der Tageskasse erwerben.

Erstmalig sind Eintrittskarten auch online über die Webseite der Stadt Hannover erhältlich.

Platz der Menschenrechte

Hannovers Trammplatz wird zum Platz der Menschenrechte

24. September 2024/in Hannover

Historische Umbenennung des Trammplatzes setzt Zeichen für Menschenrechte

HANNOVER (redu). Hannover hat am Montag, 23. September, den Trammplatz offiziell in Platz der Menschenrechte umbenannt. Diese Entscheidung geht auf einen Beschluss des Bezirksrats Mitte zurück und soll die Bedeutung der Menschenrechte ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Der bisherige Trammplatz vor dem Rathaus in Hannover trägt seit Montag, dem 23. September, den neuen Namen „Platz der Menschenrechte“. Diese Umbenennung folgt einem Beschluss des Bezirksrats Mitte aus dem Vorjahr. Mit der Namensänderung wird das Ziel verfolgt, die universellen Menschenrechte stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken.

Nach 107 Jahren wird sich künftig die Bezeichnung „Platz der Menschenrechte“ im öffentlichen Sprachgebrauch etablieren. Auch die Adresse des Rathauses ändert sich: Die bisherige Hausnummer 2 wird durch die Nummer 1 ersetzt. Das benachbarte Museum August Kestner behält die Nummer 3. Die neue Adresse betrifft hauptsächlich die städtische Verwaltung, die noch ein Übergangsjahr lang die alte Adresse parallel zur neuen verwenden kann.

Hannovers Trammplatz wird zum Platz der Menschenrechte – Platz der Menschenrechte Foto3

Umbenennung des Trammplatz in Platz der Menschenrechte © Matthias Falk

Im Rahmen eines Festaktes wurde das neue Straßenschild enthüllt. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay erklärte dazu: „76 Jahre nach der Verkündung der Menschenrechte wollten wir einen Ort in Hannover schaffen, der an diesen universellen Anspruch erinnert und die Bedeutung der Menschenrechte weltweit unterstreicht.“

Zusätzlich zur Umbenennung des Platzes werden im Bürgersaal des Rathauses zwei Wanderausstellungen gezeigt. Die Ausstellung „Menschen.Rechte.Leben.“ der Evangelischen Kirche Deutschland aus dem Jahr 2019 sowie eine Ausstellung von Amnesty International aus dem Jahr 2023 befassen sich mit dem Thema Menschenrechte. Beide Ausstellungen sind noch bis zum 18. Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Idee zur Umbenennung entstand Anfang 2023 im Zuge der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte. Nachdem der Opernplatz als alternative Fläche abgelehnt wurde, entschied sich der Bezirksrat Mitte für den Trammplatz, dessen Ehrung des Namensgebers Heinrich Tramm bereits seit längerem kritisch betrachtet wurde.

Anti-Terror Übung

Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario

21. September 2024/in Hannover, Niedersachsen

Groß angelegte Vollübung simuliert komplexes Szenario mit mehreren Anschlägen

HANNOVER (redu). Am Samstag, den 21. September 2024, fand in Niedersachsen eine groß angelegte Übung statt, an der mehrere Polizeibehörden und Rettungskräfte beteiligt waren. Unter der Leitung der Polizeidirektionen Hannover und Lüneburg, unterstützt durch das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Zentrale Polizeidirektion und die Feuerwehr Hannover, wurde ein realitätsnahes Anschlagsszenario simuliert. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit und Koordination der Einsatzkräfte unter komplexen Bedingungen zu testen und zu verbessern.

Das Szenario der Übung sah einen bewaffneten Angriff auf eine öffentliche Informationsveranstaltung vor. Mehrere Täter eröffneten das Feuer auf die Besucher, was zu einer Vielzahl von Verletzten und Toten führte. Die Polizeikräfte mussten den Tatort schnell und effektiv absperren, um sowohl die Sicherheit der Zivilbevölkerung als auch der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Diese Absperrmaßnahmen stellten eine besondere Herausforderung dar, da der Zugang für Rettungskräfte und Einsatzmittel gleichzeitig gewährleistet werden musste.

Die Interventionskräfte der Polizei, die unter hohem Zeitdruck und ständiger Bedrohungslage agieren mussten, schalteten einen der Angreifer gezielt aus. Die Lage verschärfte sich, als sich ein zweiter Täter in einem Schulgebäude verschanzte und Geiseln nahm. Die Spezialeinheiten der Polizei standen vor der schwierigen Aufgabe, eine Eskalation zu verhindern und die Geiseln unversehrt zu befreien. Nach langwierigen Verhandlungen mit der Verhandlungsgruppe der Polizei Hannover gelang es, den Täter zur Aufgabe zu bewegen und die Geiseln zu retten.

Zeitgleich liefen intensive Ermittlungen an, um die Hintergründe der simulierten Tat zu klären. Die Ermittler sicherten Beweismaterial und führten Zeugenbefragungen durch, um potenzielle Komplizen oder weitere Täter zu identifizieren. Die Polizeibehörden agierten dabei in enger Abstimmung, um eine schnelle Aufklärung zu ermöglichen.

Auch die Rettungskräfte der Feuerwehr Hannover spielten eine zentrale Rolle in der Übung. Neben der Erstversorgung der zahlreichen Verletzten mussten sie den Transport in umliegende Krankenhäuser organisieren, was eine logistische Herausforderung darstellte. Die enge Zusammenarbeit zwischen den medizinischen Einsatzkräften und der Polizei war entscheidend für die erfolgreiche Durchführung der Rettungsmaßnahmen. Diese Übung war zudem der Abschluss eines Kurses für Leitende Notärzte, bei dem medizinisches Personal aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Ernstfall vorbereitet wurde.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Übung war die Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Fiktive Medienanfragen wurden während des Einsatzes professionell bearbeitet, um sicherzustellen, dass aktuelle und präzise Informationen an die Bevölkerung weitergegeben werden. Die Pressesprecher der beteiligten Behörden standen dabei im ständigen Austausch mit den operativen Einheiten, um die Lage bestmöglich zu kommunizieren.

Neben dem simulierten Anschlag auf die Informationsveranstaltung kam es in der Übung zu einem zweiten schwerwiegenden Vorfall: Ein Sprengstoffanschlag auf einen Bus im Bereich Celle. Auch dieser Teil des Szenarios forderte die Einsatzkräfte heraus, die den Tatort evakuierten und umfangreiche Ermittlungen einleiteten. Die Polizeidirektion Lüneburg, die für die Region Celle zuständig ist, koordinierte die Fahndung und Ermittlungen, um mögliche Verbindungen zwischen den Vorfällen in Hannover und Celle zu klären. Die Frage, ob weitere Anschläge zu befürchten waren, beschäftigte die Einsatzleitung intensiv.

Schließlich entwickelte sich eine weitere kritische Lage am ÜSTRA-Betriebshof in Hannover. Ein weiterer Täter, ein Komplize des Angriffs auf die Informationsveranstaltung, nahm dort einen Busfahrer als Geisel. Die Polizei riegelte das Gelände weiträumig ab, da der öffentliche Nahverkehr durch den Vorfall gefährdet war. Die Verhandlungsgruppe der Polizei trat auch hier in Kontakt mit dem Geiselnehmer und konnte durch geschickte Verhandlungen die Geisel unversehrt befreien. Der Täter wurde schließlich von den Spezialeinsatzkräften ohne Gewalt festgenommen.

Stimmen zur Übung

Axel Brockmann, Landespolizeipräsident Niedersachsen, lobte die Professionalität und den Einsatzwillen der beteiligten Behörden. Er betonte, wie wichtig es sei, solche realitätsnahen Szenarien zu üben, um auf mögliche Anschläge vorbereitet zu sein: „Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Einsatzkräfte auf den Ernstfall gut vorbereitet sind. Dennoch müssen wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Abläufe arbeiten, um in kritischen Situationen noch besser reagieren zu können.“

Thorsten Massinger, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Hannover und Einsatzleiter der Übung, hob die Komplexität der Szenarien hervor: „Unsere Kräfte wurden durch die verschiedenen Szenarien herausgefordert, und ich bin stolz darauf, wie professionell und einsatzbereit sie agiert haben. Diese Übung zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, aber auch, dass es immer Verbesserungspotenzial gibt.“

Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften und der Polizei: „In kritischen Lagen wie diesen ist eine enge und reibungslose Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung. Unsere bewährten Konzepte konnten erfolgreich angewendet werden, und wir werden die Erkenntnisse aus dieser Übung nutzen, um noch besser auf solche Einsätze vorbereitet zu sein.“

  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 134126
    Spezialeinsatzkommando der Polizei nähert sich dem Bus mit dem Täter. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 135323
    SEK-Beamte versuchen sich dem Bus mit dem Geiselnehmer zu nähern. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die Polizei setzte eine Dohnengruppe zur Aufklärung ein. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die Polizei setzte eine Dohnengruppe zur Aufklärung ein. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei dringt in ein Gebäude vor. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Polizeikräfte sichern weiträumig das Gelände an der Lavesallee © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Anti-Terror Übung
    Polizeibeamte bringen verletzte Geisel in Sicherheit. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197048
    Erstversorgung verletzter Geisel durch Polizeikräfte nach deren Rettung aus dem Gebäude. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Seelsorger kümmern sich vor Ort um Einsatzkräfte und befreite Geisel. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Auf dem Schützenplatz Hannover ist ein Bereitstellungsraum für Feuerwehr und Rettungskräfte. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die Feuerwehr baute vorsorglichen einen Behandlungsplatz 50 für die Verletzten auf. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die Feuerwehr baute vorsorglichen einen Behandlungsplatz 50 für die Verletzten auf. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rettungswagen stehen an der Zufahrt zur Einsatzstelle für den Transport verletzter Geisel bereit. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197127
    Notfallsanitäter versorgen eine befreite Geisel auf einer Verletztenablage. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197131
    Umladen eines Verletzten zum Transport durch einen Rettungswagen ins Krankenhaus. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197147
    Bei einer zweiten Lage nimmt ein Täter einen Busfahrer in einem Staßenbahndepot der ÜSTRA als Geisel. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197167
    Spezialeinsatzkommando der Polizei nähert sich dem Bus mit dem Täter. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – BGPress 1197188
    Ein Scharfschütze des SEK der Polizei bezieht Position in der Nähe des Tatortes. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großeinsatz in Niedersachsen: Polizei probt Anschlagsszenario – Aufgabe Taeter
    Aufgabe des Geiselnehmers © Polizei
Märchensee

Märchensee: Fische zur Rettung aus Gewässer entnommen

16. September 2024/in Hannover

Stadt Hannover reagiert auf sinkenden Sauerstoffgehalt im Märchensee

HANNOVER (redu). Um das ökologische Gleichgewicht des Märchensees im Stadtteilpark Sahlkamp zu verbessern, hat die Stadt Hannover den verbliebenen Fischbestand mit Unterstützung des Anglerverbandes Niedersachsen e.V. entnehmen lassen. Trotz umfangreicher Sofortmaßnahmen konnte der Sauerstoffgehalt des Gewässers nicht stabilisiert werden.

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Stadt Hannover hat am Freitag, den 13. September 2024, den verbliebenen Fischbestand aus dem Märchensee im Stadtteilpark Sahlkamp entnehmen lassen. In Zusammenarbeit mit dem Anglerverband Niedersachsen e.V. wurden die Fische in geeignetere Gewässer umgesetzt, um sie vor dem drohenden Sauerstoffmangel zu retten. Die Kosten für diese Aktion beliefen sich auf rund 3.300 Euro.

Der Märchensee war seit Mitte August unter intensiver Beobachtung, nachdem der Sauerstoffgehalt stark gesunken und bereits zahlreiche Fische verendet waren. Die Stadt versuchte mit einer Reihe von Maßnahmen, den Zustand des Gewässers zu verbessern. Frisches Wasser wurde zugeführt, Umwälzpumpen installiert und Solarbelüfter auf dem See angebracht, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Dennoch reichten diese Maßnahmen nicht aus, um eine langfristige Stabilisierung des Gewässers zu gewährleisten.

Ein Hauptproblem stellte die untypische Zusammensetzung der Fischarten im Märchensee dar, zu denen unter anderem Flussbarsche, Hechte, Karpfen und Aale gehörten. Diese trugen zusammen mit den hohen sommerlichen Temperaturen zur Verschlechterung der Wasserqualität bei. Zusätzlich verschärfte die Fütterung von Enten und Fischen durch Brot das Problem. Der dadurch verursachte Nährstoffeintrag förderte das Algenwachstum und trug vermutlich zum Umkippen des Gewässers bei.

Aktuell prüft die Stadt geeignete Maßnahmen, um das ökologische Gleichgewicht des Märchensees langfristig wiederherzustellen. Ziel ist es, den See wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem ein neuer Fischbesatz möglich ist.

Waffenverbotszonen

Neue Regelungen: Waffenverbot in Hannovers U-Bahn-Stationen

14. September 2024/in Hannover

Neue Sicherheitsmaßnahmen greifen in den U-Bahn-Stationen Kröpcke, Steintor und Hauptbahnhof

HANNOVER (redu). Die seit 2018 bestehende Waffenverbotszone in Hannover wird ab dem 14. September 2024 ausgeweitet. Die Maßnahme umfasst nun auch die U-Bahn-Stationen Steintor, Kröpcke und Hauptbahnhof, um die Sicherheit in der Innenstadt zu erhöhen.

Die Stadt Hannover erweitert die bereits bestehende Waffenverbotszone, die seit fünf Jahren das Gebiet am Steintor und nördlich des Hauptbahnhofs umfasst. Ab Samstag, dem 14. September 2024, gilt das Verbot auch in den U-Bahn-Stationen Steintor, Kröpcke und Hauptbahnhof. Die Verordnung verbietet das Mitführen von Waffen im Sinne des Waffengesetzes sowie weiteren gefährlichen Gegenständen, darunter Messer mit einer Klingenlänge über vier Zentimetern, Äxte, Beile, Knüppel und Reizstoffsprühgeräte.

An den U-Bahn-Stationen Steintor und Kröpcke gilt das Verbot täglich zwischen 21 Uhr und 6 Uhr, während die Einhaltung am Hauptbahnhof ganztägig von der Bundespolizei überwacht wird. Laut Oberbürgermeister Belit Onay zielt die Ausweitung darauf ab, Sicherheitslücken zu schließen und an wichtigen Knotenpunkten der Innenstadt für ein höheres Sicherheitsniveau zu sorgen.

Neue Regelungen: Waffenverbot in Hannovers U-Bahn-Stationen – Waffenverbotszone

Die neuen Waffenverbotszonen in Hannover ab dem 14. September 2024 © Landeshauptstadt Hannover

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten betont, dass die Maßnahme vor allem dazu dienen soll, der zunehmenden Nutzung von Messern bei Auseinandersetzungen entgegenzuwirken. Ziel sei es, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Auch die Bundespolizei, vertreten durch Präsident Michael Schuol, unterstützt die Erweiterung, um das Mitführen gefährlicher Gegenstände effektiver zu bekämpfen.

Das Waffenverbot wird durch Bußgelder von bis zu 10.000 Euro sanktioniert. Bereits ein erstmaliger Verstoß kann eine Geldstrafe von mindestens 250 Euro nach sich ziehen. Wiederholte Verstöße oder der Besitz besonders gefährlicher Gegenstände, wie Teleskopschlagstöcke, können härter bestraft werden. Die Stadt plant, neue Hinweisschilder aufzustellen, die zusätzlich mit einem QR-Code weitere Informationen bereitstellen.

Regionsleitstelle

Regionsleitstelle Hannover: Mängelbeseitigung erfordert Umzug

13. September 2024/in Hannover

Regionsleitstelle Hannover arbeitet vorübergehend aus Stöcken

HANNOVER (redu). Die Regionsleitstelle Hannover zieht vorübergehend in die Feuer- und Rettungswache 2 nach Stöcken um. Grund sind bauliche Mängel in den Räumlichkeiten der Wache 1, die eine umfangreiche Nachbesserung erfordern.

Die Anfang 2022 in Betrieb genommene Regionsleitstelle Hannover in der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm muss wegen technischer Mängel vorübergehend umziehen. Die Raumbelüftung und Beleuchtung entsprechen nicht den Anforderungen des Regelbetriebs und führen zu betriebsstörenden Problemen, wie Geräuschentwicklung und Blendungen durch Hochleistungsleuchten.

Um diese Mängel zu beheben, sind umfangreiche Baumaßnahmen notwendig. Hierbei wird unter anderem die Kühldecke der Leitstelle ausgebaut und die Brandmeldetechnik angepasst. Die Arbeiten beginnen am 13. September 2024 und sollen bis Anfang Dezember abgeschlossen sein.

Umzug Regionsleitstelle

Der Presse wurde heute der Hintergrund für die Mängelbeseitigungen in der Regionsleitstelle Hannover mitgeteilt (v.l.) Jörg Rühle, Dr. Axel von der Ohe, Christoph Bahlmann, Jörg Segreff. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de

Für den Betrieb der Regionsleitstelle stehen in dieser Zeit die Redundanzräume in der Feuer- und Rettungswache 2 in Stöcken zur Verfügung. Hier können alle Dienste uneingeschränkt fortgeführt werden. Der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe betonte, dass durch die Rückfallebene für die Bürgerinnen und Bürger keine Einschränkungen spürbar seien. „Es wird keine Verzögerungen in der Notrufbearbeitung und Einsatzdisposition geben“, erklärte er.

Auch der Direktor der Feuerwehr Hannover, Christoph Bahlmann, lobte die logistische Vorbereitung des Umzugs. Um den Betrieb während der Bauphase zu sichern, wurde eine temporäre Wohncontaineranlage für das Personal errichtet, da an der Redundanzleitstelle keine Sozialräume vorhanden sind. Die Technik in der ursprünglichen Leitstelle bleibt während der Bauphase als Notfallreserve verfügbar.

Sozialräume

Für die 95 Mitarbeiter der Regionsleitstelle sind extra Container als Sozialräume aufgebaut worden. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de

Sirenenstandorte Hannover Bundeswarntag

Bundeswarntag: Erfolgreicher Test des Sirenenwarnnetzes in Hannover

12. September 2024/in Hannover

Nach Bundeswarntag: Das Sirenenwarnnetz der Landeshauptstadt Hannover wird bis Jahresende vollständig einsatzbereit sein

HANNOVER (redu). Im Rahmen des Bundeswarntags wurde heute das neue Sirenenwarnnetz in Hannover erstmals erfolgreich getestet. Um 11:00 Uhr war das Alarmsignal deutlich im gesamten Stadtgebiet zu hören.

Am heutigen Bundeswarntag erfolgte der erste Praxistest des neuen Sirenenwarnnetzes in der Landeshauptstadt Hannover. Zeitgleich mit der bundesweiten Warnmeldung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde um 11:00 Uhr das hannoversche Sirenenwarnnetz aktiviert. Der auf- und abschwellende Heulton war deutlich im gesamten Stadtgebiet zu hören.

Dr. Axel von der Ohe, Feuerwehrdezernent und Kämmerer, hob die Bedeutung des neuen Warnsystems hervor: „Mit den Sirenen ergänzen wir den Warnmix in Hannover. Es ist eine wichtige Investition in unsere Sicherheit.“ Auch Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, lobte den erfolgreichen Test als Meilenstein für den Bevölkerungsschutz. Bis Ende des Jahres sollen alle 112 Sirenen installiert und einsatzbereit sein.

Weitere Informationen zu den Sirenen, Warnsignalen und Standorten sind auf der Website der Feuerwehr Hannover abrufbar. Die Auswertung der Warnung durch MoWaS übernimmt das BBK.

Fußballstadion leere Sitze

Niedersachsen-Derby: Eintracht Braunschweig reduziert Gästekontingent

11. September 2024/in Hannover

Verein und Fans erhalten letzte Bewährung für das Derby gegen Hannover 96

HANNOVER (redu). Das Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 am 6. Oktober 2024 wird unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Eintracht Braunschweig hat sich in letzter Minute Maßnahmen zur Gewaltprävention verpflichtet, darunter eine Reduzierung des Gästefankontingents um 40 Prozent.

Das Fußballspiel am 6. Oktober 2024 zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 wird von strengeren Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Die Polizei und das niedersächsische Innenministerium haben einem Vorschlag von Eintracht Braunschweig zugestimmt, der unter anderem eine Reduzierung des Gästefankontingents um 40 Prozent vorsieht. Anstelle der ursprünglich geplanten 2.100 Gäste werden lediglich 1.260 Fans von Hannover 96 zugelassen.

Die Entscheidung steht im Kontext der Ausschreitungen bei vergangenen Begegnungen, bei denen es unter anderem durch den Einsatz von Pyrotechnik und Vandalismus zu mehreren Verletzungen kam. „Das Mittel des kompletten Gästefanausschlusses war eine sehr reale Option, die bis zuletzt im Raum stand“, erklärte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Der Verein habe in letzter Minute Maßnahmen akzeptiert, die er zuvor abgelehnt hatte.

Neben der Reduzierung des Gästekontingents werden Fanutensilien weitgehend verboten. Außerdem soll der Ordnerdienst verstärkt, die Einlasskontrollen intensiviert und bauliche sowie technische Sicherheitsvorkehrungen, wie eine verbesserte Videoüberwachung, umgesetzt werden. Behrens betonte, dass dies eine „allerletzte Bewährung“ für den Verein und die Fans sei. Sollte es erneut zu Ausschreitungen kommen, sei ein vollständiger Gästefanausschluss beim nächsten Derby unausweichlich.

Die Maßnahmen gelten zunächst nur für das bevorstehende Spiel in Braunschweig. Für das Rückspiel in Hannover soll die Umsetzung der Sicherheitsvorkehrungen als Maßstab dienen.

Basketballfeld

Neues 3×3 Basketballfeld in Hannover-Badenstedt eröffnet

10. September 2024/in Hannover

Jugendplatz erhält Basketballfeld, Tischtennisplatte und neue Sitzmöglichkeiten

HANNOVER (redu). Nach rund sieben Monaten Bauzeit ist das neue 3×3-Basketballfeld auf der Grünfläche an der Badenstedter Straße, Ecke Am Soltekampe, fertiggestellt. Es steht ab sofort zur Nutzung bereit.

Die Anlage umfasst ein 280 Quadratmeter großes Asphaltfeld mit Basketballkorbanlage und Spielfeldmarkierungen nach den offiziellen 3×3-Regeln. Zusätzlich wurde der bestehende Bolzplatz saniert, Ballfangzäune erneuert und im Umfeld eine Tischtennisplatte sowie Sitzgelegenheiten aus Robinienholz und Sandsteinblöcken installiert. Fünf Fahrradbügel komplettieren das Angebot.

Der Jugendplatz soll Jugendlichen aus den Stadtteilen Körtingsdorf und Badenstedt eine bessere Aufenthaltsqualität bieten. Die Planung und Umsetzung der Anlage wurde vom Verein OUR COURT e.V. begleitet, der sich für die Förderung des 3×3-Basketballsports einsetzt. Die Kosten beliefen sich auf etwa 105.000 Euro, wovon 35.000 Euro aus dem niedersächsischen Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“ gefördert wurden. Der Rest wurde durch städtische Mittel, darunter ein Sonderprogramm zur Aufwertung von Spielplätzen, gedeckt.

Die Mobile Aufsuchende Jugendarbeit (MAJA) wird regelmäßig auf dem Platz präsent sein, um offene Angebote für Kinder und Jugendliche zu organisieren.

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