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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Erste Hilfe

Erste Hilfe, Verbandkasten und das richtige Verhalten bei Notfällen

6. Juli 2023/in Niedersachsen

Retten auf Reisen – Sicher in den Urlaub

HANNOVER / BREMEN (PM). Passend zum Start der Sommerferien und einem erhöhten Reiseaufkommen rückt die Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen die Themen Erste Hilfe und Verbandkasten in den Fokus. Ein sicheres Händchen und die richtige Ausrüstung – das kann nämlich insbesondere bei einem Notfall in der Reisezeit entscheidend sein.

Egal ob im Auto, auf dem Motorrad oder auf dem Fahrrad, das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Urlaubszeit bringt oft ein entsprechendes Unfallrisiko mit sich. Und auch für andere Notfälle wie den Herzinfarkt eines Angehörigen oder Atemnot beim Kind lohnt sich jederzeit eine sorgfältige Vorbereitung durch einen Erste Hilfe-Kurs, einen vollständigen Verbandkasten und das richtige Verhalten in Notfallsituationen.

Erste Hilfe ist nie ein Fehler

Im Ernstfall sorgen die folgenden Schritte für eine entsprechende Orientierung und helfen dabei, Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so gut wie möglich zu versorgen und zu unterstützen:

· Unfallstelle absichern
· Überblick verschaffen, helfen, melden (Notruf 112) und dabei auf die Abfrage der W-Fragen konzentrieren:
– Wo ist es passiert? Was ist passiert?
– Wie viele Verletzte? Welche Art von Verletzungen?
– Wer meldet den Unfall?
– Wichtig: Nicht auflegen, auf Rückfragen warten!
– Verletzte versorgen
· Lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten

Die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe können am besten in einem Erste Hilfe-Kurs gelernt und aufgefrischt werden. „Damit die notwendigen Kenntnisse und Handlungsoptionen im Notfall ohne langes Nachdenken abgerufen werden können, raten die Johanniter, die eigenen Erste Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – am besten alle zwei Jahre“, so Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen/Bremen.

Mit dem Verbandkasten richtig ausgerüstet

Damit die Erste Hilfe gelingt, braucht es neben einem beherzten Einsatz sowohl im Auto als auch zuhause einen vollständigen Verbandkasten. Der kleine Lebensretter ist im PKW gesetzlich vorgeschrieben, sollte regelmäßig überprüft und aktuell ausgestattet sein. Bei längeren Fahrten oder Urlaubsreisen sollte er zudem nicht unter dem gesamten Reisegepäck verstaut sein: „Zur Urlaubssaison kommt es auf Autobahnen häufig zu Staus mit Auffahrunfällen und verletzten Reisenden“, erklärt Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen/Bremen. „Wer dann seinen Verbandkasten im Kofferraum lange suchen muss, verliert wertvolle Zeit. Wichtig ist, dass der Verbandkasten sicher verstaut wird und trotzdem jederzeit griffbereit zur Verfügung steht.“

Der Verbandkasten sollte regelmäßig auf Vollständigkeit und Haltbarkeit der Materialien überprüft werden. Mittlerweile gehören auch zwei Gesichtsmasken (FFP2 oder medizinische Maske) zum Inventar. Darüber hinaus gehören Wundpflaster, Verbandpäckchen, Mullbinden und eine Rettungsdecke hinein, aber auch Einmalhandschuhe und eine Erste Hilfe-Schere zählen zur Grundausstattung. In den Verbandkasten gehören auch zwei Feuchttücher zur Hautreinigung, ein 14-teiliges Pflasterset mit zwei Fingerkuppenverbänden und ein kleines Verbandpäckchen – zum Beispiel für Kinder. Der Inhalt sollte regelmäßig kontrolliert werden. Sterile Wundauflagen können beispielsweise verkeimen, Pflaster nicht mehr kleben oder Fixierbinden durch Temperaturwechsel ihre Elastizität verlieren. Sterile Verbandmaterialien wie Wundkompressen oder Verbandtücher weisen auf der Verpackung ein Verfallsdatum aus. Ist dieses Datum überschritten, muss das Material ausgetauscht werden. Dazu gehört auch, beschädigte Verpackungen von ursprünglich keimfreien Binden und Verbandpäckchen zu ersetzen. Im Handel erhalten Autofahrer alle notwendigen Materialien, um den Verbandkasten wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Laut Empfehlung der Johanniter sollten sich Autofahrer zudem mit dem Inhalt des Verbandkastens und der Anwendung des Materials vertraut machen, bevor es zum Notfall kommt.

Informationen zum Thema Verbandkasten findet man z. B. in dem Online-Magazin „acht“: https://acht.johanniter.de/verbandkasten-im-auto/

Erste-Hilfe-Kursangebote der Johanniter gibt es hier z.B.: https://www.johanniter.de/erstehilfe oder aber auch bei diversen anderen Hilfsorganisationen und verschiedenen weiteren Anbietern.

Metronom

Sicherheit geht bei metronom vor

5. Juli 2023/in Niedersachsen

metronom reduziert Geschwindigkeit zwischen Hamburg und Bremen

CELLE/UELZEN/LÜBECK (PM). Die metronom Eisenbahngesellschaft mbH reduziert ab 12 Uhr die Geschwindigkeit auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen auf 100 km/h. Grund für diese Maßnahme ist das angekündigte Sturmtief Poly.

„Sicherheit geht vor“, erklärt Rainer Blüm, Technischer Geschäftsführer der metronom Eisenbahngesellschaft mbH. „Aufgrund der Warnungen des Deutschen Wetterdienstes haben wir uns entschlossen, die Geschwindigkeit auf der Strecke Hamburg Hauptbahnhof, Harburg und Bremen Hauptbahnhof vorerst auf 100 km/h zu begrenzen. Damit reduzieren wir das Risiko, mit eventuell umstürzenden Bäumen zu kollidieren.“ Diese Reduzierung betrifft die Strecken der RE4 und der RB41 und gilt bis sich die Wetterlage stabilisiert oder seitens DB Netz weitere Geschwindigkeitsreduzierungen vorgegeben werden.

Die Wetterlage entlang der anderen Strecken von metronom, enno, erixx und erixx Holstein werden in der Leitstelle genau beobachtet. „Sollte sie sich im Laufe des Tages verschlechtern, werden wir auch hier sehr schnell reagieren,“ so Rainer Blüm. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste, unserer Mitarbeitenden und auch unserer Fahrzeuge geht vor.“

Die Fahrgäste können sich über die Homepage, in Social Media, über die metronom App und über die Medien der DB über den aktuellen Stand informieren.

Deutschland Hitzewelle Temperaturen über 30 Grad

Deutschland steht eine Hitzewelle bevor

5. Juli 2023/in Niedersachsen

DRK-Bundesarzt informiert über Gefahren

BERLIN (PM). In Deutschland stehen die heißen Tage an und das ist nicht nur Grund zur Freude. Denn: Temperaturen über 30 Grad können erhebliche gesundheitliche Gefahren mit sich bringen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet auch in diesem Sommer vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders ältere oder kranke Menschen sollten vorsichtig sein. „Bei 30 Grad stößt unser Körper einfach an seine Grenzen”, sagt DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger.

Schlägt das Thermometer aus, gibt der Mediziner folgende Ratschläge.

„Es gilt, viel Wasser zu trinken, egal ob jung oder alt, besonders bei körperlichen Aktivitäten und einer anstrengenden Arbeit. Die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 bis 2 Litern sollte man im Idealfall noch um mindestens einen Liter erhöhen. Ältere Menschen verlieren oft ihr Durstgefühl, bei zunehmender Hitze verschärft sich das Problem. Denn bei hohen Temperaturen wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Auch kranke Menschen sind bei Hitze gefährdet, da einige Medikamente entwässernd wirken. Genug Flüssigkeit ist insbesondere für beide gefährdete Gruppen essenziell, um einen Kreislaufkollaps vorzubeugen.” Alkoholkonsum sollte unbedingt eingeschränkt werden, da er zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führt. Auch zuckerreiche Limonaden sind laut dem DRK-Bundesarzt mit Vorsicht zu genießen, da sie noch mehr Durst verursachen. Beim Essen gilt: schwere und fettige Kost vermeiden und lieber auf kleinere und leichtere Mahlzeiten setzen, mit viel Obst und Gemüse.

Ein Aufenthalt in im Warmen mag zwar verlockend klingen, bedeutet aber immer eine Doppelbelastung für den Kreislauf. Vor allem Kleinkinder und Senioren dürfen keinesfalls längere Zeit der direkten Sonne ausgesetzt werden. Der Sonnenhut, eventuell mit einem Nackenschutz, ist ein Muss. Bei Aktivitäten im Freien sollte auch unbedingt an lichtdichte Kleidung gedacht und freie Hautstellen sollten mit Sonnencreme bedeckt werden. Bitte dabei auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten.

In Wohnräumen kann das Beachten einiger Hinweise dabei helfen, die Hitze fernzuhalten: abends oder früh am Morgen sollte gut durchgelüftet werden. Tagsüber schützen zugezogene Vorhänge und geschlossene Fenster vor der Wärme.

„Um Schlimmeres zu vermeiden, sollte unbedingt auf erste Anzeichen eines Hitzenotfalls geachtet werden”, gibt Prof. Dr. Böttiger zu bedenken. Symptome sind Kopfschmerzen und Schwindel. Bei einer Kreislaufschwäche können elektrolythaltige Getränke, wie eine Apfelsaftschorle, Betroffenen helfen. Und um einen Wärmestau zu verhindern, sollten zudem beengende und überflüssige Kleidungsstücke abgelegt werden. Auch das Zufächeln von Luft sorgt für Kühlung. „Wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, rufen Sie unbedingt den Rettungsdienst (Tel. 112)“, rät der DRK-Bundesarzt.

Sturmschaden

Mittwoch besteht Sommersturmgefahr

4. Juli 2023/in Niedersachsen

Vor allem voll belaubte Bäume sind gefährdet

Hannover (red). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer bevorstehenden Sommersturmlage mit zum Teil orkanartigem Sturm bzw. schweren Sturmböen von 80 bis 120 km/h in Norddeutschland und den Küstenregionen an der Nordseeküste und Schleswig-Holstein.

Laut DWD ist auch die Region Hannover betroffen. Diese Warnung gilt für Mittwoch (05.07.) 06:00 – 18:00 Uhr:

Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h (22 m/s, 44 kn, Bft 9) und 100 km/h (28 m/s, 55 kn, Bft 10) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen um 110 km/h (31 m/s, 60 kn, Bft 11) gerechnet werden. (Stand: 04.07. 18:49 Uhr)

Es kann vorrangig bei voll belaubten Bäumen ab 80 km/h zu Windbruch von großen Ästen oder der Entwurzelung ganzer Bäumen kommen. Gefahr besteht in der Urlaubszeit ebenfalls durch schlecht gesicherten Zelten auf Campingplätzen oder nicht befestigten Gegenständen in Gärten. Eine Einschränkung im öffentlichen Personennahverkehrs und bei der Bahn kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso ist es möglich, dass durch Sturmschäden der Straßenverkehr teilweise blockiert oder eingeschränkt sein kann.

Vermeiden Sie die Nähe von belaubten Bäumen und Waldgebiete. Sichern Sie Gegenstände vor Herumfliegen auf den Grundstücken. Vermeiden Sie unnötige Fahrten mit dem Auto oder Zweirad bei Verschärfung der Sturmlage und achten Sie auf Warnungen des Deutschen Wetterdienstes, Rundfunk oder Mitteilungen über die bekannten Warn-Apps KATWARN oder NINA.

Laut dem Wetterdienst sind diese Sommersturmlagen selten und daher schwer lokal vorhersagbar. Der DWD hat hierzu eine aktualisierte Unwetterinformation herausgegeben.

 

 

Hannover Airport Sommerferien

Bereit für den Start der Sommerferien in Niedersachsen!

27. Juni 2023/in Niedersachsen

Hannover Airport steht in den Startlöchern für den Urlaubsansturm

LANGENHAGEN (PM). In den niedersächsischen Sommerferien werden bis zu zwanzigtausend Passagiere täglich am Hannover starten und landen. Zu den beliebtesten Zielen ab Hannover gehören die türkische Riviera, Palma de Mallorca, die griechischen Inseln und viele weitere Sonnenziele rund ums Mittelmeer.

Aber auch Verbindungen zu den europäischen Metropolen sind im Flugplan zu finden: Barcelona, Zürich, Wien, London, Amsterdam, Riga und weitere Städte sind mehrmals täglich direkt erreichbar.

Flughafen Geschäftsführer Dr. Martin Roll: „Zum Start der Sommerferien ist der Hannover Airport gut aufgestellt. Neben einem attraktiven Flugplan haben wir – unter anderem mit unseren Systempartnern – Service-Maßnahmen ergriffen, um das Reisen ab Hannover einfacher zu gestalten.“

„HAJway“: Reservierung eines Zeitfensters an der Sicherheitskontrolle

Passagiere reservieren sich online ein Zeitfenster für den Zugang zur Sicherheitskontrolle. Während des reservierten Zeitfensters können die Passagiere direkt zur Sicherheitskontrolle gehen und längere Wartezeiten vermeiden. An der Sicherheitskontrolle müssen die Fluggäste lediglich ihre Bordkarte bereithalten. Der Service „HAJway“ ist für alle Passagiere kostenfrei und ab 48 Stunden vor Abflug für Abflüge in Terminal A und C verfügbar. Weitere Infos: www.hannover-airport.de/hajway.

Digitales Parken wird ausgeweitet

Bereits im April wurde das digitale Parksystem von Peter Park auf den Kurzzeitparkplätzen in der Ankunftebene eingeführt. Pünktlich zum Start der Sommerferien ist das System jetzt auf die Abflugebene ausgeweitet.

Für Fluggäste und Besucher ist das System äußerst bequem und kundenfreundlich. Bezahlt wird dabei künftig nicht mehr im Voraus, sondern erst vor Verlassen des Parkplatzes. So müssen sich Besucher oder Abholer nicht schon beim Verlassen des Fahrzeuges für eine Parkdauer entscheiden und auch nicht nachzahlen. Der zu begleichende Betrag beschränkt sich auf die tatsächlich geparkte Aufenthaltsdauer.

Beim Ein- und Ausfahren zum Terminalbereich wird das Kennzeichen des Fahrzeugs mithilfe eines Scanners gelesen und automatisch die Parkdauer ermittelt. Die Bezahlung erfolgt unter Eingabe des Kennzeichens an einem der bedienfreundlichen Kassenautomaten. Das System bietet umfangreiche Zahlungsmöglichkeiten von Bargeld bis hin zu Karte, Apple und Google Pay (NFC) sowie Online-Zahlungen via App.

Ein herkömmliches Ticket aus Papier oder Plastik gibt es nicht, das reduziert Kosten und Müll.

Wird die Parkfläche innerhalb der 10 Minuten Freiparkdauer wieder verlassen, fällt kein Parkentgelt an. Das Parken in den Parkhäusern am Hannover Airport bleibt wie gewohnt.

„Self-Bag-Drop“-Stationen für Passagiere der TUI fly

Aktuell installiert die TUI im Terminal B „Self-Bag-Drop“-Stationen für Flüge der TUI fly. Fünf der Automaten sind bereits aufgestellt und befinden sich derzeit in einem ersten Testbetrieb. Weitere fünf Stationen sollen folgen. Für Passagiere der TUI fly, die einen Urlaub in einem Schengen-Land gebucht und bereits zu Hause online eingecheckt haben, gibt es damit zukünftig einen noch besseren Service. Mit Hilfe des Buchungscodes können sie dann ihr Gepäck selbstständig wiegen und labeln. Im Anschluss kann es an einem der „Drop Off Counter“ abgegeben werden. Damit können Warteschlangen an den Check-In-Countern reduziert werden.

Tipps für Reisende 

  • Schon zu Hause fängt die Vorbereitung auf den Urlaub an: Parkplatz online buchen, Reisedokumente auf die Gültigkeit überprüfen, Dokumente griffbereit halten und wenn möglich online einchecken. Außerdem ein Zeitfenster am „HAJway“ für die Sicherheitskontrolle reservieren.
  • Alle Passagiere sollten rechtzeitig zur Check-in-Öffnung am Airport eintreffen. Ein früheres Erscheinen ist nicht erforderlich. Die genauen Öffnungszeiten erfahren die Passagiere beim Reiseveranstalter oder bei Ihrer Airline. Diese liegen in der Regel zwischen 2 – 3 Stunden vor dem Abflug. Eine Übersicht stellt der Airport hier zusammen: hannover-airport.de/airlines.
  • Unmittelbar nach dem Check-in sollten sich die Passagiere sofort zur Sicherheitskontrolle begeben. Besonders in der Sicherheitskontrolle kann durch das Beachten der aktuell gültigen Handgepäcksbestimmungen Zeit gespart werden, denn eventuell erforderliche Nachkontrollen verzögern den Prozessablauf in der Luftsicherheitskontrolle.

 

Wasserwacht

Wasserwacht des DRK gibt Tipps für den Badeurlaub

27. Juni 2023/in Niedersachsen

Sicherheit am und im Wasser

BERLIN (PM). Die Temperaturen steigen und die Sommerferien stehen vor der Tür. Jung und Alt zieht es ans Wasser. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gibt praktische Tipps, für einen entspannten Aufenthalt am und im Wasser. „Vor dem Sprung ins kühle Nass sollten einige einfache Regeln beherzigt werden“, betont Andreas Paatz, der Bundesleiter der Wasserwacht, zum Start in die Badesaison.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Die beste Vorbeugung vor Ertrinkungsunfällen ist das Schwimmenlernen. Aber: „Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie haben es noch mal deutlich verschärft: Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht angeboten wird und Schwimmbäder geschlossen sind“, erklärt Andreas Paatz.

Die Wasserwacht rät deshalb: Eine Wassergewöhnung kann bereits im Säuglingsalter mit dem Babyschwimmen beginnen und stetig erweitert werden.

Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann – mindestens Niveau des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze – sollten Eltern spätestens jetzt aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder noch besser einen Schwimmkurs besuchen. Schwimm- und Wassergewöhnungskurse bietet die Wasserwacht vielerorts an. Und: „Für das Schwimmenlernen ist man nie zu alt“, so Andreas Paatz.

Kinder unbedingt im Blick behalten

Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder keinen Augenblick unbeaufsichtigt lassen. Das gilt bereits bei geringer Wassertiefe. Denn Wasser zieht Kinder magisch an – und nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schlimme Folgen haben. Planschbecken, Pool oder Teich auf Grundstücken müssen gesichert sein und dürfen für kleine Kinder nicht selbst zugänglich sein. Kinder ertrinken leise oder lautlos.

Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen oder Auftriebsmittel wie Luftmatratzen oder Schwimmtiere sind kein Garant für Sicherheit. Sie können die Wassergewöhnung unterstützen, schützen aber keinesfalls vor dem Ertrinken. Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um den Ausflug selbst auch entspannt genießen zu können. Damit die Kleinen nicht unterkühlen, müssen regelmäßige Pausen an Land gemacht wären. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten für alle an Bord Pflicht.

Baderegeln beachten

Das Beachten der Baderegeln und eine realistische Eigeneinschätzung der eigenen Kräfte sind eine empfehlenswerte Lebensversicherung. Auch das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze kann Kinder oder Erwachsene nicht zuverlässig vor dem Ertrinken schützen. Wichtig ist, die Regeln für den Spaß im und am Wasser zu beachten. Dazu gehört: Jemandem Bescheid zu geben, wenn man ins Wasser geht. Längere Strecken nicht allein schwimmen. Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht mit vollem Bauch oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht in unbekannte Gewässer springen, da man häufig nicht erkennen kann, wie tief das Wasser ist.

Erfahrungsgemäß überschätzen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene oftmals ihre eigenen Kräfte, was sich unter Einfluss von Drogen wie Alkohol leider oftmals drastisch verschärft und zum Ertrinkungsunfall führen kann.

Vorbereitung ist alles

Zum Besuch am Wasser gehört neben einer Picknickdecke auch ein ausreichender Proviant an alkoholfreien Getränken und Essen möglichst in einer Kühlbox. Ganz wichtig: der Sonnenschutz. Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenschirm oder Strandmuschel sollten nicht fehlen. Ideal ist zudem ein möglichst schattiger Platz. Handtücher und trockene Wechselkleidung zwischen den Badegängen gehören ebenfalls dazu. Zu guter Letzt noch eine Mülltüte, um den Müll mitnehmen zu können und keine Spuren in der Umwelt nach einem tollen Tag am Wasser zu hinterlassen.

Die Wasserwacht leistet mit 140.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften vielerorts in Deutschland Aufsicht an Badestellen und bei Veranstaltungen am und im Wasser und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken. Eine Wasserwacht-Gruppe in der Nähe findet man neben vielen hilfreichen Tipps, Angeboten und Informationen auf der Website www.wasserwacht.de

Daniela Behrens Niedersächsische Innenministerin© Matthias Falk

Gemeinsamen Lagebildes von Polizei und Justiz zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen

26. Juni 2023/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens: „Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent“

HANNOVER (PM). Innenministerin Behrens: „Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent ist ein Beleg dafür, dass wir bei der Zuordnung von Taten deutlich besser geworden sind. Er verdeutlicht aber auch, dass wir die Clankriminalität weiter sehr genau beobachten und entschieden bekämpfen müssen“

Justizministerin Wahlmann: „Das heute vorgestellte Lagebild zeigt, dass die von Justiz und Polizei getroffenen Maßnahmen greifen. Die hohe Zahl von Anklagen im Verhältnis zu den eingeleiteten Strafverfahren bei den Zentralstellen belegt: Straftaten krimineller Clanmitglieder werden konsequent verfolgt und geahndet. Unser Rechtsstaat lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen“

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, und die Niedersächsische Justizministerin, Dr. Kathrin Wahlmann, haben heute (26.06.2023) das dritte gemeinsame Lagebild von Polizei und Justiz zur Clankriminalität in Niedersachsen vorgestellt.

Kriminelle Clanstrukturen sind gekennzeichnet durch die Begehung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten jeglicher Deliktsart und -schwere aus diesem Umfeld, das sich durch ein hohes kriminelles Potenzial und eine allgemein rechtsfeindliche Gesinnung auszeichnet.

Die maßgeblichen, ergänzenden Indikatoren umfassen unter anderem:

  • das Ausleben eines stark überhöhten familiären Ehrbegriffs und das innerfamiliäre Sanktionieren von Verstößen gegen diesen Ehrbegriff,
  • das Voranstellen von familieninternen, oft im Gewohnheitsrecht verwurzelten Normen über das Gesetz und die Verfassung,
  • das Provozieren von Eskalationen auch bei nichtigen Anlässen oder geringfügigen Rechtsverstößen unter Ausnutzung clantypischer Mobilisierungs- und Bedrohungspotentiale,
  • eine den Rechtsstaat umgehende oder unterlaufende Paralleljustiz. 

Wesentliche Inhalte des Lagebildes 2022

Im Jahr 2022 wurden der Clankriminalität insgesamt 3.986 Straftaten zugeordnet, im Jahr 2021 waren es noch 2.841. Dieser deutliche Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent ist sowohl auf einige Umfangsverfahren als auch auf eine durch intensive Befassung mit den Strukturen verbesserte phänomenbezogene Zuordnung zurückzuführen. Verglichen mit der gesamten Polizeilichen Kriminalstatistik, welche 523.996 Straftaten insgesamt ausweist, ergibt dies für die Clankriminalität einen prozentualen Anteil von 0,76 Prozent.

Innenministerin Behrens erklärt dazu: „Der Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist ein Beleg dafür, dass wir bei der Zuordnung von Taten deutlich besser geworden sind. Er verdeutlicht aber auch, dass wir die Clankriminalität weiter sehr genau beobachten und entschieden bekämpfen müssen. Sogenannte ‚Hotspots‘, wie wir sie dieser Tage in anderen Bundesländern wahrnehmen, gibt es in Niedersachsen nicht in vergleichbarem Ausmaß. Die Niedersächsische Polizei und die Justiz setzen alles daran, dass das auch in Zukunft so bleibt!“

Dr. Kathrin Wahlmann: „Die niedersächsische Justiz hat auf das Phänomen der Clankriminalität reagiert und vier spezialisierte Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften in Braunschweig, Hildesheim, Osnabrück und Stade eingerichtet. Die Arbeit der Zentralstellen basiert dabei auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die konsequente Bekämpfung von Clankriminalität umfassend nicht erst ab der Schwelle zur Organisierten Kriminalität, sondern bereits deutlich darunter, zum Gegenstand hat. “

Die Clankriminalität hat zwar statistisch nur weniger als ein Prozent Anteil an der polizeilich erfassten Kriminalität, stellt aber die Strafverfolgungsbehörden anhaltend vor große Herausforderungen und wirkt sich neben den objektiv von ihr ausgehenden Gefahren insbesondere auf die subjektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger negativ aus, weshalb sie seit mehreren Jahren als ein landesweiter Schwerpunkt in der Aufgabenwahrnehmung von Polizei und Justiz verfolgt wird.

Kennzeichnend für das Phänomen der Clankriminalität machen Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 1.268 Taten fast ein Drittel der Gesamtfälle aus. Bei genauerer Betrachtung wird dabei ersichtlich, dass insbesondere die Körperverletzungsdelikte mit 763 Fällen einen Großteil der Rohheitsdelikte ausmachen. Bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 452 Delikten liegt der Schwerpunkt bei den Bedrohungen mit insgesamt 354 Fällen.

3.323 Personen wurden als tatverdächtige Personen erfasst, im Vergleich dazu waren es im Jahr 2021 noch 2.622 Tatverdächtige. Etwa 82 Prozent der tatverdächtigen Personen waren männlich und 57% in einem Alter unter 30 Jahren. Etwa 55 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Tatorte verteilen sich – in unterschiedlicher Ausprägung – über das gesamte Flächenland Niedersachsen, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. Eine dauerhafte Konzentration an bestimmten Orten ist nicht festzustellen.

Maßgebliche Bekämpfungsansätze

Mit der im Januar 2022 aktualisierten „Landesrahmenkonzeption zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen in Niedersachsen“ bestehen landesweit einheitliche und zukunftsfähige Standards, die auf einen ganzheitlichen und niedrigschwelligen Ansatz abzielen.

Innenministerin Behrens sagt: „Die niedersächsischen Strafverfolgungsbehörden setzen dabei konsequent auf eine Null-Toleranz-Strategie. Das bedeutet erstens: hoher Kontrolldruck und zweitens: niedrigschwelliges Einschreiten. Wir schauen hin, wenn kriminelle Mitglieder von Großfamilien ihre Macht zur Schau stellen und greifen konsequent ein.“

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Verkehrs- und Gewerbekontrollen – ­auch unter Beteiligung kommunaler Behörden wie Ordnungs‐, Finanz‐ und Bauämtern sowie der Gewerbeaufsicht. Ziel ist die eindeutige Botschaft und Realität, dass Rechtsverstöße jedweder Art mit aller Konsequenz verfolgt werden.

Justizministerin Dr. Wahlmann ergänzt: „Aus einem Großteil der Straftaten von Clanmitgliedern spricht eine grundsätzliche Verachtung unserer offenen, demokratischen Gesellschaft und unseres Rechtssystems. Das nehmen wir nicht hin. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat; Parallelgesellschaften werden wir auch in Zukunft nicht dulden. Unsere Botschaft ist klar: Wer sich über unsere Gesetze und Regeln stellt, der wird auch in Zukunft die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.“

Bei der Bekämpfung des Phänomens Clankriminalität ist zudem die Intensivierung der Netzwerkarbeit von besonderer Bedeutung. Dazu Ministerin Behrens: „Die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden mit anderen externen Netzwerkpartnern hat sich mittlerweile etabliert und ist ein entscheidender Bekämpfungsansatz gegen die Verfestigung krimineller Clanstrukturen. Bei vielen Behörden herrscht der Konsens, dass die Intensivierung dieser Partnerschaften unabdingbar ist und auch im zurückliegenden Berichtsjahr sind weitere Kooperationen entstanden. Mit diesem Ansatz nimmt Niedersachsen auch im Bundesvergleich eine Vorreiterrolle ein und bringt sich entsprechend mit Best-Practice-Beispielen in der geplanten ‚Allianz gegen Clankriminalität‘ des Bundesinnenministeriums ein.“

Das Fazit von Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann: „Unsere niedersächsischen Behörden sind gut vernetzt – dadurch gelingt es uns, Clankriminalität schnell und effektiv zu verfolgen. Dabei kooperieren unsere Ermittlungsbehörden auch mit Kommunen und führen regelmäßige Netzwerktreffen durch. Es freut mich, dass Niedersachsen inzwischen eine beispielgebende Vorreiterrolle bei der Bekämpfung von Clankriminalität eingenommen hat.“

FSJ Freiwilligendienst

Wer sind eigentlich „diese“ Freiwilligendienstleistenden?

26. Juni 2023/in Niedersachsen

Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen/Bremen bietet jährlich über 200 Plätze und fordert die Stärkung der Freiwilligendienste

HANNOVER / BREMEN (PM). Tausende junger Menschen werden in den nächsten Wochen die Schule beenden und überlegen sich, im Anschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu absolvieren.

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat, um sich noch besser auf seine Freiwilligen einzustellen, eine Analyse erstellt, die einige überraschende Ergebnisse rund um den Freiwilligendienst liefert. Insbesondere im Hinblick auf die aktuell von der Bundesregierung ab 2024/25 geplanten Kürzungen im Bereich der Freiwilligendienste unterstreichen zentrale Ergebnisse dieser Studie, wie unverzichtbar eine verlässliche Förderung und Stärkung in diesem Bereich sind.

Denn noch immer ist bei den Interessierten für ein FSJ oder BFD der Familienhintergrund entscheidend und scheint finanziell oder sozial schwächere Jugendliche vom Dienst beinahe auszuschließen. Der Freiwilligendienst wird mit einem Taschengeld in Höhe von 518 Euro monatlich entlohnt. Die Freiwilligen werden sozialversichert und erhalten 30 Tage Urlaub. Eine Unterkunft allerdings kann die JUH nicht stellen, der Freiwilligendienst wird also in der Regel von den Eltern ideell und finanziell unterstützt. „Einen Freiwilligendienst muss man sich leider leisten können. Es wäre wünschenswert, wenn auch mehr Menschen aus finanziell schwächeren Familien an den Diensten teilnehmen könnten“, erklärt Bodo Dannhöfer als Verantwortlicher für die Freiwilligendienste im Landesverband.

Die Planungen der Bundesregierung allerdings würden diese Diskrepanz erheblich verstärken. Laut Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen sei die bereits für 2024 geplante Mittelkürzung daher ein völlig falsches Signal: „Freiwilligendienste sind ein wichtiger Teil des bürgerlichen Engagements. Wir brauchen also neben einer gesellschaftlichen auch eine finanzielle Stärkung dieses Engagements und den Ausbau des Angebots, so dass jeder und jede die gleiche Chance auf ein FSJ hat. Nicht selten wird aus dem FSJ zudem eine ehrenamtliche Tätigkeit oder eine Berufsausbildung bei uns.“ Entsprechend unterstützen die Johanniter auch bundesweit die Petition https://www.fwd-staerken.de/unterschreiben.

Die gesamte Studie der Johanniter und ihre Analyse läuft seit 2017, bisher liegen dazu rund 3.000 Datensätze vor. Sie wurden anhand von 530 Interviews mit Freiwilligen aus den Einrichtungen der JUH erstellt und durch weitere Jugendstudien, wie zum Beispiel den Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder die der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ergänzt. „Der Freiwillige“ ist demnach 20 Jahre alt, knapp überwiegend männlich, hat deutlich mehrheitlich Abitur und leistet seinen Freiwilligendienst meistens in den Sozialen Diensten wie Hausnotruf, Menüservice oder Kindertagesstätten ab. „Zu den Johannitern kommen Interessierte über das Internet und den sozialen Nahbereich, also Freunde, Familie oder Bekannte“, erklärt Bodo Dannhöfer.

Laut einer Analyse der Bertelsmann Stiftung von 2022 machten im Jahr 2020 fast 85.000 junge Menschen im Alter bis 27 Jahren einen Freiwilligendienst. Das entspricht circa 11,1 Prozent der Schulabsolventen. Über Abitur verfügten 59% aller Freiwilligen im Jahr 2020, fand der 16. Kinder- und Jugendbericht heraus. Viele nutzen den Freiwilligendienst aber auch als praktischen Teil zur Erlangung der Fachhochschulreife.

Die Motivation der Teilnehmenden für einen solchen Dienst resultiert aus der individuellen Schnittmenge von Motiv, Anlass, Thema und zeitlicher Limitierung, das heißt als Art Projektcharakter. Für viele Freiwillige ist der Freiwilligendienst eine Form der verlängerten Jugend, auch wenn sie in dieser Phase des Engagements viele wertvolle Erfahrungen für das anstehende Berufsleben machen.

Wer den Zivildienst von früher noch als Ersatzdienst zur Bundeswehr kennt und denkt, dass der Freiwilligendienst diesen 1:1 abgelöst hat, der irrt. „Das ist nicht der Fall. FSJ und BFD sind absolut freiwillig und jeweils ein Dienst an der Gemeinschaft. Beide Dienstformate dauern in der Regel zwölf Monate und können mit einer vierwöchigen Frist gekündigt werden“, klärt Dannhöfer auf.

Die JUH bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) für alle junge Menschen im Alter bis 27 Jahren an, die ihre Schulpflicht erfüllt haben. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) steht dabei auch für Menschen offen, die älter sind als 27 Jahre. Beide Formate sind für junge Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv. Nach der Schulausbildung bildet ein Freiwilligendienst eine willkommene und anerkannte Übergangsphase zur Berufsausbildung, zum Studienplatz und zur Selbstfindung.
Das Besondere: In den zwölf Monaten werden die Freiwilligen pädagogisch unter anderem mit mindestens 25 Seminartagen begleitet und können ihre Erfahrungen in der Gruppe austauschen und gemeinsam reflektieren. Darin enthalten sind auch die jeweilige fachliche Ausbildung für das Einsatzgebiet (zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungshelfenden oder-sanitäter). Hinzu kommt, dass pädagogische Fachkräfte die jungen Menschen während des Freiwilligendienstes intensiv vor Ort in den Verbänden betreuen.

„Die Freiwilligendienste bieten damit die Chance, bereits vor dem Berufseinstieg eine Menge Erfahrungen zu sammeln, was sich unter anderem prägend auf die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung und anschließende Berufsfindung auswirken kann“, sagt Bodo Dannhöfer. In den 60 Ortsverbänden der JUH in Niedersachsen und Bremen gibt es vielseitige und beliebte Einsatzgebiete wie Rettungsdienst, Krankentransport, Fahrdienst, Hausnotruf, Menüservice, Erste Hilfe-Ausbildung, Jugendarbeit oder Kindertageseinrichtungen. „Neben geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen für den Einsatzbereich lernen die jungen Menschen fürs Leben. Sie integrieren sich in ihre neuen Teams, finden neue Freunde und machen sehr viele soziale und besondere Erfahrungen. Und natürlich erhalten die Absolventen zum Abschluss ein qualifiziertes Zeugnis. Ein Freiwilligendienst macht sich immer gut im Lebenslauf“, unterstreicht Dannhöfer.

Weitere Infos zu den Freiwilligendiensten der Johanniter in Niedersachsen und Bremen unter: www.johanniter.de/fsj-bfd-nb

Starkregen und Unwetter

Südlicher Teil Niedersachsens von starkem Unwetter betroffen

23. Juni 2023/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens: Polizei und Feuerwehr waren und sind trotz Starkregen und Gewitter unermüdlich im Einsatz

HANNOVER (PM). Die starken Regenfälle und Gewitter im Zusammenhang mit der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für Niedersachsen haben besonders in Braunschweig und im Großraum Göttingen, Northeim, Hildesheim gestern (22.06.2023) und heute in den frühen Morgenstunden für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt.

Auch sorgten diese insgesamt dafür, dass im südlichen Bereich Niedersachsens der Individualverkehr und Öffentliche Personennahverkehr stark beeinträchtigt wurde. Vollgelaufene Keller und das Eindringen von Regenwasser verursachten außerdem an vielen Gebäuden zum Teil große Schäden und überschwemmte Straßen.

Im Einsatzbereich der Polizeidirektion Braunschweig kam es zu rund 1.000 Feuerwehr- und knapp 500 Polizei-Einsätzen, die überwiegend Hilfeleistungen bei Beschädigungen und Gefahrenstellen umfassten. Rund um Göttingen rückten die Rettungskräfte mehr als 250 Mal aus, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen und vollgelaufene Keller trockenzulegen.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: „Trotz der Wucht, mit der das Unwetter vor allem den südlichen Teil Niedersachsens getroffen hat, richteten der Starkregen und Gewitter glücklicherweise weitestgehend nur Sachschäden an. Polizei und Feuerwehr waren und sind trotz Starkregen und Gewitter unermüdlich im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und Schäden zu beseitigen – das ist ein großartiger Einsatz der Rettungskräfte. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken. Das Wichtigste ist, dass keine Menschen schwer verletzt wurden. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, Keller liefen voll Wasser und viele Menschen strandeten vor allem an den Bahnhöfen in Braunschweig und Hannover. Allein in der Leitstelle Braunschweig gingen seit Beginn des Unwetters rund 5.000 Notrufe ein. Vor allem im Raum Braunschweig arbeiten Polizei und Feuerwehr nach wie vor auf Hochtouren daran, die Schäden zu beseitigen. Das zeigt mir einmal mehr: Auf unsere Einsatzkräfte können wir uns in jeder Notlage verlassen!“

Neben vielen privaten Gebäuden wurden auch Dienstgebäude der Polizei Niedersachsen durch Regenwasser beschädigt. Der Dienstbetrieb wurde und wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt.

Hochwasserschutz

38 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland

16. Juni 2023/in Niedersachsen

Umweltminister Christian Meyer: „Klimakrise ist längst angekommen – Anpassungsmaßnahmen sind zwingend nötig“

HANNOVER (PM). Das Niedersächsische Umweltministerium setzt das Bau- und Finanzierungsprogramm (BuFP) für den Hochwasserschutz im Binnenland fort. 2023 stehen insgesamt rund 38 Millionen Euro bereit. Gefördert werden insgesamt 123 Projekte.

Umweltminister Christian Meyer: „Die Klimakrise ist längst angekommen in Niedersachsen – und ihre Folgen werden uns künftig noch stärker treffen. Starkregenkatastrophen und extreme Hochwasser werden auch bei uns zunehmen. Und die Orte und Risiken verändern sich. Um die Bürgerinnen und Bürger vor den Folgen der Klimakrise zu schützen, brauchen wir zwingend Investitionen in den Schutz unserer Bevölkerung. Ich bin froh, dass wir diese auch 2023 unterstützten. Und natürlich werden wir den Klimaschutz im Land konsequent vorantreiben.“

Bei den jetzt bewilligten Maßnahmen handelt es sich um Hochwasserschutzmaßnahmen im Binnenland. Dank des 2. Nachtragshaushaltes konnten Kürzungen vermieden werden. Die Mittelkürzungen des Bundes um 2,5 Millionen Euro wurde von der neuen Landesregierung vollständig kompensiert. Damit können wichtige Hochwasserschutzprojekte in allen Landesteilen fortgesetzt werden.

Zu den neu dazugekommenen Projekten gehören unter anderem eine Deichverstärkung zwischen Achim-Bierden und Bollen sowie ein Kompensationspool unterhalb von Wehningen. Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), dem GAK-Sonderrahmenplan Nationales Hochwasserschutzprogramm, aus Landesmitteln, Mitteln des Wirtschaftsförderfonds „Ökologischer Bereich“ und des Klimafonds sowie aus ELER-Mitteln. Minister Meyer: „Mit der Fortschreibung des Bau- und Finanzierungsprogramms wollen wir außerdem Voraussetzungen schaffen, um den teils sehr komplexen Planungsarbeiten und rechtlichen Verfahren den nötigen zeitlichen Vorlauf zu ermöglichen und damit den reibungslosen Ablauf der so wichtigen Projekte im Hochwasserschutz zu gewährleisten.“

Förderschwerpunkt des BuFP 2023 ist, wie in den letzten Jahren, der Neubau, die Grundinstandsetzung sowie die Erweiterung von Schöpfwerken mit 48 Vorhaben und einem ELER-Mittelvolumen von 27,5 Millionen Euro (mehrjährig). Zu den bedeutsamen Projekten, die über mehrere Jahre gefördert werden, gehören außerdem der Ausbau des Vechtaer Moorbachs zwischen Willohstraße und Wassermühle oder die Deichverstärkung am Allerdeich parallel zur B 215.

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