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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Feuer Jugenddorf Westercelle

Feuerwehr bekämpft Flammen in ehemaligem Jugenddorf in Westercelle

17. November 2023/in Niedersachsen

Einsatzkräfte verhindern weitere Ausbreitung des Feuers im Stadtteil Westercelle

CELLE (red). Am frühen Morgen des 17. November wurde die Feuerwehr Celle zu einem massiven Gebäudebrand im Stadtteil Westercelle alarmiert. Nach sieben Stunden intensiver Löscharbeiten konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

Ein eingeschossiges Gebäude in Westercelle, Teil eines ehemaligen Jugenddorfkomplexes, stand in der Nacht zum 17. November in Vollbrand. Die Feuerwehr Celle wurde gegen 3:01 Uhr alarmiert und traf auf ein nahezu vollständig brennendes Gebäude mit meterhohen Flammen, die sich bereits auf die umliegende Vegetation ausgebreitet hatten.

Die Brandbekämpfung begann unverzüglich und intensiv mit mehreren C-Rohren, einem Wenderohr von einer Drehleiter sowie einem weiteren von einem Tanklöschfahrzeug. Das Feuer verursachte den Einsturz von etwa drei Vierteln des Gebäudes, während der verbleibende Teil stark einsturzgefährdet ist. Zur weiteren Bekämpfung wurde eine zweite Drehleiter eingesetzt und die Einsatzstelle in zwei Abschnitte unterteilt.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund des Einsturzes und der Einsturzgefahr als besonders anspruchsvoll, einschließlich der Entfernung von Wandverkleidungen und dem Öffnen des Daches. Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken übernahm der Malteser Hilfsdienst.

Bei den Löscharbeiten verletzte sich eine Feuerwehrfrau leicht, weitere Personen waren nicht in Gefahr. Im Einsatz waren neben den Ortsfeuerwehren Westercelle und Celle-Hauptwache, die Logistik-Gruppe der Feuerwehr, die Ortsfeuerwehr Adelheidsdorf, der Rettungsdienst des Landkreises Celle, die Polizei, der Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz.

Geldautomatensprengung in Altwarmbüchen© Bernd Günther

Aktionstag gegen Geldautomatensprenger

16. November 2023/in Niedersachsen

Großer Ermittlungserfolg für Polizei und Justiz in Niedersachsen und den Niederlanden

HANNOVER (PM). Gestern (15.11.2023) ist der niedersächsischen Polizei und Justiz in enger Kooperation mit den niederländischen Behörden im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstages („Joint Action Day“ – JAD) ein empfindlicher Schlag gegen die bandenmäßig organisierte Szene der Automatensprenger gelungen.

Insgesamt wurden am gestrigen JAD acht Personen festgenommen, die sich mutmaßlich für mindestens 23 Geldautomatensprengungen in Deutschland verantwortlich zeichnen. Darüber hinaus wurden zum Teil verfärbtes Bargeld, Sprengstoff sowie mutmaßliche Fluchtfahrzeuge beschlagnahmt.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, erklärt dazu: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die hervorragende interdisziplinäre und länderübergreifende Zusammenarbeit, die diesen großen Ermittlungserfolg möglich gemacht hat. Vom gestrigen ‚Joint Action Day‘ geht die klare und unmissverständliche Botschaft an die Automatensprenger-Szene aus: Die Sicherheitsbehörden in Deutschland und den Niederlanden haben Euch fest im Visier! Die Polizei Niedersachsen hat sich in den vergangenen Monaten organisatorisch neu aufgestellt, um dem Phänomen der Automatensprengungen operativ bestmöglich zu begegnen und die Täter dingfest zu machen. Der daraus resultierende hohe Ermittlungsdruck, die zuletzt gefällten harten Urteile für die Täter und eine verbesserte Prävention durch die Bankenwirtschaft sorgen in diesem Jahr in Niedersachsen bisher für einen Rückgang der Automatensprengungen um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.“

Innenministerin Daniela Behrens

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens © Carl-Marcus Müller

Mit Stand vom 15.11.2023 gab es in diesem Jahr bisher 33 Taten, im Jahr 2022 waren es zum gleichen Stichtag bereits 57 und 2021 51 Taten.

Am Mittwoch (15.11.2023) fand darüber hinaus ein weiteres Gespräch der Innenministerin mit Vertretenden der Polizei und der niedersächsischen Bankenwirtschaft statt. Zu den Ergebnissen sagt Ministerin Behrens: „Neben der hervorragenden Polizeiarbeit und den wichtigen Urteilen mit Signalwirkung aus der Justiz tragen die mittlerweile deutlich verstärkten Präventionsbemühungen der niedersächsischen Bankenwirtschaft zum Rückgang der Zahl der Automatensprengungen bei.“

Nach den Daten, die die Banken dem Landeskriminalamt regelmäßig vertraulich zur Verfügung stellen, hat sich der Anteil der mit Verfärbetechnik ausgestatteten Geldautomaten seit Jahresbeginn verdoppelt und soll bis Jahresende noch weiter gesteigert werden. Auch bei anderen Sicherungsmaßnahmen sind seit Jahresbeginn signifikante Zuwächse zu verzeichnen.

„Ich freue mich sehr, dass die Bankenwirtschaft ihrer Verantwortung für den Schutz der Automaten nun deutlich intensiver gerecht wird und ihren Beitrag leistet. Wir haben uns darauf verständigt, unseren offenen und ergebnisorientierten Dialog auch im kommenden Jahr fortzusetzen. Denn klar ist auch: Das Phänomen der Geldautomatensprengungen ist nicht verschwunden und wir müssen alle gemeinsam – also Bankenwirtschaft, Polizei und Justiz – weiter sehr konsequent und stringent an seiner Bekämpfung arbeiten“, so Ministerin Behrens weiter.

metronom

Betrieb trotz DB-Warnstreik aufrecht erhalten

16. November 2023/in Niedersachsen

RE4 und RB41 eingeschränkt nach ICE-Unfall bei Lauenbrück

UELZEN (PM). Der metronom hat trotz des Warnstreikaufrufs der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn den Betrieb in seinem Netz seit gestern Abend 22 Uhr bisher fortführen können. In der Nacht gab es lediglich zwischen Hannover und Göttingen Ausfälle und Verspätungen aufgrund des Stellwerks in Nordstemmen. Aktuell sind nach Informationen der Deutschen Bahn die für metronom relevanten Stellwerke arbeitsfähig.

Aufgrund der gestrigen Kollision eines ICEs mit einem anderen Regionalzug bei Lauenbrück (Kreis Rotenburg) kommt es allerdings heute auf der Strecke Hamburg – Bremen zu Verspätungen und Teilausfällen, denn die Strecke ist zwischen Tostedt und Scheeßel bis auf Weiteres nur ein- statt dreigleisig befahrbar: Die RB41 kann deshalb in Richtung Bremen nur mit deutlich geringerer Geschwindigkeit fahren, so dass Fahrgäste mit Verspätungen rechnen müssen. Der RE4 fährt nur von Hamburg bis nach Tostedt, teilweise bis Rotenburg, aber nicht von Bremen in Richtung Hamburg. Wann die metronom-Züge zwischen Hamburg und Bremen wegen der noch ausstehenden Bergung der kollidierten Züge wieder nach Plan fahren können, ist derzeit noch völlig offen.

Die GDL hat ihre Mitglieder in den Konzernen Deutsche Bahn und Transdev zu Warnstreiks bis heute Abend 18 Uhr aufgerufen. Deswegen ist mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen. metronom bittet seine Fahrgäste, diese Informationen bei der Reiseplanung zu berücksichtigen.

Alle Fahrgäste werden gebeten, sich vor Ihrer Reise über eventuelle Fahrplanänderungen und in den elektronischen Auskunftsmedien zu informieren: unter www.metronom.de, in der metronom-App oder der FahrPlaner-App, in der DB Navigator-App, im metronom-Kundenzentrum oder beim Zugpersonal.

Metronom

metronom Zugbetrieb trotz Warnstreiks

15. November 2023/in Niedersachsen

Trotz GDL-Warnstreiks normaler Betrieb bei metronom, mögliche Beeinträchtigungen durch Stellwerke

UELZEN (red). Während die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Warnstreiks aufruft, bleibt der Zugbetrieb des metronom Eisenbahngesellschaft, ein Unternehmen des Netinera-Konzerns, von diesen Arbeitskampfmaßnahmen unberührt. Die Fahrgäste werden jedoch gebeten, mögliche Auswirkungen auf den Betrieb in ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen.

In Uelzen wurde am 15. November 2023 bekanntgegeben, dass die Züge von metronom, darunter die Linien RE2, RE3, RB31, RE4 und RB41, nach dem derzeit gültigen Ersatzfahrplan verkehren werden. Dies geschieht im Kontext des von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) initiierten Warnstreiks, der allerdings nicht die Unternehmen des Netinera-Konzerns betrifft, zu denen metronom gehört.

Obwohl der metronom-Betrieb direkt nicht betroffen ist, könnten die Warnstreiks, die in den Bereichen der Deutschen Bahn und Transdev stattfinden, indirekte Auswirkungen haben. Es ist nicht auszuschließen, dass es aufgrund von Warnstreikaktivitäten in den Stellwerken der Deutschen Bahn zu Zugausfällen oder Verspätungen bei metronom kommt.

Die GDL hat ihre Mitglieder in den Konzernen Deutsche Bahn und Transdev zu Warnstreiks von heute Abend 22 Uhr bis morgen 18 Uhr aufgerufen. Als Folge dessen könnte es zu einem erhöhten Fahrgastaufkommen auf den metronom-Strecken kommen. Fahrgäste werden daher gebeten, ihre Reisepläne entsprechend anzupassen und sich vorab über mögliche Änderungen im Fahrplan zu informieren.

Um aktuelle Informationen zu erhalten, können die Fahrgäste die Website www.metronom.de, die metronom-App, die FahrPlaner-App, die DB Navigator-App besuchen, das metronom-Kundenzentrum aufsuchen oder sich direkt an das Zugpersonal wenden.

Metronom am Bahnsteig© metronom Eisenbahngesellschaft mbH

Probleme auf einigen Bahnstrecken mit Halteausfällen und Ersatzverkehr

14. November 2023/in Niedersachsen

Strecke zwischen Winsen bzw. Lüneburg und Hamburg Hauptbahnhof betroffen

UELZEN (PM). Aufgrund von Brücken- und Weichenbauarbeiten des Netzbetreibers kommt es bis zum 4. Dezember vor allem in den Abend- und Nachtstunden auf dem Streckenabschnitt zwischen Winsen und Hamburg Hauptbahnhof zu Teilsperrungen, Haltausfällen und abschnittsweise einem Schienenersatzverkehr. Am kommenden Wochenende fällt zusätzlich der RE3 zwischen Lüneburg und Hamburg-Harburg in beide Richtungen aus.

Von Freitagabend (17.11.) ca. 17:30 Uhr bis Montag früh (20.11.) 06:00 Uhr entfallen die Züge des RE3 von zwischen Lüneburg und Hamburg-Harburg in beide Richtungen. Als Ersatz können Fahrgäste die RB31 nutzen, denn ein Großteil der RE3-Züge verkehrt ab Lüneburg weiter als RB31 nach Hamburg Hbf und umgekehrt. Hier ist kein Umstieg für die Fahrgäste in Lüneburg erforderlich. In den Abendstunden gibt es einen Schienenersatzverkehr zwischen Winsen (Luhe) und Hamburg-Harburg, am Freitagabend verkehrt dieser von 18:00 bis 20:00 Uhr im 20-Minuten-Takt. Die Busse starten und enden am ZOB in Hamburg-Harburg im Bereich F.

Vom 20. bis 24. November entfallen in den Nachtstunden die Haltestellen Ashausen und Stelle der RB31, in einer Nacht zudem die Haltestellen Bardowick und Radbruch. Außerdem gibt es Teilsperrungen zwischen den Haltestellen Hamburg-Harburg und Hamburg Hbf. In all diesen Fällen wird ein entsprechender Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Vom 26. November bis 1. Dezember kommt es zu Teilausfällen zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg Hbf bzw. in den Nächten 29.11/30.11. und 30.11./01.12. zu den Haltausfällen Ashausen und Stelle bzw. Maschen und Meckelfeld. Auch hier wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zur Verfügung stehen.

Für die Nacht vom 3. auf den 4. Dezember ist bei den Zügen ME 81645 und 81647 aufgrund der Haltausfälle in Bardowick und Radbruch ein Schienenersatzverkehr vorgesehen.

Die Baustellenfahrpläne sind hier einsehbar.

Alle Fahrgäste werden gebeten, sich vor Ihrer Reise über die Fahrplanänderungen und in den elektronischen Auskunftsmedien zu informieren: unter www.metronom.de, in der metronom-App oder der FahrPlaner-App, im metronom-Kundenzentrum oder beim Zugpersonal.

Protestkundgebung ABDA Hannover

Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands

8. November 2023/in Hannover, Niedersachsen

Rund 3.000 Apothekerinnen und Apotheker und ihre Mitarbeitenden machen ihrem Unmut in Hannover Luft

HANNOVER (red/PM). Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. hatte für den heutigen Tag zu einem Protesttag der Apotheken in Norddeutschland aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aufgerufen. Gegen 12:00 Uhr versammelten sich ca. 3.000 Teilnehmer laut Angaben des Veranstalters zur zentralen Kundgebung vor dem Hauptbahnhof in Hannover.

Apothekenzahl sinkt immer schneller

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht mit immer rasanterer Geschwindigkeit zurück. Mit 17.733 Apotheken ist am Ende des dritten Quartals 2023 ein neuer historischer Tiefstand erreicht (Ende 2022: 18.068). Weniger Apotheken gibt es seit 44 Jahren nicht mehr (1979: 17.296 Apotheken). Der Rückgang in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 mit 335 Schließungen ist zudem höher als im Vergleichszeitraum des Jahres 2022 mit 285 Schließungen. Erneut mussten nicht nur Haupt- und Einzelapotheken dichtmachen (minus 308), sondern auch Filialapotheken (minus 27). Das zeigen Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

„Die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln ist zwischen Ostsee und Alpen zwar immer noch gesichert, aber der Rückgang der Apothekenzahl ist besorgniserregend“, sagt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening: „Der wirtschaftliche Druck auf die Apotheken wird immer größer. Durch Lieferengpässe, Personalmangel und eine unzureichende Vergütung ist die Lage der Apotheken extrem angespannt. Die Politik hat das Problem zwar inzwischen erkannt, handelt aber trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil: Anstatt das System zu stabilisieren hat die Ampel-Koalition die Apothekenvergütung, die auf dem Niveau von 2004 eingefroren ist, zuletzt sogar gekürzt. Und es kommt noch schlimmer: Gesundheitsminister Lauterbach will nun Apotheken ohne Notdienste und ohne eigene Medikamentenherstellung etablieren. Auch Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker soll es nach diesen zerstörerischen Plänen geben. Mit ganztägigen Schließungen und zentralen Kundgebungen im November fordert die Apothekerschaft die Bundesregierung auf, die Apotheken wirtschaftlich zu stabilisieren, statt ein Zwei-Klassen-Apothekensystem mit Leistungskürzungen zu propagieren.“

Nach einem ganztägigen bundesweiten Protesttag am 14. Juni und mehrstündigen Schließungen am 27. September schließen im November jeweils mittwochs die Apotheken in einer von vier Regionen. Norddeutschland (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen) begann am 8. November. Westdeutschland (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen) folgt am 15. November. Danach kommt Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) am 22. November. Den Abschluss bildet Ostdeutschland (Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen) am 29. November. An allen Protesttagen sichern Notdienstapotheken die Arzneimittelversorgung ab. In jeder der vier Regionen wird es auch eine zentrale Kundgebung geben, auf der sich die Apothekenteams versammeln, um lautstark zu protestieren.

Niedersächsischen Sozialministers Dr. Andreas Philippi auf der Kundgebung

Dr. Andreas Phillipi (SPD) bei der Kundgebung: „Gesundheit ist ein hohes Gut. Apotheken stehen als zentrale Einrichtung an der Versorgungsschnittstelle zu den Patientinnen und Patienten. Wir beobachten seit Jahren, dass immer mehr Apotheken schließen und nur wenige neu eröffnet werden. Dieses „Apothekensterben“ ist für mich ein Warnsignal. Ich stehe mit Ihren Standesvertretungen in engem, regelmäßigem Austausch.

Die Gründe für diese besorgniserregende Entwicklung sind klar: Apotheken kommen betriebswirtschaftlich an ihre Grenzen. Während sich die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt haben, stieg die Vergütung der Apotheken nur um knapp 20 Prozent. Der Fixzuschlag für die Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel ist seit 10 Jahren nicht angepasst worden. Dem gegenüber stehen stetig gestiegene Kosten – auch vor den Apotheken macht die Inflation nicht halt.

Zudem sind die Tariflöhne der angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Apotheken in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was absolut richtig ist, denn in den Apotheken arbeitet hochqualifiziertes Personal. Das kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn den Inhaberinnen und Inhabern entsprechende wirtschaftliche Spielräume zur Verfügung stehen.

Zur finanziellen Lage trägt auch der erhöhte Kassenabschlag bei, der den Apotheken mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz für 2 Jahre auferlegt wurde. Damit sind die Apotheken mit 170 Millionen Euro pro Jahr belastet.

Deshalb ist es dringend notwendig, die Honorierung der Apotheken anzupassen, damit diese auch in Zukunft nachhaltig wirtschaftlich betrieben werden können und genug junge Apothekerinnen und Apotheker den Weg in die Selbstständigkeit wählen.

Nur so kann die gute Arzneimittelversorgung – die wir trotz Lieferengpässen in Deutschland immer noch haben – weiterhin gewährleistet werden. Dazu wird es jedoch notwendig sein, auch über neue Finanzierungskonzepte nachzudenken.

Dabei möchte ich auch die pharmazeutischen Dienstleistungen hervorheben, mit denen Sie niedrigschwellig die Menschen erreichen. Mit der Durchführung von Medikationsanalysen leisten Sie einen Beitrag für den sicheren und effektiven Einsatz von Arzneimitteln. Blutdruck messen ist bei gefährdeten Patientinnen und Patienten immer eine positive Aktion. Mit dem Angebot, sich in Apotheken gegen Corona und auch gegen Grippe impfen zu lassen, entlasten Sie den saisonalen Ansturm in den Arztpraxen und tragen dazu bei, die Impfquoten weiter zu erhöhen.

Damit wird durch Apotheken vor Ort ein unentbehrlicher Beitrag für die Gesundheit der Menschen in unserem Land geleistet.

Eine weitere Herausforderung der Apotheken ist der Fachkräftemangel. Um diesen abzumildern, haben wir als Landesregierung die Schulgeldfreiheit für die Ausbildung von PTAs ab diesem Sommer umgesetzt. Damit möchten wir sicherstellen, dass niemand mehr aus finanziellen Gründen davon abgehalten wird, diesen verantwortungsvollen pharmazeutischen Beruf zu ergreifen.

Mit einer „Apotheke light“ lassen sich die Probleme hingegen nicht lösen:

  • Eine Apotheke ohne Anwesenheit eines Apothekers oder einer Apothekerin,
  • Apotheken ohne Rezepturherstellung,
  • eine Apotheke, die nicht am Notdienst teilnimmt,

dadurch wird die Versorgungssituation der Bevölkerung nicht verbessert!“

  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073267
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073283
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073289
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073306 1
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073309
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073316
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Protestkundgebung der Apotheken Norddeutschlands – BGPress 1073342
    Protesttag der Apotheken aus den fünf norddeutschen Bundesländern in Hannover vor dem Hauptbahnhof © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Notfall-Monitor Niedersachsen – Notfall Monitor 1

Notfall-Monitor Niedersachsen

3. November 2023/in Niedersachsen

Zentrale Informationsseite für Krisen- und Notfallsituationen

HANNOVER (PM). Der Klimawandel zeigt auch bei uns in Niedersachsen vermehrt seine Auswirkungen. Es kommt leider immer häufiger zu heftigen Regenfälle mit Überflutungen, längeren Zeiten der Trockenheit mit Waldbrandgefahr und Dürre oder auch zu starken Stürmen.

Infolge von Extremwetterereignissen, aber auch infolge von größeren Unfällen, Cyberattacken oder anderen Sabotageakten könnten auch größere Teile der Infrastruktur stark beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Auch die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser ist nicht vollständig immun gegen potenzielle Schäden. Und schließlich ist es auch nicht ausgeschlossen, dass es noch mal eine weitere Pandemie geben wird.

Bei Schadensereignissen, die viele Menschen oder große Regionen in Niedersachsen betreffen, ist es wichtig, so früh wie möglich Vorwarnungen und wichtige Verhaltenshinweise zu geben. Der Informationsbedarf der Menschen ist in solchen Notfallsituationen extrem groß. Um diesen Bedarf besser abzudecken zu können, werden in dem Notfall-Monitor Niedersachsen alle relevanten Informationen auf einer zentralen Webseite gebündelt. Statt verschiedene Quellen durchsuchen zu müssen, können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen und Medien hier schnell und gezielt auf die Informationen zugreifen, die jeweils benötigt werden.

Unter www.niedersachsen.de/notfallmonitor wurden

  • Hinweise zur Prävention und Selbstvorsorge,
  • Warnungen
  • und besonders die Informationen im Ernstfall

für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen zusammengestellt.

Im Notfall-Monitor gibt es hilfreiche Tipps, wie jede und jeder persönlich für Krisen- und Notfallsituationen vorsorgen kann. Wenn eine konkrete Krise oder Notfallsituation eintreten sollte, würde schnell über die aktuelle Lage sowie über Maßnahmen und Hilfsangebote informiert.

Die drei Hauptbereiche der Webseite bieten folgende Inhalte: 

Selbstvorsorge/Prävention:

  • Tipps und Hinweise zur Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen
  • Übersicht der Dienste/Warn-Apps, die zuverlässig über mögliche Gefahrenlagen in Niedersachsen informieren
  • Informationen über regionale Vorkehrungen in der jeweiligen Kommune 

Warnung 

  • Die Landesregierung und/oder die Kommunen warnen und informieren zentral
    – über Krisen- oder Notfallsituationen im gesamten Land Niedersachsen,
    – in Teilen des Landes
    – sowie über regional begrenzte Krisenereignisse,
    besonders zu speziellen Themen, die nicht oder nur teilweise über die gängigen Warnmedien (wie NINA etc.) gemeldet werden (zum Beispiel Waldbrandgefahr, Hitze, Trockenheit, Havarien, Bombenräumung).
  • Bestehende Warnmeldungen (zum Beispiel bei Extremwettervorhersagen) werden gegebenenfalls durch zusätzliche Informationen staatlicher Stellen ergänzt.
  • Häufige oder potenziell wahrscheinlichere Warnlagen werden mit lagespezifischen Verhaltenshinweisen und FAQ bereichert. 

 

Information im Ernstfall: 

  • Wichtige Informationen von staatlichen Stellen des Landes und der Kommunen werden zentral gebündelt, auch für die Phase nach einem Ereignis (zum Beispiel Bewältigung der Folgen).

Der Notfall-Monitor bietet ein flexibles Instrument für die generelle Risiko- und Krisenkommunikation des Landes. Alle Kommunen sind eingeladen, ihre Informationen im Notfall-Monitor Niedersachsen bereitzustellen. Das Projekt wird von den Kommunalen Spitzenverbänden unterstützt – das Interesse der Fachleute in den Kommunen war groß. 

Wichtig:

Der Notfall-Monitor Niedersachsen ersetzt nicht die bisherigen Warnsysteme, die in Niedersachsen zuletzt beim bundesweiten Warntag erfolgreich getestet wurden. Die Webseite ist ein ergänzendes Informationsangebot. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit allen Akteuren des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes stetig weiterentwickelt.

Generell empfiehlt die Landesregierung ausdrücklich die Nutzung der Warn-App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wie diese App funktioniert, wo sie bezogen werden kann und welche zusätzlichen Apps in Niedersachsen wirklich sinnvoll sind, wird ebenfalls auf den Seiten des Notfall-Monitors erläutert.

Sucheinsatz in der Nordsee

Kollision in der Deutschen Bucht

24. Oktober 2023/in Niedersachsen

Seenotretter und zahlreiche Kräfte im Einsatz – Suche wird eingestellt

BREMEN (PM/red). Am frühen Dienstagmorgen, 24. Oktober 2023, gegen 5 Uhr, ist es zu einer Schiffskollision in der Deutschen Bucht gekommen. Etwa 12 Seemeilen (22 Kilometer) südwestlich der Insel Helgoland und 17 Seemeilen (31 Kilometer) nordöstlich der Insel Langeoog stießen die Frachtschiffe „Polesie“ und „Verity“ zusammen. Das Havariekommando hat die Gesamteinsatzleitung übernommen. 

Kollision in der Deutschen Bucht – Kollisionsort Nordsee

Der Kollisionsort liegt rund 22 km südöstlich von Helgoland © OpenStreetMap Lizenz CC-BY-SA

Das Havariekommando geht derzeit davon aus, dass die „Verity“ infolge der Kollision gesunken ist. Ein Mensch konnte aus dem Wasser gerettet werden und wird medizinisch versorgt. Mehrere weitere Menschen werden derzeit vermisst. Die Suche nach den Schiffbrüchigen läuft. Zahlreiche Schiffe sind dazu im Einsatz. Die „Polesie“ ist schwimmfähig. Sie hat 22 Menschen an Bord.

An der Suche beteiligt sind derzeit die Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE (Station Deutsche Bucht/Helgoland), BERNHARD GRUBEN (Station Hooksiel) und ANNELIESE KRAMER (Station Cuxhaven) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der Notschlepper „Nordic“, der Lotsentender „Wangerooge“, das Wasserschutzpolizeiboot „Sylt“ sowie ein SAR-Hubschrauber „Sea King“ der Deutschen Marine.

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE koordiniert derzeit die Suche vor Ort. Auf dem Weg zur Unfallstelle sind außerdem der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER (DGzRS, Station Bremerhaven), die „Atair“ (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie), das Mehrzweckschiff „Mellum“ (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung) sowie das Wasserschutzpolizeiboot „W 3“.

Das Havariekommando lässt das Seegebiet zudem vom Sensorflugzeug DO228 überfliegen, um weitere Erkenntnisse zu erhalten. Das Kreuzfahrtschiff „Iona“ ist im Seegebiet und unterstützt die Suche. An Bord der „Iona“ können auch Personen medizinisch versorgt werden; es befinden sich Ärzte an Bord. Weiteres medizinisches Personal bringt das Havariekommando per Helikopter zur Unfallstelle.

Im Seegebiet herrschen Windstärken mit sechs Beaufort bei einer See von drei Metern.

Die „Verity“ [Länge: 91 m, Breite 14 m, Flagge: Vereinigtes Königreich] war auf dem Weg von Bremen nach Immingham in Großbritannien, die „Polesie“ [Länge: 190 m, Breite 29 m, Flagge: Bahamas] fuhr von Hamburg nach La Coruña in Spanien.

Aktualisierung 12:00 laut DGzRS

Bei der Suche nach den Schiffbrüchigen des Frachters „Verity“ in der Deutschen Bucht konnten bislang zwei Menschen gerettet werden. Ein weiterer Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Inzwischen sind sechs Seenotrettungskreuzer der DGzRS im Einsatz: HERMANN MARWEDE, BERNHARD GRUBEN, ANNELIESE KRAMER, HERMANN RUDOLF MEYER, THEO FISCHER und NIS RANDERS.

Ein Geretteter wurde bereits in ein Krankenhaus an Land gebracht. Der andere Gerettete war zunächst an Bord des Seenorettungskreuzers HERMANN MARWEDE der DGzRS; er befindet sich nun ebenfalls auf dem Weg in ein Krankenhaus.

An Bord der „Verity“ waren insgesamt sieben Menschen. Vier Schiffbrüchige werden weiterhin vermisst, die Suche nach den Vermissten dauert an. Die 22 Menschen an Bord der „Polesie“ sind nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt.

Der Luftraum über der Unfallstelle ist in einem Radius von zehn Seemeilen gesperrt, um die Suchoperation nicht zu behindern.

Um 20:00 Uhr gab die DGzRS eine erneute Aktualisierung heraus

Die Suche nach den vier vermissten Seeleuten südwestlich von Helgoland wird auch nach Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt.

Ab 20 Uhr sind die Seenotrettungskreuzer HAMBURG (Station Borkum), ERNST MEIER-HEDDE (Station Amrum) und HERMANN MARWEDE (Station Deutsche Bucht/Helgoland) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Suchgebiet. Darüber hinaus fahren unter anderem das Bundespolizeischiff BAD DÜBEN, das Zollboot JADE, die BÜRGERMEISTER WEICHMANN der Wasserschutzpolizei sowie der Lotsentender WANGEROOGE Suchtracks ab. Suchunterstützend werden Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräte eingesetzt.

Von der Marine sind weiterhin drei Hubschrauber vom Typ NH90 „SEA LION“ und „SEA KING“ im Sucheinsatz.

Auch die ATAIR des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie das Mehrzweckschiff MELLUM der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sind weiter zur Unterstützung in der Nähe der Unfallstelle.

Geplant ist, die Suche bis nach Mitternacht fortzusetzen. Die Wassertemperaturen, die derzeit um 12 Grad Celsius liegen, geben den Rettungskräften bis zu diesem Zeitpunkt die Chance, noch auf Überlebende zu treffen.

Der Wind weht mit etwa fünf bis sechs Windstärken, die Wellenhöhen liegen zwischen einem und zwei Metern.

Inzwischen ist zudem klar, was mit dem zweiten Schiff, der POLESIE geschehen wird: Der Frachter wird aus eigener Kraft Cuxhaven anlaufen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind alle 22 Menschen an Bord des Schiffes unverletzt geblieben.

Laut DGzRS vom 25. Oktober 07:00 Uhr wurde die Suche nach den vermissten Seeleuten eingestellt

Die Suche nach den vier vermissten Seeleuten der gesunkenen „Verity“ südwestlich von Helgoland wurde in der Nacht zu Mittwoch eingestellt. Aufgrund der zahlreichen Einsatzmittel – Schiffe und Hubschrauber – in dem Gebiet war es möglich, das in Frage kommende Seegebiet auch in der Nacht ein weiteres Mal vollständig abzusuchen. Nachdem dies keine Ergebnisse erbracht hatte, stellten die Einsatzkräfte die Suche ein.

Die Suche an der Wasseroberfläche wird heute nicht erneut aufgenommen. Welche Maßnahmen rund um die Unfallstelle im Laufe des Tages ergriffen werden können, entscheidet das Havariekommando am Morgen.

Gegen vier Uhr am frühen Morgen legte zudem die „Polesie“ im niedersächsischen Cuxhaven an. Das Frachtschiff, das am Dienstagmorgen (24. Oktober) mit der „Verity“ kollidiert war, konnte aus eigener Kraft Cuxhaven anlaufen.

Das Wetter an der Unfallstelle hat sich im Verlauf des Abends und der Nacht leicht verschlechtert. Bei Regenschauern und sechs Windstärken liegen die Wellenhöhen zwischen zwei und drei Metern.

Cybercrime

Cybercrimebekämpfung 4.0

4. Oktober 2023/in Niedersachsen

Jahrestagung der Sicherheitskooperation Cybercrime 2023

HANNOVER (ots). Unter dem Titel Cybercrimebekämpfung 4.0 veranstaltet das LKA Niedersachsen gemeinsam mit Bitkom e.V. am 04.10. und 05.10.2023 die Tagung, die die intelligente Prozessvernetzung und Digitalisierung zwischen den Bundesländern und der Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt.

Vorrangiges Ziel der rund 200 Vertretungen aus Wirtschaft, Justiz, Polizei und Bundeskriminalamt (BKA) ist eine intelligente Kriminalitätsbekämpfung im digitalen Raum, um zur besseren Aufklärung von Straftaten beizutragen. Durch gezielte Präventionsarbeit sollen Unternehmen sensibilisiert werden, um Straftaten und damit verbundene finanzielle Schäden zu vermeiden.

„Cyberkriminalität ist eine Bedrohung für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. 6 von 10 Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Sabotage, Spionage oder Datendiebstahl wurden, konnten mindestens eine Attacke zur organisierten Kriminalität zurückverfolgen. Häufig agieren diese Netzwerke zusammen mit ausländischen, staatlichen Akteuren. Dies betrifft Unternehmen aller Größen, aus allen Branchen und auch die öffentlichen Verwaltungen sowie Bildungseinrichtungen. Das erfordert eine noch stärkere strukturierte Zusammenarbeit in einem Ökosystem aus Staat, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Sicherheitskooperation Cybercrime des Bitkom e.V. mit Landeskriminalämtern geht dies gemeinsam an. Wir brauchen im Cyberraum eine höhere Präsenz von Polizei und Strafverfolgungsbehörden. Die wiederum brauchen dazu Know-how, Personal und technische Ausstattung sowie Partner an ihrer Seite“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom e.V.-Geschäftsleitung.

Das BKA (Quelle: Bundeslagebild Cybercrime 2022) registrierte im vergangenen Jahr 136.865 Fälle von Cybercrime (12.197 Fälle in Niedersachsen). Die bundesweiten Fallzahlen sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Taten, die aus dem Ausland begangen wurden und in Deutschland einen Schaden verursachten, um acht Prozent weiter an. Der Branchenverband Bitkom e.V. beziffert den Schaden durch Cyberkriminalität in Deutschland für das Jahr 2022 auf rund 203 Milliarden Euro.

„Ob Computer, Smartphones, Haushaltsgeräte, Autos oder sogar Spielzeuge: Jedes Gerät mit Internetverbindung ist ein mögliches Einfallstor für einen Cyberangriff. Cybercrime 4.0 bedeutet daher auch, dass Kriminelle immer öfter über Alltagsgegenstände Straftaten begehen können. Der Einblick in einen gehackten Stromzähler kann zum Beispiel Einbrechern zeigen, dass Wohnungs- und Hausbesitzer im Urlaub sind, weil gerade kaum Strom verbraucht wird. Auch Cloud-Dienste geraten immer häufiger in das Visier der Hacker. Aber besonders risikoreich wirkt zunehmend der Missbrauch künstlicher Intelligenz durch Kriminelle. KI-Systeme sind bereits in der Lage, den Sprachstil und die Tonlage bestimmter Personen oder Gruppen zu kopieren. Es dürfte daher noch nie so einfach gewesen sein, gezielte Phishing-Mails oder Malware zu erstellen und einzusetzen. Die Sicherheitsbehörden in Niedersachsen stellen sich aber mithilfe hochqualifizierten Personals und spezieller Hard- und Software immer professioneller auf, um schlagkräftig gegen Cybercrime 4.0 vorzugehen“, sagt Stephan Manke, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport.

Neben zahlreichen Fachvorträgen u. a. von Europol, dem BKA und dem Bundesamt für Verfassungsschutz stellt die Projektgruppe „Zukunft der Polizei“ die polizeilichen Herausforderungen des digitalen Wandels und der sich damit verändernden Kriminalitätsphänomene dar. Im Kern stellt sich die Polizei den digitalen Herausforderungen – wie zum Beispiel den immer größer werdenden Datenmengen. Bewährte Prozesse aus der analogen Welt stoßen in der digitalen Welt schnell an ihre Grenzen. Ziel der Projektgruppe ist es, schnell mögliche Lösungsansätze zu finden, um den Herausforderungen der digitalen Kriminalitätsbekämpfung gerecht zu werden.

Im Rahmen dieser Fachvorträge führt das Landeskriminalamt Niedersachsen ein Worst-Case-Szenario für Behörden und Wirtschaftsunternehmen durch, nämlich einen simulierten Ransomware-Angriff (sog. Hackerangriff). Kriminalhauptkommissar Volker Peters und Polizeikommissar Dennis Frage zeigen dem Publikum eindrucksvoll, was auf der Geschädigtenseite und was auf der Täterseite am Computer zu sehen ist.

„Cybercrime ist für Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungen keine neue, aber eine ständige und immer realer werdende Herausforderung und Bedrohung. Die Veranstaltung dient dem Austausch und der Sensibilisierung für die globalen Gefahren, um sich gegen die auch in der Zukunft tendenziell steigenden Angriffe noch besser zur Wehr zu setzen! Hier haben wir als LKA Niedersachsen mit unserer Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) bereits eine gut funktionierende Anlaufstelle aufgebaut, um Unternehmen und Behörden bei Cyberangriffen und digitalen Bedrohungsszenarien Hilfe zu leisten“, so Friedo de Vries, Präsident des LKA Niedersachsen.

Die Sicherheitskooperation Cybercrime ist ein Zusammenschluss des Branchenverbandes Bitkom e.V. sowie der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen, vertreten durch die jeweiligen Landeskriminalämter. Das LKA Niedersachsen ist seit 2014 Mitglied der Sicherheitskooperation und richtet die Veranstaltung zum zweiten Mal aus.

Bahnstrecke Hannover - Nordrhein-Westfalen nach Brand gesperrt – Zugausfall

Bahnstrecke Hannover – Nordrhein-Westfalen nach Brand gesperrt

26. September 2023/in Niedersachsen

Güterzugbrand verursacht Schäden an der Strecke

HANNOVER (red). Die Zugverbindung zwischen Hannover und Nordrhein-Westfalen ist derzeit gesperrt. Grund ist ein Güterzugbrand, der in der Nacht von Montag auf Dienstag in Wunstorf ausgebrochen ist. Ein Kesselwagen war in Brand geraten und drohte zu explodieren. Mehrere Anwohner mussten in Wunstorf evakuiert werden.

Der Brand ist inzwischen gelöscht, die Strecke ist jedoch beschädigt. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass die Sperrung noch mehrere Tage andauern wird. Die Feuerwehr war mit 180 Einsatzkräften im Einsatz.

Betroffen sind mehrere Verbindungen im Nah- und Fernverkehr. So fallen die Züge der Westfalenbahn sowie der S1  in beide Richtungen im Moment aus, beziehungsweise pendeln zwischen Minden und Stadthagen. Die ICE- und IC-Züge zwischen Hamm – Bielefeld – Hannover verspäten sich um circa eine Stunde, da die Waggons umgeleitet werden müssen. Auch die IC-Züge Amsterdam – Berlin fallen zwischen Bad Bentheim und Berlin aus. ICE-Sprinter zwischen Köln und Berlin fallen ebenso aus.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Informationen und den derzeitigen Sachstand zu informieren.

Hier sind die wichtigsten Auswirkungen der Sperrung:

  • Nahverkehr: Züge der Westfalenbahn sowie der S1 fallen zurzeit in beide Richtungen aus.
  • Fernverkehr: ICE- und IC-Züge zwischen Hamm – Bielefeld – Hannover verspäten sich laut Bahn um ca. eine Stunde.
  • IC-Züge Amsterdam – Berlin fallen zwischen Bad Bentheim und Berlin aus.
  • ICE-Sprinter (ohne Halt zwischen Köln und Berlin) fallen aus

Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Informationen zu informieren.

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