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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Hochwassergrenze

Niedersachsen bietet finanzielle Unterstützung für privat betroffene Hochwasseropfer

17. Januar 2024/in Niedersachsen

Landesregierung reagiert auf Hochwasserfolgen mit Hilfsprogramm für Privatpersonen in akuten Notlagen

HANNOVER (red). Angesichts der erheblichen Schäden durch das jüngste Hochwasser in Niedersachsen stellt das Umweltministerium eine Soforthilfe für Privatpersonen bereit, die in akute Notlagen geraten sind. Diese Maßnahme soll den betroffenen Bürgern helfen, die unmittelbaren finanziellen Folgen des Hochwassers zu bewältigen.

Das Hochwasser der vergangenen Wochen in Niedersachsen hat zu dramatischen Schäden geführt und zahlreiche Privathaushalte in akute Notlagen versetzt. Als Reaktion darauf hat das niedersächsische Umweltministerium eine Billigkeits-Richtlinie für kurzfristige Unterstützungen vorgestellt. Diese Richtlinie, die in Kürze in Kraft tritt, ermöglicht betroffenen Privatpersonen, Anträge auf Nothilfen bei den zuständigen Landkreisen oder kreisfreien Städten zu stellen.

Das Ministerium reagiert damit auf die dringende Notwendigkeit, schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten. Infolge des Hochwassers müssen viele Betroffene beispielsweise dringend Möbel ersetzen, umziehen oder Reparaturen vornehmen, die zu finanziellen Engpässen führen können. Die Soforthilfe richtet sich speziell an Privathaushalte, die unmittelbar von Hochwasserschäden betroffen sind.

Die finanzielle Unterstützung sieht vor, dass Haushalte bei einem Gesamtschaden von mindestens 5.000 Euro eine Soforthilfe von 1.000 bis 2.500 Euro erhalten können. In besonders akuten Notlagen kann diese Unterstützung sogar bis zu 20.000 Euro betragen. Auch bei geringeren Schäden unter 5.000 Euro können in Härtefällen Ausgleichszahlungen erfolgen. Die Hilfen sind grundsätzlich nicht rückzahlbar und müssen durch Quittungen oder Rechnungen belegt werden.

Antragsberechtigt sind Haushalte im Einzugsgebiet aller betroffenen Gewässer, darunter Weser, Wümme, Hunte, Soeste, Ems, Vechte, Sude, Seege, Ilmenau und Jeetzel sowie deren Nebenflüsse. Die Anträge können bis zum 22. März 2024 schriftlich eingereicht werden.

Umweltminister Christian Meyer betonte die Wichtigkeit dieser Maßnahme und erklärte, dass Niedersachsen in Zukunft weiter in den Hochwasser- und Küstenschutz investieren wird. Dies sei notwendig, da durch die Klimakrise zunehmend Extremwetterereignisse zu erwarten sind. Der Minister unterstrich, dass Niedersachsen zusammenhält und den Betroffenen in dieser schwierigen Zeit hilft.

Krankenwagen

Modernisierung des Katastrophenschutzes: Neue Fahrzeuge für Niedersachsens Hilfsorganisationen

13. Januar 2024/in Niedersachsen

Übergabe von 26 Spezialfahrzeugen an niedersächsische Hilfsorganisationen und Feuerwehren

BRAUNSCHWEIG (red). In Braunschweig fand heute die Übergabe von 26 Fahrzeugen für den Zivil- und Katastrophenschutz statt, die an niedersächsische Hilfsorganisationen und Feuerwehren übergeben wurden. Diese Fahrzeuge, bestehend aus Krankentransportwagen, Mannschaftstransportwagen und Löschgruppenfahrzeugen, wurden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschafft und dem Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Schlossplatz in Braunschweig wurden 18 Krankentransportwagen (KTW Typ B ZS), sechs Mannschaftstransportwagen Behandlung (MTW Beh) und zwei Löschgruppenfahrzeuge (LF KatS) für den Katastrophenschutz übergeben. Diese Fahrzeuge dienen der Verstärkung der niedersächsischen Hilfsorganisationen und Feuerwehren im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, betonte die Bedeutung der geländefähigen Fahrzeuge, insbesondere in Anbetracht der jüngsten Hochwasserereignisse und der zunehmenden Wetterextreme. Sie forderte zudem eine Fortsetzung der Beschaffungen, um bestehende Lücken zu schließen und verwies auf die Notwendigkeit der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel.

Dr. René Funk, Vizepräsident des BBK, hob die hohe Qualität und das spezielle Know-How hervor, das in die Entwicklung der Fahrzeuge geflossen ist. Er erwähnte, dass 2023 insgesamt 175 Fahrzeuge übergeben wurden und für dieses Jahr eine ähnliche Zahl geplant ist. Die Spezialfahrzeuge sollen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in ihrer Arbeit unterstützen und schützen.

Modernisierung des Katastrophenschutzes: Neue Fahrzeuge für Niedersachsens Hilfsorganisationen – BGPress 14

Löschgruppenfahrzeuge LF KatS bei der Übergabe in Braunschweig © Matthias Falk

Die neuen Löschgruppenfahrzeuge LF KatS, ausgestattet mit Faltbehältern und langen Feuerwehrschläuchen, werden unter anderem in Cuxhaven und im Landkreis Aurich stationiert. Sie sind für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen konzipiert.

Schließlich werden die sechs MTW Behandlung und 18 KTW Typ B ZS den sechs in Niedersachsen stationierten Medizinischen Task Forces des Bundes zugeteilt. Diese Einheiten sind für den Einsatz im Zivilschutz und in der bundeslandübergreifenden Katastrophenhilfe vorgesehen.

metronom

Normaler Betrieb bei metronom, enno und erixx während GDL-Warnstreiks

8. Januar 2024/in Niedersachsen

Tarifabschluss bei NETINERA-Unternehmen sichert regulären Zugbetrieb während Gewerkschaftsstreiks

UELZEN (red). Trotz des Aufrufs zu Warnstreiks durch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ab dem 10. Januar wird der Zugverkehr der Netinera-Unternehmen metronom, enno, erixx und erixx Holstein in Uelzen, Celle und Lübeck nach Plan fortgesetzt. Dies ist möglich dank eines Tarifabschlusses, der bereits im Dezember 2023 erzielt wurde.

Der Zugverkehr der Netinera-Unternehmen metronom, enno, erixx und erixx Holstein in Uelzen, Celle und Lübeck wird trotz des jüngsten Warnstreikaufrufs der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) weiterhin gemäß dem aktuellen Fahrplan abgewickelt. Der Aufruf zu Warnstreiks betrifft diese Unternehmen nicht, da sie Teil des Netinera-Konzerns sind, der bereits am 12. Dezember 2023 einen Tarifabschluss erzielte.

Die GDL hat ihre Mitglieder zu Warnstreiks von Mittwoch, den 10. Januar, 02:00 Uhr, bis Freitag, den 12. Januar, 18:00 Uhr aufgerufen. Diese Streiks könnten zu einem erhöhten Fahrgastaufkommen auf den Linien der Netinera-Gruppe führen. Insbesondere enno appelliert an seine Fahrgäste, bei der Reiseplanung die möglichen Auswirkungen der Warnstreiks zu berücksichtigen.

Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es aufgrund von Warnstreikaktivitäten in den Stellwerken der Deutschen Bahn zu Zugausfällen oder Verspätungen bei den Zügen der Netinera-Gruppe kommt. Fahrgäste sollten sich daher vor Reiseantritt über mögliche Fahrplanänderungen informieren. Aktuelle Informationen können auf den Websites www.der-metronom.de, www.der-enno.de und www.erixx.de, in der FahrPlaner-App und in der DB Navigator-App sowie direkt beim Zugpersonal eingeholt werden.

Hochwasser Unterstützung

Frankreich unterstützt bei Hochwasserbekämpfung in Niedersachsen

4. Januar 2024/in Niedersachsen

39 Einsatzkräfte des französischen Zivilschutzes errichten Mobildeich an der Aller

THÖREN (PM). Im Kampf gegen das Hochwasser erhält Niedersachsen Hilfe aus dem Ausland: Hilfskräfte aus Frankreich haben am heutigen Donnerstag (04.01.2024) im Dorf Thören in der Gemeinde Winsen (Aller) einen mobilen Deich aufgebaut. Frankreich hatte Niedersachsen das Team mit 39 Fachleuten und 16 Fahrzeugen über das EU-Katastrophenschutzverfahren angeboten. Mit dem Einsatz im Landkreis Celle, wo zunächst 600 Meter des insgesamt 1.200 Meter langen Deichsystems verbaut werden sollen, nimmt Niedersachsen erstmals Hilfe aus dem EU-Verfahren in Anspruch.

Niedersachsens Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, Europaministerin Wiebke Osigus und die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, dankten beim Vor-Ort-Termin an der Aller den Einsatzkräften: „Wir bekommen derzeit nicht nur aus Deutschland, sondern auch von unseren europäischen Nachbarn Hilfe angeboten. Das ist ein tolles Zeichen der großen internationalen Solidarität, zumal auch Frankreich zurzeit mit Überschwemmungen zu tun hat“, sagte Innenministerin Daniela Behrens. Neben Frankreich hätten unter anderem Dänemark, Niederlande, Österreich, Schweden, die Slowakei und Ungarn bei weiterem Bedarf Unterstützung angeboten.

Europaministerin Wiebke Osigus sieht in dem Katastrophenschutzverfahren ein Beispiel gelebter europäischer Solidarität. „Dieser Einsatz ist solidarische Zusammenarbeit unter Nachbarn. Wir erleben, dass das Katastrophenschutzverfahren schnell und wirksam greift“, sagte Osigus. Seit 2001 wurde das Verfahren mehr als 700mal aktiviert, 2022 bekämpften beispielsweise italienische Löschflugzeuge in Sachsen-Anhalt Waldbrände im Harz.

  • Frankreich unterstützt bei Hochwasserbekämpfung in Niedersachsen – BGPress 1084810
    Innenministerin Daniela Behrens verschafft sich in Thören (Winsen, Aller) einen Überblick über die Zusammenarbeit mit dem französischen Spezialteam. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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  • Hochwasser Unterstützung
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Ministerpräsident Stephan Weil

Appell von Ministerpräsident Stephan Weil an die niedersächsischen Arbeitgeber

3. Januar 2024/in Niedersachsen

Ministerpräsident richtet sich an Arbeitgeber-, Wirtschafts- und Unternehmerverbänden sowie von den Industrie-, Handels- und der Handwerkskammern in Niedersachsen

HANNOVER (red/PM). Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat sich an die Arbeitgeber und Verbände von Helferinnen und Helfer, die freiwillig in der Hochwasserbekämpfung tätig sind, mit einem Appell gerichtet: „Das neue Jahr hat in Niedersachsen ähnlich schwierig begonnen, wie das letzte geendet hat. Das aktuelle Hochwasser erstreckt sich unverändert über große Teile Niedersachsens und dauert nun schon anderthalb Wochen an.

Die Situation in den Hochwasserregionen ist aktuell kritisch, aber stabil. Das haben wir insbesondere den über 100.000 beruflichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei den Feuerwehren, dem THW und anderen Hilfsorganisationen sowie den spontan hinzukommenden Freiwilligen zu verdanken. Ganz herzlichen Dank dafür!

Viele dieser Menschen arbeiten jetzt schon tagelang mit Billigung ihrer jeweiligen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegen die Wasserfluten an. Tausend Dank dafür und auch für die weitere Unterstützung durch die Unternehmen an vielen Stellen. Dieses großartige und unverzichtbare Engagement der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen werden wir leider auch noch weiter benötigen. Die Lage an einigen Flüssen ist nach wie vor angespannt, neue anhaltende Regenfälle werden erwartet. 

Wir bitten deshalb ganz herzlich alle Unternehmen, ihre in der Hochwasserbekämpfung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den nächsten Tagen und notfalls auch in der nächsten Woche dafür freizustellen, sie zu unterstützen und sie zu ermutigen, weiter mit dabei zu bleiben.

Die Unternehmen haben das Recht, sich die ihnen durch den Ausfall der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehenden Schäden erstatten zu lassen. Das Land Niedersachsen wird versuchen, hierfür einen pragmatischen Weg zu finden.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis  und alles Gute, Gesundheit und Erfolg für 2024!“

Hochwassereinsätze halten Celler Feuerwehr in Atem – Celle Hochwasser 231229

Hochwassereinsätze halten Celler Feuerwehr in Atem

29. Dezember 2023/in Niedersachsen

Seit Weihnachten über 350 Einsätze – Die Hochwasser-Lage am 29. Dezember 2023 in Celle

CELLE (red). Seit dem 1. Weihnachtstag ist die Feuerwehr in Celle unermüdlich im Einsatz, um zahlreiche Einsatzstellen im Zusammenhang mit dem Hochwasser zu bewältigen. Bisher wurden mehr als 350 Einsätze verzeichnet.

In der Spörckenstraße hat die Feuerwehr entscheidende Sicherungsmaßnahmen ergriffen, um das Eindringen des Hochwassers von der Fuhse in das Wohngebiet zu verhindern. Dort wurde eine Schutzbarriere aus Doppelkammerschlauch, Sandsäcken und Bigbacks errichtet. Die Einsatzstelle wurde mittlerweile vom Technischen Hilfswerk (THW) aus dem Saarland übernommen, das mehrere Hochleistungspumpen betreibt, um das Wasser abzupumpen.

Auch in anderen Straßen arbeitet die Feuerwehr hart daran, Sicherungsmaßnahmen umzusetzen, um das Hochwasser daran zu hindern, in die Wohnbebauung einzudringen. Besonders im Stadtteil Neuenhäusen sind ganze Straßenbereiche überschwemmt. Darüber hinaus werden weitere Schutzmaßnahmen ergriffen oder geplant, um kritische Infrastruktur zu schützen und die Altstadt zu sichern. In einigen Gebieten und an einzelnen Gebäuden mussten die Arbeiten aufgrund von nicht durchführbaren Sicherungsmaßnahmen eingestellt werden.

Gestern Abend wurde die Feuerwehr zu einer Wasserrettung gerufen, als eine Person mit ihrem Fahrrad in eine überflutete Bahnunterführung geraten war. Glücklicherweise konnte sich die Person vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst retten.

Die eingerichtete Wachbereitschaft der Feuerwehr wurde bereits zu mehreren Einsätzen außerhalb des Hochwassergeschehens geschickt. Die Feuerwehr setzt ihren Stab fort, um die Einsätze aus dem Feuerwehrhaus im Herzog-Ernst-Ring zu koordinieren und zu leiten. Die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Celle, einschließlich regelmäßiger Besprechungen und Lageerörterungen, bleibt weiterhin bestehen. Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

Daniela Behrens Niedersächsische Innenministerin© Matthias Falk

Statement der Innenministerin Daniela Behrens zum Jahreswechsel

29. Dezember 2023/in Niedersachsen

Innenministerin Daniela Behrens äußert sich über die Hochwasserlage und die Sorgen der Einsatzkräfte

HANNOVER (PM/red). Daniele Behrens zur derzeitigen Situation des Hochwassers: „Nach wie vor müssen wir in Niedersachsen von einer landesweiten Hochwasserlage sprechen. Die Schwerpunkte des Hochwassers haben sich in den vergangenen Tagen mit den Wassermassen vom Südosten in den Nordwesten des Landes verschoben. Dies führt dazu, dass sich die Lage im Südosten Niedersachsens mittlerweile weitgehend stabilisiert hat. In einigen Landkreisen konnte die Zahl der eingesetzten Einsatzkräfte daher schon wieder ein Stück weit reduziert werden. Wir haben es aber auch dort weiter mit ausgesprochen hohen Pegelständen zu tun und viele Gräben, Äcker und Gewässer können kein Wasser mehr aufnehmen – für eine Entwarnung ist es heute also noch zu früh.

Die Hotspots des Hochwassers befinden sich mittlerweile weiter nördlich. Dort ist die Lage durch aufgeweichte Deiche nach wie vor ausgesprochen kritisch und kann sich jederzeit weiter verschärfen. Unsere Einsatzkräfte reagieren darauf mit großer überregionaler Solidarität und Unterstützung, für ihren großartigen Einsatz kann man gar nicht häufig genug ‚Danke‘ sagen!

Das Land koordiniert über das Kompetenzzentrum für Großschadenslagen Unterstützung und hilft betroffenen Kommunen ganz konkret mit der Bereitstellung von Fahrzeugen und Gerätschaften durch das NLBK. In den kommenden Stunden und Tagen könnten auch Hubschrauber der Bundespolizei und der Bundeswehr zum Einsatz kommen, wenn die Lage vor Ort es erfordert. Bund, Land und Kommunen stehen dazu in einem ständigen Austausch und können bei Bedarf schnell reagieren. Ich danke dem Bund und den anderen Bundesländern an dieser Stelle für die große Solidarität in diesen Tagen. Niedersachsen erhält bei der Bewältigung der Lage Unterstützung aus Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und dem Saarland – beispielsweise in Form von Sandsäcken, mobilen Deichsystemen sowie weiteren Geräten und auch Einsatzkräften.

Das kommende Silvesterwochenende wird für den weiteren Verlauf des Hochwassers entscheidend sein. Wir hoffen alle miteinander, dass sich die Niederschläge in Grenzen halten werden und die Situation nicht noch einmal weiter verschärfen. Auch die angekündigten Stürme können sich im schlimmsten Fall negativ auf die Deichsicherheit auswirken.

In meinen Gesprächen mit den Einsatzkräften vor Ort habe ich in den vergangenen Tagen immer wieder zwei Sorgen gehört:

  • Die Sorge vor einer schweren Einsatzlage an Silvester in Kombination mit der Bewältigung der akuten Hochwasserlage
  • Den Ärger über einen grassierenden Katastrophentourismus, den Diebstahl von Sandsäcken, die Beleidigung von Einsatzkräften oder andere Störungen der Hochwasser-Einsätze durch Bürgerinnen und Bürger

Ich finde es sehr bedauerlich, dass man es für einige wenige noch einmal so klar sagen muss: Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gehört es auch, sich gerade in Notsituationen zusammenzureißen und seinen Egoismus hinten anzustellen! Mein Appell an die Niedersächsinnen und Niedersachsen lautet: Lassen Sie unsere Feuerwehrleute, die vielen Mitarbeitenden der Hilfsorganisationen und unsere Helferinnen und Helfer ihre Arbeit machen! Sie opfern ihre Feiertage, damit wir diese Lage gemeinsam bewältigen können! Jede und jeder kann selbst einen kleinen Beitrag zur Entlastung an Silvester leisten, indem er bspw. auf leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerk verzichtet und auf sich und andere Acht gibt. Rufen Sie außerdem bitte nur dann die 112, wenn es sich um einen wirklichen Notfall handelt. Jeder unnötige Einsatz stellt eine weitere Belastung für unsere Einsatzkräfte dar – das gilt grundsätzlich, aber in diesen Tagen ganz besonders.“

Hochwasser

Hochwasser in Niedersachsen: Anhaltende Bedrohung und umfassende Einsatzmaßnahmen

28. Dezember 2023/in Niedersachsen

Ministerpräsident Weil besucht Hochwassergebiete: Betonung auf Solidarität und Notwendigkeit von Klimaschutz

HANNOVER (red). Die Hochwassersituation in Niedersachsen bleibt kritisch, besonders entlang der Mittelweser und den Oberläufen von Aller, Leine und Oker. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz warnt vor weiter steigenden Pegelständen. In Winsen mussten 300 Wohnungen evakuiert werden, und der Serengeti-Park Hodenhagen ist schwer vom Hochwasser getroffen.

Die Hochwasserlage in Niedersachsen stellt eine anhaltende Bedrohung dar, insbesondere entlang der Mittelweser und den Oberläufen wichtiger Flüsse. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist mit weiter steigenden Pegelständen zu rechnen. Die Gemeinde Winsen sah sich gezwungen, 300 Wohnungen zu evakuieren, ein Zeugnis der ernsten Lage.

Der Serengeti-Park in Hodenhagen erleidet ebenfalls massive Schäden, mit großen Teilen des Geländes, die überflutet sind. Ministerpräsident Stephan Weil machte sich vor Ort ein Bild von der Situation und traf sich mit Regierungsbrandmeister Uwe Quante, Bürgermeister Carsten Niemann und Landrat Jens Grote.

In seinen Ausführungen betonte Weil die Dramatik der Situation, die durch riesige Wassermassen und verstärkte Deichanlagen gekennzeichnet ist. Er hob hervor, dass zehntausende Menschen, sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche, sich gegen die Fluten stemmen. Obwohl die Lage als kritisch, aber stabil beschrieben wird, besteht weiterhin Sorge um die Deichanlagen.

Über 100.000 Menschen sind in Niedersachsen im Einsatz gegen das Hochwasser. Weil lobte das Engagement der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren sowie der zahlreichen Hilfsorganisationen und Bürger. Er betonte die gelebte Solidarität in Niedersachsen und appellierte an die Öffentlichkeit, keinen Katastrophentourismus zu betreiben, um die Arbeit der Helfer nicht zu erschweren.

Der Ministerpräsident wies auf die Ungewöhnlichkeit des Hochwassers hin und betonte die Notwendigkeit, sowohl die Hochwasserprävention als auch den Klimaschutz zu intensivieren, um den wachsenden Wetterextremen entgegenzuwirken.

Ministerpräsident Stephan Weil

Hochwasser in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil lobt Einsatzkräfte

26. Dezember 2023/in Niedersachsen

Ministerpräsident Stephan Weil besucht zusammen mit dem Landesbranddirektor Dieter Rohrberg Hochwasserschwerpunkte

HANNOVER (PM.red). Ministerpräsident Stephan Weil äußerte sich bei einem Vorortbesuch zur Hochwasserlage in Niedersachsen. Dabei sprach er seinen besonderen Dank an die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen aus. Ebenfalls wurde das Engagement vieler freiwilliger Bürgerinnen und Bürger erwähnt, die zum Bespiel beim Befüllen von Sandsäcken vor Ort tatkräfig unterstützten. Weil hierzu:

„Die Hochwasserlage in Niedersachsen ist landesweit sehr angespannt. Das war heute das Ergebnis eine Videokonferenz mit Landesbranddirektor Dieter Rohrberg und den Regierungsbrandmeistern. Gemeinsam haben wir uns in der Nähe von Northeim den Dammdurchbruch an der Rhume angesehen, einem normalerweise sehr ruhigem Gewässer. Gewaltige Wassermassen fließen dort jetzt zum Glück in den ‚Großen See‘, der von Stunde zu Stunde noch größer wird.

Die Okertalsperre im Harz ist bereits zu mehr als 100 Prozent gefüllt. Über den Überlauf der Staumauer wird mehr als doppelt so viel Wasser in die Oker abgegeben wie an normalen Tagen. Das belastet die Hinterlieger. Allerdings scheint zumindest vorerst eine weitere Verschlechterung nicht zu drohen.

Auch im Landkreis Hildesheim ist die Lage extrem angespannt. Besonders betroffen sind Sarstedt und Ruthe, dort ist der Katastrophenfall festgestellt worden.

Die Lage ist überall schwierig, aber dank des überragenden Engagements von zehntausenden Feuerwehrleuten und Mitgliedern der Hilfsorganisationen alles in allem aktuell unter Kontrolle. Überall in Niedersachsen sind aus den vorangegangenen Hochwasserlagen erkennbar, die richtigen Schlüsse gezogen worden sind. Es sind die richtigen Hilfsmittel vor Ort und die richtigen Einsatzkonzepte werden verfolgt. Viele der Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren ergriffen wurden, bewähren sich.

Aber leider sind wir noch nicht über den Berg und Entlastungsmaßnahmen an einer Stelle führen anderswo zu einer Verschärfung der Lage. Noch ist dieses Hochwasser nicht vorbei, wir werden einen langen Atem benötigen.

Wir brauchen deswegen auch weiterhin das großartige Engagement all derjenigen, die vielerorts gegen das Hochwasser kämpfen. Mein herzlicher Dank gilt den Haupt- und Ehrenamtlichen der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen in Niedersachsen, aber auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die in großer Zahl mit anpacken, etwa beim Befüllen von Sandsäcken. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement auch weiterhin mit allen ihren Möglichkeiten.“

Frohe Weihnachten

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest

23. Dezember 2023/in Hannover, Niedersachsen, Region Hannover

Genießen Sie die Feiertage und denken Sie auch einmal an unsere vielen Einsatzkräfte, die während der Feiertage für uns immer da sind

Mit dem Heiligen Abend beginnen morgen die weihnachtlichen Festtage für unsere Leserinnen und Lesern. Wir möchten uns ganz herzlich für die anhaltende Treue unserer Leserschaft bedanken und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein paar ruhige und friedvolle Weihnachtstage.

In den derzeit aktuellen laufenden Hochwassereinsätzen zeigen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und anderen Hilfsorganisationen besonders engagiert. Trotz der Feiertage lassen viele dieser Helfer ihre Familien für einige Stunden zurück, um in den betroffenen Gemeinden Unterstützung zu leisten. Dieses Engagement verdient besondere Anerkennung, vorwiegend bei den ehrenamtlichen Kräften, die neben den hauptamtlichen Einsatzkräften einen wesentlichen Beitrag leisten.

In diesem Zusammenhang wird auch an diejenigen gedacht, die von Kriegen betroffen sind. Menschen, die ihre Familien verloren haben, ihre Heimat hinter sich lassen mussten oder einen Neuanfang ohne Besitz starten, stehen im Fokus dieser Gedanken. Die Trauer vieler Familien in Kriegsgebieten um ihre Gefallenen und Getöteten wird ebenfalls nicht vergessen.

Trotz der Herausforderungen und manchmal schwierigen Umstände wünschen die Redaktion allen Menschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Die Gesundheit und das Wohlergehen aller stehen dabei im Vordergrund.

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