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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Intensivverlegung

Bislang 750 Verletzte aus ukrainischen Kriegsgebieten in Deutschland behandelt

1. Juni 2023/in Panorama

Deutschland hat innerhalb der EU bislang die meisten Patientinnen und Patienten aufgenommen

BONN (PM).Mit dem Transport vom 31. Mai 2023 sind bisher 750 Verletzte aus der Ukraine und angrenzenden Staaten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Das ist ein bedeutender Teil der umfangreichen zivilen Hilfeleistungen, die Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine leistet.

In der EU und weiteren unterstützenden Staaten wurden insgesamt bislang rund 2.250 Patientinnen und Patienten aus der Ukraine aufgenommen. Deutschland hat dabei vor Norwegen (rund 250), Polen und Spanien (beide rund 230) die meisten Verletzten übernommen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Wir stehen weiter eng an der Seite der Ukraine, die sich gegen den brutalen russischen Angriffskrieg verteidigen muss. Wir wollen gerade in größter Not helfen. Deshalb haben wir inzwischen 750 zum Teil sehr schwer verletzte und verwundete Menschen aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland geflogen, damit sie bei uns die bestmögliche medizinische Behandlung erhalten.

Hinter den erfolgreichen Evakuierungen stehen komplexe Abstimmungsprozesse zwischen Ländern und Hilfsorganisationen, die den schnellen Transport und die dringend notwendigen Behandlungen erst möglich machen. Dies gelingt dank des unermüdlichen Einsatzes aller nationalen und internationalen Partner. Ich danke den vielen Helferinnen und Helfern herzlich für den großen Einsatz und dem BBK für die erfolgreiche Koordinierung der Patienten-Transporte.“

Im Auftrag des Bundes nimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Hilfeleistungsersuche der Ukraine oder ihrer Nachbarstaaten auf und koordiniert neben Hilfsgütertransporten die Evakuierung Übernahme von Verletzten und Erkrankten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten erfolgt in Deutschland nach dem Kleeblattkonzept. Dabei sind die 16 Bundesländer in fünf Regionen aufgeteilt, ähnlich angeordnet wie die Blätter eines Kleeblattes. Jedes Kleeblatt verfügt über eine Koordinierungsstelle, um Patientinnen und Patienten in den Kleeblättern so zu verteilen, dass Überbelegungen vermieden werden. Zusätzlich zu diesen fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland ist das BBK direkt nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine als sechste Koordinierungsstelle etabliert worden. Die Evakuierten werden durch die deutschen Kliniken und Krankenhäuser ihren medizinischen Bedarfen nach spezialisiert versorgt.

Verlässliche nationale und internationale Partnerschaften für medizinische Evakuierungen

Um größere Gruppen von Verletzten und Erkrankten aus der Ukraine transportieren und versorgen zu können, stehen verschiedene Partner zur Verfügung. Derzeit werden die medizinischen Evakuierungsmissionen (MEDEVAC) in Kooperation mit Norwegen mithilfe einer Boeing 737-700 durchgeführt. Diese wird entsprechend der jeweiligen medizinischen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten konfiguriert, um eine Versorgung auch in der Luft zu gewährleisten.

Auch der Flug am 31. Mai 2023, der weitere fünf Patientinnen und Patienten und drei Begleitpersonen nach Deutschland brachte, erfolgte in Zusammenarbeit mit Norwegen. Nach der sicheren Landung sind die Patientinnen und Patienten über das Kleeblatt West auf Krankenhäuser verteilt worden.

DRK-Bundestarifgemeinschaft erzielt Einigung mit ver.di – Christian Reuter Henning Schacht DRK

DRK-Bundestarifgemeinschaft erzielt Einigung mit ver.di

17. Mai 2023/in Panorama

Tarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen

BERLIN (PM). Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sich am 15. Mai 2023 in der zweiten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di auf einen Tarifabschluss für die Entgeltrunde 2023 geeinigt.

„Wir freuen uns, dass wir nach sehr konstruktiven Gesprächen ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis erzielt haben“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Ich sehe das DRK und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit für die Zukunft gut aufgestellt“.

Die Verhandlungspartner einigten sich in den Gesprächen auf die Auszahlung eines steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsgeldes in Höhe von insgesamt 3.000 Euro. Einmalig erhalten die Beschäftigten im August 2023 1.200 Euro, anschließend monatlich 200 Euro im Zeitraum September 2023 bis Mai 2024. Zudem erhöhen sich ab 1. Juni 2024 die Tabellenentgelte aller Beschäftigten um 200 Euro. Zusätzlich gibt es eine weitere Erhöhung der um 200 Euro erhöhten Entgelte um 6,0 Prozent.

„Mit dem neuen Vertrag reagieren wir auch auf die aktuell angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland, die für viele Menschen im DRK eine Herausforderung darstellt“, sagt Reuter. „Mit der Neuregelung wollen wir sicherstellen, dass alle unsere Beschäftigte zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Dafür sind wir bis an die finanzielle Grenze und darüber hinaus gegangen“.

Neben den Regelungen für Festangestellte sieht der Tarifvertrag auch eine Aufwertung für die Auszubildenden und Praktikantinnen und Praktikanten vor: Diese erhalten das vereinbarte Inflationsausgleichsgeld im August 2023 in Höhe von 600 Euro sowie von September 2023 bis Mai 2024 in Höhe von 130 Euro je Monat. Weiterhin werden die Entgelte der Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten ab 1. Juni 2024 um 160 Euro erhöht. Zudem wird nun die Zeit der Ausbildung bei der Stufenzuordnung berücksichtigt. „Das ist ein echtes Novum und zeigt, wie wichtig es uns ist, ein attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen zu sein und diese zu fördern“, sagt Reuter.

Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 26 Monaten, ist also bis 31. Mai 2025 gültig. Der Tarifvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien bei ver.di und der Bundestarifgemeinschaft des DRK.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt Arbeitgeber des DRK mit insgesamt rund 43.500 Beschäftigten. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern erfasst.

Kraftstoffpreise - Zapfsäule mit vier Zapfhähnen

Benzinpreis steigt spürbar an

5. April 2023/in Panorama, Verkehr

Differenz zwischen Benzin- und Dieselpreis auf fast elf Cent gewachsen

MÜNCHEN (PM). Der Benzinpreis ist binnen Wochenfrist laut aktueller ADAC Auswertung kräftig gestiegen. Ein Liter Super E10 kostet im bundesweiten Mittel 1,802 Euro und damit 3,3 Cent mehr als in der Vorwoche. Demgegenüber nur leicht verteuert ist Diesel-Kraftstoff. Der Preis für einen Liter liegt im Schnitt bei 1,693 Euro – ein Plus von 0,4 Cent.

Der Preisanstieg bei Benzin ist laut ADAC auf die Verteuerung von Rohöl zurückzuführen. Gegenüber der Vorwoche ist Rohöl der Sorte Brent um rund sieben US-Dollar gestiegen – eine Folge der Ankündigung der OPEC+, ab Mai die Ölförderung drosseln zu wollen. Auch wenn die aktuelle Verteuerung an den Zapfsäulen dem Ölpreisanstieg geschuldet ist, bieten die Spritpreise weiterhin Spielraum für Preissenkungen.

Die Spanne zwischen Benzin und Diesel hat sich mit der aktuellen Preisentwicklung weiter normalisiert. Mittlerweile kostet ein Liter Diesel im Mittel 10,9 Cent weniger als Super E10. Die Steuerlast auf einen Liter Diesel liegt gut 20 Cent niedriger als auf einen Liter Super E10.

Die günstigste Zeit zum Tanken sind die Abendstunden. ADAC Auswertungen zeigen, dass die Kraftstoffpreise vor allem zwischen 18 und 22 Uhr niedrig sind. Morgens tanken kann richtig teuer werden, denn dann kostet Kraftstoff durchschnittlich rund 15 Cent je Liter mehr.

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Zeckengefahr

Deutsche Rote Kreuz informiert über Zeckengefahr

29. März 2023/in Panorama

Der DRK-Bundesarzt informiert über Zeckenrisiko

BERLIN (PM). Der Frühling kommt und mit ihm die Zeckenzeit. Trotz ihrer winzigen Körper stellen sie in manchen Fällen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt deshalb vor einer steigenden Gefahr durch Zeckenstiche. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv, obwohl die eigentliche Saison erst ab Mai beginnt. „Sobald die Temperaturen anfangen zu steigen, sollte man vorsichtig sein“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Bernd Böttiger.

Mehr Zecken heißt erhöhtes Risiko für den Menschen. Denn durch Zeckenstiche können zwei gefährliche Erkrankungen übertragen werden: Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. FSME kann zu einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks führen. „In sehr seltenen akuten Fällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden“, warnt Prof. Böttinger. FSME werde häufig unterschätzt. „Eine Impfung schützt vor der Krankheit“, sagt Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uni-Klinik Köln ist.

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es 2021 insgesamt 390 FSME-Erkrankungen. Eine Abnahme von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 712 Fälle ermittelt wurden. Häufiger als FSME ist aber Borreliose. Rechtzeitig diagnostiziert, kann Borreliose glücklicherweise auch mit Antibiotika behandelt werden.

Zu den Symptomen zählen Hautrötungen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit. „Was einen Zeckenstich so tückisch macht, ist, dass die Symptome in manchen Fällen erst einige Tage bis Wochen später auftreten“, sagt Prof. Böttiger. Bei einem Besuch im Freien empfiehlt es sich deshalb, freie Körperstellen zu bedecken und helle Kleidung zu tragen. So sind Zecken schneller erkennbar. „Lange Hosen und Ärmel bieten bei Wanderungen über Wiesen sowie durch Gebüsch und Unterholz einen guten Schutz“, sagt Prof. Böttiger. Dabei sollten die Hosen in die Socken gesteckt werden. „Zeckenschutzspray hilft zwar, bietet aber keine 100-prozentige Sicherheit. Nach Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen sollte man unbedingt den Körper nach Zecken absuchen. Insbesondere im Bereich der Achselhöhlen und Leistenbeugen.“

Sollte sich eine Zecke gefunden haben, empfiehlt der DRK-Bundesarzt, diese mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte zu entfernen. Beides gibt es in Apotheken zu kaufen. „Die Zecke sollte dabei ganz vorn an der Haut angefasst und langsam senkrecht nach oben herausgezogen werden.“ Wichtig sei: Nicht die Zecke zerquetschen oder drehen, das führe gegebenenfalls dazu, dass die Sekrete ausgeschieden werden, in denen sich die Erreger befinden. Die Zecke muss möglichst im Ganzen entfernt werden. Gelingt die Entfernung nicht vollständig sowie bei Auftreten von Entzündungszeichen, einem kreisrunden Hautausschlag, der sich um die Einstichstelle bildet, sollte man direkt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Oster-Kolonne kommt in Fahrt – Staubild

Oster-Kolonne kommt in Fahrt

27. März 2023/in Verkehr, Panorama

ADAC Stauprognose für 31. März bis 2. April / Zehn Bundesländer starten in die Ferien

MÜNCHEN (PM). Wer an diesem Wochenende unterwegs ist, wird dem Stau kaum entgehen. Zehn Bundesländer und einige Nachbarstaaten starten in die Osterferien, was auf den Ballungsraum-Autobahnen und den wichtigsten Reiserouten am Freitagnachmittag und Samstag zu teilweise starkem Verkehr führen wird.

Die Schulen schließen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bremen und Niedersachsen sind schon seit einer Woche in den Ferien.

Die meisten Urlauber fahren in die Alpen, in südliche Länder oder an die Küsten. Die Reisespitzen erwartet der ADAC am Freitagnachmittag, am Samstag und Sonntag jeweils vormittags und nachmittags bis in die Abendstunden.

Das sind die besonders belasteten Strecken in Deutschland:

• A 1 Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
• A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
• A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin
• A 3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
• A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
• A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
• A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
• A 7 Hamburg – Flensburg
• A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A 9 Berlin – Nürnberg – München
• A 10 Berliner Ring
• A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen•
• A 93 Inntaldreieck – Kufstein
• A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
• A 99 Umfahrung München

Auf den Fernstrecken der benachbarten Alpenländer herrscht zeit- und abschnittsweise ebenfalls lebhafter Verkehr. Unter anderem beginnen nun in allen österreichischen Bundesländern die Ferien. Dasselbe trifft auf einige Schweizer Regionen zu. Staugefährdet sind Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route. Die Bundesstraßen in und aus den Wintersportzentren sind phasenweise ebenfalls überfüllt. Wartezeiten von rund 30 Minuten sind an den Hauptgrenzübergängen einzukalkulieren.

Warnstreiks

Tarifrunde öffentlicher Dienst: Bundesweite Warnstreiks auch im Gesundheitswesen

10. März 2023/in Panorama

Heftiger Protest und Widerstand insbesondere im Gesundheitswesen

BERLIN (PM). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft im Rahmen der Tarifrunde im öffentlichen Dienst bundesweit Beschäftigte von Krankenhäusern, Psychiatrien, Pflegeeinrichtungen und dem Rettungsdienst für Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. März 2023, zu Warnstreiks auf. 

Die Beschäftigten protestieren gegen das von Bund und Kommunen Ende Februar in der zweiten Tarifverhandlungsrunde vorgelegte Angebot, das deutliche Kaufkraftverluste bedeuten würde. Außerdem fordern die Arbeitgeber auch noch Sonderopfer von Beschäftigten in den Kliniken und der Altenpflege. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen diese auf Lohn verzichten, wenn es dem Betrieb wirtschaftlich schlecht geht. „Das Ansinnen der Arbeitgeber, über einen Zusatztarifvertag Gehaltskürzungen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu ermöglichen, ist eine echte Provokation und führt zu heftigen Protesten und Widerstand insbesondere im Gesundheitswesen“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. „Ein solches Sonderopfer wird es mit uns nicht geben.“

„Das Angebot ist schlicht respektlos“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Die Beschäftigten im Gesundheitswesen haben in der Corona-Pandemie alles gegeben, sie waren extremen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Und zum Dank wollen die Arbeitgeber nun Gehälter kürzen können? Die Kolleginnen und Kollegen werden ihre Empörung auf die Straße tragen.“ Unter dem Motto „Gesundheit ist Gold wert und wir sind es auch“ bekräftigen die Beschäftigten mit den bundesweiten Branchen-Warnstreiks die ver.di-Forderung nach 10,5 Prozent, monatlich mindestens 500 Euro mehr Geld. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen.

Zum Hintergrund: Die VKA hat in ihrem ersten Angebot vom 23. Februar 2023 vorgeschlagen, den sogenannten Tarifvertrag zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser, kurz TV ZUSI, sowie den Tarifvertrag Soziale Dienste für die Altenpflege und Altenhilfe wieder in Kraft zu setzen. Wenn diese Tarifverträge im konkreten Fall angewendet würden, könnten Kliniken bis zu sechs Prozent, Arbeitgeber in der Altenpflege bis zu fünf Prozent weniger Lohn zahlen.

Informationen zu allen Forderungen in der Tarifrunde öffentlicher Dienst 2023 gibt es unter: www.zusammen-geht-mehr.verdi.de/

 

Bei der Post droht unbefristeter Streik – Streik Post

Bei der Post droht unbefristeter Streik

9. März 2023/in Panorama

Urabstimmung Tarifrunde Post AG: ver.di-Mitglieder lehnen Angebot der Arbeitgeber ab

BERLIN (PM). In der nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG eingeleiteten Urabstimmung haben sich die ver.di-Mitglieder des Unternehmens für die Ablehnung des von den Arbeitgebern vorgelegten Angebotes entschieden.

In der Urabstimmung votierten 85,9 Prozent der Befragten gegen das Angebot und für einen unbefristeten Streik, damit wurde das Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen. Die Deutsche Post hat ver.di heute zur erneuten Aufnahme der Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Verhandlungen werden am Freitag, dem 10. März 2023, fortgesetzt.

„Dieser Forderung kommt ver.di nach. Die Deutsche Post AG steht jetzt in der Verantwortung, durch eine deutliche materielle Verbesserung des abgelehnten Angebots einen unbefristeten Streik abzuwenden“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

„Das Ergebnis der Urabstimmung zeigt die Entschlossenheit unserer Mitglieder, für ein gutes Tarifergebnis zu kämpfen“, so Kocsis weiter. „Die Arbeitgeber sind gut beraten, dieses Votum sehr ernst zu nehmen.“

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Bei der DP AG sind fast 90 Prozent der Tarifbeschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 3 eingruppiert. Das Monatsgrundentgelt in diesen Entgeltgruppen beträgt zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto. Diese Tarifbeschäftigten sind im besonderen Maße von der hohen Inflation betroffen, da sie einen großen Anteil ihres Nettoeinkommens für Nahrungsmittel und Energie aufbringen müssen.

Helferin des Technischen Hilfswerks

Weltfrauentag 2023 beim Technischen Hilfswerk

7. März 2023/in Panorama

Männer und Frauen packen beim THW gemeinsam an

BONN (PM). Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) nutzt den Weltfrauentag am 8. März 2023, um für die Thematik der Gleichstellung zu sensibilisieren und um auf weiteren Veränderungsbedarf aufmerksam zu machen. „Im THW ist der Anteil an haupt- und ehrenamtlichen weiblichen Angehörigen kontinuierlich gestiegen, allerdings sind Frauen nach wie vor im THW unterrepräsentiert: im Ehrenamt deutlich stärker als im Hauptamt.

Das wollen wir ändern und daher möchte ich besonders die männlichen THW-Angehörigen dazu einladen, sich ebenfalls für Gleichstellung und für die Erhöhung des Frauenanteils im THW-Ehrenamt einzusetzen“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

„Wir sollten uns immer vor Augen halten, was es zu gewinnen gilt: Mehr Gerechtigkeit, Respekt und Wertschätzung schaffen eine Umgebung, in der alle nach ihren Fähigkeiten gefördert werden. In einem guten Team agieren alle auf Augenhöhe und können sich aufeinander verlassen. In Ausnahmesituationen, in denen THW-Angehörige oft agieren müssen, ist das existentiell. Auch können Momente der gemeinsamen Hilfsbereitschaft lebenslang zusammenschweißen. Als moderne Hilfsorganisation wollen wir dieses Miteinander aller Geschlechter pflegen und weiter ausbauen“, antwortet Sabine Lackner, die THW-Vizepräsidentin auf die Frage, warum es sich für alle im THW lohnt, sich für Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

Befragt, wie sich ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende für die Stärkung von Frauen in ihren Einflussbereichen stark machen können, erläutert Sabine Lackner: „Wir alle können unseren Beitrag zur Gleichstellung leisten, indem wir Dinge in unserem eigenen Alltag überdenken und hinterfragen. Oft kommen dabei unorthodoxe Ideen und kreative Lösungen heraus. Beispielsweise als Ausbilder und Mentoren können aufgeschlossene, erfahrene THW-Helfer einen echten Unterschied für unsere Helferinnen machen. Wer Frauen im THW-Alltag fördert, macht ihnen Mut, auch schwierige Aufgaben zu übernehmen und sich langfristig an das THW zu binden. Wir wollen veraltete Rollenbilder in der Vergangenheit belassen und uns zukunftsfähig aufstellen, es besser machen, als früher. Damit tragen wir auch der Tatsache Rechnung, dass die Hälfte unserer Bevölkerung weiblich ist“. Präsident Friedsam ergänzt: „Wir müssen die Frauen erreichen, wenn wir als THW auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Bevölkerungsschutz spielen wollen.“

Was Sabine Lackner in ihrer Position als Vizepräsidentin des THW tut, um den Frauenanteil in der Einsatzorganisation zu steigern, beantwortet sie so: „Das THW verfügt inzwischen über rund 11.350 weibliche Einsatzkräfte, was gut 16 Prozent entspricht. Im Hauptamt liegt der Anteil an weiblichen Beschäftigten bei 41 Prozent. Wir wissen, dass wir noch einen Weg vor uns haben. Zunächst müssen wir die Anliegen von Frauen ernst nehmen. Beim jüngsten Helferinnentag im Mai 2022 habe ich mit Frauen und Mädchen aus ganz Deutschland über ihre Anliegen gesprochen. Ein Fazit für mich ist, dass wir die Rahmenbedingungen für Frauen weiter verbessern müssen. Da geht es auch um unsere Kultur des Miteinanders. Gleiche Anerkennung für gleiche Arbeit muss selbstverständlich sein. Auch brauchen wir mehr Flexibilität, um Beruf, Familie und Ehrenamt im THW besser vereinbaren zu können. Dafür setze ich mich ein und betone, dass diese Veränderungen natürlich nicht nur Frauen zugutekommen.“

Ein weiteres Anliegen von Vizepräsidentin Lackner ist die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Was sie sich davon verspricht: „Frauen möchten nicht nur in den traditionell eher ‚weiblich‘ besetzten Aufgabenfeldern wie die Betreuung der THW-Jugend, das Führen der Küche oder mit Verwaltungsaufgaben betraut werden. Nein, Frauen wollen das THW in allen Bereichen mitgestalten und tun dies bereits. Häufig sind es in den THW-Ortsverbänden Frauen, die sich überdurchschnittlich viel einbringen, Zusatzfunktionen übernehmen, überall aktiv sind, wo sie gerade gebraucht werden. Wir wollen ihre Führungsqualitäten besser nutzen und zwar im Haupt- und im Ehrenamt.“

Gefragt, wie sie den Weltfrauentag in Bezug zum THW als international tätige Bevölkerungsschutzorganisation einordnet, antwortet sie: „Frauenrechte sind Menschenrechte. In Deutschland sind wir sehr privilegiert, aber auch hier gibt es weiterhin Sexismus, Diskriminierung und Gewalt. Chancengleichheit in allen Bereichen des Lebens muss selbstverständlich werden, denn Gerechtigkeit ist der Gegenpol zu Neid und Hass. Da spielt es keine Rolle, wo auf der Welt man sich befindet. Als THW sind wir uns unserer Vorbildfunktion durchaus bewusst und fördern in verschiedenen Auslandsprojekten gezielt Frauen wie beispielsweise in Jordanien oder der Region Kurdistan-Irak.“

Präsident Friedsam erläutert: „Für einen zukunftsfähigen Bevölkerungsschutz müssen wir weiterwachsen und nicht nur in unseren Fähigkeiten, sondern auch zahlenmäßig stärker werden. Wenn sie sich wohl fühlen, finden Frauen im THW spannende Aufgaben, egal ob im Haupt- oder Ehrenamt. Damit Frauen ankommen und bleiben, sind wir alle gefragt, diese Atmosphäre von Anerkennung und Gleichstellung zu schaffen“. Vize-Präsidentin Lackner ergänzt: „Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch unabhängig von Geschlecht oder Fähigkeit ein Gewinn für das THW ist und dass unterschiedliche Blickwinkel unsere Arbeit bereichern. Gemeinsam mit unseren Kameraden, die Anpacken ebenfalls gewohnt sind, wird es gelingen, Demokratie und Gleichberechtigung in jedem Winkel des THW zu etablieren. Dafür setze ich mich heute und morgen mit vollem Elan ein!“

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit mehr als 85.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.jetzt.thw.de.

Klimastreik Demo© Matthias Falk

Über 220.000 Teilnehmende bei Klimastreiks in ganz Deutschland

3. März 2023/in Panorama

Bundesweite Klimademos von Fridays for Future an über 250 Orten

HANNOVER (PM). Allein in Deutschland gingen heute über 220.000 Menschen mit Fridays for Future anlässlich des zwölften Globalen Klimastreiks auf die Straße. In über 250 Orten fanden Aktionen statt, weltweit wurde und wird auf allen Kontinenten demonstriert. 

Die Bundesregierung verfehlt konsequent ihre Klimaziele, deswegen fordert die Bewegung einen Plan zur Einhaltung der Klimaziele und konkrete Maßnahmen, vor allem im Verkehrssektor. Dazu gehören eine Verdopplung des ÖPNV bis 2030, sowie bessere Arbeitsbedingungen und Löhne für Beschäftigte.

„Ein Drittel aller deutschen Emissionen, keine Besserung in Sicht, Schlusslicht in Sachen Klimaschutz – die Lage im FDP-Verkehrsministerium ist mehr als prekär. Verantwortlich dafür ist die katastrophale Verkehrspolitik der letzten Jahre, die Verkehrsminister Wissing bisher nahtlos weiter führte. Hunderttausende Menschen haben ihm heute gezeigt: Er muss jetzt dringend Prioritäten setzen: Emissionen senken, anstatt die Autolobby zu hofieren!“ sagt Darya Sotoodeh, bundesweite Sprecherin von Fridays for Future.

In Berlin demonstrierten bis zu 20.000, in Hamburg 12.000, in München streikten 32.000 Menschen gemeinsam mit ver.di. In zahlreichen weiteren Orten demonstrierten ebenfalls Tausende Menschen für konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion.

„Wir waren heute mit Verbänden, Kirchen und der Gewerkschaft Verdi in der gesamten Republik an mehr als 250 Orten auf den Straßen. Wissing und die gesamte Bundesregierung stehen in der Verantwortung, Freiheit durch bezahlbare und saubere Mobilität für alle Menschen zu schaffen! Über 250.000 Menschen haben heute gezeigt: Wir lassen nicht locker, die Menschen wollen endlich echten Klimaschutz!“ sagt Annika Rittmann.

Cell Broadcast

Cell Broadcast – als weiteres Warnmittel etabliert

23. Februar 2023/in Panorama, Niedersachsen

Warnmittel bundesweit ab 23. Februar für geeignete Handys verfügbar


BONN (PM). Nach dem erfolgreichen Probebetrieb am Warntag 2022 geht Cell Broadcast jetzt am 23. Februar 2023 endgültig in den Wirkbetrieb. Nun können auch alle Lagezentren der Bundesländer eine Warnung über Cell Broadcast zusätzlich zu den bereits existierenden Warnmitteln auslösen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht.

Vorteile von Cell Broadcast

Cell Broadcast ist eine Warnnachricht, die direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt wird. Über kein anderes Warnmittel können mehr Menschen erreicht werden. Cell Broadcast stellt so eine wichtige Erweiterung der in Deutschland verwendeten Warnmittel wie z.B. Sirenen, Radio und Fernsehen, Warn-Apps oder digitale Stadtinformationstafeln dar.

Für Cell Broadcast-Warnungen wird eine Standardtechnologie des Mobilfunknetzes genutzt: Handys und Smartphones registrieren sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der Vorteil dabei ist, dass so alle Personen anonym erreicht werden können. Der hierfür erforderliche Datenverkehr wird auch durch ein erhöhtes Aufkommen an Mobilfunkgesprächen nicht beeinflusst. So funktioniert Cell Broadcast auch in stark ausgelasteten Netzen.

Der Deutsche Feuerwehrverband zu der neuen Warntechnik

Ab heute ist es möglich, Warnnachrichten – etwa bei Unwetter, Überflutung oder Rauchentwicklung – auf das Mobiltelefon zu schicken und damit mehr Menschen zu warnen. „Wir begrüßen diese wichtige Ergänzung im Warnmittelmix! In einer sehr mobilen Welt können damit auch Menschen erreicht werden, die auf der Durchreise sind oder denen die anderen Warnmöglichkeiten wie NINA und KATWARN nicht bekannt waren. Dies ist ein Stück mehr Sicherheit für die Bevölkerung“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Cell Broadcast erfordert keine aktive Anmeldung und erweitert die bisher verwendeten Warnmittel wie Sirenen, Radio und Fernsehen, Warn-Apps oder digitale Stadtinformationstafeln.

„Nun können auch alle Lagezentren der Bundesländer eine Warnung über Cell Broadcast zusätzlich zu den bereits existierenden Warnmitteln auslösen“, informiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heute. Vor einem Jahr war durch die Bundesnetzagentur die entsprechende Technische Richtlinie erlassen worden. Innerhalb eines Jahres hatten die Mobilfunknetzbetreiber die Cell Broadcast-Technologie einbauen müssen. Beim bundesweiten Warntag am 8. Dezember 2022 war der Probebetrieb erfolgreich getestet worden.

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