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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Deutschland nimmt 500ste Kleeblatt- Verlegung aus der Ukraine auf – MEDEVAC 220922 BBK

Deutschland nimmt 500ste Kleeblatt- Verlegung aus der Ukraine auf

22. September 2022/in Panorama

BONN (PM). Das im Rahmen des Ukrainekrieges geschaffene sogenannte sechste Kleeblatt des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert seit nunmehr über einem halben Jahr erfolgreich Evakuierungen von Verletzten und Verwundeten aus der Ukraine. Dies ist Teil der Hilfeleistungen Deutschlands im Rahmen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

In einer medizinischen Evakuierungsmission (MEDEVAC) am 21.09.2022 wurde gemeinsam mit weiteren Patientinnen und Patienten der 500ste erfolgreich nach Deutschland geflogen, um hier in einem Krankenhaus medizinisch behandelt zu werden. Der Flug erfolgte im Rahmen des deutschen Engagements im EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) gemeinsam mit dem UCPM-Partner Norwegen. Diese erfolgreiche und enge Kooperation für gemeinsame Flugmissionen besteht schon seit mehreren Wochen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Kleeblattmechanismus

In Deutschland werden die Patientinnen und Patienten über den sogenannten Kleeblattmechanismus aufgenommen und verteilt. Im Frühjahr 2020 wurde das Kleeblatt-Konzept für die strategische Patientenverlegung von an COVID-19 erkrankten Intensivpatientinnen und -patienten etabliert. In Deutschland gibt es fünf Kleeblattregionen. Diese basieren entweder auf dem Zusammenschluss mehrerer Bundesländer oder bilden aufgrund ihrer Größe ein eigenständiges Kleeblatt. Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine wurde das Konzept erweitert und dieser Mechanismus wird nunmehr für die Evakuierung und Versorgung von ukrainischen Verletzten und Verwundeten genutzt.

Die Koordination der Patiententransporte aus der Ukraine nach Deutschland erfolgt über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dort werden Hilfeleistungsgesuche der Ukraine oder ihrer Anrainerstaaten aufgenommen. Es kommt der Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) zum Tragen. Innerhalb des Bundesgebiets werden im Einzelnen die Verfahren und Steuerungsmechanismen des sog. Kleeblattkonzepts genutzt. Zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland wurde das BBK im Rahmen des Ukraine-Kriegs als sechstes Kleeblatt etabliert. In dieser Rolle koordiniert das BBK den Transport und die Übernahme von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolgt anschließend gemeinsam mit den Kleeblattpartnern.

Es wurden somit bislang über 500 Patientinnen und Patienten aufgenommen. Diejenigen, die bereits in Deutschland sind, werden hier erfolgreich durch verschiedenste Kliniken und Krankenhäuser ihren medizinischen Bedarfen nach spezialisiert versorgt. Hierzu zählen verschiedenste Verletzungsmuster und andere Krankheitsbilder.

Starker Partner Norwegen – Zusammenarbeit beim Transport

Derzeit werden die Evakuierungsmissionen in Zusammenarbeit mit Norwegen durchgeführt. Norwegen ist einer der Partner, mit denen Deutschland im Rahmen von medizinischen Evakuierungen kooperiert. Die MEDEVAC-Missionen werden mit einer Boeing 737-700 durchgeführt, die für Evakuierungen unterschiedlich und den jeweiligen medizinischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entsprechend konfiguriert werden kann.

Die letzten Wochen der Zusammenarbeit haben die Optimierung der Prozesse ermöglicht. Bislang konnten rund 200 der evakuierten Patientinnen und Patienten im Rahmen dieser Kooperation nach Deutschland transportiert werden. Norwegen engagiert sich neben den Flügen für andere Mitglieds- und Partnerstaaten auch selbst durch Behandlungen von Patientinnen und Patienten.

Neben Norwegen stehen noch weitere zuverlässige Partner zur Verfügung. Bis vor Kurzem unterstützte die Bundeswehr mit einer nunmehr außer Dienst gestellten A310-MEDEVAC-Maschine die Evakuierungen nach Deutschland.

Aufgrund dieses gemeinsamen und unermüdlichen Einsatzes sowie der fortbestehenden Hilfsbereitschaft aller nationalen und internationalen Partner kann die Ukraine auch weiterhin beim Transport und der Versorgung von Verletzten und Erkrankten unterstützt werden. Deutschland als leading nation im Bereich medizinischer Evakuierungen im Rahmen des UCPM wird auch weiterhin sich im Rahmen über den Kleeblattmechanismus engagieren.

Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet – Nosferatu Spinne NABU Robert Pfeifle

Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet

20. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Innerhalb weniger Jahre hat sich die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatuspinne in fast ganz Deutschland ausgebreitet. Das zeigen erste Ergebnisse eines Meldeaufrufs des NABU und des Beobachtungsportals NABU-naturgucker.de.

Die Nosferatuspinne kommt bei uns fast ausschließlich in Gebäuden vor. In Deutschland wurde die Art erstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Bis Sommer 2022 waren bei NABU-naturgucker.de bereits 500 Beobachtungen registriert – zwei Wochen nach Start des NABU-Aufrufs sind es nun rund 16.000. Vom großen Echo zeigt sich NABU-Experte Dr. Roland Mühlethaler überrascht: „Das Thema hat bei den Medien ebenso gezündet wie beim Publikum. Ein Grund ist sicher die Nähe der Art zum Menschen und ihre imposante Größe. Dazu kommt noch ein gewisser Gruselfaktor, die Benennung nach einem Stummfilm-Vampir regt zusätzlich die Fantasie an.“

Auch wenn es inzwischen Meldungen aus allen Winkeln der Republik gibt, liegen die Verbreitungsschwerpunkte unverändert im Süden und Westen. Vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr kommt die Nosferatuspinne nahezu flächendeckend vor. Nach Norden und Osten dünnen die Nachweise merklich aus. „Unser Meldeaufruf gilt daher weiter“, betont Mühlethaler. „Wir freuen uns über jede zusätzliche Beobachtung über www.NABU.de/Nosferatu. Besonders wertvoll sind dabei Belegfotos, denn so lässt sich die Art sicher nachweisen. Das gilt für alle Regionen, besonders aber für den Osten der Republik. So liegt aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erst je ein Fotobeleg vor.“

Sie wird zwar gelegentlich auch im Freiland gefunden, spätestens im Herbst zieht es die wärmebedürftige Nosferatuspinne, wie viele andere Spinnenarten auch, aber nach drinnen. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern gehört sie zusammen mit der Hauswinkelspinne zu den größten Gebäudebewohnerinnen. Die Nosferatuspinne kann spürbar zubeißen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Der Biss ist vergleichbar mit einem leichten Insektenstich. Als nächtliche Jägerin hält die Nosferatu im Haus den Bestand an Fliegen und anderen Insekten klein.

Hintergrundinformationen
Bis zum 15. September wurden aufgrund des Aufrufs fast 16.000 Beobachtungen der Nosferatuspinne unter www.NABU.de/Nosferatu eingetragen. Die Überprüfung von 7900 Bildern zeigte, dass 84 Prozent der Bestimmungen korrekt waren. Etwas mehr als die Hälfte der Fehlbestimmungen entfiel auf die Große Hauswinkelspinne und weitere Winkelspinnen; diese Arten sehen der Nosferatuspinne am ähnlichsten.

Rotes Kreuz: Erste Hilfe an Schulen stärken – Erste Hilfe Jörg F. Müller DRK

Rotes Kreuz: Erste Hilfe an Schulen stärken

9. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Niemand ist zu klein, um zu helfen – unter diesem Motto rufen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und sein eigenständiger Jugendverband, das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 10. September 2022 dazu auf, die Vermittlung von Erste-Hilfe-Inhalten an Schulen weiter zu stärken.

„In Notsituationen kann jede Sekunde entscheidend sein. Deshalb ist nicht wichtig wer hilft, sondern dass es Hilfe gibt: Menschen, die hinsehen und sofort handeln, wenn andere in Not sind. Das ist der Grundgedanke der Ersten Hilfe. Und auch Kinder können in Notfallsituationen bereits effektiv unterstützen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

„Die Schule als Lern- und Lebensort muss sicherer werden“, sagt Marcel Bösel, JRK-Bundesleiter. Die Gesamtzahl der Schulunfälle war in den letzten Jahren zwar rückläufig, auch aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Trotzdem lag die Anzahl nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung im vergangenen Jahr mit rund 37 Unfällen je 1.000 Schüler fast doppelt so hoch wie die Zahl der Arbeitsunfälle mit rund 20 je 1.000 Vollarbeitende. „Mitschülerinnen und Mitschüler sind oft direkt an Ort und Stelle und so die Ersten, die Hilfe leisten können“, erklärt Bösel. „Damit Kinder und Jugendliche wissen, wie sie im Ernstfall am besten reagieren, ist es wichtig, sie frühzeitig und vor allem regelmäßig mit Maßnahmen der Ersten Hilfe vertraut zu machen“. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt betont deshalb: „Neben der Förderung der JRK-Schularbeit fordern wir schon seit langem, das Thema Erste Hilfe flächendeckend in den Lehrplan aufzunehmen, um die Vermittlung von Erste-Hilfe-Inhalten an Schulen nachhaltig zu verankern.“

Mit seinen Programmen, Initiativen und Angeboten für alle Altersklassen ist das JRK seit vielen Jahren zuverlässiger Partner der Schulen. Es arbeitet aktuell bundesweit mit etwa 5.300 Grund- und weiterführenden Schulen zusammen und erreicht regelmäßig rund 80.000 Schülerinnen und Schüler. Dabei lernen junge Menschen altersgerecht Ideen und Maßnahmen der Ersten Hilfe kennen, damit Hemmungen, Hilfe zu leisten, gar nicht erst entstehen. So erfahren sie Selbstwirksamkeit und abstrakte Werte wie Menschlichkeit und Empathie werden mit Leben gefüllt. JRK-Bildungsangebote fördern also auch die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Ein weiterer positiver Effekt: Kinder und Jugendliche multiplizieren ihre Erfahrungen und ihr neu erlerntes Wissen in ihrem sozialen Umfeld, geben also wichtige Kenntnisse niedrigschwellig an Geschwister, Eltern oder im Freundeskreis weiter.

Weitere Informationen zur JRK Schularbeit finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz erhalten Sie von Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz: m.wuerdig@drk.de, 030/85404-123.

Verbände warnen vor massenhaftem Einsatz von Heizlüftern – Heizlüfter pb

Verbände warnen vor massenhaftem Einsatz von Heizlüftern

1. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Vor dem Hintergrund drohender Energieknappheit im Winter und steigender Preise für Erdgas, haben sich die Umweltorganisationen BUND, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) heute klar gegen die verstärkte Nutzung von Heizlüftern ausgesprochen. In einem gemeinsamen Papier weisen die Organisationen darauf hin, dass massenhaftes Heizen mit Heizlüftern zu lokalen Stromausfällen führen kann, dass die Strompreise weiter in die Höhe getrieben werden und sich das Ressourcenproblem verschärft.

Die Sorge vor einem kalten Winter lässt Heizlüfter für viele Menschen als gute Alternative erscheinen, aber das Gegenteil sei der Fall, warnen die Verbände. „Nutzen zahlreiche Haushalte Heizlüfter gleichzeitig, kann dies zu einer lokalen Überlastung des Stromnetzes führen. Es besteht die Gefahr von lokalen Stromausfällen, weil die vielen Heizlüfter nicht beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen. Netzbetreiber können diese, anders als große Verbraucher, nämlich nicht vom Netz nehmen.“

Zudem warnen die Organisationen vor explodierenden Stromkosten, denn das Heizen von Wohnraum mit Heizlüftern ist teuer. Die vermehrte Nutzung von Heizlüftern würde den Preis für Strom wie eine Spirale noch weiter in die Höhe treiben. Vermeintliche Kosteneinsparungen beim Gas müssten die Verbraucher*innen dann mit deutlich höheren Stromrechnungen bezahlen.
Die Organisationen rufen daher zur Besonnenheit auf. „Private Haushalte werden auch dann noch mit Gas versorgt werden, wenn sich die Versorgungslage in Deutschland verschlechtert. Denn gewisse Verbraucher*innen-Gruppen sind gesetzlich geschützt, auch wenn die Bundesregierung die Notfallstufe – die höchste von drei Warnstufen – ausruft“, heißt es in dem gemeinsamen Papier.

Gleichzeitig weisen die Umweltorganisationen auf wirksamere Alternativen hin. So müsse der Energieverbrauch insgesamt reduziert werden – nicht nur in privaten Haushalten, sondern insbesondere in der Industrie. Zudem appellieren die Organisationen an die Bundesregierung, ihre Anstrengungen bei der Energiewende deutlich zu erhöhen, nicht zuletzt, um die fossilen Abhängigkeiten schneller zu beenden.

Rekord-Waldbrandsommer 2022 – Waldbrand Symbolbild pb

Rekord-Waldbrandsommer 2022

28. August 2022/in Panorama

BERLIN (ots). Die AGDW Die Waldeigentümer und der Deutsche Feuerwehrverband haben auf der Bundespressekonferenz ein staatliches Unterstützungsprogramm zur Waldbrandprävention gefordert. “Ein Feuersommer wie in diesem Jahr darf sich nicht wiederholen”, sagte AGDW-Präsident Andreas Bitter vor der Hauptstadtpresse.

Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, sagte: “Die Feuerwehr hat schon in den Jahren 2018 bis 2020 viele Brände zu bekämpfen gehabt, 2022 gab es nochmal eine Steigerung insbesondere in der Parallelität der Brandereignisse. Regional hat die Feuerwehr ihre Belastungsgrenze erreicht, und es musste bereits mehrfach überregional unterstützt werden.” Diese Entwicklung müsse gestoppt werden, forderten die beiden Verbände: “Wir müssen versuchen Waldbrände von vornherein zu verhindern”, sagte Banse. “Es gilt das Primat der Prävention”, sagte Bitter. “Das Risiko von Waldbränden kann durch einen gezielten Waldumbau deutlich reduziert werden.”

Im Waldbrandsommer 2022 sind per Mitte August allein in Deutschland fast 4300 Hektar Wald bei Großbränden von mehr als 30 Hektar verbrannt. Die verbrannte Fläche liegt damit um mehr als dem Fünffachen des jährlichen Durchschnittswerts von knapp 776 Hektar (seit 1991). Im bisherigen Rekordjahr 2019 brannten 2711 Hektar Wald ab. Der Schaden erreichte 2022 nach Berechnungen der AGDW mit 30 bis 40 Millionen Euro (reiner Holzschaden) ebenfalls einen Rekordwert. Der Gesamtschaden für Gesundheit (zum Beispiel Feinstaub), Natur (zum Beispiel Klima) und Wirtschaft (zum Beispiel Tourismus) dürfte bei deutlich mehr als 600 Millionen Euro liegen, schätzt die AGDW. “Wir können uns weitere Waldbrandsommer dieser Art nicht leisten”, sagte Bitter. Laut einer Studie der UN wird die Zahl der jährlichen Waldbrände weltweit schon bis 2030 um 14 Prozent zunehmen, bis 2050 sogar um 30 Prozent.

“Unser Wald hat vor allem als Mischwald eine Überlebenschance”, sagte Bitter. Dieser Mischwald müsse konsequent durch aktiven Waldumbau angelegt werden. Vorrangig sollten Fichten- oder Kiefernwälder durch gezielte Verjüngung mit Laubbäumen brand- und zugleich auch klimaresilient umgebaut werden. Standortabhängig sollte eine sinnvolle Mischung von Baumarten und Altersklassen entstehen. Auch Erschließung und Gliederung des Waldes müsse optimiert werden.

“Wir sehen das ganz realistisch: Der dafür in relativ kurzer Zeit nötige Aufwand ist immens”, sagte Banse: “Dies umzusetzen, erfordert erhebliche Mittel, die mit den Erträgen aus der Forstwirtschaft, insbesondere bei nachhaltiger Bewirtschaftung, in den nächsten Jahren nicht erwirtschaftet werden können.” Der Waldeigentümerverband schätzt die Kosten für den notwendigen Umbau je nach Bestand auf 5.000 bis 15.000 Euro je Hektar.

Die beiden Verbände kündigten an, in der Waldbrandprävention und -bekämpfung künftig enger zusammenzuarbeiten. Die Walderschließung soll stärker auch auf die Gefahrenabwehr ausgerichtet werden. Die Tragfähigkeit und Lichtraumprofile der Forstwege sollen die Bedürfnisse der Feuerwehren berücksichtigen. Sogenannte Schutzstreifen (“Schneisen”) oder Waldbrandriegel seien überall dort vorzusehen, wo eine besondere Gefährdung vorliegt. In einem Schutzstreifen findet sich kein brennbarer Bewuchs, ein Waldbrandriegel ist dagegen ein Bewuchs aus weniger brandgefährdeten oder brandgefährlichen Bäumen, der in der notwendigen Breite zwischen großflächigen Waldgebieten mit leichter brennbaren Beständen oder Siedlungen angelegt wird.

“Die Erfahrungen aus den letzten Jahren, insbesondere aber aus 2022, zeigen, dass falsch verstandener Naturschutz dazu führen kann, dass eine Bekämpfung von Bränden unnötig erschwert und verzögert wird”, sagte Banse. Durch die Brände gehe oft viel mehr Natur für viele Jahre und vor allem im Bereich von Hängen auch durch Erosion dauerhaft verloren als mit besserer Abstimmung vermeidbar gewesen wäre. “Ein Waldbrand vernichtet auch die mit jedem Hektar Wald verbundenen Ökosystemleistungen”, ergänzte Bitter.

Konkretes Beispiel ist laut Banse vor allem das Totholz im Wald, das in zu großer Menge die schnelle Brandausbreitung am bzw. im Boden begünstigt und die direkte Brandbekämpfung im Wald zu gefährlich und damit unmöglich macht. “Im Bedarfsfall ist ein integratives Totholz-Management zu entwickeln”, forderte Banse. Totholz sei zwar wichtig für die Rückgabe von Nährstoffen an den Waldboden und als Rückzugsräume insbesondere für Insekten und Kleintiere. In besonders gefährdeten Gebieten sei jedoch auch in Schutzgebieten eine Beschränkung im Sinne einer wirksamen Brandbekämpfung notwendig, so Banse. Auch die Verweigerung gegenüber dem Einsatz von Zusätzen zum Löschwasser, etwa Netzmitteln und Retardants erschwere und verlängere die Löschmaßnahmen, so dass sich Brandflächen unnötig ausweiten könnten.

Beide Verbände wiesen darauf hin, dass der Nutzen des Waldes weit über den rein wirtschaftlichen Ertrag des Holzes geht. Der Wald bringe viele Vorteile für die Gesellschaft und die Umwelt. Er sei Klimaschützer, Schadstofffilter, Sauerstofferzeuger, Schützer gegen Sonne und Wind, Wasserspeicher und Naherholungsgebiet in einem. “Die Erhaltung des Waldes ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe”, sagte Banse.

Einbrechen der Nordmole in Bremerhaven ist ein Desaster – Leuchtturm Bremerhaven1Ordenlich in Schieflage geraten. © Carl-Marcus

Einbrechen der Nordmole in Bremerhaven ist ein Desaster

20. August 2022/in Panorama

Bremerhaven (PM/red). Oberbürgermeister Melf Grantz ist über das Einbrechen der Nordmole am Geestevorhafen entsetzt: „Wenn man zynisch sein wollte, könnte man sagen, das war ein Desaster mit Ansage. Ich habe seit Jahren die Verantwortlichen im Senat und bei Bremenports dringlich auf die Notwendigkeit der Sanierung der Nordmole hingewiesen. Was nun geschehen ist, schadet der Stadt Bremerhaven.“

Erst 2018 seien Planungsmittel für die Sanierung der Nordmole vom Senat bewilligt worden. „Offensichtlich gab es nicht einmal eine notdürftige Sicherung des seit 2011 gesperrten Bauwerks. Die Folgen erleben wir heute“, erklärt OB Grantz. Bereits 2012 wurde die Notwendigkeit der Sanierung durch den Senat in einer Vorlage für den Häfenausschuss der Bremischen Bürgerschaft erklärt. Dass zehn Jahre seitdem vergangen sind, ist für den Oberbürgermeister nicht nachzuvollziehen, umso weniger als in den zuständigen Gremien des Landes laufend über das Thema berichtet wurde (Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen am 4. 6. 2014, in einer Vorlage für den Haushalts- und Finanzausschuss am 11. 7. 2014, in der Sitzung des Ausschusses für Angelegenheit der Häfen am 1. 6. 2016 sowie im Zusammenhang mit der Aufstellung des Doppelhauhalts des Landes 2018/2019).

Die Nordmole hat für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener eine wichtige Bedeutung als Seezeichen und ist Bestandteil der historischen Ufereinfassung der Einfahrt zur Dockschleuse in den Alten Hafen. Es steht als Seezeichen, das 1914 in Betrieb genommen wurde, seit 2001 unter Denkmalschutz. Die Nordmole befindet sich im Eigentum der Freien Hansestadt Bremen (Land) und liegt im Zuständigkeitsbereich des Sondervermögens Fischereihafen. Der Turm selbst ist ein aktives Leuchtfeuer und steht derzeit im Eigentum des Bundes, vertreten über dessen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. „Darüber hinaus hatten viele Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger eine regelrechte emotionale Beziehung zur Nordmole, die von vielen Menschen genutzt wurde, um sich dort ein wenig Seewind um die Nase wehen zu lassen, und das gerne auch zu zweit. Dass dieses Bauwerk nun zusammenbricht, tut richtig weh“, sagt Grantz. Jetzt müsse dringend alles getan werden, um die Schifffahrt in den Geestevorhafen und in den Fischereihafen sicherzustellen. „Dass diese Havarie nun auch noch zu den Maritimen Tagen geschehen musste, schmerzt zusätzlich.“

Einbrechen der Nordmole in Bremerhaven ist ein Desaster – Leuchtturm Bremerhaven2

Fast schon ein Wahrzeichen vor der Skyline von Bremerhaven. Der „Schiefe Turm“ auf der Nordmole. © Carl-Marcus Müller

Wie geht es mit dem Bauwerk weiter?

Wie es mit dem Turm und der Nordmole weitergehen wird, werden die nächsten Tage zeigen. Schlimmstenfalls wird der Leuchtturm durch die Belastung der Schräglage und dem weiteren Absacken der Nordmole zusammenbrechen. Besser wäre es sicherlich, den Turm sehr kurzfristig fachgerecht mit schwerem Gerät abzutragen und so nach der Sanierung an gleicher stelle im alten Zustand wieder aufzubauen. Sicher ist, dem „Schiefen Turm“ von Bremerhaven wird im Moment große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit geschenkt. Doch damit werden auch mutmaßlichen Fehler der Vergangenheit ins Licht gerückt, die dem Ruf von Bremerhaven schaden.

Deutscher Wetterdienst zur extremen Trockenheit in Deutschland – Trockenheit

Deutscher Wetterdienst zur extremen Trockenheit in Deutschland

12. August 2022/in Panorama

OFFENBACH (PM). Seit Mai 2022 ließ deutlich zu trockene Witterung in Verbindung mit überdurchschnittlichen Temperaturen und Sonnenstunden die Böden stark austrocknen. Dabei nahm die Bodenfeuchte in Deutschland einen ähnlichen Verlauf wie im Dürrejahr 2018. Folglich verursachte die Trockenheit auch wieder zunehmende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, wenngleich diese bisher noch nicht ganz so gravierend wie im Jahr 2018 sind. Außerdem herrschte häufig hohe Wald- und Graslandbrandgefahr. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) über die Auswirkungen der Witterung im bisherigen Sommer 2022.

Austrocknung begann bereits im Frühling

Nach einem großteils überdurchschnittlich nassen Winter waren die Startbedingungen in die Vegetationsperiode 2022 von der Bodenfeuchte her gut. Doch bereits der ungewöhnlich sonnige und niederschlagsarme März sorgte für eine deutlich unter das Mittel sinkende Bodenfeuchte. Im anfangs nasskalten April entspannte sich die Situation vorübergehend, ehe im trockenen und teils schon sommerlich warmen Mai eine zunehmend tieferreichende Austrocknung der Böden begann. Diese setzte sich über den Sommer hinweg mit wenigen Unterbrechungen bis zum jetzigen Zeitpunkt fort. Dabei nahm die Bodenfeuchte der obersten 60 cm im Deutschlandmittel schon seit Mitte April einen ähnlichen Verlauf wie 2018. Die negative Abweichung zum vieljährigen Mittel der Bodenfeuchte wurde in diesem Zeitraum immer größer. Im Monatsmittel für Mai 2022 lag die Bodenfeuchte für sandigen Lehmboden noch bei 58 Prozent nutzbarer Feldkapazität (% nFK) bei einem vieljährigen Mittel von 74 % nFK. Im Juli 2022 waren es nur noch 28 % nFK, das Mittel liegt bei 51 % nFK. Besonders stark trockneten die Böden im Osten und in den Beckenlagen des Südwestens aus, im äußersten Norden und Süden erreichte die Bodenfeuchte hingegen nicht ganz so niedrige Werte.

Auswirkungen auf die Pflanzen

Bereits ab Mai machten sich zunehmend Auswirkungen auf die Landwirtschaft und allgemein auf die Pflanzenwelt bemerkbar: Trockenheit und Wärme beeinträchtigten gebietsweise die Blüte und Kornentwicklung bei Getreide. Die kurze, aber extreme Hitze im Juni führte besonders bei Winterweizen zu Schädigungen. Hitze und Trockenheit bewirkten teils auch eine deutlich verfrühte Abreife des Getreides, die sogenannte Notreife. Für die früh reifende Wintergerste und den Raps mit seinem tiefreichenden Wurzelwerk reichte die aus dem Winter stammende Bodenfeuchte meist noch aus, so dass die Ernte teils sogar überdurchschnittlich ausfiel. Späte Getreidesorten wie Winterweizen wurden hingegen gebietsweise stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass der Ertrag regional deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegen dürfte. Die Ernte erfolgte rund eine Woche früher als üblich.

Ab Juli hatte die weiter zunehmende Trockenheit zwar kaum noch Auswirkungen auf Getreide, dafür umso mehr auf Mais und Zuckerrüben, deren Wasserbedarf im Laufe des Sommers deutlich ansteigt. Bei diesen Pflanzen wurden in den letzten Wochen immer deutlicher teils irreversible Schäden sichtbar. Inzwischen wird in einigen Regionen der erste Körnermais als Silomais gehäckselt, um wenigstens die Grünmasse noch retten zu können, denn der Kornertrag wäre erheblich zu niedrig. Auch Grünland verdorrte zusehends und wird seinem Namen vielerorts nicht mehr gerecht; gebietsweise fiel einer der üblichen Grünlandschnitte aus. Auch bei vielen Bäumen und Sträuchern wurde der Trockenstress immer deutlicher sichtbar. Im Obstbau kamen teils Schäden durch Überhitzung der Früchte bei gleichzeitigem Wassermangel hinzu – sogenannter Sonnenbrand. Mitunter zeigten aber auch die Blätter von Laubbäumen Sonnenbrandschäden.

„Wir haben aktuell einen sehr ähnlichen Verlauf der Bodenfeuchte wie im Jahr 2018“, so Dr. Udo Busch, Leiter der Abteilung Agrarmeteorologie beim DWD. „Die Böden zeigen in weiten Teilen Deutschlands eine extreme Trockenheit, die nicht nur der Landwirtschaft große Probleme bereitet. Auch Verkehrsträger wie die Schifffahrt sind aufgrund von Niedrigwasser betroffen. Die Folgen, unter anderem für die Wälder, die eventuell ein viertes Trockenjahr innerhalb von fünf Jahren überstehen müssen, können wir heute noch gar nicht abschätzen.“

Schon ab März überdurchschnittlich hohe Waldbrandgefahr

Während sich eine für die Pflanzenwelt relevante Trockenheit über einige Wochen aufbaut, führt schon eine Reihe sonniger und warmer Tage zu hoher Waldbrandgefahr. Dies liegt daran, dass die auf dem Waldboden aufliegende Streuschicht, bestehend aus abgestorbenen Blättern und Nadeln, innerhalb weniger Tage austrocknen kann und damit reichlich zündfähiges Material vorhanden ist. So stieg der 5-stufige Waldbrandgefahrenindex des DWD bereits im anhaltend trockenen März häufig auf die Stufe 4 (hohe Gefahr) – im Deutschlandmittel so oft wie in keinem März der letzten Jahrzehnte. Ab Mai bestand regional und zeitweise wieder hohe (Stufe 4), gelegentlich auch sehr hohe Waldbrandgefahr (Stufe 5). Ab etwa Mitte Juli bis jetzt wurde gehäuft und teils für einige Tage am Stück sowie für weite Teile Deutschlands eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr berechnet. In diesem Zeitraum entstanden dann auch vermehrt Waldbrände, vor allem in den östlichen Bundesländern brannten sogar mehrere 100 Hektar Wald.

Auch der Graslandfeuerindex, der die Brandgefahr von offenem Grasland mit einem abgestorbenen Grasanteil einschätzt, erreichte häufig großflächig Stufe 4 (hoch) und an den besonders heißen Tagen auch Stufe 5 (sehr hoch). Besonders bei der Getreideernte kam es durch Funkenflug zu einigen Bränden reifer und damit trockener Getreide- oder Stoppelfelder.

Feuerwehrverbände reagieren entsetzt auf Haushalts-Planungen – BGP 3265 20220319© Bernd Günther

Feuerwehrverbände reagieren entsetzt auf Haushalts-Planungen

12. August 2022/in Panorama

BERLIN (PM).  Mit Entsetzen und völligem Unverständnis haben die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) und der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) auf Meldungen aus dem Bundestag reagiert, wonach der Etat des Bundesinnenministeriums im kommenden Jahr um mehr als 2,22 Milliarden Euro sinken soll.

„Wenn das Vorhaben umgesetzt werden sollte, kann der Staat wohl kaum noch seiner Verpflichtung nachkommen, die Bevölkerung zu schützen“, sagte vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner, „das wäre eine Katastrophe.“ DFV-Präsident Karl-Heinz Banse ergänzte: „Die Fähigkeit, bei Katastrophen und Krisen künftig besser aufgestellt zu sein als bisher, würde damit nicht verstärkt, sondern verringert.“

Beide Präsidenten erinnerten an die Notwendigkeiten, die nach jüngsten Ereignissen von Experten erkannt worden waren. Dazu zähle neben der Starkregenkatastrophe nicht zuletzt die enorme Herausforderung durch die Pandemie, aber auch durch die Flüchtlingskrise – ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. „Und auch die aktuellen Wald- und Vegetationsbrände zeigten deutlich auf, wie und wo Deutschland mehr statt weniger investieren müsse“, so Aschenbrenner und Banse weiter.

Erst im Februar hatte die vfdb in einem Schreiben an Bundesinnenministerium Nancy Faeser anlässlich des Koalitionsvertrages der Regierungsparteien Empfehlungen zur Optimierung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland gegeben. Unter anderem wurde darin neben der Schaffung einer operativ-taktischen Führungseinrichtung auf Bundesebene auch die Entwicklung eines staatlichen Krisenmanagements angeregt. Ferner forderten die Experten eine bundeseinheitliche Warnung und Information der Bevölkerung in Gefahrenlagen.

Bereits im November 2021 hatte der Deutsche Feuerwehrverband den Bund aufgefordert, durch eine auskömmliche Finanzierung dafür Sorge zu tragen, dass die Organisationen im Zivil- und Katastrophenschutz die Anforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen können. „Auch in Reaktion auf die Auswirkungen der zunehmenden Klimaveränderung bedarf es einer besonderen Aufmerksamkeit zur Stärkung der Resilienz und einer weiteren Verbesserung im Bereich der Warnung der Bevölkerung“, wandte sich DFV-Präsident Banse an die Vorsitzenden der Regierungsparteien.

In einem weiteren Schreiben forderte die vfdb Anfang April eine deutliche Erhöhung der Haushaltsansätze für die zivile Verteidigung. Bislang hätten die Aufwendungen des Bundes für den Zivilschutz nur ein Volumen, das etwa 0,3 Prozent des Wehretats entspreche, hieß es darin. Neben einer starken Armee sei jedoch für den Schutz des Landes auch eine leistungsfähige zivile Verteidigung erforderlich. „Selbst eine Verdoppelung der Haushaltsansätze für den Zivilschutz würde den Bundeshaushalt insgesamt nur geringfügig belasten“, so vfdb-Präsident Aschenbrenner.

Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine hatte sich DFV-Präsident Karl-Heinz Banse Anfang März an Bundesinnenministerin Nancy Faeser gewandt und auf die Umsetzung neuer Maßnahmen im Bereich der zivilen Verteidigung, etwa bei den Führungsstrukturen oder der Beschaffung von CBRN-Technik, gedrungen: Neben der notwendigen Fortentwicklung der militärischen Verteidigung müsse allerdings und konsequenterweise auch ein besonderer Fokus auf die damit zwangsläufig verbundenen Fähigkeiten im Bereich der zivilen Verteidigung gelegt werden.

Die Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes war eines der bestimmenden Themen auch beim 29. Deutschen Feuerwehrtag im Juni in Hannover. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte dort ein klares Bekenntnis zum Deutschen Feuerwehrverband und zu den Feuerwehren in ganz Deutschland abgegeben und das Engagement und die Arbeiten der Feuerwehren in den unterschiedlichsten Einsatzlagen und für die Gesellschaft im Allgemeinen gewürdigt: „Die Feuerwehr ist der wesentliche Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland, so müssen wir sie auch behandeln“, hatte Faeser betont. Die Bundesinnenministerin hatte ihre Unterstützung bei der Durchsetzung der Forderung nach einer ständigen Vertretung des Deutschen Feuerwehrverbandes als direkter Vertretung der Feuerwehren im neuen Gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz des Bundes und der Länder zugesichert.

Abends tanken spart zwölf Cent je Liter – tanken 2

Abends tanken spart zwölf Cent je Liter

11. August 2022/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Für die Fahrer von Benziner-Pkw ist das Sparpotenzial beim Tanken durch die Wahl des richtigen Zeitpunktes in den vergangenen Monaten größer geworden. Wie eine aktuelle ADAC Auswertung der durchschnittlichen Kraftstoffpreise im Tagesverlauf zeigt, können Autofahrer rund zwölf Cent je Liter Super E10 sparen, wenn sie abends statt morgens tanken.

Noch im Mai lag das Sparpotenzial für den Otto-Kraftstoff bei etwa zehn Cent. Bei der Untersuchung ging es darum, die durchschnittliche Tagesverlaufskurve der Kraftstoffpreise für den Monat Juli und im gesamten deutschen Kraftstoffmarkt zu ermitteln.

Etwas kleiner sind hingegen die Sparmöglichkeiten der Diesel-Fahrer geworden. Wer abends Diesel tankt, zahlt laut ADAC ebenfalls zwölf Cent je Liter weniger als am Morgen. Im Mai waren es noch 16 Cent je Liter.

Über den ganzen Tag verteilt hat der ADAC sieben regelmäßige Preisspitzen ermittelt. Teuerster Zeitpunkt zum Tanken ist morgens kurz nach 7 Uhr. Zwischen 5 und 11 Uhr schwanken die Preise recht stark und liegen fast immer über dem Niveau des restlichen Tages. Ab Mittag sinken die Durchschnittspreise für Benzin und Diesel in regelmäßigen Wellenbewegungen tendenziell bis gegen 22 Uhr. Die niedrigsten Tagespreise an den Tankstellen werden zwischen 20 und 22 Uhr erreicht. Aber auch der Zeitraum zwischen 18 und 19 Uhr ist bereits relativ günstig. Während der Nachtstunden gibt es kaum Preisänderungen. Insgesamt sind die Wellenbewegungen der Preise beider Kraftstoffsorten wieder nahezu parallel.

Wer die Differenzen zwischen morgendlichen Preisspitzen und abendlichem Tiefpunkt nutzt, kann viel Geld sparen. Bei einer 50-Liter Tankfüllung zahlen Autofahrer bis zu sechs Euro weniger, wenn sie zu günstigen Zeiten zur Tankstelle fahren. Deshalb empfiehlt der ADAC, das Sparpotenzial konsequent zu nutzen. Die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“ hilft, sich schnell und unkompliziert ein Bild über die Preissituation an Tankstellen in der Umgebung zu machen. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt sowie aktuelle Preise gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

Sieben Goldmedaillen für „Team Germany“ bei CTIF-Olympiade – 17th Internationale Feuerwehrwettbewerbe

Sieben Goldmedaillen für „Team Germany“ bei CTIF-Olympiade

24. Juli 2022/in Panorama

BERLIN/CELJE (PM). Sieben Goldmedaillen sind die Bilanz des „Team Germany“ bei den 17. Internationalen Feuerwehrwettbewerben des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im slowenischen Celje. „Die deutschen Feuerwehrgruppen haben großartige Leistungen gezeigt“, freute sich Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), über den Medaillenregen.

Beim Internationalen Feuerwehrsportwettkampf gab es zwei Goldmedaillen, bei den Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerben fünf Goldmedaillen für die deutschen Mannschaften. Die Großveranstaltung mit mehr als 2.600 Feuerwehrangehörigen war pandemiebedingt um ein Jahr verschoben worden. Der DFV-Präsident lobte den Einsatz von Gastgeber Slowenien: „Einfach fantastisch, was hier in Celje geleistet wurde! Es passte alles von A bis Z!“

Im Internationalen Feuerwehr-Sportwettkampf sicherten sich Tom Gehlert (Team Lausitz) die Goldmedaille im Zweikampf aus Hakenleitersteigen und 100m-Hindernislauf. Im Löschangriff nass begeisterte das Team Märkisch-Oderland mit der Gold-Zeit von 26,48 Sekunden. Im Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb gab es Goldmedaillen für die Gruppen Lich-Nieder Bessingen 1 (HE), Hamburg Spadenland, Hamburg Moorwerder und Nidderau-Eichen (HE) (alle Freiwillige Feuerwehren A [Männer/gemischt]) sowie Densberg B (HE) (Freiwillige Feuerwehren B [Männer/gemischt] mit Alterspunkten).

Karl-Heinz Banse dankte Klaus-Georg Franke (DFV-Bundeswettbewerbsleiter) und Hartmut Bastisch (Stellvertretender DFV-Bundeswettbewerbsleiter, Internationaler Feuerwehrsportwettkampf), für die es der letzte Einsatz auf internationaler Ebene in dieser Funktion ist – beide beenden ihre Tätigkeit altersbedingt. „Ihr habt immer mit viel Herzblut und Engagement für optimale Bedingungen für unsere Feuerwehrangehörigen und einen tollen Auftritt des deutschen Teams gesorgt!“, so der DFV-Präsident.

Franke, der auch Vorsitzender der CTIF-Kommission Wettbewerbe ist, würdigte den Einsatz der Wertungsrichter, Organisatoren und aller helfenden Hände: „Alle haben trotz der Hitze ein enormes Durchhaltevermögen gezeigt und damit diese tollen Wettbewerbe ermöglicht!“

Im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf trat das Team Germany mit je drei Mannschaften bei den Männern und Frauen an. Hier gab es folgende Platzierungen für deutsche Einzelstarter sowie Teams:

· Gesamtwertung Männer (Hakenleiter, 100 m Hindernislauf, Löschangriff nass und 4x100m Hindernis-Staffel): Silber für Team Lausitz, Bronze für die Thüringenauswahl
· Gesamtwertung Frauen (Hakenleiter, 100 m Hindernislauf, Löschangriff nass und 4x100m Hindernis-Staffel): Bronze für Team Lausitz
· Hakenleitersteigen Männer: Silber für Team Lausitz, Bronze für die Thüringenauswahl, Team Märkisch-Oderland auf Platz 5. Bester Einzelstarter: Tom Gehlert (Team Lausitz) auf Platz 4; er stellte mit 13,68 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf.
· Hakenleitersteigen Frauen: Bronze für Team Lausitz, Team Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 5, Team Brandenburg auf Platz 6. Beste Einzelstarterin: Jessica Kubik (Team Lausitz) auf Platz 10; sie stellte mit 8,02 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf.
· Zweikampf Hakenleiter/100m Männer: Gold für Tom Gehlert (Team Lausitz)
· Zweikampf Hakenleiter/100m Frauen: Platz 11 für Sarah Steinhilber (Team Lausitz)
· Löschangriff nass (Männer): Gold für Team Märkisch-Oderland
· Löschangriff nass (Frauen): Bronze für Team Lausitz
· 4x100m Hindernis-Staffel (Männer): Silber für Team Lausitz, Bronze für Thüringenauswahl, Team Märkisch-Oderland auf Platz 6
· 4x100m Hindernis-Staffel (Frauen): Bronze für Team Mecklenburg-Vorpommern, Team Lausitz auf Platz 4, Team Brandenburg auf Platz 6
· 100m Hindernislauf (Männer): Silber für Team Lausitz, Bronze für die Thüringenauswahl, Team Märkisch-Oderland auf Platz 5. Bester Einzelstarter: Tom Gehlert (Team Lausitz) mit Silber und neuem deutschem Rekord in 16,44 Sekunden.
· 100m Hindernislauf (Frauen): Bronze für Team Lausitz, Team Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 5, Team Brandenburg auf Platz 6. Beste Einzelstarterin: Kirsten Noack (Team Brandenburg) auf Platz 14.

Im Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb starteten insgesamt 13 deutsche Gruppen in den Kategorien Freiwillige Feuerwehr A (Männer/gemischt), Freiwillige Feuerwehr (Männer/gemischt) mit Alterspunkten, Frauen A und Frauen mit Alterspunkten. Alterspunkte bedeutet, dass alle Feuerwehrangehörigen über 30 Jahre alt sind. Beim Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb werden die Medaillen Gold, Silber und Bronze je an das entsprechende Drittel der Gesamtwertung vergeben. Die deutschen Teams erhielten folgende Medaillen:

Freiwillige Feuerwehren A
Gold: Platz 16: Lich-Nieder Bessingen 1 (Hessen), Platz 18: Hamburg Spadenland, Platz 20: Hamburg Moorwerder, Platz 21: Nidderau-Eichen (Hessen)
Silber: Platz 40: Renningen (Baden-Württemberg)
Bronze: Platz 43: Möllenbeck A1 (Niedersachsen), Platz 48: Kuhlenfeld (Mecklenburg-Vorpommern)

Freiwillige Feuerwehren B:
Gold: Platz 7: Densberg B (Hessen)
Silber: Platz 13: Langenbach B1, Platz 16: Langenbach B2 (beide Rheinland-Pfalz)

Frauen A:
Silber: Platz 9: Möllenbeck A (Niedersachsen), Platz 10: Lich-Nieder Bessingen A (Hessen)

Frauen B:
Silber: Platz 5: Hasselroth-Gondsroth (Hessen)

Im Internationalen Jugendfeuerwehrbewerb waren zwei Mädchen- und eine Jungengruppe am Start. Oberneukirchen (Bayern) kam bei den Mädchen auf den 8. Platz (Silber); Möllenbeck-Krankenhagen (Niedersachsen) belegte Rang 16 (Bronze). Die Mannschaft aus Magdeburg-Olvenstedt (Sachsen-Anhalt) kam beim ersten internationalen Auftritt auf Platz 12 (Silber). Auch beim Internationalen Jugendfeuerwehrbewerb werden die Medaillen Gold, Silber und Bronze je an das entsprechende Drittel der Gesamtwertung vergeben.

„Ein absolut beeindruckendes Erlebnis“, betonte Christian Patzelt, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr: „Ich bin enorm stolz auf unsere drei Jugendfeuerwehrgruppen, die mit starkem Zusammenhalt diese extrem heißen Tage durchgestanden und tolle Leistungen gebracht haben.“

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