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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Tipps der Feuerwehr zur Sicherheit in der Adventszeit – adventskerzen

Tipps der Feuerwehr zur Sicherheit in der Adventszeit

24. November 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Flackernde Lichter verbreiten in der dunklen Jahreszeit besinnliche Stimmung in der Wohnung. Wenn jedoch aus dem romantischen Kerzenschein ein richtiges Feuer wird, ist es ganz schnell aus mit der Besinnlichkeit.

Die Feuerwehren appellieren an die Umsicht der Bürger, Feuergefahren zu minimieren: „Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland in der Adventszeit zahlreiche folgenschwere Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen vermieden werden könnten“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Die Feuerwehren in Deutschland informieren zu diesem ersten Adventswochenende über die Brandrisiken in der Vorweihnachtszeit. „Unachtsamkeit etwa beim Umgang mit dem Adventskranz ist in dieser Zeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände“, sagt Hachemer.

Sieben einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  1. Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
  2. Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  3. Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen!
  4. Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.
  5. Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar – ziehen Sie solche Brandfallen rechtzeitig aus dem Verkehr.
  6. In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.
  7. Achten Sie bei elektrischen Lichterketten – etwa auf dem Balkon – darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Idealerweise sollten auch elektrische Lichterketten nicht in Ihrer Abwesenheit leuchten
Info-SMS zum Warntag

Netzbetreiber von Handys informieren mit SMS über Warntag

10. November 2022/in Niedersachsen, Panorama

HANNOVER (red). Am 8. Dezember wird es wieder einen bundesweiten Warntag geben. Erstmals soll zur Bevölkerungswarnung auch der Warndienst Cell Broadcast eingesetzt werden. Provider informieren per SMS.

Bei dem Warndienst Cell Broadcast werden bundesweit alle Handys in allen Landkreisen und kreisfreien Städten über die jeweiligen Mobilfunk-Provider per SMS mit einer Warnmeldung angesteuert. Dabei benötigt man nicht wie bei den schon bekannten Warnsystemen KATWARN und NINA eine installierte App. Die Warn-SMS werden an alle kompatiblen Handys, die in einer der bundesweit verfügbaren Zellen eingebucht sind, versendet. Die Meldung erscheint automatisch auf dem Bildschirm und wird mit einem lauten Warnton dem Benutzer signalisiert.

Da es sich bei den letzten großen Unwetterereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen herausgestellt hat, dass Sirenen und Warn-Apps nicht ausreichen, wird das Bevölkerungswarnsystem nun über Cell Broadcast erweitert. Hierzu müssen Handys lediglich eingeschaltet und empfangsbereit sein.

Die Provider und Smartphone-Hersteller haben bis Februar 2023 vom Gesetzgeber eine Frist zur technischen Umsetzung erhalten. In anderen europäischen Ländern läuft dieses System schon als effektives Mittel zur Bevölkerungswarnung.

In den nächsten Tagen werden alle Besitzer eines Mobiltelefons über die Mobilfunk-Provider per SMS über das anstehende neue Warnsystem informiert.

Netzbetreiber von Handys informieren mit SMS über Warntag – 9803193A 442B 4F20 8F78 E94983137BA4

Wie funktioniert Cell Broadcast Quelle: Deutsche Telekom

Die drei Präsidenten unterschreiben die Zusammenarbeit

BBK, DFV und vfdb wollen Fähigkeiten in Selbstschutz und -hilfe stärker fördern

8. November 2022/in Panorama

BONN (PM). Schwere Unwetter, Überschwemmungen, Brandkatastrophen, Pandemien: Nicht immer können professionelle Helferinnen und Helfer bei Großereignissen sofort zur Stelle sein. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) soll jetzt dazu beitragen, die Selbstschutzfähigkeiten in der Bevölkerung noch stärker zu fördern.

Am Montag unterzeichneten BBK-Präsident Ralph Tiesler, DFV-Präsident Karl-Heinz Banse und vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner die Vereinbarung. Sie sieht unter anderem vor, dass im Rahmen der Brandschutzerziehung beispielsweise in Schulen und Betrieben künftig verstärkt auch Fähigkeiten im Bereich Selbstschutz und -hilfe vermittelt werden.

Bereits seit langem setzen sich die drei Institutionen dafür ein, dass die private Notfallvorsorge und das Wissen um richtiges Handeln in Notsituationen als wichtige Bausteine zur Steigerung der Selbstschutzfähigkeit der Gesamtgesellschaft (Resilienz) mehr Aufmerksamkeit erhalten. Die erste gemeinsame Projektarbeit nach Unterzeichnung der Vereinbarung wird im Rahmen des Forums Brandschutzerziehung und -aufklärung (BEBA) am 11. und 12. November in Saarbrücken erfolgen.

Gemeinsame Arbeit an Bildungsangeboten

  • Kernpunkte der vereinbarten Kooperation sind ein regelmäßiger fachlicher Austausch, die gemeinschaftliche Ausarbeitung von Aufklärungs- und Bildungsangeboten sowie die gemeinsame Nutzung von Ressourcen bei der Verbreitung dieser Angebote in der Bevölkerung. Den inhaltlichen Hintergrund der Zusammenarbeit bilden hierbei durchgehend die Themen Selbstschutz und Selbsthilfe. Die Kooperationsvereinbarung institutionalisiert die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit und schafft das Fundament für kommende gemeinsame Projekte.BBK-Präsident Ralph Tiesler betont: „Wir freuen uns, mit dem DFV und dem vfdb starke Partner zu haben, die unser Ziel, die Resilienz sowie die Selbsthilfefähigkeit der Menschen zu fördern und zu stärken, teilen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, wie sie sich in Krisensituationen wie beispielsweise Hochwasser oder Stromausfällen selbst schützen können. Dafür ist eine breit angelegte, dauerhafte und nachhaltige Kommunikation mit den Menschen notwendig. Wir als BBK bringen unsere Expertise und Fachkenntnisse über Selbstschutz- und Selbsthilfemöglichkeiten und ihre Vermittlung in die Kooperation ein.“

    DFV-Präsident Karl-Heinz Banse erklärt: „Wir verfügen über ein bundesweites Netzwerk: In 23.000 Feuerwehren sind Menschen in der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv. Über dieses einzigartige Engagement schulen wir seit Jahrzehnten mit Erfolg das richtige Verhalten im Brandfall. Nun können wir auch gezielt vermitteln, was etwa bei einem Unwetter zu tun ist oder wie man sich auf Überschwemmungen vorbereiten kann. All dies ist nur durch die zahllosen Feuerwehrangehörigen möglich, die sich vornehmlich ehrenamtlich für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen einsetzen!“

    vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner zeigte sich zufrieden mit der beschlossenen engen Kooperation: „Nicht zuletzt die Starkregenkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie wichtig im Notfall schnelle
    Selbsthilfe ist“, so Aschenbrenner. „Das gilt aber auch bereits für kleinere Notfälle im Alltag. Denn nicht umsonst sind unsere Rettungsdienste durch unnötige Einsätze überlastet. Selbsthilfe kann man lernen – wir helfen dabei mit unserem Expertennetzwerk!“

    Zum Hintergrund von BBK, DFV und vfdb:

 

  • Das BBK ist die Leitbehörde für nationales Krisenmanagement in Deutschland. Es sichert die Qualität des Krisenmanagements in einer zentralen Koordinierungsrolle mit seinen föderalen, internationalen und sektorübergreifenden Partnerinnen und Partnern.
  • Der DFV ist Interessensverband der 16 Landesfeuerwehrverbände und der Bundesgruppen Berufs- und Werksfeuerwehr und trägt mit seinen rund 1,3 Millionen Angehörigen in bundesweit 23.000 Feuerwehren zur flächendeckenden Gefahrenabwehr bei und garantiert den Bürgern als verlässlicher Partner schnelle Hilfe an jedem Ort.
  • Die vfdb ist das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und Sicherheit in Deutschland. Durch die Beteiligung an Forschung und Entwicklung, mit Fachreferaten, Arbeitsgruppen sowie der Teilnahme und Organisation von Fachtagungen und Fachmessen schafft sie eine breite Dialogplattform.
Erhöhte Brandgefahr durch alternative Heizmethoden – Rauchmelder© Bernd Günther

Erhöhte Brandgefahr durch alternative Heizmethoden

7. November 2022/in Panorama

BERLIN (PM).  Die Situation ist brandgefährlich: Angesichts steigender Energiepreise suchen aktuell viele Menschen in Deutschland nach alternativen Heizmethoden. Die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ rechnet deshalb in diesem Winter mit mehr Bränden und warnt dringend vor Heizexperimenten in den eigenen vier Wänden. Wegen der erhöhten Brandgefahr sollten weder Notfeuerstätten, Feuerschalen, Grills oder Teelichtöfen noch alte Heizlüfter, -strahler oder -decken in Wohnräumen zum Einsatz kommen.

Verbrauchertipp: Elektrogeräte mit CE-Kennzeichnung kaufen

„Elektrische Geräte, die jahrelang zum Beispiel im feuchten Keller eingelagert waren, sind anfälliger für einen Kabelbrand oder Kurzschluss. Generell gilt: Vorsicht vor elektrischen Geräten mit defekten Kabeln und anderen Beschädigungen wie etwa sichtbaren Schmorspuren! Diese sollte man nicht verwenden. Beim Kauf von neuen Geräten sollte man unbedingt Wert auf die Qualität legen. Das CE-Kennzeichen beispielsweise bescheinigt einem Gerät, dass es europäischen Richtlinien entspricht und bei Überhitzung abschaltet. Das ist gerade bei einem Heizlüfter wichtig, der bis zu 400 Grad heiß werden kann und auf keinen Fall in die Nähe von leicht entflammbaren Materialien oder auf Langflorteppiche gestellt werden darf“, erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Feuerungsanlagen fachgerecht abnehmen lassen

Auch Andreas Walburg, Vorstand Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, warnt: „Erhöhte Brandgefahr besteht auch bei jahrelang nicht genutzten Schornsteinen, wenn beispielsweise spontan ein Kaminofen gekauft oder ein alter Ofen wieder in Betrieb genommen wird. Hinzu kommt die Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid. Feuerungsanlagen müssen fachgerecht angeschlossen und vor ihrer Inbetriebnahme unbedingt offiziell abgenommen werden.“

Nur die Hälfte der Eigenheime richtig mit Rauchmeldern ausgestattet

Besonders besorgniserregend in diesem Zusammenhang: Trotz bundesweiter Rauchmelderpflicht und nachgewiesener Wirksamkeit ist nur die Hälfte der Eigenheime in Deutschland ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ appelliert daher an alle Eigentümer, sich und die eigene Familie zu Hause ausreichend mit Rauchmeldern zu schützen und auf alternative, nicht vom Schornsteinfeger abgenommene, Heizmethoden jeglicher Art zu verzichten. Denn vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Brandrauch schon nach zwei Minuten zu einer tödlichen Rauchgasvergiftung führen kann.

Diesel fast 21 Cent teurer als Super E10 – Tanken Diesel pb

Diesel fast 21 Cent teurer als Super E10

19. Oktober 2022/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Dieselfahrer müssen auch weiter deutlich mehr beim Tanken bezahlen als die Fahrer von Benziner-Pkw. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach muss man für einen Liter Diesel derzeit im Schnitt 2,147 Euro bezahlen, das sind 0,3 Cent mehr als in der vergangenen Woche und 20,8 Cent mehr, als für einen Liter Super E10 zu bezahlen ist. E10 kostet laut ADAC 1,939 Euro je Liter, das sind 1,7 Cent weniger als in der Vorwoche.

Der Rückgang des Benzinpreises ist eine Folge des um rund vier US-Dollar gesunkenen Rohölpreises (Brent). Dennoch ist Benzin in Relation zum Ölpreis immer noch erkennbar zu teuer, der Rückgang ist bei weitem nicht ausreichend. Die Situation bei Diesel ist weitaus komplizierter. Hier kommen Sonderfaktoren wie die jahreszeitlich bedingte stärkere Heizölnachfrage sowie insbesondere der hohe Bedarf in der Industrie als Gasersatz zur Geltung. Wie sich diese Faktoren entwickeln werden, ist derzeit nicht absehbar.

Wie dramatisch überteuert Diesel aber derzeit ist, lässt sich auch anhand der unterschiedlich starken Besteuerung ablesen: Auf einen Liter Diesel entfallen gut 20 Cent weniger Energie- und Mehrwertsteuer, tatsächlich kostet Diesel aber fast 21 Cent mehr als Super E10.

Laut ADAC sollten sich die Autofahrerinnen und Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im Umkreis informieren und gezielt die günstigste Tankstelle ansteuern. Wer abends zwischen 20 und 22 Uhr tankt, kann nach aktuellen ADAC Auswertungen im Schnitt zwölf Cent gegenüber den Morgenstunden sparen. Preisbewusstes Tankverhalten fördert zudem den Wettbewerb und kann daher auch zu einer Preissenkung beitragen.

Schnelle Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

DRK fordert rasche Umsetzung des Hilfsfonds für soziale Dienstleister – gaszaehler

DRK fordert rasche Umsetzung des Hilfsfonds für soziale Dienstleister

12. Oktober 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Stark gestiegene Kosten für Energie und Wärme belasten nicht nur Privatpersonen und Unternehmen, sondern auch soziale Dienstleister. Eine von der Bundesregierung eingerichtete „unabhängige Kommission Erdgas und Wärme“ hat in ihrem Zwischenbericht Vorschläge zur Entlastung unterbreitet.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt diese, ruft aber gleichzeitig zu deren raschen und konsequenten Umsetzung auf. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die Regierungskommission einen ‘Hilfsfonds für soziale Dienstleister’ vorschlägt“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Der Zwischenbericht erkennt die sehr ernste Lage an, in der viele Einrichtungen sind.“

Das DRK hatte bereits in der vergangenen Woche einen Fonds für soziale Dienstleister gefordert, weil auch unter Anwendung einer Gaspreisbremse die anstehenden Mehrkosten nicht aufgefangen werden können. Die öffentlichen Entgelte und Zuwendungen für die Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege sind in der Regel an Planzahlen aus den Kalkulationen des Vorjahres oder bei medizinischen Einrichtungen an Tagessätze und Fallpauschalen gebunden. Damit kann die unvorhersehbare Kostensteigerung nicht über die etablierten Refinanzierungsmechanismen ausgeglichen werden. „Einige Einrichtungen haben bereits deutlich gemacht, dass sie nicht mehr lange durchhalten. Das hätte gravierende Folgen für die Menschen vor Ort,“ so Hasselfeldt. „Der von der Regierungskommission erwähnte Fonds muss jetzt rasch realisiert werden.“

Der Vorschlag des DRK sieht vor, dass gemeinnützige soziale Einrichtungen einen Jahreszuschuss erhalten, der sich in einfacher und leicht überprüfbarer Weise an der Betriebskostendifferenz 2021 zu 2022 orientiert und Mehrbelastungen ausgleicht. „Der von uns vorgeschlagene Ansatz ist ein sehr gangbarer Weg. Er ist vor allem mit sehr wenig Bürokratie verbunden“, erläutert Hasselfeldt.

Die Preissteigerungen gehen über die Gaspreise deutlich hinaus. So sind erhebliche Kostensteigerungen auch für Lebensmittel, Dienstleistungen (z.B. Wäschereien) sowie für Personal zu erwarten. Auch für diese Preissteigerungen müsse es unbürokratische Wege der Unterstützung geben. „Wenn all das nicht dazu führen soll, dass Einrichtungen der gesundheitlichen und sozialen Daseinsvorsorge schließen müssen, dann ist jetzt konsequentes staatliches Handeln gefragt“, so Hasselfeldt weiter. „Am Ende geht es schließlich um den Erhalt von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Kitas und vieles mehr und damit um grundlegende Strukturen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.“

Deutschland nimmt 500ste Kleeblatt- Verlegung aus der Ukraine auf – MEDEVAC 220922 BBK

Deutschland nimmt 500ste Kleeblatt- Verlegung aus der Ukraine auf

22. September 2022/in Panorama

BONN (PM). Das im Rahmen des Ukrainekrieges geschaffene sogenannte sechste Kleeblatt des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert seit nunmehr über einem halben Jahr erfolgreich Evakuierungen von Verletzten und Verwundeten aus der Ukraine. Dies ist Teil der Hilfeleistungen Deutschlands im Rahmen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

In einer medizinischen Evakuierungsmission (MEDEVAC) am 21.09.2022 wurde gemeinsam mit weiteren Patientinnen und Patienten der 500ste erfolgreich nach Deutschland geflogen, um hier in einem Krankenhaus medizinisch behandelt zu werden. Der Flug erfolgte im Rahmen des deutschen Engagements im EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) gemeinsam mit dem UCPM-Partner Norwegen. Diese erfolgreiche und enge Kooperation für gemeinsame Flugmissionen besteht schon seit mehreren Wochen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Kleeblattmechanismus

In Deutschland werden die Patientinnen und Patienten über den sogenannten Kleeblattmechanismus aufgenommen und verteilt. Im Frühjahr 2020 wurde das Kleeblatt-Konzept für die strategische Patientenverlegung von an COVID-19 erkrankten Intensivpatientinnen und -patienten etabliert. In Deutschland gibt es fünf Kleeblattregionen. Diese basieren entweder auf dem Zusammenschluss mehrerer Bundesländer oder bilden aufgrund ihrer Größe ein eigenständiges Kleeblatt. Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine wurde das Konzept erweitert und dieser Mechanismus wird nunmehr für die Evakuierung und Versorgung von ukrainischen Verletzten und Verwundeten genutzt.

Die Koordination der Patiententransporte aus der Ukraine nach Deutschland erfolgt über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dort werden Hilfeleistungsgesuche der Ukraine oder ihrer Anrainerstaaten aufgenommen. Es kommt der Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) zum Tragen. Innerhalb des Bundesgebiets werden im Einzelnen die Verfahren und Steuerungsmechanismen des sog. Kleeblattkonzepts genutzt. Zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland wurde das BBK im Rahmen des Ukraine-Kriegs als sechstes Kleeblatt etabliert. In dieser Rolle koordiniert das BBK den Transport und die Übernahme von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolgt anschließend gemeinsam mit den Kleeblattpartnern.

Es wurden somit bislang über 500 Patientinnen und Patienten aufgenommen. Diejenigen, die bereits in Deutschland sind, werden hier erfolgreich durch verschiedenste Kliniken und Krankenhäuser ihren medizinischen Bedarfen nach spezialisiert versorgt. Hierzu zählen verschiedenste Verletzungsmuster und andere Krankheitsbilder.

Starker Partner Norwegen – Zusammenarbeit beim Transport

Derzeit werden die Evakuierungsmissionen in Zusammenarbeit mit Norwegen durchgeführt. Norwegen ist einer der Partner, mit denen Deutschland im Rahmen von medizinischen Evakuierungen kooperiert. Die MEDEVAC-Missionen werden mit einer Boeing 737-700 durchgeführt, die für Evakuierungen unterschiedlich und den jeweiligen medizinischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entsprechend konfiguriert werden kann.

Die letzten Wochen der Zusammenarbeit haben die Optimierung der Prozesse ermöglicht. Bislang konnten rund 200 der evakuierten Patientinnen und Patienten im Rahmen dieser Kooperation nach Deutschland transportiert werden. Norwegen engagiert sich neben den Flügen für andere Mitglieds- und Partnerstaaten auch selbst durch Behandlungen von Patientinnen und Patienten.

Neben Norwegen stehen noch weitere zuverlässige Partner zur Verfügung. Bis vor Kurzem unterstützte die Bundeswehr mit einer nunmehr außer Dienst gestellten A310-MEDEVAC-Maschine die Evakuierungen nach Deutschland.

Aufgrund dieses gemeinsamen und unermüdlichen Einsatzes sowie der fortbestehenden Hilfsbereitschaft aller nationalen und internationalen Partner kann die Ukraine auch weiterhin beim Transport und der Versorgung von Verletzten und Erkrankten unterstützt werden. Deutschland als leading nation im Bereich medizinischer Evakuierungen im Rahmen des UCPM wird auch weiterhin sich im Rahmen über den Kleeblattmechanismus engagieren.

Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet – Nosferatu Spinne NABU Robert Pfeifle

Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet

20. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Innerhalb weniger Jahre hat sich die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatuspinne in fast ganz Deutschland ausgebreitet. Das zeigen erste Ergebnisse eines Meldeaufrufs des NABU und des Beobachtungsportals NABU-naturgucker.de.

Die Nosferatuspinne kommt bei uns fast ausschließlich in Gebäuden vor. In Deutschland wurde die Art erstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Bis Sommer 2022 waren bei NABU-naturgucker.de bereits 500 Beobachtungen registriert – zwei Wochen nach Start des NABU-Aufrufs sind es nun rund 16.000. Vom großen Echo zeigt sich NABU-Experte Dr. Roland Mühlethaler überrascht: „Das Thema hat bei den Medien ebenso gezündet wie beim Publikum. Ein Grund ist sicher die Nähe der Art zum Menschen und ihre imposante Größe. Dazu kommt noch ein gewisser Gruselfaktor, die Benennung nach einem Stummfilm-Vampir regt zusätzlich die Fantasie an.“

Auch wenn es inzwischen Meldungen aus allen Winkeln der Republik gibt, liegen die Verbreitungsschwerpunkte unverändert im Süden und Westen. Vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr kommt die Nosferatuspinne nahezu flächendeckend vor. Nach Norden und Osten dünnen die Nachweise merklich aus. „Unser Meldeaufruf gilt daher weiter“, betont Mühlethaler. „Wir freuen uns über jede zusätzliche Beobachtung über www.NABU.de/Nosferatu. Besonders wertvoll sind dabei Belegfotos, denn so lässt sich die Art sicher nachweisen. Das gilt für alle Regionen, besonders aber für den Osten der Republik. So liegt aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erst je ein Fotobeleg vor.“

Sie wird zwar gelegentlich auch im Freiland gefunden, spätestens im Herbst zieht es die wärmebedürftige Nosferatuspinne, wie viele andere Spinnenarten auch, aber nach drinnen. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern gehört sie zusammen mit der Hauswinkelspinne zu den größten Gebäudebewohnerinnen. Die Nosferatuspinne kann spürbar zubeißen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Der Biss ist vergleichbar mit einem leichten Insektenstich. Als nächtliche Jägerin hält die Nosferatu im Haus den Bestand an Fliegen und anderen Insekten klein.

Hintergrundinformationen
Bis zum 15. September wurden aufgrund des Aufrufs fast 16.000 Beobachtungen der Nosferatuspinne unter www.NABU.de/Nosferatu eingetragen. Die Überprüfung von 7900 Bildern zeigte, dass 84 Prozent der Bestimmungen korrekt waren. Etwas mehr als die Hälfte der Fehlbestimmungen entfiel auf die Große Hauswinkelspinne und weitere Winkelspinnen; diese Arten sehen der Nosferatuspinne am ähnlichsten.

Rotes Kreuz: Erste Hilfe an Schulen stärken – Erste Hilfe Jörg F. Müller DRK

Rotes Kreuz: Erste Hilfe an Schulen stärken

9. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Niemand ist zu klein, um zu helfen – unter diesem Motto rufen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und sein eigenständiger Jugendverband, das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 10. September 2022 dazu auf, die Vermittlung von Erste-Hilfe-Inhalten an Schulen weiter zu stärken.

„In Notsituationen kann jede Sekunde entscheidend sein. Deshalb ist nicht wichtig wer hilft, sondern dass es Hilfe gibt: Menschen, die hinsehen und sofort handeln, wenn andere in Not sind. Das ist der Grundgedanke der Ersten Hilfe. Und auch Kinder können in Notfallsituationen bereits effektiv unterstützen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

„Die Schule als Lern- und Lebensort muss sicherer werden“, sagt Marcel Bösel, JRK-Bundesleiter. Die Gesamtzahl der Schulunfälle war in den letzten Jahren zwar rückläufig, auch aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Trotzdem lag die Anzahl nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung im vergangenen Jahr mit rund 37 Unfällen je 1.000 Schüler fast doppelt so hoch wie die Zahl der Arbeitsunfälle mit rund 20 je 1.000 Vollarbeitende. „Mitschülerinnen und Mitschüler sind oft direkt an Ort und Stelle und so die Ersten, die Hilfe leisten können“, erklärt Bösel. „Damit Kinder und Jugendliche wissen, wie sie im Ernstfall am besten reagieren, ist es wichtig, sie frühzeitig und vor allem regelmäßig mit Maßnahmen der Ersten Hilfe vertraut zu machen“. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt betont deshalb: „Neben der Förderung der JRK-Schularbeit fordern wir schon seit langem, das Thema Erste Hilfe flächendeckend in den Lehrplan aufzunehmen, um die Vermittlung von Erste-Hilfe-Inhalten an Schulen nachhaltig zu verankern.“

Mit seinen Programmen, Initiativen und Angeboten für alle Altersklassen ist das JRK seit vielen Jahren zuverlässiger Partner der Schulen. Es arbeitet aktuell bundesweit mit etwa 5.300 Grund- und weiterführenden Schulen zusammen und erreicht regelmäßig rund 80.000 Schülerinnen und Schüler. Dabei lernen junge Menschen altersgerecht Ideen und Maßnahmen der Ersten Hilfe kennen, damit Hemmungen, Hilfe zu leisten, gar nicht erst entstehen. So erfahren sie Selbstwirksamkeit und abstrakte Werte wie Menschlichkeit und Empathie werden mit Leben gefüllt. JRK-Bildungsangebote fördern also auch die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Ein weiterer positiver Effekt: Kinder und Jugendliche multiplizieren ihre Erfahrungen und ihr neu erlerntes Wissen in ihrem sozialen Umfeld, geben also wichtige Kenntnisse niedrigschwellig an Geschwister, Eltern oder im Freundeskreis weiter.

Weitere Informationen zur JRK Schularbeit finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz erhalten Sie von Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz: m.wuerdig@drk.de, 030/85404-123.

Verbände warnen vor massenhaftem Einsatz von Heizlüftern – Heizlüfter pb

Verbände warnen vor massenhaftem Einsatz von Heizlüftern

1. September 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Vor dem Hintergrund drohender Energieknappheit im Winter und steigender Preise für Erdgas, haben sich die Umweltorganisationen BUND, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) heute klar gegen die verstärkte Nutzung von Heizlüftern ausgesprochen. In einem gemeinsamen Papier weisen die Organisationen darauf hin, dass massenhaftes Heizen mit Heizlüftern zu lokalen Stromausfällen führen kann, dass die Strompreise weiter in die Höhe getrieben werden und sich das Ressourcenproblem verschärft.

Die Sorge vor einem kalten Winter lässt Heizlüfter für viele Menschen als gute Alternative erscheinen, aber das Gegenteil sei der Fall, warnen die Verbände. „Nutzen zahlreiche Haushalte Heizlüfter gleichzeitig, kann dies zu einer lokalen Überlastung des Stromnetzes führen. Es besteht die Gefahr von lokalen Stromausfällen, weil die vielen Heizlüfter nicht beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen. Netzbetreiber können diese, anders als große Verbraucher, nämlich nicht vom Netz nehmen.“

Zudem warnen die Organisationen vor explodierenden Stromkosten, denn das Heizen von Wohnraum mit Heizlüftern ist teuer. Die vermehrte Nutzung von Heizlüftern würde den Preis für Strom wie eine Spirale noch weiter in die Höhe treiben. Vermeintliche Kosteneinsparungen beim Gas müssten die Verbraucher*innen dann mit deutlich höheren Stromrechnungen bezahlen.
Die Organisationen rufen daher zur Besonnenheit auf. „Private Haushalte werden auch dann noch mit Gas versorgt werden, wenn sich die Versorgungslage in Deutschland verschlechtert. Denn gewisse Verbraucher*innen-Gruppen sind gesetzlich geschützt, auch wenn die Bundesregierung die Notfallstufe – die höchste von drei Warnstufen – ausruft“, heißt es in dem gemeinsamen Papier.

Gleichzeitig weisen die Umweltorganisationen auf wirksamere Alternativen hin. So müsse der Energieverbrauch insgesamt reduziert werden – nicht nur in privaten Haushalten, sondern insbesondere in der Industrie. Zudem appellieren die Organisationen an die Bundesregierung, ihre Anstrengungen bei der Energiewende deutlich zu erhöhen, nicht zuletzt, um die fossilen Abhängigkeiten schneller zu beenden.

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