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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Bahnstreik

Streikankündigung bei Deutscher Bahn: GDL fordert bessere Arbeitsbedingungen

7. Januar 2024/in Panorama

GDL-Mitglieder bei Deutscher Bahn, Transdev und City Bahn Chemnitz planen Streiks vom 10. – 12. Januar

BERLIN (red). In einem eskalierenden Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn (DB) AG, Transdev und City Bahn Chemnitz, ruft die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Mitglieder zu einer Arbeitsniederlegung auf. Diese soll vom 10. bis 12. Januar stattfinden, bei DB Cargo bereits ab dem 9. Januar. Die GDL kritisiert die Verhandlungsposition der DB und wirft ihr vor, die Weihnachtszeit nicht für konstruktive Angebote genutzt zu haben.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn AG, Transdev und City Bahn Chemnitz zu einem Streik aufgerufen. Dieser ist vom 10. Januar bis zum 12. Januar geplant, während bei DB Cargo bereits am 9. Januar Arbeitsniederlegungen beginnen sollen.

Der Hintergrund dieser Eskalation liegt in den gescheiterten Verhandlungen mit der DB AG am 24. November 2023. Die GDL beschuldigt den Staatskonzern, nicht ernsthaft über ihre Kernforderungen verhandeln zu wollen und stattdessen mit einer Feststellungsklage und irreführenden öffentlichen Aussagen abzulenken. Insbesondere kritisiert die Gewerkschaft die Darstellung der DB AG in Bezug auf ein angeblich neues Angebot, das sie als substanzlos und irreführend bezeichnet.

Die GDL hebt erfolgreiche Verhandlungen mit NETINERA und der Go-Ahead-Gruppe hervor, bei denen unter anderem eine Arbeitszeitabsenkung ohne Lohnkürzung und eine signifikante Erhöhung der Tabellenentgelte vereinbart wurden. Diese Abschlüsse dienen der GDL als Benchmark, welche die DB AG ignoriert.

Des Weiteren beklagt die Gewerkschaft eine Missachtung der eigenen Mitarbeiter durch die DB AG, Transdev und die City-Bahn Chemnitz. Dies wird durch eine Urabstimmung am 19. Dezember 2023 untermauert, in der 97 Prozent der Mitglieder für eine Ausweitung der Arbeitskämpfe stimmten.

Die GDL kritisiert das Angebot der DB als unseriös, da es keine konkreten Zahlen zu Lohnerhöhungen oder zur Inflationsausgleichsprämie enthält. Sie betont auch, dass das Angebot der DB lediglich für bisher von der GDL tarifierte Arbeitnehmer gelte und keine umfassenden Verbesserungen vorsehe.

Abschließend wird der Personalvorstand der DB AG, Seiler, für seine Vorschläge kritisiert, die von der GDL als unzureichend und weltfremd angesehen werden. Die Gewerkschaft sieht in den Handlungen des DB-Vorstands eine Fortsetzung der bisherigen Taktik, die nicht im Interesse der Mitarbeiter und Kunden sei.

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Gewalt gegen Einsatzkräfte

2. Januar 2024/in Panorama

DFV-Präsident fordert Ausnutzung der juristischen Möglichkeiten

Berlin (PM).  „Die Schutzkonzepte haben vielerorts das Schlimmste verhindert. Trotzdem sind Feuerwehrangehörige in der Silvesternacht angegriffen und teils auch verletzt worden. Ich erwarte von der deutschen Justiz, dass die juristischen Möglichkeiten bei einer Verurteilung vollumfänglich ausgenutzt werden. Verfahren dürfen keinesfalls wegen ,mangelnden öffentlichen Interesses‘ eingestellt werden“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zu Jahresbeginn.

Schutzkonzepte konnten das Schlimmste verhindern / „Jeder Angriff ist einer zu viel!“ ­

Beispiele aus der Berichterstattung der Feuerwehren:

  • In Laatzen (Niedersachsen) attackierten 40 Personen aus einem Hinterhalt ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr mit Steinen und Eisenstangen. Windschutzscheibe und Fahrertür wurden beschädigt, die Kräfte mussten den Einsatz abbrechen.
  • In Bremerhaven (Bremen) wurde die Freiwillige Feuerwehr bei einem Brandeinsatz mit Pyrotechnik beschossen. Zwei Feuerwehrkameraden wurden mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt.
  • In Frankfurt am Main (Hessen) wurden Kräfte des Löschfahrzeuges der Feuer- und Rettungswache 21 mit Steinen und Feuerwerkskörpern attackiert. Durch den Angriff wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Die beiden Verletzten wurden ambulant in einer Klinik versorgt.
  • In Hannover (Niedersachsen) wurden Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Buchholz bei einem Papiercontainerbrand mutwillig mit Feuerwerkskörpern beworfen, wobei ein Feuerwehrangehöriger verletzt wurde. Dieser musste in eine Klinik transportiert werden.
  • In Solingen (Nordrhein-Westfalen) wurden die gemeinsam mit der Polizei zu einer brennenden Matratze eingetroffenen Feuerwehrkräfte sofort mit Böllern beworfen, mit Raketen beschossen, auch Flaschen und Steine flogen. Im weiteren Verlauf der Nacht kam es hier immer wieder zu Angriffen. Es gab keine Verletzten.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte der Deutsche Feuerwehrverband gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Ergebnisse der ersten bundesweiten Umfrage unter ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen veröffentlicht: Knapp die Hälfte der teilnehmenden Kräfte war in den letzten zwei Jahren im Einsatz beleidigt, bedroht oder gar körperlich attackiert worden. „Jeder Angriff ist einer zu viel! Es ist – auch aus Respekt für die Einsatzkräfte – unbedingt nötig, dass in jedem Fall ermittelt wird und es bei Vorliegen der Voraussetzungen auch immer zu einem Verfahren kommt“, fordert DFV-Präsident Banse.

Viele Feuerwehren sind mit Aufklärungsarbeit etwa in Jugendzentren und Schulen aktiv, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. „Sie zeigen dabei auch, dass hinter der teils martialisch wirkenden Schutzausrüstung ganz normale Menschen mit allen menschlichen Bedürfnissen stecken“, so Banse. „Sie haben Familien und Freunde wie jeder andere auch – und diese wünschen sich, dass die Feuerwehrangehörigen immer gesund vom Einsatz zurückkommen“, erklärt er. ­
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THW

Rund 4.200 THW-Kräfte bei Sturmtief Zoltan gefordert

27. Dezember 2023/in Panorama

Sturmtief und seine Folgen bedeuten viel Arbeit für das Technische Hilfswerk

Bonn (PM). Mehr als 4.200 THW-Helferinnen und Helfer aus 173 Ortsverbänden arbeiten seit dem 21. Dezember ununterbrochen daran, die Schäden des Sturmtiefs Zoltan zu minimieren und den Menschen vor Ort zu helfen. Insbesondere Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern und Hamburg waren von schweren Überschwemmungen und den Auswirkungen von Sturm Zoltan betroffen.

„Das einzigartige Engagement unserer THW-Einsatzkräfte über die Feiertage verdient höchsten Respekt. Sie haben nicht nur materielle Schäden bekämpft, sondern auch das Gefühl von Gemeinschaft und Hoffnung gestärkt“, bedankt sich THW-Präsidentin Sabine Lackner.

THW-Kräfte waren über die Feiertage dauerhaft im Einsatz gegen die Fluten und Verwüstungen von Sturmtief Zoltan. Insgesamt waren mehr als 4.200 THW-Kräfte aus 173 Ortsverbänden teilweise auch nachts gefordert. Heute besuchte THW-Präsidentin Sabine Lackner Einsatzstellen in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachen, um sich vor Ort bei den THW-Helferinnen und -Helfern zu bedanken: „Es ist unglaublich, was von Ehrenamtlichen geleistet wird, ganz besonders in diesen Tagen, an denen eigentlich alle bei ihren Familien sein sollten.“

Gemeinsamer Einsatz gegen die Wassermassen

In Hamburg war das THW seit vor und während der Feiertage gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. „Der gemeinsame Einsatz zeigt die hohe Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungskräfte“, lobt THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Zahlreiche Einsatzaufgaben in Nordrhein-Westfalen

Im Schwerpunktgebiet Nordrhein-Westfalen waren mehr als 1.940 THW-Helferinnen und -Helfer aus 71 Ortsverbänden aktiv. Sie sicherten Deiche, beseitigten Orkanschäden und verbauten unermüdlich Sandsäcke. Außerdem übernahmen sie Transporte und leisteten technische Beratung. Insbesondere in Köln, im Weserbergland, an der Ems und im Ruhrgebiet waren die THW-Kräfte vor und während der Feiertage intensiv eingebunden. Derzeit sind noch über 340 THW-Kräfte im Einsatz.

Bremen-Niedersachsen: Gezielte Maßnahmen gegen drohende Überflutungen

Nach intensivem Dauerregen sorgten in Bremen und Niedersachsen bisher rund 1.700 THW-Kräfte aus 60 Ortsverbänden dafür, dass Deiche und Dämme gesichert wurden. Auch pumpten sie Wasser ab, stellten die Elektroversorgung an Einsatzstellen sicher und übernahmen Transportfahrten. Aufgrund der hohen Belastung unterstützten auch THW-Kräfte aus anderen Landesteilen in Niedersachsen. Während sich die Lage in Nordrhein-Westfalen etwas entspannt hat, ist Niedersachsen weiterhin besonders betroffen. Das THW ist nach wie vor im Dauereinsatz, um den Folgen von Zoltan entgegenzuwirken und das Hochwasser zu bekämpfen. Weitere Einsätze in den nächsten Tagen sind nicht auszuschließen.

In weiteren Bundesländern aktiv

Der Landesverband Bayern war mit rund 230 THW-Kräften und der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit mehr als 290 Einsatzkräfte im Einsatz, um Menschen in Notlagen zu unterstützen. Sie übernahmen zahlreiche Aufgaben, wie den Verbau von Sandsäcken und das Pumpen von Wasser. Auch in Sachsen, Thüringen und Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt waren THW-Kräfte durch die Folgen des Sturmtiefs gefordert.

Bahnstreik

97% Zustimmung: GDL-Mitglieder stimmen massiv für Streikmaßnahmen

19. Dezember 2023/in Panorama

GDL fordert Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhung – Streik droht im neuen Jahr

FRANKFURT AM MAIN (red). In einem bemerkenswerten Akt der Geschlossenheit haben die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in einer Urabstimmung mit einer überwältigenden Mehrheit von 97 Prozent für Streikmaßnahmen gestimmt. Diese Abstimmung, die eine hohe Wahlbeteiligung von über 70 Prozent verzeichnete, bezieht sich auf die Mitglieder bei der Deutschen Bahn AG, den Transdev-Unternehmen sowie verschiedenen Personaldienstleistern und der City-Bahn Chemnitz.

Die Ergebnisse zeigen eine klare Einigkeit unter den Lokführern und anderen Eisenbahnmitarbeitern. Bei den Personaldienstleistern assoft GmbH, Unternehmensbereich railmen, delphi personal GmbH, dispo-Tf Rail GmbH, First Passenger Rail Service Germany GmbH (PRS), MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH, OLB Oderland Bahn GmbH, Rheinische Bahnpersonal- und Verkehrsgesellschaft mbH und RT&S Lokführer-Akademie GmbH lag die Zustimmung bei 93 Prozent. Bei der City-Bahn Chemnitz wurde sogar eine Zustimmung von 98 Prozent erreicht.

Diese Urabstimmung gilt als entscheidender Schritt in der aktuellen Tarifrunde. Die GDL hat ihre Forderungen nach einer Reduktion der Arbeitszeit und einer signifikanten Erhöhung der Entgelte als Reaktion auf die steigende Inflation klar formuliert. Claus Weselsky, der Bundesvorsitzende der GDL, appellierte an die Arbeitgeber, ihre Haltung zu überdenken und ein angemessenes Angebot vorzulegen, um eine gütliche Einigung der Verhandlungen zu ermöglichen. Er betonte, dass die Mitglieder mit ihrem Votum ein starkes Signal für mögliche Arbeitskämpfe im neuen Jahr gesendet haben.

Die Kritik von Weselsky richtete sich insbesondere gegen die Führungskräfte der Deutschen Bahn, die er für eine Spaltungsstrategie und Verweigerung gegenüber notwendigen Veränderungen anprangerte. Er hob hervor, dass das Ergebnis der Urabstimmung zeigen sollte, dass diese Taktik gegenüber der GDL erfolglos ist.

Im Gegensatz dazu steht der kürzlich erzielte Tarifabschluss mit NETINERA, bei dem ohne Streiks Verbesserungen wie die Absenkung der Arbeitszeit und angemessene Lohnerhöhungen erzielt wurden. Weselsky sieht diesen Abschluss als positive Marktreferenz für die weiteren Verhandlungen und betonte, dass hier Einsicht und Vertrauen statt Konfrontation zum Erfolg führten.

Zum Abschluss seiner Ausführungen stellte Weselsky klar, dass die Arbeitgeber nun vor der Entscheidung stehen, sich konstruktiven Gesprächen zu öffnen oder harte Arbeitskämpfe zu riskieren, die durch den Unmut der GDL-Mitglieder ausgelöst werden könnten.

Tarifstreik Bahn

Tarifkonflikte eskalieren: GDL und dbb rufen zum Streik auf

6. Dezember 2023/in Panorama

Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung und besseren Bedingungen im Mittelpunkt

BERLIN (red). In einer zunehmend angespannten Tariflandschaft haben die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der dbb beamtenbund und tarifunion ihre Solidarität bekräftigt und zu umfangreichen Streiks aufgerufen. Dies folgt auf die Weigerung der Arbeitgeber, über Kernforderungen wie Arbeitszeitverkürzung für Schichtarbeiter und die Wertschätzung der Beschäftigten zu verhandeln.

Die Tarifrunde 2023 befindet sich in einer kritischen Phase, sowohl bei den Eisenbahnen in Deutschland als auch im öffentlichen Dienst der Länder. Die Arbeitgeber zeigen sich unnachgiebig, insbesondere im Hinblick auf die von der GDL geforderte Reduzierung der Arbeitszeit auf eine 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter und die Einführung einer Fünf-Tage-Woche. Laut Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der GDL, ignoriert diese Haltung nicht nur die Bedürfnisse der Beschäftigten, sondern gefährdet auch die Zukunft der Eisenbahn als klimafreundliches Verkehrsmittel.

Der Warnstreik beginnt am Donnerstag, den 7. Dezember 2023, ab 18:00 Uhr im Güterverkehr und ab 22:00 Uhr im Personenverkehr. Die Streikmaßnahmen endet am Freitag, den 8. Dezember 2023 um 22:00 Uhr.

Um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, hat die GDL für den 7. Dezember 2023 umfangreiche Streiks im Güter- und Personenverkehr angekündigt. Diese Streiks betreffen verschiedene Unternehmen, darunter die Deutsche Bahn AG und den Transdev-Konzern.

Parallel dazu betont Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des dbb, die Notwendigkeit attraktiver Arbeitsbedingungen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte im öffentlichen Dienst. Er kritisiert die Weigerung des Bahnvorstands, über die Forderungen der GDL zu verhandeln, als schädlich für das Unternehmen und demotivierend für die Beschäftigten.

 

Medizinische Task Force

Vorbereitung auf die Fußball-EM 2024 in Deutschland

23. November 2023/in Panorama

Erfolgreicher Start der Alarmwegeübungen für den Sanitätsdienst „Medizinische Task Force“

BONN (PM). Bis zum Auftaktspiel der UEFA EURO 2024 finden verschiedene Übungen der deutschlandweit 61 Standorte des gemeinsamen Sanitätsdienstes des Bundes und der Länder „Medizinische Task Force (MTF)“ statt. Hierzu zählen auch Alarmwegeübungen des BBK-Projekts EUROMED. Die erste Übung dieser Art fand am 21.11.2023 statt und war ein Erfolg.

Die MTF ist eine Spezialfähigkeit des Bundes und der mitwirkenden Hilfsorganisationen und Feuerwehren für die medizinische Versorgung von Verletzten. Vom BBK konzipiert und für den Zivilschutz und die länderübergreifende Katastrophenhilfe ausgestattet, stehen die Einheiten der MTF an 61 Standorten in Deutschland auch während der vom 14. Juni bis 14. Juli stattfindenden UEFA EURO 2024 jederzeit bereit.

Ziel der vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) geförderten EUROMED-Übungsreihe ist es, die Abläufe innerhalb der MTF sowie im Zusammenspiel mit anderen Akteuren im Bevölkerungsschutz umfassend zu trainieren. Eines der Übungsformate ist die Alarmwegeübung, die am 21.11.2023 gestartet ist. In der Übung gelang es, die schnelle Einsatzbereitschaft von MTF-Einheiten zwischen den Bundesländern sicherzustellen. Im Übungsszenario wurde hierfür eine Alarmierung der MTF-Einheiten simuliert.

Länderübergreifende Abläufe

Die Anforderung einer MTF-Einheit erfolgt durch eine zuvor abgestimmte Vorgehensweise zwischen Bund und Ländern. So können die Bundesländer eine Anforderung direkt an ein anderes Bundesland oder über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) beim BBK an alle Bundesländer versenden. Diese können dann wiederum entsprechende Hilfsangebote machen und Einsatzkräfte an das anfordernde Bundesland entsenden. Hierzu müssen die ehrenamtlichen Kräfte der MTF-Einheiten alarmiert werden, was in der Alarmwegeübung durchgespielt wurde. Die 138 Einsatzkräfte einer MTF-Einheit wurden z.B. per Pager, Kurznachricht oder über einen Anruf alarmiert.

Ein wichtiger Übungsaspekt war, dass die alarmierten Ehrenamtlichen dem MTF-Abteilungsführer die Alarmierung quittierten. Damit ist dieser über die taktische und medizinische Stärke seiner MTF-Einheit informiert und kann der alarmierenden Stelle die Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte rückmelden. Das ist auch im Ernstfall wichtig, damit die Einsatzkräfte verschiedener MTF-Einheiten insbesondere bei unübersichtlichen Großschadenslagen gut koordiniert und sinnvoll eingesetzt werden können. Alle beteiligten Stellen und Einsatzkräfte haben ihre Abläufe erprobt und ziehen hieraus wertvolle Erkenntnisse. Ziel der weiteren Alarmwegeübungen wird es sein, eine Routine zu entwickeln, um im Ernstfall noch schneller und sicher handeln zu können.

Verschiedene Übungsformate

Neben den Alarmwegeübungen werden in der EUROMED-Übungsreihe auch Stellproben und Verlegeübungen durchgeführt. Diese Übungen dienen der Erweiterung der medizinischen Versorgungskapazitäten und der reibungslosen Koordinierung der Einsatzkräfte. Ein Höhepunkt der EUROMED-Übungsreihe wird im Frühjahr 2024 eine bundeslandübergreifende Großübung in Hamburg sein.

Neben der EUROMED-Übungsreihe hat auch die zum BBK gehörende Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) in Vorbereitung auf die UEFA EURO 2024 ein spezielles Fortbildungsangebot mit maßgeschneiderten Formaten entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der zehn Ausrichterstädte orientieren. Von Risiko- und Krisenmanagement über Führungs- und Stabslehre bis hin zum Psychosozialen Krisenmanagement können die Ausrichterstädte ihre Einsatzkräfte in unterschiedlichen Bereichen ins Training schicken.

Demo Symbolbild Polizeikette

Bundeskriminalamt veröffentlicht Bundeslagebild

20. November 2023/in Panorama

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte 2022

WIESBADEN (ots). Die registrierten Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte sind im Jahr 2022 um 3.128 Fälle auf 42.777 gestiegen, eine Zunahme um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 96.208 Polizistinnen und Polizisten Opfer einer Gewalttat. Dies entspricht einem Anstieg um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichen sowohl die Fall- als auch die Opferzahlen im Bereich der Gewaltstraftaten gegen Polizistinnen und Polizisten erneut Höchstwerte. Dies geht aus dem heute vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Bundeslagebild “Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte 2022” hervor.

46,5 Prozent der Gewalttaten waren Widerstände gegen Vollstreckungsbeamtinnen und Vollstreckungsbeamte. Dabei wurden 48.980 Polizistinnen und Polizisten als Opfer erfasst, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (2021: 46.410).

Die Anzahl der Tötungsdelikte stieg auf 37 registrierte Fälle (2021: 30). Im Gegensatz zum Jahr 2021 handelt es sich hierbei nicht ausschließlich um versuchte Tötungsdelikte: 2022 wurde ein vollendeter Fall mit zwei Opfern* registriert.

Der Großteil der ermittelten Tatverdächtigen ist männlich (84,1 Prozent). 25.494 (2021: 23.953) Tatverdächtige hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, was einem Anteil von 69,9 Prozent entspricht. Die Anzahl nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 10.999 (2021: 9.949). Mehr als zwei Drittel der Verdächtigen war über 25 Jahre alt. Die Verdächtigen handelten in der Regel alleine. Viele der Tatverdächtigen waren kriminalpolizeilich bekannt (74,3 Prozent). Mehr als jeder Zweite stand unter Alkoholeinfluss.

Das Lagebild enthält neben Angaben zu Gewalttaten gegen Polizistinnen und Polizisten auch Daten zu Einsatzkräften der Feuerwehr und anderer Rettungsdienste, die im Rahmen allgemeiner Einsatzlagen ebenfalls von Gewalttaten betroffen waren. So wurden 650 Fälle registriert, in denen mindestens eine bei der Feuerwehr tätige Person betroffen war sowie 1.920 Fälle mit mindestens einem betroffenen Opfer der sonstigen Rettungskräfte festgestellt. Die Anzahl der Opfer in diesen Personengruppen betrug 3.616. Diese Werte liegen jeweils deutlich über dem Niveau des Jahres 2021.

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Bundeslagebild “Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte 2022” unter: www.bka.de/BLB_GewaltggPVB2022

*Vollendeter Mord z.N. einer Polizistin und eines Polizisten Ende Januar 2022 im Landkreis Kusel im Rahmen einer Kontrolle wegen des Verdachts der Wilderei.

Bahnsteig

Streikankündigung der GDL für den 15. und 16. November

14. November 2023/in Panorama

Eisenbahnverkehr steht möglicherweise vor neuen Herausforderungen durch Tarifkonflikte

FRANKFURT AM MAIN (red). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) tritt mit klaren Forderungen in die Tarifrunde 2023 ein, fordert Arbeitszeitverkürzung und stößt dabei auf Ablehnung bei mehreren Eisenbahnverkehrsunternehmen, darunter die Deutsche Bahn AG und Transdev. Mit dem Scheitern mehrerer Verhandlungsrunden und einem Warnstreik am 21. Oktober zeichnet sich eine zunehmende Konfrontation ab, die nun in einem Aufruf zum Streik gipfelt.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht sich zu Beginn der Tarifrunde 2023 mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Trotz frühzeitiger Terminvorschläge und klar kommunizierter Kernforderungen, darunter die Absenkung der Arbeitszeit, stößt die GDL auf Widerstand bei der Deutschen Bahn AG, dem Transdev-Konzern, der City Bahn Chemnitz und weiteren Dienstleistern. Diese Arbeitgeber lehnen Verhandlungen über die Arbeitszeitverkürzung ab, was bereits zu einem zwölfstündigen Warnstreik führte. Die Standhaftigkeit der Arbeitgeberseite auch nach dem Streik lässt die Verhandlungssituation zunehmend verhärtet erscheinen.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky betont die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Verkehrswende zu unterstützen. Während andere Unternehmen im Markt und Gewerkschaften wie ver.di und IG Metall ähnliche Modelle erwägen, zeigt sich die Deutsche Bahn AG unkooperativ, ein Vorgehen, das Weselsky kritisiert.

Die GDL und der dbb beamtenbund und tarifunion zeigen sich solidarisch und lehnen eine Spaltung ab. Öffentliche Veranstaltungen sind geplant, um die gemeinsame Position zu unterstreichen. Im Falle keiner Einigung droht die GDL mit weiteren Streiks.

Vom 15. November 22:00 Uhr bis 16. November 2023 18:00 Uhr sind alle Lokführer, Zugbegleiter, Werkstattmitarbeiter und Disponenten, sowie weitere Berufsgruppen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Weselsky, Vorsitzender der GDL, unterstreicht die Dringlichkeit der Anliegen der Beschäftigten und warnt die Arbeitgeber vor einer Unterschätzung der Lage.

Somit drohen Bahnreisenden ab morgen Abend erhebliche Unannehmlichkeiten und lange Wartezeiten sowie Zugausfälle. Es wird empfohlen, sich schon frühzeitig über die Einschränkungen im Bahnverkehr zu informieren.

Die Deutsche Bahn prognostiziert laut einer Abendmitteilung, dass der Streik gravierende Folgen haben wird. Das Unternehmen versprach, die Öffentlichkeit zeitnah und detailliert über die Entwicklungen zu unterrichten. Das Unternehmen äußerte sich verärgert über den kurzfristigen Streikaufruf der GDL. In einer Stellungnahme bezeichnete DB-Personalvorstand Martin Seiler den Streik als unangemessen und unnötig und verwies auf geplante Verhandlungstermine am Donnerstag und Freitag, die im gegenseitigen Einvernehmen festgelegt wurden.

Führerscheinumtausch geht in die nächste Runde – Fuehrerschein Symbolfoto

Führerscheinumtausch geht in die nächste Runde

10. November 2023/in Panorama

Jetzt sind die Jahrgänge 1965 bis 1970 dran

MÜNCHEN (PM). Führerscheine sollen in Zukunft EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Damit das umgesetzt werden kann, müssen in den kommenden Jahren Millionen von Führerscheinen umgetauscht werden. In Deutschland gibt es dafür einen zeitlichen Stufenplan, der sich nach Geburtsjahr sowie Ausstellungsjahr des Führerscheins richtet. Bis zum 19. Januar 2023 waren die Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964 mit dem Umtausch an der Reihe.

Nun sind die Jahrgänge 1965 bis 1970 dran. Ihre Umtauschfrist ist der 19. Januar 2024 – wenn ihr Führerschein bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurde. Der Umtausch ist verpflichtend. Um den Führerschein rechtzeitig vor der Umtauschfrist ausgetauscht zu haben, empfiehlt der ADAC sich bereits jetzt um einen Termin zu kümmern.

Übrigens: Wer schon einen alten Scheckkartenführerschein besitzt, muss nicht auf das Geburtsjahr achten. Die Fristen richten sich dann nach dem Ausstellungsjahr. Scheckkarten der Jahre 1999-2001 müssen bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht werden. Wer vor 1953 geboren ist, hat es am einfachsten: Der Stichtag für den Umtausch des alten Führerscheins ist immer der 19.01.2033. Für den Umtausch muss bei der örtlichen Führerscheinstelle ein Antrag gestellt werden. Benötigt werden dafür ein gültiges Ausweisdokument, ein biometrisches Foto und der aktuelle Führerschein. Der Umtausch kostet rund 25 Euro. Das neue Führerscheindokument ist 15 Jahre gültig.

Der ADAC erklärt, dass mit Ablauf der Frist jedoch nicht die Fahrerlaubnis an sich erlischt. Lediglich das Führerscheindokument verliert seine Gültigkeit. Wird man ohne gültigen Führerschein erwischt, begeht man deshalb zwar keine Straftat aufgrund Fahrens ohne Fahrerlaubnis, es wird jedoch ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro fällig. Auch im Ausland kann es Probleme geben, wenn man nach Ablauf der Umtauschfrist weiter mit dem alten Führerschein unterwegs ist.

Deutschlandweit müssen rund 43 Millionen Führerscheine umgetauscht werden. Das betrifft etwa 15 Millionen Papierführerscheine (die bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden) sowie rund 28 Millionen Scheckkartenführerscheine (die zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 18. Januar 2013 ausgegeben wurden). Der gesamte Umtauschprozess muss bis zum 19. Januar 2033 abgeschlossen sein.

Karl-Heinz Banse

Bundesweite Umfrage zur Gewalt gegen Einsatzkräfte gestartet

6. November 2023/in Panorama

DFV und DGUV erheben gemeinsam belastbare Zahlen bei Freiwilligen Feuerwehren ­

BERLIN (PM). Seit Jahren engagieren sich der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und seine Mitgliedsverbände gegen die grassierende Gewalt gegen Einsatzkräfte. Mit Kampagnen und Fachveranstaltungen wie etwa dem diesjährigen Bundesfachkongress klärt der Bundesverband unermüdlich über die Problematik auf. Nach Rechtsverschärfungen und dem Einsatz der psychosozialen Notfallversorgung müssen aber weitere Schritte erfolgen, um die zu schützen, die andere retten.

„Dass sich Feuerwehrangehörige an den Zustand permanenter Bedrohung durch Gewalt im Einsatz gewöhnen sollen, ist unerträglich“, betont DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. „Angriffe auf Einsatzkräfte dürfen niemals gesellschaftlich akzeptabel sein. Das gilt im Übrigen auch für Hilfs- und Polizeikräfte. Der Zivil- und Katastrophenschutz kann nur gelingen, wenn er auch ermöglicht und verteidigt wird“, stellt Banse fest.

Um weitere Maßnahmen sowie ein anderes Bewusstsein von Politik und Zivilgesellschaft einzufordern, bedarf es konkreter und belastbarer bundesweiter Zahlen. Besonders das Ehrenamt bedarf hier eines verbesserten Schutzes vor Gewalt. Nachdem die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen bereits zweimal Umfragen in den Freiwilligen Feuerwehren Niedersachsens durchführen konnte, hat sich die DFV-Arbeitsgruppe „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ unter Leitung von DFV-Vizepräsident Lars Oschmann dafür stark gemacht, eine deutschlandweite Studie unter Angehörigen Freiwilliger Feuerwehren durchzuführen. Der Deutsche Feuerwehrverband beauftragte hierfür zusammen mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) das Institut für Arbeitsschutz. Die Umfrage wurde nun im Rahmen der 70. Delegiertenversammlung, dem höchsten Verbandsorgan, gestartet.

Der DFV bittet daher jetzt alle Feuerwehrangehörigen um Mithilfe: Beteiligt Euch in Euren Feuerwehren an dieser wichtigen Umfrage! Machen wir gemeinsam die Gewalt sichtbar, die uns entgegenschlägt! Diese reicht von verbalen Ausbrüchen wie Beleidigungen und Bedrohungen über tätliche Angriffe mit Waffen oder PKW bis hin zu organisierter Gewalt wie etwa das gezielte Locken von Einsatzfahrzeugen in einen Hinterhalt, um sie angreifen und ausrauben zu können.

Die Umfrage ist jetzt online geschaltet und unter https://befragungen.dguv.de/evasys/online.php?p=DFV_Befragung2023 direkt erreichbar. Die Ergebnisse werden zeitnah veröffentlicht. Weitere Informationen zur Problematik Gewalt gegen Einsatzkräfte und zum Engagement des DFV gibt es unter https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/keine-gewalt/. ­
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