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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Kraftstoffpreise rutschen weiter ab – Tanken billiger

Kraftstoffpreise rutschen weiter ab

13. April 2022/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Vergleich zur vergangenen Woche spürbar gesunken. Dies gilt vor allem für Diesel-Kraftstoff: Ein Liter kostet laut ADAC Auswertung im bundesweiten Mittel 1,968 Euro, das sind 8,3 Cent weniger als vor Wochenfrist. Auch Benzin ist günstiger als in der Vorwoche. Ein Liter Super E10 kostet im Mittel 1,944 Euro und damit 4,6 Cent weniger als vor einer Woche.

Der Rückgang der Kraftstoffpreise war angesichts des überhöhten Niveaus während der letzten Wochen notwendig, reicht aber nicht aus. Laut ADAC besteht weiterhin Potenzial für Preissenkungen, zu denen ein lebhafter Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt beiträgt.

Die Autofahrer sollten ihre Marktmacht nutzen und besonders teure Tankstellen links liegen lassen. Dies stärkt die Position der günstigeren Anbieter und führt indirekt zu Preissenkungen. Wer außerdem abends tankt, kann regelmäßig einige Euro gegenüber den Morgenstunden sparen.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

DRK: Deutschland braucht eine Zeitenwende im Zivilschutz – Ankunftszentrum Tegel Philipp Wiesener DRK

DRK: Deutschland braucht eine Zeitenwende im Zivilschutz

24. März 2022/in Panorama

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat eine Zeitenwende im Bevölkerungsschutz angemahnt. „Der Bund darf nicht nur an den militärischen Schutz denken, er muss den Zivilschutz sofort und nachhaltig stärken. Beides wurde seit Ende des Kalten Krieges stark zurückgefahren. Nicht erst der Ukraine-Krieg zeigt, dass hier einiges geschehen muss”, sagt Hasselfeldt. Auch schon die Flüchtlingsbewegung 2015, die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr hätten die Defizite deutlich gemacht. „Wir müssen uns auf Krisen der unterschiedlichsten Art besser vorbereiten”, fordert die DRK-Präsidentin.

Im Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge auf dem früheren Flughafen Berlin-Tegel besichtigte Hasselfeldt am 24. März 2022 mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, die Notunterkünfte für mindestens 1.000 Flüchtlinge auf dem Rollfeld. Diese hat das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag des Bundes und des Landes Berlin aus der Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz als Pufferkapazität zur Überbrückung von Engpassressourcen bereitgestellt. Das Material stammt aus dem vom Bund finanzierten Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“. Dieses Modul reicht von Unterkunftsmöglichkeiten, notfalls in winterfesten Zelten, Verpflegung mit mobilen Küchen, Trinkwasseraufbereitung, netzunabhängige Energieversorgung, Konzepte für Hygiene und Abwasser und mobiler Arztpraxis bis hin zu Spezialfahrzeugen.

DRK: Deutschland braucht eine Zeitenwende im Zivilschutz – DRK Präsidentin Gerda Hasselfeldt

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt © Henning Schacht / DRK

„Die Materialvorhaltung für Krisenfälle ist mangelhaft. Notwendig sind mindestens zehn derartiger Module der Betreuungsreserve des Bundes deutschlandweit”, sagt Hasselfeldt. Das erste Modul, zu dem zwei mobile Arztpraxen gehören, sei zum Beispiel in der Corona-Pandemie und in der Hochwasserkatastrophe zum Einsatz gekommen. „Wenn noch mehr Geflüchtete kommen sollten, dann wird das, was wir haben, aber nicht reichen”, so die DRK-Präsidentin. Auch bei der Gleichstellung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer des DRK und anderer anerkannter Hilfsorganisationen mit den Freiwilligen bei Feuerwehren und THW etwa in Fragen der Lohnfortzahlung und Freistellung vom Arbeitsplatz müsse sich dringend etwas tun. Hier seien bundeseinheitliche Regelungen notwendig.

DRK-Generalekretär Christian Reuter sagt: „Wir fordern noch für die laufenden Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag eine Weichenstellung für die sofortige Bundesfinanzierung von weiteren Modulen der Zivilschutzreserve und damit ein sichtbares Bekenntnis zum Koalitionsvertrag.“

Der Präsident des BBK, Armin Schuster, sagt: „Der Bedarf an schnell verfügbaren Reserven ist hoch. Das machen die verschiedenen Einsätze der letzten zwei Jahre deutlich: Hochwasser, Corona-Pandemie und aktuell der Krieg in der Ukraine mit vielen tausend Geflüchteten. Die Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz wird dringend benötigt. Nach dem Start des Pilotprojekts im April 2020, wird nun seit Dezember 2021 das zweite Modul der Betreuungsreserve beschafft. So entstehen weitere 5.000 Notversorgungsplätze für den Bedarfsfall. Wir brauchen aber noch deutlich mehr Reserven in dieser Art, so dass wir im Notfall den betroffenen Menschen schnell und flexibel helfen können. Gemeinschaftlich mit den Hilfsorganisationen setzen wir uns hierfür ein.“

Eine Kleinstadt auf Lager – Labor5000 Asb

Eine Kleinstadt auf Lager

23. März 2022/in Panorama

BONN (PM. Bis Ende 2024 wird der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) das zweite Modul der Betreuungsreserve des Bundes realisieren. BBK-Präsident Armin Schuster und Edith Wallmeier, Geschäftsführerin „Einsatzdienste und Bildung“ beim ASB, freuen sich über die Stärkung des Zivilschutzes.

Der Einsatz im Hochwasser, aber auch aktuell als Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete verdeutlicht den hohen Bedarf für entsprechende Reserven. Mit dem zweiten Modul kann künftig die Grundversorgung von weiteren 5.000 betroffenen Menschen sichergestellt werden.

Startschuss für das zweite Modul der Betreuungsreserve des Bundes

Der ASB, der gemeinsam mit den anderen anerkannten deutschen Hilfsorganisationen, Deutsches Roten Kreuz (DRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD), auch am Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ beteiligt ist, wird bis Ende 2024 Geräte und Materialien beschaffen, die für eine weitgehend autarke Unterbringung, Versorgung und Betreuung von bis zu 5.000 im Krisenfall obdachlos gewordenen Menschen benötigt werden.

BBK als Motor im nationalen Hilfeleistungssystem

Um auf mögliche Krisen angemessen reagieren zu können, ist eine gute Vorbereitung, aber auch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Bevölkerungsschutz essentiell. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, sieht hier eine wichtige Rolle des BBK:

„Wir wollen in unserem hoch komplexen Hilfeleistungssystem der Motor sein und gemeinschaftlich mit unseren Partnern benötigte Reserven beschaffen und koordinieren. Der ASB ist einer dieser wichtigen Partner im Bevölkerungsschutz. Ich freue mich, dass wir nun gemeinsam mit dem zweiten Modul der ‚Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz‘ weitere 5.000 Notversorgungsplätze schaffen. Hochwasser, Pandemie und der Krieg in der Ukraine, der Millionen von Menschen zur Flucht gezwungen hat, haben gezeigt, dass der strategische Ansatz des Pilotprojekts ‚Labor Betreuung 5.000‘ mit Fokus auf Modularität, weitgehende Autarkie und schnelle Einsatzbereitschaft richtig ist. Und wir müssen in weitere Module investieren.“

ASB: Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt

Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung beim ASB: „Der ASB versteht sich als innovativer Dienstleister für gesellschaftliche Aufgaben und orientiert sich dabei stets an den Bedürfnissen der Menschen. Mit unserem Einsatz für die Vorhaltung von Notfallversorgungsplätzen leisten wir einen Beitrag zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Grundlage unserer Planungen sind die internationalen Standards der humanitären Hilfe. Wie wichtig es ist, Vorsorge zu treffen, zeigt aktuell die Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in Deutschland.“

Hilfe im Krisenfall: Modular, weitgehend autark und kurzfristig einsatzbereit

Mehrere Geräte, Materialien und Fahrzeuge aus dem Bestand des Pilotprojekts „Labor Betreuung 5.000“ waren im Sommer 2021 in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz und sind es bis heute. Geräte wie die flexibel nutzbaren Mehrzweckraumzellen (MRZ), die beispielsweise als Informationspunkte für die betroffene Bevölkerung zum Einsatz kamen, sowie Ersatzstromerzeuger und geländegängige Fahrzeuge sind von enormer Wichtigkeit im Fall von zerstörter Infrastruktur.

Die beschaffte Ausstattung im Projekt kann zu einer kompletten Kleinstadt aufgebaut werden, oder aber – wie beim Hochwassereinsatz erfolgt – bestehende Einrichtungen in Teilbereichen unterstützen.

Der Bedarf an solchen schnell verfügbaren Reserven ist hoch und soll nun mit dem zweiten Modul der Betreuungsreserve durch den ASB ausgebaut werden. Die Erkenntnisse aus dem Hochwassereinsatz sowie aus den Erprobungen im Rahmen des Pilotprojekts fließen in die Planungen für dieses zweite, wie auch für alle weiteren Module ein. Insgesamt sollen für die Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz bis zu zehn dieser Mobilen Betreuungsmodule (MBM 5.000) aufgebaut werden.

Logistikzentren in ganz Deutschland vorgesehen

Damit es im Einsatzfall schnell geht, braucht es zentrale Vorhaltungen. Deshalb wird die beschaffte Ausstattung für eine Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung für bis zu 5.000 Menschen zentral in einem einzigen Logistikzentrum gelagert. Das ist eine ganze Kleinstadt auf Lager. Grob geschätzt werden ca. 5.000 Europaletten, 224 Container und Sonderfahrzeuge benötigt, um das komplette bis zum Projektende beschaffte Material einzulagern. Für den Transport würden ca. 250 LKW-Fahrten benötigt.

Jedes einzelne dieser sogenannten Mobilen Betreuungsmodule (MBM 5.000) wird als Gesamtpaket jeweils an einem anderen Ort in Deutschland eingelagert, so dass eine gleichmäßige Verteilung über das Bundesgebiet sichergestellt ist. Das erste Betreuungsmodul für 5.000 Personen, welches federführend vom DRK im Rahmen des Pilotprojekts aufgebaut wird, wird in Brandenburg gelagert. Das zweite, für weitere 5.000 Personen vom ASB aufzubauende Modul soll im Raum Köln/Bonn vorgehalten werden.

Mehr Informationen zur Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz und zum Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“

Die derzeit im Aufbau befindliche Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz soll bis zu zehn Mobile Betreuungsmodule (MBM 5.000) umfassen. Mit den Materialien eines solchen eingelagerten Betreuungsmoduls können jeweils bis zu 5.000 Menschen untergebracht und betreut werden. So soll im Verteidigungsfall das Überleben der von Kriegswirkungen betroffenen Personen sichergestellt werden.

Seit April 2020 wird im Rahmen des Pilotprojekts „Labor Betreuung 5.000“, welches federführend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) gemeinsam mit den anerkannten deutschen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) umgesetzt wird, das erste dieser Betreuungsmodule aufgebaut und erprobt.

Seit Dezember 2021 wird das zweite Betreuungsmodul unter Federführung des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) verwirklicht.

Cottbus jetzt drittes Drehkreuz für Ukraine-Geflüchtete – Cottbus Drehkreuz DB AG Volker Emersleben

Cottbus jetzt drittes Drehkreuz für Ukraine-Geflüchtete

23. März 2022/in Niedersachsen, Panorama

BERLIN / COTTBUS (PM). Heute geht mit Cottbus/Chóśebuz das dritte Drehkreuz für Geflüchtete aus der Ukraine an den Start. Die im Südosten von Brandenburg gelegene Stadt wird die beiden bestehenden Drehkreuze Berlin und Hannover entlasten und ergänzen. Die Stadt ist aufgrund ihrer geografischen Lage und ihres guten Anschlusses an das Netz der Deutschen Bahn ideal, um als Drehkreuz für Geflüchtete zu dienen.

Über Cottbus können künftig bis zu 2.500 Geflüchtete täglich nach Deutschland in Sicherheit gebracht werden. Dazu fahren jeden Tag bis zu sechs Shuttle-Züge von DB Regio von Breslau (Wrocław) ohne Zwischenstopp nach Cottbus.

Von Cottbus aus werden die Geflüchteten dann weiterreisen: Zweimal täglich fahren Sonderzüge nach Hannover. Darüber hinaus stehen dort Busse bereit, um die Menschen in Aufnahme-Einrichtungen in der Region sowie in andere Bundesländer zu bringen.

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber: „In Cottbus zeigt sich, wie über Länder- und Staatsgrenzen hinweg Hilfe pragmatisch und schnell organisiert werden kann. Mein ausdrücklicher Dank gilt dabei unseren polnischen Partnerbahnen sowie den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und der Stadt Cottbus. Der VBB, die vielen mittelständischen Busunternehmen und die Hilfsorganisationen mit ihren zahlreichen freiwilligen Helfer:innen haben zusammen mit der DB in kurzer Zeit ein umfassendes Hilfskonzept für Geflüchtete auf die Beine gestellt.“

Bundesverkehrsminister Volker Wissing: „Ab heute steht uns mit Cottbus ein weiteres Drehkreuz zur Entlastung von Berlin zur Verfügung. Ich appelliere noch einmal an die Verantwortlichen in den Bundesländern, sich diesem Beispiel anzuschließen. Wir stehen mit der DB bereit, weitere Hubs in Deutschland aufzubauen, um unsere Metropolen, aber auch unsere Nachbarn in Polen zu entlasten. Unsere osteuropäischen Nachbarn leisten derzeit Enormes. Deutschland und die EU müssen hier schnell noch stärker unterstützen und die Aufnahme und Verteilung gesamteuropäisch angehen. Das Zusammenspiel der europäischen Bahnen in den letzten Wochen hat bewiesen: Wenn rechtzeitig bekannt ist, wo Aufnahmekapazitäten vorhanden sind, lassen sich auch direkte Verkehre auf der Schiene für eine große Anzahl an Rettung suchenden Menschen schnell organisieren. Meine Hoffnung ruht hier auf dem anstehenden EU-Innenminister-Treffen.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Unser gemeinsames Ziel ist die bestmögliche Versorgung und Verteilung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Dieser großen humanitären Aufgabe stellen wir uns in Europa gemeinsam. Ich bin sehr dankbar für die hervorragende Zusammenarbeit der Deutschen Bahn mit ihren polnischen Partnern. Verlässliche Reisewege in der EU und gut funktionierende Hubs sind unerlässlich für die Verteilung und Versorgung. Mit den polnischen Behörden haben wir vereinbart, dass die Flüchtenden über Reisewege aktiv informiert werden. In allen Sonderzügen sorgen wir für Verpflegung und eine Betreuung durch das DRK, insbesondere für die Kinder und die alten Menschen. Wir arbeiten intensiv daran, gemeinsam mit Polen und Frankreich weitere Hubs aufzubauen, um die Verteilung der Geflüchteten auch in andere EU-Staaten zu ermöglichen.“

Innenminister des Landes Brandenburg, Michael Stübgen: „Das Land Brandenburg und die Stadt Cottbus nehmen aufgrund ihrer geografischen Nähe zu Polen seit Wochen eine besondere Rolle bei der Aufnahme und Weiterleitung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine ein. Den Menschen ist großes Leid widerfahren und ich halte es für unsere historische Pflicht, ihnen zu helfen so gut wir nur können. Ein schneller und professioneller Transport ist dabei ein entscheidender Faktor und mit der DB haben wir dabei den richtigen Partner an unserer Seite. Dutzende ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer in Cottbus versorgen und betreuen die ankommenden Flüchtlinge und machen es möglich, dass an dem Standort ein Drehkreuz betrieben werden kann. Wir müssen aber darauf achten, dass wir Cottbus nicht überlasten. Es wird weitere Drehkreuze auf dem Bundesgebiet brauchen. Wir werden uns noch um viele Menschen kümmern müssen. Das kann nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelingen.“

Die Fahrten von Breslau nach Cottbus werden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Polregio, DB Arriva und der Niederschlesischen Eisenbahn (KD) organisiert. Für die Geflüchteten stehen in den Zügen Snacks, Getränke, Babynahrung, Decken, Kissen, Kuscheltiere und Spielzeug sowie Powerbanks zur Verfügung. Ebenfalls sind stets russisch- und/oder ukrainisch-sprachige Mitarbeitende mit an Bord, um zu unterstützen.

In Cottbus ist durch die Stadt auf der Nordseite des Bahnhofes ein Willkommensbereich geschaffen worden. Hier stehen für die ankommenden Menschen ein Zelt zum Warten, Transfers, Verpflegung und Getränke sowie eine Kinderbetreuung und eine erste Sozialberatung und -orientierung bereit. Die Stadt hat sich zudem mit der Messehalle und weiteren Unterkünften auf Flüchtende vorbereitet, die ihre Reise nicht gleich fortsetzen, sondern sich zunächst ausruhen wollen. Die medizinische Versorgung ist durch den Rettungsdienst, ehrenamtlich tätige Ärzte, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Carl-Thiem-Klinikum gesichert.

Spritpreise schießen in die Höhe© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Ukraine-Krieg lässt Spritpreise in die Höhe schnellen

4. März 2022/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Der Anstieg der Kraftstoffpreise setzt sich weiter fort. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der wachsenden Nervosität am Rohölmarkt kommt es zu neuen Höchstständen an den Zapfsäulen. In seiner wöchentlichen Auswertung der Spritpreise ermittelt der ADAC bei beiden Kraftstoffen einen enormen Preissprung im Vergleich zur Vorwoche.

So kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,827 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 8,6 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche. Noch größer fällt die Wochendifferenz beim Diesel aus: Mit einem Preis von 1,756 Euro kostet ein Liter hier im Bundesschnitt 10,1 Cent mehr.

Hauptursache für die stark steigenden Kraftstoffpreise: Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und von Befürchtungen über Lieferausfällen auf die Rohölnotierungen. Nachdem die 100-Dollar-Grenze beim Rohölpreis inzwischen überstiegen wurde, geht es aktuell in Richtung der Marke von 110 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent.

Der ADAC erneuert vor dem Hintergrund des dramatischen Anstiegs der Spritpreise seine Forderung, die steuerliche Entfernungspauschale bereits ab dem ersten Kilometer auf 38 Cent anzuheben. Die derzeitige Regelung sieht vor, dass die erhöhte Pauschale erst ab dem 21. Kilometer der einfachen Entfernung zum Arbeitsplatz zum Tragen kommt.

Ungeachtet dessen sollten die Autofahrer alle Möglichkeiten zum Sparen beim Tanken nutzen. Auswertungen zeigen, dass Benzin und Diesel morgens gegen 7 Uhr am meisten kosten, in den Abendstunden zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind. Wer dann tankt kann im Schnitt bis zu sieben Cent je Liter sparen. Auch zwischen den gängigen Markentankstellen können die Preisunterschiede erheblich sein und – wie Auswertungen des ADAC zeigen – rund sechs Cent je Liter betragen.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen nahezu aller 14.000 Tankstellen in Deutschland bietet die App eine detaillierte Routenplanung. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Hilfslieferung

DRK-Hilfstransport für ukrainische Bevölkerung unterwegs nach Polen

1. März 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Die andauernden und sich ausweitenden Kampfhandlungen in der Ukraine verstärken die bereits bestehende humanitäre Krise immer weiter. „Das Deutsche Rote Kreuz schickt heute einen ersten größeren Hilfstransport nach Polen. Das Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer ist schon jetzt unermesslich und nimmt tagtäglich weiter zu.

Der humanitäre Bedarf steigt auch in benachbarten Ländern, in die die Menschen fliehen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Die Fluchtbewegungen aus der Ukraine lassen die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in der Wahrnehmung vieler immer näher rücken. Darüber dürfen wir bei unseren humanitären Anstrengungen jedoch keinesfalls die Menschen vergessen, die im Land bleiben.“

Der Hilfskonvoi des DRK ins polnische Lublin umfasst 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts für einen Monat ausgelegt sind. Die insgesamt 88 Tonnen Hilfsgüter wurden heute am DRK-Logistikzentrum Schönefeld auf fünf LKW verladen. Die 40-Tonner werden zehn Stunden reine Fahrtzeit auf dem Landweg benötigen und voraussichtlich am Mittwoch Lublin im Osten Polens erreichen. Bereits seit Montag unterstützt dort ein Nothilfeexperte des DRK die Schwestergesellschaft, das Polnische Rote Kreuz, beim Aufbau eines Logistikdrehkreuzes. Von dort aus können die Nothilfegüter dann sobald möglich sowohl an die betroffene Bevölkerung in der Ukraine als auch an geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen verteilt werden.

„Das Deutsche Rote Kreuz ist fest entschlossen, in enger Zusammenarbeit mit seinen Schwestergesellschaften, eine stete Versorgungslinie über Polen aufzubauen und damit die humanitäre Hilfe für betroffene Ukrainerinnen und Ukrainer längerfristig zu sichern. Wir sind nach wie vor in der Ukraine vor Ort. Gleichzeitig intensivieren wir unser humanitäres Engagement mit unseren Schwestergesellschaften in den Nachbarländern, um damit sowohl die Menschen in der Ukraine als auch die Menschen auf der Flucht in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen“, sagt Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung.
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Deutsche Bahn

DB schnürt breites Maßnahmenpaket für Menschen aus der Ukraine

1. März 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Die Deutsche Bahn (DB) hat ein breites Hilfspaket geschnürt, um die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen zu unterstützen. Ein konzernweiter Krisenstab koordiniert die Aktivitäten. Dazu gehört etwa ein Hilfsfonds für Geflüchtete und die Bereitstellung von Wohnraum.

„Wir sind tief betroffen von dem Krieg mitten in Europa und wollen mit unseren Möglichkeiten helfen, das Leid der Menschen zu lindern. Auch hier zeigt die Deutsche Bahn Haltung“, erklärt DB-Personalvorstand Martin Seiler.

Mitarbeitende, die Familie in der Ukraine haben, erhalten kurzfristig und flexibel Freiräume, damit sie sich um ihre Angehörigen kümmern können. Die Möglichkeiten reichen von der unbürokratischen Nutzung der Arbeitszeitguthaben bis hin zu befristeten Freistellungen oder Arbeitszeitreduzierung.

Für aus der Ukraine geflüchtete Menschen in Deutschland will die DB mithilfe ihres größten betrieblichen Sozialpartners „Stiftungsfamilie BSW & EWH“ Unterstützung leisten. Die Stiftungsfamilie wird ein Sonderbudget von zunächst 300.000 Euro zur Verfügung stellen, um den ankommenden Menschen Hilfsangebote machen zu können. Diese können durch Spenden an die Stiftungsfamilie unterstützt werden.

Seit 2015 hat die Stiftungsfamilie bei der DB Erfahrung mit der Betreuung und Integration von Geflüchteten in Deutschland gesammelt und wird ihre Expertise unbürokratisch für die Menschen aus der Ukraine einsetzen können. Die Integrationshelfer:innen der Stiftungsfamilie können bei allen organisatorischen und rechtlichen Fragen helfen, mit denen die Geflüchteten hier in Deutschland konfrontiert sein werden. Insgesamt stehen über ein Dutzend Anlaufstellen in ganz Deutschland bereit, um eine möglichst hohe Erreichbarkeit sicherzustellen.

Außerdem werden in den Hotels und Ferienanlagen der Stiftungsfamilie für die kommenden Monate Kontingente geschaffen, um dort Geflüchtete temporär beherbergen zu können.

Darüber hinaus will die Stiftungsfamilie vermittelnd tätig werden zwischen Geflüchteten und Menschen, die Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung stellen können und möchten.

Die „Stiftungsfamilie BSW & EWH“ bietet individuelle Leistungen für Beschäftigte im Bahnbereich und deren Familien in allen Lebensphasen – auch über das aktive Berufsleben hinaus. Sie hat zuletzt die große Spendenaktion zugunsten der Flutopfer in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen koordiniert. Sie kann im Rahmen der Katastrophenhilfe auch über die DB-Belegschaft hinaus Hilfe leisten. Über 200.000 aktive und ehemalige Bahnbeschäftigte fördern über ihre Mitgliedschaft die Arbeit der Stiftungsfamilie. Nähere Informationen finden sich hier: www.stiftungsfamilie.de.

Ticket „helpukraine“ sichert Geflüchteten kostenfreie Fahrt zu jedem deutschen Bahnhof

Die DB erleichtert Geflüchteten aus der Ukraine die Weiterreise in Deutschland. Seit heute gilt das Ticket „helpukraine“. Dieses erhalten ukrainische Gäste in allen DB-Reisezentren und DB-Agenturen in Deutschland. Das kostenlose Ticket gilt für die Fahrt im Fern- und Nahverkehr zu jedem Zielbahnhof. Damit können die Geflüchteten ihre Familien, Verwandten und Bekannten in ganz Deutschland erreichen. Mit mehrsprachig gehaltenen Informationsblättern weist die DB auf das Sonderticket „helpukraine“ hin. Darüber hinaus können sämtliche Nahverkehrszüge deutschlandweit kostenlos genutzt werden. Für Nahverkehrszüge genügt der Identitätsnachweis (Reisepass/Ausweis).

Die Deutsche Bahn informiert Geflüchtete und Angehörige ab sofort auch mehrsprachig über die Website bahn.de/helpukraine.

Zur Lage im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine steht die DB weiterhin in engem Austausch mit der Bundesregierung, dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und Behörden von Bund und Ländern sowie ihren Partnerbahnen in den Nachbarländern.

Sturmeinsatz THW

Sturm über Deutschland: Einsatzreiches Wochenende für das THW

21. Februar 2022/in Panorama

BONN (PM). Die Einsätze nach den heftigen Stürmen in ganz Deutschland reißen für das Technische Hilfswerk (THW) nicht ab. Bundesweit waren am Wochenende mehrere Tausend Helferinnen und Helfer des THW gefragt. Alleine am Samstag waren in der Spitze rund 2.000 THW-Kräfte im Einsatz.

„Bei den Sturmeinsätzen am Wochenende waren wieder viele unserer Kompetenzen gefordert. Unsere Einsatzkräfte haben Bauwerke niedergelegt, die Stromversorgung sichergestellt oder Einsatzstellen ausgeleuchtet, um nur einige Beispiele zu nennen“, resümiert THW-Präsident Gerd Friedsam. „Auch heute sind noch etwa 500 Helferinnen und Helfer im Einsatz und beseitigen Sturmschäden.“

Die Folgen des stürmischen Wochenendes waren facettenreich: abgedeckte Häuser, umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und Stromausfälle sind nur einige Beispiele. Die Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland waren daher vielfach aktiv. Sie sperrten Einsatzstellen ab oder leuchteten diese aus, sicherten Objekte, zerlegten Bäume, die Zuwege blockierten, stützten einsturzgefährdete Gebäude ab, verpflegten Einsatzkräfte, pumpten Wasser ab und überbrückten die Stromversorgung, wo diese zusammengebrochen war. Außerdem kamen die Fachberaterinnen und -berater des THW zum Einsatz: Sie bewerteten, wie das THW an den verschiedenen Schadenstellen unterstützen kann. „Das Wochenende hat wieder gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz ist. Nur, weil wir auf bundesweit mehr als 80.000 Helferinnen und Helfer bauen können, konnten wir an diesem Sturmwochenende so zuverlässig helfen. Ich danke allen THW-Kräften für ihren Einsatz“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit mehr als 83.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und anderen. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Cyber-Angriff auf Internationales Rotes Kreuz (IKRK) – Cyber Attack

Cyber-Angriff auf Internationales Rotes Kreuz (IKRK)

20. Januar 2022/in Panorama

BERLIN (PM). Der schwerwiegende Cyber-Angriff, den das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf am gestrigen Abend des 19. Januar vermeldete, betrifft auch die Internationale Suche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) neben rund 60 weiteren Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

„Dieser Vorfall und das bisher bekannte Ausmaß der Cyber-Attacke sind erschreckend und aufs Schärfste zu verurteilen. Der Angriff betrifft die Daten von über 515.000 Menschen weltweit im Zusammenhang mit der wichtigen humanitären Arbeit der Internationalen Suche des Roten Kreuzes. Zu den Betroffenen zählen insbesondere infolge von Konflikten, Migration oder Katastrophen vermisste Personen, ihre Familien und Menschen in Haft. Oberste Priorität muss daher jetzt der bestmögliche Schutz für die Menschen hinter den Daten sein, die ohnehin höchst schutzbedürftig sind und nun zusätzlichen Risiken und Leid ausgesetzt sind. Ich möchte mich dem dringlichen Aufruf des IKRK-Generaldirektors Robert Mardini an die Hacker anschließen, die Daten nicht zu veröffentlichen, zu verbreiten oder zu verkaufen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Derzeit untersucht das DRK gemeinsam mit dem IKRK und anderen betroffenen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Datenschutz- und IT-Experten unter Hochdruck den Vorfall, um die richtigen weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten. „Noch sind viele Details des Cyber-Angriffs unklar, auch, welche Motive dahinterstecken und wer die Verantwortlichen sind. Wir haben es hier mit Daten von Hilfesuchenden weltweit zu tun. Die momentan stattfindende Untersuchung ist eine höchst sensible Angelegenheit. Wir werden mit größtmöglicher Sorgfalt und Verantwortung vorgehen gegenüber den Menschen, die sich uns auf der Suche nach Unterstützung in ihrer Not anvertraut haben“, betont Reuter.

Durch einen gezielten Angriff auf die IT-Infrastruktur des IKRK gelang es Hackern, Zugriff auf die Datenbank der Internationalen Suche zu erlangen, die auf Servern eines externen Anbieters in der Schweiz liegt. Es bestehen Hinweise darauf, dass gespeicherte persönliche Daten von Hilfesuchenden und Zugangsdaten von Mitarbeitenden der Internationalen Suche in verschiedenen Ländern möglicherweise aus dieser Umgebung extrahiert wurden. Die Natur dieser Daten gilt es, im Rahmen der laufenden Untersuchungen näher zu bestimmen. Die Sicherheitslücke wurde am 18. Januar entdeckt. Daraufhin wurden die betroffenen Systeme bis auf Weiteres heruntergefahren, um den Zugang zu ihnen zu unterbinden. Nach aktuellem Kenntnisstand wurden die Daten von den Hackern bislang nicht veröffentlicht.

Überlebenswichtig: Rettungsgasse bilden! – Rettungsgasse ADAC Otto

Überlebenswichtig: Rettungsgasse bilden!

29. Dezember 2021/in Panorama, Verkehr

MÜNCHEN (PM). Nach einem Unfall zählt jede Minute. Umso wichtiger, dass Polizei, Krankenwagen oder Feuerwehr schnell und ungehindert zum Unfallort kommen und Unfallopfern helfen. Der ADAC weist darauf hin, dass auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerorts bereits dann, wenn der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist, eine Gasse für Rettungsfahrzeuge geschaffen werden muss. Wer auf dem linken Fahrstreifen unterwegs ist, muss nach links ausweichen. Auf allen übrigen Fahrstreifen muss man nach rechts weichen, um so den Einsatzfahrzeugen den notwendigen Platz zu verschaffen.

Wenn die Fahrzeuge bereits dicht an dicht stehen, besteht kaum noch die Möglichkeit, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu machen. Befahren dürfen die Rettungsgasse nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge, Feuerwehr-, Notarzt und Rettungswägen sowie Bergungs- und Abschleppfahrzeuge. Für alle anderen ist die Durchfahrt tabu. Auf 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot wurden die Strafen inzwischen aufgestockt, wenn eine erforderliche Rettungsgasse nicht gebildet wird.

Den Standstreifen dürfen Autofahrer nur dann benutzen, wenn sie von der Polizei dazu aufgefordert werden oder wenn aus Platzgründen keine andere Möglichkeit besteht, eine Rettungsgasse zu bilden.

Das Wissen der Autofahrer um die Bildung der Rettungsgasse hat sich in den letzten Jahren verbessert: Wie eine Umfrage des ADAC aus dem Jahr 2020 unter seinen Mitgliedern gezeigt hat, wussten damals 84 Prozent der Befragten, wann für Krankenwagen, Polizei oder Feuerwehr Platz gemacht werden muss. Im Jahr 2018 war dies nur 73 Prozent bekannt. Der ADAC sieht die verbesserten Autofahrer-Kenntnisse als Erfolg der intensiven Aufklärungs- und Informationskampagnen der vorangegangenen Jahre.

Überlebenswichtig: Rettungsgasse bilden! – adac ev verkehr grafik rettungsgasse scaled

Quelle: ADAC e.V.

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