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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Polarlichter am Himmel

Polarlichter bis nach Deutschland

29. Oktober 2021/in Panorama

BONN (ots). Ein starker Ausbruch auf der Sonne lässt die Chancen auf Polarlichter bis in unsere Breiten deutlich steigen. Das Wetter ermöglicht regional eine Beobachtung der Nordlichter. „Blackout“: Starke Ausbrüche auf der Sonne können weitreichende Folgen für unsere technische Infrastruktur haben. Was uns genau erwartet, erklärt Björn Goldhausen.

Starke Sonneneruption

Am Donnerstagabend hat es auf der Sonne einen starken Plasmaausbuch gegeben. „Nach derzeitigem Stand fand die Eruption und der damit verbundene Masseauswurf genau Erdgerichtet statt. Je nach Geschwindigkeit der Plasmawolke wird diese im Zeitfenster vom späten Freitagabend bis Samstagabend die Erde erreichen. Die Chancen Polarlichter bis in mittlere Breiten zu sehen, steigen somit deutlich an und sind so gut wie schon lange nicht mehr“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

In der Osthälfte anfangs klarer Nachthimmel

Der Himmel bietet jedoch nicht überall ideale Voraussetzungen, die Nordlichter auch zu sehen. Der Meteorologe erläutert die Aussichten: „Das Wetter spielt leider längst nicht in allen Landesteilen mit. Die Nacht zum Samstag beginnt noch verbreitet klar. Im Verlauf ziehen im Westen allerdings schon dichte Wolken auf und gegen Morgen regnet es im Südwesten sogar etwas. Von der Ostsee bis zum Alpenrand bleibt der Himmel jedoch meist klar. In der Nacht zum Sonntag schwinden die Chancen, Polarlichter zu Gesicht zu bekommen, denn dann ziehen auch im Osten immer wieder dichte Wolken durch. Dort wird der Blick auf den Sternenhimmel aber zwischenzeitlich auch frei. In der Westhälfte bleibt der Himmel hingegen meist komplett wolkenverhangen.“

Neuer Sonnenzyklus beginnt

Der aktuelle Ausbruch auf der Sonne erreichte knapp eine Stärke der höchsten Kategorie X. Erst im Sommer 2021 gab es den letzten Ausbruch mit einer ähnlichen Stärke. Er sorgte für einen rund einstündigen Ausfall des GPS-Systems und stundenlange Störungen im Radioempfang. „Anders als diesmal ereignete sich der Ausbruch im Sommer allerdings am Rand der Sonne und war nicht genau erdgerichtet“, so Goldhausen. Beide Ausbrüche kennzeichnen die „wiedererwachende Sonne“. War es auf unserem Fixstern bis Ende 2019 eher ruhig, so nimmt die Aktivität seitdem wieder zu. Der Höhepunkt des aktuellen Sonnenzyklus wird im Sommer 2025 erwartet. Experten gehen allerdings von einem eher schwachen Zyklus aus.

Blackout: Strahlung für Technik gefährlich

„Doch keine Panik: Uns Menschen bereitet die Strahlung direkt keine Probleme. Unser Schutzschild, das Magnetfeld, ist auf Zack und spannt sich wie ein Wächter im All um die Erde“, beruhigt der Pressesprecher von WetterOnline. Problematischer sieht es für Astronauten und Piloten aus, denn diese sind teils massiver Strahlung ausgesetzt. Wie groß die Auswirkungen diesmal auf technische Systeme wie GPS oder den Radioempfang sein werden, bleibt abzuwarten. „Sehr schwere Ausbrüche, zu denen dieser aber nicht zählt, sind durchaus in der Lage für großflächige und langanhaltende Stromausfälle zu sorgen – im Extremfall weltweit“, sagt Goldhausen.

Tanken in Bremen am teuersten – Tanken zu teuer

Tanken in Bremen am teuersten

19. Oktober 2021/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Mit 1,557 Euro pro Liter wurde gestern ein neues Allzeithoch beim Diesel im bundesweiten Tagesschnitt erreicht. Super E10 steigt ebenfalls weiter, im bundesweiten Mittel auf 1,670 Euro je Liter. Erhebliche Preisunterschiede gibt es beim Tanken zwischen den Bundesländern. Das ergibt eine aktuelle ADAC Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen (Momentaufnahme von 11 Uhr).

So müssen Verbraucher an den Zapfsäulen in Bremen am meisten bezahlen: Der Preis für einen Liter Super E10 liegt hier derzeit bei 1,725 Euro. Für einen Liter Diesel werden in der Hansestadt 1,597 Euro fällig. Auf den Spitzenreiter folgt Sachsen-Anhalt mit 1,705 Euro je Liter Benzin und 1,579 Euro beim Diesel.

Am günstigsten ist das Tanken von Benzin derzeit in Bayern mit 1,656 Euro pro Liter – und damit knapp sieben Cent günstiger als in Bremen. Knapp hinter dem Freistaat liegt Hamburg: Fahrer von Benziner-Pkw zahlen hier mit 1,659 Euro nur unmerklich mehr. Den dritten Platz bei E10 belegt Rheinland-Pfalz (1,670 Euro).

Beim Diesel sind die Stadt-Staaten Hamburg und Berlin mit 1,547 bzw. 1,553 Euro pro Liter am günstigsten. Auch Bayern reiht sich hier wieder mit 1,554 Euro ein. Knapp dahinter liegt Mecklenburg-Vorpommern (1,556 Euro).

Gerade vor dem Hintergrund der hohen Kraftstoffpreise sollten Verbraucher nach Empfehlung des ADAC Möglichkeiten konsequent nutzen um günstig zu tanken. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen bietet die App eine Punkt-zu-Punkt-Navigation und eine detaillierte Routenplanung. Daneben erleichtern aktuelle Informationen zum Verkehrsfluss Autofahrern die Fahrt zur günstigsten Tankstelle. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Flughafen Köln/Bonn

Kooperation mit Flughafen Köln/Bonn und THW stärkt Auslandslogistik

14. Oktober 2021/in Panorama

Köln/Bonn. Heute unterzeichneten die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und die Flughafen Köln/Bonn GmbH eine Kooperationsvereinbarung für künftige THW-Einsätze. Damit baut das THW seine Kapazitäten im Logistikbereich weiter aus. „Die Kooperation mit dem Flughafen Köln/Bonn ist ein logischer Brückenschlag, nachdem das THW im Juni 2021 sein neues Logistikzentrum in Hilden (Nordrhein-Westfalen) eröffnet hat, um seine Logistikkompetenz für In- und Auslandseinsätze zu bündeln“, so Präsident Gerd Friedsam bei der Vertragsunterzeichnung.

Wenn die Bundesregierung beim nächsten internationalen Hilfeersuchen das THW mit einer seiner Schnell-Einsatz-Einheiten ins Ausland entsendet – wie etwa im August 2020 die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) nach Beirut – dann kommt das Material künftig von Hilden über den Flughafen Köln/Bonn ins jeweilige Einsatzgebiet. „Als bedeutendes Luftverkehrs-Drehkreuz in NRW mit herausragender Stellung im Bereich der Luftfracht in Europa ist der Flughafen dafür prädestiniert, das THW in Zukunft bei seinen Einsätzen schnell und effizient zu unterstützen. Wir freuen uns, dem THW künftig bei seinen wichtigen Aufgaben partnerschaftlich zur Seite zu stehen“, sagt Flughafenchef Johan Vanneste. „Damit im Einsatzfall alles möglichst reibungslos klappt, sind Kooperationen, wie mit dem Flughafen Köln/Bonn, vorab bis ins Detail geregelt“, so THW-Präsident Gerd Friedsam heute bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Nach dem Umzug von Heiligenhaus (und sukzessive auch vom Zentrallager für Auslandslogistik/Mainz) in das moderne, brandneue Logistikzentrum Hilden sowie durch die Kooperation mit dem Flughafen Köln/Bonn ist das THW im Bereich Logistik künftig noch besser aufgestellt. Hilden bietet Platz für 8.500 Euro-Paletten Einsatzausstattung, Geräte und Werkzeuge auf einem 42.000 m2 großen Gelände. Ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Logistikspezialisten und -spezialistinnen steht bereit, um benötigte Technik zusammenzustellen, zu verpacken und mit Zoll-Papieren zu versehen. Künftig geht es dann von Hilden über Köln/Bonn zu allen möglichen Einsatzorten der Welt. Das zugehörige THW-Team wird ebenfalls über den Flughafen Köln/Bonn, aber auch weiterhin über den Flughafen Frankfurt/Main entsendet.

Zusätzlich genehmigte der Deutsche Bundestag dem THW kürzlich den Aufbau von vier weiteren, über Deutschland verteilten Logistikzentren (LogZ) als Konsequenz aus den Engpässen zu Beginn der Corona-Pandemie. Deren Aufbau wird zwar noch Zeit in Anspruch nehmen, doch dann lagern auch hier Hilfsgüter sowie Material für THW-Notfalleinsätze.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Ehrenamtlichen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Grösster Einsatz des THW

Flutkatastrophe: Größter Einsatz in THW-Geschichte mit 14.849 Einsatzkräften

11. Oktober 2021/in Panorama

Bonn/Ahrweiler (PM). Zwölf Wochen Einsatz in den Flutgebieten liegen hinter den Helferinnen und Helfern der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). In dieser Zeit haben sie Menschen und Sachwerte gerettet, Häuser und Straßen geräumt und wichtige Infrastruktur wiederaufgebaut. THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner ist stolz auf die Ehrenamtlichen: „Ich danke allen 14.849 THW-Kräften, die aus ganz Deutschland gekommen sind, um wochenlang zu helfen. Ihr langfristiges und professionelles Engagement macht diesen Einsatz zum größten in der 71-jährigen THW-Geschichte.“ 

Der THW-Einsatz nach Sturmtief Bernd umfasst mittlerweile circa 2,2 Millionen Einsatzstunden und übersteigt damit die der vergangenen Großeinsätze nach den Hochwassern 2002 und 2013. Er bildet das umfangreiche und vielseitige Leistungsspektrum des THW ab. Vom Räumen bis zur Trinkwasserversorgung – alle 25 Fachgebiete des THW waren im Einsatz gefragt. In den ersten Tagen der Katastrophe lag der Fokus vor allem auf Rettung und Pumparbeiten. Als die Pegel sanken, waren die Helferinnen und Helfer bei kräftezehrenden Räum- und Infrastrukturarbeiten gefragt.

Die Strom- und Wasserversorgung wiederherzustellen, hatte an vielen Orten oberste Priorität. THW-Kräfte bereiteten an vier Orten im Ahrtal Trinkwasser auf und versorgten die Bevölkerung. Gleichzeitig arbeiteten sie eng mit örtlichen Stromversorgern zusammen, um das Netz schnellstmöglich zumindest provisorisch wiederaufzubauen. Seit einigen Wochen liegt ein besonderer Fokus des THW darauf, Verkehrswege und Infrastruktur wiederherzustellen.

„Kleine und große Brücken geben der Bevölkerung und auch den Helfenden vor Ort ein Stück Normalität zurück, die diese dringend brauchen“, erklärt THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner. Sechs Fußgehenden- und vier Fahrzeugbrücken des THW sind bereits eröffnet. Weitere 12 Brücken sind im Ahrtal für die nächsten Wochen geplant. Auch nach rund 2,2 Millionen Einsatzstunden ist der Einsatz für das THW noch nicht vorbei.

Großeinsätze misst das THW mit drei Parametern: Anzahl der Einsatzstunden, der Einsatzkräfte und der eingesetzten Ortsverbände. Bis zu diesem Einsatz forderte die Elbflut 2002 die meisten Einsatzstunden und -kräfte in der THW-Geschichte, das Hochwasser an Donau und Elbe 2013 die meisten Ortsverbände. Nach der aktuellen Flutkatastrophe überstieg der Einsatz sowohl die Rekordwerte der Einsatzstunden als auch die der Ortsverbände. Dass die Anzahl der Einsatzkräfte geringer ist als bei beiden Großeinsätzen zuvor, zeigt, dass viele Ehrenamtliche langfristig, zum Teil über Wochen vor Ort halfen.

Notruf-App Nora gestartet© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Notruf-App „nora“ gestartet am 28. September 2021

29. September 2021/in Panorama, Niedersachsen

BERLIN (PM).  Seit gestern gibt es mit der Einführung der bundesweiten Notruf-App „nora“ erstmals die Möglichkeit, Notrufe an die Leitstellen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auch über eine weitgehend barrierefreie App abzusetzen. „Hierdurch werden vor allem Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen in die Lage versetzt, direkt und ähnlich wie in einem Messenging-Dienst mit der jeweils zuständigen Leitstelle in Kontakt zu treten.

Bislang war dies nur per Notruf-Fax oder über einen Gebärdendolmetschdienst möglich“, erklärt Carsten Schneider, stellvertretender Leiter von Feuerwehr und Rettungsdienst in Bonn, der das Projekt seit dem Start begleitet hatte. Er ist Mitglied in der Expertengruppe Leitstellen und Notrufe und im Fachausschuss „Leitstellen und Digitalisierung“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der AGBF-Bund.

Bei Auslösung eines Notrufes über „nora“ erfolgt zunächst die Ermittlung des Notfallortes, bevor über eine kurze und einfach gehaltene Abfrage festgestellt wird, welche Hilfe benötigt wird. Danach können Hilfesuchende über Chat mit der Leitstelle weitere Details klären und wichtige Hinweise erhalten. „Die Notruf-App verbessert die Situation vieler Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen sehr, indem diese eine direkte Verbindung in die örtlich zuständigen Leitstellen und damit zu schneller Hilfe in Not bekommen“, so Schneider. „Mittel- und langfristig kann so aber auch für den Notruf der zunehmende Trend zu mehr digitaler Kommunikation aufgenommen werden. Wichtig ist deshalb, dass als nächster Schritt nach der Inbetriebnahme nun auch schnell die vollständige Integration in die Technik unserer Leitstellen erfolgt“, ordnet er die Entwicklung ein.

„Die App ist ein wichtiger Baustein zum einen für den möglichst barrierefreien Zugang zu Hilfe, zum anderen zur weiteren Digitalisierung der Leitstellen“, erklärt Dr. Christoph Weltecke, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Der für den Bereich Leitstellen und Digitalisierung zuständige Vizepräsident dankt allen Beteiligten für die Entwicklung der praxisgerechten App.

Wo kann ich die Notruf-App herunterladen

Die App-Notrufe werden in fast 300 Leitstellen angenommen. Hierdurch wird sichergestellt, dass Hilfesuchende sofort und passgenau die richtige Hilfe bekommen können. Die App „nora“ ist kann in den Stores von Apple und Google kostenfrei heruntergeladen werden und nach einer kurzen Registrierung sofort eingesetzt werden.

Die Rente ist sicher – Tarifkonflikt beendet – Tarifkonflikt beendet

Die Rente ist sicher – Tarifkonflikt beendet

16. September 2021/in Panorama

FRANKFURT AM MAIN (PM/red). Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) ist beigelegt. In Berlin einigten sich die Tarifpartner auf einen Abschluss, der eine Vielzahl von Verbesserungen bei den Entgelt- und Arbeitszeitbedingungen der Beschäftigten enthält. An der Beilegung des Konflikts wirkten der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit. Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky dankte beiden Politikern für ihr konstruktives und lösungsorientiertes Engagement.

Weselsky hob vor allem das zuvor strittige Thema Betriebsrente hervor: „Wir haben versprochen die Zusatzversorgung zu erhalten, und das haben wir getan: Die Betriebsrente ist sicher.“ Die nun erzielte Einigung sieht vor, dass der Zusatzversorgungstarifvertrag wieder in Kraft gesetzt wird. Das bedeutet eine Betriebsrente für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die bis zum 31. Dezember 2021 eingestellt werden – garantiert ein Arbeitsleben lang. Wer im Jahr 2022 bei der Bahn anfängt, bezieht von Beginn an 3,3 Prozent im DEVK-Pensionsfonds und kommt so auch in den Genuss einer vernünftigen Betriebsrente.

Wesentliche Ergebnisse der Tarifverhandlungen

  • Dezember 2021: 1,5 Prozent Entgelterhöhung
  • Dezember 2021: Corona-Beihilfe von 600 Euro für Arbeitnehmer mit mittleren Einkommen und von 400 Euro für Arbeitnehmer mit höheren Einkommen
  • Januar 2022: Erhöhung sämtlicher Erschwerniszulagen für Handwerker/Werkstattmitarbeiter um zwölf Prozent
  • März 2022: Corona-Beihilfe von 400 Euro für alle Arbeitnehmer
  • März 2023: 1,8 Prozent

Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Oktober 2023.

Der Geltungsbereich des Tarifvertrages erfasst alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB.

Tarifierung aller Mitglieder

Mit dem Tarifabschluss sind keine Einschränkungen für die Tarifierung weiteren Eisenbahnerinnen und Eisenbahner verbunden. „Bei entsprechender Mitgliederstärke werden wir auch für die Kollegen auf den Stellwerken, in den Bahnhöfen und in der Instandhaltung der Netzbetriebe bessere Tarifverträge abschließen“, so Weselsky. Und weiter: „Damit konnte auch in einer wirtschaftlich angespannten Situation des DB-Konzerns ein angemessener Tarifabschluss erzielt werden. Aus Sicht der GDL wäre dies bereits im April möglich gewesen. Den Reisenden wären damit Streiks erspart geblieben.“

Nach Bekanntgabe äußerten sich Ministerpräsident Daniel Günther und Ministerpräsident Stephan Weil zu der von der Deutschen Bahn und der GDL veröffentlichten Tarifeinigung

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther: „Die Lösung dieses Konflikts ist eine gute Nachricht für alle Kundinnen und Kunden der Bahn. Ich freue mich sehr, dass wir unseren Beitrag zu den erfolgreichen Verhandlungen leisten konnten. Am Ende steht jetzt ein Ergebnis, das von allen Beteiligten getragen wird. Der Abschluss berücksichtigt die schwierige finanzielle Situation, in der sich die Bahn durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie befindet, und wahrt zugleich die Interessen von vielen Beschäftigten.“

Er sei froh, dass er sich als Vermittler engagieren und so zu einer Lösung beitragen konnte. „Es war offensichtlich, dass in dieser verfahrenen Situation Außenstehende helfen müssen. Die Gespräche und Telefonate in den vergangenen Wochen waren gut investierte Zeit. Bei allem öffentlich ausgetragenen Streit habe ich die Zusammenarbeit mit Bahn-Vorstand Martin Seiler und GDL-Chef Claus Weselsky als immer lösungsorientiert und konstruktiv wahrgenommen. Nur so war die Verständigung am Ende möglich.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Ich freue mich, dass der Arbeitskampf bei der Bahn beendet werden kann. Es handelte sich um einen besonders schwierigen Tarifkonflikt, der erhebliche Folgen für unzählige Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Wirtschaft hatte. Die Vereinbarung war nur möglich, weil beide Seiten bereit waren, viele schwierige Fragen in einem bemerkenswert stringenten Diskussionsprozess zu regeln und sich dabei kompromissbereit zu zeigen. Ich freue mich sehr, dass Daniel Günther und ich zu dieser Einigung einen Betrag leisten konnten und danke für das darin zum Ausdruck kommende Vertrauen. In der Tat war eine Beteiligung von Außenstehenden angesichts der zunächst recht verfahrenen Situation wohl nützlich.

In der Sache begrüße ich es sehr, dass man sich für die Zukunft einvernehmlich auf klare Regeln für etwaige weitere Tarifkonflikte geeinigt hat. Das geschieht, indem schlichtweg das Tarifeinheitsgesetz zur Anwendung kommt. In den Betrieben der Bahn wird zukünftig jeweils nur ein Tarifvertrag gelten. Damit verbinde ich die Hoffnung, dass es bei der Bahn in den nächsten Jahren nicht mehr zu derart vehement geführten Tarifauseinandersetzungen kommen muss. Der Tarifabschluss beendet einen Tarifkonflikt, der in der Gesellschaft zu großen Belastungen geführt hat. Das ist die eigentlich gute Nachricht dieser Einigung.“

Der Ausbau des Sirenennetzes in Deutschland beginnt – Sirene

Der Ausbau des Sirenennetzes in Deutschland beginnt

1. September 2021/in Panorama

BONN (PM). Der Ausbau des Sirenennetzes in Deutschland nimmt Fahrt auf. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert ein Förderprogramm mit rund 90 Millionen Euro und ergänzt damit die bereits unternommenen Anstrengungen auf Landesebene.

Sieben Länder haben bislang eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern unterzeichnet. Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg- Vorpommern nutzen bereits die vom Bund zur Verfügung gestellten Fördermittel, um neue Sirenen zu errichten und alte Modelle zu modernisieren. Ein flächendeckendes Sirenennetz trägt bedeutend zur effektiven Warnung der Bevölkerung bei. Daher ist das nun angelaufene Förderprogramm ein wichtiger Punkt der im März 2021 von Bundesinnenminister Horst Seehofer und BBK-Präsident Armin Schuster vorgestellten Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Die Mittel in Höhe von rund 90 Millionen Euro sollen den Ausbau des Netzes durch die Länder und Kommunen finanziell unterstützen. Auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung können Kommunen über die Länder Fördermittel zur Anschaffung neuer Sirenen und zur Modernisierung bestehender Sirenentechnik erhalten. So soll der Ausbau der kommunalen Sirenennetze gefördert werden. Zudem werden die Sirenen technisch so aufgerüstet, dass sie an das vom BBK bundesweit zur Verfügung gestellte Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen werden können.

BBK erfüllt weiteren Schwerpunkt seines Neuausrichtungskonzeptes

Durch das Sirenenförderprogramm werden die Weiterentwicklung und der Ausbau der Warnung der Bevölkerung vor Gefahren gefördert. Sirenen sind eines von vielen Warnmitteln, welche in Deutschland den Warnmittelmix ausmachen. Auch Apps wie die Warn-App NINA, Rundfunksender oder öffentliche Anzeigetafeln werden genutzt, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Diese Warnmittel können in den für die Warnung verantwortlichen Leitstellen direkt über MoWaS ausgelöst werden. Durch eine unmittelbare Anbindung des Sirenennetzwerkes an das Modulare Warnsystem ist zukünftig eine zeitgleiche Warnung aller Warnkanäle möglich. Mit dem Start des Sirenenförderprogramms und der Unterstützung zum Ausbau des Sirenennetzes erfüllt das BBK einen weiteren von vielen Schwerpunkten seines Neuausrichtungskonzeptes.

Keine Bewegung bei der DB – GDL kündigt weitere Arbeitskämpfe an – GDL Streik

Keine Bewegung bei der DB – GDL kündigt weitere Arbeitskämpfe an

30. August 2021/in Niedersachsen, Panorama

FRANKFURT (PM/GDL). Die Deutsche Bahn (DB) bewegt sich weiterhin keinen Millimeter im von ihr selbst verschuldeten Tarifkonflikt. Sie strebt kein echtes Einlenken an, sondern hält in voller Absicht an ihrem strikten Verweigerungskurs fest. Dabei nimmt sie ganz bewusst wirtschaftliche Nachteile und die Belastung der Reisenden in Kauf. Dies alles geschieht mit dem Ziel, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als einzig kritische Gewerkschaft im Eisenbahnmarkt zu eliminieren.

„Mit inhaltsleeren Scheinofferten und fadenscheinigen Desinformationskampagnen willfähriger Politiker wollen die Manager die GDL diskreditieren“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Doch das sind alles alte Hüte. Der wahre Verweigerer ist die DB, darüber können die Tricks aus der Mottenkiste der DB-PR-Maschinerie nicht hinwegtäuschen. Hätten die hochbezahlten Führungskräfte nicht so eine kurze Halbwertzeit im Konzern, wüssten sie, dass der GDL und ihren Mitgliedern damit nicht beizukommen ist.“

Solidarität des Dachverbandes dbb

Fakt ist: Mit dem zweiten Arbeitskampf haben die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner dem Arbeitgeber noch einmal deutlich vor Augen geführt, was sie von seinen Provokationen halten. Zudem stehen der Dachverband dbb und dessen Mitgliedsgewerkschaften hinter der GDL und ihren Mitgliedern. Der Druck auf die DB wächst. Doch anstatt einzulenken, sind die Manager weiterhin blind und taub für die berechtigten Forderungen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner.

Streiks vom 1. bis 7. September 2021

„Das einzige Mittel, den Konflikt zu lösen, ist die Vorlage eines verhandelbaren Angebots“, so Weselsky. Doch das ist weit und breit nicht in Sicht.

Da die DB bisher noch immer kein Einlenken im Tarifkonflikt erkennen lässt, ruft die GDL bei der Deutschen Bahn erneut zum Arbeitskampf auf:

  • im Güterverkehr ab dem 1. September, 17 Uhr und
  • im Personenverkehr und der Infrastruktur ab 2. September, 2 Uhr.
  • Der Arbeitskampf endet am 7. September um 2 Uhr.

Feldzug gegen die eigenen Mitarbeiter

Wettbewerbsunternehmen wie Transdev, Netinera und Go-Ahead haben in jüngster Zeit Tarifverträge mit der GDL abgeschlossen. Obwohl ebenfalls von der Corona-Pandemie betroffen, waren für diese Eisenbahnverkehrsunternehmen 1,4 Prozent Entgelterhöhung 2021 und 600 Euro Corona-Prämie sowie 1,8 Prozent Entgelterhöhung 2022 bei einer Laufzeit von 28 Monaten für alle Berufe im Eisenbahnsystem kein Abschlusshindernis.

„Daran sollte sich die DB ein Beispiel nehmen. Es muss Schluss sein mit dem unseligen Feldzug gegen die eigenen Mitarbeiter und deren legitime Interessenvertretung, die GDL,“ so Weselsky. „Das Verhalten der Manager ist eines großen Arbeitgebers absolut unwürdig. Die Eisenbahner haben Anerkennung und Wertschätzung verdient. Sie werden nicht aufhören dies einzufordern, bis man ihnen das zugesteht.“

Hochwasser: Noch nie so viele Spezialeinsätze aus der Luft – ADAC Luftrettung Hochwasser© ADAC Luftrettung

Hochwasser: Noch nie so viele Spezialeinsätze aus der Luft

26. August 2021/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Die Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat selbst die erfahrenen Crews der ADAC Luftrettung emotional an ihre Grenzen gebracht. Dies erklärte das gemeinnützige Unternehmen jetzt bei der Vorstellung seiner Hochwasser-Einsatzbilanz. In den Krisenregionen absolvierten die Luftretter bis heute mehr als 200 Rettungseinsätze, darunter 111 Windenrettungen.

Auf dem Höhepunkt der Flutkatastrophe waren bis zu sechs ADAC Rettungshubschrauber in den Hochwassergebieten aktiv – darunter mit „Christoph 1“ aus München, der als Sonderhubschrauber in „Christoph 23 Bravo“ umbenannte wurde, und einer weiteren Reservemaschine zwei eigens in das Katastrophengebiet verlegte Helikopter mit Rettungswinde für Spezialeinsätze. So konnten Menschen aus Lebensgefahr gerettet oder verletzt in Kliniken geflogen werden. Am Montag, 30. August ist der Windenrettungseinsatz der ADAC Luftrettung offiziell beendet. Dann wird der noch im Ahrtal verbliebene Zusatzhubschrauber „Christoph 23 Bravo“ abgezogen.

Am 15. Juli, am ersten Tag der Hochwasserkatastrophe, hatte die ADAC Luftrettung zur Unterstützung der Rettungskräfte kurzfristig einen ersten Windenhubschrauber für Spezialeinsätze aus der Luft in die Krisenregion verlegt – ohne Unterbrechung der Einsatzbereitschaft in München. Der ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 23 Bravo“ flog in den ersten Stunden 36 Spezialeinsätze, um Menschen von Dächern oder aus von Wasser eingeschlossenen Häusern und Plätzen zu retten. „So viele Windeneinsätze hintereinander ist seit Bestehen der ADAC Luftrettung noch kein ADAC Rettungshubschrauber an einem Tag geflogen“, hob Geschäftsführer Frédéric Bruder die außergewöhnliche Leistung der Crew hervor.

Im Einsatz waren auch die öffentlich-rechtlichen ADAC Rettungshubschrauber aus Wittlich und Koblenz in Rheinland-Pfalz sowie Köln und Aachen/Würselen in Nordrhein-Westfalen. „Christoph Europa 1“ aus Aachen war zum Beispiel einer der ersten Hubschrauber bei der Evakuierung des St. Antonius Hospitals in Eschweiler. Die Crews der ADAC Luftrettung hatten in den ersten Tagen auch überschwemmte Keller und Wohnungen nach Verletzten und Überlebenden durchkämmt sowie später Hundestaffeln der Polizei bei der Suche nach Vermissten unterstützt und von der Außenwelt abgeschnittene Bewohner mit Medikamenten versorgt. „Was uns die Crews von ihren Einsätzen berichtet haben, hat uns alle sehr bewegt und betroffen gemacht“, sagte Bruder.

Die Bedeutung von Rettungshubschraubern mit Winde und die Zahl derer Einsätze hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. 2021 verzeichneten die vier Windenstationen der ADAC Luftrettung in München, Murnau, Straubing (alle Bayern) und Sande (Niedersachsen) mit 342 Windeneinsätzen ein Plus von zwölf Prozent – Tendenz steigend. Vor dem Hintergrund, dass als Folge des Klimawandels weitere Wetterextreme und Unwetterkatastrophen vorausgesagt werden, bietet die ADAC Luftrettung ihre Expertise an, wenn die Bundesländer das Thema Luftrettung mit Winde neu bewerten möchten. Bei Bedarf könnten weitere Stationen auf solche Spezialeinsätze vorbereitet werden. „Im Idealfall könnte jedes Bundesland auf mindestens einen Windenhubschrauber mit Notarzt und Notfallsanitäter an Bord zurückgreifen, um Verletzte oder Patienten ohne Zeitverlust vor Ort zu versorgen“, erklärte Geschäftsführer Bruder. Nur so sei die optimale notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung bei Krisen- und Unwetterkatastrophen des jetzigen Ausmaßes optimal zu bewältigen. „Bei unserer Arbeit in der Krisenregion hat sich gezeigt, wie wichtig der einsatztaktische Vorteil eines notarztbesetzten Windenhubschraubers ist. So konnten wir Menschen nicht nur evakuieren, sondern auch medizinisch behandeln“, ergänzte Einsatzleiter Dr. Jens Schwietring.

Ausdrücklich lobte Geschäftsführer Bruder die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die kurzfristige Verlegung der Windenhubschrauber ins Hochwassergebiet sei nur möglich gewesen, weil solidarisch, schnell und unbürokratisch gehandelt wurde.

In den vergangenen Wochen wurden in den Katastrophengebieten vermehrt auch wieder „normale“ Rettungseinsätze geflogen, etwa wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Arbeitsunfällen. In Rheinland-Pfalz etwa ist noch immer viel schweres Gerät im Einsatz. Es wird dort noch längere Zeit dauern, die Infrastruktur am Boden wiederherzustellen. Der bodengebundene Rettungsdienst hat bis zur Wiederherstellung der Infrastruktur, gerade an topographischen Engstellen wie z.B. zerstörte Brücken oder unterspülte Straßen, große Zeitverluste bei der Patientenversorgung zu verzeichnen. Hier leisten die regulär stationierten Rettungshubschrauber nach wie vor einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherstellung des Rettungsdienstes.

Um sich im Nachgang der Unwetterkatastrophe ein Bild von der Einsatzbereitschaft der Luftrettung zu machen, besucht Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Dienstag, 31. August die Station des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 26“ in Sande, die derzeit interimsweise am JadeWeserAIRPORT untergebracht ist. Die Crew demonstriert dem Minister dort, wie in seinem Bundesland im Ernstfall Spezialeinsätze mit Winde geflogen werden.

Rauchmeldertag 2021: Freitag, der 13. August – Rauchmelder© Bernd Günther

Rauchmeldertag 2021: Freitag, der 13. August

12. August 2021/in Panorama

BERLIN (PM). Der diesjährige Rauchmeldertag findet am Freitag, den 13. August statt. Sein Motto: „Nur funktionierende Rauchmelder retten Leben – Rauchmelder jährlich prüfen und nach 10 Jahren austauschen“. Mit dieser Botschaft sollen vor allem Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie private Vermieter daran erinnert werden, die Rauchmelder sowohl in ihren eigenen vier Wänden als auch in ihren vermieteten Wohnungen jedes Jahr zu prüfen und nach 10 Jahren auszutauschen. Als Erinnerungshilfe dient dafür der jährliche Rauchmeldertag, Freitag der 13.
 
Rauchmelderpflicht beinhaltet mehr als die Installation

„Solange der Rauchmelder nicht piept – ob wegen eines Brandes oder nachlassender Batterieleistung – vergessen wir die lebensrettenden Geräte unter der Decke. Doch nur funktionierende Rauchmelder retten Leben“, sagt Norbert Schaaf, Vorsitzender von „Rauchmelder retten Leben“ und ergänzt: „Daher ist es wichtig, die kleinen Lebensretter unabhängig von ihrer Batterieleistung einmal jährlich zu überprüfen und nach zehn Jahren auszutauschen. Mit dem Motto des diesjährigen Rauchmeldertages wollen wir Eigentümer und private Vermieter darauf hinweisen, dass die Rauchmelderpflicht nicht mit der Installation endet, sondern Prüfung und Pflege ebenfalls dazugehören. Denn im Brandfall bleiben einem Menschen durchschnittlich nur 120 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.“

Feuerwehr: Rauchmelder regelmäßig überprüfen und austauschen

„Dass Rauchmelder Leben und die Gesundheit der Menschen retten, stellen wir bei unseren Einsätzen nahezu täglich fest. Daher unterstützen wir sehr die Aufklärung über die regelmäßige Überprüfung der lebensrettenden Geräte. Auch um Falschalarme durch Staub oder falsch interpretierte Batteriewarnungen der Rauchmelder (und dadurch unnötige Einsätze der Feuerwehr) zu verhindern, sollten Rauchmelder regelmäßig überprüft und rechtzeitig ausgetauscht werden“, erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Anleitung: Rauchmelder in 4 Schritten prüfen und pflegen

Rauchmelder sollten gemäß der Bedienungsanleitung, aber mindestens einmal jährlich wie folgt überprüft werden:

  1. Rauchmelder über Prüftaste testen: Gibt der Melder keinen Ton mehr ab, muss er ausgetauscht werden. Bei Rauchmeldern mit austauschbaren Batterien sollten Sie besonders darauf achten, ob die Batterien getauscht werden müssen.
  2. Rauchmelder auf Verschmutzung überprüfen und vorsichtig säubern (mit einem leicht feuchten Tuch oder Staubwedel, nicht aussaugen).
  3. Umgebung des Melders prüfen: Es dürfen keine Hindernisse im Abstand von 50 cm im Weg sein, die den Rauch von dem Melder fernhalten. Ausstattung der Räume aktualisieren: Wurde zum Beispiel ein Arbeitszimmer in ein Gäste- oder Kinderzimmer umgewandelt? Übernachtet im Wohnzimmer regelmäßig jemand? Denn Räume, in denen regelmäßig geschlafen wird, sind als Schlafräume ebenfalls mit Rauchmeldern auszustatten.
  4. Funktioniert der Rauchmelder trotz neuer Batterie nicht mehr oder ist stark verschmutzt, muss dieser ausgetauscht werden. Nach 10 Jahren müssen sowohl Rauchmelder mit einer fest eingebauten 10-Jahres-Batterie als auch Rauchmelder mit austauschbarer Batterie ausgetauscht werden.

Online-Broschüre „Rauchmelder in Haus & Wohnung“ zum Download

„Rauchmelder retten Leben“ stellt Verbrauchern die neue Online-Broschüre „Rauchmelder in Haus & Wohnung“ auf der Aktionstag-Webseite zum kostenlosen Download bereit. Die Broschüre beinhaltet wertvolle Tipps zur Gesetzgebung, Installation und eine Anleitung zur richtigen Prüfung von Rauchmeldern. https://www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmeldertag/

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