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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Krankenwagen Zivilschutz

Bevölkerungsschutz soll umfassend modernisiert werden

7. Juli 2025/in Panorama

Haushalt 2025 stärkt Krisenvorsorge mit Investitionen in Technik, Ausbildung und Wassersicherheit.

BONN (redu). Die Bundesregierung will im Jahr 2025 deutlich mehr Geld für den Bevölkerungsschutz bereitstellen. Der Entwurf für den Bundeshaushalt sieht zusätzliche Mittel für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor. Damit sollen Warnsysteme, Einsatztechnik und Schutzräume ausgebaut werden.

Im zweiten Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 sind zusätzliche Finanzmittel für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vorgesehen. Ziel ist es, zentrale Projekte zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes voranzutreiben und bestehende Strukturen gezielt zu stärken. Die Mittel sollen auf mehrere strategische Maßnahmen verteilt werden, um die Resilienz der Gesellschaft angesichts wachsender Herausforderungen zu erhöhen.

BBK-Präsident Ralph Tiesler bezeichnete die neuen Haushaltsmittel als wichtiges Signal. Angesichts von Extremwetterlagen, technischen Großschadensereignissen und zunehmenden geopolitischen Spannungen sei der Bevölkerungsschutz gefordert wie selten zuvor. Das BBK betont, dass es sich um einen ersten Schritt handele – weitere Investitionen seien erforderlich, um Deutschland langfristig widerstandsfähig aufzustellen.

Im Einzelnen sieht das Programm folgende Maßnahmen vor:

1. Stärkung der Bevölkerungswarnung:

Der Ausbau und die Weiterentwicklung bestehender Warnsysteme wird fortgesetzt. Es fließen Mittel in:

  • das Modulare Warnsystem (MoWaS),

  • die NINA-WarnApp,

  • Cell Broadcast sowie

  • den Ausbau des Sirenennetzes.

2. Verbesserung der Ausstattung für Einsatzkräfte:

Alle Einsatzkräfte sollen künftig über eine modernisierte technische Ausrüstung verfügen. Dazu zählen:

  • neue Fahrzeuge für den ergänzenden Katastrophenschutz,

  • spezielle Messtechnik zur Erkennung und Einschätzung von Gefahrenstoffen.

3. Modernisierung des Schutzraumkonzepts:

Gemeinsam mit den Ländern entwickelt der Bund ein aktualisiertes Schutzraumkonzept. Im Haushaltsjahr 2026 ist eine Pilotförderung zur Ausstattung öffentlicher Zufluchtsorte geplant. Ziel ist es, vorhandene Schutzmöglichkeiten zu identifizieren und kurzfristig nutzbar zu machen.

4. Förderung des Selbstschutzes:

Kampagnen zur Notfallvorsorge sollen die Bevölkerung erreichen und aufklären. Die Maßnahmen werden so gestaltet, dass sie unterschiedliche Lebenssituationen der Menschen berücksichtigen und eine breite Wirkung entfalten.

5. Ausbau der Aus- und Fortbildung:

Mit Hilfe der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung wird die Fortbildung im Krisenmanagement ausgeweitet. Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sollen über föderale Ebenen hinweg einheitlich geschult werden, um komplexe Krisensituationen besser bewältigen zu können.

6. Projekte zur Wassersicherstellung:

Zur Sicherung der Wasserversorgung werden neue Maßnahmen angestoßen. Schwerpunkte sind:

  • der Ausbau leitungsgebundener Versorgung und Abwasserentsorgung,

  • zusätzliche mobile Wassertransportkapazitäten,

  • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit bestehender Trinkwassernotbrunnen,

  • gegebenenfalls neue Brunnenbohrungen.

Abschließend betonte Präsident Tiesler, dass der Schutz der Bevölkerung eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Das BBK arbeite eng mit den Ländern, kommunalen Behörden sowie mit ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften zusammen, um die gesteckten Ziele umzusetzen.

Hitzefalle

Lebensgefahr im Auto: Hitze wird schnell zur Todesfalle

29. Juni 2025/in Panorama

Kinder und Tiere sterben jedes Jahr in überhitzten Fahrzeugen.

HANNOVER (red. /redu). Sommerliche Temperaturen können parkende Autos in kürzester Zeit zu tödlichen Hitzefallen machen. Kinder und Tiere sind darin besonders schutzlos und sterben immer wieder an den Folgen der extremen Hitze.

Die Temperaturen im Inneren eines Autos steigen bei Sonneneinstrahlung rapide an. Bereits nach zehn Minuten kann die Luft im Fahrzeug um 20 Grad heißer sein als die Außentemperatur. Auch an scheinbar milden Tagen mit Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad kann das Auto in kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Ort werden.

Kinder sind besonders gefährdet, da ihr Körper Wärme schlechter regulieren kann. Kleinkinder und Babys überhitzen schneller, was zu Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit und Hitzschlag führen kann. Tiere wie Hunde sind ebenso gefährdet. Sie regulieren ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln, was bei stickiger Luft im geschlossenen Auto kaum funktioniert.

Ein leicht geöffnetes Fenster reicht nicht aus, um die extreme Aufheizung zu verhindern. Das Prinzip der Treibhauswirkung bleibt bestehen: Sonnenstrahlen dringen durch die Scheiben ein, die Hitze staut sich im Inneren. Experten betonen, dass schon wenige Minuten im überhitzten Auto für Kinder oder Tiere tödlich enden können.

Ein Beispiel bei 28 Grad in einem geschlossenen Fahrzeug:

Zeit (Minuten)

Innentemperatur (°C)

Temperaturdifferenz

0

28 °C

+0 °C

5

ca. 32 °C

+4 °C

10

ca. 36–37 °C

+8–9 °C

15

ca. 40–41 °C

+12–13 °C

Die Gefahr durch Hitze betrifft nicht nur parkende Fahrzeuge. In Deutschland sterben jährlich Hunderte Menschen an den Folgen extremer Hitzeperioden, darunter viele ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und Haustiere. Fachleute gehen davon aus, dass durch den Klimawandel künftig häufiger und intensivere Hitzewellen auftreten werden.

Um das Risiko zu verringern, wird empfohlen, Kinder und Tiere nie unbeaufsichtigt im Auto zu lassen – auch nicht für kurze Einkäufe oder Besorgungen. Zudem sollten Aufenthalte in der prallen Sonne zwischen 11 und 16 Uhr wenn möglich vermieden werden. Regelmäßiges Trinken, eine Kopfbedeckung und der Aufenthalt in kühlen Räumen können ebenfalls helfen, gesundheitliche Folgen durch Hitze zu vermeiden.

Wichtig ist auch, auf Warnzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzrasen zu achten. Bei Verdacht auf einen Hitzschlag sollte sofort ein Notruf (112) abgesetzt und Erste Hilfe geleistet werden. Prävention und Aufmerksamkeit können Leben retten.

Pontonbrücke THW

120-Meter-Pontonbrücke zum THW-Jubiläum errichtet

11. Juni 2025/in Panorama

THW zeigt bei Jubiläumsübung Einsatzfähigkeit im Brückenbau.

BONN (redu). Mit einer groß angelegten Übung und einer anschließenden Feier hat der THW-Ortsverband Haßmersheim sein 60-jähriges Bestehen begangen. Rund 300 Einsatzkräfte errichteten dafür in wenigen Stunden eine 120 Meter lange Pontonbrücke.

Zum 60. Jubiläum des Ortsverbands Haßmersheim bauten THW-Kräfte eine 120 Meter lange befahrbare Brücke aus Pontonbooten. Die temporäre Konstruktion entstand unter Mitwirkung von Helferinnen und Helfern aus 30 Ortsverbänden.

Die Brücke besteht aus sechs Meter langen und 2,12 Meter breiten Leichtmetallwannen, die über Träger verbunden und mit Fahrbahnplatten überdeckt wurden. Die fertige Konstruktion wog mehr als 55 Tonnen und besitzt eine theoretische Tragkraft von bis zu 78,2 Tonnen.

Laut THW-Präsidentin Sabine Lackner zeigt die Übung, dass Einsatzkräfte im Notfall schnell Übergänge errichten können. Der Brückenbau diente zugleich der Demonstration der Einsatzfähigkeit bei Infrastruktur-Ausfällen.

Nach Fertigstellung der Brücke sprachen THW-Präsidentin Sabine Lackner, Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und Landrat Dr. Achim Brötel zu den Anwesenden. Anschließend überquerten THW-Fahrzeuge die Brücke.

Im Anschluss an die Übung wurde die Brücke für die Öffentlichkeit freigegeben. Dort fand ein Bürgerfest zum 60-jährigen Jubiläum des Ortsverbands statt.

Das Technische Hilfswerk wird in diesem Jahr selbst 75 Jahre alt. Die Einsatzorganisation des Bundes zählt rund 88.000 ehrenamtliche Mitglieder und ist weltweit im Bevölkerungsschutz tätig.

ADAC: Rekordpreisunterschiede beim Tanken im Tagesverlauf – Tanken zu teuer

ADAC: Rekordpreisunterschiede beim Tanken im Tagesverlauf

10. Juni 2025/in Panorama

Super E10 morgens im Schnitt 12,5 Cent teurer als abends – Diesel sogar 13,3 Cent.

MÜNCHEN (redu). Der ADAC hat eine Auswertung der Kraftstoffpreise im Mai 2025 veröffentlicht. Sie zeigt, dass sich Tanken am Abend deutlich lohnt: Der Preisunterschied zwischen Morgen- und Abendstunden erreicht Rekordniveau.

Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland können durch die Wahl des Tankzeitpunkts aktuell deutlich sparen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des ADAC für Mai 2025 hervor. Demnach liegen die Preisunterschiede für Kraftstoffe im Tagesverlauf so hoch wie nie zuvor.

Die Untersuchung basiert auf Daten von mehr als 14.000 Tankstellen bundesweit. Bei Super E10 beträgt die durchschnittliche Differenz zwischen dem höchsten und niedrigsten Tagespreis 12,5 Cent je Liter – ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Im Mai 2024 lag dieser Unterschied noch bei 6,4 Cent, der bisherige Höchstwert von etwa elf Cent wurde im Jahr 2020 gemessen. Bei Diesel ist der Effekt noch stärker: Hier können 13,3 Cent pro Liter gespart werden, wenn zum richtigen Zeitpunkt getankt wird.

Die günstigsten Zeiten zum Tanken bleiben wie im Vorjahr die Abendstunden. Besonders niedrige Preise werden zwischen 19 und 20 Uhr festgestellt, günstig ist es aber auch zwischen 17 und 18 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr. Die teuersten Tankzeiten liegen laut ADAC morgens zwischen 6 und 9 Uhr, mit dem Höhepunkt kurz nach 7 Uhr.

Die Preisentwicklung folgt über den Tag einem bekannten Muster mit mehreren Wellenbewegungen. Nach einem morgendlichen Preisanstieg sinken die Preise im Laufe des Tages in mehreren Stufen, bevor sie gegen 23 Uhr wieder leicht anziehen. Während der Nacht liegen sie konstant leicht über dem Tagesdurchschnitt.

Eine konsequente Nutzung dieser Preisschwankungen kann sich lohnen: Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sparen Verbraucher im Schnitt über sechs Euro. Zusätzlich empfiehlt der ADAC, gezielt günstige Tankstellen anzufahren. Unterstützung bietet dabei unter anderem die App „ADAC Drive“, die aktuelle Preise nahezu aller Tankstellen in Deutschland anzeigt.

Weitere Informationen zum Thema Kraftstoffpreise bietet der ADAC unter www.adac.de/tanken.

Kleeblatt Transporte

BBK koordiniert medizinische Hilfe für Ukraine-Verletzte

6. Juni 2025/in Panorama

Kleeblattmechanismus ermöglicht schnelle Versorgung schwer verletzter Patienten aus der Ukraine.

BERLIN (redu). Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wurden über 1.500 verletzte oder schwerkranke Menschen zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Die Transporte werden durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe organisiert und nutzen Strukturen des sogenannten Kleeblattmechanismus.

Kleeblattmechanismus ermöglicht medizinische Hilfe für über 1.500 Patienten aus der Ukraine

Am Flughafen Köln/Bonn sind kürzlich acht schwerverletzte Patienten aus der Ukraine angekommen. Der Transport erfolgte durch die norwegische Flugbereitschaft im Rahmen des sogenannten Kleeblattmechanismus. Seit 2022 wurden über diese Struktur mehr als 1.500 ukrainische Patientinnen und Patienten zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Die Organisation übernimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit den beteiligten Bundesländern und Hilfsorganisationen.

Ursprung in der Corona-Pandemie

Der Kleeblattmechanismus wurde im Frühjahr 2020 eingeführt, um Covid-19-Patienten bundesweit zu verlegen und regionale Überlastungen in Krankenhäusern zu verhindern. Das Bundesgebiet wurde dafür in fünf Regionen unterteilt: Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wurde das bestehende System erweitert. Seither dient es auch internationalen medizinischen Evakuierungen, vor allem im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM).

BBK als zentrale Koordinierungsstelle

Das BBK koordiniert im Auftrag des Bundes Hilfeleistungsgesuche aus der Ukraine oder von angrenzenden Staaten. Unterstützt wird es von verschiedenen Partnern auf Bundes- und Länderebene. Neben Rettungswagen und Intensivtransportmitteln kommen auch Ambulanzflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz. Für den Ukraine-Einsatz wurde zusätzlich ein sechstes Kleeblatt eingerichtet, das speziell auf diese Aufgabe abgestimmt ist.

Breite Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen

An der Umsetzung des Kleeblattmechanismus sind neben dem BBK auch das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium der Verteidigung, das Robert-Koch-Institut sowie Vertreter der Innenministerkonferenz und der Landesgesundheitsbehörden beteiligt.

Entlastung für das ukrainische Gesundheitssystem

Laut BBK-Präsident Ralph Tiesler trägt der Mechanismus dazu bei, das ukrainische Gesundheitssystem zu entlasten. Gleichzeitig erhalten die aus der Ukraine evakuierten Personen Zugang zu medizinischer Versorgung in Deutschland. Europaweit wurden laut BBK-Angaben seit Kriegsbeginn etwa 4.300 Patientinnen und Patienten im Rahmen des europäischen Mechanismus vermittelt.

Hitze

Arzneimittelsicherheit bei Hitzewellen: Apotheken beraten Patienten

3. Juni 2025/in Panorama

Medikamente können bei Hitze ihre Wirkung verändern oder Schaden nehmen.

BERLIN (redu). Zum Hitzeaktionstag am 4. Juni weist die Bundesapothekerkammer auf Gesundheitsrisiken durch hohe Temperaturen im Zusammenhang mit Arzneimitteln hin. Apotheken bieten individuelle Beratung zu Lagerung und Dosierung bei sommerlicher Hitze an.

Die Bundesapothekerkammer informiert zum diesjährigen Hitzeaktionstag über den richtigen Umgang mit Medikamenten während einer Hitzewelle. Hintergrund ist, dass hohe Temperaturen die Wirkung und Haltbarkeit von Arzneimitteln beeinflussen können.

Medikamente wie Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel oder Schlafmittel können bei starker Hitze zu verstärkten Nebenwirkungen führen. Das liegt unter anderem daran, dass sie den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen und sich ihre Wirkung durch Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen verändert. Auch Arzneipflaster können durch die verstärkte Hautdurchblutung bei Wärme mehr Wirkstoff abgeben als vorgesehen.

Apotheken raten daher zur Anpassung der Medikamenteneinnahme in enger Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal. Gleichzeitig warnen sie vor falscher Lagerung: Viele Medikamente dürfen dauerhaft nicht über 25 Grad aufbewahrt werden. Eine zu warme Lagerung kann die Wirksamkeit beeinträchtigen oder das Arzneimittel unbrauchbar machen. Einige Arzneien, wie Insulin, müssen sogar im Kühlschrank zwischen 2 und 8 Grad aufbewahrt werden.

Wurde ein Medikament überhitzt, sollte es nicht mehr verwendet werden – auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind. Sichtbare Anzeichen wie geschmolzene Zäpfchen oder veränderte Dosierung bei Asthmasprays können auf eine Beeinträchtigung hinweisen.

Weitere Informationen und Materialien zum Thema Hitzeschutz und Medikamentenlagerung stellt die Bundesapothekerkammer online unter www.abda.de zur Verfügung.

Selbstmedikation

Apotheker warnen: Medikamente in der Schwangerschaft

29. Mai 2025/in Panorama

Nur nach Beratung in der Apotheke Medikamente in der Schwangerschaft anwenden.

BERLIN (redu). Medikamente in der Schwangerschaft sollten nur nach fachlicher Beratung eingenommen werden. Darauf wies die Apothekerin Dr. Miriam Ude beim Fortbildungskongress pharmacon hin.

Selbstmedikation bei leichten Beschwerden ist für Schwangere grundsätzlich möglich. Dennoch sollten sie Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Apothekenpersonal anwenden. Darauf machte Dr. Miriam Ude beim pharmacon-Kongress der Bundesapothekerkammer aufmerksam. Ude arbeitet als Apothekerin in Hessen und betonte, dass Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden müssten.

Am Beispiel von vaginalen Pilzinfektionen erklärte Ude, dass eine Behandlung in der Schwangerschaft wichtig sei, da unbehandelte Infektionen das Risiko für Frühgeburten erhöhen können. Dafür stünden in Apotheken auch rezeptfreie und für Schwangere geeignete Mittel zur Verfügung. Gleichzeitig warnte sie vor Hausmitteln und übertriebener Intimhygiene, etwa der Anwendung von Joghurt-Tampons.

Auch gegen Schwangerschaftsübelkeit könnten in vielen Fällen rezeptfreie Arzneien helfen. Bei schwerer Symptomatik, wie häufigem Erbrechen oder starkem Gewichtsverlust, sei jedoch ärztlicher Rat erforderlich.

Grenzen sieht Ude bei der Selbstmedikation immer dann, wenn unklare Beschwerden vorliegen, chronische Erkrankungen bestehen oder bei Symptomen wie Fieber, starken Schmerzen, Blutungen oder anhaltenden Beschwerden. In diesen Fällen sollten Schwangere ärztlich abgeklärt werden. Apothekenteams kämen dabei eine Lotsenfunktion zu.

Karl-Heinz Banse

EU-Feuerwehrverband in Berlin gegründet: 21 Länder dabei

22. Mai 2025/in Panorama

Karl-Heinz Banse wird Präsident des neuen EU-Feuerwehrverbandes.

BERLIN (redu). In Berlin ist erstmals ein gemeinsamer Feuerwehrverband der Europäischen Union gegründet worden. Repräsentanten aus 21 EU-Mitgliedstaaten unterzeichneten die Gründungsurkunde. Der Deutsche Karl-Heinz Banse wurde zum Präsidenten des neuen Gremiums gewählt.

Gemeinsame Struktur für mehr Zusammenarbeit

Mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde wurde der „Verband der Feuerwehren der Europäischen Union“ offiziell ins Leben gerufen. Ziel des neuen Zusammenschlusses ist es, die Interessen der Feuerwehren auf europäischer Ebene zu vertreten und den Dialog mit EU-Institutionen zu institutionalisieren.

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Karl-Heinz Banse, würdigte das Ereignis als historischen Moment: „Der Verband ist eine gemeinsame Stimme der Feuerwehren der Länder der Europäischen Union in Brüssel und Straßburg.“ Er betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Strukturen in einer globalisierten Welt, in der Notlagen und Katastrophen keine Grenzen kennen.

In der Gründungsurkunde heißt es, dass die Feuerwehren eine unverzichtbare Säule der europäischen Sicherheitsarchitektur darstellen. Der Verband soll künftig unter anderem den Erfahrungsaustausch fördern, Standards harmonisieren und zur Stärkung der Resilienz in Europa beitragen.

Politische Unterstützung aus Europa und Deutschland

Die Gründung wurde von mehreren politischen Vertreter*innen begleitet. Vier Europaabgeordnete – Lena Düpont, Grégory Allione, Mislav Kovac und Zeljana Zovko – sowie die Bundestagsabgeordneten Nancy Faeser und Leon Eckert unterstrichen die politische Relevanz der Initiative.

Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments und stellvertretende Vorsitzende der Interfraktionellen Arbeitsgruppe für Resilienz und Zivilschutz, sprach von einem eindrucksvollen Moment: „Sie geben eine europäische Antwort auf die Fragen unserer Zeit – das ist der Kern des europäischen Gedankens.“

Internationales Präsidium mit fünf Ländern

Zum Präsidenten des neuen Verbandes wurde Karl-Heinz Banse gewählt. Die Vizepräsidentschaft übernehmen Jean-Paul Bosland (Frankreich), Ante Sanader (Kroatien), Robert Mayer (Österreich) und Waldemar Pawlak (Polen).

Alle gewählten Vertreter betonten die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Jean-Paul Bosland sprach von einem „Paradigmenwechsel“, der 21 Länder mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Sprachen und Uniformen unter einem gemeinsamen Ziel vereine.

Ante Sanader hob hervor, dass das Feuerwehrwesen als Teil der europäischen Sicherheitspolitik endlich auch auf struktureller Ebene Anerkennung finde. Waldemar Pawlak betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Standards und länderübergreifender Netzwerke – insbesondere in Krisenzeiten wie nach der Pandemie oder angesichts internationaler Spannungen.

21 Nationen als Gründungsmitglieder

Am Tag der Gründung haben Vertreterinnen und Vertreter aus den folgenden Organisationen ihren Beitritt zum Verband der Feuerwehren in der Europäischen Union erklärt:

  • Österreichischer Bundesfeuerwehrverband (Österreich)
  • Fire & Rescue Belgium – BB-SPB (Belgien)
  • National Association of Volunteers of the Republic of Bulgaria (Bulgarien)
  • Hrvatska vatrogasna zajednica – Croatian Firefighting Association (Kroatien)
  • Cyprus Firefighters Association (Zypern)
  • sdružení hasičů čech, moravy a slezska (Tschechische Republik)
  • Estonian Rescue Board (Estland)
  • The Finnish National Rescue Association, SPEK (Finnland)
  • Féderation Nationale des Sapeurs-Pompiers de France (Frankreich)
  • Deutscher Feuerwehrverband (Deutschland)
  • Panhellenic Federation of Firefighters Unions (Griechenland)
  • Hungarian Fire Association (Ungarn)
  • Fédération Nationale des Pompiers, Luxembourg (Luxemburg)
  • Vakvereniging Brandweer Vrijwilligers (Niederlande)
  • Związek Ochotniczych Straży Pożarnych Rzeczypospolitej Polskiej (Polen)
  • Liga dos Bombeiros Portugueses (Portugal)
  • Federatia de Pompieri Voluntari si Protectia Civila, FPVPC (Rumänien)
  • Dobrovoľná požiarna ochrana Slovenskej republiky (Slowakei)
  • Firefighting Association of Slovenia (Slowenien)
  • CONBE Consorcios Bomberos España (Spanien)
  • Brandmännens Riksförbund (Schweden)

Diese breite Beteiligung zeigt das große Interesse und die Bereitschaft zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich Brand- und Katastrophenschutz.

PSNV

Symposium zu Einsatznachsorge bei Anschlagslagen

16. Mai 2025/in Panorama

Experten diskutieren psychosoziale Betreuung nach extremen Einsätzen.

FULDA (redu). Beim 11. Symposium „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“ in Fulda wurde am 15. Mai 2025 die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) in Zusammenhang mit Anschlägen thematisiert. Fachleute aus Praxis und Wissenschaft diskutierten Herausforderungen und Lösungsansätze.

Die psychosoziale Betreuung von Einsatzkräften nach Anschlägen war das zentrale Thema des 11. Symposiums „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“, das am 15. Mai 2025 in Fulda stattfand. Veranstalter waren das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Stiftung „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

BBK-Präsident Ralph Tiesler betonte die Bedeutung einer strukturierten Nachsorge, da belastende Eindrücke aus Einsätzen auch nach deren Ende nachwirken können. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse hob den interdisziplinären Austausch und die Verbreitung bewährter Ansätze hervor.

Expertinnen und Experten aus den Bereichen Feuerwehr, Notfallmedizin, Psychologie und Seelsorge berichteten über Erfahrungen mit PSNV-E in extremen Lagen wie Amok- und Terroranschlägen. Es wurden konkrete Fallbeispiele und bewährte Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen vorgestellt.

Ein zentrales Thema war die Gründung eines neuen Fachzentrums für Resilienz und Traumaprävention (FRT). Dieses Bundeszentrum soll Forschung, Lehre und Praxis verbinden und Qualitätsstandards für die PSNV-E setzen.

Mehrere Beiträge schilderten die psychosozialen Herausforderungen in realen Einsatzsituationen, etwa beim Terroranschlag in Solingen oder bei Vorfällen in München und Magdeburg. Thematisiert wurden unter anderem die Rolle der Führungskräfte, der Umgang mit belastenden Bildern sowie die Bedeutung einer langfristigen Stabilisierung der Einsatzkräfte.

Die Veranstaltung verzeichnete 135 Teilnehmende. Das nächste Symposium ist für den 7. Mai 2026 in Fulda geplant. Weitere Informationen und Vorträge sind online verfügbar unter: https://www.feuerwehrverband.de/dfv/hfh-vorstellung/hfh-symposien/

Sirenen am Bundeswarntag in Hannover

Feuerwehrverband fordert Schutz kritischer Infrastrukturen

9. Mai 2025/in Panorama

Ausfall des Digitalfunks legt Schwächen im BOS-System offen.

BERLIN (redu). Ein bundesweiter Ausfall des Digitalfunknetzes hat gravierende Schwächen in der Kommunikation von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten offengelegt. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) fordert dringende Maßnahmen zur Absicherung kritischer Infrastrukturen.

Wie der DFV mitteilte, konnten Einsatzkräfte und Leitstellen während des Ausfalls nicht mehr zuverlässig kommunizieren. Dies habe das Potenzial, Einsatzkoordination und Bevölkerungsschutz erheblich zu gefährden.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse unterstrich die Bedeutung eines stabilen und geschützten Kommunikationssystems für Sicherheitsbehörden. Auch Dr. Alexander Beck, Cybersicherheits-Experte des DFV, betonte die Notwendigkeit robuster Technik, die sowohl gegen Ausfälle als auch gegen digitale Angriffe geschützt sei.

Der Verband kündigte an, sich weiterhin intensiv in die Themen Netzsicherheit und Cyberschutz einzubringen. Ziel sei es, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren auch unter digitalen Bedingungen dauerhaft zu sichern.

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