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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Verkehrsregeln für die Urlaubszeit: ADAC klärt über Stauverhalten auf – Staubild

Verkehrsregeln für die Urlaubszeit: ADAC klärt über Stauverhalten auf

24. Juli 2024/in Panorama

Rettungsgasse, Rechtsüberholen und mehr: Was Autofahrer im Stau beachten müssen

MÜNCHEN (redu/PM). In den kommenden Wochenenden erreichen die Reiseaktivitäten auf deutschen Autobahnen ihren Höhepunkt. Staus sind dabei unvermeidlich. Der ADAC informiert Autofahrer über die wichtigsten Verhaltensregeln im Stau, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Der ADAC hat wichtige Hinweise für Autofahrer veröffentlicht, um das Verhalten in Staus zu regeln und die Sicherheit zu erhöhen. Besonders in der Hauptreisezeit sind die Autobahnen stark frequentiert, und Staus gehören zum Alltag. Der ADAC gibt Tipps, was erlaubt ist und welche Regeln eingehalten werden müssen.

Diese Regeln sind besonders wichtig und sollte jeder Autofahrer kennen:

  • Zu den wichtigsten Regeln zählt die Bildung der Rettungsgasse: Bei stockendem Verkehr und bei Stau müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden, um den Einsatzfahrzeugen ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen. Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Die Bußgelder für Autofahrer, die sich nicht an die Vorschriften halten, wurden auf 200 bis 320 Euro erhöht.
  • Rechts überholen ist auf der Autobahn dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit maximal 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Rollt links der Verkehr, darf man rechts mit einer Differenzgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h überholen. Die Fahrzeuge auf der rechten Spur dürfen dann also höchstens 80 km/h schnell fahren. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt.
  • Egal, ob man dringend auf die Toilette muss oder es bei großer Hitze im Wagen kaum noch aushält: Die Straßenverkehrsordnung verbietet das Aussteigen auf der Autobahn, es sei denn, eine Unfallstelle muss gesichert werden. Allerdings drückt die Polizei bei längeren Störungen meist ein Auge zu und ist nachsichtig. Doch auch dann gilt, dass weitere Spaziergänge tabu sind und man stets in der Nähe des Fahrzeugs bleiben muss.
  • Rückwärtsfahren oder wenden ist auf der Autobahn immer verboten, es sei denn, die Polizei fordert die Autofahrer bei längeren Vollsperrungen dazu auf, um den Verkehr von der Autobahn abzuleiten. Bei eigenständigen Aktionen drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
  • Der Seitenstreifen ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer ihn bei Stau benutzt, um den nächsten Rastplatz oder die nächste Autobahnausfahrt schneller zu erreichen, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt. Ausnahme: Wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben. Dann muss dieser wie ein rechter Fahrstreifen genutzt werden.
  • Ist ein Fahrstreifen wegen eines Unfalls oder einer Baustelle blockiert, müssen sich die Fahrer unmittelbar vor der Engstelle im Reißverschlussverfahren einordnen. Bei richtiger Anwendung kann so der Verkehr am Laufen gehalten werden.
DRK-Helfer

DRK zieht positive Bilanz nach UEFA EURO 2024

16. Juli 2024/in Panorama

Über 16.800 Einsatzkräfte des DRK sorgen für Sicherheit bei der Europameisterschaft

BERLIN (redu). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zieht nach dem Abschluss der UEFA EURO 2024 eine positive Bilanz. Mit über 16.800 Einsatzkräften wurden 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt.

Nach dem Ende der UEFA EURO 2024 zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ein positives Fazit. Bei den 46 Spielen, 437 Trainings und den zahlreichen Fanmeilen, die durch das DRK betreut wurden, waren mehr als 16.800 Kräfte im Einsatz. Insgesamt wurden 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt. „Wir haben ein Turnier mit weniger Einsätzen als erwartet erlebt. Beeindruckend war vor allem das große Engagement unserer vielen ehrenamtlichen Helfenden, insbesondere aus unseren Bereitschaften. Sie haben in den letzten Wochen entscheidend dazu beigetragen, dass der Fußball im Vordergrund stehen konnte“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Einen Monat lang sorgten tausende Helfende des DRK für die notfallmäßige medizinische Versorgung und Betreuung in Stadien, auf Fanmeilen und an den Trainingsstätten, viele davon ehrenamtlich. Insgesamt wurden im Kontext der EURO mehr als 145.500 Einsatzstunden geleistet, was innerhalb von rund viereinhalb Wochen mehr als 16,5 Jahren Einsatzzeit entspricht.

Sichtbar waren dabei die Einsätze des DRK in den Stadien. Durchschnittlich rund 56 Mal pro Spiel mussten die Einsatzkräfte im Stadion Zuschauenden oder Spielern helfen, insgesamt 2.582 Mal. Diese Zahl ist deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Bundesligaspiel. Gründe dafür liegen mutmaßlich in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Zuschauenden sowie der weitgehend ausgebliebenen Hitze.

Insgesamt mussten im Rahmen der EURO 2024 (inklusive Fanmeilen etc.) nur 398 Krankentransporte bei 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt werden. Diese Zahlen unterstreichen aus Sicht des DRK den insgesamt relativ ruhigen Einsatz aus medizinischer Sicht, zumal es über das Turnier keine größeren Zwischenfälle gab. Hauptgründe für die Einsätze des DRK waren Herz-Kreislauf-Probleme.

Viele ehrenamtliche Helfende standen auch im Bereich Katastrophenschutz bereit, mussten aber zum Glück nicht zum Einsatz kommen. „Es war uns eine große Freude, den Sanitätsdienst bei der EURO 2024 zu verantworten. Dank intensiver Vorbereitung und dem eindrucksvollen Einsatz unserer Helfenden, aber auch dank vieler friedlicher Fans können wir ein sehr positives Gesamtfazit ziehen. Wenn es drauf ankam, waren wir verlässlich zur Stelle“, sagt Christian Reuter.

Einsatzdaten je Spielstätte:

  • Berlin: 6 Spiele, 5.864 Einsatzstunden, 615 Hilfeleistungen, 39 Transporte
  • Dortmund: 6 Spiele, 6.936 Einsatzstunden, 376 Hilfeleistungen, 50 Transporte
  • Düsseldorf: 5 Spiele, 2.824 Einsatzstunden, 421 Hilfeleistungen, 42 Transporte
  • Frankfurt: 5 Spiele, 5.528 Einsatzstunden, 192 Hilfeleistungen, 29 Transporte
  • Gelsenkirchen: 4 Spiele, 2.880 Einsatzstunden, 99 Hilfeleistungen, 15 Transporte
  • Köln: 5 Spiele, 3.608 Einsatzstunden, 155 Hilfeleistungen, 23 Transporte
  • Leipzig: 4 Spiele, 3.328 Einsatzstunden, 139 Hilfeleistungen, 9 Transporte
  • München: 6 Spiele, 4.033 Einsatzstunden, 398 Hilfeleistungen, 34 Transporte
  • Stuttgart: 5 Spiele, 3.304 Einsatzstunden, 187 Hilfeleistungen, 21 Transporte

Die medizinische Versorgung der Spieler sowie der „Fußballfamilie“ wurde neben den Mannschaftsärzten im Wesentlichen über insgesamt 32 Medical Liaison Officers organisiert. Diese Ärzte ermöglichten einen schnellen und unkomplizierten Zugang in das deutsche Medizinsystem und eine umgehende Versorgung zur Diagnostik und Behandlung. 140 Mal wurden die Liaison Officer zur Unterstützung der Mannschaftsärzte angefordert, häufig zur Organisation von bildgebenden Verfahren, zusätzlichen Medikamenten oder Terminen bei Fachärzten. Das Team um Dr. Zoran Bahtijarevic (Chief Medical Officer der UEFA) und Prof. Dr. Tim Meyer (Tournament Chief Medical Officer) zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit der schnellen und kompetenten Versorgung. „Wir sind sehr froh, das Turnier mit insgesamt sechs Mitarbeitenden vor Ort im medizinischen Bereich so gut über die Runden gebracht zu haben. Erfahrungen von früheren Events waren dabei sehr hilfreich“, zieht Meyer ein positives Fazit.

Auch die „Get Trained – Save Lives“-Kampagne der UEFA und des European Resuscitation Council (ERC), gestartet im November 2023, war erfolgreich. Besuchende wurden zum spielerischen Üben der Herzdruckmassage an Puppen animiert und erhielten Feedback über die Qualität der Wiederbelebungsmaßnahme. Über 35.000 Besuchende nutzten diese Möglichkeit während des Turnierzeitraums und erzielten im Durchschnitt einen Score von 75/100 Punkten.

 

Bereitstellungsraum Sicherheitskonzept

Sicherheitskonzept der UEFA EURO 2024 erfolgreich umgesetzt

16. Juli 2024/in Panorama

Ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte meistern Herausforderungen der EURO 2024

BERLIN (redu). Die Sicherheitsmaßnahmen während der UEFA EURO 2024 in Deutschland haben sich als effektiv und gut koordiniert erwiesen, sodass das sportliche Großereignis sicher und ohne größere Zwischenfälle ablief.

Die umfangreichen Sicherheitsplanungen in den zehn Austragungsstädten der UEFA EURO 2024 haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Europameisterschaft sowohl sportlich als auch sicher in guter Erinnerung bleibt. Die Berufsfeuerwehren der zehn Austragungsstädte schlossen sich bereits vor mehreren Jahren unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund) und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) zum Arbeitskreis EM 2024 zusammen. Die hierbei definierten Schutzziele mündeten in ein integriertes Sicherheits- und Gefahrenabwehrkonzept, welches den örtlichen Einsatzplanungen zugrunde lag.

Die Einsatzvorbereitungen haben reibungslos funktioniert. Das Positionspapier diente als Grundlage für die Erstellung der lokalen Einsatzkonzepte, die ideal umgesetzt und mit hoher Professionalität aller Beteiligten realisiert wurden. Somit waren die Feuerwehren jederzeit gut vorbereitet.

Während der UEFA EURO 2024 mussten die Feuerwehren nur kleinere Einsatzlagen bewältigen. Diese Einsätze, die von medizinischen Notfällen über ausgelöste Brandmeldeanlagen und Fettbrände bis hin zur Entfernung eines verirrten Bienenvolks am Spielfeldrand reichten, konnten schnell und professionell abgewickelt werden. Glücklicherweise gab es keine größeren Zwischenfälle.

Ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes war der Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Kräften aus allen Bereichen des Bevölkerungsschutzes. Mitglieder von Feuerwehren, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter, DLRG, DRK, THW und auch des Rettungszentrums des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg sorgten für den Grundschutz und stellten an den Spieltagen zusätzliche Einsatzkräfte bereit. Auch Bundeseinheiten zur Analytik und Identifikation von Gefahrstoffen (Analytische Task Force – ATF) standen bereit.

„Die Vorhaltung der überregionalen Einsatzkräfte und Einheiten hatte zum Ziel, jederzeit schnell und umfassend reagieren und helfen zu können. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, welche stets professionell und voller Engagement zur Stelle waren und somit zum Gelingen dieses einzigartigen Großevents beigetragen haben“, resümiert Leitender Branddirektor Markus Heber von der Berufsfeuerwehr Stuttgart und zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises EM 2024.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Kräfte: „Neben dem Dank an alle Einsatzkräfte für die großartige Leistung gilt mein besonderer Dank auch den Arbeitgebern unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte für deren Freistellung von ihrer beruflichen Tätigkeit.“

Die umfangreichen Vorplanungen und Einsatzkonzepte haben sich bewährt und bieten eine gute Grundlage für zukünftige Großveranstaltungen. Die wertvollen Erfahrungen und Konzepte werden auch in der Zukunft nützlich sein.

E-Scooter

Anstieg der Unfallzahlen mit E-Scootern fordert verstärkte Regulierung

14. Juni 2024/in Panorama

Kommunen reagieren mit strengeren Vorschriften und Verboten im ÖPNV

MÜNCHEN (redu). Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern ist in Deutschland gestiegen. Kommunen reagieren mit neuen Vorschriften, während der ADAC sicherere Akkus fordert, um Transportverbote im ÖPNV zu vermeiden.

Seit fünf Jahren sind E-Scooter auf deutschen Straßen erlaubt. 2022 waren etwa 764.000 dieser Fahrzeuge versichert. Laut einer Umfrage des ADAC befinden sich rund 45 Prozent der E-Scooter im Privatbesitz, der Rest sind vorwiegend Leihroller. Letztere sorgen oft für Schlagzeilen, da sie häufig achtlos abgestellt werden.

Immer mehr Kommunen reagieren auf diese Problematik mit Sonderregeln. Berlin hat eine Obergrenze von 19.000 Leih-E-Scootern eingeführt, spezielle Parkflächen in der Innenstadt geschaffen und eine Sondernutzungsgebühr von 36 Euro pro Jahr und E-Scooter erhoben. In Gelsenkirchen führte die Einführung eines ID-Checks dazu, dass Verleihbetriebe die Stadt verließen.

In einigen Städten dürfen E-Scooter, sowohl private als auch geliehene, aufgrund der Brandgefahr durch die verbauten Akkus nicht mehr im öffentlichen Nahverkehr transportiert werden. Der ADAC sieht hierin jedoch keine dauerhafte Lösung. Stattdessen fordert der ADAC Anforderungen an die Akkus oder Schutzmechanismen bei drohenden Gefahren, um den sicheren Transport von E-Scootern zu gewährleisten.

Die Unfallzahlen mit E-Scootern sind ebenfalls besorgniserregend gestiegen. 2023 waren 9.439 Personen an E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden beteiligt, was einen Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2022 bedeutet, als 8.443 Beteiligte gezählt wurden. Besonders alarmierend ist die Verdoppelung der Todesfälle von 10 im Jahr 2022 auf 20 im Jahr 2023. Diese Zunahme steht in direktem Zusammenhang mit der verstärkten Nutzung von E-Scootern.

Trotz dieser Herausforderungen haben E-Scooter ihren Platz im Mobilitäts-Mix und bieten eine sinnvolle Alternative für Kurzstrecken oder die Überbrückung der „letzten Meile“. Um Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden und die Entwicklung dieser Mobilitätsform positiv zu gestalten, unterstützt der ADAC den Ausbau und die Modernisierung der Radfahrinfrastruktur sowie das Abstellen an ausgewiesenen Stellflächen.

ZHW

Hochwasser in Süddeutschland: THW im Einsatz gegen Ölverschmutzung

6. Juni 2024/in Panorama

THW und Feuerwehr arbeiten Hand in Hand: Über 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch getrennt

BONN (redu). Das Hochwasser im Süden Deutschlands stellt Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Rund 2.900 THW-Helferinnen und -Helfer sind im Einsatz, um Umweltgefahren durch ausgetretenes Öl zu bekämpfen und die Auswirkungen der Flut zu mindern.

Das Hochwasser im Süden Deutschlands hält die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) weiter in Atem. „Bislang waren rund 2.900 THW-Helferinnen und -Helfer aus rund 200 Ortsverbänden im Einsatz. Eine unserer wichtigen Aufgaben ist neben den Pumparbeiten aktuell die Separation von Öl-Wasser-Gemischen“, erklärt THW-Präsidentin Sabine Lackner. Allein im Landkreis Augsburg hat das THW seit Dienstag 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch gefiltert und getrennt und dabei 71.000 Liter Öl separiert.

Öl stellt bei Hochwasser eine erhebliche Umweltgefahr dar. Aus Öltanks in Wohnhäusern, die durch das Hochwasser aus ihren Verankerungen gerissen werden, tritt Öl aus und vermischt sich mit dem Grundwasser. Die Fachgruppe Ölschaden des THW wird in solchen Fällen aktiv. Mit speziellen Ölfilteranlagen, sogenannten Öl-Separationsanlagen, trennen sie das ausgetretene Öl vom Wasser.

Das Gemisch wird mit Saugwägen oder Tankcontainern zu den Separationsanlagen transportiert. Diese Einsätze erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und werden in Bayern durch das Innenministerium des Bundeslandes koordiniert. Bislang wurden mehr als 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch getrennt, was dem Inhalt von rund 4.400 Badewannen entspricht. Neben der Anlage im Landkreis Augsburg wird das THW in Kürze eine zweite Separationsanlage im Raum Straubing in Betrieb nehmen.

Auch die Technischen Berater und Beraterinnen Öl des THW sind sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg im Einsatz. Sie unterstützen die Feuerwehren im Umgang mit dem Gefahrstoff, erkunden Einsatzstellen oder setzen Ölsperren in kleineren Gewässern. Die Helferinnen und Helfer kommen nicht nur aus Bayern und Baden-Württemberg, sondern auch aus Hessen und Bremen. „Dieser Einsatz zeigt, wie unsere Kräfte Hand in Hand arbeiten, egal ob sie aus dem gleichen Ortsverband stammen oder vom anderen Ende der Republik kommen. Unsere einheitliche Ausbildung und standardisierte Ausstattung ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit bundesweit“, sagt THW-Präsidentin Lackner.

Neue Anforderungen für Einsatzkräfte: vfdb präsentiert 7-Punkte-Plan – Extremwetter

Neue Anforderungen für Einsatzkräfte: vfdb präsentiert 7-Punkte-Plan

5. Juni 2024/in Panorama

Zunehmende Extremwetterlagen: vfdb betont Notwendigkeit von Selbstschutz und Führungsstrukturen

MÜNSTER (redu/PM). In Reaktion auf die jüngsten Hochwasserkatastrophen und andere Naturkatastrophen in Süddeutschland hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) ein sieben Punkte umfassendes Positionspapier veröffentlicht. Darin fordert sie umfassende Reformen in der Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte sowie in den Führungsstrukturen und betont die Notwendigkeit, die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung zu stärken.

Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hat in einem neuen Positionspapier auf die zunehmenden Naturkatastrophen und die jüngste Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland reagiert. Der sieben Punkte umfassende Plan betont die dringende Notwendigkeit, Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte zu verbessern und funktionale Führungsstrukturen zu etablieren.

Das sind die sieben Punkte in Kurzform:

1. Die Ausbildung für die Einsatzkräfte der Gefahrenabwehr muss den Lagen und Risiken angepasst werden.

Nach wie vor gibt es in Deutschland keine einheitlichen Ausbildungsunterlagen für dynamische Flutlagen oder die Vegetationsbrandbekämpfung. Es gibt keine Schulen oder Trainingsmöglichkeiten für die sichere Ausbildung und das Training dynamischer wetterbedingter Schadenslagen sowie keine praktischen Ausbildungsstätten für das gemeinsame praktische Training der verbundenen Einsatzmittel aller im Einsatz beteiligten Organisationen.

2. Die Ausrüstung muss verbessert werden.

Viele Einsatzkräfte verfügen nach wie vor nicht über die richtige, oder auch nur ausreichende persönliche oder spezielle Schutzausrüstung. Viele Einsatzfahrzeuge sind nicht für den Einsatz in Schadenslagen mit oft zerstörter Infrastruktur geeignet. Sichere Kommunikationsmittel, vom Sprechfunk bis zum Datenaustausch, gehören zwingend mit dazu. Kommunen müssen sich im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die lokalen Gefahren jenseits der Standardszenarien wie Wohnungsbrand oder Verkehrsunfall besser vorbereiten. Ebenso müssen sich die dafür zuständigen Bundesländer im Katastrophenschutz besser aufstellen, diesen dafür besser ausrüsten sowie auch besser ausbilden. Aus den Erfahrungen der europäischen Strukturen zu lernen ist dabei sinnvoll.

3. Führungsstrukturen sind weiterzuentwickeln und aktuellen Anforderungen anzupassen.

In allen Bereichen muss es funktionsfähige Führungsstrukturen und -mittel geben. Das beginnt bei der Ausstattung von Einsatzzügen mit geeigneten Führungsfahrzeugen. Es geht weiter über die Vorhaltung personell und materiell über längere Zeit funktionsfähiger mobiler und stationärer Führungsstellen bis zu Stäben und den Führungseinrichtungen der jeweiligen Landesregierungen. Der Informationsaustausch über alle Ebenen muss jederzeit und adäquat erfolgen. Das bedeutet kompatible Datenübertragungsstrukturen ebenso wie Lagedarstellungsmöglichkeiten und redundante Kommunikationsmittel. Dynamische Großlagen sind in Deutschland in aller Regel wetterbedingt. Das bedeutet, dass Führungsgremien in der Lage sein müssen, um aktuelle Lagebilder und Prognosen in Realzeit erstellen und kommunizieren können.

4. Naturschutz muss gegenüber Gefährdungen für Menschen, Tiere und Sachwerte abgewogen werden.

Zu oft wird der Naturschutz nur unter einem Aspekt betrachtet. Notwendig jedoch ist es, für die bestehenden und kommenden Herausforderungen in der Gefahrenabwehr mehr praktische und pragmatische Lösungen zu finden, die auch eine Abwägung von einzelnen Maßnahmen des Naturschutzes gegenüber den dadurch hervorgerufenen oder auch nur verstärkten Risiken für Menschen, Tiere und Sachwerte beinhalten.

5. Selbstschutz und Selbsthilfe stärken.

Einsatzkräfte können in großen Einsatzlagen nicht alle Menschen und Objekte zur gleichen Zeit schützen. Daher gilt es, immer nach Risiken zu priorisieren und Einsätze nacheinander abzuarbeiten. Das heißt jedoch auch, dass es allen Betroffenen hilft, wenn sich die Bevölkerung möglichst selbstständig zu helfen weiß und so die Ressourcen für die wirklich wichtigen Einsätze frei bleiben. Die Bevölkerung muss wieder mehr dazu gebracht werden, selbst mit dafür zu sorgen, Gefahren zu vermeiden oder das eigene Risiko zu verringern. Hierzu gehören unter anderem das Verständnis für Warnungen, das Wissen um Alarmierungs- und Entwarnungsarten sowie eine Akzeptanz von Verboten in gefährdeten Gebieten. Die Gesellschaft sollte insgesamt befähigt werden, schnell, angemessen und zielorientiert zu handeln – ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

6. Prävention verbessern.

Um die Risiken für sich und andere zu begrenzen, müssen offensichtliche Gefahren reduziert werden. Dazu gehört z.B., verstopfte Ein- und Durchflüsse zu säubern und freizuhalten; das Verbot von Feuer etc. in der Vegetation zu beachten, Entstehungsbrände zu melden und, wenn gefahrlos möglich, Brände zu löschen oder kleinzuhalten. Entsprechende Kenntnisse müssen in den Schulen, Unternehmen und Einrichtungen vermittelt werden.

7. „Aus Fehlern lernen“ – Fähigkeitslücken schließen.

In Deutschland ist die systematische Auswertung von Schadenslagen weiterhin nicht ausreichend etabliert. Aus den Erfahrungen der vergangenen Lagen zu lernen, muss in allen Bereichen der Gefahrenabwehr stärker beachtet werden. Fähigkeitslücken müssen systematisch identifiziert werden. Zugleich müssen durch Forschung und Entwicklung Lösungen zur Beseitigung zeitnah geschaffen werden. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei auf den schnellen Transfer guter Lösungen in die tägliche Einsatzpraxis zu legen.

Hochwasser

Feuerwehren bereiten sich auf Starkregen vor: Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen

31. Mai 2024/in Panorama

Deutsche Feuerwehrverband gibt Verhaltenstipps für Starkregen

BERLIN (redu). Die Feuerwehren in Deutschland bereiten sich auf weiteren Starkregen vor, insbesondere in der Südosthälfte des Landes. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) appelliert an die Bevölkerung, die Wetterberichte aufmerksam zu verfolgen und sich umsichtig zu verhalten.

Die Feuerwehren bereiten sich auf weiteren Starkregen in verschiedenen Regionen Deutschlands vor. Vor allem für die Südosthälfte Deutschlands warnen die Meteorologen derzeit vor heftigem Niederschlag. Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), appelliert an die Bevölkerung, die aktuellen Wetterberichte in den Medien zu verfolgen und sich umsichtig zu verhalten: „Überflutete Straßen und Wege bergen Risiken – egal, ob man mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Zweirad unterwegs ist. Immer wieder werden die Feuerwehren etwa zu Unterführungen alarmiert, in denen Fahrzeuge stecken geblieben sind. Hier gilt erhöhte Vorsicht – oft ist das Wasser höher oder schneller als gedacht!“ Auch Uferbereiche sowie Tiefgaragen oder Keller in Überschwemmungsgebieten seien keine sicheren Aufenthaltsorte.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende Empfehlungen:

  • Informieren Sie sich über die aktuelle Wetterentwicklung regelmäßig aus Rundfunk, Fernsehen oder Internet, beispielsweise mit Warn-Apps wie NINA oder KATWARN.
  • Bewegen Sie sich in Überflutungsgebieten nur auf einsehbarem Grund, meiden Sie Wälder und Hanglagen – hier können Bäume umstürzen oder Erdmassen abrutschen.
  • Sichern Sie in gefährdeten Arealen Gebäudeöffnungen und Abwasserschächte, Keller und Niedergänge.
  • Achten Sie darauf, dass Rückschlagventile im Keller funktionsfähig sind.
  • Stellen Sie Fahrzeuge vorausschauend und sicher in höher gelegenen Gebieten ab.
  • Beachten Sie Absperrungen, Straßensperrungen und Halteverbote.
  • Bitte folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte und behindern Sie deren Arbeit nicht.
  • Haben Sie Verständnis dafür, dass Einsatzstellen bei hohem Einsatzaufkommen priorisiert angefahren werden.
  • Wenn der Einsatz der Feuerwehr nicht mehr nötig ist, weil das Wasser bereits abgeflossen ist bzw. Eigenhilfe erfolgreich war, melden Sie dies der Feuerwehr erneut.
  • Melden Sie Unfälle und Brände über die Notrufnummer 112. Bitte halten Sie die Notrufleitungen während eines Unwetters für wirkliche Notfälle frei und melden Sie Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach Ende des akuten Unwetterschubes.

In ganz Deutschland stehen mehr als eine Million Einsatzkräfte der Feuerwehren bereit. „Vielen Dank an diese Menschen, die sich für andere engagieren – und auch an die Familie und all die anderen Personen, die den Einsatz erst ermöglichen!“, erklärt Schreck.

 

Klimawandel

Wärmstes Frühjahr seit Messbeginn in Deutschland

31. Mai 2024/in Panorama

Extremwetter und Rekordtemperaturen prägen das Frühjahr 2024

OFFENBACH (redu). Das Frühjahr 2024 war in Deutschland das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 Grad Celsius markierte es einen neuen Rekord, begleitet von extremen Wetterbedingungen und regionalen Hochwasserereignissen.

Der Frühling 2024 hat in Deutschland alle bisherigen Temperaturrekorde gebrochen. Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), erklärte: „Der Klimawandel kann nicht ausgeblendet werden. Nach dem wärmsten Februar und März in diesem Jahr erleben wir in Deutschland nun eine Mitteltemperatur im Frühling, die seit Messbeginn noch nie so hoch war.“

Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 Grad Celsius (°C) lag der Frühling 2024 um 3,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 und um 1,9 Grad über der Vergleichsperiode 1991 bis 2020. Der März 2024 war mit 7,5 °C um 4 Grad zu mild und entsprach damit einem typischen April. Auch der April war deutlich zu mild und brachte am 6. April im Oberrheingraben den ersten heißen Tag des Jahres mit 30,1 °C in Ohlsbach. Ein kühler Rückschlag folgte zu Beginn der letzten Aprildekade, als im Erzgebirge in Deutschneudorf-Brüderwiese mit -8,8 °C das Minimum im Frühjahr gemessen wurde. Der Mai bescherte dem Norddeutschen Tiefland einige Sommertage.

Der Frühling 2024 war nicht nur warm, sondern auch extrem nass, besonders in Süd- und Südwestdeutschland. Im deutschlandweiten Mittel fielen rund 235 Liter pro Quadratmeter (l/m²) Niederschlag, verglichen mit dem Soll der Referenzperiode 1961 bis 1990 von 186 l/m² und dem Mittel der Periode 1991 bis 2020 von 171 l/m². Die höchsten Niederschlagsmengen wurden im Schwarzwald gemessen, wo punktuell über 700 l/m² fielen. Heftiger Dauerregen führte im Saarland und in Rheinland-Pfalz zu dramatischen Hochwasserlagen, während es in Teilen Ostdeutschlands vergleichsweise trocken blieb.

Die Sonnenscheindauer lag im Frühjahr 2024 mit 485 Stunden knapp über dem Soll von 467 Stunden (1961 bis 1990), aber leicht unter der Periode 1991 bis 2020 mit 522 Stunden. Regional gab es erhebliche Unterschiede: Im Nordosten schien die Sonne mit über 600 Stunden am längsten, während in den westlichen Mittelgebirgen gebietsweise weniger als 400 Sonnenstunden verzeichnet wurden.

Das Wetter in den Bundesländern im Frühjahr 2024

Baden-Württemberg: Mit einer Mitteltemperatur von 10,5 °C (7,6 °C) erlebte Baden-Württemberg ein außergewöhnlich mildes Frühjahr. Der erste heiße Tag des Jahres wurde am 6. April mit 30,1 °C in Ohlsbach gemeldet. Der Niederschlag summierte sich auf 315 l/m² (243 l/m²), besonders niederschlagsreich war es im Schwarzwald mit über 700 l/m². Die Sonnenscheindauer lag bei 445 Stunden (457 Stunden).

Bayern: Bayern verzeichnete eine rekordmilde Frühjahrswitterung mit 10,4 °C (7,2 °C). Der Flächenniederschlag lag bei 270 l/m² (223 l/m²) und die Sonnenscheindauer bei 505 Stunden (466 Stunden).

Berlin: In Berlin wurde mit 12,3 °C (8,7 °C) eine rekordmilde Frühjahrswitterung gemessen. Der Niederschlag betrug 110 l/m² (132 l/m²) und die Sonnenscheindauer fast 600 Stunden (507 Stunden).

Brandenburg: Brandenburg erlebte mit 11,8 °C (8,1 °C) die wärmste Frühjahrssaison seit Aufzeichnungsbeginn. Der Niederschlag lag bei 117 l/m² (131 l/m²) und die Sonnenscheindauer bei 565 Stunden (507 Stunden).

Bremen: Bremen verzeichnete 11,7 °C (8,0 °C) und 212 l/m² (159 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer lag bei 496 Stunden (462 Stunden).

Hamburg: Mit 11,6 °C (8,0 °C) und 218 l/m² (163 l/m²) Niederschlag erlebte Hamburg ein rekordmildes Frühjahr. Die Sonne schien 525 Stunden (470 Stunden).

Hessen: Hessen meldete 10,7 °C (7,8 °C) und 230 l/m² (191 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer betrug 450 Stunden (452 Stunden).

Mecklenburg-Vorpommern: Mit 10,5 °C (7,1 °C) und 162 l/m² (134 l/m²) Niederschlag war Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls ungewöhnlich warm und nass. Die Sonne schien 555 Stunden (516 Stunden).

Niedersachsen: Niedersachsen erreichte 11,3 °C (7,9 °C) und 203 l/m² (168 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer lag bei 485 Stunden (455 Stunden).

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen verzeichnete 11,3 °C (8,3 °C) und 295 l/m² (205 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer betrug 410 Stunden (441 Stunden).

Rheinland-Pfalz: Mit 10,8 °C (8,1 °C) und 285 l/m² (191 l/m²) Niederschlag war Rheinland-Pfalz ebenfalls sehr mild und nass. Die Sonne schien 432 Stunden (453 Stunden).

Saarland: Das Saarland war das niederschlagsreichste Bundesland mit 396 l/m² (222 l/m²). Die Durchschnittstemperatur lag bei 11,0 °C (8,4 °C) und die Sonnenscheindauer bei 430 Stunden (468 Stunden).

Sachsen: Sachsen verzeichnete 10,8 °C (7,6 °C) und 145 l/m² (171 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer betrug 520 Stunden (460 Stunden).

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt erreichte 11,3 °C (8,1 °C) und 140 l/m² (135 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer lag bei 495 Stunden (468 Stunden).

Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein verzeichnete 10,3 °C (7,1 °C) und 220 l/m² (155 l/m²) Niederschlag. Die Sonne schien 515 Stunden (492 Stunden).

Thüringen: Thüringen meldete 10,4 °C (7,1 °C) und 195 l/m² (176 l/m²) Niederschlag. Die Sonnenscheindauer betrug 480 Stunden (448 Stunden).

Zeitungsredaktion KI Bild

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Redaktionsarbeit

31. Mai 2024/in Panorama

Effizienzsteigerung und Automatisierung durch KI in der Medienbranche

HANNOVER (redu). Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Redaktionen verspricht eine tiefgreifende Transformation der Medienbranche. Durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben und die Bereitstellung präziser Datenanalysen ermöglicht KI eine effizientere Arbeitsweise und unterstützt Journalisten bei ihrer täglichen Arbeit.

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in Redaktionen eingesetzt, um die Effizienz und Genauigkeit der journalistischen Arbeit zu verbessern. KI-Technologien bieten eine Vielzahl von Anwendungen, die von der automatisierten Erstellung einfacher Nachrichtenartikel bis hin zur Analyse großer Datenmengen reichen. Diese Entwicklungen versprechen eine erhebliche Erleichterung der Arbeitsprozesse in Redaktionen.

Ein bedeutender Vorteil der KI ist die Automatisierung routinemäßiger Aufgaben. Algorithmen können so etwa Nachrichtenagenturen dabei helfen, Pressemitteilungen schnell in kurze Nachrichtenartikel umzuwandeln. Dies ermöglicht es den Redakteuren, sich auf komplexere und investigativer Geschichten zu konzentrieren. Zudem kann KI durch die Analyse von Leserdaten maßgeschneiderte Inhalte erstellen, die auf die Interessen und Vorlieben der Zielgruppe abgestimmt sind.

Überdies spielt KI eine wichtige Rolle bei der Überprüfung von Fakten und der Erkennung von Falschinformationen. Durch den Einsatz von Natural Language Processing (NLP) können Algorithmen Texte auf ihre Richtigkeit überprüfen und potenzielle Fehler identifizieren. Dies trägt zur Qualitätssicherung und Glaubwürdigkeit von Nachrichten bei.

Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung durch KI-gestützte Analysetools, die große Datenmengen schnell und präzise auswerten können. Diese Tools helfen Journalisten, relevante Informationen zu extrahieren und Trends zu erkennen, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind. Somit können Redaktionen schneller und fundierter auf aktuelle Entwicklungen reagieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Künstliche Intelligenz das Potenzial hat, die Redaktionsarbeit erheblich zu erleichtern. Durch die Automatisierung zeitaufwendiger Aufgaben, die Verbesserung der Datenanalyse und die Unterstützung bei der Faktenprüfung kann KI dazu beitragen, die Effizienz und Qualität im Journalismus zu steigern.

Trotz der zahlreichen Vorteile, die KI mit sich bringt, bleibt die Rolle des menschlichen Journalismus unverzichtbar. Kreativität, kritisches Denken und die Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und zu vermitteln, sind Eigenschaften, die Maschinen nicht ersetzen können. Menschliche Journalisten sind entscheidend für die Interpretation und Einordnung von Ereignissen, die ethische Verantwortung bei der Berichterstattung und das Einfühlungsvermögen, das für investigativen Journalismus notwendig ist. Die Kombination aus menschlicher Intuition und technologischer Unterstützung durch KI bietet das größte Potenzial für hochwertigen und glaubwürdigen Journalismus.

 

Ehrenamt

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sucht „Deinen Moment im Ehrenamt“

4. April 2024/in Panorama

Ehrenamts-Kampagne für ehrenamtlich Engagierte im Zivil- und Katastrophenschutz

BONN (PM). Im Sommer 2019 hat das BBK die Ehrenamts-Kampagne ,Mit Dir für uns alle‘ gestartet. Im Mittelpunkt der Kampagne: die Ehrenamtlichen selbst, ihre vielfältigen Fähigkeiten und Tätigkeiten im Bevölkerungsschutz. Jetzt ist das BBK auf der Suche nach spannenden Geschichten der Freiwilligen. Diese können ihre eindrücklichsten Erlebnisse per Sprachnachricht bis zum 02.05.2024 auf der Kampagnenwebsite des BBK einreichen. Die besten vier Einreichungen werden mit einer eigenen Podcastaufnahme prämiert.

Ein unvergessliches Erlebnis – „Mein Moment im Ehrenamt“

Egal ob Brände löschen, das Kochen für die Großmannschaft, Momente der Kameradschaft und Zusammenarbeit erfahren oder als Seelsorger den Menschen zur Seite stehen: Die Geschichten, die die Ehrenamtlichen erleben, sind ebenso vielfältig wie ihre Fähigkeiten. Das BBK ruft alle ehrenamtlich Engagierten des Zivil- und Katastrophenschutzes dazu auf, das Erlebnis zu teilen, das sie selbst während der Arbeit im Ehrenamt am meisten beeindruckt, bewegt oder erfüllt hat – ganz nach dem Motto „Da bin ich ganz ich“. Die Geschichte muss nicht actiongeladen sein, auch stille Momente können einen großen Eindruck hinterlassen. Manchmal bleibt ein besonderer Augenblick der Verbundenheit oder eine ausgesprochen komische Begebenheit auf dem Übungsplatz in Erinnerung. Die Ehrenamtlichen entscheiden selbst, welche Geschichte sie teilen möchten – welche ist nachhaltig im Gedächtnis geblieben und war ihr Lieblingsmoment?

So funktioniert die Einreichung

Die Story wird als Sprachmemo aufgenommen und dann hochgeladen oder direkt auf der Kampagnenwebsite aufgenommen. Die Länge der Sprachnachricht ist auf maximal vier Minuten begrenzt. Eine Jury des BBK wählt aus allen eingereichten Audio-Nachrichten die 20 besten Geschichten aus. Diese werden in einem Community Voting allen Bürgerinnen und Bürgern zur Wahl gestellt. Sie wählen die besten vier Geschichten aus. Der Preis für die vier Siegerinnen und Sieger ist eine eigene Podcastfolge des BBK-Podcasts „Freiwillig Busy“ sowie ein Feature auf den Kanälen des BBK. Zur Aufnahme reisen die Gewinner in die Bundeshauptstadt. Der bzw. die Erstplatzierte erhält darüber hinaus einen Auftritt in der Podcast Reihe „Retterview“, die sich dem Rettungsdienst verschrieben hat.

Teilnahmeschluss ist der 02.05.2024, 12:00 Uhr.

Das Ehrenamt ist die tragende Säule im Bevölkerungsschutz

Rund 1,7 Millionen Menschen leisten ehrenamtlich wertvolle Arbeit im Zivil- und Katastrophenschutz. Die freiwillige Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Kenntnissen ist dabei ein tragender Baustein der deutschen Sicherheitsarchitektur. Ohne aktives bürgerschaftliches Engagement wäre der Bevölkerungsschutz in Deutschland undenkbar. Dabei bietet das Ehrenamt viele Anlässe für außergewöhnliche Erlebnisse und unvergessliche Momente. Diese mit den Menschen zu teilen, ist Ziel der aktuellen Kampagnenmaßnahme des BBK. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sollen so für das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz sensibilisiert und für ein eigenes Engagement motiviert werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Kampagnenwebsite www.mit-dir-fuer-uns-alle.de.

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