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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

GDL Streik

GDL lehnt neues Angebot der Deutschen Bahn ab: Tarifkonflikt spitzt sich zu

8. März 2024/in Panorama

GDL fordert schriftliches Angebot bis 10. März zur Vermeidung von Arbeitskämpfen

FRANKFURT (redu). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bleibt standhaft und fordert die Deutsche Bahn AG auf, bis zum 10. März ein akzeptables Angebot vorzulegen, um weitere Arbeitskampfmaßnahmen abzuwenden. Trotz erhaltener Vorschläge bleibt ein Konsens aus, und die GDL kritisiert das Vorgehen der Bahn als konfliktverschärfend.

Artikeltext: Am 7. März 2024 hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) von der Deutschen Bahn AG und dem Arbeitgeberverband AGV MOVE ein neues Angebot erhalten, welches nach eingehender Analyse als unzureichend bewertet wurde. Die GDL beschuldigt die Bahn, durch Täuschungsversuche den bestehenden Konflikt zu intensivieren und keinerlei Interesse an einer wirklichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu zeigen.

Die GDL betont, dass sie nicht auf Maximalforderungen besteht, sondern sich bereits auf Kompromisse eingelassen hat. Trotz dieser Bemühungen liegt der GDL ein Angebot vor, das nicht als Grundlage für eine Beendigung der Arbeitskämpfe und eine Wiederaufnahme der Verhandlungen dienen kann. Die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche sowie weitere zentrale Punkte bleiben weiterhin unerfüllt.

Claus Weselsky, der Vertreter der GDL, macht deutlich, dass die aktuellen Angebote der Bahn nicht den Anforderungen einer fairen Tarif- und Sozialpartnerschaft entsprechen. Ferner verweist die GDL auf ihre eigenen, bereits im Januar unterbreiteten Vorschläge, welche von den ursprünglichen Forderungen abweichen und an denen sie festhält.

Die Gewerkschaft fordert die Deutsche Bahn AG auf, im Interesse der Mitarbeiter und Fahrgäste, bis zum 10. März ein schriftliches Angebot zu unterbreiten. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Verhandlungen am 11. März steht, sofern die Bahn auf die Forderungen der GDL eingeht. Andernfalls werden die angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen in Kraft treten.

Benzin wird spürbar teurer, Diesel etwas billiger – Tanken zu teuer

Benzin wird spürbar teurer, Diesel etwas billiger

6. März 2024/in Panorama

Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten wächst

MÜNCHEN (PM). Die Preise für die beiden Kraftstoffsorten entwickeln sich im Vergleich zur Vorwoche in gegensätzliche Richtungen. Während der Dieselpreis leicht gesunken ist, verteuerte sich Benzin spürbar. Das ist das Ergebnis der aktuellen ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,781Euro und damit 1,5 Cent mehr als vor einer Woche. Der Dieselpreis ist um 0,7 Cent niedriger und liegt aktuell bei 1,734 Euro.

Der Rohölpreis als wichtigste Größe für die Entwicklung der Kraftstoffpreise liegt gegenüber der Vorwoche mit 82 US-Dollar je Barrel Brent geringfügig tiefer. Der Euro notiert konstant oberhalb von 1,08 US-Dollar, so dass in Summe beide Kraftstoffe hätten günstiger werden müssen.

Erfreulich, aber auch überfällig ist die aktuelle Preisentwicklung für die Fahrer von Diesel-Pkw. Der Selbstzündkraftstoff wird um rund 20 Cent je Liter niedriger besteuert als Benzin, kostet aber zurzeit nur 4,7 Cent weniger als Super E10. Vor diesem Hintergrund ist der Rückgang des Dieselpreises ein Schritt in die richtige Richtung, der aus Sicht des ADAC aber auch in den kommenden Wochen anhalten sollte.

Wer bei den Kraftstoffen sparen möchte, sollte am besten abends an die Zapfsäule fahren. ADAC Auswertungen zeigen, dass die günstigste Zeit zum Tanken vor allem zwischen 20 und 22 Uhr liegt, aber auch zwischen 18 und 19 Uhr sind die Preise besonders niedrig. In den Morgenstunden ist Tanken meist um mehrere Euro teurer. Auch Vergleichen lohnt sich, denn die Spritpreise an den Tankstellen unterscheiden sich häufig auch lokal erheblich.

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der „ADAC Drive App“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Streikaufruf

Deutsche Bahn: Neue Streikwelle der GDL nach drittem Angebotsvorstoß

22. Januar 2024/in Panorama

DB Cargo beginnt Arbeitsniederlegung, gesamte DB-Unternehmen folgen

BERLIN (redu). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für den 23. Januar 2024 zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der zunächst DB Cargo betrifft und sich anschließend auf weitere Unternehmen der Deutschen Bahn AG sowie die City-Bahn Chemnitz ausweiten soll. Dies folgt auf das dritte Angebot der Deutschen Bahn AG, welches laut GDL nicht auf Einigung ausgerichtet ist.

Die Situation bei der Deutschen Bahn AG spitzt sich zu. Nach einem weiteren Angebot im laufenden Tarifstreit, das von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als unzureichend betrachtet wird, steht nun eine umfassende Streikaktion bevor. Die GDL hat ihre Mitglieder bei DB Cargo zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der am Dienstag, dem 23. Januar 2024 um 18:00 Uhr beginnen soll.

In einer Eskalation des Tarifkonflikts hat die GDL bekannt gegeben, dass nach dem Beginn bei DB Cargo, ab Mittwoch, den 24. Januar um 02:00 Uhr, alle Unternehmen der Deutschen Bahn, einschließlich der Infrastruktur, sowie die City-Bahn Chemnitz in den Streik treten wird. Der Ausstand ist bis zum Montag, dem 29. Januar, um 18:00 Uhr angesetzt.

Die GDL kritisiert, dass die Deutsche Bahn AG auch mit ihrem dritten Angebot einen konfrontativen Kurs verfolge und keinen Willen zur Einigung zeige. Die genauen Inhalte des Angebots und die Forderungen der Gewerkschaft wurden nicht näher spezifiziert. Die Ankündigung des Streiks dürfte weitreichende Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland haben.

Durchbruch im Arbeitskampf: Transdev reagiert auf GDL-Forderungen – BGPress 1073367

Durchbruch im Arbeitskampf: Transdev reagiert auf GDL-Forderungen

12. Januar 2024/in Panorama

Ende der Streikmaßnahmen bei Transdev verspricht Erleichterung für Reisende

BERLIN (red). Nach intensiven Streikmaßnahmen nimmt die Transdev GmbH die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wieder auf, mit dem Versprechen, über alle Kernforderungen ernsthaft zu diskutieren.

Die Transdev GmbH hat auf die Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) reagiert und wird die Tarifverhandlungen unter neuen Vorzeichen fortsetzen. Die Beharrlichkeit der GDL-Mitglieder während der vierten Arbeitskampfmaßnahme, die zu umfangreichen Ausfällen im Zugverkehr führte, hat zu diesem Sinneswandel beigetragen.

Claus Weselsky, der Bundesvorsitzende der GDL, bestätigte, dass Transdev schriftlich zugesichert hat, die Kernforderungen der aktuellen Tarifrunde ernsthaft zu verhandeln. Als Referenz für die Verhandlungen dient der bereits mit dem NETINERA-Konzern und der Go-Ahead-Gruppe erreichte Abschluss, der eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche ohne Entgeltanpassung vorsieht.

Dank dieser Zusage ist es möglich, dass die Verhandlungen kurzfristig wieder aufgenommen werden und der aktuelle Streik vorzeitig beendet werden kann. Dieser Schritt ist für den 12. Januar 2024 um 12.00 Uhr geplant, so Weselsky.

Die GDL hat den Einigungswillen von Transdev anerkannt und wird daher die Streikaktionen am heutigen Mittag für die Beschäftigten bei den sechs Transdev-Unternehmen beenden. Betroffen sind die NordWestBahn GmbH, Transdev Hannover GmbH, Transdev Mitteldeutschland GmbH, Transdev Regio Ost GmbH, Transdev Rhein-Ruhr GmbH und Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH. Dies bedeutet eine Erleichterung für Reisende, da der planmäßige Zugverkehr in den betroffenen Gebieten wieder aufgenommen wird.

Insgesamt haben acht Unternehmen die Reduzierung der Arbeitswoche auf 35 Stunden erfolgreich in ihren Tarifverträgen umgesetzt. Mit der Bereitschaft der Transdev GmbH und weiteren Unternehmen, wie der eurobahn GmbH & Co. KG, der Rurtalbahn GmbH, der VIAS Rail GmbH und einer Gruppe von Personaldienstleistern, die sich in konstruktiven Verhandlungen mit der GDL befinden, signalisiert der Eisenbahnverkehrsmarkt eine wachsende Akzeptanz der Forderungen der GDL und strebt eine notwendige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Schichtarbeiter an.

Bahnstreik

Streikankündigung bei Deutscher Bahn: GDL fordert bessere Arbeitsbedingungen

7. Januar 2024/in Panorama

GDL-Mitglieder bei Deutscher Bahn, Transdev und City Bahn Chemnitz planen Streiks vom 10. – 12. Januar

BERLIN (red). In einem eskalierenden Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn (DB) AG, Transdev und City Bahn Chemnitz, ruft die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Mitglieder zu einer Arbeitsniederlegung auf. Diese soll vom 10. bis 12. Januar stattfinden, bei DB Cargo bereits ab dem 9. Januar. Die GDL kritisiert die Verhandlungsposition der DB und wirft ihr vor, die Weihnachtszeit nicht für konstruktive Angebote genutzt zu haben.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn AG, Transdev und City Bahn Chemnitz zu einem Streik aufgerufen. Dieser ist vom 10. Januar bis zum 12. Januar geplant, während bei DB Cargo bereits am 9. Januar Arbeitsniederlegungen beginnen sollen.

Der Hintergrund dieser Eskalation liegt in den gescheiterten Verhandlungen mit der DB AG am 24. November 2023. Die GDL beschuldigt den Staatskonzern, nicht ernsthaft über ihre Kernforderungen verhandeln zu wollen und stattdessen mit einer Feststellungsklage und irreführenden öffentlichen Aussagen abzulenken. Insbesondere kritisiert die Gewerkschaft die Darstellung der DB AG in Bezug auf ein angeblich neues Angebot, das sie als substanzlos und irreführend bezeichnet.

Die GDL hebt erfolgreiche Verhandlungen mit NETINERA und der Go-Ahead-Gruppe hervor, bei denen unter anderem eine Arbeitszeitabsenkung ohne Lohnkürzung und eine signifikante Erhöhung der Tabellenentgelte vereinbart wurden. Diese Abschlüsse dienen der GDL als Benchmark, welche die DB AG ignoriert.

Des Weiteren beklagt die Gewerkschaft eine Missachtung der eigenen Mitarbeiter durch die DB AG, Transdev und die City-Bahn Chemnitz. Dies wird durch eine Urabstimmung am 19. Dezember 2023 untermauert, in der 97 Prozent der Mitglieder für eine Ausweitung der Arbeitskämpfe stimmten.

Die GDL kritisiert das Angebot der DB als unseriös, da es keine konkreten Zahlen zu Lohnerhöhungen oder zur Inflationsausgleichsprämie enthält. Sie betont auch, dass das Angebot der DB lediglich für bisher von der GDL tarifierte Arbeitnehmer gelte und keine umfassenden Verbesserungen vorsehe.

Abschließend wird der Personalvorstand der DB AG, Seiler, für seine Vorschläge kritisiert, die von der GDL als unzureichend und weltfremd angesehen werden. Die Gewerkschaft sieht in den Handlungen des DB-Vorstands eine Fortsetzung der bisherigen Taktik, die nicht im Interesse der Mitarbeiter und Kunden sei.

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Gewalt gegen Einsatzkräfte

2. Januar 2024/in Panorama

DFV-Präsident fordert Ausnutzung der juristischen Möglichkeiten

Berlin (PM).  „Die Schutzkonzepte haben vielerorts das Schlimmste verhindert. Trotzdem sind Feuerwehrangehörige in der Silvesternacht angegriffen und teils auch verletzt worden. Ich erwarte von der deutschen Justiz, dass die juristischen Möglichkeiten bei einer Verurteilung vollumfänglich ausgenutzt werden. Verfahren dürfen keinesfalls wegen ,mangelnden öffentlichen Interesses‘ eingestellt werden“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zu Jahresbeginn.

Schutzkonzepte konnten das Schlimmste verhindern / „Jeder Angriff ist einer zu viel!“ ­

Beispiele aus der Berichterstattung der Feuerwehren:

  • In Laatzen (Niedersachsen) attackierten 40 Personen aus einem Hinterhalt ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr mit Steinen und Eisenstangen. Windschutzscheibe und Fahrertür wurden beschädigt, die Kräfte mussten den Einsatz abbrechen.
  • In Bremerhaven (Bremen) wurde die Freiwillige Feuerwehr bei einem Brandeinsatz mit Pyrotechnik beschossen. Zwei Feuerwehrkameraden wurden mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt.
  • In Frankfurt am Main (Hessen) wurden Kräfte des Löschfahrzeuges der Feuer- und Rettungswache 21 mit Steinen und Feuerwerkskörpern attackiert. Durch den Angriff wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Die beiden Verletzten wurden ambulant in einer Klinik versorgt.
  • In Hannover (Niedersachsen) wurden Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Buchholz bei einem Papiercontainerbrand mutwillig mit Feuerwerkskörpern beworfen, wobei ein Feuerwehrangehöriger verletzt wurde. Dieser musste in eine Klinik transportiert werden.
  • In Solingen (Nordrhein-Westfalen) wurden die gemeinsam mit der Polizei zu einer brennenden Matratze eingetroffenen Feuerwehrkräfte sofort mit Böllern beworfen, mit Raketen beschossen, auch Flaschen und Steine flogen. Im weiteren Verlauf der Nacht kam es hier immer wieder zu Angriffen. Es gab keine Verletzten.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte der Deutsche Feuerwehrverband gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Ergebnisse der ersten bundesweiten Umfrage unter ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen veröffentlicht: Knapp die Hälfte der teilnehmenden Kräfte war in den letzten zwei Jahren im Einsatz beleidigt, bedroht oder gar körperlich attackiert worden. „Jeder Angriff ist einer zu viel! Es ist – auch aus Respekt für die Einsatzkräfte – unbedingt nötig, dass in jedem Fall ermittelt wird und es bei Vorliegen der Voraussetzungen auch immer zu einem Verfahren kommt“, fordert DFV-Präsident Banse.

Viele Feuerwehren sind mit Aufklärungsarbeit etwa in Jugendzentren und Schulen aktiv, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. „Sie zeigen dabei auch, dass hinter der teils martialisch wirkenden Schutzausrüstung ganz normale Menschen mit allen menschlichen Bedürfnissen stecken“, so Banse. „Sie haben Familien und Freunde wie jeder andere auch – und diese wünschen sich, dass die Feuerwehrangehörigen immer gesund vom Einsatz zurückkommen“, erklärt er. ­
­ ­

THW

Rund 4.200 THW-Kräfte bei Sturmtief Zoltan gefordert

27. Dezember 2023/in Panorama

Sturmtief und seine Folgen bedeuten viel Arbeit für das Technische Hilfswerk

Bonn (PM). Mehr als 4.200 THW-Helferinnen und Helfer aus 173 Ortsverbänden arbeiten seit dem 21. Dezember ununterbrochen daran, die Schäden des Sturmtiefs Zoltan zu minimieren und den Menschen vor Ort zu helfen. Insbesondere Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern und Hamburg waren von schweren Überschwemmungen und den Auswirkungen von Sturm Zoltan betroffen.

„Das einzigartige Engagement unserer THW-Einsatzkräfte über die Feiertage verdient höchsten Respekt. Sie haben nicht nur materielle Schäden bekämpft, sondern auch das Gefühl von Gemeinschaft und Hoffnung gestärkt“, bedankt sich THW-Präsidentin Sabine Lackner.

THW-Kräfte waren über die Feiertage dauerhaft im Einsatz gegen die Fluten und Verwüstungen von Sturmtief Zoltan. Insgesamt waren mehr als 4.200 THW-Kräfte aus 173 Ortsverbänden teilweise auch nachts gefordert. Heute besuchte THW-Präsidentin Sabine Lackner Einsatzstellen in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachen, um sich vor Ort bei den THW-Helferinnen und -Helfern zu bedanken: „Es ist unglaublich, was von Ehrenamtlichen geleistet wird, ganz besonders in diesen Tagen, an denen eigentlich alle bei ihren Familien sein sollten.“

Gemeinsamer Einsatz gegen die Wassermassen

In Hamburg war das THW seit vor und während der Feiertage gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. „Der gemeinsame Einsatz zeigt die hohe Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungskräfte“, lobt THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Zahlreiche Einsatzaufgaben in Nordrhein-Westfalen

Im Schwerpunktgebiet Nordrhein-Westfalen waren mehr als 1.940 THW-Helferinnen und -Helfer aus 71 Ortsverbänden aktiv. Sie sicherten Deiche, beseitigten Orkanschäden und verbauten unermüdlich Sandsäcke. Außerdem übernahmen sie Transporte und leisteten technische Beratung. Insbesondere in Köln, im Weserbergland, an der Ems und im Ruhrgebiet waren die THW-Kräfte vor und während der Feiertage intensiv eingebunden. Derzeit sind noch über 340 THW-Kräfte im Einsatz.

Bremen-Niedersachsen: Gezielte Maßnahmen gegen drohende Überflutungen

Nach intensivem Dauerregen sorgten in Bremen und Niedersachsen bisher rund 1.700 THW-Kräfte aus 60 Ortsverbänden dafür, dass Deiche und Dämme gesichert wurden. Auch pumpten sie Wasser ab, stellten die Elektroversorgung an Einsatzstellen sicher und übernahmen Transportfahrten. Aufgrund der hohen Belastung unterstützten auch THW-Kräfte aus anderen Landesteilen in Niedersachsen. Während sich die Lage in Nordrhein-Westfalen etwas entspannt hat, ist Niedersachsen weiterhin besonders betroffen. Das THW ist nach wie vor im Dauereinsatz, um den Folgen von Zoltan entgegenzuwirken und das Hochwasser zu bekämpfen. Weitere Einsätze in den nächsten Tagen sind nicht auszuschließen.

In weiteren Bundesländern aktiv

Der Landesverband Bayern war mit rund 230 THW-Kräften und der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit mehr als 290 Einsatzkräfte im Einsatz, um Menschen in Notlagen zu unterstützen. Sie übernahmen zahlreiche Aufgaben, wie den Verbau von Sandsäcken und das Pumpen von Wasser. Auch in Sachsen, Thüringen und Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt waren THW-Kräfte durch die Folgen des Sturmtiefs gefordert.

Bahnstreik

97% Zustimmung: GDL-Mitglieder stimmen massiv für Streikmaßnahmen

19. Dezember 2023/in Panorama

GDL fordert Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhung – Streik droht im neuen Jahr

FRANKFURT AM MAIN (red). In einem bemerkenswerten Akt der Geschlossenheit haben die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in einer Urabstimmung mit einer überwältigenden Mehrheit von 97 Prozent für Streikmaßnahmen gestimmt. Diese Abstimmung, die eine hohe Wahlbeteiligung von über 70 Prozent verzeichnete, bezieht sich auf die Mitglieder bei der Deutschen Bahn AG, den Transdev-Unternehmen sowie verschiedenen Personaldienstleistern und der City-Bahn Chemnitz.

Die Ergebnisse zeigen eine klare Einigkeit unter den Lokführern und anderen Eisenbahnmitarbeitern. Bei den Personaldienstleistern assoft GmbH, Unternehmensbereich railmen, delphi personal GmbH, dispo-Tf Rail GmbH, First Passenger Rail Service Germany GmbH (PRS), MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH, OLB Oderland Bahn GmbH, Rheinische Bahnpersonal- und Verkehrsgesellschaft mbH und RT&S Lokführer-Akademie GmbH lag die Zustimmung bei 93 Prozent. Bei der City-Bahn Chemnitz wurde sogar eine Zustimmung von 98 Prozent erreicht.

Diese Urabstimmung gilt als entscheidender Schritt in der aktuellen Tarifrunde. Die GDL hat ihre Forderungen nach einer Reduktion der Arbeitszeit und einer signifikanten Erhöhung der Entgelte als Reaktion auf die steigende Inflation klar formuliert. Claus Weselsky, der Bundesvorsitzende der GDL, appellierte an die Arbeitgeber, ihre Haltung zu überdenken und ein angemessenes Angebot vorzulegen, um eine gütliche Einigung der Verhandlungen zu ermöglichen. Er betonte, dass die Mitglieder mit ihrem Votum ein starkes Signal für mögliche Arbeitskämpfe im neuen Jahr gesendet haben.

Die Kritik von Weselsky richtete sich insbesondere gegen die Führungskräfte der Deutschen Bahn, die er für eine Spaltungsstrategie und Verweigerung gegenüber notwendigen Veränderungen anprangerte. Er hob hervor, dass das Ergebnis der Urabstimmung zeigen sollte, dass diese Taktik gegenüber der GDL erfolglos ist.

Im Gegensatz dazu steht der kürzlich erzielte Tarifabschluss mit NETINERA, bei dem ohne Streiks Verbesserungen wie die Absenkung der Arbeitszeit und angemessene Lohnerhöhungen erzielt wurden. Weselsky sieht diesen Abschluss als positive Marktreferenz für die weiteren Verhandlungen und betonte, dass hier Einsicht und Vertrauen statt Konfrontation zum Erfolg führten.

Zum Abschluss seiner Ausführungen stellte Weselsky klar, dass die Arbeitgeber nun vor der Entscheidung stehen, sich konstruktiven Gesprächen zu öffnen oder harte Arbeitskämpfe zu riskieren, die durch den Unmut der GDL-Mitglieder ausgelöst werden könnten.

Tarifstreik Bahn

Tarifkonflikte eskalieren: GDL und dbb rufen zum Streik auf

6. Dezember 2023/in Panorama

Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung und besseren Bedingungen im Mittelpunkt

BERLIN (red). In einer zunehmend angespannten Tariflandschaft haben die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der dbb beamtenbund und tarifunion ihre Solidarität bekräftigt und zu umfangreichen Streiks aufgerufen. Dies folgt auf die Weigerung der Arbeitgeber, über Kernforderungen wie Arbeitszeitverkürzung für Schichtarbeiter und die Wertschätzung der Beschäftigten zu verhandeln.

Die Tarifrunde 2023 befindet sich in einer kritischen Phase, sowohl bei den Eisenbahnen in Deutschland als auch im öffentlichen Dienst der Länder. Die Arbeitgeber zeigen sich unnachgiebig, insbesondere im Hinblick auf die von der GDL geforderte Reduzierung der Arbeitszeit auf eine 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter und die Einführung einer Fünf-Tage-Woche. Laut Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der GDL, ignoriert diese Haltung nicht nur die Bedürfnisse der Beschäftigten, sondern gefährdet auch die Zukunft der Eisenbahn als klimafreundliches Verkehrsmittel.

Der Warnstreik beginnt am Donnerstag, den 7. Dezember 2023, ab 18:00 Uhr im Güterverkehr und ab 22:00 Uhr im Personenverkehr. Die Streikmaßnahmen endet am Freitag, den 8. Dezember 2023 um 22:00 Uhr.

Um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, hat die GDL für den 7. Dezember 2023 umfangreiche Streiks im Güter- und Personenverkehr angekündigt. Diese Streiks betreffen verschiedene Unternehmen, darunter die Deutsche Bahn AG und den Transdev-Konzern.

Parallel dazu betont Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des dbb, die Notwendigkeit attraktiver Arbeitsbedingungen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte im öffentlichen Dienst. Er kritisiert die Weigerung des Bahnvorstands, über die Forderungen der GDL zu verhandeln, als schädlich für das Unternehmen und demotivierend für die Beschäftigten.

 

Medizinische Task Force

Vorbereitung auf die Fußball-EM 2024 in Deutschland

23. November 2023/in Panorama

Erfolgreicher Start der Alarmwegeübungen für den Sanitätsdienst „Medizinische Task Force“

BONN (PM). Bis zum Auftaktspiel der UEFA EURO 2024 finden verschiedene Übungen der deutschlandweit 61 Standorte des gemeinsamen Sanitätsdienstes des Bundes und der Länder „Medizinische Task Force (MTF)“ statt. Hierzu zählen auch Alarmwegeübungen des BBK-Projekts EUROMED. Die erste Übung dieser Art fand am 21.11.2023 statt und war ein Erfolg.

Die MTF ist eine Spezialfähigkeit des Bundes und der mitwirkenden Hilfsorganisationen und Feuerwehren für die medizinische Versorgung von Verletzten. Vom BBK konzipiert und für den Zivilschutz und die länderübergreifende Katastrophenhilfe ausgestattet, stehen die Einheiten der MTF an 61 Standorten in Deutschland auch während der vom 14. Juni bis 14. Juli stattfindenden UEFA EURO 2024 jederzeit bereit.

Ziel der vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) geförderten EUROMED-Übungsreihe ist es, die Abläufe innerhalb der MTF sowie im Zusammenspiel mit anderen Akteuren im Bevölkerungsschutz umfassend zu trainieren. Eines der Übungsformate ist die Alarmwegeübung, die am 21.11.2023 gestartet ist. In der Übung gelang es, die schnelle Einsatzbereitschaft von MTF-Einheiten zwischen den Bundesländern sicherzustellen. Im Übungsszenario wurde hierfür eine Alarmierung der MTF-Einheiten simuliert.

Länderübergreifende Abläufe

Die Anforderung einer MTF-Einheit erfolgt durch eine zuvor abgestimmte Vorgehensweise zwischen Bund und Ländern. So können die Bundesländer eine Anforderung direkt an ein anderes Bundesland oder über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) beim BBK an alle Bundesländer versenden. Diese können dann wiederum entsprechende Hilfsangebote machen und Einsatzkräfte an das anfordernde Bundesland entsenden. Hierzu müssen die ehrenamtlichen Kräfte der MTF-Einheiten alarmiert werden, was in der Alarmwegeübung durchgespielt wurde. Die 138 Einsatzkräfte einer MTF-Einheit wurden z.B. per Pager, Kurznachricht oder über einen Anruf alarmiert.

Ein wichtiger Übungsaspekt war, dass die alarmierten Ehrenamtlichen dem MTF-Abteilungsführer die Alarmierung quittierten. Damit ist dieser über die taktische und medizinische Stärke seiner MTF-Einheit informiert und kann der alarmierenden Stelle die Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte rückmelden. Das ist auch im Ernstfall wichtig, damit die Einsatzkräfte verschiedener MTF-Einheiten insbesondere bei unübersichtlichen Großschadenslagen gut koordiniert und sinnvoll eingesetzt werden können. Alle beteiligten Stellen und Einsatzkräfte haben ihre Abläufe erprobt und ziehen hieraus wertvolle Erkenntnisse. Ziel der weiteren Alarmwegeübungen wird es sein, eine Routine zu entwickeln, um im Ernstfall noch schneller und sicher handeln zu können.

Verschiedene Übungsformate

Neben den Alarmwegeübungen werden in der EUROMED-Übungsreihe auch Stellproben und Verlegeübungen durchgeführt. Diese Übungen dienen der Erweiterung der medizinischen Versorgungskapazitäten und der reibungslosen Koordinierung der Einsatzkräfte. Ein Höhepunkt der EUROMED-Übungsreihe wird im Frühjahr 2024 eine bundeslandübergreifende Großübung in Hamburg sein.

Neben der EUROMED-Übungsreihe hat auch die zum BBK gehörende Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) in Vorbereitung auf die UEFA EURO 2024 ein spezielles Fortbildungsangebot mit maßgeschneiderten Formaten entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der zehn Ausrichterstädte orientieren. Von Risiko- und Krisenmanagement über Führungs- und Stabslehre bis hin zum Psychosozialen Krisenmanagement können die Ausrichterstädte ihre Einsatzkräfte in unterschiedlichen Bereichen ins Training schicken.

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