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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Wetterrekorde

Unübliche Frühjahrshitze: März 2024 bricht alle Temperaturrekorde in Deutschland

3. April 2024/in Panorama

Nach Februar setzt März 2024 mit Temperaturrekorden und Niederschlagsdefiziten fort

Offenbach (redu). Deutschland verzeichnete im März 2024 die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, eine Fortsetzung der ungewöhnlichen Wärme nach dem bereits rekordbrechenden Februar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet zudem von einem signifikanten Niederschlagsdefizit, während die Sonnenscheindauer fast dem Märzdurchschnitt entsprach.

Der März 2024 hat in Deutschland einen neuen Temperaturrekord aufgestellt. Mit einer Durchschnittstemperatur von 7,5 Grad Celsius lag der Monat vier Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 und 2,9 Grad über der Vergleichsperiode von 1991 bis 2020. Diese Temperaturen übertrafen den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2017 von 7,2 Grad Celsius deutlich. Die Daten, basierend auf Auswertungen von rund 2000 Messstationen des DWD, belegen, dass Deutschland zwei aufeinanderfolgende Monate mit Temperaturrekorden erlebte, zuletzt geschehen im Jahr 2018.

Trotz regional registriertem mäßigem Nachtfrost, insbesondere am Ende der ersten und der zweiten Dekade des Monats, erreichten die Temperaturen in der Ober- und Niederlausitz nahezu sommerliche Werte. In Cottbus und Klitzschen bei Torgau wurden am 30. März Höchstwerte von 24,9 Grad Celsius gemeldet, die höchsten des Monats bundesweit.

Neben den Temperaturrekorden kämpfte Deutschland im März 2024 auch mit einem erheblichen Niederschlagsdefizit. Im Durchschnitt fielen lediglich rund 46 Liter pro Quadratmeter, was nur etwa 80 Prozent des Niederschlags der Referenzperioden entspricht. Besonders betroffen waren Regionen im Osten und Nordosten, wo lokal weniger als 10 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. Die höchsten Niederschlagsmengen wurden dagegen in den Alpen und im Schwarzwald registriert.

Trotz des Mangels an Niederschlag verzeichnete der März landesweit ein leichtes Plus bei der Sonnenscheindauer. Mit insgesamt 120 Stunden übertraf die Sonne ihr Soll leicht, obwohl eine geringfügige negative Abweichung im Vergleich zur Periode von 1991 bis 2020 festgestellt wurde.

Am Ostersonntag startet die Sommerzeit – Winterzeit endet 2024

Am Ostersonntag startet die Sommerzeit

30. März 2024/in Panorama

Vorsicht bei der Zeitumstellung: Nicht alle Uhren wechseln automatisch

HANNOVER (redu). In Deutschland wird an diesem Wochenende die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit vollzogen. Genauer gesagt, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 31. März, werden die Uhren von 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt. Während die meisten modernen Uhren und Geräte diese Umstellung automatisch durchführen, gibt es Ausnahmen, bei denen manuelle Eingriffe erforderlich sind.

Die automatische Anpassung der Uhrzeit erfolgt in der Regel durch ein Funksignal. Dennoch können Funkuhren, die sich in einem Bereich mit schlechtem Empfang befinden, auf der Winterzeit stehenbleiben. Dies könnte dazu führen, dass Nutzer eine Stunde verschlafen. Handys hingegen aktualisieren die Zeit meist zuverlässig über das Netzwerk des jeweiligen Anbieters. Manuelle Uhren und bestimmte Parkuhren in Fahrzeugen, die nicht über eine automatische Umstellung verfügen, müssen händisch auf die Sommerzeit eingestellt werden, um Unannehmlichkeiten wie Strafzettel zu vermeiden.

Die Einführung der Sommerzeit im Jahr 1980 zielte darauf ab, Energie zu sparen. Obwohl bereits 2019 von den EU-Mitgliedsstaaten beschlossen wurde, die Zeitumstellung ab 2021 abzuschaffen, steht eine endgültige Entscheidung zwischen Sommer- und Winterzeit noch aus. Die Bundesregierung betont die Notwendigkeit einer europaweiten Folgeabschätzung, um einen uneinheitlichen Wechsel der Zeitzonen innerhalb Europas zu vermeiden.

Deutsche Bahn

Historischer Durchbruch: GDL und Deutsche Bahn erzielen Tarifabschluss

26. März 2024/in Panorama

Bedeutende Verbesserungen für Eisenbahner nach fünfmonatigen Verhandlungen

FRANKFURT (PM/red). Nach einer fünfmonatigen, teils erbittert geführten Auseinandersetzung haben die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn am 26. März 2024 in Berlin einen Tarifabschluss erzielt, der für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner werthaltige Verbesserungen beinhaltet.

„Gegen den heftigen und letztendlich unnützen Widerstand der DB ist es der GDL und ihren Mitgliedern gelungen, die Absenkung der Arbeitszeit für Schichtarbeiter und die 35-Stunden-Woche ohne Entgeltreduzierung für die Zukunft durchzusetzen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Mit dem Tarifabschluss haben wir einen historischen Durchbruch erzielt und sind somit beispielgebend auch für andere Gewerkschaften in diesem Land.“

Einigung sträflich verzögert

Weselsky bedauerte, dass die DB den Tarifkonflikt über Gebühr verschärft und in die Länge gezogen habe. „Während 29 Wettbewerber keine Probleme damit hatten, sich zügig mit uns zu einigen, glaubte die DB, die GDL wieder einmal mit allen Mitteln und auf allen Ebenen bekämpfen zu müssen. Statt vernünftig zu verhandeln, setzte der Konzern auch in dieser Runde auf Desinformation, Verleumdung und Verärgerung der Kunden mit dem Ziel, uns in den Augen der Öffentlichkeit zu diskreditieren.“

Allein die von der DB gegen die GDL angestrengten – und verlorenen Gerichtsverfahren – seien ein Beleg für den lange Zeit nicht vorhandenen Einigungswillen des Arbeitgebers. „Erneut wurden auf Kosten des Steuerzahlers Millionen verbrannt, ehe man notgedrungen zur Einsicht gelangte. Das hätte man auch deutlich billiger und früher haben können.“

Solidarität der Mitglieder und des Dachverbandes

Weselsky äußerte die Hoffnung, dass die DB von derartigen Störmanövern künftig absehe. „Uns kleinzukriegen ist ein hoffnungsloses Unterfangen, das sollte dieser Arbeitgeber doch langsam verstanden haben. Die GDL-Mitglieder sind eine eingeschworene Solidargemeinschaft, die immer wieder entschlossen für ihre Forderungen eintritt. Von nun an sollte niemand mehr daran zweifeln,  dass die GDL und ihr Dachverband dbb beamtenbund und tarifunion eine Einheit im Kampf für die Rechte der Beschäftigten sind. Wenn diese Tarifrunde eines erneut bewiesen hat, dann das: Mit der GDL und dem dbb wird auch in Zukunft zu rechnen sein, wenn es darum geht, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zu verbessern.“

Die zentralen Vereinbarungen

  • Allgemeine Erhöhung der Monatsentgelttabellen um einen Festbetrag in Höhe von 210 Euro zum 1. August 2024 und um weitere 210 Euro zum April 2025, Erhöhung bei Auszubildenden und Studierenden zu den gleichen Zeitpunkten hälftig
  • Erhöhung der dynamisierten Zulagen um jeweils vier Prozent zum 1. August 2024 und zum 1. April 2025
  • Gewährung einer Inflationsausgleichsprämie (IAP) in Höhe von 2 850 Euro (Teilzeitarbeitnehmer anteilig) und in Höhe von 1 425 Euro für Auszubildende und Dual-Studierende
  • Fünf-Tage-Woche

Begrenzung der maximalen Länge von Arbeitsphasen von bisher 144 Stunden auf 120 Stunden ab 1. Januar 2025

  • Schrittweise Absenkung der jeweils maßgeblichen Referenzarbeitszeit um drei Stunden von 2026 bis 2029 für Schichtarbeiter ohne anteilige Entgeltkürzung
  • Zuschuss zum Deutschland-Ticket von monatlich 12,25 Euro
  • Keine Ausweitung des Geltungsbereiches der GDL-Tarifverträge auf InfraGO AG und RegioNetz Infrastruktur GmbH
    Die GDL konnte sich mit der Forderung, die bestehenden Tarifverträge für Netzbetrieb- und Netzinstandhaltung zu übernehmen, noch nicht durchsetzen. Sie wird dies in der kommenden Tarifrunde erneut auf die Agenda setzen.
  • Anpassung Besondere Teilzeit im Alter

Die Besondere Teilzeit im Alter wird weiterhin mit dem Einstiegsalter von 59 Jahren beginnend fortgeschrieben. Dabei wird das Arbeitszeit-Soll auf 1 607 Stunden festgelegt (Wert der bisherigen 81 Prozent). Demnach sinkt das Arbeitszeit-Soll mit Absenkung der Arbeitszeit für Schichtarbeiter nicht zusätzlich. Das Zugangsalter bleibt im Jahr 2024 zunächst bei 59 Jahren und wird dann in den Folgejahren bis 2030 pro Jahr um ein halbes Jahr angehoben. 

Abwehr von Gegenforderungen

Die GDL konnte alle Gegenforderungen des Arbeitgebers abwehren. Dies betrifft unter anderem Arbeit in Arbeitszyklen (DB Cargo), Multifunktionales Transportpersonal (DB Cargo), Abwertung der Wochenendruhen, Erhöhung des Dispoanteils in der Monatsplanung, Anpassungen zum Jahresschichtrasterplan, Verrechnung von Minder- und Überstunden, Abfluss von Zeitguthaben aus dem Ausgleichskonto, Liquidation des FairnessPlan e. V.

Laufzeit

Die Laufzeit beträgt für die monetären Komponenten sowie die Regelung zur Fünf-Tage-Woche 26 Monate (bis 31. Dezember 2025). Alle weiteren Inhalte haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028.

Stau auf der Autobahn

ADAC Stauprognose für 28. März bis 1. April 2024

25. März 2024/in Panorama, Verkehr

Ostern: Erster großer Stau-Höhepunkt des Jahres / Gründonnerstag und Ostermontag wird es besonders eng

MÜNCHEN (PM). Egal, ob nach Norden oder Süden: Am langen Oster-Wochenende ist die Staugefahr auf deutschen Autobahnen in allen Richtungen groß. Ganz Deutschland ist unterwegs: Urlaubsreisen ins Ausland, Verwandtenbesuche, Kurztrips und Ausflugsfahrten in die Umgebung bei schönem Wetter stehen an. Viele Urlauber zieht es noch in die höher gelegenen Wintersportzentren der Alpen sowie an die Nord- und Ostsee.

Voraussichtlich am Gründonnerstag (28. März) – 2019 einer der fünf staureichsten Tage des Jahres – wird es die meisten Staus der Osterreise geben. Viele Pendler werden auf dem Heimweg und Autofahrer auf dem Weg zu ihren Familien oder Verwandten sein. Verzögerungen sind an Baustellen und auf den Ballungsraumautobahnen möglich. Ebenfalls starken Verkehr erwartet der ADAC am Ostermontag, 1. April, und die Tage danach, wenn das verlängerte Wochenende und auch die Ferien in Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt enden. Am Ostersonntag, 31. März, wird es die wenigsten Staus auf den Autobahnen geben.

Die besonders belasteten Strecken:

  • A1 Bremen – Hamburg und Dortmund – Köln
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A4 Dresden – Görlitz
  • A5 Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hannover – Flensburg und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A12 Dreieck Spreeau – Frankfurt (Oder)
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München

Verzögerungen einkalkulieren sollten Osterurlauber auch auf den klassischen Auslandsstrecken West-, Tauern- und Brennerautobahn in Österreich bzw. Italien und auf der Gotthard-Route in der Schweiz. Dasselbe gilt für die Hauptverbindungen aus Polen und den Niederlanden. An den Hauptgrenzübergängen können Wartezeiten von bis zu 30 Minuten anfallen.

Noch ein Hinweis zu Österreich: Die Tauernautobahn ist eine Staufalle, weil dort mehrere Tunnel saniert werden. Aber auch am Achenpass könnte es lange Staus geben. Dort soll am Karsamstag, 30. März, eine Dosierampel nur einen Bruchteil der Pkw durchlassen. In den bayerischen Faschingsferien wurde dieses Dosiersystem das erste Mal eingeführt. Kilometerlange Rückstaus auf bayerischer Seite waren die Folge.

Verkehrsverstöße

Hohe Bußgelder im Ausland: ADAC warnt vor teuren Verkehrsverstößen

22. März 2024/in Panorama, Verkehr

ADAC gibt Tipps: Was tun, wenn ein Bußgeldbescheid aus dem Ausland kommt?

MÜNCHEN (redu). Der ADAC informiert über die teilweise deutlich höheren Bußgelder für Verkehrsverstöße im Ausland im Vergleich zu Deutschland und rät, diese nicht zu ignorieren. Besonders bei Geschwindigkeitsüberschreitungen, Parkverstößen und Rotlichtvergehen können im Ausland erhebliche Summen fällig werden.

Verkehrsteilnehmer, die im Ausland unterwegs sind, sollten sich der Risiken von Verkehrsverstößen bewusst sein. Der ADAC hat einen Überblick über die Bußgelder in verschiedenen Ländern zusammengestellt und gibt Ratschläge für den Umgang mit Bußgeldbescheiden.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h reichen die Bußgelder von 135 Euro in Frankreich über 175 Euro in Italien bis hin zu 620 Euro in Norwegen. Im Vergleich dazu beginnen in Deutschland die Bußgelder für derartige Verstöße bei 60 Euro.

Falsches Parken kann insbesondere in Spanien oder Rumänien mit bis zu 200 Euro geahndet werden, während in Deutschland die Strafen zwischen 10 und 110 Euro liegen. Auch bei Rotlichtverstößen variieren die Bußgelder stark von Land zu Land, mit Spitzenwerten von 850 Euro in Norwegen und 700 Euro in Griechenland.

Der ADAC empfiehlt, Bußgeldbescheide aus dem Ausland ernst zu nehmen und gegebenenfalls schnell zu bezahlen, um von möglichen Rabatten für frühzeitige Zahlung zu profitieren. Da Bußgelder aus fast allen EU-Staaten auch in Deutschland vollstreckt werden können, sollten Verkehrsteilnehmer die Zahlungsaufforderungen nicht ignorieren. Besonders bei Forderungen von privaten Inkassofirmen ist jedoch Vorsicht geboten, da nur Behörden berechtigt sind, öffentlich-rechtliche Geldbußen grenzüberschreitend einzutreiben.

 

GDL Streik

Keine Einigung in Sicht: GDL kündigt neuen Streik bei der Deutschen Bahn an

10. März 2024/in Panorama

Verhandlungspatt führt zu Streikaufruf: GDL-Mitglieder reagieren auf ausbleibendes Angebot der Deutschen Bahn

FRANKFURT (redu). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nach dem Verstreichen einer gesetzten Frist ohne Eingang eines Angebots von der Deutschen Bahn (DB) zu Tarifverhandlungen einen weiteren Streik angekündigt. Die Auseinandersetzung zwischen der GDL und dem DB-Management zieht sich seit Januar 2024 hin und wird nun mit einem 24-stündigen Arbeitskampf fortgesetzt, der am 12. März beginnt. Dieser Schritt spiegelt die festgefahrene Situation wider, in der die GDL keine andere Möglichkeit sieht, als ihre Forderungen durch Streikmaßnahmen zu unterstreichen.

Die Lage im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verschärft sich weiter. Nachdem die DB eine von der GDL gesetzte Frist hat verstreichen lassen, ohne ein schriftliches Angebot vorzulegen, kündigte die GDL einen weiteren Streik an, der sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr betrifft. Dieser wird vom 12. März 2:00 Uhr bis zum 13. März 2:00 Uhr stattfinden, mit einem vorgeschalteten Streik im Güterverkehr ab dem 11. März 18:00 Uhr.

Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der GDL, kritisiert das DB-Management scharf und wirft ihm vor, die seit Januar vorliegenden Einigungsvorschläge der Gewerkschaft zu ignorieren. Weselsky betont, dass das Streikrecht als Teil der Tarifautonomie unverzichtbar ist, um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Die GDL sieht sich in ihrer Verantwortung für das Eisenbahnsystem und betont, dass die Ankündigung des Streiks im Sinne der Verhältnismäßigkeit erfolge. Die Gewerkschaft verweist auf die historische Notwendigkeit von harten Auseinandersetzungen für Tarifverträge und kritisiert die hohe finanzielle Belastung, die der Steuerzahler durch die Streiks zu tragen hat.

Zum Schluss des Artikels ist es wichtig, die Kosten des Arbeitskampfes hervorzuheben, die nach Angaben der GDL den Steuerzahler täglich 25 Millionen Euro kosten und damit eine doppelte Belastung darstellen. Die GDL argumentiert, dass diese Kosten vermeidbar wären, wenn der DB-Vorstand zu ernst gemeinten Verhandlungen bereit wäre.

GDL Streik

GDL lehnt neues Angebot der Deutschen Bahn ab: Tarifkonflikt spitzt sich zu

8. März 2024/in Panorama

GDL fordert schriftliches Angebot bis 10. März zur Vermeidung von Arbeitskämpfen

FRANKFURT (redu). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bleibt standhaft und fordert die Deutsche Bahn AG auf, bis zum 10. März ein akzeptables Angebot vorzulegen, um weitere Arbeitskampfmaßnahmen abzuwenden. Trotz erhaltener Vorschläge bleibt ein Konsens aus, und die GDL kritisiert das Vorgehen der Bahn als konfliktverschärfend.

Artikeltext: Am 7. März 2024 hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) von der Deutschen Bahn AG und dem Arbeitgeberverband AGV MOVE ein neues Angebot erhalten, welches nach eingehender Analyse als unzureichend bewertet wurde. Die GDL beschuldigt die Bahn, durch Täuschungsversuche den bestehenden Konflikt zu intensivieren und keinerlei Interesse an einer wirklichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu zeigen.

Die GDL betont, dass sie nicht auf Maximalforderungen besteht, sondern sich bereits auf Kompromisse eingelassen hat. Trotz dieser Bemühungen liegt der GDL ein Angebot vor, das nicht als Grundlage für eine Beendigung der Arbeitskämpfe und eine Wiederaufnahme der Verhandlungen dienen kann. Die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche sowie weitere zentrale Punkte bleiben weiterhin unerfüllt.

Claus Weselsky, der Vertreter der GDL, macht deutlich, dass die aktuellen Angebote der Bahn nicht den Anforderungen einer fairen Tarif- und Sozialpartnerschaft entsprechen. Ferner verweist die GDL auf ihre eigenen, bereits im Januar unterbreiteten Vorschläge, welche von den ursprünglichen Forderungen abweichen und an denen sie festhält.

Die Gewerkschaft fordert die Deutsche Bahn AG auf, im Interesse der Mitarbeiter und Fahrgäste, bis zum 10. März ein schriftliches Angebot zu unterbreiten. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Verhandlungen am 11. März steht, sofern die Bahn auf die Forderungen der GDL eingeht. Andernfalls werden die angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen in Kraft treten.

Benzin wird spürbar teurer, Diesel etwas billiger – Tanken zu teuer

Benzin wird spürbar teurer, Diesel etwas billiger

6. März 2024/in Panorama

Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten wächst

MÜNCHEN (PM). Die Preise für die beiden Kraftstoffsorten entwickeln sich im Vergleich zur Vorwoche in gegensätzliche Richtungen. Während der Dieselpreis leicht gesunken ist, verteuerte sich Benzin spürbar. Das ist das Ergebnis der aktuellen ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,781Euro und damit 1,5 Cent mehr als vor einer Woche. Der Dieselpreis ist um 0,7 Cent niedriger und liegt aktuell bei 1,734 Euro.

Der Rohölpreis als wichtigste Größe für die Entwicklung der Kraftstoffpreise liegt gegenüber der Vorwoche mit 82 US-Dollar je Barrel Brent geringfügig tiefer. Der Euro notiert konstant oberhalb von 1,08 US-Dollar, so dass in Summe beide Kraftstoffe hätten günstiger werden müssen.

Erfreulich, aber auch überfällig ist die aktuelle Preisentwicklung für die Fahrer von Diesel-Pkw. Der Selbstzündkraftstoff wird um rund 20 Cent je Liter niedriger besteuert als Benzin, kostet aber zurzeit nur 4,7 Cent weniger als Super E10. Vor diesem Hintergrund ist der Rückgang des Dieselpreises ein Schritt in die richtige Richtung, der aus Sicht des ADAC aber auch in den kommenden Wochen anhalten sollte.

Wer bei den Kraftstoffen sparen möchte, sollte am besten abends an die Zapfsäule fahren. ADAC Auswertungen zeigen, dass die günstigste Zeit zum Tanken vor allem zwischen 20 und 22 Uhr liegt, aber auch zwischen 18 und 19 Uhr sind die Preise besonders niedrig. In den Morgenstunden ist Tanken meist um mehrere Euro teurer. Auch Vergleichen lohnt sich, denn die Spritpreise an den Tankstellen unterscheiden sich häufig auch lokal erheblich.

Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der „ADAC Drive App“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Streikaufruf

Deutsche Bahn: Neue Streikwelle der GDL nach drittem Angebotsvorstoß

22. Januar 2024/in Panorama

DB Cargo beginnt Arbeitsniederlegung, gesamte DB-Unternehmen folgen

BERLIN (redu). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für den 23. Januar 2024 zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der zunächst DB Cargo betrifft und sich anschließend auf weitere Unternehmen der Deutschen Bahn AG sowie die City-Bahn Chemnitz ausweiten soll. Dies folgt auf das dritte Angebot der Deutschen Bahn AG, welches laut GDL nicht auf Einigung ausgerichtet ist.

Die Situation bei der Deutschen Bahn AG spitzt sich zu. Nach einem weiteren Angebot im laufenden Tarifstreit, das von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als unzureichend betrachtet wird, steht nun eine umfassende Streikaktion bevor. Die GDL hat ihre Mitglieder bei DB Cargo zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der am Dienstag, dem 23. Januar 2024 um 18:00 Uhr beginnen soll.

In einer Eskalation des Tarifkonflikts hat die GDL bekannt gegeben, dass nach dem Beginn bei DB Cargo, ab Mittwoch, den 24. Januar um 02:00 Uhr, alle Unternehmen der Deutschen Bahn, einschließlich der Infrastruktur, sowie die City-Bahn Chemnitz in den Streik treten wird. Der Ausstand ist bis zum Montag, dem 29. Januar, um 18:00 Uhr angesetzt.

Die GDL kritisiert, dass die Deutsche Bahn AG auch mit ihrem dritten Angebot einen konfrontativen Kurs verfolge und keinen Willen zur Einigung zeige. Die genauen Inhalte des Angebots und die Forderungen der Gewerkschaft wurden nicht näher spezifiziert. Die Ankündigung des Streiks dürfte weitreichende Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland haben.

Durchbruch im Arbeitskampf: Transdev reagiert auf GDL-Forderungen – BGPress 1073367

Durchbruch im Arbeitskampf: Transdev reagiert auf GDL-Forderungen

12. Januar 2024/in Panorama

Ende der Streikmaßnahmen bei Transdev verspricht Erleichterung für Reisende

BERLIN (red). Nach intensiven Streikmaßnahmen nimmt die Transdev GmbH die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wieder auf, mit dem Versprechen, über alle Kernforderungen ernsthaft zu diskutieren.

Die Transdev GmbH hat auf die Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) reagiert und wird die Tarifverhandlungen unter neuen Vorzeichen fortsetzen. Die Beharrlichkeit der GDL-Mitglieder während der vierten Arbeitskampfmaßnahme, die zu umfangreichen Ausfällen im Zugverkehr führte, hat zu diesem Sinneswandel beigetragen.

Claus Weselsky, der Bundesvorsitzende der GDL, bestätigte, dass Transdev schriftlich zugesichert hat, die Kernforderungen der aktuellen Tarifrunde ernsthaft zu verhandeln. Als Referenz für die Verhandlungen dient der bereits mit dem NETINERA-Konzern und der Go-Ahead-Gruppe erreichte Abschluss, der eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche ohne Entgeltanpassung vorsieht.

Dank dieser Zusage ist es möglich, dass die Verhandlungen kurzfristig wieder aufgenommen werden und der aktuelle Streik vorzeitig beendet werden kann. Dieser Schritt ist für den 12. Januar 2024 um 12.00 Uhr geplant, so Weselsky.

Die GDL hat den Einigungswillen von Transdev anerkannt und wird daher die Streikaktionen am heutigen Mittag für die Beschäftigten bei den sechs Transdev-Unternehmen beenden. Betroffen sind die NordWestBahn GmbH, Transdev Hannover GmbH, Transdev Mitteldeutschland GmbH, Transdev Regio Ost GmbH, Transdev Rhein-Ruhr GmbH und Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH. Dies bedeutet eine Erleichterung für Reisende, da der planmäßige Zugverkehr in den betroffenen Gebieten wieder aufgenommen wird.

Insgesamt haben acht Unternehmen die Reduzierung der Arbeitswoche auf 35 Stunden erfolgreich in ihren Tarifverträgen umgesetzt. Mit der Bereitschaft der Transdev GmbH und weiteren Unternehmen, wie der eurobahn GmbH & Co. KG, der Rurtalbahn GmbH, der VIAS Rail GmbH und einer Gruppe von Personaldienstleistern, die sich in konstruktiven Verhandlungen mit der GDL befinden, signalisiert der Eisenbahnverkehrsmarkt eine wachsende Akzeptanz der Forderungen der GDL und strebt eine notwendige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Schichtarbeiter an.

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