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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Verkehrsunfalldienst

Radfahrerin stirbt nach Lkw-Unfall in Hannover

10. April 2025/in Polizei

Polizei bittet nach tödlichem Unfall an der Berliner Allee um Zeugenhinweise.

HANNOVER (redu). In Hannover ist am Mittwoch eine 50-jährige Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden.

Bei einem Unfall in Hannover-Südstadt ist am Mittwoch, den 9. April 2025, eine Radfahrerin ums Leben gekommen. Die 50-Jährige wurde an der Kreuzung Berliner Allee/Marienstraße von einem Lkw erfasst. Sie starb später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen.

Nach Angaben der Polizei befuhr ein 59-jähriger Fahrer eines Sattelzugs der Marke Mercedes-Benz die Berliner Allee. Beim Abbiegen nach rechts in die Marienstraße erfasste er gegen 10 Uhr die Frau, die sich auf der Radfahrerfurt befand. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar.

Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Rettungskräfte versuchten vor Ort, die Radfahrerin zu reanimieren, was jedoch erfolglos blieb.

Die Kreuzung wurde während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Verkehrsunfalldienst Hannover bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Verkehrsunfalldienst

Rollerfahrer stirbt nach Unfall bei Wendemanöver in Hannover

28. März 2025/in Polizei

62-Jähriger stirbt nach Kollision mit Pkw – Polizei bittet um Zeugenhinweise.

HANNOVER (redu). Bei einem Verkehrsunfall am Freitagmorgen in Hannover ist ein 62-jähriger Rollerfahrer tödlich verletzt worden. Am 28. März 2025 kam es gegen 07:00 Uhr auf der Straße Am Seelberg in Hannover zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 24-jähriger Autofahrer fuhr mit seinem am Fahrbahnrand geparkten Ford an und wendete das Fahrzeug kurz darauf, um in Richtung Hannoversche Straße weiterzufahren.

Ein 62 Jahre alter Rollerfahrer, der aus Richtung der Hannoverschen Straße kam, wurde durch das plötzliche Wendemanöver überrascht. Er bremste stark ab, stürzte dabei und rutschte in den wendenden Pkw. Der Mann aus Hannover erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Rettungskräfte verstarb er wenig später.

Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt. Die Polizei Hannover hat ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der Verkehrsunfalldienst bittet Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Festnahme durch die Polizei

Kriminalstatistik 2024: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltfälle

14. März 2025/in Polizei

Häusliche Gewalt und Angriffe auf Einsatzkräfte steigen deutlich an.

HANNOVER (redu). Die Polizeidirektion Hannover hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2024 veröffentlicht. Während die Gesamtzahl der Straftaten um 5 % gesunken ist, gibt es eine besorgniserregende Zunahme von Gewaltkriminalität, häuslicher Gewalt und Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Polizei setzt verstärkt auf Präventionsmaßnahmen.

Rückgang der Gesamtkriminalität bei stabiler Aufklärungsquote

Die Zahl der registrierten Straftaten in Hannover sank im Jahr 2024 auf 110.575 Fälle – ein Rückgang um 5.887 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Kriminalität unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote bleibt mit 61,11 % auf einem konstant hohen Niveau (2023: 61,29 %). Besonders deutlich rückläufig sind Rauschgiftdelikte, Fahrraddiebstähle und einfache Ladendiebstähle.

Die häufigsten Delikte bleiben einfache Körperverletzungen, sonstige einfache Diebstähle und Ladendiebstähle. Letztere sind trotz des Rückgangs weiterhin auf einem hohen Niveau.

Besorgniserregender Anstieg bei Gewaltkriminalität und häuslicher Gewalt

Besonders auffällig ist der Anstieg der Gewaltkriminalität (+1,29 % auf 5.036 Fälle) und häuslicher Gewalt (+9,87 % auf 6.814 Fälle). Die meisten Fälle häuslicher Gewalt betreffen Körperverletzungen. In acht Fällen handelte es sich um Tötungsdelikte – vier davon wurden vollendet, vier blieben im Versuchsstadium. Die Polizei geht davon aus, dass ein erheblicher Teil der Fälle weiterhin im Dunkelfeld bleibt.

Die Behörden setzen verstärkt auf Präventionsmaßnahmen, um Gewalt frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Am 25. November 2024 fand erstmals der „Orange-Day-Lauf“ unter der Schirmherrschaft der Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten statt. Mehr als 1.250 Teilnehmer setzten ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Zusätzlich unterzeichneten der Oberbürgermeister, der Regionspräsident und die Polizeipräsidentin eine gemeinsame Erklärung zur verstärkten Bekämpfung häuslicher Gewalt.

Gewalt gegen Einsatzkräfte auf Rekordniveau

Ein weiteres großes Problem ist die zunehmende Gewalt gegen Polizei- und Rettungskräfte. 2024 wurden 1.086 Übergriffe auf Polizeibeamte (+4,32 %) und 68 Angriffe auf Rettungskräfte (+33,33 %) verzeichnet. Beide Werte erreichen damit einen neuen Höchststand. Die Polizei kündigt verstärkte Schutzmaßnahmen und eine konsequentere Strafverfolgung an.

Leichter Rückgang bei Messerangriffen und Sexualdelikten

Die Zahl der Messerangriffe ist nach vorherigen Anstiegen leicht gesunken und liegt bei 815 Fällen (-0,85 %). Dennoch bleibt das Niveau hoch. Die Polizei führt die Entwicklung auf verstärkte Präsenzmaßnahmen und Waffenverbotszonen zurück.

Die Zahl der Sexualdelikte sank um 248 Fälle (-10,17 %) auf 2.191 Taten. Ein Großteil dieser Straftaten betrifft die Verbreitung pornografischer Inhalte (41,4 % der Fälle). Besonders besorgniserregend: Fast die Hälfte der Tatverdächtigen in diesem Bereich ist unter 21 Jahre alt. Die Polizei verstärkt daher die Präventionsarbeit an Schulen und klärt über Mediensicherheit auf.

Zunahme jugendlicher Gewaltstraftäter

Während die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger insgesamt leicht sank (-189 Fälle), gab es bei der Gewaltkriminalität einen Anstieg um 9,98 %. Besonders betroffen sind Raubstraftaten und gefährliche Körperverletzungen. Die Polizei sieht Ursachen in sozialer Benachteiligung, Schulabsentismus und dem Einfluss gewaltverherrlichender Inhalte in sozialen Medien.

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten betont, dass Prävention entscheidend sei: „Nur durch gezielte Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen kann das Abrutschen junger Menschen in die Kriminalität verhindert werden.“

Internationale Kriminalität: Erstmals separate Erfassung von Online-Betrugsfällen

Erstmals wurden 11.099 Fälle erfasst, die nicht in die polizeiliche Kriminalstatistik einfließen, weil sie von Tätern aus dem Ausland begangen wurden. Hierzu zählen vor allem Betrugsmaschen wie der „Enkeltrick“, „Schockanrufe“ oder Online-Warenbetrug. Diese Straftaten werden zunehmend von organisierten Gruppen aus dem Ausland verübt.

Fazit: Weniger Kriminalität, aber neue Herausforderungen für die Polizei

Während der Rückgang der Gesamtkriminalität positiv bewertet wird, sieht die Polizei vor allem in der steigenden Gewaltkriminalität eine große Herausforderung. Gewalt gegen Einsatzkräfte, häusliche Gewalt und jugendliche Gewaltstraftäter sind zentrale Problemfelder, die verstärkte Präventionsmaßnahmen erfordern. Die Polizei Hannover setzt auf gezielte Schutzmaßnahmen, verstärkte Präsenz und Aufklärung, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Polizeiwagen mit Frontblitzer

Schussverletzung nach Streit in Hannover – Polizei sucht Zeugen

13. März 2025/in Polizei

Streit eskaliert in Groß-Buchholz: Mann durch Schuss verletzt.

HANNOVER (redu). Am Mittwochabend ist in Hannover-Groß-Buchholz ein 40 Jahre alter Mann durch einen Schuss verletzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach ersten Erkenntnissen eskalierte gegen 19:10 Uhr ein Streit in der Straße Osterfelddamm, Ecke Möwengrund. Eine unbekannte Anzahl von Personen war beteiligt. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde mit einem unbekannten Gegenstand auf ein Auto eingeschlagen. Kurz darauf fiel ein Schuss, der einen 40-jährigen Mann traf. Er brach am Osterfelddamm zusammen.

Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Zur Ursache des Streits und zu den weiteren Beteiligten liegen der Polizei derzeit keine gesicherten Informationen vor.

Der Kriminaldauerdienst Hannover sicherte Spuren und befragte Zeugen. Das tatbetroffene Fahrzeug wurde ebenfalls sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 beim Kriminaldauerdienst Hannover zu melden.

Verkehrsunfalldienst

Polizei sucht Zeugen nach tödlichem Unfall in Hannover

12. März 2025/in Polizei

Ein 78-Jähriger wurde auf der Hannoverschen Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

HANNOVER (redu). Ein 78-jähriger Fußgänger ist am Dienstagabend auf der Hannoverschen Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Unfalls.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der Mann gegen 18:30 Uhr zu Fuß auf der Hannoverschen Straße unterwegs. Er trat kurz hinter der Kreuzung zum Osterfelddamm auf die Fahrbahn, um diese zu überqueren. Ein 59-jähriger Fahrer eines Fiat Punto, der aus Richtung Osterfelddamm kam, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Wagen erfasste den Fußgänger und verletzte ihn schwer.

Rettungskräfte trafen kurze Zeit später ein und versuchten, den 78-Jährigen zu reanimieren. Trotz aller Maßnahmen erlag der Mann noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Der 59-jährige Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Die Hannoversche Straße war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der polizeilichen Unfallaufnahme bis Mitternacht teilweise gesperrt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Verkehrsunfalldienst

Frau von Stadtbahn erfasst – Polizei sucht Zeugen

11. März 2025/in Polizei

Kollision zwischen Stadtbahn und Fußgängerin – Polizei ermittelt.

HANNOVER (redu). Am Sonntagabend, den 9. März 2025, wurde eine bislang nicht identifizierte Frau bei einem Unfall mit einer Stadtbahn in Hannover-Wülfel lebensgefährlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover ereignete sich der Unfall gegen 20:35 Uhr zwischen den Haltestellen „Wiehbergstraße“ und „Bothmerstraße“. Aus ungeklärter Ursache hielt sich die Frau im Gleisbereich auf, als eine Stadtbahn der Linie 2 herannahte. Trotz eingeleiteter Notbremsung durch den Fahrer konnte die Kollision nicht verhindert werden. Die Frau wurde unter der Bahn eingeklemmt.

Rettungskräfte befreiten die Schwerverletzte und brachten sie in ein Krankenhaus. Ihr Zustand wird als lebensgefährlich beschrieben.

Die Hildesheimer Straße war im Bereich der Unfallstelle für die Rettungsarbeiten und die polizeiliche Unfallaufnahme bis etwa 22:00 Uhr vollständig gesperrt.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zur Identität der Verletzten machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 bei der Polizei zu melden.

Bundespolizei

ICE-Notstopp in Gifhorn: Polizei räumt Zug nach Drohung

11. März 2025/in Polizei

ICE 541 gestoppt: Mann droht mit Messer – Polizei greift ein.

HANNOVER / GIFHORN (redu). Heute Morgen musste der ICE 541 auf dem Weg von Köln nach Berlin einen außerplanmäßigen Halt in Gifhorn Süd einlegen. Grund war ein 44-jähriger Mann, der gegenüber dem Zugpersonal geäußert hatte, ein Messer und einen gefährlichen Gegenstand mit sich zu führen.

Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover und der Polizeiinspektion Gifhorn eilten zum Bahnhof und nahmen den Verdächtigen fest. Da sich noch ein mutmaßlich gefährlicher Gegenstand im Zug befand, wurde der ICE vorsorglich geräumt.

Die 340 Fahrgäste wurden zum Bahnhofsvorplatz geleitet und konnten ihre Reise mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Wolfsburg fortsetzen. Bundespolizisten, darunter zwei Diensthundeführer, durchsuchten den Zug. Kurz darauf konnte Entwarnung gegeben werden.

Nach bisherigen Ermittlungen ist der Mann bereits zuvor auffällig geworden. Am selben Morgen hatte er im Hauptbahnhof Hannover das Zugpersonal eines anderen ICE beleidigt und bedroht, nachdem ihm die Mitnahme eines Fahrrads verweigert worden war.

Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie wegen Bedrohung und Beleidigung ein.

Mannschaftswagen der Landespolizei© Bernd Günther

Polizei zieht gemischte Bilanz nach Niedersachsen-Derby

9. März 2025/in Polizei

Unkontrollierter Stadionzutritt und Spielunterbrechungen sorgen für Probleme.

HANNOVER (redu). Beim Zweitliga-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am 9. März 2025 konnte die Polizei direkte Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen verhindern. Dennoch kam es zu Vorfällen, darunter unkontrollierter Zutritt zum Stadion, Spielunterbrechungen und ein Ermittlungsverfahren wegen eines Banners.

Das Spiel fand vor reduzierter Kulisse statt, da das Gästefankontingent aufgrund früherer Gewaltvorfälle beschränkt war. Während die Braunschweiger Fans friedlich anreisten, organisierte die hannoversche Fanszene einen Fanmarsch, der störungsfrei verlief. Nach Stadionöffnung gelangten jedoch einige Personen unkontrolliert ins Stadion. Später versuchten weitere Personen, über den Westbereich in Richtung Gästebereich vorzudringen, was durch Polizeieinsatz verhindert wurde.

Während des Spiels kam es zu mehreren Unterbrechungen, da Pyrotechnik und Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen wurden. Die Polizei stellte zwei Nebeltöpfe sicher und bereitete Wasserwerfer für mögliche weitere Störungen vor. Zudem wurden auf den Tribünen Spruchbanner gezeigt. Wegen des Inhalts eines Banners wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet. Weitere Banner werden geprüft.

Nach Spielende verlief die Abreise der Fans ohne größere Zwischenfälle. Polizeivizepräsident Thorsten Massinger kritisierte die Eskalation und rief beide Fanlager zur Rückkehr zum sportlichen Fokus auf.

Erstmals begleitete die Polizei Hannover den Einsatz über die Streaming-Plattform Twitch. In mehreren Stunden diskutierten die „Twitch-Officer“ mit der Community über die Polizeiarbeit. Besonders gut wurden vorproduzierte Clips angenommen, die den Einsatz erklärten.

E-Bike-Kontrollen in Hannover: Fehlende Versicherungen und Führerscheine – BGPress 1548© Bernd Günther

E-Bike-Kontrollen in Hannover: Fehlende Versicherungen und Führerscheine

28. Februar 2025/in Polizei

Behörden prüfen 28 Fahrzeuge – mehrere Verstöße aufgedeckt.

HANNOVER (redu). Am Donnerstag, den 27. Februar 2025, führten die Polizeiinspektion Besondere Dienste und der Zoll in Hannover eine gemeinsame Kontrolle von E-Bikes durch. Zwischen 11:00 Uhr und 14:30 Uhr überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 28 Fahrzeuge. Dabei stellten sie mehrere Verstöße fest, insbesondere fehlende Haftpflichtversicherungen und nicht vorhandene Fahrerlaubnisse.

Nicht jedes elektrisch betriebene Fahrrad unterliegt denselben gesetzlichen Bestimmungen. Pedelecs, die eine maximale Tretunterstützung von 25 km/h und eine Motorleistung von höchstens 250 Watt aufweisen, benötigen weder eine Versicherung noch eine Fahrerlaubnis.

Anders verhält es sich bei E-Bikes, die auch ohne Tretunterstützung fahren können: Diese gelten als Kleinkrafträder oder Mofas und erfordern eine Haftpflichtversicherung sowie – je nach Höchstgeschwindigkeit – eine Prüfbescheinigung oder Fahrerlaubnis. S-Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis zu 45 km/h und einer Motorleistung von bis zu 4.000 Watt fallen ebenfalls in die Kategorie der Kleinkrafträder und benötigen eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie eine Versicherung.

Erhöhte Verstöße in Hannover festgestellt

In den vergangenen Monaten stellte die Polizei vermehrt fest, dass viele E-Bikes ohne die erforderlichen Versicherungen genutzt wurden und Fahrerinnen und Fahrer nicht über die vorgeschriebene Fahrerlaubnis verfügten. Daher wurden gezielte Kontrollen an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten wie dem Aegidientorplatz, dem Königsworther Platz und der Hamburger Allee Ecke Celler Straße durchgeführt.

Die Überprüfung ergab:

  • In zehn Fällen fehlte die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung.
  • In neun Fällen besaßen die Fahrenden keine gültige Fahrerlaubnis.
  • Der Zoll überprüfte 19 Personen, von denen in zwölf Fällen weiterer Prüfbedarf besteht – unter anderem wegen möglicher Verstöße gegen die Sofortmeldepflicht des Arbeitgebers oder fehlender ausländerrechtlicher Genehmigungen.

Behörden warnen vor rechtlichen Konsequenzen

Neben der Ahndung von Verstößen diente die Kontrolle auch der Aufklärung über die gesetzlichen Regelungen für E-Bikes. Die Behörden betonen, dass Verstöße nicht nur Bußgelder oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen können, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr darstellen.

Zudem warnt die Polizei vor nicht typgenehmigten E-Bikes, die über Online-Plattformen erhältlich sind. Diese Fahrzeuge dürfen laut der EU-Verordnung 168/2013 nicht auf dem europäischen Binnenmarkt verkauft werden. Hersteller und Händler, die gegen diese Vorschrift verstoßen, können mit Bußgeldern belegt werden.

Die Polizei und der Zoll raten Käuferinnen und Käufern dringend, sich vor der Anschaffung eines E-Bikes über die gesetzlichen Bestimmungen zu informieren, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Geldautomatensprengung

Verfolgungsjagd nach Sprengung in Langenhagen: Drei Männer festgenommen

28. Februar 2025/in Polizei

Sprengstoff im Fluchtwagen gefunden – Fahndung erfolgreich.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu). Nach der Sprengung eines Geldautomaten in einer Bankfiliale in Langenhagen hat die Polizei am Donnerstagabend drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer versuchten, mit einem hochmotorisierten Fahrzeug zu fliehen, konnten aber nach einer Verfolgungsjagd nahe Dorfmark gestoppt werden. In ihrem Wagen fanden die Ermittler Benzin und Sprengstoff.

Die mutmaßlichen Täter, drei niederländische Staatsbürger im Alter von 30, 31 und 35 Jahren, sprengten in der Nacht zu Donnerstag einen Geldautomaten in einer Bankfiliale in Langenhagen. Trotz der Zerstörung des Geräts gelang es ihnen offenbar nicht, an das Bargeld zu gelangen. Nach der Tat flüchteten sie mit einem leistungsstarken Audi in Richtung Norden.

Verfolgung auf der Autobahn 7

Die Polizei leitete umgehend eine groß angelegte Fahndung ein. Ermittler lokalisierten das Fluchtfahrzeug am Abend gegen 23 Uhr auf der Autobahn 7 nahe Dorfmark. Spezialeinsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf. An einer Autobahnabfahrt versuchten die Beamten, das Fahrzeug zu stoppen. Dabei kam es zu einer Kollision: Die Verdächtigen rammten mehrere Polizeifahrzeuge, um ihre Flucht fortzusetzen.

Angesichts der gefährlichen Situation gaben die Einsatzkräfte mehrere Warnschüsse in den Boden ab. Zwei der Verdächtigen wurden sofort überwältigt, der dritte Mann konnte zunächst fliehen, wurde jedoch wenig später ebenfalls festgenommen.

Sprengstoff im Fahrzeug entdeckt

Bei der Durchsuchung des Fluchtwagens stellten die Ermittler neben Benzin auch Sprengstoff sicher. Spezialkräfte übernahmen die Entschärfung und fachgerechte Entsorgung der gefährlichen Substanzen.

Mehrere Polizeibeamte sowie zwei der Tatverdächtigen erlitten bei dem Zugriff leichte Verletzungen. Nach einer medizinischen Untersuchung wurden die Festgenommenen in Polizeigewahrsam genommen. Sie sollen bereits am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Osnabrück haben die Ermittlungen übernommen. Es wird geprüft, ob die Männer mit weiteren Geldautomatensprengungen in Verbindung stehen.

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