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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Streifenwagen mit Blaulicht

Unbekannte Täter legen Brand in Schulgebäude und verursachen hohen Schaden

4. April 2024/in Polizei

Wer kann Hinweise geben?

HANNOVER (ots). Nach einem Brand in einer Schule im Stadtteil Bothfeld am Karfreitag, 29.03.2024, geht die Polizei von einer schweren Brandstiftung als Ursache aus. Die Auswertung der Spuren deutet demnach darauf hin, dass Unbekannte in dem Gebäude das Feuer verursachten und einen Schaden von rund einer halben Million Euro anrichteten. Die Polizei hofft auf Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover verschafften sich unbekannte Täter am frühen Morgen des Karfreitags Zugang zu dem Schulgebäude im Bereich Hintzehof und legten in einem Klassenzimmer im Erdgeschoss der Schule einen Brand. Eine Passantin hatte gegen 6:00 Uhr einen Feuerschein bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert, die durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern konnte. Durch das Feuer, aber insbesondere auch Rauch und Ruß, die sich auf weitere Bereiche des Schulgebäudes ausbreiten konnten, entstand dennoch ein höherer Schaden. Die Polizei bezifferte diesen auf bis zu 500.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Zeugen, die Hinweise zum Täter oder dem Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden.

Fußball: Verkehrsbeeinträchtigungen aufgrund des Zweitligaspiels Hannover 96 gegen Schalke 04 – Fussball Polizei

Fußball: Verkehrsbeeinträchtigungen aufgrund des Zweitligaspiels Hannover 96 gegen Schalke 04

4. April 2024/in Polizei, Verkehr

Wegen des Frühlingsfestes gibt es auf dem Schützenplatz nur sehr eingeschränkte kostenpflichtige Parkplätze

HANNOVER (ots). Rund um das Zweitligaspiel Hannover 96 gegen den FC Schalke 04 ist in der Landeshauptstadt bereits ab den frühen Vormittagsstunden des Sonntags, 07.04.2024, mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Die Polizei appelliert an die Fans, bei der Anreise zum ausverkauften Stadion auf den Öffentlichen Personennahverkehr zu setzen. Eine Straßensperrung und eingeschränkte Parkmöglichkeiten erschweren die Pkw-Anreise.

Am kommenden Sonntag empfängt Fußball-Zweitligist Hannover 96 im heimischen Stadion den Ligakonkurrenten FC Schalke 04. Wer pünktlich zum Anpfiff um 13:30 Uhr in der Arena sein möchte, der sollte bei der Anreise besser nicht auf das Auto setzen. Denn diverse Einschränkungen, insbesondere im direkten Umfeld des Stadions, sorgen für eine erschwerte Anfahrt mit dem eigenen Pkw.

Da das Spiel ausverkauft ist, rechnet der Veranstalter mit rund 49.000 Fans beider Lager, die zum Stadion strömen. Für diese stehen im Umfeld nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Aufgrund des zeitgleich stattfindenden Frühlingsfestes sind auf dem Schützenplatz keine Parkflächen für Fußballfans vorgesehen. Die Anfahrt zum Stadion behindert zudem die Sperrung der Leine-Brücke in Höhe der Zufahrt zum Stadionbad.

Die Polizei empfiehlt aufgrund der angespannten Verkehrssituation, den Stadionbereich am Sonntag weiträumig zu umfahren. Die Fans werden gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und bestenfalls den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Wer dennoch mit dem Auto anreisen will, der sollte dieses auf den zahlreichen Park-and-Ride-Plätzen abstellen und dann mit Bussen und Bahnen in Richtung Stadion fahren. Für Gästefans stehen darüber hinaus Parkmöglichkeiten an der Marianne-Baecker-Allee zur Verfügung. Diese sind ausgeschildert.

Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Park-and-Ride-Plätze ist auf der Internetseite der Landeshauptstadt Hannover unter folgendem Link abrufbar: https://t.ly/LFyPi

Fahrraddiebstahl

Alarmierender Anstieg von E-Zweirad-Diebstählen: So reagiert Niedersachsen

4. April 2024/in Polizei

Wie die Polizei Niedersachsen E-Bike-, E-Roller- und Pedelec-Besitzer vor Diebstahl schützen will

HANNOVER (redu). Angesichts der wachsenden Beliebtheit und steigenden Preise von E-Bikes, E-Rollern und Pedelecs sieht sich Niedersachsen mit einer deutlichen Zunahme von Diebstählen konfrontiert. Um dem entgegenzuwirken, initiiert die Polizei Niedersachsen am 4. April 2024 die Präventionskampagne „Protect Your Bike“, die sich der Aufklärung und Unterstützung von Zweiradeigentümern widmet.

Mit dem Einzug des Frühlings wechseln viele Menschen für ihre täglichen Wege vom Auto auf das Zweirad, wobei in den letzten Jahren ein signifikanter Trend zu elektrisch betriebenen Fahrrädern, Rollern und Pedelecs zu beobachten ist. Diese Entwicklung hat jedoch auch eine Schattenseite: ein sprunghafter Anstieg der Diebstähle solcher Fahrzeuge. Laut Statistiken der Polizeidirektion Hannover haben sich die Diebstahlfälle von E-Bikes und Pedelecs im Zeitraum von 2019 bis 2023 mehr als verdoppelt, während auch E-Scooter immer häufiger Ziel von Diebstählen werden. Die Gesamtschadenssumme erreichte im Jahr 2023 rund 5,3 Millionen Euro, was einen erheblichen Anstieg im Vergleich zu den 2,7 Millionen Euro im Jahr 2019 darstellt.

In Anbetracht dieser Entwicklung hat sich die Polizei Niedersachsen dazu entschlossen, aktiv zu werden. Unter der Leitung von Kriminaloberkommissar Dennis Mroz startet am 4. April 2024 die landesweite Kampagne „Protect Your Bike“. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die Risiken und die notwendigen Schutzmaßnahmen zu informieren. Mroz betont, dass besonders hochpreisige elektrische Zweiräder bei Dieben beliebt seien, was die dringende Notwendigkeit von effektivem Diebstahlschutz unterstreicht.

Zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen gehört die Verwendung verschiedener Arten von hochwertigen Schlössern, die ein massives Schließsystem aufweisen, um den Widerstand gegen Diebstahlversuche zu erhöhen. Die Polizei rät, das Zweirad nicht nur abzuschließen, sondern es auch an festen Gegenständen zu sichern, um die Mitnahme zu erschweren. Des Weiteren wird die Sicherung von abnehmbaren und wertvollen Teilen wie Akkus oder Displays empfohlen. Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen Diebstahl ist der Fahrradpass, der detaillierte Informationen zum Fahrrad und dessen Besitzer enthält und im Falle eines Diebstahls die Zuordnung und Rückführung des Fahrrads erleichtern kann.

Im Folgenden werden die oben genannten Tipps durch die Polizei Niedersachsen noch einmal zusammengefasst:

  • Lassen Sie sich schon beim Kauf die korrekte Fahrradrahmennummer/Individualnummer zeigen und dokumentieren Sie diese gemeinsam mit dem Händler
  •  Nutzen Sie verschiedene Arten hochwertiger Schlösser mit massiven Schließsystemen
  •  Sichern Sie abnehmbare Bau- und Bedienteile
  •  Schließen Sie das Zweirad nicht nur ab, sondern insbesondere an einen geeigneten festen Gegenstand an – Akustische Alarmsysteme können Täter vertreiben
  •  Hochwertige Zweiräder können grundsätzlich überall entwendet werden, auch im privaten Bereich. Wählen Sie daher möglichst sichere, kameraüberwachte Abstellmöglichkeiten
  •  Nutzen Sie den Fahrradpass

Die Kampagne „Protect Your Bike“ beinhaltet auch spezifische Ratschläge, wie die sorgfältige Dokumentation der Fahrradrahmennummer bei Kauf, der Einsatz von akustischen Alarmsystemen, die Auswahl sicherer, möglichst kameraüberwachter Abstellplätze und die Nutzung des Fahrradpasses. Diese Maßnahmen sollen dabei helfen, die steigende Diebstahlrate von E-Zweirädern einzudämmen und den Besitzern ein höheres Maß an Sicherheit zu bieten.

Polizeibeamtin

Großeinsatz in Nienburg: Mann greift Polizei mit Messer an und wird erschossen

31. März 2024/in Polizei

Ein 46-jähriger Angreifer tödlich getroffen, Polizistin schwer verletzt

NIENBURG (redu). Am Ostersamstag kam es in der Nienburger Innenstadt zu einem dramatischen Polizeieinsatz, bei dem ein 46-jähriger Mann nach einem Messerangriff tödlich verletzt wurde. Eine 45-jährige Polizeibeamtin erlitt schwere Verletzungen. Die Polizei war zunächst wegen einer Bedrohung alarmiert worden.

Am Vormittag des Ostersamstags wurde die Polizei in die Friedrichstraße in Nienburg gerufen, nachdem ein 46-Jähriger seine Lebensgefährtin bedroht haben soll. Der Großeinsatz, an dem auch Hundeführer beteiligt waren, eskalierte, als der Mann die Beamten und einen Diensthund mit einem Messer angriff. Trotz mehrfacher Aufforderungen zur Deeskalation durch die Polizei kam es zu einem gewalttätigen Ausbruch, der in mehreren Schussabgaben durch die Polizisten mündete. Der Angreifer wurde dabei tödlich getroffen.

Eine 45 Jahre alte Polizeibeamtin wurde während des Einsatzes schwer verletzt und musste per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der genaue Hergang ihrer Verletzung ist nun Gegenstand umfangreicher Ermittlungen, die von dem Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Verden/Osterholz durchgeführt werden, um die Neutralität zu wahren.

Die 40-jährige Freundin des Angreifers blieb unverletzt. Da der Vorfall in einem Wohngebiet stattfand, sucht die Polizei nach Zeugen. Personen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Verden in Verbindung zu setzen.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls dauern an.

Polizeiwagen mit Frontblitzer

Aufliegerbrand auf der Autobahn 7 führt zu Vollsperrung und Stau

27. März 2024/in Polizei

Brand eines Sattelaufliegers sorgt für Verkehrschaos auf der A7

HANNOVER (redu). Ein Sattelzugauflieger fing am Dienstagabend, den 26. März 2024, auf der Autobahn 7 zwischen Hannover-Kirchhorst und Großburgwedel Feuer. Ein technischer Defekt an der Bremsanlage löste den Brand aus, was zu einer vorübergehenden Vollsperrung beider Fahrtrichtungen und einem langen Rückstau führte.

Auf der Autobahn 7 kam es am Dienstagabend, den 26. März 2024, zu einem ernsthaften Verkehrsvorfall, als der Auflieger eines Sattelzuges in Brand geriet. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Kirchhorst und der Anschlussstelle Großburgwedel und führte zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Verkehrsflusses.

Gegen 17:00 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer einen stark qualmenden Sattelzug an die Notrufzentrale. Der 55-jährige Fahrer des Zuges stoppte daraufhin das Fahrzeug auf dem Standstreifen. Mit der Hilfe von zwei couragierten Ersthelfern kuppelte er den brennenden Auflieger ab und brachte einen aufgeladenen Bagger in Sicherheit, indem er diesen vom Auflieger fuhr. Trotz eines Löschversuchs mit dem Bagger durch Aufschütten von Erde konnten die Flammen nicht eingedämmt werden.

Die Polizei musste die A7 in beide Richtungen vollständig sperren, um eine gefahrlose Löscharbeit zu gewährleisten. Die Feuerwehr hatte den Brand bis etwa 17:30 Uhr unter Kontrolle, woraufhin die Fahrtrichtung Kassel wieder für den Verkehr geöffnet wurde. Die vollständige Freigabe in Richtung Hamburg erfolgte gegen 18:20 Uhr, allerdings hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Rückstau von etwa neun Kilometern Länge gebildet.

Die Untersuchung der Brandursache ergab einen technischen Defekt an der Bremsanlage des Aufliegers als Auslöser. Sowohl der Fahrer als auch ein Ersthelfer wurden vorsorglich auf eine mögliche Rauchgasvergiftung hin untersucht, konnten das Krankenhaus jedoch kurz darauf wieder verlassen. Die Fahrbahn erlitt auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern oberflächliche Schäden und Verschmutzungen durch die starke Hitzeeinwirkung. Der insgesamt entstandene Schaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Polizeibeamtin

Unruhen in Hannover: Steinwürfe auf türkisches Generalkonsulat folgen auf Eilversammlung

27. März 2024/in Polizei

Polizei in Hannover ermittelt nach Vorfällen bei Versammlung und am türkischen Generalkonsulat

HANNOVER (redu). Am Dienstagabend, den 26. März 2024, kam es in Hannover zu einem Angriff auf das türkische Generalkonsulat. Unbekannte Personen bewarfen das Gebäude mit Steinen und schlugen mit Eisenstangen gegen Fensterscheiben. Dieser Vorfall folgte auf eine Eilversammlung im Stadtzentrum, bei der es bereits zu Störungen und Straftaten gekommen war.

In Hannover fand am Dienstag, den 26. März 2024, eine Eilversammlung statt, die sich gegen die Angriffe auf Teilnehmende eines Newroz-Festes in Belgien richtete. Die Versammlung begann um 16:30 Uhr am Ernst-August-Platz mit zunächst 30 Personen, wuchs aber auf bis zu 450 Teilnehmer an, als sie sich gegen 18:00 Uhr zum Steintorplatz bewegte. Aus der Menge heraus wurden verbotene Symbole auf Fahnen gezeigt und strafrechtlich relevante Ausrufe getätigt. Einige vermummte Teilnehmer zündeten pyrotechnische Gegenstände und warfen diese in Richtung der Polizei. Aufgrund dieser Vorfälle wurde die Versammlung gegen 18:30 Uhr von der Polizei aufgelöst.

Mehr als zwei Stunden nach Beendigung der Versammlung griffen etwa zwanzig Personen das türkische Generalkonsulat an. Sie warfen Steine und beschädigten Fensterscheiben mit Eisenstangen. Als weitere Polizeikräfte eintrafen, flüchteten die Angreifer. Zwei Personen wurden im Zuge der Fahndung vorläufig festgenommen, später jedoch wieder entlassen. Die Ermittlungen, auch zur Klärung, ob es sich bei den Tätern um ehemalige Versammlungsteilnehmer handelt, laufen.

Die Polizei hat neun Strafverfahren eingeleitet, darunter wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz. Eine spezielle Ermittlungsgruppe des Staatsschutzes führt die Untersuchungen. Zeugen des Vorfalls am türkischen Generalkonsulat werden zur Meldung aufgerufen.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Raubüberfall auf Seniorin in Langenhagen: Polizei sucht Zeugen

22. März 2024/in Polizei

Nach einem Überfall in ihrer eigenen Wohnung wird eine 79-jährige Frau leicht verletzt – Polizei bittet um Mithilfe

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu). In Langenhagen ereignete sich am Dienstagabend ein Raubüberfall auf eine 79-jährige Frau in ihrer Wohnung. Der Täter konnte unerkannt fliehen. Die Polizei Hannover hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nun mit Hilfe der Bevölkerung nach dem flüchtigen Unbekannten.

Am Dienstagabend, den 19. März 2024, wurde eine 79-jährige Frau in Langenhagen in ihrer eigenen Wohnung überfallen. Nach Angaben der Polizei klingelte ein Unbekannter gegen 21:45 Uhr an der Tür der Seniorin. Als die Frau die Tür öffnete, drang der Täter in die Wohnung ein und stahl eine unbekannte Summe Bargeld. Anschließend flüchtete er zu Fuß in Richtung des Stadtparks.

Die 79-jährige Langenhagenerin erlitt durch den Überfall leichte Verletzungen und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Bereits am Nachmittag des 18. März hatte der Täter an der Wohnungstür der Frau geklingelt und nach Geld gefragt.

Der flüchtige Täter wird als etwa 1,75 Meter groß und sportlich beschrieben, etwa 20 Jahre alt mit dunklen, glatten Haaren. Zur Tatzeit war er mit einer dunklen Hose und Jacke bekleidet und trug eine hellblaue medizinische Mund-Nasen-Bedeckung.

Die Polizei hat wegen des Raubes Ermittlungen eingeleitet und sucht nach Zeugen. Personen, die Hinweise zur Tat oder dem flüchtigen Täter geben können, sind aufgerufen, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden. Besonders Zeugen, denen am Nachmittag des 18. März eine Person, die auf die Beschreibung passt, aufgefallen ist, werden gebeten, sich zu melden.

Polizeibeamtin

Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 der Polizeidirektion Hannover

14. März 2024/in Polizei

Straftaten sind um rund 7,5 % gestiegen

HANNOVER (ots). Im Jahr 2023 wurden insgesamt 116.462 Straftaten registriert. Bei der Betrachtung der Gesamtzahl der Straftaten ist ein Anstieg von 7,5 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2022 ist die Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover im Jahr 2023 von 60,6 Prozent auf 61,3 Prozent gestiegen.

Am 13.03.2024 stellte die Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Hannover, Gwendolin von der Osten, im Rahmen einer Pressekonferenz die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 der Polizeidirektion Hannover vor. Dabei ging sie unter anderem auf die Kriminalitätsfelder Häusliche Gewalt, Sexualdelikte, Gewaltkriminalität, Messerangriffe und Jugendkriminalität ein.

Der allgemeine Anstieg der Gesamtfallzahlen steht auch im Zusammenhang mit einer erhöhten Mobilität, sprich einer zunehmenden Präsenz im öffentlichen Raum, aber auch mit wirtschaftlichen und sozialen Belastungen sowie Migrationsbewegungen.

Häusliche Gewalt

Ein wichtiges Thema bei der Betrachtung der Polizeilichen Kriminalstatistik ist die häusliche Gewalt. Hier ist ein Anstieg zum Vorjahr von 12 Prozent zu verzeichnen. Häusliche Gewalt umfasst alle Formen körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt und schließt Gewalt in Familie und Partnerschaft ein. Gerade bei häuslicher Gewalt ist mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen, da Betroffene aus Angst, Hilflosigkeit oder Scham keine Anzeige erstatten. Deshalb ist es der Polizeipräsidentin wichtig, das sensible Thema häusliche Gewalt in all seinen Facetten zu beleuchten. „Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit und hat schwerwiegende und langfristige Folgen für die Opfer, aber auch für die im Haushalt lebenden Kinder. Die Bekämpfung der häuslichen Gewalt hat daher in der Polizeidirektion Hannover einen hohen Stellenwert. Gerade weil die Dunkelziffer sehr hoch ist, darf bei häuslicher Gewalt nicht weggeschaut werden. In enger Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Jugendamt, dem Amtsgericht, der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) sowie sozialen Einrichtungen wie den Frauenhäusern versuchen wir, den Betroffenen zu helfen, damit sie einen Weg aus der Gewaltspirale finden“, so die Polizeipräsidentin.

Sexualdelikte

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist ein Anstieg um 27,7 Prozent zu verzeichnen. Um diesen Anstieg nachvollziehen zu können, muss dieser Deliktskomplex näher betrachtet werden. Zu den Sexualdelikten zählen Straftaten wie Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, aber auch die Verbreitung pornografischer Inhalte. 48 Prozent dieser Sexualdelikte sind die Verbreitung pornografischer Inhalte über das Internet, zum Beispiel über Social Media.

Der Anstieg der Fallzahlen ist insbesondere auf die Aktivitäten des BKA bei der Auswertung von Meldungen des US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) zurückzuführen. Ein häufiges Phänomen ist auch die unbedachte Verbreitung entsprechender, zum Teil selbst hergestellter Inhalte über Smartphones durch Kinder und Jugendliche. Die polizeilichen Präventionsmaßnahmen sind hierauf ausgerichtet.

Gewaltkriminalität und Messerangriffe

Unter dem Oberbegriff Gewaltkriminalität werden eine Vielzahl von Delikten wie sexuelle Nötigung, Raubdelikte, aber auch Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag zusammengefasst. In dieser Kategorie ist ein Anstieg von 14 Prozent zu verzeichnen. Unter Messerangriffen werden alle Straftaten zusammengefasst, bei denen ein Messer bereits zur Bedrohung eingesetzt wurde. Seit 2020 werden Messerangriffe gesondert ausgewertet. Von 2022 auf 2023 ist hier ein leichter Anstieg um 4,6 Prozent zu verzeichnen. Als Reaktion auf diese Entwicklungen erfolgte eine deutliche Präsenzerhöhung in der zweiten Jahreshälfte 2023 mit einem Schwerpunkt im innerstädtischen Bereich. Zur Reduzierung der Gewaltkriminalität sowie der Messerangriffe sind bereits verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Netzwerkpartnern wie der Landeshauptstadt Hannover initiiert. Auf dem Raschplatz wurden u.a. Freizeitangebote (Basketballplatz und Winter-Open-Air) geschaffen. Die Polizeidirektion Hannover leistet insbesondere durch polizeiliche Kontroll- und Strafverfolgungsmaßnahmen sowie durch intensive Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie der Landeshauptstadt Hannover, der Bundespolizei und sozialen Einrichtungen einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit im innerstädtischen Bereich. Diese Maßnahmen haben sich verstetigt und werden umfassend fortgeführt. Zu einer möglichen örtlichen Erweiterung der eingerichteten Waffenverbotszone erfolgt ein enger Austausch mit der Landeshauptstadt Hannover.

Gewalt gegen Einsatz- und Rettungskräfte

Die Fallzahlen der Gewalt gegen Polizeibeamte und -beamtinnen steigen um 3,1 % und bleiben auf hohem Niveau. Die Fallzahlen von Gewalt gegen Rettungskräfte bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere vor dem Hintergrund der Ereignisse in der vergangenen Silvesternacht zeigt sich, wie wichtig die Präventionsarbeit und die Fortführung entsprechender Kampagnen in diesem Bereich sind.

Jugendkriminalität

Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen ist im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent gestiegen. Mit der Zunahme der Straftaten stieg auch die Zahl der Tatverdächtigen. Ein Erklärungsansatz sind die Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Die Einschränkungen durch die Pandemie haben die Lebensbedingungen der Jugendlichen unsicherer gemacht und sie über einen längeren Zeitraum isoliert. Dadurch wurde das Erlernen von Konfliktlösungskompetenzen erschwert und kriminelles Verhalten als weniger schlimm interpretiert. Zudem haben wirtschaftliche und soziale Belastungen Einfluss auf die Zahl der Gewaltdelikte. „Der Polizei kommt bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität eine wichtige Rolle zu. Für unsere polizeiliche Arbeit bedeutet dies, die Prävention von delinquentem Verhalten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrzunehmen und bei Verstößen Werte und Normen entsprechend dem persönlichen Entwicklungstand zu verdeutlichen“, sagt Markus Häckl, Leiter des Dezernats für Kriminalitätsbekämpfung und Kriminalprävention der Polizeidirektion Hannover. Nur ein geringer Teil der Jugendlichen trete intensiv kriminell in Erscheinung, ergänzt er. „Gerade hier ist eine Intervention durch umfassende und konsequente Maßnahmen erforderlich. Sowohl bei der Prävention als auch bei der Bewältigung von Jugendkriminalität arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit verschiedenen etablierten Netzwerken zusammen, unter anderem mit der Landeshauptstadt, den Schulen, den Gerichten, der Staatsanwaltschaft und den Jugendhilfeträgern“.

Wohnungseinbruchdiebstahl

Bei den Wohnungseinbrüchen ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zwar ein Anstieg um 11,7 Prozent zu verzeichnen, die Fallzahlen bewegen sich jedoch im langjährigen Vergleich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die rückläufigen Zahlen sind unter anderem auf die langjährige Aufklärungs- und Präventionsarbeit der Polizei zurückzuführen. Insbesondere durch die Technische Prävention, die Kontaktbeamten, und die Präventionsteams der Polizeiinspektionen werden Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern angeboten, um Gefahren zu erkennen und konkrete Möglichkeiten für technische Präventionsmaßnahmen zu treffen.

Blaulicht

Tödliches Feuer in Neustadt am Rübenberge: Frau stirbt nach Wohnungsbrand

12. März 2024/in Polizei

Ein Brand in einer Einliegerwohnung fordert ein Todesopfer – weitere Bewohner unverletzt

HANNOVER / NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Morgen des 12. März 2024 kam es zu einem tragischen Brand in einer Einliegerwohnung im Ortsteil Bordenau von Neustadt am Rübenberge, bei dem eine 59-jährige Frau ihren Verletzungen erlag. Weitere Bewohner des Hauses konnten sich in Sicherheit bringen.

In den frühen Morgenstunden des Dienstags ereignete sich ein schwerer Brand in einer Einliegerwohnung im Ortsteil Bordenau von Neustadt am Rübenberge, der tragische Folgen nach sich zog. Eine 59-jährige Bewohnerin konnte zwar von der Feuerwehr gerettet werden, verstarb jedoch kurz darauf an ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, nachdem eine 31-jährige Bewohnerin des angrenzenden Einfamilienhauses im Spechtweg gegen 08:20 Uhr Rauch und Qualm bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert hatte.

Vier weitere Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig retten und blieben unversehrt. Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes Hannover nahmen noch am Vormittag ihre Untersuchungen in der vom Brand betroffenen Wohnung auf. Die Ursache des Feuers ist momentan noch unklar, jedoch schließt die Polizei ein Fremdverschulden sowie einen technischen Defekt als Auslöser aus.

Der durch den Brand entstandene Schaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Die Wohnung ist infolge des Feuers unbewohnbar geworden. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.

LKW-Kontrollstelle

Großkontrolle auf der A2: Jeder fünfte Lkw-Fahrer gestoppt

8. März 2024/in Polizei

Verstöße gegen Ladungssicherung und Lenkzeiten dominieren bei Autobahnkontrollen

HANNOVER (redu). Bei einer umfangreichen Verkehrskontrolle auf der Autobahn 2 in Richtung Dortmund wurden gravierende Verstöße im Güterverkehr festgestellt, die für jeden fünften kontrollierten Lkw-Fahrer ein Fahrverbot zur Folge hatten.

Im Rahmen einer koordinierten Großkontrolle auf der Tank- und Rastanlage Garbsen Nord am 6. März 2024 wurden gezielt Lastkraftwagen auf der A2 in Richtung Dortmund überprüft. Der Zentrale Verkehrsdienst der Polizei Hannover führte diese Kontrolle in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Logistik und Mobilität, dem Gewerbeaufsichtsamt Hannover und der Region Hannover durch. Hauptziel war die Überwachung der Einhaltung von Ladungssicherungen, Lenk- und Ruhezeiten sowie die Feststellung technischer Mängel.

Ein Sattelkraftzug, der von einem 48-jährigen Berufskraftfahrer gesteuert wurde, wurde wegen augenfälliger Ausbuchtungen an der Plane gestoppt. Obwohl die Ladung beim ersten Blick gesichert erschien, stellte sich heraus, dass die Ladung unzureichend gesichert war und Teile davon beim Öffnen der Plane herabfielen. Ein weiterer Sattelzug mit polnischer Zulassung wies erhebliche Mängel an allen sechs Reifen auf, was zur Unterbindung der Weiterfahrt und Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens führte.

Von den 151 überprüften Fahrzeugen mussten 31, also rund 20 Prozent, ihre Fahrt unterbrechen. Insgesamt wurden 66 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese Maßnahmen zeigen das konsequente Vorgehen der Polizei Hannover und der beteiligten Behörden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf den Autobahnen.

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