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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Nurhan Özdemir Polizei

Nurhan Özdemir übernimmt Leitung der Polizeiinspektion Hannover

8. März 2024/in Polizei

Mit Expertise und Erfahrung: Nurhan Özdemir tritt ihre neue Position als Leiterin der PI Hannover an

HANNOVER (redu). Mit der Ernennung von Nurhan Özdemir zur Leiterin der Polizeiinspektion Hannover setzt die Polizeidirektion auf eine erfahrene Kraft aus den eigenen Reihen. Özdemir, die bereits diverse Führungspositionen innehatte, tritt die Nachfolge von Detlef Hoffmann an, der in den Ruhestand getreten ist.

Die Polizeiinspektion (PI) Hannover beginnt ein neues Kapitel unter der Führung von Polizeidirektorin Nurhan Özdemir, die zum 1. März 2024 offiziell ihre neue Rolle als Leiterin übernommen hat. Mit einer 25-jährigen Karriere bei der Polizei bringt die 45-Jährige umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Behörde ein. Özdemir, die zuletzt eine Führungsposition im Polizeikommissariat Hannover-Limmer bekleidete und an der Deutschen Hochschule der Polizei als Lehrbeauftragte tätig war, ist in der Direktion keine Unbekannte.

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten würdigte Özdemir als eine im Kollegenkreis geschätzte Beamtin, deren Rückkehr nach Hannover mit großer Expertise in Führung und Einsatzbewältigung verbunden ist. Von der Osten hebt hervor, dass Özdemir die ideale Besetzung für diese verantwortungsvolle Position sei.

Özdemir selbst sieht ihrer neuen Aufgabe mit Enthusiasmus entgegen und verspricht, ihre Tätigkeit unter den bewährten Prinzipien der Professionalität, Verlässlichkeit und des gegenseitigen Vertrauens fortzusetzen, wobei der Mensch hinter der Uniform stets im Fokus bleiben soll.

Ihre Laufbahn bei der Polizei startete Özdemir 2002 bei der Bereitschaftspolizei Osnabrück. Nach verschiedenen Stationen innerhalb der Polizeiinspektion Hannover-Mitte und einer Weiterbildung zum Master an der DHPol in Münster, übernahm sie leitende Funktionen in Hannover-West. Dort zeichnete sie für die Bewältigung mehrerer Großeinsätze verantwortlich.

Die Polizeiinspektion Hannover betreut einen Zuständigkeitsbereich von über 23.800 Hektar und sorgt für die Sicherheit der rund 584.522 Menschen in ihrem Gebiet. Die PI setzt sich zusammen aus verschiedenen Polizeikommissariaten, die alle zum Ziel haben, die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten.

Verkehrsunfalldienst

Motorradfahrer bei Kollision mit Pkw in Hannover verstorben

7. März 2024/in Polizei

25-jähriger Motorradfahrer nach Zusammenstoß auf dem Westschnellweg verstorben

HANNOVER (redu). Am Mittwochnachmittag des 6. März 2024 ereignete sich auf dem Westschnellweg im Stadtgebiet Hannovers ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 25-jähriger Motorradfahrer nach einer Kollision mit einem Pkw lebensgefährlich verletzt wurde. Der Unfall führte zu einer stundenlangen Sperrung des Westschnellwegs in Fahrtrichtung Norden, was erhebliche Verzögerungen nach sich zog.

Auf dem Westschnellweg in Hannover kam es am Mittwoch, dem 6. März 2024, zu einem schwerwiegenden Verkehrsunfall. Ein 25-jähriger Motorradfahrer, der eine Honda fuhr, kollidierte gegen 16:10 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schwanenburgbrücke und Herrenhausen mit einem vorausfahrenden Citroën C4, gesteuert von einer 24-jährigen Fahrerin. Nach dem Zusammenstoß rutschte das Motorrad gegen die Schutzplanke und der Fahrer wurde in den angrenzenden Grünstreifen geschleudert, wo er schwer verletzt liegen blieb. Während der Motorradfahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde, blieb die Autofahrerin unverletzt.

Die Unfallursache ist bislang ungeklärt. Ersthelfer waren schnell vor Ort, um dem Verletzten beizustehen, bis Polizei, Rettungsdienst und Notarzt eintrafen. Aufgrund des Unfalls und der notwendigen Rettungs-, Aufräum- und Unfallaufnahmearbeiten blieb der Westschnellweg in nördlicher Richtung für mehrere Stunden gesperrt. Dies führte zu erheblichen Verkehrsverzögerungen auf den alternativen Routen.

Der Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Die Polizei Hannover sucht nun nach Zeugen, die Angaben zum Unfallgeschehen und zur Fahrweise des Motorradfahrers vor dem Unfall machen können, und bittet um Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0511 109-1888.

Nachtrag (ots). Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes verstarb der 25-Jährige am Donnerstag, 07.03.2024, gegen 12:20 Uhr in einem hannoverschen Krankenhaus. Er war am Nachmittag zuvor auf dem Westschnellweg mit seinem Motorrad in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt.

Polizeibeamter mit gelbem Koller

Wachsende Sorge um Diebstähle in Hannover: Ältere Bürger zunehmend betroffen

6. März 2024/in Polizei

Senioren im Fokus von Dieben: Schutzmaßnahmen und Empfehlungen der Polizei

HANNOVER (redu). In den vergangenen Wochen hat die Polizeiinspektion Hannover einen alarmierenden Anstieg von Diebstählen registriert, bei denen vorrangig Seniorinnen und Senioren die Zielscheibe von Kriminellen darstellen. Diese Entwicklung ist besonders an den Wochenenden zu beobachten, wo zwischen Kröpcke und Lister Meile, einem belebten Bereich der Stadt, 20 bis 30 solcher Taten verzeichnet werden.

Die Diebstähle, die sich aus Handtaschen und Rollatoren ereignen, folgen einem wiederkehrenden Muster, in dem die Täter – hauptsächlich Frauen mittleren Alters – in Gruppen agieren und ihre Opfer durch Ablenkungsmanöver irritieren. Ein häufiges Szenario sieht vor, dass eine Person das Opfer in ein Gespräch verwickelt, während eine andere unbemerkt Wertsachen entwendet. Diese Vorfälle finden nicht nur in offenen Straßen statt, sondern auch in Situationen, in denen Menschenmassen zusammenkommen, wie in Aufzügen, an Rolltreppen und in den Einstiegsbereichen von Stadtbahnen, wo die Enge und Hektik zum Vorteil der Diebe genutzt wird.

Ein besonders bezeichnender Vorfall ereignete sich, als ein älteres Ehepaar fast Opfer eines solchen Diebstahls wurde. Eine unbekannte Frau lenkte das Paar, das mit einem Rollator unterwegs war, ab, während ihre Komplizin versuchte, aus der sichtbar im Netz des Rollators liegenden Handtasche zu stehlen. Dank der Aufmerksamkeit eines Zeugen konnte dieser Diebstahl jedoch verhindert und eine der Täterinnen festgenommen werden. Dieses Beispiel unterstreicht nicht nur die Dreistigkeit, sondern auch die ausgeklügelte Vorgehensweise der Kriminellen.

Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung hat die Polizei Hannover eine Reihe von Empfehlungen herausgegeben, um insbesondere lebensältere Menschen auf potenzielle Gefahren aufmerksam zu machen und ihnen zu helfen, sich zu schützen. Zu den Ratschlägen gehören:

  • Beschränkung der mitgeführten Wertsachen auf das absolut Notwendige.
  • Das Tragen von Wertsachen in körpernahen und verschließbaren Taschen, um die Sicherheit zu erhöhen.
  • Nie Taschen unbeaufsichtigt lassen, unabhängig vom Ort.
  • Bewusstsein für Ablenkungsmanöver, wie nach dem Weg fragen oder Anrempeln, die als Vorwand für Diebstähle dienen können.

Für den Fall, dass es dennoch zu einem Diebstahl kommt, empfiehlt die Polizei, Lärm zu machen, gezielt Passanten um Hilfe zu bitten, den Notruf 110 zu wählen und eine detaillierte Personenbeschreibung abzugeben. Es wird jedoch davon abgeraten, selbst Gegenwehr zu leisten oder die Verfolgung aufzunehmen.

Abschließend betont die Polizei die Bedeutung der Prävention und der Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Weitere hilfreiche Tipps und Informationen bietet die Polizei auf ihrer Beratungswebseite an, um Bürgern dabei zu helfen, sich effektiv vor Diebstählen zu schützen.

Festnahme durch die Polizei

Geiselnahme im Rathaus Sehnde endet unblutig

29. Februar 2024/in Polizei

Mann bedroht Rathausmitarbeiterin mit Messer – Polizeieinsatz erfolgreich

HANNOVER / SEHNDE (redu). Ein 25-jähriger Mann wurde am Mittwoch, dem 28. Februar 2024, im Rathaus der Stadt Sehnde festgenommen, nachdem er eine Mitarbeiterin mit einem Messer bedroht und kurzzeitig als Geisel genommen hatte. Die Polizei konnte den Vorfall ohne Verletzte beenden.

In einem dramatischen Einsatz gelang es der Polizei Sehnde, eine Geiselnahme im Rathaus der Stadt am Mittwochmittag friedlich zu beenden. Gegen 12:40 Uhr trat ein 25-Jähriger mit einem Messer bewaffnet vor der Polizeistation Sehnde in Erscheinung. Als Polizeibeamte den Mann im Freien ansprachen und aufforderten, die Waffe niederzulegen, flüchtete dieser in das nahegelegene Rathausfoyer, wo er eine 57-jährige Mitarbeiterin bedrohte.

Die sofort reagierenden Einsatzkräfte folgten dem Täter ins Rathaus und konnten ihn dazu bewegen, das Messer wegzulegen und die Frau freizulassen. Der Mann wurde daraufhin festgenommen. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.

Die Ermittlungen der Polizei Hannover ergaben, dass der 25-Jährige auch in Verbindung mit einer Straftat in Berlin steht. Infolgedessen wurde er am Abend des gleichen Tages zur weiteren Abklärung nach Berlin überführt.

Blaulicht auf Zivilfahrzeug

Ehepaar in Hannover-Bothfeld Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls

29. Februar 2024/in Polizei

Fahndung nach bewaffnetem Raubüberfall in der Damaschkestraße

HANNOVER (redu). In den frühen Morgenstunden des 29. Februar 2024 wurden ein 69-jähriger Mann und seine 74-jährige Frau in ihrem Haus in Hannover-Bothfeld von zwei bewaffneten Unbekannten überfallen. Die Täter entkamen mit Bargeld, während das Ehepaar leichte Verletzungen erlitt. Die Polizei Hannover hat die Fahndung eingeleitet und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach den flüchtigen Räubern.

Am Donnerstagmorgen, gegen 06:15 Uhr, ereignete sich in der Damaschkestraße im Stadtteil Bothfeld von Hannover ein schwerer Raubüberfall. Zwei unbekannte Männer klopften an die Tür eines Ehepaares und erzwangen unter Vorhalt eines Messers und einer Schusswaffe den Eintritt ins Haus. Die Täter forderten die Herausgabe von Bargeld. Nachdem sie ihre Forderungen durchgesetzt hatten, fesselten sie die 69-jährige Frau und ihren 74-jährigen Ehemann, bevor sie mit ihrer Beute die Flucht ergriffen.

Der 74-jährige Hausbewohner erlitt leichte Verletzungen und musste von Rettungskräften behandelt werden. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen durch die Polizei bleiben die Täter bislang ungreifbar.

Die Polizei hat eine Beschreibung der flüchtigen Personen veröffentlicht. Der erste Täter wird als etwa 1,80 Meter groß, korpulent, zwischen 40 und 50 Jahre alt beschrieben, bekleidet mit schwarzer Oberbekleidung und einer hellen Maske, und spricht Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Der zweite Täter wird als ungefähr 1,75 Meter groß, schlank, zwischen 20 und 30 Jahre alt, gekleidet in dunkler Oberbekleidung mit Kapuze, einer schwarzen Hose und weißen Schuhen, ebenfalls mit osteuropäischem Akzent sprechend, beschrieben.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Demonstartion

Zwei Großdemonstrationen in Hannover: Verkehrslage am Freitag angespannt

26. Februar 2024/in Polizei

Polizei rät von nicht notwendigen Fahrten ab, während Hannover Kundgebungen und Warnstreik erwartet

HANNOVER (redu). Am Freitag, den 1. März 2024, wird die Verkehrssituation in Hannover durch zwei große Kundgebungen und einen Warnstreik der ÜSTRA maßgeblich beeinflusst. Während der Baugewerbe-Verband Niedersachsen einen Autokorso veranstaltet, plant „Fridays for Future Hannover“ eine Demonstration für den Klimaschutz. Die Polizei empfiehlt, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten.

Am kommenden Freitag findet in Hannover ein Autokorso des Baugewerbe-Verbands Niedersachsen (BVN) statt, der parallel zu einer Demonstration von „Fridays for Future Hannover“ zum Thema Klimaschutz verläuft. Die beiden Veranstaltungen werden voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrssituation in der Stadt haben, insbesondere da gleichzeitig ein Warnstreik bei der städtischen Verkehrsgesellschaft ÜSTRA angekündigt ist.

Der BVN-Autokorso beginnt um 10:00 Uhr auf dem Schützenplatz in der Calenberger Neustadt und führt über mehrere zentrale Straßen der Stadt, mit einer geplanten Rückkehr zum Schützenplatz gegen 12:30 Uhr. Die Route umfasst unter anderem die Waterloostraße, den Aegidientorplatz und die Hamburger Allee.

Fast zeitgleich mobilisiert „Fridays for Future Hannover“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Klimastreik, #WirFahrenZusammen“, die um 12:00 Uhr „Am Küchengarten“ in Linden beginnt. Nach einer einstündigen Auftaktkundgebung ist eine Route durch die Stadt geplant, die bis 16:00 Uhr andauern soll.

Angesichts dieser Veranstaltungen und des Warnstreiks appelliert die Polizei an die Bevölkerung, nur für notwendige Fahrten das Auto zu nutzen und möglichst auf Alternativen wie das Fahrrad umzusteigen. Da Busse und Bahnen durch den Streik in ihrem Betrieb eingeschränkt sind, wird mit zusätzlichen Verkehrsbehinderungen gerechnet.

Verkehrsunfalldienst

Neueste Ermittlungsergebnisse nach tragischer Kollision auf dem Südschnellweg

18. Februar 2024/in Polizei

Mehrstündige Vollsperrung und Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Hannover

HANNOVER (redu). Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Südschnellweg in Hannover am Samstagabend, den 17. Februar 2023, kam ein Mann ums Leben, während zwei Frauen leicht verletzt wurden. Neue Erkenntnisse der Polizei liefern Details zum Unfallhergang.

Am späten Samstagabend ereignete sich auf dem Südschnellweg in Hannover ein tragischer Verkehrsunfall, der das Leben eines Mannes aus Garbsen forderte und zwei weitere Personen leicht verletzte. Der Unfall führte zu einer stundenlangen Sperrung beider Fahrtrichtungen und zog ein Großaufgebot von Rettungskräften nach sich.

Nach Angaben des Verkehrsunfalldienstes Hannover ereignete sich der Unfall gegen 18:00 Uhr in Fahrtrichtung Peine zwischen dem Landwehrkreisel und der Wilmerstraße. Ein 57-jähriger Mercedes-Fahrer aus Garbsen fuhr auf einen Skoda auf, in dem sich der später verstorbene 48-jährige Beifahrer und eine 47-jährige Fahrerin, ebenfalls aus Garbsen, befanden. Die Kollision verursachte eine Kettenreaktion, bei der der Skoda gegen einen Renault einer 23-jährigen Fahrerin aus Seelze prallte und sich quer zur Fahrtrichtung zwischen dem Mercedes und der Leitplanke zum Stehen kam. Anschließend kollidierte der Renault mit dem Opel einer 43-jährigen Frau aus Burgwedel.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der 48-Jährige aus Garbsen noch an der Unfallstelle. Die 47-jährige Skoda-Fahrerin und die 23-jährige Renault-Fahrerin erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht. Die weiteren Insassen der beteiligten Fahrzeuge blieben unverletzt.

Die Polizei beschlagnahmte die Fahrzeuge Mercedes, Skoda und Renault zur Klärung des genauen Unfallhergangs. Der Südschnellweg war in der Folge in Fahrtrichtung Peine für etwa sieben Stunden und in Gegenrichtung für ungefähr zweieinhalb Stunden voll gesperrt.

Die Ermittlungen zur Unfallursache, die von einem unabhängigen Gutachter unterstützt werden, laufen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

Festnahme durch die Polizei

Schwere Messerattacke in Hannover: 24-Jähriger schwer verletzt

15. Februar 2024/in Polizei

23-jähriger Hannoveraner wegen versuchten Tötungsdelikts in Polizeigewahrsam

HANNOVER (redu). In der Nacht zum Donnerstag wurde im Stadtteil Wülfel von Hannover ein 24-jähriger Mann aus Hildesheim durch mehrfache Messerstiche schwer verletzt. Ein 23-jähriger Tatverdächtiger aus Hannover wurde am Tatort festgenommen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt aufgenommen.

In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 kam es in Hannover-Wülfel zu einem schweren Zwischenfall, bei dem ein 24-jähriger Mann aus Hildesheim durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich gegen 01:00 Uhr auf der Hildesheimer Straße, als der junge Mann zusammen mit einer 23-jährigen Freundin unterwegs war. Ein 23-jähriger Mann, der beiden gefolgt war, attackierte den Hildesheimer unvermittelt mit einem Messer und fügte ihm schwere Verletzungen zu.

Die Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen noch am Ort des Geschehens festnehmen. Die Polizei sicherte die mutmaßliche Tatwaffe und nahm sofortige Ermittlungen auf. Der Verletzte wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Tatverdächtige aus dem Bekanntenkreis der begleitenden Freundin stammt. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der 23-jährige Hannoveraner befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam und wurde einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und sucht nach weiteren Zeugen des Vorfalls.

Sensible Daten im Netz schützen – Cyberangriff

Sensible Daten im Netz schützen

7. Februar 2024/in Polizei

Anzahl der Cyberangriffe in Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen

HANNOVER (ots/red). Identitätsdiebstahl, unbefugte Übernahme von persönlichen Online-Accounts, Cybermobbing – die Anzahl der Cyberangriffe in Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Anlässlich des Safer Internet Days klärt die Polizei Niedersachsen auf, wie sich Bürgerinnen und Bürger vor Identitätsdiebstahl oder der unbefugten Übernahme von Online-Accounts schützen können.

Von Identitätsdiebstahl oder -missbrauch spricht man, wenn personenbezogene Daten für betrügerische Zwecke genutzt werden. Um einer anderen Person online die Identität zu stehlen, bedarf es oftmals nur weniger Informationen. Gerade soziale Medien sind eine reiche Quelle für persönliche Daten, die für den Identitätsmissbrauch genutzt werden können. Viele Menschen geben dort bewusst oder unbewusst sensible Details über sich preis. Neben den Social-Media Accounts übernehmen Kriminelle häufig auch die Profile von Messenger-Diensten. So gelangen sie nicht nur an sensible Informationen, Bilder und Videos, sondern können beispielsweise im Namen ihrer Opfer Geld von Angehörigen und Freunden fordern.

In den Jahren 2022 und 2023 beobachtete das LKA Niedersachsen vermehrt das Phänomen des Facebookhacking zur Verbreitung von Kinderpornografie. Dabei werden zunächst Facebook-Accounts gehackt oder die Zugangsdaten durch das sogenannte Phishing erlangt. Anschließend werden über die gehackten Accounts kinderpornografische Inhalte verbreitet. Das LKA Niedersachsen teilt mit, dass im Jahr 2022 entsprechende Straftaten im oberen dreistelligen Bereich erfasst worden sind. Im Jahr 2023 waren es Straftaten im unteren dreistelligen Bereich. Bei der Eingangsstatistik handelt es sich um aktuell bei der Polizei eingegangene Fälle. Diese Zahlen unterliegen mitunter deutlichen Schwankungen durch die nachfolgende rechtliche Bewertung der Staatsanwaltschaften und den Ermittlungsverlauf, sodass sich diese Momentaufnahme noch verändern kann.

Der US-amerikanische Internetkonzern Facebook sperrt in der Regel den Zugang zum Konto umgehend und meldet die Inhalte an die halbstaatliche Organisation National Center für Missing & Exploited Children (NCMEC). In den USA sind Provider gesetzlich verpflichtet, strafrechtlich relevante Sachverhalte an das NCMEC weiterzuleiten. Diese Organisation meldet die Inhalte zunächst, sofern Deutschland betroffen ist, an das Bundeskriminalamt (BKA), welches wiederum die Fälle an die zuständigen Landeskriminalämter abgibt. Anfang 2023 gab es eine Änderung dieser Steuermechanismen, die den Rückgang der o.g. Zahlen erklärt. Die Facebookhackingfälle, in denen der Upload der Dateien erkennbar nicht aus Deutschland stattfindet, werden nun an das Land übermittelt, aus dem der Upload erfolgt. Es werden demnach nur noch die Taten ans BKA übermittelt, bei denen die Upload-IP-Adresse nach Deutschland führt. Im LKA Niedersachsen werden die ersten Ermittlungen wegen des Besitzes oder Verbreitens von Kinder- oder Jugendpornografie gegen den jeweiligen Facebook-Accountinhaber geführt, da über ihren Account diese Inhalte gepostet wurden. Dies kann sich jedoch im Laufe der Ermittlungen noch ändern.

Die Polizei Niedersachsen gibt folgende Tipps, um sich vor der unbefugten Übernahme von Online-Accounts zu schützen: – Geben Sie möglichst wenig Daten von sich im Internet preis. – Nutzen Sie, wenn möglich, die 2-Faktor-Authentisierung für die Account-Anmeldung, auch bei Messenger-Diensten oder Netzwerk-Konten. Dabei wird neben dem Passwort zusätzlich z.B. die Eingabe eines Codes (verschickt auf ein anderes Gerät in Ihrem Besitz), ein Fingerabdruckscan oder ein USB-Token zur Identifikation gefordert. – Verwenden Sie nie dasselbe Passwort für mehrere Internetdienste und ändern Sie das Passwort regelmäßig. – Teilen Sie nie Ihre Login-Daten mit Dritten. – Schützen Sie Ihre privaten Daten: Veröffentlichen Sie keine persönlichen Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber in sozialen Netzwerken und anderen Internetportalen. – Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihrer Netzwerk-Accounts: Machen Sie so viele Bereiche wie möglich ausschließlich für Ihre Freunde sichtbar, z.B. Daten wie Telefonnummer, E-Mail oder auch die Chronik. – Melden Sie sich nach der Nutzung immer ab. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie über fremde Geräte bei Ihrem Account angemeldet waren.

Geschädigte von Cybercrime sollten jede Straftat bei der Polizei anzeigen

Eine Strafanzeige kann bei jeder Polizeidienststelle oder über die Online-Wache der Polizei Niedersachsen (https://www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de/) erstattet werden. Existierendes Datenmaterial – wie E-Mails, Chat-Verläufe in Messenger-Diensten, digitale Fotos oder Videos – sind wichtige Beweismittel, die bis zum ersten Kontakt mit der Polizei nicht verändert werden sollten.

Zum Safer Internet Day beleuchtet Klicksafe jedes Jahr ein spezielles Thema. Dieses Jahr steht das Thema “Let’s talk about Porno! Pornografie im Netz” im Mittelpunkt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.klicksafe.de/sid24

Weitere Informationen rund um den Schutz vor Betrug im Internet findet Sie hier:

https://www.polizei-beratung.de/presse/detailseite/missbrauchsdarstellungen-sexting-cybergrooming-praeventionstipps-der-polizei-fuer-kinder-und-jugendliche/

https://www.polizei-beratung.de/presse/detailseite/online-betruegern-nicht-ins-netz-gehen/

Verkehrsunfalldienst

Schwerer Verkehrsunfall in Hemmingen-Arnum: Ein Schwerverletzter und drei Leichtverletzte

7. Februar 2024/in Polizei

Ampelausfall führt zu Kollision an Kreuzung: Vier Personen bei Unfall in Arnum verletzt

HANNOVER (redu). Bei einem schweren Verkehrsunfall im Hemminger Ortsteil Arnum wurden am Dienstag, den 6. Februar 2024, ein 52-jähriger Autofahrer schwer und drei weitere Personen leicht verletzt. Ein Ausfall der Ampelanlage an der Kreuzung Hiddestorfer Straße/Bundesstraße 3 (B 3) führte zur Kollision zweier Pkw.

In Hemmingen-Arnum ereignete sich am Dienstagabend ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 52-jähriger Mann schwer verletzt wurde. Zudem erlitten zwei 13-jährige Kinder und eine 18-jährige Fahrerin leichte Verletzungen. Der Unfall fand an der Kreuzung Hiddestorfer Straße/B 3 statt, wo die beteiligten Fahrzeuge, ein VW Touran und ein Opel, aufgrund eines Ampelausfalls kollidierten.

Die 18-jährige Fahrerin aus Hemmingen war gegen 19:20 Uhr auf der Hiddestorfer Straße unterwegs, während der 52-jährige Fahrer aus Freden mit seinen Töchtern die B 3 befuhr. Beide Fahrzeugführer hatten vor, den Kreuzungsbereich zu überqueren, als es zum Zusammenstoß kam. Die Schwere der Verletzungen des 52-Jährigen verdeutlicht die Tragweite des Unfalls, während die anderen Unfallbeteiligten glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitten.

Die Unfallstelle musste für rund zwei Stunden voll gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 13.700 Euro.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen des Geschehens. Personen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden. Diese Informationen könnten entscheidend zur Aufklärung der Unfallursache beitragen.

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