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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Vekehrsunfalldienst

Sprinter stößt frontal mit Kleinbus zusammen

20. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montagnachmittag, 19.09.2022, ist ein Mercedes Sprinter auf der L 389 bei Linderte gegen 16:15 Uhr mit einem Ford Kleinbus frontal zusammengestoßen. Dabei wurden vier Insassen schwer verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr der 44-jährige Fahrer eines Mercedes Sprinters mit seinem 63-jährigen Beifahrer gegen 16:15 Uhr auf der L 389 aus Richtung Linderte kommend. Etwa 900 Meter nach dem Ortsausgang verlor der 44-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet nach links in den Gegenverkehr.

Dort war gerade die 62-jährige Fahrerin eines Ford Transit Tourneo mit ihrer 55-jährigen Beifahrerin aus Richtung Hiddestorf unterwegs. Beide Fahrzeuge stießen frontal zusammen, sodass alle Insassen schwer verletzt wurden. Rettungskräfte brachten die Personen in Krankenhäuser. Die L 389 musste bis 19:30 Uhr für den Rettungseinsatz und zur Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Es entstand darüber hinaus ein Sachschaden von geschätzten 13.500 Euro.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Gemeinsame Gewerbekontrollen von Polizei, Hauptzollamt, Landesdatenschutzbehörde sowie kommunalen Behörden

19. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Zur Bekämpfung krimineller Strukturen und Ahndung von Verstößen hat die Polizei Hannover am Samstag, 17.09.2022, im Schulterschluss mit dem Hauptzollamt sowie kommunalen Behörden in der Landeshauptstadt und im Umland diverse Bars und Restaurants kontrolliert. Dabei wurden zahlreiche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt, die nun Ermittlungsverfahren zur Folge haben.

Bei den Kontrollen in der Landeshauptstadt wurde in fünf Fällen in sogenannten Shisha-Bars unversteuerter Wasserpfeifentabak aufgefunden und beschlagnahmt. Teilweise waren die Substanzen in verschlossenen Räumen und Tresoren eingeschlossen. In einem Fall weigerte sich der Besitzer zunächst den Tresor zu öffnen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung gab der Beteiligte den dazugehörigen Schlüssel an die Beamten heraus. Die Betreiber erwarten nun Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

In drei Etablissements bestand der Verdacht bauordnungsrechtlicher Verstöße, so dass eine Mitteilung an die Landeshauptstadt gefertigt wurde. In zwei Fällen beschlossen die Betreiber, ihre Lokalitäten noch im Laufe des Abends zu schließen. In einem dieser Betriebe wurde in Abstimmung mit der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover eine lebensgefährliche Feuerstelle zum Anzünden von Shisha-Kohle und dadurch stark erhöhte CO-Werte ohne ausreichende Belüftung festgestellt.

In zwei Fällen wurde eine unzulässige Videoüberwachung festgestellt. Zudem registrierten die Einsatzkräfte Verstöße gegen das Jugendschutz-, das Nichtraucherschutzgesetz sowie das Lebensmittelrecht. Auch bestand in zwei Fällen der Verdacht, dass gegen die Spielverordnung verstoßen wurde. Es wurden jeweils Verfahren eingeleitet.

Am Rande der Kontrollen in der Innenstadt, Linden-Mitte sowie in Badenstedt fertigten die Einsatzkräfte zudem zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Mitführens von Einhandmessern, ein offener Haftbefehl wurde vollstreckt. Zudem mussten bei der Kontrolle eines Lokals sieben Platzverweise gegen ehemalige Gäste ausgesprochen werden, die sich gegenüber den Beamtinnen und Beamten aggressiv zeigten. Außerdem wurden in einem Fall bei einer kontrollierten Person geringe Mengen Marihuana gefunden und beschlagnahmt.

Auch den Kontrollen von Gewerbebetrieben im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Burgdorf wurden die Einsatzkräfte mehrfach fündig: In Lokalen und an Verkaufsstellen in Burgdorf, Langenhagen, Lehrte und Großburgwedel wurde unter anderem dreimal mutmaßlich unversteuerter Tabak gefunden, mehrere Verstöße im Zusammenhang mit Glücksspiel (Spielverordnung, Glücksspielgesetz, Spielhallengesetz), Verstöße gegen das Jugendschutz- und Nichtraucherschutzgesetz sowie gegen die Datenschutzgrundverordnung aufgrund unerlaubter Videoüberwachung verzeichnet.

In einem Fall wurde eine unerlaubte Spielhalle festgestellt und das gesamte Objekt geschlossen und versiegelt. Die Ermittlungen dazu dauern an. Tabak wurde beschlagnahmt und jeweils entsprechende Verfahren eingeleitet. Zudem registrierte das Gewerbeaufsichtsamt in insgesamt sieben Lokalitäten Verstöße gegen die geltenden Auflagen und Verordnungen.

Erst Ende August hatten mehrere Behörden und Kommunen eine Kooperationsvereinbarung zur engmaschigeren Bekämpfung krimineller Clan-Strukturen unterzeichnet und sich gegenseitig zugesagt, fortan noch stärker im Schulterschluss zu agieren, um eine Verfestigung der Strukturen zu verhindern.

Fahrzeug des Verkehrsunfalldienstes© Bernd Günther

Kollision bei Springe: Auto prallt gegen Baum

19. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Bei einem Autounfall auf der Hamelner Straße bei Springe ist am Sonntag, 18.09.2022, ein 22-jähriger Mann ums Leben gekommen. Sein Auto war aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Hannover befuhr der 22-Jährige am späten Sonntagabend gegen 21:55 Uhr mit seinem VW Golf die Hamelner Straße von der Domäne Dahle kommend in Richtung Springe. Beim Durchfahren einer langgezogenen Rechtskurve kam das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab.

Das Auto drehte sich und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum neben dem rechten Fahrbahnrand. Der 22-Jährige erlitt bei dem Aufprall so schwere Verletzungen, dass er trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen am Unfallort starb. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 2.500 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Öffentlichkeitsfahnung Vermisste Seniorin

Frau aus Burgwedel vermisst

15. September 2022/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots). Die Polizei Hannover sucht nach einer seit Sonntag, 11.09.2022, vermissten Frau aus Burgwedel. Es wird in alle Richtungen ermittelt. Nach einer ersten Auswertung der Spuren ist nicht auszuschließen, dass die 56-Jährige Opfer einer Gewalttat geworden sein könnte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen war die 56-Jährige am Sonntagvormittag, 11.09.2022, mit einer Freundin verabredet, zu diesem Treffen jedoch nicht erschienen. Am Montag machte sich die Bekannte so große Sorgen um die Verschwundene, dass sie die Polizei informierte. Die Spurenlage am Wohnort der Frau an der Straße „Am Würmsee“ sowie die Gesamtumstände ihres Verschwindens lassen jedoch nicht ausschließen, dass die 56-Jährige einer Gewalttat zum Opfer gefallen sein könnte. Aktuell ermittelt die Polizei jedoch in alle Richtungen.

Die Ermittler erhoffen sich Hinweise von Zeugen zum Verbleib der Burgwedelerin beziehungsweise zu den Umständen ihres Verschwindens. Zuletzt wurde sie am Samstagabend, 10.09.2022, gesehen.

Frau aus Burgwedel vermisst – Vermisste

Vermisste (c) Polizeidirektion Hannover

Die Frau ist 56 Jahre alt und von schlanker Statur. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie schulterlange, blonde und gelockte Haare.

Frau aus Burgwedel vermisst – PkwderVermissten scaled

Pkw der Vermissten

Unter Umständen fiel Zeugen auch der Pkw der 56-Jährigen auf. Hierbei handelt es sich um einen schwarzen Mercedes Kombi, eine C 180 T-Limousine.

Die Polizei fragt: Wer hielt sich am Samstag in der Zeit von 18:00 Uhr bis 24:00 Uhr im Bereich des Würmsees auf? Da das Grundstück unweit vom Würmsee entfernt liegt, waren in dieser Zeit möglicherweise auch Angler an dem Gewässer unterwegs.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.

Bundespolizei zum Derby Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig – Bundespolizei am Fischerhof

Bundespolizei zum Derby Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig

11. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Die Bundespolizeiinspektion Hannover war mit etwas mehr 400 Einsatzkräften im heutigen Derby-Einsatz. Darunter Einsatzeinheiten der Bundesbereitschaftspolizei aus Blumberg, Bad Düben, Uelzen und Duderstadt. Auch Diensthundeführer und ein Polizeihubschrauber aus Gifhorn waren im Einsatz.

Ab Braunschweig verkehrte ein Entlastungszug der Westfalenbahn direkt zum Haltepunkt Hannover-Linden/Fischerhof und zurück, mit einer Kapazität von 1.200 Personen. Der Zug war ausgelastet, unter anderem mit dem Großteil der Braunschweiger Risikofan-Szene. Rund 1.000 weitere Eintracht-Fans reisten mit Regelzugverbindungen über den Hauptbahnhof Hannover.

Auch 12.000 Fans von Hannover 96 aus dem Umland fuhren mit der Bahn zum Spiel.

Die besondere Herausforderung der Bundespolizei bestand darin, eine Vermischung oder ein Aufeinandertreffen der Risikofans beider Vereine in der An- und Abreisephase mit der Bahn zu verhindern. Das erfolgte durch eine konsequente Fansteuerung und -trennung sowie durch polizeiliche Begleitung, aber auch durch gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zwischen Bundes- und Landespolizei.

„Die An- und Abreise beider Fangruppen verlief problemfrei, ohne größere Vorkommnisse. Ein Lob an die bahnreisenden Fußballfans aus Braunschweig und auch aus dem Hannoverschen Umfeld. Soweit die sportliche Rivalität nur auf dem Rasen ausgetragen wird, machen Fußballbegegnungen für alle noch mehr Freude“, so der Einsatzleiter der Bundespolizei, Polizeidirektor Martin Kröger.

Polizei Mannschaftswagen

Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig: Polizei zieht positive Einsatzbilanz

11. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 10.09.2022, hat das Fußballspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig in Hannover stattgefunden. Die Polizei begleitete das Derby und gewährleistete einen weitestgehend störungsfreien Verlauf des Fußballspiels.

Bereits am frühen Vormittag versammelte sich die hannoversche Heim-Fanszene im Bereich der Markthalle in der Innenstadt. Einzelne Personen zündeten dort bereits Nebeltöpfe und Pyrotechnik. Durch den anschließenden Fanmarsch zum Stadion über die Culemannstraße und das Arthur-Menge Ufer kam es zwar zu geplanten Verkehrsbeeinträchtigungen – die Anreise der Gastfans über den Bahnhof Fischerhof verlief friedlich und störungsfrei.

Beim Einlass ins Stadion umgingen einzelne Personen die Kontrollstellen am Nordeingang, indem sie auch über die Drehkreuze kletterten und sich in die Fanblöcke begaben.

Zwischen zwei Personengruppen entwickelte sich im Bereich der Robert-Enke-Straße eine körperliche Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf erlitt ein 30-Jähriger eine Kopfplatzwunde. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Die heutige Begegnung in der zweiten Fußball-Bundesliga zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig wurde um 13:00 Uhr in der Heinz von Heiden Arena ausgetragen, zu dem etwa 42.000 Fans erschienen. Währenddessen vermummten sich mehrere Personen in den Fanblöcken von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig und zündeten Pyrotechnik. Aufgrund von pyrotechnischen Gegenständen auf dem Spielfeld kam es zu zwei kurzen Spielunterbrechungen in der ersten Halbzeit. Außerdem wurden Glastrennwände im Bereich der Gästefanblocks beschädigt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung zunächst gegen Unbekannt eingeleitet.

Der Gesamteinsatzleiter, Leitender Polizeidirektor Detlef Hoffmann, zog eine positive Bilanz: „Der Einsatztag für die Polizei verlief sehr friedlich, sodass die Fans beider Vereine ein ausgeglichenes Fußballspiel erleben konnten. Unser Sicherheitskonzept ging dabei voll auf und konnte das gewährleisten, was heute im Vordergrund stand – eine störungsfreie Sportveranstaltung. Mein Dank gilt den friedlichen Fußballfans und den zahlreichen Beamtinnen und Beamten, die heute für die Sicherheit in der hannoverschen Innenstadt und im Stadion gesorgt haben.“

In einer ersten Bilanz am Samstagabend wurden fünf Strafverfahren in Zusammenhang mit dem Derby registriert, darunter Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz/Sprengverordnung, Sachbeschädigung und Verdacht der gefährlichen Körperverletzung.

Fahrzeug des Verkehrsunfalldienstes© Bernd Günther

Vier Tote und fünf Verletzte bei Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 217

9. September 2022/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots/red). Beim Zusammenstoß zweier Pkw auf der Bundesstraße (B) 217 zwischen Ronnenberg und Weetzen sind am Mittwoch, 07.09.2022, zwei Menschen getötet und sieben weitere teils lebensgefährlich verletzt worden. Ausgelöst hatte den Unfall der Fahrer eines VW Golf, der aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten war.

Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Hannover befuhr ein junger männlicher Fahrer eines VW Golf am Montagabend gegen 19:25 Uhr die B 217 aus Richtung Springe kommend in Richtung Hannover. In Höhe Weetzen kam der Mann aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Der 43-jährige Fahrer eines entgegenkommenden Mercedes GLS versuchte noch auszuweichen, es kam jedoch zum Frontalzusammenstoß beider Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit auf der Fahrbahnseite in Richtung Springe.

Infolge der bei der Kollision erlittenen Verletzungen verstarb ein 17-jähriger Insasse des VW Golf noch am Unfallort. Ein weiterer, 18-jähriger Insasse starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Ein dritter, 19 Jahre alter Mann aus dem Golf erlitt lebensgefährliche Verletzungen, der junge Fahrzeugführer wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Die Identität des Fahrers konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden.

Der Fahrer des Mercedes erlitt leichte Verletzungen, ebenso ein zwei Jahre altes Mädchen. Zwei 37 und 73 Jahre alte Mitfahrerinnen sowie ein 76 Jahre alter Insasse kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser.

Aufgrund der Vielzahl von Verletzten war ein Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz. Unter anderem flogen drei Rettungshubschrauber die Unfallstelle an und transportierten Verletzte in Krankenhäuser. Die Bundesstraße blieb infolge des Unfalls bis in die Nacht hinein gesperrt. Den Schaden beziffert die Polizei mit 57.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Im Zuge von Nachsorgemaßnahmen für Rettungskräfte kam auch die Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Region Hannover e.V. mit drei Einsatzkräften als Unterstützung zum Einsatz.

Nachtragsmeldung 08.09.2022: Weiterer Insasse nach schwerem Unfall auf Bundesstraße 217 verstorben

(ots). Infolge eines schweren Unfalls auf der Bundesstraße (B) 217 nahe Weetzen ist am Donnerstag, 08.09.2022, ein weiterer Insasse seinen Verletzungen erlegen. Der 18-Jährige verstarb einen Tag nach der Kollision zweier Fahrzeuge im Krankenhaus. Nach dem Unfall am Mittwochabend waren bereits zwei 17 und 19 Jahre alte Insassen eines beteiligten VW Golf verstorben. Der 20 Jahre alte Fahrer lag am Donnerstag noch mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Nachtragsmeldung 09.09.2022: 20-jähriger Golf-Fahrer des schweren Unfalls auf Bundesstraße 217 verstorben

(ots) – Am Freitag, 09.09.2022, ist der Fahrer des VW Golf infolge des schweren Unfalls auf der Bundesstraße (B) 217 nahe Weetzen in der Nacht verstorben. Der 20-Jährige erlag zwei Tage nach der Kollision zweier Fahrzeuge im Krankenhaus seinen Verletzungen. Nach dem Unfall am Mittwochabend waren bereits die drei 17, 18 und 19 Jahre alten Insassen seines beteiligten VW Golf verstorben.

Streifenwagen mit Blaulicht

Mann gibt sich in Groß-Buchholz als Angehöriger eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus

7. September 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Ein falscher Polizeibeamter hat sich am Dienstagabend, 06.09.2022, unter einem Vorwand Zutritt zu einem Wohnhaus verschaffen wollen. Er stellte sich gegenüber eines 52-Jährigen als SEK-Beamter vor, hielt eine Schusswaffe in der Hand und wollte ins Wohnhaus gelangen. Dies misslang jedoch, sodass der falsche Polizist die Flucht ergriff.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Lahe klingelte gegen 21:30 Uhr eine unbekannte männliche Person an der Haustür eines 52-jährigen Hausbesitzers in der Habichtshorststraße in Groß-Buchholz. Der Mann gab an, Angehöriger des Spezialeinsatzkommandos zu sein und ins Haus zu müssen, um eine Person zu suchen. Dabei hielt er eine Schusswaffe in der Hand, bedrohte den 52-Jährigen damit jedoch nicht. Der Anwohner verweigerte den Zutritt zum Haus. Im Anschluss stieg die Person auf ein Fahrrad und fuhr vermutlich in Richtung Eilenriede davon. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief negativ.

Der Mann war etwa 30 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß und hatte eine schlanke Statur. Er trug einen Trainingsanzug, darüber eine dunkle taktische Einsatzweste und ein dunkles Basecap. Das Gesicht war teilweise mit einer Maske maskiert.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Amtsanmaßung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Lahe unter der Rufnummer 0511 109-3317 zu melden.

Stadt und Polizei rufen "Runden Tisch gegen Messervorfälle" ins Leben – Messerangriff

Stadt und Polizei rufen „Runden Tisch gegen Messervorfälle“ ins Leben

7. September 2022/in Hannover, Polizei

HANNOVER (ots). Die sogenannten Messervorfälle sind seit mehreren Monaten vermehrt im Fokus der medialen Berichterstattung und damit auch in der Wahrnehmung der Stadtgesellschaft. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) und die Polizei beschäftigen sich bereits seit 2019 mit diesem Thema, haben jetzt auf die Lage aber zusätzlich mit der Einrichtung eines „Runden Tisches“ reagiert.

2019 hatte der Rat der Stadt für den Bereich des Raschplatzes eine Verbotszone für gefährliche Gegenstände, die nicht unter das Waffengesetz fielen, eingerichtet. Zugleich war im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens verschiedener Partnerinnen und Partner im Projekt „bahnhof.sicher“ die Präsenz in diesem Bereich deutlich intensiviert. Seitdem wird zum Beispiel der Raschplatz stündlich bestreift.

Aufgrund der aktuellen Lagebewertung zu Delikten und Örtlichkeiten, bei denen Messer zum Einsatz kamen und des für dieses Jahr festzustellenden signifikanten Anstiegs in diesem Deliktsbereich, sehen LHH und Polizei weiteren Handlungsbedarf. Dies insbesondere, weil die pandemiebedingten Einschränkungen zurückgegangen sind und sich wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum aufhalten.

Ausweislich der polizeilichen Daten ereignen sich etwa die Hälfte der Fälle im öffentlichen Raum und hier insbesondere im Innenstadtbereich. In knapp 70 Prozent der Fälle sind die Täterinnen und Täter über 21 Jahre alt. Das bedeutet, dass in circa 30 Prozent der Fälle Jugendliche im Schulalter sowohl Täterinnen und Täter als auch Opfer sind. Über die repressiven Maßnahmen hinaus sollten daher präventive Ansätze verfolgt werden, zum Beispiel in Schulen beziehungsweise mit Jugendlichen. Zum Thema „Messer und Gewalt im Jugendalltag“ sollten tiefergehende Auseinandersetzungen mit den täter- und tatbezogenen Einflussfaktoren intensiviert werden.

Die Akteure des Runden Tisches kamen nach einer Situationsanalyse und einem ganzheitlichen Blick auf die Lage überein, die Treffen regelmäßig abzuhalten und fest zu etablieren. Die Institutionalisierung dieses Formats und den Austausch jenseits der eigenen intensiven Aktivitäten wird als zielführend erachtet, um Erkenntnisse und Entwicklungen zu diesem Phänomen auszutauschen, gemeinsam bewährte und neue Lösungen zu identifizieren und getroffene Maßnahmen sowie deren Wirkungen zu evaluieren. Erkennbar wurde bereits, dass neben repressiven Maßnahmen auch präventive Zielrichtungen erforderlich sind. In diesem Kontext kündigte die Polizei bereits eine Intensivierung von Informations- und Aufklärungsmaßnahmen an Schulen an.

Dr. Axel von der Ohe, zuständiger Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt, erklärte nach dem Auftakttreffen des Runden Tisches: „Wir müssen die von der Polizei zusammen getragenen Daten sehr ernst nehmen. Mich besorgt die Zunahme der Taten, genauso aber der Umstand, dass beinahe ein Drittel der Täterinnen und Täter jünger als 20 Jahre alt ist. Vor diesem Hintergrund dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen im Runden Tisch sehr kurzfristig geeignete präventive und repressive Maßnahmen entwickeln. Das von der Polizei heute präsentierte Material gibt uns dafür Argumente. Das gilt auch für die Ausweitung von Verbotszonen für gefährliche Gegenstände etwa auf den Bereich des Steintors oder des Marstalls“.

Detlef Hoffmann, Leiter der Polizeiinspektion Hannover: „Trotz der bereits seit geraumer Zeit verstärkten Maßnahmen wie Bestreifungen und Kontrollen von verdächtigen Personen, haben wir einen Anstieg im Bereich der Gewaltdelikte mit Messern verzeichnet. Dieser Entwicklung, die gezielten Angriffe sowie Bedrohungen umfasst, müssen wir Einhalt gebieten. Die Polizei und die Landeshauptstadt haben sich deshalb heute zugesagt, noch enger in einen ständigen Austausch darüber zu gehen, an welchen Stellen weitere Verschärfungen nötig und möglich sind.“

Neben Stadt und Polizei sind die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft Hannover, das Landeskriminalamt, das Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, die ÜSTRA, die Firma protec, das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (Defus) sowie der Kommunale Präventionsrat Teilnehmende des Runden Tisches.

Schwieriger Einsatz am Brocken im Harz – Polizeihubschrauber im Löscheinsatz© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Schwieriger Einsatz am Brocken im Harz

6. September 2022/in Niedersachsen, Polizei

HANNOVER (ots). Mit einer Einsatzmaschine vom Typ EC 135 sowie sieben Einsatzkräften, darunter jeweils zwei Piloten sowie Flugtechniker, unterstützt die Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen (PHuStN) die seit dem Wochenende andauernden Löscharbeiten in einem großen Waldgebiet am Brocken im Landkreis Harz. Neben sechs weiteren Hubschraubern der Landes- und Bundespolizei, der DRF, der Bundeswehr sowie zwei Löschflugzeugen aus Italien ist „Phoenix 97“ auch heute an der Seite von hunderten Bodenkräften im Dauereinsatz.

Unter Nutzung des an der Maschine angebrachten Außenlastbehälters („Bambi Bucket“) gelangen bislang rund 90 gezielte Abwürfe von jeweils rund 500 Liter Wasser auf den Flächenbrand im nur schwer zugänglichen Waldgebiet. Darüber hinaus transportierte der Helikopter im Rahmen mehrerer Flüge bereits 20 Spezialkräfte der Feuerwehr in die Nähe des großflächigen Brandorts.

„Erst seit dem vergangenen Sommer verfügt unsere Staffel über die zusätzliche Spezialtechnik und noch viel wichtiger: über erste professionell ausgebildete Besatzungen. Insofern freue ich mich sehr, dass unser Team nach vielen Trainings einen ersten wichtigen und wertvollen Beitrag zur Bekämpfung eines Wald- und Flächenbrands im Harz leisten kann“, sagte Polizeivizepräsident Uwe Lange heute in Hannover. Das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hat 2020 einen ergänzenden Aktionsplan vorgelegt, um Wald- und Vegetationsbrände noch wirksamer erkennen und bekämpfen zu können – auch aus der Luft. Dafür wurde erstmals die Ausrüstung eines außenlastfähigen Hubschraubers der PHuStN vom Typ EC 135 mit einem Lasthaken und Außenlastbehälter beauftragt.

Die Anforderung für den Einsatz am Harz erreichte die PHuStN am frühen Morgen des vergangenen Sonntags. Seitdem fliegt der Hubschrauber seine Einsätze tagsüber vom Wurmberger Speichersee zum Einsatzort und zurück. „Während der Tankstopps auf einem ehemaligen Schießstand nahe Elend erfahren unsere Besatzungen die nötige Unterstützung von versiertem Technikpersonal aus den eigenen Reihen am Boden. Damit gewährleisten wir ein optimales Zusammenspiel, um unser Einsatzmittel schnell, effektiv und sicher nutzen zu können“, so Stefan Bruns, Leiter der PHuStN.

Ob und inwieweit „Phoenix 97“ auch noch die kommenden Tage zum Einsatz kommt, ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Lage vor Ort.

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