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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Streifenwagen mit Blaulicht

Obdachloser wird beim Hauptbahnhof Hannover lebensgefährlich verletzt

20. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am frühen Freitagabend, 18.02.2022, wurde ein 31-Jähriger mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert. Im Bereich des Hauptbahnhofs Hannover schlug ihm eine unbekannte Person mutmaßlich mit einem Werkzeug auf den Kopf. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht Zeugen.

Nach aktuellen Erkenntnissen der Kriminalpolizei traf ein Zeuge den nur bedingt ansprechbaren 31-Jährigen gegen 17:00 Uhr blutüberströmt an einer Obdachlosenunterkunft an der Wörthstraße in Hannover an. Alarmierte Rettungskräfte versorgten den Verletzten vor Ort und transportierten ihn ins Krankenhaus. Medizinische Untersuchungen ergaben, dass der Mann lebensbedrohliche Kopfverletzungen aufwies. Krankenhausmitarbeiter verständigten daraufhin am Samstag gegen 01:00 Uhr die Polizei.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben bislang, dass der 31-Jährige mutmaßlich eine körperliche Auseinandersetzung im Ausgangsbereich des Hauptbahnhofs Hannover in Richtung Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) hatte. Noch am Sonntag ist der Mann nicht vernehmungsfähig. Der genaue Tathergang, die Tatzeit sowie der oder die unbekannten Täter sind noch zu ermitteln. Daher bittet die Kriminalpolizei Hannover um Zeugenhinweise.

Wer hat am Freitagnachmittag vor 17:00 Uhr eine entsprechende Auseinandersetzung gesehen? Der lebensgefährlich Verletzte trug zum Zeitpunkt seines Auffindens ein graues Everlast-Basecap, eine schwarze Softshelljacke mit der Aufschrift „Maverick Grand Canyon“, eine blaue Jeans und braune Schuhe. Neben einer Bauchtasche hatte er auch eine schwarze Umhängetasche von Adidas dabei.

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Polizei verhindert Schlägereien

20. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstagabend, 19.02.2022, haben sich nach einem Aufruf im Internet massenhaft Jugendliche am Kröpcke eingefunden, die sich schlagen wollten. Einsatzkräfte der Polizei verhinderten durch ihre Präsenz und ihr konsequentes Vorgehen eine größere Schlägerei.

Gegen 17:30 Uhr trafen am Kröpcke etwa 150 bis 200 Jugendliche ein, die offenbar zu körperlichen Auseinandersetzungen verabredet waren. Nach aktuellen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Hannover wurde in einem Online-Videoportal dazu aufgerufen. Besorgte Eltern meldeten sich parallel beim Polizeinotruf und berichteten von einer entsprechenden Challenge.

Durch die Präsenz der Polizeieinsatzkräfte splittete sich die Menge auf, in Gruppen von etwa 50 bis 70 Jugendlichen bewegten sie sich dann im Bereich der Fußgängerzone und des Hauptbahnhofs Hannover. Sie lieferten sich Laufspiele mit der Polizei und zündeten vereinzelt Böller. Dabei störten die Jugendlichen in teilweise aggressiver Stimmung zahlreiche Passanten, die in der Innenstadt ihre Einkäufe erledigten.

Ein 14-Jähriger beleidigte gegen 19:25 Uhr an der Bahnhofstraße einen Polizisten mit mehreren Schimpfworten. Als er identifiziert werden sollte, riss er sich aus dem Griff des Polizeibeamten los und leistete Widerstand. Daraufhin mobilisierten sich in kürzester Zeit erneut bis zu 200 Jugendliche, die sich am Festnahmeort einfanden und sich gegenüber dem 14-Jährigen solidarisierten. Verstärkte Einsatzkräfte drängten die Gruppe schließlich von den Geschäften weg in Richtung Kröpcke, wodurch leider aufgrund der unübersichtlichen Einsatzlage unvermeidbar auch vereinzelte Unbeteiligte mitbetroffen waren.

Im weiteren Verlauf stellten die Beamten die Identitäten der meist kooperativen Jugendlichen fest und sprachen Platzverweise für sie aus. Die Polizei nahm den 14-jährigen Widerständler für die Übergabe an die Eltern mit zum Polizeikommissariat Hannover-Mitte. Ein weiterer Jugendlicher (17 Jahre) beleidigte einen anderen Polizeibeamten. Sukzessive verließen die Jugendlichen bis etwa 23:00 Uhr die Innenstadt.

Versammlungen durch Polizei kontrolliert

Vier angezeigte Versammlungen im Stadtgebiet von Hannover verlaufen friedlich

19. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Mehrere angezeigte Versammlungen mit insgesamt mehreren hundert Teilnehmenden sind am Samstag, 19.02.2022, im Stadtgebiet von Hannover ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die versammlungsrechtlichen Aktionen zu begleiten.

Gleich vier ordnungsgemäß angezeigte Versammlungen haben am Samstagnachmittag in der Landeshauptstadt Hannover die Polizei beschäftigt.

Gegen 14:00 Uhr startete im Bereich des Pfarrlandplatzes ein Aufzug unter dem Motto „Demonstration und Gedenken an die Opfer von Hanau“ in Richtung Innenstadt. Auf einer festgelegten Route liefen in der Spitze 650 Teilnehmende zum Steintorplatz und folgten damit dem Aufruf einer Privatperson. Am Steintor schloss sich der Aufzug dann gegen 15:15 Uhr einer dort stationär durchgeführten Versammlung mit dem Motto „Zwei Jahre nach Hanau“ an. Die DIDF-Jugend Hannover hatte dazu aufgerufen. Da eine größere Zahl von Teilnehmenden der ersten Versammlung diese zwischenzeitlich verlassen hatten, befanden sich auf dem Steintorplatz in der Spitze rund 560 Personen. Gegen 16:26 Uhr wurde die Versammlung eigenständig beendet.

Um 14:35 Uhr setzte sich im hannoverschen Stadtteil Ricklingen ein Autokorso in Bewegung. 135 Teilnehmende in 80 Fahrzeugen fuhren unter dem Motto „Grundgesetz, Freiheit, Selbstbestimmung“ auf einer abgestimmten Route durch die Stadt und wieder zurück zum Startpunkt. Gegen 16:25 Uhr war der Korso beendet.

Um 15:20 Uhr setzte sich zudem ein Aufzug der Initiative „Walk to Freedom“ auf dem Opernplatz in Bewegung. Bis zu 135 Personen liefen auf einer festen Aufzugsstrecke durch die Innenstadt und wieder zurück zum Opernplatz. Nach einer Abschlusskundgebung erklärte die Versammlungsleitung die Aktion gegen 17:30 Uhr für beendet.

Abgesehen von kleineren verbalen Provokationen verlief auch der Aufzug vom Opernplatz weitgehend störungsfrei. Im Bereich der Schmiedestraße musste die Polizei einige Störer abdrängen, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern. Verletzt wurde niemand.

Tötungsdelikt in Isernhagen© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Tragisches Tötungsdelikt in Isernhagen KB

19. Februar 2022/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots) – Am Samstagmorgen, 19.02.2022, haben Rettungskräfte und diePolizei zwei leblose Männer mit Schusswunden in einem Haus in Isernhagen KB gefunden. Die Kriminalpolizei geht von einem erweiterten Suizid durch den Älteren der beiden Brüder aus.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover suchte ein Pflegedienstmitarbeiter gegen 08:25 Uhr das Einfamilienhaus an der Dorfstraße auf, um einen 59-Jährigen zu versorgen. Kurz darauf alarmierte er zunächst Rettungskräfte, da sich Hinweise auf eine hilflose Lage des Mannes ergaben. Sein Verdacht bestätigte sich, als die Feuerwehr in das Gebäude eindrang und den leblosen 59-Jährigen mit einer Schusswunde in seinem Pflegebett fand. Die Polizei sicherte das Gebäude und durchsuchte das Einfamilienhaus. Im Obergeschoss stieß die Polizei auf den ebenfalls toten 65-Jährigen Bruder des Mannes und auf die mutmaßliche Tatwaffe. Dieser wohnte ebenfalls in dem Haus.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass sich der Mann offenbar in suizidaler Absicht selbst erschoss.

Polizei Mannschaftswagen

Angezeigte Versammlung zieht durch Linden-Nord und ruft Gegenprotest auf den Plan

17. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Rund 150 Personen haben am Mittwochabend, 16.02.2022, im hannoverschen Stadtteil Linden-Nord im Rahmen einer angezeigten, sich fortbewegenden Versammlung gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Der Aufzug rief einen lautstarken Gegenprotest auf den Plan. Mit einem Großaufgebot konnte die Polizei einen größtenteils störungsfreien Verlauf der Versammlung sicherstellen.

Unter dem Motto „Walk to freedom – für Selbstbestimmung und gegen Zwang“ zeigte eine Privatperson für den Mittwochabend eine Versammlung in Linden-Nord an. Der Aufzug setzte sich kurz nach 18:30 Uhr am Küchengartenplatz in Bewegung, lief über Nebenstraßen parallel zur Limmerstraße und querte diese mehrmals. Rund 120 Gegendemonstrierende versuchten, den Aufzug zu stören, indem sie sich in kleinen Gruppen entlang der Route an den Knotenpunkten wie zum Beispiel auf der Limmerstraße zwischen der Albert- und Fortunastraße in den Weg stellten. Einsatzkräfte der Polizei mussten sie wiederholt ansprechen und teilweise abdrängen bzw. zur Seite schieben. Dadurch konnte das Aufeinandertreffen der Gegenparteien verhindert werden. Kurz nach 19:00 Uhr kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Versammlungsteilnehmenden und einem Störer. Grund dafür war eine entwendete Fahne. Die Polizei stellte die Identitäten der beiden Beteiligten fest und leitete entsprechende Verfahren gegen beide ein.

Im weiteren Verlauf trafen die Einsatzkräfte auf eine Gruppe von rund 20 Personen, die sich auf die Limmerstraße, zwischen Selmastraße und Fössestraße gesetzt hatten. Diese wurden als Versammlung deklariert, ein Versammlungsleiter gab sich jedoch nicht zu erkennen. Der Aufzug „Walk to freedom“ konnte an dieser Stelle störungsfrei vorbeigeführt werden. Auf dem Küchengartenplatz angekommen, wurde die Versammlung während einer Abschlusskundgebung durch laute Rufe gestört. Die Polizei forderte die Teilnehmenden des Gegenprotests daher mithilfe einer Lautsprecherdurchsage auf, Abstand zur Versammlung zu halten. Eine Polizeikette trennte die beiden Versammlungen voneinander. Der Gegenprotest löste sich anschließend auf, ehemalige Teilnehmenden entfernten sich in Kleingruppen in verschiedene Richtungen. Gegen 19:55 Uhr wurde die Versammlung eigenständig für beendet erklärt.

Die Polizei leitete an diesem Abend zwei Strafverfahren wegen Körperverletzung ein. Die Einsatzkräfte führten insgesamt 49 Gefährderansprachen und 72 Identitätsfeststellungen durch, erteilten einen Platzverweis und schlossen zwei Teilnehmer wegen eines wiederholt fehlenden Mund-Nase-Schutzes von der Veranstaltung aus. Diese müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz rechnen.

Symbolbild Kriminalpolizei

Trickdiebe geben sich als Telefondienst-Mitarbeiter aus

16. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Montagmittag, 14.02.2022, haben sich zwei Männer als Mitarbeiter eines Telefondienstes ausgegeben und so Zutritt zum Wohnhaus einer 79-Jährigen im Garbsener Ortsteil Havelse erhalten. Schließlich erlangten die Täter an Erspartes der Seniorin. Die Polizei sucht nun Zeugen und warnt insbesondere ältere Menschen erneut vor Trickdieben.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover klingelte ein gepflegt aussehender Mann am Montag gegen 11:45 Uhr an der Haustür eines Einfamilienhauses an der Waldstraße von Havelse. In Erwartung eines Besuchs öffnete die 79-Jährige Bewohnerin die Tür. Der Unbekannte stellte sich als Mitarbeiter eines deutschen Telefondienstes vor und hielt ein Klemmbrett mit entsprechendem Schriftzug in der Hand. Er gab vor, dass er aufgrund von erforderlichen Digitalisierungsarbeiten im Haus Leitungen und Anschlüsse überprüfen müsse. Die durch das Verhalten des Mannes überrumpelte Seniorin ließ ihn in ihr Haus. Ein zweiter Mittäter nutzte die angelehnte Tür und betrat ebenfalls das Wohnhaus. Nachdem sie sich ein Überblick im Haus verschafft hatten, beschäftigten sie die 79-Jährige mit vermeintlichen Überprüfungsarbeiten. Unter dem Vorwand noch etwas für die Arbeiten aus dem Auto holen zu müssen, verschwanden beide Täter schließlich mit einem braunen Karton und einem gemusterten schwarzen Koffer. Als das Duo weg war, bemerkte die Seniorin das Fehlen von Gold- und Sammlermünzen sowie von Bargeld und rief die Polizei.

Die Kriminalpolizei Hannover hat die Ermittlungen wegen Trickdiebstahls aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer hat die mutmaßlichen Täter oder das Fluchtfahrzeug gesehen? Gibt es weitere Betroffene? Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

Nach Zeugenangaben war der erste Täter adrett und gepflegt in seinem Äußeren. Frisch rasiert trug der etwa 30-Jährige eine vornehme tiefdunkelblau bis schwarze Manteljacke und eine dazu passende Stoffhose. Der schlanke hochdeutsch sprechende Mann hatte eine Kurzhaarfrisur mit brünett bis braunem Haar. Er ist etwa 1,80 Meter groß. Der zweite Täter wird auf etwa 30 bis 32 Jahre geschätzt. Der etwas kleinere Mann hat eine kräftigere Statur als der erste Täter und wirkte im Gesicht etwas voller. Dieser Mann ist dunkelhaarig und war zur Tatzeit ähnlich bekleidet.

Die Kriminalpolizei Hannover warnt insbesondere ältere Menschen, die besonders häufig von Trickdiebstählen in Wohnungen betroffen sind:

  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung oder Ihr Haus!
  • Lassen Sie sich (Lichtbild)Ausweise zeigen und versichern Sie sich im Zweifel telefonisch bei dem Arbeitgeber/ der Firma/ der Polizeidienststelle, ob Ihr Gegenüber tatsächlich der ist, der er vorgibt zu sein.
  • Lassen Sie sich nicht von einem gepflegten und seriösen Auftreten täuschen! Kriminelle scheuen keinen Aufwand, um an die Beute zu gelangen.

Weitere Tipps zu Trickdiebstählen in Wohnungen finden Sie hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/trickdiebstahl-in-wohnungen/

Polizei Mannschaftswagen

Polizei Hannover zieht Einsatzbilanz zu Versammlungen am Valentinstag

16. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 14.02.2022, sind in der Region und Landeshauptstadt Hannover mehrere angezeigte und nicht angezeigte Versammlungen größtenteils friedlich verlaufen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und ahndete Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

Gegen 17:30 Uhr fand am Kröpcke eine angezeigte stationäre Versammlung mit circa 40 Teilnehmenden der Organisation „Omas gegen Rechts“ statt. Die Versammlung verlief ohne besondere Vorkommnisse und wurde gegen 18:30 Uhr beendet.

Mehr als hundert Personen zogen gegen 17:45 Uhr im Rahmen einer angezeigten Versammlung unter dem Motto „Gemeinsam in die Offensive – gegen Verschwörungstheorien“ vom Weißekreuzplatz über die Lister Meile zum Opernplatz. Der Aufzug verlief zunächst störungsfrei. Nach der Beendigung der Kundgebung griff jedoch ein ehemaliger Versammlungsteilnehmer eine Person vom Informationsstand der Organisation „Die Basis“, der am Kröpcke aufgebaut war, an. Die Polizeikräfte nahmen den Angreifer, der erheblich Widerstand leistete, fest. Während der polizeilichen Maßnahme kam es zu einer Solidarisierung unter den ehemaligen Versammlungsteilnehmenden. Um die polizeilichen Maßnahmen abzusichern, bildeten die Einsatzkräfte eine Polizeikette. Die ehemaligen Versammlungsteilnehmenden gingen die Beamtinnen und Beamten verbal an und versuchten die Polizeikette zu durchbrechen. Daraufhin wurden einige der Personen durch die Einsatzkräfte zurückgedrängt. Dabei griff ein Mann einen Polizeibeamten an und verletzte ihn leicht. Die Polizei nahm den Angreifer fest und brachte ihn ins Polizeigewahrsam. Im weiteren Verlauf kam es zu einer wechselseitigen körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer weiteren Person aus der ehemaligen Versammlung und einer Person, die den Kritikern der Corona-Maßnahmen zugeordnet werden konnte. Beide Personen konnten im Nahbereich festgenommen werden. Nach erfolgter Identitätsfeststellung wurde beiden ein Platzverweis ausgesprochen und jeweils ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eröffnet.

Mehrmals am Abend musste die Polizei außerdem bei nicht angezeigten Versammlungen im Bereich Bertha-von-Suttner-Platz/Sallstraße und Podbielskistraße/Sutelstraße eingreifen. Dort trafen sich jeweils bis zu hundert Corona-Maßnahmen-Skeptiker. Beim Erblicken der ersten Polizeikräfte entfernten sich die Personen in unterschiedliche Richtungen.

Insgesamt führte die Polizei an diesem Abend elf Identitätsfeststellungen durch, eine Person musste durchsucht werden, elf Platzverweise wurden erteilt und drei vorläufige Festnahmen durchgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und drei Verfahren wegen Körperverletzung wurden eingeleitet. Zudem leitete die Polizei acht Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein.

In der Region Hannover verlief der Einsatz überwiegend störungsfrei. Im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Burgdorf konnte die Polizei an drei Standorten nicht angezeigte Versammlungen feststellen. Im Großburgwedel waren 15 Personen in mehreren Kleingruppen unterwegs. Die Einsatzkräfte ahndeten drei Verstöße wegen fehlenden Mund-Nase-Schutzes. In Sehnde wurden 40 Personen festgestellt und in Burgdorf waren fast 70 Personen unterwegs. In beiden Fällen musste die Polizei keine Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Garbsen stellten die Einsatzkräfte ebenfalls mehrere angezeigte und nicht angezeigte Versammlungen an den Standorten Ronnenberg, Springe, Wunstorf, Barsinghausen, Neustadt am Rübenberge und Garbsen fest. Insgesamt nahmen rund 450 Personen an den Versammlungen teil, die überwiegend friedlich verliefen. Lediglich in Seelze kam es zu einem Zwischenfall zwischen den eingesetzten Polizeikräften und den Versammlungsteilnehmenden. Während der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beamten von den Versammlungsteilnehmenden angefeindet. Doch die Lage konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Beamten ahndeten acht Ordnungswidrigkeiten und leiteten ein Verfahren wegen einer Beleidigung ein.

Streifenwagen mit Blaulicht

Unbekannter zündet gleich zwei Pkw in Bemerode an

15. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 14.02.2022, hat eine unbekannte Person einen BMW X4 und einen Opel Zafira am Krügerskamp im hannoverschen Stadtteil Bemerode in Brand gesteckt. Beide Pkw standen ordnungsgemäß geparkt in Parkbuchten am Straßenrand, sie erlitten Totalschaden. Nun sucht die Polizei Zeugen.

Nach aktuellen kriminalpolizeilichen Erkenntnissen klingelte gegen 06:45 Uhr eine Spaziergängerin bei Anwohnern am Krügerskamp und machte sie auf einen brennenden Opel Zafira aufmerksam. Das Heck des Pkw brannte lichterloh, wobei sich das Feuer bereits nach vorne ausbreitete. Zeitgleich bemerkte ein weiterer Zeuge einen am rechten Straßenrand zwischen Försterkamp und Honerkamp geparkten BMW X4, aus dem ebenfalls Flammen schlugen.

Die alarmierte Polizei traf kurz darauf in dem Wohngebiet ein und sicherte die Löscharbeiten der Feuerwehr, die nur wenige Minuten andauerten. Das Feuer am BMW beschädigte durch die Hitzeentwicklung auch einen hinter dem Pkw geparkten Skoda Fabia sowie eine Straßenlaterne. Nach ersten Schätzungen der Brandermittlerin liegt ein Gesamtschaden von etwa 45.000 Euro vor.

Die Brandortuntersuchungen haben ergeben, dass der oder die unbekannten Täter die Pkw in Brand setzten. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Hannover wegen zweier vorsätzlicher Brandstiftungen.

Die Polizei bittet Zeugen, die am Montagmorgen zwischen 06:30 Uhr und 06:45 Uhr verdächtige Beobachtungen am Tatort gemacht haben, sich zu melden. Hinweise auch zu weiteren verdächtigen Umständen im Zusammenhang mit geparkten Pkw am Krügerskamp können beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 gegeben werden.

Polizei Tagesreport

Linden-Süd: Gruppe Vermummter greift Fußballlokal nahe dem Stadion an

15. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Sonntag, 13.02.2022, haben etwa 60 bis 70 vermummte Personen ein Lokal an der Stadionbrücke in Hannover angegriffen. Randalierer warfen Stühle in Scheiben. Verletzt wurde niemand.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat sich am Sonntag gegen 13:30 Uhr eine etwa 60- bis 70-köpfige, teils mit Schals und Sturmhauben vermummte Personengruppe vor der Gaststätte versammelt. Als der Wirt die Gruppe bemerkte, sperrte er sofort die Eingangstüren ab. Daraufhin sammelten sich die Vermummten vor dem Lokal und provozierten die Gäste. Anschließend liefen sie in die Stammestraße, um an den rückwärtigen Bereich des Lokals zu gelangen. Dort befand sich ein aufgebautes Festzelt mit mehreren Fernsehern, um das anstehende Fußballspiel zu übertragen. In dem Zelt befanden sich mehrere Fans von Hannover 96, um das Spiel gegen den SV Darmstadt zu schauen.

Aus der vermummten Gruppe heraus nahmen Personen Steine und Stühle aus dem Außenbereich der Gaststätte auf und warfen damit auf die Glasscheiben des Zeltes, die dabei zu Bruch gingen. Die Gäste wurden bei dem Angriff nicht verletzt, flohen jedoch in den Hauptteil des Lokals. Kurz darauf flohen die Angreifer über die Stammestraße zu mehreren Autos und fuhren davon.

Ein Zeuge folgte den Flüchtenden und informierte die Polizei. Letztere stellte fünf mutmaßliche Täter auf einem Parkplatz der Bundesautobahn 7 in Fahrtrichtung Norden. Gegen sie und die unbekannten Vermummten wird nun wegen schweren Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt. Die Polizei beziffert den Sachschaden mit rund 12.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zu der Tat beziehungsweise zu Beteiligten geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Ricklingen unter der Telefonnummer 0511 109-3017 zu melden.

Bundesautobahn (BAB) 7: Pkw-Fahrer kollidiert mit Lkw-Sattelzug und verstirbt beim Unfall – VU A7 Wülferode© Carl-Marcus Müller

Bundesautobahn (BAB) 7: Pkw-Fahrer kollidiert mit Lkw-Sattelzug und verstirbt beim Unfall

10. Februar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Dienstagnachmittag, 08.02.2022, ist auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Hamburg auf Höhe der Raststätte Wülferode ein VW Touran in einen Lkw-Auflieger gefahren. Der Fahrer des Pkw verstarb infolge des Aufpralls noch am Unfallort.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr gegen 15:50 Uhr ein Mann in seinem VW Touran den linken Fahrstreifen der BAB 7 in Richtung Hamburg. Ein Zeuge befuhr mit seinem Fahrzeug die mittlere Spur. Nach seinen Angaben überholte der Touran ihn vor der Raststätte Wülferode über den linken Fahrstreifen und scherte dann unvermittelt über die mittlere auf die rechten Fahrspur. Dort stieß er ungebremst mit dem Heck eines langsamer vor ihm fahrenden Sattelzuges zusammen. Der 44-jährige Fahrer des Lkw bemerkte den Aufprall und bremste sofort. Dazu lenkte er aus dem fließenden Verkehr auf den Verzögerungsstreifen der Abfahrt zur Raststätte. Sein Sattelzug kam allerdings erst nach über 200 Metern zum Stillstand.

Der VW war beim Aufprall bis zum B-Holm unter den Auflieger geraten und hatte sich dort verkeilt. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den Fahrer aufwendig aus dem Auto bergen. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod des Mannes feststellen. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Derweil sperrten Polizeikräfte die BAB 2 in Fahrtrichtung Hamburg komplett und leiteten den Verkehr bis etwa 20:45 Uhr über die Anschlussstelle Laatzen ab.

Bei dem Unfall blieb der 44-jährige Lkw-Fahrer unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

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