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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Stop Polizei

Polizei verordnet Fernfahrer eine Zwangspause

10. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Die Autobahnpolizei Hannover hat einen völlig übermüdeten Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle eines Sattelzugs auf der BAB 2 in Höhe Varrelheide stellten die Einsatzkräfte am Freitag, 07.01.2022, fest, dass der Fahrer mehrere Fahrerkarten nutzte, um die Regelungen zu Lenk- und Ruhezeiten zu umgehen. Insgesamt saß er so rund 34 Stunden am Steuer.

Beamte der Autobahnpolizei haben am Freitagabend gegen 22:30 Uhr einen Sattelzug auf der BAB 2 einer Routinekontrolle unterzogen. Dazu lotste die Streife den in Richtung Berlin fahrenden Lkw auf den Parkplatz Varrelheide. Bei der Überprüfung der Papiere und der Fahrerdaten stellten die Polizisten erhebliche Verstöße gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten fest.

So fiel den Beamten auf, dass die von dem 52-jährigen Fahrer ausgehändigte Fahrerkarte, aus der die tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten hervorgehen, nicht mit seinen Personalien übereinstimmte. Es besteht der Verdacht, dass der Fahrer mehrfach zwei Fahrerkarten gegeneinander austauschte, um die gesetzlichen Regelungen unerlaubterweise zu umgehen. Wie die Ermittlungen der Polizei vor Ort ergaben, saß der 52-Jährige zum Zeitpunkt der Kontrolle bereits rund 34 Stunden am Steuer. Lediglich einmal legte er in dieser Zeit eine dreistündige und damit viel zu kurze Ruhepause ein.

Aufgrund der anzunehmenden Müdigkeit verordnete die Polizei dem Mann in der Folge eine elfstündige Zwangspause. Zudem leiteten die Beamten gegen den Mann ein Verfahren wegen Fälschens beweiserheblicher Daten ein, forderten die Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro und stellten die missbräuchlich genutzte Fahrerkarte sicher.

Polizei im Einsatz

Falsche Polizeibeamte in Langenhagen erbeuten Bargeld und einen Ausweis

9. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 05.01.2022, haben sich zwei Personen als Polizeibeamte ausgegeben und eine vermeintliche Verkehrskontrolle auf der Vahrenwalder Straße durchgeführt. Dabei erbeutete einer der falschen Beamten Bargeld im vierstelligen Bereich und den Ausweis eines Mannes.

Nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen fuhr gegen 11:30 Uhr ein 50-Jähriger auf der Vahrenwalder Straße im Stadtgebiet Langenhagen. Als ein weißer Ford-Focus neben ihm fuhr, hielt der Beifahrer einen augenscheinlichen Polizeiausweis aus dem Fenster und forderte den 50-Jährigen zum Anhalten auf.

Einer der falschen Polizeibeamten trat an das Auto des 50-Jährigen heran und gab vor, dass er von der Polizei wäre und eine Kontrolle durchführen wolle. Er fragte, ob der 50-Jährige Zigaretten, Alkohol oder Drogen im Auto dabei hätte. Dies verneinte der Mann. Anschließend holte der falsche Beamte einen vermeintlichen Drogendetektor aus seiner Tasche und ging damit um das Auto. Auch das Portemonnaie samt Inhalt des 50-Jährigen wurde überprüft. Dazu nahm der falsche Beamte einen Bargeldbetrag im vierstelligen Bereich sowie den Personalausweis des Kontrollierten heraus und lief damit zurück zum weißen Ford Focus, in dem sein Komplize die ganze Zeit wartete. Anschließend fuhren die Personen zügig davon. Daraufhin erstattete der 50-Jährige bei der Polizei eine Anzeige.

Den falschen Polizeibeamten, der die vermeintliche Kontrolle durchführte, beschrieb der Geschädigte als 1,75 Meter groß und mit schlanker Statur. Er hatte braune Augen und war glattrasiert. Außerdem trug er zivile dunkle Kleidung. Vom zweiten Tatverdächtigen liegt der Polizei keine verwertbare Beschreibung vor.

Die Polizei ermittelt nun wegen Trickdiebstahls und Amtsanmaßung und bittet Zeugen, die Hinweise zu dieser Tat geben können, sich beim Polizeikommissariat Nordstadt unter der Telefonnummer 0511 109-3115 zu melden.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Polizei Hannover blickt auf friedlichen Einsatztag im Stadtgebiet zurück

8. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Für Samstag, 08.01.2022, wurden der Polizei Hannover zwei Versammlungen im Stadtgebiet angezeigt. Diese verliefen weitestgehend störungsfrei und friedlich. In zwei Fällen von nicht angezeigten Versammlungen leitete die Behörde mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Etwa 250 Personen haben sich gegen 14:15 Uhr zu einer Versammlung mit dem Thema „In Gedenken: Gerechtigkeit für Sara, Rojbîn und Ronahî“ getroffen. Diese begann mit einer Auftaktkundgebung am Ernst-August-Platz auf der Ecke zur Bahnhofstraße, bevor die Teilnehmenden Richtung Klagesmarkt und von dort aus zum Königsworther Platz zogen, um sich wieder über den Königsworther Platz und das Steintor zum Opernplatz zu bewegen. Dort fand eine Abschlusskundgebung statt, die die Versammlung gegen 16:55 Uhr beendete. Sie war im Vorfeld von einer Privatperson angezeigt worden und verlief störungsfrei und ohne Verstöße.

Friedlich blieb es auch bei der Versammlung „Gerechtigkeit und Aufklärung für die Opfer des Flugzeugabsturzes im Iran am 08.01.2020“, zu der die Organisation „Internationales Komitee gegen Todesstrafe“ aufgerufen hatte. Ab 14:00 Uhr versammelten sich acht Personen auf der Ecke zwischen Georgstraße und Großer Packhofstraße, um einer Kundgebung zu folgen. Die Versammlung endete gegen 16:20 Uhr.

Zudem traf die Polizei zwei Personengruppen an, die im Vorfeld keine Versammlungen angezeigt hatten und von den Beamten als solche erklärten wurden.

Zunächst trafen sich rund 20 Personen um etwa 12:15 Uhr am Platz der Göttinger Sieben, um gegen die Schutz-Maßnahmen im Hinblick auf die Corona-Pandemie zu protestieren. Dabei verstießen die Teilnehmenden gegen die aktuellen Auflagen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen. Die Einsatzkräfte erfassten die Personalien der betroffenen Personen und leiteten insgesamt zehn Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Anschließend wurden sie von der Versammlung ausgeschlossen. Gegen 13:20 Uhr wurde diese beendet und die ehemaligen Teilnehmenden entfernten sich in Kleinstgruppen in unterschiedliche Richtungen.

Eine weitere nicht angezeigte Versammlung formierte sich am Kröpcke gegen 14:20 Uhr. Dort versammelten sich sieben Personen, von denen sechs keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung trugen und auch nicht tragen wollten. Auch in diesem Fall erfassten die Beamten die Personalien der Betroffenen und leiteten gegen diese sechs Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Anschließend wurden die ehemaligen Teilnehmenden von der Versammlung ausgeschlossen, welche um 14:30 Uhr als beendet erklärt wurde.

Polizei im Einsatz

Tanklaster kollidiert mit Autos auf der Bundesautobahn A2

7. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Freitagvormittag, 07.01.2022, ist ein Tanklastzug auf fünf Autos auf der BAB 2 in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Lehrte und Lehrte-Ost aufgefahren. Bei dem Unfall wurden vier Personen teils schwer verletzt. Für die Unfallaufnahme musste die Fahrbahn für mehrere Stunden gesperrt werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr gegen 08:50 Uhr ein 38 Jahre alter Mann mit seinem Tanklastzug, jedoch ohne Gefahrgut zu transportieren, die BAB 2 in Richtung Berlin. Zwischen den Anschlussstellen Lehrte und Lehrte-Ost fuhr er auf der rechten Spur aus bislang ungeklärten Gründen auf einen am Stauende stehenden BMW auf. Der BMW-Fahrer sah das Unglück von hinten anrollen und versuchte noch nach links auszuweichen. Jedoch kollidierte der Tanklastzug mit dem Heck des BMW. In der Folge fuhr der Tanklastzug auf der rechten Spur weiterhin auf einen gelben Audi A3 auf, dieser wurde nach vorne auf einen Citroen geschoben. Der Citroen kollidierte mit einem davorstehenden VW Golf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW Golf unter einem davorstehenden Sattelauflieger geschoben. Der 41-jährige Fahrer des gelben Audis, die 50-jährige Fahrerin des Citroens und der 23-jährige Fahrer des Golfs wurden schwer verletzt. Der Fahrer des Tanklastzuges erlitt einen Schock. Der 29-jährige Fahrer des BMW erlitten leichte Verletzungen. Alle Verletzten kamen für weitere medizinische Behandlungen in ein Krankenhaus. Im Einsatz befand sich auch ein Rettungshubschrauber. Für die Unfallaufnahme und Rettungsmaßnahmen war die BAB 2 in Richtung Berlin für etwa fünf Stunden gesperrt. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf circa 80.000 Euro.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalles eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen machen können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst unter der Rufnummer 0511 109-1888 zu melden.

Streifenwagen mit Blaulicht

Mutmaßlicher Autodieb in der Nordstadt auf frischer Tat ertappt

5. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). In der Montagnacht, 03.01.2022, hat eine Zeugin einen Mann in der Nordstadt dabei beobachtet, wie er ein fremdes Fahrzeug startete und wegfahren wollte. Die gerufene Polizei stellte den mutmaßlichen Täter und fand vermeintliches Diebesgut und Beweise aus mehreren anderen Straftaten. Nun sucht die Polizei Zeugen.

Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen beobachtete eine Zeugin gegen 23:40 Uhr, wie sich ein Mann mit einer Eisenstange an einem VW T5 Bulli am Schneiderberg zu schaffen machte. Aufgrund seines auffälligen Verhaltens ging die Beobachterin von einem Diebstahl aus und alarmierte die Polizei. Als die Beamten vorfuhren, hatte der 52-Jährige den VW Bulli bereits gestartet, stieg aber aus und flüchtete zu Fuß, als er die Polizei sah. Nach kurzer Verfolgung konnten die Einsatzkräfte ihn festnehmen.

Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten typisches Aufbruchwerkzeug. Im VW lagen weitere ähnliche Werkzeuge und außerdem diverse durchtrennte Fahrradschlösser. Weitere polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der VW Bulli bereits im November in der Calenberger Neustadt als gestohlen gemeldet wurde. Darüber hinaus war er mit Kennzeichen versehen, die ebenfalls im November in Linden-Mitte von einem Skoda als entwendet gemeldet wurden. Außerdem hatte der mutmaßliche Dieb scheinbar das Schloss eines hochwertigen Fahrrades in der Nähe geknackt und seine Beute neben den VW Bulli gestellt.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurde eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet und durchgeführt. Dabei fanden Polizeibeamte bei dem 52-Jährigen weitere Gegenstände, die mutmaßlich aus Diebstählen stammen. Darunter waren ein weiteres Fahrrad, welches im Dezember als gestohlen gemeldet wurde, ein fremder Impfausweis, 15 Mobiltelefone, diverse weitere Aufbruchgegenstände und hochwertige Werkzeuge, die vermutlich aus Diebstählen aus Berlin und Thüringen stammen.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der mutmaßliche Täter wieder entlassen, da aufgrund seines festen Wohnsitzes keine Fluchtgefahr bestand. Die Ermittlungsgruppe „Kfz“ ermittelt nun wegen schweren Diebstahls und Urkundenfälschung in mehreren Fällen.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu einer oder mehrerer Taten geben können, sich zu melden. Ebenso wird der Besitzer des in der Montagnacht gestohlenen Fahrrades gesucht. Hinweise können beim Polizeikommissariat Nordstadt unter der Telefonnummer 0511 109-3115 gegeben werden.

Versammlungen durch Polizei kontrolliert

Erneut zahlreiche Verstöße bei nicht angezeigten Versammlungen im Stadtgebiet von Hannover

4. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 03.01.2022, haben Einsatzkräfte mehrere nicht angezeigte Versammlungen im Stadtgebiet von Hannover festgestellt und die Teilnehmenden auf die geltenden Regeln zur Wahrung des Pandemieschutzes kontrolliert. Über 150 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet. Mehrere Personen leisteten körperlichen Widerstand.

Zwischen 18:00 Uhr und 21:00 Uhr versammelten sich mehrere Personengruppen an verschiedenen Plätzen wie dem Trammplatz, dem Friderikenplatz, dem Platz der Göttinger Sieben und dem Kröpcke. Mobile und stationäre Kontrollposten der Polizei nahmen diese frühzeitig wahr und kontrollierten die Teilnehmenden auf die seit dem 01.01.2022 geltende Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske auf Versammlungen.

An den im Verlauf des Abends elf nicht angezeigten Versammlungen nahmen Personen im unteren dreistelligen Bereich teil, wobei diese mitunter bei mehreren Versammlungen mitwirkten. Die Teilnehmenden einer Versammlung in der Georgstraße weigerten sich, die vorgeschriebene Maske zu tragen, weshalb die Polizei die Versammlung auflöste.

Durch die Einsatzkräfte wurden im Laufe des Abends insgesamt 111 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, weil die Betroffenen gegen Beschränkungen gemäß Niedersächsisches Versammlungsgesetz verstoßen hatten. Hinzu kamen 40 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Nichteinhaltung der geltenden Corona-Verordnung. Zudem verzeichnete die Polizei zwei Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und drei Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeivollzugsbeamte, ein Strafverfahren wegen einer versuchten Körperverletzung zum Nachteil eines Polizeibeamten und ein Strafverfahren wegen des Verletzens der Vertraulichkeit des nicht öffentlich gesprochenen Wortes.

Streifenwagen von Innen

Polizei Hannover geht gegen nicht angezeigte Versammlung vor und ahndet mehrere Verstöße gegen Maskenpflicht

2. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Sonntag, 02.01.2021, hat eine nicht angezeigte Versammlung einen Polizeieinsatz im Bereich des Maschsees ausgelöst. Einsatzkräfte stellten am Nachmittag bis zu 60 Personen fest, die sich zunächst nahe der Löwenbastion versammelt hatten. Fast alle Teilnehmenden trugen keine Mund-Nase-Bedeckung und erhielten Anzeigen.

Am Sonntagnachmittag gegen 14:50 Uhr zählte die Polizei an der Löwenbastion am Maschsee zunächst rund zehn Personen, die sich dort zu einer nicht angezeigten Versammlung zusammenfanden. Im weiteren Verlauf kamen in der Spitze etwa 50 weitere Teilnehmende hinzu. Die Polizei deklarierte die Gruppierung als nicht angezeigte Versammlung und bat um Bekanntgabe einer Versammlungsleitung. Kurz darauf erklärte eine 63-jährige Teilnehmerin, die Leitung übernehmen zu wollen. Als sie erfuhr, dass gegen sie wegen der Durchführung der nicht angezeigten Versammlung ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurde, trat sie von ihrer Funktion zurück. Die Anzeige gegen sie blieb dennoch bestehen.

Gegen 15:25 Uhr setzte sich ein Großteil der Teilnehmenden von der Löwenbastion aus in Richtung Norden in Bewegung. Dabei wurde die Gruppe stets von der Polizei begleitet. Zwischen dem Altenbekener Damm und der Geibelstraße wurde eine dann noch etwa 20-köpfige Gruppe gestoppt, in der nur eine Person wie vorgeschrieben eine FFP2-Maske trug.

Seit Samstag, 01.01.2021, regelt eine Allgemeinverfügung, dass bei allen Versammlungen im Stadtgebiet Hannovers Mund-Nase-Bedeckungen mit Schutzniveau FFP2 oder gleichwertig zu tragen sind. Im Rahmen des versammlungsrechtlichen Geschehens missachteten dies am Sonntag alle Teilnehmenden. Insgesamt 30 Personen konnten kontrolliert und namentlich bekannt gemacht werden. Gegen diese wurden in der Konsequenz Ordnungswidrigkeitsanzeigen eingeleitet. Zudem wurden sie von der Versammlung ausgeschlossen.

Am Rande der polizeilichen Maßnahmen traf ein Passant zudem eine Aussage mit volksverhetzendem Inhalt. Folgerichtig fertigte die Polizei gegen den 67 Jahre alten Tatverdächtigen eine Strafanzeige.

70-jähriger Bewohner steckt Treppenhaus und Wohnung in Mehrfamilienhaus in Brand – BGPress 9997© Bernd Günther

70-jähriger Bewohner steckt Treppenhaus und Wohnung in Mehrfamilienhaus in Brand

2. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Ein 70 Jahre alter Bewohner eines Mehrfamilienhauses steht im Verdacht, am Neujahrstag im hannoverschen Stadtteil Linden-Süd seine eigene Wohnung und auch Teile des Treppenhauses in Brand gesteckt zu haben. Mit Unterstützung der Polizei konnte die Feuerwehr den Mann aus dem Haus holen. Aufgrund psychischer Auffälligkeiten befindet er sich in einem Fachkrankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei bemerkten Zeugen am Samstagnachmittag, 01.01.2022, gegen 16:05 Uhr Rauch, der aus dem Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Charlottenstraße drang. Die Feuerwehr rückte an, um den Brand zu löschen. Dieser erstreckte sich inzwischen über eine Wohnung sowie das Treppenhaus.

Glücklicherweise befanden sich bis auf einen Mann in der zweiten Etage keine weiteren Bewohner in dem Gebäude. Im Zuge der Rettungsarbeiten stellte die Feuerwehr jedoch fest, dass sich der 70-Jährige in seiner brennenden Wohnung verbarrikadiert hatte und nicht retten lassen wollte. Mit Unterstützung der Polizei konnte die Feuerwehr den Mann schließlich in Sicherheit bringen. Er kam zunächst zur Behandlung ins Krankenhaus.

Im Rahmen erster Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass der 70-Jährige das Feuer sowohl in seiner Wohnung als auch im Treppenhaus vorsätzlich gelegt haben soll. Aufgrund dieser Erkenntnisse nahm ihn die Polizei vorläufig fest. Da der Verdächtige psychische Auffälligkeiten zeigte, wurde die Unterbringung in einem entsprechenden Fachkrankenhaus angeordnet.

Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden konnte noch nicht abschließend beziffert werden. Gegen den 70-Jährigen ermittelt die Polizei wegen besonders schwerer Brandstiftung.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Polizei Hannover kontrolliert Einhaltung der Allgemeinverfügung bei Versammlungen in der Landeshauptstadt Hannover

1. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Mit der nötigen Konsequenz bei Erkennen einer nicht angezeigten Versammlung, aber auch der gebotenen Sensibilität bei Bürgerinnen und Bürgern, die das Wetter am Neujahr genießen wollten, kontrollierten die Einsatzkräfte stationär und mobil im Stadtgebiet. Zwischen 12:00 Uhr und 16:15 Uhr wurden fünf nicht angezeigte Versammlungen um den Niedersächsischen Landtag mit insgesamt 15 Teilnehmenden festgestellt.

Gegen die Teilnehmenden leiteten die Einsatzkräfte Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Nicht-Tragens der seit heute vorgeschriebenen Mund-Nasen-Bedeckung bei – auch nicht angezeigten – Versammlungen in der Landeshauptstadt Hannover – ein. Da die Teilnehmenden auch keine solche Bedeckung aufsetzten, löste die Polizei die Versammlungen auf. Darüber hinaus fertigte die Polizei 24 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen Personen, die mit mehr als den zulässigen zwei Haushalten bei nicht vollständigem Impfschutz unterwegs waren. Im Stadtkern von Langenhagen stellte eine Streife gegen 15:55 Uhr circa 50 Person fest, die sich ohne Mund-Nasen-Bedeckung versammelten. Als weitere Kräfte knapp zehn Minuten später eintrafen, flüchteten die Personen, wurden aber vereinzelt in der Nähe wieder angetroffen. Da es für die Stadt Langenhagen keine Allgemeinverfügung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Versammlungen gibt, wird ihnen diesbezüglich keine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen.

Solche und ähnliche Schwerpunkteinsätze zur Eindämmung der Pandemie und der Wahrung des Infektionsschutzes bei Versammlungen werden auch in den kommenden Tagen im Gebiet der Landeshauptstadt Hannover stattfinden.

Polizei im Einsatz

Silvesternacht in Landeshauptstadt und Region verläuft relativ friedlich und weitestgehend störungsfrei

1. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Die Polizeidirektion Hannover zieht für die Silvesternacht eine positive Bilanz. Auch aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und damit verbundener Beschränkungen verlief die Nacht zum 01.01.2022 vergleichsweise friedlich. Dennoch leitete die Polizei mehrere Ermittlungsverfahren aufgrund diverser Straftaten und Verstöße ein.

Unterstützt durch Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen waren Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Besondere Dienste seit dem Silvesterabend in der Landeshauptstadt und der Region Hannover in großer Zahl präsent, um auf bekannt werdende Vorfälle zu reagieren beziehungsweise die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu überwachen.

Bereits gegen 19:00 Uhr war die Silvesterparty in einer Gaststätte an der Kramerstraße in der hannoverschen Innenstadt beendet. Die Polizei bemerkte bei einer Kontrolle, dass die Lokalität so voll war, dass keine Abstände zueinander eingehalten werden konnten. Trotz geltender Corona-Verordnung kontrollierte der Inhaber die Gäste nicht auf 3G-Nachweise. Diese trugen keine Mund-Nase-Bedeckungen, es fehlte das vorgeschrieben Hygienekonzept und auch Daten zur Kontaktnachverfolgung wurden nicht erhoben. Die Polizei zögerte nicht lang und verfügte die Schließung der Gaststätte.

Gegen 23:50 Uhr erhielt die Polizei einen Hinweis auf eine handfeste Auseinandersetzung zwischen drei Personen im Bereich des Marstalls in der hannoverschen Innenstadt. Ein Mann wurde hierbei verletzt und kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren ein.

Kurz nach Mitternacht reagierte die Polizei auf die Meldung von angeblich mehreren hundert Personen, die in der Böllerverbotszone im Bereich der Limmerstraße Pyrotechnik zünden sollen. Bei der nur wenige Minuten später erfolgten Überprüfung der Örtlichkeit bestätigte sich der Hinweis nicht. Dennoch verblieben Kräfte vor Ort, um die Einhaltung der Beschränkung zu überwachen.

Gegen 0:10 Uhr fiel der Polizei am Steintor ein Mann auf, der mutmaßlich sogenannte Polenböller zündete. Bei der Überprüfung des Mannes stießen die Einsatzkräfte auf weitere hochgefährliche Pyrotechnik und stellten fast drei Dutzend solcher Sprengkörper sicher. Der Mann erhielt einen Platzverweis und konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder gehen.

Gegen 0:30 Uhr wurde in der Georgstraße/Ecke Große Packhofstraße ein Polizeibeamter durch einen Betrunkenen zunächst beleidigt, kurz darauf zudem auch körperlich attackiert. Der Tatverdächtige wurde zu Boden gebracht. Gegen den Verdächtigen wurde eine Strafanzeige gefertigt.

Nur fünf Minuten später beleidigte ein Mann in der Oststadt einen Polizeibeamten und ergriff die Flucht. Nach kurzer Verfolgung wurde der Tatverdächtige an der Gartenstraße gestellt. In der Folge leistete der Mann Widerstand und wurde in Gewahrsam genommen. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Gegen 0:40 Uhr kam es am Kröpcke zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen drei Personen. Schnell herbeigeeilte Einsatzkräfte der Polizei konnten die Personen trennen und so eine weitere Eskalation verhindern. Verletzt wurde niemand.

Gegen 01:20 Uhr wurde in Neustadt am Rübenberge eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten an der Südstraße gemeldet. Dabei wurde auch ein Pkw beschädigt. Bei Eintreffen der Polizei versuchten mehrere Tatverdächtige mit Pkw zu flüchten. Die Polizei konnte mehrere mutmaßlich Tatbeteiligte vor Ort stellen. Diverse Strafverfahren wurden eingeleitet, unter anderem zwei wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zwei 19 und 55 Jahre alte Personen wurden aufgrund von Verletzungen beziehungsweise Unwohlseins zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Bei der Durchsetzung eines Platzverweises leistete zudem ein 47-jähriger Mann Widerstand, bei dem ein Beamter leicht verletzt wurde. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Verfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands eingeleitet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an.

Um 02:30 Uhr wollten Beamte im Rahmen der Streife einen 18-Jährigen am Kröpcke kontrollieren. Dieser zeigte sich jedoch von Beginn an aggressiv und unkooperativ und wollte seinen Ausweis nicht vorzeigen. Als der 18-Jährige nach dem Dokument durchsucht werden sollte, leistete er Widerstand und wurde durch die Beamten zu Boden gebracht. Dort trat und schlug er um sich. Durch einen Tritt wurde eine 35 Jahre alte Beamtin leicht verletzt. Ebenso ein 45 Jahre alter Beamter, der von dem Mann ins Gesicht geschlagen wurde. Auch beim Transport zum Polizeigewahrsam leistete der 18-Jährige weiter erheblichen Widerstand. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Verdächtigen 0,83 Promille. Gegen ihn wird nun wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, vorsätzlicher Körperverletzung sowie Beleidigung ermittelt.

Um 03:45 Uhr wurde im Bereich der Goethestraße eine vorsätzliche Körperverletzung bekannt. Aus bislang ungeklärten Gründen schlug ein 28-Jähriger einem 32-Jährigen, der auf dem Beifahrersitz eines Autos saß, durch die geöffnete Scheibe ins Gesicht. Dabei wurde auch das Fahrzeug beschädigt. Einsatzkräfte der Polizei konnten den Tatverdächtigen stellen und vorläufig festnehmen.

Gegen 04:25 Uhr erhielt die Polizei einen Hinweis auf eine gefährliche Körperverletzung an der Kreuzung Schillerstraße/Andreaestraße. Am Rande eines aus bislang ungeklärter Ursache eskalierten Streits zwischen zwei Personengruppen wurde ein 18-Jähriger von unbekannten Tätern zunächst ins Gesicht geschlagen. Durch die Wucht des Angriffs ging der Mann zu Boden und wurde anschließend getreten. Ein Rettungswagen brachte den Verletzen ins Krankenhaus.

In der Summe bilanzierte die Polizei Hannover im Zusammenhang mit dem Silvestereinsatz 48 Strafanzeigen, 34 Verstöße gegen Corona-Beschränkungen sowie 29 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen anderer Vergehen.

„Aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen ist die Silvesternacht auch in diesem Jahr deutlich ruhiger verlaufen“, bilanzierte Polizeirat Maik Zilien, der den Silvestereinsatz leitete, den Verlauf. „Es ist sehr erfreulich, dass trotz der nun bereits seit fast zwei Jahren andauernden pandemischen Ausnahmesituation die weitaus überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger auf größere Zusammenkünfte verzichtet und das neue Jahr vergleichsweise leise begrüßt hat. Wir danken allen Beteiligten und den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung“, sagte Maik Zilien.

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