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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen am Montagabend – BGPress 1900

Weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen am Montagabend

18. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (PM). Pistorius: „Die Polizei wird das Versammlungsrecht und seine Regeln weiterhin konsequent durchsetzen und Versammlungen, wenn nötig, in letzter Konsequenz auch auflösen“

Am gestrigen Montag (17.01.2022) kam es in Niedersachsen erneut zu einer Vielzahl von versammlungsrechtlichen Aktionen, bei denen die aktuellen politischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie thematisiert wurden. Der überwiegende Anteil der versammlungsrechtlichen Aktionen verlief friedlich und störungsfrei. Es mussten dabei knapp 700 Ordnungswidrigkeiten- und 42 Strafverfahren eingeleitet werden – die allermeisten davon im Rahmen der Veranstaltungen, die sich kritisch mit den aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auseinandersetzten.

Insgesamt nahmen etwa 11.550 Personen an 168 Versammlungen (davon 23 angemeldet) teil, die sich kritisch gegenüber den aktuellen Maßnahmen äußerten. In der vergangenen Woche hatte es noch 186 solcher Versammlungen gegeben, an denen rund 14.000 Personen teilgenommen hatten (davon waren 30 angemeldet gewesen). Zudem nahmen 5.350 Personen an 57 Versammlungen (davon waren 47 angemeldet) teil, die sich ausdrücklich gegen die Inhalte derartiger Versammlungen ausgesprochen haben. Das waren 20 Versammlungen mehr als in der vergangenen Woche.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Die nahezu gleichbleibend hohe Anzahl an Versammlungen, insbesondere an Montagen, belastet die Polizei Niedersachsen weiterhin stark. Die Kolleginnen und Kollegen versehen die sehr anspruchsvollen Einsätze hochprofessionell und mit großer Umsicht. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich auch im Namen aller Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen. Es gehen gerade in Niedersachsen zunehmend mehr Menschen auf die Straße, die sich gegen Corona-Leugner, selbsternannte Querdenker und sonstige Kritiker der Corona-Maßnahmen wenden. Die allermeisten dieser Versammlungen wurden vorher angemeldet, damit die Polizei sich gut darauf einstellen und diese Veranstaltungen angemessen begleiten kann. Das ist ein respektvoller Umgang miteinander und bildet einen deutlichen Kontrast zu den vermeintlichen ‚Spaziergängen‘ auf der anderen Seite. Erneut wurden seitens der Corona-Kritiker nach Verabredungen zumeist auf Telegram ganz bewusst Katz- und Maus-Spiele mit der Polizei veranstaltet. So etwas ist eine Verhöhnung der Polizei, eine Verächtlichmachung der Vertreterinnen und Vertreter unseres Rechtsstaates und damit unserer Demokratie. Das lassen wir nicht zu! Die Polizei wird weiterhin das Versammlungsrecht und seine Regeln konsequent durchsetzen und solche Versammlungen, wenn nötig, in letzter Konsequenz auch auflösen.“

Auch wenn viele der Versammlungen – trotz kritischer Nachfragen und Unmutsbekundungen gegenüber den eingesetzten Kräften – friedlich und weitestgehend störungsfrei verliefen, bleibt festzustellen, dass sich überall dort, wo sich die Teilnehmenden unkooperativ und ablehnend verhielten, auch eine zunehmende Aggressivität gegenüber den eingesetzten Kräften zeigte. In nahezu allen Teilen des Landes war zu beobachten, dass offenkundig das Ziel verfolgt wurde, durch eine möglichst große Zahl von Versammlungen oder durch das bewusste Aufteilen in Kleingruppen die Einsatzkräfte der Polizei quantitativ zu überfordern, um letztlich möglichst unbehelligt zu bleiben. Zudem wurde oft jeglicher Kontakt und jede Kommunikation mit der Polizei vermieden und in der Regel eine sofortige Richtungsänderung oder Aufteilung in viele Kleinstgruppen vorgenommen, um sich kurz darauf an anderer Stelle erneut zahlreich zu versammeln. Wenn die Polizei bei erkannten Verstößen Eingriffsmaßnahmen durchführte, solidarisierten sich mehrfach Teilnehmende mit den Verursachern und bedrängten die Einsatzkräften. Musste die Polizei bei Zuwiderhandlungen gegen polizeiliche Weisungen körperlichen Zwang anwenden, kam es in manchen Fällen außerdem zu Widerstandsdelikten und tätlichen Angriffen gegen die Beamtinnen und Beamten. Insgesamt wurden gestern im Rahmen der Versammlungen insgesamt 16 Widerstände verzeichnet, bei denen vier Polizistinnen und Polizisten leicht verletzt wurden. In einigen Städten hat die Polizei einzelne Teilnehmende, die hartnäckig gegen Auflagen verstießen und sich auch nach mehrfacher Ansprache nicht einsichtig zeigten, von den Versammlungen ausgeschlossen. Vereinzelt musste die Polizei Versammlungen sogar auflösen, u.a. in Celle und Stadthagen, weil die Menge den polizeilichen Aufforderungen wiederholt nicht nachkam.

Landespolizeipräsident Axel Brockmann: „Die Polizei hat auch an diesem Montag wieder zahlreiche Demonstrationen mit einem großen Kräfteaufgebot begleitet. Insgesamt waren fast 4.000 im Einsatz, darunter auch zwei Hundertschaften der Bundespolizei. Natürlich ist es für die Polizeikräfte bei dieser Menge an Versammlungen und dem offensichtlich gesteuerten Verhalten der Demonstrierenden nicht an allen Orten möglich, jeden Verstoß unmittelbar zu ahnden. Daher wird die Polizei auch weiterhin Schwerpunkte immer dort setzen, wo es zu schwerwiegenden Verstößen, Übergriffen und Straftaten kommt. Zudem haben wir in den letzten Wochen gute Erfahrungen mit der Videodokumentation von Verstößen gemacht. In vielen Fällen konnten bereits im Nachhinein die Verantwortlichen ermittelt werden. Erneut wurden bei einigen Versammlungsteilnehmern auch verbotene und gefährliche Gegenstände aufgefunden, darunter Reizstoffsprühgeräte, Messer und andere Hieb- oder Stoßwaffen. Das macht noch einmal sehr deutlich, dass nicht alle mit friedlichen Absichten an diesen Versammlungen teilnehmen.“

Polizei im Einsatz

Uetze: Bauarbeiter stürzt in einem Windrad in die Tiefe und stirbt

17. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 17.01.2022, ist ein 22-jähriger Bauarbeiter in einem Windrad im entstehenden Windpark Uetze Wilhelmshöhe in die Tiefe gestürzt. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Die Kripo ermittelt gemeinsam mit der Gewerbeaufsicht nach der Ursache des tragischen Geschehens.

Nach aktuellen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover stürzte der 22-Jährige am Montagmittag gegen 11:45 Uhr im Inneren eines Windrades einige Meter in die Tiefe. Andere anwesende Mitarbeitende leisteten erste Hilfe und alarmierten die Rettung. Die Verletzungen waren jedoch so schwer, dass der Mann noch vor Ort verstarb.

Rettungskräfte sowie Mitarbeiter des Windkraftanlagenbauers waren aufgrund des tragischen Betriebsunfalls teilweise selbst auf medizinische Versorgung angewiesen.

Die Ermittlungen zur Todesursache leitete die Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeaufsichtsamt noch am Montag ein. Die genauen Hintergründe des Geschehens sind Gegenstand der Ermittlungen, welche noch andauern.

Symbolbild Kriminalpolizei

Polizei findet Marihuana-Plantage in Wohnung eines 27-jährigen Mieters

17. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Bereits am Donnerstag, 13.01.2022, hat die Polizei Hannover 349 Marihuana-Pflanzen und weitere Betäubungsmittel in einer Wohnung am Davenstedter Markt gefunden. Die Räume wurden ausschließlich zum Betäubungsmittelanbau genutzt. Gegen den 27-jährigen Mieter der Wohnung ermittelt die Polizei nun wegen Drogenhandels.

Nach aktuellen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover ging von der Wohnung am Davenstedter Markt Marihuana-Geruch aus, weshalb Nachbarn der Polizei einen Hinweis gaben. Erste Ermittlungen vor Ort bestätigten den Verdacht. In der von der Polizei mit einem Richterbeschluss durchsuchten Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine professionell betriebene Marihuana-Plantage mit 349 Pflanzen. Neben der umfangreichen technischen Ausstattung und den Pflanzen beschlagnahmten sie Amphetamine, bereits geerntetes Marihuana, Kokain, Haschisch und Opiate. Personen traf die Polizei nicht an.

Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf den 27-jährigen Mieter und auf seinen Aufenthalt in Oberricklingen. In einer Wohnung suchten die Beamten noch in der Nacht nach dem Mann, konnten ihn jedoch nicht finden.

Die Kriminalpolizei Hannover ermittelt in dieser Sache wegen unerlaubten Handelns in nicht geringen Mengen mit Marihuana gegen den 27-Jährigen. Die Ermittlungen dauern an.

Angezeigte Versammlung mit bis zu 2.500 Teilnehmenden auf dem Opernplatz verläuft friedlich – Demo Opernplatz IG Metall© Erik Günther

Angezeigte Versammlung mit bis zu 2.500 Teilnehmenden auf dem Opernplatz verläuft friedlich

14. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Die Polizei Hannover hat am Freitag, 14.01.2022, eine positive Bilanz des Einsatzes wegen einer angezeigten Versammlung auf dem Opernplatz gezogen. An der vor dem Kontext der Corona-Pandemie durch den Freundeskreis Hannover organisierten Mahnwache beteiligten sich in der Spitze 2.500 Personen. Die Versammlung verlief friedlich und ohne Störungen.

Am Freitagnachmittag gegen 16:30 Uhr versammelten sich auf dem Opernplatz in der hannoverschen Innenstadt zunächst mehrere Hundert Personen. Sie waren einem Aufruf des Freundeskreises Hannover gefolgt, der auf dem Platz eine Mahnwache organisiert hatte. Im Verlauf der Veranstaltung zählte die Polizei in der Spitze dann bis zu 2.500 Teilnehmende, die sich an die vorgeschriebenen Beschränkungen zum Tragen einer FFP2-Maske und ausreichend Abstand hielten.

Vier Personen, die ohne Maske teilnahmen, wurden durch Einsatzkräfte angesprochen und kontrolliert. Alle vier konnten ein entsprechendes ärztliches Attest vorweisen, das sie jeweils von der Tragepflicht befreite. Die Kundgebung verlief friedlich und ohne Störungen, bis sie gegen 17:30 Uhr durch die Versammlungsleitung für beendet erklärt wurde.

Am Rande der Versammlung wurde die Polizei gegen 16:55 Uhr an der Georgstraße/Ecke Ständehausstraße auf eine Gruppierung aufmerksam, die sich kritisch zu der Versammlung auf dem Opernplatz verhielt. Die insgesamt sieben Personen wurden als nicht angezeigte Versammlung deklariert und örtlich beschränkt. Da zwei Personen keine Mund-Nase-Bedeckung trugen, wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt. Sie wurden zudem von der Versammlung ausgeschlossen. Gegen 17:15 Uhr beendeten die Teilnehmenden die Versammlung eigenständig und strömten auseinander.

Festnahme durch Polizeibeamten

25-Jährige attackiert ihren schlafenden Lebensgefährten mit Messer

13. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Die Kriminalpolizei Hannover ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Tötung gegen eine 25-Jährige. Die Frau soll am Donnerstag, 13.01.2022, in einer Wohnung an der Haltenhoffstraße in der hannoverschen Nordstadt ihren Lebensgefährten mit einem Messer angegriffen haben. Der 34-Jährige schlief zum Zeitpunkt des Vorfalls und wurde verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover schlief der 34-Jährige am Donnerstagmorgen in einer Wohnung an der Haltenhoffstraße. Als seine 25 Jahre alte Partnerin ihn gegen 07:40 Uhr mit einem Messer angriff, erwachte der Mann und versuchte reflexartig, weitere Stiche abzuwehren. Der 34-Jährige flüchtete verletzt aus der Wohnung zu einem Nachbarn, der schließlich die Polizei verständigte. Die konnte die mutmaßliche Täterin in der gemeinsamen Wohnung stellen und vorläufig festnehmen. Der Mann kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Er konnte die Klinik noch am selben Tag wieder verlassen.

Die Frau wurde in Gewahrsam genommen. Sie soll vermutlich am Freitag, 14.01.2022, einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 25-Jährigen wird versuchte Tötung vorgeworfen. Die Hintergründe für die Tat sind bislang unklar.

Neben den beiden Tatbeteiligten stießen die Einsatzkräfte auf drei minderjährige Kinder, die das Jugendamt in Obhut nahm.

Streifenwagen von Innen

Polizeibeamter bei Kontrolle angegriffen

13. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). In der Mittwochnacht, 12.01.2022, haben Polizeibeamte einen 20-Jährigen in Langenhagen kontrolliert. Dieser schlug unvermittelt einem der Beamten ins Gesicht und wollte flüchten. Bei der Festnahme fanden sie bei ihm mehrere Gramm Marihuana.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Langenhagen wurde eine Streife gegen 00:20 Uhr auf den Heranwachsenden im Rahmen einer Fahndung in der Leibnizstraße aufmerksam. Eine Zeugin hatte zuvor einen Einbruch in der Nähe gemeldet und einen mutmaßlichen Täter beschrieben. Der angetroffene 20-Jährige passte äußerlich auf die gemeldete Personenbeschreibung und wurde daraufhin kontrolliert. In der Situation wirkte er auf die Beamten nervös, zeigte seinen Personalausweis aber vor. Als sie ihn nach etwaigem Aufbruchswerkzeug durchsuchen wollten, wurde er aggressiv und wehrte sich.

Unvermittelt bewegte sich der junge Mann auf einen der Polizeibeamten zu und schlug ihm mehrmals ins Gesicht. Anschließend versuchte er zu flüchten. Nach wenigen Metern der Verfolgung brachten die Beamten den Täter jedoch auf der Fahrbahn der Leibnizstraße zu Boden und nahmen ihn fest. Auch zu diesem Zeitpunkt wehrte sich der 20-Jährige noch. Erst als eine weitere Streifenbesatzung hinzukam, beruhigte sich der Heranwachsende. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten bei ihm einen Beutel mit etwa 20 Päckchen Marihuana. Anschließend wurde er auf die Wache in Langenhagen gebracht.

Der angegriffene Polizist begab sich nach den Maßnahmen in ein Krankenhaus und meldete sich als nicht mehr dienstfähig.

Im Anschluss wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover eine Wohnungsdurchsuchung bei dem 20-Jährigen und in seinem Beisein durchgeführt. Dabei fanden die Beamten etwa zwölf Marihuana-Blüten, diverses Verpackungsmaterial und eine Feinwaage. Die Funde wurden beschlagnahmt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Heranwachsende vor Ort entlassen.

Die Polizei ermittelt nun gegen ihn wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln.

Polizistin entdeckt Brand – Brand Heidelbeerweg© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Polizistin entdeckt Brand

13. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 12.01.2022, ist ein 45 Jahre alter Mann bei einem Einfamilienhausbrand im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp schwer verletzt worden. Zuvor versuchte er, das Feuer selbst zu löschen. An dem Haus, das nicht mehr bewohnbar ist, entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 300.000 Euro.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei stellte eine Polizeibeamtin, die in ihrer Freizeit im Nahbereich unterwegs war, gegen 15:30 Uhr fest, dass ein Einfamilienhaus am Heidelbeerweg stark qualmte. Die Flammen schlugen bereits aus dem Windfang des Einfamilienhauses.

Der 45 Jahre alte Eigentümer versuchte, das Feuer selbst zu löschen. Der bereits schwer verletzte Mann wollte mit einer Gießkanne in der Hand wieder in das Haus hineinrennen. Die Polizistin hielt ihn davon ab und alarmierte die Feuerwehr. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und Technik gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bekommen und ihn zu löschen. Der Rettungsdienst brachte den 45-Jährigen mit Brandverletzungen an Kopf und Beinen und einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.

Für die Löscharbeiten und die Rettungsmaßnahmen mussten der Heidelbeerweg, Ecke Kugelfangtrift und im weiteren Verlauf die Straße „Hägewiesen“ und die Ada-Lessing-Straße zeitweise gesperrt werden.

Die Brandermittler waren am Donnerstag, 13.01.2022, vor Ort und untersuchten das Einfamilienhaus auf mögliche Brandursachen. Mutmaßlich hatte das Feuer seinen Ursprung im Erdgeschoss und breitete sich von dort auf das ganze Haus aus. Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades des Einfamilienhauses können keine Angaben zur Brandursache gemacht werden. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden mit circa 300.000 Euro. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

Polizei im Einsatz

Schubverband nach Kollision mit Brücke über den Mittellandkanal in Hannover manövrierunfähig

12. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Auf dem Mittellandkanal in Hannover ist am Dienstag, 11.01.2022, ein mit Containern beladenes Schubboot mit einer Brücke kollidiert. Das Schiff wurde bei dem Unfall so schwer beschädigt, dass es manövrierunfähig auf dem Wasser trieb. Der 22 Jahre alte Kapitän wurde verletzt. Aus bislang ungeklärter Ursache landete er im Wasser und rettete sich anschließend eigenständig ans Ufer.

Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei Hannover war das 156 Meter lange, mit Containern beladene Schubboot am Dienstagabend gegen 20:20 Uhr auf dem Mittellandkanal in Fahrtrichtung Wolfsburg unterwegs. Aufgrund vermeintlich entgegenkommenden Schiffsverkehrs steuerte der 22 Jahre alte Schiffsführer in Höhe der Tannenbergallee so weit nach rechts, dass das Schiff mit dem Heck gegen ein am Ufer gelegenes Hausboot gedrückt wurde. Im vorderen Bereich berührte das Schiff zudem die Ufermauer des Mittellandkanals. Anschließend steuerte es auf eine über die Wasserstraße führende Brücke zu. Aufgrund des nicht rechtzeitig abgesenkten „Führerhauses“ des Schiffes kam es zur Kollision mit der Brücke.

Während zwei 52 und 54 Jahre alte Mitarbeiter auf dem Containerschiff verblieben, landete der vermutlich bei dem Unfall leicht verletzte Kapitän im Wasser. Trotz der niedrigen Temperaturen konnte er sich eigenständig ans Ufer retten. Ein Rettungswagen brachte ihn zur Behandlung ins Krankenhaus. Eine Blutprobemessung, die im Krankenhaus durchgeführt wurde, ergab einen Wert von 2,7 Promille.

Aufgrund der Schäden an dem Schubverband trieb dieser manövrierunfähig auf dem Mittellandkanal. Um weitere Unfälle zu verhindern, wurde die vorübergehende Sperrung für den Schiffsverkehr veranlasst. Mithilfe von Tauen konnte das Schiff im weiteren Verlauf zunächst an Bäumen gesichert werden, bevor es ein Schlepper zur nächsten Anlegestelle brachte.

Gegen den betrunkenen 22-Jährigen leitete die Polizei Ermittlungen ein und stellte sein Patent als Schiffsführer sicher. Der entstandene Gesamtschaden an Schiff, Hausboot, Ufermauer und Brücke ließ sich bislang noch nicht abschließend beziffern.

Handy beschlagnahmt: Unbeteiligter streamt Einsatz der Bundespolizei – Filmen mit Handy

Handy beschlagnahmt: Unbeteiligter streamt Einsatz der Bundespolizei

11. Januar 2022/in Polizei

LEHRTE (ots).  Gestern Abend, gegen 22:45 Uhr, wurden zwei Streifen der Bundespolizei zu einem Einsatz gegen drei Männer am Lehrter Bahnhof gerufen. Plötzlich bemerkten sie einen unbeteiligten Mann (37), der aus geringer Entfernung den Einsatz mit seinem Smartphone filmte. Die Beamten sprachen den Mann aus Sehnde daraufhin an. Dieser zeigte sich uneinsichtig und warf den Bundespolizisten vor, dass die Polizei generell zu viel Rechte habe, es sein gutes Recht sei, solche Einsätze zu filmen und viele Maßnahmen der Polizei nicht rechtmäßig seien.

Auch hierbei filmte der Mann fleißig weiter. Die Beamten forderten den Mann schließlich auf, das Filmen zu unterlassen und das Filmmaterial auch nicht zu veröffentlichen. Doch zu spät. Der Mann entgegnete, dass er seine Aufnahmen live streamte und er das Video gerade ins Internet hochladen würde. Tatsächlich beobachteten die Bundespolizisten, dass der Mann gerade dabei war, das Video über einen Nachrichtendienst zu verschicken. Die Beamten beschlagnahmten daraufhin das Smartphone und stellten seine Personalien sicher. Zusätzlich provozierte er die Beamten, indem er mehrfach seine Mund-Nasen-Bedeckung abnahm und die Aufforderung, die Maske wieder aufzusetzen, ignorierte. Gegen den Mann wird nun wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, einer Straftat gegen das Kunsturheberrechts und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Grundsätzlich ist es zulässig, Polizeieinsätze zu filmen und zu fotografieren, solange die Bilder nicht widerrechtlich veröffentlicht werden. Bei einer Filmaufnahme mit Ton, zum Beispiel einem Smartphonevideo, kann sich der Filmende wegen der Verletzung der Vertraulichkeit des öffentlichen Wortes strafbar machen.

Polizei Mannschaftswagen

Bilanz diverser angezeigter und nicht angezeigter Versammlungen

11. Januar 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montagabend, 10.01.2022, sind im Stadtgebiet und der Region Hannover etwa 1.100 Teilnehmende für 25 nicht angezeigte, vier angezeigte und eine Eilversammlung zusammengekommen. Das Verhalten der Personen deckte das Spektrum von friedlich und freundlich über Distanziertheit bis hin zu aggressiv und unkooperativ ab.

Zwei Polizisten wurden während der Versammlungen leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen. Die Polizei leitete zahlreiche Ordnungswidrigkeiten ein.

Zum wiederholten Male trafen sich Personen für nicht angezeigte Versammlungen im Stadtgebiet von Hannover, im Bereich Burgdorf und Garbsen.

Im Stadtgebiet Hannover trafen sich etwa 400 Personen der „Corona-Maßnahmen-Kritiker“ unter anderem am Trammplatz und in den Fußgängerzonen im City-Bereich. Mehrere zum Teil Kleinstgruppen wurden durch die Einsatzkräfte festgestellt. Die Polizei nahm diese Ansammlungen frühzeitig wahr und deklarierte die Personengruppen jeweils als Versammlung. Zeitweise entzogen sich Versammlungsteilnehmende den Kontrollen, verließen in Kleinstgruppen die Orte und flüchteten sich unter anderem in Einkaufsgeschäfte. Die Personenanzahl bei den nicht angezeigten Versammlungen im Innenstadtbereich lag in der Spitze bei 200. Im Rahmen der Versammlungen wurde unter anderem versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen, sodass die Einsatzkräfte die Teilnehmenden in Form von Schubsen zurückdrängten. Im Rahmen von Eingriffsmaßnahmen erlitt ein Polizeibeamter leichte Verletzungen, konnte seinen Dienst jedoch fortführen. Im Bereich des Kröpcke warf ein Versammlungsteilnehmer einen Becher mit Glühwein in Richtung der Einsatzkräfte. Ein Polizist wurde getroffen, blieb jedoch unverletzt. Ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs wurde eingeleitet. Insgesamt sind 132 Ordnungswidrigkeiten nach dem Niedersächsischen Versammlungsgesetz eingeleitet worden. Seit dem 01.01.2022 gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske für die Teilnehmenden einer Versammlung.

In den Abendstunden, ab etwa 17:00 Uhr, fanden weitere diverse nicht angezeigte Versammlungen in der Region Hannover statt.

An der angezeigten Versammlung in Barsinghausen der „Freien Niedersachsen“ mit dem Thema „Barsinghausen geht spazieren“ beteiligten sich etwa 160 Teilnehmende. Im Rahmen einer Identitätsfeststellung von einem Teilnehmenden, welcher keine Mund-Nase-Bedeckung trug, kam es zu einem Widerstand. In der Folge wurde die Person mit Handschellen gefesselt und in Gewahrsam genommen. Währenddessen beleidigten zwei Frauen die Polizeikräfte. Eine Person griff die Einsatzkräfte mit Schlagschutzhandschuhen an. In der Folge wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Er konnte seinen Dienst fortsetzen. Der Angreifer wurde ebenfalls leicht verletzt und wurde ambulant durch Sanitäter behandelt. Insgesamt wurden zwei Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und ein Verstoß gegen die Mund-Nase-Bedeckung Beschränkung eingeleitet. Unter dem Motto „Solidarität und Zusammenhalt“, angezeigt durch „Omas gegen rechts“ gingen etwa 40 Teilnehmende in Barsinghausen auf die Straße. Die angezeigte Versammlung verlief friedlich und störungsfrei.

In Wunstorf kamen etwa 70 Personen für eine nicht angezeigte sich fortbewegende Versammlung zusammen. Die Teilnehmenden verhielten sich kooperativ und die Versammlung verlief störungsfrei. Zeitgleich wurde eine Eilversammlung von vier Personen als Gegenprostest angezeigt. Die örtliche Eilversammlung verlief ebenfalls störungsfrei. Vier Personen haben gegen die Mund-Nase-Bedeckung-Pflicht verstoßen. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet.

In Neustadt am Rübenberge trafen sich etwa 170 Personen unter anderem mit Kerzen für eine nicht angezeigte sich fortbewegende Versammlung. Eine Person weigerte sich eine FFP2-Maske zu tragen und wurde in der Folge von der Versammlung ausgeschlossen. Die übrigen Teilnehmenden verhielten sich diszipliniert und kooperativ. Es kam zu keinen Verstößen.

Am Rathaus in Wennigsen wurden durch Einsatzkräfte etwa 20 Personen festgestellt und als nicht angezeigte Versammlung deklariert. Die sich fortbewegende Versammlung wuchs auf etwa 40 Personen an. Teilweise wurden Unmutsbekundungen für die polizeilichen Maßnahmen geäußert. Die Versammlung verlief dennoch ruhig und störungsfrei. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht eingeleitet.

Für eine nicht angezeigte sich fortbewegende Versammlung mit etwa 25 Teilnehmenden gab sich ein Versammlungsleiter in Ronnenberg zu erkennen. Die Versammlung verlief friedlich und störungsfrei. Zeitgleich fand eine ortsfeste angezeigte Versammlung der Partei „SPD“ an der Velsterstraße mit etwa 200 Personen statt. Alle Versammlungsteilnehmenden verhielten sich friedlich und kooperativ. Es wurde ein Verfahren eingeleitet wegen des Nichtanzeigens einer Versammlung.

Die „SPD“ hat ebenfalls in Springe eine ortsfeste Versammlung angezeigt. Es nahmen etwa 250 Personen an der Kundgebung teil. Eine nicht angezeigte Gegenversammlung mit etwa 40 Teilnehmenden fand im Nahbereich statt. Es wurden keine Verfahren eingeleitet.

Eine nicht angezeigte sich fortbewegende Versammlung gab es in Garbsen mit etwa 50 Personen. Die Teilnehmenden führten Lichterketten bei sich und stellten Windlichter mit mehreren Botschaften an einer Betonbank in der Nähe zum Rathausplatz ab. Es wurden vier Ordnungswidrigkeiten wegen des Nichttagens einer Mund-Nase-Bedeckung eingeleitet.

In Burgdorf trafen sich etwa 20 Personen auf dem Schützenplatz für eine nicht angezeigte Versammlung. Die sich fortbewegende Versammlung verlief kooperativ und störungsfrei. Es kam zu keinen Verstößen.

Etwa 80 Personen kamen in der Wedemark für eine nicht angezeigte Versammlung an unterschiedlichen Örtlichkeiten zusammen. Jedoch teilten sich die Personen, welche unter anderem Kerzen und andere Leuchtmittel mit sich führten, mehrfach weiterhin in Kleinstgruppen auf und wechselten diverse Male die Richtung bei Erblicken der Einsatzkräfte. Die Polizei hat sechs Ordnungswidrigkeiten wegen des Nichttragens einer Mund-Nase-Bedeckung eingeleitet.

Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut. Jeder Person steht es frei für bestimmte Anliegen die eigene Meinung offen kundzutun. Die Polizei schützt und wahrt die Grundrechte. Laut Art. 8 Grundgesetz haben alle Deutschen das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Dieses Recht kann auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden. Dies ist unter anderem das Niedersächsische Versammlungsgesetz und die aktuell geltende Corona-Verordnung. Wenn zur Durchsetzung der eigenen Meinung Gewalt gegen Personen und/oder Sachen eingesetzt wird, ist dies strafbar und wird konsequent verfolgt.

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