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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1762@ Bernd Günther

Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf

22. Juli 2020/in Region Hannover

BURGDORF. Gestern Abend (21.07.2020) löste ein Vollbrand einer ehemaligen Gärtnerei in der Innenstadt von Burgdorf gegen 21.30 Uhr einen Großalarm bei der Feuerwehr aus. Obwohl fast alle Feuerwehren des Bereichs Burgdorf zur Einsatzstelle beordert wurden, mussten sie zusehen, wie das Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Die Feuerwehr nahm von mehreren Seiten den Löschangriff auf das in voller Ausdehnung brennende Gebäude auf. Sogar vom alten Friedhof her wurden Löschtrupps eingesetzt. Als besonders schwierig gestaltete sich die Annäherung an das brennende Gebäude. Nur durch einen Hinterhof konnten Einsatzkräfte auf den Brand vorrücken.

Über eine Drehleiter unternahm die Feuerwehr von einem Nachbargrundstück an der Rolandstraße ebenfalls Löscharbeiten. Während des Einsatzes waren der Bereich Bahnhofstraße / Rolandstraße / Marktstraße umfangreich abgesperrt worden. Viele Schaulustige beobachtet von der Absperrung die Löscharbeiten. Personen kamen bei dem Einsatz nach unserer Kenntnisstand nicht zu Schaden.

Die Brandermittler der Polizei gehen inzwischen von Brandstiftung aus. Zeugen hatten zunächst einen Brand im Bereich des Dachs des Abbruchgebäudes gemeldet.

  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1757
    Ein Gebäude einer ehemaligen Gärtnerei in der Innenstadt von Burgdorf brennt vollständig nieder © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1762
    Die Feuerwehren können nur noch eine Brandausdehnung verhindern © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1765
    Trotz Großaufgebot der Burgdorfer Feuerwehren brannte das Gebäude vollständig aus © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1775
    Fast alle Ortsfeuerwehren aus dem Bereich Burgdorf befanden sich im Einsatz © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1777
    Vor der Einsatzleitung wird die Brandbekämpfung über mehrere Abschnitte koordiniert © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1785
    Auch eine Drehleiter kam bei der Brandbekämpfung zum Einsatz © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1789
    Es ist schwierig an die Brandstelle nah genug heran zu kommen © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1791
    Großeinsatz der Feuerwehr bei einem Vollbrand in der Innenstadt von Burgdorf © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1795
    Löschangriff über eine Drehleiter © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1797
    Gleich von mehreren Seiten versuchten die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle zu bringen © Bernd Günther
  • Großeinsatz der Feuerwehr in Burgdorf – BGPress 1801
    Atemschutzträger der Feuerwehr machen sich einsatzbereit © Bernd Günther
Bex und Blue - vom Welpen zum Rettungshund – Welpe Bex

Bex und Blue – vom Welpen zum Rettungshund

21. Juli 2020/in Region Hannover

HANNOVER (PM). Sie sind erst drei Monate alt. Sie lieben den Mix aus Leberwurst und Frischkäse. Und natürlich ihre Menschen. Die zwei Welpen heißen Bex und Blue und sind die jüngsten Neuzugänge der Rettungshundestaffel der Johanniter in Hannover. Trotz ihren jungen Alters haben die Border Collies ihre ersten Trainingseinheiten bereits hinter sich. Laufen, rangeln, schnüffeln, Kontakt aufnehmen, sich streicheln lassen…

Staffelleiter Lutz Fricke sagt: „Das alles ist wichtig. Über Futter, Spiel, Streicheleinheiten und die Liebe, und zwar nicht nur die ihrer Hundeführer, sondern aller Staffelangehörigen, machen sie positive soziale Erfahrungen. Schon in diesem frühen Alter werden wichtige Grundlagen für die erfolgreiche Rettungshundeausbildung geschaffen. Die Tiere lernen, dass sie keine Hemmungen zu haben brauchen und dass Menschen, auch fremde Menschen, etwas Tolles sind.“

Mindestens zwei Jahre dauert die Ausbildung von Mensch und Hund, bis sie als Team zur Prüfung antreten können. Erst wenn diese Prüfung erfolgreich absolviert wurde, darf das zertifizierte Gespann in den Einsatz gehen. Was machen Rettungshunde eigentlich? Sie suchen vermisst gemeldete Menschen. Demenziell erkrankte Frauen und Männer ohne Orientierung, verletzte Sportler im Wald, beim Spielen verirrte Kinder… In solchen Fällen sind, in Kooperation mit Polizei und Feuerwehr, oft auch die Rettungshunde gefragt. Sie sind Spezialisten für die Suche nach Menschen in unwegsamem Gelände oder großflächigen Waldgebieten. „Geprüftes Rettungshundeteam“ ist ein Qualitätssiegel, das nur durch ehrenamtliches Engagement und freiwillige Mitarbeit, durch Geduld beim Einüben von Fertigkeiten und durch ständiges Training erreicht werden kann.

Und wie läuft so eine Rettungshundeprüfung ab? Tier und Mensch gehen dabei durch eine Kombination von Aufgaben. Die zwei Prüfungstage beginnen mit einem theoretischen Test der Hundeführer mit Fragen zu Einsatztaktik, Erster Hilfe an Mensch und Hund, Wetterkunde, Karte und Kompass. Dann sind die Hunde gefordert, bei praktischen Aufgaben im Gelände ihren Gehorsam und ihr Können zu beweisen. Im so genannten „Verweistest“ müssen die Tiere eine scheinbar hilflose Person erkennen, dem Hundeführer zum Beispiel durch Bellen den Fund der Person anzeigen und dabei das vermeintliche Opfer weder bedrängen noch berühren. Beim „Gehorsamstest“ kommt es auf das gute Zusammenspiel des Teams an. Die Hunde müssen dicht am Hundeführer laufen, seinen Kommandos gehorchen und dürfen sich von fremden Menschen und Hunden nicht ablenken lassen. Zum Abschluss zeigen die Rettungshundeteams ihr Können im Wald bei der „Flächensuche“, bei der der Hund in unwegsamem Gelände eine versteckte Person auffinden muss.

Bex und Blue - vom Welpen zum Rettungshund – Rettungshundestaffel Wasserturm

Die Rettungshundestaffel des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm. Foto: JUH/Heusel

Die insgesamt sieben Rettungshundestaffeln im Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen sind an 365 Tagen rund um die Uhr einsatzbereit – und das rein ehrenamtlich. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes werden die Rettungshundeteams über die jeweilige Leitstelle angefordert. Die Johanniter im Ortsverband Hannover-Wasserturm verfügen zurzeit über sieben zertifizierte Teams in der Flächen- und vier zertifizierte Teams in der Trümmersuche, sie waren natürlich auch während der Corona-Pandemie rund um die Uhr einsatzbereit. Der letzte Einsatz mit einem Fund durch einen Rettungshund aus Hannover war im Juli 2019, als Rettungshündin Tonks in der Nähe von Negenborn in der Wedemark nach 60-stündiger Suche einen demenziell erkrankten 76-Jährigen aufspüren konnte.

Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0901

Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee

18. Juli 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Bei dem Versuch, eine 26-jährige Person nach einem Badeunfall zu retten, kam ein männlicher 40-jähriger Helfer selber dabei in Badenot und ging im Silbersee in Langenhagen unter. Er hatte mit einem weiteren Helfer versucht, dem in Badenot  befindlichen zur Hilfe zu kommen.

Nach Informationen des Pressesprechers der Stadtfeuerwehr Langenhagen, Stephan Bommert, wurde sofort die DLRG und die Feuerwehr zu dem betroffenen Seeabschnitt gerufen. Sie nahmen mit insgesamt 4 Rettungsbooten umgehend die Personensuche im Wasser auf.

Da die Polizei bei dem Unfall in direkter Nähe der Unfallstelle bei einem anderen Einsatz sich aufhielt, nahmen die Polizeibeamten umgehend die Suche nach dem Untergegangenen im Wasser auf. Inzwischen war der zweite Helfer und die gerettete Person an Land

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften begaben sich Feuerwehrfrauen und -männern als Suchkette ins Wasser, um den ufernahen Bereich abzusuchen. Fünf Taucher unterstützten bei der Suche unter Wasser.

Auch ein Polizeihubschrauber flog die Einsatzstelle an und unterstützte bei der Suche von oben.

An dieser Stelle im Silbersee ist aber durch starken Bodenbewuchs nur eine geringe Sichtweite gegeben. Einige Feuerwehrkräfte entdeckten mit ihrer Suchkette dann nach einer Stunde beim Tauchen die Person ungefähr 15 Meter vom Ufer in 3,5 Meter Tiefe am Boden des Sees. Die Person wurde aus dem Wasser geborgen und an Land sofort der Notärztin und dem Rettungsdienst übergeben. Unter Reanimationsmaßnahmen wurde der Verunglückte in einen bereitstehenden Rettungswagen gebracht. Hier konnte die Notärztin leider nur noch seinen Tod feststellen.

Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei bei dem Einsatz. Das Gelände wurde während des Rettungseinsatzes weiträumig abgesperrt.

  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0864
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0871
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0876
    Feuerwehrfrauen und -männer bilden im Wasser eine Suchkette in Ufernähe © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0881
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0888
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0901
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0911
    Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte bei der Suche aus der Luft © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0919
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0941
    Feuerwehrkräfte bauen einen Sichtschutz bei der Rettung des Verunglückten aus dem Wasser © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0949
    Der Verunglückte wird unter Reanimation zu einem bereitstehenden Rettungswagen gebracht © Bernd Günther
  • Tragischer Badeunfall nach Rettungsaktion am Silbersee – BGPress 0965
    Große Suchaktion von DLRG und Feuerwehr nach Badeunfall am Silbersee in Langenhagen © Bernd Günther
Darf mein Kind bei Schnupfen in die Kita – Schnupfen

Darf mein Kind bei Schnupfen in die Kita

18. Juli 2020/in Gesundheit, Region Hannover

HANNOVER. Bei den vielen Verordnungen und den teilweise schwierig zu lesenden Be.stimmung im Umgang mit den Regeln zur Vermeidung der Verbreitung von Corona sind Eltern häufiger überfordert. Aus diesem Grund wurden diese Woche auf Initiative des Obmanns der Kinder- und Jugendärzte in Hannover, Herrn Dr. Buck, unter Mithilfe amtlicher Stellen eine Empfehlung für die Eltern mit Kindern im Kita-Alter herausgegeben. Das Wichtigste haben wir für Sie zusammengefasst.

Diese nun vorliegende Empfehlung soll die Eltern dabei unterstützen, sicherer im Umgang mit den aktuellen Verordnungen und der Frage des Kita-Besuchs Ihres Kindes im Falle eines Infektes zu werden. Es sind oft die scheinbar einfachen Fragen, die in der konkreten Situation zu Verunsicherung führen.

Bitte beachten Sie deshalb folgende Hinweise und Empfehlungen, wenn Sie vor der Frage stehen, ob Ihr Kind in der Kita betreut werden darf:

  1. Grundsätzlich gilt: Kinder, die Fieber (Fieber ist eine Körpertemperatur von 38,5°C und mehr) haben oder eindeutig krank sind, sich nicht wohl fühlen, gehören nicht in die Kita.
  2. Wenn Ihr Kind nur einen einfachen Schnupfen oder einen einfachen Infekt hat und sich wohl fühlt, darf es in die Kita. Dies gilt natürlich auch dann, wenn Ihr Kind z.B. an einem Heuschnupfen oder an einer Pollenallergie leidet.
  3. Weist Ihr Kind jedoch eine schwere Symptomatik mit Fieber (mindestens 38,5°C Körpertemperatur, rektal gemessen), einem starken, unerwarteten Infekt insbesondere der Atemwege mit deutlichem Unwohlfühlen oder plötzlich aufgetretenem anhaltendem Husten auf, darf Ihr Kind die Kita nicht besuchen, bzw. muss umgehend aus der Kita abgeholt werden. Wir empfehlen, dass Sie in einer solchen Situation Ihr Kind unbedingt dem Kinderarzt vorstellen.
  4. Sofern die Infektionszahlen in Ihrer Region weiterhin so niedrig sind, und Ihr Kind keinen Kontakt zu einer an Corona (Covid 19) erkrankten Person hatte, kann Ihr Kind 48 Stunden nach seiner Genesung ohne Auflagen wieder in die Kita. Die Vorlage eines Attests oder eines negativen Testergebnisses ist nicht erforderlich.
  5. Sofern Sie unsicher sind, wenn Ihr Kind, das die Kita besucht, zwar gesund ist, aber die Geschwister oder im Haushalt lebende Angehörige erkrankt sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Gesundheitsamt auf. Das Gesundheitsamt bestimmt auch die erforderlichen Maßnahmen, wenn Ihr Kind Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatte oder ein positives Testergebnis hat.

Diese Empfehlung wurde auf Initiative des Obmanns der Kinder- und Jugendärzte in Hannover, Herrn Dr. Buck, unter Mitwirkung der Kassenärztlichen Vereinigung Hannover, des Gesundheitsamtes LK Hildesheim, des Gesundheitsamtes der Region Hannover und der Fachdezernate für Jugend und Familien der Stadt und Region Hannover erarbeitet. Mit Blick auf mögliche Änderungen erlassener Verordnungen und ggf. wieder ansteigende Zahlen von mit dem Coronavirus Infizierten wird diese Empfehlung an die sich ändernde Situation angepasst.

 

Stadt und Region sichern Unterbringung für obdachlose Menschen – Obdachlos

Stadt und Region sichern Unterbringung für obdachlose Menschen

15. Juli 2020/in Region Hannover

HANNOVER. Obdachlose Menschen benötigen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiterhin einen besonderen Schutz vor Infektion. Da der Vertrag mit der Jugendherberge zur Unterbringung von Obdachlosen in Hannover nicht verlängert werden konnte, haben die Landeshauptstadt und die Region nun eine andere Lösung gefunden. An diesem Mittwoch, 15. Juli, sollen die 65 derzeit in der Jugendherberge untergebrachten Menschen auf zwei neue Standorte verteilt werden.

Mit den Vermietern ist Einigkeit erzielt worden. Die Caritas und die Diakonie werden als Partner weiterhin die Betreuung sicherstellen. Damit sind der Umzug und die anschließende Betreuung der Obdachlosen für die nächsten drei Monate möglich. Das Angebot bleibt befristet. Die bisherige Unterbringung in der Jugendherberge beruht auf einer gemeinsamen Initiative von Landeshauptstadt, Region und Land Niedersachsen. Die Beteiligten haben bisher die Kosten zu je einem Drittel getragen. Nachdem Stadt und Region die neue Lösung präsentiert haben, gehen sie davon aus, dass das Land weiterhin die Maßnahme unterstützt. Es gebe positive Signale des Landes, heißt es.

„Wir sind sehr froh, dass wir den obdachlosen Menschen eine alternative Unterbringung anbieten können. Dort können sie die positiven Erfahrungen, die sie in der Jugendherberge gemacht haben, weiterführen – Selbstvertrauen gewinnen, Beratung zur Unterstützung bei Wohnungs- und Arbeitssuche in Anspruch nehmen und vieles mehr“, unterstreicht Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Die Jugendherberge war eine sehr gute Lösung für die akute Phase der Corona-Pandemie. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an die Betreiber*innen Caritas und Diakonie für ihren Einsatz und das große Engagement“, sagte Onay.

Stadt und Region arbeiten an einem Konzept für ein Modellprojekt, das eine Kombination von Unterbringung und sozialpädagogischer Begleitung und Hilfe in einer Orientierungs- und Klärungsphase vorsieht. Dabei sollen mit den Betroffenen Perspektiven für eine Überwindung der Wohnungslosigkeit entwickelt und in die Umsetzung gebracht werden.

„Letztlich geht es darum, diese besonders schutz- und hilfsbedürftigen Menschen zu begleiten und zu unterstützen“, so Onay. „Deshalb freut es mich besonders, dass wir in dieser schweren Zeit bereits zwölf Menschen in neue Arbeitsverhältnisse vermitteln konnten.“

Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für soziale Infrastruktur der Region Hannover unterstreicht die Bedeutung der neuen Vereinbarung: „Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, wie wichtig das Angebot einer niedrigschwelligen, verlässlichen Hilfe für wohnungs- und obdachlose Menschen ist. Viele von ihnen konnten neue Perspektiven entwickeln, in diesem Rahmen ist es wichtig, ein vergleichbares Angebot zu erhalten. Durch die Anmietung der Immobilien können wir diese Unterstützung nun erfreulicherweise ohne Unterbrechung ab Mittwochabend fortsetzen und an das bisherige Projekt anknüpfen“.

Die Jugendherberge und das dazugehörende Außengelände wurden als temporäre Unterbringung mit Verpflegung für Obdachlose, die „auf der Straße“ leben und keine bekannte Covid-19-Erkrankung aufwiesen, angemietet. Es wurde für zunächst zwei Monate (Mitte April bis Mitte Juni) angemietet und dann um einen weiteren Monat verlängert. Im Durchschnitt nutzten etwa hundert obdachlose Menschen das Angebot. Die Jugendherberge wurde während dieser Zeit vom Caritasverband und dem Diakonischen Werk im ökumenischen Miteinander betrieben.

Die weitere Nutzung der Jugendherberge als Unterkunft wurde geprüft. Die Verhandlungen zwischen den Vertreter*innen der Jugendherberge, Stadt und Region Hannover zeigten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf beiden Seiten einer Fortsetzung des Vertrages entgegenstehen.

Totes Moor: Neue Wälle sollen helfen, Wasser zu speichern – Totes Moor

Totes Moor: Neue Wälle sollen helfen, Wasser zu speichern

13. Juli 2020/in Region Hannover

NEUSTADT AM RÜBENBERGE. Moore sind wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher. Das Problem: Durch zu tiefe Entwässerungsgräben gehen insbesondere in den Wintermonaten wichtige Wasserreserven verloren. An diesem Punkt setzt die Region Hannover jetzt im Toten Moor an: Bis zum Herbst sollen unter anderem 20 Torfstaue in Gräben eingebaut werden, 1.500 Meter Verwallung errichtet und bestehende Wälle auf einer Länge von 160 Metern angehoben werden.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Niedersachsen. Mehr als 1,1 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Die Arbeiten haben jetzt im Bereich Mardorfer Feld begonnen.

„Die trockenheißen Jahre 2018 und 2019, die für ein massives Baumsterben gesorgt haben, haben uns die Herausforderungen deutlich vor Augen geführt. Zumindest in Bezug auf die Moore haben wir Möglichkeiten, dem Klimawandel zu begegnen und die Voraussetzungen für die Speicherung von Wasser zu verbessern“, sagt Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover. „Lebende Hochmoore entziehen der Atmosphäre große Kohlenstoffmengen und speichern sie dauerhaft. Eine Hochmoorfläche kann etwa zehnmal so viel Kohlenstoff speichern wie eine gleich große Waldfläche“, ergänzt Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover.

Nicht nur den Mooren selbst hilft das Wasser: Das Hochmoor gibt das Wasser über die Verdunstung an die Luft ab und kühlt kleinklimatisch die Umgebung ab. Zudem sickert Wasser aus dem Toten Moor in das Steinhuder Meer und stützt so den sommerlichen Niedrigwasserstand. Ein wieder vernässtes Hochmoor gleicht auf diese Weise Niederschlags- und Temperaturextreme aus. Neben den Torfstauen und der Verwallung soll eine sogenannte Sohlgleite, den Wasserstand um etwa 50 Zentimeter anheben. Ergänzend werden in Anstaubereiche sogenannte Torfbulte, etwa 1 Meter hohe Hügel mit etwa fünf Meter Durchmesser, gebaut, die eine Wellenbildung verhindern, da Wellen bei Sturm die jungen Torfmoose zerschlagen würden.

Nach Abschluss der Erdarbeiten, bei denen überwiegend spezielle Moorbagger im Einsatz sind, werden die Torfbauten mit 10.000 Wollgräsern gegen Erosion gesichert. Nach ein bis zwei Jahren haben die Wollgräser ein dichtes Wurzelgeflecht ausgebildet haben. Dann können die Flächen bis zu 50 Zentimeter Wasser zusätzlich speichern – das entspricht bei der insgesamt etwa 100 Hektar großen Fläche einer Wassermenge von 500.000 Kubikmeter.

Nach dem Mardorfer Feld sind Arbeiten südlich der Moorstraße und nördlich der Torffabrik vorgesehen. Neben dem Geld von EU und Land will die Region Hannover eigene Mittel aus der Biodiversitätsstrategie einsetzen, um zum Beispiel Kleinstgewässern für seltene Libellenarten anzulegen und seltene Hochmoorpflanzen auf ehemaligen Torfabbauflächen anzupflanzen.

Wieder zwei Brände im Ortsteil Gleidingen – Feuer Gleidingen 1207

Wieder zwei Brände im Ortsteil Gleidingen

12. Juli 2020/in Region Hannover

LAATZEN / GLEIDINGEN. Zu zwei Bränden kam es heute Morgen in Gleidingen. Zwei Personenwagen standen in Vollbrand und eine Hecke sowie Unrat brannten in einer Anliegerstraße nahe der Masch.

Um 2.53 Uhr alarmierte die Leitstelle die Kräfte der Ortsfeuerwehr Gleidingen mit den Stichworten „PKW Brand Parkplatz Thorstraße“. Umgehend rückten die Kräfte aus. Bei Eintreffen standen ein weißer Kastenwagen einer Sanitärfirma sowie ein Opel-Zafira im vorderen Bereich in Vollbrand. Zwei Trupps löschten die Flammen mit Wasser und Schaum. Immer wieder loderten die Flammen unter den Wagen (Benzin entzündete sich). Lautes Knallen erzeugten die platzenden Reifen der Fahrzeuge.

Gegen 3.19 Uhr erschien ein Anwohner und fuhr seinen roten Kasten links neben den brennenden Fahrzeugen glücklicherweise weg. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung war gebannt. Mit einem hydraulischen Spreizer öffneten die Retter die hinteren Türen des Transporters, um auch Schaum in das Innere des Fahrzeugs zu spritzen. Da zwei Hydranten auf der Hildesheimer Straße kein bzw. nur spärlich Wasser gaben und weiteres Schaummittel erforderlich war, alarmierte Einsatzleiter Andre Oestreich gegen 3.27 Uhr die Ortsfeuerwehr Rethen nach.

Um 3.40 Uhr waren die Flammen gelöscht. Zur Löschwasserversorgung nutzten die Helfer schließlich einen mehrere Hundert Meter entfernten Hydranten in der Thorstraße.  Damit ein Gemisch aus Wasser und Benzin nicht weiter in die Kanalisation eindringen konnte, wurde ein Gully mit einer Kanalabdeckung gesichert. Der Baubetriebshof sowie die Untere Wasserbehörde der Region wurden verständigt.

Um 4.25 Uhr trafen zwei hauptamtliche Kräfte mit dem Gerätewagen-Logistik aus Laatzen ein. Verbrauchte und benutzte Atemschutzgeräte tauschten die Helfer auf den Fahrzeugen aus und füllten die Geräteräume mit frischem Schlauchmaterial und Schaummittel. Gegen 4.35 Uhr rückten die Rethener Kräfte wieder ein, die Ortsfeuerwehr Gleidingen war noch bis 5.15 Uhr mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Auf Anordnung der Polizei schleppte ein Bergungsunternehmen den weißen Transporter ab. Eine Straßenbahn der Linie 1 Richtung Sarstedt stand bis gegen 5 Uhr Richtung Süden auf Höhe der Osterstraße mit Warnblinklicht und konnte nicht weiterfahren. Etwa zehn Fahrgäste verharrten in der Bahn, bis der Busersatzverkehr einsetzte.

Noch in der Nacht nahm die Polizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Sachschaden wird auf mehrere 10.000 Euro geschätzt.

Um 6.23 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Gleidingen erneut aus. Nun brannten Unrat/Müll und Teile einer Hecke in der Straße Am Hang nahe der Leinemasch. Mit 400 Litern Wasser löschten die Gleidinger die Flammen. Die Anfahrt über die Ringstraße verzögerte sich, da parkende Autos kaum ein Durchkommen ermöglichten. Kurz nach 7 Uhr rückte die Feuerwehr wieder ein.

Stadt Langenhagen beschafft mobile Endgeräte für alle Langenhagener Schulen – Digitale Endgeräte LGH

Stadt Langenhagen beschafft mobile Endgeräte für alle Langenhagener Schulen

10. Juli 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Der Schulträger Stadt Langenhagen hat mit Blick auf das Sofortausstattungsprogramm für digitale Schulendgeräte 550 Laptops und Tablets angeschafft. Diese überreichten heute Niedersachsens Schul- und Bildungsminister Grant Hendrik Tonne und Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer an Schulleitungen aus Langenhagen. Ziel der Maßnahme ist, Schülerinnen und Schüler ohne eigenen Laptop oder Tablet Teilhabe an digitaler schulischer Bildung zu ermöglichen.

Tonne lobte: „Es ist toll, wie sich Langenhagen auf den Weg macht, um die Schülerinnen und Schüler vor Ort zu unterstützten und für alle gute Rahmenbedingungen für das digitale Lernen zu schaffen. Das Land Niedersachsen und der Bund legen mit dem Sofortausstattungsprogramm die Basis für dieses Engagement vor Ort. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Ebenen dafür zu sorgen, dass kein Kind und kein Jugendlicher abgehängt wird. Wir ziehen an einem Strang und das Beispiel Langenhagen zeigt, dass das wir so auch Schritt für Schritt weiterkommen.“

„Die Corona-Pandemie hat unsere Schulen vor besondere Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig hat sie uns aber auch die Möglichkeiten und Vorteile des Lernens mit digitalen Medien vor Augen geführt“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Wir freuen uns deshalb, dass es uns mit den Mitteln aus dem angekündigten Sofortausstattungsprogramm kurzfristig möglich war, mobile Endgeräte für das Homeschooling nach den Ferien zur Verfügung zu stellen.“

Die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Langenhagen werden bedarfsgerecht mit Laptops ausgestattet, die Kinder an den Grundschulen bekommen Tablets. In Hinblick auf die zusätzlich zu erwartenden Mittel aus dem niedersächsischen Sofortausstattungsprogramm der Bundesregierung wurden die Geräte angeschafft. Rund 330.000 Euro für mobile Endgeräte kann die Langenhagener Verwaltung als Schulträger, aus der in Kürze erscheinenden Förderrichtlinie des Sofortausstattungsprogramms erwarten. Da die Mittel für Investitionen rückwirkend ab dem 16.03.2020 bereitgestellt werden, hat die Stadt Langenhagen schnell reagiert und die Geräte noch vor den Sommerferien erworben.

Die Bundesregierung und die Länder haben beschlossen, 500 Mio. Euro für die Anschaffung mobiler digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ohne Gerät bereitzustellen. Entsprechend der Verwaltungsvereinbarung des Bundes und der Länder als Zusatz zum DigitalPakt Schule 2019-2024 vom 14.05.2020, sollen die Mittel in Anlehnung an das bereits laufende Verfahren zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur in den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Für Niedersachsen bedeutet dies einen Betrag von 47 Mio. Euro zuzüglich 4,7 Mio. Euro Eigenanteil (10 %) des Landes. Eine entsprechende „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms des Bundes und der Länder“ als Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019-2024 wird zeitnah veröffentlicht.

Konzerte für Senioren jetzt unter neuer Leitung – Bläserquartett der Musikschule

Konzerte für Senioren jetzt unter neuer Leitung

9. Juli 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Über 60 Konzerte für Senioren hat Stefan Polzer, Leiter der Musikschule Langenhagen, bereits organisiert, jetzt macht er Schluss: Die Organisation der weiteren Veranstaltungen übernimmt der Leiter des Langenhagener Blasorchesters, Harald Sandmann.

Wegen der bevorstehenden Sommerferien ist es der Musikschule nicht möglich, die Konzerte weiter zu koordinieren. Umso mehr freut sich Stefan Polzer, dass diese schöne Aktion weitergeführt wird.

Dank der Initiative von Mirco Meutzner (Trompetenlehrer an der Musikschule) fand an Ostern ein ersten Vorspielen in einem Pflegeheim statt. Nach dieser erfolgreichen Veranstaltung wuchs in der Musikschulleitung schnell der Wunsch, alle Senioreneinrichtungen Langenhagens mit Musik zu versorgen. Neben Lehrkräften der Musikschule fanden sich schnell genug bereitwillige Musiker. Es konnte sogar schon an zwei Wochenenden in allen Einrichtungen gleichzeitig musiziert werden.

Die Freude war bei Bewohnern groß, besonders in Zeiten von Kontaktbeschränkungen durch Corona. So entstand die Idee, jeden Samstag in allen Heimen Konzerte zu spielen. Dank des Engagements vieler Beteiligter konnten noch weitere Musiker für die Aktion gewonnen werden.

Mitgemacht haben neben Lehrkräften und Schülern der Musikschule auch Musiker des Akkordeonclubs Langenhagen, des Musikvereins Godshorn, des Blasorchesters Langenhagen, des Shantychors Lohnde, von Hannover Brass, und einzelne Freunde und Bekannte von Stefan Polzer. Dieser bedankt sich zu seinem Abschied noch einmal besonders bei allen Beteiligten für die komplett ehrenamtliche Leistung.

K 230: Fünf Wochen Vollsperrung am Ortsausgang von Everloh – Bauschild Everloh

K 230: Fünf Wochen Vollsperrung am Ortsausgang von Everloh

8. Juli 2020/in Region Hannover

GEHRDEN. Die K 230 in Gehrden-Everloh wird ab Montag, 13. Juli, zur Sackgasse: Die Region Hannover lässt am südlichen Ortsausgang Richtung Gehrden eine Mittelinsel als Querungshilfe für Fahrräder errichten. Um Platz zu schaffen, wird die Fahrbahn ausgeweitet. In dieser Zeit ist die K 230 voll gesperrt – auch zu Fuß oder mit dem Rad ist die Baustelle nicht passierbar. Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Wochen.

Die Umleitung führt über die K 231, die K 232 und die B 65. Am Knotenpunkt Sieben Trappen wird eine Ampel eingerichtet, um den Verkehr auf die B 65 zu regeln.

Von der Sperrung ist auch der Busverkehr betroffen. Während der Bauarbeiten entfällt die Haltestelle Everloh/Friedhof. Fahrgäste werden gebeten, stattdessen an der Haltestelle Everloh/Nenndorfer Straße zu- und auszusteigen.

Die nächste Maßnahme für Everloh ist ebenfalls in Planung: Nach Errichtung der Querungshilfe am südlichen Ortsausgang soll auch der nördliche Ortsausgang Richtung Northen eine Mittelinsel bekommen. Die Region Hannover wird vorab über den Start der Arbeiten informieren. Gute Nachrichten gibt es für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Lenthe: Dort sind die Arbeiten am Geh- und Radweg vorerst beendet. Der Verkehr kann wieder auf beiden Fahrspuren fließen.

Die Region Hannover führt seit Ende Mai 2020 diverse Umbaumaßnahmen an der K 230 durch. Insgesamt sind sieben Bauabschnitte geplant. Die Querungshilfe am südlichen Ortsausgang von Everloh ist der dritte Abschnitt. Bis Ende November sollen die Arbeiten an der K 230 im Bereich Gehrden abgeschlossen sein. Insgesamt umfassen die Maßnahmen ein Volumen von 660.000 Euro.

Die Region Hannover bittet Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen und rät, ausreichend Zeit für Wege außerhalb des Ortes einzuplanen.

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