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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Steinhuder Meer: Seefläche bleibt Landschaftsschutzgebiet – Steinhuder Meer Meerblick

Steinhuder Meer: Seefläche bleibt Landschaftsschutzgebiet

7. Juli 2020/in Region Hannover

Hannover/Neustadt a. Rbge./Wunstorf. Die Region Hannover überarbeitet aktuell die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Seefläche Steinhuder Meer“. Ab Mitte Juli liegt der Entwurf der Verordnung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung in den Verwaltungen von Neustadt a. Rbge. und Wunstorf sowie in der Regionsverwaltung öffentlich aus.

Das Verfahren ist notwendig, um die Vorgabe der EU, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern, zu erfüllen. „Die alte Landschaftsschutzgebietsverordnung aus dem Jahr 1981 genügt nicht mehr den EU-rechtlichen Anforderungen und muss daher überarbeitet werden“, erläutert Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover. Gerichtet an alle, die Sorge vor großen Veränderungen haben, stellt Karasch klar: „Es ändert sich kaum etwas. Die Nutzungen, die schon im bestehenden Landschaftsschutzgebiet und auch durch die Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung geregelt wurden, bleiben erlaubt.“

Das Steinhuder Meer dient mit seinen Randbereichen zahlreichen Vogelarten als Brut- und Rastgebiet. Es ist ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung und hat den Status eines Europäischen Vogelschutzgebietes. Zugleich hat das Gebiet eine besondere Bedeutung für die Erholung der Menschen in der Natur und den Wassersport. Diese Schutzziele spiegeln sich in der neuen Verordnung wider, für die Ende Juni die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen hat.

Wie bereits im alten Landschaftsschutzgebiet sollen die Handlungen untersagt werden, die Flora und Fauna sowie die ruhige Erholung stören könnten: Dazu gehören zum Beispiel Lärm, freilaufende Hunde und offenes Feuer. Die Nutzung der Wasserfläche für Wassersport bleibt ebenso weiter möglich wie die Nutzung der Strände, der Badeinsel, der Stege und der Aussichtspunkte. Wildes Zelten in der Natur ist nach wie vor nicht erlaubt. Das bestehende Nacht- und Winterfahrverbot der Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung bleibt wie bisher bestehen.

Tatsächlich verändert sich durch die neue Schutzgebietsverordnung für die Nutzerinnen und Nutzer kaum etwas. Neu ist lediglich die Einrichtung einer zeitlich befristeten Sperrzone westlich des Wilhelmsteins im Zeitraum von Mitte September bis März. Die Umsegelung der Insel wird indes weiter möglich sein. Außerhalb der genannten Zeiten hat die Änderung keinerlei Einschränkungen für den Segelsport. „Hier folgt die Region Hannover einer Empfehlung der Staatlichen Vogelschutzwarte, im Westuferbereich ein um sechs Wochen vorgezogenes Winterfahrverbot festzulegen, um einen Rückzugsraum für die rastenden Wasservögel zu sichern“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Umwelt, Sonja Papenfuß. Zweck der Regelungen ist, die Bestände von Vogelarten wie Haubentaucher, Gänsesäger oder Löffelente zu schützen, die auf oder am Steinhuder Meer rasten, ebenso wie die wertvollen Moorwälder und Röhrichtzonen sowie weitere Tierarten wie den Fischotter oder die Teichfledermaus.

Die neue Verordnung enthält zudem eine Reihe von Erleichterungen gegenüber der geltenden Fassung: Für die beliebte Veranstaltung „Steinhuder Meer in Flammen“ musste von der Naturschutzbehörde bislang eine „Befreiung“ erteilt werden. Für diese Traditionsveranstaltung wird zukünftig nur noch eine Erlaubnis nötig. Trotz Lärmverbotes, das in allen Landschaftsschutzgebieten verankert ist, sind Veranstaltungen mit Musik weiterhin möglich, wenn sie mit der Region Hannover abgestimmt sind. Die Badeinsel, der Wilhelmstein, der Surf- und der Badestrand sind mit ihren vorhandenen Einrichtungen zwar Teil des neuen LSG. Für diese vier Bereiche gilt aber: Sie dürfen wie bisher genutzt werden. Dies schließt auch Veranstaltungen ein.

Nach der Auslegung wird die Region Hannover alle eingebrachten Einwendungen prüfen und ggf. im Verordnungstext berücksichtigen. Bis spätestens Mitte Oktober muss das Verfahren abgeschlossen und die Ausweisung von der Regionsversammlung beschlossen sein: Das Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat allen niedersächsischen eine entsprechende Frist gesetzt.  Das LSG „Seefläche Steinhuder Meer“ ist die letzte Verordnung im Bereich des Steinhuder Meers, mit der die Vorgabe der EU, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern, erfüllt wird.

Fund von weißem Phosphor am Surferstrand am Steinhuder Meer – Steinhuder Meer Phosphor

Fund von weißem Phosphor am Surferstrand am Steinhuder Meer

6. Juli 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Die Region Hannover hat am späten Sonntagabend, 5. Juli 2020, nach einem Phosphorfund Teilbereiche des Ufers am Steinhuder Meer vorsorglich abgesperrt. Eine 28-jährige Frau hatte am späten Sonntagnachmittag am sogenannten Surferstrand am Nordufer einen vermeintlichen Bernstein aus dem Wasser aufgelesen und in die Tasche gesteckt. Der „Stein“ – es handelt sich um ein Stück weißer Phosphor – entzündete sich, die Frau erlitt Verbrennungen zweiten Grades und wurde zur Behandlung in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht.

Die Region Hannover – Eigentümerin des Surferstrandes – veranlasste zunächst die Sperrung des Surferstrandes, der Badestrandes am Nordufer und der Badeinsel in Steinhude. Am Montagmorgen wurden bis auf einen Teilbereich des Surferstrands wieder aufgehoben. Der betroffene Bereich konnte eng eingegrenzt werden auf einen Abschnitt des Surfstrands, an dem im Frühjahr Sand aufgeschwemmt worden war. „Der Sand, der dort aufgeschüttet wurde, stammt aus dem Steinhuder Meer und ist im Zuge der Entschlammung im Frühjahr angefallen“, erläutert Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. „Schon früher hat es Phosphorfunde am Steinhuder Meer gegeben. Es handelt sich dabei um Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg.“

Die Region Hannover warnt nun ausdrücklich davor, Steine oder andere aus dem Wasser des Steinhuder Meers oder am Ufer aufzusammeln und mitzunehmen. Entsprechende Schilder werden im Laufe des heutigen Montags aufgestellt. Kinder sollten am Surfstrand nicht spielen. Eine komplette Sperrung des Uferbereichs ist nicht vorgesehen. „An vielen Stellen in Deutschland gibt es nach wie vor Munitionsreste, zum Beispiel an der Ostsee“, sagt Papenfuß. „Vermeintlich harmlose Funde, die nur wie Kieselsteine aussehen, sind deshalb mit Vorsicht zu behandeln.“

Die Phosphorreste, die die Frau am Sonntag gefunden hatte, konnten nicht geborgen werden – die Finderin hatte sie zurück ins Wasser geworfen, nachdem sie sich entzündet hatten. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist am Montagvormittag vor Ort und prüft die Lage.

 

Endlich wieder Kita, so liefen die ersten Tage – JUH KItas

Endlich wieder Kita, so liefen die ersten Tage

3. Juli 2020/in Region Hannover

Hannover. Wer Kinder, Eltern oder Erzieher zu Corona befragt, kriegt eine klare Antwort: NICHT lustig! Die Covid-19-Pandemie ist seit Mitte März eine Herausforderung für alle kleinen und großen Menschen, für jede Familie und jede Einrichtung für Kinder. Seit dieser Woche herrscht in den Krippen und Kitas nun wieder „Regelbetrieb“, alle Kinder haben Anspruch auf eine Betreuung.

Dass es in den Kitas aber doch anders als in der Vor-Corona-Zeit läuft, fällt sofort auf. Überall sind Hygiene-Hinweisschilder, in den Eingängen hängen vermehrt Desinfektionsmittelspender. In vielen Einrichtungen werden die Kinder vor der Tür abgeben und wieder abgeholt, und wer eine große Außenanlage hat, konnte Spielbereiche für die einzelnen Gruppen abtrennen, damit sich die Kinder auch draußen nicht mischen. Selbstverständlich tragen alle Eltern beim Bringen und Holen Masken und wahren Abstand, Gespräche werden bewusst kürzer gehalten als sonst. Aber ansonsten läuft alles wieder normal? Nicht ganz, sagen drei Johanniter-Einrichtungsleiter aus Kitas in Laatzen, Hainholz und Wunstorf und berichten von dieser Woche und ihren Erfahrungen aus den vergangenen Monaten.

Vanessa Baum, Leiterin des Familienzentrums „Hainholzer Hafen“ in Hannover-Hainholz: „In unserer Kita werden 80 Kinder betreut, etwa 300 Menschen gehen hier täglich ein und aus. Viele unserer Familien leben im sozialen Brennpunkt. Sieben oder sogar neun Menschen in einer Drei-Zimmer-Wohnung ist hier nicht selten. Das Kindeswohl steht bei uns immer an oberster Stelle, in der Corona-Zeit, als die Kinder nicht mal auf den Spielplatz konnten, ganz besonders.“ Als Mitte März beschlossen wurde, die Kindertagesstätten zu schließen, erstellte Vanessa Baum noch am gleichen Tag für 24 Mitarbeiter aus drei Johanniter-Kitas in Hannover Arbeitspläne fürs Homeoffice. Vier Wochen lang koordinierte sie die Kollegen, versuchte ihnen so viel Ruhe, Sicherheit und Orientierung zu geben, wie nur möglich. Gleichzeitig wuchsen bei ihr und ihren die Kollegen die Sorgen. Wie geht es den Kindern? Was läuft in den Familien? Selbst unter größtem Einsatz können Telefonate einen persönlichen Kontakt und Eindruck nicht ersetzen. In Absprache mit der Stadt bot der Hainholzer Hafen deshalb ab Mitte April eine Notbetreuung an. Weniger damit Väter und Mütter ihren systemrelevanten Berufen nachgehen konnten, sondern um die über Wochen angestauten Spannungen in den Familien abzubauen. „Die Eltern waren sehr dankbar und erleichtert, als wir uns bei ihnen meldeten“, sagt Vanessa Baum. Ebenso die Kinder. Inzwischen sind fast alle Kinder wieder im Hainholzer Hafen. Wie groß der Stress zuhause war, erleben die Erzieher in diesen Tagen. Vanessa Baum: „Bei manchen arbeiten wir die Erlebnisse aus der Corona-Zeit gerade auf.“

Diana Dettke, Leiterin der Betriebs-Kindertagesstätte „KinderZeit“ in Wunstorf: „Was unsere pädagogische Arbeit betrifft, katapultieren die Corona-Vorgaben uns gerade zurück ins Mittelalter.“ In der KinderZeit werden 60 Kinder zwischen ein und sechs Jahren betreut. Zu den Grundprinzipien des Hauses gehört, dass sie vieles mitbestimmen dürfen. Zum Beispiel, womit sie sich beschäftigen und mit wem sie spielen wollen. Geht zurzeit aber nicht, die Gruppen Mini, Mixi und Maxi müssen unter sich bleiben. Feste Essenszeiten gibt es in der KinderZeit eigentlich auch nicht. Hier können die Mädchen und Jungen selbst entscheiden, wann sie zum Mittagessen gehen. Wie finden sie denn die neuen Regeln? „Die Kinder sind vor allem froh, dass sie wiederkommen dürfen und haben sich schnell umgewöhnt“, sagt Diana Dettke. Die Betreuer sehen es derweil als eine Herausforderung, trotz der behördlich gesetzten Grenzen Freiräume zu schaffen und die Selbstständigkeit der Kinder weiter zu fördern. Vom ersten Tag der Schließzeit an hatten sie Kontakt zu den Familien gehalten, täglich wurden Videos gedreht, viele persönliche Briefe gingen zwischen der Kita und den Familien hin und her. Vielleicht klappte die Wiedereingewöhnung auch deshalb bei ausnahmslos allen problemlos. Diana Dettke genießt den ins Haus zurückgekehrten Trubel, auch wenn sie die Corona-Regeln als „einen erheblichen Einschnitt in den pädagogischen Fortschritt“ empfindet. Immerhin kann sie jetzt wieder mittendrin und dabei sein, weil das (Sorgen-)Telefon in ihrem Büro nicht mehr permanent klingelt.

Andreas Ott, Leiter der Kita „Pinienweg“ in Hannover-Laatzen: „Es war Freitag, der 13. März, da wurde der Stecker gezogen.“ Einrichtungsleiter Andreas Ott erinnert sich genau. Die Kita Pinienweg mit Platz für 100 Kinder war gerade erst eröffnet und am 3. Februar an den Start gegangen. 23 Kinder in fünf Gruppen wurden Mitte März eingewöhnt, mit jedem Monat wären neue hinzugekommen. So aber stand das große, neue Haus erstmal wieder leer. Dafür klingelte auch bei Andreas Ott das Telefon fast ohne Unterlass. „Es gab von Elternseite viel Redebedarf, aber auch viel Verständnis“, sagt der Kita-Leiter im Rückblick. Sein Team erstellte Videos für die Familien, vor der Tür der Forscherkita wurde eine Ideenkiste mit Material für Experimente, Spielideen, selbst gestaltete Puzzles und Spiele aufgestellt. Das war ein Angebot, das von den Eltern dankbar angenommen wurde. Nicht nur, um Zuhause etwas zu tun zu haben, sondern auch, um ein Ziel für einen Ausflug zu haben oder ein kurzes Gespräch mit dem Kitaleiter durchs geöffnete Bürofenster führen zu können. Im Pinienweg sind 58 Kinder zurzeit in der Betreuung, im August folgt ein großer Schwung mit Neuzugängen, dann sind die Gruppen endlich voll. Eines bedauert der Kita-Leiter sehr: „In der Corona-Zeit wurden der Garten gestaltet und alle Spielgeräte aufgestellt. Nur wenige Kinder konnten die Baustelle miterleben. Eigentlich total schade.“

Zwischenbilanz „Section Control“ auf der B6 – section control

Zwischenbilanz „Section Control“ auf der B6

2. Juli 2020/in Region Hannover

REGION HANNOVER. Am 14. November 2019 startete der Pilotbetrieb der Abschnittskontrolle „Section Control“ auf der Bundesstraße 6 südlich von Hannover. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bestätigt, dass für den Betrieb der Anlage eine ausreichende Rechtsgrundlage im Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (NPOG) besteht.

Inzwischen sind in dem bisher über sieben Monate laufenden Messbetrieb mehr als 1.000 Verstöße wegen zu schnellen Fahrens festgestellt worden. Insgesamt 1.065 Geschwindigkeitsverstöße hat die Polizeidirektion Hannover als Betreiber der Pilotanlage mit Stand vom 29.06.2020 zur Anzeige gebracht.

Pistorius: „Überzeugende Zwischenergebnisse dieser vielversprechenden neuen Technik für mehr Verkehrssicherheit“

Allein in 194 Fällen führten die hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen zu Bußgeldern, in 152 Fällen kamen auch noch Punkte für die verantwortlichen Fahrzeugführerinnen und -führer dazu. Noch schneller waren 17 Fahrende, die zusätzlich sogar ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt bekommen haben. So wird sich etwa ein Mann verantworten müssen, der auf der rund 2,2 Kilometer langen Strecke mit seinem Auto mit durchschnittlich 160 km/h gemessen worden ist. Damit liegt ein neuer Höchstwert seit Beginn der Messungen vor. Neben dem einmonatigen Fahrverbot erwarten den Mann ein Bußgeld über 240 Euro und der Eintrag von zwei Punkten im Fahreignungsregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt dazu: „Vor dem Eintritt in die Messstrecke steht ein gut sichtbares Schild, das auf die Geschwindigkeitsmessung hinweist. Die bisherigen Ergebnisse und Beobachtungen in Bezug sowohl auf das Fahrverhalten als auch auf das Unfallgeschehen zeigen ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit. Trotzdem gibt es Ausreißer mit bis zu 160 km/h. Dieses Beispiel belegt, dass einige immer noch meinen, dass Rasen ein Kavaliersdelikt sei. Dabei ist Rasen weiterhin die Todesursache Nummer Eins im Straßenverkehr. Auf dem Abschnitt der Messstrecke hat es zudem seit dem Aufbau der Anlage keine schwerwiegenden Unfälle mehr gegeben, was ein weiterer Hinweis für die positive Wirkung von Section Control ist.“

Sollten die Ergebnisse des Pilotbetriebs weiterhin positiv sein, wird der Niedersächsische Landtag über die Ergebnisse informiert, mit dem Ziel, die Anlage auf der B6 in den Dauerbetrieb zu überführen. Darüber hinaus beabsichtigt Niedersachsen, die Nutzung der Technik auch an anderen für die Abschnittskontrolle geeignete Orten in Deutschland zu empfehlen.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir zum Ende dieses Jahres bestätigen können, dass die Abschnittskontrolle einen wesentlichen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten wird. Einerseits werden Raser identifiziert und zur Verantwortung gezogen, außerdem wird die Geschwindigkeit und der Verkehrsfluss harmonisiert. Die positive Folge sind weniger gefährliche Situationen und weniger Unfälle. Wir werden die Entwicklung weiterhin genau beobachten. Unabhängig von dem geringeren Verkehrsaufkommen während der Corona-Lockdown-Phase haben uns die Erfahrungen der letzten Monate bereits gezeigt, dass sich Section Control positiv auf die Verkehrssicherheit auswirkt und auch reibungslos funktioniert. Ich freue mich, dass wir den Schritt zu diesem Pilotprojekt gewagt haben und Section Control jetzt rechtssicher möglich ist. Nur mit weiteren modernen und innovativen Schritten werden wir auf Deutschlands Straßen die Anzahl an Verkehrsunfällen mit schweren Folgen und Verunglückten deutlich senken können“, so Pistorius.

Um auch über die Grenzen Niedersachsens hinaus auf den Straßen eine Steigerung der Verkehrssicherheit zu erreichen, wird Minister Pistorius seine Kollegin und Kollegen bei der kommenden Innenministerkonferenz über die Ergebnisse des Pilotprojektes in Niedersachsen informieren. Die Innenminister und -senatoren hatten bei ihrer 200. Sitzung im Dezember 2014 beschlossen, dass die Abschnittskontrolle in Niedersachsen bundesweit als Pilotprojekt für alle Länder angesehen wird.

 

Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423444© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen

28. Juni 2020/in Region Hannover

HILDESHEIM / HANNOVER. Mit über 3.000 Bikern demonstrierte heute die Interessengruppe „Demo gegen Fahrverbote Hildesheim!“ gegen eine Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm vom 15. Mai 2020.

Die Biker wollen mir ihrer Fahrt von Hildesheim nach Hannover und zurück ein deutliches Zeichen setzen. Sie möchten verhindern, dass in Zukunft ein von Ländern verhängtes Sonntagsfahrverbot erlassen werden kann oder neue Lärmpegel-Grenzen gelten. Die Einschränkung des Lärmpegels soll zwar vorerst nur für Neuzulassungen gelten, aber einige Motorräder könnten schon heute bei Auslieferung diese Grenzenwerte nicht halten.

Der Pressevertreter der Interessensgruppe, oliver Schur, brachte es in einem kurzen Interview auf den Punkt: „Hier werden alle Motorradfahrer in einen Topf geschmissen. Wir werden pauschal abgestraft, ohne zum Beispiel auch einmal einen Blick auf getunte Sportwagen zu werfen. Klar gibt es einige Motorradfahrer, die ihre Maschinen unerlaubt frisieren oder verbotene Teile einbauen, um mehr Sound rauszuholen. Aber bei 4,5 Millionen zugelassenen Motorrädern ist das nur ein geringer Teil. Die meisten Biker halten sich an die gesetzlichen Auflagen. Wenn es zu einem Fahrverbot oder großen Streckensperrungen kommen sollte, entzieht man pauschal allen Motorradfahrern das Recht, in ihrer Freizeit ihrem Hobby nachzugehen.“ Was passiert dann zum Beispiel mit der Gastronomie, die durchaus die Biker am Wochenende als Kunden schätzt?

Bei dem rund 10 Kilometer langen Konvoi setzte die Polizei auch zur Unterstützung Ordner auf Motorrädern bei kurzfristigen Sperrungen ein. Zweimal mussten die Biker ihre Fahrt unterbrechen, um die aufwendigen Absicherungen neu aufzubauen. Auf der Autobahn 7 standen vielen Zuschauer auf den Brücken und unterstützten die Biker mit Winken und Plakaten in ihrem Anliegen.

Den Abschluss bildete eine Kundgebung auf dem Schützenplatz in Hildesheim. Hier konnten die Teilnehmer die eindrucksvolle Menge an Kräder noch einmal bewundern. Die Organisatoren bedankten sich ausdrücklich bei allen Teilnehmern und Ordnern für die bei der Tour geleistete Disziplin, ohne nicht zu vergessen daran zu erinnern… man käme wieder, wenn sich an der Entschließung nichts maßgeblich ändere.

Torsten Glorius vom Online-Motorradmagazin OUT4ARIDE, übergab im Anschluss auf der Bühne noch einen offenen Brief, der an die Mitglieder des Bundestages adressiert ist und noch einmal um sorgfältige Überprüfung aller Fakten und Informationen bittet.

Was sagen nun Ministerien und der ADAC zu der Entschließung? Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU): „Ich will keine weiteren Verbote und Verschärfungen für Motorradfahrer“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Auch der ADAC lehnt eine pauschale Forderung nach Verkehrsverboten an Sonn- und Feiertagen entschieden ab. ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: „Nach unseren Kenntnissen ist die überwiegende Mehrheit der Motorradfahrer ordnungsgemäß unterwegs. Aufgrund einiger weniger ‚schwarzer Schafe‘ Kollektivstrafen zu verhängen, wie sie etwa eine Streckensperrung darstellt, ist nicht angemessen.“ Zudem führe die Sperrung einer beliebten Motorradstrecke zwangsläufig dazu, dass auf andere Strecken ausgewichen werde, so Hillebrand. Rund ein Fünftel der ADAC-Mitglieder sehen den Geräuschpegel von Motorrädern schon als Belastung an.

Zum Abschluß hatten die Biker noch für den Hildesheimer Verein „Regenbogen. e.V. “ ca. 5.227,78 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder gesammelt. Biker haben auch ein besonderes Herz für Kinder.

Inzwischen hat sich auch der verkehrspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alois Rainer, zu der Entschließung des Bundesrates geäußert: „Zu laute Motorräder sind ohne Zweifel ein ernstes Problem für zahlreiche lärmgeplagte Menschen. Dieses Problem muss man entschieden angehen. Viele erfolgreiche Initiativen vor Ort zeigen, wie das geht. Und da, wo der Bund weiterhelfen kann, wird er das tun. Das umfasst aber keine generellen Verbote. Ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen, so wie es die Länder im Bundesrat gefordert haben, wird es mit uns definitiv nicht geben. Ein solches Fahrverbot wäre ein gravierender Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte der Menschen. Es ist für mich völlig unverständlich, wie der Bundesrat so etwas beschließen kann. Auch halte ich die Forderung der Länder nach einer Pflicht zum Führen eines Fahrtenbuches für völlig überzogen und lebensfern. Sämtliche Motorradfahrer würden dadurch unter Generalverdacht gestellt. Dabei verhält sich die Mehrzahl der Fahrerinnen und Fahrer rechtstreu und verantwortungsbewusst.“

  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423374
    Einige Biker trafen sich schon auf den Tankstellen am Messeschnellweg © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423380
    Schon vor Beginn der gemeinsamen Fahrt werden die Spielregeln für die Demo erklärt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423386
    Treffpunk zum Start war das Gelände rund um die Halle 39 in Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423387
    Die ankommenden Bikergruppen werden auf die umliegenden Parkplätze verteilt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423388
    Die Anzahl der Motorräder aus nah und fern ebbt nicht ab © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423391
    Die Motorradstaffel der Polizei bereitet sich auf die Absperrmaßnahmen vor © Bernd Günther
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    Unterweisung der Ordner durch den Einsatzleiter der Polizei vor dem Start mit klaren Handlungsabsprachen © Bernd Günther
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    Bei der steigenden Anzahl der Teilnehmer muss in der Orga alles klappen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423425
    Die Ordner starten vorweg und nehmen dann die Unterstützung der Motorradstaffel der Polizei auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423427
    Die Teilnehmer können es kaum erwarten, dass es los geht © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423434
    Die Biker bekommen auf jeder Autobahnbrücke lautstark Unterstützung durch Zuschauer © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423443
    Vorbei am Maschsee geht es in Hannover zum ersten Stop © Bernd Günther
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    Die Culemannstraße und das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer werden für 3.000 Biker zum einzigen Parkplatz © Bernd Günther
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    Verdiente Pause in der City von Hannover © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423451
    Für Motorradfreunde gab es interessante Maschinen zu sehen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423453
    Kurz ein paar Schluck Wasser und dann geht es wieder in den Sattel © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423456
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423460
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423463
    Die Ordner nehmen mit ihren Maschinen wieder die Absicherung der Strecke auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423467
    Die Ordner nehmen mit ihren Maschinen wieder die Absicherung der Strecke auf © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423478
    Kurzer Stop auf der Bundesstraße 3 zur Neuordnung der Absicherung der Teilnehmer © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423485
    Endpunkt Schützenplatz Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423486
    Endpunkt Schützenplatz Hildesheim © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423490
    Über 30 Minuten fährt Bike für Bike auf den Schützenplatz © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423491
    Über 30 Minuten fährt Bike für Bike auf den Schützenplatz © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423494
    Schnell noch einen Schnappschuß mit dem Handy als Erinnerung © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423496
    Die Organisatoren können sich nach erfolgreicher Arbeit entspannen © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423501
    Ein Dankeschön an alle Biker und Ordner für die eingehaltene Disziplin und ihre Mitwirkung.
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423507
    Entspannte Gesichter beim Orga-Team © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423511
    "Ihr wart Spitze" trifft es auf den Punkt © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423523
    Entspannte Atmosphäre vor der Bühne © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423525
    Das Orga-Team von "Demo gegen Fahrverbote Hildesheim" © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423529
    Torsten Glorius hat einen offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten verfasst © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423534
    Demo gegen geplante Motorradfahrverbote mit 3.000 Bikern © Bernd Günther
  • Mit über 3.000 Bikern gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen – BGPress 1423537
    Der Verein "Regenbogen. e.V." erhielt zum Abschluss noch von den Bikern eine Spende von 4.500 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder © Bernd Günther

Der offene Brief an die Mitglieder des Bundestages von Torsten Glorius

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Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit – Corona Warnapp Heuer

Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit

26. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Unter dem Motto „Corona-Warn-App – Langenhagen macht mit“ unterstützt die Stadtverwaltung Langenhagen die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App der Bundesregierung und ermuntert Mitarbeitende, aber auch Bürgerinnen und Bürger, dabei zu sein.

„Wir halten die App für sehr sicher und transparent. Und sie kann helfen, Infektionsketten auch bei Zufallsbegegnungen nachzuvollziehen“ fasst Bürgermeister Mirko Heuer die Vorteile zusammen. Er betont besonders die Freiwilligkeit des Mitmachens: „Niemand wird gezwungen, mitzumachen oder sich im Falle eines positiven Tests über die App zu melden. Aber wer mitmacht, hilft seinen Mitmenschen, auch in Langenhagen“, so Heuer weiter.

Bei der Umsetzung stand laut Bundesregierung das Thema Transparenz und Datenschutz ganz besonders im Fokus. Es werden demnach alle Daten lediglich anonymisiert gespeichert und nach 14 Tagen automatisch gelöscht.

Dies waren auch die Gründe für den Personalrat der Stadtverwaltung, die Empfehlung der App mitzutragen, erklärt Vorsitzender Peter Kleinsorge: „Unser Fokus ist der Mitarbeiterschutz und die Gesundheitsvorsorge. Die Corona-Warn-App kann ein wirksames Instrument zur Eindämmung der Pandemie sein, deshalb stehen wir klar dahinter“.

Zur Corona-Warn-App:

Der Einsatz der Corona-Warn-App ist simple: Nach dem Herunterladen auf’s Smartphone wird die App installiert. Sobald Bluetooth aktiviert ist und der Risiko-Ermittlung zugestimmt wurde, kann es losgehen. Die App speichert anonymisierte Codes von allen Kontakt-Personen, die dem Nutzer begegnen – bekannt oder unbekannt. Das heißt auch zufällige Begegnungen mit infizierten Personen können nachvollzogen werden, ein großer Vorteil in der Aufdeckung von Infektionsketten. Voraussetzung ist, dass Menschen mit dem Corona-Virus ihre Daten ins System übertragen haben, sich also auch als erkrankt gemeldet haben. Außerdem braucht es möglichst viele Nutzer, um Kontaktpunkte auch aufzeichnen zu können. Bisher sind schon mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland dabei.

Städtebauförderprogramm 2020: Langenhagen erhält über 1,5 Millionen Euro – Langenhagen Strassenbau

Städtebauförderprogramm 2020: Langenhagen erhält über 1,5 Millionen Euro

22. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen erhält mit dem Städtebauförderprogramm 2020 mehr als 1,5 Millionen Euro, um weitere Investitionen in ihre beiden Sanierungsgebiete zu tätigen. Mit der Förderkompente „Sozialer Zusammenhalt – Wiesenau“ (ehemals „Soziale Stadt“) werden Zuschüsse von Bund und Land in Höhe von 700.000 Euro bereitgestellt. Für „Lebendige Zentren – Kernstadt Nord / Walsroder Straße“ sind es weitere 880.000 Euro. Neben diesen zweidrittel Förderanteilen steuert Langenhagen jeweils ein weiteres Drittel bei – sowohl von 350.000 Euro als auch 440.000 Euro. Damit steht 2020 ein Gesamtvolumen von 2,37 Millionen Euro für die weitere Entwicklung der Sanierungsgebiete zur Verfügung.

Die Städtebauförderung ist ein wichtiges Instrument zur Unterstützung von nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Ziele einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch ausgewogenen Stadtentwicklung können mit den Städtebaufördermitteln in Langenhagen konkretisiert werden.

Die Stadt hat sich deshalb neben den seit 2015 erfolgreich laufenden Förderprogrammen für Wiesenau und Kernstadt Nord / Walsroder Straße für das ehemalige Programm „Zukunft Stadtgrün“ beworben. Diese Beantragung wurde positiv gewürdigt. Die Teilfläche des Stadtparks mit 43,9 Hektar (ha) befindet sich in unmittelbare Nähe zum Sanierungsgebiet Kernstadt Nord / Walsroder Straße mit 24,8 ha. Beide sollen nun zusammengeführt werden. Mit dieser Gebietserweiterung (Gesamtfläche 68,7 ha) können insbesondere Maßnahmen des Klimaschutzes, zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Verbesserung der grünen Infrastruktur erzielt werden.

„Mit den neuen Fördermitteln und der Zusage der Gebietserweiterung Stadtpark können wir die positiven Entwicklungen in den Langenhagener Sanierungsgebieten fortführen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Bereits vorgesehen sind: die Umsetzung des Grün- und Freiflächenkonzeptes Wiesenau, Verbesserung der Gebäudesubstanz, Einsatz des quartierseigenen Verfügungsfonds, weitere Straßensanierungen in Wiesenau sowie die Unterstützung baulicher öffentlicher und privater Maßnahmen in der Kernstadt-Nord in 2020. Das Förderprogramm umfasst auch eine breit angelegte Bürgerbeteiligung und die Behebung städtebaulicher Missstände. „Sichtbare Ergebnisse der Stadtentwicklung unter Einsatz von Städtebaufördermitteln sind bereits heute sichtbar und verschiedene standortstärkende Maßnahmen spürbar“, ergänzt Bürgermeister Mirko Heuer.

Private Investoren können aus den Programmen Zuschüsse für die Sanierung ihrer Gebäude unter bestimmten Voraussetzungen erhalten. Mehr als 70 Grundstückseigentümer haben bereits Interesse an einer Sanierungsberatung gezeigt. Zahlreiche Gebäude wurden mit Hilfe der Städtebauförderung in den Fördergebieten saniert. Zuschüsse werden nach den Städtebauförderrichtlinien des Landes Niedersachsen und der städtischen Förderrichtlinie vergeben (siehe städtische Internetseite). Interessierte können gern einen Ortstermin mit Christine Söhlke, Bereich Sanierungsplanung, Telefon: 0511/ 7307-9424 (Mail: christine.soehlke@langenhagen.de) vereinbaren.

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat in der Pressemitteilung vom 10. Juni weitere Fördermittel angekündigt. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Kommunen stark gefordert sind, ist die Städtebauförderung eine tragende Säule für die Entwicklung in den Städten und Gemeinden. In dieser schwierigen Phase ist die Bauwirtschaft ein wichtiger Konjunkturmotor. Mit der Städtebauförderung setze man ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt.

Rotlichtaktion der ganz besonderen Art

19. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Rot sollen am kommenden Montagabend Besucher, Passanten und Autofahrer an verschiedenen Orten in Langenhagen sehen. Die Veranstaltungsbranche macht mit „Night of Light“ auf ihre Corona-bedingte Notlage aufmerksam.

Unter der Überschrift „Night of Light“ werden am Montagabend, 22. Juni neben dem Kulturdreieck – Haus der Jugend und des Sports und Sitz des MIMUSE-Büros, Kunstverein und Musikschule – der Theatersaal, das daunstärs sowie der vhs-Treffpunkt in rotem Licht erstrahlen.

„Wir möchten mit unserer Teilnahme an dieser Aktion unsere Solidarität mit den Kulturschaffenden zeigen“, erläutert Eva Bender, Dezernentin für den Geschäftsbereich II. „Die Stadt Langenhagen, das Monopol, der Kunstverein, die vhs-Langenhagen und die Musikschule Langenhagen nehmen daher gerne, an der Night of Light 2020 teil und beleuchten ab 22 Uhr die Gebäude.“

Mit der symbolischen „Alarmstufe Rot“ soll auf die schwierige wirtschaftliche Lage der von Künstlern Kulturschaffenden aber auch Messebauern, Zeltverleihern, Technikausstattern und vielen Berufen mehr in der Veranstaltungsbranche, hingewiesen werden.

„Auch die MIMUSE ist natürlich massiv betroffen“, so Inga Herrmann, die am 1. Juni die Leitung der MIMUSE von Franz Gottwald übernommen hat. „Im Frühjahr mussten elf Vorstellungen abgesagt werden und wie es im Herbst weitergehen kann, ist unklar. Der Vorverkauf ist mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, die Menschen trauen sich einfach nicht, Karten für Theater zu kaufen. Hinzu kommt, dass, wenn überhaupt gespielt werden darf, sicherlich Abstands- und Hygieneregelungen die Anzahl der zugelassenen Zuschauer massiv reduzieren wird.“

Der Theatersaal hat regulär rund 550 Plätze. Nach den derzeitigen Abstandsregelungen wären nach ersten Berechnungen damit ca. 100 Zuschauer möglich. Vorstellungen im daunstärs müssten vollständig entfallen, da hier bereits das Foyer viel zu klein ist und nicht einmal 15 Personen im Zuschauerraum sitzen dürften. Normalerweise sind es rund 100 Plätze.

Für den Initiator der Aktion „Night of Light“ und Vorstand der LK-AG Essen, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen: „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.

„Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder florale Dekoration zu Events beisteuert.

Bis Dienstagnachmittag verzeichneten die Organisatoren auf ihrer Internetseite mehr als 2000 Gebäude, die beleuchtet werden sollen. Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe könnten weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden.
In der deutschen Veranstaltungswirtschaft sind nach Angaben der Organisatoren rund eine Million Menschen beschäftigt. Der Jahresumsatz der Branche liege bei 130 Milliarden Euro.

Toiletten-Anlage am Waldsee ist geöffnet – Toiletten Waldsee

Toiletten-Anlage am Waldsee ist geöffnet

18. Juni 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen öffnet die sanitäre Anlage am Waldsee ab Freitag, 19. Juni, für die kostenlose Nutzung. Sie hält dieses Angebot für Gäste des beliebten Sees in Krähenwinkel während der Badesaison aufrecht. Vorbehaltlich des Wetters wird die Anlage bis Mitte September montags bis freitags einmal täglich von städtischen Mitarbeitern gereinigt.

„An sonnigen Tagen, wenn viele Menschen Zeit am See verbringen wollen, ist es sinnvoll, dass ihnen fußläufig sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen“, sagt Kirsten Grimm-Hose, Leiterin der städtischen Gebäudeverwaltung. „Viele schätzen darum dieses Angebot und gehen sorgsam mit der Anlage um.“ Sie appelliert an alle anderen Seegäste, diesen guten Beispielen zu folgen und eine unnötige Verunreinigung der Toiletten-Anlage im Interesse der Gemeinschaft zu vermeiden.

Die Verwaltung hatte die Toiletten-Anlage am Waldsee zuletzt gründlich reinigen lassen, um sie für die öffentliche Nutzung freigeben zu können. In das Häuschen war zuletzt eingebrochen worden. Die Vandalismusschäden, die dabei unter anderem im Inneren angerichtet wurden, haben städtische Handwerkern behoben.

Im Zuge der Wiederöffnung weist die Stadt daraufhin, dass das Wasser aus den Hähnen der Handwaschbecken nicht zum Trinken geeignet ist. Die komplette Toiletten-Anlage wird mit Brunnenwasser betrieben, weshalb es mitunter zu Wassereinfärbungen kommen kann. Grund dafür ist der Eisenanteil im Brunnenwasser.

Inhalt eines Entsorgungsfahrzeuges brannte in Ahlten – BGPress 1412667© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Inhalt eines Entsorgungsfahrzeuges brannte in Ahlten

18. Juni 2020/in Region Hannover

LEHRTE / AHLTEN. Heute Vormittag (19.06.) brannte in der Raiffeisenstraße in Ahlten aus unbekannter Ursache die Ladung eines Entsorgungsfahrzeuges. 

Die Feuerwehr entnahm zum Ablöschen die Plastiksäcke aus dem Fahrzeug. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Stadtfeuerwehr Lehrte und die Freiwillige Feuerwehr Ahlten waren im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Raiffeisenstraße war während des Einsatzes für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

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