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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

KVN schalten Online-Terminvergabe für Reiserückkehrer – BGPress 3452

KVN schalten Online-Terminvergabe für Reiserückkehrer

16. August 2020/in Region Hannover

HANNOVER/LANGENHAGEN. Seit Freitag (14. August) hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) ein Online-Terminportal für freiwilligen Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Nichtrisikogebieten aus dem Ausland geschaltet.

Verbunden damit ist eine Zentralisierung der Probeentnahmen nicht nur für Pflichttests bei Flugreiserückkehrern aus Risikogebieten – darunter seit Samstag auch der größte Teil Spaniens – als auch für die seit diesem Tag laufenden Online-Termin über das Portal der KVN (www.kvn.de/coronatest).

Die Termine über dieses Portal werden in der Zeit von 8:00 – 24:00 Uhr im 7-Minuten-Takt vergeben. Schaut man allerdings auf das Portal der KVN, so sind alle Termine auch schon am Montag und die Termine am Dienstag bis in die Nachmittagsstunden vergeben (Stand Sonntag 19:00 Uhr). Die Johanniter betreiben mit ihren Einsatzkräften das inzwischen erweiterte Corona-Testzentrum zwar rund um die Uhr, allerdings nur für Reiserückkehrer, die auf dem Flughafen Langenhagen landen und sich freiwillig testen lassen wollen oder der Testpflicht unterliegen. Für freiwillige Tests über das Online-Portal gelten die oben genannten Uhrzeiten. Das Drive In beim Deutschen Roten Kreuz in Empelde als weitere Testmöglichkeit ist am Samstag von der KVN eingestellt worden.

Personen, die mit dem PKW zum Flughafen kommen, können in dem gut ausgeschilderten Parkhaus 6 parken und dann zu Fuß Richtung Terminal C, wo sich das zentrale Corona-Testzentrum der Johanniter vor dem Gebäude befindet.

KVN schalten Online-Terminvergabe für Reiserückkehrer – BGPress 3446

Der Parkplatz für die Online-Terminvergabe zum Corona-Test für Reiserückkehrer ist gut ausgeschildert © Bernd Günther

Nach Aussagen von Bettina Martin (Johanniter) wurden am Freitag 1.200 und am Samstag sogar 1.700 Reiserückkehrer getestet. Samstagsfrüh kam es dann bei fast zeitgleicher Ankunft von 3 Flugzeugen aus Plama de Mallorca zu einem ersten erheblichen Rückstau bei den Testungen. Hinzu kamen noch die zusätzlichen Online-Termine, die sich ebenfalls in die lange Warteschlange einreihen mussten. Hierbei wurden vermehrt die Abstandsregeln der Flugreisenden vor dem Testzentrum nicht mehr eingehalten. Bettina Martin versicherte aber, dass auf dem Testareal der Johanniter eine Security für die Einhaltung der Masken- und Abstandspflicht sorgt.

Im Flughafengebäude sind gut sichtbar Schilder zum Corona-Testzentrum aufgestellt. Außerdem weist der Airport im Gebäude laufend auf die Einhaltung der Regeln und den Hinweis zum Testzentrum mehrsprachig hin.

KVN schalten Online-Terminvergabe für Reiserückkehrer – BGPress 3451

Reiserückkehrer auf dem Weg zum gut ausgeschilderten Corona-Testzentrum © Bernd Günther

Am heutigen Sonntag stellte sich der Betriebsablauf deutlich entspannter im Corona-Testzentrum dar. In der Regel sind zu testende Personen bei normalem Betrieb innerhalb von 20 Minuten durchgeschleust. Die Ergebnisse gibt es dann in einem Zeitraum von in der Regel 24 Stunden per SMS oder Corona-Warn-App.

Die Nutzung der Online-Terminvergabe der KVN gestaltet sich einfach und übersichtlich und trägt deutlich zur Entlastung der Hausärzte bei Nachfragen von Reiserückkehrern bei. Die Termine müssen aber, wenn sie kostenlos durchgeführt werden sollen, innerhalb von 72 Stunden nach Einreise aus dem Ausland durchgeführt werden.

Der Pressesprecher der KVN, Dr. Uwe Köster teilte inzwischen mit, dass am Sonntag 1.800 Testungen durchgeführt wurden. 270 davon kamen über das Online-Portal. Auch Reiserückkehrer aus Riskiogebieten, die mit anderen Verkehrsmitteln aus dem Ausland eingereist sind, können sich über das Online-Portal für einen Testtermin anmelden. Die Testzeiträume beim Portal werden laut Köster ggf. noch einmal an die Ankunftzeiten von Flugzeugen aus Risikogebieten angepasst, um sich dann gezielt auf die Flugreisenden im Corona-Testzentrum am Airport zu konzentrieren.

Großaufgebot an Rettungskräften sucht nach vermissten Schwimmer in Angelsee bei Rethen – Wassersuche Rethen© Senft / Stadtfeuerwehr Laatzen

Großaufgebot an Rettungskräften sucht nach vermissten Schwimmer in Angelsee bei Rethen

15. August 2020/in Region Hannover

RETHEN / LAATZEN (PM/red.). Mit einem Großaufgebot an Rettungskräften suchten Polizei und Feuerwehr nach einem untergegangenen Mann in einem Angelteich nahe der Ortschaft Rethen (südlich der Flutbrücke der B443). Erst nach rund sechs Stunden konnte der leblose Körper des Mannes über Rettungshunde der DRK-Rettungshundestaffel aus Empelde aufgespürt und anschließend über Taucher geborgen werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann bereits tot. 

Um 8.16 Uhr hatten die Rethener und Laatzener Feuerwehren mit den Stichworten „Bergmannscher Teich eine Person soeben ertrunken“ den Alarm über Funkmelder bekommen. Umgehend rückten mehrere Einsatzfahrzeuge in Richtung der Flutbrücke an der Koldinger Straße in Rethen aus. Das Boot der Ortsfeuerwehr Laatzen wurde zu Wasser gelassen und die Personensuche sofort aufgenommen. Am Ufer suchten Helfer in Wathosen. Taucher der Feuerwehren Lehrte, Sehnde und Burgdorf gingen ab 8.50 Uhr zu Wasser und suchten so unter der Wasseroberfläche nach dem Mann. Über einen Graben zu überbrücken legten die Laatzen Bohlen über einen kleinen nassen Graben und stellten Teile der Rettungsplattform als „Brücke“ darauf. Eine Drohne der Laatzener Feuerwehr flog auch über den Teich hinweg. Der Teich ist etwa fünf Meter tief und reichlich mit „Grünzeug“ bewuchert, die Sicht für die Taucher war so sehr eingeschränkt. Der Rettungshubschrauber Christoph 4, ein weiterer Notarzt sowie ein Rettungswagen waren ebenfalls vor Ort im Einsatz.

Gemeldet hatten den Vorfall mehrere Angelfreunde die Naturierungsarbeiten am Ufer vornehmen wollten. Den Männern waren zwei Schwimmer im See aufgefallen, die aufgeregt nach etwas suchten. Diese sprachen leider kein Wort Deutsch. Mit „Händen und Fußen“ fand eine Konversation statt, so erfuhren die Laatzener, dass von den Männern einer untergegangen ist. Wann genau konnte nicht geklärt werden. Ein Notruf wurde gegen 8.15 Uhr abgesetzt. Wie sich später herausstellte, kommen alle Männer aus Litauen und waren Schwimmen gegangen. Ein Notfallseelsorger betreute die Freude später am Ufer.

Zehn Taucher suchten nach dem Vermissten. Spürhunde der DRK-Rettungshundestaffel aus Empelde wurden ebenfalls angefordert. Diese konnten dann schließlich nach rund sechs Stunden an einer Stelle die Person unter Wasser mit mehreren Rettungshunden aufspüren. Die Bergung der leblosen Person erfolgte anschließend durch einen Taucher der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

 

Schwimmer wird im Silbersee vermisst – Silbersee Fehleinsatz© Bernd Günther

Schwimmer wird im Silbersee vermisst

14. August 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Heute Früh gegen 1:00 Uhr wurde für die Feuerwehr Langenhagen und die DLRG eine Alarmierung ausgelöst. Es wurde eine Person im Silbersee vermisst. 

Nach Beginn der Suchmaßnahmen mit 2 Booten und einer Suchkette mit Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr und dem DLRG tauchte die Person schwimmend am Uferbereich auf. Sie wurde der Polizei und dem Rettungsdienst übergeben.

Der Sucheinsatz konnte nach kurzer Zeit abgebrochen werden und die Einsatzkräfte rückten wieder ein. Zu den Hintergründen, warum der Schwimmer mitten in der Nacht im Wasser des Silbersees badete und warum der Notruf ausgelöst wurde, ist uns nichts bekannt. Gerade bei Dunkelheit sind Suchmaßnahmen am Silbersee problematisch und binden viele ehrenamtliche Einsatzkräfte.

Generell ist das Schwimmen auch zu dieser Uhrzeit auf eigene Gefahr im Silbersee erlaubt. Die DLRG sichert das Gewässer aber nur am Wochenende von 10.00–18.00 Uhr und bei schönem Wetter in den Schulferien von 10.00-18.00 Uhr ab. Die Bewachung erkennt man an der gehissten DLRG-Flagge. Die Badesaison gilt vom 15. Mai bis zum 15. September.

 

 

Der Waldsee in Krähenwinkel ist um eine vorübergehende Attraktion ärmer – Mähboot

Der Waldsee in Krähenwinkel ist um eine vorübergehende Attraktion ärmer

14. August 2020/in Region Hannover

KRÄHENWINKEL (PM). Bei zweitägiger Mahd der Wasserpflanzen wurden mehr als drei Kubikmeter Masse entfernt. Der Waldsee in Krähenwinkel ist um eine vorübergehende Attraktion ärmer. Der von der Stadt mit der Mahd der Wasserpflanzen beauftragte Klaus-Stephan Schunke hat am Donnerstag, 13. August, gegen 11 Uhr sein kleines, blaues Boot aus dem Wasser geholt. Zuvor hatte er mehr als drei Kubikmeter Pflanzenmasse aus diesem entfernt.

Auf dem etwa 1,5 Hektar großen Gewässer war das Mähboot bereits am Mittwoch, 12. August, im Einsatz, um die Pflanzen bis zu 2,5 Meter unter der Wasseroberfläche abmähen. Der Uferrand wurde dabei größtenteils ausgelassen. Dort wachsen Schilf und mancherorts auch Seerosen.

„Uns war es wichtig, dass der Charme dieses natürlichen Gewässers erhalten bleibt“, sagt Stephanie Koll von der städtischen Abteilung „Stadtgrün und Friedhöfe“. Zuletzt hätten sich jedoch Hinweise aus der Bevölkerung gemehrt, dass viele der Wasserpflanzen bis knapp unter die Wasseroberfläche reichen würden. „Der Waldsee ist relativ klein und die zum Schwimmen geeignete Fläche entsprechend begrenzt.“ Damit es künftig wieder mehr Raum gäbe, um etwa Wasserpflanzen umschwimmen zu können, habe sich die Stadt für die Mahd entschieden.

Während der Mähaktion zeigte sich, dass es unter anderem in dem Bereich, wo der Nichtschwimmerbereich endet, viele Wasserpflanzen gibt. Dort war das Mähmesser voller „Wasserpest“, als es aus dem Wasser gehoben wurde. Trotz des Namens ist der Hautkontakt mit dieser Pflanze übrigens völlig unbedenklich. Sie wachse bei idealen Bedingungen laut Schunke „halt wie die Pest“.

Nachdem die abgemähten Teile an die Wasserfläche aufgestiegen waren, sammelte sie Schunke dort ein. Dazu rüstete er den Bugausleger seines Bootes mit einem speziellen Rechen aus.

Knapp 3.000 Euro investierte die Stadt Langenhagen in die Mahd des Waldsees. Es war die erste in diesem Gewässer.

Großbrand in Sarstedt – Brand Sarstedt© Senft / Stadtfeuerwehr Laatzen

Großbrand in Sarstedt

13. August 2020/in Region Hannover

SARSTEDT (PM). Zu einem Großfeuer kam es heute Morgen in der Liegnitzer Straße in Sarstedt. Gegen 4 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Sarstedt zu einem brennenden Müllbehälter alarmiert, daraus entwickelte sich ein Großbrand. Bilanz: 63 Evakuierte, davon kamen zwei Personen verletzt in ein Krankenhaus. Sachschaden in Millionenhöhe.

Gut 250 Rettungskräfte waren heute Morgen bei einem Großbrand in Sarstedt im Einsatz. Bei Eintreffen schlugen Flammen an der rückwärtigen Fassade empor. Erste Teile des Dachstuhls gingen in Flammen auf. Als erste Maßnahme wurden 25 Personen aus elf Wohnungen, teilweise Wohngemeinschaften (WG), ins Freie gebracht und weitere Bewohner evakuiert. Auf dem Gehweg saßen daraufhin insgesamt 63 Personen. Manche nur mit Bademantel, Schlafanzug oder Nachthemd bekleidet. Sofort wurde die Alarmstufe auf MANV (Massenanfall von Verletzten) erhöht. Im weiteren Verlauf wurden die Personen im nahen Sarstedter Feuerwehrhaus betreut.

Zwei kamen in ein Krankenhaus. Von drei Drehleitern aus und mit mehreren C-Rohren wurde das Feuer bekämpft. Unterstützung kam aus allen Sarstedter Ortsteilen, der Berufsfeuerwehr Hildesheim, einem Löschzug aus Laatzen und umliegender Gemeinden. Zur Betreuung kamen weitere Kräfte und Rettungsmittel aus der Region Hannover und der Freiwilligen Feuerwehr Hildesheim. Auch ein Betreuungs- und Verpflegungszug rückte an. Das THW sorgte mit Spezialisten für den Abbruch des noch stehenden Giebels im östlichen Bereich. Zur Aufstellung der Drehleiter Laatzen fällten die Einsatzkräfte im Innenhof des hufeisenförmigen Gebäudekomplexes Bäume.

Von oben löschten die Laatzener die Flammen, später zerlegte ein Helfer des THW vom Korb aus die Giebelwand. Zur Wasserversorgung verlegten die Helfer eine Schlauchleitung über die Gleise der Straßenbahn. Der Verkehr ruhte von 5.32 Uhr bis 6.24 Uhr. Gegen 13.30 Uhr rückten die letzten Fahrzeuge ein.

Starke Rauchentwicklung an der Walsroder Straße in Langenhagen – BGPress 3380© Bernd Günther

Starke Rauchentwicklung an der Walsroder Straße in Langenhagen

12. August 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM). Die Ortsfeuerwehren Godshorn und Langenhagen wurden am Mittag zu einer starken Rauchentwicklung alarmiert. Beim Eintreffen brannten Reste von circa zehn Holzpaletten. Die Paletten waren vor einem Lager aufgestapelt.

Durch die Hitzeentwicklung wurde die Außentür stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Durchbrennen in das innenliegende Lager konnte einerseits durch die Tür verhindert werden. Andererseits wurde das im Kellergeschoss liegende Lager umfangreich mit Brandrauch gefüllt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr führten im Verlauf Nachlöscharbeiten durch und belüfteten das Lager. Während der Maßnahmen wurde die Ortsfeuerwehr Langenhagen zu einer Türöffnung alarmiert. Die Godshorner Einsatzkräfte konnten bereits auf der Anfahrt abdrehen. Unter der Leitung von Zugführer Karsten Patz waren 25 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz war nach gut einer Stunde abgearbeitet.

Corona-Tests in Hannover werden am Flughafen Langenhagen konzentriert – Zentrales Testzentrum© Bernd Günther

Corona-Tests in Hannover werden am Flughafen Langenhagen konzentriert

11. August 2020/in Region Hannover

HANNOVER / LANGENHAGEN (PM). Das Corona‐Testzentrum am Flughafen Langenhagen ist am 11. August 2020, 0:00 Uhr von der Region Hannover in die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen übergegangen. Sie übernimmt die dort aufgebauten Einrichtungen, um die Testungen von Reiserückkehrern fortzusetzen und an einem Standort zu konzentrieren. Das Testzentrum in Empelde, das die KVN bislang in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz unterhielt, wird zeitnah nach Langenhagen verlegt. „Um Synergieeffekte zu nutzen, ist es derzeit sinnvoll, die Corona‐Tests an einem Standort in der Region Hannover zu konzentrieren“, begründet Nicole Löhr, Geschäftsführerin der KVN Bezirksstelle Hannover, die Verlegung des Testzentrums. „Für den Standort Langenhagen spricht aber auch seine gute Erreichbarkeit über die Autobahn und per S‐Bahn.“

Eine weitere Überlegung: Für Rückkehrer von einer Flugreise ist es sehr praktisch, wenn sie gleich bei ihrer Ankunft im Flughafen den – für viele sogar verpflichtenden – Test machen können. Andernfalls müssten sie vom Flughafen noch nach Empelde fahren oder nach Rückkehr in ihr Zuhause sich noch einmal zum Testzentrum aufmachen. „Wer nicht zum Test verpflichtet ist, würde möglicherweise darauf verzichten, weil ihm das zu umständlich wäre. Mit Langenhagen halten wir ein niederschwelliges Angebot für die Rückkehrer bereit“, so Löhr.

Die Zahlen vom Wochenende geben ihr Recht: Am Samstag und Sonntag wurden in Langenhagen rund 1.400 Tests täglich durchgeführt. Jetzt steigt aber auch in Empelde die Testfrequenz: Am Montag waren es dort rund 230 Tests. Das spricht aus Sicht der KVN dafür, die Standorte zusammenzulegen. Die KVN wird die Zusammenarbeit sowohl mit den Johannitern wie mit dem DRK fortsetzen – die Johanniter werden die Testungen der Flugrückkehrer weiterführen, das DRK parallel dazu die Drive‐In‐Testungen am Flughafen organisieren.

Die Region Hannover war in der letzten Juliwoche auf Wunsch des Landes in Vorleistung gegangen und hatte das Testzentrum am Flughafen organisiert. Die neue Bundesverordnung bietet keine Rechtsgrundlage, die es der Region Hannover erlaubt, derartige Kosten im eigenen Haushalt zu übernehmen. Cora‐Jeanette Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit der Region Hannover: „Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Beteiligten, die die schnelle Errichtung und Inbetriebnahme der Testeinrichtung ermöglicht haben. Im besonderen Maße gilt dies für die Johanniter und den Flughafen Hannover, aber auch für die Kassenärztliche Vereinigung, die mit der Region Hannover gemeinsam nach Lösungen gesucht hat.“

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann bedankt sich ebenfalls bei allen Beteiligten für den schnellen Aufbau des Testzentrums am Flughafen: „Hier wurde innerhalb kürzester Zeit die Infrastruktur für niedrigschwellige Tests geschaffen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist das ein ganz wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Pandemie denn das Virus reist mit. Deshalb gibt es seit vergangenem Samstag die Testpflicht, für alle, die aus Risikogebieten zurückkommen.“ Bis ein negatives Testergebnis vorliege, müsse man sich nach der Rückkehr zunächst in häusliche Quarantäne begeben, macht die Ministerin noch einmal deutlich.

„Ich appelliere eindringlich an alle Urlaubsrückkehrerinnen und ‐Rückkehrer, die hier vorhandene Möglichkeit für kostenlose Tests auch wirklich in Anspruch zu nehmen. Auch Reiseziele wie Mallorca, die vom RKI nicht als Risikogebiete ausgewiesen sind, weisen derzeit erhöhte Infektionszahlen auf. Mit den kostenlosen Tests am Flughafen kann das Risiko für eine Weiterverbreitung des Virus deutlich reduziert werden“, so Reimann.

Wer sich in Langenhagen testen lassen möchte, aber nicht mit dem Flugzeug einreist, ist derzeit noch darauf angewiesen, sich über seinen Hausarzt einen Testtermin reservieren zu lassen. Die KVN arbeitet aber mit Hochdruck daran, ein onlinegestütztes Buchungssystem einzuführen. Dann können sich Testwillige von außerhalb selbst für einen Testtermin anmelden, ohne ihren Hausarzt in Anspruch nehmen zu müssen. Auch die Testergebnisse, sofern sie negativ sind, werden dann online abrufbar sein.

Das Testzentrum am Flughafen wird, von wenigen Stunden Nachtruhe in Abstimmung mit dem Flugplan, rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein und über die erforderlichen Testkapazitäten verfügen, um parallel eintreffende Fluggäste und angemeldete Testpersonen zu versorgen.

Mit ihren Testeinrichtungen will die KVN auch die niedersächsischen Hausärzte entlasten, von denen viele selbst Testungen durchführen. Mit Einführung der kostenlosen Corona‐Tests für Urlaubsrückkehrer rechnet die KVN mit einem starken Ansteigen des Testaufkommens. Dann können viele Hausarztpraxen Schwierigkeiten haben, neben der Grundversorgung ihrer Patienten auch noch massenhaft Corona‐Tests durchzuführen oder zu organisieren.

Zwischenbilanz der Johanniter im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover – BGPress 2062

Zwischenbilanz der Johanniter im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover

11. August 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Aus Sicht der Johanniter ist das vergangene Wochenende gut im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover verlaufen. Die Stimmung sowohl unter Helfern als auch Passagieren sei gut gewesen. 

Durch die seit Samstag von Bundesgesundheitsminister Jens Span eingeführte Testpflicht haben die Einsatzkräfte der Johanniter einen Anstieg um gut 30% bei den Abstrichen zu verzeichnen. Dieses haben die Johanniter aber mit den vorhandenen Kapazitäten gut abdecken können. Wir haben immer 15 Einsatzkräfte vor Ort, so Bettina Martin von den Johanniter, die die Passagiere registrieren und den Abstrich vornehmen.

Im Schnitt sind die ankommenden Fluggäste dort innerhalb weniger Minuten durch das Corona-Testzentrum am Flughafen in Langenhagen durch, je nach Auslastung des Fliegers und ob Risikogebiet oder nicht können die Wartezeiten aber variieren. Am Wochenende hat das Testzentrum von Sonnabend, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, 2448 Menschen getestet. Insgesamt wurden seit Inbetriebnahme der Station auf dem Airport 10.196 Tests durchgeführt.

Trockenheit und Corona - Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich – Trinkwassermangel

Trockenheit und Corona – Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich

8. August 2020/in Region Hannover

GARBSEN / NEUSTADT (PM). Der WVGN ruft zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Aufgrund der letzten niederschlagsarmen Wochen läuft die Trinkwasserförderung auf Hochtouren. Wegen der anhaltenden Trockenheit wird bereits wieder viel kostbares Trinkwasser zur Gartenbewässerung benutzt. Nicht nur die Hitze führt zu höheren Wasserverbräuchen.

Es gibt auch hier einen „Corona Effekt“: Viele Kunden, die sonst in den Ferien verreist wären, sind zu Hause. Andere pendeln wegen Kurzarbeit oder Home-Office nicht zu ihren Arbeitsplätzen außerhalb des Versorgungsgebietes. Der tägliche Verbrauch hat die Wasserabgabe wieder an die Spitzenauslastung der Anlagen geführt. Der WVGN bittet alle Kunden um einen umsichtigen und wohldosierten Umgang mit Trinkwasser.

Selbstverständlich ergreift der Verband alle erforderlichen Maßnahmen zur Erhöhung der eigenen Gewinnungsmengen. Neue Brunnen wurden, wie der WVGN im März berichtete, im Wasserschutzgebiet Hagen und im Wasserschutzgebiet Forst Esloh in Betrieb genommen. Der Bau weiterer Brunnen ist geplant um ältere Brunnen mit abnehmender Ergiebigkeit zu ersetzen.

Auch in der Gemeinde Lauenau im Landkreis Schaumburg kommt es zu einem teilweisen Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung. Die Feuerwehr rief die Bewohner auf, sich mit Trinkwasser aus dem Supermarkt vorsichtshalber zu versorgen. Betroffen sind ca. 4.000 Einwohner. Die Freiwillige Feuerwehr will in den betroffenen Wohngebieten Brauchwasser ab heute zur Verfügung stellen, so das die Anwohner z.B. Toilettenspülungen aufzufüllen können. Die Verantwortlichen haben hierzu einen Krisenstab installiert. Die Deisterquelle für die Wasserversorgung dieser Gegend reicht wegen der Trockenheit zurzeit nicht mehr aus, um den angestiegenen Wasserbedarf zu decken. Normalerweise liefern drei Hochbehälter, die aus Wasser vom Deister gespeist werden, konstant rund um die Uhr Wasser.

Nach Rücksprache mit dem Samtgemeindebürgermeister von Rodenberg, Georg Hudalla, haben sich die am Freitagnachmittag begonnenen Aufklärungsmaßnahmen der Bevölkerung durch die Feuerwehr und die Gemeinde schon positiv bemerkbar gemacht. So wurde der Wasserverbrauch um 2/3 gesenkt. Auch in Lauenau macht sich der Corona-Effekt bemerkbar. Viele Einwohner sind nicht in Urlaub gefahren und nutzen die freien Tage, um im Garten zu sein oder kleine aufblasbare Swimmingpools zur Abkühlung zu nutzen. Aber trotz der Reduzierung warten noch mindestens eine Woche Sommerhitze auf uns, so Hudalla.

Flächenbrand in Isernhagen konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden – Brand Hainhäuser Weg© Carl-Marcus Müller

Flächenbrand in Isernhagen konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden

7. August 2020/in Region Hannover

ISERNHAGEN (cmm). Am heutigen Donnerstagnachmittag, gegen 15.15 Uhr, wurde die Feuerwehr Isernhagen zu einem Flächenbrand in der Nähe des Hainhäuser Wegs alarmiert. Zwischenzeitlich überschnitten dabei sich erste Meldungen zu einem Kornfeldbrand, welches sich dann glücklicherweise als Stoppelfeld, wo auch das Stroh bereits geborgen war, herausstellte. Aus ungeklärter Ursache waren relativ viel Gebüsch, Unterholz und eine angrenzende Wiese auf einer Länge von mehreren hundert Metern in Brand geraten.

Nach Eintreffen haben erste Einsatzkräfte direkt begonnen die Ausbreitung des Feuers zu verhindern und sind mit entsprechenden Strahlrohren und Feuerpatschen gegen die Feuerfront vorgegangen. Im Rahmen der initialen Alarmierung wurden auch bereits alle wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehren Isernhagen zur Einsatzstelle beordert.

„Diverse Landwirte sind uns wieder sehr schnell zu Hilfe geeilt. Mit den an ihren Treckern angebrachten Grubbern und Scheibeneggen haben sie die an die Feuerfront angrenzenden Stoppeln, wie auch ein Teil eines angrenzenden Maisfeldes gegrubbert. Damit wurde eine weitere Ausbreitung des Brandes in der trockenen Vegetation zum Glück verhindert.“ erklärt Tobias Plesse, Ortsbrandmeister von Isernhagen HB und Einsatzleiter vor Ort.

Im weiteren Verlauf wurde eine Löschwasserversorung über ca. einen halben Kilometer hergestellt. Dazu konnte ein landwirtschaftlicher Beregnungsbrunnen genutzt werden. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge zu einer weiteren Wasserentnahmestelle eingerichtet.

Der Brand war dann relativ schnell unter Kontrolle. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten dauerten noch an.

Die Feuerwehren Isernhagen HB, NB, KB, FB, wie auch die Feuerwehren aus Alt- / Neuwarmbüchen und Kirchhorst waren mit insgesamt ca. 70 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen vor Ort.

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