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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Stadtradeln 2026

STADTRADELN 2026: Region Hannover steigert erneut ihre Kilometerleistung

7. Juli 2026/in Region Hannover

4,56 Millionen Kilometer, mehr als 25.000 Teilnehmende und zahlreiche Spitzenplätze für Kommunen, Schulen und Teams aus der Region Hannover.

REGION HANNOVER – Das STADTRADELN 2026 bleibt in der Region Hannover auf Erfolgskurs. Insgesamt legten 25.288 Radfahrerinnen und Radfahrer in 1.207 Teams 4,56 Millionen Kilometer zurück. Damit wurde das Vorjahresergebnis erneut übertroffen. Im bundesweiten Vergleich liegt die Region derzeit auf dem zweiten Platz hinter Berlin.

Der Wettbewerb zeigt erneut die große Beteiligung von Kommunen, Schulen, Vereinen und Unternehmen in der Region Hannover. Die Siegerinnen und Sieger werden im Rahmen des Entdeckertags ausgezeichnet.

Mehr Kilometer als im Vorjahr

Die Region Hannover konnte ihre Bilanz gegenüber dem Vorjahr erneut verbessern. Während 2025 insgesamt 4,39 Millionen Kilometer erradelt wurden, standen 2026 bereits 4,56 Millionen Kilometer auf dem Konto. Auch die Zahl der Teilnehmenden stieg von 24.808 auf 25.288.

Im bundesweiten Vergleich der Kommunen belegt die Region Hannover aktuell den zweiten Platz hinter Berlin. Auch die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Regionsversammlung liegen derzeit auf Rang zwei ihrer Wettbewerbskategorie hinter München. Das endgültige internationale Ergebnis des Klima-Bündnis wird im Oktober veröffentlicht, wenn alle teilnehmenden Kommunen ihre Wertungen abgeschlossen haben.

Kommunen mit den besten Ergebnissen

In der Wertung **Kilometer pro Einwohnerin und Einwohner** verteidigte Wennigsen erneut den Spitzenplatz.

**Top 3 Kilometer pro Einwohner:**

– Wennigsen – 16,27 Kilometer
– Burgwedel – 5,97 Kilometer
– Uetze – 5,14 Kilometer

Bei den **absolut gefahrenen Kilometern** lag erneut die Landeshauptstadt Hannover deutlich an der Spitze.

**Top 3 Kilometer absolut:**

– Hannover – 1.961.474 Kilometer
– Wennigsen – 237.925 Kilometer
– Garbsen – 181.952 Kilometer

Kommunalparlamente

Auch die Rats- und Kommunalmitglieder beteiligten sich wieder aktiv am Wettbewerb.

**Beste Kommunalparlamente:**

– Wennigsen – 65,64 Parlamentarierkilometer
– Wunstorf – 20,79 Parlamentarierkilometer
– Burgdorf – 13,36 Parlamentarierkilometer

Für Burgdorf bedeutet der dritte Platz die erste Platzierung unter den besten drei Kommunalparlamenten seit zehn Jahren.

Schulen erneut an der Spitze

Wie bereits in den vergangenen Jahren stellten die Schulen die erfolgreichsten Teams des Wettbewerbs.

**Kilometerstärkste Teams:**

1. Gymnasium Ricarda Huch Hannover
– 84.354 Kilometer
– 489 Teilnehmende

2. Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover
– 72.645 Kilometer
– 464 Teilnehmende

3. Gymnasium Isernhagen
– 56.281 Kilometer
– 371 Teilnehmende

Die besten Teams pro Person

Besonders hohe Durchschnittswerte erreichten erneut kleinere Teams.

**Top 3 Kilometer pro Person:**

1. Ohne Akku! (Hannover)
– 2.122 Kilometer pro Person
– 5 Teilnehmende

2. Optik am Deister (Springe)
– 1.670 Kilometer pro Person
– 2 Teilnehmende

3. Pino Tour 2026 (Hannover)
– 1.333 Kilometer pro Person
– 2 Teilnehmende

Großer Zuspruch beim Schulwettbewerb

Am gesonderten Schulwettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr 140 Schulen aus der Region Hannover – ebenfalls eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

**Weiterführende Schulen – Kilometerwertung**

1. Gymnasium Ricarda Huch Hannover
2. Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover
3. Gymnasium Isernhagen

**Weiterführende Schulen – Zahl der Teilnehmenden**

1. Gymnasium Ricarda Huch Hannover – 489
2. Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover – 464
3. Gymnasium Großburgwedel – 391

Aktivste Grundschulen

Bei den Grundschulen wurde die gefahrene Kilometerleistung ins Verhältnis zur Zahl der Schülerinnen und Schüler gesetzt.

**Top 3 Grundschulen:**

– Grundschule Wennigsen
– 115,6 Kilometer je Schülerin und Schüler
– insgesamt 40.587,1 Kilometer

– Grundschule Groß Munzel (Barsinghausen)
– 112,94 Kilometer je Schülerin und Schüler
– insgesamt 14.230,2 Kilometer

– Grundschule Gartenheimstraße (Hannover)
– 104,13 Kilometer je Schülerin und Schüler
– insgesamt 33.009,9 Kilometer

Regionsentdeckertag

39. Entdeckertag verbindet Regionaljubiläum mit großem Erlebnisprogramm

7. Juli 2026/in Region Hannover

Über 30 Tourenziele, drei Bühnen in der Innenstadt und vergünstigte Fahrten im Nahverkehr prägen den Entdeckertag am 6. September.

REGION HANNOVER – Der Entdeckertag Region Hannover steht am Sonntag, 6. September, ganz im Zeichen eines Doppeljubiläums. Die Region Hannover feiert ihren 39. Entdeckertag und zugleich ihr 25-jähriges Bestehen. Mehr als 30 Tourenziele, ein großes Innenstadtfest sowie vergünstigte Fahrten im öffentlichen Nahverkehr laden Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein.

Der Entdeckertag verbindet Ausflugsangebote, Kultur, Sport und Informationen über die Arbeit der Region Hannover. Gleichzeitig soll das Jubiläum dazu einladen, die Vielfalt der Städte und Gemeinden neu kennenzulernen.

Region feiert 25 Jahre gemeinsames Handeln

Mit dem Entdeckertag feiert die Region Hannover in diesem Jahr gleich zwei Anlässe. Während die Veranstaltungsreihe bereits zum 39. Mal stattfindet, blickt die Region Hannover auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Nach Angaben der Region soll der Aktionstag zeigen, wie vielfältig die Städte und Gemeinden zwischen Steinhuder Meer, Deister und Leine sind.

Erster Regionsrat Jens Palandt hebt hervor, dass sich aus den 21 Städten und Gemeinden in den vergangenen 25 Jahren eine starke Gemeinschaft entwickelt habe. Das Jubiläum biete deshalb einen passenden Anlass, die Region aus neuen Perspektiven kennenzulernen.

Mehr als 30 Tourenziele laden zum Entdecken ein

Über das gesamte Regionsgebiet verteilt öffnen am 6. September zahlreiche Einrichtungen, Museen, Vereine und Veranstaltungsorte ihre Türen. Das Angebot reicht von Führungen unter Tage im Klosterstollen Barsinghausen über historische Museen, Naturerlebnisse und Wanderungen bis hin zu Besichtigungen technischer Einrichtungen und kulturellen Angeboten.

In Hannover selbst stehen rund 20 verschiedene Ziele auf dem Programm. Besucherinnen und Besucher können unter anderem die Deponie Lahe, das Kindermuseum Zinnober, das Deutsche Hör-Zentrum der Medizinischen Hochschule Hannover, das Sprengel Museum, das Europäische Informationszentrum Niedersachsen oder die Konzernzentrale von enercity kennenlernen. Ebenso beteiligen sich Vereine, Forschungseinrichtungen und zahlreiche weitere Organisationen mit besonderen Aktionen.

Auch außerhalb Hannovers präsentieren die Städte und Gemeinden ihre Besonderheiten. In Sehnde wird eine Fossiliensuche im Steinbruch angeboten, in Langenhagen stehen Flughafenführungen auf dem Programm, während in Wunstorf Naturerlebnisse rund um das Steinhuder Meer im Mittelpunkt stehen. Familien finden ebenso passende Angebote wie Kultur- und Technikinteressierte oder sportlich Aktive.

Innenstadt wird zur großen Erlebnismeile

Ein Schwerpunkt des Aktionstages liegt erneut in der hannoverschen Innenstadt. Zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz entsteht ein Festgelände mit mehr als 150 Informations- und Aktionsständen. Drei Bühnen sorgen den gesamten Tag über für ein abwechslungsreiches Programm.

Auf der Regionsbühne treten regionale Künstlerinnen und Künstler verschiedener Musikrichtungen auf. Ergänzt wird das Angebot durch die Bühne der Vielfalt mit Familienprogramm, Musik und Unterhaltung sowie durch die Sportregion-Bühne. Dort präsentieren Vereine Tanz-, Turn- und Kampfsportvorführungen. Darüber hinaus können Besucherinnen und Besucher zahlreiche Sportarten selbst ausprobieren.

Auf dem Opernplatz informiert die Region Hannover gemeinsam mit ihren Einrichtungen und Unternehmen über ihre Aufgaben. Ergänzt wird das Angebot durch Mitmachaktionen, die sogenannte Familienwiese mit Kaffee und Kuchen sowie gastronomische Angebote entlang des Veranstaltungsgeländes.

Sondertarife erleichtern die Anreise

Wer den Entdeckertag mit Bus oder Bahn besuchen möchte, profitiert von einem besonderen Tarifangebot. Im gesamten GVH-Gebiet kostet die Tageskarte am Veranstaltungstag 7,40 Euro. Die Tageskarte S des Sozialtarifs wird für 3,70 Euro angeboten. Gruppen können mit einer Gruppen-Tageskarte für 13,60 Euro unterwegs sein.

Die Sonderregelung gilt unabhängig von der Zahl der durchfahrenen Tarifzonen innerhalb des GVH-Gebiets. Zudem können Fahrgäste die Nahverkehrszüge zu den Tourenziel-Bahnhöfen in den Tarifzonen D, E und F nutzen. Damit wird ein Vorteil angeboten, der sonst nur mit dem Deutschlandticket möglich ist.

Alternativ können Interessierte viele Ziele auch mit dem Fahrrad erreichen. Dafür stehen die Ausflugsziele in der kostenfreien Bike Citizen App als sogenannte Points of Interest zur Verfügung. So lassen sich individuelle Touren durch Stadt und Umland planen.

Abschluss der Jubiläums-Roadshow

Der Entdeckertag bildet zugleich den Schlusspunkt der Jubiläums-Roadshow zum 25-jährigen Bestehen der Region Hannover. In den vergangenen Monaten machte die Roadshow in den Städten und Gemeinden Station und informierte über Aufgaben und Dienstleistungen der Regionsverwaltung.

Beim Entdeckertag besteht nun letztmals die Gelegenheit, die sieben interaktiven Spielestationen kennenzulernen. Sie vermitteln die Themen Mobilität, Umwelt, Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft, Soziales und Bildung auf spielerische Weise und sollen die Arbeit der Region anschaulich machen.

Weitere Informationen zum Programm, zu allen Tourenzielen sowie zum Veranstaltungsablauf stellt die Region Hannover über das Programmheft und das Informationsportal zum Entdeckertag bereit.

Deichverteidigung beim THW

THW-Ausbildung stärkt Hochwasserschutz am Deich

7. Juli 2026/in Region Hannover

Praktische Ausbildung bereitet Einsatzkräfte auf Hochwasserlagen und Deichsicherung vor.

HANNOVER – Eine THW-Ausbildung zum Hochwasserschutz und zur Deichverteidigung hat am Samstag die Einsatzkräfte des Ortsverbandes Hannover/Langenhagen auf mögliche Hochwasserlagen vorbereitet. Im Mittelpunkt standen praktische Übungen zur Deichsicherung, zum Erkennen von Schäden sowie zum fachgerechten Umgang mit Sandsäcken.

Die Ausbildung vermittelte theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten, um Einsatzkräfte auf Hochwasserlagen und Einsätze an Deichen vorzubereiten.

Schäden frühzeitig erkennen

Zu Beginn der Ausbildung erläuterten die Technischen Berater für Hochwasserschutz und Deichverteidigung, Sven Quintel und Manuel Klinnert, die Gefahren bei Arbeiten am und im Wasser sowie die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen. Ein Schwerpunkt lag auf der Erkennung typischer Deichschäden wie Sickerstellen, Erosionen oder Rissen, um im Einsatzfall frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die THW-Ausbildung vermittelte dazu die erforderlichen Grundlagen.

Praktische Übungen zur Deichsicherung

Im praktischen Teil errichteten die Helferinnen und Helfer eine Aufkadung aus Sandsäcken sowie eine Auflast zur Sicherung des Deichfußes. Zudem wurden verschiedene Methoden zum Befüllen von Sandsäcken vorgestellt, darunter Verfahren für den Einsatz von Spontanhelfenden. Auch die richtige Befüllung unterschiedlicher Sandsacktypen sowie deren Verpackung und Transport wurden geübt.

Im Rotationsverfahren durchliefen die Teilnehmenden alle Ausbildungsstationen. Die gefüllten Sandsäcke wurden anschließend über eine Menschenkette an die jeweilige Einsatzstelle weitergegeben – ein Verfahren, das im Einsatz wertvolle Zeit sparen kann. Die Ausbilder ergänzten die Übungen mit zahlreichen Hinweisen aus ihrer praktischen Erfahrung.

Zum Abschluss zogen die Beteiligten eine positive Bilanz. Die Helferinnen und Helfer vertieften ihr Fachwissen und sammelten praktische Erfahrungen für künftige Hochwasserlagen und Deicheinsätze. Für die Unterstützung dankte der Ortsverband der Firma Lehmann Mörtel-, Sand- und Kieswerke GmbH in Burgdorf für die Bereitstellung des Geländes sowie dem THW-Ortsverband Burgdorf für die Unterstützung der Ausbildung.

THW im Erdbebeneinsatz

THW Erdbebeneinsatz: 48 Einsatzkräfte aus Venezuela zurück

3. Juli 2026/in Region Hannover

Nach rund einer Woche sind 48 THW-Einsatzkräfte nach Deutschland zurückgekehrt. Die SEEBA unterstützte die internationale Hilfe nach den schweren Erdbeben rund um Caracas.

WUNSTORF – Nach rund einwöchigem Einsatz in Venezuela sind 48 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks nach Deutschland zurückgekehrt. Beim THW Erdbebeneinsatz unterstützten sie nach den schweren Erdbeben rund um Caracas die internationale Suche nach Verschütteten sowie weitere Hilfsmaßnahmen.

Die Einsatzkräfte suchten nach Vermissten, koordinierten internationale Rettungsarbeiten und unterstützten die deutsche Botschaft sowie lokale Hilfseinrichtungen mit Material und logistischer Hilfe.

Suche unter schwierigen Bedingungen

Nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft begann die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) mit der Suche nach verschütteten Menschen. In der Küstenstadt Caraballeda in der Region La Guaira kamen Rettungshunde und technische Ortungsgeräte zum Einsatz. Zahlreiche Einsatzstellen wurden systematisch überprüft.

THW Erdbebeneinsatz: 48 Einsatzkräfte aus Venezuela zurück – Suchhund THW

Suchhund des THW im Einsatz © THW / Philip Ziemek

Lebende Verschüttete konnten trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Nach Angaben des THW verschaffte die Gewissheit, dass keine Lebenszeichen mehr festgestellt wurden, vielen Angehörigen Klarheit über das Schicksal Vermisster. Aufgrund der seit dem Erdbeben verstrichenen Zeit und der hohen Temperaturen wurde der Sucheinsatz am Mittwoch in Abstimmung mit den venezolanischen Partnern beendet.

Unterstützung über die Suche hinaus

Parallel zu den Sucharbeiten koordinierten THW-Kräfte gemeinsam mit spanischen Einsatzkräften die Arbeit internationaler Rettungsteams in einem Einsatzabschnitt. Insgesamt arbeiteten dort zehn Einheiten die identifizierten Einsatzstellen systematisch ab.

Ein Teil der Ausrüstung blieb in Venezuela. Zelte, Stromerzeuger und weiteres Material mit einem Gesamtgewicht von fünf Tonnen wurden dem venezolanischen Roten Kreuz für ein Feldhospital übergeben. Zudem erhielt ein lokales Krankenhaus Medikamente.

Zwei weitere THW-Kräfte unterstützten die deutsche Botschaft in Caracas unter anderem bei der Beurteilung beschädigter Gebäude und bei der Koordination deutscher Hilfsmaßnahmen. Außerdem begleiteten sie die logistische Unterstützung weiterer deutscher Einsatzkräfte, darunter der Johanniter-Unfall-Hilfe.

THW-Präsidentin Sabine Lackner dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen und wünschte ihnen nach ihrer Rückkehr eine gute Erholung. Die eingesetzten Ehrenamtlichen stammten aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Finanziert wurde der Einsatz durch das Auswärtige Amt, den strategischen Lufttransport übernahm die Bundeswehr.

Großeinsatz bei Hotelbrand

Hotelbrand in Langenhagen: Kellerfeuer löst Großeinsatz aus

1. Juli 2026/in Region Hannover

Rund 80 Brandmelder schlagen Alarm – Feuerwehr verhindert Ausbreitung des Feuers.

LANGENHAGEN (redu) – Ein Hotelbrand Langenhagen hat am Montagabend einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Im Keller eines Hotels geriet ein Elektro-Großgerät in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, eine starke Rauchentwicklung machte jedoch umfangreiche Kontroll- und Entrauchungsmaßnahmen erforderlich.

Die zunächst ausgelöste Brandmeldeanlage erwies sich als echter Brandfall. Vier Personen wurden nach dem Einatmen von Rauch vorsorglich durch den Rettungsdienst betreut.

Rauch breitet sich im Gebäude aus

Die Feuerwehr wurde am Montag gegen 20:18 Uhr zu einem Hotel in Langenhagen alarmiert, nachdem die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Bereits bei der ersten Erkundung bestätigte sich ein Brandereignis. Insgesamt hatten rund 80 Brandmelder in dem Gebäudekomplex Alarm ausgelöst.

Der Brand entstand im Keller des Hotels an einem Elektro-Großgerät des angeschlossenen Restaurants. Der dabei entstandene Rauch breitete sich über den Aufzugsschacht auf mehrere Etagen des Hotels sowie in die Tiefgarage aus.

Nach der Bestätigung des Brandes wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Im Einsatz waren der Löschzug Langenhagen mit Tanklöschfahrzeug, Drehleiter und Hilfeleistungstanklöschfahrzeug, die Ortsfeuerwehr Godshorn sowie der Einsatzleitwagen 2 aus Kaltenweide.

Umfangreiche Entrauchung erforderlich

Vier Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung und Kontrolle der verrauchten Bereiche vor. Da sich der Rauch im Gebäude großflächig verteilt hatte, mussten sämtliche betroffenen Bereiche sorgfältig überprüft werden. Zur Entrauchung von Hotel, Tiefgarage und weiteren Gebäudeteilen setzte die Feuerwehr vier Hochleistungslüfter ein.

Vier Personen wurden wegen eingeatmeten Rauchs vorsorglich vom Rettungsdienst betreut. Weitere Verletzte gab es nach Angaben der Feuerwehr nicht.

Der Einsatz wurde von Florian Thon geleitet. Auch Stadtbrandmeister Oliver Schütte verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Lage. Nach rund drei Stunden konnten die Maßnahmen beendet werden.

Veranstaltungen abgesagt

Region Hannover sagt nach Gewalttat in Stade mehrere Veranstaltungen ab

30. Juni 2026/in Region Hannover

Drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover gehören zu den Todesopfern. Sommerempfang, Kultursommer und Roadshow-Termine entfallen.

REGION HANNOVER (redu) – Nach der Gewalttat in Stade hat die Region Hannover mehrere öffentliche Termine abgesagt. Drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover gehören zu den Todesopfern. Auch die Regionsversammlung am Dienstag findet in verkürzter Form statt.

Die Absagen betreffen Veranstaltungen in mehreren Kommunen der Region. Hintergrund ist die Trauer um die Todesopfer sowie die Anteilnahme mit Angehörigen und Beschäftigten.

Trauer in der Region

Die Veranstaltungen abgesagt betreffen den Sommerempfang der Wirtschaftsförderung und das Eröffnungskonzert des Kultursommers, die beide für den 1. Juli vorgesehen waren. Ebenfalls entfallen die geplanten Roadshow-Termine am 4. Juli in Ronnenberg sowie am 5. Juli in Laatzen.

Öffentliche Termine entfallen

Nach Angaben der Region Hannover kamen bei der Gewalttat in Stade mehrere Menschen ums Leben. Unter den Opfern befinden sich drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover. Sie nahmen an einem Hilfeplangespräch in einer Jugendhilfeeinrichtung teil.

Auch die Regionsversammlung am Dienstag, 30. Juni, wurde in verkürzter Form durchgeführt. Die Region Hannover erklärte, die Absagen seien Ausdruck des Respekts gegenüber den Opfern und deren Angehörigen. Zudem gelte das Mitgefühl den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die das Geschehen verarbeiten müssen.

Löscheinsatz Feuerwehr Lehrte

Großbrand Lehrte: Fünf Lkw auf Firmengelände in Flammen

29. Juni 2026/in Region Hannover

Die Feuerwehr Lehrte kämpft mit einem Großaufgebot gegen einen Brand auf dem Firmengelände in der Mielestraße. Fünf Lkw wurden von den Flammen erfasst.

LEHRTE (redu) – Bei einem Großbrand Lehrte auf dem Gelände der Großbäckerei Schäfers in der Mielstraße sind am Montagvormittag fünf Lastwagen in Brand geraten. Mehrere Explosionen erschwerten den Löscheinsatz, verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.

Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf das Betriebsgebäude zu verhindern. Dafür waren zahlreiche Einsatzkräfte mit einem umfangreichen Löschangriff im Einsatz.

Großbrand Lehrte: Fünf Lkw auf Firmengelände in Flammen – BGPress 20260629 1119 BGPRESS 1398693

Einsatzkräfte rüsten sich zur Ablösung aus. © Bernd Günther

Mehrere Lastwagen gerieten gegen 11.24 Uhr auf dem Betriebsgelände der Großbäckerei Schäfers in Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen bereits vier Lastwagen an der Verladerampe in Vollbrand. Trotz eines massiven Löschangriffs breitete sich das Feuer auf zwei weitere Lastwagen sowie einen Anhänger aus. Insgesamt wurden damit sechs Lastwagen und ein Anhänger durch den Brand erfasst.

Explosionen erschweren Einsatz

Nach Angaben der Stadtfeuerwehr waren mehrere der betroffenen Lastwagen mit Gasantrieb ausgestattet. Während der Brandbekämpfung kam es durch das Bersten der Gasbehälter zu mehreren Explosionen. Die Einsatzkräfte mussten sich aus Gründen der Eigensicherung wiederholt kurzfristig zurückziehen, konnten den Löschangriff jedoch jeweils unmittelbar fortsetzen.

Schwerpunkt auf Gebäudeschutz

Mit einem Großaufgebot aus der gesamten Stadtfeuerwehr wird versucht, ein Übergreifen des Feuers auf das angrenzende Betriebsgebäude zu verhindern. Dazu kommen unter anderem zwei Drehleitern sowie ein massiver Wassereinsatz zum Einsatz.

Großbrand Lehrte: Fünf Lkw auf Firmengelände in Flammen – BGPress 20260629 1136 BGPRESS 1398711

Einsatz unter schwerem Atemschutz © Bernd Günther

„Wir versuchen mit einem massiven Wassereinsatz ein weiteres Übergreifen auf das Gebäude zu verhindern“, erklärte Pressesprecher Christian Urban von der Stadtfeuerwehr Lehrte.

Ob das Gebäude durch die starke Rauchentwicklung bereits beschädigt wurde, konnte zunächst nicht abschließend beurteilt werden. Das Betriebsgebäude wurde vorsorglich geräumt. Nach bisherigem Stand wurden weder Beschäftigte noch Einsatzkräfte verletzt.

Großbrand Lehrte: Fünf Lkw auf Firmengelände in Flammen – BGPress 20260629 1142 BGPRESS 1398725

Auch eine Drohne wurde zur genaueren Lageerkundung eingesetzt. © Bernd Günther

Nach dem Einsatz von Schaummittel konnte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle bringen. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag an. Am Abend kontrollierte die Ortsfeuerwehr Lehrte die Einsatzstelle erneut und löschte verbliebene Glutnester ab. Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung durch den Brandrauch. Zur Schadenshöhe liegen bislang keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Paul-Eric Stolle Niedersächsische Verdienstkreuz

Paul-Eric Stolle erhält Verdienstkreuz Niedersachsen für jahrzehntelanges Ehrenamt

27. Juni 2026/in Region Hannover

Die Region Hannover würdigt das langjährige Engagement des Hemmingers im Schützen-, Jagd-, Natur- und Tierschutz.

REGION HANNOVER (redu) – Das Verdienstkreuz Niedersachsen ist am Freitag an Paul-Eric Stolle aus Hemmingen verliehen worden. Mit der Auszeichnung würdigt die Region Hannover sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Schützenwesen sowie im Jagd-, Natur- und Tierschutz.

Mehr als fünf Jahrzehnte setzte sich Paul-Eric Stolle für Brauchtumspflege, Vereinsleben, Jagdwesen und den Schutz von Natur und Wild in der Region Hannover ein.

Das Verdienstkreuz Niedersachsen erhielt Paul-Eric Stolle für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken im Schützen- und Jagdwesen sowie im Natur- und Tierschutz. Die feierliche Aushändigung fand am 26. Juni im Regionshaus statt.

Jahrzehntelanger Einsatz für das Schützenwesen

Sein Engagement begann 1976 mit dem Eintritt in die Schützengesellschaft „Oststadt 01“. Als Bruchmeister des Jahrgangs 1988/89 initiierte Stolle die erste Bruchmeister-Aktion, die bis heute fester Bestandteil des hannoverschen Schützenwesens ist. Von 2002 bis 2008 leitete er als Festleiter das Hannoversche Schützenfest und trug dazu bei, Tradition und moderne Weiterentwicklung miteinander zu verbinden.

Seit 1989 engagierte sich Stolle zudem im Verband Hannoverscher Schützenvereine. Als langjähriger Präsident stärkte er die finanzielle Basis des Verbandes, förderte insbesondere die Jugendarbeit und setzte sich für die langfristige Sicherung wichtiger Sportstätten ein. Gleichzeitig machte er sich dafür stark, das Schützenwesen als kulturelles Erbe stärker in der Stadtgesellschaft zu verankern.

Engagement für Jagd und Naturschutz

Auch im Jagdwesen engagiert sich Paul-Eric Stolle seit Jahrzehnten. Nach dem Erwerb seines Jagdscheins im Jahr 1979 übernahm er zahlreiche Funktionen innerhalb der Jägerschaft Hannover Land – unter anderem als Schießobmann, stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Jägerprüfung in der Region Hannover sowie als langjähriger Prüfer im Bereich Waffenkunde vermittelte er Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Wild.

Darüber hinaus war Stolle über viele Jahre als Schweißhundeführer tätig und setzte sich für das Auffinden verletzten Wildes ein, um unnötiges Tierleid zu verhindern. Seit 2022 ist er Kreisjägermeister der Region Hannover und versteht sich als Bindeglied zwischen Verwaltung, Jägerschaft und Gesellschaft.

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens wird dieses langjährige ehrenamtliche Engagement für Brauchtum, Naturschutz und das Gemeinwohl gewürdigt.

SEEBA Einsatzkräfte

THW Auslandseinsatz in Venezuela: Suche nach Vermissten beginnt

27. Juni 2026/in Region Hannover

Nach dem Start vom Fliegerhorst Wunstorf bereiten die Einsatzkräfte gemeinsam mit internationalen Partnern die Suche nach Vermissten vor.

BONN / CARACAS / WUNSTORF (redu) – Der THW Auslandseinsatz in Venezuela hat begonnen. Das 48-köpfige Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) ist in Caracas eingetroffen und bereitet die Suche nach Vermissten vor. Unterstützung erhielt die Mission bereits beim Abflug durch den THW-Ortsverband Wunstorf.

Neben der internationalen Rettungsmission zeigt der Einsatz auch die Bedeutung regionaler THW-Ortsverbände. Wunstorf unterstützte den Abflug mit Personal, Dokumentation und logistischer Hilfe.

Der THW Auslandseinsatz begann am Nachmittag des 25. Juni mit der Alarmierung der SEEBA. Am Abend wurden die Einsatzkräfte in Köln zusammengezogen. Nach dem strategischen Lufttransport durch die Bundeswehr traf das 48-köpfige Team in den frühen Morgenstunden des 27. Juni in Caracas ein. Dort starteten die ersten Lageerkundungen gemeinsam mit internationalen Koordinierungsstellen sowie den örtlichen Behörden.

Suche nach Vermissten vorbereitet

Zunächst prüfen die Einsatzkräfte mögliche Einsatzorte und richten ihre sogenannte „Base of Operation“ ein. Von diesem Basislager aus werden die Suchmaßnahmen koordiniert und die Versorgung der Einsatzkräfte sichergestellt.

Sobald die Bergungsarbeiten beginnen, arbeitet die SEEBA im Zwei-Schicht-System rund um die Uhr. Unterstützt werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer durch moderne Ortungstechnik sowie speziell ausgebildete Such- und Rettungshunde, die Überlebende unter Trümmern aufspüren können.

THW Auslandseinsatz in Venezuela: Suche nach Vermissten beginnt – THW Venezuela2

Die Einsatzkräfte der SEEBA vom THW gehen in Wunstorf an Bord. © THW

Wunstorf leistet wichtige Unterstützung

Für den geplanten Abflug am 26. Juni vom Fliegerhorst des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG 62) in Wunstorf wurde das Media Team des THW-Landesverbandes Bremen, Niedersachsen alarmiert. Zu diesem Team gehört auch ein ehrenamtlicher Helfer des THW-Ortsverbandes Wunstorf. Das Team dokumentierte das Entladen der Einsatzfahrzeuge, die Passagierabfertigung, das Beladen der A400M-Transportflugzeuge sowie den Abflug nach Caracas.

Parallel erreichte den Ortsverband Wunstorf eine Anfrage der privaten Hilfsorganisation @fire, ein weiteres Rettungsteam kurzfristig unterzubringen. Der Ortsverband stellte umgehend einen Bereitstellungsraum und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese Unterstützung wurde letztlich nicht benötigt, da die Einsatzkräfte noch in der Nacht direkt zum Fliegerhorst Wunstorf verlegt wurden.

Kurz vor dem Abflug wurde zusätzliches Einsatzmaterial benötigt. Auf Anforderung der THW-Leitung stellte die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung des Ortsverbandes Wunstorf die benötigte Ausrüstung innerhalb kurzer Zeit bereit. Einschließlich der Luftfrachtabfertigung gelangten die Materialien rechtzeitig an Bord der A400M-Transportmaschinen der Luftwaffe.

Ehrenamtliche Spezialkräfte für internationale Hilfe

Die SEEBA ist die internationale Schnelleinsatzeinheit des Technischen Hilfswerks zur Ortung und Rettung verschütteter Menschen, insbesondere nach Erdbeben. Sie besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen THW-Helferinnen und THW-Helfern, ist nach internationalen Standards zertifiziert und kann bis zu zwei Wochen autark im Einsatzgebiet arbeiten.

Der Auslandseinsatz wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Den strategischen Lufttransport stellte die Bundeswehr bereit. Das Technische Hilfswerk verfügt bundesweit über rund 88.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte und unterstützt im Auftrag der Bundesregierung regelmäßig internationale Katastropheneinsätze.

Wasserrettungsboot

Badeunfall am Parksee Lohne: Achtjähriger Junge stirbt nach vergeblichem Rettungsversuch in Isernhagen

26. Juni 2026/in Region Hannover

Rund 60 Einsatzkräfte waren am Freitagnachmittag am Parksee Lohne im Einsatz. Nach einer zweistündigen Suchaktion konnte der Junge nur noch unter Reanimation geborgen werden.

ISERNHAGEN (redu) – Ein tragischer Badeunfall hat sich am Freitagnachmittag am Parksee Lohne ereignet. Ein achtjähriger Junge geriet im Wasser in Not und ging unter. Nach einer rund zweistündigen Suchaktion wurde das Kind gefunden, reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo es später verstarb.

Der umfangreiche Rettungseinsatz machte den Einsatz zahlreicher Feuerwehren sowie spezialisierter Taucher und weiterer Rettungskräfte erforderlich. Trotz des schnellen Eingreifens konnte das Leben des Kindes nicht gerettet werden.

Am Freitagnachmittag wurden Feuerwehr und Rettungsdienst um 15.15 Uhr mit dem Einsatzstichwort „HM2 – Person ertrunken“ zum Parksee Lohne alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen war der achtjährige Junge im Wasser in Not geraten und untergegangen. Badegäste reagierten sofort und suchten unmittelbar nach dem Kind, konnten es jedoch nicht finden.

Die zuerst eintreffende Feuerwehr Isernhagen Altwarmbüchen begann umgehend mit der Suche im Bereich der zuletzt bekannten Position des Jungen. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern bildeten die Einsatzkräfte eine Menschenkette, um den betroffenen Bereich des Sees systematisch abzusuchen. Parallel dazu wurde der Uferbereich gesichert und weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

Badeunfall am Parksee Lohne: Achtjähriger Junge stirbt nach vergeblichem Rettungsversuch in Isernhagen – BGPress 20260626 1526 BGPRESS 1398663

Der Polizeihubschrauber „Phoenix“ unterstützte bei der Suche aus der Luft. © Bernd Günther

Umfangreiche Suchmaßnahmen

Zur Unterstützung wurden Feuerwehrtaucher aus Burgdorf, Peine und Lohnde alarmiert. Gleichzeitig traf ein Sonarboot aus Lohnde ein, das den Grund des Sees nach dem vermissten Kind absuchte. Aus der Luft unterstützte der Polizeihubschrauber „Phoenix“ die Suche mit einer Wärmebildkamera. Aufgrund der hohen Außentemperaturen konnten jedoch keine verwertbaren Wärmequellen erkannt werden, sodass dieser Teil der Suche eingestellt wurde.

Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren sowie Rettungsdienst und Polizei an dem Großeinsatz beteiligt. Die Einsatzleitung koordinierte die Maßnahmen sowohl an der Wasseroberfläche als auch unter Wasser.

Badeunfall am Parksee Lohne: Achtjähriger Junge stirbt nach vergeblichem Rettungsversuch in Isernhagen – BGPress 20260626 1557 BGPRESS 1398677

Lagebesprechung und Abstimmung am Einsatzleitwagen © Bernd Günther

Junge nach zwei Stunden durch Taucher gefunden

Gegen 17 Uhr gelang es den eingesetzten Feuerwehrtauchern schließlich, den Jungen unter Wasser aufzufinden. Er wurde umgehend an den Rettungsdienst übergeben. Einsatzkräfte leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein, bevor das Kind unter laufender Wiederbelebung in ein Krankenhaus transportiert wurde.

Trotz aller medizinischen Bemühungen konnte das Leben des achtjährigen Jungen nicht gerettet werden. Er verstarb später im Krankenhaus.

An dem Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Altwarmbüchen, Isernhagen N.B. mit der ELW-Komponente, Isernhagen H.B., Isernhagen K.B., Neuwarmbüchen sowie die Tauchergruppen der Feuerwehren Burgdorf, Peine und Lohnde.

Warum ertrinken Kinder häufig lautlos

Der tragische Unglücksfall macht zugleich auf eine oft unterschätzte Gefahr aufmerksam: Kinder ertrinken häufig nahezu lautlos. Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover können sie beim Eintauchen des Gesichts reflexartig die Luft anhalten, während sich die Stimmritze verschließt. Dadurch sind Hilferufe meist nicht möglich und die Kinder gehen oft ohne auffällige Abwehrbewegungen unter. Mediziner weisen deshalb darauf hin, dass Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt sein sollten, da bereits wenige Sekunden entscheidend sein können.

Bei den derzeit hohen Außentemperaturen von über 35° und überhitztem Körper können solche Situationen auch guten Schwimmern passieren.

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