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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Warnstreik RegioBus

Warnstreik bei regiobus: Zahlreiche Buslinien fallen am Freitag aus

23. September 2026/in Region Hannover

ver.di kündigt ganztägigen Ausstand am 25. September an – auch ÜSTRA-Busverkehr teilweise betroffen.

HANNOVER (redu) – Ein regiobus Warnstreik führt am Freitag, 25. September 2026, zu erheblichen Einschränkungen im Busverkehr der Region Hannover. ver.di hat angekündigt, den gesamten Busverkehr der regiobus Hannover GmbH von Betriebsbeginn gegen 3 Uhr bis Betriebsschluss zu bestreiken.

Von dem ganztägigen Warnstreik sind vor allem Städte und Gemeinden im Umland betroffen. Auch im hannoverschen Stadtverkehr muss wegen eines solidarischen Ausstands am ÜSTRA-Betriebshof Vahrenwald mit Ausfällen und Verzögerungen gerechnet werden.

regiobus-Verkehr weitgehend betroffen

Der regiobus Warnstreik betrifft nach Angaben des Verkehrsunternehmens auch die sprintH Linien 300, 400, 500, 600, 700 und 900. Diese Verbindungen führen unter anderem zu Stadtbahnendpunkten oder zum Zentralen Omnibusbahnhof in Hannover.

Nicht bestreikt werden Subunternehmen der regiobus. Fahrten, die von diesen Unternehmen auf regiobus-Linien durchgeführt werden, sollen deshalb grundsätzlich planmäßig stattfinden. Auf einzelnen Verbindungen können dennoch Verzögerungen oder Ausfälle auftreten.

Einschränkungen bei ÜSTRA-Bussen

Die Stadtbahnlinien der ÜSTRA sind vom Warnstreik nicht betroffen und sollen regulär verkehren. Einschränkungen werden jedoch beim Busverkehr erwartet, da der ÜSTRA-Betriebshof Vahrenwald solidarisch von ver.di mitbestreikt werden soll.

Dadurch kann es auf den Linien 100, 120, 121, 125, 127, 128, 134, 135, 137, 200, 581 und 800 zu Verzögerungen und Ausfällen kommen.

Vollständig entfallen sollen die Linien 122, 126, 133, 136 und 470.

Aktuelle Fahrten in den digitalen Auskünften

Welche Fahrten am Freitag tatsächlich durchgeführt werden, soll am Streiktag aktuell in den digitalen Fahrtauskünften der ÜSTRA App und auf der Internetseite der ÜSTRA angezeigt werden.

Hannover Gin

Flying Distillery eröffnet am Hannover Airport

22. September 2026/in Region Hannover

HANNOVER GIN präsentiert im öffentlichen Terminalbereich Einblicke in Marke, Herstellung und Herkunft.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu) – Mit der Flying Distillery von HANNOVER GIN ist im Terminal A des Hannover Airport eine neue Erlebniswelt eröffnet worden. Sie verbindet Einblicke in das Destillationshandwerk mit Botanicals, hannoverscher Geschichte und der internationalen Ausrichtung der Marke.

Die Installation ist Teil der langfristigen Attraktivierung der öffentlichen Terminalbereiche. Besucher können dort nach Angaben der Beteiligten verschiedene Aspekte der Herstellung und Geschichte von HANNOVER GIN kennenlernen.

Einblicke in Handwerk und Botanicals

Die Flying Distillery zeigt unter anderem eine Destille hinter einem Fenster sowie Botanicals, eine Pflanzenbibliothek, Fässer und ausgewählte Ginflaschen. Interaktive Elemente sollen Besuchern ermöglichen, sich mit den verwendeten Pflanzen und Destillaten zu beschäftigen.

Nach Angaben von HANNOVER GIN fließen mehr als 70 Jahre botanisches Familienwissen in die Marke ein. Als weiteres Element der Ausstellung steht ein historischer HANOMAG-Laster im Terminal A, der das Unternehmen über viele Jahre begleitet hat.

Flughafengeschäftsführer Dr. Martin Roll sagte zur Eröffnung: „Mit Joerma Biernath von HANNOVER GIN konnten wir einen Partner finden, der ebenso heimatverbunden und gleichzeitig weltoffen ist wie der HAJ. Nach der SCORPIONS Rockstage und dem Gate 96 zieht im Rahmen der langfristigen Attraktivierung unserer öffentlichen Terminalbereiche eine weitere starke lokale Marke ein.“

Verbindung zu Hannover und Großbritannien

Die Erlebniswelt greift zudem Hannovers Städtepartnerschaft mit Bristol und die Verbindung zu Großbritannien auf. Damit soll der internationale Charakter der Marke an einem Standort dargestellt werden, an dem Reisende aus unterschiedlichen Ländern zusammenkommen.

„Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Hannover Airport diesen besonderen Ort schaffen konnten. Mit unserem Flughafen verbinde ich eine persönliche, gelebte Liebe: Er ist mein Heimatflughafen und zugleich die Visitenkarte Hannovers und Niedersachsens für Menschen aus aller Welt. Für mich ist er deshalb der perfekte Ort, um zu zeigen, wofür HANNOVER GIN steht: für Heimatverbundenheit, Handwerk, Natur und Internationalität. Und weil sich diese Geschichte viel zu schön anhört, um sie nur zu erzählen, machen wir sie mitten im Terminal A erlebbar“, sagt Joerma Biernath, Gründer und Geschäftsführer von HANNOVER GIN.

Die Destillate des Unternehmens sind nach dessen Angaben außerdem in beiden Duty-free-Shops sowie im Souvenirshop des Hannover Airport erhältlich.

Probebetrieb Warnsystem

BG-PRESS-Warnsystem startet für Hannover und die Region

16. September 2026/in Region Hannover

Amtliche Wetter- und Bevölkerungswarnungen können ab 16. September 2026 zusätzlich direkt auf BG-PRESS angezeigt werden.

HANNOVER (redu) – BG-PRESS nimmt am 16. September 2026 das eigene BG-PRESS-Warnsystem für das Gebiet der Landeshauptstadt und die Region Hannover zunächst im Probebetrieb in Betrieb. Auf der Webseite können damit offizielle Wetterwarnungen und Bevölkerungswarnungen zusätzlich direkt und deutlich sichtbar angezeigt werden.

Das Angebot ergänzt die bestehenden amtlichen Warnwege. Maßgeblich bleiben bei Gefahrenlagen weiterhin die Informationen und Anweisungen der zuständigen Behörden und offiziellen Warnstellen.

Das BG-PRESS-Warnsystem verarbeitet offizielle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie Bevölkerungswarnungen aus dem Modularen Warnsystem des Bundes (MoWaS). Eingehende Meldungen werden nach den für BG-PRESS festgelegten Gebieten gefiltert. Berücksichtigt werden die Landeshauptstadt Hannover sowie die Region Hannover einschließlich ihrer Gemeinden.

Warnungen automatisch oder nach Freigabe

Das System kann Warnmeldungen automatisch und halbautomatisch verarbeiten. Im automatischen Betrieb werden relevante Meldungen nach technischer Prüfung und Gebietszuordnung direkt ausgegeben.

Im halbautomatischen Betrieb werden eingehende Warnungen zunächst technisch erfasst, gefiltert und geprüft. Anschließend erfolgt eine zusätzliche Freigabe durch die Redaktion. Je nach Warnlage und Quelle kann so der jeweilige Veröffentlichungsweg eingesetzt werden.

Warnungen werden uhrzeitbezogen angezeigt. Sollte sich eine Warnung verlängern, wird diese erneut mit dem nun gültigen Warnzeitraum angezeigt.

Warnhinweis erscheint vor dem Seiteninhalt

Liegt eine relevante Warnung vor, kann vor dem eigentlichen Seiteninhalt ein deutlich sichtbarer Hinweis erscheinen. Dieser muss über einen entsprechenden Button, beispielsweise „Warnung gelesen“, bestätigt werden. Erst danach kann die Webseite regulär genutzt werden.

Eine bestätigte Warnmeldung wird bei weiteren Seitenaufrufen nicht fortlaufend erneut eingeblendet, solange sich an der betreffenden Warnung nichts ändert.

Bei Warnungen des Deutschen Wetterdienstes können beispielsweise Gewitter, Sturm, Starkregen, Glätte, Schnee oder andere Wettergefahren angezeigt werden. Derzeit ist die unterste berücksichtigte Warnstufe „Markante Wetterlage“. Über MoWaS verbreitete Meldungen können unter anderem größere Gefahrenlagen, Brände oder Gefahrstoffereignisse betreffen.

Probebetrieb beginnt am 16. September

Während des Probebetriebs werden insbesondere technische Zuverlässigkeit, korrekte Gebietszuordnung, Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten sowie Verarbeitung und Bestätigung der Warnmeldungen überprüft. Es ist von uns nicht vorgesehen, die Warnungen auf Gebiete ausserhalb der Region Hannover zu erweitern.

Das System ist kein Ersatz für amtliche Warnsysteme. Warn-Apps wie NINA und KATWARN, die Angebote des Deutschen Wetterdienstes, Cell Broadcast, Sirenen und weitere behördliche Warnwege bleiben maßgeblich. Die angezeigten Inhalte stammen aus amtlichen Warnquellen; BG-PRESS erstellt daraus keine eigenen amtlichen Warnungen.

Wichtiger Hinweis zur Nutzung unseres Angebots

Die im Warnfenster von BG-PRESS.de angezeigten Wetter- und Bevölkerungswarnungen basieren auf den automatisierten Datenströmen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.
ICAO Flughafenübung HAJ

ICAO Flugunfallübung 2026 am Hannover Airport mit 250 Kräften

16. September 2026/in Region Hannover

Feuerwehr, Rettungsdienst und Flughafen proben bei laufendem Flugbetrieb die Rettung und Versorgung von Verletzten.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu) – Rund 250 Kräfte von Flughafen, Feuerwehr und Rettungsdienst haben am Dienstagabend bei der Flugunfallübung 2026 am Hannover Airport den Ernstfall trainiert. Im Mittelpunkt standen Menschenrettung, Brandbekämpfung sowie die medizinische Versorgung und der Transport von Verletzten.

Die turnusmäßige Übung sollte insbesondere die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und Behörden bei einem größeren Flugunfall auf dem Flughafengelände trainieren.

Bei der Flugunfallübung 2026 arbeiteten die Flughafenfeuerwehr, kommunale Feuerwehren, der erweiterte Rettungsdienst der Region Hannover sowie weitere beteiligte Behörden und Abteilungen der Flughafengesellschaft zusammen. Grundlage sind die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), die entsprechende Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vorsehen.

Boeing 737 kollidiert im Übungsszenario mit Tankwagen

Als Szenario wurde ein Flugunfall im Vorfeldbereich des Hannover Airport angenommen. Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 kollidierte dabei mit einem Flugfeldtankwagen. Flugzeug und Tankwagen wurden im angenommenen Szenario schwer beschädigt. Durch auslaufendes Kerosin kam es zu einem Folgebrand.

Um 19:09 Uhr löste der Tower der Deutschen Flugsicherung den Aircraft Accident Alarm aus und alarmierte die Flughafenfeuerwehr des Hannover Airport. Wegen der angenommenen Einsatzlage forderte deren Einsatzleiter zusätzlich Kräfte der kommunalen Feuerwehren und den Rettungsdienst an.

ICAO Flugunfallübung 2026 am Hannover Airport mit 250 Kräften – BGPress 20260915 1843 BGPRESS 1420706

Alle zwei Jahre findet eine große verpflichtende Feuwehr- und Rettungsdienstübung nach ICAO-Standard am Airport Hannover statt. © Bernd Günther

Für den Rettungsdienst galt das Stichwort MANV 20, also ein Massenanfall von Verletzten mit 20 Personen.

An der gemeinsamen Bewältigung der angenommenen Schadenlage beteiligten sich die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Langenhagen, Kräfte der Landeshauptstadt Hannover und der erweiterte Rettungsdienst der Region Hannover. Dazu gehörte unter anderem die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst der Feuerwehr Hannover.

Rettungsmittel stellten die Johanniter, das Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund.

70 Statisten stellen Passagiere dar

Das Team der realistischen Unfalldarstellung der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen betreute 70 Statisten, die verletzte und unverletzte Passagiere darstellten. Die Statisten wurden von den Feuerwehren aus Isernhagen, Burgwedel und der Wedemark sowie von der Landeshauptstadt Hannover gestellt.

Während der Übung brachten sich Darsteller über Notrutschen aus der Flugzeugbrandsimulationsanlage in Sicherheit oder wurden durch Feuerwehrkräfte gerettet. Gleichzeitig lief nach Angaben des Flughafens nur rund 100 Meter entfernt der normale Flugbetrieb weiter.

Ein eigenes Team der RUD-Leitung überwachte dabei die Sicherheit der Beteiligten. Leiter Lars Meier erklärte: „Solche interdisziplinären Einsatzübungen stellen immer eine besondere Herausforderung für uns dar, gilt es doch gerade im Hinblick auf die Sicherheit der Rollenspielenden vieles zu beachten.

Während sich die Darsteller über Notrutschen aus der Flugzeugbrandsimulationsanlage in Sicherheit bringen oder durch die Feuerwehr gerettet werden, läuft nur 100 Meter weiter der normale Flugbetrieb. Ein eigenes Team der RUD-Leitung achtet dabei stets auf die Sicherheit aller Beteiligten“.

Meier betonte zudem die Bedeutung der realistischen Darstellung: „Bei allen tollen Möglichkeiten, die Simulationspuppen, KI und virtuelle Realität bieten, ist das Training mit Rollenspielenden nicht zu ersetzen. Empathie, Kommunikation und auch echtes Sozialverhalten bringen neben Kunstblut und Schminke die nötige Realität mit in eine Übung.“

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Übungsszenario bei der ICAO Großübung am Flughafen Hannover © Carl-Marcus Müller

Flughafen will Übungsziele detailliert auswerten

Flughafengeschäftsführer Maik Blötz bedankte sich nach Abschluss der Übung bei den Beteiligten. „Für uns als Flughafen ist es von großer Bedeutung, unterschiedliche Krisenszenarien regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Planung und Durchführung einer Übung dieser Größenordnung bei laufendem Flugbetrieb zu planen und durchzuführen ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Wir möchten uns für das große Engagement während der Vorbereitung und für die Teilnahme aller Beteiligten an diesem Abend ganz herzlich bedanken. In den kommenden Wochen werden detaillierte Auswertungen der verschiedenen Übungsziele vorgenommen“.

Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, zog ein erstes positives Fazit: „Wir sind mit dem Übungsergebnis wirklich zufrieden. Nach zwei Jahren konnten wir wieder das Zusammenspiel mit den verschiedenen Organisationen der Gefahrenabwehr auf unserem Flughafengelände trainieren. Verschiedene Übungsziele wurden in dem Szenario vereint.“

Der reguläre Flugbetrieb am Hannover Airport wurde durch die Übung nicht beeinträchtigt.

Stichwahl in der Region Hannover

Stichwahl Region Hannover: Bender tritt gegen Junk an

14. September 2026/in Region Hannover

Eva Bender und Dr. Oliver Junk treten am 27. September erneut gegeneinander an.

REGION HANNOVER (redu) – Bei der Stichwahl Region Hannover treten Eva Bender (SPD) und Dr. Oliver Junk (CDU) am Sonntag, 27. September 2026, gegeneinander an. Nach Auszählung aller 1.360 Wahlbezirke erreichte im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit.

Neben der Entscheidung über die Regionsspitze liegen auch die vorläufigen Ergebnisse für die Regionsversammlung vor. Das amtliche Endergebnis wird vom Wahlausschuss festgestellt.

Die Stichwahl Region Hannover ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Auszählung aller 1.360 Wahlbezirke erforderlich. Bender und Junk gehen damit in einen zweiten Wahlgang um das Amt der Regionspräsidentin beziehungsweise des Regionspräsidenten.

SPD erhält die meisten Stimmen bei Regionsversammlung

Bei der Wahl zur Regionsversammlung sammelte die SPD nach dem vorläufigen Ergebnis die meisten Stimmen. Dahinter folgen CDU, Grüne, AfD und Linke. Alle Ergebnisse sind vorläufig. Das amtliche Endergebnis wird am 14. September vom Wahlausschuss festgestellt und ist erst nach dessen Beschluss verbindlich.

Insgesamt bewarben sich 831 Kandidatinnen und Kandidaten um die 84 Mandate der Regionsversammlung. Die direkt gewählte Regionspräsidentin beziehungsweise der direkt gewählte Regionspräsident ist zusätzlich stimmberechtigtes Mitglied der Versammlung.

Wahlbeteiligung steigt auf 64,52 Prozent

In der Region Hannover waren 888.239 Menschen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,52 Prozent. Bei der Wahl 2021 hatte sie 54,7 Prozent betragen.

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedstaaten ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in der Region. Rund 52.500 Wahlberechtigte besitzen die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates.

Alle Zahlen vorbehaltlich dem amtlichen Endergebnis.

Tödlicher Verkehrsunfall in Lehrte

Tödlicher Verkehrsunfall auf der Westtangente in Lehrte

12. September 2026/in Region Hannover

Ein Auto kommt von der Westtangente ab und prallt frontal gegen einen Baum. Der eingeklemmte Fahrer stirbt noch am Unfallort.

LEHRTE (redu) – Bei einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Westtangente in Lehrte ist am Samstagnachmittag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Sein Wagen war von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer wurde dabei schwer im Fahrzeug eingeklemmt.

Die Feuerwehr musste zur Bergung hydraulisches Rettungsgerät einsetzen. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.

Fahrer im Auto schwer eingeklemmt

Die Ortsfeuerwehr Lehrte wurde um 15:44 Uhr zu dem tödlichen Verkehrsunfall gerufen. Beim Eintreffen bestätigte sich die Alarmmeldung: Das Auto war rechts von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Weitere Personen befanden sich nicht im Fahrzeug.

Der Fahrer war schwer eingeklemmt. Nach einer ersten Untersuchung durch den Rettungsdienst konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

Feuerwehr öffnet komplette Fahrerseite

Für die Bergung setzte die Feuerwehr hydraulisches Rettungsgerät ein und öffnete die komplette Fahrerseite des Autos. Erst anschließend konnte der Fahrer aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei nahm die Ermittlungen zum Unfallhergang auf. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Lehrte mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

Sirenenalarm in Langenhagen für die Feuerwehr

Sirenennetz Langenhagen: Feuerwehr ändert Alarmierung

12. September 2026/in Region Hannover

Die automatische Sirenenalarmierung der Feuerwehr ist zunächst ausgesetzt. Alarmstichworte und der künftige Einsatz der Sirenen werden überprüft.

LANGENHAGEN (redu) – Nach Beschwerden über nächtliche und frühmorgendliche Sirenenalarmierungen hat die Stadtfeuerwehr die automatische Alarmierung per Sirene zunächst ausgesetzt. Das Sirenennetz Langenhagen bleibt für den Bevölkerungsschutz bestehen, während die Feuerwehr ihre Alarmierungsabläufe und die zugrunde liegenden Alarmstichworte überprüft.

Die Feuerwehr wird weiterhin über digitale Wege alarmiert. Von den insgesamt 25 Sirenenstandorten dienen 16 zusätzlich der Feuerwehralarmierung; das Netz ist vor allem Teil der Warninfrastruktur für die Bevölkerung.

Sirenen werden nur noch gezielt ausgelöst

Das Sirenennetz Langenhagen wird bis auf Weiteres nur noch auf entsprechende Anforderung zur Feuerwehralarmierung eingesetzt. Nach Angaben der Stadtfeuerwehr entstehen durch die Reduzierung keine Verzögerungen bei Bränden, technischen Hilfeleistungen oder anderen Einsatzlagen. Die Einsatzkräfte werden weiterhin über die bestehenden digitalen Alarmierungswege erreicht.

Im Mittelpunkt der Überprüfung stehen die Alarmstichworte. Diese standardisierten Einsatzkategorien bestimmen mit, welche Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Alarmierungswege erforderlich sind. Geprüft werden soll, bei welchen Einsatzlagen eine zusätzliche Sirenenalarmierung notwendig bleibt und ob einzelne Alarmstichworte angepasst werden sollten.

25 Standorte dienen dem Bevölkerungsschutz

Das modernisierte und erweiterte Netz umfasst 25 Sirenenstandorte. Sie wurden nach Angaben der Stadtfeuerwehr in erster Linie als Warninfrastruktur für die Bevölkerung und nicht als ausschließliches Alarmierungssystem für die Feuerwehr aufgebaut. 16 Sirenen erfüllen zusätzlich eine Funktion bei der Alarmierung ehrenamtlicher Feuerwehrangehöriger.

Sirenen sollen Menschen auch erreichen, wenn Mobiltelefone nicht verfügbar sind, Warn-Apps nicht genutzt werden oder andere Kommunikationswege ausfallen. Sie ergänzen unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps und Rundfunk.

Die Stadtfeuerwehr erklärt zugleich, Beschwerden über Sirenen in der Nacht und am frühen Morgen ernst zu nehmen. Die aktuelle Prüfung soll zwischen notwendigen und verzichtbaren Alarmierungen unterscheiden. Ziel sei eine bedarfsgerechte Alarmierungsstrategie, die sowohl die Interessen der Bevölkerung als auch die Anforderungen der ehrenamtlich getragenen Feuerwehr berücksichtigt.

Hängesteg über die Wietze

Hängesteg über Wietze: THW trainiert besondere Bauweise

8. September 2026/in Region Hannover

Konstruktion kann bei Hochwasser und in unpassierbarem Gelände einen sicheren Übergang für Personen schaffen.

HANNOVER (redu) – THW-Einsatzkräfte haben bei sommerlichen Temperaturen einen Hängesteg über Wietze errichtet. Die Konstruktion aus Bretttafeln und Seilen kommt vollständig ohne Nägel aus. Solche Stege können bei Hochwasser oder in unpassierbarem Gelände sichere Übergänge für Personen schaffen.

Die Übung vermittelte eine grundlegende Bauweise, die sich nach Angaben des THW seit dessen Gründung kaum verändert hat. Nach den Belastungsprüfungen wurde der Steg zum Dienstende wieder abgebaut.

Für den Hängesteg über Wietze errichteten die Einsatzkräfte zunächst auf beiden Seiten des Gewässers jeweils ein Dreibockportal. Zwischen den Portalen spannten sie zwei Tragseile, die mit Greifzügen gespannt und an Festpunkten sicher verankert wurden.

Parallel vorbereitete Bretttafeln wurden anschließend Stück für Stück in die Konstruktion eingebunden. So entstand die Laufplanke über das Gewässer. Auf der gegenüberliegenden Seite ergänzten die Einsatzkräfte den Übergang mit einer weiteren Bretttafel als Abgang.

Hängesteg über Wietze: THW trainiert besondere Bauweise – THW Haengebruecke2

Der fertige Hängesteg wäre eine Hilfslösung, falls die Brücke zerstört wäre. © Pierre Graser / THW

Konstruktion kommt ohne Nägel aus

Der gesamte Hängesteg wurde ausschließlich mit Seil- und Bindetechniken gebaut. Nach dem seitlichen Abspannen als Schutz gegen Absturz und den erforderlichen Belastungsprüfungen hätte die Konstruktion von Fußgängern genutzt werden können.

Zum Ende des Dienstes bauten die Einsatzkräfte den Steg jedoch wieder ab.

Die grundlegende Bauweise hat sich nach Angaben des THW seit seiner Gründung kaum verändert. Bereits 1986 wurde nach demselben Prinzip im Rahmen einer Ausbildung eine solche Konstruktion über die Leine errichtet.

Stege für unterschiedliche Einsatzlagen

Je nach Einsatzlage können die Stege aus unterschiedlichen Materialien entstehen. Neben Holz kommen auch vorgefertigte Bauteile wie das Einsatz-Gerüstsystem (EGS) zum Einsatz.

Die Stege sind je nach Ausführung in der Regel etwa zehn bis 30 Meter lang und zwischen 0,5 und einem Meter breit. Sie dienen ausschließlich dem Personenverkehr.

Restpostenmarkt in Vollbrand

Großbrand in Seelze zerstört Restpostenmarkt

6. September 2026/in Region Hannover

Feuer breitet sich auf gesamtes Gebäude aus – hinterer Hallenteil stürzt ein.

SEELZE (redu) – Ein Großbrand in Seelze hat am Samstagnachmittag einen Restpostenmarkt in der Straße Brüggefeld erfasst. Das Feuer breitete sich auf das gesamte Gebäude aus, der hintere Hallenteil stürzte ein. Ein Kunde erlitt leichte Verletzungen. Insgesamt waren 141 Feuerwehrkräfte eingebunden.

Der Markt war bei Ausbruch des Feuers noch geöffnet. Angestellte brachten die Kunden und sich selbst rechtzeitig aus dem Gebäude.

Die Ortsfeuerwehr Seelze wurde gegen 16:18 Uhr zunächst zu einem brennenden E-Bike in dem Markt alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte stellten jedoch einen Großbrand in Seelze fest: Das gesamte Gebäude stand bereits in Vollbrand. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren wurden angefordert.

Auch eine zweite Drehleiter aus Garbsen rückte zur Einsatzstelle aus. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass entgegen der ersten Meldung kein E-Bike gebrannt hatte. Nach den Angaben aus der Ausgangsmeldung soll ein Kunde mit einem Elektromobil den Markt befahren haben, aus dessen Motor Funken austraten.

Kunde erleidet leichte Verletzungen

Mitarbeiter führten auch diesen Kunden rechtzeitig aus dem Markt. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt.

Aufgrund der vorhandenen Brandlast breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude aus. Trotz eines umfangreichen Löschangriffs stürzte der hintere Teil des Marktes ein. Die Rauchsäule war bis zum Deister und zum Steinhuder Meer sichtbar.

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Ein Angriffstrupp kann wegen der Einsturzgefahr nur noch von Aussen löschen. © Bernd Günther

Wegen der Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte den Brand nur von außen mit mehreren Strahlrohren und den Werfern der beiden Drehleitern bekämpfen.

THW unterstützt an der Einsatzstelle

Zur Beurteilung der Gebäudestabilität wurde ein Baufachberater des THW alarmiert. Weitere Fachgruppen des THW aus Ronnenberg, Wunstorf und Elze kamen mit Teleskopladern, einem Radlader und Beleuchtungsgerät zur Einsatzstelle.

Nach dem Eintreffen der Fahrzeuge begann der Abriss des hinteren, bereits eingestürzten Hallenteils. Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit dem Ablöschen der verbliebenen Feuer beginnen.

Großbrand in Seelze zerstört Restpostenmarkt – BGPress 20260905 1800 BGPRESS 1420582

Ein Teleskoplader des Technischen Hilfswerkes Ronnenberg unterstützt die Feuerwehr, um besser an Glutnester zu kommen. © Bernd Günther

Da Arbeiten nur unter Atemschutz möglich waren, wurden weitere Ortsfeuerwehren zum Austausch des Personals nachalarmiert. Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren der Stadt Seelze mit 141 Einsatzkräften eingebunden.

Für die bis in die Nacht dauernden Löscharbeiten baute das THW eine umfangreiche Beleuchtung auf. Die Netzbetreiber stellten die Gas- und Stromversorgung ab. Die Polizei sperrte während des Einsatzes die Garbsener Landstraße zwischen Seelze und Garbsen vollständig.

Noch während der Löscharbeiten begann die Kriminalpolizei mit den Ermittlungen zur Brandursache. Nach ersten Schätzungen könnte der Schaden bei rund drei Million Euro liegen. Zur genauen Brandursache ist bislang noch nichts bekannt.

Sirene zur Bevölkerungswarnung

Sirenenprobe Langenhagen: Tests am 2. und 4. September

21. August 2026/in Region Hannover

Neues Sirenenwarnnetz wird an zwei Tagen in acht Warnbereichen technisch geprüft.

LANGENHAGEN (redu) – Bei einer Sirenenprobe Langenhagen werden am Mittwoch, 2. September, und Freitag, 4. September 2026, insgesamt 25 Anlagen im Stadtgebiet mehrfach ausgelöst. Getestet werden jeweils in der Mittagszeit die Signale für Warnung und Entwarnung.

Die Prüfungen schaffen die technischen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des neuen Sirenenwarnnetzes. Die genauen Uhrzeiten stehen noch nicht fest, weil die Auslösung über die Regionsleitstelle erfolgt.

Die Sirenenprobe Langenhagen betrifft insgesamt 25 Anlagen im Stadtgebiet. Für die technischen Tests ist Langenhagen in acht Warnbereiche aufgeteilt, die an den beiden Prüftagen nacheinander ausgelöst werden.

Am Mittwoch sollen zunächst vier bis fünf Bereiche getestet werden. Die übrigen Warnbereiche folgen am Freitag. Da jede Sirene über zwei unabhängige Empfangssysteme verfügt, werden beide Prüfsignale in jedem Bereich jeweils zweimal ausgegeben.

Zwei unterschiedliche Signale werden geprüft

Beim Signal „Warnung vor Gefahr“ ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Die „Entwarnung“ wird mit einem einminütigen gleichbleibenden Dauerton signalisiert.

Mit den Tests wird kontrolliert, ob die Sirenen korrekt angesteuert werden und die vorgesehenen Signale ordnungsgemäß ausgeben. Durch die wiederholten Auslösungen kann es vorübergehend zu mehreren Sirenentönen kommen.

Stadt bittet Einrichtungen um Information

Die Stadt Langenhagen bittet Schulen, Kindertagesstätten und soziale Einrichtungen darum, Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und Beschäftigte über die angekündigten Prüfungen zu informieren.

Besonders Menschen mit Kriegserfahrungen können auf Sirenengeräusche mit Angst reagieren. Deshalb werden nach Angaben der Stadt auch die in Langenhagen lebenden Geflüchteten über die Tests informiert.

Das neue Sirenenwarnnetz soll im Ernstfall dazu beitragen, die Bevölkerung schnell und flächendeckend vor Gefahren zu warnen.

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