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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Einsatzserie bei der Feuerwehr Lehrte

Einsatzserie Lehrte fordert Feuerwehr von der Nacht bis zum Abend

25. Juni 2026/in Region Hannover

Vom gestürzten Notfallpatienten bis zum Brand einer E-Lok waren die Einsatzkräfte am Mittwoch nahezu durchgehend gefordert.

LEHRTE (redu) – Die Einsatzserie Lehrte hat die Ortsfeuerwehren der Stadt am Mittwoch über viele Stunden beschäftigt. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte zu technischen Hilfeleistungen, Brandeinsätzen, Fehlalarmen und einem Feuer an einer Lokomotive ausrücken.

Von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend waren mehrere Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet nahezu ohne Unterbrechung im Einsatz.

Mit einer technischen Hilfeleistung begann die Einsatzserie Lehrte bereits um 2:27 Uhr. Im Sonnenweg öffnete die Ortsfeuerwehr Ahlten einer gestürzten Seniorin die Wohnungstür und versorgte sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Nur rund anderthalb Stunden später folgte um 3:58 Uhr ein umfangreicher Gefahrguteinsatz auf dem Rangierbahnhof Lehrte. Dort waren mehrere Ortsfeuerwehren gemeinsam mit dem Gefahrgutzug der Region Hannover Ost im Einsatz. Über diesen Einsatz wurde bereits gesondert berichtet.

Brände und Fehlalarme

Am Nachmittag löste um 14:38 Uhr die Brandmeldeanlage eines Betriebes in der Straße Am Schwarzen Kamp aus. Nach der Erkundung stellte sich heraus, dass Qualm aus einem Konvektomaten in der Küche den Alarm verursacht hatte. Ein Brand lag nicht vor.

Um 17:01 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Lehrte in den Aligser Weg aus. Dort brannten Müllsäcke in einem Gebüsch am Bahndamm. Die Flammen konnten mit einem Strahlrohr schnell gelöscht werden.

Direkt im Anschluss folgte um 17:09 Uhr der nächste Alarm in die Peiner Heerstraße. Gemeldet worden war Rauch aus einem Bahnhäuschen. Trotz intensiver Suche fanden die Einsatzkräfte keine Brandstelle. Später stellte sich heraus, dass die Anruferin versehentlich die falsche Einsatzörtlichkeit angegeben hatte und den bereits laufenden Einsatz im Aligser Weg beobachtet hatte.

Brand in E-Lok

Um 18:31 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Ahlten und Lehrte zu einer brennenden E-Lok im Gleisbereich nahe des MegaHub alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen hatte vermutlich ein Kurzschluss bei der Inbetriebnahme der Lok einen Brand ausgelöst.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war lediglich noch Rauchentwicklung festzustellen. Offene Flammen waren nicht mehr sichtbar. Vermutlich war das Feuer erloschen, nachdem der Lokführer beim Verlassen der Lok die Türen geschlossen hatte. Die Feuerwehr kontrollierte die Lok mit Wärmebildkameras und setzte zusätzlich eine Drohne ein. Weitere Brandnester wurden nicht entdeckt. Anschließend übergaben die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an den Notfallmanager der Deutschen Bahn. Während des Einsatzes war der Güterverkehr vorübergehend gesperrt. Auswirkungen auf den Personenverkehr gab es nicht.

Den letzten Alarm des Tages erhielt die Ortsfeuerwehr Lehrte um 21:02 Uhr zu einem gemeldeten brennenden Pkw auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Lehrte und Lehrte-Ost in Fahrtrichtung Berlin. Trotz intensiver Suche konnte kein brennendes Fahrzeug festgestellt werden. Der Einsatz wurde daraufhin beendet.

Kesselwagen Gefahrgut Lehrte

Gefahrstoffeinsatz in Lehrte: Leck an Kesselwagen gestoppt

24. Juni 2026/in Region Hannover

Feuerwehr und Gefahrgutzug verhinderten in der Nacht die Bildung explosiver Dämpfe.

LEHRTE (redu) – Ein Gefahrstoffeinsatz auf dem Rangiergelände der Deutschen Bahn hat in der Nacht zu Mittwoch einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden ausgelöst. Aus einem Kesselwagen trat Methyl-tert-butylether aus, bevor Einsatzkräfte das Leck sichern konnten.

Der ausgetretene Stoff gilt als leicht entzündlich und kann explosive Dämpfe bilden. Durch den schnellen Einsatz der Spezialkräfte konnte eine weitere Gefährdung verhindert werden.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bemerkte ein Bahnmitarbeiter auf dem Rangiergelände der Deutschen Bahn im Bereich Lehrte eine Undichtigkeit an einem Kesselwagen. Der Gefahrstoffeinsatz begann um 3:58 Uhr mit der Alarmierung der Ortsfeuerwehr Lehrte sowie des gesamten Gefahrgutzuges der Region Hannover Ost.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage. Aus einem Flansch des Kesselwagens trat Methyl-tert-butylether aus. Die Einsatzkräfte stellten zunächst den Brandschutz sicher, um eine Entzündung des Stoffes zu verhindern.

Gefahrstoffeinsatz in Lehrte: Leck an Kesselwagen gestoppt – Lehrte Gefahrgut 2 260624

Dekontamination des eingesetzten Trupps © Feuerwehr Lehrte

Austritt mit Schaum gesichert

Im weiteren Verlauf deckte die Feuerwehr den bereits ausgetretenen Stoff mit Schaum ab. Dadurch wurde die Bildung explosiver Dämpfe verhindert. Gleichzeitig reduzierte diese Maßnahme die Gefahr für einen unmittelbar benachbarten Güterzug, der mit einem hochgiftigen und ätzenden Gefahrstoff beladen war.

Unter Chemikalienschutzanzügen gelang es einem Trupp schließlich, den undichten Flansch am Kesselwagen zu verschließen. Damit konnte der Austritt gestoppt werden.

Bahnstrecke zeitweise gesperrt

Während der Maßnahmen blieb die Bahnstrecke zwischen Lehrte und Hannover für den Zugverkehr gesperrt. Zudem sperrte die Polizei den Eisenbahnlängsweg zwischen der Brüsseler Straße und der Breiten Lade.

Gegen 7:20 Uhr waren die Arbeiten der Feuerwehr beendet. Die Einsatzstelle wurde anschließend an den Notfallmanager der Deutschen Bahn übergeben.

Verletzte gab es nach Angaben der Einsatzkräfte nicht. Angaben zur Höhe eines möglichen Sachschadens liegen derzeit nicht vor.

An dem Einsatz waren rund 120 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Unterer Wasserbehörde und Stadtentwässerung beteiligt.

Spatenstich für neues Feuerwehrhaus in Godshorn

Feuerwehrneubau Godshorn: Stadt investiert 11,44 Millionen Euro

21. Juni 2026/in Region Hannover

Die Stadt Langenhagen plant ein modernes Feuerwehrgerätehaus für Godshorn mit Fertigstellung Ende 2027.

LANGENHAGEN / GODSHORN (redu) – Mit dem Feuerwehrneubau Godshorn schafft die Stadt Langenhagen moderne Rahmenbedingungen für Brand- und Katastrophenschutz. Das neue Feuerwehrgerätehaus an der Hermannsburger Straße soll die Einsatzfähigkeit verbessern und bis zum vierten Quartal 2027 fertiggestellt werden.

Der Neubau ersetzt die räumlich ausgeschöpften Kapazitäten des bisherigen Standorts und soll langfristig bessere Bedingungen für Einsatzdienst, Ausbildung und Nachwuchsarbeit schaffen.

Der Feuerwehrneubau Godshorn entsteht an der Hermannsburger Straße beziehungsweise Langenhagener Straße. Nach Angaben der Stadt erfüllt das bestehende Feuerwehrgerätehaus die heutigen Anforderungen nicht mehr und kann am bisherigen Standort nicht erweitert werden. Moderne Einsatzfahrzeuge stoßen dort inzwischen an räumliche Grenzen.

Mehr Platz für Einsatzkräfte

Geplant sind moderne Schulungs- und Aufenthaltsräume sowie ausreichend Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Darüber hinaus sollen Bereiche für die Jugend- und Kinderfeuerwehr entstehen. Die Stadt sieht darin eine wichtige Grundlage für die künftige Nachwuchsarbeit und die langfristige Sicherung ehrenamtlicher Strukturen.

Wichtige Kennzahlen des Projekts

Für den Neubau sind Investitionen von 11,44 Millionen Euro vorgesehen. Das Baugrundstück umfasst rund 5.868 Quadratmeter. Die Fahrzeughalle bietet Platz für sieben Stellplätze. Zusätzlich entstehen 38 Pkw- und 26 Fahrradstellplätze. Für aktive Einsatzkräfte sind 130 Spinde vorgesehen. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 geplant, die Fertigstellung und Übergabe für das vierte Quartal 2027.

Das zweigeschossige Gebäude erhält einen Sozial- und Verwaltungsbereich sowie Fahrzeug- und Waschhalle. Vorgesehen sind außerdem ein Bereitschaftsraum, Büros, Schulungsräume, Lagerflächen und eine barrierefreie Erschließung mit Aufzug. Zur nachhaltigen Ausführung gehören eine extensive Dachbegrünung, tageslichtoptimierte Planung und die Umsetzung nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes.

Gefahrguteinsatz Lehrte A2

Gefahrstoffeinsatz Lehrte: A2-Rastplatz stundenlang gesperrt

20. Juni 2026/in Region Hannover

Ein beschädigter IBC-Container mit Isocyanaten löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst aus.

LEHRTE (redu) – Ein beschädigter Gefahrstoff-Behälter auf einem Lastwagen hat in der Nacht zum Samstag einen umfangreichen Gefahrstoffeinsatz Lehrte auf dem Rastplatz Röhrse Süd an der A2 ausgelöst. Rund 130 Einsatzkräfte verhinderten dabei eine Ausbreitung des Stoffes in die Kanalisation.

Die Arbeiten dauerten mehrere Stunden und machten den Einsatz eines kompletten Gefahrgutzuges erforderlich. Der Rastplatz blieb bis in die Morgenstunden gesperrt.

Gefahrstoff in IBC-Container

Kurz nach 23:12 Uhr wurden die Feuerwehr Hämelerwald sowie der Gerätewagen Messtechnik aus Höver zum Rastplatz Röhrse Süd alarmiert. Ein Lkw-Fahrer hatte eine auslaufende Flüssigkeit an seinem Fahrzeug festgestellt.

Der Gefahrstoffeinsatz Lehrte bestätigte sich bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte. Die Flüssigkeit trat aus einem IBC-Container aus und drohte in die Kanalisation zu gelangen. Bei der Kontrolle der Ladepapiere stellte sich heraus, dass der Lastwagen Isocyanate geladen hatte.

Obwohl das Fahrzeug nicht mit Gefahrguttafeln gekennzeichnet war, handelte es sich bei der Ladung um einen Gefahrstoff. Isocyanate können Haut- und Augenreizungen verursachen, reagieren mit Wasser und gelten als potenziell krebserregend.

Daraufhin ließ Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Hendrik Voges den kompletten Gefahrgutzug der Region Hannover Ost nachalarmieren. Die unmittelbar eingesetzten Kräfte arbeiteten unter Chemikalienvollschutzanzügen.

Mehrstündige Sicherungsmaßnahmen

Der ausgetretene Stoff wurde mit Chemikalienbinder und Sand aufgenommen. Anschließend bargen die Einsatzkräfte den beschädigten IBC-Container mit Unterstützung eines Radladers des Technischen Hilfswerks.

Gefahrstoffeinsatz Lehrte: A2-Rastplatz stundenlang gesperrt – Radlader THW Lehrte

Mit Unterstützung des Radladers des THW wird eine Palette entladen © Feuerwehr Lehrte

Während des Einsatzes musste die Polizei große Teile der Rastanlage räumen und absperren. Zusätzliche Herausforderungen brachte eine Gewitterfront in der Nacht mit sich. Durch den Regen drohte der Gefahrstoff in die Kanalisation gespült zu werden. Ein errichteter Sanddamm verhinderte dies erfolgreich.

Gegen 7 Uhr konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an die Autobahnmeisterei übergeben. Diese übernimmt die weitere Reinigung und Entsorgung der betroffenen Bereiche.

Der Lkw-Fahrer kam nach Angaben der Einsatzkräfte kurz mit dem Stoff in Kontakt und wurde vom Rettungsdienst betreut. Eine weitergehende Untersuchung im Krankenhaus lehnte er ab. Weitere Verletzte gab es nicht.

 

Fahrradfreundliche Arbeitgeberin

Fahrradfreundliche Arbeitgeberin: Region Hannover erhält ADFC-Siegel

19. Juni 2026/in Region Hannover

Auszeichnung würdigt das Engagement der Region Hannover für nachhaltige Mobilität ihrer Beschäftigten.

REGION HANNOVER (redu) – Die Region Hannover ist als fahrradfreundliche Arbeitgeberin ausgezeichnet worden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) verlieh der Verwaltung das silberne Siegel und würdigt damit ihr Engagement für nachhaltige Mobilität und die Förderung des Radverkehrs unter den Beschäftigten.

Die Zertifizierung gilt für drei Jahre und bewertet unter anderem Infrastruktur, Serviceangebote sowie Anreize für Mitarbeitende, das Fahrrad im Berufsalltag zu nutzen.

Infrastruktur für den Radverkehr

Die Auszeichnung wurde am Donnerstag durch Vertreter des ADFC Niedersachsen übergeben. Nach Angaben der Region Hannover profitieren rund 3.157 Beschäftigte von verschiedenen Angeboten rund um das Fahrradfahren.

Auf dem Regionscampus stehen 312 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Ein Teil davon ist überdacht oder in abschließbaren Räumen untergebracht. Weitere 128 Stellplätze sollen ab Frühjahr 2027 am Mobilitätspunkt Maschstraße entstehen. Geplant sind dort unter anderem Doppelstockparker, eine Fahrradgarage und eine Service-Station.

Seit 2023 bietet die Region zudem Dienstrad-Leasing an. Bislang wurde das Angebot 156 Mal genutzt. Ergänzt wird das Mobilitätskonzept durch einen Dienstfahrrad-Pool mit Pedelecs, einem Faltrad sowie einem E-Lastenrad für Transporte.

Service und Motivation

Kostenlose Reparaturhilfen, eine Servicebox mit Luftpumpe und Werkzeug sowie Fahrrad-Reparatur-Workshops gehören ebenfalls zum Angebot. Darüber hinaus organisiert die Region Aktionstage und unterstützt die Betriebssportgruppe „FahrRad“.

Der ADFC bewertet bei seiner Zertifizierung unter anderem die Fahrradfreundlichkeit von Unternehmen und Behörden, betriebliche Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen zur Motivation von Radfahrenden. Mit dem silbernen Siegel zählt die Region Hannover zu den ersten kommunalen Arbeitgeberinnen in der Region mit dieser Auszeichnung.

Warnung vor Hitze

Hitzewarnung Region Hannover: DWD warnt vor Belastung am Freitag

18. Juni 2026/in Region Hannover

Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Freitag eine starke Wärmebelastung. Behörden empfehlen besondere Vorsicht für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.

HANNOVER (redu) – Für die Region Hannover hat der Deutsche Wetterdienst für Freitag, 19. Juni 2026, eine Hitzewarnung Region Hannover ausgegeben. Erwartet wird eine starke Wärmebelastung, die insbesondere für ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann.

Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf und erhöhen die Gefahr von Dehydrierung sowie hitzebedingten Notfällen. Fachleute empfehlen deshalb vorbeugende Maßnahmen im Alltag und besondere Vorsicht beim Aufenthalt an Gewässern.

Verhalten bei großer Hitze

Mit der Hitzewarnung Region Hannover weist der Deutsche Wetterdienst auf eine erhöhte gesundheitliche Belastung durch hohe Temperaturen hin. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Experten raten dazu, körperliche Anstrengungen möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Ausreichendes Trinken ist besonders wichtig. Erwachsene sollten regelmäßig Wasser oder andere alkoholfreie Getränke zu sich nehmen, auch wenn das Durstgefühl noch nicht stark ausgeprägt ist.

Wohnräume sollten möglichst kühl gehalten werden. Empfehlenswert ist es, morgens und nachts zu lüften und Fenster während der heißesten Tageszeit geschlossen zu halten. Leichte, luftdurchlässige Kleidung sowie eine Kopfbedeckung können zusätzlich helfen, den Körper vor Überhitzung zu schützen.

Auch Haustiere benötigen besondere Aufmerksamkeit. Sie sollten jederzeit Zugang zu frischem Wasser und schattigen Bereichen haben. Tiere dürfen bei Hitze niemals im Fahrzeug zurückgelassen werden.

Gefahr an Badeseen und Flüssen

Mit den sommerlichen Temperaturen zieht es viele Menschen an Seen, Flüsse und Freibäder. Rettungsorganisationen warnen jedoch regelmäßig vor einem gefährlichen Fehler: dem Sprung in kaltes Wasser nach längerer Sonnenexposition.

Wer stark aufgeheizt ist und anschließend plötzlich ins kalte Wasser springt, riskiert einen sogenannten Kälteschock. Dabei kann es zu Kreislaufproblemen, Herzrhythmusstörungen oder Bewusstlosigkeit kommen. In der Folge besteht die Gefahr des Ertrinkens.

Immer wieder ereignen sich in Deutschland tödliche Badeunfälle, bei denen eine plötzliche Kreislaufreaktion als mögliche Ursache eine Rolle spielt. Deshalb empfehlen Experten, den Körper vor dem Schwimmen langsam abzukühlen. Zunächst sollten Arme, Beine, Nacken und Brust mit Wasser benetzt werden, bevor man vollständig ins Wasser geht.

Symbolfoto Wasserrettungsboot DLRG

Ein Wasserrettungsboot der DLRG im Einsatz (Symbolfoto) © Bernd Günther

Besondere Vorsicht gilt in Flüssen und Naturgewässern. Strömungen, Temperaturunterschiede und schlecht erkennbare Gefahrenstellen können selbst erfahrene Schwimmer überraschen. Kinder sollten grundsätzlich nur unter Aufsicht baden.

Warnzeichen erkennen

Anzeichen einer Überhitzung können unter anderem Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, starke Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme sein. Treten solche Beschwerden auf, sollte sofort ein schattiger oder kühler Ort aufgesucht und ausreichend getrunken werden.

Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen oder Anzeichen eines Hitzschlags ist umgehend der Notruf 112 zu verständigen. Ein Hitzschlag stellt einen medizinischen Notfall dar.

Die niedersächsischen Behörden empfehlen während einer Hitzewarnung besondere Rücksicht auf gefährdete Personen. Nachbarn, Angehörige und Freunde können dazu beitragen, gesundheitliche Risiken zu verringern, indem sie regelmäßig Kontakt halten und Unterstützung anbieten.

Sieger die Kinderfeuerwehr Ahlten

Feuerwehr-Nachwuchs feiert Jubiläen bei großem Zeltlager in Lehrte

18. Juni 2026/in Region Hannover

Mehr als 230 Kinder und Jugendliche nahmen am Stadtjugendfeuerwehrzeltlager und den Spielen ohne Grenzen in Ahlten teil.

LEHRTE (redu) – Mit einem gemeinsamen Stadtjugendfeuerwehrzeltlager und den Spielen ohne Grenzen hat der Feuerwehr-Nachwuchs am vergangenen Wochenende in Ahlten gleich zwei Jubiläen gefeiert. Anlass waren das 20-jährige Bestehen der Kinderfeuerwehr und das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Ahlten.

Mehr als 230 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet kamen zusammen. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Teamgeist und Nachwuchsförderung bei den Feuerwehren.

Für den Feuerwehr-Nachwuchs begann das Wochenende bereits am Freitagnachmittag. Insgesamt 88 Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren reisten zum Stadtjugendfeuerwehrzeltlager nach Ahlten an und errichteten ihre Zelte auf dem Übungsplatz der Stadtfeuerwehr. Nach der Begrüßung führte ein Orientierungsmarsch durch die Ortschaft. An mehreren Stationen sammelten die Teilnehmenden Legobausteine, aus denen anschließend ein Feuerwehrauto gebaut werden musste.

Spiele rund um das Feuerwehrhaus

Am Samstag kamen zusätzlich 143 Kinder der Kinderfeuerwehren aus dem Stadtgebiet nach Ahlten. Rund um das Feuerwehrhaus hatten die Betreuerinnen und Betreuer zahlreiche altersgerechte Stationen vorbereitet. Während die Kinder unter anderem beim Stiefelweitwurf oder bei Beobachtungsaufgaben ihr Können zeigten, mussten die Jugendfeuerwehrmitglieder Feuerwehrgeräte ihrem Gewicht zuordnen, Knoten binden und einen Parcours bewältigen.

Für eine willkommene Stärkung sorgten ein gemeinsames Mittagessen und ein Eiswagen auf dem Feuerwehrgelände. Auch ein zwischenzeitlicher Regenschauer konnte die gute Stimmung nicht beeinträchtigen.

Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehr bei einer Aufgabe am Löschfahrzeug © Feuerwehr Lehrte

Ehrungen und Siegerteams

Bei der Siegerehrung der Kinderfeuerwehren setzte sich die Gruppe Ahlten 1 vor Hämelerwald 1 und Sievershausen 1 durch. Die Jugendlichen verbrachten anschließend einen weiteren Abend am Lagerfeuer und eine weitere Nacht in ihrer Zeltstadt.

Am Sonntag wurde zunächst der ehemalige Ahltener Jugendwart David Lakisa für sein langjähriges Engagement ausgezeichnet. Bei der abschließenden Wertung der Jugendfeuerwehren gab es eine Besonderheit: Aufgrund von Punktgleichheit teilten sich die Teams aus Ahlten, Arpke und Immensen gemeinsam den ersten Platz. Zweite und dritte Plätze wurden daher nicht vergeben.

Drehleitereinsatz in Isernhagen

Badezimmerbrand in Isernhagen: Feuer im Rohbau schnell gelöscht

15. Juni 2026/in Region Hannover

Mehrere Feuerwehren rückten zu einem Brand in einem Wohnhaus im Rohbau aus. Ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl konnte verhindert werden.

ISERNHAGEN (redu) – Ein Badezimmerbrand in einem Wohnhaus im Rohbau hat am Montagmorgen einen Großeinsatz mehrerer Ortsfeuerwehren ausgelöst. Durch den schnellen Einsatz der Kräfte konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf den Dachstuhl verhindert werden.

Die starke Rauchentwicklung betraf das gesamte Gebäude. Zusätzlich mussten beschädigte Baustützen auf mögliche Auswirkungen auf die Standsicherheit überprüft werden.

Nach der ersten Alarmierung der Feuerwehr Isernhagen KB sowie der Drehleiter aus Altwarmbüchen wegen eines gemeldeten Brandes in einem Badezimmer wurde das Einsatzstichwort im weiteren Verlauf auf „B2 – Feuer Gebäude“ erhöht.

Daraufhin alarmierte die Leitstelle zusätzlich die Feuerwehren Isernhagen FB, NB, HB und Neuwarmbüchen. Vor Ort bestätigte sich ein Badezimmerbrand in einem Wohnhaus, das sich derzeit noch im Rohbau befindet. Der betroffene Raum stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand.

Rauch im gesamten Gebäude

Die entstehende Rauchentwicklung breitete sich auf das gesamte Gebäude aus. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor und konnten die Flammen zügig eindämmen.

Durch das schnelle Eingreifen wurde verhindert, dass sich das Feuer auf den Dachstuhl ausbreitet. Insgesamt kamen drei Atemschutztrupps zum Einsatz.

Feuerwehrkräfte unter Atemschutz

Feuerwehreinsatzkräfte unter Atemschutz © Carl-Marcus Müller

Baufachberater vom THW prüft Gebäudesicherheit

Im Gebäude befanden sich zudem mehrere Gasflaschen. Diese konnten rechtzeitig gesichert werden, sodass keine zusätzliche Gefahr entstand.

Da sich im Rohbau Baustützen befanden, die durch das Feuer beschädigt wurden, wurde ein Baufachberater vom Technischen Hilfswerk (THW) Hannover hinzugezogen. Er sollte beurteilen, ob eine Einsturzgefährdung des Gebäudes besteht.

Zusätzlich schalteten die Einsatzkräfte das Gebäude stromlos und stellten die Wasserversorgung ab. Insgesamt waren die Feuerwehren Isernhagen KB, FB, NB, HB, Altwarmbüchen und Neuwarmbüchen mit rund 65 Einsatzkräften vor Ort.

Angriffstrupps bei Übung

Feuerwehr trainiert Tiefgaragenbrand im Maritim Airport Hotel

14. Juni 2026/in Region Hannover

Ortsfeuerwehr Langenhagen übt unter realistischen Bedingungen das Vorgehen in einer Tiefgarage.

LANGENHAGEN (redu) – Eine Tiefgaragenbrand Übung der Ortsfeuerwehr Langenhagen hat am Donnerstagabend im Maritim Airport Hotel für Aufmerksamkeit gesorgt. Hinter dem scheinbaren Feuerwehreinsatz verbarg sich jedoch ein Ausbildungsdienst, bei dem Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen verschiedene Einsatzabläufe trainierten.

Die Übung diente der Ausbildung von Atemschutztrupps in einer weitläufigen Tiefgarage und sollte die Zusammenarbeit unter erschwerten Bedingungen verbessern.

Übung unter realistischen Bedingungen

Als die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen vor dem Haupteingang des Hotels Stellung bezog, gingen viele Gäste zunächst von einem echten Einsatz aus. Schnell konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Die Tiefgaragenbrand Übung war Teil der regelmäßigen Ausbildungsdienste der Ortsfeuerwehr Langenhagen.

Gruppenführerin Frauke Wegner und der stellvertretende Gruppenführer Kevin Kley hatten das Szenario vorbereitet. Unterstützt wurde die Ausbildung durch das Maritim Airport Hotel, das aufgrund laufender Sanierungsarbeiten geeignete Bereiche zur Verfügung stellte.

In der Tiefgarage wurden fiktive Brandstellen mit Blitzleuchten dargestellt. Gleichzeitig schalteten die Verantwortlichen die Beleuchtung ab, um die Sichtverhältnisse deutlich einzuschränken. Die hohen Temperaturen in den Räumlichkeiten sorgten zusätzlich für eine anspruchsvolle Übungslage.

Schwerpunkt Atemschutz

Trainiert wurden das systematische Absuchen größerer Hallenbereiche, die Kommunikation zwischen mehreren Atemschutztrupps sowie das Schlauchmanagement. Um Schäden am Gebäude auszuschließen, kamen keine wasserführenden Leitungen zum Einsatz.

Stattdessen arbeiteten die Einsatzkräfte mit leeren, zusätzlich beschwerten Schläuchen. Sichtschutzfolien auf den Atemschutzmasken erschwerten die Orientierung weiter und simulierten die Bedingungen eines verrauchten Einsatzortes.

Nach rund 50 Minuten endete die Ausbildung. Die Teilnehmenden zeigten sich erschöpft, bewerteten den Dienst jedoch durchweg positiv. Die Ortsfeuerwehr bedankte sich ausdrücklich bei Hotelleiter Breuckmann und den Mitarbeitenden des Maritim Airport Hotels für die Unterstützung und die Bereitstellung der Übungsfläche.

Partnerschaften und Austausch: Feuerwehr Sehnde nutzt INTERSCHUTZ für Begegnungen – Gruppenbild Muellingen Wirringen Sehnde FF 1

Partnerschaften und Austausch: Feuerwehr Sehnde nutzt INTERSCHUTZ für Begegnungen

11. Juni 2026/in Region Hannover

Mehrere Ortsfeuerwehren aus Sehnde begrüßten nationale und internationale Gäste rund um die INTERSCHUTZ 2026.

SEHNDE (redu) – Die INTERSCHUTZ 2026 hat nicht nur Fachbesucher nach Hannover gelockt, sondern auch zahlreiche Begegnungen in Sehnde ermöglicht. Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Jugendliche sowie internationale Fachleute nutzten die Messe für Austausch, Partnerschaftspflege und gemeinsame Erlebnisse.

Von Feuerwehrpartnerschaften über Jugendbegegnungen bis hin zu internationalen Fachgesprächen zeigte sich rund um die INTERSCHUTZ die vielfältige Vernetzung der Feuerwehren in der Region.

Partnerschaftstreffen und Jugendaustausch

Rund um die INTERSCHUTZ 2026 standen in mehreren Sehnder Ortsfeuerwehren nicht nur moderne Technik und Innovationen im Mittelpunkt. Auch der persönliche Austausch und die Pflege langjähriger Kontakte prägten das Wochenende.

Die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen begrüßte von Freitag bis Sonntag ihre Partnerfeuerwehr aus Heppenheim. Nach einem gemeinsamen Grillabend besuchten die Einsatzkräfte am Samstag die INTERSCHUTZ in Hannover. Dort informierten sie sich über aktuelle Entwicklungen im Feuerwehrwesen und nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Der Abend klang anschließend in geselliger Runde aus.

Zeitgleich empfing die Jugendfeuerwehr Ilten ihre Partnerjugendfeuerwehr aus Hamburg-Langenhorn. Nach Kennenlernspielen und einem gemeinsamen Abendprogramm stand ebenfalls der Besuch der INTERSCHUTZ auf dem Programm. Insgesamt 41 Jugendliche und Betreuerinnen und Betreuer erkundeten die Messe und erhielten Einblicke in moderne Technik sowie die Geschichte des Feuerwehrwesens.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Kalibergs in Sehnde. Mit Genehmigung der Firma K+S konnte die Gruppe die Region aus besonderer Perspektive erleben. Den Abend verbrachten die Jugendlichen gemeinsam bei einem Essen und dem Fußballspiel Deutschland gegen die USA.

Partnerschaften und Austausch: Feuerwehr Sehnde nutzt INTERSCHUTZ für Begegnungen – Gruppenbild Grillen Bilm

Gruppenbild vom Grillen in Bild © Feuerwehr Sehnde

Internationale Vernetzung in Bilm

Auch die Ortsfeuerwehr Bilm war Gastgeber einer besonderen Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Waldbrandteam e.V. und Scotty Firefighting wurde ein internationaler Grillabend zum Thema Vegetations- und Waldbrandbekämpfung organisiert.

Teilnehmer aus Deutschland, Spanien, Italien, Irland und den USA tauschten sich über aktuelle Herausforderungen, Ausbildungskonzepte, technische Entwicklungen und internationale Einsatzerfahrungen aus. Ziel war es, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Netzwerke aufzubauen.

Für einen besonderen Moment sorgte die nachträgliche Würdigung des 50. Geburtstags eines italienischen Gastes. Das gemeinsame Geburtstagsständchen unterstrich die internationale und kameradschaftliche Atmosphäre des Abends.

Die verschiedenen Veranstaltungen verdeutlichten, dass die INTERSCHUTZ weit über das Messegelände hinaus Wirkung entfaltet. Neben Fachthemen standen vor allem persönliche Begegnungen, internationale Freundschaften und die Vernetzung innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft im Mittelpunkt.

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