Zukunftsorientierte Arbeitsmodelle fördern Effizienz, Nachhaltigkeit und Mitarbeitermotivation.
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover treibt die Modernisierung ihrer Arbeitsstrukturen voran und etabliert innovative Konzepte wie Desksharing und OpenSpace-Flächen. Damit schafft die Verwaltung eine Umgebung, die nicht nur effizienter, sondern auch attraktiver für Fachkräfte wird.
Cordula Drautz, Regionsdezernentin für Finanzen, Gebäude und Verwaltungsentwicklung, erklärt: „Mit flexiblen Arbeitsstrukturen fördern wir kreative Zusammenarbeit und schnelle Lösungsfindungen. Gleichzeitig leisten wir durch die optimierte Flächenauslastung einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“
Effizienz und Einsparungen durch Desksharing
Durch das Desksharing-Modell entfallen 121 feste Arbeitsplätze, was eine Einsparung von 2.380 m² Bürofläche ermöglicht. Diese Flächenoptimierung senkt den Energieverbrauch und spart monatlich rund 33.000 Euro an Nettokaltmiete. Mitarbeitende teilen sich flexibel nutzbare Arbeitsplätze, die mit moderner Technik wie höhenverstellbaren Schreibtischen, kabellosen Headsets und adaptiver Beleuchtung ausgestattet sind. Abschließbare Schränke und durchdachte Akustikkonzepte schaffen zusätzlichen Komfort.
Partizipation als Erfolgsfaktor
Die Einführung von Desksharing basiert auf intensiver Mitbestimmung der Beschäftigten. Ihre Vorschläge und Erfahrungen flossen direkt in das Konzept ein. Mit einer Dienstvereinbarung wurde ein flexibler Rahmen geschaffen, der jährlich überprüft und an neue Anforderungen angepasst wird. Nils Gampert, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats, betont: „Die Bedürfnisse der Mitarbeitenden stehen im Mittelpunkt. Nur gemeinsam können wir den Wandel erfolgreich gestalten.“
Kontinuierliche Verbesserung
Aktuell nutzen 624 Mitarbeitende das Desksharing-Modell, was 22,4 Prozent der Belegschaft entspricht. Die Arbeitsplatzquote in diesen Teams liegt bei 80,9 Prozent – für zehn Beschäftigte stehen acht Schreibtische bereit. Bis zur nächsten Umstellungsphase werden insgesamt 1.009 Mitarbeitende von dieser flexiblen Arbeitsweise profitieren, während 250 zusätzliche Schreibtische eingespart werden können.
Die Region Hannover verfolgt das Ziel, eine Arbeitsplatzquote von 75 Prozent zu erreichen. Dank Monitoring und regelmäßiger Feedbackgespräche wird das Konzept kontinuierlich optimiert, um den Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden.
Hannover stemmt Mehrkosten: 144.000 Menschen profitieren von günstigem ÖPNV.
REGION HANNOVER (redu). Die Regionsversammlung Hannover hat entschieden: Das 365-Euro-Ticket bleibt auch nach der bundesweiten Preiserhöhung des Deutschlandtickets bestehen. Ab Januar 2025 wird der Preis des Tickets bundesweit von 49 Euro auf 58 Euro angehoben. In der Region Hannover jedoch bleibt es weiterhin bei einem Euro pro Tag.
Rund 72.000 Menschen nutzen das vergünstigte 365-Euro-Ticket der Region Hannover, hinzu kommen 29.000 Jugendliche mit der Jugendnetzkarte und 43.000 Studierende mit dem Semesterticket. Insgesamt profitieren damit 144.000 Menschen von einem attraktiven Preis für den öffentlichen Nahverkehr.
Finanzierung durch Region, GVH und Unternehmen
Die Region Hannover trägt künftig 4,90 Euro pro Ticket, ein Euro mehr als bisher. Der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) erhöht seinen Rabatt auf 2,90 Euro. Die verbleibenden 7,55 Euro der Preiserhöhung übernehmen die Verkehrsunternehmen. Zusätzlich übernimmt die Region Hannover die Mehrkosten für Sozial- und Ehrenamtstickets vollständig, während Unternehmen für das Jobticket selbst aufkommen müssen.
Regionspräsident Steffen Krach erklärte: „Der ÖPNV wird erst dann wirklich attraktiv, wenn er bezahlbar ist. Hannover zeigt, dass es möglich ist, durch politische Entscheidungen den Menschen entgegenzukommen.“ Er betonte jedoch die Notwendigkeit, dass der Bund schnell eine langfristige Lösung zur Finanzierung des Deutschlandtickets findet.
Zukunft des Tickets ungewiss
Die Finanzierung des 365-Euro-Tickets ist bislang nur bis Ende 2025 gesichert. Die Region Hannover rechnet mit zusätzlichen Kosten von 2,2 Millionen Euro jährlich, sollte die Nachfrage stabil bleiben. Eine dauerhafte Unterstützung durch den Bund ist jedoch bislang nicht zugesichert.
„Es ist inakzeptabel, dass wir keine Planungssicherheit vom Bund erhalten“, so Krach. „Die Menschen müssen sich auf den ÖPNV verlassen können, und wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Der Bund muss endlich liefern.“
Erfolgsmodell in der Region Hannover
Das 365-Euro-Ticket wurde in der Region Hannover 2022 eingeführt. Ursprünglich war es für Inhaberinnen der Ehrenamtskarte gedacht. Im Mai 2023 wurde es auf Sozial- und Jobtickets ausgeweitet. Seitdem ist die Zahl der Nutzerinnen stark gestiegen: Aktuell bieten 2.560 Unternehmen Jobtickets an, davon 1.106 die 365-Euro-Variante.
Mit diesem Modell zeigt Hannover deutschlandweit, wie bezahlbarer und attraktiver Nahverkehr gestaltet werden kann – eine Grundlage für die Verkehrswende.
Rettungsübung im sechsten Stockwerk erfolgreich abgeschlossen
LANGENHAGEN (redu). Die Ortsfeuerwehr Langenhagen absolvierte ihre Jahresabschlussübung mit einem realistischen Einsatzszenario in einem Bürogebäude. Dabei wurde die Rettung von Personen aus einem verqualmten Obergeschoss trainiert.
Am vergangenen Donnerstag führte die Ortsfeuerwehr Langenhagen ihre Jahresabschlussübung durch. Die Alarmierung deutete auf eine starke Rauchentwicklung in einem Bürogebäude in der Emil-Berliner-Straße hin. Einsatzleiterin Frauke Wegner stellte vor Ort fest, dass der Brandherd im sechsten Obergeschoss lag und sich noch Personen in der Etage befanden.
Unter Atemschutz begaben sich mehrere Trupps über das Treppenhaus zur Personenrettung und Brandbekämpfung. Gleichzeitig wurde mithilfe der Drehleiter eine Person über das Fenster aus der verrauchten Etage geborgen. Unterstützung erhielten die Feuerwehrkräfte von der Johanniter-Unfall-Hilfe, die die medizinische Versorgung der „Verletzten“ übernahm.
Im Verlauf des Übungseinsatzes konnten alle simulierten Verletzten sicher gerettet und das fiktive Feuer innerhalb einer Stunde gelöscht werden. Die beiden Übungsleiter Karsten Patz und Martin Bombach zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung und lobten die Zusammenarbeit mit den Johannitern.
Feuerwehr befreit eingeklemmte Person bei Unfall in Langenhagen
LANGENHAGEN (redu). Am Abend des 9. Dezember kam es auf der Walsroder Straße in Langenhagen zu einem schweren Verkehrsunfall. Gegen 19:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr alarmiert, da eine Person in einem der beiden Unfallfahrzeuge eingeklemmt war.
Unter der Leitung von Zugführer Marcel Hofmann begann die Feuerwehr unmittelbar nach ihrem Eintreffen mit den Rettungsmaßnahmen. Mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte konnten sie die eingeklemmte Person in wenigen Minuten befreien und an den Rettungsdienst übergeben.
Beide Unfallbeteiligten erlitten Verletzungen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Während der Rettungsarbeiten blieb die Walsroder Straße sowie ein Teil der Ehlersstraße vollständig gesperrt.
150 Einsatzkräfte bekämpfen Dachstuhlbrand bis in die Nacht
GARBSEN (redu). Ein schwerer Brand hat in der Nacht zu Samstag ein Gebäude in Schloß Ricklingen, einem Stadtteil von Garbsen, nahezu vollständig zerstört. Über 150 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen.
Am späten Freitagabend brach in der Straße „Im Dorfe“ in Schloß Ricklingen aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer im Dachstuhl eines Wohngebäudes aus. Der Brand breitete sich schnell aus und erfasste nahezu das gesamte Gebäude. Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt.
Um 23:59 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Schloß Ricklingen, Horst und Meyenfeld sowie weitere Einsatzkräfte, darunter die Drehleiter der Feuerwehr Garbsen und ein Einsatzleitwagen, alarmiert. Wenig später wurde die Alarmstufe erhöht, und auch die Feuerwehr aus Berenbostel rückte mit einer weiteren Drehleiter an.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Gebäude aufgrund der fortgeschrittenen Brandausbreitung nicht mehr betreten werden konnte. Mehrere Trupps unter Atemschutz sowie zwei Wasserwerfer von Drehleitern aus bekämpften das Feuer. Die Löschwasserversorgung erfolgte über Hydranten in den umliegenden Straßen, für die die Feuerwehr umfangreiche Schlauchleitungen verlegte. Nach etwa anderthalb Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Ein angebautes Gebäude konnte gerettet werden, doch der Hauptteil des Gebäudes brannte vollständig aus.
Zur Bekämpfung von Glutnestern und zur Sicherung des Gebäudes wurde das Technische Hilfswerk (THW) aus Wunstorf und Stadthagen hinzugezogen. Mit einem Bagger riss das THW beschädigte Gebäudeteile ein. Unterstützt wurde der Einsatz durch Materiallieferungen von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neustadt.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über die Schadenshöhe gibt es noch keine Informationen. Insgesamt waren etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK und Polizei mit rund 30 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
THW-Ortsverbände in der Region Hannover begrüßen Verstärkung nach erfolgreicher Prüfung
LANGENHAGEN (redu). In einer umfassenden Grundausbildungsprüfung haben 21 Helferanwärterinnen und -anwärter aus den THW-Ortsverbänden Burgdorf, Bückeburg, Hameln, Hannover/Langenhagen, Lehrte, Ronnenberg und Springe ihre erste Ausbildungsstufe erfolgreich absolviert. Die Prüfung fand im Ortsverband Hannover/Langenhagen statt und ist Voraussetzung für den aktiven Einsatzdienst im Technischen Hilfswerk (THW).
Die Grundausbildungsprüfung gliederte sich in zwei Teile: Theorie und Praxis. Im theoretischen Abschnitt mussten die Teilnehmenden Fragen zu zentralem THW-Wissen beantworten. Das Spektrum reichte von technischen Grundlagen über rechtliche Aspekte bis hin zu Erster Hilfe. Im praktischen Teil bewiesen sie ihr Können an acht verschiedenen Stationen. Zu den Aufgaben gehörten der sichere Umgang mit Hebekissen und einem Gesteinsbohrhammer, das fachgerechte Einbinden einer verletzten Person in eine Krankentrage und der Aufbau von Beleuchtungsanlagen. Weitere Prüfungsinhalte umfassten die Handhabung von Pumpen, das richtige Befüllen von Sandsäcken sowie deren Verbau – essentielle Fähigkeiten für die vielseitigen Einsatzbereiche des THW.
Mit bestandener Prüfung ist der erste Schritt in die THW-Laufbahn getan. Die neuen Mitglieder werden nun in die Einheiten des Technischen Zugs oder in spezialisierte Fachgruppen integriert. Dort vertiefen sie die Kenntnisse aus der Grundausbildung und erlernen den Umgang mit spezialisierten Geräten und Werkzeugen. Diese weiterführende Ausbildung findet sowohl in den Ortsverbänden als auch in regionalen Ausbildungsstätten und den THW-Bundesschulen statt.
Der Ortsverband Hannover/Langenhagen begrüßte besonders neun neue aktive Helferinnen und Helfer – darunter Annalena, Beatrice, Dilara, Franziska, Lauren, Max, Niels, Thomas und Viktoria – die nun in die bestehenden Teams integriert werden.
Ein herzlicher Dank ging an die Prüferinnen und Prüfer sowie die Stationshelfer aus den teilnehmenden Ortsverbänden, die die Prüfungen organisiert und durchgeführt haben. Für die Verpflegung der über 80 Anwesenden sorgte die Fachgruppe Verpflegung mit einem Nudelgericht und frischem Salat. Ein weiteres Highlight war der Kuchen, der am Nachmittag gereicht wurde.
Die Grundausbildung bildet die Basis für den ehrenamtlichen Einsatz im THW. Sie gewährleistet eine bundesweit einheitliche Qualifikation und vermittelt das nötige Wissen und die praktischen Fertigkeiten, um im Bevölkerungsschutz sicher und effizient handeln zu können. Durch ihre erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung leisten die neuen Mitglieder einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Katastrophenvorsorge und Technischen Hilfeleistung in der Region.
Katastrophenschutz, Infrastruktur und Ehrungen prägen die Führungskräftetagung
REGION HANNOVER (redu). Am Sonnabend fand im Haus der Region Hannover die „Große Dienstbesprechung 2024 der Regionsfeuerwehr“ statt. Rund 225 Teilnehmer, darunter Führungskräfte aus 205 Ortsfeuerwehren, Vertreter der Politik und Gäste, diskutierten über aktuelle Herausforderungen, Infrastrukturmaßnahmen und Spitzenleistungen.
Eröffnungsrede und Rückblick
Die Regionsfeuerwehr Hannover traf sich zu ihrer jährlichen Führungskräftetagung, um die Situation und die Zukunft der 205 Ortsfeuerwehren in den 20 Städten und Gemeinden der Region zu erörtern. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing eröffnete die Veranstaltung und hob die Leistungen der etwa 9.500 Freiwilligen hervor, die den Brandschutz für rund 650.000 Einwohner sicherstellen. Mit bisher 7.214 Einsätzen in 2024 sei die Einsatzfrequenz erneut gestiegen – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von über 300 Einsätzen. Im Durchschnitt rücken die Feuerwehren in der Region Hannover 20-mal täglich aus, darunter zu Bränden, technischen Hilfeleistungen und Unwetterschäden.
Mensing betonte, dass die Bedeutung der Feuerwehren nicht allein an Einsatzzahlen gemessen werden dürfe. „Die Ortsfeuerwehren sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere in kleineren Gemeinden.“ Neben dem Schutz der Bevölkerung leisten sie durch Veranstaltungen und Jugendarbeit wichtige Beiträge zum sozialen Miteinander.
Herausragende Leistungen und Wettbewerbe
Im Jahr 2024 konnte die Regionsfeuerwehr zahlreiche Erfolge verbuchen:
Die Jugendfeuerwehren Osterwald-Unterende (Garbsen) und Nöpke (Neustadt a. Rbge.) erreichten beim Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehren in Bayern den ersten und dritten Platz.
Die Ortsfeuerwehr Nöpke sicherte sich den ersten Platz beim Leistungswettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren Niedersachsens.
Diese Spitzenplätze seien ein Beweis für die hohe Ausbildungsqualität und das Engagement in der Region.
Katastrophenschutz: Lehren aus dem Weihnachtshochwasser
Ein Schwerpunkt der Tagung war die Stärkung des Katastrophenschutzes. Das Weihnachtshochwasser 2023, das große Teile der Region Hannover betroffen hatte, führte zu einer besseren Vernetzung von Feuerwehren und Kommunen. Christine Karasch, Dezernentin der Region Hannover, berichtete von einer Verdoppelung der Haushaltsmittel für Katastrophenschutzmaßnahmen.
Regionsbrandmeister Mensing lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehren, betonte aber, dass in den Bereichen Ausrüstung und Infrastruktur weiterhin Nachholbedarf bestehe.
Neues Feuerwehrzentrum: Standortfrage entschieden
Eine überraschende Ankündigung machte Christine Karasch zur Zukunft der Feuerwehrtechnischen Zentralen. Ein gemeinsames Feuerwehrzentrum mit der Stadt Hannover am Tönniesberg wurde verworfen. Stattdessen soll die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) Ronnenberg am bisherigen Standort erweitert werden. Karasch erklärte, dass der Flächenbedarf durch eine geschickte Planung sowie die Nutzung nahegelegener Lagerflächen gedeckt werde.
Ausblick auf Reformen und Modernisierung
Hanko Thies vom Niedersächsischen Innenministerium kündigte Reformen des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes an. Ziel sei es, Feuerwehren zukunftssicher aufzustellen, insbesondere durch:
Eine neue, modernisierte Dienstkleidung, um die Feuerwehr für junge Menschen attraktiver zu machen.
Verbesserte Lehrgangsangebote am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK).
Modernisierungen der Unterkünfte für Lehrgangsteilnehmende.
Präsident Olaf Kapke vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen begrüßte die geplanten Änderungen, auch wenn nicht alle Wünsche der Feuerwehren berücksichtigt wurden.
Personelle Veränderungen: Mensing tritt ab
Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing verkündete, dass er nach zwölf Jahren im Amt nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren werde. „Meine Amtszeit endet am 30. November 2025, und ich werde nicht verlängern.“ Mensing, derzeit 63 Jahre alt, hätte wegen der Altersgrenze bei der Feuerwehr ohnehin nur noch bis zu seinem 67. Lebensjahr im Amt bleiben können. Sein Stellvertreter Lars Schwieger erklärte, er sei bereit, für die Nachfolge zu kandidieren.
Zum Abschluss wurden mehrere Feuerwehrmitglieder für ihre Verdienste ausgezeichnet:
Silbernes Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes: Volker Kluth (Burgwedel) und Benjamin Moss (Springe)
Goldenes Ehrenkreuz: Hartmut Jagau (Abbensen/Wedemark), der seit 30 Jahren Ortsbrandmeister ist und sich weiterhin in der sechsten Amtszeit engagiert.
Feierlicher Ausklang
Musikalisch umrahmt wurde die Tagung vom Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover e. V. unter Leitung von Pieter Sikkema. Beim gemeinsamen Singen der Nationalhymne endete die Veranstaltung. Regionsbrandmeister Mensing dankte den Teilnehmenden sowie der Ortsfeuerwehr Landringhausen für die Organisation und Verpflegung.
Schwere Rauchentwicklung sorgt für Warnung der Bevölkerung
WEDEMARK (redu). Am frühen Donnerstagmorgen geriet ein rund 200 Quadratmeter großes landwirtschaftliches Gebäude in Meitze in Brand. Zahlreiche Einsatzkräfte waren bis in die Mittagsstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Gegen 5:15 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Meitze und Gailhof zu einem gemeldeten Schuppenbrand am Fuhrberger Weg alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Daraufhin wurden weitere Wehren aus Elze, Mellendorf und Wennebostel nachalarmiert. Im betroffenen Gebäude befanden sich Brennholz, etwa 600 Liter Diesel und vier Fahrzeuge, was die Brandbekämpfung erschwerte.
Die Feuerwehr setzte mehrere Schlauchleitungen ein, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Aufgrund der Witterung drückte der Rauch in Bodennähe in den Ortskern, weshalb über Radiodurchsagen die Bevölkerung gewarnt wurde.
Zur Unterstützung wurden im weiteren Verlauf die Ortsfeuerwehr Bissendorf und das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Mit einem Bagger wurde der Brandschutt auseinandergezogen, um letzte Glutnester zu löschen. Gegen 13:30 Uhr war der Einsatz der rund 70 Feuerwehrkräfte beendet.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang keine Informationen vor.
Mit Aktionen und Beleuchtung macht die Region Hannover auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam
REGION HANNOVER (redu). Am Montag, den 25. November, wird das Haus der Region in Hannover in Orange erstrahlen. Mit dieser Fassadenbeleuchtung macht die Region Hannover auf die systematische Diskriminierung und Gewalt aufmerksam, der Frauen häufig ausgesetzt sind. Anlass ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.
Im zentralen Foyer des Gebäudes wird zusätzlich ein orangefarbener Schuh mit einem Grablicht aufgestellt, begleitet von Informationen zu Femiziden. Diese Aktion, organisiert von den Clubs Hannover2000 und Hannover von Soroptimist International (SI), erinnert an die Frauen, die durch Gewalt ums Leben kamen und symbolisiert die Schuhe, die sie nie wieder tragen werden.
Steigende Fallzahlen häuslicher Gewalt in der Region Hannover
Die Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) in der Region Hannover verzeichneten im Jahr 2023 über 5.400 Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen waren – ein Anstieg von 1.000 Fällen im Vergleich zu 2022. Seit 2020 haben die gemeldeten Fälle um 35 Prozent zugenommen. Ob diese Zahlen auf eine bessere Erhellung des Dunkelfeldes oder auf tatsächliche Zunahmen der Gewalt zurückzuführen sind, bleibt unklar. Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, betont jedoch: „Wichtig ist, dass alle Betroffenen wissen, dass es Hilfe gibt und wie sie diese bekommen.“
Finanzielle Unterstützung für Gewaltschutzmaßnahmen
Die Region Hannover fördert umfassend Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Im Jahr 2024 wurden über 4 Millionen Euro in den Betrieb von sechs Frauenhäusern, 16 Beratungsstellen und zwei BISS-Verbünden investiert. Die Unterstützung ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Alarmierende Zahlen aus dem Bundeslagebild
Das kürzlich vorgestellte Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ des Bundeskriminalamts zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Fast jeden Tag ereignet sich in Deutschland ein Femizid. Alle drei Minuten wird eine Frau Opfer häuslicher Gewalt, und täglich verzeichnen die Behörden über 140 Sexualstraftaten gegen Frauen und Mädchen.
Diese Zahlen unterstreichen die dringende Notwendigkeit, kontinuierlich auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und Unterstützungsangebote auszubauen – nicht nur am Orange Day, sondern an jedem Tag des Jahres.
Mehr als 1,2 Millionen Menschen in der Region – Wachstum hält an
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover erreicht Ende September 2024 mit 1.202.556 Einwohnern einen neuen Höchststand. Die Bevölkerungszahl steigt damit das 16. Quartal in Folge.
Zum Ende des dritten Quartals 2024 hat die Region Hannover einen neuen Bevölkerungsrekord erreicht. Die Gesamtbevölkerung der Landeshauptstadt Hannover und ihrer 20 umliegenden Kommunen stieg auf 1.202.556 Menschen – ein historischer Höchstwert. Das Plus von 795 Personen gegenüber dem 30. Juni 2024 markiert den größten Anstieg seit dem ersten Quartal 2024.
Von den 21 Städten und Gemeinden verzeichneten 14 einen Bevölkerungszuwachs, darunter Hannover selbst mit einem Anstieg von 476 Personen. Garbsen meldete den höchsten absoluten Zuwachs im Umland mit 149 Personen, nachdem in den vorangegangenen vier Quartalen ein Rückgang zu verzeichnen war. Den stärksten prozentualen Anstieg verbuchte Pattensen mit einem Plus von 0,325 Prozent.
In sechs Gemeinden, darunter Langenhagen, Burgdorf und Isernhagen, sank die Bevölkerungszahl. Langenhagen verzeichnete den stärksten Rückgang mit einem Minus von 269 Personen, was einem Rückgang von 0,47 Prozent entspricht.
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