Pilotprojekt mit enercity soll CO₂-Emissionen am Hannover Airport senken
HANNOVER / LANGENHAGEN (redu). Der Hannover Airport hat in Zusammenarbeit mit der enercity AG ein neues Projekt zur Nutzung erneuerbarer Energien ins Leben gerufen. Auf bislang ungenutzten Flächen im Umfeld der Nordbahn wurde eine Photovoltaikanlage errichtet, die sich in einer dreijährigen Testphase befindet. Diese Anlage, betrieben von der enercity solution, einer Tochtergesellschaft der enercity AG, ist bereits in Betrieb genommen worden und soll als Modell für mögliche Erweiterungen dienen.
Die Pilotanlage erstreckt sich über eine Fläche von 1.250 Quadratmetern und erreicht eine maximale Leistung von etwa 120 Kilowatt-Peak. Damit können jährlich mehr als 43 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein bedeutender Beitrag zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks im Vergleich zum deutschen Strommix.
Maik Blötz, Geschäftsführer des Hannover Airports, hob die Bedeutung des Projekts für die Nachhaltigkeitsstrategie des Flughafens hervor: „Wir sind stolz, gemeinsam mit enercity einen weiteren Schritt zur Transformation des Flughafens zu einem nachhaltigen Mobilitäts-Hub realisiert zu haben.“ Auch Frank Umminger, Geschäftsführer der enercity solution, betonte das Potenzial solcher Projekte zur klimafreundlichen Energiegewinnung und die Rolle von Flughäfen als geeignete Standorte für erneuerbare Energien.
Die Fläche der Anlage, die sich im Sicherheitsbereich des Flughafens befindet, wird in den kommenden Jahren regelmäßig kartiert und evaluiert. Bei positiven Ergebnissen ist eine Erweiterung der Photovoltaikanlage vorgesehen.
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover führt einen digitalen Einbürgerungsantrag ein, um den Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft für Bewohner zu erleichtern. Nutzer profitieren von einem einfachen, barrierefreien Verfahren, das größtenteils online abgewickelt werden kann.
Die Behörde hat eine digitale Lösung für den Einbürgerungsprozess eingeführt. Bewohner, die sich seit Jahren engagieren, arbeiten und leben, können nun den Großteil des Antragsprozesses bequem von zu Hause aus erledigen. Ein zentraler Vorteil des neuen Systems ist die Flexibilität, unabhängig von den Öffnungszeiten der Verwaltung zu agieren.
Das Online-Verfahren leitet Antragsteller Schritt für Schritt und ermöglicht das einfache Hochladen der erforderlichen Dokumente. Besonders hilfreich ist der Quick Check: Bereits zu Beginn wird geklärt, ob die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllt sind.
Die Anzahl der Einbürgerungsanträge in der Region Hannover ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2022 wurden 2.882 Anträge gestellt und 1.174 Personen eingebürgert. 2023 erhöhte sich die Zahl der Anträge auf 3.227, wobei 1.237 Einbürgerungen erfolgten. Bis Oktober 2024 wurden 3.210 Anträge gestellt und 1.934 Einbürgerungen durchgeführt.
Ein entscheidender Impuls für den Anstieg der Zahlen war die Einführung des neuen Einbürgerungsgesetzes im Juni 2024. Es verkürzte die Aufenthaltsdauer für den Antrag von acht auf fünf Jahre.
Christine Karasch, Fachbereichsleiterin, erklärte die Notwendigkeit der Digitalisierung angesichts der hohen Arbeitsbelastung der Ausländerbehörden und dem Anstieg der Einwanderungszahlen. Der digitale Einbürgerungsantrag ergänzt das bereits vorhandene Online-Angebot zur Beantragung von Aufenthaltstiteln. Karasch betonte, dass die digitale Lösung der Effizienzsteigerung der Verwaltung dient.
Cordula Drautz, zuständig für Digitalisierung, hob hervor, dass die Region Hannover den Ausbau digitaler Dienstleistungen kontinuierlich verfolgt. Das Ziel sei es, den Bürgern bestmöglichen Service zu bieten, Prozesse zu vereinfachen und Ressourcen zu schonen.
Voraussetzungen für eine Einbürgerung
Für die Einbürgerung sind unter anderem gute Deutschkenntnisse sowie die eigenständige Sicherung des Lebensunterhaltes nachzuweisen. Auch muss ein Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung abgegeben werden. Aktuelles und Wissenswertes rund um die deutsche Staatsangehörigkeit erfahren Sie auf hannover.de/rh-einbuergerung. Alle Informationen zur Einbürgerung, Links und herunterladbare Dokumente stehen unter hannover.de/einbuergerung-allgemein-region zur Verfügung.
Einsatzkräfte löschen Vollbrand eines Anbaus und schützen bewohnte Haushälfte
SEHNDE – HAIMAR (redu). Am frühen Montagmorgen kam es in Sehnde-Haimar zu einem Dachstuhlbrand. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die bewohnte Haushälfte verhindert werden. Verletzt wurde niemand.
Am Montag, dem 11. November, brannte im Sehnder Ortsteil Haimar der Anbau eines Wohnhauses in der Neuen Straße. Die Meldung über das Feuer ging gegen 05:30 Uhr bei der Regionsleitstelle ein, woraufhin die Feuerwehren der Ortsteile Haimar, Dolgen und Rethmar sowie der Rettungsdienst alarmiert wurden.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Anbau bereits in Vollbrand, und das Feuer hatte auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin die Alarmstufe und forderte weitere Unterstützung durch die Feuerwehren Evern und Sehnde sowie die Fachgruppe Einsatzleitung an.
Mehrere Strahlrohre und das Wenderohr einer Drehleiter wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Nach etwa einer Stunde war das Feuer weitestgehend unter Kontrolle und Nachlöscharbeiten begannen. Der Dachstuhl wurde mit Schaummittel bedeckt, und einzelne Dachbereiche wurden zur Kontrolle geöffnet. Dank des massiven Einsatzes konnte die bewohnte Haushälfte geschützt werden. Die nicht bewohnte Hälfte des Hauses wurde jedoch erheblich beschädigt.
Nach rund dreieinhalb Stunden beendete die Feuerwehr den Einsatz. Angaben zur Brandursache und Schadenshöhe liegen bisher nicht vor. Vor Ort waren neben den genannten Feuerwehren auch die Feuerwehrtechnische Zentrale Burgdorf und der Rettungsdienst im Einsatz.
Regionsverwaltung tritt bundesweiter Kampagne für barrierefreie Zugänge bei
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover ist jetzt offiziell assistenzhundfreundlich. Mit dem Beitritt zur Kampagne „Assistenzhund willkommen“ des Vereins Pfotenpiloten wird ein klares Zeichen für Inklusion gesetzt und Barrieren im öffentlichen Raum weiter abgebaut.
Die Regionsverwaltung Hannover ist dem Aufruf zur Inklusion gefolgt und hat sich der Kampagne „Assistenzhund willkommen“ des Vereins Pfotenpiloten angeschlossen. Damit wird Hannover zu einer assistenzhundfreundlichen Kommune, die Assistenzhunden und ihren Halter*innen den Zugang zu öffentlichen Gebäuden ermöglicht. Assistenzhunde, die nicht nur Blindenführhunde umfassen, sind speziell trainierte Tiere, die Menschen mit unterschiedlichen gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag unterstützen.
„Für Menschen, die aufgrund einer Beeinträchtigung auf einen Assistenzhund angewiesen sind, ist der Zugang zu öffentlichen Gebäuden nicht selbstverständlich“, betont Steffen Krach, Regionspräsident und Schirmherr der Initiative. Der Beitritt zur Kampagne soll Bewusstsein schaffen und helfen, Hindernisse im Alltag zu beseitigen. „Wir setzen ein klares Zeichen für die Inklusion und hoffen auf viele Nachahmer*innen in anderen Institutionen“, so Krach.
Assistenzhunde sind gesetzlich als Hilfsmittel anerkannt und bieten Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen wichtige Unterstützung. Diese reicht von der Warnung vor gesundheitlichen Krisen, wie Epilepsieanfällen oder Blutzuckerschwankungen, bis zur Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Auch in Fällen von Autismus oder Hörverlust leisten die Hunde wertvolle Hilfe. Sylvia Thiel, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Region Hannover, betont: „Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass viele Menschen auf einen Assistenzhund angewiesen sind, ohne dass dies direkt sichtbar ist.“
Ein Beispiel für den praktischen Nutzen solcher Hunde liefert Therese Fleßner vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, die seit zwei Jahren mit ihrem Labrador Folke unterwegs ist. „Mit Folke fühle ich mich sicherer als nur mit dem Langstock. Er bewahrt mich vor Hindernissen und sucht mir in der Bahn freie Plätze“, erklärt sie. Trotz positiver Erfahrungen merkt sie, dass viele Menschen die Zutrittsrechte von Assistenzhunden nicht kennen.
Der Auftakt der Initiative wurde mit dem Anbringen des Aufklebers „Assistenzhund willkommen“ am Haupteingang des Regionshauses gesetzt. Weitere Regionsgebäude werden folgen. Mitarbeitende werden sensibilisiert, um die Rechte der Betroffenen zu gewährleisten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern.
Neue Plattform hilft Kommunen und Bürgern bei Starkregenrisiken
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover hat als erster Kreis in Niedersachsen ein Starkregenportal ins Leben gerufen. Die Plattform dient Kommunen und Bürgern als Orientierungshilfe, um die Risiken durch Starkregen besser einschätzen zu können. Dies ist Teil eines umfassenderen Klimaanpassungskonzepts. Fachleute schätzen, dass sich Starkregenereignisse in den nächsten Jahrzehnten deutlich häufen werden.
Im neuen Portal sind für alle 21 Städte und Gemeinden der Region sogenannte „Hinweiskarten Starkregengefahren“ verfügbar. Für sieben Kommunen liegen bereits eigene Analysen vor, während für die übrigen Kommunen eine Simulation mit 45 Millimetern Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde durchgeführt wurde. Auf dieser Grundlage zeigt das Portal, in welchen Gebieten Wasser bei einem außergewöhnlichen Starkregenereignis versickern oder sich ansammeln könnte. Interessierte Bürger können sich unter www.hannover.de/starkregen-region informieren, ob ihr Wohngebiet in einem solchen Fall von Überschwemmungen betroffen wäre.
Das Portal, umgesetzt vom Team für Gewässerschutz und Klimaanpassung der Region, ergänzt das Klimaanpassungskonzept Hannovers und soll die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Bürgern im Hochwasserschutz fördern. „Mit den neuen Informationen können Bürger und Kommunen gezielter Vorsorgemaßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen von Starkregen zu mindern“, so Regionspräsident Steffen Krach.
Das Starkregenportal basiert auf Erfahrungen der Region aus vorherigen Hochwassern und extremen Wetterereignissen. Die Verantwortung für Hochwasserschutz liegt zwar bei den Kommunen, jedoch sind auch Eigentümer verpflichtet, ihre Grundstücke zu sichern und beispielsweise Rückstauklappen oder Schutzmaßnahmen an Kellerfenstern anzubringen.
Wasserdialog im Regionshaus am 20. November
Ergänzend bietet die Region Hannover Austauschformate wie den „Wasserdialog“. Die diesjährige Veranstaltung findet am 20. November im Regionshaus statt. Neben Fachvorträgen zur Ermittlung von Überschwemmungsgebieten und Erfahrungsberichten zum Hochwasserschutz gibt es eine abschließende Diskussionsrunde. Interessierte Einwohner*innen können nach Anmeldung teilnehmen.
Stadtfeuerwehr Wunstorf übt Innenangriff und Flashover-Überleben
WUNSTORF (redu). Am Hölty-Gymnasium in Wunstorf fand ein zweitägiges Heißausbildungstraining der Stadtfeuerwehr statt. Dabei übten 60 Feuerwehrleute aus verschiedenen Ortswehren unter extremen Bedingungen.
Am vergangenen Wochenende wurde das Hölty-Gymnasium in Wunstorf zum Schauplatz einer speziellen Feuerwehrschulung. Rund 60 Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Wunstorf trainierten in einer gasbefeuerten Brand-Simulationsanlage, die Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius erreicht. Die Ausbildung, die den Einsatzkräften ein realistisches Szenario bieten sollte, konzentrierte sich auf den sogenannten „Flashover“, ein gefährliches Phänomen, bei dem Rauchgase plötzlich durchzünden und sich das Feuer explosionsartig ausbreitet.
Die Teilnehmer wurden gezielt auf Extremsituationen vorbereitet. Neben der Flashover-Prozedur standen taktische Vorgehensweisen im Innenangriff auf dem Programm, ebenso der gezielte Einsatz von Strahlrohren. Diese Schulung soll die Feuerwehrleute auf Ernstfälle vorbereiten und ihr Reaktionsvermögen sowie ihre Widerstandsfähigkeit im Ernstfall stärken.
Langer Löscheinsatz nach Großbrand in Sehnde – Ursache unklar
SEHNDE (redu). Ein Großbrand in einem verlassenen Gebäude in Sehnde sorgte am Samstagabend für einen umfangreichen Einsatz mehrerer Ortsfeuerwehren. Der Dachstuhl und das Obergeschoss standen in Flammen. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach stundenlangen Löscharbeiten unter Kontrolle bringen.
Am Samstag, den 19. Oktober 2024, wurde die Feuerwehr in Sehnde gegen 19:37 Uhr zu einem Brand in der Peiner Straße alarmiert. Aufgrund mehrerer Notrufe erhöhte die Regionsleitstelle wenige Minuten später das Alarmstichwort auf „Brand 2“. Neben der Ortsfeuerwehr Sehnde wurden auch die Feuerwehren Rethmar, Evern und Müllingen-Wirringen nachalarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Das 1. Obergeschoss sowie der Dachstuhl eines verlassenen Gebäudes standen in Flammen. Die Feuerwehr begann umgehend mit einem Löschangriff, sowohl von außen mit einem C-Rohr als auch über die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Sehnde.
Da die Wasserversorgung vor Ort nicht ausreichte, mussten weitere Kräfte hinzugezogen werden, um eine 1.900 Meter lange Wasserleitung vom Mittellandkanal zur Einsatzstelle aufzubauen. Während des Einsatzes war die Peiner Straße zwischen dem Borsigring und dem Kreisel der kommunalen Entlastungsstraße voll gesperrt.
Nachdem das Feuer gegen 22:47 Uhr unter Kontrolle war, begannen die Einsatzkräfte, Glutnester zu löschen und das Gebäude mit Löschschaum zu bedecken, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die Aufräumarbeiten dauerten bis spät in der Nacht an.
Im Einsatz waren neben den Feuerwehren auch der Rettungsdienst und die Polizei. Die Schadensursache und -höhe sind derzeit noch unbekannt.
Region Hannover wechselt 2025 vollständig zur blauen Altpapiertonne und passt Abholrhythmus an
REGION HANNOVER (redu). Ab dem 1. August 2025 wird in der Region Hannover die Sammlung von Altpapier ausschließlich über blaue Tonnen erfolgen. Plastik-Abfallsäcke gehören dann der Vergangenheit an.
Am Mittwoch, den 23. Oktober 2024 findet in der Zeit von 17 bis 20 Uhr eine Informationsveranstaltung in Isernhagen (Schulcampus in Altwarmbüchen, Helleweg 1, 30916 Isernhagen) statt. Um Anmeldung wird gebeten unter: https://service.isernhagen.de/A-Neu2024
In der Region Hannover wird die Altpapierentsorgung ab dem 1. August 2025 grundlegend geändert. Ab diesem Datum müssen alle Haushalte ihr Altpapier in den neu eingeführten blauen Altpapiertonnen sammeln. Damit wird die bisherige Praxis der Entsorgung in Plastiksäcken endgültig eingestellt.
Die Umstellung bringt auch eine Anpassung des Abholrhythmus mit sich: Die Altpapiertonne wird künftig alle zwei Wochen geleert, anstatt wie bisher wöchentlich. Für Haushalte und Eigentümer stehen verschiedene Tonnengrößen zur Verfügung, von der 240-Liter-Tonne für Privathaushalte bis hin zu 1.100-Liter-Containern für Mehrfamilienhäuser oder Nachbarschaften. Bestellt werden können die Tonnen sowohl online als auch schriftlich über die Webseite des Abfallentsorgers aha.
Weitere Informationen rund um die Einführung der Altpapiertonne und den neuen Abholrhythmus sind auf der Webseite von aha verfügbar.
Feuerwehr appelliert zur richtigen Bildung der Rettungsgasse bei Unfällen
LEHRTE / AHLTEN (redu). Am Donnerstagabend wurden die freiwilligen Feuerwehren Ahlten und Lehrte zu einem Verkehrsunfall auf der A7 alarmiert. Obwohl zunächst von einem schwerwiegenderen Szenario mit fünf beteiligten Fahrzeugen ausgegangen wurde, stellte sich heraus, dass nur zwei Fahrzeuge involviert waren und keine Personen eingeklemmt wurden. Verzögerungen für die Rettungskräfte entstanden durch eine unzureichend gebildete Rettungsgasse.
Am 17. Oktober 2024 um 19:10 Uhr wurden die freiwilligen Feuerwehren Ahlten und Lehrte zu einem gemeldeten Verkehrsunfall auf der A7 alarmiert. Zunächst hieß es, dass fünf Fahrzeuge beteiligt seien und mindestens eine Person eingeklemmt wäre. Auf der Anfahrt zum Einsatzort, der sich zwischen dem Autobahnkreuz Lehrte Ost und Kirchhorst befand, stellten die Einsatzkräfte jedoch erste Schwierigkeiten bei der Bildung einer Rettungsgasse fest.
Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge an der Unfallstelle eintrafen, war für die nachfolgenden Einsatzkräfte kein Durchkommen mehr möglich. Die Rettungsgasse musste manuell von den Einsatzkräften neu geordnet werden, was allerdings nur teilweise gelang. Erst durch das kontrollierte Abfließen des Verkehrs konnte der Weg zur Unfallstelle freigemacht werden, was zu einer erheblichen Verzögerung führte.
Vor Ort konnte nach der Lagemeldung jedoch Entwarnung gegeben werden: Es waren lediglich zwei Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, und es wurde keine Person eingeklemmt. Die Feuerwehr übernahm vor allem Aufgaben wie den Brandschutz, das Batteriemanagement und das Eindämmen auslaufender Betriebsstoffe. Diese wurden später von einer spezialisierten Reinigungsfirma entfernt.
Trotz der glücklichen Umstände weist die Feuerwehr darauf hin, dass eine fehlende oder schlecht gebildete Rettungsgasse im Ernstfall lebensrettende Minuten kosten kann. Insbesondere bei Unfällen mit eingeklemmten Personen könnte dies schwerwiegende Folgen haben. Die Feuerwehr ruft daher erneut dazu auf, die Rettungsgasse korrekt und für die gesamte Einsatzdauer freizuhalten. Verstöße können empfindliche Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar Fahrverbote nach sich ziehen.
Der Einsatz dauerte etwa 45 Minuten und wurde von den Feuerwehren Ahlten und Lehrte mit insgesamt sechs Fahrzeugen sowie dem Rettungsdienst und der Polizei durchgeführt.
Wie bildet man eine Rettungsgasse richtig
Bei zwei Fahrstreifen: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links. Fahrzeuge auf der rechten Spur fahren so weit wie möglich nach rechts.
Bei drei oder mehr Fahrstreifen: Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem linken und den übrigen Spuren gebildet. Das bedeutet, Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus, während alle anderen Fahrzeuge nach rechts fahren.
Die Rettungsgasse muss bereits bei stockendem Verkehr gebildet und für die gesamte Dauer des Staus freigehalten werden. Dies ist entscheidend, damit Rettungs- und Einsatzfahrzeuge schnell zur Unfallstelle gelangen können.
Welche Strafen haben das Nichtbilden einer Rettungsgasse oder die Behinderung in einer Rettungsgasse zur Folge
Nichtbildung der Rettungsgasse:
Ein Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einmonatiges Fahrverbot.
Wenn zusätzlich eine Behinderung verursacht wird:
Das Bußgeld steigt auf 240 Euro, ebenfalls mit zwei Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot.
Wenn eine Gefährdung durch das Blockieren entsteht:
Das Bußgeld erhöht sich auf 280 Euro, zwei Punkte und einmonatiges Fahrverbot.
Bei Sachbeschädigung aufgrund der Behinderung der Rettungsgasse:
Die Strafe kann bis zu 320 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einmonatiges Fahrverbot betragen.
Diese Regelungen sind seit 2017 verschärft worden, um sicherzustellen, dass Rettungskräfte ungehindert zum Einsatzort gelangen können, da jede Verzögerung lebensbedrohlich sein kann.
Feuerwehr mit herausfordernder Wasserversorgung bei Strohballenbrand
LANGENHAGEN / SCHULENBURG (redu). Auf einem Pferdehof im Langenhagener Ortsteil Schulenburg gerieten am Dienstagnachmittag über 100 Strohballen in Brand. Vier Ortsfeuerwehren sind seitdem im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.
Am späten Dienstagnachmittag brach auf einem Pferdehof in der Dorfstraße im Langenhagener Ortsteil Schulenburg ein Feuer aus. Betroffen sind laut Feuerwehrschätzungen zwischen 100 und 150 Strohballen. Auch gegen 19 Uhr war der Brand bis jetzt nicht vollständig unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an.
Der Alarm erreichte die Feuerwehr kurz vor 17 Uhr. Sofort rückten vier Ortsfeuerwehren und die Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr aus, um den Brand zu bekämpfen. Die Löschwasserversorgung stellte eine Herausforderung dar. Dieses Problem ist laut einer Anwohnerin auch schon häufiger an die Gemeinde herangetragen worden. Zunächst wurde das Wasser aus einer Zisterne und einem nahegelegenen Unterflurhydranten entnommen, später war eine längere Schlauchleitung zu einem weiteren Hydranten notwendig, um die benötigte Wassermenge zum Brandort zu transportieren.
Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, setzten hilfsbereite Landwirte Traktoren und einen Greifbagger ein. Mit diesen Geräten wurden die brennenden Strohballen auseinandergezogen. Man lässt sie auf dem freien Feld kontrolliert ausbrennen. Die Feuerwehr überwachte den Vorgang, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Durch das brennende Stroh kam es zu starker Rauchentwicklung.
Bereits im August 2024 war es in Schulenburg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, bei dem rund 250 Strohballen vollständig zerstört wurden.
Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Gerade die derzeit an vielen Stellen in der Region aufgebauten Strohmieten sollten Anwohner aufmerksam im Auge behalten und bei verdächtigen Beobachtungen unter Umständen die Polizei verständigen.
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