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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Flüchtlingsunterkunft

Region Hannover erhält neue Aufnahmequote für Geflüchtete

10. Oktober 2024/in Region Hannover

Die Region Hannover soll 1.749 Geflüchtete aufnehmen, trotz sinkender Gesamtzahlen

REGION HANNOVER (redu). Seit dem 7. Oktober 2024 sind die neuen Zuweisungsquoten für Geflüchtete in Niedersachsen bekannt. Die Region Hannover erwartet 1.749 Menschen, die auf 20 Umlandkommunen verteilt werden sollen.

Das Land Niedersachsen hat zum 7. Oktober 2024 neue Zuweisungsquoten für Menschen mit Fluchthintergrund bekannt gegeben. Die Region Hannover rechnet mit der Aufnahme von 1.749 Geflüchteten, die auf 20 Umlandkommunen verteilt werden. Die Zuweisungsquote bleibt dabei trotz gesunkener Gesamteinwanderungszahlen nahezu unverändert im Vergleich zum April dieses Jahres.

Christine Karasch, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz der Region Hannover, erklärte, dass die Region aufgrund einer bestehenden Unterquote von 855 Personen eine fast identische Zahl wie im April zugeteilt bekomme. Diese Unterquote ergab sich aus nicht erfolgten Zuweisungen seit der letzten Festlegung der Quote. Karasch betonte, dass die Diskrepanz zwischen Quote und tatsächlichen Zuweisungen den Kommunen der Region die Planung für den Unterbringungsbedarf erschwere. Um dieses Problem zu lösen, sei ein Austausch mit der zuweisenden Landesbehörde erforderlich.

Die Verteilung der Geflüchteten innerhalb der Region Hannover basiert auf dem landesweiten Schlüssel, der sich nach dem Bevölkerungsanteil der jeweiligen Kommunen richtet. Besondere Vereinbarungen wurden zudem für die Städte Garbsen und Wedemark getroffen. In Garbsen wird die Unterkunft in einem früheren Baumarkt voll auf die Quote der Stadt angerechnet, während die Gemeinde Wedemark Erleichterungen erhält, da sie unbegleitete minderjährige Jugendliche aufgenommen hat.

Die Verteilung der 1.749 Menschen auf die 20 Umlandkommunen gestaltet sich wie folgt: Barsinghausen (82), Burgdorf (96), Burgwedel (12), Garbsen (0), Gehrden (90), Hemmingen (76), Isernhagen (91), Laatzen (16), Langenhagen (143), Lehrte (119), Neustadt (126), Pattensen (57), Ronnenberg (60), Seelze (111), Sehnde (40), Springe (140), Uetze (109), Wedemark (110), Wennigsen (101) und Wunstorf (170).

Wohnungsbrand Stellingen

Wohnhaus in Stelingen durch Feuer schwer beschädigt

7. Oktober 2024/in Region Hannover

Wohnhaus nach Brand unbewohnbar, eine Person verletzt

GARBSEN (redu). Am Abend des 6. Oktober 2024 wurde gegen 20 Uhr ein Wohnungsbrand in der Leinestraße in Stelingen gemeldet. Die Ortsfeuerwehren Stelingen, Heitlingen, Berenbostel sowie die Einsatzleitwagenkomponente der Stadtfeuerwehr Garbsen wurden alarmiert und rückten zur Einsatzstelle aus. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus den Fenstern des Gebäudes. Die Bewohner hatten das Haus zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

Zwei Trupps der Feuerwehr gingen unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und bauten einen Löschangriff auf. Zur Überprüfung der Dachkonstruktion auf mögliche versteckte Glutnester wurde eine Drehleiter mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Eine Person erlitt vermutlich eine Rauchgasvergiftung und wurde vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Nach etwa 90 Minuten war der Einsatz beendet, und die Einsatzkräfte begannen mit dem Rückbau der Ausrüstung. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe konnten von der Feuerwehr nicht gemacht werden, jedoch ist das Gebäude derzeit nicht mehr bewohnbar.

Richtfest

Erweiterungsbau des Neuen Rathauses Langenhagen im Fokus

2. Oktober 2024/in Region Hannover

Neue Passage verbindet Tradition und Innovation im Rathausbau

LANGENHAGEN (redu). In Langenhagen wurde heute das Richtfest für den Erweiterungsbau des Neuen Rathauses gefeiert. Der Bau verbindet das bestehende Rathaus mit einem modernen Anbau, der alle Verwaltungsbereiche unter einem Dach vereinen soll.

Am heutigen Tag wurde in Langenhagen das Richtfest für den Anbau des Neuen Rathauses begangen. Der Erweiterungsbau, der das bisherige Gebäude aus den 1980er Jahren durch eine Passage mit einem lichtdurchfluteten Innenhof ergänzt, markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer moderneren und serviceorientierten Stadtverwaltung. Bei der Zeremonie dankte Stadtbaurätin Isabella Gifhorn den beteiligten Handwerkern für ihre bisherige Arbeit. Unterstützt wurde sie dabei von Michael Salvi, Architekt des Büros Schenker Salvi Weber aus Wien, und dem Polier Thomas Becker von Kögel Bau.

Das Leitmotiv der Veranstaltung lautete „Das Alte mit dem Neuen verbinden“. Dies spiegelt sich auch in der architektonischen Gestaltung des Anbaus wider. Stadtbaurätin Gifhorn betonte in ihrer Ansprache, dass das Neue Rathaus mehr als nur ein Verwaltungsgebäude sei. Es solle ein lebendiger Ort der Begegnung und Teilhabe werden, an dem Tradition und Innovation miteinander harmonieren. Neben seiner administrativen Funktion wird das Gebäude Raum für kulturelle Veranstaltungen, Bürgerversammlungen und kreative Projekte bieten.

Bürgermeister Mirko Heuer hob in seiner Rede die Effizienzsteigerungen hervor, die der Neubau mit sich bringen wird. Zukünftig sollen nahezu alle städtischen Dienstleistungen an einem zentralen Ort angeboten werden, was den Bürgern kürzere Wege und der Verwaltung effizientere Abläufe ermöglicht. „Mit dem Anbau können wir langfristig Mietkosten für ausgelagerte Büros einsparen“, so Heuer. Er verwies dabei auf die bislang angemieteten Verwaltungsräume in der Schützenstraße und am Frankenring, die nach Fertigstellung des Projektes aufgegeben werden können.

 

ICAO Notfallübung

Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision

28. September 2024/in Region Hannover

Flughafenfeuerwehr und Rettungsdienste üben realitätsnahe Krisenszenarien – Flugbetrieb unbeeinträchtigt

LANGENHAGEN (redu). Mehr als 500 Einsatzkräfte nahmen am Samstag, den 28. September 2024, an einer großangelegten Notfallübung am Hannover Airport teil. Unter der Leitung der Flughafenfeuerwehr wurde ein realistisches Szenario eines Flugunfalls simuliert, bei dem Menschenrettung, Brandbekämpfung und der Transport von Verletzten im Mittelpunkt standen.

Am 28. September 2024 fand am Hannover Airport eine großangelegte Notfallübung statt, an der über 500 Einsatzkräfte beteiligt waren. Diese Übung, die den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) folgt, ist Teil der regelmäßig vorgeschriebenen Krisensimulationen, die alle zwei Jahre durchgeführt werden. Ziel der ICAO-Übungen ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Flughafenfeuerwehr, den örtlichen Rettungsdiensten sowie weiteren Einsatzkräften unter realistischen Bedingungen zu trainieren.

Die Übung begann um 9:24 Uhr, als vom Tower der deutsche Flugsicherung ein Aircraft Accident Alarm ausgelöst wurde. Das Szenario: Eine Boeing 737 und eine ATR 42 kollidierten während des Startvorgangs. Eines der Flugzeuge blieb schwer beschädigt auf dem Rollweg Charly liegen, während das zweite über die Piste in die Grünfläche zwischen der Südbahn und dem Rollweg Alpha rutschte. Weiterhin kam es zu einer Kollision mit zwei Fahrzeugen der Flughafengesellschaft und einem Folgebrand, ausgelöst durch austretendes Kerosin.

Sofort rückten die Flughafenfeuerwehr und weitere alarmierte Einsatzkräfte der Region Hannover, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Langenhagen, Isernhagen, Wedemark und Garbsen, zum Einsatzort aus. Zusätzlich unterstützte der erweiterte Rettungsdienst der Region Hannover, bestehend aus den Johannitern, dem Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund, bei der Versorgung der zahlreichen Verletzten. Der Einsatzleiter der Flughafenfeuerwehr forderte aufgrund der Schadenslage Verstärkung mit dem Einsatzstichwort „MANV 50“ an, das für einen Massenanfall von Verletzten mit 50 betroffenen Personen steht.

Im Fokus der Übung standen neben der Brandbekämpfung die medizinische Versorgung und die schnelle Rettung der Verletzten. Besonderes Augenmerk lag zudem auf der Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte und der strukturierten Verteilung der Patienten auf verschiedene Krankenhäuser. „Es war wichtig, die Zuführung weiterer Hilfskräfte zur Schadenstelle und die Abschnittsbildung bei gleichzeitigen Gefahrenschwerpunkten zu üben“, erklärte Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, der ein positives Fazit zog.

Neben den Feuerwehren und dem Rettungsdienst war auch das Krisenmanagement der Flughafengesellschaft in die Übung eingebunden. Das Family Assistance Team, das im Ernstfall für die Betreuung von Angehörigen zuständig ist, überprüfte die internen Krisenabläufe. „Solche Übungen sind für uns von entscheidender Bedeutung, um die Prozesse des Krisenmanagements zu testen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu optimieren“, sagte Dr. Martin Roll, Geschäftsführer des Hannover Airport. „Besonders bei laufendem Flugbetrieb ist die Durchführung einer derart umfangreichen Übung eine große Herausforderung“, fügte er hinzu. Der Flugbetrieb wurde während der Übung nicht beeinträchtigt.

Die realitätsnahe Darstellung des Szenarios wurde durch 70 Statisten unterstützt, die vom Team der realistischen Unfalldarstellung (RUD) der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen vorbereitet und betreut wurden. Diese Statisten spielten verletzte Passagiere und Angehörige, was der Übung eine zusätzliche Ebene der Komplexität verlieh. „Die Sicherheit der Rollenspielenden hat für uns höchste Priorität, gerade wenn Szenen wie das Ausschneiden aus Fahrzeugen oder die Evakuierung über Notrutschen simuliert werden“, erklärte Lars Meier, Leiter der realistischen Unfalldarstellung. „Trotz aller technischen Möglichkeiten, wie Simulationspuppen oder virtueller Realität, ist das Training mit echten Rollenspielenden durch nichts zu ersetzen.“

In den kommenden Wochen werden detaillierte Auswertungen der Übung erfolgen, um mögliche Verbesserungen in der Koordination und Kommunikation der verschiedenen Einsatzkräfte zu identifizieren. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung“, resümierte Stefan Martens. „Wir konnten viele wichtige Übungsziele erreichen und wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall gewinnen.“

  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197915
    Löscheinsatz an dem Brandsimulator zu Beginn der ICAO Übung.
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197921
    Rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten übten heute bei der turnusmäßigen Notfallübung am Flughafen Hannover den Ernstfall. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197924
    Rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten übten heute bei der turnusmäßigen Notfallübung am Flughafen Hannover den Ernstfall. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197930
    Über Spezialfahrzeuge werden Passagiere aus dem verunfallten Flugzeug geholt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197944
    Rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten übten heute bei der turnusmäßigen Notfallübung am Flughafen Hannover den Ernstfall. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten übten heute bei der turnusmäßigen Notfallübung am Flughafen Hannover den Ernstfall. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1197973
    Zwei Sanitäterinnen der Johanniter versorgen einen Verletzten auf dem Rollfeld. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1208001
    Für die Flughafengeschäftsführer Dr. Martin Roll und Maik Blötz sind diese Notfallübungen im laufenden Betrieb eine Herausforderung. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Auf dem Vorfeld werden gleich mehrere Verletzte durch den Rettungsdienst versorgt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Verletztenversorgung Hand in Hand mit Einsatzkräften von Rettungsdienst und Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1208044
    Rettungspersonal bringt eine verletzte Person zur Weiterversorgung auf eine Verletztenablage auf dem Rollfeld. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Hannover Airport: ICAO-Notfallübung simuliert Flugzeugkollision – BGPress 1208078
    Bei einem beteiligten Bodenfahrzeug müssen zwei Verletzte über technische Mittel aus dem Fahrzeug befreit werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • ICAO Notfallübung
    Löschangriff an dem Brandsimulator für Flugzeugbrände.© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Zimmerbrand mit Todesopfer

Zimmerbrand in Isernhagen fordert ein Todesopfer

19. September 2024/in Region Hannover

Trotz schneller Rettungsmaßnahmen stirbt eine Person bei Zimmerbrand in Isernhagen

ISERNHAGEN (redu). Am Donnerstag, gegen 13:40 Uhr, wurde die Feuerwehr Isernhagen zu einem Einsatz in die Burgwedeler Straße gerufen. Grund war das Auslösen eines Rauchwarnmelders, begleitet von Rauchgeruch. Die erste Alarmierung erfolgte unter der Einsatzstufe „Brand 1“. Die Feuerwehren Isernhagen HB und NB sowie die Drehleiter aus Altwarmbüchen rückten zur Einsatzstelle aus.

Vor Ort entwickelte sich die Lage jedoch schnell weiter: Aus dem Rauchwarnmelder wurde ein Zimmerbrand, und eine Person wurde als vermisst gemeldet. Einsatzleiter Fabian Gartzke erhöhte daraufhin die Alarmstufe auf „Brand 2“ und alarmierte weitere Feuerwehren aus Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen, FB und KB.

Ein Atemschutztrupp konnte die vermisste Person in der Wohnung finden, sie befand sich jedoch leblos. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte der Notarzt nur noch den Tod der Person feststellen. Die Wohnung wurde durch den Brand und die Rauchentwicklung schwer beschädigt.

Der Brand war nach etwa zehn Minuten unter Kontrolle, es mussten jedoch umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt werden. Während des Einsatzes blieb die Burgwedeler Straße vollständig gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr wechselseitig an der Einsatzstelle vorbeigeführt.

Neben den etwa 40 Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch die Polizei, der Rettungsdienst, ein Notarzt und zwei Rettungswagen im Einsatz. Die Polizei schätzt den Schaden derzeit auf 200.000 Euro.

Nachtrag vom 20.09.2024 (Polizei):

Nach einem folgenschweren Brand in einer Wohnung in Isernhagen ist eine verstorbene Person zweifelsfrei identifiziert. Wie die Polizeidirektion Hannover am Freitag, 20.09.2024, bestätigte, handelt es sich bei dem Toten um den 93 Jahre alten Bewohner der Wohnung, in der das Feuer am Vortag ausgebrochen war. Die Todesursache und die genaue Brandursache sind derzeit noch unklar. Den Ermittlern liegen aktuell jedoch keine Erkenntnisse zu einem Fremdverschulden vor.

Brand

Großübung in Wunstorf: Zivil-militärische Zusammenarbeit getestet

16. September 2024/in Region Hannover

Feuerwehr und Bundeswehr proben den Ernstfall bei einem simulierten Flugunfall

HANNOVER / WUNSTORF (redu). Die Feuerwehrbereitschaft aus dem Brandschutzabschnitt V der Region Hannover führte am Samstag, den 14. September, ihre jährliche Übung am Fliegerhorst Wunstorf durch. An der Übung nahmen 137 Einsatzkräfte teil, die gemeinsam mit der Bundeswehr-Feuerwehr ein großangelegtes Unfallszenario bewältigten.

Am 14. September fand die Jahresübung der Feuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts V der Region Hannover am Fliegerhorst Wunstorf statt. An der Übung waren 137 Teilnehmer aus den Feuerwehren Langenhagen, Isernhagen, Wedemark und Burgwedel beteiligt. Sie trafen sich in Mellendorf und fuhren gemeinsam in einem Konvoi mit 30 Fahrzeugen zum Übungsgelände.

Das Übungsszenario simulierte einen Unfall zwischen einem Lastwagen und einer C-160 Transall-Maschine. Durch einen Kerosinaustritt wurde ein Brand am Flugzeug ausgelöst, der auf ein angrenzendes Munitionslager überzugreifen drohte. Die Rettung von Verletzten aus dem Lkw und dem Flugzeug stand im Mittelpunkt der Übung, bei der sowohl reale Helfer des DRK als auch Puppen als Verletzte fungierten.

Die Bundeswehr-Feuerwehr leitete den Einsatz mit Flugfeldlöschfahrzeugen ein, konnte jedoch das Szenario nicht allein bewältigen. Daher übernahm die Feuerwehrbereitschaft die Brandbekämpfung und die Menschenrettung. Besondere Herausforderungen ergaben sich bei der Rettung von fünf Personen aus dem stark vernebelten Inneren der Transall-Maschine. Gleichzeitig sicherte der Technische Zug den verunglückten Lkw ab und befreite eine unter einem Rad eingeklemmte Person.

Großübung in Wunstorf: Zivil-militärische Zusammenarbeit getestet – Uebung Fliegerhorst Wunstorf LKW

Der LKW wurde durch den Technischen Zug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 5 abgesichert © Bundeswehr

Eine 1.500 Meter lange Schlauchleitung wurde von der Zisterne zur Einsatzstelle verlegt, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Der Zug mit Schwerpunkt Logistik kümmerte sich um die Versorgung der 137 Feuerwehrkräfte, des DRK und der rund 20 Bundeswehrangehörigen, die an der Übung teilnahmen.

Zum Abschluss der Übung zeigte sich Verbandsführer Volker Kluth zufrieden mit der zivil-militärischen Zusammenarbeit und der Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten. Besonders lobte er die Vorbereitungen der Übung, die eine vorübergehende Einstellung des Flugbetriebs und die Bewegung einer ausgemusterten Transall-Maschine umfassten.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – RVB II Uebung2

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2

12. September 2024/in Region Hannover

Rund 230 Einsatzkräfte trainieren die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

REGION HANNOVER / BAD PYRMONT (redu). Am 7. September 2024 stellte sich die Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 bei einer großangelegten Übung in Bad Pyrmont einem simulierten Waldbrand. Rund 230 Feuerwehrkräfte aus der Region Hannover probten den Ernstfall, um ihre Zusammenarbeit und Einsatzfähigkeit in Krisensituationen zu testen.

Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Großübung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 in Bad Pyrmont statt. Das Szenario: Ein großflächiger Waldbrand, der die Kräfte der örtlichen Feuerwehr überforderte und die Unterstützung der Region Hannover erforderte. Um den fiktiven Brand unter Kontrolle zu bringen und die betroffenen Gebiete zu schützen, waren insgesamt rund 230 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Der Einsatz begann früh am Morgen: Um 05:15 Uhr machte sich der Führungszug mit der Einsatzleitung und zwei Kradmeldern auf den Weg in das Schadengebiet. Parallel dazu stellten die anderen Züge der Bereitschaft ihre Marschbereitschaft an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ronnenberg her und fuhren ab 06:00 Uhr im geschlossenen Verband über die B217 und B1 zum Bereitstellungsraum auf dem Festplatz in Holzhausen. Die Anfahrt verlief dank der Sicherung durch Kradmelder, die Kreuzungsbereiche und Auffahrten absicherten, reibungslos.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – RVB II Uebung1

Die Regionsfeuerwehrbereitschaft II aus Sicht einer Drohne © Regionsfeuerwehrbereitschaft

Vor Ort stellte die Führungseinheit sofort die Einsatzbereitschaft des Einsatzleitwagens (ELW 2) her. Die örtliche Einsatzleitung wies die Bereitschaftsführung in die Lage ein, während die Kradmelder das Einsatzgebiet, die Zufahrtswege und die Wasserentnahmestellen erkundeten. Anschließend erhielten die Zugführer ihre Einsatzaufträge.

Zur Unterstützung bei der Lageerkundung wurde ein Drohnenteam aus dem Brandabschnitt 4 eingesetzt, das in allen Einsatzabschnitten wertvolle Informationen lieferte. Der erste Zug wurde beauftragt, die Kräfte der Pyrmonter Feuerwehr im Bereich der Sennhütte zu unterstützen. Um die Brandausbreitung nach Osten zu verhindern, richteten die Einsatzkräfte einen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern ein. Dieser diente als zentrale Löschwasserquelle, die von Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr befüllt wurde. Die Strecke von der Wasserentnahmestelle bis zum Einsatzort betrug 3,8 Kilometer, und es musste ein Höhenunterschied von etwa 260 Metern überwunden werden. Für die An- und Abfahrten der Fahrzeuge wurden getrennte Routen eingerichtet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Gleichzeitig bekämpfte der fünfte Zug den Brand im westlichen Bereich des Einsatzgebiets. Dieser Zug, spezialisiert auf Vegetationsbrandbekämpfung und Hochwasserschutz, richtete ebenfalls Wasserbehälter ein, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung sicherzustellen. Der vierte Zug war für den Aufbau einer 1600 Meter langen Schlauchleitung verantwortlich, die das Wasser von einem Teich zum Einsatzort transportierte. Aufgrund der schwierigen Geländegegebenheiten, insbesondere eines Höhenunterschieds von 200 Metern, wurden Verstärkerpumpen in die Leitung eingebaut. Die letzten 1000 Meter zum Einsatzort wurden im Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen des fünften Zugs überbrückt.

Parallel dazu hatte der zweite Zug, spezialisiert auf technische Hilfeleistung, die Aufgabe, verunglückte Forstarbeiter zu retten. Diese hatten bei dem Versuch, sich vor dem Brand in Sicherheit zu bringen, einen Unfall erlitten. Ihr Anhänger war umgekippt, und sie wurden unter Holzstämmen eingeklemmt. Um den Weg zu den Verletzten freizuräumen, musste ein umgestürzter Baum mit Motorsägen entfernt werden. Anschließend befreiten die Einsatzkräfte die Forstarbeiter und richteten den Anhänger mit einem Mehrzweckzug wieder auf.

Für die Versorgung der Einsatzkräfte war der dritte Zug zuständig. Bereits am frühen Morgen verteilte er Lunchpakete und Kaffee. Später wurde am Feuerwehrhaus Holzhausen eine Verpflegungsstelle aufgebaut, an der alle Beteiligten ein warmes Mittagessen erhielten.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – Schwake Schmidt Jakob

(v.l.) Kristof Schwake, Eberhard Schmidt und Helge Jakob – Ein Dankeschön an den scheidende Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt © Regionsfeuerwehrbereitschaft

Bei der Abschlussbesprechung lobte der scheidende Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt die Stadtfeuerwehr Bad Pyrmont für die gelungene Planung und Vorbereitung der Übung. Schmidt, der seine letzte Übung als Bereitschaftsführer leitete, betonte, dass alle gesetzten Übungsziele erreicht wurden. Zum Abschluss bedankte er sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Im Nachgang der Übung soll das Konzept des neu aufgestellten fünften Zugs, der auf Vegetationsbrandbekämpfung und Hochwasserschutz spezialisiert ist, weiter analysiert werden. Es besteht noch Bedarf an spezieller Ausrüstung, um Vegetationsbrände effektiver bekämpfen zu können. In den kommenden Jahren sollen entsprechende Geräte und Fahrzeuge beschafft werden.

Regionsentdeckertag

240.000 Menschen beim 37. Entdeckertag in Hannover und Umland

9. September 2024/in Region Hannover

Gratis-Fahrten und vielfältige Tourenziele locken Tausende nach Hannover und ins Umland

REGION HANNOVER (redu). Am 8. September 2024 fand der 37. Entdeckertag der Region Hannover statt und erreichte mit rund 240.000 Besucherinnen und Besuchern einen neuen Rekord. Davon waren etwa 200.000 Menschen in der hannoverschen Innenstadt unterwegs, um die über 190 Stände und Mitmachangebote zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz zu erkunden. Hinzu kamen rund 40.000 Entdeckerinnen und Entdecker, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad verschiedene Tourenziele in Hannover und dem Umland besuchten.

Das Konzept der kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen, das bereits im letzten Jahr erfolgreich eingeführt wurde, erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Regionspräsident Steffen Krach zeigte sich erfreut über den Erfolg: „Der Entdeckertag war ein voller Erfolg. Besonders die Ziele im Umland waren stark besucht, was zeigt, dass das kostenlose ÖPNV-Angebot sehr gut angenommen wurde.“

An den 40 verschiedenen Tourenzielen gab es eine breite Palette an Aktivitäten zu erleben: In Barsinghausen konnten Besucher auf einer „Open Stage“ lokale Künstler erleben und im Klosterstollen tiefe Einblicke in das Bergbauhandwerk gewinnen – 220 Einfahrten „unter Tage“ wurden gezählt, ein neuer Rekord. Der Waldberg in Ronnenberg und der „Kalimandscharo“ in Sehnde lockten mit beeindruckenden Aussichten und Freizeitaktivitäten. In Garbsen gab es im Badepark spannende Einblicke in die Technik eines Schwimmbades, während auf dem Campus Maschinenbau die Wasserstoffforschung im Mittelpunkt stand.

In der hannoverschen Innenstadt war neben dem Entdeckerfest auf dem Opernplatz vor allem das Bühnenprogramm ein Highlight. Auf vier verschiedenen Bühnen begeisterten lokale und internationale Künstler das Publikum. Die Hauptbühne am Opernplatz bot unter anderem Auftritte von „Blues News“, „Buchstabe 4“ und „Shanaya“. Für einen gelungenen Abschluss sorgte die Brass Woofer Band, die mit ihrer Mischung aus Hiphop und sattem Sound für ausgelassene Stimmung sorgte. Auch die sogenannte „Bühne der Vielfalt“ am Georgsplatz brachte diverse Künstler wie Drag-DJane Carrie Gold und France Delon auf die Bühne.

Ein weiteres Highlight war die erstmalig durchweg barrierearme Gestaltung der Festmeile zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz, die es Rollstuhlfahrenden ermöglichte, sich problemlos zu bewegen. Auf der Hauptbühne am Opernplatz wurde das Programm zudem für gehörlose und schwerhörige Menschen mit Schriftdolmetscher*innen auf einer LED-Wand präsentiert.

Der Entdeckertag der Region Hannover erwies sich erneut als Event für die ganze Familie. Von sportlichen Aktivitäten wie Klettern und Torwandschießen bis hin zu kulturellen Einblicken wie exklusiven Führungen hinter die Kulissen des Opernhauses – für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Teilnahme an diesen Führungen war so begehrt, dass sie schon früh am Morgen restlos ausgebucht waren.

Die Veranstalter freuen sich bereits auf die nächste Ausgabe des Entdeckertags, die am 14. September 2025 stattfinden wird.

Neues Rettungsboot

Emotionale Bootstaufe: Feuerwehr Lehrte ehrt André Friedrichs

6. September 2024/in Region Hannover

Tauchergruppe Lehrte benennt neues Rettungsboot nach verunglücktem Feuerwehrmann

LEHRTE (redu). Am 4. September 2024 fand in Lehrte eine besondere Bootstaufe statt. Das neue Rettungsboot der Feuerwehr wurde zu Ehren des im Vorjahr verstorbenen Kameraden André Friedrichs getauft.

Rund 100 Mitglieder und Unterstützer der Tauchergruppe Lehrte sowie zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Frank Prüße und Stadtbrandmeister Hendrik Voges, versammelten sich am 4. September 2024 zur Taufe eines neuen Rettungsbootes. Auch Vertreter umliegender Feuerwehren aus Burgdorf, Hameln, Celle und weiteren Städten waren zu diesem Anlass angereist.

Das neue Rettungsboot vom Typ 2, das sowohl mit einem Kran ins Wasser gelassen als auch von vier Personen getragen werden kann, erhielt den Namen „André“. Die Namenswahl erfolgte zu Ehren von André Friedrichs, einem ehemaligen stellvertretenden Ortsbrandmeister der Feuerwehr Sievershausen, der am 4. September 2023 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam. Friedrichs war ein engagierter Feuerwehrtaucher und stets darauf bedacht, Menschen zu retten.

Uwe Bee, ehemaliger Erster Stadtrat von Lehrte, übernahm die Rolle des Taufpaten und hob die Bedeutung der Namensgebung hervor. Die Taufe sei nicht nur eine Ehre für Friedrichs, sondern symbolisiere auch den Zusammenhalt und die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr, betonte Bee.

Die Zeremonie wurde von emotionalen Momenten begleitet. Ein Foto von Friedrichs wurde auf dem Rettungsboot platziert, und die Taufe endete mit stehenden Ovationen und bewegten Reaktionen der Anwesenden. „Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“, verabschiedete Dieter Koch, Leiter der Tauchergruppe, die Gäste und lud zu einem kameradschaftlichen Ausklang des Abends ein.

Feuer Laatzen

Feuer in Laatzen: Ein Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus

2. September 2024/in Region Hannover

Am frühen Montagmorgen führte ein Wohnungsbrand in Laatzen zur Evakuierung eines Mehrfamilienhauses. Eine Person kam dabei ums Leben

LAATZEN (redu). Am Montagmorgen brach in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Laatzen ein Feuer aus, das eine vollständige Evakuierung des Gebäudes notwendig machte. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde eine tote Person entdeckt.

Am frühen Montagmorgen, dem 2. September 2024, gegen 4:00 Uhr, brach in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Laatzen ein Feuer aus. Das Feuer breitete sich schnell aus, weshalb die Feuerwehr alle Etagen des mehrstöckigen Gebäudes evakuieren musste. Um ein Übergreifen der Flammen auf den Dachbereich zu verhindern, wurden die Ortfeuerwehr Rethen sowie die Berufsfeuerwehr aus Hannover mit einer Teleskopmastbühne zur Unterstützung hinzugezogen.

Während der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte in der betroffenen Wohnung eine tote Person. Die Identität des Verstorbenen konnte vor Ort nicht festgestellt werden. Der Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Vor Ort waren rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 14 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Polizei und Rettungsdienst.

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