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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Verkehrsunfall

Tödlicher Unfall auf der K307: Pkw-Fahrer erliegt Verletzungen

8. Juni 2024/in Region Hannover

Feuerwehrkräfte retten eingeklemmten Fahrer, der noch an der Unfallstelle stirbt

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am frühen Samstagmorgen gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 307 zwischen Büren und Wulfelade alarmiert. Ein Pkw war von der Straße abgekommen, hatte einen Baum umgefahren und war seitlich auf einem angrenzenden Feld zum Stillstand gekommen. Eine eingeklemmte Person wurde gemeldet.

Die Feuerwehrkräfte stabilisierten zunächst das Fahrzeug und befreiten den Fahrer aus dem Ford. Der Fahrer erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Weitere Personen befanden sich nicht im Fahrzeug.

Neben der Befreiung des Fahrers stellten die Feuerwehrleute den Brandschutz sicher und sicherten die Unfallstelle ab. Unter der Leitung von Alexandros Niketeas aus Wulfelade waren 64 Einsatzkräfte aus den Ortsfeuerwehren Wulfelade, Hagen, Welze und Mandelsloh im Einsatz. Zusätzlich waren das Einsatzleitfahrzeug aus Helstorf, die Notfallseelsorge, Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Stadtbrandmeister Torben Klingemann war ebenfalls an der Unfallstelle.

Drehleiter Garbsen

Brand in Garbsener Mehrfamilienhaus: Feuerwehr rettet vier Personen

7. Juni 2024/in Region Hannover

Starker Rauch macht Treppenhaus unpassierbar – Rettung über Leitern

GARBSEN (redu). Ein Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses im Kardinal-von-Galen-Ring in Garbsen Mitte erforderte am Freitagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr. Vier Personen mussten über Leitern gerettet werden.

Am Freitagnachmittag gegen 15.45 Uhr brach im Keller eines Mehrfamilienhauses im Kardinal-von-Galen-Ring in Garbsen Mitte ein Feuer aus. Die Ursache des Brandes ist bisher unbekannt. Der starke Rauch machte das Treppenhaus unpassierbar, sodass die Feuerwehr vier Personen über Leitern aus dem Gebäude retten musste.

Die Ortsfeuerwehren aus Garbsen, Horst, Meyenfeld und Schloß Ricklingen sowie die Einsatzleitwagenbesatzung der Stadtfeuerwehr wurden alarmiert und rückten mit mehreren Fahrzeugen zur Brandstelle aus. Auch Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch aus der Eingangstür des Hauses und hatte bereits das Treppenhaus gefüllt. Mehrere Mieter konnten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Aufgrund der unklaren Anzahl möglicher Verletzter wurden zusätzliche Rettungskräfte aus der Region und der Stadt Hannover entsandt.

An der Rückseite des Hauses wurde eine Person über eine Steckleiter vom Balkon gerettet, während an der Vorderseite die Drehleiter zum Einsatz kam und drei weitere Personen in Sicherheit brachte. Zeitgleich drangen mehrere Trupps unter Atemschutz in den Keller vor, um das Feuer zu bekämpfen. Mit zwei Löschrohren konnte der Brand schließlich gelöscht werden.

Mit Hilfe von zwei Belüftungsgeräten wurde der Rauch aus dem Keller und dem Treppenhaus geblasen. Die Nachlösch- und Belüftungsarbeiten dauerten bis in den Abend. Gegen 17.30 Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte abrücken, die letzten verließen die Einsatzstelle um 19 Uhr.

Ein Mitglied der Feuerwehr verletzte sich bei dem Einsatz an der Hand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenhöhe liegen derzeit nicht vor. Insgesamt waren etwa 120 Einsatzkräfte beteiligt.

RTW kollidiert mit Baum

Schwerer Verkehrsunfall in Scherenbostel: Vier Verletzte

7. Juni 2024/in Region Hannover

Rettungswagen prallt gegen Baum – Vier Personen in Krankenhäuser gebracht

WEDEMARK (redu). Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Resser Straße in Scherenbostel führte am Vormittag zu vier Verletzten, als ein Rettungswagen mit einem PKW kollidierte und gegen einen Baum prallte. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Großeinsatz.

Am heutigen Vormittag ereignete sich um 10:45 Uhr auf der Resser Straße in Scherenbostel ein schwerer Verkehrsunfall. Bei einem Überholvorgang kollidierte ein Rettungswagen, der einen Patienten transportierte, mit einem abbiegenden PKW. Durch den Zusammenstoß prallte der Rettungswagen frontal gegen einen Baum.

Der Fahrer des Rettungswagens wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Feuerwehren aus Bissendorf und Mellendorf waren schnell vor Ort. Während die Feuerwehrkräfte aus Bissendorf sich um die Betreuung der Verletzten kümmerten und den Rettungsdienst unterstützten, übernahm die Feuerwehr Mellendorf die Rettung des eingeklemmten Fahrers. Nach etwa 45 Minuten konnte der Fahrer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Insgesamt wurden vier Personen bei dem Unfall verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Am Einsatz beteiligt waren 29 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungshubschrauber vor Ort. Die Maßnahmen zur Zuweisung und Anmeldung der Patienten in geeignete Krankenhäuser wurden durch den diensthabenden Leitenden Notarzt der Region Hannover unterstützt.

Feuerwehr Sehnde

Erste modulare Truppausbildung in Sehnde erfolgreich abgeschlossen

6. Juni 2024/in Region Hannover

Praxisorientierte Ausbildung bereitet Feuerwehrnachwuchs auf vielfältige Herausforderungen vor

SEHNDE (redu). Am 1. Juni 2024 haben sieben Feuerwehranwärter und eine Feuerwehranwärterin in Ilten die erste modulare Truppausbildung in Sehnde erfolgreich abgeschlossen. Bemerkenswert dabei ist, dass sechs der Teilnehmenden Quereinsteiger sind und somit nicht den traditionellen Weg über die Jugendfeuerwehr genommen haben. Einer der Anwärter stammt aus der Gemeinde Hohenhameln, wo in diesem Jahr keine entsprechende Ausbildung angeboten wird.

Die modulare Truppausbildung in Niedersachsen bietet angehenden Feuerwehrleuten eine praxisnahe und flexible Grundausbildung. Sie ist in verschiedene Module unterteilt, die sowohl theoretische als auch praktische Inhalte abdecken. Das Ziel dieser Ausbildung ist es, den Feuerwehrnachwuchs umfassend auf die vielfältigen Anforderungen des Feuerwehrdienstes vorzubereiten.

Die Ausbildung besteht aus Modulen, die grundlegende Kenntnisse in Brandbekämpfung, technischer Hilfeleistung, Erste Hilfe und Fahrzeugkunde vermitteln. Besonders hervorzuheben ist der praxisorientierte Ansatz, der es den Teilnehmenden ermöglicht, das Gelernte direkt anzuwenden und zu vertiefen.

Im Rahmen dieses Lehrgangs wurde ein Teil der Basismodule allen gemeinsam vermittelt, um die Anwärter fit für den Einsatz zu machen. Die weiteren Basismodule werden in den nächsten Monaten durch zusätzliche Weiterbildungen auf Orts- oder Stadtebene erworben. Dank der modularen Struktur können die Inhalte flexibel und bedarfsgerecht vermittelt werden, was eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der jeweiligen Feuerwehr ermöglicht. Dies trägt maßgeblich zur Qualität und Effizienz der Ausbildung bei. Insgesamt stellt die modulare Truppausbildung sicher, dass die Feuerwehrleute in Niedersachsen bestens gerüstet sind, um den Herausforderungen des Einsatzalltags erfolgreich zu begegnen.

Nach der Übergabe der Lehrgangsbestätigungen überbrachte Bürgermeister Kruse Glückwünsche und dankte den Anwärtern und der Anwärterin für ihr ehrenamtliches Engagement. Er betonte, dass ihre Teilnahme eine wichtige Stärkung der örtlichen Feuerwehren darstellt. Kruse hob hervor, wie bedeutend das Ehrenamt in der Feuerwehr ist, und dankte auch den Ausbildern, die ihre Freizeit opfern, um andere auszubilden.

Auch Stadtbrandmeister Jochen Köpfer sprach seinen Dank an die frisch ausgebildeten Teilnehmenden der ersten modularen Truppausbildung im Stadtgebiet Sehnde aus. Er lobte die Einsatzbereitschaft und das Engagement der neuen Feuerwehrleute und betonte die Bedeutung dieser neuen Ausbildungsstruktur für die Zukunft der Feuerwehrarbeit in der Region.

Die modulare Truppausbildung ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Feuerwehrausbildung in Niedersachsen. Sie ermöglicht es, flexibel und bedarfsgerecht auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse der angehenden Feuerwehrleute einzugehen. Durch die praxisnahe Gestaltung und die Vermittlung grundlegender Kenntnisse in verschiedenen Bereichen sind die Absolventen gut auf die Herausforderungen im Feuerwehrdienst vorbereitet.

 

 

Europawahl

Hannover vor der Europawahl: Über 847.000 Wahlberechtigte in der Region

6. Juni 2024/in Region Hannover

70 Prozent der Bevölkerung in der Region Hannover können wählen

REGION HANNOVER (redu). Zur Europawahl 2024 sind in der Region Hannover rund 847.140 Personen wahlberechtigt. Mit einem Anstieg der Wahlberechtigten gegenüber den letzten Wahlen und einer hohen Zahl an Erstwählern stehen wichtige Entscheidungen für das Europäische Parlament bevor.

Die Europawahl 2024 markiert die zehnte Direktwahl zum Europäischen Parlament. Insgesamt werden 720 Abgeordnete gewählt, davon 96 für Deutschland. In der Region Hannover können, gemäß dem Stichtag 21. Mai, 847.140 Personen ihre Stimme abgeben. Dies entspricht etwa 70 Prozent der Gesamtbevölkerung von 1.201.185 Personen, die ihren Hauptwohnsitz in und um Hannover haben. Die endgültige Zahl der Wahlberechtigten wird jedoch erst am 9. Juni 2024 um 18 Uhr mit der Schließung des Wählerverzeichnisses feststehen.

Wahlberechtigt sind Personen, die das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, in ein Wählerverzeichnis eingetragen sind und seit mindestens drei Monaten in Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedstaat einen Wohnsitz haben. Deutsche Staatsangehörige werden automatisch am Hauptwohnsitz in das Wählerverzeichnis eingetragen, während Bürger anderer EU-Staaten einen Antrag stellen müssen. In der Region Hannover besaßen am 31. März 2024 insgesamt 896.369 Personen die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit.

Bei den letzten Europawahlen konnten in der Region Hannover 844.533 (2019) bzw. 850.194 (2014) Personen wählen. Die Zahl der wahlberechtigten Personen wird voraussichtlich steigen, und 59.897 Menschen werden erstmals ihre Stimme abgeben können, was 6,7 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung entspricht.

Die Region Hannover ist Heimat für Einwohner aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten, insgesamt 60.009 Personen, was fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Landeshauptstadt Hannover hat mit 33.466 die höchste Anzahl ausländischer EU-Bürger, gefolgt von Garbsen und Langenhagen.

Weitere Informationen zur Europawahl 2024 sind in den „Statistischen Kurzinformationen 09/2024“ verfügbar, die unter www.hannover.de/ski eingesehen oder heruntergeladen werden können.

Containerbrand

Brand in Recyclingbetrieb: Feuerwehr Lehrte im Einsatz

31. Mai 2024/in Region Hannover

Schneller Einsatz verhindert Ausbreitung des Feuers auf Container

LEHRTE (redu). Am frühen Freitagmorgen rückte die Ortsfeuerwehr Lehrte zu einem Brand im Bereich einer Industriehalle auf dem Gelände eines Recyclingbetriebs in der Industriestraße aus. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte eine größere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Lehrte wurden am heutigen Freitagmorgen, dem 31. Mai, um 4:15 Uhr zu einer gemeldeten Rauchentwicklung mit Feuerschein im Bereich einer Industriehalle auf das Gelände eines Recyclingbetriebs in der Industriestraße in Lehrte alarmiert. Bereits auf der Anfahrt bemerkten die Einsatzkräfte eine deutliche schwarze Rauchentwicklung, weshalb die Alarmstufe vorsorglich erhöht wurde, um weitere Kräfte nachzualarmieren. Daraufhin wurden auch Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Steinwedel und Aligse alarmiert.

Bei der Erkundung auf dem Firmengelände stellte sich die Lage wie folgt dar: Im Außenbereich des Geländes standen zwei kleine Gitterboxen mit Elektroschrott im Vollbrand. Diese befanden sich an zwei weiteren größeren Containern, in denen Kunststoffrohre und Gartenabfälle gelagert waren. Das Feuer war bereits dabei, auf die Container überzugreifen.

Unter schwerem Atemschutz leiteten die Einsatzkräfte sofort die Brandbekämpfung ein. Das Feuer wurde von außen mit zwei C-Strahlrohren bekämpft und das Brandgut im Nachgang auseinandergezogen. Da unter dem Elektroschrott auch Akkus waren und sich das Feuer immer wieder reaktivierte, wurde vorsorglich entschieden, den Inhalt der Gitterboxen in einen neuen Container umzulagern und diesen mit Wasser zu fluten.

Insgesamt waren 47 Einsatzkräfte der Feuerwehren Lehrte, Steinwedel und Aligse mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Ein Notarzt, ein Rettungswagen sowie die Polizei waren ebenfalls vor Ort.

 

Schwimmoffensive Region Hannover

„Kleiner Schwimmsommer“ startet: Mehr Schwimmkurse für Kinder in Hannover

29. Mai 2024/in Region Hannover

Über 7.000 Kinder nahmen bereits an Schwimmkursen teil – Weitere Angebote in den Sommerferien

REGION HANNOVER (redu). Pünktlich zu den Sommerferien in Niedersachsen startet die Schwimmoffensive Hannover den „Kleinen Schwimmsommer“. Mit neuen Kursangeboten in Hannover und der Region sollen noch mehr Kinder das Schwimmen lernen und so Badeunfälle verhindert werden.

Am 24. Juni beginnen in Niedersachsen die Sommerferien und mit ihnen startet der „Kleine Schwimmsommer“ der Schwimmoffensive Hannover. Ziel der Offensive ist es, die Zahl der Nichtschwimmer*innen weiter zu reduzieren und die Sicherheit beim Baden zu erhöhen. Seit dem Start der Initiative haben über 7.000 Kinder an Schwimmkursen teilgenommen.

Regionspräsident Steffen Krach hebt die Erfolge der Schwimmoffensive hervor: „Wir haben bereits 150 Kurse bewilligt, und bis April haben 200 Kinder ihr Seepferdchen oder Bronzeabzeichen gemacht.“ Diese Kurse laufen auch in den kommenden Monaten weiter.

Der „Kleine Schwimmsommer“ startet in der ersten Ferienwoche in Gehrden, wo sechs Kindergärten gratis Schwimmkurse erhalten. Nachmittags finden zusätzliche Seepferdchen- und Bronzekurse statt, organisiert vom Turn-Klubb zu Hannover. Bürgermeister Malte Losert stellt dafür erneut das örtliche Bad zur Verfügung.

Weitere Kurse werden im Büntebad in Hemmingen angeboten, unterstützt durch die Wilhelm-Hirte-Stiftung. Anna-Janina Niebuhr, Geschäftsführerin des Regionssportbundes Hannover (RSB), betont die Wichtigkeit der Unterstützung durch Bürgermeister Jan Dingeldey und die Stiftung, dank derer 50 Plätze kostenfrei angeboten werden können. Neue Kurse sind auch im Waldbad Arpke und in Langenhagen geplant, mit Anmeldungen direkt über die jeweiligen Vereine.

In Hannover selbst gibt es zwei Seepferdchen-Kurse in der Medizinischen Hochschule (MHH), die während der gesamten Ferienzeit laufen. Ein weiterer Abzeichentag findet am 29. Juli im Ricklinger Freibad statt, wo Kinder von 9 bis 13 Uhr Schwimmabzeichen erwerben können.

Zusätzlich verlost die Schwimmoffensive 50 Freiplätze für Kurse im Freibad Hemmingen. Interessierte Eltern können ihre Kinder per E-Mail anmelden und die Gründe für den Bedarf darlegen.

„Unser Ziel ist es, bis Jahresende rund 9.000 Kinder mit Schwimmkursen zu erreichen“, erklärt Regionspräsident Krach. „Leider sind die Wasserzeiten knapp, da viele Schwimmbäder saniert werden oder neu entstehen.“

Alle Informationen und Termine für den „Kleinen Schwimmsommer“ sind auf der Website der Schwimmoffensive Hannover verfügbar.

Jahresübung des Brandschutzabschnittes I: 108 Einsatzkräfte trainieren realistische Szenarien – Uebung RFB I Fachmann

Jahresübung des Brandschutzabschnittes I: 108 Einsatzkräfte trainieren realistische Szenarien

27. Mai 2024/in Region Hannover

Waldbrandbekämpfung und Kommunikationsstrategien: Feuerwehr und DRK absolvieren Übung in Scheuen

REGION HANNOVER / SCHEUEN (redu)Die Feuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnittes I, bestehend aus den Städten Garbsen, Neustadt und Wunstorf, führte am vergangenen Wochenende ihre Jahresübung auf dem Ausbildungsgelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen durch. Im Fokus stand die Waldbrandbekämpfung, einschließlich Wasserversorgung und Kommunikation.

Die Feuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnittes I, bestehend aus den Städten Garbsen, Neustadt und Wunstorf, absolvierte am vergangenen Wochenende ihre Jahresübung auf dem Ausbildungsgelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen. Hauptthema der Übung war die Waldbrandbekämpfung, inklusive Wasserversorgung und Kommunikation. Die Übungsleitung hatte der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Martin Höflich inne, während Branddirektor Stefan Lammers, Leiter des Präsidialbüros des NLBK, die Einheit vor Ort begrüßte und durch das Gelände führte.

Bereits am Freitagabend trafen die Verbandsführung sowie die Verpflegungseinheit in Scheuen ein, um erste Vorbereitungen zu treffen und den Verpflegungsplatz aufzubauen. Am Samstagmorgen folgten die weiteren vier Züge der Bereitschaft. Zwei Züge wurden sofort in den Einsatz geschickt. Der erste Zug bekämpfte einen simulierten Waldbrand in einem mit künstlichem Nebel verrauchten Waldstück, während der dritte Zug die Wasserversorgung über eine Strecke von 550 Metern aufbaute. Im Laufe des Vormittags erfolgte der Austausch der Einheiten, wobei der zweite Zug den ersten und der fünfte Zug den dritten ablöste.

Die Brandbekämpfung wurde durch das Lösen und Einsammeln von Flatterbändern simuliert, die als „Flammen“ dienten. Zudem wurde eine verletzte Person, dargestellt durch eine Dummypuppe, aus dem Wald gerettet und den Kräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Nach einer Mittagspause informierten Tim Kröger und Thorsten Dannenberg von der Notfallseelsorge des Kirchenkreises Wunstorf-Neustadt die Zugführer über ihren Service.

Am Nachmittag stand ein weiteres Einsatzszenario an: Ein Waldbrand drohte auf ein Munitionsdepot überzugreifen. Alle Züge waren in den Schutz des Gebäudes und die Brandbekämpfung eingebunden. Die Wasserversorgung wurde durch ein Wasserbecken, einen Hydranten und Tanklöschfahrzeuge sichergestellt. Die Übung beinhaltete auch inszenierte und spontane Probleme, wie einen fiktiven Verkehrsunfall und technische Defekte, die eine flexible Einsatzplanung erforderten.

Die Übung endete mit einer Manöverkritik, bei der nur kleinere Verbesserungen festgestellt wurden. Insgesamt waren 108 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK mit 34 Fahrzeugen beteiligt. Die Übernachtung erfolgte in den Unterkunftsgebäuden des NLBK, und der Verpflegungszug stellte drei Mahlzeiten täglich bereit. Der Samstagabend bot Gelegenheit für geselliges Beisammensein und den Austausch zwischen den Feuerwehrleuten. Am Sonntag wurde das Übungsgelände genauer besichtigt, bevor die Züge am Mittag wieder abrückten.

Kita Innenraum

Kita-Bericht 2023/24: Region Hannover kämpft mit steigender Personallücke

24. Mai 2024/in Region Hannover

Hannover verzeichnet Zunahme des Fachkräftemangels in Kitas um 15 Prozent

REGION HANNOVER (redu). Der aktuelle Kita-Bericht 2023/24 der Region Hannover zeigt eine deutliche Verschärfung des Fachkräftemangels in der Kinderbetreuung. Insgesamt fehlen 397 pädagogische Fachkräfte, ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Region Hannover steht vor wachsenden Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Der jüngste Kita-Bericht 2023/24, basierend auf den Daten aus 16 Städten und Gemeinden, zeigt eine alarmierende Zunahme der Personallücke. In den 352 Einrichtungen fehlen aktuell 397 pädagogische Fachkräfte – ein Anstieg von 344 im Vorjahr.

Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Familie, Teilhabe und Jugend, betont die kritische Lage: „Der Fachkräftemangel hat verheerende Auswirkungen. Eltern können sich nicht auf ausreichende Betreuung verlassen, was zu Schließungen von Gruppen oder verkürzten Betreuungszeiten führt.“ Die Region Hannover arbeite intensiv an Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuungssituation und zur Fachkräftegewinnung und -bindung, so Hanke weiter. Dazu zählen der Ausbau von Schulplätzen, Weiterbildungsangebote und die Entwicklung von Fachkarrieren.

Die durchschnittliche Versorgungsquote im Krippenbereich liegt derzeit bei 45,6 Prozent, im Kindergartenbereich bei 96,4 Prozent und im Hortbereich bei 17,6 Prozent. Insgesamt wurden 254 neue Betreuungsplätze für Kinder bis sechs Jahren geschaffen, jedoch sank die Zahl der Hortplätze um 210.

Besonders die Altersgruppe der unter Dreijährigen verzeichnete einen Bevölkerungsrückgang um 738 Kinder, was teilweise die gestiegene Versorgungsquote von 41,5 auf 45,6 Prozent erklärt. Bei den Drei- bis Sechsjährigen gab es ebenfalls einen leichten Rückgang der Kinderzahlen, was zu einer Verbesserung der Versorgungsquote auf 96,4 Prozent führte. Anders im Hortbereich, wo die Versorgungsquote von 19,3 Prozent auf 17,6 Prozent sank. Der Rückgang ist auf die Schließung von Horten zugunsten des Ausbaus von Ganztagsschulen zurückzuführen.

Dr. Hanke fordert verstärkte Unterstützung durch Bund und Land, da die Kommunen die Herausforderungen nicht allein bewältigen können. Es fehle an substantiellen Fördermitteln zur Schaffung neuer Betreuungsplätze. „Bund und Land müssen hier dringend umsteuern“, so Hanke.

Die Region Hannover betreut als Jugendhilfeträger die Kommunen Barsinghausen, Burgwedel, Garbsen, Gehrden, Hemmingen, Isernhagen, Neustadt am Rübenberge, Pattensen, Ronnenberg, Seelze, Sehnde, Springe, Uetze, Wedemark, Wennigsen und Wunstorf. Der vollständige Kita-Bericht und die Einzelauswertungen sind auf der Webseite der Region Hannover verfügbar.

Wasserverbrauch

Neue Bewässerungsregelungen zum Schutz des Grundwassers in Hannover

23. Mai 2024/in Region Hannover

Einschränkungen zur Bewässerung im Sommer: Region Hannover reagiert auf Wasserknappheit

REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover führt auch in diesem Jahr zeitliche Beschränkungen für die Bewässerung an besonders heißen Tagen ein. Von Juni bis September gelten neue Regelungen, um das Grundwasser langfristig zu schützen.

Die Region Hannover hat zum Schutz des Grundwassers auch in diesem Jahr zeitliche Beschränkungen für die Bewässerung eingeführt. Diese gelten vom 1. Juni bis 30. September jeweils von 11 bis 17 Uhr und bei Temperaturen ab 27 Grad. Betroffen sind land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, öffentliche und private Grünflächen sowie Sportanlagen wie Fußball-, Hockey-, Tennis-, Reit- und Golfplätze.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Grenzwerte angepasst. 2023 galt eine Regelung von 11 bis 18 Uhr bei einer Temperaturgrenze von 24 Grad. Maßgeblich für das Inkrafttreten bleiben die Temperaturdaten der Flughafen-Wetterstation Langenhagen.

Grund für die Einschränkungen ist die weiterhin kritische Grundwasser-Gesamtsituation in der Region Hannover, trotz des Hochwassers im Winter. Jens Palandt, Umweltdezernent der Region, betont, dass die langjährige negative Wasserbilanz nicht durch ein einmaliges Hochwasserereignis nachhaltig verbessert werden kann. Die Grundwassermenge bleibt auf niedrigem Niveau, weshalb vorsorgliche Maßnahmen notwendig sind.

Regionspräsident Steffen Krach unterstreicht die Notwendigkeit der Vorgaben, um langfristig ausreichende Wasserressourcen zu sichern. Krach und Palandt betonen, dass die Einschränkungen ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind, um Verdunstungsverluste zu minimieren.

In den vergangenen Monaten hat die Region wissenschaftliche Daten ausgewertet und Gespräche mit Vertretern von Landwirtschaft und Sportverbänden geführt, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen. Neben den Einschränkungen bleibt die Nutzung klimaangepasster Bewässerungstechniken in der Landwirtschaft erlaubt. Auch die Nutzung von gespeichertem Regenwasser und punktgenaues Bewässern mit Gießkannen oder Eimern ist weiterhin möglich.

Verstöße gegen die Bewässerungsvorgaben können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die Region setzt auf Aufklärung und Zusammenarbeit mit den Betroffenen, um die lebenswichtige Ressource Wasser langfristig zu sichern. Die Regeln zur Bewässerung sollen auch in den kommenden Jahren gelten.

Um Sportvereine bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, fördert die Region Hannover die Anschaffung von Regenwasserspeichern, smarten Bewässerungsanlagen und wassersparenden Sportplatzbelägen mit bis zu 50.000 Euro.

 

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