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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Deutschlandticket

Region Hannover verlängert Förderung des Deutschlandtickets

19. Dezember 2023/in Region Hannover

Steffen Krach: Zahlen sprechen für sich, jetzt geht es um den politischen Willen

REGION HANNOVER (PM). Das Deutschlandticket wird es auch im kommenden Jahr in der Region Hannover geben. In einer Beschlussvorlage, über die die Regionsversammlung am Dienstag entscheidet, verpflichtet sich die Region Hannover, die durch das Deutschlandticket entstehenden Mindereinnahmen und Mehrausgaben der Verkehrsunternehmen bis Ende April auszugleichen – bis dahin hat der Bund die Zukunft des Tickets zunächst gesichert. Dieser Schritt ist die Grundvoraussetzung, um den rund 1,2 Millionen Einwohner*innen der Region Hannover auch weiterhin Fahrten im Regionsgebiet zum Deutschlandticket-Preis anbieten zu können.

Regionspräsident Steffen Krach ist überzeugt vom Modell des Deutschlandtickets: „Von Beginn an war das Deutschlandticket ein großer Erfolg. Die Region Hannover zeigt das nach den Ergebnissen einer Marktforschungsstudie beispielhaft: In der Region hat jede
fünfte Person ab 14 Jahren ein Deutschland-Ticket. Das ist herausragend. Nach diesen Zahlen kann niemand mehr leugnen, dass ein bezahlbarer ÖPNV gut ankommt und genutzt wird.“ Gleichzeitig fordert Krach: „Daraus müssen endlich politische Schlüsse gezogen werden. Während in Österreich das Klimaticket auf Jahre abgesichert ist, sind es bei uns nur wenige Monate. Das kann und darf nicht wirklich die Antwort der Bundesregierung auf die Verkehrswende sein. Der Bund muss sich jetzt ehrlich machen: Es geht nicht um die Finanzierung, es geht um den Willen.“

Zuletzt hatten die Ministerpräsident*innen und der Bundeskanzler die Fortführung des Deutschlandtickets bis Ende April 2024 beschlossen. Zur Finanzierung haben sich Bund und Länder verpflichtet, sich jeweils zur Hälfte an den Kosten zu beteiligen. Die Region Hannover rechnet derzeit mit Kosten von rund 46 Millionen Euro, die als Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen zu leisten sind.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache

Die Verkaufsstatistik des GVH zeigt zudem, dass von den über den GVH verkauften Deutschlandtickets das in der Region Hannover einzigartige, vergünstigte Deutschlandticket Hannover Job einen Anteil von rund 58 Prozent ausmacht. 16 Prozent entfallen auf das vergünstigte Deutschlandticket in Form des Sozialtickets, ein Großteil beider Gruppen sogar als 365-Euro-Ticket.  Von der Semesterticket-Variante profitieren 7 Prozent. Darüber hinaus nutzen in absoluten Zahlen derzeit rund 24.600 Personen die Jugendnetzkarte und 27.700 Personen die Seniorennetzkarte. Und: 13 Prozent der Fahrten mit dem Deutschlandticket wären ohne das Angebot mit einem anderen Verkehrsmittel durchgeführt worden. Mehr als jeder dritte Fahrgast war vorher mit dem ÖPNV unterwegs, allerdings mit Einzelfahrscheinen. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz unterstreicht daher die Bedeutung des Deutschlandtickets: „Wir haben im Aktionsplan Verkehrswende das Ziel definiert, den Menschen eine attraktive Alternative zum Auto zu bieten. Dazu gehören auch einfache und attraktive Tarife. Das Deutschland-Ticket ist dafür ein wichtiger Baustein. Bund und Länder sind jetzt gefordert, dieses Angebot langfristig zu sichern und nicht nur für wenige Monate.“

Weihnachten und Neujahr geänderte Müllabfuhr – BGPress 6718

Weihnachten und Neujahr geänderte Müllabfuhr

11. Dezember 2023/in Region Hannover

Abfälle und Wertstoffe werden zuverlässig abgeholt

REGION HANNOVER (PM). Alle Jahre wieder fallen die Feiertage im Dezember und zu Beginn des neuen Jahres auch auf Werktage. Da die beiden Weihnachtsfeiertage in diesem Jahr auf einen Montag und Dienstag fallen, kann die Abholung von Abfällen und Wertstoffen an diesen Tagen nicht erfolgen.

Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) bietet trotzdem eine verlässliche und kundenfreundliche Regelung zur Abholung von Abfällen und Wertstoffen an. Die Abfallentsorgung am ersten Weihnachtsfeiertag wird vorgeholt. Die Abfallentsorgung am zweiten Weihnachtsfeiertag wird nachgeholt. So sorgt aha bereits vor Weihnachten für eine leere Tonne, denn auch vor dem Fest fällt eine Menge Abfall an. Die Reste vom Fest holt aha auch nach den Feiertagen zuverlässig wie gewohnt ab. Ab Mittwoch, 27. Dezember, verschieben sich alle Abfuhrtage in dieser Woche um einen Tag nach hinten.

Die Abholtermine rund um die Feiertage im Überblick:

  • Montag, 25. Dezember: Abholung bereits am Sonnabend, 23. Dezember
  • Dienstag, 26. Dezember: Abholung am Mittwoch, 27. Dezember
  • Mittwoch, 27. Dezember: Abholung am Donnerstag, 28. Dezember
  • Donnerstag, 28. Dezember: Abholung am Freitag, 29. Dezember
  • Freitag, 29. Dezember: Abholung am Samstag, 30. Dezember

 

An Neujahr, 1. Januar 2024, entfällt die Müllabfuhr wie gewohnt und wird am Dienstag, 2. Januar nachgeholt. In dieser Woche verschiebt sich die Abfuhr jeweils um einen Tag nach hinten bis einschließlich Sonnabend, 6. Januar.

Die Deponien und Wertstoffhöfe bleiben Heiligabend, Silvester sowie an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr geschlossen. Auch die Service-Hotline und die Gebühren-Hotline sind an diesen Tagen nicht besetzt.

Stadtbahnlinie 13

Inbetriebnahme der Stadtbahnlinie 13: Hemmingen rückt näher an Hannover

9. Dezember 2023/in Region Hannover

90 Millionen Euro Investition verknüpft Hannover und Hemmingen mit moderner Stadtbahn

HANNOVER / HEMMINGEN (red). Nach über drei Jahrzehnten der Planung und siebenjähriger Bauzeit, wurde am 9. November 2023 die neue Stadtbahnlinie 13 feierlich in Betrieb genommen, die Hannover mit Hemmingen verbindet. Die 3,3 Kilometer lange Strecke, ein gemeinsames Projekt von Bund, Land und Region Hannover, wurde mit einer symbolischen Banddurchschneidung durch hochrangige Vertreter eröffnet und markiert einen signifikanten Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Mobilität.

Die Stadtbahnlinie 13, deren Gleisbau 2019 begann, verbindet nun den hannoverschen Stadtteil Oberricklingen mit Hemmingen und wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro realisiert. Die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) agierte als Bauherrin und Eigentümerin der Verkehrsanlagen. Mit sechs neuen Haltestellen dient die Strecke einem erweiterten Einzugsgebiet von etwa 9.200 Anwohnern und 5.300 Arbeitsplätzen.

Regionspräsident Steffen Krach betonte in seiner Rede die Bedeutung der neuen Linie für die Mobilitätswende und den Klimaschutz. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hob hervor, dass die Stadtbahn mehr als nur eine Verkehrsverbindung darstellt, sondern ein Symbol für zukunftsorientierte Mobilität und soziale Verträglichkeit ist.

Jan Dingeldey, Bürgermeister von Hemmingen, erklärte die Inbetriebnahme der Linie als bedeutende Aufwertung für die Stadt und ihre Bewohner. Christian Weske, Geschäftsführer der infra, wies auf die neuen Park-and-Ride-Anlagen in Hemmingen hin, die den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erleichtern.

Elke van Zadel, Vorständin der ÜSTRA, erläuterte, dass Streckenverlängerungen im Stadtbahnnetz selten und daher besonders sind. Zudem wurden neue Busverbindungen und verbesserte Anschlüsse an das Stadtbahnnetz eingeführt. Die Stadtbahnlinie 13 ersetzt auf einem Teilstück die Linie 9 und bringt Änderungen im gesamten Netz mit sich.

Mit der Linie 13 durch Linden-Süd und Ricklingen befahren erstmals drei Stadtbahnlinien (3, 7, 13) jeweils im Zehn-Minuten-Takt den Ricklinger Stadtweg. Die 17 fährt werktags daher nun alle 20 Minuten, sonn- und feiertags bleibt es beim 30-Minuten-Abstand.

Hochbahnsteig Wiesenau

Dezember-Offensive im ÖPNV: Region Hannover nimmt drei Hochbahnsteige in Betrieb

6. Dezember 2023/in Region Hannover

ÖPNV-Modernisierung: Hannover setzt neue Maßstäbe mit Hochbahnsteigen

HANNOVER (red). Im Dezember 2023 erlebt die Region Hannover einen signifikanten Fortschritt im öffentlichen Nahverkehr mit der Inbetriebnahme von drei neuen Hochbahnsteigen. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit und stellt eine bedeutende Investition in die Infrastruktur der Region dar.

Die Region Hannover, in Zusammenarbeit mit der infra, nimmt am 1. Dezember den Betrieb des Hochbahnsteigs in Wiesenau auf. Es folgen der Hochbahnsteig Glocksee am 5. Dezember und der Safariweg am 6. Dezember. Diese neuen Stationen, die Teil der Hochbahnsteige 164 bis 166 sind, bringen die Region Hannover näher an ihr Ziel, bis Jahresende rund 86 Prozent der 201 Stadtbahnhaltestellen barrierefrei zu gestalten. Dieses Projekt, mit Gesamtkosten von etwa 51 Millionen Euro, wird teilweise durch Fördermittel des Landes Niedersachsen unterstützt.

Jeder der neuen Hochbahnsteige bietet moderne Annehmlichkeiten, darunter Rampen für barrierefreien Zugang, taktile Elemente für mobilitätseingeschränkte Personen, Witterungsschutz und dynamische Fahrgastinformationssysteme.

Regionspräsident Steffen Krach betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr und dankt sowohl dem Land Niedersachsen für die finanzielle Unterstützung als auch den Bauunternehmen für ihre Arbeit. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz hebt hervor, dass diese Maßnahmen die Attraktivität und Sicherheit des öffentlichen Nahverkehrs erhöhen und Teil der Verkehrswende in der Region sind.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sieht in den Hochbahnsteigen eine wertvolle Investition, die zur Modernisierung des Stadtbildes beiträgt und die Effizienz des öffentlichen Verkehrs verbessert. Infra-Geschäftsführer Christian Weske lobt den Einsatz der Bauarbeiter bei der zeitgleichen Fertigstellung dieser Projekte und der Neubaustrecke nach Hemmingen.

Elke Maria van Zadel, Vorständin der ÜSTRA, betont die Bedeutung der neuen Hochbahnsteige für die Fahrgäste und erwähnt insbesondere die Erleichterung, die sie für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bieten.

Wolf

Gericht setzt Vollzug von Genehmigung zur Wolfsentnahme aus

6. Dezember 2023/in Region Hannover

Region Hannover setzt auf Neuregelungen der Umweltministerkonferenz

REGION HANNOVER (PM). Das Verwaltungsgericht Hannover hat die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Wolfes wiederhergestellt. Damit folgt das Gericht dem Antrag einer Naturschutzvereinigung. Der Vollzug der Genehmigung bleibt ausgesetzt und das Tier, für welches die Ausnahmegenehmigung ausgestellt wurde, darf vorerst nicht bejagt werden.

„Die Gerichtsentscheidung zeigt, dass die Rechtsgrundlage für die Entnahme von Wölfen dringend verbessert werden muss. Aktuell investieren die unteren Naturschutzbehörden viel Zeit und Arbeit in komplexe Ausnahmegenehmigungen, die am Ende trotz aller Abwägung nicht rechtssicher sind und nicht vollzogen werden können“, sagt Regionspräsident Steffen Krach.

Um einen langwierigen Rechtsstreit über die bis zum 29. Februar 2024 gültige Genehmigung zu vermeiden, hat die Untere Naturschutzbehörde entschieden, die Ausnahmegenehmigung zurückzuziehen und auf die von der Umweltministerkonferenz beschlossenen Neuregelungen zu setzen. Diese sehen für Regionen mit erhöhtem Rissvorkommen schnellere Abschussmöglichkeiten vor. Steffen Krach macht dazu deutlich: „Die Region Hannover ist eine der am stärksten von Wolfsrissen betroffenen Regionen in Niedersachsen. Wir werden deshalb alle neu geschaffenen Möglichkeiten nutzen, um in begründeten Einzelfällen Wölfe zukünftig schneller zu bejagen und uns weiterhin für ein regionales Bestandsmanagement einsetzen.“

Die Umweltministerkonferenz hatte sich am Freitag der vergangenen Woche auf Neuregelungen zum Abschuss geeinigt. Danach sollen die Länder kurzfristig Regionen mit vermehrten Rissen durch Wölfe festlegen. Hat ein Wolf in diesen Gebieten Schutzzäune überwunden und ein Weidetier gerissen, ist eine Abschussgenehmigung möglich. Diese soll zeitlich für einen Zeitraum von 21 Tagen nach dem Rissereignis gelten und die Entnahme im Umkreis von bis zu 1.000 Metern um die betroffene Weide zulassen.

 

Löschfahrzeug an der Brandstelle© Bernd Günther

Adventsgesteck gerät in Brand

6. Dezember 2023/in Region Hannover

8 Jähriges Mädchen hilft Großmutter und lässt Feuerwehr durch Nachbarn alarmieren

LEHRTE (PM). Die Freiwilligen Feuerwehren Arpke, Sievershausen und Hämelerwald wurden am heutigen Dienstag den 05.12.2023 gegen 16:55 Uhr in dem Bereich der Flutwidde nach Arpke alarmiert. Grund der Alarmierung war ein in brandgeratenes Adventsgesteck in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses.

Das Enkelkind befand sich zur Zeit bei den Großeltern als es zu dem Feuer im Bereich des Wohnzimmers gekommen ist. Die Großmmutter des Kindes unternahm geistesgegenwärtig selbstständige Löschversuche. Das 8 jährige Mädchen handelte vorbildlich: sie ging aus der Wohnung und klopfte an den Nachbarwohnungen, die Nachbarn riefen dann die Feuerwehr.

Vor Ort eingetroffen bot sich den Einsatzkräften dann folgenden Lage: Das Adventsgesteck im Wohnzimmer war vollständig abgebrannt und drohte sich weiter auszubreiten, war jedoch bereits durch die Bewohnerin vollständig gelöscht. Weitere nachrückenden Kräfte konnten demnach die Einsatzfahrt abbrechen. Die Anwohner hatten bereits das Haus verlassen. Die Hauptaufgabe der Feuerwehr Arpke bestand darin, den betroffenen Bereich der Wohnung mittels Wärmebildkamera mit einem Trupp unter PA nach einer weiteren Brandausbreitung abzusuchen und das Brandgut aus der Wohnung zu bringen. Das Feuer hatte sich glücklicherweise nicht weiter ausgebreitet, sodass die Wohnung ohne Einsatz von weiterem Wasser durch die Feuerwehr lediglich belüftet werden musste. Die Familie erlitt einen schock, die Großeltern konnten aber noch am selben Abend in ihre Wohnung zurückkehren. Niemamd wurde verletzt.

Während des Einsatzes bemerkte jedoch ein aufmerksamer Passant, dass Schaulustige aus deren Kastenwagen vermeintlich ohne Einverständnis der betroffenen Personen Fotos von den Betroffenen und der Einsatzstelle abbildeten. Die Konfrontation mit den „Gaffern“ führte dann zu einer Beleidigung des Passanten, der selbstverständlich umgehend die bereits anwesende Polizei informierte und sich das Kennzeichen des Lieferwagens notierte.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Arpke und Sievershausen, ein anrücken der Feuerwehr Hämelerwald war nicht mehr notwendig.

Brand

Großbrand auf Campingplatz: Feuerwehreinsatz in Mardorf

28. November 2023/in Region Hannover

Einsatzkräfte kämpfen gegen Ausbreitung des Feuers am Steinhuder Meer

NEUSTADT (red). Am frühen Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr Mardorf um 03:50 Uhr zu einem Brand am Campingplatz am Weidenbruchsweg gerufen. Das Feuer, das das rund 200 Quadratmeter große Rezeptionsgebäude erfasst hatte, drohte auf ein benachbartes Gasflaschenlager überzugreifen.

In Mardorf kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Das Feuer, das im Rezeptionsgebäude eines Campingplatzes ausgebrochen war, wurde durch die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht. Beim Eintreffen der ersten Löschmannschaften wurde aufgrund der Intensität des Brandes das Alarmstichwort auf B2 erhöht, was auf einen größeren Brand hinweist.

Eine der größten Herausforderungen für die Feuerwehr bestand darin, das Feuer von einem angrenzenden Gasflaschenlager fernzuhalten. Dazu wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um eine Ausbreitung des Brandes auf das Nachbargebäude zu verhindern. Die Feuerwehr Neustadt unterstützte mit einer Drehleiter und einem Wenderohr, um das Feuer von oben zu bekämpfen.

Die Wasserversorgung für die Löscharbeiten wurde durch einen nahegelegenen Hydranten und das angrenzende Steinhuder Meer sichergestellt. Im Einsatz waren vier C-Rohre, ein B-Strahlrohr, ein Wasserwerfer zur Sicherung der Gasflaschen und das Wenderohr der Drehleiter.

Unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Markus Nülle waren die Feuerwehren Mardorf, Schneeren, Eilvese, Neustadt, die Informations- und Kommunikationseinheit, die Hygieneeinheit Süd aus Basse, die Verpflegung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1, der stellvertretende Stadtbrandmeister Dennis Hausmann, der stellvertretende Abschnittsleiter Martin Höflich sowie Polizei und Rettungsdienste im Einsatz.

Großbrand auf Campingplatz: Feuerwehreinsatz in Mardorf – Feuer Mardorf2 ff

Auch das Technische Hilfswerk kam zur Unterstützung in den Einsatz © Feuerwehr

Um 13:30 Uhr konnte die Feuerwehr Mardorf die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Damit endete ein intensiver und anspruchsvoller Einsatz für die beteiligten Rettungskräfte. Vor der Übergabe sorgte das Technische Hilfswerk (THW) für einen entscheidenden Schritt in der Nachsorge des Einsatzes. Mithilfe eines Baggers rissen sie Teile des betroffenen Gebäudes ein, um an die tief liegenden Glutnester heranzukommen und diese effektiver ablöschen zu können.

Vor dem Beginn der Abrissarbeiten nahm ein Brandermittler seine Untersuchungen auf. Erst nach Abschluss seiner Ermittlungen, die zur Ursachenforschung des Brandes dienten, konnten die Einrissarbeiten durch das THW beginnen. Diese Maßnahme war entscheidend, um sicherzustellen, dass keine versteckten Glutnester übrig blieben, die potenziell ein erneutes Aufflammen des Feuers hätten verursachen können.

Abschließend ist geplant, dass die Feuerwehr Mardorf gegen 16 Uhr eine Nachkontrolle der Einsatzstelle durchführen wird. Diese Nachkontrolle dient dazu, die vollständige Sicherheit der Brandstelle zu gewährleisten und ist ein Standardverfahren in solchen Einsätzen.

Nach Angabe des Zentralen Kriminaldienstes fanden die Brandermittlungen im ersten Obergeschoss eine defekte Stromleitung. Anhand von Zeugenaussagen und objektiven Spuren lässt sich die defekte elektrische Leitung als Brandursache feststellen. Die Ermittler schließen eine Brandstiftung aus.

Aalrmübung

Unangekündigte Alarmübung für die Feuerwehr Langenhagen

26. November 2023/in Region Hannover

Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen an der Wasserwelt im Einsatz

LANGENHAGEN (PM/cmm). Am frühen Samstagmorgen um 07:01 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Langenhagen mit dem Stichwort „PKW in Hauswand, eine Person eingeschlossen“ zum nahegelegenen Schwimmbad “Wasserwelt” an der Theodor-Heuss-Straße alarmiert.

Übungslage

Ausgangslage war, dass ein Mitarbeiter der Wasserwelt Langenhagen auf dem Parkplatz einen medizinischen Notfall erlitten haben soll, infolgedessen er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und ungebremst gegen das Gebäude fuhr. Dabei schleuderte der PKW gegen die geöffnete Tür des Chlorgasraumes. In diesem hatte zum Zeitpunkt des Unfalls ein weiterer Mitarbeiter bereits Wartungsarbeiten aufgenommen, welcher durch den Aufprall des PKW leicht verletzt im Gefahrstofflager eingeschlossen wurde. Bei dem Aufprall stürzten zwei Chlorgasflaschen um, worauf diese beschädigt wurden und Chlorgas austrat.

Die ersteintreffenden Kräfte der Ortsfeuerwehr Langenhagen gingen sofort zur Erkundung und Menschenrettung der verunfallten Person vor. In unmittelbarer nähe zum Unfallort konnte dann ein Chlorgasgeruch wahrgenommen werden, die Chlorgaswarnanlage des Schwimmbades hatte ebenfalls bereits ausgelöst. Sofort wurden durch den Einsatzleiter weitere Maßnahmen eingeleitet und die Alarmstufe erhöht, sodass um 07:25 Uhr der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen an die Einsatzstelle alarmiert wurde.

Klare Definition der Übungsziele

Die Übungsziele wurden im Vorfeld klar definiert. So galt es für die ersteintreffenden Einsatzkräfte den Gefahrenschwerpunkt zu erkennen und die sogenannte „GAMS“-Regel anzuwenden. Hierbei handelt es sich um eine Eselsbrücke für den Einsatzleiter, damit keine wichtigen Erstmaßnahmen im Gefahrguteinsatz vergessen werden:

  • G wie “Gefahr erkennen”
  • A wie “Absichern der Einsatzstelle”
  • M wie “Menschenrettung unter Eigenschutz”
  • S wie “Spezialkräfte nachfordern”

Weitere Schwerpunkt des Übungsszenarios waren die Erkundung und das Arbeiten im Chemikalien-Schutz-Anzug (CSA), das Durchführen von Messungen am Gebäude und der Umgebung, sowie die Organisation der Einsatzstelle.

Die Angehörigen des Gefahrgutzuges rückten mit ihren Fahrzeugen von den Feuerwehrhäusern im Stadtgebiet Langenhagen Richtung Wasserwelt aus und sammelten sich zunächst im Bereitstellungsraum an der nahegelegenen Pferderennbahn. Von dort wurden die einzelnen Komponenten dann durch den Einsatzleiter nach und nach an die Einsatzstelle abgerufen.

Die nachrückenden Kräfte bauten eine Dekontaminations-Stelle auf und gingen unter Chemikalien-Schutz-Anzügen (CSA) an die Unfallstelle vor um das Gefahrgut zu sichern. Vorher führten speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige der Fachgruppe Messen aus der Ortsfeuerwehr Godshorn Messungen an der Unfallstelle durch. Die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel überwachte die eingesetzten Trupps mit ihrem Gerätewagen-Atemschutzüberwachung (GW-ASÜ).

Unter der Einsatzleitung von Gefahrgutzugführer Martin Bombach, welcher das spektakuläre Szenario gemeinsam mit Jörg Teller ausgearbeitet hat, waren mehr als 60 Feuerwehrangehörige mit 13 Fahrzeugen rund 2,5 Stunden im Einsatz.

Nach Abschluss zeigten sich der Übungsleiter und das Beobachter-Team mit dem erfolgreichen Einsatzverlauf vollauf zufrieden.

Feuerwehr Langenhagen

Gefahrgutzug der Feuerwehr Langenhagen im „Einsatz“ © Carl-Marcus Müller

Kommentar: Ehrenamt

Bei eher unangenehmen Wetter gaben die ehrenamtlichen Kräfte am gestrigen Samstagmorgen vor Ort wieder einmal alles! Auch die eher schon frostigen Temperaturen und der zeitweise doch recht heftig einsetzende Regen konnte die Stimmung und den Einsatzwillen vor Ort nicht trüben. Es ist doch immer wieder bewundernswert, dass, selbst bei einem erkannten Übungsszenario, immer ein voller Einsatz gezeigt wird. Und auf Nachfrage hinsichtlich des eher bescheidenen Wetters gab es vor Ort, mit einem Augenzwinkern, nur die sachliche Info: “Bei einem echten Einsatz können wir uns das Wetter ja auch nicht aussuchen.” HUT AB!

2,5 Stunden (Übungs-)Einsatzzeit, morgens um 7 Uhr, an einem Samstag! Einzelne Übungsteilnehmer kamen tatsächlich gerade aus der Nachtschicht direkt zum alarmierten Einsatz, unwissend, dass es sich hierbei ja lediglich um eine Übung handelte “und zogen durch!”

Bei diesem ganzen Einsatzgeschehen vor Ort darf man natürlich auch eines nicht vergessen: Alle benutzen Einsatzmittel waren zum Übungsende vollkommen nass und müssen nach dem Verladen auf die Fahrzeuge in den jeweiligen Feuerwehrhäusern auch wieder entladen und getrocknet werden. Man kann ja nie Wissen wann ein nächster (echter) Einsatz ansteht. Also kann man sicherlich nochmals ca. 2-3 Stunden für die Nachbereitung dieser Übung hinzurechnen. Ein bewundernswerter ehrenamtlicher Einsatz!

Regionsfeuerwehr Dienstbesprechung

Große Dienstbesprechung 2023 der Regionsfeuerwehr Hannover

25. November 2023/in Region Hannover

212 Führungskräfte der Feuerwehr der Region Hannover treffen sich im Regionshaus

Hannover (pm). Am heutigen Sonnabend fand im Haus der Region die „Große Dienstbesprechung 2023 der Regionsfeuerwehr“ statt. Hier trafen sich die Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister sowie deren Stellvertreter der 20 Städte und Gemeinden des Umlandes der Region zu Ihrer Jahrestagung. Die Leiter der Werkfeuerwehren und die Funktionsträger der Regionsfeuerwehr waren ebenfalls dabei.

  • „365/24 – 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag“ – Anzahl der Einsätze auf 7.462 gestiegen
  • Klimawandel und Umweltereignisse erfordern eine Anpassung der Ausrüstung (neues Fahrzeugkonzept)
  • Handlungsbedarf für die Feuerwehrtechnischen Zentralen Ronnenberg und Burgdorf
  • Gewalt gegen Einsatzkräfte zu Silvester 2022 in Garbsen hat Konsequenzen für Silvester 2023
  • Silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für Brandmeister Friedrich Krone aus Wennigsen und Feuerwehrehrenkreuz in Silber für Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke (Wedemark)

Weiterer Anstieg der Einsatzzahlen und wachsende Herausforderungen für die Freiwilligen Feuerwehren in der Region Hannover sind Themen der Führungskräftetagung der 20 Stadt- und Gemeindefeuerwehren sowie 206 Ortsfeuerwehren der Region Hannover mit 212 Teilnehmern.  Die Führungskräfte vertreten rund 9.500 Einsatzkräfte, die den Brandschutz für fast 650.000 Einwohner der Region Hannover an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag sicherstellen. Zusammen mit den Gästen aus Politik und Verwaltung waren 212 Teilnehmende anwesend.

In seiner Begrüßung sprach Regionspräsident Steffen Krach den Feuerwehren nicht nur seinen Dank aus, sondern bekräftigte, dass trotz der angespannten Finanzsituation bestimmte Investitionen für den Brand- und Katastrophenschutz getätigt werden müssen. Einen besonderen Einblick in die Anforderungen der Einsatzkräfte hatte Steffen Krach kürzlich im Rahmen einer Hospitation bei der Feuerwehr Neustadt a. Rbge. gewonnen, die für ihn die Arbeit der Feuerwehren „anfassbarer“ gemacht hat.

Die Anzahl der Einsätze hat sich auf insgesamt 7.462 (Vorjahr: 6.898) erhöht. In der Region Hannover rückten die Freiwilligen Feuerwehren damit durchschnittlich 20 mal am Tag aus (Vorjahr: 19), um Bürgerinnen und Bürgern in Not zu helfen. Insgesamt wurden 122.108 Gesamtpersonalstunden ehrenamtlich geleistet. Darüber hinaus stehen in den fünf Regionsfeuerwehrbereitschaften 750 Einsatzkräfte für einen überörtlichen Einsatz zur Verfügung. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing machte darauf aufmerksam, dass der Wert einer jeden Ortsfeuerwehr aber nicht allein an den Einsatzzahlen zu messen ist, da sie gerade in kleineren Ortschaften mit ihren vielfältigen Aktivitäten einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert haben.

Wald- und Vegetationsbrände sowie Starkregen, Hochwasser sind weiterhin die Gefahrenschwerpunkte in der Region Hannover. Sie gehören zu den Begleiterscheinungen des Klimawandels. „Wir werden uns mehr und mehr damit auseinandersetzen müssen“, so Mensing. Durch das mit der Verwaltung erarbeitete Fahrzeugkonzept, das nun durch die politischen Gremien zu beraten ist, wird diesen Herausforderungen Rechnung getragen. Es sieht bis Ende 2028 die Beschaffung von 28 Fahrzeugen im Wert von rund 5 Mio. € vor.

Für die Regionsfeuerwehr ist die Fortentwicklung der Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) in Ronnenberg und Burgdorf zurzeit ein Thema, das besonders auf den Nägeln brennt und in den letzten Jahren nicht vorangekommen ist. Mensing stellte Politik und Verwaltung die Frage, ob es ein gemeinsames Feuerwehrzentrum von Stadt und Region Hannover am heutigen Standort der Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Hannover am Tönniesberg geben wird. Darauf ging Regionsdezernentin Christine Karasch direkt ein, und bestätigte die Notwendigkeit aufgrund der unzumutbaren Verhältnisse am alten Standort in Ronnenberg und der räumlichen Enge in Burgdorf. Bis zum Sommer soll es für die FTZ Ronnenberg eine Festlegung geben, ob es zu dem gemeinsamen Feuerwehrzentrum mit der Landeshauptstadt Hannover oder zu einem Neubau auf einem erweiterten Gelände in Ronnenberg kommen wird. „Es wird gehen, aber nur gemeinsam.“, betonte Christine Karasch die notwendige Abstimmung zwischen Feuerwehr und Verwaltung. Der Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann bestätigte in seinen nachfolgenden Grußworten die von der Region vorgeschlagene Prüfung beider Varianten für die FTZ Ronnenberg und lobte die sehr gute Zusammenarbeit der Feuerwehr Hannover mit der Regionsfeuerwehr sowie das hervorragende Zusammenwirken im Feuerwehrverband Region Hannover e. V..

Weiterhin berichteten die Funktionsträger für die Technische Einsatzleitung der Region Hannover, die Notfallseelsorge, die Regionsausbildung und die Sicherheit im Feuerwehrdienst über die aktuellen Entwicklungen und ihre Auswirkungen für die Feuerwehren. Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker berichtete für die Stadtfeuerwehr Garbsen über die Gewalt gegen Einsatzkräfte in der Silvesternacht 2022. Leider führten die gestellten Anzeigen zu keiner weiteren Strafverfolgung. Für die Silvesternacht 2023 werden die Feuerwehren in Garbsen Bereitschaften bilden, die in den Feuerwachen auf Abruf bereitstehen. Auch die Polizei wird gerüstet sein, um Ereignisse wie im Vorjahr nach Möglichkeit zu vermeiden.

Für die ehrenamtliche Erstellung praxistauglicher Waldbrandeinsatzkarten für die Region Hannover wurde der ehemalige Ortsbrandmeister Friedrich Krone aus Wennigsen-Holtensen mit der Silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgezeichnet. Das Silberne Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes wurde für seine besonderen Verdienste dem Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke aus der Wedemark verliehen, der dieses Amt seit 2013 sehr engagiert ausübt.

Feierlich beschlossen wurde die Tagung mit dem gemeinsamen Singen der Deutschen Nationalhymne, begleitet vom Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover e. V. unter der Leitung von Hauptstabführer Pieter Sikkema, das die Veranstaltung musikalisch umrahmte. Karl-Heinz Mensing bedankte sich nicht nur bei den Musikerinnen und Musikern, sondern auch bei der Ortsfeuerwehr Landringhausen für die Versorgung mit Getränken und einem kleinen Imbiss sowie der Region Hannover für die Räumlichkeiten und die organisatorische Unterstützung.

  • Große Dienstbesprechung 2023 der Regionsfeuerwehr Hannover – BGPress 1084595
    Zu ihrer großen jährlichen Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr Hannover trafen sich heute im Regionshaus rund 220 Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Regionsfeuerwehr Dienstbesprechung
    Zu ihrer großen jährlichen Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr Hannover trafen sich heute im Regionshaus rund 220 Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Zu ihrer großen jährlichen Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr Hannover trafen sich heute im Regionshaus rund 220 Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Zu ihrer großen jährlichen Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr Hannover trafen sich heute im Regionshaus rund 220 Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Zu ihrer großen jährlichen Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr Hannover trafen sich heute im Regionshaus rund 220 Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Schwimmoffensive Region Hannover

Erfolgreiche Bilanz: Über 5.000 Kinder lernen Schwimmen

24. November 2023/in Region Hannover

Mangel an Schwimmbädern bleibt Herausforderung trotz Erfolg der Initiative

REGION HANNOVER /PM/red). Die Schwimmoffensive ist weiter auf Erfolgskurs: Im vergangenen Jahr haben die vereinten Kräfte der Schwimmoffensive der Region Hannover viel PS in die Schwimmbecken gebracht. Mehr als 3.500 Kinder haben durch die Förderung der Schwimmoffensive in diesem Jahr einen Anfängerschwimmkurs absolviert, seit dem Start im April 2022 sind es sogar 5.454 Kinder.

Regionspräsident Steffen Krach freut sich, dass das Projekt großen Anklang findet: „Zu Beginn haben wir gehofft, ein paar Hundert Kinder durch unser Programm zu erreichen. Dass es nun mehrere Tausend Kinder sind, die schwimmen gelernt haben, ist großartig. Wir hoffen, dass das möglicherweise auch andere Kommunen motiviert, ähnliche Programme aufzulegen“. Insbesondere sei Garbsen und Gehrden zu danken, die ihre Hallenbäder im Sommer zur Verfügung gestellt haben. Der Dank gilt aber auch dem Bäderamt der Stadt Hannover, in dessen Schwimmbädern eine Vielzahl der Schul- und Kitakurse stattfinden: „Im Schwimmsommer konnten wir dank der beiden Bürgermeister Claudio Provenzano (Garbsen) und Malte Losert (Gehrden), die ihre Bäder im Sommer für uns öffneten, kostenlos rund 1.000 Kinder mit Anfängerschwimmkursen versorgen. Diese Aktion war für uns einzigartig“, freut sich SSB Geschäftsführerin Anika Brehme.

In Grundschulen konnten 50 zusätzliche Angebote durchgeführt werden, in Kindertagesstätten 21 und in Schwimmvereinen 119, etwas mehr davon in der Stadt. Der Regionsschwerpunkt lag in Garbsen sowie Wunstorf. Zudem wurden zahlreiche Übungsleiter*innen ausgebildet: „Gemeinsam mit dem Landesschwimmverband konnte die Schwimmoffensive fast 200 Übungsleiter*innen ausbilden, die durch unsere Aufrufe neu gewonnen werden konnten“, so Anika Brehme weiter.

Dennoch blickt TKH-Vorstand Hajo Rosenbrock mit Sorgen auf das kommende Jahr: „In der Region gibt es insgesamt zu wenig Schwimmbäder und die der Stadt Hannover werden teilweise saniert. Auch private Anbieter schließen zunehmend ihre Schwimmbecken. Wir müssen also erneut kreativ werden, um Wasserzeiten zu finden, in denen wir Kurse für Vier- bis Achtjährige durchführen können“, so TKH Vorstand Rosenbrock, der um Unterstützung bittet: „Gern gehen wir mit Kommunen oder Badbetreibern ins Gespräch, um Wege zu finden, wie wir neben den regulären Öffnungszeiten Anfängerschwimmkurse beispielsweise im Sommer oder Ferienzeiten kompakt durchführen können“.

Zum Abschluss des Jahres veranstaltet die Schwimmoffensive sowohl am 6. Dezember eine Poolparty samt Abzeichenmöglichkeit ab 15 Uhr in Garbsen als auch freie kostenlose Trainingszeiten am Montag und Dienstag (16./17.12) sowie Donnerstag (21.12.) von 15 bis 17.30 Uhr zum Jahresabschluss im Schwimmbad am Plantenring.

Der Zusammenschluss von Stadt- und Regionssportbund sowie dem Turn-Klubb Hannover hat in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Unterstützende. Die Region hat mit insgesamt 350.000 Euro in 2023 Schwimmkurse der Vereine sowie Schulen gefördert, das Land Niedersachsen hat über die „Startklar“-Fördermittel ebenso maßgeblich unterstützt.

 

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