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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Stadtbahntüren öffnen künftig immer vollständig – Stadtbahn Linie 1 cmm 1© Carl-Marcus Müller

Stadtbahntüren öffnen künftig immer vollständig

21. November 2023/in Region Hannover

Regelung ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember in Kraft, Fokus auf Werktagen

REGION HANNOVER (PM). Es ist ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe im öffentlichen Personennahverkehr. Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden mindestens an Werktagen zwischen 6 und 19 Uhr alle Türen der Straßenbahnen in der Region Hannover automatisch geöffnet, sofern sich mindestens fünf Personen am Bahnsteig befinden. Die Region Hannover passt den mit der ÜSTRA geschlossenen öffentlichen Dienstleistungsauftrag entsprechend an. Damit setzt ÜSTRA die einstimmig am 19. September 2023 von der Regionsversammlung mit breiter politischer Mehrheit beschlossene Maßnahme zum Fahrplanwechsel um.

Im Vorfeld waren immer wieder zahlreiche Vertreter*innen aus verschiedenen Verbänden an Regionsverwaltung, Regionspolitik und ÜSTRA herangetreten, um sich dafür einzusetzen, alle Türen gerade zu Stoßzeiten automatisch zu öffnen. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam in den Dialog getreten sind und dieses sehr konkrete Anliegen nun umsetzen können“, sagt Regionspräsident Steffen Krach. „Zu einem zeitgemäßen und attraktiven ÖPNV gehört auch die Barrierefreiheit. Für die sorgen wir aktuell mit vielen Hochbahnsteigen, aber auch der Einstieg in die Bahn sollte so einfach wie möglich sein“.

Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz ergänzt: „Von der automatischen Öffnung der Türen profitieren nicht nur sehbehinderte Menschen und Mobilitätseingeschränkte, sondern beispielsweise auch Eltern mit Kinderwagen. Die ausgeweitete automatische Öffnung der Türen baut Barrieren weiter ab und macht das Bahnfahren in der Region Hannover noch ein Stück komfortabler.“

Begleitend zu den Maßnahmen wird es eine fortlaufende Evaluation geben, die bis Ende März 2025 angesetzt ist. Ziel der Untersuchung sind weitere Erkenntnisse etwa darüber, wie sich die Türöffnung aus Sicht der Fahrgäste mit Einschränkungen kundenfreundlich und sicher gestalten lässt. Neben technischen Gegebenheiten und Kosten wird auch die Perspektive der Fahrgäste mit Einschränkungen berücksichtigt. Entsprechend werden auch relevante Interessenverbände und betroffene Fahrgäste eingebunden.

Sprinti

Erfolgreiches On-Demand-Projekt: sprinti zum millionsten Mal unterwegs

21. November 2023/in Region Hannover

Von Juni 2021 bis heute erfreut sich das Vorzeige-Projekt wachsender Beliebtheit

REGION HANNOVER (PM). Wenn das kein Grund zum Feiern ist: „sprinti“, das deutschlandweit einmalige Mobilitätsangebot in der Region Hannover, hat sich seit seinem Projektstart zu einer erstklassigen Erfolgsgeschichte entwickelt, deren Zahlen für sich sprechen.

Mit der eine Millionsten Fahrt hat sprinti nun eine beeindruckende Rekordmarke geknackt. Absolviert hat diese ganz besondere Fahrt Patrick Gansauge am 19. November in seinem Haupteinsatzort Springe. Der 51-Jährige fährt seit Oktober 2022 und trägt wie alle Fahrer*innen jeden Tag dazu bei, dass sich sprinti bei den Fahrgästen einer großen Beliebtheit erfreut. Beim Roadshow-Termin in Wunstorf, wo sprinti vom 10. Dezember an den Start geht, wurde Patrick Gansauge von Regionspräsident Steffen Krach und ÜSTRA Vorständin Elke Maria van Zadel für die eine Millionste Fahrt geehrt und mit einem dicken Blumenstrauß begrüßt.

Mit einer Fahrt frühmorgens am 1. Juni 2021 in Sehnde hat alles begonnen. Mittlerweile fährt sprinti in sieben Kommunen in der Region Hannover, am 10. Dezember kommen mit Wunstorf, Neustadt, Barsinghausen, Wennigsen und Pattensen fünf weitere dazu: Mit dann zwölf Kommunen im Umland Hannovers – der kompletten Tarifzone C des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) – vergrößert sich der potenzielle Nutzerkreis von sprinti dann auf 360.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit als On-Demand-Verkehrsangebot nicht nur in der Region ein Vorzeigeprojekt, sondern auch deutschlandweit die Nummer 1.

Steffen Krach, Regionspräsident: „Man kann nicht oft genug betonen, was wir hier in der Region für ein herausragendes Leuchtturmprojekt haben. Wie der sprinti hier in kurzer Zeit angenommen wird, ist herausragend. Das zeigt, dass die Menschen in der Region durchaus bereit sind, auch mal das Auto stehen zu lassen – wenn nur die Alternativen attraktiv genug sind.“  Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region und GVH-Geschäftsführer: „Die Jubiläumsfahrt trifft voll in unsere Ausbau-Offensive. In wenigen Tagen haben wir mehr als die Hälfte der Regionskommunen an das sprinti-Netz angeschlossen, sodass die Zahlen weiter steigen werden. Wir haben dann einen potenziellen Nutzer*innenkreis von 360.000 Menschen. Sprinti ist ein wichtiger Baustein in unserem Aktionsplan Verkehrswende.“

Elke Maria van Zadel, Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA: „Eine Million sprinti-Fahrten – das ist eine eindrucksvolle Zahl, die wir uns alle beim Projektstart im Juni vor zwei Jahren nur schwer vorstellen konnten. Das Fahrtvolumen hat sich nach dem Start in den drei Testkommunen Sehnde, Wedemark und Springe dank der Beliebtheit von sprinti schnell vervielfacht. Wenn im Dezember die GVH-Tarifzone C in der Region Hannover von dem innovativen On-Demand-Angebot komplett abgedeckt sein wird, dürfen wir von der nächsten Million träumen.“

Chris Snyder, CEO von Via in Europa: „Die eine Millionste Fahrt von sprinti verdeutlicht, wie sich On-Demand-Verkehre zur einer vierten Säule des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland entwickelt haben. Mit dem Erreichen dieses wichtigen Meilensteins sind wir stolz darauf, unsere Zusammenarbeit mit der Region Hannover und der ÜSTRA fortzusetzen, um noch mehr Menschen in der Region den Zugang zu technologiegestützten öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.“

Seit August ist die ÜSTRA im Auftrag der Region Betreiberin von sprinti und verantwortet und koordiniert die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Via Mobility DE GmbH aus Berlin, der als Bestandsdienstleister von Beginn an dabei ist. Die ÜSTRA selbst setzt ab Dezember Minibusse mit jeweils 18 Sitzen ein, die stärker nachgefragte Bediengebiete wie zum Beispiel an S-Bahn-Stationen unterstützen sollen.

Wasserrettungseinsatz

Leblose Person durch Feuerwehr aus dem Kanal geborgen

21. November 2023/in Region Hannover

Wasserrettungseinsatz der Feuerwehr Sehnde und Rethmar

SEHNDE (PM). Gegen 15:45 Uhr am heutigen Dienstag, 21. November ging bei der Regionsleitstelle Hannover die Meldung über eine leblose Person im Mittellandkanal zwischen Sehnde und Rethmar ein.

Umgehend wurden die Ortsfeuerwehren Rethmar und Sehnde, die Tauchergruppen Sehnde, Lehrte und Burgdorf sowie der Rettungsdienst alarmiert.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle war die Wasserschutzpolizei bereits vor Ort und hatte eine leblose Person im Uferbereich gesichert. Mit Hilfe einer Steckleiter konnten die Feuerwehrkräfte diese Person aus dem Wasser bergen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben. Über die Ursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Rethmar und Sehnde sowie der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen. Die Tauchergruppen aus Burgdorf und Lehrte konnten die Einsatzfahrt abbrechen.

Gewalt gegen Frauen / Orange Day

Region Hannover setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

17. November 2023/in Region Hannover

Von Fahrradregistrierung bis Podiumsdiskussion: Hannover gegen häusliche Gewalt

REGION HANNOVER (red). Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November organisiert die Region Hannover eine Reihe von Aktionen, um auf das anhaltende Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und Präventionsarbeit zu leisten.

Die Region Hannover nimmt den Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen zum Anlass, um das Bewusstsein für Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen zu stärken. Eine der geplanten Aktionen ist die kostenlose polizeiliche Registrierung von Fahrrädern am Freitag, 24. November, zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Parkplatz der Region in der Hildesheimer Straße 18. Jedes registrierte Fahrrad erhält einen pinken Sattelschoner mit der Nummer des bundesweiten Hilfetelefons 116016. Die Aktion ist Teil des Projekts „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ und soll auf das Angebot des Hilfetelefons aufmerksam machen.

Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, betont die Bedeutung dieser Aktion: „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Mit den Fahrradsattelschonern tragen wir die Telefonnummer des Hilfetelefons in die ganze Region, um auf die verfügbare Hilfe hinzuweisen.“

Am Donnerstag, 23. November, unterstützt die Region Hannover zudem eine Podiumsdiskussion der Soroptimistinnen Clubs zum Thema „Orange Days 2023: Read the Signs“. Die Diskussion, die von 18 bis 19.30 Uhr im Aufhof stattfindet, konzentriert sich auf die Prävention von sexualisierter Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen. Der Eintritt ist frei.

Darüber hinaus wird am Samstag, 25. November, das Haus der Region mit seinem gläsernen Fahrstuhl in orange beleuchtet, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen.

Die Bedeutung dieser Aktionen wird durch die aktuellen Statistiken zur häuslichen Gewalt in der Region Hannover unterstrichen. Im Jahr 2022 verzeichneten die Beratungs- und Interventionsstellen gegen Gewalt (BISS-Verbünde) aus Stadt und Region Hannover einen Anstieg der gemeldeten Fälle um 326 auf insgesamt 5.314, mit 4.569 mitbetroffenen Kindern. In mehr als der Hälfte der betreuten Kommunen stiegen die Fallzahlen an, teilweise sogar um über 30 Prozent.

Fahrradfreundlich

Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber in der Region

16. November 2023/in Region Hannover

Ein Verein und zwei Unternehmen sind „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber*innen“ in der Region Hannover 2023

HANNOVER (PM). Ein Verein und zwei Unternehmen haben den Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber*innen 2023“ in der Region Hannover jeweils in ihrer Kategorie gewonnen: die Steuerkanzlei Katz (Isernhagen), der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. (Laatzen), sowie die Wertgarantie Group (Hannover).

Die Betriebe überzeugten zum Beispiel mit einem Fahrradaktionstag inklusive Sicherheitscheck und Reparaturen, mit dem Angebot eines privaten E-Bikes auf Firmenkosten oder mit der Übernahme von Reparaturkosten, um das Fahrrad unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ im Sinne der Umweltfreundlichkeit möglichst lange zu nutzen. Als „Newcomer des Jahres“ wurden das Reisebüro Schiller GmbH (Wedemark), das Institut für Integrierte Produktion gGmbH (Hannover) und die Medizinische Hochschule Hannover (Hannover) mit einem Preisgeld bedacht.

Schirmherr Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover, und Christian Peters, Fachbereichsleiter Wirtschaft der Landeshauptstadt Hannover in Vertretung von Schirmherrin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel, haben heute (15. November) „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber*innen der Region Hannover“ ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden 23 weitere teilnehmende Institutionen geehrt.

„Viele Unternehmen und Organisationen beteiligen sich sehr aktiv und überaus kreativ daran, die Mobilität mit Blick auf das Ziel Klimaneutralität immer nachhaltiger zu machen. Das zeigte auch der diesjährige Wettbewerb erneut. Und das unternehmerische Engagement fällt auf fruchtbaren Boden, denn viele Beschäftigte greifen diese Anreize auf und überlegen auch immer häufiger, wie sie im privaten Bereich das Fahrrad öfter einsetzen. Das freut uns sehr und ist genau die Absicht, die wir mit diesem Wettbewerb verfolgen“, sagte Christian Peters.

Ulf-Birger Franz ergänzte: „In den letzten Jahren hat das Fahrrad im Mobilitätsmix weiter an Bedeutung gewonnen. Damit es ganzjährig als umweltschonendes und sicheres Fortbewegungsmittel genutzt werden kann, investiert die Region Hannover als Beitrag zur Verkehrswende weiter in den Ausbau des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr“, so der Verkehrsdezernent der Region Hannover: „Schön, dass so viele Arbeitgeber*innen ihre Beschäftigten zum Radfahren motivieren. Gerade in Kombination mit unserem tollen ÖPNV-Angebot gewinnt das Fahrrad immer mehr an Attraktivität in der Region.“

Eine Fach-Jury hat die Bewerbungen bewertet und die siegreichen Betriebe ermittelt. Der Jury gehörten neben Schirmherrin, Schirmherr und dem Kooperationspartner Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC Stadt Hannover e.V.) auch Vertreter*innen der Kreishandwerkerschaft Hannover, Industrie- und Handelskammer Hannover, Pro Hannover Region, sowie der IG Metall Hannover an. Moderiert und operativ begleitet wurde der Wettbewerb erneut durch Dieter Brübach vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.).

26 ausgezeichnete Unternehmen und Institutionen

An dem Wettbewerb konnten sich Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen aus Hannover und den anderen 20 Regionskommunen beteiligen, die ihre Mitarbeiter*innen dabei unterstützen, mehr mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. 26 Unternehmen und Institutionen erhielten eine Urkunde und ein Schild für den Eingangsbereich: 20 Betriebe als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“, die drei Erstplatzierten als „Sieger“. Schließlich gibt es noch die Schilder „Bester Newcomer“ in der jeweiligen Kategorie. Die drei Sieger bekamen zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von je 800 Euro, die „besten Newcomer“ erhielten 500 Euro. Der unternehmerische Einsatz für den Radverkehr wurde in folgenden Kriterien bewertet: Infrastruktur für das Radfahren, Grundsätze und Organisation der Fahrradbeförderung, Motivation der Mitarbeiter*innen, Angebot und Service, Information und Kommunikation sowie sonstige Aktivitäten.

Wettbewerb seit zehn Jahren für die gesamte Region ausgelobt

Der Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber*innen“ gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr in und um Hannover erhöht werden soll. Region und Landeshauptstadt Hannover haben sich mit dem Verkehrsentwicklungsplan (VEP 2035+) und dem Masterplan Mobilität 2025 das gemeinsame Ziel gesetzt, eine Minderung der verkehrsbedingten Kohlendioxid-Emissionen der Bewohner*innen in der Region Hannover zu erreichen. 2025 werden Stadt und Region Hannover erneut zu diesem Wettbewerb einladen.

Den Wettbewerb „Fahrradfreundlichste Arbeitgeber*innen“ loben Landeshauptstadt und Region Hannover seit zehn Jahren gemeinsam alle zwei Jahre aus. Im laufenden Jahr fand er in dieser Form zum sechsten Mal statt: nach 2013, 2015, 2017, 2019 und 2021. Zuvor hatte die Stadt Hannover im Jahr 2009 erstmals diesen Preis ausgelobt, um engagierte und kreative Unternehmen im Sinne der Förderung des Radverkehrs zu prämieren. Die Bewerbungen werden in Gruppen nach Anzahl der Mitarbeitenden im Unternehmen untergliedert.

Die siegreichen Unternehmen und Institutionen im Überblick:

  • „Große Betriebe“ (ab 250 Beschäftigte): WERTGARANTIE Group, Hannover
  • „Mittelgroße Betriebe“ (50 bis 249 Mitarbeitende): ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Laatzen
  • „Kleine Betriebe“ (5 bis 49 Beschäftigte): Steuerkanzlei Katz, Isernhagen

Newcomer des Jahres:

  • Medizinische Hochschule Hannover („große Betriebe“)
  • IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH, Hannover („mittelgroße Betriebe“)
  • Reisebüro Schiller GmbH, Wedemark („kleine Betriebe“)
Tauchergruppe Feuerwehr Sehnde

Verstärkung für die Tauchergruppe der Ortsfeuerwehr Sehnde

16. November 2023/in Region Hannover

Ein Taucher und eine Taucherin verstärken die Tauchgruppe

SEHNDE (PM). Es gibt Verstärkung für die Tauchergruppe der Ortsfeuerwehr Sehnde. Ein Kamerad aus Dolgen und eine Kameradin aus Sehnde absolvierten erfolgreich die Taucherprüfung der Stufe 1.

Am Montag, dem 13.11.2023, stand nach einem Jahr Vorbereitung für die zwei Mitglieder der Stadtfeuerwehr Sehnde die praktische Tauchprüfung der Stufe 1 an. Martina Steiner und Jürgen Haase haben im letzten Jahr alle Voraussetzungen erfüllt, um nun die praktische Prüfung ablegen zu können. Hierzu gehören neben einer abgeschlossenen Truppmann 1 Ausbildung und dem Mindestalter von 18 Jahren auch ein Erste-Hilfe-Kurs, ein Rettungsschwimmer, eine gültige Eignungsuntersuchung G31 und 25 absolvierte Stufe 1 Tauchgänge, dies sind Tauchgänge ohne Gewässerspezifische Gefahren mit einer Tiefe von bis zu 10 Metern Tiefe. Zusätzlich musste an Theorieunterricht teilgenommen werden, eine Theorieprüfung und einen Aufsatz geschrieben werden.

Um 16 Uhr wurde an einem Teich zwischen Rethmar und Lehrte unter Aufsicht von Christian Löhr, Leiter der Tauchgruppe der Ortsfeuerwehr Sehnde, und Florian Kowarsch aus der Ortsfeuerwehr Lehrte die praktische Tauchprüfung abgenommen.

Vor Ort wurden die beiden Kameraden in die angenommene Lage eingewiesen. Es galt als Amtshilfe für die Polizei einen versenkten Gegenstand aus dem Teich zu bergen. Wo dieser genau im Teich liegt, war nicht bekannt.

Löhr und Kowarsch bewerteten anhand eines Erwartungshorizonts die Punkte Ausrüstung, Gerätecheck, Tauchgangvorbereitung, Tauchgang und Notfallmanagement. Als erstes galt es für die zwei zu prüfenden Kameraden alle Fehler am Tauchgerät zu finden und zu beheben, hiernach wurde der Ablauf des Tauchganges durchgesprochen. Jeder musste einmal Sichern und einmal Tauchen. Vor Beginn des Tauchganges wurden noch kurz die Signale durchgesprochen. Unter Wasser kommunizieren Taucher und Signalmann über Zugsignale einer Leine, die am Taucher befestigt ist.

Nach Abschluss des Tauchganges stand nur noch der letzte Punkt, Notfallmanagement, auf dem Plan. Hierzu musste das richtige Vorgehen bei der Ersten Hilfe nach einem Tauchunfall gezeigt werden.

Löhr und Kowarsch zeigten sich zufrieden, beiden Kameraden hätten eine gute Leistung gezeigt, die Erwartungen erfüllt, somit die Prüfung bestanden und können nun auf Einsätzen der Tauchergruppe eingesetzt werden.

Brennender LKW auf A352 – Brennender LKW Wedemark ff

Brennender LKW auf A352

8. November 2023/in Region Hannover

LKW wird mit Löschschaum gelöscht

WEDEMARK (PM/cmm). Am heutigen Dienstag gegen 17:20 Uhr wurden die Feuerwehren aus Gailhof, Meitze, Mellendorf und Wennebostel zu einem brennenden LKW auf die A352 zwischen Mellendorf und Kaltenweide alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte auf dem Parkplatz Bissendorf-West stand ein 7,5 to LKW bereits in Vollbrand. Durch den Einsatz von mehreren Atemschutztrupps und Löschschaum konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

Im Einsatz waren 36 Einsatzkräfte und 6 Fahrzeuge der Feuerwehr. Gegen 19:30 Uhr konnten die letzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen.

Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073213

Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen

7. November 2023/in Region Hannover

Löschwasserversorgung gestaltet sich schwierig

WENNIGSEN (red). Ein Großbrand in Wennigsen hält rund 170 Feuerwehrleute in Atem. In der alten Polizeischule der Stadt brach ein Feuer aus, das die Turnhalle völlig zerstörte, welche daraufhin einstürzte. Die Flammen griffen zudem auf die Zwischendecke des Verbindungsbereichs zum Hauptgebäude über, wie der Pressesprecher der Feuerwehr, Tobias Gröger, am Dienstagvormittag mitteilte.

Die oberste Priorität bestand darin, die Ausbreitung des Brandes auf das Hauptgebäude zu verhindern. Glücklicherweise gab es bislang keine Verletzten. Das Gebäude steht seit über 10 Jahren leer.

Der Pressesprecher erklärte, dass die Feuerwehrleute das Dach des Verbindungsbereichs geöffnet hatten, um mögliche Brandnester zu finden. Ein Teil der Zwischendecke ist eingestürzt und das Feuer frisst sich weiter in Richtung der anderen Gebäudeteile. Man erwartet, dass der Brand bis zur Dunkelheit nicht gelöscht sein würde.

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, erhielten die Einsatzkräfte Unterstützung von Landwirten sowie auch Wasserwerfer der Polizei und Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr. Zuvor hatte der Feuerwehrsprecher darauf hingewiesen, dass die Wasserversorgung eine Herausforderung darstellte, weshalb ein Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen eingerichtet wurde. Die Berufsfeuerwehr Hannover leistete ebenfalls Hilfe, indem sie Löschfahrzeuge einsetzte, darunter eine sogenannte Teleskopmastbühne, der in einer Höhe von 54 Metern das Dach ablöschen konnte. Ebenfalls kam ein Großraum-Tanklöschfahrzeug mit 10.000 Liter der BF Hannover zu Einsatz

Die Turnhalle stand bereits seit den frühen Morgenstunden kurz vor 5:00 Uhr des Dienstags in Flammen, und der Feuerschein war bereits bei der Anfahrt der Rettungskräfte weithin sichtbar. Dieses führte auch zur Auslösung der Alarmstufe B3. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind die genaue Brandursache und die Höhe des entstandenen Schadens bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen werden erst nach dem vollständigen Löschen des Brandes eingeleitet.

Am Dienstagmorgen gegen kurz vor 8:00 Uhr wurde über die Warn-App Nina und  KatWARN eine Warnung an die Bewohner von Wennigsen sowie den Ortsteilen Wennigser Mark und Degersen herausgegeben. Darin wurden die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer wurden gebeten, das betroffene Gebiet weiträumig zu umfahren.

Nach aktuellen Informationen des Pressesprechers dauern die Löscharbeiten immer noch an, da er Brand bisher nicht unter Kontrolle ist. Die Freiwilligen Feuerwehren Degersen, Wennigsen und Mark übernehmen ab 19:30 Uhr die Ablösung eines Teils der vor Ort befindlichen Feuerwehrkräfte.

Inzwischen wurde die Zwischendecke zum Teil mit Löschschaum geflutet, was teilweise zur Brandeindämmung führte. Weiterhin sind aber immer noch viele Glutnester in der Zwischendecke. Der Gerätewagen Küche der Region versorgt die Einsatzkräfte. Die Schnelleinsatzgruppe des Arbeiter-Samariter-Bunds hat Räume zum Aufwärmen der Feuerwehrleute eingerichtet.

Um 19:15 Uhr wurde durch die Warn-App KatWARN die Warnung für die angrenzenden Ortsteile vor Rauchentwicklung aufgehoben.

Gegen 23:00 Uhr waren 130 Kräfte, davon 87 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wennigsen, Barsinghausen, Springe, 18 HelferInnen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) für Verpflegung, 18 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) Fachgruppe Räumen / Licht sowie 7 Einsatzkräfte der Regionsfeuerwehr (ELW2 / Drohne / Logistik).

In der Einsatzspitze waren laut Pressesprecher rund 250 Einsatzkräfte, alle Ortswehren aus Wennigsen, Egestorf, Kirchdorf, Barsinghausen, Leveste, Redderse, Lemmie, Bennigsen, Springe, Gehrden, Regionsfeuerwehr (FTZ / ELW2), THW, Retungsdienst, Polizei und Versorger im Einsatz.

Das THW wird mit der FG (Fachgruppe) Räumen und Bergen die Wände der alten Turnhalle im Laufe des heutigen Tages einreißen. Die Verpflegung vor Ort wird seitens des ASB übernommen. Es kam in der Nacht immer wieder zum Aufflackern von Glutnestern und Nachlöscharbeiten.

Im Laufe der Löscharbeiten kam es zu einem ungeklärten Schaden an der Hauptwasserleitung an der Egestorfer Straße auf eine Länge von 50 Metern. Die Egestorfer Straße ist in Höhe der ehemaligen Polizeischule deshalb nur einseitige befahrbar wegen entstandener Absackungen im Fahrbahnbereich.

Am heutigen Mittwoch (07.11.2023) vermeldete dann der Pressesprecher der Feuerwehr, dass alle Glutnester abgelöscht wären und somit „Feuer aus“ gegeben werden kann. Gegen Mittag hat auch das THW seine Abbrucharbeiten beendet. Somit ist der Großeinsatz nach rund 31 Stunden abgeschlossen.

  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073215
    Großbrand in der alten Polizeischule in Wennigsen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073217
    Löschangriff von mehreren Seiten auf die brennende Turnhalle © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073220
    Die Feuerwehr versucht mit einer Riegelstellung die Brandausweitung zu verhindern. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073223
    Das Hallendach der Turnhalle brach komplett ein © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073226
    Großbrand in der alten Polizeischule in Wennigsen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Sachschaden
    Großbrand in der alten Polizeischule in Wennigsen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073240
    Wasserabgabe für die Drehleiter © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073244
    Über den Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Ronnenberg wird der gesamte Brandeinsatz koordiniert © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073253
    Im Pendelverkehr bringen Tanklöschfahrzeuge das vor Ort benötigte Löschwasser an die Einsatzstelle © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Wennigsen: Alte Polizeischule in Flammen – BGPress 1073257
    Von mehreren Seiten wird versucht, eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Fahrradturm

Fahrradturm in Wunstorf ist eingeweiht

3. November 2023/in Region Hannover

244 sichere, kostenlose, trockene Stellplätze

REGION HANNOVER (PM/red). Er ragt zwölf Meter in die Höhe und ist schon jetzt eine Art neues Wahrzeichen der Stadt Wunstorf: der Fahrradturm am Bahnhof. Nach anderthalb Jahren Bauzeit und mehreren Monaten Probebetrieb haben Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, und Wunstorfs Bürgermeister Carsten Piellusch den Turm gestern offiziell in Betrieb genommen.

Das automatische Fahrradparkhaus ist ein Baustein des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) 2035 +: Die Region Hannover hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. „In Wunstorf ist ein Leuchtturm der Verkehrswende entstanden – im wahrsten Sinne des Wortes. Das automatische Fahrradparkhaus ist ein weiterer wichtiger Infrastruktur-Baustein der Stärkung des Radverkehrs in der Region Hannover und bislang einmalig in ganz Norddeutschland“, sagt Ulf-Birger Franz. „Die Einwohner*innen Wunstorfs können ab sofort ihre Zweiräder bequem und kostenlos am Bahnhof parken und in die Bahn steigen“, so Franz weiter – die Räder sind in der Zeit vor Diebstahl, Vandalismus und Wettereinflüssen geschützt.

„In Wunstorf begrüßen wir Bike+Ride ausdrücklich und arbeiten als Verwaltung gemeinsam mit der Politik an dem Ziel einer fahrradfreundlichen Stadt“, erklärt Bürgermeister Carsten Piellusch. „Am Bahnhof heißt dies konkret: Es sind neben den zwei innovativen Fahrradtürmen mit 244 Stellplätzen auch weitere 294 Fahrradparkplätze entstanden beziehungsweise werden demnächst fertiggestellt. Insgesamt gibt es mit den neuen Abstellmöglichkeiten rund 1.200 Fahrradabstellplätze am Bahnhof in Wunstorf. Damit stehen sichere und moderne Fahrradabstellanlagen zur Verfügung. Ich bin zuversichtlich, dass diese gut angenommen werden. Bei weitergehenden Bedarfen bin ich gerne bereit, den nächsten Schritt zu gehen und weitere zu schaffen.“

Wunstorf ist nach dem hannoverschen Hauptbahnhof der am stärksten von Pendler*innen genutzte Bahnhof in der Region Hannover. Auch nichtmotorisierte Nutzer*innen haben hier in der Vergangenheit stets um Platz für ihre Gefährte konkurriert. Das hat nun ein Ende: 244 Stellplätze bieten die zwei nebeneinander aufragende Türme am Bahnhof, die auf acht Ebenen jeweils 122 Räder sicher, kostenlos, bequem und wettergeschützt unterbringen. Auch das Equipment am Rad wie Satteltasche, Kindersitz oder Fahrradkorb kann am Fahrrad bleiben. Durch Schließfächer mit Steckdosen können Akkus von E-Bikes geladen werden. Der digitale Zugang per App ermöglicht die spontane Nutzung: der Fahrradturm ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr zugänglich. Das Parken ist sofort nach einer simplen Registrierung möglich. Mit dieser können auch weitere elektronische Abstellanlagen in der Region in Pattensen, Langenhagen und seit neustem auch Dollbergen genutzt werden. Die Region rüstet sukzessive weitere Abstellanlagen mit dem elektronischen Zugangssystem aus. Seit August ist der Turm für eine Testphase bereits in Betrieb: Interessierte Nutzer*innen konnten sich bei der Stadt Wunstorf melden und es wurden sukzessive immer mehr Tester*innen in den Ablauf integriert. Zuletzt waren 80 Personen involviert, mit insgesamt etwa 400 Buchungen allein im vergangenen Monat.

Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat die Anlage mit 500.000 Euro gefördert, das Niedersächsische Umweltministerium mit weiteren 149.702 Euro. Die Region Hannover übergibt die Anlage nun der Stadt Wunstorf, eine Vereinbarung beider Kommunen regelt die Kostenteilung über die ersten fünf Jahre der Nutzung und den langfristigen Betrieb.

Die Technik im Inneren garantiert ein unkompliziertes Abstellen und Parken: Am Fahrradturm gibt es zwei Tore, an denen die Räder der Maschine im Inneren der Türme übergeben werden. Dazu gibt der/die Nutzer*in in der App den Befehl „Fahrrad hinein“ und stellt das Fahrrad ebenerdig in eine Schiene. Die Tür des Fahrradturms öffnet sich einen Spalt und hält das Fahrrad sanft fest, sobald man es ein Stück hineinschiebt. Jetzt wird am Monitor des Turms die vierstellige, individuelle PIN eingegeben. Das Vorderrad wird vom Hubschlitten gefasst und in das Regalsystem eingezogen. Währenddessen überprüfen Lichtschranken die Höhe, Breite und Länge des Fahrrads, Waagen checken das Gewicht. Passt alles, wird das Tor automatisch geschlossen und das Rad ist sicher verwahrt. Hinter verschlossenen Toren wird das Fahrrad automatisch im Regalsystem eingelagert, der Hubschlitten erreicht dabei Geschwindigkeiten vom 2,5 Metern pro Sekunde.

 

Feuerwehr und Rettungsdienst üben in Bredenbeck – BGPress 1073154

Feuerwehr und Rettungsdienst üben in Bredenbeck

1. November 2023/in Region Hannover

Sieben Kinder müssen gefunden werden – Feuerwehr und Rettungsdienst üben Hand in Hand

WENNIGSEN (PM/red). Am Montag, den 30. Oktober 2023 wurde die Feuerwehr Bredenbeck um 16:36 Uhr in die Schulstraße zu einem vermeidlichen Gebüsch Brand gerufen mit dem Alarmstichwort B1.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es sich um ein Feuer im Erdgeschoss eines leer stehenden Gebäudes handelte. Bei der Erkundung der Einsatzstelle sind die Einsatzkräfte auf Hilferufe im Dachgeschoss aufmerksam geworden. Dort befanden sich vier Kinder, die vom Rauch eingeschlossen und allesamt unterschiedlich schwer verletzt waren. Die Kinder berichteten, dass ihre Gruppe zu Beginn aus sieben Personen bestand, sie zu den anderen allerdings keinen Kontakt haben.

Mit dieser Information erhöhte der Einsatzleiter Michael Hirt die Alarmstufe auf „B2“ und löste parallel für den Rettungsdienst die Alarmstufe MANV10 (Massenanfall von Verletzten bis 10) aus. Inzwischen war bereits ein Trupp unter Atemschutz im Gebäude und suchte nach den vermissten Kindern. Aus den Nachbarorten rückten die Feuerwehren Holtensen, Evestorf sowie Wennigsen an.

Gemäß der MANV10 Lage rückte auch ein Großaufgebot an Einsatzkräften des Rettungsdienstes, sowie der Leitende Notarzt, der Fachberater-SAN und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes an. In der Schulstraße wurde die Patientenversorgung durch den Rettungsdienst eingerichtet.

Feuerwehr und Rettungsdienst üben in Bredenbeck – Verletztenablage RDi ff Wennigsen

Die Verletztenablage für den Rettungsdienst in der Schulstraße © Feuerwehr Wennigsen

Die Feuerwehr hatte bereits zwei mittelschwer verletzte Kinder aus dem Dachgeschoss über tragbare Leitern gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Bei beiden wurde eine leichte Rauchgasvergiftung und leichte Verbrennungen festgestellt.

Zwei weitere Trupps unter Atemschutz haben dann zwei schwerverletzte Kinder aus dem Obergeschoß und ein Kind aus dem Erdgeschoss gerettet. Die Verletzten wurden zur medizinischen Versorgung an den Rettungsdienst übergeben. Es wurden schwere Rauchgasvergiftungen sowie großflächige Verbrennungen festgestellt. Aus diesem Grund war ein Transport in eine Spezialklinik, welche über eine Verbrennungsstation verfügt, notwendig. Weitere Kinder wurden nicht im Gebäude gefunden. Auch das Grundstück wurde nach weiteren Personen abgesucht.

Im Anschluss zeigte sich Übungsleiter Michael Hirt äußerst zufrieden mit dem reibungslosen Zusammenspiel aller beteiligten Rettungskräfte und lobte die hervorragende Koordination am Einsatzort. Diese Übung diente dazu, die Fähigkeiten und das Zusammenspiel der Rettungskräfte zu stärken, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Insgesamt waren vier Feuerwehren mit 56 Kräften, sowie der Rettungsdienst mit 25 Kräften vor Ort im Einsatz. Die Feuerwehr Bredenbeck bittet die Anwohner des Übungsortes für die Verkehrseinschränkungen während der Übung um Entschuldigung. Nur so konnte uneingeschränkt gewährleistet werden, dass die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an- und abfahren konnten. Des Weiteren gilt der Dank der Feuerwehr an das Architekten Büro Meyer aus Wennigsen, welche das Objekt zur Verfügung gestellt hat, um diese realistische Übung durchführen zu können.

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