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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Budget 2024 der Region Hannover umfasst 2,68 Milliarden Euro – Steffen Krach

Budget 2024 der Region Hannover umfasst 2,68 Milliarden Euro

19. September 2023/in Region Hannover

Zukunftsinvestitionen in ÖPNV und Gesundheit, Defizit deutlich reduziert

REGION HANNOVER (PM). Die Region Hannover steht vor der schwierigen Aufgabe, sich in einem unsicheren Umfeld und mit knappen finanziellen Mitteln für die Zukunft aufzustellen – das machten Regionspräsident Steffen Krach und Finanzdezernentin Cordula Drautz im Rahmen der Haushaltseinbringung in der heutigen Regionsversammlung deutlich.

Die Regionsverwaltung plant bei einem Budget von rund 2,68 Milliarden Euro mit einem Defizit von rund 35 Millionen Euro. Trotz weiterhin roter Zahlen eine deutliche Verbesserung: In der Planung für das laufende Jahr hatte das Minus noch bei 144 Millionen Euro gelegen.

Auf eine Anhebung der Regionsumlage verzichtet die Region Hannover erneut, die Hebesätze bleiben auch 2024 stabil. „Die Kommunen stehen vor den gleichen finanziellen Herausforderungen wie wir. In dieser schwierigen Situation stehen wir an der Seite unserer Städte und Gemeinden“, stellte der Krach klar. Die Region müsse weiterhin verantwortungsbewusst mit den knappen Mitteln planen.

„Von diesem Haushaltsentwurf geht vor allem eine Botschaft aus: Wir gestalten Zukunft sozial“, erklärte der Regionspräsident. Überall dort, wo es um sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft gehe, wolle die Region weiterhin investieren. So sei ein bezahlbarer, gut ausgebauter Nahverkehr unverzichtbar. „Wir arbeiten daran, die Kommune mit dem besten ÖPNV in Deutschland zu werden.“ Als Beispiele nannte Krach das 365-Euro-Ticket, die Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen und die Erweiterung des On-Demand-Angebots sprinti. Auch bei der Förderung von Kindern wolle die Region nicht sparen. Sie seien besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen worden. „Die Zahl der Kinder mit einem überproportionalen Sprachförderbedarf steigt. Gegen diese Entwicklung müssen wir etwas unternehmen.“ Geplant sei eine umfassende Initiative zur Sprachförderung. Auch für die Schwimmoffensive stünden 2024 wieder 350.000 Euro zur Verfügung. Zudem betonte der Regionspräsident die Bedeutung einer guten Gesundheitsversorgung: „Wir planen, das Kapital des Klinikums Region Hannover um weitere 15 Millionen Euro aufzustocken. Das ist notwendig. Die Medizinstrategie führt aber hoffentlich dazu, dass wir dieses Geld zukünftig direkt in die medizinische Versorgung investieren können, statt das Klinikum zu stützen.“ Die Region Hannover setze um, was auf Landes- und Bundesebene noch diskutiert werde.

Die größten Aufwendungen gibt es in den Bereichen Soziales (1.016 Millionen Euro), Teilhabe (451 Millionen Euro) und Verkehr (406 Millionen Euro), gefolgt von Jugend (300 Millionen Euro) und Schulen (108 Millionen Euro). Die geplanten Netto-Investitionen umfassen nach derzeitiger Planung 132 Millionen Euro. Davon entfallen 41 Millionen Euro auf den Verkehrsbereich, 15 Millionen auf die Kapitalzuführung ans Klinikum, 10 Millionen auf den Sozialbereich, jeweils 9 Millionen auf die Schulen und den Zoo sowie 22 Millionen auf die Krankenhausumlage, die die Region Hannover ans Land zahlt.

Budget 2024 der Region Hannover umfasst 2,68 Milliarden Euro – Cordula Drautz

Finanzdezernentin Cordula Drautz © Philipp Westphal

Finanzdezernentin Cordula Drautz ging in ihrer Rede auf die unsicheren Rahmenbedingungen ein: „Die Kommunen stehen zum wiederholten Male vor der Situation, dass wesentliche bundes- und landespolitische Fragen zum Zeitpunkt der Haushaltseinbringung nicht geklärt sind. Das erschwert eine seriöse Finanzplanung.“ So sei noch offen, ob die Einnahmeverluste durch das Deutschlandticket von Bund und Land aufgefangen werden. Auch bei der Erstattung von Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz ziehe das Land sich teilweise zurück. „Gleichzeitig belasten die hohen Kreditzinsen den Regionshaushalt zusätzlich“, berichtete Drautz. Eine Chance sieht die Dezernentin in der Verwaltungsdigitalisierung: „Wir schaffen es schon jetzt nicht mehr, alle offenen Stellen in der Verwaltung zu besetzen. Deswegen setzen wir darauf, konsequent zu digitalisieren und effizienter zu werden.“ Ab Anfang 2024 arbeite die gesamte Verwaltung mit der elektronischen Akte. Damit sei die Grundvoraussetzung für eine vollständige Digitalisierung aller Arbeitsabläufe geschaffen.

Auch wenn sich das Defizit verringert hat: Nach den vorgelegten Planzahlen muss die Region auch für 2024 ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen. „Dazu sind wir verpflichtet, weil wir in der Mittelfristplanung bis 2027 weiterhin keinen Haushaltsausgleich erreichen“, erklärte Drautz. „Ich bin optimistisch, dass wir das im aktuellen Haushaltssicherungskonzept festgelegte Konsolidierungsziel von 107,3 Millionen Euro bereits in diesem Jahr erreichen. Wir werden deshalb für 2024 ein neues Konzept mit einem reduzierten finanziellen Rahmen zur Beschlussfassung im Dezember vorlegen.“ Die inhaltlichen Ansatzpunkte blieben aber weitgehend gleich. „Organisationsuntersuchungen, die Digitalisierung oder eine Konsolidierung unserer Beteiligungsunternehmen schafft man nicht in einem Jahr. Wir haben uns erfolgreich auf den Weg gemacht und werden ihn in den nächsten Jahren konsequent weitergehen.“

Schiff sinkt auf Mittellandkanal zwischen Haimar und Mehrum – Schiff sinkt im MLK

Schiff sinkt auf Mittellandkanal zwischen Haimar und Mehrum

13. September 2023/in Region Hannover

Feuerwehr legt Ölsperren aus

HAIMAR (PM). Am heutigen Mittwochvormittag kam es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall auf dem Mittellandkanal zwischen Haimar und Mehrum (LK Peine). Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Auf dem Mittellandkanal zwischen der Sehnder Ortschaft Haimar und der Ortschaft Mehrum in der Gemeinde Hohenhameln kam es zu einem Unfall eines Schiffs. Aus noch ungeklärter Ursache hatte dieses leckgeschlagen und drohte zu sinken. Gegen 08:00 Uhr wurden deshalb bereits die Ortsfeuerwehren Mehrum und Hohenhameln alarmiert und versuchten umgehend den betroffenen Bereich mit Tauchpumpen zu entlasten. Da jedoch mehr Wasser nachlief als die Pumpen hinausfördern konnten, konnte ein Sinken des Schiffs nicht verhindert werden. Des Weiteren wurden bereits erste Ölsperren auf dem Kanal verlegt.

Aufgrund des größer werdenden Ausmaßes ließ der Einsatzleiter über die Regionsleitstelle Hannover weitere Kräfte nachalarmieren. Gegen 09:55 Uhr wurden so die Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar und Sehnde sowie die Tauchergruppen aus Sehnde, Lehrte und Burgdorf alarmiert. Mit Hilfe dreier Feuerwehrboote wurden weitere Ölsperren zu Wasser gebracht und so konnte ein größerer Umweltschaden verhindert werden.

Mehrere Feuerwehrtaucher sicherten zudem die Arbeiten am und auf dem Gewässer ab. Im Anschluss übernahmen eine Fachfirma sowie ein Havariekommissar die weiteren Bergungsarbeiten und die Maßnahmen der Feuerwehr konnten gegen 15:00 Uhr beendet werden.

Der Mittellandkanal ist bis auf Weiteres gesperrt. Zur Unfallursache und Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar und Sehnde aus dem Stadtgebiet Sehnde, die Tauchergruppen Sehnde, Lehrte und Burgdorf sowie die Ortsfeuerwehren Mehrum und Hohenhameln aus der Gemeinde Hohenhameln, Landkreis Peine, mit insgesamt rund 65 Einsatzkräften. Außerdem war der Rettungsdienst, dass Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, die Wasserschutzpolizei und die untere Wasserbehörde vor Ort.

Toter Kellerbrand

Ein Toter bei Kellerbrand in Arnum

13. September 2023/in Region Hannover

Bewohner erliegt schweren Brandverletzungen

ARNUM (PM/red). Am Dienstagmittag gegen 14:21 Uhr alarmierten die Nachbarn eines Einfamilienhauses in der Straße „Im Bergfeld“ die Feuerwehr. Da die Bewohner des betroffenen Hauses die Tür nicht öffneten, jedoch noch vermutet wurde, dass diese sich noch zuhause befanden, wurden die Feuerwehren Arnum, Harkenbleck, Hiddesdorf/Ohlendorf und Hemmingen Westerfeld mit dem Alarmstichwort Brand 2 alarmiert.

Die zuerst eintreffenden Arnumer Kräfte verschaffen sich zutritt zum betreffenden Wohnhaus und stellten im Kellerbereich eine Rauchentwicklung fest. Der Gruppenführer des ersten Löschfahrzeugs koordinierte den sofortigen Löschangriff mit zwei C-Rohren, sowie eine umfassende Personensuche in allen Etagen. Aufgrund des dicht bebauten Wohngebiets, wurde das Alarmstichwort vom Einsatzleiter auf Stadtalarm erhört. Dadurch wurden zusätzlich noch die Feuerwehren aus Devese und Wilkenburg in die Straße „Im Bergfeld“ alarmiert.

Im Laufe der ersten Maßnahmen fand ein Trupp im Keller eine verletzte, männliche Person vor. Diese wurde unmittelbar gerettet und sofort vom Notarzt behandelt. Des Weiteren wurde in den oberen Etagen noch eine weitere männliche Person durch die Feuerwehr gefunden, welche das Haus aber selbstständig verlassen konnte. Zwei weibliche Personen hatten das Haus beim Eintreffen der ersten Kräfte eigenständig verlassen. Alle drei Personen, die das Wohnhaus selbstständig verlassen haben, wurden dennoch an der Einsatzstelle rettungsdienstlich untersucht, konnten aber vor Ort entlassen werden.

Da durch den schnellen Eingriff der Feuerwehrkräfte das Feuer schnell gelöscht wurde, bestand für die Bevölkerung und anliegenden Wohnhäuser keine Gefahr.

Im Laufe des Einsatzes traf der zuständige Energieversorger ein und schaltete das Haus stromlos. Die Arnumer Kräfte kontrollierten im Nachgang regelmäßig die Temperaturen in den Decken und Wänden im Kellerbereich. Das betroffene Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Die Stadt Hemmingen kümmerte sich um eine Ersatzunterkunft für die betroffenen Bewohner.

Die Stadtfeuerwehr Hemmingen war mit 10 Fahrzeugen und 52 Einsatzkräften aus 6 Ortsfeuerwehren im Einsatz. Außerdem vor Ort waren Polizei, Rettungsdienst, Energieversorger, Stadtbrandmeister sowie der Brandschutzabschnittsleiter 3. Einsatzende war nach allen Arbeiten von Energieversorger und Polizei um 17:00 Uhr.

Die Polizei teilte zu dem Einsatz Folgendes mit:

Hannover (ots). Infolge eines Brandes in einem Reihenhaus im Hemminger Ortsteil Arnum am Dienstag, 12.09.2023, ist ein Bewohner ums Leben gekommen. Der 46-Jährige erlitt schwerste Brandverletzungen, denen er im Krankenhaus erlag. Weitere Bewohner des Hauses konnten sich vor dem aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochenen Brand rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover war das Feuer am Dienstagnachmittag gegen 14:20 Uhr in der Straße „Am Bergfeld“ gemeldet worden. Die Feuerwehr löschte den in einem Kellerraum ausgebrochenen Brand und holte aus dem Zimmer einen 46-jährigen Mann, der schwerste Brandverletzungen erlitten hatte. Ein Krankenwagen brachte den Mann in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus, wo er verstarb.

Die genaue Todesursache war zunächst unklar. Ebenso unbekannt war auch am Mittwochmorgen, was den Brand ausgelöst hatte. Brandermittler der Polizei Hannover müssen dies nun klären. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an. Die Polizei bezifferte den entstandenen Schaden mit rund 10.000 Euro. Das Haus kann vorerst nicht genutzt werden.

Entdeckertag

Heiß, heißer, Entdeckertag: rund 150.000 Menschen „auf Tour“

10. September 2023/in Region Hannover

Entdeckertag, Gratis-Fahr’n-Tag und verkaufsoffener Sonntag locken nach draußen

REGION HANNOVER (PM). Es war der heißeste Entdeckersonntag seit der Premiere im Jahr 1987: Beim Auftritt der Latino-Cubano-Formation Guacamole Aqui gegen 15 Uhr (10. September) zeigte das Thermometer auf dem Opernplatz in Hannover 28 Grad Celsius an; am Himmel keine Wolke und die Band lieferte auch noch die versprochenen „heißen Rhythmen“.

Doch mit der Aussicht auf die kommenden, gar nicht mehr so spätsommerlichen Temperaturen ließen sich rund 100.000 Menschen in der hannoverschen Innenstadt gerne noch mal auf einen kleinen Tanz oder einen Spaziergang durch die City ein. Wie auch knapp 50.000 Entdecker*innen, die in Hannover oder dem Umland unterwegs waren, um neue Ziele zu entdecken, um neue Erfahrungen mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit Bussen und Bahnen zu machen. Letztere zum Nulltarif: ein weiteres Novum in der Geschichte des Entdeckertages der Region Hannover.

„Der 36. Entdeckertag war ein großer Erfolg. 150.000 Menschen waren in der gesamten Region unterwegs – trotz Hitze. Was mich besonders freut: Gerade die Stationen im Umland wurden gut angenommen. Dazu hat wahrscheinlich auch das Gratis-Fahr‘n mit Bus und Bahn beigetragen. Ich bin überzeugt, dass viele die Region noch einmal von einer anderen Seite kennengelernt haben. Rund herum also ein gelungener Tag, der hoffentlich auch zum Gemeinschaftsgefühl der Menschen in der Region beigetragen hat“, sagte Regionspräsident Steffen Krach als Veranstalter des Entdeckertages.

Das Ausflugsprogramm

Richtig viel zu erleben gab es an den 37 Tourenzielen in der ganzen Region Hannover und in den angrenzenden Landkreisen. Barsinghausen lockte mit einer „Open Stage“ im ASB Bahnhof und dem Besucherbergwerk Klosterstollen. In Garbsen ist mit dem Campus Maschinenbau das größte Hochschulbauprojekt des Landes Niedersachsen entstanden – den die Besucher*innen bei verschiedenen Führungen erleben konnten. Tief versteckt im Wald wartete das Mausoleum in Hemmingen auf junge und alte Entdecker*innen. Lange hat das Bauwerk ein Schattendasein gefristet und ist nun zu einem bedeutenden und geschichtsträchtigen Ort avanciert, den die 150 Besucher*innen neu entdeckten. Rund 300 Gäste schauten dem Anglerverband über die Schultern: Biberstation, Schau-Aquarium und das Riesen-Angelspiel lockten nach Bemerode. „Wir freuen uns über so viel reges Interesse an Hannovers Wasserswelten“, sagte Eva-Maria Cyrus, Sprecherin des Anglerverbandes Niedersachsen e.V.

40 mutige Wanderer konnte auch die heißen Temperaturen nicht abschrecken: sie machten mit bei der XXL-Wanderung von Pattensen durch die Leineaue über Hemmingen und Laatzen. 18 Kilometer – bis auf den Opernplatz in Hannover. „Alle waren begeistert von der grünen Vielfalt der Region“, sagte Rainer Dorau vom Wegeteam Hemmingen nach getaner Arbeit auf der Regionsbühne in der Innenstadt.

Und auch in Hannover war neben dem Entdeckerfest einiges los: rund 600 Gäste haben getestet, was es heißt, ihr Bier selbst zu brauchen. „Die ersten Gäste waren schon vor der Öffnung hier“, sagte Anita Hiller, Vorsitzende der Hobbybrauer Hannover. „Kleine Welt ganz groß“ hieß die Modelleisenbahnausstellung, die knapp 600 kleine und große Gäste lockte. Rund 500 Entdecker*innen besuchten das Taubblindenwerk in Hannover. Lange anstehen mussten die 500 Besucher*innen bei der Roboterfabrik in den Räumen der Leibniz-Universität. Zu den Top-Zielen zählten der Zoo Hannover, das Schulbiologiezentrum und aha, die zusammen alleine fast 10.000 Besucher*innen zählten.

Entdeckerfest in Hannover

Einfach nur im Schatten chillen, das war zumindest am Nachmittag in Hannovers Innenstadt die Option der Stunde; persönlich passende Aktivitäten für alle Jahreszeiten schon am Vormittag auszuprobieren eine andere. So war der südliche Abschnitt der Georgstraße ab morgens bevölkert mit Familien, die die Gelegenheit nutzten, ganz unterschiedliche Sportarten vom Klettern über Bungee-Run bis zu Torwandschießen auszuprobieren.

Hannover: City of Music

Das Musik-Programm auf den Stages auf dem Opernplatz, Kröpcke und Georgsplatz war bestückt mit alten und neuen lokalen „Held*innen. Auf dem Opernplatz eröffneten am Vormittag Egon und die Treckerfahrer mit frechem und kindgerechtem Punkrock. Danach eroberten Stageperform mit einem mitreißenden Show-Feuerwerk die Bühne, bevor Salsa del Alma und Guacamole Aqui mit Latino-Rhythmen Hüften zum Schwingen brachten. Das Grand Finale auf der Regionsbühne war diesem Jahr der Hiphop-Formation Passepartout vorbehalten. Die deutsch-französische Band ist ein Garant für schweißtreibende Konzerte, Positivität und klare Haltung!

Neu auf dem Entdeckerfest: die Bühne der Vielfalt – präsentiert von der Initiative women*in music. Auf dem Georgsplatz waren Künstler*innen wie Cathy Meyer, Erika Emerson mit Kögi und VEYN zu erleben, die vielfältig und divers sind. Präsentiert wurde das Programm von dem Netzwerk women* in music hannover (w*im), das sich für die Sichtbarkeit, Teilhabe und Präsenz von weiblich gelesenen und nicht-binären Personen einsetzt.

Menschen „auf Touren“ zu bringen – mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad – ist das erklärte Ziel des Entdeckertags, der in diesem Jahr seine 36. Auflage erlebte. Busse und Bahnen verzeichneten ein deutliches Plus an Fahrgästen, auch weil der Null-Tarif des GVH zog.

Jetzt schon vormerken: Im nächsten Jahr findet der Entdeckertag der Region Hannover am Sonntag, 8. September 2024, statt.

Person Rettung Mittellandkanal

Person stürzt in Hannover Misburg in den Uferbereich des Mittellandkanals

8. September 2023/in Region Hannover

Feuerwehr muss mit Rettungsboot Person von der Wasserseite retten

HANNOVER (ots). Heute Vormittag retten Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover mit der Wasserrettung eine männliche Person aus dem Uferbereich des Mittellandkanals. Ein 75-jähriger Mann befand sich dort in akuter Lebensgefahr und konnte sich eigenständig nicht mehr befreien. Nach einer medizinischen Versorgung wurde der Betroffene in eine hannoversche Klinik transportiert.

Am heutigen Morgen um 09:20 Uhr erreichte die Regionsleitstelle ein Notruf aus dem Stadtteil Hannover Misburg-Süd. Der Hinweisgebende teilte mit, dass er eine hilflose Person gesichtet hat, die vermutlich ins Wasser gestürzt sei. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand konnten, aufgrund der Distanz, nicht mitgeteilt werden. Die Regionsleitstelle löste daraufhin einen Großalarm für Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte sowie die Wasserrettung der Feuerwehr Hannover, aus.

Nach der ersten Erkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass es sich um einen hilflosen und massiv geschwächten Betroffenen handelt, der nach einem vermeintlichen Sturz vom Fußweg die Böschung an der Kreisstraße herabgestürzt und kurz vor der Wasserkante zum Liegen ist. Eine Rettung kam nur in diesem Fall wasserseitig in Betracht, da an der Unglücksstelle der gesamte Uferbereich durch Sträucher und Brombeerbüsche unzugänglich war.

Sofort wurden Wasserrettungskräfte mit einem Rettungsboot der hannoverschen Brandschützer zu Wasser gelassen und eilten hiermit zu der Unglücksstelle im Mittellandkanal. Die Rettung gestaltete sich eingangs aufgrund der Zuwegung schwierig, konnte dann aber mit speziellen Rettungsmitteln ermöglicht werden. Die Wasserretter transportierten den verletzten und inzwischen massiv geschwächten 75-jährigen Betroffenen an das Ufer der Klabundestrasse, wo er zur medizinischen Behandlung der Besatzung eines Rettungswagens und einem Notarzt übergeben wurde.

Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes und seiner starken Verletzungen wurde er durch den Rettungsdienst in eine hannoversche Klinik transportiert.

Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover befanden sich bis 10:30 Uhr mit 30 Einsatzkräften im Einsatz.

Wie es zu dem Unglück kam, konnte zum Zeitpunkt dieser Pressemeldung nicht festgestellt werden. Die Polizei Hannover hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

Kampfmittelbeseitigung

Bombenräumung am 8. Oktober in Laatzen abgesagt

7. September 2023/in Region Hannover

Keine Evakuierungsmaßnahmen notwendig

LAATZEN (PM). Die auf den 8. Oktober 2023 datierte Evakuierung im Zuge eines potenziellen Kampfmittelfundes ist abgesagt.

Weitere Sondierungen konnten den Verdachtspunkt im Sumpfgebiet „Quellwasser“ in Alt-Laatzen genauer bestimmen. Dabei wurde in circa zwei Meter Tiefe an unterschiedlichen Stellen neben zahlreichen metallischen Gegenständen auch eine britische Brandbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Diese wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen geborgen und verwahrt.

An den weiteren sondierten Punkten haben sich keine Verdachtspunkte erhärtet.

Einsatzkleidung im Wasser

Schwimmen in Einsatzkleidung beim THW

7. September 2023/in Region Hannover

Übung für einen „nassen“ Ernstfall im Einsatz

HANNOVER / LANGENHAGEN (PM). Wie schwierig ist das Schwimmen, wenn ich mit Einsatzbekleidung ins Wasser falle? Trägt mich die Rettungsweste auch noch, wenn die Bekleidung nass und schwer ist? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu bekommen, trafen sich 25 Einsatzkräfte des THW im Freibad Hänigsen.

Badegäste des Freibad Hänigsen haben sich am Samstag sicher gefragt: Was machen die Einsatzkräfte des THW da eigentlich? Springen mit voller Einsatzbekleidung ins Becken?

Bei vielen Einsätzen z.B. bei Starkregen oder Hochwasser halten sich die Einsatzkräfte des THW an Gewässern auf. Zum Schutz der Einsatzkräfte ist das Tragen der Rettungsweste und einer Sicherungsleine hierbei obligatorisch. Was aber passiert, wenn das eintritt, was niemand möchte?

Theoretisch ist jede Helferin und jeder Helfer auf eine solche Situation vorbereitet. Wie aber sieht es in der Praxis aus? Trägt mich die Schwimmweste tatsächlich, wenn ich mit der kompletten Einsatzkleidung ins Wasser falle? Kann ich in solch einer Situation auch mit ausgelöster Rettungsweste noch selbstständig schwimmen oder mich von der Einsatzkleidung befreien?

Wie rette ich meine Kameradin oder meinen Kameraden in solch einer Situation? Bekomme ich den Wurfsack mit der Leine in greifbare Nähe geworfen? Wie schwer ist es eine Einsatzkraft mit voller Bekleidung oder auch eine bewusstlose Person ans Ufer zu ziehen?

Neben vielen praktischen Übungseinheiten kam für die 25 Kräfte der THW Ortsverbände Burgdorf und Hannover/Langenhagen der Spaß aber auch nicht zu kurz.

Region bringt neuen Geburtenfonds auf den Weg – Geburtenfond pb

Region bringt neuen Geburtenfonds auf den Weg

5. September 2023/in Region Hannover

Finanzielle Unterstützung für schwangere Frauen ohne Versicherungsschutz

REGION HANNOVER (PM). Im Frühjahr 2022 ist der Gesundheitsfonds der Region an den Start gegangen, der Menschen ohne Krankenversicherung aus der Region Hannover unterstützt und notwendige Behandlungen, Heil- und Hilfsmittel, Medika­mente und Zuzahlungen finanziert.

Jetzt legt die Region speziell für schwangere Frauen ohne Krankenschutz nach: Der Geburtenfonds richtet sich an mittellose schwangere Frauen, die seit mindestens drei Monaten in der Region Hannover leben und für die kein Anspruch auf Leistungen zur medizinischen Versorgung aus einer Krankenversicherung oder dem Sozialleistungsrecht ermittelt werden konnte. Dafür sind zunächst insgesamt 180.000 Euro bis 2026 eingeplant. Heute (5. September) hat der Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen, Gesundheit und Teilhabe der Region einstimmig grünes Licht für die Einrichtung des Fonds gegeben, final entscheidet am 14. November die Regionsversammlung.

„Frauen ohne Versicherungsschutz fehlt nicht nur eine übliche Vor- und Nachsorge in der Schwangerschaft, sie können auch keine regulären Geburtstermine in den Kliniken vereinbaren, sondern werden nur als Notfälle versorgt. Die Krankenhäuser stellen die Geburt den Frauen in Rechnung. Das kann materiell und psychisch schwer belastend für die Frauen sein, wenn sie die Rechnung nicht bezahlen können“, so Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke. „Der Geburtenfonds soll die Frauen in der ohnehin anstrengenden Situation die finanziellen Sorgen nehmen und den Zugang zur notwendigen Gesundheitsversorgung ermöglichen.“

Der Geburtenfonds soll vor allem die Kosten für die Geburt abdecken. Er greift dann, wenn die Mitarbeiter*innen der Clearingstelle keinen individuellen Anspruch auf Versicherungsschutz oder Hilfen zur Gesundheit ermitteln konnten. Mit der Bescheinigung der Clearingstelle können die Frauen regulär in den Kliniken des Regionsgebiets entbinden, ohne dass sie hierfür als Notfall eingeliefert werden müssen. Die Kliniken wiederum können ein Drittel der abrechenbaren Kosten über den Fonds abrechnen.

Für die notwendige medizinische Beratung, Betreuung und Versorgung der Schwangeren während der Schwangerschaft oder der nachgeburtlichen Phase hat sich das Gesundheitsamt der Region Hannover bereits als fachliche Ergänzung zur Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung etabliert. „Oft sind dies Frauen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Zugang an die reguläre Gesundheitsversorgung. Mit dem Angebot der Beratungssprechstunde wollen wir verhindern, dass Frauen aufgrund von unter anderem Sprachbarrieren oder sozialer Hintergrundproblematik größeren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind“, sagt Gesundheitsdezernentin Christine Karasch.

Kontakt:

Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit, Weinstraße 2, 30171 Hannover, Telefon (0511) 616-43148, E-Mail: Aids.STD-Beratung@region-hannover.de.

Clearingstelle für Gesundheitsversorgung, Große Packhofstraße 27-28, 30159 Hannover, Telefon (0511)  21 33 91 66, E-Mail: info@clearing-gesundheit-hannover.de.

Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf B443 – VU B443 Laatzen Senft

Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf B443

5. September 2023/in Region Hannover

Zum Glück keine eingeklemmten Personen

LAATZEN (PM). Unter der Meldung „Verkehrsunfall, mehrere Fahrzeuge, eingeklemmte Person“ wurden die Ortsfeuerwehren Gleidingen, Rethen und Laatzen am Dienstag gegen 6.48 Uhr auf die B443 an der Überführung zur B6 alarmiert. Ein großer Lastwagen hatte am Stauende
einen weißen VW-Golf auf einen Kastenwagen geschoben und diesen dann unter einen Lastwagen gedrückt.

Als Rettungsdienst und Feuerwehr eintrafen, war glücklicherweise keine Person mehr eingeklemmt. Die Feuerwehr streute ausgetretene
Flüssigkeiten ab, während der Rettungsdienst vier Verletzte versorgte. Mit drei Rettungswagen kamen drei Personen in Krankenhäuser.
Ein Unfallopfer wurde ambulant vor Ort versorgt.

Die B443 war zwischen dem Abzweig nach Hildesheim und dem ADAC-Übungsgelände lange Zeit in beiden Richtungen gesperrt. Zur Aufnahme des Unfalls waren die Unfallforschung (UFO) sowie der Polizeiunfalldienst vor Ort.

Gegen 7.30 Uhr rückte das letzte Fahrzeug der Feuerwehr wieder ein.

Verkehrsunfall

Schwerer Verkehrsunfall A2: Transporter fährt auf LKW auf

2. September 2023/in Region Hannover

Fahrer verstirbt noch vor Ort

LEHRTE (ots). In der Nacht zum 02.09.2023 wurde die Feuerwehr Hämelerwald dann erneut alarmiert. Grund der Alarmierung um 2:04 Uhr war ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Personen im Bereich der A2 zwischen Hämelerwald und Peine.

Aufgrund der Meldung wurde der Bereich in Fahrtrichtung Hannover von Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Peine und Stederdorf angefahren, die Fahrtrichtung Braunschweig wurde von den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Hämelerwald übernommen.

In Fahrtrichtung Braunschweig kam es zu einem folgenschweren Unfall. Der Fahrer eines Transporters fuhr aus bislang noch unbekannter Ursache auf einen Sattelzug auf. Der Transporter wurde durch den Aufprall stark verformt und kam dann mit seinem schwer eingeklemmten Fahrer auf dem Seitenstreifen zum stehen. Der Fahrer der Sattelzuges setzte unbemerkterweise seine Fahrt fort, konnte dann aber kurz darauf von der Polizei aufgefunden werden. Durch die Wucht des Aufpralls und die enorme Verformung des Transporters, erlitt der Fahrer so schwere Verletzungen, sodass der Notarzt nur noch den Tod des Fahrers feststellen konnte.

Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Hämelerwald übernahmen dann die Bergung des verstorbenen Fahrers aus seinem Fahrzeug unter Einsatz von hydraulischen Rettungsgerät. Gegen 4:00 Uhr war der Einsatz dann beendet.

Im Einsatz war die Feuerwehr Hämelerwald mit 4 Fahrzeugen und ca. 20 Einsatzkräften, sowie die Polizei und der Rettungsdienst inklusive Notarzt.

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