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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

PKW Hochwasser

Rettungsaktion: Feuerwehr befreit Vater und Tochter aus Fluten in Laatzen

31. Dezember 2023/in Region Hannover

Dramatische Momente an den Koldinger Teichen: Familie im Hochwasser eingeschlossen

LAATZEN (red). In einer dramatischen Rettungsaktion befreiten die Feuerwehren von Rethen und Laatzen am Silvestertag einen Familienvater und seine Tochter, die mit ihrem BMW im Hochwasser der Leine nahe den Koldinger Teichen stecken geblieben waren.

Gegen 15.14 Uhr erreichte die Feuerwehr der Ortschaften Rethen und Laatzen die Meldung über einen im Wasser feststeckenden PKW auf der Bundesstraße 443 in Richtung Koldingen. Sofort machten sich mehrere Rettungsfahrzeuge, darunter ein Rüstwagen und ein Rettungsboot, auf den Weg zur Einsatzstelle.

Die beiden Insassen des BMW, ein Vater und seine Tochter, waren in die überflutete Zufahrt zum Parkplatz an den Koldinger Teichen eingefahren und in etwa 35 cm hohem Wasser steckengeblieben. Aus Angst verließen sie das Auto nicht, nachdem der Motor des Automatikwagens ausgefallen war.

Gegen 15.25 Uhr erreichten Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Wathosen, den PKW und sorgten für Beruhigung bei den Eingeschlossenen. In der Zwischenzeit war auch die Mutter mit einem weiteren Fahrzeug vor Ort eingetroffen. Eine junge Feuerwehrfrau trug die Tochter sicher durch das Wasser, woraufhin die Mutter ihr Kind auf trockenem Boden in Empfang nahm.

Die Rettungskräfte aus Rethen zogen anschließend den BMW mit einem Tanklöschfahrzeug aus dem Hochwasser. Gegen 16 Uhr konnten Vater und Tochter wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Nach Abschluss der Rettungsaktion rückten die Feuerwehrleute gegen 16.15 Uhr wieder ein.

Diese Rettungsaktion unterstreicht wieder einmal die Bedeutung der Feuerwehr im Notfall und die Gefahren, die mit der Unterschätzung von Hochwasser einhergehen können.

Einsatzkräfte rücken zu vermeintlichem Lkw-Brand auf Bundesstraße 443 aus – Umgekippter LKW 443 ff

Einsatzkräfte rücken zu vermeintlichem Lkw-Brand auf Bundesstraße 443 aus

29. Dezember 2023/in Region Hannover

Feuerwehr Gleidingen, Rethen und Laatzen im Einsatz nach Lkw-Unfall

LAATZEN (red). Die Ortsfeuerwehren Gleidingen, Rethen und Laatzen wurden am Donnerstagnachmittag zu einem gemeldeten Lkw-Brand auf der Bundesstraße 443 in Richtung Sehnde gerufen. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Lkw nicht brannte und der Fahrer bereits versorgt wurde.

Am heutigen Donnerstag um 16:35 Uhr gingen bei den Ortsfeuerwehren Gleidingen, Rethen und Laatzen Alarmmeldungen mit dem Stichwort „Brennt Lastwagen, liegt auf der Seite, eventuell Fahrer eingeklemmt“ ein. Die Einsatzkräfte eilten daraufhin zur Bundesstraße 443 in Richtung Sehnde.

Bei der Ankunft am Einsatzort war der Fahrer des Sattelzugs bereits in der Obhut des Rettungsdienstes. Entgegen der ursprünglichen Meldung brannte der Lkw, der einen Containerauflieger transportierte, nicht. Die Aufgaben der Feuerwehr beschränkten sich daher auf das Abstreuen der Fahrbahn und das Absichern der Unfallstelle.

Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz gegen 17:30 Uhr. Allerdings führten die erforderlichen Bergungsarbeiten dazu, dass die Bundesstraße 443 noch bis etwa 19 Uhr in Richtung Sehnde gesperrt blieb.

Silvester 2023 in Laatzen – Hinweis Feuerwerk

Silvester 2023 in Laatzen

28. Dezember 2023/in Region Hannover

Stadt weist auf Verbotszonen für Raketen, Böller und Co. hin

LAATZEN (PM). Der Jahreswechsel steht vor der Tür mit vielen schönen Traditionen. Seit jeher wird das neue Jahr mit bunten Raketen und knallenden Böllern begrüßt. Mit Rücksicht auf das Klima und um den zusätzlichen Abfall zu vermeiden, regt die Stadt Laatzen auch in diesem Jahr zum Nachdenken an, ob an dieser Tradition im bisherigen Umfang festgehalten werden sollte.

Beim Zünden von Feuerwerkskörpern kommt es leider immer wieder zu kleineren und größeren Bränden. Daher ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten, um Lärmbelästigungen und Brandgefahren möglichst gering zu halten. Das Zünden von aufsteigenden Raketen ist im Umkreis von 200 Metern um Fachwerk- und Krankenhäuser sowie Altenheime verboten. Böller und andere mit der Hand zu werfende Feuerwerkskörper dürfen im Umkreis von 30 Metern von Fachwerkhäusern (Brandgefahr) und 200 Metern von Krankenhäusern und Altenheimen (Lärmschutz) nicht gezündet werden. Insbesondere in den alten Ortskernen von Alt-Laatzen, Grasdorf, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse (meist im Bereich rund um die Kirchen) sind aufsteigende Raketen daher ebenfalls verboten.

Damit auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr einen ruhigen Jahreswechsel verbringen können, bittet die Stadt Laatzen außerdem, Balkone und Außenbereiche von nicht benötigtem und brennbaren Mobiliar zu befreien, um Brände zu verhindern.

Die Stadt erinnert Bürgerinnen und Bürger daran, dass auch die Rückstände der Feuerwerkskörper die Straßen und Kanalisation verschmutzen und zeitnah entfernt werden müssen. Generell ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2 nur durch volljährige Personen sowie ausschließlich am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt. Verstöße werden mit Geldbuße geahndet.

Drohnenüberflüge

Keine privaten Drohnenüberflüge am Hochwasserschutzsystem

28. Dezember 2023/in Region Hannover

Drohnenüberflüge über Einsatzgebiete können empfindliche Strafen bis 50.000 Euro nach sich ziehen

LEHRTE (PM). Aufgrund aktueller „spektakulärer“ Drohnenvideos, die im Internet aufgetaucht sind, weist die Einsatzleitung der Feuerwehr darauf hin, dass private Drohnenüberflüge über Einsatzstellen grundsätzlich verboten sind. Auch das Hochwasserschutzsystem zwischen der Ahltener Straße und dem Bullenweg gilt nach wie vor als Einsatzgebiet und dortige private Drohnenüberflüge werden umgehend der Polizei gemeldet.

Darüber hinaus weißt die Feuerwehr darauf hin, sollte das Hochwasserschutzsystem durch eine Drohne beschädigt werden, dieses insgesamt seine Stabilität verliert und die Schutzfunktion nicht mehr gegeben ist. Weiterhin hat die Feuerwehr in diesem Gebiet zur Lageerkundung ebenfalls eine Drohne im Einsatz und eine Kollision mit dieser Drohne würde ein Schaden von über 30.000 EUR bedeuten. Sollte es durch den unbefugten Drohnenüberflug zu Schäden kommen, ist der Halter des Geräts verpflichtet, für den Schaden aufzukommen, zusätzlich droht ihm ein Bußgeld im mehrstelligen Euro-Bereich.

Zusätzliche bittet die Feuerwehr darum, nicht auf das Hochwasserschutzsystem zu klettern, da auch dieses zu einer schweren Beschädigung führen kann. Unabhängig davon ist der Aufenthalt in dem aufgestauten Hochwassergebiet lebensgefährlich, da Gräben und Kuhlen, die teilweise bis zu 2 Meter tief sein können, nicht erkennbar sind. Eltern werden gebeten ihre Kinder darauf hinzuweisen, dass diese sich von den mit Hochwasser überschwemmten Gebieten fernzuhalten haben.

Hochwasser

Aktuelle Lage beim Hochwassereinsatz im Neustädter Land

27. Dezember 2023/in Region Hannover

Feuerwehr Neustadt a. Rbg. weiterhin großflächig im Einsatz

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (PM/red). Die örtliche Einsatzleitung im Feuerwehrzentrum blieb die gesamte Nacht besetzt und hat die Einsatzstellen koordiniert. Schwerpunkte waren die Sicherung von Trafostationen und Kabelverteilerkästen in Averhoy, Mandelsloh und Mariensee.

In der Nienburger Straße war ein unterirdischer Abwasserkanal geborsten, Abwasser gelangte auf die Fahrbahn. Die Feuerwehr sicherte sie Schadenstelle, die Abwasserbetriebe leiteten das Abwasser um. Die Feuerwehren Basse, Bordenau, Neustadt und Otternhagen wurden zudem gegen 0:30 Uhr alarmiert, um einen PKW nahe der gesperrten Leinebrücke zwischen Basse und Mariensee zu bergen, siehe hierzu die separate Pressemitteilung von heute Nacht.

Seit 8:00 Uhr koordiniert die Einsatzleitung im Feuerwehrzentrum das weitere Vorgehen unter der Leitung von Stadtbrandmeister Torben Klingemann. Auch Bürgermeister Dominic Herbst und die erste Stadträtin Maria Lindemann sind vor Ort.

Aktuell sind die Feuerwehren Laderholz und Metel für die weitere Sicherung der Strominfrastruktur in Averhoy im Einsatz, die Feuerwehr Mariensee sichert einen Stromverteiler im eigenen Ort. Die Feuerwehren Schneeren, Empede und Dudensen haben die Sandsackbefüllung am Bauhof übernommen. Mitarbeiter der Abwasserbetriebe kontrollieren fortlaufend die Pumpstationen, welche seit Tagen rund um die Uhr unter Volllast laufen. Ebenfalls kontrolliert werden die Deiche Am Silbernkamp, in Bordenau, Mandelsloh und Stöckendrebber.

Aktueller Pegel um 10:00 Uhr: 6,14 m Tendenz gleichbleibend. Da der Pegelverlauf in Herrenhausen über Nacht abgeflacht und um 1 cm gesunken ist, wird für heute mit keiner weiteren Verschärfung der Lage gerechnet.

Hochwasser

Laatzen: Leinepegel erreicht kritische Marke von 4,94 Meter

27. Dezember 2023/in Region Hannover

Überschwemmungs-Warnung einzelner Straßenzüge in der Gemeinde Laatzen wird ausgerufen

LAATZEN (PM/red). Die Leine in Laatzen hat den kritischen Pegel von 4,94 Meter erreicht. Aufgrund von prognostizierten Wettervorhersagen sowie einer Zuführung von Wasser aus den Talsperren des Harzes und spricht die Stadt Laatzen eine Warnung für Teile der Bewohnerinnen und Bewohner in Alt-Laatzen, Grasdorf sowie Rethen/Leine und Gleidingen aus.

„Achten Sie auf Lautsprecherdurchsagen unserer Feuerwehr sowie der städtischen Mitarbeitenden. Wir beobachten die Lage kontinuierlich und haben erste Maßnahmen ergriffen“, betont Bürgermeister Kai Eggert. „Bitte sichern Sie Ihre Keller und überprüfen Sie vorsichtshalber die Rückstauklappen im Keller, schalten Sie elektrische Geräte in Räumen, die volllaufen können, vorsichtshalber ab und dichten Sie tiefliegende Fenster und Türen ab. Beachten Sie außerdem die Absperrungen und betreten Sie bzw. befahren Sie überflutete oder teilüberflutete Straßen nicht“, so Eggert weiter.

Folgende Straßen sind im Stadtgebiet gefährdet:

Alt-Laatzen

  • Steinbrink
  • Auf der Dehne
  • Zum Fugenwinkel
  • Talstraße

Grasdorf

  • Ohestraße
  • Am Südtor
  • Am Hohen Ufer
  • Reinekamp

Rethen/Leine

  • Koldinger Straße
  • Schmiedestraße
  • Thiestraße
  • An der Bruchriede
  • Meskenwiese
  • Steinweg

Gleidingen

  • Maschstraße
  • Am Meyerkamp
  • Gänsewiese
  • Zur Sehlwiese
  • Ritterstraße
Hochwasser

Region Hannover stellt Katastrophenschutz unter Einsatzvorbehalt

26. Dezember 2023/in Region Hannover

Maßnahme sichert eine schnelle Reaktion auf außergewöhnliche Hochwassermaßnahmen

HANNOVER (red). In der Region Hannover wurden als Vorsichtsmaßnahme die Einheiten des Katastrophenschutzes in einen Zustand der erhöhten Bereitschaft (dem sogenannten Einsatzvorbehalt) versetzt. Diese Maßnahme ermöglicht es, die Rettungskräfte schnell zu mobilisieren und angemessen auf sich verändernde Situationen zu reagieren, wie zum Beispiel bei notwendigen Evakuierungen.

Es bedeutet aber nicht, dass sich hierdurch schon Einheiten des Katastrophenschutzes im Einsatz befinden. Die Maßnahme dient zur Sensibilisierung von Katastrophenschutzeinheiten.

Leichtsinn oder Unvernunft kann teuer werden

Zudem wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Befahren von gesperrten Straßen streng verboten ist. Verstöße gegen diese Regelung werden ordnungs- oder strafrechtlich geahndet. Die Kosten für eventuelle Bergungseinsätze werden den Verantwortlichen in Rechnung gestellt.

Die Gefahr, durch Befahren von überfluteten Straßen und Wegen ist nicht unerheblich. Abgesackte Fahrbahnteile mit tiefen Löchern sind unter der Wasserfläche nicht zu erkennen. Auch die Fahrbahnränder lassen sich nicht mehr ausmachen, was ein Wenden oder Abkommen von der Fahrbahn extrem gefährlich macht. Fahrzeuge können primär in Flussnähe durch die unterschätzte Strömung fortgerissen werden. Hinzu kommt noch ein anderer Aspekt neben der Eigengefährdung der Fahrzeugbesatzung. Es müssen Feuerwehrkräfte die Fahrzeuginsassen retten. Dabei sind zeitaufwendige Sicherungsmaßnahmen der Einsatzkräfte erforderlich, die sich durch diesen absolut unnötigen Einsatz für andere Mitmenschen in Gefahr begeben. Andere erforderliche Einsätze können so nicht abgearbeitet werden.

Vollgelaufene Fahrzeuge haben häufig erhebliche Schäden an der empfindlichen Elektrik. Nur die Vollkasko bezahlt in dem Fall den Schaden, häufig bei Fahrlässigkeit wegen Befahren einer gesperrten Straße mit erheblichen Abschlägen. Wer nur eine Teilkasko hat, bleibt auf dem gesamten Schaden sitzen, da diese nur für geparkte Fahrzeuge aufkommt.

Aktuellen Informationen zur Wasserlage in der Region Hannover – Haus der Region

Aktuellen Informationen zur Wasserlage in der Region Hannover

25. Dezember 2023/in Region Hannover

Die Region Hannover beobachtet die Entwicklung der Wasserlage aufmerksam

REGION HANNOVER (PM/red). Die Region Hannover beobachtet die Wasserlage kontinuierlich und unterstützt die betroffenen Städte und Gemeinden unter anderem bei der systematischen Verteilung von Sandsäcken, mobilem Hochwasserschutz und Gerätschaft. Der kleine Einsatzstab der Region wurde eingerichtet und die Technische Einsatzleitung eingesetzt. (Stand 24.12.2023)

Folgendes ist für die Menschen in der Region zu beachten:

  • Ruhe bewahren.
  • In betroffenen Gebieten: Bitte überprüfen Sie die Keller und räumen Sie diese, wenn nötig, eigenständig leer. Wenn Wasser im Keller steht: Betreten Sie den Keller nicht, halten Sie sich im Obergeschoss auf.
  • Informieren Sie sich über die Kommunikationskanäle Ihrer Kommune (z. B. Website, Social Media), was zu tun ist.
  • Bitte rufen Sie die 112 nur bei akuten Notfällen an.“

Ergänzt wurde die Lagemeldung am 1. Weihnachtsfeiertag (25.12.2023):

Die Lage ist unter Kontrolle, die Pegelstände steigen aber aktuell noch und werden weiter hoch bleiben. Das Handeln konzentriert sich aktuell auf Schwerpunkte, in denen die Lage besonders angespannt ist oder sich verschärfen könnte. Dazu zählen u. a. Hemmingen und die Burgdorfer Aue. Zudem steht die Sicherung der Strom- und Trinkwasserversorgung sowie der Abwassersysteme im Fokus der Schutzmaßnahmen. So können unter anderem Trafos vor Wasser geschützt werden. Der Kleine Einsatzstab der Region Hannover ist weiterhin aktiv und konferiert mehrmals täglich, um das weitere Vorgehen zu besprechen und Maßnahmen anzupassen.

Verhaltenshinweise:

  • Es gilt weiterhin, den Notruf 112 nur in dringenden Notfällen zu wählen. Die Leitung darf nicht für Sandsackbestellungen missbraucht werden und muss frei sein für medizinische Notfälle oder Brände!
  • Auch die Abflüsse aus privaten Haushalten beeinflussen die Pegelstände. Deswegen bittet die Region die Einwohner*innen, ihren Wasserverbrauch – wo möglich – zu reduzieren und damit aktiv dazu beizutragen, die Lage unter Kontrolle zu halten.
  • Regionspräsident Steffen Krach äußerte sich zu Absperrungen: „Gesperrte Straßen sind aus guten Gründen gesperrt und dürfen nicht befahren werden! Die Menschen gefährden damit sich selbst und die Einsatzkräfte, wenn sie geborgen werden müssen. Vor allem verhindern sie so, dass die Rettungskräfte dort im Einsatz sind, wo sie gebraucht werden.“

Anmerkung der Redaktion: Die Informationen werden bei Bedarf ergänzt.

 

Hochwasserlage in Lehrte: Feuerwehr und THW im Großeinsatz – Hochwasser Lehrte

Hochwasserlage in Lehrte: Feuerwehr und THW im Großeinsatz

24. Dezember 2023/in Region Hannover

Außerordentlicher Niederschlag führt zu vollen Rückhaltebecken und Überflutungen

LEHRTE (red). Die Stadt Lehrte sieht sich einer ernsten Hochwasserlage gegenüber, ausgelöst durch anhaltenden Regen und überfüllte Regenrückhaltebecken. Die Feuerwehr Lehrte ist seit dem 22.12. im Dauereinsatz, unterstützt durch das THW, um die Auswirkungen des Unwetters zu bekämpfen.

Artikel: Die Stadt Lehrte erlebt aktuell eine kritische Hochwassersituation, verursacht durch langanhaltende Regenfälle, die seit Oktober etwa 80% des Jahresniederschlags gebracht haben. Diese außergewöhnlichen Niederschlagsmengen haben dazu geführt, dass die Regenrückhaltebecken in der Stadt bereits zu 70% gefüllt waren. Der anhaltende Regen ließ die Pegel in den Bächen weiter steigen, was zur Vollauslastung und teilweisen Überlauf der Rückhaltebecken führte. Auch die Auen sind über die Ufer getreten, wodurch Straßen und Keller überflutet wurden.

Regenrückhaltebecken

Regenrückhaltebecken und Auen laufen voll © Feuerwehr Lehrte

Seit dem Abend des 22. Dezember sind die Feuerwehren aus Lehrte im Einsatz, um den Folgen des Unwetters zu begegnen. Die Lage intensivierte sich in den letzten 12 Stunden, wobei die Ortsfeuerwehr Lehrte seit dem 23. Dezember frühmorgens in Kooperation mit dem THW in den Bereichen der Schillerstraße und Falkenstraße aktiv ist.

In der Nacht zum 24. Dezember kam es bereits zu ersten Kellerüberflutungen in Ahlten und Lehrte. Die ELO-Gruppe wurde gegen 21:00 Uhr alarmiert, um die Einsatzleitung und Koordination zu übernehmen, was auch die Regionsleitstelle in Hannover entlastet. Es wurden bereits rund 2000 Sandsäcke befüllt, und es wird weiteres Personal und Material bereitgestellt.

Die Stadt Lehrte bittet die Einwohner, sich selbst zu behelfen und Kellerzugänge eigenständig abzusichern. Die Lehrter Feuerwehr bietet Beratung unter Telefonnummer 05132/8878-101 an und stellt bei Bedarf Sandsäcke zur Verfügung.

Von der Feuerwache Lehrte aus wird die Hochwasserlage koordiniert. Es wird in Schichten gearbeitet, um Regenrückhaltebecken zu entlasten und Hochwassersysteme zu installieren, insbesondere im Bereich der Kleingartenkolonie an der Ahltener Straße, wo es bereits zu deutlichen Überflutungen kam.

Dauerbelastung für Einsatzkräfte in der Vorweihnachtszeit – Hochwasser1 ffIsh

Dauerbelastung für Einsatzkräfte in der Vorweihnachtszeit

23. Dezember 2023/in Region Hannover

Feuerwehr im Großeinsatz: Unwetterlage in Isernhagen fordert intensiven Einsatz

ISERNHAGEN (red). Die Feuerwehren der Gemeinde Isernhagen und Altwarmbüchen stehen seit drei Tagen aufgrund einer der schwersten Unwetterlagen der letzten 20 Jahre unter Dauerbelastung. Neben dem Brandeinsatz in einer Trafostation kämpfen die Einsatzkräfte auch gegen zahlreiche Wasserschäden im gesamten Gemeindegebiet.

Artikel: Die Feuerwehr Isernhagen ist seit Samstag, dem 23.12.2023, mit 20 Wasserschadenseinsätzen im Gemeindegebiet Isernhagen konfrontiert. Die Bandbreite der Einsätze reicht von Beratungen zur Selbsthilfe bis zum Einsatz von Tauchpumpen bei Kellern, die mit bis zu einem Meter Wasser gefüllt sind. Besonders betroffen sind die Bereiche Isernhagen NB und HB, aber auch Altwarmbüchen. In Isernhagen NB wird aktuell ein stark betroffenes Gebäude im Bereich Fuhrbleek mit 250 Sandsäcken gesichert. Die Feuerwehr Neuwarmbüchen unterstützt mit weiteren Sandsäcken.

Brand Trafostation

Bekämpfung eines Brandes in einer Trafostation © Feuerwehr Isernhagen

Zusätzlich zu diesen Wasserschadenseinsätzen wurde die Feuerwehr Altwarmbüchen zu einem Brand nach einer Explosion in einer Trafostation im Bereich eines E-Fahrzeug-Ladeparks an einem Warenhaus an der Opelstraße gerufen. Dieser Einsatz erforderte einen Wechsel von Wassersaugern und Gummistiefeln zu Brandschutzkleidung und Atemschutzgeräten. Der Vorfall führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und machte die temporäre Schließung des Ladeparks notwendig.

Die anhaltende Unwetterlage und die damit verbundenen Einsätze belasten die Kräfte erheblich, zumal diese bereits seit drei Tagen mit nur kurzen Pausen im Einsatz sind. Ein besonderer Dank gilt den Familien und Partnern der Einsatzkräfte, die Verständnis für die Abwesenheit ihrer Liebsten zeigen.

Die Gemeinde Isernhagen ruft ihre Bürgerinnen und Bürger zur Selbsthilfe auf. Sandsäcke sind am Bauhof am Moorgraben erhältlich, und die Befüllung kann an verschiedenen Standorten erfolgen. Notdienste von Baubetriebshof, Kanal- und Straßenbetrieb leisten ebenfalls wichtige Beiträge zur Bewältigung der Situation.

Die Feuerwehren betonen, dass sie auch über die Feiertage einsatzbereit sind und bitten darum, akute Lagen über den Notruf 112 zu melden. Aktuelle Informationen und Tipps sind über die App Katwarn und das Bürgertelefon unter der Nummer 0511 6153-0 verfügbar.

Update 24.12.2024 14:30 Uhr

Einige wichtige Stichpunkte zur derzeitigen Lage:

  • Sandsäcke sind keine mehr vorhanden!
  • Schmutzwasserkanäle am Ende, Verbrauch aufs nötigste reduzieren!
  • Größter Unwettereinsatz in den letzten 20 Jahren für die  Isernhagener Feuerwehren
  • Prüfen, ob Notwendigkeit besteht, wirklich den Notruf zu wählen, wenn ja über die 112 und nicht über die Feuerwehrhäuser!
  • Helft einander, gerade älteren Menschen
  • Wege werden zunehmendem unpassierbar, bringt euch weder mit dem Auto noch zu Fuß/ Fahrrad in Gefahr beim Befahren von Wasserflächen (Hoch gedrückte Kanaleinläufe usw.)
  • Fuhrbleek und umliegende Straßen freihalten, hier wird Platz für schweres Gerät benötigt
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