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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

ABC

ABC – Einsatz (Groß): Unklarer Stoffaustritt in Sievershausen

2. September 2023/in Region Hannover

Einsatz fordert rund 100 Einsatzkräfte

SIEVERSHAUSEN (ots). Am heutigen Freitag, dem 01.09.2023 wurden Einsatzkräfte um 10:14 Uhr aus dem Stadtgebiet Lehrte, Burgdorf und Sehnde zu einem ABC-Einsatz auf das Gelände eines Logistikbetriebes im Bereich der Gewerbestraße in Sievershausen alarmiert.

Eine verantwortliche Mitarbeiterin des Logistikbetriebes wurde über einen Stoffaustritt auf einem Sattelauflieger informiert und hat sofort gewissenhaft die Feuerwehr verständigt.

An der Einsatzstelle eingetroffen bot sich den Einsatzkräften folgende Lage: auf der teils noch beladenen Ladefläche eines geschlossenen Aufliegers konnte eine geringe Menge unbekannte Gefahrstoffflüssigkeit bemerkt werden. Unklar war zunächst, aus welchem der Packstücke die Flüssigkeit ausgetreten ist und um welche Chemikalie es sich handelt.

Das für ABC Einsätze im Stadtgebiet Lehrte standardisierte Verfahren wurde auch bei diesem Einsatz angewendet. Zunächst wurde die zentrale Einsatzleitung (ELO) eingerichtet und dann alle notwendigen Maßnahmen zum Einsatzablauf vom hieraus getroffen.

In Schutzanzügen wurden mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz an den Auflieger entsannt. Das Vorgehen ergab durch unterschiedliche Messverfahren dann, dass es sich bei dem ausgetreten Stoff um ein Gemisch aus ca. 25 Litern Wasserstoffperoxid und Essigsäure handelte.

Der weitere Einsatzablauf gestaltete sich dann darin, die leckgeschlagenen Gebinde zu lokalisieren und in Überfässer sicher umzuladen, um einen weiteren Stoffaustritt entgegenzuwirken.

In den frühen Abendstunden war der Einsatz dann vor Ort beendet.

Im Einsatz waren rund hundert Einsatzkräfte aus dem Stadtgebiet Lehrte, Burgdorf und Sehnde, darunter Lehrte, Hämelerwald, Arpke, Sievershausen, Immensen, Höver, Hänigsen, Bilm, Hülptingsen, Müllingen-Wirringen, Sehnde, Rethmar und Evern, sowie die Polizei und der Rettungsdienst.

i-Kfz

Neue Funktion im i-Kfz

2. September 2023/in Region Hannover

Fahrzeug Online anmelden und sofort losfahren

BERLIN / REGION HANNOVER (PM). Digital zulassen, einsteigen und losfahren: Mit dem Start der vierten Stufe der internetbasierten Fahrzeugzulassung i-Kfz werden die Verwaltungsverfahren in den Zulassungsbehörden auf die vollelektronische Abwicklung umgestellt.

Grundlage ist die am 1. September 2023 in Kraft getretene Neufassung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Für die Umsetzung sind die Länder zuständig. Einsparungen beim Verwaltungsaufwand werden in Form von reduzierten Gebühren an die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen weitergegeben.

Bundesminister Dr. Volker Wissing:

Germany goes digital: Mit der vierten Stufe der internetbasierten Fahrzeugzulassung i-Kfz erreichen wir einen Meilenstein für die digitale Verwaltung in Deutschland. Die Fahrzeugzulassung wird einfacher, schneller und günstiger. Die Bürgerinnen und Bürger können ihr Auto bequem vom Sofa aus zulassen und sofort losfahren. Der Bund hat dafür den Rechtsrahmen geschaffen. Es ist nun an den Ländern und den Zulassungsbehörden, auf das vollautomatisierte System umzustellen.

Das BMDV unterstützt sie dabei. Zum Start ist die Echtzeit-Zulassung bereits in den meisten Zulassungsbehörden verfügbar. Auch für Großkunden wie Autohäuser und Versicherer starten wir heute mit der Umstellung auf vollelektronische Verfahren und werden das System sukzessive flächendeckend ausrollen. Insgesamt müssen und wollen wir in der Bundesregierung bei der Verwaltungsdigitalisierung schneller und besser werden – i-Kfz ist die Blaupause dafür, wie es geht.

Die neuen digitalen Zulassungsverfahren ermöglichen das An-, Um- und Abmelden von Fahrzeugen in Echtzeit. Bei einer Zulassung ist es möglich, das Fahrzeug sofort in Betrieb zu nehmen. Voraussetzung ist, dass die Kennzeichen am Fahrzeug angebracht sind, ein Ausdruck des digitalen Zulassungsbescheides mitgeführt wird und der vorläufige Zulassungsnachweis im Fahrzeug gut sichtbar ausgelegt ist. Damit darf das Fahrzeug in Deutschland zehn Tage ohne Plaketten und amtliche Dokumente am Straßenverkehr teilnehmen. Die Zulassungsbehörde sendet die erforderlichen Unterlagen im Anschluss an das digitale Verfahren postalisch zu.

Zudem können erstmals auch juristische Personen die digitale Zulassung nutzen, zum einen über die jeweiligen Portale der Zulassungsbehörden und zum anderen über die sogenannte Großkundenschnittstelle beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Großkundenschnittstelle ermöglicht es, den beim KBA registrierten Großkunden im Massenverfahren Anträge vollelektronisch für sich und auch für Dritte abzuwickeln. Eine Antragstellung ist also künftig auch über das Autohaus, Versicherer oder andere Vermittler möglich. Die Anträge werden dann über das KBA an das Portal der zuständigen Zulassungsbehörde weitergeleitet und automatisiert bearbeitet.

In der Startphase wird das noch nicht für alle Zulassungsbehörden angeboten. Die Kapazitäten werden aber kontinuierlich erweitert, mit dem Ziel, dass bundesweit alle Zulassungsbehörden den Großkunden und deren Auftraggebern über diesen Weg und vollautomatisiert zur Verfügung stehen. Dafür engagiert sich das BMDV zusammen mit Kommunen, Ländern und Wirtschaftsverbänden.

Das BMDV arbeitet außerdem daran, die verbliebenen Medienbrüche zu beseitigen, indem zum Beispiel die papiergebundenen Fahrzeugdokumente digitalisiert werden.

Wie läuft es in der Region Hannover: Plaketten werden per Post zugestellt und später aufgebracht

Keine Wartezeit und kein Behördengang: Mit i-Kfz können bereits Zulassungen, Wiederzulassungen und Außerbetriebsetzungen vollständig online im Portal vorgenommen werden.

Ab dem 1. September geht jetzt die nächste Stufe an den Start: die sofortige Inbetriebsetzung.

Damit kann das mit i-Kfz zugelassene Fahrzeug direkt im Straßenverkehr genutzt werden. Dazu muss nur der vorläufige Zulassungsnachweis ausdruckt und sichtbar am Fahrzeug angebracht werden. Die Plaketten werden per Post zugesandt und können später auf die bereits am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen geklebt werden.

Hier gibt es Schritt für Schritt die Erklärung, wie man i-Kfz nutzt und welche Voraussetzungen gelten:

www.hannover.de/region-ikfz

In der Anfangszeit kann es wegen des hohen Andrangs bei i-Kfz jedoch zu Verzögerungen in der Online-Anwendung kommen.

Erstes vollelektrisch betriebenes Kleinflugzeug landet am Flughafen Hannover – BGPress 1070681

Erstes vollelektrisch betriebenes Kleinflugzeug landet am Flughafen Hannover

31. August 2023/in Region Hannover

“Elektra Trainer”, ein vollelektrisches Ultraleicht-Flugzeug machte einen Zwischenstopp in Hannover

HANNOVER (PM). Das gab es noch nie am Hannover Airport: das erste vollelektrisch betriebene Kleinflugzeug war zu Gast am HAJ. Die Elektra Trainer, ein vollelektrisches Ultraleicht-Flugzeug flog im Rahmen der „E-Flight-Challenge – in einem Tag elektrisch quer durch Deutschland“ bis nach Norderney. Anschließend gab es einen Zwischenstopp in Hannover. Die Elektra Trainer der Elektra Solar GmbH hat eine maximale Reichweite von zweieinhalb bis drei Stunden.

Erstes vollelektrisch betriebenes Kleinflugzeug landet am Flughafen Hannover – BGPress 1070723

Pilot Uwe Nortmann führt die Einfachheit des Auftankens mit Strom vor © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Maik Blötz (Geschäftsführer Hannover Airport), Morell Westermann (CEO Inspire your next AG) und Uwe Nortmann (Elektra Solar GmbH) stellten heute aktuelle Entwicklungen in der nachhaltigen Luftfahrt, auch am Standort HAJ, vor.

Maik Blötz: „Ich bin überzeugt davon, dass die Luftfahrt langfristig ein sehr nachhaltiger Verkehrsträger wird. Schon jetzt landen am HAJ Flugzeuge, die alternativ zu Kerosin aus Erdölprodukten teilweise mit Sprit aus Altfetten betrieben werden. Inkubator für diese Innovationen sind vor allem die kleinen Flugzeuge. Wir tun viel dafür, diese Entwicklung am Standort – insbesondere am GAT – zu stärken.“

Elektra Trainer

Mit dem Elektra Trainer können zwei Personen fliegen © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Natürlich ab Hannover

Der Hannover Airport setzt auf Nachhaltigkeit. Das Ziel dabei: Klimaneutralität im Jahr 2045. Um dies zu erreichen erfordert es Innovationen, Ideen und Projekte in vielen Bereichen des Flughafens.

„Gerade die allgemeine Luftfahrt ist der Innovationstreiber für einen nachhaltigen Luftverkehr. Am Standort HAJ fördern wir diese Innovationen. Das General Aviation Terminal werden wir für die neuen Anforderungen intelligent aufstellen.“, so Flughafen-Geschäftsführer Maik Blötz.

 

Iss, was um die Ecke wächst!

Einen Monat gilt: „Iss, was um die Ecke wächst!“

29. August 2023/in Region Hannover

Regio-Challenge 2023 in der Region Hannover beginnt am 01. September

REGION HANNOVER (PM). Eine echte Herausforderung: Vom 1. bis 30. September 2023 können sich Menschen in der Region Hannover wieder der Regio-Challenge stellen. Die Aufgabe: Einen Monat lang nur Lebensmittel zu konsumieren, die in einer Entfernung von 100 Kilometern erzeugt wurden. Die Einkaufswege sollten dabei möglichst klimaneutral zurückgelegt werden.

Die Aktion wird gemeinsam vom Fachbereich Umwelt- und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und dem Team Regionale Naherholung der Region Hannover organisiert und begleitet. Kooperationspartner*innen sind der Ernährungsrat Hannover und Region sowie Beteiligte aus Landwirtschaft und Gastronomie.

„Mit der Challenge wollen wir einen Anstoß geben, die täglichen Lebensmittel einmal abseits der bekannten Pfade und Supermärkte einzukaufen, Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und die landwirtschaftlichen oder handwerklichen Betriebe in der Umgebung kennenzulernen. Diese Begegnungen tragen zur Wertschätzung der Lebensmittel bei“, erläutert Stefanie Reimann vom Veranstaltungsteam die Ziele.

„Die Regio-Challenge bietet dafür den perfekten Rahmen“, unterstreicht Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover: „Die Teilnehmer*innen können für sich herausfinden, wie viele Mahlzeiten mit ausschließlich regionalen Zutaten in diesem Zeitraum eingekauft und zubereitet werden können, und ob das auch in Bioqualität zu schaffen ist. Indem wir regionale Akteur*innen aus Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk, Gastronomie sichtbar machen, stärken wir lokale Strukturen wie Hofläden oder Bauernmärkte.“ Ein Produktjoker pro Mahlzeit erlaubt aber auch Ausnahmen, zum Beispiel die gewohnte Tasse Kaffee am Morgen.

Auch Palandts Amtskollegin Anja Ritschel, Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Hannover, hebt hervor: „Mit der Regio-Challenge wollen wir Verbraucher*innen auf den Geschmack regionaler Produkte bringen und die Vorteile einer Nahversorgung mit Lebensmitteln für Gesundheit und Klimaschutz aufzeigen. Denn für mehr Regionalität auf der Speisekarte sprechen die kurzen Transportwege, die Sicherung nachhaltig und ökologisch wirtschaftender Höfe und Betriebe, der Erhalt unserer Kulturlandschaft und damit verbunden die Sicherung wertvoller Lebensräume für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.“

Einkauf von regionalen Lebensmitteln

In der Region Hannover wird eine Vielfalt an Lebensmitteln produziert und verarbeitet. Sie werden oftmals nicht über die klassischen Lebensmittelgeschäfte bezogen, sondern beispielsweise über den Bauernmarkt, über Bio-Lieferserviceangebote, Hofläden, Einkaufsgemeinschaften und über die Solidarische Landwirtschaft (Solawi). Einkaufstipps sind auf der Seite www.hannover.de/regio-essen zu finden. Zusätzlich hilft ein digitaler Einkaufsführer, die „Regio App“, bei der Suche und Navigation zu den Höfen und Bauernmärkten. Und wer sich die Frage stellt, welches Gemüse, Obst oder welche Kräuter in der Region im September wachsen, findet Antworten im Saisonkalender.

Regional kochen und gewinnen.

Wer Lieblingsgerichte kochen will, kommt an die eigenen Grenzen, wenn vor allem überregionale Zutaten verwendet werden. Dann müssen alternative Rezepte ohne Reis, Curry oder Avocado gefunden werden. Zur Unterstützung stellt das Challenge-Team Ideen von lokalen Hobby- und Profiköchen oder von einer Foodbloggerin bereit und bringt Variationen in die Küche.

Damit noch weitere Gerichte und Menüs Verbreitung finden, rufen die Veranstalter*innen zu einem Gewinnspiel auf. Den ganzen Monat September können Fotos von den eigenen Kreationen mit Hinweisen auf die Einkaufsorte auf dem Instagram-Account der Challenge hochgeladen oder mit anderen Nutzer*innen Tipps und Rezepte ausgetauscht werden. Jede Woche kann sich ein*e Gewinner*in über einen Gutschein der teilnehmenden Gastronomen freuen.

Gastronomieangebote

Auch auf den Restaurantbesuch muss im September nicht verzichtet werden: Neun Gastronomiebetriebe unterstützen die Challenge und legen im Aktionszeitraum den Fokus auf regionale Kost und servieren schmackhafte Kreationen á la Region.

Veranstaltungen in der Stadt und auf den Höfen im Umland

Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet die Regio-Challenge und lädt dazu ein, die Menschen und ihre Höfe kennenzulernen, die unsere Lebensmittel anbauen und verarbeiten sowie Vereine und Initiativen, die sich für regionale Ernährungsstrukturen stark machen. Am ersten Wochenende geht es los mit einem Brotttasting bei der Handwerksbäckerei Backwerk in Limmer (Freitag, 1. September), mit einer Hofführung auf dem Gut Adolphshof (Sonnabend, 2. September) und dem Regionserntefest am Sonntag 3. September. Am zweiten Wochenende lädt die Handwerksbäckerei Backwerk wie jeden Freitag zum regionalen Pizzaessen mit dem Bäcker ein, und am Sonntag während des Entdeckertages (10. September) öffnet die „vegane“ Solawi Wildwuchs ihre Tore.

Am darauffolgenden Wochenende findet am Freitag eine kulinarische Radtour im Osten Hannovers statt, mit Besuch auf dem Hof am Moor. Am gleichen Tag lädt die Hofkäserei und die Gemüsegärtnerei vom Kampfelder Hof zu einer Verkostung von samenfesten Tomaten und Rohmilchkäse ein. Diese Veranstaltung am 15. und am 22. September statt.

Ein Nasch-Rundgang auf dem Bauernmarkt am Moltkeplatz in der List zeigt die Besonderheit des Angebotes an den Ständen und stellt die Menschen und Höfe dahinter vor (16. September). An diesem September-Samstag kann auch am Nachmittag entweder mit einer Heilpflanzenexpertin und einem „Solawisten“ auf Kräutertour auf dem Gut Adolphshof gegangen oder ein Rundgang über den Permakulturgarten der Solawi Hannover am Kronsberg unternommen werden. Am vierten und letzten Wochenende der Challenge findet an beiden Tagen ein Hoffest auf dem Obsthof Hahne statt. Ein Apfelfest lädt am Sonntag noch einmal auf das Gut Adolphshof ein. Der „Tag des Deutschen Butterbrotes“ fällt in diesem Jahr auf den 29. September und wird in Hannover bei der Bäckerei LINDENbackt! gefeiert. An diesem Tag informiert die Handwerksbäckerei Backwerk über die Herkunft und Zubereitung der regionalen „Pizza regionale“.

Das ausführliche Programm mit weiteren Terminen ist auf der Internetseite www.hannover.de/regio-challenge zu finden.

Die Aktion „Regio-Challenge: „Iss, was um die Ecke wächst“ wird schon seit mehreren Jahren deutschlandweit durchgeführt. Das Challenge-Team möchte dieses Format dauerhaft in Hannover und den Umlandkommunen etablieren: „Das dritte Mal in Folge ist ein Anfang.“

Kultursommer

Kultursommer ade! Insgesamt 30 gut besuchte Veranstaltungen

29. August 2023/in Region Hannover, Kultur

Rund 5.000 Besucher*innen entdeckten kulturelles Neuland in der Region Hannover

REGION HANNOVER (PM).  Eine runde Sache: Im Jubiläumsjahr erreichte der 25. Kultursommer 5.000 Musikliebhaberinnen und -liebhaber in der Region und sorgte an 20 Orten für Anklang. „Unser Konzept ist aufgegangen: Den Kultursommer im Jubiläumsjahr neben der Musik auch für andere Sparten zu öffnen, hat für eine durchweg positive Resonanz beim Publikum gesorgt und ganz neue Zielgruppen angesprochen“, resümiert Stefani Schulz, Leiterin des Teams Kultur der Region.

„Die musikalische Bandbreite zwischen neuer Musik, Klassik, Jazz und Folk, aber auch die interdisziplinären Formate zwischen Literatur, Theater und Kunst, die besonderen Spielorte und das persönliche ländliche Flair machen den Kultursommer zu einer ganz besonderen Veranstaltungsreihe – das hat uns das Publikum mit viel Lob bestätigt“, ergänzt Stefan Becker, Geschäftsführer der Stiftung Kulturregion Hannover, die das beliebte Musikfestival gemeinsam mit der Region Hannover veranstaltet.

Zu den besonderen Publikumsmagneten gehörte das Konzert mit Noam Bar im Bürgerpark Wunstorf mit über 600 Gästen, ebenso wie der Auftritt von Brazzo Brazzone auf der Wiese am Blumenauer Wäldchen mit mehr als 400 Besucher*innen. Wunstorf war erstmals in der 25-jährigen Geschichte des Kultursommers dabei – eine gelungene Premiere also. Ein kleiner, feiner und gut besuchter Klassikabend war das Heitlinger Sommerkonzert mit rund 180 Gästen. Und auch das Festival „Parkbeben“ auf dem KulturGut Poggenhagen in Neustadt am Rübenberge mit rund 800 Kulturfans kam beim Publikum gut an.

„Literatur, Theater, Film, Konzert, Performances und Tanz, in diesem Jahr war wirklich für jede*n etwas dabei – das bestätigen auch die Zahlen“, fasst Sandra van de Loo vom Team Kultur der Region Hannover zusammen, das gemeinsam mit der Stiftung Kulturregion Hannover und zahlreichen Vereinen und Initiativen das Programm auf die Beine gestellt hat. Eine Erkenntnis aus dem vergangen Kultursommer hat sich auch in diesem Jahr bestätigt: „Auf den Vorverkauf allein konnte man nicht setzen“: Die Menschen kaufen Tickets nicht mehr lange im Voraus, sondern entscheiden sich spontan für einen Konzertbesuch“, berichtet van de Loo. Wegen des unsteten Wetters im August wurde so manches Konzert kurzerhand nach drinnen verlegt. „Das tat der guten Stimmung vor Ort aber keinen Abbruch.“

Der Kultursommer 2024 wird mindestens ebenso bunt

Nach dem Kultursommer ist vor dem Kultursommer: Im nächsten Jahr findet das Festival vom 20. Juli bis 31. August statt. Und weil das Konzept in diesem Jahr so gut ankam, dürfen sich Veranstalter*innen aus den Städten und Gemeinden der Region auch für das kommende Jahr mit Veranstaltungen oder spartenübergreifenden Programmen für die Teilnahme am Festival und um eine Förderung der Stiftung Kulturregion Hannover bewerben. Wichtig dabei ist, dass die Veranstaltungen sich durch eine überzeugende künstlerische Qualität, ihre Einzigartigkeit, besondere Formate bzw. Spielorte von üblichen Kulturprogrammen abheben und auf das sommerliche Festival zugeschnitten sind.

Bewerben können sich alle ehren- und hauptamtlichen Kulturveranstalter*innen mit Sitz in der Region Hannover. Ansprechpartnerinnen sind Sandra van de Loo (Team Kultur der Region Hannover), Telefon (0511) 616-26414, und Friederike Kohn (Stiftung Kulturregion Hannover), Telefon (0511) 22061015. Weitere Informationen unter: www.kultursommer-region-hannover.de

Schlaganfallhelfende

Zertifikatsübergabe an neue Rot-Kreuz-Schlaganfallhelfende

24. August 2023/in Region Hannover

Das Rote-Kreuz in der Region Hannover überreichte in dieser Woche acht ehrenamtlichen Schlaganfallhelfenden ihre Zertifikate

LANGENHAGEN (PM). Im August endete die Ausbildung zum Schlaganfallhelfenden der neun Teilnehmenden. Acht von ihnen bekamen ein Zertifikat und werden jetzt ehrenamtlich Patient*innen unterstützen. Für den 40-stündigen Kurs gab es neben wenigen Verbesserungsvorschlägen viel Lob. Bisher haben sich zwei Patient*innen für eine Betreuung durch die Schlaganfallhelfer*innen gemeldet.

Die Schirmherrschaft für dieses Projekt in Hannover übernahm die Präsidentin des DRK-Region Hannover e. V., Martina Rust. „Ich wusste sofort, dass ich Teil dieser Aktion sein möchte, da ich sowohl in meinem Freundeskreis als auch in der Verwandtschaft mit dem Thema Schlaganfall und dessen Folgen in Kontakt gekommen bin“, begründet Rust ihre Unterstützung.

Nach einem Schlaganfall kann sich das Leben grundlegend ändern. Um Betroffene nach der Behandlung im Krankenhaus weiter unterstützen zu können, hat das Rote Kreuz in der Region Hannover erstmals in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe Ehrenamtliche in Langenhagen zu Schlaganfall-Helfer*innen ausgebildet. Gefördert wird das Projekt durch das Deutsche Hilfswerk. Die Ausbildung beinhaltete medizinische Aspekte, Therapieformen, Rehabilitationsmaßnahmen und auch Grundlagen im Sozialrecht oder Schulungen in Gesprächsführung. So erlernten die Ehrenamtlichen alles, um einer betroffenen Person im Alltag helfen zu können. Die zertifizierten Schlaganfall-Helfer*innen kommen direkt zu den Betroffenen nach Hause, begleiten und motivieren sie bei Zielsetzung und- umsetzung, geben Tipps im Alltag und begleiten beispielsweise bei Behördengängen. Therapeutische und pflegerische Leistungen werden jedoch nicht von den Schlaganfall-Helfer*innen erbracht.

Schlaganfallhelfende

Auch Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer ist nun ausgebildeter Schlaganfallhelfer © Carl-Marcus Müller

Möchten auch Sie sich zum Schlaganfallhelfenden ausbilden lassen oder sind Sie von einem Schlaganfall betroffen und wünschen sich Unterstützung?
Dann melden Sie sich bei der Ehrenamtskoordinatorin Eleonora Bargenda unter: ehrenamt@drk-hannover.de oder 0511 3671-169.

Menschenrettung

Übungsszenario Menschenrettung bei Feuerwehr in Kananohe

23. August 2023/in Region Hannover

Stadtfeuerwehr Langenhagen üben gemeinsam mit Notfallsanitäter-Auszubildenden des DRK Rettungsdienst in der Region Hannover die Menschenrettung aus PKW

LANGENHAGEN (PM/cmm). Am Montagabend um 18:20 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Engelbostel, Kaltenweide und die Drohnengruppe der Stadtfeuerwehr, sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzt des DRK Rettungsdienstes in der Region Hannover nach Kaltenweide-Kananohe alarmiert. Gemäß der Alarmierung der Regionsleitstelle ereignete sich auf dem Waldweg nahe der Kananoher Straße ein Verkehrsunfall mit zwei PKW und eingeklemmten Personen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage: Zwei PKW waren miteinander kollidiert und von der Fahrbahn abgekommen. In beiden Fahrzeugen waren Personen eingeklemmt und zum Teil schwerverletzt, außerdem galten weitere Fahrzeuginsassen im Nahbereich als
vermisst.

Glücklicherweise nur eine Übung

Während die Kräfte des Rettungsdienstes die Erstversorgung der Patienten übernahmen und die Feuerwehrangehörigen die technische Rettung mit schwerem Gerät vorbereitet haben, wurde schnell klar: „Das ist eine Übung!“.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Ortsfeuerwehren befreiten die zum Teil schwerverletzten Patienten aus den zerstörten PKW und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten. Gleichzeitig starteten die Angehörigen der Drohnengruppe der Stadtfeuerwehr mit ihrer Drohne, um auf einem benachbarten Feld die vermisste Person zu suchen – mit Erfolg. Nach kurzer Zeit konnte die vermisste Person in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle ausfindig gemacht und gerettet werden.

Übungsszenario Menschenrettung bei Feuerwehr in Kananohe – Feuerwehruebung Kaltenweide2 cmm

Rettungsdienst des DRK übt ebenfalls mit © Carl-Marcus Müller

Hochrot, schwitzend, aber glücklich

Nach circa 45 Minuten hieß es dann „Übungsende“ und man konnte dann vor Ort viele hochrote Kopfe, schwitzende, aber auch glückliche Gesichter sehen.

Oftmals wird nicht bedacht, dass alle Ortsfeuerwehren in Langenhagen und den Ortsteilen ausschließlich durch Ehrenamtliche getragen werden. Das bedeutet ja nicht nur Tag und Nacht einsatzbereit sein und für jede Alarmierung und zu einem Einsatz “fluchtartig” vom Arbeitsplatz, von zu Hause oder von irgendeiner anderen Aktivität zu starten.

Unzählige Übungsdienste werden absolviert, um letztlich überhaupt einsatzbereit zu sein! Bei Tag und Nacht, bei Regen und Hitze!

Dafür ein besonderer Dank an dieser Stelle!

Aufwendiges Szenario würde übergreifend ausgearbeitet

Ausgearbeitet wurde das schwierige und aufwendige Szenario von einem Team aus beiden Ortsfeuerwehren in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Das Besondere bei der Übung: die Rettungswagen des DRK waren mit Notfallsanitäter-Auszubildenden aus den Rettungswachen Altwarmbüchen, Burgwedel und Wedemark besetzt, welche so die Möglichkeit hatten, ihr bereits erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen und weiter zu festigen. Begleitet wurden sie dabei unter anderem von Hendrik Fiedel, welcher als Praxisanleiter und Teamleiter im Rettungsdienst für die Ausbildung der zukünftigen Notfallsanitäter:innen verantwortlich ist.

Auch Marvin Götze, welcher als hauptamtlicher Notfallsanitäter des DRK die Übung mit ausgearbeitet und als Beobachter begleitet hat, zeigt sich nach Übungsende zufrieden: „Es war eine ausgezeichnete Leistung von allen Beteiligten. Unsere Auszubildenden haben die Patienten hervorragend versorgt. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr hat ebenfalls reibungslos funktioniert – wir sind sehr zufrieden und bedanken uns für die großartige Möglichkeit und die gemeinsame Übung.“

Unter der Einsatzleitung von Kaltenweides Ortsbrandmeister Uwe Glaser waren 41 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen, zwei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz.

Zum Ende der Übung versammelten sich alle Beteiligten im Feuerwehrhaus in Engelbostel und ließen den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen – dort lobte Uwe Glaser die immer wieder gute Zusammenarbeit mit der
Ortsfeuerwehr Engelbostel und dem Rettungsdienst der Region Hannover.

Toter bei Brand in Paracelsusklinik

Eine Tote bei Brand in der Paracelsusklinik

21. August 2023/in Region Hannover

Drei Ortsfeuerwehren und großes Rettungsdienst-Aufgebot im Einsatz

LANGENHAGEN (PM). Am späten Sonntagabend um 22:46 Uhr wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte der Ortsfeuerwehr Langenhagen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in die Paracelsusklinik am Silbersee alarmiert. Aufgrund einer schnellen Rückmeldung aus dem Objekt wurde der Brand bestätigt, sodass noch während des Abrückens der ersten Einsatzkräfte die Alarmstufe durch die Regionsleitstelle erhöht wurde und die Ortsfeuerwehren Godshorn und Krähenwinkel hinzualarmiert wurden.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus einem Zimmer im 3. Obergeschoss, woraufhin sofort ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorging. Parallel wurde auch ein Löschangriff von außen gestartet. Weitere Feuerwehrangehörige haben gemeinsam mit dem Klinikpersonal umgehend mit der Evakuierung der anderen Stationen begonnen und retteten mehrere Personen. Da viele betroffene Personen und auch Verletzte zu erwarten waren, wurde außerdem der sogenannte „Massenanfall an Verletzten“ ausgelöst, weshalb auch ein Großaufgebot an Rettungskräften des Rettungsdienstes und der Berufsfeuerwehr Hannover hinzugezogen wurden.

Von den rund 50 im Gebäude befindlichen Personen waren 19 direkt von dem Brand betroffen. Eine Person musste verletzt durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus verlegt werden, 17 Personen blieben unverletzt und konnten auf anderen Stationen im Krankenhaus untergebracht werden, wo sie durch das Klinikpersonal weiter betreut werden. Eine weitere Person kam durch das Brandereignis ums Leben und konnte erst nach Abschluss der Löschmaßnahmen geborgen werden.

Eine Tote bei Brand in der Paracelsusklinik – Brand Para LGH aussen cmm

Das Krankenzimmer brannte vollständig aus © Carl-Marcus Müller

Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Unter der Einsatzleitung von Langenhagens Ortsbrandmeister Jens Heindorf waren rund 90 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Langenhagen, fünf Rettungswagen, drei Notärzte, die Polizei, der Fachberater Sanität der Johanniter Langenhagen und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, sowie ein Leitender Notarzt der Berufsfeuerwehr Hannover rund drei Stunden im Einsatz.

Mähdrescherbrand

Fünf Einsätze fordern die Stadtfeuerwehr Sehnde

19. August 2023/in Region Hannover

Mähdrescherbrand endet glimpflich

SEHNDE (PM). Zu insgesamt fünf Einsätzen wurden mehrere Ortsfeuerwehren am heutigen Freitag, 18. August alarmiert. Diese gliederten sich in drei technische Hilfeleistungen und zwei Brandeinsätze.

Bereits in den frühen Morgenstunden gegen 00:30 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Ilten zu einer Türöffnung alarmiert, genauso wie die Ortsfeuerwehr Sehnde am Vormittag gegen 11:15 Uhr. Am späten Nachmittag wurden die Ortsfeuerwehr Ilten und die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Sehnde zur Unterstützung des Rettungsdienstes nach Ilten gerufen. Alle drei Einsatzstellen konnten jeweils zügig abgearbeitet werden.

Gegen 19:50 Uhr wurde der Regionsleitstelle ein brennender Mähdrescher auf einem Acker an der Bundesstraße 443 gemeldet, woraufhin die Ortsfeuerwehren Sehnde und Wassel alarmiert wurden. Bei Mäharbeiten war eine Hydraulikleitung geplatzt und das Öl tropfte auf heiße
Fahrzeugteile, wodurch kurze Zeit später ein Feuer im Motorbereich ausbrach. Die beiden anwesenden Arbeiter bekämpften das Feuer umgehend mit mehreren Feuerlöschern, wodurch ein Vollbrand des Mähdreschers und eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden konnte. Die eingesetzten Einsatzkräfte kühlten die betroffenen Bauteile und kontrollierten das Fahrzeug mit einer Wärmebildkamera.

Gegen 21:30 Uhr wurden dann die Ortsfeuerwehren Bolzum, Müllingen-Wirringen, Sehnde und Wassel erneut zu dem Mähdrescher auf einem Feld kurz vor dem Bockmer Holz alarmiert. Der Eigentümer des Fahrzeugs hatte zur Sicherheit noch einen Feuerlöscher in den Motorbereich
abgelassen, was zu einer kurzzeitig starken Rauchentwicklung führte. Ein aufmerksamer Jäger hatte diese Rauchentwicklung gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Nach einer kurzen Kontrolle konnten die Ehrenamtlichen wieder einrücken. Zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Bolzum, Ilten, Müllingen-Wirringen, Sehnde und Wassel, sowie der Rettungsdienst.

Eilantrag gegen Bewässerungsverfügung der Region Hannover erfolglos – BGP 3© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Eilantrag gegen Bewässerungsverfügung der Region Hannover erfolglos

16. August 2023/in Region Hannover

Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Bewässerungszeiten rechtmäßig

HANNOVER (PM). Die 9. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat mit Beschluss vom 15. August 2023 einen Eilantrag gegen die Allgemeinverfügung der Region Hannover zur Beschränkung der Bewässerungszeiten im Regionsgebiet abgelehnt.

Die Antragsgegnerin hatte unter dem 5. Juli 2023 eine Allgemeinverfügung zur zeitlichen Beschränkung von Bewässerungsanlagen und Rasensprengern im Regionsgebiet erlassen und darin – befristet bis zum 30. September 2023 – die Bewässerung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen, öffentlichen und privaten Grünflächen sowie von Sportanlagen mit stationären und mobilen Bewässerungsanlagen einschließlich Rasensprengern und Tankwagen bei einer Temperatur ab 24 Grad Celsius und höher (Wetterstation Hannover Flughafen) zwischen 11 und 18 Uhr untersagt. Gleichzeitig hatte sie die sofortige Vollziehung des Bewässerungsverbotes angeordnet. Zur Begründung verweist die Antragsgegnerin in der Allgemeinverfügung auf in der Region vorherrschende historisch niedrige Grundwasserstände und eine hohe Verdunstung bei Temperaturen ab 24 Grad Celsius.

Der Antragsteller ist Landwirt und baut Sonderkulturen (u.a. Salate und Kohlgemüse) an. Seinen Eilantrag, die aufschiebende Wirkung seines gegen die Allgemeinverfügung eingelegten Widerspruchs wiederherzustellen, hat die 9. Kammer abgelehnt. Nach Auffassung des Gerichts besteht aufgrund der Entwicklung der Grundwasserstände in Niedersachsen und im Regionsgebiet insbesondere seit 2018 eine konkrete Gefahr im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes für den Erhalt des Grundwassers als natürliche Lebensgrundlage. Gleichzeitig sind die durch die Bewässerungseinschränkung verursachten Eingriffe in die Berufsausübungsfreiheit des Antragstellers aus Art. 12 GG und in sein Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb aus Art. 14 GG gerechtfertigt, um eine verdunstungsbedingte Verschwendung von Grundwasser zu verhindern. Eine Existenzgefährdung durch die veränderten Bewässerungszeiten hat der Antragsteller im Einzelnen nicht ausreichend glaubhaft gemacht.

Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingelegt werden.

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