Genießen Sie die Feiertage und denken Sie auch einmal an unsere vielen Einsatzkräfte, die während der Feiertage für uns immer da sind
Mit dem Heiligen Abend beginnen morgen die weihnachtlichen Festtage für unsere Leserinnen und Lesern. Wir möchten uns ganz herzlich für die anhaltende Treue unserer Leserschaft bedanken und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein paar ruhige und friedvolle Weihnachtstage.
In den derzeit aktuellen laufenden Hochwassereinsätzen zeigen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und anderen Hilfsorganisationen besonders engagiert. Trotz der Feiertage lassen viele dieser Helfer ihre Familien für einige Stunden zurück, um in den betroffenen Gemeinden Unterstützung zu leisten. Dieses Engagement verdient besondere Anerkennung, vorwiegend bei den ehrenamtlichen Kräften, die neben den hauptamtlichen Einsatzkräften einen wesentlichen Beitrag leisten.
In diesem Zusammenhang wird auch an diejenigen gedacht, die von Kriegen betroffen sind. Menschen, die ihre Familien verloren haben, ihre Heimat hinter sich lassen mussten oder einen Neuanfang ohne Besitz starten, stehen im Fokus dieser Gedanken. Die Trauer vieler Familien in Kriegsgebieten um ihre Gefallenen und Getöteten wird ebenfalls nicht vergessen.
Trotz der Herausforderungen und manchmal schwierigen Umstände wünschen die Redaktion allen Menschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Die Gesundheit und das Wohlergehen aller stehen dabei im Vordergrund.
Wasserschäden und Verkehrsunfälle halten Freiwillige Feuerwehr in Atem
LANGENHAGEN (red). Die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen hat aufgrund des schweren Unwetters in den letzten Tagen eine Vielzahl von Notfällen bewältigt. Seit Donnerstagabend musste die Feuerwehr zu insgesamt 29 Einsätzen ausrücken, darunter Wasserschäden und ein Verkehrsunfall. Die intensiven Bemühungen der Einsatzkräfte dauerten bis in die späten Nachtstunden an, wobei zahlreiche Kellerräume von Wasser befreit und weitere Notfälle bewältigt wurden.
Am Donnerstagabend begann für die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen eine Reihe von Einsätzen, ausgelöst durch ein schweres Unwetter. Zunächst wurden zwei Wasserschäden in Kellern gemeldet, gefolgt von einem Verkehrsunfall, bei dem ein PKW aus dem Gleisbett geborgen werden musste.
Der Freitag gestaltete sich für die Einsatzkräfte als besonders lang und fordernd. Von 8:30 Uhr morgens bis in die Nacht waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Insgesamt fuhren sie zu 20 Einsatzstellen, von denen sie bei der Hälfte aktiv eingriffen. Hauptaufgabe war das Entfernen von Wasser aus überfluteten Kellerräumen, wofür starke Tauchpumpen und Wassersauger zum Einsatz kamen. Während einige Einsätze nur wenige Minuten in Anspruch nahmen, dauerten andere mehrere Stunden.
Die Alarmierungen verteilten sich tagsüber noch vereinzelt, nahmen aber gegen Abend hin zu. Zur Koordination wurde das Gerätehaus der Ortsfeuerwehr funkbesetzt. Ortsbrandmeister Jens Heindorf und Gruppenführer Jörg Teller übernahmen die Annahme und Verteilung der Einsätze an die vier im Ortsgebiet eingesetzten Fahrzeuge. Neben Wasserschäden wurde die Feuerwehr auch zu einem Brandgeruch gerufen und rettete zwei Weihnachtsterne vor dem Herunterfallen.
Nach einer kurzen Unterbrechung setzten am Samstagmorgen weitere Einsätze ein, wodurch sich die Gesamtzahl der Einsätze seit Freitagmorgen auf 26 und seit Donnerstag auf 29 erhöhte. Auch hier waren die Einsatzkräfte wieder gefordert, doch eine Entspannung der Situation ist bisher nicht in Sicht.
Wichtige Informationen für die Einwohner von Langenhagen
Gemeldete Einsatzstellen / Wasserschäden werden durch die Feuerwehr-Einsatzleitung gesichtet, priorisiert und dann Kräfte zur Erkundung der Lage vor Ort entsandt. Diese beurteilen, ob ein Tätigwerden der Feuerwehr notwendig ist.
Bei Wasserschäden mit Kleinstmengen von ein bis drei Zentimeter und bei Wasserschäden mit Fäkalwasser wird die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Langenhagen in der Regel nicht tätig.
Der Einsatz kann, gemäß der „Satzung über die Erhebung von Gebühren für Dienst- und Sachleistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Langenhagen“ der Stadt Langenhagen, kostenpflichtig werden. Weitere Informationen gibt es auf www.langenhagen.de
Technologischer Fortschritt im Einsatz: Crash Recovery System unterstützt Feuerwehr
WEDEMARK (red). Am Mittwoch, dem 20.12.2023, kam es auf der Bundesautobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Berkhof und Schwarmstedt zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Ford Transit kollidierte aus noch ungeklärter Ursache ungebremst mit dem Heck eines LKWs. Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren waren schnell vor Ort, um eine eingeklemmte Person zu befreien.
Die Feuerwehren aus Elze, Berkhof und Mellendorf wurden um 8:24 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der A7 alarmiert. Dort hatte ein Ford Transit, aus bisher unbekannten Gründen, einen heftigen Zusammenstoß mit einem LKW erlebt. Bei dem Aufprall wurde eine Person im Kleintransporter eingeklemmt.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten das hydraulische Rettungsgerät einsetzen, um die eingeklemmte Person zu befreien. Nach etwa 15 Minuten gelang es, die Person aus dem Fahrzeug zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Der Verletzte wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber Christoph 4 in die Medizinische Hochschule transportiert.
Ein wichtiger Aspekt dieses Einsatzes war die gut gebildete Rettungsgasse, die den Einsatzkräften ein schnelles Erreichen des Unfallorts ermöglichte. Zudem nutzte die Feuerwehr das Crash Recovery System, eine Online-Datenbank, die wichtige Informationen zu dem verunfallten Fahrzeug liefert. Diese Daten, wie etwa die Lage von Airbags und Batterien, sind für die Rettung entscheidend.
Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte und 8 Fahrzeuge der Feuerwehr vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen war die A7 in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen führte.
Steffen Krach: Zahlen sprechen für sich, jetzt geht es um den politischen Willen
REGION HANNOVER (PM). Das Deutschlandticket wird es auch im kommenden Jahr in der Region Hannover geben. In einer Beschlussvorlage, über die die Regionsversammlung am Dienstag entscheidet, verpflichtet sich die Region Hannover, die durch das Deutschlandticket entstehenden Mindereinnahmen und Mehrausgaben der Verkehrsunternehmen bis Ende April auszugleichen – bis dahin hat der Bund die Zukunft des Tickets zunächst gesichert. Dieser Schritt ist die Grundvoraussetzung, um den rund 1,2 Millionen Einwohner*innen der Region Hannover auch weiterhin Fahrten im Regionsgebiet zum Deutschlandticket-Preis anbieten zu können.
Regionspräsident Steffen Krach ist überzeugt vom Modell des Deutschlandtickets: „Von Beginn an war das Deutschlandticket ein großer Erfolg. Die Region Hannover zeigt das nach den Ergebnissen einer Marktforschungsstudie beispielhaft: In der Region hat jede
fünfte Person ab 14 Jahren ein Deutschland-Ticket. Das ist herausragend. Nach diesen Zahlen kann niemand mehr leugnen, dass ein bezahlbarer ÖPNV gut ankommt und genutzt wird.“ Gleichzeitig fordert Krach: „Daraus müssen endlich politische Schlüsse gezogen werden. Während in Österreich das Klimaticket auf Jahre abgesichert ist, sind es bei uns nur wenige Monate. Das kann und darf nicht wirklich die Antwort der Bundesregierung auf die Verkehrswende sein. Der Bund muss sich jetzt ehrlich machen: Es geht nicht um die Finanzierung, es geht um den Willen.“
Zuletzt hatten die Ministerpräsident*innen und der Bundeskanzler die Fortführung des Deutschlandtickets bis Ende April 2024 beschlossen. Zur Finanzierung haben sich Bund und Länder verpflichtet, sich jeweils zur Hälfte an den Kosten zu beteiligen. Die Region Hannover rechnet derzeit mit Kosten von rund 46 Millionen Euro, die als Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen zu leisten sind.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache
Die Verkaufsstatistik des GVH zeigt zudem, dass von den über den GVH verkauften Deutschlandtickets das in der Region Hannover einzigartige, vergünstigte Deutschlandticket Hannover Job einen Anteil von rund 58 Prozent ausmacht. 16 Prozent entfallen auf das vergünstigte Deutschlandticket in Form des Sozialtickets, ein Großteil beider Gruppen sogar als 365-Euro-Ticket. Von der Semesterticket-Variante profitieren 7 Prozent. Darüber hinaus nutzen in absoluten Zahlen derzeit rund 24.600 Personen die Jugendnetzkarte und 27.700 Personen die Seniorennetzkarte. Und: 13 Prozent der Fahrten mit dem Deutschlandticket wären ohne das Angebot mit einem anderen Verkehrsmittel durchgeführt worden. Mehr als jeder dritte Fahrgast war vorher mit dem ÖPNV unterwegs, allerdings mit Einzelfahrscheinen. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz unterstreicht daher die Bedeutung des Deutschlandtickets: „Wir haben im Aktionsplan Verkehrswende das Ziel definiert, den Menschen eine attraktive Alternative zum Auto zu bieten. Dazu gehören auch einfache und attraktive Tarife. Das Deutschland-Ticket ist dafür ein wichtiger Baustein. Bund und Länder sind jetzt gefordert, dieses Angebot langfristig zu sichern und nicht nur für wenige Monate.“
Abfälle und Wertstoffe werden zuverlässig abgeholt
REGION HANNOVER (PM). Alle Jahre wieder fallen die Feiertage im Dezember und zu Beginn des neuen Jahres auch auf Werktage. Da die beiden Weihnachtsfeiertage in diesem Jahr auf einen Montag und Dienstag fallen, kann die Abholung von Abfällen und Wertstoffen an diesen Tagen nicht erfolgen.
Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) bietet trotzdem eine verlässliche und kundenfreundliche Regelung zur Abholung von Abfällen und Wertstoffen an. Die Abfallentsorgung am ersten Weihnachtsfeiertag wird vorgeholt. Die Abfallentsorgung am zweiten Weihnachtsfeiertag wird nachgeholt. So sorgt aha bereits vor Weihnachten für eine leere Tonne, denn auch vor dem Fest fällt eine Menge Abfall an. Die Reste vom Fest holt aha auch nach den Feiertagen zuverlässig wie gewohnt ab. Ab Mittwoch, 27. Dezember, verschieben sich alle Abfuhrtage in dieser Woche um einen Tag nach hinten.
Die Abholtermine rund um die Feiertage im Überblick:
Montag, 25. Dezember: Abholung bereits am Sonnabend, 23. Dezember
Dienstag, 26. Dezember: Abholung am Mittwoch, 27. Dezember
Mittwoch, 27. Dezember: Abholung am Donnerstag, 28. Dezember
Donnerstag, 28. Dezember: Abholung am Freitag, 29. Dezember
Freitag, 29. Dezember: Abholung am Samstag, 30. Dezember
An Neujahr, 1. Januar 2024, entfällt die Müllabfuhr wie gewohnt und wird am Dienstag, 2. Januar nachgeholt. In dieser Woche verschiebt sich die Abfuhr jeweils um einen Tag nach hinten bis einschließlich Sonnabend, 6. Januar.
Die Deponien und Wertstoffhöfe bleiben Heiligabend, Silvester sowie an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr geschlossen. Auch die Service-Hotline und die Gebühren-Hotline sind an diesen Tagen nicht besetzt.
90 Millionen Euro Investition verknüpft Hannover und Hemmingen mit moderner Stadtbahn
HANNOVER / HEMMINGEN (red). Nach über drei Jahrzehnten der Planung und siebenjähriger Bauzeit, wurde am 9. November 2023 die neue Stadtbahnlinie 13 feierlich in Betrieb genommen, die Hannover mit Hemmingen verbindet. Die 3,3 Kilometer lange Strecke, ein gemeinsames Projekt von Bund, Land und Region Hannover, wurde mit einer symbolischen Banddurchschneidung durch hochrangige Vertreter eröffnet und markiert einen signifikanten Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Mobilität.
Die Stadtbahnlinie 13, deren Gleisbau 2019 begann, verbindet nun den hannoverschen Stadtteil Oberricklingen mit Hemmingen und wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro realisiert. Die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) agierte als Bauherrin und Eigentümerin der Verkehrsanlagen. Mit sechs neuen Haltestellen dient die Strecke einem erweiterten Einzugsgebiet von etwa 9.200 Anwohnern und 5.300 Arbeitsplätzen.
Regionspräsident Steffen Krach betonte in seiner Rede die Bedeutung der neuen Linie für die Mobilitätswende und den Klimaschutz. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hob hervor, dass die Stadtbahn mehr als nur eine Verkehrsverbindung darstellt, sondern ein Symbol für zukunftsorientierte Mobilität und soziale Verträglichkeit ist.
Jan Dingeldey, Bürgermeister von Hemmingen, erklärte die Inbetriebnahme der Linie als bedeutende Aufwertung für die Stadt und ihre Bewohner. Christian Weske, Geschäftsführer der infra, wies auf die neuen Park-and-Ride-Anlagen in Hemmingen hin, die den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erleichtern.
Elke van Zadel, Vorständin der ÜSTRA, erläuterte, dass Streckenverlängerungen im Stadtbahnnetz selten und daher besonders sind. Zudem wurden neue Busverbindungen und verbesserte Anschlüsse an das Stadtbahnnetz eingeführt. Die Stadtbahnlinie 13 ersetzt auf einem Teilstück die Linie 9 und bringt Änderungen im gesamten Netz mit sich.
Mit der Linie 13 durch Linden-Süd und Ricklingen befahren erstmals drei Stadtbahnlinien (3, 7, 13) jeweils im Zehn-Minuten-Takt den Ricklinger Stadtweg. Die 17 fährt werktags daher nun alle 20 Minuten, sonn- und feiertags bleibt es beim 30-Minuten-Abstand.
ÖPNV-Modernisierung: Hannover setzt neue Maßstäbe mit Hochbahnsteigen
HANNOVER (red). Im Dezember 2023 erlebt die Region Hannover einen signifikanten Fortschritt im öffentlichen Nahverkehr mit der Inbetriebnahme von drei neuen Hochbahnsteigen. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit und stellt eine bedeutende Investition in die Infrastruktur der Region dar.
Die Region Hannover, in Zusammenarbeit mit der infra, nimmt am 1. Dezember den Betrieb des Hochbahnsteigs in Wiesenau auf. Es folgen der Hochbahnsteig Glocksee am 5. Dezember und der Safariweg am 6. Dezember. Diese neuen Stationen, die Teil der Hochbahnsteige 164 bis 166 sind, bringen die Region Hannover näher an ihr Ziel, bis Jahresende rund 86 Prozent der 201 Stadtbahnhaltestellen barrierefrei zu gestalten. Dieses Projekt, mit Gesamtkosten von etwa 51 Millionen Euro, wird teilweise durch Fördermittel des Landes Niedersachsen unterstützt.
Jeder der neuen Hochbahnsteige bietet moderne Annehmlichkeiten, darunter Rampen für barrierefreien Zugang, taktile Elemente für mobilitätseingeschränkte Personen, Witterungsschutz und dynamische Fahrgastinformationssysteme.
Regionspräsident Steffen Krach betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr und dankt sowohl dem Land Niedersachsen für die finanzielle Unterstützung als auch den Bauunternehmen für ihre Arbeit. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz hebt hervor, dass diese Maßnahmen die Attraktivität und Sicherheit des öffentlichen Nahverkehrs erhöhen und Teil der Verkehrswende in der Region sind.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sieht in den Hochbahnsteigen eine wertvolle Investition, die zur Modernisierung des Stadtbildes beiträgt und die Effizienz des öffentlichen Verkehrs verbessert. Infra-Geschäftsführer Christian Weske lobt den Einsatz der Bauarbeiter bei der zeitgleichen Fertigstellung dieser Projekte und der Neubaustrecke nach Hemmingen.
Elke Maria van Zadel, Vorständin der ÜSTRA, betont die Bedeutung der neuen Hochbahnsteige für die Fahrgäste und erwähnt insbesondere die Erleichterung, die sie für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bieten.
Region Hannover setzt auf Neuregelungen der Umweltministerkonferenz
REGION HANNOVER (PM). Das Verwaltungsgericht Hannover hat die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Wolfes wiederhergestellt. Damit folgt das Gericht dem Antrag einer Naturschutzvereinigung. Der Vollzug der Genehmigung bleibt ausgesetzt und das Tier, für welches die Ausnahmegenehmigung ausgestellt wurde, darf vorerst nicht bejagt werden.
„Die Gerichtsentscheidung zeigt, dass die Rechtsgrundlage für die Entnahme von Wölfen dringend verbessert werden muss. Aktuell investieren die unteren Naturschutzbehörden viel Zeit und Arbeit in komplexe Ausnahmegenehmigungen, die am Ende trotz aller Abwägung nicht rechtssicher sind und nicht vollzogen werden können“, sagt Regionspräsident Steffen Krach.
Um einen langwierigen Rechtsstreit über die bis zum 29. Februar 2024 gültige Genehmigung zu vermeiden, hat die Untere Naturschutzbehörde entschieden, die Ausnahmegenehmigung zurückzuziehen und auf die von der Umweltministerkonferenz beschlossenen Neuregelungen zu setzen. Diese sehen für Regionen mit erhöhtem Rissvorkommen schnellere Abschussmöglichkeiten vor. Steffen Krach macht dazu deutlich: „Die Region Hannover ist eine der am stärksten von Wolfsrissen betroffenen Regionen in Niedersachsen. Wir werden deshalb alle neu geschaffenen Möglichkeiten nutzen, um in begründeten Einzelfällen Wölfe zukünftig schneller zu bejagen und uns weiterhin für ein regionales Bestandsmanagement einsetzen.“
Die Umweltministerkonferenz hatte sich am Freitag der vergangenen Woche auf Neuregelungen zum Abschuss geeinigt. Danach sollen die Länder kurzfristig Regionen mit vermehrten Rissen durch Wölfe festlegen. Hat ein Wolf in diesen Gebieten Schutzzäune überwunden und ein Weidetier gerissen, ist eine Abschussgenehmigung möglich. Diese soll zeitlich für einen Zeitraum von 21 Tagen nach dem Rissereignis gelten und die Entnahme im Umkreis von bis zu 1.000 Metern um die betroffene Weide zulassen.
8 Jähriges Mädchen hilft Großmutter und lässt Feuerwehr durch Nachbarn alarmieren
LEHRTE (PM). Die Freiwilligen Feuerwehren Arpke, Sievershausen und Hämelerwald wurden am heutigen Dienstag den 05.12.2023 gegen 16:55 Uhr in dem Bereich der Flutwidde nach Arpke alarmiert. Grund der Alarmierung war ein in brandgeratenes Adventsgesteck in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses.
Das Enkelkind befand sich zur Zeit bei den Großeltern als es zu dem Feuer im Bereich des Wohnzimmers gekommen ist. Die Großmmutter des Kindes unternahm geistesgegenwärtig selbstständige Löschversuche. Das 8 jährige Mädchen handelte vorbildlich: sie ging aus der Wohnung und klopfte an den Nachbarwohnungen, die Nachbarn riefen dann die Feuerwehr.
Vor Ort eingetroffen bot sich den Einsatzkräften dann folgenden Lage: Das Adventsgesteck im Wohnzimmer war vollständig abgebrannt und drohte sich weiter auszubreiten, war jedoch bereits durch die Bewohnerin vollständig gelöscht. Weitere nachrückenden Kräfte konnten demnach die Einsatzfahrt abbrechen. Die Anwohner hatten bereits das Haus verlassen. Die Hauptaufgabe der Feuerwehr Arpke bestand darin, den betroffenen Bereich der Wohnung mittels Wärmebildkamera mit einem Trupp unter PA nach einer weiteren Brandausbreitung abzusuchen und das Brandgut aus der Wohnung zu bringen. Das Feuer hatte sich glücklicherweise nicht weiter ausgebreitet, sodass die Wohnung ohne Einsatz von weiterem Wasser durch die Feuerwehr lediglich belüftet werden musste. Die Familie erlitt einen schock, die Großeltern konnten aber noch am selben Abend in ihre Wohnung zurückkehren. Niemamd wurde verletzt.
Während des Einsatzes bemerkte jedoch ein aufmerksamer Passant, dass Schaulustige aus deren Kastenwagen vermeintlich ohne Einverständnis der betroffenen Personen Fotos von den Betroffenen und der Einsatzstelle abbildeten. Die Konfrontation mit den „Gaffern“ führte dann zu einer Beleidigung des Passanten, der selbstverständlich umgehend die bereits anwesende Polizei informierte und sich das Kennzeichen des Lieferwagens notierte.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Arpke und Sievershausen, ein anrücken der Feuerwehr Hämelerwald war nicht mehr notwendig.
Einsatzkräfte kämpfen gegen Ausbreitung des Feuers am Steinhuder Meer
NEUSTADT (red). Am frühen Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr Mardorf um 03:50 Uhr zu einem Brand am Campingplatz am Weidenbruchsweg gerufen. Das Feuer, das das rund 200 Quadratmeter große Rezeptionsgebäude erfasst hatte, drohte auf ein benachbartes Gasflaschenlager überzugreifen.
In Mardorf kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Das Feuer, das im Rezeptionsgebäude eines Campingplatzes ausgebrochen war, wurde durch die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht. Beim Eintreffen der ersten Löschmannschaften wurde aufgrund der Intensität des Brandes das Alarmstichwort auf B2 erhöht, was auf einen größeren Brand hinweist.
Eine der größten Herausforderungen für die Feuerwehr bestand darin, das Feuer von einem angrenzenden Gasflaschenlager fernzuhalten. Dazu wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um eine Ausbreitung des Brandes auf das Nachbargebäude zu verhindern. Die Feuerwehr Neustadt unterstützte mit einer Drehleiter und einem Wenderohr, um das Feuer von oben zu bekämpfen.
Die Wasserversorgung für die Löscharbeiten wurde durch einen nahegelegenen Hydranten und das angrenzende Steinhuder Meer sichergestellt. Im Einsatz waren vier C-Rohre, ein B-Strahlrohr, ein Wasserwerfer zur Sicherung der Gasflaschen und das Wenderohr der Drehleiter.
Unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Markus Nülle waren die Feuerwehren Mardorf, Schneeren, Eilvese, Neustadt, die Informations- und Kommunikationseinheit, die Hygieneeinheit Süd aus Basse, die Verpflegung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1, der stellvertretende Stadtbrandmeister Dennis Hausmann, der stellvertretende Abschnittsleiter Martin Höflich sowie Polizei und Rettungsdienste im Einsatz.
Um 13:30 Uhr konnte die Feuerwehr Mardorf die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Damit endete ein intensiver und anspruchsvoller Einsatz für die beteiligten Rettungskräfte. Vor der Übergabe sorgte das Technische Hilfswerk (THW) für einen entscheidenden Schritt in der Nachsorge des Einsatzes. Mithilfe eines Baggers rissen sie Teile des betroffenen Gebäudes ein, um an die tief liegenden Glutnester heranzukommen und diese effektiver ablöschen zu können.
Vor dem Beginn der Abrissarbeiten nahm ein Brandermittler seine Untersuchungen auf. Erst nach Abschluss seiner Ermittlungen, die zur Ursachenforschung des Brandes dienten, konnten die Einrissarbeiten durch das THW beginnen. Diese Maßnahme war entscheidend, um sicherzustellen, dass keine versteckten Glutnester übrig blieben, die potenziell ein erneutes Aufflammen des Feuers hätten verursachen können.
Abschließend ist geplant, dass die Feuerwehr Mardorf gegen 16 Uhr eine Nachkontrolle der Einsatzstelle durchführen wird. Diese Nachkontrolle dient dazu, die vollständige Sicherheit der Brandstelle zu gewährleisten und ist ein Standardverfahren in solchen Einsätzen.
Nach Angabe des Zentralen Kriminaldienstes fanden die Brandermittlungen im ersten Obergeschoss eine defekte Stromleitung. Anhand von Zeugenaussagen und objektiven Spuren lässt sich die defekte elektrische Leitung als Brandursache feststellen. Die Ermittler schließen eine Brandstiftung aus.
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