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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Feuer Nahkauf Berenbostel

Feuer im Supermarkt Nahkauf in Berenbostel

9. August 2023/in Region Hannover

Geschäft durch Brandrauch starkt in Mitleidenschaft gezogen

GARBSEN / BERENBOSTEL (PM). Am frühen Mittwochmorgen gegen 4.50 Uhr wurde die Ortsfeuewehr Berenbostel zu einem gemeldeten Feuer in einem Supermarkt an der Osterwalder Straße gerufen. Aufgrund vermehrt eingehender Notrufe wurden kurze Zeit später auch die Ortsfeuerwehren Heitlingen und Stelingen sowie die Drehleiter aus Garbsen und die Einsatzleitwagenbesatzung der Stadtfeuerwehr hinzualarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine Flammenentwicklung im Eingangsbereich des Marktes feststellbar. Es brannten dort abgestellte Waren. Ein Trupp unter Atemschutz drang mit einem Löschrohr in das Gebäude ein und nahm die Brandbekämpfung auf. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden.

Drehleiter

Auch eine Drehleiter kam zum Einsatz, um die Dachhaut zu kontrollieren © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Allerdings hatte der Brand zu einer starken Rauchentwicklung geführt, die sich im gesamten Markt ausbreitete und so Gebäude und Waren stark in Mitleidenschaft zog. Mit zwei Druckbelüftungsgeräten wurde der Brandrauch aus dem Gebäude befördert.

Gegen 5.30 Uhr war das Feuer so weit abgelöscht und es wurden anschließend noch Nachlösch- und Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Hierzu kamen noch weitere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz.

Gegen 6 Uhr konnten bis auf die Ortsfeuerwehr Berenbostel alle weiteren Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden und rückten ein.

Die Polizei wird die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Hierzu und zur Schadenhöhe kann von der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden. Die Feuerwehren waren mit ca. 60 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz.

 

Fahrradstreife Polizei

Polizei kontrolliert den Seitenabstand

7. August 2023/in Region Hannover

Beim Überholen von Radfahrenden am Nienstedter Pass werden die vorgeschriebenen 2 Meter kontrolliert

HANNOVER (ots). Die Fahrradstaffel der Polizei Hannover hat am Samstag, 05.08.2023, gemeinsam mit der Polizei Barsinghausen den Seitenabstand beim Überholen von Radfahrenden auf dem Nienstedter Pass kontrolliert. Dabei stellten sie bei der dreistündigen Kontrolle bei 25 von 77 Überholvorgängen eine Unterschreitung des vorgeschriebenen Überholabstands von 2 Metern fest.

Für die Kontrolle des Seitenabstandes beim Überholen der Radfahrenden wurden die bereits erfolgreich in der Praxis erprobten Kreidemarkierungen als Referenzpunkte auf der Fahrbahn aufgebracht. Bei einer Unterschreitung des außerorts vorgeschrieben Überholabstandes von 2 Metern wurden die Verstöße durch die Einsatzkräfte dokumentiert. Die Autofahrenden wurden bei einem Verstoß direkt auf Parkplatz Nienstedter Pass angehalten und kontrolliert. Des Weiteren wurden die Radfahrenden ebenfalls angehalten um die Lenkerbreite der Fahrräder zu dokumentieren. Es wurden bei 77 Kontrollen insgesamt 25 Verstöße festgestellt. Ein Verstoß beinhaltet ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro. Die meisten Fahrzeugführer waren sich des Verstoßes nach Ansprache bewusst und waren einsichtig.

Auch nach Badesaison Blaualgen in einigen Badeseen

Erhöhtes Blaualgen-Aufkommen am „Großen Teich/Ricklinger Bad“

7. August 2023/in Region Hannover

Vorsicht ist geboten: Vor allem Kinder und Tiere sollten aufpassen

REGION HANNOVER (PM). Wegen erhöhten Blaualgenaufkommens rät das Gesundheitsamt der Region Hannover, an der Badestelle „Großer Teich/Ricklinger Bad“ an den Ricklinger Seen besonders achtsam zu sein. Dort besteht zurzeit eine verstärkte Konzentration der sogenannten Cyanobakterien (Blaualgen).

Bei entsprechenden Wetterverhältnissen ist damit zu rechnen, dass es zu Algen-Ansammlungen an der Badestelle kommen kann. Diese Bereiche sollen gemieden und Kinder beaufsichtigt werden. Badende werden gebeten, auf die Hinweise vor Ort und auf Trübungen im Wasser zu achten und die Bereiche zu meiden.

Entsprechende Schilder mit Verhaltenshinweisen sind an den Badestellen aufgestellt. Allgemeine Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung oder Aufrahmungen am Ufer. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern. Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer vorsorglich darauf hin, dass auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.

 

Die offizielle Badesaison gilt grundsätzlich vom 15. Mai bis zum 15. September. Bis Mitte September überprüfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Wasserqualität der Badestellen regelmäßig, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung für die Badenden so weit wie möglich auszuschließen. Aktuelle Informationen zu den einzelnen Badestellen in der Region und Niedersachsen bietet der Bäderführer der Region Hannover unter www.hannover.de und der Niedersächsische Badegewässeratlas im Internet unter www.badegewaesseratlas.niedersachsen.de.

Fragen und Antworten zum Thema Blaualgen:

Was sind Blaualgen oder Cyanobakterien?

Die Bezeichnung Blaualgen ist trügerisch, weil Blaualgen Bakterien ähnlicher sind als Algen und selten blau aussehen. Meist versteckt sich ihr blaues Pigment unter dem grünen Chlorophyll-a. Cyanobakterien ist der korrekte Name für Blaualgen.

Woher kommen Cyanobakterien in Seen?

Cyanobakterien sind in unseren Seen und Flüssen natürliche Teile der Lebensgemeinschaften. Vor allem in nährstoffreichen Gewässern kann es bei anhaltend warmem Wetter zu einem sehr starken Wachstum von Algen und Blaualgen („Blaualgenblüte“) kommen. Je nach Wetterlage können Cyanobakterien auch zur Oberfläche auftreiben und Schwimmteppiche und Aufrahmungen bilden, die der Wind am Ufer zusammentreiben kann. Das kann sehr schnell gehen und ist kaum vorhersagbar. 

Wie gefährlich sind Cyanotoxine?

Cyanobakterien sind giftig und ein Gesundheitsrisiko, insbesondere, wenn Wasser mit hohen Konzentrationen geschluckt wird oder in die Atemwege gelangt. Dies passiert am ehesten bei Wassersportarten mit intensivem Wasserkontakt wie Wasserskifahren, Windsurfen, Tauchen und Kopfsprung, aber auch beim Segeln in stürmischem Wetter. Cyanobakterien können Übelkeit, Durchfall und Entzündungen von Hals, Augen und Ohren hervorrufen. Eine Aufnahme von Cyanotoxinen durch die Haut ist unwahrscheinlich. Schwerwiegendere Folgen sind Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen. Bei Kindern kann sich Lebensgefahr einstellen, wenn sie viel Wasser schlucken – etwa beim intensiven Toben oder gegenseitigem Untertauchen. In den flachen Bereichen ist oft die größte Konzentration von Cyanobakterien. Für Hunde und andere Haustiere können Cyanobakterien tödlich sein, wenn sie sich nach dem Baden das Wasser aus dem Fell lecken. Manche Hunde mögen auch verrottendes Blütenmaterial am Ufer – auch das kann zum Tod führen.

Worauf sollten Badende achten?

Wenn das Wasser grünlich-trübe ist oder wenn darauf eine grüne Schicht schwimmt („Wasserblüte“): nichts schlucken! Aerosol vermeiden, zum Beispiel beim Wasserski und Windsurfen. Kinder sollten nicht in flachen Bereichen toben, wenn sich dort hohe Konzentrationen von Blaualgen gesammelt haben. Sorgsam die Situation am See in den Blick nehmen und die Wassertiefe prüfen. Dabei langsam ins Wasser waten, ohne Sediment aufzuwirbeln. Wenn Erwachsene von der Kniehöhe die Füße nicht mehr sehen kann, sollten sie und ihre Familien auf das Baden in diesem Bereich verzichten. Nach dem Baden gründlich duschen und Badesachen reinigen, um spätere Hautreizungen zu vermeiden. Wer nach dem Baden gesundheitliche Beschwerden hat, sollte zum Arzt gehen und das Gesundheitsamt informieren.

 

Geosound

„GeoSounds“: Die Hörregion lädt zur akustischen Schnitzeljagd

3. August 2023/in Region Hannover, Kultur

Geocaching-Rätseltour führt Spieler*innen an 17 klangvolle Orte in der Region

REGION HANNOVER (PM). Hinhören lohnt sich: Die Hörregion Hannover hat gemeinsam mit der Landeshauptstadt als UNESCO City of Music und dem Unternehmen „Geheimpunkt“ eine neue Geocaching-Tour quer durch die Region Hannover entwickelt: die „GeoSounds“. Spieler*innen können mithilfe ihres Smartphones oder eines GPS-Geräts 17 Schätze, die sogenannte Caches, aufstöbern. Wer vor Ort dann noch ein Rätsel rund um Klang und Musik löst, darf seinen Erfolg im Logbuch verewigen.

„Die Geocaching-Tour ist ein toller Anlass für einen Ausflug zu besonderen Orten in der Region – und sie macht für alle erlebbar, warum die Region Hannover eine Hörregion ist: Hier wurde die Schallplatte erfunden, hier sitzt das weltweit größte Versorgungszentrum für Cochlea-Implantate und hier spürt ein Institut Gravitationswellen auf und horcht so gewissermaßen in den Weltraum“, erklärt der Erste Regionsrat Jens Palandt.

Die Tour basiert auf der Reihe „Musikalische Ge(o)heimnisse“ von 2013. „Nach zehn Jahren waren nicht mehr alle Caches aktuell, die Idee einer akustischen Schnitzeljagd durch die Region hat aber nichts von ihrem Reiz verloren. Deswegen haben wir als Hörregion die Tour übernommen und grundlegend überarbeitet“, berichtet Hörregionsleiter Nils Meyer. Fünf der 17 Caches sind neu, fünf wurden aufwendig umgestaltet. Die Ziele liegen in sieben Regionskommunen und reichen vom Naturparkhaus am Steinhuder Meer über den Park der Sinne in Laatzen bis zum Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Daniel Pflieger ist Gründer von „Geheimpunkt“ und war mit seinem Team von Geocaching-Expert*innen für die Umsetzung der Tour verantwortlich. Er sagt: „Uns war wichtig, mit den Rätseln zu zeigen, wie vielfältig das Thema „Hören“ ist: Am MusikZentrum Hannover lässt sich der Cache öffnen, indem man Musik von hannöverschen Acts lauscht und die Band errät. Am Deutschen HörZentrum versteckt sich das Logbuch hinter Fragen zur Hörgesundheit. In Burgdorf müssen Spieler einen Hörspaziergang durch die Stadt absolvieren, um zur Lösung des Geocaches zu gelangen.“

Die Stadt Hannover war als UNESCO City of Music bereits bei der Entwicklung der Vorgänger-Tour an Bord und hat drei kulturelle Caches zu den „GeoSounds“ beigesteuert. „Wir sind stolz auf unsere vielfältige Kulturlandschaft und freuen uns darauf, dass neugierige Besucher*innen über die Geocaching-Tour Locations wie das Kulturzentrum Pavillon oder das MusikZentrum Hannover entdecken und am besten für einen Konzertbesuch wiederkommen“, berichtet Janika Millan vom Kulturbüro der Landeshauptstadt.

So funktioniert die Tour

Wer die Rätseltour ausprobieren möchte, braucht dafür nur ein Smartphone oder ein GPS-Gerät. Die Koordinaten zu den 17 Stationen gibt es online unter www.geocaching.com/play/geotours/geosounds. Wie genau das Rätsel funktioniert, ist am jeweiligen Cache beschrieben. Die Caches haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sind aber alle für Jugendliche ab 14 Jahren oder Familien mit Kindern lösbar.

Informationen zur Tour sind online unter www.hannover.de/geosounds abrufbar.

Die Hörregion Hannover             

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hörsinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Nachwuchskräfte

73 junge Talente starten bei der Region ins Berufsleben

1. August 2023/in Region Hannover

Willkommen! Ausbildungsstart in zwölf Berufsfeldern – zwei davon inklusiv

REGION HANNOVER (PM). Neue Kolleg*innen an Bord: 73 junge Menschen beginnen im August und September ihr duales Studium oder ihre Berufsausbildung bei der Region Hannover. Neben den klassischen Verwaltungsberufen starten auch Azubis in handwerklichen und technischen Bereichen wie Fachinformatiker*innen und Straßenwärter*innen. Im Inklusionsbereich beginnen fünf junge Menschen als Fachpraktiker*innen in der Floristik und Werker*innen im Gartenbau ihre Ausbildung.

Als kommunale Verwaltung bildet die Region Hannover vor allem Beamt*innen, Verwaltungsfachangestellte und Kaufleute für Büromanagement aus. In diesem Jahr lernen 50 Nachwuchskräfte die Verwaltung von Grund auf kennen – davon 33 in Form eines dualen Studiums, also als künftige Beamt*innen, zwölf als Verwaltungsfachangestellte und fünf als Kaufleute für Büromanagement. Sowohl die Ausbildungen als auch das duale Studium mit dem Abschluss Bachelor of Arts bieten die Möglichkeit, später in ganz unterschiedlichen Themenfeldern in der Verwaltung zu arbeiten – beispielsweise in der Verkehrsentwicklung, im Bürgerbüro oder im Fachbereich Energie und Klimaschutz.

„Die Zukunft unserer Region und damit auch ihrer Verwaltung liegt in den Händen junger Talente“, sagt Jens Palandt, Erster Regionsrat und Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen bei der Region Hannover, zum Ausbildungsstart: „Gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels liegt es an uns, junge Menschen für die vielseitigen und spannenden Aufgaben einer modernen Verwaltung zu begeistern. Wir freuen uns daher, dass sich so viele engagierte und motivierte junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium in der Regionsverwaltung entschieden haben und damit auch für eine Arbeitsumgebung, die Raum für kreatives Denken und die persönliche Entwicklung fördert.“

Die Beamt*innen erwarten in den kommenden drei Jahren sechs Trimester Theorie an der Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen (HSVN) und drei Trimester Praxis. Für die Verwaltungsfachangestellten steht ein spannender Mix aus Unterricht an der Berufsschule, am Niedersächsischen Studieninstitut (NSI) und Praxis in der Verwaltung auf dem Stundenplan. Zehn junge Menschen starten bei der Region Hannover mit dem Berufswunsch Fachinformatiker*innen für Systemintegration in das Ausbildungsverhältnis. Jeweils eine Nachwuchskraft lässt sich in Mediengestaltung, Elektronik, Mechatronik, im Bereich Medien- und Informationsdienste sowie als Maler*in und Lackierer*in ausbilden. Neben den anderen Ausbildungsgängen bietet die Region auch eine inklusive Ausbildung an: 2023 starten zwei junge Menschen als Fachpraktiker*innen für Floristik und drei als Werker*innen im Gartenbau ins Berufsleben.

Neben den regulären Ausbildungs- und Studienplätzen bietet die Region Hannover auch in diesem Jahr wieder zwei Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Fachoberschulpraktikum mit dem Schwerpunkt Verwaltung zu absolvieren. Für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Brandschutz, Rettungsdienst und der Gedenkstätte Ahlem haben sich zusätzlich vier junge Menschen entschieden. Im Naturparkhaus in Mardorf am Steinhuder Meer engagiert sich eine Nachwuchskraft im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs.

Auch 2024 können Interessierte wieder eine Ausbildung oder ein Studium in der Verwaltung zu absolvieren. Die Bewerbungsphase läuft aktuell an: Wer das Leben in der Region aktiv mitgestalten möchte, kann sich für einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium bewerben unter: www.DeineAusbildungMitZukunft.de. Darüber hinaus ist auch ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr möglich.

365 Tage - 365 Fotos – BGPress 0075© Bernd Günther

365 Tage – 365 Fotos

30. Juli 2023/in Region Hannover, Kultur

Von einer Idee zum fertigen Bildband

BURGDORF (bg). Im Jahre 2019 hat sich die Fotografin Susanne Rost (56) aus Burgdorf spontan vorgenommen, ein Jahr lang jeden Tag ein Foto zu machen. Daraus sollte später ein Bildband mit dem Titel „365“ entstehen. „Nichts unbedingt Neues, aber für mich eine Herausforderung“, so die Fotografin. Wir haben mit ihr ein einstündiges Interview geführt und die Entstehungsgeschichte verfolgen können.

Schon als junges Mädchen hat sie sich mit der Fotografie auseinandergesetzt. Analog, schwarz-weiß und mit einem eigenen kleinen Labor. Dann war nach ein paar Jahren Schluss. Fotografie war nicht mehr ihr Thema. Erst vor 10-15 Jahren hat Susanne Rost dann ihr analoge Kamera wieder zum Leben erweckt.

Für sie änderte sich mit einer Digitalkamera, die sie geschenkt bekam, das Verhältnis zur Fotografie. Obwohl die grundsätzliche Bedienung zwischen analogen und digitalen Kameras im Prinzip gleich geblieben ist, war sie nach ihren Aussagen etwas mit der neuen Technik überfordert. Da sie sich nicht als Autodidaktin sieht, holte sie sich durch Fachbücher und Kursen an der Volkshochschule das für sie benötigte Hintergrundwissen. Ein Virus war geboren – der Fotografievirus –, ansteckend und wenn man die Leidenschaft entwickelt, eine dauerhafte Leidenschaft auf Lebenszeit. Die selbst gesteckten Herausforderungen wuchsen von Tag zu Tag. Immer neue kreative Ziele mussten her. Die Suche nach dem einen Foto, was jeden Fotografen und sich selber zufrieden stellt, begann. Ein weiter Weg.

Susanne erzählt: „Die größte Herausforderung für mich ist und war, die Bilder, die ich im Kopf habe, in einem Foto zu verwirklichen. Die Technik habe ich inzwischen im Griff. Ich gehe gar nicht gezielt los, um eine Idee zu verwirklichen. Mein eigenes Bild muss mich berühren. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, fotografisch zu sehen. Mit der eigenen Entwicklung hat man die Fähigkeit bekommen, Bilder im Voraus im Kopf entstehen zu lassen“.

Auf die Frage, ob es bei ihr auch immer wieder einen „fotografischen Stillstand“ gebe, sagte sie:“ Ich habe häufig das Gefühl, ich komme nicht weiter. Meine Bilder entwickeln sich nicht. Ich entwickel mich nicht weiter. Mit einem gewissen eigenen Abstand sehe ich dann aber schon, es geht Schritt für Schritt voran.“ Ob es ein Ziel für sie gebe? „Ein Ziel… ich weiß nicht. Da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht ist der Weg das Ziel.“ Nach jedem Berg kommt ein neuer Horizont

Die Idee mit einem eigenen Bildband und den 365 Tagen hat sie immer wieder zuerst verworfen. Dann, am 5. Juni 2019, fing sie spontan das Projekt „365“ an. „Mir war klar, dass dieses Buch eine persönliche Herausforderung darstellte. Man benötigt Durchhaltewillen und vor allem unglaubliche Selbstdiziplin.“ Jeden Tag musste ein Foto entstehen. Motive gab es genug, aber reichten die Susanne? „Manchmal konnte ich nicht einschlafen? Habe nachgedacht. Über den nächsten Tag, das nächste Motiv. Würde ich es finden? Reicht es meinen Ansprüchen? Ist das vielleicht doch schon das Ende meines Projektes?“

Häufiger war sie kurz vor dem Aufgeben. Der Sinn wurde plötzlich in Frage gestellt. Ihr Mann Michael, selber leidenschaftlicher Fotograf, war in diesen Tagen immer ihr größter Motivationsfaktor. Besonders schlimm waren für sie die letzten 10 Tage. „Ich hatte das Gefühl, die Fotos würden immer schlechter. Mich quälte die Fertigstellung. Ich wollte, dass es endlich aufhört.“, so Susanne. Im Nachhinein sind gerade die letzten Aufnahmen interessant und gelungen. So sieht sie es heute auch, wenn sie den 330 Seiten dicke Bildband für sich durchblättert. Er ist textlich mit eigenen Gedanken und Anmerkungen zusätzlich versehen. Viele von ihren Fotos sprechen aber für sich. Erzählen eine eigene kleine Geschichte in ihrer Bildsprache. Es gibt nur zwei Bände. „Der Bildband ist für mich persönlich. Ein Abschluss für eine lange Zeit mit Zweifeln und Ängsten, sein gestecktes Ziel zu erreichen“, sagt Susanne. Und sie hat es erreicht. Daran besteht kein Zweifel beim Betrachten ihrer Bilder. Vielleicht gibt es irgendwann einmal eine Ausstellung. Ob sie sich das vorstellen könnte, frage ich sie. Susanne zögert: „Weiß nicht, wen interessieren denn meine Bilder? Ja vielleicht, mal sehen.“ Sie geht mit sich sehr kritisch um. Kann es nicht glauben, dass viele Fotos von ihr etwas Besonderes haben. Man entdeckt kleine Details, die dem nicht fotografischen sehenden Auge verborgen bleiben. Dabei stechen ihre Bilder zum Teil gerade wegen der Details heraus. Sie zeigt das Leben, so wie sie es sieht. Eigentlich schon immer ihr persönliches Ziel. Das Leben einfangen und Personen fotografieren. In ihrem Umfeld. Unbeeinflusst von gestelltem Bildaufbau.

Die Entstehung der Aufnahmen fielen nach knapp einem halben Jahr in die Anfänge der Corona-Pandemie. Ob sie das behindert hat? „Sicherlich. Plötzlich ist alles anders. Wir verändern uns. Die Welt verändert sich. Ich bin auf Landschaften ausgewichen, aber das ist nicht meine Welt. Plötzlich waren da leere Regale. Ein neuer Blickwinkel entstand. Aber Corona hat mich auch gehemmt. Man merkte die Distanzierung unter den Menschen. Die Vorsicht und Skepsis gegenüber dem Mitmenschen. Masken dominieren die Persönlichkeit und man stellt eines fest. Die Augen – Fotografen wissen das – sind einer unserer Hauptkontakte zur Aussenwelt. Sie zeigen Lächeln, Verzweiflung, Ängstlichkeit und Freude.“, erzählt Susanne. 

Wie ihre weiteren Ideen aussehen? Dazu ließ sie eine Antwort mit einem Lächeln schuldig. Es lohnt sich, diese Fotografin zu beobachten. Nach über einer Stunde endet unser Interview. Mit vielen persönlichen Eindrücken und einer spürbaren Begeisterung von ihr für die Fotografie. 

Ihr Buch begann und endete übrigens mit einem Foto ihres persönlichen Blicks in den Außenspiegel ihres Autos. Vielleicht sollte er uns sagen, schau auch hinter dich,  um alles zu entdecken und zum Schluss einen Rückblick auf die vergangenen 365 Tage, die sie hinter sich gelassen hat. Mit 365 ganz persönlichen Eindrücken.

In der heutigen schnelllebigen Zeit hat sich das Gesicht der Fotografie durch Digitaltechnik und Handys stark gewandelt. Millionen von Schappschüssen werden jeden Tag geschossen und schnell in die Social Medias hochgeladen. Dabei fangen unsere Augen an, dass besondere Sehen einer Fotografin oder eines Fotografen langsam zu verlieren. Vielen Bildern fehlen die Aussagekraft. Sie sind nicht besser oder schlechter – sie sind einfach anders. Das ist auch ein Grund für Susanne Rost, ihre Fotos nicht so stark der Öffentlichkeit zu präsentieren, die nach ihren eigenen Aussagen schnell in der Masse untergehen. Ein kurzer Blick und dann der nächste Klick. Likes sind wichtiger als die Betrachtung einer Bildaussage in aller Ruhe. Ein Tribut, denn wir mit unserer digitalen Sichtweise leider bezahlen müssen. Vielleicht sogar eine Gefahr für die ursprüngliche Art der Fotografie.

Ein paar Impressionen aus ihrem Buch „365“ hat Susanne Rost uns zur Verfügung gestellt.  

  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 2
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 3
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 4
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 5
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 6
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Nach dem Lockdown endlich wieder zum Friseur © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 7
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Die Geschwindigkeit unserer Zeit © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 8
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 9
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost- Corona hinterläßt Spuren © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 10
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Details muss man sehen © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Das Startbild als Einstieg © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 365
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
Gerätewagen Küche

Gerätewagen Küche bewähren sich im Großeinsatz beim Regionszeltlager

24. Juli 2023/in Region Hannover

Beim Regionszeltlager der Jugend– und Kinderfeuerwehren in Neustadt a. Rbge. kommen gleich vier Gerätewagen zum Einsatz

HANNOVER (PM). Die 2019 von der Region Hannover beschafften Gerätewagen Küche bestanden beim diesjährigen Regionszeltlager für Kinder– und Jugendfeuerwehren in Neustadt a. Rbge. eine echte Bewährungsprobe: Vier der fünf Versorgungskomponenten sorgten eine Woche lang für die Verpflegung von rund 1.500 Kinder, Jugendliche und Betreuer der Feuerwehren aus der Region Hannover und gingen damit über ihre eigentlichen Kapazitäten bei Einsätzen der Regionsfeuerwehrbereitschaften für 150 Personen pro Gerätewagen noch hinaus.

Es gab drei Mahlzeiten am Tag. Am Montag gab es z. B. mittags HotDogs und abends Gulasch mit Nudeln und am Dienstagmittag Frikadellen mit Kartoffeln, Erbsen, Möhren und Soße. Für so eine lange Dauer kamen die Gerätewagen Küche bisher noch nicht zum Einsatz. Dabei wurde auch erstmalig das Zusammenspiel von mehr als zwei Versorgungskomponenten geübt.

Gerätewagen Küche

Im Gerätewagen Küche werden die nächsten Mahlzeiten zubereitet © Regionsfeuerwehr Hannover

Diese Mammutaufgabe wurde von den insgesamt rd. 50 Helferinnen und Helfer unter der Leitung der Kameraden Jens Adamskie, Ingo Kussmann, Dennis Schumann mit Bravour gelöst. Gekocht haben in den Fahrzeugen der Brandabschnitte 1, 2 4 und 5 jeweils drei Einsatzkräfte. Eine weitere Crew hat sich um die vegetarische, die schweinefleischfreie Kost und Sonderwünsche (z. B. glutenfreie Spagetti) gekümmert. Die Zeltlagerteilnehmer waren sehr zufrieden und es gab durchweg positive Rückmeldungen.

Benjamin Moß (Leiter der Regionsfeuerwehrbereitschaft 3) ist Koordinator für die Gerätewagen Küche und lobte die hervorragende Zusammenarbeit der Küchencrews vor Ort. „Das lief richtig gut und wir können auch bei großen Lagen viele Feuerwehrangehörige versorgen.“ Außerdem konnten die Küchenfahrzeuge bei dieser einzigartigen Übungsmöglichkeit komplett auf Herz und Nieren geprüft werden. „Alle Fahrzeuge liefen auf Volllast und erst zum Donnerstag konnten wir kleinere technische Defekte feststellen, die durch die Technikmannschaft vor Ort sofort behoben werden konnten“, berichtete Benjamin Moß.

Auch Regionsbrandmeister Karl–Heinz Mensing war sehr zufrieden: „Die Bewährungsprobe bei dieser Übung im Regionszeltlager war eine Win–Win–Situation für die Versorgungseinheiten der Bereitschaften wie für die Regionsjugendfeuerwehr und alle Kinder, Jugendlichen und Betreuer*innen des Zeltlagers“.

Feuerwehr Isernhagen

Ackerbrand in Stelle

19. Juli 2023/in Region Hannover

Feuerwehr verhindert Schlimmeres

ISERNHAGEN (red). Eine Rauchsäule, die weithin sichtbar war, alarmierte am gestrigen Dienstag die Feuerwehren aus Altwarmbüchen, Kirchhorst, Stelle und Neuwarmbüchen. Der Ort des Geschehens war die Moorstraße in Stelle, wo ein Ackerbrand ausgebrochen war. Schnell reagierende die Einsatzkräfte vor Ort und konnten Schlimmeres verhindern.

Die ersten Meldungen erreichten Einsatzleiter Christian Reinhart, der umgehend die Alarmstufe erhöhte, als er die riesige Rauchsäule aus der Ferne erspähte. Sofort wurden die Tanklöschfahrzeuge aus Isernhagen NB und HB in Marsch gesetzt, um den Flammen Einhalt zu gebieten. Auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Isernhagen wurde zum Gerätehaus in Stelle beordert.

Einsatzleiter

Einsatzleiter Christian Reinhart bespricht das weitere Vorgehen © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Das Feuer wütete in einem Getreidefeld entlang der Moorstraße und bedrohte durch Ausbreitung die angrenzenden Wohnhäuser. Die Feuerwehrkräfte handelten umsichtig und schafften mit zwei Löschfahrzeugen Ankerpunkte an den Randbereichen, die über eine feste Wasserversorgung verfügten. So konnten sie die Gebäude wirkungsvoll schützen.

Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Brandes in Richtung Moor und Autobahn wurden zwei allradgetriebene Löschfahrzeuge eingesetzt, die während der Fahrt kontinuierlich Wasser auf die Ackerfläche abgaben. Die Landwirte vor Ort unterstützten die Löscharbeiten, indem sie sogenannte Wundstreifen anlegten, um das Feuer an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.

Wundstreifen fahren

Bauern aus der Nachbarschaft fahren mit ihren Treckern sogenannte Wundstreifen in den Acker, um eine Ausbreitung auf weitere Felder zu verhindern © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Insgesamt waren 69 Feuerwehrkräfte mit 16 Fahrzeugen im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dabei kam auch die Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft 5 aus Kaltenweide zum Einsatz, um die Ausdehnung des Brandes auf der etwa 4 Hektar großen Fläche zu erkunden.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude verhindert werden. Die schnelle Reaktion und das beherzte Eingreifen der Einsatzkräfte haben Schlimmeres verhindert und das Feuer erfolgreich eingedämmt.

Strohballenpresse

Feuerwehr löscht rund 300 Quadratmeter Feld und eine Strohballenpresse

18. Juli 2023/in Region Hannover

Brennende Ballenpresse fordert 55 Einsatzkräfte – Eine verletzte Person

LANGENHAGEN (PM). Am frühen Dienstagabend um 17:05 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Engelbostel zu einem gemeldeten Feldbrand an der Langenhagener Straße alarmiert. Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung wurde um 17:10 Uhr, noch während sich die ersten Einsatzkräfte auf der Anfahrt befanden, die Alarmstufe durch die Regionsleitstelle auf „Brand außerorts, 2. Alarmstufe“ erhöht, sodass die Ortsfeuerwehren Godshorn und Schulenburg hinzualarmiert wurden.

Bei landwirtschaftlichen Arbeiten geriet eine Strohballenpresse aus bislang ungeklärter Ursache in Brand und entzündete dabei ein Feld. Geistesgegenwärtig fuhr der Fahrer des Gespanns die brennende Strohballenpresse von dem bereits brennenden Feld auf einen gemähten Acker. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drohte sich das Feuer weiter auszubreiten. Durch den schnellen Einsatz von Feuerpatschen und zwei C–Rohren konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Parallel gingen mehrere Trupps unter Atemschutz vor, um die circa 150 Meter entfernt stehende, brennende Strohballenpresse und kleinere umliegende Brandstellen zu löschen. Das brennende Stroh in der Ballenpresse wurde von den Atemschutztrupps mithilfe von Harken entfernt und gezielt abgelöscht. Zum Ablöschen aller Brandstellen setzten die Feuerwehrkräfte rund 7.000 Liter Löschwasser ein. Dafür wurde eine Wasserversorgung von einem an der Straße gelegenen Hydranten aufgebaut und zum Ende der Löschmaßnahmen Löschschaum eingesetzt, um sicher alle Glutnester zu ersticken. Außerdem rettete die Feuerwehr bei den Nachlöscharbeiten eine Feldmaus und setzte diese an einer anderen Stelle wieder aus. Während der Löscharbeiten wurde die Feuerwehr von einem Landwirt mit einem Traktor unterstützt.

Der Fahrer des Gespanns wurde leicht verletzt und an der Einsatzstelle durch den Rettungsdienst versorgt, musste aber nicht in ein Krankenhaus transportiert werden. Insgesamt brannte es auf rund 300 Quadratmetern, die Strohballenpresse wurde bei dem Brand vollständig zerstört.

Der entstandene Schaden wird auf circa 80.000 Euro geschätzt. Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Erst vergangenen Mittwoch probten die Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Engelbostel gemeinsam mit den Brandschützenden aus Kaltenweide und Krähenwinkel das Vorgehen bei solchen Vegetationsbränden. Das dort erlernte Wissen konnte somit gleich praktisch im Einsatz eingesetzt und durch die gewonnene Erfahrung weiter gefestigt werden.

Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Arne Boy waren 55 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen, ein Rettungswagen, ein Notarzt, die Polizei und der Kriminaldauerdienst für ungefähr zwei Stunden im Einsatz.

Auch nach Badesaison Blaualgen in einigen Badeseen

Vermehrtes Aufkommen von Blaualgen am Steinhuder Meer

18. Juli 2023/in Region Hannover

Vor allem Kinder und Hunde sollten beaufsichtigt werden

REGION HANNOVER (PM).  Wegen vermehrten Blaualgenaufkommens rät das Gesundheitsamt der Region Hannover, bei den beiden Badestellen am Steinhuder Meer (Badestrand Weiße Düne und Badeinsel Steinhude) besonders achtsam zu sein. Dort besteht zurzeit eine erhöhte Konzentration an sogenannten Cyanobakterien (Blaualgen).

Bei entsprechenden Wetterverhältnissen ist damit zu rechnen, dass es zu Algen-Ansammlungen an der Badestelle kommen kann. Diese Bereiche sollen gemieden und Kinder beaufsichtigt werden. Badende werden gebeten, auf die Hinweise vor Ort und auf Trübungen im Wasser zu achten und die Bereiche zu meiden.

Entsprechende Schilder mit Verhaltenshinweisen sind an den Badestellen aufgestellt. Allgemeine Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung oder Aufrahmungen am Ufer. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern. Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer vorsorglich darauf hin, dass auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.

Die offizielle Badesaison gilt grundsätzlich vom 15. Mai bis zum 15. September. Bis Mitte September überprüfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Wasserqualität der Badestellen regelmäßig, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung für die Badenden so weit wie möglich auszuschließen. Aktuelle Informationen zu den einzelnen Badestellen in der Region und Niedersachsen bietet der Bäderführer der Region Hannover unter www.hannover.de und der Niedersächsische Badegewässeratlas im Internet unter www.badegewaesseratlas.niedersachsen.de.

Fragen und Antworten zum Thema Blaualgen:

Was sind Blaualgen oder Cyanobakterien?

Die Bezeichnung Blaualgen ist trügerisch, weil Blaualgen Bakterien ähnlicher sind als Algen und selten blau aussehen. Meist versteckt sich ihr blaues Pigment unter dem grünen Chlorophyll-a. Cyanobakterien ist der korrekte Name für Blaualgen.

Woher kommen Cyanobakterien in Seen?

Cyanobakterien sind in unseren Seen und Flüssen natürliche Teile der Lebensgemeinschaften. Vor allem in nährstoffreichen Gewässern kann es bei anhaltend warmem Wetter zu einem sehr starken Wachstum von Algen und Blaualgen („Blaualgenblüte“) kommen. Je nach Wetterlage können Cyanobakterien auch zur Oberfläche auftreiben und Schwimmteppiche und Aufrahmungen bilden, die der Wind am Ufer zusammentreiben kann. Das kann sehr schnell gehen und ist kaum vorhersagbar.

Wie gefährlich sind Cyanotoxine?

Cyanobakterien sind giftig und ein Gesundheitsrisiko, insbesondere, wenn Wasser mit hohen Konzentrationen geschluckt wird oder in die Atemwege gelangt. Dies passiert am ehesten bei Wassersportarten mit intensivem Wasserkontakt wie Wasserskifahren, Windsurfen, Tauchen und Kopfsprung, aber auch beim Segeln in stürmischem Wetter. Cyanobakterien können Übelkeit, Durchfall und Entzündungen von Hals, Augen und Ohren hervorrufen. Eine Aufnahme von Cyanotoxinen durch die Haut ist unwahrscheinlich. Schwerwiegendere Folgen sind Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen. Bei Kindern kann sich Lebensgefahr einstellen, wenn sie viel Wasser schlucken – etwa beim intensiven Toben oder gegenseitigem Untertauchen. In den flachen Bereichen ist oft die größte Konzentration von Cyanobakterien. Für Hunde und andere Haustiere können Cyanobakterien tödlich sein, wenn sie sich nach dem Baden das Wasser aus dem Fell lecken. Manche Hunde mögen auch verrottendes Blütenmaterial am Ufer – auch das kann zum Tod führen.

Worauf sollten Badende achten?

Wenn das Wasser grünlich-trübe ist oder wenn darauf eine grüne Schicht schwimmt („Wasserblüte“): nichts schlucken! Aerosol vermeiden, zum Beispiel beim Wasserski und Windsurfen. Kinder sollten nicht in flachen Bereichen toben, wenn sich dort hohe Konzentrationen von Blaualgen gesammelt haben. Sorgsam die Situation am See in den Blick nehmen und die Wassertiefe prüfen. Dabei langsam ins Wasser waten, ohne Sediment aufzuwirbeln. Wenn Erwachsene von der Kniehöhe die Füße nicht mehr sehen kann, sollten sie und ihre Familien auf das Baden in diesem Bereich verzichten. Nach dem Baden gründlich duschen und Badesachen reinigen, um spätere Hautreizungen zu vermeiden. Wer nach dem Baden gesundheitliche Beschwerden hat, sollte zum Arzt gehen und das Gesundheitsamt informieren.

 

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