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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Öffentlichkeitsfahndung

Öffentlichkeitsfahndung: Wer hat Rolf Kuno K. (69) aus Burgdorf gesehen?

13. März 2023/in Region Hannover, Polizei

Die Polizei sucht mit einem Foto nach dem Vermissten

HANNOVER (ots). Die Polizeiinspektion Burgdorf sucht seit Montag, 13.03.2023, mit einem Foto nach dem vermissten Senior. Rolf Kuno K. verließ am Sonntag, 12.03.2023, gegen Mittag die gemeinsame Wohnung und kehrte bislang nicht zurück. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Burgdorf meldete die Ehefrau am Montag, 13.03.2023, ihren Mann als vermisst. Er verließ am gestrigen Tage zwischen 11:00 und 12:00 Uhr die gemeinsame Wohnung und kehrte bislang nicht zurück. Der Senior ist mit einem roten Opel Movano, mit amtlichen Kennzeichen H-Z 1148, unterwegs. Die Polizei kann eine Eigengefährdung der Person nicht ausschließen. Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zum Auffinden der Person.

Öffentlichkeitsfahndung: Wer hat Rolf Kuno K. (69) aus Burgdorf gesehen? – Vermisster Burgdorfer

Vermisster Rolf Kuno K. © Polizeidirektion Hannover

Öffentlichkeitsfahndung: Wer hat Rolf Kuno K. (69) aus Burgdorf gesehen? – Opel Movano

Der rote Opel Morano H-Z 1148 © Polizeidirektion Hannover

Der Senior ist etwa 1,80 Meter groß, füllig und hat ein rundes Gesicht. Er hat eine Halbglatze mit grauem Haarkranz. Er ist Brillenträger und trägt eine blaue Winterjacke, eine graue Stoffhose und schwarze Sportschuhe.

Personen, die Hinweise zum Aufenthaltsort vom Senior oder zum roten Opel Movano geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Burgdorf unter der Rufnummer 05136 8861-4117 zu melden.

Frau bei Brand schwer verletzt© Carl-Marcus Müller

Frau bei Zimmerbrand in Langenhagen schwer verletzt

12. März 2023/in Region Hannover

Patientin setzt Zimmer selbst in Brand

Langenhagen (cmm). Nach ersten polizeilichen Angaben wurde am heutigen Sonntagmorgen, gegen kurz vor 9.00 Uhr, eine Patientin in einer psychiatrischen Klinik am Rohdehof bei einem Brand schwer verletzt. Ersten Informationen nach soll diese wohl selbst für das Brandgeschehen verantwortlich gewesen sein. Das betreffende Zimmer wurde durch Rauchbeschlag erheblich beschädigt. Am Gebäude selbst ist kein Schaden entstanden. 

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle wurde der erste Angriffstrupp sofort zur Menschenrettung mit einem C-Rohr vorgeschickt, da noch eine Person im Brandraum vermutet wurde. Die Vermisste Person konnte durch den vorgehenden Trupp schnell gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Gleichzeitig wurden Lüfter in Stellung gebracht um eine Rauchausbreitung zu verhindern,

Die Langenhagener Feuerwehr wurde durch die ausgelöste Brandmeldeanlage (BMA) alarmiert und konnte die Patientin aus dem verrauchten Zimmer retten und an den Rettungsdienst übergeben, welcher sie mit einer Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus verbrachte.

Eine Brandausbreitung konnte durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte rechtzeitig verhindert werden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Warnstreik© Bernd Günther

Warnstreik am Montag am Flughafen Hannover

11. März 2023/in Region Hannover

Kein regulärer Flugbetrieb möglich

LANGENHAGEN (PM/red). Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten am Hannover Airport für Montag, den 13. März 2023 zu einem Warnstreik aufgerufen. Neben Hannover sind ebenso die Flughäfen Hamburg, Bremen und Berlin betroffen.

Aufgerufen sind neben den Beschäftigten der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH auch die Bereiche Luftsicherheitskontrolle und Abfertigung.

Aus diesem Grund wird in der Zeit
von Sonntag, 12. März 2023, 21:00 Uhr
bis Dienstag, 14. März 2023. 01:30 Uhr
kein regulärer Flugbetrieb am Hannover Airport stattfinden.

Für Not- und Rettungsflüge ist der Flughafen Hannover auch im Streikzeitraum erreichbar.

Am Flughafen Hannover waren für diesen Zeitraum insgesamt 76 Flugbewegungen geplant (35 Abflüge und 41 An-künfte).

Der Hannover Airport bittet alle betroffenen Passagiere, Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen.

Hintergrund der Warnstreikmaßnahmen sind die bislang erfolglosen Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebervertretern und der Gewerkschaft ver.di.

Ab 2024 kommt die Tonne für alle im Umland der Region Hannover – Gelbe Tonne 02 mf© Matthias Falk

Ab 2024 kommt die Tonne für alle im Umland der Region Hannover

10. März 2023/in Region Hannover

Umstellung auf die Tonne vereinheitlicht das Abfuhrsystem – Restmüllsack hat ausgedient

HANNOVER (PM). Ab dem 1. Januar 2024 vereinheitlicht die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) das Abfuhrsystem für Restabfälle und schafft die Säcke im Umland ab. Damit wird die graue Restabfalltonne auch im Umland der Region Hannover zur Regel. Hier werden die Restabfälle bislang sowohl in Mülltonnen als auch in Säcken gesammelt, in der Stadt Hannover hingegen werden sie bereits ausschließlich über Tonnen erfasst. Für die Umstellung stellt aha rund 56.000 Behälter zur Verfügung.

„Mit der Einführung der reinen Tonnenabfuhr schließt sich das Umland der Region Hannover dem bundesweiten Trend zur Abschaffung der Säcke an“, freut sich Regionspräsident Steffen Krach, der sich bereits vor seiner Wahl für die Umstellung ausgesprochen hatte. „Die Tonne spart Plastik, schützt wertvolle Ressourcen und verbessert die Sauberkeit in den Städten und Gemeinden der Region Hannover. Auch die aha-Beschäftigten profitieren von der Sackabschaffung, entfallen doch das schwere Heben und die Verletzungsgefahr durch gefährliche Gegenstände in den Säcken.“

Tonnen sind nachhaltiger als Säcke

Bundesweit wird längst auf die generelle Verwendung von Abfallbehältern zur Sammlung von Restabfall, Bioabfall, Papier oder Verpackungen gesetzt, weil die Tonnen deutliche ökologische und ökonomische Vorteile aufweisen. „Mit der Abschaffung der Säcke setzt die Region Hannover einen klaren Impuls für nachhaltige Entwicklung und unterstützt damit die Transformation zur Klimaneutralität“, betont Jens Palandt, Umweltdezernent der Region Hannover. „Die Tonne als einheitliches Abfuhrsystem ist die beste Lösung, wenn es um die umweltschonende Sammlung von Restmüll geht und ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Klimakrise.“

Für die Sacksammlung sind jedes Jahr aufs Neue Säcke zu produzieren, an die Verteilstellen zu liefern, von Personal auszugeben sowie Gutscheine auszudrucken und zuzusenden. Die ungenutzten Restabfallsäcke müssen nach Ablauf des Gültigkeitszeitraumes vernichtet werden, damit keine Ungleichbehandlung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern entsteht, die die Restabfalltonnen nutzen. Eine Mülltonne hat im Vergleich dazu eine Lebenserwartung von durchschnittlich zehn Jahren und kann zu 100 Prozent recycelt werden. Darüber hinaus punktet das Standard-Sammelsystem Tonne im Hinblick auf ein sauberes Wohnumfeld und eine komfortable Abfallentsorgung.

Nur bei richtiger Trennung klappt es auch mit dem Recyceln

„Die Einführung der Tonne als Standardsystem für alle Abfallfraktionen ist elementarer Bestandteil des Zukunftskonzeptes von aha und der Region Hannover mit Blick auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Entsorgungssicherheit“, betont aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. „Neben der Abfallvermeidung ist das Sammel- und Sortierverhalten der Menschen für eine erfolgreiche Verwertung der Wertstoffe von entscheidender Bedeutung. Nur wenn möglichst alle mitmachen und die Tonnen nutzen, sprich Abfälle getrennt entsorgen, sind auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Recyclingquoten erfüllbar.“ Mit richtiger Mülltrennung kann also mit wenig Aufwand ein wichtiger Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz geleistet werden, weil dadurch Ressourcen im Wertstoffkreislauf verbleiben – ganz nach dem Motto von aha: „Müll ist das, was wir draus machen.“

Tonnengröße orientiert sich am bisherigen Verbrauch und an der Personenanzahl

Der Volumenanteil der Restabfallsäcke im Verhältnis zum gesamten Restabfallvolumen in der Region Hannover beträgt lediglich rund sechs Prozent. Die Zuweisung der Abfallsammelbehälter erfolgt analog der aktuellen Anzahl der Restabfallsäcke und der im Haushalt lebenden Personen. „Die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden über die künftige Größe ihrer Restabfalltonne schriftlich rechtzeitig vor der Austeilung der Behälter informiert“, sagt Dunja Veenker, Leiterin der Abfall- und Wertstoffabfuhr bei aha. „Gerne können sich Kundinnen und Kunden eine sogenannte ‚Nachbarschaftstonne‘ teilen. Dies reduziert den Flächenbedarf auf dem Grundstück erheblich.“ Der aha-Service steht unter der kostenfreien Telefonnummer (0800) 999 11 99 beratend zur Seite – auch im Rahmen einer Ortsbegehung. Bis zum 2. Juni 2023 können Immobilienbesitzerinnen und -besitzer oder deren Bevollmächtigte eigene Vorschläge für die gewünschte Tonnengröße über ein Online-Portal einreichen. Die Erstaufstellung der Restabfallbehälter ist kostenfrei. Sie ist in der Zeit von November bis Dezember 2023 geplant.

Unter www.aha-region.de/abfuhrkalender können alle Abholtermine wie gehabt jederzeit auf einen Blick online eingesehen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, über das Internet einen individuellen Jahresabfuhrkalender für jede Adresse auszudrucken.

Weitere Informationen gibt es ab 10. März unter www.aha-region.de.

Besuch vom Lions Club bei der Feuerwehr Langenhagen

Der Lions Club Langenhagen zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr

8. März 2023/in Region Hannover

Ein freundlicher Abend mit ernsten Themen

LANGENHAGEN (PM). Am 07.03.2023 empfing Ortsbrandmeister Jens Heindorf gegen 19.00 Uhr 14 Mitglieder des Lions Clubs Langenhagen in der Konrad-Adenauer-Straße 11.

Die geladenen Gäste versammelten sich zu Beginn im Gemeinschafts- und Schulungsraum des Feuerwehrhauses um den einleitenden Worten von Jens Heindorf, bei einem kühlen Getränk zu lauschen. Im Laufe dessen ergaben sich einige Fragen, die aus der Runde an den Ortsbrandmeister gestellt und von diesem prompt beantwortet wurden. Neben einigen ernsten Themen, wurde zwischendurch auch mit teils belächelten Klischees wie der vermeidlichen „Katze im Baum“ aufgeräumt.

Im direkten Anschluss hierzu stellte der Ortsbrandmeister den durch die Kameradinnen und Kameraden erst kürzlich erstellten Imagefilm der Ortsfeuerwehr vor. Auf die achtminütige Premiere des Films folgte eine herzliche Runde Applaus.

Beendet wurde die Vorstellung der Ortsfeuerwehr Langenhagen mit einer kurzen Führung durch die Fahrzeughallen des Feuerwehrhauses, hierbei brachte Jens Heindorf den stets aufmerksamen Besuchern die Hintergründe und Einsatzzwecke der verschiedenen Fahrzeuge nahe und wurde dafür ebenso mit Applaus belohnt.

Stadtbahn Linie 1© Carl-Marcus Müller

Reparatur an der Erich-Panitz-Straße nach Entschärfung dauert an

7. März 2023/in Region Hannover

Nach Untersuchungen sind die Schäden klar – Strecke bleibt bis mindestens 24. März gesperrt

HANNOVER (PM). Nach der Sprengung von zwei Fliegerbomben in Laatzen haben die Untersuchungen von der für die Stadtbahngleise zuständigen infrastrukturgesellschaft am Dienstagvormittag ergeben, dass es noch mindestens zwei Wochen dauern wird, bis die Strecke wieder befahrbar ist.

„Wir peilen für die Wiederherstellung der Gleise  das Wochenende nach dem 24. März an“, sagt Bauherrenvertreter Matthias Reitemeyer von der infra. Die Erich-Panitz-Straße wird sicher noch eine Woche länger gesperrt bleiben. Reitemeyer schränkt aber ein: Frost, Starkniederschläge oder können zur Einstellung der Arbeiten oder zu Verzögerungen in der Fertigstellung führen. Eine halbe Million Euro dürften die Arbeiten in jedem Fall kosten.

Aktuelle Lage im Überblick:

Nach der Sondierung in der  Erich-Panitz-Str. wurden folgende Schäden festgestellt:

Schäden an:

  • Fahrleitung
  • Gleis
  • Kabelanlagen
  • Regenwasserkanal
  • Fahrbahn
  • Geh- und Radweg

Bisher erfolgte Arbeiten:

  • Vermessung von Gleis und Straße
  • Baugrunderkundung zur Ermittlung der Standsicherheit am Rande des Bombenkrater
  • Erstellen Bergungs- und Räumungskonzept der Gleisanlage und weiterer zerstörter Materialien (Bauzäune, Pumpen, Stahlplatten etc.)
  • Baumfällung von drei Bäumen zur Baufeldfreimachung  (Folge des Bergungskonzeptes)
  • Absperren der Regenwasser-Kanals durch Betriebshof der Stadt Laatzen

Weiteres geplantes Vorgehen:

  • Beseitigung der Überreste und des gelockerten Bodens mit Freilegen der Anschlüsse von Gleis und RW-Kanal oberhalb des Bestandsgelände
  • Bergung der „schwebenden“ Gleise
  • Herstellung Rampe für Baufahrzeuge in den Bombentrichter (ca. 4 m Tiefe)
  • Bodenaustausch und Verfüllung Bombentrichter bis Höhe RW-Kanal
  • Herstellung Regenwasser-Kanal-Kanal
  • Verfüllung Bombentrichter bis Unterbau Gleisanlage
  • Herstellung Gleisanlage
  • Herstellung Kabelschutzrohranlage
  • Herstellung Fahrleitung
  • Herstellung Fahrbahn
Notunterkunft© Bernd Günther

Laatzen zieht positive Bilanz aus Evakuierung vom 5. März

7. März 2023/in Region Hannover

Verwaltungsvorstand ist trotz Schäden mit der Evakuierung zufrieden

LAATZEN (PM). In Laatzen-Mitte und Rethen wurden am Sonntag, dem 05. März, im Rahmen einer Kampfmittelräumung an insgesamt drei Verdachtspunkten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Keines der Kampfmittel konnte auf normalem Wege entschärft werden. Zwei 10-Zentner-Bomben mussten vor Ort kontrolliert gesprengt werden, bei einer 5-Zentner-Bombe wurde der defekte Zünder mit einem Wasserstrahlgerät abgeschnitten.

Laatzen zieht positive Bilanz aus Evakuierung vom 5. März – BGP 1000510 20230305

Schon ab 7:00 Uhr konnte die betroffene Bevölkerung die Evakuierungsbusse in Laatzen nutzen © Bernd Günther

Die Detonationen an der Erich-Panitz-Straße sowie am Rande der B443 haben erhebliche Straßenschäden bzw. Schäden am Gleisbett verursacht. Dennoch konnten durch die ausgezeichnete Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes größere Schäden an der unmittelbar anliegenden Wohnbebauung verhindert werden.

Bürgermeister Kai Eggert dankt den betroffenen Menschen: „Mein großer Dank geht an den weit überwiegenden Großteil der Bevölkerung, der sich kooperativ verhalten und morgens zügig das Sperrgebiet verlassen hat. Ich danke Ihnen vor allem, dass Sie an diesem langen und für alle Beteiligten anstrengenden Tag geduldig bis zum Ende der Maßnahmen ausgeharrt haben.“

Auch Roland Einbrodt und Vanessa Lehmann, Verantwortliche für den Polizeieinsatz anlässlich der Bombenräumung, bedanken sich ausdrücklich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, die den Evakuierungsaufforderungen bis auf wenige Einzelfälle nachgekommen sind.
„Trotzdem kam es unter anderem bedingt durch einige uneinsichtige Menschen, die sich entgegen der Anweisungen der Einsatzkräfte in den Sperrbereichen aufhielten, zu Verzögerungen bei den Evakuierungsmaßnahmen. Diese Personen haben nicht nur sich selbst in Gefahr gebracht, sondern auch die Arbeiten behindert. Dies ist nicht nur unzumutbar für die Menschen, die stundenlang darauf warten mussten, wieder in ihre eigenen vier Wände zurückzukehren, sondern auch für alle Einsatzkräfte, die unermüdlich bis in die späte Nacht im Einsatz waren“, so Einbrodt.

Laatzen zieht positive Bilanz aus Evakuierung vom 5. März – BGP 1000584 20230305

Mit Sonderbussen wurden Evakuierte zur Blauen Schule nach Bemerode gebracht © Bernd Günther

Alle Personen mussten um 7:00 Uhr das Evakuierungsgebiet rund um die zwei Verdachtspunkte verlassen. Schon nach kurzer Zeit wirkten die betroffenen Bereiche wie ausgestorben, lediglich Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei kontrollierten Straßen, Häuser und Wohnungen auf verbliebene Personen. Auch Drohnen mit Wärmebildkamera sowie der Polizeihubschrauber „Phoenix“ kamen zum Einsatz. Es konnten jedoch nicht alle Personen aufgespürt werden, so dass sich im Laufe des Tages immer wieder Menschen im Sperrgebiet und insbesondere in der Nähe der Fundstellen bewegten. Jedes Mal musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst sofort seine Arbeit unterbrechen. Ein Team der Polizei wurde angefordert und musste die Personen aus dem Sperrgebiet entfernen. Das Unterbrechen der Arbeiten führte zu erheblichen Zeitverzögerungen, die allen Mitwirkenden wie auch der wartenden Bevölkerung einen umso längeren Abend bescherte.

Axel Grüning, Stadtrat und Leiter des Krisenstabs, zeigt sich gegenüber allen Mitwirkenden, insbesondere den Ehrenamtlichen, anerkennend: „Bei allen Beteiligten bedanke ich mich herzlich für die professionelle, konzentrierte und disziplinierte Zusammenarbeit. Alle haben ihre Aufgaben mit hohem Engagement übernommen und erfolgreich zu Ende geführt.“

In Hinblick auf den langen Zeitraum der Maßnahmen ergänzt Grüning: „Leider kam es zu unvorhersehbaren Verzögerungen, da keine der Fliegerbomben leicht entschärft werden konnte. Dies hat nicht nur die Bürgerinnen und Bürger belastet, sondern auch die Arbeit im Stab. Hinzu kamen die Unbelehrbaren und Rücksichtslosen, die mit ihrem egoistischen Fehlverhalten im Sperrgebiet zu erheblichen Verzögerungen im Ablauf beigetragen haben.“

Doch trotz des langen und für viele Menschen sicherlich beklemmenden Ereignisses verliefen die restlichen Maßnahmen, wie die Evakuierung der Alten- und Pflegeheime, überwiegend sehr gut nach Plan. Insgesamt wurden 997 Krankentransporte durch Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Technisches Hilfswerk durchgeführt. Die letzten Transporte fanden am Montag bis 20:00 Uhr statt.

Gut 517 Menschen, davon 67 liegend Versorgte, suchten die Notunterkunft in der Blauen Schule auf. Rund 2.000 Anruferinnen und Anrufer informierten sich über das Bürgertelefon. Nahezu 1.000 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, und Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen DRK, JUH und THW, sowie der Stadtverwaltung waren insgesamt im Einsatz.

Ab jetzt beginnen die Nacharbeiten der Sprengung. Neben der Reinigung der Standorte rund um die Bombenkrater müssen Energieversorger sowie Sachverständige in Hoch- und Tiefbau die jeweilige Umgebung weiterhin auf eventuelle Schäden prüfen. Stromausfälle oder defekte Versorgungsleitungen der umliegenden Wohngebäude sind bislang nicht bekannt. An der Erich-Panitz-Straße müssen der Regenwasserkanal, das Gleisbett der Straßenbahn sowie die Gleise und Oberleitungen wiederhergestellt werden. Die Straßenbahnlinie 1 wird bis auf weiteres in diesem Bereich nicht fahren, sondern als Schienenersatzverkehr umgeleitet. Auch mindestens die südlichen Fahrbahnen der Straße müssen erneuert werden.

Die Fahrbahn der B443 wurde ebenfalls stark beschädigt und bleibt an dieser Stelle weiterhin gesperrt.

„Trotz der Schäden bleibt festzuhalten, dass das Vorgehen insgesamt nach Plan verlaufen und der Zeitverzug durch nicht prognostizierbare Einflüsse entstanden ist. Wir sind sehr glimpflich und vor allem ohne Personenschaden durch die herausfordernde Situation gekommen – das ist das Wichtigste“, fasst Bürgermeister Kai Eggert zusammen.

Schwieger

Schwieger zum stellvertretenden Regionsbrandmeister gewählt

7. März 2023/in Region Hannover

Amtszeit von Eberhard Schmidt endet zum August 2023

REGION HANNOVER (PM). Lars-Robert Schwieger (50) aus Neustadt a. Rbge. wird ab August Stellvertreter des Regionsbrandmeisters Karl-Heinz Mensing.

Er wurde am Samstag (4. März 2023) bei einer Versammlung im Regionshaus gewählt und hat die Mehrheit der Stimmen der 20 Stadt- bzw. Gemeindebrandmeister*innen sowie 206 Ortsbrandmeister*innen für sich geholt. Schwieger folgt auf Eberhard Schmidt, dessen sechsjährige Amtszeit als stellvertretender Regionsbrandmeister am 31. Juli 2023 endet. „Ich freue mich, dass die Mehrheit mir ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Jetzt haben wir eine Handlungssicherheit und können mit einem jungen Team loslegen oder vielmehr weitermachen mit der Arbeit – wir haben viel zu tun“, sagt Schwieger nach der Wahl.

Schwieger ist seit 2015 Ortsbrandmeister von Neustadt am Rübenberge und seit 2020 Leiter des Brandschutzabschnitts I für Neustadt, Wunstorf und Garbsen. Mit zwölf Jahren trat der heutige Hauptbrandmeister in die Jugendfeuerwehr ein, 1988 folgte der Wechsel in die Einsatzfeuerwehr.

Bombensprengung Schäden B 443

B 443 (Laatzen): Fahrbahn entlang der Brücke über die B 6 zerstört

7. März 2023/in Region Hannover

Bundesstraße 443 bei Laatzen durch die Sprengung einer Fliegerbombe schwer beschädigt

LAATZEN (PM). Die Bundesstraße 443 bei Laatzen (Region Hannover) ist durch die Sprengung der Fliegerbombe in der Nacht von Sonntag auf Montag schwer beschädigt worden. So wurden die Fahrbahndecke und der Unterbau erheblich beschädigt.

Demzufolge ist die B 443 im Bereich des Brückenbauwerkes über die B 6 in beide Richtungen voll gesperrt. Diese Sperrung wird voraussichtlich bis Freitag, 10. März, andauern. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr versucht indes, die Schäden schnellstmöglich zu beheben, um die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Nunmehr werden notwendige Instandsetzungsmaßnahmen an der Fahrbahn der B 443 durchgeführt. Konkret werden der Untergrund und die Fahrbahndecke und wiederaufgebaut.

Das bedeutet für die Verkehrsteilnehmenden:

  • Für den Verkehr auf der B 443 von der A 7 kommend ist ein Abfahren auf die B 6 in Richtung Hannover möglich, in Richtung Hildesheim nicht möglich.
  • Für den Verkehr auf der B 443 von Pattensen kommend ist ein Abfahren auf die B 6 in Richtung Hildesheim möglich, in Richtung Hannover nicht möglich.
  • Für den Verkehr auf der B 6 aus Hannover kommend ist ein Abfahren auf die B 443 in beide Richtungen nicht möglich.
  • Für den Verkehr auf der B 6 aus Hildesheim kommend ist ein Abfahren auf die B 443 in Richtung A 7 möglich, in Richtung B 443 Pattensen ist es nicht möglich.

Der Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und empfiehlt, den betroffenen Bereich weiträumig zu umfahren.

Wissenswert

Aufgrund von Kampfmittelsondierungsarbeiten ergab sich im Verlauf der B 443 auf der Höhe des Kreuzes B 6 in Fahrtrichtung A 7 ein Kampfmittelverdachtspunkt entlang der Fahrbahn. Dieser Verdachtspunkt hat sich als Kampfmittelpunkt bestätigt. Die dort vorgefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Nacht vom 5. März auf den 6. März vom Kampfmittelbeseitigungsdienst kontrolliert gesprengt.

Rotes Kreuz zieht positives Fazit nach Bombenräumung in Laatzen – BGPress 1000501© Bernd Günther

Rotes Kreuz zieht positives Fazit nach Bombenräumung in Laatzen

6. März 2023/in Region Hannover

Zeitaufwendige Evakuierungsmaßnahmen durch Bombensprengung

LAATZEN (PM/bg). Ob im Bereich Transport, Betreuung, Technik und Sicherheit oder Verpflegung – insgesamt waren am vergangenen Wochenende 480 ehrenamtliche und hauptamtliche Einsatzkräfte des Roten Kreuzes in der Region Hannover und anderer Hilfsorganisationen sowie 171 Transportfahrzeuge(Rettungswagen, Krankenwagen, Behindertenfahrzeuge) im Rahmen der Bombenräumung in Laatzen im Einsatz. Es wurden insgesamt 997 Personen an den drei Tagen transportiert.

Heute finden abschließend noch einige Rücktransporte der Bewohnerinnen und Bewohner einiger Pflegeheime
aus dem Evakuierungsgebiet statt. Aber grundsätzlich kann Christian Niemüller, Einsatzleiter und stellvertretender
Regionsbereitschaftsleiter des Roten Kreuzes in der Region Hannover, bereits jetzt schon ein positives Fazit
ziehen. „Ich bin sehr zufrieden. Alle Einsatzkräfte haben sehr gut zusammengearbeitet – die Transporte haben
reibungslos funktioniert und auch die Betreuung der Personen in den Notunterkünften.“

Bereits am Samstag begann für viele Einsatzkräfte die Vorbereitung – einige Bewohnerinnen und Bewohner
wurden aus den Pflegeheimen bereits evakuiert und die Notunterkünfte wurden eingerichtet. Sonntag früh gingen
die geplanten Evakuierungsmaßnahmen weiter. Die Rotkreuz-Helferinnen und –Helfer, die für die Betreuung
der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Evakuierungsgebiet in den Notunterkünften zuständig
waren, begannen ihren Dienst ebenfalls in den frühen Morgenstunden.

Rotes Kreuz zieht positives Fazit nach Bombenräumung in Laatzen – BGPress 021500

An der Blauen Schule in Bemerode wurde die Bevölkerung durch DRK und DLRG versorgt © Bernd Günther

Als sich am gestrigen Abend herausstellte, dass sich die Bombenräumung verzögert und es für die Helferinnen
und Helfer eine lange Nacht wird, wurden weitere Einsatzkräfte des Roten Kreuzes aus Hildesheim,
Hildesheim-Marienburg, Peine, Schaumburg sowie Ehrenamtliche der DLRG Hannover hinzu alarmiert. Sie
unterstützten im Bereich Transport und Betreuung. Denn einige ehrenamtliche Einsatzkräfte konnten nicht weiter
im Dienst bleiben und mussten abgelöst werden.

Rotes Kreuz zieht positives Fazit nach Bombenräumung in Laatzen – BGPress 1000488

Schon in den frühen Morgenstunden des Sonntags gab es für die Einsatzkräfte am Krankenwagenhalteplatz eine Einsatzbesprechung © Bernd Günther

Das Rote Kreuz ist vorbereitet auf weitere mögliche Bombenräumungen

„Bisher sind für uns noch keine weiteren Evakuierungen im Rahmen einer Bombenräumung bekannt – aber das
kann sich schnell ändern. Und dann unterstützen die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes gerne wieder“, so
Christian Niemüller.

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