Extreme Hitze in Niedersachsen: Bis zu 42 Grad möglich
Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnten die Temperaturen zum ersten Augustwochenende örtlich über 40 Grad steigen.
HANNOVER (redu) – Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnte sich in Niedersachsen eine außergewöhnlich starke Hitzewelle entwickeln. Meteorologische Modelle berechnen für das erste Augustwochenende örtliche Spitzenwerte von 40 bis 42 Grad. Ob diese Werte tatsächlich erreicht werden, ist noch offen.
Mit den möglicherweise steigenden Temperaturen könnten auch die gesundheitlichen Belastungen sowie die Ozon- und Waldbrandgefahr zunehmen. Die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Wetterlagen und Modellberechnungen ab.
Die Extreme Hitze Niedersachsen könnte sich nach den vorliegenden Prognosen ab Dienstag, 28. Juli, aufbauen. Berechnungen gehen davon aus, dass ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit südwestlicher Strömung zunehmend heiße Luftmassen in den Norden führen könnte.
Gewitter ziehen in der Nacht nach Osten ab
Zunächst bestimmen am Sonntag noch Ausläufer eines Tiefs über der Norwegischen See das Wetter. Erwartet werden teils kräftige Gewitter, stürmische Böen um 65 Kilometer pro Stunde und Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden.
In der Nacht zum Montag soll die Front nach Osten abziehen. Zum Wochenbeginn könnten die Temperaturen vorübergehend auf 19 bis 24 Grad sinken.
Ab Donnerstag könnten die Höchstwerte verbreitet zwischen 32 und 38 Grad liegen. Für Samstag, 1. August, berechnen meteorologische Modelle örtlich 40 bis 42 Grad. Damit wäre auch der im Juni 2026 aufgestellte deutsche Höchstwert von 41,8 Grad in Reichweite.
Ob diese Spitzenwerte tatsächlich erreicht werden, lässt sich derzeit jedoch nicht sicher vorhersagen. Wettermodelle bilden mögliche Entwicklungen ab und können sich mit neuen Berechnungen noch verändern. Eine Vorbereitung ist aber vor allem für empfindliche Personen, Kranke und Pflegeheime sinnvoll.
Ozonwerte und Waldbrandgefahr könnten steigen
Die intensive Sonneneinstrahlung führt bereits zu erhöhten Ozonkonzentrationen. Genannt werden Spitzenwerte von bis zu 130 Mikrogramm pro Kubikmeter im Raum Oker und Harlingerode sowie erhöhte Werte in Göttingen und Braunschweig.
Parallel könnte sich die Waldbrandgefahr verschärfen. Für Stationen wie Celle und Faßberg wird bis Donnerstag die höchste Gefahrenstufe 5 prognostiziert. An den Küsten bleibt die Gefährdung zunächst geringer.
Auch die Landwirtschaft steht unter Druck. Während die Wintergerste nahezu vollständig eingebracht ist, führte eine Hitzeperiode Ende Juni beim Weizen teilweise zu einer Notreife. Zugleich wurden nach den vorliegenden Angaben rund 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel und Sturm schwer beschädigt.
Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt warnt vorsorglich vor möglichen Belastungen für Herz, Lunge und Nieren. Die Bevölkerung soll bei hohen Temperaturen die Mittagshitze meiden, körperliche Anstrengungen im Freien begrenzen und ausreichend trinken. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder.







